Die WZ zur MACHT UM ACHT

Ein hasserfülltes Pamphlet an der Grenze zum Schwachsinn

Autor: U. Gellermann
Datum: 23. Oktober 2017

Die WZ (Westdeutsche Zeitung) hat sich in den letzten Jahren journalistisch kaum bemerkbar gemacht. Bekannt wurde sie nur durch brutale Rationalisierungen und ihre Verwicklung in den GWG-Immobilien-Skandal . In ihrer Ausgabe vom 19. Oktober 2017 versucht sich ihr Chefredakteur Ulli Tückmantel (heißt wirklich so) als Tagesschau-Versteher. 

Ziemlich zusammenhanglos erwähnt er in seinem Artikel zum „Mysterium ARD“ auch das Buch zur Tagesschau „Die Macht um Acht“. Sein einziges „Argument“ gegen die von ihm erwähnte kritische Auseinandersetzung mit der Tagesschau erschöpft sich in der Wertung, das Buch sei „Ein hasserfülltes Pamphlet an der Grenze zum Schwachsinn“. Ihm kann nicht auffallen, dass er mit dieser Meinungsäußerung auch ein hartes, aber verdientes Urteil über seine eigene Rezension formuliert hat. Denn seine Einlassungen zur Tagesschau in der WZ gehen kaum über diesen Satz hinaus: „Da wundert es kaum, dass bis heute nicht einmal wirklich geklärt ist, ob der „Tagesschau“-Chefsprecher nun Jan Hofer oder doch Johannes Neuenhofer heißt, und ob er 1950 oder 1952 oder wann sonst in Wesel-Büderich geboren wurde.“ 

Wer die Qualität der wichtigsten deutschen Nachrichten-Sendung an der Klärung des Namens ihres Chefsprechers misst, der schafft es prima, den intellektuellen Horizont der Tagesschau-Redaktion noch zu unterbieten. Glückwunsch. 

Zur Nachhilfe auch für Chefredakteure in der Provinz:

http://shop.papyrossa.de/Gellermann-Uli-Klinkhammer-Friedhelm-Braeutigam-Volker-Die-Macht-um-acht


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 27. Oktober 2017 schrieb Ernst Blutig:

Wenn man sich so umhört und überall Kommentare liest hat man den Eindruck als wäre das was die Macher von "Die Macht um Acht" da schon sehr lange beobachten, notieren und kritisieren so´ne Art kleine handwerkliche Fehler seitens der ÖR, so unfreiwillig unprofessionelle Schnitzer von Überlasteten, Überforderten.
Das höre ich auch immer wieder bzgl. Politikern. Man unterschätzt die schon fast triebhafte Perfidie und Cleverness von Leuten, die es soweit nach oben geschafft haben. Von denen ist keiner zu dumm oder macht handwerkliche Fehlerchen die ja jedem mal passieren können, diese Ausrede (vor allem die seitens des Bürgers) lasse ich nicht mehr gelten.
Dieses Ausreden wirkt ja schon geradezu niedlich angesichts der Menge an Vorfällen, die geloggt wurden.

Die Verniedlichung ist das SpiegelBild des Infantilen.

Ich halte das, was da angeprangert wird an den ÖR, durch die Bank für geplant und gewollt und zwar mit einer gehörigen Portion krimineller Energie, denn es ist Diskriminierung und Aufhetzung das Ziel.
Der Neoliberalismus ist in seiner gesamten Breite von der Propaganda bis zur Realisierung eine kriminell veranlagte Ideologie/Religion.


Am 26. Oktober 2017 schrieb Daniela Bernstein:

Ich habe Ihr Buch "Die Macht um Acht" gelesen und finde diesen Herrn Tückmantel unmöglich. Das würde ich ihm und seiner Redaktion gern mitteilen. Haben Sie eine Adresse von denen?

Antwort von U. Gellermann:

Aber ja doch:

ulli.tueckmantel@wz.de
zentralredaktion@wz.de


Am 25. Oktober 2017 schrieb Rita Bergmann:

Der Satz "Zur Nachhilfe auch für Chefredakteure in der Provinz" ist einerseits eine arrogante Hauptstädter-Anmerkung. Zugleich ist er falsch: Die "Macht um Acht" könnte Nachhilfe für alle Redakteure im Land sein. Wenn sie nur den Mut hätten das Buch zu lesen.


Am 24. Oktober 2017 schrieb Krysztof Daletski:


Da ich im Einflussbereich der WZ lebe, hier zwei kurze Anekdoten als Hintergrundinfo zur Bemerkung des Galeristen bzgl. einer "brutalen Rationalisierung":

1) Als ich wegen eines interessanten Artikels mit dem Autor Kontakt aufnehmen wollte, war er in der Redaktion nicht zu finden. Nach etwas Suchen stellte sich heraus, dass der Autor von dpa war.

