US-Osterbotschaft

Friedens-Nobelpreis für Trump

Autor: U. Gellermann
Datum: 17. April 2017

Es kann nicht sein, dass Donald noch keinen hat. Obama hat ihn doch auch bekommen. Wahrscheinlich weil er mit zielgenauen Drohnen diesen oder jenen und immer mehr Moslems vom Kamel geholt hat. Auch die Europäische Union konnte ihn ins Regal stellen, denn ihre wichtigen Mitglieder waren alle schon mal auf bewaffneten Friedensmissionen im Ausland unterwegs. Und nur weil Donald der Große erst vergleichsweise kurz im Amt ist, hat er noch keinen Friedensnobelpreis bekommen? Das kann nicht wahr sein. Denn was bei Trump kurz sein mag, gleicht er immer durch Dicke aus: Mehr als einen Meter Durchmesser bringt die Mega-Bombe, die Massive Ordonance Air Blast (MOAB)“ in den Umfang-Wettbewerb ein. Auch die Länge kann sich mit neun Metern sehen lassen. Wenn das kein Nobelpreis-Argument ist!

General John Nicholson, der Chef der US-Truppen in Afghanistan, wollte mit der dicken Bombe „das Momentum unserer Offensive gegen den IS erhalten“. Die extrem effizienten US-Truppen siegen im zweiten Jahrzehnt in Afghanistan. Von Sieg zu Sieg eilt die US-Armee durch das Land. Und die Deutsche Bundeswehr siegt mit. Deshalb ist stündlich zu erwarten, dass sich die Bundesregierung auch diesmal hinter Trump und den Bombenabwurf stellen wird. Wie jüngst, als Trump so überzeugend auf einem syrischen Flugplatz gesiegt hat. Da wollte er sicher das Momentum seines Verhältnisses zu Russland offensiv erhalten. Das hatte zu ordentlichem Beifall bei Frau Merkel und Herrn Gabriel geführt. Dass es noch keinen MOAB-Applaus gab, liegt sicher an den Osterferien.

Eine Reihe von Kommentatoren sehen den Abwurf der MOAB in Afghanistan auch als US-Nachricht an Nord-Korea. Auf die Frage, ob der Einsatz der Bombe als Warnung an Nordkorea gedacht sei, antwortete Trump, dies mache keinen Unterschied. "Ich weiß nicht, ob das eine Botschaft sendet. Es ist auch egal, ob es das tut oder nicht. Nordkorea ist ein Problem. Das Problem wird gelöst werden." Das sind Antworten, auf die das Nobel-Komitee nur wartet: Was, Koreaner, Du zuckst noch? Das Problem werden wir lösen!

Auch die Chinesen, die den dummen Fehler begangen haben neben den Koreanern zu leben, sollten sich vorsehen. Zwar ist selbst die dickste Bombe für das ziemlich große China nicht dick genug. Aber fast zeitgleich zum MOAB-Abwurf hat das US-Militär im Bundesstaat Nevada erstmals die Technologie der Atombombe B61-12 getestet. Die B61-12 ist 5000 Mal tödlicher als die „Mutter aller Bomben“, die MOAB . Atemlos wartet die Welt jetzt auf diesen Trump-Spruch: „China ist ein Problem. Das Problem wird gelöst werden."

Weil Donald Trump ja auch ein bedeutender Manager ist, wurde erwogen ihm zeitgleich zum Friedens-Nobelpreis den Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften zu verleihen. Aber irgendwelche Kleinkrämer haben die Rechnung aufgemacht, dass mit einer Bombe, die 15,7 Millionen Dollar kostet, nur 36 IS-Kämpfer getötet wurden, also ein einziger toter IS-Kämpfer 436.111 Dollar gekostet habe. Das sei nun wirklich nicht ökonomisch. Das Nobel-Komitee sollte allerdings begreifen, dass es besser wäre dem großen Donald nicht als Problem zu kommen. Es könnte sonst unversehens gelöst werden.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 18. April 2017 schrieb Elke Buschmann-Förster:

Guten Tag Herr Gellermann,

erst einmal vielen Dank für Ihre wunderbaren Berichte. Es macht mich wütend und krank, dass die Politiker und die Öffentl.-rechtl. Medien (und nicht nur die) uns dermaßen belügen und manipulieren, und dass sie bei der Mehrheit unserer Bevölkerung damit durchkommen.
Aber der eigentliche Anlass meines Schreibens ist der, dass ich Ihnen einen Artikel der "Blauen Boten" über die Giftgaslüge in Syrien empfehlen möchte.
Bitte machen Sie weiter so!!
Ich drucke die meisten Ihrer Artikel aus und lege sie in meinem Wartezimmer aus, weil ich der Meinung bin, dass man jede Gelegenheit nutzen muss, um die Mitmenschen zu informieren.
Jeder, der nichts unternimmt, macht sich mitschuldig!


Am 18. April 2017 schrieb Lutz Jahoda:


AUFRUF

Wenn Hieronymus Bosch heute noch lebte,
Gäbe es längst ein "Warm-Up"-Bild, das zeigt,
Wie eiskalt der Tod uns die Wahrheit geigt,
Nachdem das satte Europa erbebte
Und sich das Nichts schuf im absolut Nackten.

Nicht zu vernichten sind Wahrheit und Fakten.
Erst recht nicht die eingescannten Akten
der Macht um acht.

Drum Schlafmütze Deutschland, aufgewacht!
Hellsichtig bleiben und niemals verbittert!

Teilt diesen Beitrag, liked ihn und twittert!


Am 18. April 2017 schrieb Michael Kohle:

Besser könnte ich es nicht formulieren als ein Robert Fisk vom Interpendent:

Wer weinte nicht alles bitterlich, klagte und jammerte ob der „beautiful little babies", ging sogar in den Krieg deswegen, weil es sunnitische Opfer der Assad-Regierung gewesen sein sollen. Die eine Woche später in Stücke zerfetzten schiitischen, doch wohl auch goldigen Kinder waren Trump keines Sterbenswoertchens mehr wert. Und die hehren Muttergefühle von Ivanka und Federica (Mogherini) längst ausgetrocknet.

Behaupte jetzt mal locker, die Zeit für Späßchen zu und über Trump ist vorbei, sollte es jedenfalls sein. Da darf es nichts mehr zu schmunzeln geben, schon gar nicht zum lachen. Die Lage war schon lange nicht mehr so ernst. Und jetzt ausgerechnet noch zu Ostern, da wurde schon mal bitterlich geweint. Wie gut, dass es Amnesie gibt. Total vergessen allerseits, weshalb der „Christ" gefälligst seinen Kopf schief zu halten hat, an diesen Tagen der Andacht. Ist ja nichts Neues, dass unsere hündisch hinterher kriechenden Hohen Priester der imperialen Staatsreligion - dem Glauben an militärisch-kapitalistischen Defacto-Faschismus - aus purem Eigennutz vom Imperator bzw. seinem Statthalter eingefordert haben, doch tunlichst Flagge zu zeigen und endlich durchzugreifen.

