Weihnachten an der Islam-Front

Die Legende vom Kampf gegen den Terror

Autor: U. Gellermann
Datum: 26. Dezember 2016

Da war er wieder, der deutsche Rache-Engel: Auf dem Adventsmarkt im Feldlager von Masar-i-Scharif in Afghanistan lief Frau von der Leyen durch die weihnachtliche Gegend. Die Dame war schon mehrfach zum Fest dort: „Die Besuche der Verteidigungsministerin kurz vor Weihnachten haben Tradition“, teilt die Bundeswehr mit. Denn der deutsche Recke steht dort auf Wacht gegen den Terrorismus. Und das schon seit 15 Jahren. Da gab es in Deutschland noch gar nichts zu rächen. Aber an der Seite der USA wurde tapfer der Terror bekämpft. Mit dem bekannten Erfolg: Mehr Terror, mehr Tote. In Afghanistan ohnehin. Aber natürlich auch in allerlei anderen Ländern.

Ziemlich pünktlich, nach dem Ende des Sozialismus, als dem Kapitalismus ein prima Feind abhanden gekommen war, warf Samuel Huntington 1996 sein Buch „The Clash of Civilizations“ auf den Markt. Mit dem „Kampf der Kulturen“ war in den Machtzentralen des Westens ein neuer Feind gefunden: Der Islam. Ein Gespenst, mit dem die Massen geängstigt und diszipliniert werden konnten. Ein Widersacher, der zudem über den Treibstoff verfügte, der nicht nur die Wirtschaft antrieb sondern auch den Rohstoff-Hunger des Westens gieren ließ: Öl. Und weil „unsere“ Kultur als die überlegene verkauft wurde, musste das auch bewiesen werden: Im Irak, in Afghanistan, in Libyen und in Syrien. Die Zahl der Toten, primär auf der Seite der islamisch geprägten Länder, ist ohne Ende. Mehr als 700 Luftangriffe haben die USA im Jahr 2016 allein in Afghanistan geflogen. Aber die kaputten Hütten, die ermordeten Ziegenhirten und deren Familien sind nie auf TV-Bildern zu sehen.

„Sie stehen dafür ein, dass wir uns nicht unterkriegen lassen vom Terror, dass wir uns wehren gegen diejenigen, die die Menschen terrorisieren“, glaubte Frau von der Leyen vor ein paar Tagen auf dem Bundeswehr-Adventsmarkt den Soldaten in Afghanistan sagen zu müssen. Flankiert wird diese sonderbare Frau von der BILD-Zeitung: „Fast 3.300 deutsche Soldaten sind momentan im Auslandseinsatz. Drei der Einsatzgebiete sind das afrikanische Mali, der Balkanstaat Kosovo und der arabische Staat Libanon im Norden Afrikas. Von dort haben sechs Kameraden für BILD über ihr Weihnachten im Einsatz berichtet“. DAS SIND UNSERE WEIHNACHTSHELDEN schreibt das Blatt. Unsere Weihnachtshelden leiden unter einem schweren Weihnachtsbaum-Mangel: Mal ist er nur künstlich teilt Stephan G. aus dem Libanon mit, dann zu sperrig „da die Feldpost so große Sendungen nicht verschicken kann“ berichtet die Soldatin Nicole B. aus Mali.

Ob es auch ein Weihnachtsmarkt war, den der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Volker Wieker vor ein paar Tagen im türkischen Incirlik besuchte? Nein, der ranghöchste Soldat der Bundeswehr traf sich dort mit Brigadegeneral Ismail Günaydin, dem Kommandeur der türkischen Luftwaffenbasis. Um diese Sätze abzusondern: „Die Hydra des Terrorismus beschränkt sich nicht nur auf ein einzelnes Gebiet. Umso wichtiger ist die Entschlossenheit der internationalen Staatengemeinschaft, dagegen vorzugehen.“ Das erzählte der General auf einem Stützpunkt der türkischen Diktatur, die munter das eigene Volk terrorisiert. Doch General Wieker hat für solche Einzelheiten keine Zeit. Er muss schnell weiter nach Katar zur Außenstelle des deutschen Einsatzkontingents im dortigen CAOC (Combined Air Operations Centre). Denn dort befindet sich unter Führung der Vereinigten Staaten auf der Al Udeid Air Base der „Einsatzgefechtsstand der alliierten Luftstreitkräfte in Afghanistan“.

