Wenn Schurken Schurken bomben

Wie man im Irak einen Brand mit Benzin löscht

Autor: U. Gellermann
Datum: 13. August 2014

Frank-Walter Steinmeier will auch dabei sein: Gerade jetzt, wo bekannt geworden ist, dass nicht nur die USA, sondern auch der Iran jene kurdische Miliz, die im Irak gegen die Gruppierung "Islamischer Staat (IS)" kämpft, mit Waffen-Lieferungen unterstützt, meldet sich der deutsche Außenminister: "Ich bin angesichts der dramatischen Lage (im Irak) dafür, bis an die Grenzen des politisch und rechtlich Machbaren zu gehen". Es deutet sich eine große Koalition der Schurken gegen die Schurken an: Der Iran wurde sehr lange von den USA als Schurkenstaat bezeichnet. Ganz sicher sind es aber die USA, die - ob im Irak oder in Libyen - mit offenkundigem Engagement den Schurken gaben. Jetzt hat der "Islamische Staat" diese Rolle erfolgreich übernommen. Und wer von den Untaten dieser Gruppe weiß, der ist geneigt, einer schnellen Abwehr mit Waffen zuzustimmen. Aber die Verbrechen des "IS" (früher ISIS) sind nicht neu. Ganz alte Bekannte sind auch deren Finanziers in Katar und Saudi-Arabien. Folgte man also der Logik der Bomben-Problem-Lösung, dann müssten schnellsten Riad und Doha gebombt werden. Auch Istanbul und Washington zu bomben, wäre - immer nach der Viele-Bomben-helfen-viel-Theorie - nicht völlig falsch. Was zu beweisen ist.

Unstrittig liegt die Entstehungsgeschichte des "IS" im Krieg der USA gegen den Irak. Wie häufig nach den zumeist völkerrechtswidrigen Kriegen der Vereinigten Staaten gab es auch im Irak den Wechsel von einer schlechten Regierung zu einer anderen schlechte Regierung. Wurden vor dem Krieg die Schiiten von den Sunniten unterdrückt, so kehrte sich das Verhältnis danach um. Kosten der Umkehrung: Ein kaputter Staat und etwa eine halbe Million Tote im Gefolge des Krieges. Die nun bedrängten Sunniten folgten der importierten Terror-Logik: Von den fast täglichen Autobomben bis zum "Islamischen Staat". Man darf davon ausgehen, dass ein Leben in Bagdad vor dem Krieg sicherer war als heute.

Doch nicht nur die kaputten Verhältnisse im Irak waren die Geburtshelfer des "IS". Auch der Syrien-Krieg gab der brutalen, vorgeblich religiösen Gruppe heftigen Auftrieb. In Syrien war der "IS" eng mit der Anti-Assad "Nusra-Front" verbunden. Die bekam mindestens eine Milliarde Euro aus dem mit den USA liierten Katar. Aus Saudi Arabien wurde nicht weniger für den heiligen Kampf gegen ein laizistisches System gespendet, dessen religiöse und ethnische Minderheiten bis heute eher dem alten Syrien zuneigen als einem möglichen neuen, das die USA im syrischen Bürgerkrieg gern durchgesetzt hätten. Dieses Ziel teilte auch die türkische Regierung, angeführt von einem zunehmend großmächtigeren Recep Tayyip Erdogan, die den Radikal-Islamisten ihre Waffen- und Kämpfer-Nachschub-Routen sicherte und deren Verwundete in türkischen Krankenhäusern aufnahm. Offenkundig unter dem zumindest symbolischen Schutz deutscher Patriot-Raketen an der türkisch-syrischen Grenze. Ob "IS", Nusra Front oder freiberufliche Kämpfer im syrischen Bürgerkrieg: Alle trafen und treffen sich unter dem Dach der "Freien Syrischen Arme". Die wiederum ist mit dem "Syrischen Nationalrat" verbunden, der von einer ganzen Reihe westlicher Staaten als legitime Vertretung Syriens anerkannt wird. Fraglos gehören dazu auch wesentliche Teile deutscher Medien, die immer schon wussten, dass Assad böse, "die Opposition" inklusive des "IS" aber gut war. Wenn zwischendurch mal der international renommierte Journalist Seymour Hersh in der "London Review of Books" berichtete, dass die Nusra-Front ("IS") Zugang zum Nervengas Sarin habe, dann konnte dies die deutsche Regierung und deren Medien in ihrer Treue zur Syrischen Oppostition nie und nimmer beirren.