Gegen Aufmüpfige, gegen den Wanderprediger und Pseudo-Heiland mit saudummen Ansichten wie damals oder heuer gegen unflätige Wegblockierer, wie etwa den unwilligen Kandidaten beim globalen Spiel „Der Welt-Sheriff jagt den Super-Stinkstiefel". Alle bisherigen Preisträger - die Saddams, die Gaddafis z.B. - hatten schließlich eines gemeinsam. Sie waren unvorsichtigerweise nicht im Besitz von jener offensichtlich nur dem Imperium zustehenden Allzweckwaffe, oder hatten zumindest keinen Freund, im Besitz einer solchen. Da hat Baschar noch Glück gehabt. Da Klein-Kim wohl kaum beabsichtigte, in diesem Bunde der Dritte zu werden, hat er sich wohl auch flugs so einen schönen Alu-Hut zugelegt. Was natürlich den Häscher erst recht fuchsteufelswild werden ließ, weil er diesem Damon - jetzt mit Dolch im Gewande - nicht mehr so einfach in Bande schlagen kann.

Trump ist keine Komödie mehr wert. Wer gestern Abend seinen Vize in Südkorea rumtoben sah, ahnte sofort, dass es ohne Donald auch nicht langsamer dem wahrscheinlichen Ende entgegen gehen dürfte. Und mehr gibt die geschändete Ruine der US-Verfassung ja nicht her als den Vize, die Hoffnung stirbt dieses Mal ausnahmsweise mal zuerst.

Friedensnobelpreis für Donald? Wenn es noch ein Jota helfen würde bzw. könnte, warum nicht? Ein Versuch jedenfalls wäre es wert.


Am 18. April 2017 schrieb Albrecht Storz:

Ob die Friedensbewegung wegen unseren offiziellen bis halbamtlichen Verlautbarungsorganen (Leitmedien plus öffentlich-rechtliche Anstalten) nicht in die Pötte kommt, wie hier von Foristen angedeutet, kann auch angezweifelt werden.
Ich persönlich fürchte, dass die "alte Friedensbewegung" (der ich selber angehöre) selber einen großen Teil der Mitschuld trägt.
Da werden Leute, angebliche Journalisten der TAZ, zu "Informations-Veranstaltungen" eingeladen wo sie ungehemmt ihre "die Russen sind böse und gefährlich"-Sicht vortragen dürfen, und damit natürlich Ängste schüren, da werden hoffnungsvolle Ansätze wie der "Friedenswinter" zu tote diskutiert, Organisationen wie die Mahnwachen, die endlich wieder junge Leute angezogen haben, werden pauschal diskreditiert.
Ein "Friedensbewegung" die nichts besseres zu tun hat als sich gegen irgend welche vermeintlichen ideologischen Gefahren abzugrenzen ist leider zurecht tot.
Wenn man das anerkennt kann vielleicht auch mal wieder etwas Neues wachsen.


Am 18. April 2017 schrieb altes Fachbuch:

eine 2. sicht auf den koreakonflikt!
diese frühjahrshysterie hat ja schon was rituelles: in jedem frühjahr finden die manöver statt, und immer gibt es um den "führer"geburtstag herum knatsch!

ABER:
es gibt eben dieses jahr auch ein südkorea in einer äußerst instabilen innenpolitischen situation. erstmalig wurde ein regierungschef abgeschossen, und das land wird provisorisch regiert. neuwahlen sind erst am 09.mai!!
und genau in diese zeit fallen wichtige entscheidungen:
- man zwingt südkorea die zusammenarbeit/wiederbelebung mit nordkorea im gemeinsamen industriepark kaesong aufzugeben, weil man bei sanktionen doch solidarisch sein müsse;)
- man installiert den thaad-schild in südkorea, wo die opposition früher noch dagegen war!!
- man will das jetzige freihandelsabkommen revidieren!!
- und ganz sicher, wann und wo immer gewählt wird: das "wertesystem" wird zum tauchsieder und hängt sich überall rein;)

kollege pence nimmt sich noch einige tage zeit für diese region. schließlich ist die "strategische geduld am ende"!!
und ja @Michael Iwoleit, auch pence's vater hat im koreakrieg gekämpft, weshalb er natürlich frau und tochter an die demarkationslinie zum sightseeing mitgenommen hat;)

man brauch also nato/krieg/terror/wirt. erpressung auch schon, nur um den eigenen laden zusammenzuhalten!!


Am 18. April 2017 schrieb Lutz Jahoda:

ÖSTERLICHE VERFREMDUNG
oder
DASS MIT ALLEM GERECHNET WERDEN MUSS

Speziell Herrn Burkhard Bielski,
aber auch eventuell weiteren Sammlerinnen und Sammlern meiner Reimkonstrukte in Dankbarkeit zugeeignet.

Wohlversteckt im saftigen Grase,
legte am Sonntag der Osterhase
dreizehn bunte Ostereier
in den Garten von Herr Meier.

Glücklich tat er dies im Stillen -
nicht nur um des Reimes willen -,
sondern mehr aus Pflichtbedenken
und aus reinem Spaß am Schenken.

Doch Herr Meier, auf dem Rasen,
glaubte nicht an Osterhasen.
Also dachte er sofort,
dass die Witwe Trude Orth,
die er glühend heiß verehrte,
ihm dies Osterglück beschehrte.

Kühn und ohne lang zu warten,
ging er in den Nachbargarten,
wo die Witwe ahnungslos
ihren Frühstückstee genoss.

Forsch, mit eingeübtem Charme,
nahm er sie in seinen Arm;
doch er merkte, schnell beklommen,
dass er sich hier falsch benommen;
denn ohne jede Vorbereitung
schlug Frau Orth die Sonntagszeitung
dem Herrn Meier auf die Platte,
was der nicht erwartet hatte.

Tief beschämt erkannte Meiern,
seinen Irrtum mit den Eiern.
Die Moral, ganz ohne Phrasen:
Zweifelt nicht am Osterhasen!


