Von Israel lernen heißt siegen lernen

Koschere Kampf-Drohnen für den Krieg in Mali

Autor: U. Gellermann
Datum: 06. Juni 2016

Für eine üppige halbe Milliarde Euro leiht sich Frau von der Leyen jetzt Drohnen aus Israel. Das macht viel Sinn: Drohnen werden schon in Afghanistan eingesetzt. Unbewaffnet. Die neuen, vom Typ Heron TP, sind bewaffnet und wurden schon mal an den Palästinensern erprobt: Im letzten Gaza-Krieg meldete n-tv: „Israels Drohnen greifen nachts an“. Und doch hat man im Dunkeln die Toten zählen können. Nichts geht über praktische Ergebnisse im Waffen-Marketing: Unsere Drohnen haben schon Blut gesehen, die sind echt gut.

Eine Nebensächlichkeit wie das Grundgesetz, das Auslandseinsätze der Bundeswehr grundsätzlich verbietet – und dafür werden die Drohnen angeschafft – wird erst gar nicht mehr diskutiert. Trotzdem machen sich die GRÜNEN Sorgen. Deren Tobias Lindner fragt: „Was ist das Beste für die Truppe?“ Und stellt eine weitere scharfe Frage: "Ich möchte vom Bundesministerium für Verteidigung wissen: Ist die Entscheidung die getroffen wurde, tatsächlich die wirtschaftlichste?" Denn es gäbe wohl eine preiswertere Drohnen-Variante aus den USA. Welche Armee tötet besser? Quantitativ sicher die US-Armee. Aber die israelische mordet verdeckter, das ist natürlich für ein Ministerium, das sich mit dem Namen Verteidigung tarnt, eine angemessene Qualität.

Wahrscheinlich stammt die Entscheidung für die israelische Mordmaschine von der Beraterfirma McKinsey. Mit der hatte die Dame von der Leyen einen Vertrag über 208 Millionen abgeschlossen. McKinsey weiß wie man Märkte optimiert. Ob Lebensmittel oder Todesmittel, der Konzern bringt Schwung in die Performance. Auch deshalb hat die Kriegsministerin Frau Katrin Suder als Staatssekretärin eingestellt. Die war 14 Jahre lang bei McKinsey und ist dort zur ersten Direktorin in der Geschichte der Rationalisierungsfirma aufgestiegen. In ihrer knappen Freizeit hat sie auch schon mal an einer Bilderberg-Konferenz teilgenommen, ein Kreis in dem die Leben-Tod-Profit-Entscheidungen erwogen werden.

Die israelischen Drohnen sollen 2018 ausgeliefert und dann gleich in Israel stationiert werden. Von dort ist man näher an den diversen Einsatzzielen. Neben Mali ist natürlich ebenfalls Syrien denkbar. In Israel wird auch die praktische Ausbildung der deutschen Piloten stattfinden. Vielleicht deshalb hat der Staat jüngst eine ständige Vertretung im Brüsseler Nato-Hauptquartier bekommen. Die Türkei, lange Zeit Gegner einer Israel-de-facto-Mitgliedschaft in der NATO, hat nun doch zugestimmt. Man hat einen gemeinsamen Feind: Iran. Und eine gemeinsame Freundin: Angela Merkel.

Der Drohnen-Deal hat eine längere Geschichte: Schon Ende 2012 forderte der damalige Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich, die Heron solle an den Küsten zu Zwecken der Seenotrettung, Kriminalitäts- und Einwanderungsbekämpfung eingesetzt werden. Diese CSU-Leute sprechen doch ein wunderbar klares Deutsch: EINWANDERUNGSBEKÄMPFUNG! Doch es geht noch klarer: „Kampfdrohnen stellten eine "Erweiterung im Fähigkeitsspektrum" dar, so der Bundeswehr-Sprecher. Ethische Bedenken teile er nicht. Schließlich würden auch im Falle von Drohnen "alle wesentlichen Entscheidungen von Menschen getroffen". Daher seien Drohnen und Flugzeuge "ethisch neutral". Nichts ist ethisch neutraler als der Krieg. So denkt man dort.

