TAGESSCHAU auf der Barrikade

ARD ruft die Briten zur Neuwahl auf

Autor: U. Gellermann
Datum: 30. Juni 2016

Da guckt sie frech aus der Glotze, wie andere aus der Wäsche, die Annette Dittert. Und kommentiert den Brexit in der TAGESSCHAU. Kühn und gnadenlos liest sie den Briten die Leviten, die sich von einem „schrillen Bühnenbild aus unverschämten Lügen und übelster Propaganda“ hätten verführen lassen. Zu etwas was die ARD nicht will: Zum EU-Austritt. Kann sich einer erinnern, dass die TAGESSCHAU jemals eine ähnliche heldische Haltung zur deutschen Innenpolitik eingenommen hätte? Zum Beispiel als sich eine große Koalition zusammenschob deren sozialdemokratischer Partner geschworen hatte, die Mehrwertsteuer nie und nimmer zu erhöhen, die dann doch von 16 auf 19 Prozent kletterte. Da hätte die Dittert oder irgendjemand vom ARD-Personal doch kommentieren müssen: „Ein dumpfer Wahlkampf aus mieser Feigheit und in betrügerischer Absicht führte zu einer schrillen Wahlfälschung, deren verlogene Propaganda nun zur Bildung einer Regierung der arglistigen Täuschung geführt hat.“ Kann sich keiner daran erinnern? - Merkwürdig.

Auch keine Erinnerung daran, dass Joachim Gauck, wegen seiner unverhüllten Kriegspropaganda jemals in der TAGESSCHAU als „gewissenloser gefährlicher Clown“ bezeichnet worden ist? Sonderbar. Denn so nennt Frau Dittert den Konservativen Boris Johnson, einen der Brexit-Protagonisten. Nicht, dass man die englische Oberschicht, aus der Johnson ebenso wie Cameron stammt, nicht gut und gern alle Tage gewissenlos nennen dürfte. Aber wer nicht den Mut aufbringt, bei einer der endlosen Queen-Geburtstagsprozessionen, die von der ARD gern statt eines ordentlichen Programms gesendet werden, einen Lach-Sack oder ein Furz-Kissen auf die Tonspur zu bringen, der soll sich aus den Angelegenheiten anderer Völker raushalten, statt diesen Satz abzusondern: „Das britische Volk, das zu dieser Katastrophe von rücksichtslosen Zockern verführt wurde.“ Um dann zu fordern: „Neuwahlen wären vernünftig“.

Brav auf US-Kurs referierte die TAGESSCHAU jüngst zum CETA-Abkommen: „Ceta sieht laut EU-Kommission die Abschaffung von 99 Prozent aller Zölle vor. Nach Angaben der Behörde würde dies allein für die EU-Ausfuhr bei Industrieerzeugnissen zu Einsparungen von jährlich etwa 470 Millionen Euro führen.“ Goldene Berge schimmern am Horizont auf. Deshalb: „In Brüssel besteht hingegen seit längerem die Sorge, dass Parlamente einzelner Staaten die Weiterentwicklung der europäischen Handelspolitik blockieren könnten.“ Ja, Herr Brüssel, wer immer dieser Herr auch sei mag, sorgt sich: Um Dich, um mich, um uns. Und vom Präsidenten der Europäischen Kommission, Jean-Claude Junker, ist zu hören: Bei CETA handele es sich um das beste Handelsabkommen, das Europa jemals vereinbart habe. Und deshalb sei es falsch, davon auszugehen, dass nur nationale Parlamente demokratische Kontrolle gewähren könnten. Das solle man doch lieber dem Parlament in Straßburg überlassen.

Jetzt könnte die Dittert (oder ein anderer ihrer total mutigen Kollegen) aber mal loslegen: „Das europäische Stimmvolk – betrogen von gewissenlosen Steuerhinterziehungs-Gehilfen wie Herrn Juncker – soll der Verabschiedung eines gefährlichen Abkommens durch ein Kastraten-Parlament tatenlos zusehen. Wo doch jeder anständige Mensch weiß, dass CETA ein hinterhältiges trojanisches Pferd ist, mit dem die USA ihre korrupten Privat-Gerichte auch dann etablieren können, wenn das TTIP-Abkommen scheitert.“ - Hallo? Ist da jemand bei der TAGESSCHAU, der diesen Kommentar spricht, sprechen will? Der jetzt sofort Neuwahlen des EU-Parlamentes fordert? Doch zu diesem Thema ist bei der ARD kein Kommentator zu Hause. – Annette Dittert kam einst als Reporterin vom SENDER FREIES BERLIN, der von Kennern auch Videothek Charlottenburg genannt wurde, in die weite ARD-Welt. Inzwischen wird Frau Dittert beim PRESSECLUB, in dem die immer Gleichen immer Gleiches vortragen, so untertitelt: „Heute pendelt sie als Autorin für die ARD zwischen Hamburg und London“. Genau: Heute gehört sie jenem SB-Jet-Set an, der sich aus der Gebührenkasse selbst bedient, um durch die Welt zu gurken und diese dann immer durch die Brille der Herrschaft zu betrachten.