Am 18. April 2017 schrieb altes Fachbuch:


die MOAB ist der einstieg für die B61-12??

nivelliert man die größte konventionelle waffe und eine kleinere atomare waffe dann erreicht man:
- völkerrechstwidrige teilhabe an atomwaffen (umgehung von salt/start/inf...., verbreitung von a-waffen durch die verfügbarkeit von trägersystemen siehe f-16/35-stationierung plus die bundeswehr-tornados oder die austauschbarkeit der abfangraketen des raketenschildes durch angriffsraketen mit der B61.
bei der herbei geredeten geringfügigkeit ihrer schadwirkung ("selektierbare sprengkraft") kommt natürlich auch der freie handel in betracht;)
- die hemmschwelle zum einsatz sinkt, auch atomwaffen werden händelbarer auf niedrigster entscheiderebene: die B61 ist eben nur eine bessere MOAB, entschieden von einem feldkommandeur, damit donald nicht immer beim törtchen essen gestört wird:) auch die gesellschaftliche und medienakzeptanz wird nach der "gewöhnung" zunehmen! war die eruption eben noch ein bäuerchen oder ist die nächste kreisstadt schon verschwunden??
- die vertreibung von bevölkerung aus zielgebieten wird endgültig, ohne besatzungs"stress". die automatisierte exploration ist in zeiten von industrie 4.0 kein problem. der apple-chef prognostizierte schon, dass 2075 die menschheit in wüstenstädten leben werde;)

dennoch mag ich nicht an ein schnelles ende glauben, und halte vieles für geldschneiderei (planwirtschaft mit dem weltuntergang)!
andererseits ein fehler, .....


Am 18. April 2017 schrieb Marc Britz:

@ Flash Flash

Allein die Wahl Ihres lächerlichen Pseudonyms zeigt, dass Sie zu jener Jugend gehören, die da wo sie glaubt am subversivsten zu sein, dem Imperium am gründlichsten auf den Leim gegangen ist.

1. Staaten konkurrieren deshalb um den kapitalistischen Reichtum und kommen sich deshalb laufend kriegerisch in die Quere, weil sie das Instrument einiger weniger Oligarchen mit entsprechenden Interessen sind.

2. Kriege sind vielleicht kein Geschäft für Staaten, wohl aber für jene in deren Händen sich diese Staaten befinden. Politiker sind Teil des Militärisch-Industriell-Medialen-Komplexes. Und der hat ein Interesse an Kapitalzuwachs durch Krieg.

Grundsätzliches: Macht hat „man“ im imperialistischen Kapitalismus aufgrund des Kapitals das "man" besitzt. Wer mehr Macht haben will, braucht auch mehr Geld.

3. Staaten kaufen keine Rüstungsgüter, sondern die Politiker welche die Staaten leiten. Und wenn diese Politiker gleichzeitig Teil der Waffenindustrie sind, kaufen die nicht nach Bedarf des Staates sondern nach Ihrem eigenen.

Entgegen Ihrer jugendlich-unbekümmerten Sichtweise sind Staaten keine abstrakten Maschinen sondern konkrete Apparate in den Händen von Menschen aus Fleisch und Blut, die aus den unterschiedlichsten Motiven heraus handeln. Und die wirkliche kapitalistische bzw. imperialistische Welt funktioniert so weil sie sich hauptsächlich in den Händen jener befindet, die Staaten aufgrund der Macht ihres eigenen Kapitals als persönliches Instrument zur Mehrung genau dieses persönlichen Kapitals anwenden können.

Antwort von U. Gellermann:

WEGEN MANGELNDER SUBSTANZ DER FLASH-ZUSCHRIFT WIRD KEINE WEITERE REPLIK VERÖFFENTLICHT


Am 18. April 2017 schrieb Matthias Brendel:

@ flash flash

Lesen bildet, einfach mal versuchen!


Am 18. April 2017 schrieb Andreas Schell:

Hallo Herr Gellermann,

ob Trump nun frei zum eigenen Vorteil entscheidet oder, so mein Eindruck, ähnlich unserer Bundesregierung unter dem massivem Zwang weniger handelt, ist für das Ergebnis (=Krieg) unerheblich. Die Schuld verteilt sich auf viele Mitläufer. Zu viele zum Einsperren. Den Wichtigsten sind Sie und Ihre Mitschreiber (Bräutigam und Klinkhammer) dicht auf den Fersen. Die wichtigsten echten Strippenzieher, wie z.B. die Gebrüder Koch, als oberste Wahlbeeinflusser in den USA, oder die Terrororganisation Blackrock mit all ihren internationalen Aktivitäten, bleiben verständlicherweise gerne im Finsteren.

Sehr gut gefällt mir der von Peter Meiser abgeleitete Vorschlag, das Nobelkomitee in Dynamit-Nobelkomitee umzubenennen. Das dürfte auch der gute alte Alfred Nobel verstehen und tolerieren.

Zuletzt (und nur weil er sich offenbar auf Ihre Antwort an mich bezieht): ich kenne Flash Flash nicht und hätte seinen Beitrag in der Luft zerrissen. Das ist aber in seinem Falle zwecklos: er weiß nichts und ahnt dabei noch nicht einmal, dass er nichts weiß. Zum Trost: damit ist er nicht allein.

Beste Grüße und danke für Ihre wertvolle Arbeit


Am 18. April 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

@ ...das sie persönlich werden, und auf eine Art und Weise, den Galeristen und den Mitschreibern, aus ihrer Sicht "falsche Ansichten" unterstellen, und den Prozess des Älter werdens benutzen, hat schon was, zumal er auch, vor ihnen sicherlich nicht halt machen wird.
Da bin ich aber froh, dass sie mal wieder mit "Scharfsicht" und "Wissen," (Marx würde sie sicherlich beglückwünschen), die Ecke rum kommen. Leider werden sie, wie immer, wenn sie hier aufkreuzen, nicht inhaltlich, und denken tatsächlich, weil es ihnen anders nicht gelingt, dem Galeristen oder den Mitschreibern ans Bein zu Pinkeln. Ich mag es nicht, wie sie den Galeristen, und die Mitschreiber, inhaltsleer , weil sie hier nicht durchkommen, angehen.
Das hier klar zu stellen ist mir wichtig; und sparen sie sich ne Antwort, weil die Galerie nicht für Befindlichkeiten zuständig sein, weil ihr Anspruch nun mal ein anderer ist.


Am 18. April 2017 schrieb Alles nur Satire:

Den Nobelpreis bekommt er nicht.
Das zutiefst ethisch und moralisch entscheidende Komitte zu Oslo hadert mit Trumps Hobby, dem Pussy-grabbing.

Bomben werfen, Tomahawks abschiessen ist völlig in Ordnung, aber sexuelle Übergriffigkeiten sind einfach nicht präsidial. Daher nicht Nobelpreiswürdig.

Trotz der Einschätzung/Wertschätzung vieler US-WählerInnen über/von Herrn Trump, welche nach der Veröffentlichung der jahrealten >>Lockerroom-Gespräche<< erst recht den Eindruck bekamen, das nun endlich ein richtiger Mann gefunden sei, der die USA zu alter Weltgeltung verhelfen könne.

Was interessiert einen 6-jährigen ein Fleißbienchen, wenn er stattdessen mit tollen Waffen spielen kann?


