Das Deutsche Heer anno 2015

Die Treibjagd der Getriebenen

Autor: Jürgen Heiducoff
Datum: 08. Januar 2015

Unser Autor Jürgen Heiducoff ist nach fast 40 Jahren Dienst in zwei deutschen Armeen Anhänger der Friedensbewegung geworden. Über 20 Jahre war er auf dem Gebiet der militärischen Rüstungskontrolle, der Vertrauens- und Sicherheitsbildung und Abrüstung tätig. Er wurde im Rang eines Oberstleutnant aus der Armee entlassen.

Das Grundgesetz begründet den Primat der Politik. Die militärische und Heeresführung haben den politischen Vorgaben zu folgen. Streitkräfte und Staat stehen in einem besonderen Treueverhältnis. Gut so, wenn die bestimmende Politik vernünftig und weitgehend den Interessen des Volkes entspricht. Gut so, wenn Demokratie funktioniert.
Doch immer öfter sind politische Entscheidungen nicht nachvollziehbar.
So werden auch die Herren der Führungsetagen des Deutschen Heeres von manchen politischen Vorgaben überrascht. Dann sind sie von der Politik Getriebene, obwohl sie doch selbst Treiber sein möchten.
Nach Aussagen des Inspekteurs des Heeres, Generalleutnant Bruno Kasdorf, soll die größte Teilstreitkraft „Treiber der internationalen Zusammenarbeit im Frieden und im Einsatz“ 1) sein und zugleich „das Projekt der Europaarmee vorantreiben“ 2). Noch vor weniger als drei Jahren verkündete sein Vorgänger, Generalleutnant Werner Freers während seines Besuches bei den Landstreitkräften der Russischen Föderation: „Das Heer versteht sich als Treiber sinnhafter Kooperation und … Zusammenarbeit mit Russland“ 3).
Wie unterschiedlich doch die politischen Vorgaben sind, wie sie doch das Deutsche Heer hin und her treiben.
Das Kommando Heer, das in der Strausberger Hardenberg-Kaserne untergebracht ist, legte zum Jahreswechsel in der zivilen Stadtverwaltung und in Schulen der Garnisonsstadt Wandkalender für das Jahr 2015 aus. 1) Dies ist sicher mit dem Wunsch verbunden, dass dieser Kalender mit Fotos von Heeressoldaten und ihren Waffen bei der Ausbildung in der Arktis und im Gebirge sowie im Einsatz in Afghanistan und Mali zivile Amtsstuben, Schulgebäude und Wohnzimmer schmücken möge. Die Bürger sollen sich daran gewöhnen, dass das Heer auf Gefecht und Krieg und auf das Eingreifen in Krisen und Kriege weltweit vorbereitet wird. Es soll ihnen ins Unterbewusstsein eingehen, dass dies in ihrem eigenen Interesse geschehe.
Auf der Frontpage dieses Kalenders und auf allen Seiten der Monate Januar bis Dezember 2015 wird das Zitat des Heeresinspekteurs „Das Deutsche Heer ist Treiber der internationalen Zusammenarbeit im Frieden und im Einsatz“ gebetsmühlenartig wiederholt.
Internationalität bei Streitkräften ist zunächst einmal gut. Damit könnten, wenn die Rechte und Pflichten aller beteiligten Nationen gleich wären, nationale Alleingänge eingeschränkt werden.
In vielen der kleinen Einsätze leisten deutsche Heeressoldaten gegenwärtig Ausbildungshilfe in Krisen- und Bürgerkriegsgebieten von Mali über den Sudan, Südsudan, für Somalia, im Irak bis nach Afghanistan. Sie bilden Soldaten oder auch Milizen oder Soldaten, die später zu Milizen überlaufen könnten, an vorher durch Deutschland gelieferten Waffen aus. Damit bleiben die Deutschen nicht mehr neutral. Sie unterstützen stets nur eine der momentanen Kriegsparteien. Dies führt in aller Regel nicht zur Beendigung der Gewalt, sondern oft erst richtig zum Auflodern der Kriegsbrände. Allein mit Waffenlieferungen und Ausbildung kann kein Konflikt beigelegt werden.
Leider stößt auch die internationale Zusammenarbeit des Deutschen Heeres an Grenzen, weil durch den politischen Willen nicht alle Staaten einbezogen werden. Selbst auf unserem von Kriegen geplagten Kontinent bleibt die militärische Integration auf die Staaten der Europäischen Union und der NATO beschränkt. Das führt zur Ausgrenzung der Armeen der restlichen Staaten Europas, besonders Russlands. Wen wundert es, wenn diese Länder den Weg zu einer „Europaarmee“ ebenso wie die Aufstellung einer NATO – Eingreiftruppe als gegen sie gerichtete Provokation empfinden ?
Das Heer als „Treiber“ ist selbst getrieben von einer Politik, die inzwischen leider auf Konfrontation in Europa zielt. Das am Ende eines langen erfolgreichen Prozesses der militärischen Sicherheits- und Vertrauensbildung erreichte Niveau der bilateralen Zusammenarbeit mit den Landstreitkräften der Russischen Föderation ist verspielt und vertrieben worden.
Überhaupt verstehe sich das Deutsche Heer als "Treiber und Vorreiter" in der internationalen Zusammenarbeit innerhalb der Streitkräfte, hebt Kasdorf immer wieder hervor. 2) Deutschland treibt das Projekt der Europaarmee voran und das Deutsche Heer soll den künftigen Kern dieser bilden. Dies ist ein Prozess der Bündelung von Fähigkeiten der Streitkräfte der Staaten der Europäischen Union. Wenn eine künftige Europaarmee als Kampfverband für Europa verstanden wird, dann schließt dies Verteidigungsoperationen ein, aber auch eine Interventionsabsicht nicht kategorisch aus. Schließlich liegt die größte zusammenhängende Landmasse Europas außerhalb des Dislozierungsraumes der Europaarmee. Das Heer ist und bleibt Träger der Landoperationen, zu deren Kernaufgaben die Verteidigung, aber auch die Eroberung von Räumen und Geländepunkten gehören.
Noch im Juli 2012 fand im Rahmen einer gut entwickelten militärischen Kooperation der Bundeswehr mit den Streitkräften der Russischen Föderation ein Besuch des damaligen Heeresinspekteurs, Generalleutnant Werner Freers, bei russischen Verbänden statt. Der Besuch sei von Offenheit und Herzlichkeit geprägt gewesen. 3) Der deutsche General beendete die Reise mit einem positiven Fazit: „Das Heer versteht sich als Treiber sinnhafter Kooperation, von der alle beteiligten Partner Nutzen haben. Darüber hinaus bietet gerade die Zusammenarbeit mit Russland die Gelegenheit, weiteres wechselseitiges Vertrauen zu schaffen. Beide Aspekte hat dieser Besuch vorangebracht: Wir haben über sehr konkrete Kooperationsprojekte gesprochen – vor allem im Bereich Ausbildung. Und ich erkenne, wie der Dialog der zurückliegenden Jahre zwischen unseren beiden Heeren konkretes Vertrauen hat wachsen lassen – eine durchaus bemerkenswerte Entwicklung, nicht nur aus militärischer Sicht.“ 3)