Am Samstag, 11. 06. 2016, treffen sich jede Menge Leute in Ramstein an der US-Airbase, um gegen die von dort aus gesteuerten Drohnen-Morde zu protestieren. Die deutsche Drohnen-Ausleihe von Israel ließe sich thematisch mühelos der Aktion angliedern. Allerdings muß man mit dem Protest von Frau Ditfurth und ihrer Anti-Deutschen-Combo rechnen. Die würden die Ablehnung der koscheren Drohnen von der „Israel Aerospace Industries“ sicher als antisemitisch brandmarken.

Wer sich trotzdem traut, kann sich auf dieser Website schlau machen:

www.ramstein-kampagne.eu


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 08. Juni 2016 schrieb Ulrike Spurgat:

Ein Kommentar, der unbedingt der Erwähnung bedarf, ist der von Günther.
Dafür möchte ich mich an dieser Stelle ausdrücklich für die vielen Stunden, die erforderlich sind uns diese Qualität bieten zu können, bedanken.-
Diese Seite ist etwas besonderes, und es stimmt mich froh, dass ich hier gelandet bin.
Dem Galeristen sei Dank uns in den verschiedenen Farben und Klängen ertragen zu können,ohne dass eine oder andere Mal aus der Haut zu fahren.


Am 07. Juni 2016 schrieb Günther Lachmann:

Der erste Steinwurf, und die Realisierung des Daumens als Werkzeug; die
Fähigkeit Feuer zu machen, und die Bequemlichkeit des Kühlschranks,
bedarf nicht eines manipulierenden Vortrages von O. Spengler, nicht
Nietzsches befreienden Feuers, und erst recht nicht eines klerikalen
Hegel (der Übervater der beiden Erwähnten). #1) Schon Prometheus wurde
an den Felsen gekettet, weil er dem Menschen das Feuer brachte. (und
damit die Herstellung von [„fortschrittlichen“] Waffen garantierte)
Mittlerweile ist der Daumen soweit entfernt vom Ort des Geschehnisses,
das der Daumenbesitzer jede Realität zum Geschehen verloren hat. Die
gezielte Tötung, der Mord des fremden Lebens, durch die Drohne, befreit,
irrtümlich, den Mörder, mit dem weit gereisten Daumen, von der
Verantwortung in der heutigen Gesellschaftsstruktur. Das
Gesetz...“Welches Gesetz?“
Das einzige Gesetz welches Gültigkeit hat heißt: Gewinnmaximierung, das
ist doch das Homeland der McKinsey. Eine Firma, welche in jedem Krieg
die Finger drin hat. Der Mensch wird zu einer (bekannten) Variable in
den Wirtschaft/Finanz-Märkten der Firma McKinsey; egal ob friend or foe.
Das nun ausgerechnet die adligen Leyden einen Deal mit Israel
ratifizieren, mit einem Staat, der intensiven Genozid an der
palästinensischen Bevölkerung betreibt, mag in der Geschichte / Historie
#2) begründet sein, aber vielleicht ist es auch nur Merkels Dankpreisung
dafür, dass sie den Israelis nuclearfähige U-Boote schenken durfte.
Merkel, welche die französische Kolonialpolitik in Mali unterstützte, um
dort die Sahelzone unter eine militärische Kontrolle zu bekommen. Nix
mit Krampf gegen Error; sondern großteils die Bodenschätze die dort
liegen, und für die europäische Industrie sehr interessant sind.
Außerdem sollen die Chinesen von dort verdrängt werden, deren Einfluss
in Afrika ständig wächst.
Merkel bewies dies, als sie mit dem Kriegsminister der Côte d’Ivoire
(Elfenbeinküste), Alassane Dramane Outtara, sich darüber einigte, dass
er sich aus dem Kampf heraus halten solle, und dafür die Elfenbeinküste
erhebliche neue Investitionen der deutschen Energie- und Agrarkonzerne
erhalten würde. Als der Präsident der Côte d’Ivoire (Elfenbeinküste),
Alassane Dramane Outtara, dieses Angebot vernahm, sagte er natürlich
sofort zu.
Das Israel zusagte, mag wohl seinen Grund darin finden, dass ihm Teile
der Rohstoffe für verbilligte Konditionen versprochen werden. Weil
Israel keine Rohstoffe selber hat, sind ihr die Bodenschätze von Gold,
Erdöl, Uran, Colt an, Bauxit, Kupfer und viele andere natürliche
Bodenschätze selbstverständlich sehr wichtig.
Und Frau von Leyen bezahlt dafür auch noch. Welch ein Geschenk!