Katar ist einer der wesentlichen Finanziers des arabischen Terrorismus. Besonders viel katarisches Geld fließt nach Syrien. Dort finanziert das Emirat die terroristische “Nusrah Front“, einen al-Qaida Ableger. Das Geld ist gut angelegt, falls der syrische Präsident Assad weichen sollte, kann Katar endlich seine Erdgas-Pipeline zur Türkei bauen. Katar aber kann nichts mit dem internationalen Terror zu tun haben, erklärte die Kanzlerin jüngst, als solche Nachrichten auftauchten. Denn Katar, so schreibt das Auswärtige Amt, „engagiert sich mit Investitionen in Deutschland und hält u.a. Beteiligungen an Volkswagen, Hochtief und Siemens.“ Dass in diesem Land des Terrors, der Sklavenarbeit und des religiösen Fanatismus die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 mit deutscher Hilfe ausgerichtet wird, kann den ranghohen Besucher aus Deutschland nicht kümmern. Wahrscheinlich musste der General die Unterkünfte deutscher Soldaten mit Tannenzweigen schmücken.

„Unsere Werte werden siegen“, behauptete die Kanzlerin nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin. – Auf dem Speiseplan der Truppenverpflegung im Kosovo, dem Bundeswehr-Feldlager Prizren, stand für Mittag am 24. Dezember: „Vorspeise Festtagssuppe, Hauptmahlzeit Rumpsteak oder Kalbsbraten, für die Vegetarier Gemüsefrikadelle, und zum Nachtisch Vanillecreme mit Himbeersoße.“ Seit dem 12. Juni 1999 ist die Bundeswehr im Kosovo. Dieser Staat wurde damals mit den Luftangriffen der NATO auf Jugoslawien geboren. Seit der „Befreiung“ des Kosovo sind dort mit saudischem Geld 240 neue Moscheen gebaut worden. Streng fundamentalistisch wahabitischer Provenienz, versteht sich. Rund 360 Dschihadisten stellt das kleine Land für die Terror-Gruppen in Syrien.

Wo siegen welche Werte? Die wertvollen westlichen Bomben treffen zumeist islamische Köpfe. Die wertvollen deutschen Beziehungen zu Katar und Saudi Arabien wurden und werden zu keiner Zeit in Frage gestellt. Der Kampf gegen den Terror zeugt nur neuen Terror. Das Weihnachtsgeschwätz der deutschen politischen und militärischen Führung soll mit seinem Lametta die Paten des Terrors in Kanzleramt und dem Verteidigungsministerium tarnen. Stille Nacht allerseits. Der Baum brennt.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 29. Dezember 2016 schrieb Karola Schramm:

An Heinz Schneider. Danke dass Sie gut aufgepasst haben. Ich habe dieses Zitat aus einem Bericht der Informationsstelle Militarisierung www.imi-online.de und mir, weil es Merkels Charakter zeigt, auf einen kleinen Zettel aufgeschrieben und habe drei ! Daten stehen. 2006 ist eingekreist mit einem Ausrufezeichen dahinter. Das habe ich heute morgen so früh nicht gesehen :-)
Beste Grüße


Am 28. Dezember 2016 schrieb Matthias Brendel:

Schön, dass Sie über die umfangreiche Reisetätigkeit der Frau Kriegsministerin berichten.
In den Wahrheitsmedien hören sich die Kommentare zur Lage an, wie die Wochenschau 1943: 70 % aller Deutschen sind mit Merkels Kurs hochzufrieden und sehen keinerlei Zusammenang zwischen Kriegspolitik
und Gewalt in den Strassen. Die CDU gewinnt jeden Tag 2 Prozentpunkte, es bleibt alles so, wie es ist, für immer.
Ich denke, die Dame wird die Wahl mit 120% gewinnen. Vielleicht haben wir dann Soldaten mit automatischen Waffen vor den Wahl Lokalen.
Vorwärts immer, rückwärts nimmer tönt es aus den öffentlich rechtlichen Nato Sendern.
Es ist bereits zu spät, wir werden diesen Zug in die Diktatur nicht mehr aufhalten.
Krieg ist Frieden, Wahrheit muss bestraft werden, die Banken werden zuerst gerettet....