Am 18. April 2017 schrieb Michael Iwoleit:


Hallo Herr Gellermann,

mir wude die Rationalgalerie seinerzeit von meinen Kollegen
Michael Steinmann und Wilfried Bienek empfohlen, mit denen
ich über die Science-Fiction-Autorenszene verbunden bin. Für
kaum einen Hinweis bin ich je so dankbar gewesen, denn Ihre
Website ist mir seitdem zu einer wesentlichen Quelle der
politischen Meinungsbildung geworden, mit gelegentlichen
Abstechern zu Telepolis oder den besten amerikanischen
Webmagazinen wie Counter Punch oder Democracy Now.
Ich möchte Ihnen daher einfach einmal pauschal für die
mordsmäßige und manchmal sicher auch frustrierende Arbeit
danken. Auch Ihre Mitstreiter Klinkhammer und Bräutigam
legen eine Beharrlichkeit an den Tag, die im positiven Sinne an
Besessenheit grenzt. Ich hoffe, Sie können die Rationalgalerie
noch eine ganze Weile mit derselben Intensität weitermachen.

Ich dachte mir, zur Auflockerung könnte Sie vielleicht eine
kleine Albernheit amüsieren, die ich auf meiner Facebook-
Seite verbrochen habe. Stellen Sie sich einfach vor, es handele
sich um einen geheimen Gesprächsmitschnitt aus dem Weißen
Haus, der mir von Wikileaks zugespielt wurde. Sie werden sofort
verstehen, worum es geht:

- Daddy, Daddy. Schau dir das an!
- Was ist denn los? Warum bist du so aufgeregt?
- Hier, guck mal. Diese Photos.
- Ich guck ja schon. Was ist das?
- Assad läßt kleine Kinder vergasen.
- Das ist ja nicht zu fassen. Dieser Halunke. Ich hab's doch gewußt...
- Du mußt was tun!
(Mit einem Kopftätscheln) - Natürlich muß ich was tun. Das werde
ich auch. Setz dich hin, trink einen Martini. Ich rufe sofort meinen
Stabschef an...

(Fünf Minuten später)
- Und, was hat dein Daddy gesagt?
- Er läßt bombardieren.
- Das kann doch nicht wahr sein.
- Ich hab's dir doch gesagt. Ein paar Tränen, und er tut alles für mich.
Du schuldest mir 50 Dollar.
- Das war keine faire Wette. Es glaubt doch kein Mensch, daß der
Präsident der Vereinigten Staaten...
- Quatsch nicht. Her mit der Kohle.
- Das ist mein ganzes Taschengeld für diesen Monat.
- Dann darfst du eben nicht wetten. Ich muß meiner Facebook-Freundin
Jasmina von den Weißen Helmen die Häfte für die Photos abgeben.
Hörst du mich vielleicht jammern?

---

Als Science-Fiction-Autor bin ich daran gewöhnt, daß die Wirklichkeit
oft die schrägsten Ideen übertrifft. Manche Ideen traut man sich gar
nicht mehr literarisch zu verarbeiten, weil man nicht morgen in der
Zeitung lesen möchte, daß irgendwo auf der Welt ein Wahnknade
den Unfug tatsächlich macht (das ist mir zuletzt so ergangen, als
ich über kosmetische Skrotum-Straffungen gewitzelt habe). In einer
Welt aber, wo die obige bescheuerte Szene nicht mehr völlig
unrealistisch erscheint, wird die Sache beängstigend.


Am 17. April 2017 schrieb Klaus Bloemker:

Das Interessante ist doch, dass sich Trump im Wahlkampf in der anti-interventionistischen Tradition amerikanischer Isolationisten verkauft hat: 'Ich war schon gegen die Invasion des Irak. Soll sich der Rest der Welt doch um sich selbst kümmern. ' - Das haben ihm viele abgenommen.

Trump ist, was man einen 'con-man' nennt.


Am 17. April 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

Weitsichtig, dass du am Thema Trump geblieben bist, wo ansonsten das Referendum in der Türkei die Medienlandschaft beherrschte. Die Brisanz der Politik dieses unberechenbaren Mannes, der die Karten auf den Tisch gelegt hat, und sein wahres Gesicht dazu, dass er ja eigentlich doch dazu gehört. Rücksichtslos, Jeder gegen Jeden, Jeder ist sich selbst der Nächste, aber vor allem: nach mir die Sintflut, hat die Welt um einiges unsicherer gemacht.
Syrien, Afghanistan und Nord Korea.
Was kommt noch ? Die Büchse der Pandora ist geöffnet, und auf die Straße in den USA gehen Tausende wegen der verfickten, nicht veröffentlichten Steuererklärung. Die Völker, wenn nicht die ganze Menschheit ist in Gefahr, die wirklichen Werte; wie das Leben, die Liebe, die Freundschaft, das Miteinander, den Frieden, die Menschenrechte, an sich, universell und unteilbar, den alten Begriff der friedlichen Koexistenz, der internationalen Solidarität, haben die Tausenden nicht auf die Straßen getrieben. Ein Mann, der in einer der größten Weltwirschaftskrisen nach 1929 mit seinem Familienklüngel; der überall mit mischt, wie in einer Dynastie, gnadenlos seine Interessen verfolgt, dem System verpflichtet ist, weil es dort möglich gewesen ist, sich auf übelste Art und Weise, auf Kosten Anderer zu bereichern, und er sehr gut mit dem Wissen leben kann, dass er mindestens so verkommen, wie Obama ist. Obama war eleganter, so nach dem Motto: Können diese Augen lügen ? Trump ist auf der Erscheinungsebene einfach nur anders, und den Spiegel, in den Merkel, Clinton und Co glotzen, zeigt ihnen die Fratze von Völkerrechtsverletzern und Mördern, und ihre gespielte Empörung mit Moralin, natürlich nur, wenn es um andere, besonders Russland geht,dann laufen sie zu höchst touren auf, um von den eigenen Verbrechen, abzulenken.
Der Friedens- Nobelpreis hat seinen Wert, spätestens mit der Verleihung an den Kriegstreiber Obama, verloren, und in dem Zusammenhang passt der Preis für einen Mann, der mal so eben eine Bombe schmeißt, vielleicht zum Testen, der aufgrund von Bildern und Hören Sagen, Behauptungen, mit ungeheuren Konsequenzen aufstellt, und Russland provoziert, der hat diesen inflationären Preis verdient.
Der Umsicht, und der Souveränität Russlands, ist es zu verdanken, dass die Erkenntnis, NIE WIEDER KRIEG, dass Befindlichkeiten, Verletzungen und Provokationen noch keine Folgen haben, die die Welt noch unsicherer machen können, denn möglich ist es, dass der Geduldsfaden reißen kann, was hoffentlich nie passieren wird.
Dein Artikel ist nah am Thema; so nah, dass du den Irrsinn offen legst, und wahrscheinlich sein kann, was eigentlich unwahrscheinlich ist, wenn man den Kopf wirklich zum Denken nutzt, und klar erkennt, dass es sich um Real Satire, oder etwa nicht ? handelt, die den Lesern und Schreibern sehr eindringlich aufzeigt, dass es dringend an der Zeit ist, das Wesentliche vom Unwesentlichem zu unterscheiden.
Obama kann den Preis an Trump geben; bleibt ja in der Familie, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht, doch sie sind und bleiben unter sich; die US- Präsidenten.
Du bist auch über die Feiertage in deiner Schreibstube gewesen; und sicherlich hat das Licht lange gebrannt... Vielen Dank.