Manchmal muss es paragraphisch sein: Im Staatsvertrag des NDR, dem Sender der TAGESSCHAU, der als dessen juristische Arbeitsgrundlage gelten muss, gibt es den Paragraph 5. Programmauftrag: „Der NDR hat den Rundfunkteilnehmern und Rundfunkteilnehmerinnen einen objektiven und umfassenden Überblick über das internationale, europäische, nationale und länderbezogene Geschehen in allen wesentlichen Lebensbereichen zu geben.“ Das übersetzen wir jetzt mal ins TAGES-SCHAUERLICHE: „Objektiv ist, wenn wir eine Meinung haben. Noch objektiver ist es, wenn die sich mit der Meinung der Regierung deckt. Amen.“

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Am 12. 07. 2016, um 20.30 Uhr

im Buchhändlerkeller

10523 Berlin Carmerstraße 1

wird Conrad Schuhler
sein Buch

DIE GROSSE FLUCHT vorstellen

Es moderiert: Uli Gellermann


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 02. Juli 2016 schrieb Kristoffer Henrik Åhrens:

Ach, Frau Heinen, die Briten mussten doch gar nicht erst das "Restaurant" anzünden,
es brannte ja schon geraume Zeit, und zwar lichterloh...
Und weil das so schön in´s Bild passt, will ich Ihnen einmal zitieren, was ein isländischer Politiker, dessen Name mir leider gerade nicht parat ist, zu einem EU-Beitritt äusserte:
"Keiner, der noch bei Verstand ist, geht in ein brennendes Haus hinein."
Und weil wir gerade bei Island sind, darf ich Ihnen auch noch verraten, dass die der deutschen SPD vergleichbare Partei, einst die stärkste, bei den im Herbst anstehenden Wahlen laut Umfragen bei 4,1% Bauchladen wird. Für Deutsche wohl eine Überraschung: Voraussichtlich stärkste Partei wird wohl die isländische Piraten-Partei werden...
Aber zurück zum "Brexit", bzw. den Reaktionen: Panikartig gab es am Sonntag in Schweden eine Blitzumfrage, bei der sich selbstverständlich zeigte, dass die Mehrheit der Schweden niemals nicht, unter gar keinen Umständen, nicht einmal im Traum einen "Svexit" in Erwägung zu ziehen bereit ist. Aha. Berlin ist beruhigt.
Und auf die von Ihnen gesetzte Änderung der Europäischen Union dürfen Sie angesichts einer Politik, hinter der man bedauerlicherweise das unselige Wirken zugekorkter Schwertalkoholiker vermuten muss, auch nicht hoffen. Da gehe ich mit Herrn Gellermann einig, tut mir leid.
Vielmehr wäre es Selbstmord, nichts gegen dieses politische Personal und seine Metastasen in den Medien zu unternehmen. Wir haben Herrn Gellermann zu danken, dass er es auf seine Weise tut. Jeder von uns sollte sich überlegen, was er selbst dazu beitragen kann. Das erfordert aber offenbar erst einmal ein gründliches Umdenken.

P.S: Da die EM ja das alles beherrschende Thema ist, auch noch ein bisschen dazu:
Wenn alles gut geht, wäre ja auch eine Konstellation DE-IS denkbar. Ich bin leider so boshaft, mir zu wünschen, dass die 11 isländischen bersekri die deutsche Mannschaft mit 10:0 so richtig hübsch zerlegen...