Am 28. Dezember 2016 schrieb altes Fachbuch:

@h.schneider
zitat markieren, rechtsklick und mit google suchen, dann weiß man auch, dass frau schramm VERSEHENTLICH albrigths worte der mekel zugeschrieben hat:
http://www.zeit.de/reden/weltpolitik/200407_merkel_muenchen/komplettansicht
wichtiger war mir ihre botschaft und die wünsche für 2017!! Ob DE tatsächlich noch krieg um rohstoffe führt oder schon um lediglich buchgeld zu materialisieren, ist wieder eine andere sache.
"Gerade hat ein Kommentator des BR in den Tagesthemen analysiert:" ist auch ein paradoxon:)
und so sind dann auch die "analyse" als auch Ihre schlussfolgerung falsch!
die wiss. studie von lea elsässer kommt eher zu dem ergebnis, dass vermögensunterschiede und der damit verbundene einfluss auf die politik zu einer krise der repräsentative führt!!
http://www.armuts-und-reichtumsbericht.de/SharedDocs/Downloads/Service/Studien/endbericht-systematisch-verzerrte-entscheidungen.pdf;jsessionid=0CF46599E71340E80E3150128D68C791?__blob=publicationFile&v=2
diese zusammenhänge sind der wahre sprengstoff für die "stabilität des landes"!! kein wunder, dass die passagen aus dem armuts- und reichtumsbericht getilgt werden sollen ("ressortabstimmung";)!!
dieses terrorgeschwätz ist nur ablenkung


Am 28. Dezember 2016 schrieb Der Linksliberale:

@Heinz Schneider

unsere Bundesmutti hat das nicht zur Münchener Sicherheitskonferenz (MSK) im Jahr 2010 gesagt, nein sie hatte bereits im Jahr 2006 Großmachtambitionen und hat es am 03.02.2006 auf der MSK gesagt. Es ist schon fatal welche Mittel der "Überzeugung" diese Merkel in ihrem außenpolitischen Credo hat, ganz nach der Devise "Willst du nicht mein Bruder sein, so schlag ich Dir den Schädel ein".


Am 28. Dezember 2016 schrieb Heinz Schneider:

@Karola Schramm

Die Quelle ihres Merkel-Zitats interessiert mich.
Meines Wissens hat Frau Merkel an der Münchener Konferenz 2010 nicht teilgenommen.


Am 28. Dezember 2016 schrieb Karola Schramm:

Weihnachten ist fast immer schon zum Fest der Phrasendrescherei verkommen und jetzt wird jede Situation genutzt, das teuflische und kriegerische Vorgehen gegen andere Länder und Menschen als westliche Werte zu verkaufen, wobei es in Wahrheit um politische Mitsprache mit Hilfe von Erpressung durch IWF, Weltbank und EU geht um möglichst billig an die Bodenschätze der bekriegten und bedrohten Länder geht.
Schon in 2010 sagte Merkel auf der Münchener Sicherheitskonferenz:"Die zentrale außenpolitische Zielsetzung lautet, Politik und Handeln anderer Nationen so zu beeinflussen, dass damit den Interessen und Werten der eigenen Nation gedient ist. Die zur Verfügung stehenden Mittel reichen von freundlichen Worten bis hin zu Marschflugkörpern."
Diese westl. Werte sind seit je her in der Politik Mord und Totschlag per Krieg gewesen. Die Werte, die von Frieden, Freundschaft und Freiheit künden, stehen in Poesiealben oder werden salbungsvoll gerade an Weihnachten von den Kanzeln gepredigt; haben tatsächlich jedoch für die Politik und Wirtschaft keinen Wert, weil nicht in Euro und Dollar zu messen sind.
Diese Politik unterscheidet sich durch nichts von der Nazi-Politik. War DE damals ein "Volk ohne Raum" und sah sich verpflichtet, andere Länder zu überfallen und zu annektieren, ist DE heute ein "Volk ohne Bodenschätze" und fühlt sich wieder berechtigt und verpflichtet, auf heimtückische und kriegerische Art und Weise, nun im Verband mit Gleichgesinnten - Nato - es wieder zu tun.
Merkel und alle Kriegstreiber wissen von diesem Betrug an den Werten, wie sie von aufrichtigen Menschen immer noch geliebt und gelebt werden. Und darum werden Merkels "Kriegs-Werte" nicht siegen können und nicht dürfen.
Darum ist das Internet mit diesen Seiten so wichtig, Verbindung zu halten zu Menschen die bei diesem Kriegsjubel nicht mitmachen und Nein sagen zu einer Politik, die keine Menschenliebe mehr kennt.

