Wer Merkel wählt, wählt den NSU

Was man bei Wahlen alles falsch machen kann

Autor: U. Gellermann
Datum: 18. September 2017

Jetzt ist er doch durchgeknallt, der Gellermann. Zu behaupten, wer Merkel wählt, der wähle den NSU. Also wirklich?! Die Merkel ist rechts, konservativ und schwer erträglich, aber Unterstützerin einer Mörderbande? Das ist doch eine Verschwörungstheorie, oder?

Der NSU-Prozess geht langsam seinem Ende zu. Wer ihn und seine Verarbeitung in den Medien beobachtet, der kann sein baldiges Ende absehen: Die Bundesanwaltschaft hat die Höchststrafe für Beate Zschäpe gefordert. Die wird sie auch wahrscheinlich kriegen und ein bisschen mehr oder weniger Sicherheitsverwahrung oben drauf. Zschäpe und ihre Nebenfiguren werden ein paar Jahre Strafe finden. Wer aber nach der Wahrheit über den NSU gesucht haben sollte, findet nahezu nichts. Auf dem Weg zu diesem NSU-Urteil mit beschränkter juristischer Haftung konnte man alles finden: Aktenvernichtung in großem Maßstab, bezahlte V-Leute als Akteure der Nazi-Verbrecher, einen rechts-blinden Polizeiapparat und einen Verfassungsschutz, der am liebsten sich selbst schützte. Nur nicht die Wahrheit über die Hintermänner, die Nebenleute, die Netze, ohne die der NSU nie und nimmer über Jahre unentdeckt hätte morden können. Und die Zschäpe schweigt. Wie günstig. Was mag man ihr für das Schweigen versprochen haben? Ein baldiges Wiederaufnahmeverfahren? Eine vorzeitige Entlassung wegen guter Führung?

Bis zu ihrem Untertauchen waren Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe die bekannten NSU-Terroristen, Mitglieder des "Thüringer Heimatschutz“. Etwa jedes vierte Mitglied der Thüringer Nazi-Truppe war V-Mann, Spitzel oder Informant gewesen. Alle deutschen Geheimdienste – Militärischer Abschirmdienst (MAD), Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) und das Thüringer Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) – hatten bezahlte Agenten in der Mutter-Organisation des NSU. Keiner der Agentenführer, kein verantwortlicher Mann aus den betreffenden Diensten musste je im NSU-Verfahren aussagen. Doch der Höhepunkt staatlicher Aussageverweigerung sollte noch kommen: Für 120 Jahre hat das Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) Hessen einen internen Bericht gesperrt, in dem es auch um den NSU-Mord von Kassel und die mögliche Verwicklung seines Mitarbeiters Andreas Temme geht.

Andreas Temme, das war der Mann, der bei einem der NSU-Morde nebenan stand und angeblich nichts gehört und nichts gesehen hatte. Temme war in dieser Zeit Beamter des hessischen Verfassungsschutzes, und er führte Spitzel in der rechtsextremen Szene. Diesem beamteten Nazi-Spitzel-Führer garantierte der damalige hessische Innenminister und Parteifreund der Merkel, Volker Bouffier seinen Schutz: Quellenschutz wie der hessische Verfassungsschutz damals frech mitteilte. Und für die nächsten 120 Jahre sollen die braunen Quellen nun weiter verstopft bleiben. Und wer ist heute Ministerpräsident des Landes Hessen und somit Dienstherr des Landesamtes für Verfassungsschutz: Volker Bouffier, der CDU-Kumpan der Merkel.

Man kann längs dieser kurz argumentierten Befehlskette schon das Geschrei aufbranden hören: Landesämter sind keine Bundesanglegenheiten, was kann die Merkel denn dafür, wenn der Bouffier so blöd ist, hier wird der falsche Baum angebellt! Und was macht der treue Demokrat, wenn der das hört? Er guckt ins Bundesgetzblatt und findet das Bundesverfassungsschutzgesetz: „§ 7, Die Bundesregierung kann, wenn ein Angriff auf die verfassungsmäßige Ordnung des Bundes erfolgt, den obersten Landesbehörden die für die Zusammenarbeit der Länder mit dem Bund auf dem Gebiete des Verfassungsschutzes erforderlichen Weisungen erteilen.“ Das Geschrei ebbt ab.

Und in die peinliche Stille hinein stellen sich die Fragen: Wenn eine Verbrechergruppe über Jahre hinaus durch Deutschland tobt und terroristische Morde begeht, ist das kein Angriff auf die verfassungsmäßige Ordnung des Bundes? Und wenn der begründete Verdacht besteht, dass diese Mörderbande von staatlichen Stellen gedeckt, wenn nicht gar gegründet und angeleitet wurde, ist das kein Angriff auf die verfassungsmäßige Ordnung des Bundes? Und wenn in diese Verschwörung gegen die Verfassung mutmaßlich sogar ein Ministerpräsident verwickelt ist, müsste dann die Bundeskanzlerin nicht umgehend „erforderliche Weisungen erteilen“, Weisungen, die jene brutal angegriffene „verfassungsmäßige Ordnung des Bundes“ schnellsten schützen? Na klar, müsste.

Von der Frau, die sich erneut als Hüterin der Verfassung zur Wahl stellt, hat man zum NSU-Komplex zuletzt im Februar 2012, beim zentralen Gedenken für die Opfer des NSU, einen Satz zum Thema gehört: „Wir tun alles, um die Morde aufzuklären und die Helfershelfer und Hintermänner aufzudecken und alle Täter ihrer gerechten Strafe zuzuführen.“ Frau Merkel hat nichts geführt, weder zu noch durch. Es ist so gut wie nichts über die „Helfershelfer und Hintermänner“ aufgeklärt. Aber sie hätte mit einer einfachen Weisung nicht nur zur Aufklärung beitragen können, sondern ihrem Amtseid folgen müssen, „das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes (zu) wahren und (zu) verteidigen.“

Und so gibt es bei den Wahlen die sichere Möglichkeit, gegen die Verfassung der Bundesrepublik zu handeln. Denn wer Merkel wählt, wählt Sicherheit für den NSU. Und weil die SPD, die Grünen und die FDP sich der Dame schon für diverse Koalitionen angeboten haben, ist die Skala der Möglichkeiten, gegen die Verfassung zu wählen, durchaus vielfältig. Die Schwätzer in den Medien nennen das gern Pluralismus.

Noch sind Plätze frei:
WER SIND SPRINGERS ERBEN?

Rund 50 Jahre nach der Kampagne gegen den Springer-Verlag wollen Arnulf Rating (Kabarettist), Albrecht von Lucke (Blätter für deutsche und internationale Politik) und Uli Gellermann (Rationalgalerie) die Frage nach den Erben des Springer-Verlags beantworten.