2) Nachdem ich morgens einen (ziemlich oberflächlichen, sprachlich mäßigen und weitgehend analysefreien) Kommentar in der WZ las, hörte ich ihn kurz darauf im DLF mit der Abmoderation "meint der Trierische Volksfreund". Neugierig geworden suchte ich nach diesen Autor, und auch dieser war nicht von der WZ.

Frage an Uli Gellermann: ist das üblich, das Zeitung den Großteil ihres überregionalen Teils und sogar die Kommentare nicht selber verfassen, sondern einkaufen?

Antwort von U. Gellermann:

Es ist zunehmend üblicher geworden: Immer häufiger begegnen wir in Zeitungen und in TV und Funk den Agenturen. Das spart Geld weil es Personal spart . Und auch das bisschen Denkvermögen in den Redaktionen wird gern geschont. Aber den Hass-Artikel zur „Macht um Acht“ hat der Herr schon selbst geschrieben.


Am 23. Oktober 2017 schrieb Anke Zimmermann:

"Achtung: Staatsräson unbedingt einhalten!" Hängt so wahrscheinlich auch auf den Fluren der WZ Redaktion.

"Ein hasserfülltes Pamphlet an der Grenze zum Schwachsinn". Whow. Belege bitte Herr Tückmantel, sie sehen mich sehr gespannt, denn ich habe ein sehr faktenreiches Buch gelesen. Ja manchmal mit einem Hauch Polemik, die dem Rezipienten wohl tut. Ein bißchen Humor Herr Tückmantel oder zeigen sich die Herrschaften am Ende nervös?

Wie steht er nun da der Herr Tückmantel? Nachdem ich Die Macht um acht gelesen habe, sehe ich in Herr Tückmantel von der WZ, einen kleinen, plumpen Hater.

Hätten sie doch das Buch gelesen oder die Klappe gehalten.


Am 23. Oktober 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

Nun geht es dem Tückmantel an den Kragen.
Ausgerechnet aus meiner Heimat, dem Niederrhein, lese ich seltsame inhaltslose unzusammenhängende Worte.
Bevor Vogler seinen Mantel nehmen mußte, bei der Westdeutschen Zeitung im Jahr 2014, wurde er mit dem FDP Politiker Solms auf Burg Linn in Krefeld zum Ritter der Copyrer Hofrunde geschlagen. Lindner, der "tapfere" Kämpfer für Steuergerechtigkeit, für die die eh genug besitzen, spricht in seiner Rede von "Freigeist, der Vogler, der "ein liberales Schwert führt."
Herr tückischer Mantel hat Herrn Vogler zum 1. Mai 2014 abgelöst. Nix genaues weiß man. Die "publistische Unabhängigkeit" der WZ sollte gesichert werden......
Über Fake News hat Tückmantel in der Vhs schwadroniert, und am 20.Oktober kann man lesen, wessen Geistes Kind sich hinter dem verbirgt, wofür der Tückmantel denn so steht:
100 Jahre russische Revolution: Der rote Oktober, den es nicht gab. "Die "Große sozialistische Oktoberrevolution" war ein Putsch von Extremisten gegen eine demokratische Regierung." So ein Schlaumeier, der Tückmantel.
(Ein hungerndes, gequältes Volk ist aufgestanden,um die Hungersnöte, und des Menschen unwürdiges Leben zu beenden, und das mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln).
Ein schlecht recherierter und einseitiger Artikel. Alles in den antikommunistischen Pott, umgerührt, und grottenschlecht aufs Papier gebracht. Peinlich, wenn das seriöser Journalismus sein soll.
Und mal ehrlich, Herr Tückmantel, so unter uns: Sie haben die MACHT UM ACHT nicht einmal gelesen, es reichte den Knopf zu drücken, und so konnte denn in einer bösartigen, hinterhältigen, tückmanteligen Art und Weise der nicht gelungene Versuch gestartet werden, der GALARIE, mit den Herren Gellermann, Klinkhammer und Bräutigam ans Bein pinkeln zu wollen. Es ehrt die GALERIE, dass der Versuch so richtig in die Hosen gegangen ist, weil journalistische Qualität die Grundlage bedeutet, und um da mithalten zu können, muß was inhaltlich, greifbares geliefert werden, und nicht "heiße Luft in Tüten."
Lesen sie die "MACHT UM ACHT, dann lernen sie etwas über seriösen, ernstzunehmenden, und an den Fakten orientiertem Journalismus, und machen sich nicht lächerlich.


Am 23. Oktober 2017 schrieb Christel Buchinger:

Meine Tante Berta sagte immer dann, wenn ein Typ mit tiefgelegtem Auto (damals waren das Mantas) über die Hauptstraße bretterte, zu ihrem Mann, meinem Onkel Albert: auch dieser Heini besteht darauf, uns auf diese Art seinen Intelligenzquotienten mitzuteilen. Worauf mein Onkel Albert jedesmal antwortete: auch diesmal liegt er nur unwesentlich über der Umgebungstemperatur.

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