Es lohnt ein Rückblick in die jüngere Geschichte. Die Zusammenarbeit zwischen der Reichswehr der Weimarer Republik und den Landstreitkräften Sowjetrusslands war in den 1920er Jahren sehr eng. Es wurden operative Konzepte und taktische Verfahren erörtert, Ausbildungsmethoden weiter entwickelt, ja sogar gemeinsame Übungen durchgeführt. Die beteiligten Offiziere beider Seiten lernten sich auch persönlich kennen und achten. All dies hinderte sie jedoch nicht daran, nur wenige Jahre später – getrieben von einer fanatischen Politik – ihre Truppen in einen unerbittlichen Vernichtungsfeldzug zu treiben.
Zum Einsatz des Heeres in weit entfernten Regionen dieser Welt gehört aber auch das Gefecht und damit die Pflicht zu töten, das Pech, Leid zu verursachen, auch gegenüber unbeteiligten Zivilisten und das Schicksal selbst getötet werden zu können. Das bedeutet auch, dass der Einsatz sich für den Heeressoldaten als Krieg abbilden kann. Verantwortung übernehmen irgendwo in der Welt bedeutet auch, zur Verantwortung gezogen werden zu können! Vieles des eben Dargelegten geht leider aus dem Betrachten des eingangs erwähnten Wandkalenders des Deutschen Heeres nicht hervor.

