Trump den Krieg erklären

Von Merkel bis Links: Die Querfront steht

Autor: U. Gellermann
Datum: 23. Januar 2017

Ist die Bundes-Marine schon zum Navy Yard, dem Kriegshafen der US-Marine bei Washington unterwegs? Hat jemand die Reichskriegsflagge eingepackt, um sie auf dem Capitol zu hissen? Werden die Tornados aus Syrien und der Türkei abgezogen, um die Luftschläge gegen New York zu koordinieren? Dieses Horror-Szenario kann, wenn man deutschen Medien folgt, nicht mehr fern sein. Denn während bis jüngst noch Wladimir Putin der Erzfeind aller Chefredaktionen war, ist jetzt Donald Trump dran: Dem werden sie es zeigen, die Anführer der echten Demokratie von BILD bis TAGESSCHAU. Bis vor ein paar Minuten haben sie noch jeden Obama-Krieg notwendig und nützlich gefunden. Vor Sekunden noch waren sie die Treuesten der Treuen der USA in Afghanistan. Kein Drohnenmord war ihnen zu gemein, kein CIA-Einsatz in Syrien zu brutal: Sie konnten alles erklären. Unerklärlich ist ihnen der Wahlerfolg von Donald Trump, der war nicht vorgesehen. Man hatte doch Wahlkampf für Hillary Clinton geführt, die hätte gewinnen müssen. Die Frau, die man zu Recht für den Libyen-Krieg verantwortlich machte, deren politische Umgebung sich wirklich Mühe gegeben hatte einen Krieg gegen Russland vom Zaun zu brechen, die war der Favorit deutscher Medien, die hätte gewinnen müssen.

Aber jetzt, wo der Mann mit den langen gelben Haaren US-Präsident wurde, jetzt ist aber Schluss mit lustig. Der wahrscheinlich neue Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Trump öffentlich als "Hassprediger" bezeichnet. Das ist der Steinmeier, der auf dem Kiewer Maidan einen Putsch abgesegnet hatte. TTIP-Gabriel, der SPD-Chef, der jeden noch so schlechten transatlantischen Vertrag ergebenst begrüsst hat, dem „fehlen nur noch so Begriffe wie das Parlament als Quasselbude zu bezeichnen, oder Systemparteien“, um Trump zum neuen Hitler zu erklären. Und die Zuchtmeisterin der Europäischen Union, Angela Merkel, ist nur dann zur Zusammenarbeit mit Donald Trump bereit, wenn der Mann Demokratie, Freiheit und den Respekt vor dem Recht und der Würde des Menschen achtet. Ach, ja. Das verlangt die Frau, der noch nie aufgefallen ist, dass die Würde der Menschen in Armut nicht gedeihen kann. Die nie bemerkte, dass Freiheit nicht am Hindukusch verteidigt wird und auch nicht im Irak. Dass eine Abfolge von Koalitionen zwar ihre Macht sicherte, aber mit Demokratie jeden Tag weniger zu tun hat.

Es wird dunkel auf dem Platz vor dem Brandenburger Tor. An die hundert Menschen warten auf die Ankunft eines Demonstrationszuges, der gegen Donald Trumps Amtseinführung protestiert. Man spricht mehrheitlich Englisch. Kein Wunder. Denn die Organisatoren sind von den „Democrats Abroad“, der Auslandsorganisation der Demokratischen Partei, der geschlagenen Clinton-Wahlkampf-Truppe. Wenn man fragt „Have you ever demonstrated against Obama-drones?“ wird diese einfache Frage mit Unverständnis oder Entsetzen quittiert: Offenkundig gilt Obama vor dem Brandenburger Tor immer noch als heilig. Dann kommt der Zug auf den Platz. „Einige Hundert Frauen und Männer“ wird die TAGESSCHAU später berichten. Stimmt. Hie und da erkennt man unter den Demonstranten auch Menschen mit eindeutig linken Biographien. Rund um die Bühne und auf Flugblättern wird Donald Trump als Faschist bezeichnet. Hat er schon den Dritten Weltkrieg ausgerufen? Sind seine Feinde schon in den hastig gebauten Konzentrationslagern untergebracht? Wurden schon alle Demonstrationen gegen Trump in den USA niedergeknüppelt?

Linke Kommentatoren kritisierten im Vorfeld der Anti-Trump-Aktionen, sein Kabinett vertrete nur das eine Prozent der Superreichen. Stimmt. Aber gab es da in der Obama-Zeit nicht eine Bewegung, die „We are the 99 percent“ ausrief, um die Politik der Ein-Prozenter zu stoppen? Trump, so ist zu hören, sei ein Rassist. Stimmt. Aber unter welchem US-Präsidenten gab es jede Menge Polizeimorde an Farbigen, saßen mehr Farbige in den US-Gefängnissen als jemals zuvor? Wer diese Fragen mit Obama! beantwortet, der hat gewonnen. Und, so gruselt sich eine Querfront von Angela Merkel bis Katja Kipping: Trump habe tatsächlich „America First“ gefordert. Während die Obama-Administration, von Libyen bis China, die US-Interessen immer brav hintenan gestellt hat. Oder?

Nahezu zeitgleich zur Anti-Trump-Aktion vor dem Brandenburger Tor trafen sich in Koblenz die erklärten Freunde Trumps in Westeuropa: Von Marie Le Pen bis Frauke Petry waren sie alle gekommen. Gefehlt haben soll Björn Höcke. Der bastelte in Thüringen wahrscheinlich gerade an einem neuen tausendjährigen Kalender für Deutschland. Und wer in den letzten Wochen glaubte, nachdem der Oligarch Trump ein paar unverbindlich nette Sätze zu Russland abgegeben hatte, man könne der neuen US-Politik näher treten, befindet sich plötzlich in einer Reihe mit Nationalisten. Denn während Trump sein Amerika ganz vorne sieht, sehen auch die Le Pens und Petrys ihre jeweiligen Nationen ganz vorn. Das gibt ein heftiges Gedrängel um die ersten Plätze. So oder so: Man ist in schlechter Gesellschaft.

Ja, es wäre eine Hoffnung auf friedlichere Zeiten in Europa, wenn die USA und Russland den schwärenden Konflikt um die neue NATO-Ostgrenze beilegen würden. Aber in diesem Konjunktiv steckt bisher mehr heiße Luft als sonst was. Doch mit der Ernennung des neuen Botschafters der USA in Israel, David Friedman, ist der Konjunktiv an einem Punkt zum Imperativ geworden: Der Anwalt und Berater von Trump will seine Botschaft von Tel Aviv ins „ungeteilte“ Jerusalem verlegen: Das US-Imperium sendet offenkundig einen Terror-Freund nach Israel. Denn, dass eine solche Anerkennung der Siedler-Fraktion, der Rassisten in der Knesset, umgehend eine Welle des Kampfes um palästinensische Souveränität –  gemeinhin Terror genannt – erzeugen würde, ist sicher. Und wie werden absehbare deutsche Regierungen darauf reagieren? Mit Solidarität gegenüber der israelischen Regierung, nur um dem Terror weitere Nahrung zu geben.

Es gibt ihn nicht, den guten König, der uns unsere Probleme löst. Weder finden unsere Kämpfe um Frieden und soziale Gerechtigkeit im Gefolge der Trump Incorporated statt, noch rettet uns ein Schulterschluss mit der Merkel-Obama-AG. Wir werden das Notwendige schon selber tun müssen.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 27. Januar 2017 schrieb Otto Bismark:

"Es rettet uns kein höh`res Wesen,
kein Gott, kein Kaiser noch Tribun,
uns aus dem Elend zu erlösen
müssen wir schon selber tun."


Am 26. Januar 2017 schrieb Antonie Brinkmann:

Hier ist Ihnen etwas entgangen:

US Drone Killing Machine Now on Autopilot
By Laurie Calhoun

http://www.informationclearinghouse.info/46295.htm


Am 25. Januar 2017 schrieb Klaus Bloemker:

@ Lothar Groß:
Trumps "narzisstische Persönlichkeitsstörung"

Das sagt auch ein früherer Dekan der medizinischen Fakultät von Harvard:
- A former dean of Harvard Medical School tweeted that Trump „defines" narcissistic personality disorder.

Aber man muss nicht in Harvard studiert haben, um das zu sehen.

Antwort von U. Gellermann:

Die Diskussion zum Trump-Artikel ist geschlossen.


Am 25. Januar 2017 schrieb altes Fachbuch:

@k. bloemker (und u.gellermann)
"....zum Glück trägt er (der galerist) aber die antifaschistische Fahne nicht allzu hoch."
ich wäre arg entsetzt, wenn dies so stimmen würde!!?? selbst halbmast wäre ein politikum (für mich)!!

"Ich finde es nämlich heutzutage etwas peinlich, wenn Leute sich als antifaschistische Helden aufspielen."
geht's noch?? peinlich?
gestern noch war das gescheiterte npd-verbot der aufreger und schon heute ist es peinlich, antifa zu sein?? hier wird antifa als heldenhaftes schauspiel diffarmiert und r.raul sagt nichts dagegen?!

"Schüler lernen doch in der 9. Klasse und noch mal in der 12. (wenn sie auf dem Gymnasium sind) und bei jeder zweiten Sonntagsrede, was Nazi-Deutschland war."
so wie sie das schreiben, ist auch dieses minimum ihnen schon zuviel! und dann machen auch ihre wiederholten isreal-juden-beiträge sinn. ich sehe mal von der bewertung der "qualität" dieser bildung ab (gymnasiasten werden ja keine nazis), ABER: antifa ist zuerst ein erziehungsziel!!

da lobe ich mir die eindeutige und kompromisslose position von u.spurgat!!

Antwort von U. Gellermann:

Die Diskussion zum Trump-Artikel ist geschlossen.


Am 25. Januar 2017 schrieb Lothar Groß:

Lieber Uli Gellermann,
auch bei mir schlägt nicht nur das Herz LINKS, und ich lese Ihre Artikel mit Freude und (inhaltlicher) Zustimmung. Diese Worte sind aufrichtig gemeint und ich hoffe, es kommt nicht zu schmalzig rüber.
Aber nun zur Sache, äh, ich meine den Donald Trump, den inzwischen keiner mehr ignorieren kann. Leider. Ich habe in der Folge mal versucht, die Festplatte dieses Narzissten aus einem etwas anderen Blickwinkel zu durchleuchten ? s. unten.