Einen "guten Rutsch ins neue Jahr, beste Gesundheit und 365 glückliche Tage," wünsche ich Ihnen Herr Gellermann und allen Leserinnen und Lesern hier.


Am 28. Dezember 2016 schrieb Heinz Schneider:

Gerade hat ein Kommentator des BR in den Tagesthemen analysiert: "Terrorismus ist ein Angriff auf die Stabilität eines Landes"

Aus Basis dieser Einsicht könnte nun endlich eine konsequente Terrorismusbekämpfung beginnen.
Überall.


Am 27. Dezember 2016 schrieb Hans Rebell-Ion:

Ca. 1978 bekam ich in der DDR "unter der Hand" das Buch "Die Sieben Schwestern - Die Ölkonzerne und die Verwandlung der Welt" von Anthony Sampson (Rowohlt) zu lesen.
Schon damals wurde mir klar gemacht, dass es der USA und seinen "Verbündeten" in der "Aussen-Politik" vorwiegend um die Sicherung der Öl-Quellen in Arabien geht " und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt!" Die USA und seine(!) NATO samt deutscher NATO-"Wehrmacht" gehören vor ein Kriegs-Gericht ... wie 1945 beim "Nürnberger Prozeß"!


Am 27. Dezember 2016 schrieb Ulrike Spurgat:


Gut, dass du unverdrossen deine Artikel schreibst, genau zu den Themen, die einer Gesellschaft auf den Nägeln brennen müssen.Dieser ist in besonderer Weise, nicht nur aufschlussreich, sondern zeigt die Verkommenheit, die menschliche Verwahrlosung, die Akzeptanz von Krieg, und die Selbstverständlichkeit, dass der massenweise Tod von Zivilisten billigend in Kauf genommen wird. Das Karussel dreht sich weiter, denn nach dem Blubädern, die angerichtet werden, kommen die, die ihre Angehörigen und ihr Volk rächen wollen, und somit wird es zur Spirale.. Ein Teil der Welt liegt in Schutt und Asche, und selten wird Ross und Reiter genannt. Sie marschieren in Länder ein, deren Politik ihnen nicht gefällt, und die nicht in ihrem Interesse, nämlich dem Kapital Tür und Tor zu öffnen, um die Ausbeutung von Mensch und Natur voranzutreiben.Und was wirklich einer Katastrophe gleichkommt, ist die naive, dümmliche, devote, auf dem Boden kriechende deutsche Bundesregierung, die sich für nichts zu schade ist, und sich an sämtlichen Einsätzen beteiligt. Und das nach zwei Kriegen, die soviel Leid über die Völker gebracht haben, und bis Heute die Nachfolgegenerationen mit den menschlichen Verlusten leben müssen. Und das im Jahr 2016 Besuche bei den Soldaten wieder zum guten Ton gehören, macht das alles noch viel gefährlicher, weil normaler, alltäglicher, und die Gesellschaft näher an das Kriegsgeschehen heran geführt wird, und die Medien tragen ihren Teil dazu bei. Deswegen nochmals danke, dass du auch über die Feiertage uns deine wertvollen Artikel beschert hast. Und Merkel mit ihrem Wertegeschwafel ist angesichts dieser menschlichen Tragödien, an denen Deutschland viel zu oft beteiligt ist, ein schlechter Witz..