Vor einem reichlichen Monat erst hat Heeresinspekteur Kasdorf vor ehemaligen Generalen in Koblenz über die zukünftigen Herausforderungen für das Heergesprochen. 4) Mit einem Zitat von Wolfgang Ischinger machte er die sicherheitspolitische Lage deutlich: „Der Krieg ist als Element der Politik nach Europa zurückgekehrt.“ „Das Heer muss sich auf eine Vielzahl unterschiedlichster Einsatzgebiete mit unterschiedlichsten Anforderungen einstellen. Wir müssen das gesamte Spektrum vom Kämpfer, Helfer, Vermittler und Diplomaten abdecken können“, so Kasdorf zu den Herausforderungen des Heeres. 4)
Generalleutnant Kasdorf trug zwei Mal über viele Monate als Chef des Stabes der Internationalen Schutztruppe ISAF in Afghanistan Verantwortung. Er weiß, dass Verantwortung in einer solchen Position zu tragen auch bedeutet, sich mit Aufstandsbekämpfung und dem Tod und Leid ziviler Opfer auseinander zu setzen. Er gehört zu den Generalen der Bundeswehr mit der größten Einsatzerfahrung. Er hat Weitblick und ihm ist klar, wovon er spricht, wenn er an Ischingers Zitat anknüpft, das ich hier wiederhole: „Der Krieg ist als Element der Politik nach Europa zurückgekehrt.“ Daraus muss abgeleitet werden, dass auch der Landesverteidigung wieder eine höhere Gewichtung gegenüber den Auslandseinsätzen zukommen muss.
Nach dem Abzug der Kampftruppen aus Afghanistan ergibt sich eine Lage, die dem Deutschen Heer eine Atempause gönnt. Es muss zur Zeit nur kleine Kontingente, zum Teil nur Einsatzgruppen stellen. Diese sind jedoch oft kurzfristig zu bedienen. Das stellt andere Anforderungen an die Einsatzvorbereitung. Doch es wird nicht so bleiben. Die Welt verändert sich. Der Drang höchster politischer Verantwortungsträger unseres Landes, überall in der Welt, auch mit militärischen Mitteln Verantwortung zu übernehmen, ist besorgniserregend. Es werden mehr kleine, aber sicher auch größere Einsätze auf das Deutsche Heer zukommen. Das erfordert eine höhere Flexibilität der Ausbildung und ein breiteres Spektrum abrufbarer Fähigkeiten. Mehr Bedeutung muss einer spezifischen landeskundlichen Vorbereitung ausgerichtet auf Traditionen und Mentalität der Konfliktparteien und dem Kriegsvölkerrecht beigemessen werden. Aber auch Ausbildungsinhalte wie z.B. Kampf unter arktischen und tropischen Bedingungen, Gebirgsausbildung und Häuser-/Tunnelkampf bleiben ebenso wichtig wie die herkömmliche infanteristische Ausbildung und das Gefecht der verbundenen Waffen. Unter den Bedingungen einer kurzfristigen Entsendung darf die Qualität der Einsatzvorbereitung der Heeressoldaten nicht leiden.
Das Führungspersonal des Deutschen Heeres ist mit einsatzerprobten Generalen und Offizieren besetzt, die auch schon Erfahrungen im verfassungswidrigen Jugoslawienkrieg und den Folgeeinsätzen im Kosovo sammeln mussten. Diese beinhalten auch Erkenntnisse über Grenzen des militärischen Engagements in Krisen- und Kriegsgebieten und sich daraus ergebende Konsequenzen. Die Masse der Heeressoldaten ist zwar ausgebildet, aber bei weitem nicht alle verfügen über den nötigen Einsatzhintergrund. Damit würden Überraschungen nicht ausbleiben.
Dazu kommen Unzulänglichkeiten der Bewaffnung und Ausrüstung. Dies kann zu unvorhersehbar schwierigen Situationen führen. Die Frauen und Männer des Deutschen Heeres sind so diszipliniert, dass sie den Vorgaben der Politik uneingeschränkt folgen. Jedoch ist es wünschenswert, die kollektive Weisheit der Staatsbürger in Uniform des Heeres entsprechend der Konzepte der Inneren Führung in einer breiten sicherheitspolitischen Diskussion einzubringen und in den Prozess der politischen Entscheidungsfindung einzubeziehen.
Eine solche breite Debatte verteidigungspolitischer Fragen zwischen Politikern und Soldaten darf auch keine „Tabu“-Themen wie etwa die Konzentration auf die Verteidigung unseres Landes, analog der 1968 entwickelten jugoslawischen "Allgemeinen Volksverteidigung“ oder die Lösung aus den US – dominierten NATO – Strukturen aussparen. Den beteiligten Soldaten dürfen daraus keine Nachteile für die weitere berufliche Weiterentwicklung entstehen. Dies würde den großen Mangel, dass die Mehrzahl der politischen Entscheidungsträger kaum Erfahrungen über den Einsatz des Heeres bei Landoperationen und zur Konfliktverhütung und Krisenbewältigung, vom Gefecht, von Krieg, Tod und Leid haben, etwas kompensieren.
Ich erinnere an das Hauptmerkmal des Selbstverständnisses des Heeres: das Heer ist „Träger der Landoperationen im Rahmen von Einsätzen zum Schutz Deutschlands und seiner Bürgerinnen und Bürger, bei internationaler Konfliktverhütung und Krisenbewältigung, bei der Unterstützung der Bündnispartner, bei Rettung, Evakuierung und sonstigen Hilfeleistungen.“ 5)
Das zum Schutz Deutschlands und seiner Bürgerinnen und Bürger erforderliche Potential an Kernfähigkeiten des Deutschen Heeres darf nicht auf Kosten von zu viel Ausbildung für Auslandseinsätze verzettelt werden.
Primat der Politik: JA. Aber mehr feedback von den Erfahrungsträgern an die Politiker. Mehr Einbeziehung der Erkenntnisse der Staatsbürger in Uniform in den Prozess der politischen Entscheidungsfindung!
Am Ende bleibt die bange Frage „Wohin lässt sich das Deutsche Heer treiben ?“