Herzlichst mit solidarischen Grüßen (und bitte machen Sie weiter so)
lothar groß (lag)

Trump braucht das Lob wie der Säugling die Muttermilch
Selbstliebe in übersteigerter Form bezeichnet man als Narzissmus. In extremer Ausprägung als narzisstische Persönlichkeitsstörung, und in diese Kategorie dürfte Donald Trump einzuordnen sein, der neue amerikanische Präsident. So einer gehört in psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung, doch wäre es naiv zu glauben, dass sich Trump diese Erkenntnis erschließt. Narzissten sind kritikresistent, ein Krankheitssymptom ist die Verleugnung der Wirklichkeit. Auf gut gemeinte Hinweise oder konstruktive Kritik reagieren narzisstische Personen mit Hass und Wut. ?Wer und was ist bösartiger als die Wirklichkeit??, eine Fragestellung, die trumpsche Absurdität in sich trägt, wenn das schöne Bild menschlicher Vernunft entrückt.
Es sollte niemand die reale Gefahr unterschätzen, die von dem neuen amerikanischen Präsidenten ausgeht. Wer die nicht zimperliche und gewaltbereite Hegemonialmacht USA anführt, hat erheblichen Einfluss auf das weltpolitische Geschehen. Und bei Donald Trump geht es wohl kaum darum, das Präsidentenamt mit sinnvoller Politik zu füllen, als vielmehr die eigene Macht, den Reichtum und das krankhafte Ego weiter aufzublasen.
Man muss kein Hellseher sein, um zu wissen, dass Trump sein Amt einzig und allein für die eigenen Zwecke nutzen wird. Vielleicht kann er dabei seine wahren Absichten mehr oder weniger geschickt (noch) verschleiern, aber hinter der schon sichtbaren Fratze lauert noch übleres Potenzial. In der Regel versuchen Narzissten ihre Mitmenschen, ihr Land, und ? wenn die Machtposition es hergibt ? den Kontinent und den Rest der Welt rigoros auszubeuten, am Ende hinterlassen sie verbrannte Erde. Ein resignierendes Hinnehmen des vermeintlich Unabänderlichen wäre wohl die schlechteste aller denkbaren Möglichkeiten.
Zuerst aber gilt es einer Wahrheit ungeschminkt ins Auge zu schauen, so schwer es einem auch fallen mag, was im Besonderen für die Einäugigen der Transatlantiker gilt. Bei dem Narzissten Trump fällt vor allem seine selbst inszenierte, geradezu titanisch anmutende Grandiosität (in Wahrheit pure Dämlichkeit) und die ausschließlich auf sich bezogene Fokussierung auf. Der Mensch badet in protziger Selbstverliebtheit und einem unersättlichen Verlangen, von allen bewundert und hofiert zu werden. Ebenso ausgeprägt ist seine übersteigerte Empfindlichkeit gegenüber echten oder vermeintlichen Kränkungen, egal welcher Art. Dass Donald Trump kaum Einfühlungsvermögen anderen gegenüber haben kann, zeigt sich nicht zuletzt in seinem Sprachduktus, der entwürdigender, beleidigender, primitiver und schamloser gegenüber seinen Mitmenschen kaum sein kann. Trumps ?King-baby? oder dickes Ich, braucht das Lob wie der Säugling die Muttermilch, aber es wäre ein fataler Irrtum zu glauben, dass man ihn damit zügeln und in Schach halten könnte. Das sollte sich auch die Rautenkanzlerin aus der Uckermark gut merke(l)n, bevor sie und ihre Vasallenschar die Zitzen weiter über den Atlantik strecken. lag


Am 25. Januar 2017 schrieb Reinhard Lerche:

Eine super Analyse!
Für die "Qual-i-tät"s-Medien schön abgestuft:
"Putin-Versteher"
"Trump-Versteher"
"Friedensfreund"
und
"Kritiker"
somit Unhaltbar! Weiter so!


Am 24. Januar 2017 schrieb Flash Flash:

Nachdem die bislang regierenden sog. Liberalen (deren Credo der möglichst weltweite "Freihandel" bzw. die kapitalistische "Globalisierung" ist) weitgehend abgewirtschaftet haben (was spätestens seit der anhaltenden und sich weiter verschärfenden finalen Finanz- und Weltwirtschaftskrise offensichtlich wurde) weitgehend abgewirtschaftet haben, wollen nunmehr (wie stets in kapitalistischen Krisenzeiten) die "Rechten" Staat und Kapital (d.h. die Nation) retten.

Obwohl diese heutzutage gar nicht mehr zu retten ist.
Ein absurdes Theater, das zwangsläufig in der größten Katastrophe der Menschheitsgeschichte endet.


Am 24. Januar 2017 schrieb Klaus Bloemker:

@Ulrike Sputgat
"humaner und antimilitaristischer und antifaschistischer Journalist" (Uli)

Ja, zum Glück trägt er aber die antifaschistische Fahne nicht allzu hoch. Ich finde es nämlich heutzutage erwas peinlich, wenn Leute sich als antifaschistische Helden aufspielen.

Schüler lernen doch in der 9. Klasse und noch mal in der 12. (wenn sie auf dem Gymnasium sind) und bei jeder zweiten Sonntagsrede, was Nazi-Deutschland war.


Am 24. Januar 2017 schrieb Manfred Ebel:

Wenn man der 160 Jahre alten Leseempfehlung nicht folgen mag, bleibt nur der lange, steinige, schmerzhafte Umweg der Erkenntnis.
Die ersten Schritte des 'Wie' sind:
- Kampf dem Inneren Schweinehund!
- Ich bin nicht zu alt. Wer sonst?
- sich an allen möglichen politischen Demonstrationen beteiligen, bei denen es um die ureigensten Interessen der Werktätigen geht: Frieden, Arbeit, Solidarität.
- sich mit Argumenten Anderer auseinandersetzen. Stimmen die Fakten? Stimmt die Schlüssigkeit? Stimmen die Schlussfolgerungen?
- Gemeinsames, Typisches, wiederkehrende Muster erkennen.
- die Gemeinsamkeit suchen und sich dem gesellschaftlichen und staatlichen Druck zur Individualisierung widersetzen: Konsum, Individualhobbies und -sportarten, Einzelterminvergabe bei Ämtern, ...
- sich politisch organisieren in Gewerkschaften, in einer politischen Partei der Werktätigen und auch in politisch (!) orientierten Gemeinschaften wie Chören, Sportvereinen, ...
- Austausch und Rückenstärkung suchen wie z.B. in der RG, aber zunehmend unmittelbar in informellen und formellen politischen Gruppen.
Das 'Was' ergibt sich z.T. aus den o.g. Überlegungen:
- Nicht zu Ländern suche ich friedliche Beziehungen, sondern zu werktätigen Massen weltweit, anderen Völkern.
- jede politische Losung "... first!" ist Nationalismus pur. Das kann am Ende niemals gut sein für die Massen.
- Meine Solidarität mit meinem Hartz-IV-Nachbarn, dem 'Penner', dem 'verlotterten Kind' oder dem 'Flaschen sammelnden Rentner', dem Flüchtling ist ein grundsätzlich anderes als das für einen Trump oder wie die auch immer heißen mögen. Oder die Rentnerin, die ich letzte Woche traf, die für 6€/h arbeiten gehen muss. Trump, Merkel, Steinmeier, Petry, Fielmann, Quandt, ... sind niemals meinesgleichen. Letztere sind Verursacher der Ersteren. Das zum Notwendigen.
Organisiert Euch! Jetzt!


Am 24. Januar 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

@ R. Rauls,
wenn sie den Sinn und die Bedeutung von politischem Journalismus nicht begriffen haben helfe ich ihnen sehr gerne auf die Sprünge:
Uns, den Lesern und Schreibern wird hier auf hohem, politisch journalistischem Niveau die Möglichkeit geboten, uns nicht nur sehr gut informieren zu können, sondern uns auch zu beteiligen, zu reflektieren, nachzudenken, und wenn möglich auszutauschen. Ein großer geistiger Gewinn; in einer Zeit der Verblödung, der Verflachung, der Mitläufer, der Papageien, usw. ein Wert an sich, wie ich finde.Wer sich am Galeristen abarbeiten muss sollte doch besser zum Psychologen; dort ist die Stelle, wo Befindlichkeiten und SElbsterkenntnisprobleme ihre Berechtigung haben.
Hier geht es aus meiner Sicht darum:
Die politischen Zusammenhänge einfach besser erkennen zu können, die Einschätzungen, das Schlüsse ziehen, Klarheit in die Gedanken bringen zu können, zu überprüfen, umzuschmeißen, neu zu denken, aber vor allem zu wissen, wo man denn steht.
So sehe ich die Möglichkeit der aktiven Teilnahme, eben der des Schreibens, die uns hier geboten wird, und sicherlich werde ich wieder DANKE sagen wollen, weil einige es nicht begreifen können oder wollen, dass hier doch genau das passiert, wo einige Nörgler nur nörgeln, und nicht allzuviel auf der Pfanne haben Der Verfasser, Autor, politischer Journalist tut genau das: Er ist ein aktiver, spitzfindiger und vor allem zutiefst humaner und antimilitaristischer und antifaschistischer Journalist, der meist den Finger in die Wunden legt, und uns immer wieder auffordert eigene Positionen zu haben, zu entwickeln, und uns zu beteiligen, und den Widerstand zu leisten. Sicherlich völlig uninteressant, wenn es beim Kreisen um sich selber bleibt.
Es gibt nicht mehr viele, die in der alten Tradition von C.v. Ossietzky und Kurt Tucholsky stehen. Punkt.