Am 17. April 2017 schrieb Der Linksliberale:

3 Konflikte zum Krieg...Nobelpreis inbegriffen!
Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien, Jemen?ist strategisch ein geschlossener Konfliktherd, befeuert durch die USA/EU und es werden wirtschaftliche und militärische Ressourcen Russlands gebunden.
Die Ukraine, Baltikum, Polen ist ein weiterer Konfliktherd, befeuert durch die USA / EU und es werden wirtschaftliche und militärische Ressourcen Russlands gebunden.
Nordkorea ist ein weiterer Konfliktherd, befeuert durch die USA/Südkorea/Japan und es werden wirtschaftliche und militärische Ressourcen Russlands und Chinas gebunden.
In jedem Fall ist das Ziel der USA die Russische Föderation. Die größte militärische Feuerkraft wurde durch die USA / NATO in Europa zusammengezogen und aktuell bis an die russische Grenze stationiert. Denkt man diesen Wahnsinn zu Ende, müsste es in allernächster Zeit zu einem schweren Zwischenfall, zum Beispiel in der Ukraine, kommen. Mit nachfolgender militärischer Auseinandersetzung zwischen Russland und der NATO. Der 3. Weltkrieg, beginnend in Europa und Asien, ist dann das nächste Etappenziel der USA. Der Hegemon USA verspricht sich davon die Lösung seiner Wirtschaftsprobleme und Wiederherstellung seiner Vormachtrolle.
Für die USA war der "kalte" Krieg gegen die UdSSR / RF nie zu Ende. Die USA wird keinen Player neben sich dulden. Es sei denn, diesen imperialen Kriegern wird Einhalt geboten durch das eigene Volk oder durch das reale Aufzeigen der Möglichkeit auch Ihres Untergangs im Nuklearkrieg.


Am 17. April 2017 schrieb Karl Dietrich:

Bereits 1907 entlarvte sich das Nobelpreiskomitee mit der Verleihung an Roosevelt, wes Geistes Kind sie waren, beleidigten damit alle vor und nach ihm, die so einen Preis für wirkliche Freidensarbeit verliehen bekamen und entwerteten dadurch den Stellenwert ihres Preises. Der nächste Pulitzerpreis wird an MSM verliehen. Nur, wer darf den dann entgegennehmen? Einer der Einprozenter oder welcher der Marionetten?


Am 17. April 2017 schrieb Hans Rebell-Ion:

Alle "Kämpfe" sind "FRIEDENS-KÄMPFE" und verdienen den "FRIEDENSNOBEL-PREIS"! ... das ist die "Logik" des Teufels! Der genaue Name dieses "Teufels" ist "ZIVILISATION"!


Am 17. April 2017 schrieb Peter Meiser:

Angesichts des steten politischen Missbrauchs bei der Vergabe des Friedens- Nobel-Preises schlage ich vor, auch in Anbetracht, dass sich Alfred Nobel wiederholt im Grabe umdreht, diesen künftig in Dynamit-Nobelpeis umzubenennen (Alfred Nobel möge mir verzeihen)
Alfred Nobel war mit Bertha von Suttner befreundet. Sie hatte ihn stark beeinflusst .
Bertha von Suttner. war stets gegen Militarismus und internationale Aufrüstung Sie engagierte sich für den Frieden. Von ihr stammt das berühmte Buch "Die Waffen nieder"


Am 17. April 2017 schrieb Flash Flash:

Sehr geehrter Herr Gellermann,
aufgrund Ihrer Antwort drei Argumente:

1. Nationalstaaten konkurrieren um den globalen kapitalistischen Reichtum (auf dem sog. Weltmarkt) und kommen sich deshalb laufend "in die Quere" - vor allem in Krisenzeiten.
(Diesen Gegensatz zwischen den Staaten - wo Russland bzw. China keine Ausnahme sind - ignorieren Sie und sehen stattdessen eine "Charakterschwäche" der Regierenden am Werk.)

2. Kriege sind aus staatlicher Sicht kein Geschäft und kosten stattdessen viel Geld, z.B. der Raketenangriff auf den syrischen Militärflughafen rd. 100 Millionen US-Dollar.
In Wirklichkeit geht es auch nicht darum, sondern um Grundsätzliches.
D.h., wer was in dieser Welt zu melden hat bzw. Machtfragen.

3. Staaten kaufen Rüstungsgüter bei der Industrie entsprechend dem Bedarf, den diese für nötig halten.
(Und nicht deshalb, damit sich einige Kapitalisten bereichern.
Dann könnten diese denen das Geld auch gleich schenken, anstatt sich die Landschaft mit Panzern, Flugzeugen usw. vollzustellen.)

Jedenfalls funktioniert die wirkliche kapitalistische bzw. imperialistische Welt etwas anders als Sie und Ihre "Fans" sich das in ihrer moralischen Empörung vorstellen.

Mit Grüßen
Flash

PS: Allerdings denke ich, daß Sie und wahrscheinlich auch die meisten Foristen vor allem auch aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters kaum mehr ihre falschen Ansichten ändern werden.

Antwort von U. Gellermann:

Wer aus einem Artikel oder einer Anmerkung eine „Charakterschwäche“ liest, die dort weder steht noch gedacht ist, verfügt über jene übersinnlich Fähigkeiten, die mich vor Neid erblassen lassen.


Am 17. April 2017 schrieb altes Fachbuch:

"bomben und orden treffen immer die falschen oder unschuldige"
ist denn quotenmäßig wieder ein ami dran oder wird die schrägste frisur prämiert?? an den leistungen der kandidaten und gewinner kann es ja nicht liegen, wie jede castingshow verliert auch der nobelpreis seine ursprüngliche bedeutung.
wieder so ein wertekomplex, der den bach runter geht. früher zählte anerkennung noch was, heute schämt man sich, nominiert zu werden (also ich würde das tun!). bob dylan nicht, und ein trump schon gar nicht;)
was ist mit den tausenden lackaffen, die mit der auswahl, nominierung etc. beschäftigt sind?? den showchoreografen, den laudatoren und anderen speichelleckern oder rektuminvasoren und all ihren assistenten und pressesprechern etc??

dieser ganze titel- und prämierungszirkus widerspiegelt die bigotterie und eitelkeit dieser kaputten welt. und je weiter der kandidat vom stiftungssinn des preises weg ist, so wahrscheinlicher wird der sieg!!
daher ist jeder ami, und insbesondere deren präsident unabhängig vom namen, der beste anwärter auf den friedens-nobelpreis!!

ein blick auf die stiftung lohnt übrigens auch: die prämieren ihre finanziers!!
https://de.wikipedia.org/wiki/Nobelpreis#Stiftungsverm.C3.B6gen_und_Kosten


Am 17. April 2017 schrieb Pat Hall:

@ C.H. ,den Beigeschmack des Kuhhandels
teile ich mit Ihnen voll ganz.
Der Westen und alles was sich dazu zählt scheint nur Krieg & Destruction zu verbreiten ohne Rücksicht auf ethnische Interessen.
Danke für diese Auflistung


Am 17. April 2017 schrieb Burkhard Bielsk:

Ich vermisse Lutz Jahoda mit einem Gedicht...hat er sich beim Ostereiersuchen verirrt ?
Habe schon eine schöne Sammlung auf meinem Diktiergerät...