Am Dienstag,
19. September 2017, 20.30 Uhr

Im Berliner Buchhändlerkeller

Carmerstraße 1, 10623 Berlin

Es kann eng werden

Plätze reservieren:

info@buchhaendlerkeller-berlin.de


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 20. September 2017 schrieb Thomas Nippe:

Der Artikel findet meine volle Zustimmung. In Nuancen gilt das für jeden Beitrag von Dir, lieber Uli


Am 20. September 2017 schrieb unbekannt:

Holla Uli,
da hast du ja dir eine richtige Verschwörungsbande vorgenommen.
Ja, ich sehe das geschriebene nicht als Verschwörungstheorie! Es ist - wie bei dem Originalvorwurf der CIA zu JFK - offensichtliches, was der Schreiber U. Gellermann hervorholt.
ALLE Indizien dieser Staats-Verbrechen schreien: Verschwörung und alle Verschwörer schreien einhellig: Theorie / Verschwörungstheorie.
Dabei kann es auch in Deutschland nicht so viel, so beständig, so beständige und so hartnäckige gemeinsame Inkompetenz von fast sämtlichen Geheimdienstlern, zahlreichen Polizeidienststellen, allen Neonaziorganisationen und allen beteiligten Staatsanwälten geben!
Von der unabhängigen Justiz erwarte ich schon gar nichts.


Am 20. September 2017 schrieb altes Fachbuch:

"Und deren Erben sitzen jetzt brav in genau den Ämtern, die vorgeben die neuen Nazis zu bekämpfen."

es sind aber eben nicht personen, die nazibiographien fortschreiben!!
es ist das system, dass diese gewähren lässt und benutzt, je nachdem der stand der klassenauseinandersetzung steht!!

wer eine nsdap keieren konnte, kann das auch mit einer npd oder afd!
man muss begreifen, dass faschismus eine spielart des kapitals (nicht mehr national und nicht mehr radikal in der präsenz) ist - und damit ist der kapitalismus der feind!!!!
wenn aber jeder mittelschicht ist, und niemand mehr ausgebeutete klasse, dann soll dimitroff recht behalten!!
die diktatur kommt!


Am 20. September 2017 schrieb Helmut Ische:

@ Gert Lenfeld......ich unterstütze ihre Mail inhaltlich voll und ganz.
Die "jW" ist neben der "UZ" die einzige marxistisch/leninistische Publikation (Täglich/wöchentlich) in der BRD. Es mag die ein oder andere überdenkenswerte Position geben, o.k. Das gilt auch für die VVN. Das gilt, nebenbei gesagt, für alle Positionen die Menschen beziehen. Auch für die Positionen, die auf dieser Seite vertreten werden. Auf Näheres gehe ich nicht ein, dass würde den Rahmen sprengen.

@ U.Gellerman........zu guter Letzt......ein großartiger - diese Regierung, nicht nur Frau Merkel betreffend - ins richtige - faschistoide - Licht gerückt. Diese Republik rückt sukzessive nach RECHTS. Bundeswehr im Inneren....fast schon Normalität. Bei Nacht und Nebel Verhaftungen... na, noch nicht ganz.....usw. Schluss für heute.
Ich bin Stammgast auf dieser Seite, hole mir Denkanstöße für Diskussionen im Bekanntenkreis, schreibe aber nicht zu jedem Artikel etwas. Bitte um Nachsicht.


Am 19. September 2017 schrieb unbekannt:

Ergänzung: Habe in meinen Beständen geblättert. Im www.hintergrund.de
1. Quartal 17 gibt es einen interessanten Artikel von Wolf Wetzel "Der NSU/ Geheimdienstkomplex". Ist auch im Archiv zu finden.
Dazu meine Verschwörungstheorie. Man hat gezielt die Spuren zu den ostdeutschen Rechten gelenkt, um die Vorgabe - nur der Osten bringt Neonazis hervor (siehe getopfte Kita-Kinder) - zu bestätigen. Warum nur sollte die Beate Z. nach dem Tod der Uwes die belastenden Mails (sic) verschicken? Ansonsten wie oben.


Am 19. September 2017 schrieb Wolfgang Oedingen:

Bei dieser grundgesetzwidrigen ausser
aller Vernunft stehenden Politik dieser
Frau frage ich mich wer lenkt da im
Hintergrund?
Im übrigen bin ich der Meinung, dass alles
etwas verständlicher wird, wenn man den
Geheimdienst-Hintergrund "unserer"
Kanzlerin mitdenken.


Am 19. September 2017 schrieb Hans Rebell-Ion:

Wer Merkel wählt, wählt seit Jahren schon den Krieg! ... nur auf den rechten Auge Blinde wollen und können das nicht sehen!
Tatsache ist, dass Merkel an Macht-Wahn leidet und zu diesem Wahn gehört schon seit Beginn der (Leid-)"Kultur" der Krieg!


Am 19. September 2017 schrieb altes Fachbuch:

"...staatlich verordneten Antifaschismus der DDR ..."???

1. habe ich in meinem erstem leben was verpasst? immer wieder schön, wenn einem nach 30 jahren die welt erklärt wird;)
2. hätte dies der BRD auch gut gestanden!
3. fehlt nur noch die behauptung, die verschwundene DDR ist am jetzigen neofaschismus schuld ("geschlossene gesellschaft") oder die gleichstellung beider "deutschen diktaturen"

dimitroff 1935 formulierte diese definition:
der Faschismus ist die ?terroristische Diktatur der am meisten reaktionären, chauvinistischen und imperialistischen Elemente des Finanzkapitals?. Damit war gemeint, dass ?bürgerliche Demokratie? und Faschismus zwei verschiedene Ausprägungen des Kapitalismus seien, diese Herrschaftsformen also auf der gleichen ökonomischen Basis beruhen würden: In dem Moment, in dem der Kapitalismus bedroht sei ? etwa durch eine drohende revolutionäre Bewegung, wie in den frühen 1920er Jahren in Italien oder während der Weltwirtschaftskrise in Deutschland ? wandele sich die bürgerliche Demokratie (teilweise auch nur als ?pseudodemokratische Maske? verstanden) zur faschistischen Diktatur, die auch mit brutalsten Mitteln die Kapitalverwertung aufrechterhalte. Besonders ziele dazu die faschistische Diktatur auf die Zerschlagung der Arbeiterbewegung mit all ihren Organisationen. WIKI

genau genommen sind doch alle dinge der definition gegeben bzw. in arbeit!!! lediglich in der akzeptanz der "terroristischen diktatur" tun sich GG-liebhaber noch schwer. dimitroff sprach nicht von kz's oder den uniformierten fackelzügen etc.

wer meint, nur dieses verhindern zu müssen, der springt zu kurz!!

apropos dimitroff: gibt es in neufünfland noch schulen, betriebe, armeeeinheiten und straßen, die den namen dimitroffs tragen?
eppelmann leistet gute arbeit;)

Antwort von U. Gellermann:

So was wie verordneten Antifaschismus gab es in der späteren Bundesrepublik nur für ein paar Monate: Die Re-Education der amerikanischen Besatzungsmacht. Im Zuge des kalten Krieges hat man das schnell aufgegeben. Dia alten Nazi-Eliten wurden dringend gebraucht, um die bösen Sowjets zu bekämpfen. Und deren Erben sitzen jetzt brav in genau den Ämtern, die vorgeben die neuen Nazis zu bekämpfen.