Am 27. Dezember 2016 schrieb Manfred Ebel:

Herr Bildstein, "Wir sollten alle aufstehen ...". Sie haben mich an Ihrer Seite - ohne Winkelzüge, gnadenlos, radikal, alternativlos. Die Gründe und Argumente dafür sind über alle Maßen aufgehäuft und erdrückend.
Von dem, was ist, habe ich die Schnauze gestrichen und randvoll.
Keine kosmetische Operation - Amputation!


Am 27. Dezember 2016 schrieb Eva Gruber:

Sie haben mal wieder den Nagel auf den Kopf getroffen. Der Westen verkauft seinen Kampf gegen den Terror als Terrorbekämpfung und erzeigt doch nur neuen Terror.


Am 27. Dezember 2016 schrieb Peter Lind:

Ich finde die Anregung von Andreas Schell gar nicht so schlecht insofern zur Erhellung beizutragen, als daß man bei bestimmten Politikern, genannt Friedrich Merz nachfragt. Man kann sogar schon bei Steffen Liebich nachfragen, auch Bundestagsabgeordneter, LINKSPARTEI. Dieser einzig-, äh: eigenartige "Genosse" ist ja auch Mitglied der Atlantikbrücke...


Am 27. Dezember 2016 schrieb Ruth Manchmaldabei:

Ich bitte um Entschuldigung für meine naive Frage:
"der arabische Staat Libanon im Norden Afrikas." - was ist denn damit gemeint ?

Antwort von U. Gellermann:

Es handelt sich um ein Zitat der BILD-Zeitung.


Am 26. Dezember 2016 schrieb Rüdiger Becker:

Den jüngsten Auftritt von Frau Dr. von der Leyen in Afghanistan empfand ich als besonders bizarr. Unverdrossen streute sie dort völlig absurde Durchhalteparolen. "Es wird schon noch alles gut".Mit welcher schweren Störung muss man geschlagen sein, um nicht zu erkennen - oder um verdrängen zu können -, dass das eigene militärische Konzept längst krachend gescheitert ist, dass zumindest am Hindukusch nicht einmal mehr Gesichtswahrung gelingen wird. Unterdessen sind in Deutschland viele Stimmen ermüdet verstummt, die über viele Jahre für eine politische Lösungsstrategie als einzige reale Chance auf Beilegung der zahlreichen Konflikte mit der muslimischen Welt geworben haben. Strategien, Grundsatzpapiere, selbst Verfahrensabläufe lagen und liegen fertig ausgearbeitet in etlichen Schubläden. Aber Frau Leyen und die Clique um sie lassen lieber weiter völlig sinnlos kämpfen, sterben und Steuermittel verschwenden. Es sieht nicht gut für das Seelenheil der beknnenden Protestantin aus. Wenigstens das.


Am 26. Dezember 2016 schrieb Lutz Jahoda:


Danke für die erhellende Weihnachtsbotschaft!


Am 26. Dezember 2016 schrieb Samy Yilderim:

Alles ebenso wahr wie unerfreulich in Ihrem Artikele. Nur ein paar kleine Anmerkungen, die sein muessen.

Das Buch "Clash of Civilizations and the Remaking of World Order" von Samuel Huntington erschien zwar 1996, aber den Begriff hatte Huntington bereits 1993 in einem Artikel in "Foreign Affairs" verwendet. Der Artikle war eine Reaktion auf das Buch "The End of History and the Last Man" (1992) von Francis Fukuyama. Noch frueher hatte Bernard Lewis diesen Begriff gebraucht, gewissermassen erfunden: "The Roots of Muslim Rage", in der Ausgabe vom September 1990 von "Atlantic Monthly".