Bisher löschen die USA und ihre Epigonen, für die Steinmeier zu gerne "an die Grenzen" ginge, den Brand im Irak mit Benzin. Zur echten ersten Hilfe würde es gehören, die Zügel der Regierungen in der Türkei, in Katar und Saudi Arabiens anzuziehen und die Basis des "IS" in Syrien zu zerstören. Erst dann kann eine militärische, von der UN mandatierte Hilfe wirksam werden. Zumal die nächste Bomben- oder Waffen-Lieferungs-Adresse Bagdad sein könnte: Denn der aktuelle irakische Ministerpräsident, Al Maliki, lässt zur Zeit Panzer auffahren, um einen konkurrierenden Regierungs-Chef zu verhindern. So ist es wenn Schurken Schurken bomben.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 16. Februar 2015 schrieb André Burguete:


Am 19. August 2014 schrieb Brigitte Mensah Attoh:

Also mir ist völlig schleierhaft, da überhaupt noch durchzusteigen...

Es scheint alles auszuufern, das raubt einem den Schlaf, was die "Macher" da wieder aushecken. Es bleibt eine diffuse Furcht, Hilflosigkeit und ein Gefühl der Ohnmacht vor dem, was da seit langem vor sich geht, sei es in Syrien, im Irak, in Israel, wo jeweils die "Feinde"-"Nachbarn" abgeschlachtet werden. Der Tod ist allgegenwärtig. Medienvertreter berichten schauderhaft einseitig darüber, mal mehr, mal weniger empathisch. Je nachdem - "wes´ Brot sie essen".

TOLL - die Idee, immer neue Waffen in Krisengebiete zu liefern! Völlig durchgeknallt diese "Lösung", die sich derzeit Steinmeier, Gauck, Gysi, auch Teile der Grünen überlegen, wohl um ja nicht mehr zurückzustehen gg.über den anderen Natopartnern. Mehr als alles fürchtet man sich vor den "Rettern", den Drahtziehern im Hintergrund in den jeweiligen Krisenregionen - dem Ami und seinen verbündeten Vasallen. Demnächst wäre Deutschland - wenns nach Gauck (usw.) ginge - dann wohl auch wieder aktiv mit dabei.

Bei den Kriegswaffenherstellern, überm Teich, im alten Europa und anderswo knallt auch was - nämlich die Champagnerkorken!


Am 18. August 2014 schrieb Jürgen Heiducoff:

Was tut diese Regierung in Berlin?
Sie hilft den christlichen Jesiden, die vor radikal-moslemischen Kämpfern des IS, die von den USA gezüchtet wurden, fliehen konnten. Gegen eine humanitäre Hilfe ist nichts einzuwenden. Aber warum hilft sie nicht auch den moslemischen Palästinensern, die seit Wochen keine Möglichkeit hatten, vor den bombenden und mordenden Israelis zu fliehen?
Sie straft Russland mit Sanktionen. Wo bleiben die Sanktionen gegen Israel? Wo bleiben die Sanktionen gegen die Ukraine, deren Streitkräfte im eigenen Land auch gegen Zivilisten vorgehen?
Sie will an kurdische Milizen militärische Ausrüstung und Waffen liefern. Als seien nicht genügend Waffen in der Region, die in den Besitz rivalisierender Milizen und Terroristen gelangen werden.
Wieso mischen sich unsere Politiker überhaupt in Kämpfe ein, deren Akteure sie nicht kennen und nicht verstehen?
Es scheint so, als habe sie nicht einmal unsere christlichen Nachbarn im Osten Europas verstanden. Wieso wird eine solche antirussische Stimmung in Deutschland verbreitet? Russland wird immer unser Nachbar bleiben. Haben die in Berlin nicht aus den Katastrophen gelernt, die Napoleon und Hitler über die Völker Europas brachten?
Das Gesamtpaket dieser verhängnisvollen Politik der deutschen Regierung, die mit unseren Steuergeldern finanziert wird, ist nicht in meinem Interesse und ich bin sicher, auch nicht im Interesse der Mehrheit der Deutschen.
Aber wir werden nicht gefragt. Einmal gewählt, machen diese ?Demokraten?, was sie wollen. Und das mit unseren Steuergeldern. Es ist unglaublich !!!