#1)„Das heutige Verhältnis zwischen Weltwirtschaft und Weltpolitik“, 1926
(in: „Politische Schriften“, 1919–1926) O. Spengler
Ein Vortrag (Düsseldorf, 09.11.1926)
(...) dass, um die Selbstversorgung der Inder mit eigenen Webwaren zu
verhindern, den Männern ganzer Dörfer der Daumen abgeschnitten wurde (…)

#2) Ernst Albrecht von Leyen, (Vater der Ursula) war in unzähligen
politischen Skandalen verwickelt: Lüchow-Dannenberg, Celler Loch, usw.


Am 07. Juni 2016 schrieb Hans Rebell-Ion:


Im "KALTEN KRIEG" 1982 habe ich die "FÜHRER"gemahnt mit dem Wort "ATOM", heute setze ich dazu das Wort "DROHNE":
"Bewaffneter Friedenskampf", wie?,
nun auch mit DROHNEN-ATOM-Energie?
Bringt keine Wende der Not,
nur den sicheren Völker-Tod!
Drum!, ohne den Mord-Einsatz von Waffen,
durch allseitige Ent-Rüstung den Frieden schaffen!
Gemahnt seit 2-Tausend Jahren:
"Schwerter zu Pflugscharen"!
Damals gefiel das den "FÜHRERN" gar nicht,
und heute ist es schon längst wieder so!!!


Am 07. Juni 2016 schrieb Hans Tigertaler:

Was soll nur werden, wenn zwei verschiedene Bevölkerungen Anspruch auf dasselbe Land erheben?

Die Juden, wenn sie gut, sind sie besser als die Christen - wenn sie schlecht, sind sie schlimmer (Heinrich Heine).

In Deutschland waren unsere Juden besser, aber schlimmer dran. In Israel sind die Juden schlechter, aber besser dran. Und so ist selbst mein Wunsch zweischneidig: Die Juden sollten endlich nach Hause kommen.


Am 07. Juni 2016 schrieb Gideon Rugai:

@Benny Thomas Olieni:

Danke für Ihren (Deinen) Tipp . Am deutlichsten wurde diese Verflechtung durch das berüchtigte Wikileaks-Video über jenen US-Drohnen Einsatz in Nahost, der in der Tat wie ein Videospiel "abgearbeitet"und vom ballernden Personal entsprechend Echtzeit-kommentiert wurde...
Googelt man sog. Keywords im Zusammenhang mit "Drohnen" stösst man auf einen wahren Begeisterungssturm, da die süßen Helferlein im zivilen Bereich natürlich "tolle" Dienste leisten - das darüber auch die Akzeptanz für den millitärischen und polizeilichen Einsatz verstärkt wird (z:B. gegen den bösen Terroristen), läßt man dann gerne mit den üblichen Floskeln des ach so wichtigen "Technischen Fortschritts" oder den "bedauerlichen aber unvermeidbaren Schattenseiten" eben diese Fortschritts abbügeln.
Während die Verrohung weiter voranschreitet.
In Bezug auf "Videogames" kommt noch hinzu, dass die ihre eigene Lobby gleich mitbringen: Nämlich den Spieler selbst und wie der in der Regel auf Anfechtungen reagiert, durfte man ja in der "Counterstrike-Debatte" nachvollziehen (die natürlich auch weitgehend populistisch geführt wurde). Nicht, dass jeder Spieler direkt zur Tötungsmaschine mutiert - aber darum geht es primär auch nicht - sondern eher darum die von Dir /Ihnen aufgeführte "Killer-Quote" vielleicht schon mal auf vielleicht 5% hochzuschrauben ...das bringt ordentlich Kanonenfutter.


Am 07. Juni 2016 schrieb antares56:

Danke! Das es noch Journalisten gibt, die dieses Thema der Öffentlichkeit nahe bringen, ist schon fast ein Ereignis!
Israel-Kritik oder Killerdrohnen-Kritik will man ja sonst in "unseren Medien" aussen vor lassen. Das Merkel schon an vielen Killerdrohnenmorden indirekt mit beteiligt ist darf ja eigentlich nicht erwähnt werden! Und das wir damit immer wieder den Terror der USA unterstützen. Und nebenbei rückt man immer näher an die russische Grenze - sollen wir uns wirklich auf einen Terrorkrieg gegen Russland, ausgelöst durch eine von den USA/CIA in Auftrag gegebene Lüge, vorbereiten? Und das alles für die Weltherrschaft der USA/CIA und der kontrollierenden Kapitalisten dahinter?