Am 19. September 2017 schrieb Gert Lenfeld:

GELLERMANN ZUR QUERFRONT

Die Anmerkung des Galeristen zu Albrecht Müller und Ken FM (Leserbrief Matthias Brende) mag inhaltlich richtig sein. Aber von z. B. der VVN und der JUNGEN WELT eine öffentlichen Korrektur ihrer damaligen Positionen zu verlangen vertieft die Spaltung der Friedensbewegung nur.

Antwort von U. Gellermann:

Eine Korrektur falscher Positionen würde sogar den Verleumdern helfen: Einsicht und Redlichkeit zu gewinnen.


Am 19. September 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

Der alleinige Grund für die Existenz des Verfassungsschutzes ist die Tatsache, die des Antikommunismus, und das Nazis dort eine Heimat finden konnten erklärt sich, durch den nahtlosen Übergang nach der Zerschlagung des Faschismus in die Gründung der Bundesrepublik. Es mussten Nazis sein, weil die für brutalen Antikommunismus standen.
Nie wieder soll Krieg von Deutschen Boden ausgehen, kam aus aller Munde. Die Realität war eine andere. Am Grundgesetz haben Juristen mitgearbeitet, die Mitglieder der SA, und der NSDAP waren. Einer, der vom ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog hoch gelobt wurde, über den Herzog folgendes schrieb, war Theodor Maunz, als Nazijurist als Vater des Grundgesetzes hofiert:
"Maunz war 1948/49 mit Sicherheit einer der beherrschenden Verfassungsrechtler der Bundesrepublik Deutschland, man kann auch sagen, er hat das demokratische Verfassungsrecht der Bundesrepublik mitgeprägt."
Was lange im Land gemunkelt wurde, hat durch die "Akte Rosenburg" höchst offiziellen Charakter erhalten. Ja, ehemalige Nazis saßen an den wichtigsten Hebeln beim Aufbau der BRD, und haben manipuliert, und den demokratischen Fortschritt immer wieder behindert, und Adenauer wußte das. Hauptsache Antikommunist, darum ging und geht es bis Heute. Das braune Gedankengut klebt wie Kaugummi in den Köpfen der ewig Gestrigen.
Nach Kriegsende setzte sich Gehlen (Geheimdienstchef), mit seinem Archiv in die USA ab, um dann später seinen Feldzug in der jungen BUndesrepublik gegen die Sowjetunion fortzuführen. Der Verfassungsschutz war für die Bekämpfung der Feinde im Inneren zuständig, während Gehlens Truppe sich um ausländische Aktivitäten zu kümmern hatte.
Orientiere ich mich an den Tatsachen, so kann ich dem GALERISTEN nur zustimmen, und insbesondere der Antwort folgen, die die "mangelnde Analyse" in einem Kommentar zum Besten gab, und anmahnte. Nun ja.
So schlängeln sich die braunen Fäden durchs Volk, und durch die Insitutionen im Land, und da stellt sich die berechtigte Frage, was aus dem NIE WIEDER FASCHISMUS und NIE WIEDER KRIEG geworden ist ? Eine der wichtigsten Fragen der Menschheit: Krieg und Frieden.
Dank dem GALERISTEN für seinen unermüdlichen und nicht müde werdendem Einsatz für den Frieden, für gesellschaftlichen Fortschritt, und für die Freundschaft mit den Völkern der Welt, aber in einer ganz besonderen Weise, und historischer Verantwortung, den russischen Völkern.


Am 19. September 2017 schrieb Rosa Lichtenstein:

„Wer Hindenburg wählt, wählt. Hitler. Wer Hitler wählt, wählt den Krieg!“ Das war die Losung der KPD bei den Reichspräsidentschaftswahlen 1932. Die Nähe der Artikelüberschrift ist unverkennbar. Und genau darin liegt der falsche Alarmismus. Merkel ist nicht Hindenburg und ihr folgt kein Hitler. Man kann Historizität auch übertreiben.


Am 19. September 2017 schrieb altes Fachbuch:

ein mann, der keine zufälle kennt, kommt just wenige tage vor der wahl mit einem slogan, den ich meinte, abgewandelt schon mal vor urzeiten gehört zu haben;)
ob der staat was mit dem nsu zu tun hatte?? wer dies verneint, hält auch die grimm'schen werke für wahr.
jeder vierte im umfeld (!!!, nicht netzwerk) dieses trios war staatsdiener!
verschwörungstheorie wäre eine behauptung, zschäpe ist eine eben solche v-männin. die verteidiger, vom staat bestellt, heißen stahl, heer und sturm;) berauscht von seiner allmacht streckt der staat auch noch die zunge raus!
verschwörungstheorie wäre eine behauptung, dass schon aus selbsterhaltungstrieb der behörden "gefährdungen" aller art künstlich erzeugt und gepflegt werden. wer sägt schon an einem ast, auf dem er sitzt;)

"stasi in die produktion" hieß es 1989, als die reißwölfe glühten.
und heute?? alles viel schlimmer!

deshalb bekommen am sonntag die erfinder des originalslogans meine stimmen!!

Antwort von U. Gellermann:

Wir wollen doch den Produktionsarbeitern keine Verfassungschützer als Kollegen wünschen.


Am 19. September 2017 schrieb Edda Thiele:

Bitte nehmen Sie mich auch in den Newsletterverteiler auf - nicht das ich was verpasse.

Vielen Dank, auch für die blendend geschriebenen Berichte.


Am 19. September 2017 schrieb Helene + Ansgar Klein :

Lieber Uli Gellermann
Vielen Dank für "Wer Merkel wählt ..."
Unseren Wahlbrief "Frieden statt NATO" könnte man auch überschreiben:"Wer Merkel wählt, wählt Krieg"


Am 19. September 2017 schrieb Lea Reiter:

Selbstverständlich ist Gellermann ein Verschwörungstheoretiker. Und fraglos haben sich Teile des Staates mit militanten Nazis verschworen. Denn wo es Verschwörungen gibt, da braucht man auch Theorien, um sie zu analysieren. Das ist genau der Teil der mir bei Gellermanns Artikel fehlt. Warum lässt sich der deutsche Staat auf ein faktisches Bündnis mit einer Terrororganisation ein? Zur Herrschaftsabsicherung verfügt er wirklich über elegantere Mittel, seinen Medienapparat zum Beispiel.