Hier sei an Goethe erinnert:
„Du musst (treiben) steigen oder sinken,
Du musst herrschen und gewinnen
Oder dienen und verlieren,
Leiden oder triumphieren,
Amboss oder Hammer sein.“


1) http://www.deutschesheer.de/portal/a/heer/!ut/p/c4/04_SB8K8xLLM9MSSzPy8xBz9CP3I5EyrpHK9jNTUIr3c0pySzNzUlMxEvezEnNS8lNQi_YJsR0UA97bRTQ!!/

2) http://www.welt.de/politik/deutschland/article130960888/Deutschland-treibt-das-Projekt-Europaarmee-voran.html

3) http://www.deutschesheer.de/portal/a/heer/!ut/p/c4/NYzBCoMwEET_aJMISulN8VJ6K4K1t20MZm1MZFnbSz--yaEzMAy8YdRDZUd804JCKWJQdzVZOj8_4J1jwJccLgSIaD2T9eIirOi50qaC9QhUihrLy-zApuikZJ4J5VwYJTHsiSUUcjBnAjSrSZu-07X-y3xP47Udmrox_aW7qX3b2h_zydiC/

4) http://www.deutschesheer.de/portal/a/heer/!ut/p/c4/NYyxDoMwDET_yA6oDHQDsXRlKXQzwSJpQ4IsQ5d-fEOl3kknnd7p8IHZkQ6_kPoUKeCAo_XX6Q2OWYBeunMIEMk68dYpR3iSk9IUF4jp4HXiX8H7-TQz2BRZz8xT9TkXIU0CWxINJ9lFMgE_42iKrjWV-av41H3TVmVd1d2t7XFb1-YLrDfhWA!!/

5) http://www.deutschesheer.de/portal/a/heer/!ut/p/c4/04_SB8K8xLLM9MSSzPy8xBz9CP3I5EyrpHK9jNTUIr3MvOICveLUnKTikrLUouKSxNS8lLzMYv2CbEdFAJpoS4A!/


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 09. Januar 2015 schrieb Ralf Thielken:

"Der Krieg ist als Element der Politik nach Europa zurückgekehrt".
Wie hat er das geschafft, der Krieg?
Rio Reiser sang einst: Der Krieg, er ist nicht tot, er schläft nur....
Ist halt jemand vorbei gekommen und hat ihn geweckt, den Krieg. Und jetzt glotzt er uns an, fletscht die Zähne und fordert uns auf, seinen unstillbaren Hunger nach Blut und Eisen zu stillen.
Krieg, mit seinen finanziellen, personellen, materiellen und technischen Grundlagen (u. a. Heer) war niemals Wunsch der Völker, sondern immer der seiner HERRSCHER und deren Erfüllungsgehilfen, auch Politiker genannt.
Da gab es welche, denen bekam der Krieg nach eigener Aussage wie eine Badekur...
Damit das überhaupt funktionieren konnte erfanden diese Verbrecher das ganze Brimborium von Vaterland, Ruhm und Ehre, Heldentod, "Treueverhältnis von Staat und Streitkräften", Fahneneid und dergleichen Perversitäten mehr.... Da ist dann auch die Rede von Kriegshandwerk oder Kriegskunst,
von der reinen Lehre eben. Ich verabscheue diese Ideologie zutiefst, kein Heer hat ein wie auch immer gartetes SELBSVERSTÄNDNIS. Das wird ihm eingeredet, damit man es "treiben" kann...
"Das zum Schutz Deutschlands und seiner Bürgerinnen und Bürger erforderliche Potential an Kernfähigkeiten des Deutschen Heeres darf nicht auf Kosten von zu viel Ausbildung für Auslandseinsätze verzettelt werden".
Tut mir leid Leute, an der Stelle muss ich erstmal an die frische Luft....