Am 17. April 2017 schrieb Matthias Brendel:

Gestern auf der Oster Friedens Veranstaltung auf dem Kaiser- Wilhelm Platz in Berlin waren wieder einige Hundert Menschen.
Das ist beachtlich wenig.
Unsere Machthaberin wird es freuen.
Der Medieneinsatz funktioniert (noch).
Während hier immer noch in den Qualitätsmedien von friedensbringenden Auslandseinsätzen schwadroniert wird und Trump dafür gefeiert wird, dass er endlich die richtige Politik macht, ist dieses allgemeine Desinteresse an der Friedenserhaltung schon sehr unheimlich.
Kann es wirklich sein, dass ein gefüllter Bauch nicht gerne demonstriert und dies der einzige Grund ist, für die Abwesenheit der Massen?
Klar ist jedenfalls, dass Krieg ein zentrales, zyklisch wiederkehrendes Merkmal unserer Art zu wirtschaften ist.
Dazu gehören auch die neokolonialistische Form der Ausbeutung der südlichen Halbkugel über internationale Handelsabkommen und die weltweite Gleichschaltung der getürkten Medien.
Funktioniert alles bestens.
Nur eines stört den (ungedeckten) Frieden periodisch wiederkehrend:
Seit Bretton Woods ist unser Geldsystem ungedeckt, daher zichfach überschuldet und so werden systematisch Kriege benötigt.
Das ist praktisch, ist doch die Rüstungsindustrie ein zentraler Faktor unseres Wirtschaftssystems.
Es ist einfach mal wieder Zeit dafür.
Die Planung läuft auch Hochtouren, nur dass niemand überrascht ist, wenn es dann mal wieder losgeht mit der BRD als atomarem Schlachtfeld.
Unser Hegemon gibt ziemlich exakt so viel Geld für Rüstung aus, wie die gesamte restliche Welt und ist dabei so hoch verschuldet, dass er eigentlich, wie Griechenland behandelt werden müsste.
Unsere hiesigen der NATO verschworenen politischen Föhrer, machen es so, wie einst auf dem Schulhof:
Sie verstecken sich hinter dem grössten Schläger, bis der auf die Mütze bekommt und hoffen dann vom nächstbrutalen Schläger beschützt zu werden.
Ob das so besonders schlau ist, wo doch ein engeres Zusammenrücken mit Russland die weitaus bessere Lösung wäre, gerade im Hinblick auf die meisten, wichtigen Rohstoffe, die wir dann nicht mehr als Kriegsbeute machen müssten, sei dahingestellt.
Frohe Ostern.


Am 17. April 2017 schrieb manfred Caesar:

Obama hat den Friedensnobelpreis auf Vorschuß erhalten .Seine Aufgabe war den 3.WK ,der durch Bush als "war on Terror" 2003 feierlich eröffnet wurde ,durch den preemptiven Einsatz der Atombombe ein ordentliches Stück voranzubringen und sich dem Ziel der Georgia guidestones zu nähern.Außer einer Doktrin über den preemptiven Einsatz hat er nichts zustande gebracht.Kläglich versagt.
Das wird das Nobelkomitee kein zweites Mal riskieren.Trump erhält den Nobelpreis erst ,wenn er die Atombombe flächendeckend einsetzt.
Hoffentlich kann er ihn dann noch entgegen nehmen.


Am 17. April 2017 schrieb Carsten Hanke:

"Die Verleihung des Friedensnobelpreises" hat leider seit 1990 an Bedeutung und Wert verloren und man bekommt den Faden Beigeschmack, dass hier in gewissen Hinterzimmern ein "Kuhhandel" betrieben wird. Wenn man solche Namen wie Frederick de Klerk(1993) aus Südafrika liest, der in seiner Amtszeit viele schwarze Südafrikaner hinrichten lies, oder Jimmy Carter(2002) der in seiner Regierungszeit nicht nur etliche Todesurteile im eigenem Land geschehen lies und die grausamen Kriege, geheimen militärischen Interventionen seiner Vorgängerregierungen fortsetzte oder Al Gore(2007) ein weiterer USA-politischer Amtsträger, der entsprechende Aggressionspolitik weiterführte und mit Barack Obama (2009) ein weiterer USA-Präsident der durch die Kriege in Syrien bzw. in vielen Staaten der ganzen Welt für den Tod, Elend vieler Menschen verantwortlich zeigt und mit der Zerstörung der dortigen Infrastruktur auf lange Sicht dieses Elend dort zementiert hat, bekommen den Friedensnobelpreis. Aber auch solche Institutionen wie die EU selbst, die mit Beteiligung einiger Mitgliedstaaten den Krieg in Jugoslawien forcierten und durch zahlreiche Maßnahmen dafür mitverantwortlich sind, dass Millionen von Kindern in der EU-an Hunger leiden, bekommt einen Friedensnobelpreis(2012). Leider lies sich diese Liste von Grausamkeiten noch lange fortsetzen und stellt somit auch eine Beleidigung an all jene Personen und Institutionen da, die diesen Friedensnobelpreis zu Recht erhalten haben, wie z.B. Carl von Ossietzky(1935) , Internationale Komitee des Roten Kreuzes(1944,1963), Martin Luther King (1964) uvm.
Wenn man solche Kriterien für die Verleihung des Friedensnobelpreis wie für Obama, die EU usw. als Maßstab für künftige Verleihungen nimmt, dann dürfte es für alle nicht unverhofft kommen, wenn künftig die Kriegsministerin Ursula von der Leyen, oder Angela Merkel als ihr Lebenswerk in der Funktion als Bundeskanzlerin diesen Preis erhalten. Im Schlepptau dürften dann auch solche Unternehmen mit der Produktion von Kriegs-
material wie Rheinmetall, Krupp, Heckler & Koch usw. große Chancen für die Verleihung des Friedensnobelpreises haben.
Es wird höchste Zeit, dass die Würdigung der Verleihung des Friedensnobelpreis, auch dem Namen entspricht.
Zielführender wäre es auch, dass solche Personen, Institutionen, Firmen, Verbänden, Organisationen, die Kriegsmaterial herstellen, damit Handel betreiben und dafür Sorge tragen, dass diese todbringende Geräte zum Einsatz kommen vor das Kriegstribunal gestellt werden.