1991 war der Hollywod-Streifen "Not Without my Daughter" in die Kinos gekommen. Die Hauptdarstellerin Sally Field hatte in den Siebzigern und Achtzigern in zahlreichen sozialkritischen Filmen mitgespielt. Auch eine Art von beruflicher Umorientierung.

In den Achtzigern waren die Moslems noch Helden gewesen, etwa im Film "Rambo III" (1988), wo Sylvester Stallone als Vietman-Veteran "John Rambo" nach Afghanistan reist, um mithilfe von Einheimischen, die damals als Freiheitskaempfer durchgingen und heute als Terroristen, "die Russen" zu vertreiben - mit den jedem bekannten Folgen.

Wer wirklich wissen wollte, wie es in Afghanistan zuging, bevor "die Russen" kamen, schaue sich etwa "The Horsemen" (Spanien / USA, 1971, von John Frankenheimer) oder "Dharmatma" (Indien / Afghanistan , 1975, von und mit Feroz Khan) an.

Dass das erste Koenigreich Saudi-Arabien 1744 entstand durch eine Allianz aus dem Machtpolitiker Mohammed ibn Saud (1710 - 1765) und dem religioesen Fanatiker Mohammed ibn Abdul-Wahab (1703-1792), damals der Schrecken der Araber war - Terroristenstaat! -, 1818 vom albanisch-staemmigen Herrscher Aegyptens Mohammed Ali Pascha (1769 - 1849) zerstoert wurde, die Fanatiker sich dann ins Innere der Halbinsel Arabien zurueckzogen und ueberwinterten, und in den 1920ern erneut auf der Buehne erschienen, mit der Ausrufund des Zweiten Koenigreiches Saudi-Aabien 1932 als Ergebnis, wobei Mitglieder der Dynastie Bush eine wichtige Rolle spielten (was die guten connections der Bushies dorthin bis auf den heutigen Tag erkleert): das alles hat ein Historiker ebenso wie ein serioeser Journalist zu wissen, wird dem hiesigen Publikum aber tunlichts verschwiegen.

Mich wundert es nicht, dass die syrischen Soldaten in einem Bunker in Ost-Aleppo 14 auslaendische Offiziere in aktivem militaerischen Dienst fanden, darunter acht aus Saudi-Arabien und je einer aus USA und Israel.
Mich wundert es auch nicht, dass die hiesige media coverage davon gleich Null ist. Es gibt Terroristen des Wortes und solche der Tat. Leute wie Claus Kleber und Ursula von der Leyen stehen hoch genug im Rang, um zu sprechen. Die 14 Offiziere muessen als Berater und Koodinatoren vor Ort sein, was gewisse Risiken mit sich bringt. Leute wie der Koenig von Saudi-Arabien und die diversen Golf-Emire bezahlen. Das Fussvolk muss selber morden und getoetet werden. Das heisst dann: "the New World Order".


Am 26. Dezember 2016 schrieb altes Fachbuch:

zur tanne und deutschen weihnacht gehört gesang und eine gans!
tragisch sind die russen gescheitert, ihren soldaten ersteres zu liefern. für die deutsche truppenbetreuung an den hauptkampflinien der freiheit (und geschwafel) flog die gans/z(e) übermutter der nation ein, die beim fest der familie auch nicht heeme sein kann/will. und dann gönnen sich die christlichen kreuzritter rumpsteak in der fremde, völlig egal was der einheimische zu futtern hat und über die fremden denkt!
das gauck'sche geseiere zum feiertag ließ meine peristaltik sich umkehren, und nun muss die welt das eben ertragen;)
ca. 7 prozent hat im jahresmittel der dax zugelegt. die wirtschaft hofft, demnächst 44mio arbeitnehmer zu beglücken. jeder 2. arbeitnehmer ist aber auch von armut bedroht?? das land brummt und verdient die anerkennung seiner bürger, die jetzt sich auch im zusammenhalt üben müssen (fordert gauck, der gehen will)! jetzt, wo an der heimatfront (überraschung) die fremden unsere weihnachtsmärkte attackieren!!
die "tagesschau" als 7tel einer dt. wochenschau wird uns die welt schon erklären, von den fronten berichten, wo verantwortung und werte gefragt sind!!
und weil der hund mit schwanz wedelt, hier die befehlsausgabe für 2017: "Meiner Einschätzung nach ist die zentrale Herausforderung, außenpolitische Sicherheit herzustellen......Ein großes Risiko ist, dass die Weltmärkte durch die außenpolitische Strategieoffenheit, die wir im Augenblick erleben, in Unsicherheit und Abschottung geraten. Das wäre das Schlimmste" (prof. hüther, chef des instituts dt. wirtschaft)