Am 09. Januar 2015 schrieb Jürgen Heiducoff:

@ Markus Schmitz


Ein Autor verkündet seine Meinung, wenn er nach der Benennung eines Sachstandes seine eigene Bewertung nieder schreibt. Mit dieser sollte sich dann der Leser sachlich und kritisch auseinander setzen. Aber eben dies tut leider ein Markus Schmitz nicht. Statt sich inhaltlich mit den Bewertungen und Meinungen des Autors zu beschäftigen, behauptet er, der Autor habe keine eigene Meinung geäußert. Gern zitiere ich hier die Stellen mit meiner Auffassung noch einmal:
"Ich meine, mit der Verteilung des Wandkalenders sollen sich die Bürger daran gewöhnen, dass das Heer auf Gefecht und Krieg und auf das Eingreifen in Krisen und Kriege weltweit vorbereitet wird. Es soll ihnen ins Unterbewusstsein eingehen, dass dies in ihrem eigenen Interesse geschehe."


Ich meine die Deutschen bleiben nicht mehr neutral. Sie unterstützen stets nur eine der momentanen Kriegsparteien. Dies führt in aller Regel nicht zur Beendigung der Gewalt, sondern oft erst richtig zum Auflodern der Kriegsbrände. Allein mit Waffenlieferungen und Ausbildung kann kein Konflikt beigelegt werden.

Ich meine - "Selbst auf unserem von Kriegen geplagten Kontinent bleibt die militärische Integration auf die Staaten der Europäischen Union und der NATO beschränkt. Das führt zur Ausgrenzung der Armeen der restlichen Staaten Europas, besonders Russlands."


Ich meine, "Das Heer als `Treiber´ ist selbst getrieben von einer Politik, die inzwischen leider auf Konfrontation in Europa zielt. Das am Ende eines langen erfolgreichen Prozesses der militärischen Sicherheits- und Vertrauensbildung erreichte Niveau der bilateralen Zusammenarbeit mit den Landstreitkräften der Russischen Föderation ist verspielt und vertrieben worden."

Ich meine - "Zum Einsatz des Heeres gehört aber auch das Gefecht und damit die Pflicht zu töten, das Pech, Leid zu verursachen, auch gegenüber unbeteiligten Zivilisten und das Schicksal selbst getötet werden zu können. Das bedeutet auch, dass der Einsatz sich für den Heeressoldaten als Krieg abbilden kann. Verantwortung übernehmen irgendwo in der Welt bedeutet auch, zur Verantwortung gezogen werden zu können!?


Ich meine, es "... ist ... wünschenswert, die kollektive Weisheit der Staatsbürger in Uniform des Heeres entsprechend der Konzepte der Inneren Führung in einer breiten sicherheitspolitischen Diskussion einzubringen und in den Prozess der politischen Entscheidungsfindung einzubeziehen. Eine solche breite Debatte verteidigungspolitischer Fragen zwischen Politikern und Soldaten darf auch keine `Tabu´-Themen wie etwa die Konzentration auf die Verteidigung unseres Landes, analog der 1968 entwickelten jugoslawischen "Allgemeinen Volksverteidigung" oder die Lösung aus den US -dominierten NATO - Strukturen aussparen. Den beteiligten Soldaten dürfen daraus keine Nachteile für die weitere berufliche Weiterentwicklung entstehen."


Ich meine, dass "das zum Schutz Deutschlands und seiner Bürgerinnen und Bürger erforderliche Potential an Kernfähigkeiten des Deutschen Heeres ... nicht auf Kosten von zu viel Ausbildung für Auslandseinsätze verzettelt werden" darf.

Völlig unverständlich ist Ihre Äußerung, ich hätte "eine gewisse Aversion gegen die Person Kasdorf.? Er ist nun einmal der Inspekteur des Heeres, den man zitieren muss, wenn man über das Deutsche Heer anno 2015 schreibt. Bezogen auf die Person des Inspekteurs lasse ich gern gelten, keine eigene Meinung geäußert zu haben.


Den Eid der Soldaten der Bundeswehr mit dem der faschistischen Wehrmacht in Verbindung zu bringen ist ja nun wirklich total daneben. 
Ihnen scheint jeglicher Optimismus zu fehlen. Würden alle so denken, wäre eine Reform der Außen- und Sicherheitspolitik und der Rolle des Deutschen Heeres nicht denkbar.