Am 02. Juli 2016 schrieb Alles nur Satire:

Auch unter einigen KommentatorInnen dieses progressiven, realistischen Blogs scheint immer noch das Prinzip "Hoffnung auf Besserung / Eigenheilung" bestimmend zu sein.
Ich halte es wie Hr. Gellermann: "DIESE EU muss weg, zwingend." Wir, die Menschen, die Bürger, müssen sie ersetzen.
"Wir" werden uns ein lebenswertes Leben auch nicht mehr durch Wahlen zurück holen.
Auf R-R-G zu setzen ist lachhaft, 2 komplett neoliberal ausgerichtete Parteien und eine Partei, deren "Spitzen" endlich mitregieren will. Die bereits die EU vor 2 Jahren anerkannt haben, durch Streichung einer richtigen Aussage in ihremProgramm.

Wenn dieses Volk wirklich Frieden, Freiheit und soziale Gerechtigkeit will, dann wird das nur durch Streiks und Massenproteste, wie es die Franzosen gegenwärtig vormachen, geschehen.

Aber, aus einem Esel wird nie ein Dressurpferd. Ein Dressurpferd kann und wurde dagegen schon oft zu einem Lastentier gemacht.


Am 02. Juli 2016 schrieb Rita Heinen:

Im SPIEGEL schreibt Jakob Zugstein, immerhin ein Linker: "Die Briten haben recht. Das undemokratische Europa stinkt. Aber wenn einem das Essen nicht geschmeckt hat, sollte man nicht das Restaurant anzünden und dann draußen Selbstmord begehen." In ihren letzten Artikel empfehlen Sie aber offenkundig den Selbstmord, wollen raus aus der EU. Da sollte man doch lieber Geduld haben und auf die Änderung der Europäischen Union setzen.

Antwort von U. Gellermann:

Seit fast 60 Jahren, seit der Gründung der EWG, fassen wir uns alle in Geduld. In der Zeit hat die EWG/EU die gewählten Parlamente weiter entmachtet, eine Beton-Bürokratie entwickelt und sich zum Flugzeugträger der NATO machen lassen. Diese EU ist nicht zu ändern.


Am 02. Juli 2016 schrieb Frieder Kämper:

Zu der von Ihnen angesprochenen CETA- Ungeheuerlichkeit hat Campact jetzt einen Appell unterwegs: „EU-Kommissionschef Juncker will CETA und TTIP im Eilverfahren durchboxen, ohne dass Bundestag und Bundesrat mitentscheiden. Das müssen wir verhindern.“ Den sollte man unterschreiben:

https://www.campact.de/ceta/


Am 01. Juli 2016 schrieb Andreas Schell:

Wer ist Annette Dittert?

Die Engländer verlassen den Brüsseler Bürokratieapparat. Sie verlassen mangels ausreichend großem Außenbordmotor für Ihre Insel keinesfalls Europa. Es wird sich als umständlich erweisen, zwischen Dover und Calais einen Schlagbaum herunter zu lassen und eine Zollstation daneben zu stellen. Gut, den Tunnel kann man mit Wasser füllen - ha-ha-ha. Die ganze Diskussion handelt doch nur davon, dass zwei grundverschiedene Dinge (EU und Europa) wild durcheinander gewürfelt werden. Und dann lassen die sich auch noch von den Isländern beim Fußball vermöbeln! Nochmal ein anderes Thema, gleicher Effekt. Wirksamer kann man ein Volk in den Medien (!) nicht innerhalb einer Woche zu einem Haufen ahnungsloser Deppen umetikettieren. Und das alles nur, weil sie mit einer Wahlbeteiligung und einer Eindeutigkeit eine Entscheidung getroffen haben, von der alle Europäischen Parteien bei nationalen und - erst recht - bei europäischen Wahlen nur träumen können? Unsere Medien halten unisono das Bild vom doofen Engländer hoch, und zwar mit so viel Inbrunst, dass gar keine Sendezeit mehr übrig bleibt, den Putin anzuschwärzen, obwohl das doch eigentlich zum Grundrauschen unserer Volksverblödung gehört.