Am 07. Juni 2016 schrieb Andreas Buntrock:

"Eine Nebensächlichkeit wie das Grundgesetz, das Auslandseinsätze der Bundeswehr grundsätzlich verbietet ? und dafür werden die Drohnen angeschafft ? wird erst gar nicht mehr diskutiert. "
--------------------------------------------

Weit haben sie es gebracht - "unsere" bundesdeutschen "Musterdemokraten" und Wortverdreher.

"Krieg ist Frieden"
https://de.wikipedia.org/wiki/1984_(Roman)#Methoden_der_Machtaus.C3.BCbung


Am 07. Juni 2016 schrieb Ulrike Spurgat:

Die Hintergrundinformationen sind mal wieder unbezahlbar. Vielen Dank.
Im Wissen um die deutsche Geschichte und die heutige Politik Israels macht es nicht einfach sich dem Thema richtig annähern zu können.
Frau von der Leyen, Kriegsministerin mit Pickelhaube auf dem wohl frisierten Kopf, dem allerdings gewisse Gehirnwindungen fehlen, dafür aber mit schauspielerischen Fähigkeiten ausgestattet, die durchaus in der Bevölkerung ankommen.
1945, wenn die Geschichte einbezogen wird; ein Wimpernschlag, und die Völker der Welt stehen vor großen Herausforderungen.
Frau von der Leyen kann es drehen und wenden: Sie verstößt gegen unser Grundgesetz. Da können noch so viele Rechtsverdreher, verdrehen und in Deutschland ist mal wieder "Das Schweigen im Walde" bzw. im Deutschen Bundestag. Na ja, nicht so ganz. Die GRÜNEN sind ja voll im Kapitalismus angekommen und als Kriegspartei voll integriert. Kleinbürgerlich und erbärmlich, handzahm und dem Bildungsbürgertum verpflichtet. Fischer hat vorgemacht mit welcher Geschwindigkeit, Positionen gewechselt werden können, dass es einem schwindelig werden konnte.
Charakter und Haltung kann man nicht an der Garderobe des Deutschen Bundestages abgeben. Über die LINKE will ich mich mal nicht auslassen, obwohl es genug zu sagen gäbe. Deutschland rüstet auf: Die Drohnen aus Israel machen deutlich, wie egal und wie gleichgültig die deutsche Politik mit Waffen jedweder Art umgeht. Zwei Kriege von deutschem Boden, und nach 72 Jahren wird wieder munter aufgerüstet. Aufrüsten bedeutet in der Konsequenz Krieg, weil die Waffen zum Gebrauch hergestellt wurden und werden. Obama hat Europa "freundschaftlich" gezwungen endlich die Militärausgaben zu erhöhen; die NATO muss ja finanziert werden.
Eine unheilvolle Allianz: Deutschland/Israel,
besonders wenn es sich um Waffen, egal welcher Art handelt. Es gibt weder neutrale Waffen noch neutrale Kriege. Deutschland muss mit seiner Geschichte immer dem Frieden mit den Völkern der Welt verpflichtet sein, und zwar in einer besonderen Art und Weise.
Beunruhigend ist die derzeitige Entwicklung: Russland ist der "Feind", obwohl nachdem was Deutschland, Russland angetan hat doch eher Russland sich bis an die Zähne bewaffnen müsste, mit dem realen Hintergrund und dem Verlust von über 27 Millionen Menschen. Das Interesse Russlands Kriege führen zu wollen hält sich doch sehr stark in Grenzen. Die Rüstungsfirmen, egal ob die deutschen oder die israelischen folgen der kapitalistischen Gesetzmäßigkeit: Waffen egal an wen und wohin verkaufen zu müssen um jeden Preis. Und die Bundesregierung akzeptiert, dass Deutschland aufrüstet in der Gewissheit, dass die Wahrscheinlichkeit für Kriege näher rückt Und die Friedensbewegung? Die Frage ist von Uli beantwortet.
Alle Waffen gehören auf den Müllhaufen, und Deutschland hat jedes Recht für immer verwirkt nur eine einzige Waffe gegen andere Menschen zu richten.. Kein Kanonenfutter, Frau von der Leyen. Wenn sie aber nicht zu überzeugen sind: Ihre Söhne und Töchter werden diese Herausforderung sicherlich frohen Mutes und fürs Vaterland annehmen.
Die Elite Universität kann ja nach dem Dienst fürs Vaterland, besucht werden.