Am 17. April 2017 schrieb Gabriele Thamke:

Friedens-Nobelpreis für Trump... aber vorher noch:
"Barack Obama erhält den Deutschen Medienpreis 2016."
Das gab die Firma Media Control in Baden-Baden bekannt. Der ehemalige US-Präsident will den Preis am 25. Mai persönlich in Empfang nehmen. Obama hält sich zum Besuch des Evangelischen Kirchentages in Berlin auf und wird im Anschluss daran nach Baden-Baden reisen.

Die Auszeichnung, die in diesem Jahr zum 25. Mal von einer Jury aus Chefredakteuren und Medienverantwortlichen verliehen wird, würdigt Präsident Obama als den herausragenden, weltweit anerkannten Repräsentanten der internationalen Politik des vergangenen Jahrzehnts. Nach Überzeugung des Preisstifters Karlheinz Kögel habe "Barack Obama wie kein anderer Politiker die Vision einer Welt verkörpert, in der es Hoffnung gibt und Wandel zum Besseren möglich ist".

Schon wenige Wochen nach dem Ende seiner Amtszeit sei deutlich geworden, welche eminente Bedeutung Obama für den Zusammenhalt in den USA und in der ganzen Welt gespielt habe, urteilte die Jury. Auch seine "unerschütterliche Integrität" und sein leidenschaftlicher Einsatz der öffentlichen Rede, die um Vertrauen und Kooperation wirbt, gehörten zu einer besonderen Art von "beispielhafter Führungsstärke, die schon jetzt schmerzlich vermisst wird", so die Jury in ihrer Begründung: "Dabei würden solche Werte und Tugenden in der Welt dringender gebraucht denn je."

http://www.stern.de/kultur/obama-erhaelt-deutschen-medienpreis---und-will-ihn-persoenlich-abholen-7408808.html

Ich erspare mir den Kommentar dazu, denn ich muß gerade mein Mittagessen wieder abgeben.


Am 17. April 2017 schrieb Uschi Peter:

Da bleibt einem doch das Lachen im Halse stecken! Trotzdem, danke für den "Lichtblick" in dunklen Zeiten!
Obama hat übrigens den "Friedensnobelpreis" im vorauseilenden Gehorsam bekommen für seine nie eingelösten Versprechungen. Da befindet sich Trump doch in guter Gesellschaft. Übrigens, schon aufgefallen, dass diese hehren Preise oft an Kriegsverbrecher verliehen wurden, weil sie endlich eingesehen haben, dass sie nicht mehr siegen konnten? Bei einigen Heiligsprechungen der katholischen Kirche war es ähnlich. Noch einen schönen Ostermontag.



Am 17. April 2017 schrieb Rolf Schmidt:

Die Rechnung stimmt ja gar nicht. Inzwischen ist die Zahl der getöteten Taleban auf mindestens 94 gestiegen. Damit schrumpft der Pro-Kopf-Preis ganz beträchtlich, nämlich auf gerade mal noch 167.000 Dollar.
Und wenn Deutschland seine Rüstungsausgaben erst auf die berühmten zwei Prozent erhöht haben wird, können unsere amerikanischen Partner den Bekämpfungseffekt gewiss bald verzehnfachen! Dann wird die Zerstörung vormals US-finanzierter unterirdischer Befestigungsangaben in Afghanistan auch relativ wirtschaftlich...


Am 17. April 2017 schrieb Andreas Schell :

Ich frage mich dauernd, wer oder was einen Trump oder eine deutsche Bundesregierung in diese kriegerischen Bahnen zwingt? Marionetten haben doch gar nichts davon, wenn es in Europa atomar rummst? Wozu Bomben in Syrien und Afghanistan? Um Nordkorea zu beeindrucken? Die Russen sind wohl eher nicht beeindruckt. Wenn's um Feuerkraft geht, können die größer und billiger, und ihr Land ist auch groß genug, dem Bombenhagel einfach aus dem Weg zu gehen. Wozu überhaupt das Lügengebäude vom bösen Wolf, ohne das diese Verbrechen nicht einmal dem abgefeimtesten Militaristen zu erklären sind? Trump genießt beim Feuerbefehl gerade ein Schokotörtchen? Das ist irre! Diktatur in der Türkei? Die Engländer als erste raus aus der untoten EU? Was genau ist denn da überhaupt noch zu verteidigen? Staatenführer mit Allmachtsphantasien gab es schon mal - Schicksal bekannt. Was soll diesmal denn anders laufen? Wieso?

Die Nibelungentreue der Bundesregierung zur NATO wird immer absurder. Die Forderung, die Bundeswehr aufzurüsten und zugleich Auslandseinsätze zu intensivieren wird immer mehr zur Ansage: da will jemand beim dritten Weltkrieg unbedingt dabei sein. Darf es an der Front sein, Frau v.d. Leyen? Oder lieber im Kommandobunker? Für Frieden, Freiheit und Demokratie? Oder für die Beute, die dann, genau wie in friedlichen Zeiten, alles andere als gerecht verteilt wird? Ist Politik *wirklich nur* die Unterhaltungsabteilung der Rüstungsindustrie (Frank Zappa)? Bloß weil Lobbyisten alle "demokratischen" Regierungen im Griff haben sollen wir und unsere wenigen Nachkommen in einen Krieg? Tot statt auf die Uni oder erst nach dem Uni-Abschluss? Oder sollen Hartzer oder Flüchtlinge verheizt werden? Wie viele Kinder spendieren sie, Frau v.d. Leyen? Ach mit Lenkwaffen, Robotern und Drohnen wollen wir gewinnen? Im Ernst? Was genau gewinnen wir? Lebensraum im Osten? Zieht doch um, das geht auch ohne Bomben!

Rette sich wer kann. Wir müssen raus aus der NATO, die Reichen enteignen und das Geld in Schuldentilgung, die es selbst in Boomphasen nie gab, in Bildung und in eine echte Energiewende investieren. Klar: die Milliardäre mögen den Gedanken nicht, dass sich ihre Welt ändert. Sie schaffen es noch immer, den Blöden über ihre Netzwerke zu vermitteln, dass ein Haus auf Pump in der Pampa und ein dickes Auto Reichtum bedeuten, und dass wir alle hungern müssen, wenn es keine Reichen mehr gibt. Das Gegenteil ist der Fall, aber das glaubt keiner.

Ich mag den Gedanken gar nicht, dass diese ganz wenigen, über Generationen inzüchtig verblödeten Erben und Glücksritter des Kapitalismus zusammen mit ihren vielen, kurzsichtigen Sklaven gerade vor unseren sehenden Augen die Welt anzünden.