Am 24. Januar 2017 schrieb Ich Theaterkritiker:

1.
Trump - Israel: In seiner Rede vor der AIPAC während des Wahlkampfs im November hat er ständig bekräftigt, dass er lebenslang und unverbrüchlich zu Israel steht und mit erster Priorität das Problem Iran-Deal lösen wird, weil es eine Katastrophe für den gesamten mittleren Osten sei. Iran destabilisiere und beherrsche die ganze Region, sei allerbestens aufgerüstet und bedrohe Israel mit Raketen von 1250 Meilen Reichweite, was auch Europa bedrohe und bald auch die USA. Auf die Test-Raketen sei gemalt: Israel muss von der Erdoberfläche verschwinden! - diese falsche Übersetzung kennen wir doch?- Iran finanziere den Dschihad und Palästina mit Dollarmassen aus dem Atom-Deal und beherrsche das selbst gegründete weltweite mächtige Terrornetzwerk, mit Terrorangriffen in 25 verschiedenen Ländern auf allen Kontinenten. Und bald werden sie Atomwaffen auf Israel richten. FAZIT: Wir werden das alles regeln, I promise, belive me, belive me ? immer wieder stehende Ovationen!
www.youtube.com/watch?v=T97Bq3sQMDw - 24,19min ? OmU sehenswert!
Nebenbei bemerkt: Zwei Schwiegersöhne sind Juden, Tochter Ivanka ist konvertiert und heißt jetzt Yael Kushner. Ihr Mann Jared Kushner soll Berater im Weißen Haus werden.
Sehr aufschlussreiche Who-Controls-Seite: http://thezog.info/who-controls-donald-trump/
Heißt das alles auch, dass die aktuell rollenden Panzerkolonnen in Richtung Russland nun abbiegen werden Richtung Iran? Und dass Killary wahr gesprochen hat, dass der Raketenschild nur auf Iran gemünzt sei?

2.
Anti-Trump-Demos: Auf den Fotos sieht man viele Frauen mit rosa gestrickt/gehäkelten Mützen mit oben rechts und links je eine Beule, sog. Pussyhats. Ob die Beulen wohl Brüste symbolisieren sollen? Woher haben sie so schnell die Strickanleitung bekommen. Und die z.T. gleichen gedruckten Schilder? Übrigens heißt es, dass mindestens ein Drittel der organisierenden Frauengruppen von György Schwarz „alias George Soros" gesponsert sind.

3.
@ Rüdiger Rauls betr. Frau Spurgat: Danke, dass sie ausgesprochen haben, was ich schon lange denke.
@ Ulrike Spurgat: Tatsächlich geht mein Fremdschämen für die Peinlichkeit soweit, dass ich Widerstände habe, Ihre Kommentare überhaupt zu lesen. Da Sie aber häufig gute Gedanken beitragen, versuche ich tapfer, die Lobhudelei zu überspringen, bis Ihr Inhalt anfängt.

Antwort von U. Gellermann:

Tatsächlich freue ich mich über Lob: Das ist mir der Lohn des Schreibens. Und wenn ich bei Rüdiger Rauls mal eine eigene Position entdecken könnte, wären seine Beiträge vielleicht so anregend wie die von Ulrike Spurgat.


Am 24. Januar 2017 schrieb Michael Schmidt:

Solange Herr Trump niemandem den Krieg erklärt ist doch alles ok.
Problematisch ist viel eher die Haltung Europas ...was ist das denn, wie ist die denn? Seit der Wahl dieses neuen US-Präsidenten wird Europas Konzeptlosigkeit und Ziellosigkeit einfach nur jeden Tag deutlicher. Orientierungslos ohne Ende....aber das ist schon seit Jahren so.....und da können die "Trump Freunde" gar nicht dafür. Verantwortlich sind die sogenannten Volksparteien die sich vom Volk losgesagt haben und ihr eigenes Süppchen kochen....und zwar in ganz Europa.
Echt spannende Zeiten stehen bevor....aber nur ohne Krieg....ansonsten hat die Spezies Mensch hoffentlich ausgedient, weil unfähig ....

Antwort von U. Gellermann:

Zart will ich daran erinnern, dass z. B. Russland auch zu „Europa“ gehört.


Am 24. Januar 2017 schrieb Rüdiger Rauls:

Brigitte Klara Mensah-Attoh: Wir müssen aufwachen, das Notwendige endlich selber tun. Ich zitiere Sie hier stellvertretend für einige andere, auch für Herrn Gellermann selbst.
Was ist denn das Notwendige, das getan werden muss oder soll? Bis jetzt hat das noch niemand benennen können. Es ist immer nur die Rede von einem großen, erdrückenden NOTWENDIGEN. Welche Not soll denn da abgewendet werden, wenn man das Wort mal wörtlich nehmen will. Das ist alles schwammig und gerade dadurch beängstigend und bedrohlich. Es wird nicht klar benannt, was als Gefahr gesehen wird. Wenn aber die Gefahr nicht benannt werden kann, wie will man dann das Notwendige tun, um sie zu beseitigen?
Und Manfred Ebel ruft gar dazu auf unter Bezug auf die Internationale: "Man muss 'das Notwendige' benennen, nämlich ein für alle mal diesen Spuk beenden. Beenden, nicht reformieren.
So? Ganz toll! Nur, wie soll das gehen? Was denn ist der erste Schritt dazu? Wortradikales Phrasendreschen bringt nicht weiter. Der erste Schritt ist der schwerste. Und Sie wollen gleich unter Umgehung dieses ersten Schrittes den ganzen Spuk beenden. Was ist das denn, was Sie als Spuk bezeichnen? Trump, die USA, der Kapitalismus, das Wetter?
Wenn es der Trump ist, den Sie als Spuk beseitigen wollen, so sagen Sie doch mal, wie das gehen soll? Wie sollen wir von Deutschland aus den Präsidenten der mächtigsten Militärmacht der Welt vertreiben? Wenn es die Bevölkerung der USA nicht geschafft hat, den zu verhindern, wie sollen denn die deutschen Ebels das schaffen? Und wenn die deutschen Ebels den Trump nicht bei Seite schieben können, wie wollen sie es denn dann mit dem Kapitalismus machen, der ja noch viel mächtiger ist als ein Trump oder eine Killary oder wer sonst auch immer Präsident der USA ist? Sind Leute wie Sie größenwahnsinnig? Und mit wem wollen sie dieses Projekt Spuk-Beseitigung durchziehen? Machen Sie das alleine? Und wenn nicht, wie wollen sie die Menschen gewinnen, die an der Beseitigung des Spuk teilnehmen sollen? Große Parolen in die Welt setzen ist das eine, aber daraus gangbare Schritte zum Ziel machen, ist noch einmal etwas ganz anderes. Das ist das eigentlich Schwierige. Die Menschen trauen den großkotzigen Parolenschwingern nicht. Und das ist gut so. Das bewahrt sie vor Niederlagen.
Wie wollen WIR, wer immer das auch sein mag, denn einem Trump in den Arm fallen auf der anderen Seite der Welt, wenn WIR es hier nicht einmal schaffen, die Kräfte zu bündeln, die die Entwicklung zwischen Deutschland und Russland mit Sorge betrachten?
WIR Linke, Herr Gellermann, gibt es nicht. Das ist schwammiger Begriff, unter dem jeder etwas anderes versteht. Selbst die Junge Union sieht sich als Linke, und zwar innerhalb der CDU. Alle Parteien haben einen linken Flügel. Sind das auch die Linke, die Sie als WIR bezeichnen? Wie viele Linke gibt es doch auf den Vernissagen und Cocktail-Parties. Es ist doch in gewissen Kreisen chic, auch ein bisschen links zu sein und sich mit dem Parfüm des Revoluzzertums attraktiv zu machen. Auf das LINKS-Sein würde ich nicht viel geben. Es hat in den meisten Fällen keinen Inhalt.

Antwort von U. Gellermann:

Eine eigene Position kann ich bei Ihnen nicht erkennen. Die aber wäre die Voraussetzung für einen Dialog,


Am 24. Januar 2017 schrieb Bernd Ulbricht:

Die Kommentare des Ù. Gellermann lesen sich stets herzerfrischend, aber er scheint gegen alles und für nichts zu sein. 100% Recht hat er mit der Aussage, dass die dahingeschiedene US-Administration unter der Führung eines Friedensnobelpreisträgers auf dem besten Wege war, uns alle in einen 3. Weltkrieg zu stürzen und deren Claqueure in Berlin, Paris usw. begeistert diesem Weg in den Untergang folgten. Die Amis haben gewählt und für uns resultiert daraus entgegen der bislang sicher tödlichen Perspektive zumindest eine fifty-fifty Chance auf ein weiteres Leben in Frieden. Die Sache mit Israel hat D. Trump offensichtlich falsch eingeschätzt - hoffen wir auf Besinnung da drüben.
Zu hinterfragen wäre beim Autor, wer sich nach seinem Ermessen hierzulande und im übrigen Europa als künftige Partner der neuen US-Regierung profilieren sollte. Ich sehe da niemanden im Reichstag, der nicht in den Orkus der Geschichte gehören würde. Eine Alternative bietet sich an, die sich personell hier und da noch konsolidieren muss, die auch noch ein wenig übt, aber in die richtige Richtung agiert. Herr Gellermann, sinnieren alleine ist durchaus löblich, ändern können wir aber nur etwas, indem wir handeln. Im September wird in Deutschland gewählt - ich werde hingehen.

Antwort von U. Gellermann:

Die Deutschen sollten nicht nach einer neuen „Partnerschaft“ suchen sondern sich um ihren eigenen Kram kümmern: Zur Änderung des Missverhältnis zwischen Arm und Reich und zur Verweigerung von Auslandseinsätzen brauchen wir keine “Partner“.


Am 24. Januar 2017 schrieb Bernd Ulbricht:

Die politisch korrekte Meute in der westlichen Welt ist empört, regt sich über ein demokratisch ermitteltes Wahlergebnis in den USA auf. Ein Widerspruch in sich!

Die jüngere Geschichte der Globalisierung unter der Führung der USA war gekennzeichnet durch die Verschärfung der Widersprüche zwischen Arm und Reich sowohl innerhalb der entwickelten westlichen Industrienationen als auch im Vergleich zwischen den armen und reichen Ländern dieser Erde. Einige wenige Drahtzieher in Ökonomie und Politik bereicherten sich schamlos am Rest der Welt, scheuten bei der Durchsetzung ihrer Interessen nicht vor Kriegen zurück, destabilisierten mit Hilfe der nunmehr ehemaligen US-Administration bislang funktionierende Staaten und machten diese zu blutigen Tollhäusern widerstrebender Interessen.