also wie immer: lasst "uns" KRIEGEN, damit es uns gut geht! da wird doch keiner was dagegen haben;)


Am 26. Dezember 2016 schrieb Andreas Schell:

Weihnachten 2016. Weit haben wir's gebracht. Wieso Katar? Im Bundestag sitzen, wie schon immer, die Interessenvertreter. Finanz-, Rüstungs- und Autoindustrie. Die Medien, aus denen wir uns zu informieren haben, sind straff abgestimmt bei der kriegstreibenden Atlantikbrücke unter dem Vorsitz von Friedrich Merz, deren von der Presse wohl geschütztes Mitglied Frau Merkel ist. Der gleiche Merz ist auch Vorsitzender des Aufsichtsrats bei Blackrock, dem deutschen Ableger der größten Vermögensverwaltung der Welt. Kaum einer schreit.

Dreiste, gekaufte, professionelle Lügner wie der EU-Junckers oder Politiker aller deutschen Parteien kümmern sich um die Eindämmung von Fake News. Das sind nicht etwa Falschmeldungen - die gab's schon immer, z.B. bei allen deutschen Leitmedien - sondern Meldungen, die die Interessen von Großkapital und Medienmacht gefährden könnten. Hoch suspekte Schoßhündchen, wie der Herr Maas, kümmern sich um die Eindämmung von Hate Speech. Das ist nicht etwa die handfeste Beleidigung, die schon immer strafbar war, und um die Minister wie er oder seine Kollegen täglich betteln. Hate Speech ist die schiere Macht des Wortes. Die könnte unserer herrschenden Klasse, die momentan nicht den Christbaum, sondern die Welt anzündet, echt gefährlich werden. Das weiß auch die AfD.

Ich hoffe unter anderem hier in der Rationalgalerie auf noch viel mehr Explizites, das die finsteren Machenschaften unserer Kriegstreiber, Russland-Hasser, Banken-Retter, Waffen-Exporteure, Oppositions-Diffamierer, NATO-Fans, Sozialabbauer, Lügenminister und Propagandisten offen legt. Wir brauchen ja so dringend die Zerschlagung des Terrornetzwerks. Die Amerikaner haben das gerade hinter sich gebracht, unter dem lauten Geschrei all derer, die hierzulande noch fest im Sattel sitzen. Leider hat's in den USA bloß für den Ersatz des einen Clubs durch einen anderen gereicht - Teufel gegen Beelzebub.

Wenn wir auch das noch vermeiden könnten, dann wäre 2017 wirklich mal wieder Weihnachten. Falls nicht, brennt in einem Jahr in der Tat nicht nur der Christbaum.


Am 26. Dezember 2016 schrieb Gert Hasenkamp:

Fakten, Zusammenhänge und eine klare Haltung: Das ist Journalismus wie wir ihn brauchen und wie es ihn kaum noch gibt. Danke.


Am 26. Dezember 2016 schrieb Joe Bildstein:

Brief an meinen Volksbetreter Dietmar Nietan - sPD (BundesschatzmeisterI

Liebe Kinder,

heute ist Weihnachten, Dietmar, Dagmar und die Kinder werden sich sicher einen fetten Braten unter dem Baum hinter die Kiemen schieben.

Gedenken wir besonders Heute den Soldaten der Wehrmacht die am Hindukusch für Dietmar gefallen sind. Deren Familien feiern alleine, ohne den Familienvater, Gatten, Freund, Partner. Es wird doch still sein, nicht so lauter Jubel u Trubel wie beim kleinen Zampano.