Antwort von U. Gellermann:

Nichts und niemand „zwingt“ Figuren wie Trump in kriegerische Bahnen. Trump ist Inhaber eines großen Mischkonzerns, neben Immobilien-Firmen gehören dazu auch Investments in der Glücksspiel- und der Unterhaltungs-Branche. Verquickt sind Trump-Unternehmen mit der Deutschen Bank, unterschiedlichen Hedgefonds und Saudischen Finanziers. Dort liegen jene Interessen und Bündnisse des Donald Trump, die ihn zum profitabelsten Sektor kapitalistischer Unternehmungen bringen: Dem Krieg und seiner verzweigten Industrie. Dass die Bundesregierung solchen Leuten folgt hat Tradition. Es fällt zur Zeit nur ein wenig mehr auf, weil Trump zum einen so eine skurrile Nummer und zum anderen nicht sofort für alle erkennbar den Kurs des Kriegskomplexes gefahren ist. Diese schöne Freiwilligkeit ist dem immensen Profit in diesem Bereich geschuldet. Und Profit hat nichts mit dem zu tun, was normal Menschen unter Verstand verstehen.


Am 17. April 2017 schrieb Ronald Wolf:

Nobelpreis für Trump ? Gute Idee ! Eigentlich langt es schon Antikommunist zu sein um den Preis zu bekommen. Vielleicht wäre der Literaturnobelpreist für Trump noch drin - wegen der tollen Pressearbeit.


Am 17. April 2017 schrieb Marc Britz:

In Verbrecherkreisen, zum Beispiel unter Schlägern, ist die Benutzung des Wortes ?Problem? lediglich Code für einen sich anbahnenden gewalttätigen Konflikt. Die Frage ?Hast Du ein Problem?? zum Beispiel, ist in solchen Kreisen niemals als liebenswürdige Erkundigung nach dem Wohlergehen der Angesprochenen zu werten, sondern immer als Ankündigung oder Einladung zur gewalttätigen Auseinandersetzung zu verstehen. Sachkundige entfernen sich deswegen bei dieser Frage besser vom Ort des Geschehens, oder - wenn Milieuzugehörig - setzen direkt zum präventiven Erstschlag an.
Nun ist Trump entgegen seines Aussehens keine einfache Schlägertype sondern ein Immobilienhai. Dieser Sachverhalt zeugt zwar mitnichten von geringerem kriminellem Potenzial, legt aber immerhin das Vermögen zur differenzierteren sprachlichen Ausdrucksweise nahe. Und da Trump auch noch US-Präsident und damit Oberbefehlshaber der NATO ist, handelt es sich auch massstabsgerecht um grössere territoriale Einheiten in denen sich das ansonsten milieutypische Gebaren der Reviererweiterung abspielt.
Ein Satz wie ?Nordkorea ist ein Problem. Das Problem wird gelöst werden." bedeutet also dass dieses Land demnächst mit einem reviererweiternden Konflikt überzogen werden soll. Dumm nur, dass sich Nordkorea bei einer MOAB-Maulschelle nicht nur wehren wird, sondern vielleicht bei weitergehenden Provokationen zum oben beschriebenen milieutypischen, präventiven Erstschlag ansetzen könnte. Und das gäbe im Resultat mehr als nur das MOAB-Ohrensausen (noch in 3.2 km Entfernung des Einschlags besteht die Gefahr des Gehörverlusts) sondern das massenvernichtungsbewaffnete Äquivalent zur Messerstecherei. Ein Blutbad.
Ein Blutbad, das Trump zur Durchsetzung der von der Trilateral Commission bereits seit geraumer Zeit anvisierten erweiterten Absatzmarktpolitik in Ostasien nur allzu gern bereit ist anzurichten. Und so kommen zu den eigentlich für Hillary vorgesehenen ?Erfolgen? im nahen Osten bald noch die von Trump angezettelten im fernen Osten hinzu. Eine beängstigende Situation - wenn man nicht zu den 0.001 Prozent gehört, die denken von diesem Wahnsinn profitieren zu können. Auf globalem Niveau ein bisschen so wie wenn man U-Bahn fährt und neben einem plötzlich der Satz ?Hast Du ein Problem?? vom Anführer der Schlägerbande an den offensichtlich ebenso gewaltbereiten Einzelgänger gerichtet wird. Man weiss was gleich passieren wird, kann nichts dagegen tun, die Polizei kommt ohnehin nicht und die eigentlich Verantwortlichen für diese Situation sitzen oben auf der Strasse unberührt im Mercedes. Und wenn der Oberschläger dann noch einen Preis für urbane Integrationsarbeit vom Quartiermanagement bekommt, ist man in der Realität angekommen.


Am 17. April 2017 schrieb Heinz Schneider:


Bevor jemand aus den regierenden Kreisen Ulis satirischen Vorschlag ernst nimmt, was aktuelle Äußerungen durchaus nahelegen könnten, meine ernst gemeinten Kandidaten:

Den Friedensnobelpreis erhalten die UNO und ihr Generalsekretät Antonio Guterres. Erstere für die am 1.9.2015 verabschiedeten SDG, die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Letzteres für sein Bemühen, das Ziel Frieden vom Platz 16 auf Platz 1 zu setzen.
Das wiederum lehnen die USA, die OECD, und die Europäische Union ab, während Indien, China und Russland es untersützen.

Frohe Ostern allen Foristen.


Am 17. April 2017 schrieb Hede Bittner:

Nirgendwo so brillant den Zustand der USA beschrieben wie hier. Bravo!


Am 17. April 2017 schrieb Klaus Madersbacher:

Wie es aussieht wird den nächsten Friedensnobelpreis wohl die NATO kriegen. Durch seine unbedachten Äußerungen im Wahlkampf hat the Donald sich seine Chancen vermasselt und muss erst unter Beweis stellen, dass er dieses Preises würdig ist.
Für den Adolf Hitler-Preis (http://antikrieg.com/aktuell/2014_09_06_deradolf.htm) reichen seine Leistungen noch nicht, da muss er sich noch bemühen, an seine Vorgänger heranzukommen. Sieht aber so aus, als befände er sich auf dem besten Weg.
Vielleicht könnte man ihm bis dahin einen Preis für die hervorragendste Frisur geben - solche Typen sind oft schon zufrieden, wenn sie überhaupt einen Preis bekommen ...


Am 17. April 2017 schrieb Pat Hall:

Hallo Uli,auch ich habe meinen Taschenrechner gefragt ob mit wieviel Geld ein Rebell getötet worden ist.
Möge Dein Taschenrechner in Ehre sein, aber gebe doch noch einmal die Entwicklungskosten von ca. 364 Mill. ein, dann wird die IS hocherfreut sein sein , dieser Ehre dieses dummdreisten versuches ein anderes Volk in westliche Bahnen lenken zu wollen

Dran bleiben...

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