Die Zentralisierung der Macht innerhalb der großen Medien weltweit schritt in den vergangenen Jahren ungebremst voran. Dies bildete die Grundlage dafür, dass die für den normalen Erdenbürger vorrangig und dominant präsentierten Informationen und Leitbilder mehr und mehr zu einem üblen Einheitsbrei verkamen, der eine objektive Meinungsbildung von vornherein ausschließen sollte. Es ist eine Schande, dass unsere GEZ-finanzierten Leitmedien ebenfalls auf dieser Welle reiten. Sie sollten objektiv und unabhängig informieren, nicht aber agitieren! Wer gibt irgendwelchen Redakteuren und Moderatoren den Auftrag oder gar das Recht, in der zur Zeit vorherrschenden rüpelhaften Art und Weise gegen den gewählten Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika zu pöpeln? Als Bürger dieses Landes bin ich an guten Beziehungen zu allen Ländern dieser Erde interessiert, auf keinen Fall jedoch an einer Belastung des wichtigen Verhältnisses zu den USA, weil sich Rüpel in unseren Staatsmedien ungehindert entfalten dürfen.

Wo, Bitteschön, ist ein Anlass zu Empörung und Entsetzen zu finden, wenn sich ein amerikanischer Präsident zu seinem Land bekennt und "America first!" als Losung auserkoren hat?! Ich würde ein Bekenntnis dieser Art von führenden Politikern in Berlin zu unserem Vaterland jedenfalls nicht nur nicht abartig finden, sondern sogar freudig begrüßen.

Der ungebremste Export von Arbeitsplätzen, in der Folge deren Vernichtung zu Hause, soll laut der Agenda des D. Trump beendet werden. Gewisse Leute mag das schmerzen - dies sind die o.g. Mächtigen in der Wirtschaft, deren Marionetten in der Politik und die vielen Opfer des medialen Einheitsbreis.

Nachdem wir politisch korrekt von einem Friedens-Nobel-Preisträger dicht an den Abgrund eines Dritten Weltkrieges geführt wurden, sehe ich in der Machtübernahme durch Präsident D. Trump eine reale Chance für das Stoppen der Hassspirale gegenüber Russland, in welche uns die finstersten Mächte dieser Welt hineingetrieben haben. Auch in dieser Frage haben sich deutsche Politiker und unsere Staatsmedien nicht mit Ruhm bekleckert.

Besinnen Sie sich, meine Damen und Herren, auf Ihren Auftrag und auf die für guten Journalismus geltenden ethischen Grundsätze. Wir GEZ-Zahler haben die Fernbedienung in der Hand, also die freie Wahl. Beileibe nicht alles, was in diesen Zeiten als "Fake News" (per IHRER Definition) um den Globus geistert, ist ungeeignet als Ergänzung zu Ihren Schönfärbungen, Unterlassungen, passend gemachten Statistiken...


Am 24. Januar 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

@ Herr Rauls, sie ärgern sich wohl, dass ich auf ihren Zug nicht aufgesprungen bin.
Tja, man kann Lieeben nicht alles haben.
Und ehrlich, sie bieten nicht viel, was von Interesse für mich ist, und was der Diskussion gut tut oder auch nicht, dass überlassen sie doch den Schreibern. Übrigens werde ich selbstverständlich das weiterhin schreiben, was ich denke, fühle und von dem ich überzeugt bin.
Herr Rauls: Ratschläge sind auch Schläge. Bleiben sie doch in Zukunft beim Thema, denn ich bin nicht so interessant, dass sie sich mit mir beschäftigen sollten.
Der Inhalt ist entscheiden, und ein bisschen Lob und Unterstützung kann nicht schaden,und ihre Nörgelei bringt nun gar nicht weiter.


Am 24. Januar 2017 schrieb Der Linksliberale:

Das geht jetzt schon wochenlag - was macht Trump, wenn er was macht oder wenn er was nicht macht und mit wem? Und warum - sollen wir protestieren oder jubeln?
Und jetzt lese ich in der gellermannschen, rationalen Galerie Ungewissheit bei einigen, sich als links bezeichnenden, Kommentatoren. Was sollen wir Linke nun tun und mit wem, das Killary ist weg, die Friedensnobelpreismörderdrohne mit den zu großen Ohren auch und der Trump ist auch böse oder kann böse sein oder eben gut zu den Russen.
Ich glaube wir tun erst einmal gut daran einen Schritt zurück zu gehen und wir sollten daran denken: Wenn (bürgerliche) Wahlen in kapitalistischen Ländern die Lebensumstände der Ärmsten verbessern und Kriege beenden würden, wären sie in der westlichen Demokratie längst verboten. Wer beschäftigt uns denn jetzt schon wochenlang mit diesem Trump und mit den sogenannten Wahlen in den USA? Hallo, das sind die bürgerlichen Politiker und ihre Medien. Was ändert Trump oder die AfD oder die SPD oder die CDU nach Wahlen am Leben der Ärmsten in Deutschland und wird es weniger Waffen geben, oder gar mehr Frieden mit den kriegsgeilen Grünen? Es werden sich ein paar Prioritäten verschieben, die Armen werden ärmer und die Kriege mehr und automatischer. Aber tatsächlich wurde eine Sache schon lange vorbereitet, mal laut mal leise und ich vermute das ist der Plan- die NA(h)TO(d) EU- Staaten sollen 2% des Bruttoinnlandprodukts (BIP) für Rüstung ausgeben, das trötet wie nebenher auch unsere Rautenmutti aus dem Kanzleramt oder auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Das gleich Grunzen vernimmt man aus dem Schloss Bellevue, nur sprachlich getarnt als „Verantwortung“ und der Trump sagt: die USA werden ihr Rüstungsbudget für die NATO auf 2% senken und die anderen Mitglieder der EU-Nato sollen Ihre Rüstungsausgaben auf 2% erhöhen, denn die zahlen jetzt angeblich zu wenig (BRD „nur“ 1,2% des BIP). 2%, so sagt es der Vertrag - sonst ist die NATO obsolet?. Das sind nach vorsichtigen Schätzungen nur für die europäischen NATO-Staaten 1 Billion Euro Mehrausgaben in 10 Jahren für die Rüstung! 2% Prozent des BIP - das tut bisher nur der Anti-Russland Staat Polen und ich glaube Lettland. Das heißt aber für Deutschland 31 Milliarden mehr im Jahr für Panzer, Flugzeuge und Raketen- es gibt aber ein Problem: Der Feind ist etwas abhanden gekommen, der Russe spielt nicht so richtig mit. Der deutsche Michel könnte fragen warum? Aber unsere „Oberen“ sind kriegsgeil und Russland ist schlauer als gedacht -was tun? Da kommt der Trump aus der Asche des Irak- und Syrienkrieges und faselt etwas von 2% in die Kamera und die Blöcke der BILD-Zeitung und die Kriegsfürsten in Brüssel und der EU sagen nun, jetzt müssen wir mehr für unsere Sicherheit tun, denn die atlantische Allianz bröckelt... und es wird gemacht. Danach, in ca. 4 Jahren, wird der Trump wieder abgewählt und Rheinmetall, Heckler und Koch sind reicher - und wir auch, an Kriegen- und alles nur weil wir auf Trump schielen und vergessen haben, was der Imperialismus am besten kann: Krieg.


Am 24. Januar 2017 schrieb Benny Thomas Olieni:

Das ist wirklich phänomenal, wie Donald Trump Vladimir Putin als Feindbild in den Schatten stellt, aus Sicht der Kriegstreiber.

Ich mag mir garnicht vorstellen, was im Falle einer Verständigung zwischen den beiden passieren kann.

Schlimmstenfalls sogar Frieden?

; - )

Jeder Mensch wird das Notwendige schon selber tun müssen: Konstruktiv und friedlich, hoffentlich und in geistiger Freiheit.
Bewußtseins-Entwicklung ist durch kaum was zu erse


Am 24. Januar 2017 schrieb Manfred Ebel:

@altes.fachbuch, Probleme der Selbstdarstellung (=Erscheinung) resultieren aus existenziellen ökonomischen Problemen (=Wesen)
:-)
Die da sind Überproduktion und Entwicklungsstand der PK. Müssen revolutionär (mittels Krieg) vernichtet werden. Dazu (!) kommen Ressourcenkämpfe.

@ all: Dann mal wieder nachlesen und verstehen, was seit 160 Jahren geschrieben steht, wer es wie machen soll.


Am 24. Januar 2017 schrieb Michael Kohle:

Irgendwann im Sommer letzten Jahres gab ich mal irgendwo von mir, der Unterschied zwischen Clinton und Trump läge nur im unterschiedlichen Verlustifizierungsfaktor. Bei Hillary wäre - so erwartete ich - gähnende Langeweile vorprogrammiert, bei Donald hingegen dürfte es spannend werden, was tatsächlich - um mit Kohlschen Worten zu sprechen - hinten raus kommt. Und so ist es auch gekommen. Die einst auf Donald gepfropften Hoffnungen werden dahinschwinden wie die Weihnachtsmänner vom letzten Schnee. Nimmt man seine Rede vom letzten Freitag so hat sie mit seiner großen Vor-Wahltags-Ankündigungsrede von Gettysburg absolut nüscht zu tun. Wenn er das, was er für die ersten 100 Tage so vollmundig versprach noch schaffen will, muss er sich sputen. Zu einem pontifex maximus wird es wohl kaum noch reichen.