Seit 15 Jahren unterstützte der kleine Zampano den Kampfeinsatz der Wehrmacht frenetisch, nebst Drohnenmord, Folter und Drogengeschäft. Im Parlament nennt man Ihn den Lucky Luke wenn es um Abstimmungen zum Einsatz der Wehrmacht geht, keiner hat die Hand schneller oben.

Nicht zu vergessen, er selbst hat dem Vaterland den Dienst an der Waffe verweigert.

Man wirft unseren Eltern und Grosseltern vor nichts getan zu haben. Wir sollten alle aufstehen um gegen diesen parlamentarischen Massenmord vorzugehen.


Am 26. Dezember 2016 schrieb Lea Gärtner:

Das ist ein echtes Weihnachtsgeschenk. Man nennt es Aufklärung. Danke!


Am 26. Dezember 2016 schrieb Gert Flegelskamp:

Guten Tag, Herr Gellermann,
ich lese Beiträge über Syrien und Russland zumeist in der ZEIT. Nicht weil ich die ZEIT für besonders seriös halte, sondern wegen der Möglichkeit, noch Kommentare zu verfassen.
Nachfolgenden Kommentar habe ich am 21.12. 2016 unter dem Artikel "Russland, Iran und Türkei einigen sich auf Vermittlung in Syrien" http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-12/syrien-krieg-aleppo-russland-iran-waffenruhe?cid=10777015#cid-10777015 verfasst.
Mein Kommentar:
Ich fände es ja gut, wenn die ZEIT z. B. mal die Aktivitäten der so genannten "Freunde Syriens", der SWP (Stiftung Wissenschaft und Politik) und der United States Institute of Peace (USIP) durchleuchten würde, schließlich hat die ZEIT bereits 2012 darüber berichtet, dass diese Organisationen mit dem Projekt "Day After" Rebellengruppen gegen Assad ausgerüstet und finanziert hat: http://www.zeit.de/2012/31/Syrien-Bundesregierung
Das würde ich als investigativen Journalismus ansehen.
Auch würde ich hier so gerne mal einigen Kommentarschreibern ans Herz legen, sich mit dem Völkerrecht auseinanderzusetzen, das die Einmischung in die Angelegenheiten anderer Staaten als einen Verstoß gegen das Völkerrecht ansieht und genau das machte die SWP 2012 unter der Mitwirkung des Kanzleramtsministers Altmeyer.

Auch sollten die ewigen Hetzer gegen Russland mal sehen, dass sich Russland im Gegensatz zu den USA, den Briten, den Franzosen und den Deutschen aus dem Syrienkonflikt herausgehalten hat, bis Assad 2015 Russland um Hilfe bat und das, obwohl die Interessen Russlands in zweifacher Hinsicht erheblich tangiert waren.
Die Wirtschaftsnachrichten https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/12/18/wer-in-syrien-wirklich-kaempft-die-schwarze-liste-der-schande-des-westens/ beschreiben die Rolle des Westens und Europas durchaus folgerichtig und belegen ihre Aussagen alle mit den Links zu den Quellen, die man zumindest in Presskreisen als seriös bezeichnet.
Kommentar Ende
Der Artikel in den Wirtschaftsnachrichten ist dabei mit zahlreichen internationalen Quellen versehen.
Ich schreibe Ihnen das, weil ich an eine Zeit erinnern möchte, in der der Antisemitismus in Deutschland vorbereitet wurde und ich nun den Eindruck habe, dass wir sehr subtil auf einen Anti-Islamismus vorbereitet werden.
Betrachte ich mir dabei die letzten "Terrorakte", bei denen die "Täter" quasi ihre Visitenkarte haben liegenlassen, kommen mir diese Vorkommnisse eher wie Aktionen der NATO-Terror-Armee Gladio vor.
Auf Wikipedia ist die Aussage des Terroristen Vincenzo Vinciguerra und der Zusammenhang mit den damaligen Gladio-Aktivitäten nachlesbar.

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