Am 09. Januar 2015 schrieb Jochen Scholz:

Ich möchte Jürgen Heiducoffs Argumente unterstützen mit dem Verweis auf einen Kommentar im Stern

http://www.peter-gauweiler.de/pdf/artikel/2014-11-06_stern.pdf

der sich auf die Rede von Peter Gauweiler an der Bundeswehruniversität Hamburg am 14. Juni 2014 bezieht

http://www.peter-gauweiler.de/pdf/reden/Rede%2004.06.14.pdf

Ob sie von den jungen Offizieren bereits verdaut worden ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Zu hoffen wäre es jedoch.


Am 09. Januar 2015 schrieb El Gordo:

Ans "Goethe-Zitat" des Autors anknüpfend meine ich: Das HEER und die gesamte Armee sollte weder Amboss noch Hammer sein ! ! !
ES SOLLTE GAR NICHT SEIN !!!


Am 09. Januar 2015 schrieb Markus Schmitz:

Herr Heiducoff, wem reden Sie denn nun eigentlich das Wort? Wie soll denn Ihr "Fachartikel" verstanden werden? Fach hin- oder her, aber in Ihrem Artikel lavieren sie sich durch. Sie beziehen keine Stellung. Es ist kein Pro und kein Kontra zu erkennen. Es sind nur Bedenken in jede Richtung feststellbar. Fragestellungen, aber es werden auch nicht wirklich Loesungen aufgezeigt. Nun, so ist dieser Artikel eine blosse Zustandsbeschreibung, nichtssagend, wie wir Sie in den Mainstreammedien zur genuege finden. Erkennbar ist lediglich eine gewisse Aversion gegen die Person Kasdorf. Ich glaube auch Ihr letzter Artikel handelte von Ihm. Aber was ist denn nun Ihre wirkliche, persoenliche Meinung, oder welche Meinung vertreten Sie denn nun? Sie werfen mit Allgemein-Plaetzen um sich. Dass die Bundeswehr sowohl eine Verteidigungsarmee, als auch eine Interventionsarmee sein soll, das ist ja nun seit jahren schon fakt, bzw. Realitaet. Gerne wuenschte man sich in der Politik auch die Bundeswehr als "Eierlegende Wollmilchsau", auch das ist bekannt. Aber ich frage mich, was Sie dem Leser hier nun tatsaechlich mitteilen wollen, ausser, dass die Bundeswehr sowohl Verteidigungs-, als auch Interventionsarmee geworden ist. Auch die Schlussfrage ist keine Frage. Denn schon die Geschichte hat uns gezeigt und zeigt uns, dass Heere und Armeen, gleich welcher Art, sich ueberall hintreiben lassen, bis hin zur voelligen Vernichtung!
Nein, da halte ich es mit Herrn Panse, Zitat:"Dieser sachlich-kritische Beitrag hätte vielleicht in die BW-Postille if - Zeitschrift für Innere Führung gehört. " Ueberdies hat Herr Steinmetz durchaus Recht, wie ich finde. Sich da als Soldat a.D. oder Soldat i.R. auf den Treueeid zu berufen, halte ich fuer laecherlich. Auch die Wehrmachtsoffiziere haben sich, mit Ausnahmen, immer wieder auf den Treueeid gegenueber dem Fuehrer berufen. Oder besser gesagt, die eigene Schuld / das schlechte Gewissen damit abgestreift. Lieber Juergen Heiducoff, ich wuerde mir Ihre echte Meinung, als Friedensbewegungsmitglied wuenschen, ohne - dass Sie Sich hinter Treueeiden verstecken. Nur dann, wenn man seine Meinung auch vertritt, kann man vom Vorwurf des "Faehnchens im Winde" freigesprochen werden! Ihre Pension wird man Ihnen schon nicht kuerzen, da gehoert mehr dazu! 
 


Am 08. Januar 2015 schrieb Rüdiger Panse, vormals FuTB 61:

Nanu, hat sich an der Herausgeberschaft der Galerie etwas geändert? Dieser sachlich-kritische Beitrag hätte vielleicht in die BW-Postille if - Zeitschrift für Innere Führung gehört. Aber doch nicht auf diese Online-Plattform. Könnte es ein, dass der Autor einiges aufzuarbeiten hat? Vielleicht bringt es - außer Pensionsansprüchen - eben doch nicht so viel, sich bei fremden Hee/rren zu verdingen.


Am 08. Januar 2015 schrieb Wolfgang Oedingen:

Mir ist unwohl, wenn ich von nach 40 Jahren Militärdienst zur Friedenbewegung geläuterten Militärs lese.
Was die Bundeswehr anbetrifft, kann es vorerst nur heißen: zurück zur reinen Verteidigungsarmee und langfristig raus aus der NATO.
Uns mit frommen Generalssprüchen zu bedienen, erscheint mir angesichts "unserer"
Interventionsarmee rund um den Globus doch etwas dürftig, um noch als Kritik durchgehen zu können.
Frage: wann werden wir in der RATIONAL-GALERIE vom kritischen Militärgeistlichen lesen dürfen ?