Antwort von U. Gellermann:

Das Bündnis von Staat und NSU war sicher nicht geplant. Es ist Resultat einer tradierten rechten Haltung in den Geheimdiensten, die auch in den Spitzen der Politik zumindest auf Toleranz traf und weiter trifft. Und dann hat es sich einfach so ergeben: Die V-Leute, anfänglich viellicht wirklich nur zu Beobachtung eingesetzt, haben sich selbstständig gemacht. Das wiederum musste von der Amtsleitung gedeckt werden wenn sie nicht selbst straffällig werden wollte. Wer das durch "Weisungen" auffliegen ließe, der würde sich selbst beschädigen.


Am 18. September 2017 schrieb Alexander Kocks:

Herr Gellermann, Herr Gellermann, wie können Sie es nur wagen Frau Merkel in dieser Art und Weise zu kritisieren. Als Journalist sollten Sie sich einer devoten und kriecherischen Berichterstattung über Frau Merkel befleißigen, sonst wird's noch böse mit Ihnen enden.
Aber ich bin begeistert von Ihrem Artikel und dazu meinen herzl. Glückwunsch. Denn wer Frau Merkel wählt, wählt auch eine Person, die als einzige Regierungschefin der BRD an jedem Tag ihrer Amtszeit in irgend einem Land auf der Welt Krieg geführt hat. Das hat vor ihr noch kein deutscher Kanzler geschafft . Im Gegenteil, die Frau hat während ihrer Amtszeit die Beteiligung der BRD an weiteren Kriegen ausgeweitet (Syrien, Mali etc). Am Übelsten empfinde ich aber die enge Kooperation dieser Frau auf dem Rüstungssektor und in der Wirtschaft mit der Vorzeigedemokratie aus Saudi Arabien. Sie liefert diesen Sponsoren des des internationalen Terrors von IS und Al Kaida
Waffen und Munition und sogar einen ganzen Sack Partroullienboote (Es soll ein großer Vertrag zu Gunsten der Werften von MeckPomm geschlossen worden sein) die Saudi Arabien in die Lage versetzt in diesem widerlichen Jemen Krieg die Häfen des Jemen zu blockieren und die Einfuhr von dringend benötigten Lebensmitteln zu unterbinden. Damit unterstützt unser Land die Aushungerung der jeminitischen Bevölkerung.
Ich bin der Meinung das Angela (Assad muss weg) Merkel im Bundeskanzleramt fehl am Platze ist.


Am 18. September 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

Inhaltlich erste Sahne, informativ, ausgezeichnete Recherche, neue Erkenntnisse, und ein sehr herzliches Danke von Kollegen in der Alten. und Krankenpflege, die gut informiert werden, wenn sie den Weg in die GALERIE finden, um dort Kraft zu tanken, damit es etwas leichter wird in diesem System weitermachen zu können, unter den schrecklichsten Arbeitsbedingungen, die nur möglich sind, weil das System die unterstützt, die sich in obszöner Art und Weise bereichern können, legal betrügen, und Druck auf die Kollegen ausüben. Die Ängste um den Arbeitsplatz treiben seltsame Blüten, und wer im Hamsterrad dreht kann nicht rational denken, und einige kämpfen gegen Windmühlen, weil Angst ein schlechter Begleiter ist. Der Druck ist oft unerträglich, und die Zustände in einigen (vielen) Pflegeheimen ist nur als menschenunwürdig zu benennen. Eine in der Erinnerung bleibende Erfahrung:
Als Kollegin ist die Sichtweise sicherlich anders, wenn man wissen will, wie es in den Heimen zugeht: Folgendes habe ich festgestellt, nach wiederholenden Besuchen eines Freundes. Ungepflegt, dehydriert, Kot am Bettgestell, und. Beziehen von verschmutzter Bettwäsche, eher selten. Fixieren, ohne richterlichen Beschluss ist an der Tagesordnung, wenn der Mensch unruhig wird, aus Mangel an menschlicher Nähe und Langeweile. Medikamente werden in Windeseile verpasst. Personalmangel verursacht diese fast alltägliche Problematik. Es ist eine unzumutbare Situation, für die Bewohner, als auch für meine Kollegen, die sich den A... aufreißen, weil sie es oft selbst nicht aushalten, dass ihnen die Zeit fehlt, bei der Nahrungsaufnahme, beim Gang zur Toilette, mal ein Pläuschchen zu halten, die Bewohner in den Arm zu nehmen, und ihnen etwas Sicherheit in unsicheren Zeiten zu geben.
Ne Kreuzfahrt mit Chefarztbetreuung müssten bei diesen Preisen drin sein.
Ein Doppelzimmer ca. 23qm, durch einen Vorhang getrennt, also 2 Personen, die sich vorher nie begegnet sind, befinden sich nun in einem Raum.
Je nach Pflegegrad, bis vor kurzem Pflegestufe, liegen die privaten Zusatzkosten bei ca. 1600 Euro pro Person, und von der Pflegekasse gibts ne dicke Schüppe dazu. Po Person kassiert die Einrichtung ca. 3200 Euro monatlich. Fürs Essen ist am wenigsten vorgesehen. Pro Person sind es ca. 160 Euro im Monat für 3 Mahlzeiten pro Tag, und Getränke, meist Wasser. Natürlich kommt die Zuzahlung für Medikamente, und Unmengen an sogenannten Hilfsmitteln, noch dazu. Unhaltbar, unmenschlich, unerträglich und würdelos. Pflegeheime sind eine Gelddruckmaschine, und mit dem Nachfolgegesetz, Pflegerweiterungs....bla bla bla sind minimale Verbesserungen für die Bewohner und die Kollegen, allerdings können die Betreiber aus dem vollen schöpfen. Meist haben ein Betreiber 4-5 Pflegeheime in einer grösseren Stadt, neben denen, die sich auch als private Betreiber dort tummeln. Das ist die Spitze des Eisbergs, und von gefährlichen Überforderungen muss eigentlich auch gesprochen werden. Auszuhalten sind diese Bedingungen nicht. Die Kollegen werden krank an Leib und Seele, und dann sind noch weniger Kollegen da, und es ist ein Teufelskreis, der sich nur durchbrechen lässt, wenn es radikale Veränderungen, mutige Menschen, und eine ehrliche Analyse gibt, die wirklich aufzeigt, was los und faul ist im System.


Am 18. September 2017 schrieb Uschi Peter:

Ich frage nur: Warum wurden die beiden Uwes so schnell entsorgt, sodass sie nicht mehr aussagen können? Sind die Morde ZWEIFELSFREI den drei Protagonisten zuzuordnen? Wem nützt die ganze Chose?
Wenn der NSU von Staatsschützern durchsetzt ist wie Motten im Pelz, wer har dann die Morde initiiert?