Am 17. August 2014 schrieb Ingrid Böhm-Duwe:

Na sowas, aber auch, Herr meyer, das ist schon so eine Sache, wenn man auf die Feindeinflüsterungen resp. Installationen eines solchen durch mediale Vereinnahmungen der unkritischen Bürgern hört, nicht wahr? Sie sind für das Gelingen ein wirkliches Vorzeigeobjekt, so man Ihre auch grammatikalisch verunglückten Anmerkungen liest.

Putin mag wohl russischen Zobel tragen. Jedoch sind die gefährlicheren Leute - die „Wölfe“ -diejenigen in der billigeren Rauchwerk-Gewandung – das Schafsfell ist gemeint. „Diktatur“ geht anders und muss doch immer wieder als Schlagwort herhalten, wie z.B. „Die Diktatur der Dummheit“. Das sind diejenigen, die in ihrer Oberflächlichkeit hinter einem z.B. amerikanischen Rattenfänger herlaufen. Wie die Lemminge! Und das atonale Meinungsflötenspiel zu dem Ihrigen machen.


Am 16. August 2014 schrieb t meyer:

Auch für diesen Krisenherd und den Massenmorden der ISI ist der Diktator Putin verantwortlich. Mit seiner sturen Haltung im UN Sicherheitsrat und die Unterstützung von Assad hat er diese Terrorgruppe genauso wie die Terroristen im Osten der Ukraine gestärkt!

Antwort von U. Gellermann:

Das von Ihnen gewählte "auch" impliziert, dass Putin auch für andere Massenmorde verantwortlich gewesen sei. Was darf´s denn sein: Der Irak-Krieg? Der Libyen-Krieg? Oder das Abschlachten der Gaza-Bewohner?


Am 15. August 2014 schrieb curti curti:

@ Joe Bildstein

Bleiben wir beim Latein und krönen "Impare" mit "pecunia non olet".

Money rules the world, verwoben mit all den finsteren Eigenschaften die armselige Geister damit verbinden und umzusetzen verstehen. Krieg gehört da mit an die vorderste Front der Begierlichkeiten.

Und wie singt Schmickler in "Weiter" - "Wenn wir mit dem Latein am Ende sind, na dann dann wird eben griechisch gesprochen".

Nicht auszuschließen das er das bei der großen Vorsitzenden aufgeschnappt hat.


Am 14. August 2014 schrieb Joe Bildstein:

Es gibt Leute die bestens an dem Spiel verdienen, u nur darum geht es. Divide et Impare et verdiene dran.
Solange dieses Spiel fern genug vom gelobten Land bleibt wird keiner ernsthaft eingreifen


Am 14. August 2014 schrieb Herr Wurzelzwerg:

Wenn ich es richtig verstanden habe, dann sind PKK (Öcalan) und Peschmerga zwei unterschiedliche Formationen der Kurden. Es gab einen Bericht von Jesiden, die berichteten, dass sie von der PKK und nicht von der Peschmerga vor IS gerettet wurden, obwohl die Medien das Gegenteil verbreiteten.

Mich macht die Unterstützung der Kurden durch die USA, Steinmeier und Co. äußerst skeptisch. Das ist ja so, als seien aus lauter Saulussen lauter Paulusse geworden. Die Kurden erhoffen sich einen eigenen Staat, was mir einleuchtet, aber mit Hilfe der USA? Wer bei dieser "Freundschaft" verlieren wird, dürfte bereits jetzt feststehen.


Am 14. August 2014 schrieb Reyes Carrillo:

Zwei Varianten habe ich: Zum einen könnte ich mir via ein paar Klicks noch ein paar andere Artikel (von vertrauensvollen Adressen) zum Thema IS durchlesen, um danach mit Verve einen Kommentar zu stricken versuchen, der nur so triefte von scheinbar intimster Kenntnis der Materie, dem rastlos steten Schwangergehen mit dieser Katastrophe - und das Bild einer atemlosen 24/7-Zeitzeugin malte. Zum anderen aber könnte ich einfach auch nur die Wahrheit sagen.
Die Wahrheit ist, dass mich dieses Thema zu Anfang nicht sonderlich interessiert hat. Die Wahrheit heute ist aber vor allem, dass mich die barbarische Grausamkeit dieses islamistischen Feldzuges als Mensch völlig überfordert und ich nur noch wie paralysiert und benommen auf diesen Blutrausch zu glotzen vermag. Immer wieder erhielt ich von politischen Gefährten Mails in den letzten vielleicht zwei Wochen mit Links auf irgendwelche Videos, die die Dimension der Entsetzlichkeit jener Massakerschneise durch den Irak illustrieren würden. Eines dieser Videos klickte ich an – und erstarrte… Ich konnte das Gesehene danach nicht einmal mehr mit den mir nächst Vertrauten bearbeiten. Bis heute nicht. Die Grenze des Erträglichen ist für mich in diesem Fall komplett überschritten. Bloß gut, dass ich keine Politikerin bin oder ein politischer Journalist und Echtzeit-Chronist wie Uli, der sich auch durch diesen SuperGAU des menschlich Aushaltbaren wühlt, um die im Hintergrund verantwortlichen Rösser und ihre Reiter herauszufiltern. Ich verneige mich davor, ganz ernsthaft.

Aber wenn schon solch eine weibische, affektiert-larmoyante Nabelschau, dann auch richtig: Parallel zu dem langsamen Durchsickern der eigentlichen Dimension des IS-„Kreuzzuges“ entdeckte ich leider einmal mehr, wie ich Themen, die nicht mit dem ersten kleinen Windstoß meine Feindbild-Reflexe wie USA-westliche Werte-NATO-Europa-Israel-Neoliberalismus-usw. bedienen, mit nur halbwacher, halbinteressierter Aufmerksamkeit und vor allem auch mit nur geteilter Empathie verfolge. Irak? Ja, hier! Wieder die Amis drin? Nö? Ok, danke. – Scheiße.

Und nachdem ich aus genannten Gründen nichts zu diesem Thema zu sagen habe, nochmals ganz besonderen Dank an dich für diesen das tiefst mögliche Dunkel erhellenden Artikel, dessen Recherche und Nahbetrachtung sicher auch an deinen Grenzen des Erträglichen zerrte und zerrt.
Ach ja, die dritte möglichen Variante, "einfach mal die Fresse zu halten" habe ich dann doch verworfen...


Am 14. August 2014 schrieb Christopher Blau:

Danke für diesen wieder mal lesenswerten Artikel. Ergänzend dazu v. Brandon Martinez aus 
http://www.intifada-palestine.com/2014/08/isis-israel-us-duplicity/ 
Zitat: "Is it any coincidence that ISIS and its affiliates have targeted Libya, Iraq, Syria and Lebanon with the most furor, while leaving the corrupt, US-backed dictatorships in Egypt, Bahrain, Jordan, Qatar, Kuwait, Saudi Arabia, etc., alone"?
Weiterhin finde ich die Frage spannend, welche Rolle der Türkei in Zukunft zugewiesen wird und ob Hr.Erdogan sich wirklich bewusst ist, welche mittelfristigen Konsequenzen sich aus der sich zuspitzenden Lage ergeben. Die Bewaffnung der PKK, Verzeihung neu natürlich "Peschmerga", könnte nicht ganz unbeabsichtigt zur Bildung eines kurdischen Staates führen. Deswegen finde ich es ein wenig verwunderlich, dass der Iran nun die Kurden unterstützen soll. Möglicherweise wird dieser hochgepuschte Schiiten-Sunniten Konflikt in der arabischen Welt doch stärker bewertet als ich Westlerkind mir vorstellen konnte. 
Die einzige Partei, die sich in der Zwischenzeit zurücklehnen kann und weiterhin Palästinensern das Leben zur Hölle machen kann, damit sie vielleicht mal "freiwillig" ihr Land räumen, ist Israel. In einem Artikel von 2004 schreibt Seymore Hersh im New Yorker http://www.newyorker.com/magazine/2004/06/28/plan-b-2 , dass Mossad Agenten in Kurdistan unterwegs seien und Kurden ausbildeten. 
Vielleicht sollte man dass Hr. Steinmeier mal sagen, der könnte gleich noch die Karte mit der historischen Verantwortung ausspielen um damit auch die moralische Seite abgedeckt zu haben - die armen deutschen Waffenproduzenten werden´s ihm danken:)


Am 14. August 2014 schrieb Klaus Madersbacher:

Von denen, die den Irak in den Krieg gegen den Iran hineintheatert, zur Annexion von Kuwait animiert und dann seine gesamte Infrastruktur zerstört und die Bevölkerung unter einem barbarischen Sanktionenregime dahinsiechen (die 500.000 Kinder, die "es wert" waren!) lassen haben, dann einen neuerlichen Einmarsch auf Grund erlogener Geschichten ("Waffen der Massenvernichtung") mit der Folge von rund einer Million Toten und 4 Millionen Vertriebenen und einer Aufhetzung der Religionsgruppen gegeneinander betrieben und die aus dem fortgeschrittensten Land im Mittleren Osten eine mit Uranstaub verseuchte Ruinenwüste gemacht haben, würde ich mir nicht erklären lassen, um welche Art von Zeitgenossen es sich bei ISIS handelt.
Auch nicht, dass sie diese terroristische Gefahr bekämpfen müssen, um Menschen zu retten (Anmerkung am Rande: der angebliche Kultursender Ösifunk 1, ein ausgewiesenes Sprachrohr des Weißen Hauses/Pentagons bezeichnet ISIS nur als islamistische Terrormiliz.)
Nichts genaues weiß ich nicht - aber es sieht so aus, als hätte ISIS die Unterstützung der irakischen Bevölkerung ...
Und falls nicht - dem Terror der USA/UK können sie noch lange nicht das Wasser reichen!


Am 14. August 2014 schrieb Jason Priestley:

`Interessant´ - stark untertrieben ausgedrückt - ist sicher auch die Tatsache der schon weit fortgeschrittenen und immer rapider grassierenden, absichtsvoll geplanten De-Industrialisierung (nicht nur) der mittlerweile einzigen ver(übrigge-)bliebenen Supermacht dieser Erde, der USA, wenn man sie, was zweifellos angebracht ist, in engem Zusammenhang mit den immer schneller aufeinanderfolgenden, immer skrupelloseren und abenteuerlichen, fataleren, für ganze Welt-Regionen folgenreicheren und vorauseilend-vorschnelleren, auch völkerrechtlich immer illegaleren und ohnehin illegitimeren Kriegs-Überfall-Einsätzen des `Pentagons´ bzw. seiner es lenkenden US-ökonomischen Auftraggeber rund um den Globus sieht:

`Uncle Sam´ ist [wäre !] ja schon längst nicht mehr in der Lage, aus eigener (!) Wirtschaftskraft - samt legitimen, halbwegs gleichberechtigten Handelsbeziehungen, wie sie jeder Staat zumindest teilweise unterhält - heraus auch nur die rudimentärsten, unmittelbarsten Lebens-Erfordernisse geschweige denn die ideologisch seit Unzeiten profitgeil `antrainierten´/anerzogenen Konsum-Bedürfnisse bzw. -Wünsche seiner Untertanen zu befriedigen!

Und deshalb bleibt den selbsternannten, pseudoreligiös verbrämt - moralinsauren amerikanischen globalen Werte-Heils-Bringern - gerade durch die heutige entsetzliche Art der Globalisierung! - einschließlich ihrer kapitalistisch-hörigen Vasallen schon seit Langem, bedingt durch die teuflische Eigendynamik ihrer sich selbst systemimmanent auferlegten wirtschaftsideologischen Gesetzmäßigkeiten, gar nichts anderes übrig, als weltweit nach wie vor und vor allem immer penetranter, dreister, skrupel- und rücksichtsloser mit fortan immer astronomischer steigenden Opferzahlen bzw. (angeblichen) Kollateralschäden auf Raub(mord)- und Beutezug zu gehen !!

Es gibt, nein, gäbe nur einen einzigen Ausweg aus diesem mörderischen, profit-nimmersatten Teufelskreis der vorsätzlichen Ent-Industrialisierung der USA nebst ihrer Satelliten-Staaten wie der BRD einerseits und den daraus logischerweise (!!) zwanghaft-neurotisch folgenden globalen Raubfeldzügen andererseits:

Statt anderen Ländern, Völkern, ja ganzen Weltregionen deren sauer erschuftetes Hab & Gut = Eigentum (!), das jenen [bzw. deren Eliten, die urplötzlich nach inzwischen altbekannter Manier zu allfälligen Schurken erklärt werden...........] jeweils im Einzelfall SO oft eh nur einen sehr bescheidenen ?Wohlstand? ermöglicht, wie ein überdimensioniert-muskelbepackter Hirnlos-Anaboliker vermittels militärisch-hinterfotzig-brutaler schwerkrimineller Energie wegzubomben, -morden und an sich zu reißen - einem arbeitsscheuen, minderbemittelten Wegelagerer gleich, der lieber die Früchte der Arbeit Anderer stiehlt, als sich selber krumm zu machen - , sollten die kapitalistischen Staaten bzw. - genauer gesagt - deren postkapitale, neoliberale ökonomische Global-Player - Strippenzieher von ihren eigenen Bevölkerungen - siehe z. B. die unblutige Revolution 1989 in der damaligen DDR ! - unbarmherzig & gnadenlos gezwungen werden, ihre unegalen, profit-irren, selbstherrlichen Wurstfinger von den Gütern = Ressourcen (Erdöl, Erdgas, Wasser, Mineralien, Erze etc. usw. usf. pp. ?.......) anderer Leute rund um den Erdkreis zu LASSEN..........!!!!

Das KANN doch nicht so schwer? sein !!


Am 13. August 2014 schrieb Lutz Jahoda:

Mit fremden Händen Feuer mache!n,
sind wir seit Monaten emsig dabei.
Weit vom Schuss war schon immer gut lachen - ein dreifach Hoch der Kumpanei!


Am 13. August 2014 schrieb Kay Macke:

@Hans Jon
Haben Sie die Kriege etwa von Anfang an mitgezählt? Unfassbar! Ich verbeuge mich vor Ehrfucht! ;-)

@Thomas Imanuel Steinberg
Schön mal wieder von Dir zu Hören/zu Lesen! ;-)


Am 13. August 2014 schrieb Thomas Immanuel Steinberg:

Durchs wilde Kurdistan
Inhalt
Mit der Unterstützung Kara Ben Nemsis und seiner Reisegefährten Halef Omar, David Lindsay und Mohammed Emin besiegen die Jesiden die Türken. Als die Waffen eintreffen, die ihnen Angela und Gregor in der Reichshauptstadt eingepackt haben, können die Kurden die Bösewichte des Orients vernichten, und Murat, der Neffe von Abdullah Öcalan, heiratet in Jerusalem Noa, die Tochter von Benjamin Netanjahu.


Am 13. August 2014 schrieb Thomas Müller:

Schön geschrieben... Ich frage mich nur, warum der arabische Teil immer wieder gegen eigene Bevölkerungsgruppen vorgeht und nicht den Zusammenschluss sucht. Ist es wirklich hilfreich eine Zersplitterung zu forcieren statt gemeinsam für Frieden und Ruhe im eignen Raum zu sorgen. Wie würde die Welt aussehen, wenn wir einen westlichen, asiatischen und arabischen Raum hätten, die gemeinsam miteinander versuchen die Welt zu verbessern.


Am 13. August 2014 schrieb Wera Blanke:

Danke! Endlich ein alternativer Lichtstrahl im finsteren Chaos der Mainstream-Medien!


Am 13. August 2014 schrieb curti curti:

Offensichtlich gibt es weltweit ein Substrat, auf dessen Grundlage das Böse (die Bushtrommel toniert das als "evil") umso "prächtiger" zu gedeihen scheint, je intensiver damit gedüngt und die heilende, gute Wirkung versprochen wird. Die Anrainer wirken wie benebelt und wandeln auf einem Pfad voller Glauben und Hoffnung. Ganz Nassforsche wie ein Fleischhauer gestern auf SPON sieht sogar den Teufel erwachsen, der natürlich nur mit Waffen ausgetrieben werden kann. Das womöglich ein weltlicher Geist, ein allzu listiger Gärtner hinter all dem stecken könnte, kommt ihm nicht in den Sinn und vielen anderen auch nicht (aus welchen Gründen sei jetzt dahingestellt).

Zu bedauern ist, daß für das Treiben der Hütchenspieler viele Menschen "geopfert" werden, als Zivilisten wie auch aufgehetzte oder gezwungene Kämpfer. Das nennt man dann Kollateralschaden oder gefallen im Feindeinsatz. Sorry, Pech gehabt.

Es ist an der Zeit die Rolle des Gärtners intensiv zu beleuchtenden und ihm sein Handwerk zu legen. Die Welt hält sein Treiben nicht mehr lange aus.