Am 08. Januar 2015 schrieb Manfred Ebel:

Lieber Herr Jahoda,
meine Mutter (JG `30) erzählte mir, dass jedesmal, wenn sie eine Sirene hörte, die Bilder und die Gefühle aus den Bombennächten wieder da waren.


Am 08. Januar 2015 schrieb Lutz Jahoda:

Nur noch wenige Tage im Januar, dann werden es siebzig Jahre her sein, als ich in Wien zu Onkel Leopold sagte, dass auch ich aus diesem Krieg nicht zurückkommen werde. Onkel Poldi hatte bereits seinen Sohn Leo vor Odessa verloren. Als Flugzeugpilot einer Ju 88 saßen er und seine Mannschaft auf einer zum Abwurf auf Sewastopol scharf gemachten Bombe, die im Schacht verklemmt hängen geblieben und während der Landung explodiert war.
Ich sollte südöstlich von Wien die Dritte Ukrainische Front aufhalten. Ausgerechnet über Ostern im Monat April. So weiß ich heute noch, wie Projektile klingen, die schockweise über Erdhügel pfeifen und dieses Sirren für mich das letzte Geräusch zu vernehmen gewesen wäre, hätte ich meinen Kopf zu unpassendem Zeitraum über den Schützengrabenrand gehalten.
Es war ein deutscher General - auch so etwas hat es gegeben -, der dafür sorgte, dass zu kurz ausgebildete Burschen zwischen siebzehn und achtzehn nicht auch noch am Schluss eines aussichtslosen Kampfes sinnlos geopfert werden. Er versah uns mit einem Leutnant und einem Papier, was uns ermächtigte, zur Endausbildung ins weniger eisenhaltige Waldviertel nordwestlich von Wien Richtung Böhmerwald auszuweichen. Das einzige, was uns dort belästigte, war eine Maikäferplage.
Diese Brummer gegen Brust und Kopf zu bekommen, anstatt Kugeln und Eisensplitter, wünsche ich in diesem Frühjahr allen Mitmenschen auf dieser Welt, die durch unverantwortliche Politiker und Militärs genötigt sind, sich dort aufzuhalten, wo eben jene Verantwortlichen niemals hingelangen werden.
Und so halte ich es mit Oskar Lafontaine, dem die Tageszeitung "Junge Welt" von Donnerstag, dem 8. Januar 2015, die Seite 3 einräumt unter der Hauptzeile FRIEDEN STATT NATO und den Unterzeilen:
"Maxime linker Politik: Nach dem Warscheuer Pakt auch das westliche Militärbündnis auflösen. Friedliche Welt braucht eine andere Wirtschaftsordnung."
Jürgen Heidukoff herzlichen Dank für den ausführlichen Beitrag.


Am 08. Januar 2015 schrieb Robert Matheis:

Was wäre, wenn die derzeitigen Soldaten in der Bundesrepublik und in den Auslandseinsätzen kraft ihrer Erkenntnisfähigkeit sich entschlössen, den Diensteid zu brechen und den Dienst mit der Waffe quittierten?

Weil sie erkennen wie sie für eine neue Militarisierung der Aussenpolitik missbraucht werden, für eine Politik, die sich der Liberalisierung der Märkte und der Ausbeutung von Mensch und Natur auf ihre Parteifahnen geschrieben hat. Einer Politik, die völlig masslos geworden ist, imperialistisch und interventionistisch. Die der Gier und dem Streben nach Macht, Herrschaft, Kontrolle, Geld und Materialismus erliegt und humanitäre Werte nur als schöne Begriffe und vorgeschobene Gründe zur Intervention benötigt.
Aus den wohl einzusehenden Gründen, sollte heute jeder Soldat aufgerufen sein, seinen Eid niederzulegen, denn es könnte an ihn und überhaupt an uns die Frage gestellt werden: "wie konntet ihr es nur geschehen lassen?"


Am 08. Januar 2015 schrieb Manfred Ebel:

Einspruch! Als Mensch, Mann und ehemaliger Militär kann ich mich immer noch nicht an den Gedanken gewöhnen, mich mit dem militärischen Instrument meines damaligen und unverändert heutigen Klassenfeindes auszusöhnen. Deren Wesen ist unverändert.
Anbei: Von wem fühlen Sie sich bedroht? Gegen wen wollen Sie welches und wessen Vaterland verteidigen. "Jeder Russ ..., jeder Franzos ..." - tschuldigung, rutscht mir so raus.
Wen sind Sie bereit, in einem potenziell nuklearen Verteidigungsinferno zu opfern?