Am 18. September 2017 schrieb Paulo H. Bruder:

Wer hat eigentlich die NSU-Mörder umgebracht. Sie aus dem Weg geschafft? Wem standen sie im Weg? Die Selbstmordthese glauben doch nicht einmal Erstklässler.


Am 18. September 2017 schrieb Gert Tautenhahn:

Sehr geehrter Herr Gellermann,

vielen Dank für diesen Artikel, besser geht es nicht.
Gern möchte ich auch Ihren Newsletter
abonnieren.

Antwort von U. Gellermann:

Ihre Mail-Adresse ist jetzt in der Newsletter-Liste.


Am 18. September 2017 schrieb joe bildstein:

Was Herr Edathy wohl zu sagen hätte nun....unsere gesamten parlamentarischen Massenmörder schauen weg...irre, einfach irre


Am 18. September 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

"Die Vergangenheit ist nicht tot, sie ist nicht einmal vergangen."
17 lange, unerträglich lange Jahre werden es für die Angehörigen sein, deren Väter, Brüder, Onkel und Ehemänner ermordet wurden, weil "der Schoß fruchtbar ist, aus dem er kroch." (Brecht), der Ungeist des Neonazismus, und einer Justiz, die sich zwangsläufig schwer tut, wenn man bedenkt, dass bis in die siebziger Jahre hochrangige Nazis im Innen- und Außenministerium beschäftigt waren, bei vollen Pensionsansprüchen. Es drängt sich der Gedanke auf, auf dem rechten Auge blind zu sein. Elf Jahre hat es gebraucht, um etwas auf den Tisch zu legen. Es gibt Morde, die werden sehr viel schneller aufgeklärt, und es hinterläßt einen bitteren Nachgeschmack, ob da nicht Kalkül hintersteckt.
Elf Jahre Aufschub für Neonazis, und für den Staat mit seinen Institutionen, sich schützend vor diese zu stellen. Eine üble Bande von Rechtsverdrehern.--
Die Meisterin im Versprechungen machen, wie auch 2012, als sie den Opfern und Hinterbliebenen zusagte, dass alles getan werde "um die Morde aufzuklären und die Helfershelfer und Hintermänner aufzudecken."
Die Interessen der Geheimdienste haben aber Vorrang, und das hätte sie sagen müssen; der Pudding der Nation.
Unter Kohl war Merkel Familienministerin, und nach Hoyerswerda und Rostock- Lichtenhagen wurden jährlich 20 Millionen in die "akzeptierende Jugendarbeit" gesteckt, und das Merkel die braune Gefahr verharmlost hat,steht außer Frage, zumal in einer der Clubs in Jena Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Tschäpe verkehrten und sich radikalisierten.
Da gibt es neben sehr vielen anderen, die auch näher betrachtet werden müssen, ein Mann, der hier noch namentlich genannt werden muß: Helmut Roewer, von 1994 - 2000 Präsident des Landesamt für Verfassungsschutz in Thüringen leitete, und Steuergelder in den Aufbau "Thüringer Heimatschutz" steckte, wo sich Neonazis tummelten. Roewer gehört dem Veldensteiner Kreis an, in dem sich auch der "Freiheitskämpfer" Gauckler finden läßt, und Ernst Nolte, der Auslöser des Historiker Streits in den achziger Jahren gewesen ist, wo er behauptet, der Massenmord der Nazis sei die Folge der russischen Oktoberrevolution gewesen; und Schuld an Ausschwitz, seien die Kommunisten. Nun, Gauck war Referent beim Veldensteiner Kreis, dessen Name von der ersten Tagung auf Burg Veldenstein kommt,die im Faschismus der Familie Göring gehörte. Na, so ein Zufall.
In der Darstellung heißt es: "Als Ort wissenschaftlicher Diskussion, will der Kreis die vergleichende Extremismusforschung fördern. Dieses Ziel verbindet er mit dem Engagement für den demokratischen Verfassungsstaat." Alter Schwede, alles in einen Topf, umgerührt, und das was rauskommt heißt dann: Antikommunismus der allerübelsten Sorte, mit Vertretern, die den Staat repräsentieren, und von den Grünen, über sPD, cDu, cSu, den kleinen Lindner FdP, nicht zu vergessen, diesen Dampfplauderer, Schwätzer, selbstverliebten Pfaffen in Amt und Würden gebracht haben. (Gauck ist gemeint). --

Am 10. September 2000 verliert ein vierzehnjähriges Mädchen ihren Vater.
Drei Projektile im Kopf, zwei im rechten Schulterbereich, zwei Durchschüsse im linken Unterarm, Schüsse in die Unterlippe und in die linke Augenhöhle. Ein Streifschuss, und ein Fehlschuss.
Ausschnitt aus dem Buch einer Frau, deren Vater von Neonazis ermordet wurde: Semiya Simsek, Schmerzliche Heimat

Neun Schüsse auf einen Mitmenschen in einem Land, wo die "Würde des Menschen antastbar ist."


Am 18. September 2017 schrieb Tex Grobi:

Dann will ich das mal schnell mit möglichst vielen Leuten "teilen", bevor es dafür (nach Meinung und auf Betreiben von Werner Renner) ins Gefängnis geht...


Am 18. September 2017 schrieb Edgar Mohr:

Danke für den Artikel. Dazu lesenswert:

Wolfgang Schorlau:
"Die schützende Hand". Recherche als Krimi und/oder umgekehrt.

Nehmen Sie mich bitte in der Verteiler auf, nicht dass man mal was übersieht.

Antwort von U. Gellermann:

Selbstverständlich ist ihre Adresse nun im Verteiler.


Am 18. September 2017 schrieb Karola Schramm:

Tja und was macht man jetzt ? Hypothetisch könnte man sich ja fragen, was wäre wenn Bouffier ein SPD-Politiker gewesen wäre ? Fast mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit hätte man ein Amtsenthebungsverfahren gegen ihn angestrebt und es auch erreicht.
So aber... Merkel kennt die schönen Reden von ihrem Vater und weiß, wie man Menschen einwickeln kann.

Um die jungen Männer aus Syrien, Libyen etc. hierher zu holen, hat sie sich ihrer Weisungsbefugnis erinnert und im Alleingang gehandelt, was ihr auch zudem noch einen äußerst humanitären Anstrich verlieh. Als Pfarrerstochter kann man doch nicht anders handeln.
Alle, die das anders sehen, sind nun die moralischen Barbaren. Die Falschbezeichnung "Flüchtling" verschärft das Ganze noch.

Merkel hat mit ihrer CDU-CSU-SPD und Grünen die demokratischen und menschlichen Werte auf den Kopf gestellt. Selbst Teile der Linkspartei sind darauf herein gefallen. Das kann man vielleicht nur, wenn man selber keine Werte hat.