Am 07. Juni 2016 schrieb Benny Thomas Olieni:

Antwort an Gideon Rugai

Zur Beantwortung Ihrer Frage gibt es seit Jahren ein ganzes Buch, geschrieben von dem Historiker, Psychologen und ehemaligen US-Soldaten- Trainer Dave Grossman.
Er schrieb es, als er feststellen mußte, daß wesentliche psychologische Elemente der Kampfausbildung zur Überwindung der Tötungshemmung in Computer-Kampfspiele für Kinder, Jugendliche und zivile Erwachsene übernommen worden waren.
Nur ein sehr kleiner Teil der Männer, etwa 2%, sind potentielle "Killer-Typen". Bei den anderen muß eine sehr massive psychische Barriere ausgeschaltet werden.
Selbstverständlich ist die Killer-Drohnen-Technik, egal ob sie dem koscheren oder dem amerikanischen "dream" entstammt, ein Riesenschritt auf diesem Weg. -
Detaillierte nähere Information finden Sie in dem Werk:
Dave Grossman, On Killing.


Am 07. Juni 2016 schrieb Burkhard Ohligs:

Je bissiger Ihre Wortwahl, umso lieber lese ich Ihre Artikel. Wenn diese Psychopathen schon kein Gewissen besitzen, dann soll ihr eitles Ego Schmerzen beim Lesen Ihrer Artikel haben.


Am 07. Juni 2016 schrieb Aleksander von Korty:

Heute versuche ich mal dem geschätzten Lutz Jahoda Konkurrenz zu machen

Drohne, Drohne Du musst wandern,
von der einen Hand zur andern.
Kostest auch ne Menge Geld,
damit retten wir die Welt!
Vor den bösen Terroristen,
während unsre Jungs im Sichern nisten.
Müssen nicht mehr selbst heran,
weil das sehr gefährlich werden kann.

Töten aus der Ferne,
machen wir sehr gerne.
Sterben nur die bösen Buben
Unsre Jungs hingegen,
sitzen sicher in den Stuben.
Spielen am Computer rum,
denn die Menschen sterben stumm.
Hören ihre Schreie nicht,
sehen nicht das Blut wies spritzt,
noch hygienischer geht es nicht !


Am 07. Juni 2016 schrieb Menasche Kishon:

Ein deutscher General hat gesagt, dass bewaffnete Drohnen nur eine weiterentwickelte Artillerie seien. Die Drohnen wären sogar humaner, weil der Drohnen-Pilot am Bildschirm sehen kann, wen er da umbringt. - Mir scheinen diese Drohnen nicht ganz koscher zu sein. Für die deutschen Soldaten wäre das ein schönes Leben: Sie sitzen bequem im Sessel, rechts ist der Joystick zum Lenken der Drohnen, in der Mitte der Monitor mit dem Feind und links die Tüte mit Chips. Für einen afghanischen Vater, der seine Familie durch so einen Angriff verloren hat, wäre das schlecht. Er müsste nach Deutschland reisen, um sich am Piloten und den Politikern zu rächen. Ich finde diese Art der Kriegsführung sehr unfair. Es werden sogar schon Häuser bombardiert, weil sich dort Handys bestimmter Personen befinden. - Der erste Mord ist immer der schwierigste.


Am 06. Juni 2016 schrieb Benny Thomas Olieni:

Danke für die Info!

"Koschere Kampf-Drohne" ist das "Unwort des Jahres 2016"
Oder ist es "koschere Atombombe"?
Oder kommt das erst 2017 zur Sprache?


Am 06. Juni 2016 schrieb Ulrike Spurgat:

......An den Lesling Key.
Beeindruckend, die Tiefe der Argumentation, sowie des aussagekräftigen und konkreten Inhalts. Hervorragende Recherche:Selten so gelacht.


Am 06. Juni 2016 schrieb Günther Rephahn:

In Zusammenhang mit den Anti-Deutschen erwähnen Sie nur Jutta Dithfurt namentlich. Gibt es sonst keine Namen? Oder trauen Sie sich nicht?