Und jetzt am Wochenende der Hammer: Sein „I love you" ausgerechnet in Langley! Da stellte sich mir eine einzige Frage: wen wollte er denn jetzt verarschen? Die, die ihn gerade als Putin-Balg madig machen wollten oder wen sonst? Schon am Freitag während dem feierllichen Staatsakt ist mir der wie ein Honigkuchenpferd grinsende Ryan im Hintergrund aufgefallen, der weiß wohl schon ein Bisschen mehr. Änderung der Außenpolitik, diesem seit jeher unter der obersten Doktrin des „America first" ablaufenden Konstrukt imperialen Auftretens? Nie und nimmer! Seit wann bestimmt denn der US-Präsident die Außenpolitik? Allen- bzw. höchstenfalls ist er doch die Sprechpuppe auf dem Schoß der üblichen, wohlunbekannten Verdächtigen. Schon der als Präsident scheidende Ike, der Eisenhower und mit Ruhm bekleckerte Worldwartwo-General, hat schon vor genau diesen hinterfotzigen Gesellen gewarnt. Schon in Kürze - auf der anstehenden Münchner Konferenz aller kriegsgeilen globalen Gnome - werden wir erfahren, wo es demnächst langgehen dürfte. Erste Tendenzen kennen wir heute schon. Bibi´s de-facto-Annexionen durch Bau von Befriedungsbauten - u.a. in Ost-Jerusalem - sind eher abgestimmte Ankündigungen im Einklang mit der hirnlosen Absicht, die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen. Es steht zu befürchten, dass Donald der Erste bei seinem versprochenen Kreuzzug gegen den islamistischen Terror auch gleich noch die in der
Sardinenbüchse von Gaza eingepferchten paar Millionen Palästinenser mit platt zu machen willig ist.

Und was hat das alles mit uns in der Wertegemeinschaft-Ost zu tun? Die ersten Ergebenheitsadressen, die Kratzfüsse - wie gesagt - demnächst in gewohnt devoter Haltunng in München zu besichtigen. Um zu zeigen, dass man gewillt ist, absoluten Gehorsam an den Tag zu legen, wird wohl die Reichsprotektorin Merkel ihren guten Willen hinausposaunen, dass nicht zwei Prozent Militärausgaben vom BIP realisiert werden, nein, auch nicht drei, besser doch gleich vier Prozent realistisch sind. Und so wie einst bei Bonaparte reichlich Badener, Württemberger, Bayern und Hessen mit über die Beresina gen Moskau zogen, wird wohl auch unsere oberste, mental und auch sonst blonde Heeresleitung die direkte Unterstellung unters Fünfeck anbieten, NATO - die ist doch nur obsolet. Vorauseilender Gehorsam ist angesagt! Wie spruch unser aller Uschi gestern Abend bei Will, Anne? Zwischen uns und den USA haben sich in den letzten Jahrzehnten millionenfach Freundschaften aufgebaut, auf die sollten wir jetzt setzen. Mach Sachen! So wie ich die übliche Erwartungshaltung unserer Freunde von overseas kenne, läuft das selten anders als einseitig ab.

Und dann kommt - selbst beim Galeristen - zum Ende meist der Aufruf zum eigenen Handeln als letzte Hoffnung. Wir werden das Nötige selbst tun müssen? Ja wie, ja was denn? Einfach mal auf Wikipedia rum schmökern, nachlesen wie der Abstieg des vorigen echten Reiches (übrigens auch so ziemlich 1000 Jahre lang) - dem von Rom, später West-Rom und Ost-Rom - so vonstatten ging. Da konnte selbst - bei vergleichbarer Konstellation - Gottes unehelicher Sohn Jesus Christus höchstselbst zur Erde hernieder steigen, zum Eingreifen bemüht. Und? Selbst er wurde alsbald zur Machterhaltung und -sicherung des Imperiums gleich mehrfach verwurstet, weshalb man uns mit ihm noch bis heute knechtet. Sein Werdegang ist beispielgebend. Wann dürfen wir wieder mit ihm rechnen?


Am 23. Januar 2017 schrieb manfred caesar:

"Wir werden das Notwendige schon selber tun müssen"
Da haben Sie recht.Die Frage ist nur wie ?


Am 23. Januar 2017 schrieb zuviel ? nachdenker:

Ich war sehr lange nicht mehr hier. Viel zu lange .
Schön zu wissen, dass es die Rationalgalerie immer noch gibt.
Immer wenn ich mir meine eigenen Gedanken zu vielen Dingen mache, schaue ich in Zukunft wieder hier rein. Dann haben Sie sie zwar schon formuliert und geschrieben, es ist aber immer wieder schön zu wissen und zu lesen, dass man nicht allein ist .
Danke Herr Gellermann. Hier im Netz existiert die Gegenöffentlichkeit, hier kann man sich immer wieder vor Augen führen, dass sehr viele Dinge ganz anders liegen als man uns seitens der Qualitätsmedien täglich eintrichtert.
Hat man jemals schon erlebt , dass ein designierter US-Präsident dermassen mit Hetze überzogen wird, ohne auch nur eine einzige Minute im Amt zu sein?
Trump wird jetzt schon all das angelastet, was sein Friedensnobelpreis tragender Vorgänger angerichtet hat. Der wiederum wird als Heiland und Heilsbringer gefeiert, obwohl unter seinem Zepter Schäden angerichtet wurden wie noch von keinem seiner Vorgänger. Ich nenne so etwas krank und gestört.


Am 23. Januar 2017 schrieb Friedemann Wehr:

Schöner und zutreffender Artikel. Das System Obama ist mal aufgemischt und die kalte Killary, die uns in einen warmen Krieg geführt hätte, ist verhindert. Eigentlich kann der Trump nicht mehr viel falsch machen.


Am 23. Januar 2017 schrieb altes Fachbuch:

ist es denn EIN krieg oder überhaupt ein KRIEG, was uns da vorgeführt (erscheinung) wird, und gar nicht stattfindet (wesen)??

zunächst läuft ja unbestritten eine medienschlacht gegen diesen angeblichen widerborstigen anti-establishment-verfechter!! der behauptet glatt, die medien würden LÜGEN!? mit so viel wahrheit kann die selbsternannte und anmaßende 4. gewalt nicht umgehen und leben. dabei geht es nicht nur um die infragestellung ihrer existenz, sondern die bedrohung ihrer funktion als manipulationsmittel einer klasse! die sorge ist, dass der krieg um die köpfe verloren geht, dass der schein der bisherigen "demokratien" verblasst und dass der zusammenhang zwischen medienauftrag und volksverblödung offensichtlich wird! mein mitleid hält sich in grenzen:)

und beKRIEGen sich die obamas und trumps tatsächlich oder zappeln diese marionetten lediglich im selben theater an verschiedenen führhänden, die wiederum den reibach in die gleichen kassen spülen??
mag sein, die obama/clinton/soros/ brzezinski- fraktion hat scheinbar eingebüßt. mag sein der trump/kissinger/putin(?)- clan hat momentan die nase vorn. gewinner bleibt jedoch die finanzoligarchie weltweit, der wurst ist, wer denn die profite bringt - nur kommen müssen sie eben!!
trump und kissinger und putin in einem boot?? ja, es ist vorstellbar: alle haben deutsche wurzeln oder bezug, alle sind freunde des Council on Foreign Relations oder der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik! und alle wollen/müssen geschäfte machen, weil es im eigenen haus brennt! als kapitalisten verflechtet man einfach die einkommensquellen global und die militaristische komponente und das getöse behalten wir auf einem level bei, das uns dort auch noch geld verdienen lässt;) höchst spekulativ natürlich, aber denkbar.

aber wieso ist das geschrei SOOO groß?
nun, einfach das WESENtliche betrachten: alle kap. länder haben enorme probleme, vor allem mit ihrer selbstdarstellung! die menschen stellen verallgemeinernd das SYSTEM in frage. das lügenkartell zerbröselt, die suche nach alternativen ist fündig geworden!! fallen die institutionen der globalisierung (eu, freihandelsabkommen, währungen..) und werden durch isolationismus und protektionismus ersetzt, wird der druck im kessel enorm;)


Am 23. Januar 2017 schrieb Brigitte Klara Mensah-Attoh:

Wie wahr. Es gibt keine bequeme Alternative mehr. Wir müssen aufwachen, das Notwendige endlich selber tun - wir sind gefordert, mehr denn je.


Am 23. Januar 2017 schrieb Rüdiger Rauls:

„Wir werden das Notwendige schon selber tun müssen." Schön und gut, hört sich ja entschlossen an, aber was soll das sein, das Notwendige? Und wer ist WIR? Und vor allem: Wie? Wie sollen wir das Notwendige machen? Aus Ihrem Artikel, werter Herr Gellermann, kann ich da wenig herauslesen. Ist das mal wieder nur ein gefälliger Appell, dass ANDERE was machen sollen? Sind dieses WIR diejenigen, die sich darin gefallen, auf ihrer Seite schöne Beiträge abzulichten, die in erster Linie darauf hinauslaufen, dass WIR die Wissenden sind, vielleicht sogar die Besser-Wissenden, die mit dem höheren, will sagen dem richtigen Bewusstsein?
(Rat an Frau Spurgat: Bitte nicht gleich wieder die große Keule rausholen zum Rundumschlag und zum Schutz des armen bedrohten Uli. Ich frage mich manchmal, ob Sie zu Hause eine Devotionalienecke haben, in der sie den Personenkult um ?den Uli? pflegen? Ihre Lobhudelei ist ja mitunter schon peinlich und tut der Diskussion nicht unbedingt gut.)
Was vielleicht hier von meiner Seite etwas provokant klingt, ist in Wirklichkeit sehr ernst und vor allem ehrlich gemeint. Welche konkreten Vorschläge werden gemacht, damit das Notwendige in Angriff genommen werden kann? Wer ist WIR? Welche kleinen und ersten Schritte können WIR tun? Es geht hier nicht um die großen, bombastischen Ideen und Ansprüche, die mir hier mitunter von einigen Teilnehmern in den Mund gelegt wurden. Es geht um die kleinen, ersten, aber gangbaren Schritte. Die großen Ansprüche führen meistens nur dazu, dass nichts getan wird, weil die Aufgabe größer ist, als umsetzbar ist. Es geht nicht um das Notwendige, es geht um das Machbare.