Wer Merkel wählt, wählt noch mehr als NSU. Er wählt den Niedergang des Sozialstaates und der Demokratie. Und wie ich die Lage einschätze, sind viele, viele Menschen auch daran interessiert, dass das so kommt. Man kann eben keine rutschende Lawine aufhalten. Die Frage ist am Ende nur, wie viele davon verschüttet werden.


Am 18. September 2017 schrieb Lutz Jahoda:

WORTE ZUR WAHL 2017

Wechselhaft, falsch oder gar nicht zu wählen,
heißt es, sei leider ein Merkmal des Ostens.
Dort auf Vernunft und auf Menschen zu zählen,
die sich enttäuscht durch den Westalltag quälen,
sei ein politischer Vorgang des Rostens.

Auf dem Verfallsweg in Armut zu rutschen,
ist einzig das, was Marktwirtschaft bietet.
Nur via Fernsehn am Reichtum zu lutschen,
muss einfach reichen. Für jene, die putschen,
gilt, schlagstockbelehrend, sie umzunieten.

Lasst es am Wahltag eindeutig krachen,
nehmt den Siegern das höhnische Lachen!
Raus aus der Trance!
Gebt den Linken die Chance,
das Land demokratisch besser zu machen!


Am 18. September 2017 schrieb Otto Bismark:

Lieber Herr Gellermann,
noch vor wenigen Tagen hatte ich mich positiv beeindruckt über das Niveau der Kommentare bei Ihnen geäußert. Nun kommt es anders. Kaum eine brisante Wahrheit konzentriert dargetan, schon melden sich die ersten und ziehen den Schwanz ein. Keine stichhaltige Argumentation, nein, Drohung mit dem Gefängnis und Abbruch der Kontakte. Was soll denn so etwas? Wenn man anderer Meinung ist, wäre es da nicht angebracht, die dieser zugrunde liegenden Fakten vorzubringen und hier konkret zu sagen, worin denn der Irrtum des Galeristen liege? Und vor allem ganz konzentriert mal die in Laufe der Jahre trotz aller Verschleierung zutage getretenen Fakten zu analysieren. Da müßte man aber feststellen, daß alles, was von Ihnen angeführt wurde, den Tatsachen entspricht. Ich will hier nicht noch auf weitere Umstände eingehen, bloß noch auf den bereits zumindest als dilettantisch zu bezeichnenden Beginn der Ermittlungen um den Tod von Böhnhardt und Mundlos, als deren Wohnmobil ohne vorherige Spurensicherung in Schräglage gebracht wurde, um wiederum ungesichert abtransportiert und untergestellt zu werden. Jeder Provinzkriminalist hätte das besser gemacht, aber das sind ja alles nur Verschwörungstheorien. Aber was wollen wir denn auch von einem Staat erwarten, wo noch immer Kasernen nach hohen Wehrmachtsoffizieren benannt sind und der alte Nazigeist noch nie richtig ausgetrieben worden ist. Selbstverständlich ist es sehr leicht, über staatlich verordneten Antifaschismus der DDR herzuziehen, viel besser wäre es jedoch nachzuweisen, wie echter Antifaschismus in der alten und neuen Bundesrepublik stattfindet. Davon jedoch sind wir weit entfernt und es entsteht der Eindruck, daß wir uns immer weiter davon entfernen. Was den sogenannten NSU-Prozeß betrifft, kann man sich doch des Eindrucks nicht erwehren, daß die gesamte Tatsachenlage bei Prozeßbeginn überhaupt noch nicht ausermittelt war. Der Richter hätte der Bundesanwaltschaft von Rechts wegen die Anklageschrift um die Ohren schlagen müssen mit der Auflage, zunächst einmal ALLE relevanten Tatsachen und Umstände aufzuklären. Auf das Studium des Paragraphen 200 der Strafprozeßordnung und der dazu vorhandenen Literatur kann hier verwiesen werden


Am 18. September 2017 schrieb Marc Britz:

Ach und uebrigens, Herr Renner und Herr Hartung, wer Merkel wählt, wählt auch den so genannten IS-Terror auf deutschen Strassen. Wenn Sie der Artikel hier schon so aus der Fassung bringt, sollten Sie lieber nicht genauer nachfragen wer den Herrn Amri zum Attentat nach Berlin chauffiert hat.


Am 18. September 2017 schrieb Matthias Brendel:

Danke Uli Gellermann, danke Ken FM, danke den Nachdenkseiten für den Rest an Pluralität, die es in diesem Lande noch gibt.
Der Prozess um die Mörderbande NSU, der mit Duldung fast aller deutscher Geheimdienste jahrelang durch dieses Land ziehen konnte war beispiellos und hat tiefe Gräben durch unser Land gezogen.
Am Ende bleibt Vieles im Geheimen für die nächsten 120 Jahre.
Unser politisches System ist im Aufruhr, wenimmer wir auch wählen, es wird weiter gewurstelt im Sinne der Bellizisten und der Interessen einiger, weniger Oligarchen.
Wir haben immer noch ein sehr gutes Grundgesetz, das ständig mit Füssen getreten wird, sonst gäbe es kein Totschweigen von Ramstein und keine Millionen von Toten in den Rohstoffkriegen der letzten Jahrzehnte unter deutscher Mitverantwortung.
Was allerdings aus einem Rechtssystem auch werden kann, das einmal funktioniert hat, das zeigt die Mörderjustiz eines Ronald Freisler.

https://www.youtube.com/watch?v=Nzz700H6T9M

Ich möchte hier keineswegs unsere Restdemokratie mit dem vergleichen, was es einmal in diesem Lande gab, aber ich bitte das Universum jeden Tag , dass es ein solches System nie wieder hier geben mag, denn dann werden Leute, die offen gegen Mord und Krieg sind, im Morgengrauen abgeholt und enden an Fleischerhaken.

Antwort von U. Gellermann:

Eine Anmerkung zu den Nachdenkseiten und zu Ken FM: Albrecht Müllers unermüdliche, langjährige Herausgebertätigkeit bei den Nachdenkseiten verdient allen Respekt. Ihm, aber vor allem Ken Jebsen, haben Leute, die sich selbst für links halten, zeitweilig das Schmuddel-Etikett „Querfront“ angeklebt. Wer in den letzten Tagen über die Site von KenFM die unten zitierte Rede von Eugen Drewermann (ein herausragendes Beispiel bester Friedens-Argumentation) abgerufen hat und zu den Querfront-Verbreitern gehörte, könnte sich spätesten jetzt einfach mal schämen. Auch weil er/sie sich zum nützlichen Idioten einer Verfassungsschutz-Intrige hat machen lassen. Eine Entschuldigung für die Rufmord-Kampagne, die Müller und Jebsen eine Zusammenarbeit mit Rechten unterstellte und in der Friedensbewegung schweren Schaden angerichtet hat, wäre durchaus angebracht. Die RATIONALGALERIE hätte für ein solches Zeichen politischer und moralischer Einsicht jederzeit Platz. Ich bin sehr gespannt, ob z. B. die VVN oder die JUNGE WELT (stellvertretend für eine Reihe anderer) sich intellektuell in der Lage sehen diesen notwendigen Schritt politischer Hygiene zu gehen.