Wie wär´s denn mit dem gar nicht so alten deutschen Gelöbnis "NIE WIEDER KRIEG!" ? (@ John :-) )
Am Ende bleibt die bange Frage "Wohin sollen wir schon wieder getrieben werden "?
Nein! Nicht mit mir! Auch nicht mit Fachsimpelei.


Am 08. Januar 2015 schrieb Klaus Madersbacher:

Auch Generale sind nur Befehlsempfänger. Klassisch die Abhandlung "Krieg ist ein Verbrechen" des US Generalmajors Smedley Butler > http://dfg-vk-bonn-rhein-sieg.de/index.php/gedanken-zum-frieden/friedens-history/2792-smedley-butler-krieg-ist-ein-verbrechen-1935.
Ja wenn sie erst in Pension gegangen sind, dann kommen manche drauf, womit sie ihr ganzes Leben versaut und verblödelt haben ...


Am 08. Januar 2015 schrieb Marianne Müller-Brettel:

Der Beitrag von Jürgen Heiducoff zeigt; auch in der Bundeswehr gibt es kritische Stimmen. Die Aufgaben, die zur Zeit der Bundeswehr zugeschrieben werden, überfordern diese hoffnungslos. Sie sind unerfüllbar: Kampfeinsätze und ziviler Aufbau widersprechen sich, Krieg und Menschenrechte sind unvereinbar und Soldaten sind weder Polizisten noch Diplomaten. Diese Quadratur des Kreises kann meiner Meinung nach nur einen Konversion auflösen: Die größten Teile der Bundeswehr könnten in eine internationale Zivilschutzeingreiftruppe, und in Bataillone von Friedensfachkräften, die jeweils dem Außen- oder Entwicklungsministerium unterstellt sind, überführt werden. Falls man (letztlich aus psychologischen Gründen) an einer militärischen Verteidigung festhalten will, könnte man eine rein der territorialen Verteidigung dienende Truppe aufrecht erhalten.


Am 08. Januar 2015 schrieb Hans Jon:

Wie wär´s mit der deutschen "Losung":
"Nieder mit a l l e n WAFFEN"!
Bertha von Suttner würde aus ihrem Grabe jubeln!!!


Am 08. Januar 2015 schrieb Magda Winterfeld:

Den Artikel von Herrn Heiducoff fand ich etwas sehr fachlich. Nun bin ich weder Mann noch Militär, daran mag es liegen. Aber seine Überlegungen zu Änderung der Militärdoktrin - hin zur reinen Selbstverteidigungs-Armee - sind mir durchaus einleuchtend.


Am 08. Januar 2015 schrieb Jürgen Heiducoff:

Herr Steinmetz,
sie wissen doch, dass alle Berufssoldaten der Bundeswehr einen Diensteid lt. Soldatengesetz abgelegt haben: "Ich schwöre, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen". Berufssoldaten der Bundeswehr sind also gesetzlich zur Loyalität ggü. der Bundesrepublik und dem deutschen Volk verpflichtet. Sie haben den Vorgaben der Regierungspolitik Deutschlands zu folgen. Ein Friedensvertrag mit Russland ist Aufgabe der Politiker und Diplomaten.
Jemanden aus dem Weg zu räumen, bringt uns dem Frieden in Europa nicht naher.


Am 08. Januar 2015 schrieb Rudolf Steinmetz:

Gut gebrüllt Oberstleutnant. Ein Kollege von ihm traut sich schon ein bisserl mehr zu sagen, siehe "KenFM im Gespräch mit: Jürgen Rose ": https://www.youtube.com/watch?v=kuui4davJ-0
BEIDE STATEMENTS zusammengezählt führt für mich zu folgendem Schluss:
DA ES KEINEN DEUTSCHEN GENERAL mehr gibt, der nicht von jenen sozialisiert wurde, welche die mörderischen IS/ISIS-Banden erfunden haben, nämlich von der USA/NATO, ist all diesen Herrschaften nur noch mit allergrößtem Misstrauen zu begegnen, siehe "Liste der Generale und Admirale der Bundeswehr":https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Generale_und_Admirale_der_Bundeswehr
FRAGE AN Unser Autor Jürgen Heiducoff: Muss man sie alle aus dem Weg räumen um einen Friedensvertrag mit Rußland zu schliesem? Wem gegenüber sind sie loyal: den Amis oder ihrem Deutschen Vaterland?

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Bundesausschuss Friedensratschlag | Kooperation für den Frieden | ViSdP: Laura von Wimmersperg, Friedenskoordination Berlin