Antwort von U. Gellermann:

Der Tortenwerfer gegen Sahara Wagenknecht gehört dazu, der antideutschen Sprache und Theorie bedient sich Thomas Willms, Bundesgeschäftsführer der VVN BdA, aber es gibt auch solche, wie der Berliner LINKEN-Chef Klaus Lederer, der die Querfront-Theorie aus fraktionelle Gründen nutzt, um die Parteikarriere zu befördern.


Am 06. Juni 2016 schrieb Petra Wegener:

Die Rationalgalerie beweist erneut ihre Klasse: Kaum jemand hat bisher die israelische Drohne im Auge, und noch weniger halten sich mit der McKinsey-Connection auf. Doch gerade hier werden die Zusammenhänge zwischen Wirtschaft und Politik unmittelbar deutlich. Bis hin zur erbärmlichen Rolle der GRÜNEN, die über den finanziellen Aspekt greinen, den humanen aber längst aus den Augen verloren haben.


Am 06. Juni 2016 schrieb Lutz Jahoda:

DEM HOHEN HAUS ZUR MAHNUNG

Vers:
Es fiel noch nie schwer, sich für Deutschland zu schämen;
denn Fußball alleine ist nicht die Welt.
Längst ist es soweit, sich wieder zu grämen.
Wo bleibt die Kraft, das Böse zu lähmen?
Fort mit der Gier, die Kriege bestellt!

Refrain:
Politiker, rührt euch! Auf euch wird gezählt!
Zum Ja sagen hat euch das Volk nicht gewählt!
Politiker, rührt euch, lasst uns nicht allein!
Es könnte sonst sein: Wir stelln euch ein Bein!

Vers:
Wo bleiben die Werte: Moral und Gewissen?
Vollmundig tragt ihr sie stets vor euch her!
Um Krieg haben Völker sich niemals gerissen,
Konzerne hingegen stets zugebissen.
Verdient wird leicht, gestorben wird schwer.

Refrain:
Politiker, rührt euch! Auf euch wird gezählt!
Zum Ja sagen hat euch das Volk nicht gewählt!
Politiker, rührt euch! Lasst uns nicht allein!
Es könnte sonst sein: Wir stelln euch ein Bein!
Politiker, rührt euch! Lasst uns nicht alleine!
Es könnte sonst sein, wir machen euch Beine!


Am 06. Juni 2016 schrieb Rudolph Bauer:


Am 06. Juni 2016 schrieb Jan Key:

Schon wieder ein interessanter Artikel von einem bezahlten Kremling!

Antwort von U. Gellermann:

Bitte verwenden Sie sich im Kreml doch für die Lohnerhöhung für mich.


Am 06. Juni 2016 schrieb marie becker:

"Die würden die Ablehnung der koscheren Drohnen von der "Israel Aerospace Industries" sicher als antisemitisch brandmarken."

das ist lange Brauch, aber nicht nur von seiten einiger Grüner....
ist ja auch vorgegeben durch die Erklärung Israels als JÜDISCHEM Staat: wenn du also kritik an dem Staat übst bist du eben ein Antisemit und damit warst du in der "schuldbewußten" deutschen Gesellschaft von vornherein als schlimmer Finger gebrandmarkt


Am 06. Juni 2016 schrieb Ulrike Spurgat:

Ein Artikel, der es in sich hat.
Dem Autoren muss gedankt werden für den aufschlussreichen, arbeitsintensiven und sehr informativen Artikel, der es wirklich in sich hat, die Zusammenhänge klarer erkennen und einordnen zu können.
Was ist los in Lateinamerika ?
Sind die Völker zu schwach ? Sind die Linken nicht fähig den Kampf gewinnen zu können ?
Fehlt es an Durchsetzungskraft ? Fehlt der Rückhalt im Volk ? Oder sind die Feinde der Völker wieder einmal, wie so oft, stärker, skrupelloser, besser organisiert, haben sie die schlagkräftigeren Waffen ? Mehr Fragen als Antworten bleiben. Die LINKEN der Welt müssen doch den gemeinsamen "Feind" so gut kennen, dass er besiegbar werden kann.
Und ohne internationale Solidarität wird es nicht gehen. Die Völker mit den sozialen Bewegungen brauchen immer und über all die Solidarität, dass ist und bleibt unsere schärfste Waffe. Egal wo in dieser Welt den Völkern ihre Selbstbestimmung genommen oder verweigert wird, müssen wir solidarisch sein, denn der Kampf des brasilianischen Volkes ist auch unser Kampf.
Die Schwäche der LINKEN, stärkt die, die uns immer wieder ans Fell wollen.
Zu hoffen bleibt, dass das brasilianische Volk die Kraft und den Mut aufbringen ihre Errungenschaften mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu verteidigen und all jene vom Hof jagen, die nach Gutsherrenart wieder Verhältnisse anstreben, die die Kapitalisten der Welt in den Glückstaumel versetzen. Dass gilt es zu verhindern.
Dem Autoren wünsche ich Kraft und Zuversicht immer wieder weiterzumachen zum Wohle des Volkes, und unter Einforderung der internationalen Solidarität.