Antwort von U. Gellermann:

Für mich sind WIR die Linken aller Art. Und um etwas tun zu können, ist es manchmal auch nützlich zu wissen, was man nicht tun sollte: In der selben Front stehen wie die Massenmedien, Frau Merkel oder sie „Democrats Abroad“, bzw. die Trump-Fans. Die Aufgabe der RATIONALGALERIE besteht (leider) nicht in der Organisation, dazu ist sie viel zu schwach. Sie kann anregen, vernetzen, Klarheit schaffen. Das ist nie genug. Aber das Denken fördern, die Analyse ist nun mal der Beitrag solcher Sites.


Am 23. Januar 2017 schrieb Klaus Bloemker:

BILD: Neue Israel-Politik - Trump will US-Botschaft nach Jerusalem verlegen
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"Jerusalem ist zwar die Hauptstadt Israels, fast alle Staaten haben ihre Botschaften aber in Tel Aviv. Grund ist der Anspruch der Palästinenser auf den Osten Jerusalems als Hauptstadt. Diese Regelung gilt bislang auch für die US-Vertretung. In Jerusalem unterhalten die USA bislang nur ein Konsulat."
____
Soso, die USA hatten bisher ihre Botschaft nicht in Jerusalem, wegen des "Anspruch der Palästinenser auf den Osten Jerusalems als Hauptstadt".

- Von der UN Resolution im letzten Dezember, dass die Besetzung und Annektion Ost-Jerusalems eine "eklatante Verletzung internationalen Rechts ist", davon hat BILD noch nichts gehört?

Die 'Weisen von Zion' sitzen ja auch seit Jahren bei der BILD.


Am 23. Januar 2017 schrieb Manfred Ebel:

Mein Freund, linke Kommentatoren kritisierten, auch (!) sein Kabinett vertrete nur das eine Prozent der Superreichen und es sei egal, wer nun der Repräsentant des einen Prozent sei.
Vollkommen richtig Deine Feststellung "Das gibt ein heftiges Gedrängel um die ersten Plätze." Die schlechte Gesellschaft ist das eine Prozent weltweit. Alle und nur die rangeln um Einflusssphären und sie wollen uns aufhetzen, es für sie zu tun.
Ganz recht: "Wir werden das Notwendige schon selber tun müssen." Man muss 'das Notwendige' benennen, nämlich ein für alle mal diesen Spuk beenden.
Beenden, nicht reformieren.
"kein Gott, kein Kaiser noch Tribun.
Uns aus dem Elend zu erlösen,
können wir nur selber tun!"


Am 23. Januar 2017 schrieb Andreas Buntrock:

@Andreas Schell:

Dem von Ihnen Geschriebenen gibt es wohl NICHTS mehr hinzuzufügen.

So sieht sie aus, die ungeschminkte, traurige Wahrheit!


Am 23. Januar 2017 schrieb Andreas Gehrmann:

Genau so sehe ich das auch:
"Es gibt ihn nicht, den guten König, der uns unsere Problem löst. Weder finden unsere Kämpfe um Frieden und soziale Gerechtigkeit im Gefolge der Trump Incorporated statt, noch rettet uns ein Schulterschluss mit der Merkel-Obama-AG. Wir werden das Notwendige schon selber tun müssen."

Viele Zeitgenossen glauben leider immer noch, dass die Zahnfee kommen wird, um uns alle zu erlösen. Nun, die Wahrheit ist: Die Zahnfee ist nie gekommen - weder hat sie uns vor den Weltkriegen inklusive Atombomben auf Japan bewahrt, noch die Menschen im Irak, in Afghanistan, in Libyen, Syrien, Jemen, Ukraine und in viele anderen Ländern vor Elend, Tod und Zerstörung gerettet. Wenn wir nicht endlich aufhören hoffnungsvoll auf die "da oben" zu schielen, zu jenen, die das ganze Desaster ja erst angerichtet haben und ganz sicher nicht beenden werden, wird sich nie etwas im Sinne der Völker dieser Erde ändern.
Raus auf die Strasse - eine andere Möglichkeit, massiv Druck auf die herrschenden Eliten auszuüben, sehe ich nicht!


Am 23. Januar 2017 schrieb Klaus Bloemker:

JÜDISCHE ALLGEMEINE
Zitat der Woche - 21. Januar 2017 ? 23. Tewet 5777
_________________________________

»Trump hat gesagt, dass er die US-Regierung nach Jerusalem verlegen würde.«

Versprecher des ARD-Korrespondenten Mathias Werth.

AMERICA FIRST oder ISRAEL FIRST?


Am 23. Januar 2017 schrieb Hans Rebell-Ion:

Schade das Charlie Chaplin und Bert Brecht nicht mehr leben ... "Der große Diktator" und "Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui" wären die künstlerische Antworten auf TRUMP! "Wann wird man je verstehn... ?"


Am 23. Januar 2017 schrieb ALEKS KORTY:

Donald Trump der Dagobert Duck für Erwachsene ist also keine Marionette der herrschenden Klasse, wie dieser erste schwarze Arsch auf dem GRINGO-Thron Nachdem so vieles nicht so erfolgreich gelaufen ist, wie es diese Klasse gern hätte, weil sich ihre Marionetten immer wieder wie in einem Spinnennetz in ihren Fäden verfangen haben, macht es nun einer der ihren selbst. Ob das dann allerdings so laufen wird, wie es ihnen gefällt, erscheint dennoch sehr zweifelhaft. denn auch ihre Interessen sind nicht homogen. Da gibt es durchaus divergierende Kräfte. deren Profitinteressen auseinanderdriften. So wird auch Dagobert Trump auf Widerstand und Grenzen treffen, die seinen Handlungsspielraum einschränken.
Das gemeine Volk auf den billigen Stehplätzen dieses Theaters kann dabei zuschauen und beobachten, wie die zukünftige Dramaturgie gestrickt ist. Es selbst wird keinen Nutzen davon haben. Ihm bleibt auch unter diesem Hauptdarsteller nur die einzige Alternative für eine vernünftige Zukunft, das Theater zu verlassen und die eigenen Interessen auf der Strasse wahr zu nehmen. Dafür muss es aber den eigenen Arsch hoch bekommen. Warten wir ab, ob das gelingt?


Am 23. Januar 2017 schrieb altes Fachbuch:

@ Vera Oppermann:
"Warum Linke in der selben Front stehen wie die Massenmedien und der Regierung ist doch mehr als fragwürdig."

würden sie bitte die "fragwürdigkeit" aus ihrer sicht begründen!!
- wenn 2 aus unterschiedlichsten motiven mit sogar gegensätzlichen interessen und zielen DAS GLEICHE tun, dann machen sie noch lange nicht DASSELBE!! ich bezweifele sogar, dass wie in ihrer behauptung diese ominösen linken das GLEICHE tun, meinen, wollen... wie die medien oder die groko! der hammer ist, sie gar in DERSELBEN front zu verorten!
- dürfen diese linken (wen immer sie da meinen?) sich nicht zu einem thema positionieren, wie sie wollen, wo sie wollen, unabhängig vom geschwätz anderer, ohne mit diesen in einen topf geworfen zu werden??
- und sollte man nicht kritik auf den grund gehen?? wer hat wann was mit welchen nuancen in welchem kontext gesagt? und wie hat er sich im gleichen thema zur gegenseite positioniert?? waren diese ominösen linken nicht gleichzeitig die schärfsten gegner der clintons/obamas - im unterschied zu den msm und der groko??
- ist man als anti-trumpianer automatisch pro-obama?? linke werden gegen beide sein!!!


Am 23. Januar 2017 schrieb Lutz Jahoda:

EUROPAS VERLETZTE SEELEN,
ABER AUCH DONALD TRUMP
AUF DIE COUCH

Reich gegen Arm, Arm gegen Reich.
Trump, der neue "Volkspräsident",
Droht dem US-Establishment,
Und erinnert damit, gehirnbutterweich,
Die Welt ans versunkene Dritte Reich.
Vom Duktus seiner Rede her,
Macht er uns den Vergleich nicht schwer.
National will er sein, sozialistisch ein wenig.
Ein bisschen Nero, also keineswegs sehnig,
Aber doch schon etwas vom sächsischen Rex,
Als Mittel gegen den Schmerzkomplex
Verletzter Nichtachtung durch die Eliten,
Jener acht Herrscher über das Geld,
Und der Euro-Regierungsnieten:
Psychotherapie auf Kosten der Welt !


Am 23. Januar 2017 schrieb Heinrich Triebstein:

Ein Verdienst kann Mr. Trump schon jetzt für sich in Anspruch nehmen: Er ist dabei, das US-amerikanische Staatswesen ehrlich zu machen. Die Gründungsväter standen 1776 vor der Frage "Demokratie oder Republik"? Sie haben sich für die Republik entschieden, damit die Besitzenden die Kontrolle behielten. Mr. Trumps Vorgänger hingen an den Fäden des Kapitals. Nun übernimmt ein Kapitalist direkt das Amt. Seine Wählerinnen und Wähler sind vor allem die "White Anglo-Saxon Protestants", die ein Zeichen für alle gesetzt haben, die seit Jahren spüren: So geht das nicht weiter. In drei Punkten gab es im Wahlkampf Gemeinsamkeiten zwischen Mr. Trump und Mr. Sanders: Arbeit, Banken, Kriege. Im Bereich Arbeit setzt der neu Gewählte erste Zeichen im Sinne seiner Wählerschaft. Im Bereich Banken, heißt es, wird er die Regulierungen seines Vorgängers rückgängig machen. Regulierungen, die auf 4000 Seiten so viele Ausnahmen enthalten, dass die Banker grad so weitermachen wie vor 2008. Und allein dadurch, dass Mrs. Clinton nicht gewählt wurde, ist die Gefahr eines Krieges gegen Russland geringer geworden.
Und Europa? Hühnerhaufen oder Konzernfiliale?
Hans Eichel hat im November 2011 die Idee geäußert, man müsse den privaten Banken das Recht auf Geldschöpfung aus dem Nichts entziehen und es europaweit einem System von Genossenschaften und Sparkassen übertragen. Deren Erträge gingen in die Verfügung der Öffentlichen Hand über und nicht zum Zocken an die Börse. Dass er schrittweise Abstand von dieser Idee nahm, war dem Kanzlerkandidaten Steinbrück geschuldet, der schon 2009 in der FAS hatte verlauten lassen: "Wenn eine solche Funktionselite wie das Bankmanagement nicht selber zu der Erkenntnis kommt, dass tiefe Mentalitätsveränderungen notwendig sind, dann ist uns nicht zu helfen."
Das Volk der DDR hat sich geholfen und die staatskapitalistische Elite in Rente geschickt. Was die privatkapitalistischen Abläufe mit sich brachten, hat zu Pegida und AfD geführt. Die Mehrheiten, die gegen die -gidas - außer in Dresden - und jüngst wieder gegen AfD, Mme Le Pen und andere Gäste auf der Straße standen, könnten sich allmählich bequemen und sagen, wofür sie sind. Zum Beispiel für Demokratie, die ein anderer amerikanischer Präsident, Abraham Lincoln, so definiert: Regierung des Volkes, für das Volk, durch das Volk.
Die breite Unterstützung, die Mr. Sanders im angelaufenen Wahlkampf erfahren hat, wird nicht ohne Einfluss bleiben auf die Entwicklung der Demokratischen Partei. Und in der SPD steckt mehr, als sie in der Groko zeigt: 2008 hat sie in Hessen mit den Themen Arbeit, Bildung und Energie aus der Opposition heraus über 36 Prozent Zustimmung aus der Wählerschaft erhalten.