https://kenfm.de/kenfm-am-set-eugen-drewermann/


Am 18. September 2017 schrieb marie becker:

"Unterstützerin einer Mörderbande? Das ist doch eine Verschwörungstheorie, oder? "

Sind wir das nicht alle? wir lassen zu, dass der sogenannte Wehretat aufgebessert wird, dass Waffen über Waffen in deutschen Unternehmen erzeugt werden und in viele krisengeschüttelte Länder ausgeführt werden ; Merkel muss die Genehmigung jedes mal erteilen; "wir" freuen uns über den Erhalt der Arbeitsplätze....den Preis dafür zahlen andere mit ihrem Leben

Wir lassen es zu, dass wir weiter im größten Kriegsbündnis der Welt verbleiben, das bereits ein Riesiges "Arsenal" unsrer Waffen beinhaltet , womit man mordend durch die Welt zieht....."man" tja, seht euch um : große Werbeveranstaltungen oder Plakatwerbung; diesmal für die sogenannte BW, die der "Verteidigung" dient ; Verteidigung unsrer Freiheit ?? am Horn von Afrika oder weiter am Hindukusch? und unsern Jungs wird vorgespielt: sie lassen ihr leben für "diese Freiheit"... etc...etc...

Wir haben dass alles zugelassen...durch unser fatales Wahlverhalten...
Soll das so weiter gehen????


Am 18. September 2017 schrieb Marc Britz:



Nachricht / Kommentar von Marc Britz:
Das ist wirklich ein genialer Artikel. Lediglich der hier nochmals von mir zitierte Abspann missviel mir leicht, weil er mit Sicherheit unbeabsichtigt eine Luecke offenlaesst wo keine ist:

"Denn wer Merkel wählt, wählt Sicherheit für den NSU. Und weil die SPD, die Grünen und die FDP sich der Dame schon für diverse Koalitionen angeboten haben, ist die Skala der Möglichkeiten, gegen die Verfassung zu wählen, durchaus vielfältig."

Nur um hier mit Zaunpfaelen zu winken - auch die Afd ist keine Alternative zu den zur Wahl stehenden Staatsterroristen.

Andreas Schnell hat es schoen zusammengefasst: "Machterhalt, Besitzstandswahrung und Profitmaximierung des Großkapitals sind das Ziel. Wer Merkel, CDUCSUSPDFDP-Olivgrün UND (meine Hervorhebung) AfD wählt, wählt eine korrupte Junta im Dienste eines Milliardärsclubs in einer medienverblödeten Bananenrepublik."

Allerdings stimme ich seiner Beschreibung der LINKEN nur bedingt zu: Sie ist die einzige Wahl (wenn man denn unbedingt eine bereits im Bundestag vertretene Partei waehlen will) und - Personalkompetenz hin oder her - als einzige zumindest programmatisch richtig aufgestellt. Immer noch besser als Stimmzettel entwerten oder Nichtwaehlen.


Am 18. September 2017 schrieb Tobias Bevc:

Sehr geehrter Herr Gellermann,

ich würde gerne ihren Newsletter abonnieren.
Und herzlichen Glückwunsch zu ihrem NSU Artikel!
Beste Grüße und vielen Dank.


Antwort von U. Gellermann:

Danke für die freundliche Zuschrift, natürlich werden Sie umgehend in die Newsletter-Liste aufgenommen.


Am 18. September 2017 schrieb Der Linksliberale:

Ohne die Hilfe der Geheimdienste wäre das Wüten der NSU unmöglich gewesen. Übrigens diese NSU (war?) ist nur der Gipfel des braunen Berges in dieser BRD. Diese Frau Merkel und ihre Kumpels unterstützen die Faschisten in der Ukraine, kein Protest der deutschen Regierung gegen Aufmärsche von Faschisten der ehemaligen SS-Divisionen im Baltikum und beredes Schweigen wenn eine Hauptstraße in Kiew nach einem Nazi-Verbrecher benannt werden soll. Der Fisch stinkt vom Kopf!


Am 18. September 2017 schrieb Spargel Tarzan:

Und welche Morde hat der sogenannte NSU wirklich begangen?
Scheint eher nicht geklärt zu sein und das medienwirksame Ableben der beiden Hauptakteure ist eher dubios zu nennen. Anschließend wurde das Wohnmobil und der Explosionskrater im Haus feucht durchgewischt, von wegen der politischen Hygiene und so....


Am 18. September 2017 schrieb Andreas Schell:

Sehr steile These, Herr Gellermann, gratuliere, sehr gelacht und interessiert gelesen!

Wer Merkel wählt, wählt ... nicht nur vielleicht den NSU, sondern er wählt auch ganz sicher die NATO, die eine viel bedeutendere Verbrecherbande ist und von persönlichkeitsgestörten Despoten in Kriege gelenkt wird. Er wählt Sanktionen gegen Russland, einen großen, friedlichen Nachbarn, der uns, die wir nichts im Boden haben, auf dem Weg des Handels mit Primärenergie und Rohstoffen versorgen könnte, ohne dass wir dafür Soldaten und Waffen schicken müssten. Die NATO will das Zeug aber lieber erbeuten. Er wählt Sanktionen gegen Syrien, das dadurch weiter entvölkert wird - mit allen Folgen. Er wählt massive Aufrüstung. Fünf Korvetten für die Bundesmarine - groß und langsam, die dümmste Waffe der Welt, aber halt schön teuer. Er wählt die Genehmigung von Waffenlieferungen an die Saudis, Katar, Israel, alles Staaten, die damit nicht für Frieden auf der arabischen Halbinsel kämpfen, sondern auf teils krummen Wegen das glatte Gegenteil tun. Die unschuldigen Opfer warten in unseren Unterkünften auf Arbeit und Familie - auch diesen Zustand wählt er, der Wähler und sein Unterstützer, der Nichtwähler. Der Wähler glaubt, er könne mit einem Kreuzchen bestimmen, wie viele Kriegsflüchtlinge es sein sollen, ohne die Ursachen zu beseitigen. Er wählt dazu einen gebührenfinanzierten Staatsfunk, der, statt zu informieren, lügt, manipuliert und unterschlägt, dass sich die Balken biegen, und dem deshalb kaum noch jemand im Lande traut. Er wählt ein Schulsystem, das es nicht schafft, Kindern in den ersten vier langen Jahren Rechnen, Schreiben und Lesen beizubringen, und danach kommt es, unbemerkt von den rund um die Uhr abhängig beschäftigten Verbraucher-Eltern, noch viel schlimmer. Die nächste Generation GroKo-Wähler ist schon am Start.