Er möge sich auf sein Reich beschränken, dann klappt´s auch mit Befriedigung der Völker, ohne Waffen!

P.S. Was die große Vorsitzende in Berlin denken und machen wird, dürfte analog zur folgenden Einschätzung Schmicklers sein.

https://www.youtube.com/watch?v=M0_iew71Pac#t=11


Am 13. August 2014 schrieb Ingrid Böhm-Duwe:

Ernst Henning schrieb „Bedeutsames“: Ihr Artikel hilft den verfolgten Yesiden auch nicht.

Und nun? Wenn ich jetzt sage, dass Ihre Anmerkung unnötig ist, hilft das Ihnen dann, sich ein wenig mehr zum Inhalt des Artikels von Uli Gellermann zu äußern? Hilft das Ihnen zu erkennen, dass es IMMER wichtig ist, Zusammenhänge richtig! zu erkennen und entgegen vorgeschriebener medialer und tendenziöser Berichterstattung den Dingen eine Sichtweise zu verpassen, die – eigentlich – Menschen aufmerksam machen müsste hinsichtlich des „Schmarrens“, den man uns zu „verkaufen“ trachtet?

War das jetzt hilfreich für Sie hinsichtlich Bewusstseinsbildung und Wissenserweiterung?


Am 13. August 2014 schrieb Ernst Grobschmied:

Mir wird schlecht.
Je knapper es mit dem Oel wird, um so größer wird der kollektive Kriegswahn.

Man stelle sich vor, Sonnenenergie gäbe es für jeden zum Fast-Nulltarif. Wir wären alle UNABHÄNGIG und niemanden Verpflichtet und hätten eine werthaltige exakte Tauschwährung auf Basis von KILOWATT - statt Papiergeld mit Hoffnung auf Gegenwert.

Dann könnten die Kriegstreiber doch ihr Oel haben um sich gegenseitig darin zu ersäufen.

Der Kredit des Schuldgeldes ist die Grundlage für die Blutspur der USA. Selbst die IS ist durch sie bestens ausgerüstet worden.


Am 13. August 2014 schrieb Hans Jon:

Die "UR"-Sache der "Bomben-Stimmung" in der seit ca. 10T.J. "herrschenden" sog. Zivilisation ist das "KRIEGEN"-Wollen im "Pulver"-Gemisch von RELIGIONEN, IDEOLOGIEN und dahinter stehend des jeweils "herrschenden" KAPITALS!
"Hoch"-Kulturen kommen und vergehen in "bombastischen" KRIEGEN --- das ist das "Grund-Gesetz" der Zivilisation! Die "Kollateral-Schäden" an den mehr oder weniger unschuldigen Zivilisten (Frauen, Kinder, Alte) sind der Preis des "KRIEGEN"-WAHNS!
MERKE: Es gab in der "Geschichte" des HOMO SAPIENS (=Weiser Mensch) 14.400 KRIEGE mit 3,5 Mrd. TOTEN bei nur 250 J. "FRIEDEN" --- "FRIEDEN" zur neuen KRIEGS-Vorbereitung"! "Feste Jungs macht nur weiter so, ihr bombt schon alles kaputt!"
Die "schärfsten BOMBEN" sitzen in den REGIERUNGS-BUNKERN!!!


Am 13. August 2014 schrieb Florence Garnier:

Bei der aktuellen „Verantwortungs-„- und „Engagement“-Hysterie der letzten Tage, Deutschland (bzw. die NATO-Partner) sei der – militärische - Retter der Stunde, hört man bislang in unseren Medien nichts von den Überlegungen und Absichten des Iran. Bei Dir, wie so oft, rückt es wenigstens in den Horizont.


Am 13. August 2014 schrieb Hans Dampf:

Den Bomben-Logikern gewidmet:
"Für jedes komplexe Problem gibt es eine Antwort, die klar, einfach und falsch ist"
(H. L. Mencken 1880 - 1956)


Am 13. August 2014 schrieb Ernst Henning:

Ihr Artikel hilft den verfolgten Yesiden auch nicht.


Am 13. August 2014 schrieb Irene Wetterau:

Wenn man Ihrer völlig richtig zitierten "Bomben-Logik" folgt, müssten die deutschen Verlagshäuser auch gebombt werden.

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