Am 23. Januar 2017 schrieb Paulo H. Bruder:

Bitte auseinander halten: (a.) die gegenwärtige Innen- und Außenpolitik-Entwicklung in den USA unter der Trump-Administration; (b.) die Reaktion der auf Clinton gewettet habenden Bundesregierung und der EU; (c.) das Geschrei(bsel) der Mainstream-Medien. Zu (a.): Die Entwicklung macht kluge Recherchen, objektive Analysen und fundierte Reportagen erforderlich - unter Einbeziehung der geoökonomischen und geopolitischen Folgen. Zu (b.): Die Düpierten in Berlin werden sich einerseits arrangieren (etwa im Fall der zu erwartenden Nahostpolitik), andererseits werden sie die transatlantischen Stürme dazu nutzen, die 2017er Wahlkampf-Windflügel nationaleuropäisch in Bewegung zu setzen. Die bisherige EU wird in den Stürmen zerfleddern. Zu (c.): Der mainstreamige Erregungs-Journalismus ist Geschäftsmethode. Wir dürfen nur hoffen, dass sich die Rationalgalerie davon nicht anstecken und mitreissen lässt. Tief durchatmen, cool bleiben, klare Kante zeigen!


Am 23. Januar 2017 schrieb Alexander Kocks:

Am letzten Freitag hat ein Mann das Weiße Haus verlassen, der nach allen nationalen und internationalen Gesetzen und Standards ein Kriegsverbrecher, Massenmörder und Terrorpate ist. Darauf habe ich zur
Feier des Tages ein großes Glas Wein getrunken.
Was Trump bringt weis ich nicht, das wird die Zeit uns zeigen. Ich weigere mich aber grundsätzlich Menschen nach ihren Worten
zu beurteilen, sondern ausschließlich an ihren
Taten zu messen. Wer schon am Tag der Vereidigung Trumps den Mann Verurteilt und
Niedermacht ist nach meinem Verständnis nicht ernst zu nehmen.
Die wichtigsten Sätze Trumps in seiner Einführungsrede waren für mich:
"Wir streben nicht danach, jemandem unsere Lebensweise aufzuzwingen," und " Zu lange hat eine kleine Gruppe in der Hauptstadt unseres Landes von der Regierung profitiert, und das Volk hat die Kosten getragen. Washington blühte, aber das Volk hat nichts von dem Reichtum gehabt." Wenn Trump diese beiden Aussagen in die Tat umsetzt ist schon viel für die Welt und die amerikanische Bevölkerung gewonnen. Hier in der BRD sollten sich die Regierung und alle Parteien diese beiden Sätze an den Spiegel stecken, damit sie diese nicht vergessen.


Am 23. Januar 2017 schrieb Andreas Schell:

Die deutsche Diskussion um Trumps ungelegte Eier verbaut jeden Blick für das Wesentliche. Das ist der Zweck. So versteckt man den Atomkompromiss und den konzern-freundlichen Ausstieg aus der Energiewende. So fährt man noch schnell mit den alten, so genannten Freunden Panzer an die russische Grenze, ohne dass es eine Mehrheit bemerkt. Vielleicht klappt das mit dem Krieg sogar noch! So lenkt man vom eigenen, durch schamlose, offene Korruption verursachten Totalversagen bei der Förderung von Elektromobilität ab und von der zynischen Waffen-Exportiererei. So vernichtet man die Alterssicherung von Generationen. So ersetzt man die Mittelschicht durch eine neue Unterschicht. So baut man Partien, die mal der Friedensbewegung nahe standen, zu militanten NATO-Sprechblasen um und hofft zu Recht auf blinde Wähler. So schafft man überhaupt die politische Diskussion komplett ab und ersetzt sie durch emotionsgeladene Diffamierung. Und so beschützt man letztlich die eigenen, reichen, gelbhaarigen Unsympathen, schwarzen Witwen und ihre Strippenzieher.

Also: weiter so, bis es knallt. Andere Länder und ihre Bürger, die sich eine neue, irgendwie andere Zukunft wünschen, und dabei ratlos um Konzepte ringen, sind doof. Wenn man Menschen fragt, dann entscheiden sie sich aber heute für Brexit - Trump - LePen. Das ist nur der Wunsch nach Abschottung vor der Ausbeutung durch eine Geld-Kaste, deren Heimat großkapitalfreundliche Staaten wie Deutschland sind. Das darf der Normalbevölkerung nicht schmecken!

Die deutsche Regierung bevorzugt offenbar auftragsgemäß den dritten Weltkrieg und setzt nach wie vor auf den Killery-Obama Kriegsclub. Die Zweifler, die rechts runter fallen, werden von der AfD aufgefangen und dann zügig wieder eingegliedert.

Und links tut sich noch immer fast gar nichts.


Am 23. Januar 2017 schrieb Ullrike Spurgat:

@ Gerhard Guldner,
was Eberhard Radzuweit hier abgeliefert hat, ist eher dürftig zu nennen, und inhaltlich schwach, ohne einen ernstzunehmenden Anlass gebend, sich mit dem einen oder anderen Gedankengang befassen zu wollen. Dieses Herumgesteige in den Gehirnwindungen ist doch dem eher abträglich, wenn man dem Inhalt des Artikels folgen kann und will.


Am 23. Januar 2017 schrieb Winfried Wolk:

Wie immer, scharfsinnig und in die Tiefe gehend, Dein Artikel, danke dafür! Dass unsere politischen Eliten und die Mainstream-Medien sich derart ekeln, in diesen Arsch zu kriechen, nachdem sie sich doch nun schon so genussvoll bis zu den Fußsohlen in anderen Ärschen vergraben hatten, finde ich schon kurios! Da die USA, man kann es drehen wie man will, auch unter Trump der Hegemon bleiben wird, die Strategien von Brzezinski und Barnett weiter in Kraft sein werden, wird ihnen der Weg auch in diesen Arsch nicht erspart bleiben, es sei denn, man fährt den neuen Präsidenten mal kurz am Schulbuchlager in Dallas vorbei, was irgendwie, so oder so, zu erwarten ist.


Am 23. Januar 2017 schrieb Marc Britz:

Die "linken" amerikanischen und gehirngewaschenen europäischen Anti-Trump Demonstranten sind halt doch nur typische Liberale im klassischen Sinn: Die haben schon immer nur über die eigenen Freiheitsrechte schwadroniert und sich nebenher doch noch ein paar Sklaven gehalten. Diese Art Liberale revoltieren/demonstrieren auch nur wenn es an den eigenen Kragen geht. Solange nur der Kittel der anderen brennt, will sagen der Rest der Welt, ist es ganz egal ob es sich da um die gefährdeten Rechte von Frauen, Muslime, Mexikanern etc. dreht. Hauptsache man kann in Ruhe ein wenig Foucault oder Butler lesen. Noch etwas zum Thema Sexismus und Macht: So weit ich weiss, hat Ex-präsident Obama mit dem Fall der in Isolationshafthaft brutalst geschundenen Chelsea Manning bisher den krassesten Anti-Transsexuellen Stunt geliefert. Ganz echt mit mehreren Suizid-Versuchen der Betroffenen. Da verblassen Trumps ekelhafte Mackersprüche schon ein wenig. Und man sollte sich nicht täuschen, die Begnadigung war nur ein weiterer Versuch der Kriegspartei Trumps erste Amtszeit zu vergiften.


Am 23. Januar 2017 schrieb Gerhard Guldner:

Seien Sie nicht so streng mit Eberhard Radzuweit. Der hat viele gute Sachen gemacht!

Antwort von U. Gellermann:

Ich bin nicht streng, ich zitiere nur seinen eigenen Nazi-Sprech.


Am 23. Januar 2017 schrieb Matthias Brendel:

Stimmt, den guten König gibt es nicht, aber mal der Reihe nach:
Die Friedensnobelpreisdrohne ist Geschichte, sie wurde in langen Kommentaren und Filmchen beweint und zu Grabe getragen, auf Fox Sendern und einheimischem Mediengut, das ist schon mal sehr erleichternd.
Es gibt wieder Anti-Amerikanismus, das muss den nachdenklichen Medien Konsumenten erstaunen, aber die Front steht.
Sind wir jetzt kurz vor dem Dreifrontenkrieg gegen Russland, USA und Gross Britannien?
Das gabs doch auch schon mal.
Die britische Regierungs Chefin macht sich flugs zum Besuch nach Amiland auf, um angelsächsische Gemeinschaft zu feiern.
Hier droht m.E. eine reale Gefahr, der Isolation, die unser Land mal wieder zur Verschiebemasse anglo-amerikanischer Interessen machen könnte, mal sehen wie unsere biegsame Interessen Vertreterin im Kanzleramt hier die Kurve kriegt, denn für sie war das Protektorat NATO-Ost bisher eher Verhandlungsmasse für ein schönes grosses Oligarchen Europa, Bayer-Monsanto lässt grüssen.
Man wird sehen, wie das Ganze weiterläuft, nur eines muss uns klar sein:
Hier geht es nicht um Einzelschicksale, oder um unser Land, Menschen sind heutzutage lediglich humane Produktions Faktoren, die es gilt billig und dumm zu halten, es geht immer um Interessen und Rohstoffe und letztlich geht es um den Kampf "Reich gegen Arm" und den hat noch immer "Reich" gewonnen.