Am 06. Juni 2016 schrieb Peter Fahrenkamp:

Dass verstehen Sie nicht Herr Gellermann: Was aus Israel kommt ist immer gut, so denkt eine echte Querfront von Frau Merkel bis zu Frau Ditfurth. Diese tolle Haltung geht bis in die Linkspartei. Es ist doch schön, wenn sich Teile der Linken mit den Rechten im Land verschwestern. Nur so geht Staatsräson.


Am 06. Juni 2016 schrieb joe bildstein:

Hier werden die Grosskriege der Zukunft geplant. Es muss eine wahre Freude sein für die deutsche Wehrmacht mit einem rechtsradikalen Schläger wie Lieberman und dem gesamten radikalzionistischem Regime zusammenzuarbeiten. Alte Grossmachtstraeume werden da wieder wach.


Am 06. Juni 2016 schrieb Gideon Rugai:

Ohne Flachs : Ich habe mich schon oft gefragt, ob man mit bestimmten Videospiel -Titeln nicht schon so eine kleine Vor-Ausbildung von künftigen Drohnen-Jockeys mit Joystick im Anschlag und potentiellem Gewehr-bei-Fuß Kanonenfutter eingeleitet hat (es gibt. u.a. ein von der US Army gesponsortes Kriegsspiel und einige Titel der Marke "Tom Clancy" - das ist, bzw. war der wehrdienstuntaugliche
Millitärbewunderer & Autor und von "Roter Oktober" , "Rainbow Six" und anderem schlecht geschriebenem Kram ).
Ich habe sogar mal bei Gerhard Wisnewski per Mail angefragt, ob er sich nicht des Themas "Politisch-wirtschaftliche Verflechtungen der Spieleindustrie mit XXX" annehmen möge - ein, so denke ich, immer noch weit unterschätztes Betätigungsfeld von Strippenziehern, Puppenspielern & Falken aller Art- auch wenn spielbegeisterte Konsumenten eine solche Beeinflussung gern weit von sich weisen....
Nichts gegen das Kind im Manne oder der Frau, aber es gibt Grenzen, die klar abgesteckt sein sollten.
Natürlich gibt es keine ethischen Bedenken gegen den lohnenden Drohnen-Einsatz (elektronischer und menschlicher Natur) : Sitzt man doch bequem im Schalensitz und darf Terroristen und sonstige (v)erklärte Staatsfeinde per Joystick kinderleicht "ausknipsen"....(Lustig, lustig, Tralalalala !)...


Am 06. Juni 2016 schrieb Christiane Bender:

Mal wieder eine scharfer, gut informierender Artikel. Aber was soll das mit der „Querfont-Combo“?

Antwort von U. Gellermann:

Als sich 2014 Menschen unterschiedlicher politischer Herkunft in „Mahnwachen“ sammelten und der traditionellen Friedensbewegung anschlossen, entdeckten vorgeblich linke Tugendwächter, wie Frau Ditfurth, unter den Mahnwachen auch skurrile, fraglos rechte Leute wie die „Reichsbürger“. Mit der Hilfe der Mainstream-Medien wurde daraus eine „Querfront“ konstruiert, eine Verbindung von Links und Rechts. Die Querfront-Theoretiker (unter ihnen die „Antideutschen“ eine minderbegabte Formierung, die sich mit dem Etikett „antifaschistisch“ schmückt) verbreiteten dann außerdem, dass Kritik an Israel antisemitisch sei und auch der Antikapitalismus. Statt mit einem großen Gelächter zu antworten, begaben sich Teile der Friedensbewegung in die Angststarre.

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