Machterhalt, Besitzstandswahrung und Profitmaximierung des Großkapitals sind das Ziel. Wer Merkel, CDUCSUSPDFDP-Olivgrün und AfD wählt, wählt eine korrupte Junta im Dienste eines Milliardärsclubs in einer medienverblödeten Bananenrepublik. Die Linke: eine verlöschende Kerze auf der anderen Seite des Reichstags, keine Luft, weil sie von rot-rot-grünen Postenschacher träumt, statt das angeborene Themenfeuerwerk abzubrennen, das die anderen nur heucheln können. Zu doof oder gekauft? Oder beides?

Kann sein, dass das alles so kommt. Kann aber auch sein, dass selbst die Umfragen, die keinen Zweifel am Sieg einer unionsgeführten Koalition lassen, Fake News sind. Genau wie die Erzählung, die etwas naiv wirkende Darstellerin der Kanzlerfigur, die Tag für Tag den Laufzettel aus der Lobby abarbeitet, hätte naturwissenschaftliche Bildung. Wer weiß das heutzutage schon?

Dann: ab an die Urne ... oder in die ... ?


Am 18. September 2017 schrieb Alfred Matejka:

Lieber Uli, vielen Dank für deinen Kommentar.Mach weiter so, solange du kannst.Wir Antifaschisten stehen hinter dir.


Am 18. September 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

@ Gemach, gemach, Herr Renner !

Ein Hoch auf den GALERISTEN, treffsicher ins Wespennest gestochen.......
Nicht nett von ihnen, dass sie uns den GALERISTEN wegschließen lassen wollen, wo er doch so dringend gebraucht wird, in diesem unserem Land. Es ist an der Zeit, sich dem entgegenzustellen, Aufzustehen, und laut NEIN zu sagen, wenn eine provozierende Überschrift eines inhaltlich, fundierten und sauber recherierten Artikels, natürlich um Interesse und Neugierde zu wecken eine Reaktion wie diese hervorruft, muss uns alle nachdenklich stimmen, denn Sprache ist der Ausdruck des Denkens, und was Sprache anrichten kann, sieht man im Wahlkampf: Gauland bricht alle Tabus, um die Greueltaten des Faschismus zu relativieren, in dem er laut sagen darf, dass es an der Zeit ist, dass man stolz auf die Soldaten sein kann. Die Geschichte soll umgeschrieben werden. Stolz auf verbrannte Erde, Völker in den Abgrund gestürzt, Hunger, Not und Elend, Millionen Tote. Die Sowjetunion beklagt bis Heute 27 Millionen Tote, und Deutschland soll "stolz" sein, auf Kriege und Völkermord ? Da dreht sich der Magen um. Nie wieder Faschismus und NIE WIEDER KRIEG !


Am 18. September 2017 schrieb Markus Schmitz:

In einer Zeit allgegenwärtigen Betruges ist es ein revolutionärer Akt die Wahrheit zu sagen." *George Orwell
Danke Uli Gellermann! Was wahr ist, ist nun mal wahr!
@Hartung:
Wer das nicht verkraftet muß sich eben aus der Newsletter-Verteilerliste streichen lassen.
@Renner:
"Wer die Wahrheit nicht weiss,
der ist bloß ein Dummkopf.
Aber wer sie weiss und sie eine Lüge nennt,
der ist ein Verbrecher." (Berthold Brecht)
Uli Gellermann stellt keine Theorie auf, noch erzählt er Märchen. Ganz im Gegenteil recherchiert er ganz vortrefflich und akribisch. Alles was er in diesem Artikel in spitze Worte gekleidet hat ist wahr! Wer das Gegenteil beweisen kann, soll hier im Forum den Mund aufmachen und diesen Gegenbeweis antreten, oder einfach schweigen. Drohungen zu einem baldigen Gefängnisaufenthalt sind jedenfalls nicht nur unangebracht, sondern zeugen von der Unmacht des Kommentators (Renner), die diese unverblümte Wahrheit des Autors (Gellermann), bei Ihm (Renner) ausgelöst hat.


Am 18. September 2017 schrieb Ronald Wolf:

Gewohnt brillant. Logisch und wütend - auch wie gewohnt.
Nur so kann man im aktuellen Geschehen bleiben ohne durchzudrehen. Eine "Wahlempfehlung" der allerbesten Sorte.
Jetzt bemühe ich mich erst mal um einen Newsletter.
Danke Uli.

Antwort von U. Gellermann:

Natürlich ist Ronald Wolf ab sofort in der Newsletter-Liste.


Am 18. September 2017 schrieb Aleksander von Korty:

Durchgeknallte RationalGaleristen vom Schlage eines Gellermann sind viel zu selten in diesem Land. Um diesem Sumpf der völlig verkommenen Bananen Republik Deutschland Herr zu werden bedarf es Legionen solcher Journalisten und mutiger Menschen.
Leider eine Seltenheit und so wird auch nach dieser Wahl der Sumpf der politischen Verkommenheit weiter wabern un wachsen zum Schaden des deutschen Volkes und seiner europäischen Nachbarn.


Am 18. September 2017 schrieb Reiner Keller:

Der Artikel ist wirklich brillant. Aber es fehlt der Beweis für die Absicht der „Staatsorgane“. So viele „Pannen“ und „Zufälle“, das muss geplant sein.

Antwort von U. Gellermann:

„Geplant“ wird seit der Gründung des Verfassungsschutz durch US-Besatzungsoffiziere und alte Nazis. Da braucht es keine Plan, da reicht die Logik des Systems.


Am 18. September 2017 schrieb Tigertaler:

Alle wissen es, doch kein Politiker wagt, die Wahrheit zu sagen, er wäre politisch erledigt: Die Neonazis sind eine Dependance des Verfassungsschutzes. (Für Frau Spurgat: Dependance=Außenstelle) Wie soll man von Frau Merkel, von der ich in über zehn Jahren nicht einen einzigen halbwegs intelligenten Satz vernommen habe, ausgerechnet darüber gar einen Richtigen erwarten? Sich keine Blöße zu geben, ist ihre ganze Zerebralität, einigermaßen faustdick gleich hinter den Ohren: »Ich sag nix«.




Am 18. September 2017 schrieb Lea Bernd:

Das ist echter Journalismus! Sauber argumentiert, überraschend gefolgert und riskant zugespitzt. Danke, weiter so.


Am 18. September 2017 schrieb Robert Hartung:

Das geht zu weit. Streichen Sie mich sofort aus Ihrer Newsletter-Liste.


Am 18. September 2017 schrieb Werner Renner:

Diese Schlagzeile wird sie ins Gefängnis bringen. Und da gehören Sie auch hin.

Dran bleiben...

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