Am 23. Januar 2017 schrieb Heinz Assenmacher:

Na ja, Trumps Israel-Politik ist noch nicht eindeutig einzuschätzen. Klar ist aber, dass er im Wahlkampf keine Unterstützung der extrem starken amerikanischen Israel-Lobby hatte. Er muss aufpassen, dass er sich mit Israel nicht zu schnell anlegt, denn es gibt eine 3/4-Mehrheit der Israel-Unterstützer im Repräsentantenhaus. https://www.welt.de/newsticker/news1/article160918509/US-Repraesentantenhaus-verurteilt-UN-Resolution-gegen-israelischen-Siedlungsbau.html
Die Nominierung von Friedmann und die Verlegung der Botschaft nach Jerusalem wird von Philip Weiss sehr differenziert bewertet: http://mondoweiss.net/2016/12/friedman-appointment-zionists/
Sie bedeutet den formalen Abschied von der Idee der 2-Staatenlösung, die durch Israel in den letzten 50 Jahren systematisch zerstört wurde. Viele demokratische Israelis und Palästineneser dikutieren schon länger die Vorteile der 1-Staatenlösung mit gleichen Rechten für alle! Jetzt muss die Weltgemeinschaft klar machen, dass dieser eine Staat natürlich kein Apartheid-Staat sein kann, wie das heutige Israel (siehe Staatsbürgerschaftsregelung). Auf diesen Weg setzt Trump nun die politische Entwicklung, die "liberalen Zionisten" müssen sich bekennen: Haben Juden in dem Staat Israel/Palästina mehr Rechte als Palästinenser?


Am 23. Januar 2017 schrieb Klaus Bloemker:

Die Deutschen sind ja ziemlich obrigkeitsgläubig, und erst, wenn etwas amtlich VERBOTEN ist, glauben sie auch, dass das was Schlimmes sein muss.

- So sieht Uli Gellermann das wohl auch. Man muss den Deutschen die Nazis verbieten. Sonst feiern sie immer noch Hitlers Geburtstag.


Am 23. Januar 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

Der Artikel sollte in jedem Wohnzimmer, in jeder Redaktion, bis zu den unfähigsten Politikern aller Zeiten gelesen werden.
Ein leuchtender "Stern" am dunklen Himmel der Medien.Feinsinnig, argumentativ sehr stark, fundiert, eigensinnig unbestechlich, aber vor allem, die Fähigkeit zur Differenzierung, die die notwendige Klarheit in die jeweiligen Interessenslagen bringt.
Dafür gibts nen Tusch, und ein herzliches Danke an den Verfasser des Artikels.
Unsere seichten Wackelpuddinge von Politikern sehen ihre Felle weg schwimmen, und besonders der Harzer Roller (Gabriel) hat sich durch Standpunktlosigkeit und weiteren Verrat an der Gesellschaft hervorgetan.
Sie sind allesamt ganz schlechte Verlierer, und bewegen sich auf einem Niveau, dass die reaktionärsten Kräfte des Landes alt aussehen lässt.
Und diese seltsame Übereinstimmung mit den kriegstreiberischen Parteien im Land, CDU, SPD; GRÜNE lässt viele Linke als unfähig, unsolidarisch und systemimmanent begreifen. Luxemburg, Bebel, Ossietzky, Tucholsky, Heine, und die ungenannten Frauen und Männer, die kein Denkmal, keine Anerkennung; vergessen im Strudel der Geschichte, wenn es nach den politisch Verantwortlichen geht, würden sich im Grab umdrehen.
Trump hat seine Arbeit noch nicht einmal aufgenommen, und Hunderttausende Frauen sind auf den Straßen zu sehen.
Liebe Frauen, wo seid ihr denn alle gewesen, als der Kriegstreiber Nr. 1 den Nahen Osten in Schutt und Asche gelegt hat ? Frauen, Kinder, Alte und Junge gnadenlos ermordet hat lassen, und als wenn nichts gewesen einfach weitergemacht hat. Wo ward ihr, als Hochzeitsfeiern dem Erdboden gleich gemacht wurden, als Mütter, Väter, Brüder und Schwestern um ihre Liebsten trauerten ? Wo ward ihr, als die Infrastrukturen der zerbombten Länder in Schutt und Asche gelegt wurden ?
Eine Demonstration für Frieden, Freundschaft der Völker, für Menschenrechte, für eine bessere Welt, da wäre ich dabei gewesen.-
Trump soll zeigen, was er macht,daran wird er gemessen werden müssen, und das Trump der Vertreter der Arbeiterklasse ist, dürfte als unwahrscheinlich gelten. Wenn er seinen Einfluss für ein entspannteres Verhältnis mit Russland nutzt, haben wir schon die halbe Miete, und könnten wieder etwas ruhiger schlafen.
Allerdings sollte auch seine Politik, wie Uli es hier differenziert dargestellt hat immer auf dem Prüfstand, denn daran ist er zu messen, und an nichts anderem..


Am 23. Januar 2017 schrieb Sahra Steinkopff:

Die paar Male, die ich seit 1988 in USA war, hat mich immer gewundert, wie groß auf Häuserwänden Werbung (damals hieß es noch Reklame) gemacht wurde mit dem Wort FIRST. Egale ob es Lebensmittel, Schuh-Kremes oder auch Rechtsanwälte betraf. Immer pries man alles überall mit FIRST an.

Da kann man sich doch über unseren patri-idiotischen Spruch "Deutschland, Deutschland über ALLES, über alles in der Welt … viel mehr aufregen.


Am 23. Januar 2017 schrieb Vera Oppermann:

Sie haben es auf den Punkt gebracht. Warum Linke in der selben Front stehen wie die Massenmedien und de Regierung ist doch mehr als fragwürdig.


Am 23. Januar 2017 schrieb Klaus Bloemker:

Trump will seine Botschaft von Tel Aviv ins "ungeteilte" Jerusalem verlegen.
_______
Nur fragt man sich hier, wenn doch Trumps Prinzip 'America First' ist, was ist denn Amerikas Interesse - der Nutzen für Amerika - wenn es seine Botschaft in Jerusalem hat? - Das ist doch klar Israel's interest first!

- Zu den Kernpunkten von Trumps Antrittsrede gehörte ja auch, den "radical Islamic terrorism" komplett auf der Welt auszuradieren ("eradicate completely from the face of the earth").

Und dazu soll wohl der erste Schritt sein, die US Botschaft nach Jerusalem zu verlegen?

Wenn ich ein antisemitischer Verschwörungstheoretiker wäre, würde ich jetzt sagen: Die 'Weisen von Zion' regieren in Washington :-(.


Am 23. Januar 2017 schrieb Herr Wurzelzwerg:

Tja, ganz schön kompliziert der Fall Trump, des Multimillionärs als US-Präsident. Das gab es noch nicht in USA: einen, der den "amerikanischen Traum" irgendwie ernstzunehmen scheint. Keiner weiß, mit wem er es bei Trump eigentlich zu tun hat. Er ist Rassist, gegen Frauen in der Politik (und wenn sie hässlich sind, ganz besonders), er ist gegen Freihandel, er findet die NATO obsolet, weil ein Nachkriegsprodukt, er will im Mittleren und Nahen Osten "Ordnung schaffen", er will keine Moslems und keine Mexikaner in den USA - nach dem Slogan "Amerika den Amerikanern" - er will es der Welt zeigen, dass die USA immer noch die Größten sind. Und diese (bisher unbewiesenen Reden) vereinigen nun die Truppen um Merkel und die opportunistische Linkspartei. Eines weiß ich: Wäre ich in der Linkspartei (was höchst unwahrscheinlich ist) - mit Merkel wäre ich bestimmt nicht gegen Trump aufmarschiert. Da vereinigt sich der gesamte rechte Bodensatz zu einem unappetitlichen Konglomerat. Sie, Ulli Gellermann, sprechen von einer rechten Querfront. Die ganz im Sinne der Merkel-Regierung ist, wenn sie aufruft: "Wir müssen jetzt zusammenstehen!" Und brav wie ein Schaf folgt so mancher Linker, denn eines ist klar: Den Trump will er nicht. Aber weiß er eigentlich, was er will?
Das wäre noch die Frage. Da bleibt nur, was Sie sehr richtig schreiben: Wir werden das Notwendige selber tun müssen.


Am 23. Januar 2017 schrieb Eberhard Radczuweit:

Deine Trumpeinschätzung ist abartig

Die Zivilgesellschaft geht auf die Straße gegen Trump, Mexikaner und andere Ausländer leben dort seit 3 Tagen in Schreckstarre, Linke warnen vor einer präfaschistischen Aera, der Blick auf Trumps Personal - neben soziopathischen Milliardären holte Trump die wüstesten Kalten Krieger aus ihren Grüften. Trump kennt weder Mussolini noch dessen Strategie des klassischen Faschismus. Aber er hat Gene, die ihn schlafwandlerisch auf dessen Spuren leiten. Wenn wir ihn nicht aufhalten! Was für ein irres Bild: Die Nationalisten Europas, Petri-Le Pen etc. freuen sich über Trumps Kumpanei - und es freuen sich "Linke" über Trumps Wohlwollen gegenüber Putin (er kennt da ein paar Kumpane aus der Oligarchensippe) und vergessen darüber die Gefahr eines sich wie diePest verbreitenden Nationalismus, Vorstufe für eine neue Spielart des Faschismus. Guckt mal ein bischen schärfer hin!

Antwort von U. Gellermann:

Nicht ein Argument, das sich mit meinem Artikel auseinandersetzt. Statt dessen: Trumps „Gene“ machen ihn zum Faschisten. Und der Autor des Artikels ist „abartig“. Viel näher kann man an den Nazi-Sprachgebrauch kaum kommen.

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