Exkurs. Was ist uns derweil denn noch so passiert in letzter Zeit? Ein Paar ausgewählte Themen.
1. VW entschädigt seine amerikanischen Dieselkunden mit großen Summen. Hierzulande kriegt keiner was außer warmen Worten des Bedauerns. Das liegt daran, dass amerikanische Gerichte schon heute einfach mehr Druck auf Europäische Konzerne ausüben können, als unsere eigenen. Es darf noch mehr sein: CETA und TTIP müssen her. National entscheiden wir das gar nicht mehr, da kommt ja bloß so was total Blödes raus wie bei den Engländern. Hey, am Ende ist da noch glatt jemand dagegen?!
2. Gesetzgebung: Erben ist super! Firmen! Fast steuerfrei! Keiner sagt was! Wahrscheinlich deswegen: das sichert ja das bedingungslose Grundeinkommen für eine bestimmte Teilmenge der Gesellschaft, gerade auch wenn sie nicht arbeitet. So was in der Art wollen ein Paar Linke doch auch, oder habe ich da was falsch verstanden?
3. Dem Steinmeier haben die CETA-Befürworter gerade unisono die Fresse poliert, weil er ganz leise was gegen den NATO-Rußlandfeldzug gesagt hat. Blöd, wo doch alle gerade so brav mit schwerster Bewaffnung in Richtung Osten gelaufen sind und dabei schon vom Sieg geträumt haben...

Aber - hoppla - Was hat jetzt CETA mit Rußland zu tun ... und mit Firmen-Erbschaften? Oder gar mit der ARD? Wo ist denn da jetzt der Zusammenhang ... bin kurz verwirrt ... Kann es sein, dass uns die Engländer gerade etwas gelernt haben, für das wir und unsere Kinder ihnen sehr dankbar sein dürfen? Merkel, Schäuble, Juncker, Hollande und auch Cameron sind abhängig Beschäftigte des internationalen Großkapitals. Die wollen TTIP, CETA, steuerbegünstigte Milliarden-Erbschaften und einen auf Europa begrenzten Krieg mit Rußland als alternativlose Konsequenz der gemeinsamen Geldpolitik. Hillary und ihre Chefs sind schon ganz scharf drauf, aufs Knöpfchen zu drücken, wenn sich alle einig und die Hirne der beteiligten Völker genau so gut gewaschen sind wie die unserer Politiker. Ach die Hillary muss erst gewählt werden? Keine Sorge, das klappt dann schon, und zwar auch alternativlos. Verhaltener Applaus für das Theater und die Frage, ob da nicht die gesamte westliche Welt im Geldrausch inzwischen vergessen hat, was Demokratie ist?

Zurück nach Europa. Hier brauchen wir weder den besseren Durchgriff amerikanischer Gerichte auf unsere Wirtschaft, noch brauchen wir einen Krieg mit Nachbarn, die uns nichts getan haben. Wir sollten unbedingt die Lügenbarone in unseren Banken und Konzernen selbst bestrafen wollen, wenn Sie Dreck am Stecken haben. Die Engländer haben uns gerade gezeigt, wo´s lang geht: die wollen wieder mitreden, wenn Entscheidungen gefällt werden. Das sollten wir auch wieder tun, sonst macht der Herr Juncker allein CETA klar, der Herr Soros und der Herr Draghi machen, jeder auf seine Art, aus dem gesetzlichem Zahlungsmittel eine Lachnummer, und amerikanische Gerichte bestrafen tumbe Schlauberger in deutschen Konzernen, die sich per Volldurchgriff auf die nationale Gesetzgebung einen Freibrief zum Geld drucken und Dreck machen verschafft haben, statt sich um evtl. teurere, aber dafür zukunftsfähige Technik zu kümmern. Ach so - die Förderung für Elektroautos haben wir doch den Konzernen geschenkt? Ja, stimmt: schon wieder Geld statt Hirn, und das auch wieder nur für die üblichen Verdächtigen.

So, und jetzt zurück zu den Medien ... die Medien ... noch mal die Eingangsfrage: wer ist denn jetzt eigentlich Annette Dittert? Ich habe die nicht gewählt, nicht mal mit der Fernbedienung. Kurz im Internet was anderes recherchiert: es gibt halt kein Anbaugebiet für Pfeffer in Deutschland, wo sie und ihresgleichen bleiben könnte.


Am 01. Juli 2016 schrieb Günther Lachmann:

Ich weiß nicht warum mir K. Lorenz (und die Prägung der G-Gänse), oder das Glöckchen der Pavlovschen Hunde, in den Sinn kommen, wenn ich an die kläglich-langatmigen Berichterstattung, über die Brexer, unserer Media denke.
Dann denke ich auch daran: Versuch gescheitert, Alles zurück zur Montan Union (established in 1951 by the Treaty of Paris, aus der spaeter die EU hervor kroch) Als am 25. Maerz 1957 die Römischen Verträge unterzeichnet wurden, und am 1. Januar 58 in Kraft traten, hatte das Sextett die EWG fest im Griff.
Die erste Erweiterung (Norderweiterung) brachte dann Dänemark, die UK und Eire (Irland)#1) hinzu (Norwegen fiel auf den Bauch weil die Bevoelkerung absagte. Der Norwegische Sozial/Wohlfahrtsstaat war wesentlich besser als die sozialen Verbindlichkeiten in der EG)
Heute nun, nach dem Brexit, ruft Sinn Féin nach dem Irischen Borderfall. Endlich ein vereintes Irland? Raus aus der britischen Sklaverei, rein unter den EU Daumen? Die Häupter der Sinn Féin sagen ja, es waren aber auch die Häupter, besonders G. Adams, die für ein Nein zum EU-Beitritt ausriefen. (Da wird es noch Einiges an Bewegung geben)
Kaum wird den Briten bewusst, was dort aus Eire kommt, tauchen auch schon die ersten Hetzberichte gegen G. Adams und Sinn Féin in den Nachrichten auf.
Auch Cymru (Wales) bleibt nicht verschont. Die englischen Herrschaftshäuser in Cymru, die bis vor einer Zeit immer wieder in Flammen aufgingen, werden wohl den Status als Sommerresidenz verlieren, und nicht mehr von den Steuern absetzbar sein. (in England wurden diese Häuser [zum großen Teil von den Steuern befreit, einschließlich die Kosten für das englische Hauspersonal] und die Bevoelkerung in Cymru musste dafür zahlen. [es wurden kaum lokale Arbeitskräfte eingesetzt])
Und Alba (Schottland)? Werden jetzt Zäune, Grenzkontrollen auf den Straßen zwischen England und Alba eingerichtet? Oder geschieht gar nichts, so wie Cameron es in einer „Question Time“ aussagte.
Das ist die Verzweiflung der noch 27 Member-Staaten der EU.
Dort nämlich sind die ökonomischen Magenschmerzen soweit angestiegen, dass sie sogar Kerry, den US-Washington Reiseminister auf Cameron hetzten. „Der Brexit kann jederzeit rückgängig gemacht werden.“ ließ Kerry sich in London vernehmen, und Cameron bügelte den US-Boy ab. „Das ist Einmischung in unsere Angelegenheit.“
Es ist nicht neu, dass zwischen der UK und Washington harte Töne ausgetauscht werden; aber das hier ist von anderem Kaliber.
Dass England eine neue / erweiterte Aufgabe in der Nato übernimmt, steht fest. Dass es seine wirtschaftlichen Beziehungen mit der EU nur leicht verschiebt, steht auch fest.
Steht ein EU-Militär-Komplex, (NATO-Suborgan) unter der Führung Englands, der EU ins Haus? Sieht wohl so aus.
Ach so, der dittertsche Speichelfluss, ihr Geschnatter bei den Narration im TV hat bei den oben erwähnten Themen einen selektierten Aussetzer. Was ist denn so unangenehm daran, dass England sich wirtschaftlich frei bewegen kann. Was ist so unangenehm für die EU, dass Alba, Eire und Cymru nun selbstständige Staaten werden?


#1) Die Namen Scottland, Ireland und Wales sind englische Exonyms, den nativ Bewohnern aufgezwungen. Das wird sich nun ändern, und die Staaten erhalten ihre wirklichen Namen, nach dem Brexit, zurück. In meinem Kommentar habe ich damit schon angefangen


Am 01. Juli 2016 schrieb Menasche Kishon:

Ich hoffe, dass es morgen zum DEXIT kommt! Auf die italienische Fußballmannschaft war bisher immer Verlass, wenn die deutsche auf die italienische traf.


Am 30. Juni 2016 schrieb Aleksander von Korty::

Manchmal verstehe ich diese Yellow-Press, diese Lieblingsblätter deutscher Hausfrauen, wenn sie sich nach dem Adel und Monarchien zurück sehnen.
Diese Zeiten hatten gegenüber einer republikanischen Verfassung den unbestreitbaren Vorteil, dass herausragende Menschen für ihre Verdienste noch geadelt werden konnten. Heute können solche Titel ja nur noch gekauft oder geheiratet werden.
Für Annette Dittert hätte ich dann den Vorschlag zu machen, sie zur Lügenbaronin von Münchhausen zu ernennen


Am 30. Juni 2016 schrieb Winfried Wolk:

Hier eine Anmerkung zur Anmerkung von F. Althaus: „Ohne die Putinschen Reflexe auf die unablässigen Provokationen und nichtendenwollenden Nato-Osterweiterungen könnte die Nato nicht mal mehr ein Fitzelchen von einer Existenzberechtigung vorweisen und wäre mittlerweile in den Zustand der blaugrünschimmelnden Verwesung übergegangen.“

Leider ist die Hoffnung auf blaugrünschimmelnde Verwesung der Nato keine wirkliche und würde auch ohne „Punische Reflexe“ nicht stattfinden. Zbigniew Brzezinski erzählt uns in seinem Buch „The Grant Chessboard“ von der tatsächlichen Rolle, die die Nato für die USA besitzt und die ich hier gern öffentlich machen möchte. Leider habe ich keinen Rat, wie diesem Teufelskreis zu entkommen ist.
S. 44.
Die Nato bindet die produktivsten und einflussreichsten Staaten Europas an Amerika und verleiht den Vereinigten Staaten selbst in innereuropäischen Angelegenheiten eine wichtige Stimme.
S.38
… der gesamte Kontinent ist von Vasallen und tributpflichtigen Staaten übersät, von denen einige allzu gern noch fester an Washington gebunden wären. Die Dynamik der amerikanischen Wirtschaft schafft die notwendige Voraussetzung für die Ausübung globaler Vorherrschaft.

Für die USA ist die Nato das unverzichtbare Instrument, dass das so bleibt, denn
S.38:
Im Gegensatz (zur britischen Vormachtstellung) ist der Geltungsbereich der heutigen Weltmacht Amerika einzigartig. Nicht nur beherrschen die Vereinigten Staaten sämtliche Ozeane und Meere, sie verfügen mittlerweile auch über die militärischen Mittel, die Küsten mit Amphibienfahrzeugen unter Kontrolle zu halten, mit denen sie bis ins Innere eines Landes vorstoßen und ihrer Macht politisch Geltung verschaffen können.
S.79:
Die alte Welt ist für die USA von enormen geostrategischem Interesse. Anders als die Bindungen an Japan verankert das Atlantische Bündnis den politischen Einfluss und die militärische Macht Amerikas unmittelbar auf dem eurasischen Festland. Beim derzeitigen Stand … erweitert sich mit jeder Ausdehnung des europäischen Geltungsbereiches automatisch auch die direkte Einflusssphäre der Vereinigten Staaten. Umgekehrt wäre ohne dieses enge transatlantische Bindungen Amerikas Vormachtstellung in Eurasien schnell dahin. (was bedeutet:) … Einfluss und Macht tiefer ins den euroasiatischen Raum hinein geltend zu machen, wären dann äußerst begrenzt.

Antwort von U. Gellermann:

Das stimmt natürlich alles, aber gäbe es eine Linke, die sich nicht ständig in den paar Haaren läge, die sie noch hat, und wäre sie nicht in Teilen so blöd russophob, dann gäbe es eine echte Alternative: Eine selbstständige Politik gegenüber den USA, die sich auch auf ein russisches Interesse an einem Nicht-NATO-Deutschland stützen würde. Aber schon während ich das schreibe höre ich die Entsetzensschreie: "Wehe, wehe wenn ich diesen Putin sehe.“ Als ob Putin die Jugoslawien-, Irak-und Libyen losgetreten hätte. Und man müsste als Linker auch so ein böses Wort wie „deutsche Interessen“ in den Mund nehmen dürfen, ohne gleich als Enkel von Adolf Hitler zu gelten. Statt dessen werden die Nachtgebete auch sonst ganz vernünftiger Menschen ausgerechnet der Europäsche Union gewidmet, sie möge doch bitte nicht auseinander brechen, womöglich Britannien wieder aufnehmen und den ganze korrupten, intransparenten, undemokratischen, neoliberalen Unsinn fortführen, bitte. Da kann man schon Hoffnung fahren lassen. Aber vielleicht nicht alle.


Am 30. Juni 2016 schrieb Anke Zimmermann:

Hallo Rundfunkräte
ich weiß der Herr Gniffke erzählt euch "Deutschland geht es gut", weil das sagt die Merkel, der Schäuble und der Gabriel, der Sinn - alle sagen das, sogar in den Nachrichten wird das gesagt und wenn ihr als Rundfunkräte in den Spiegel schaut und seht: es geht euch gut, muß es also stimmen. Gewerkschafter, Friedensbewegte und Vertreter der Kirchen dürfen im Rundfunkrat der ÖR sitzen, in einer solchen Welt ist doch alles in Ordnung.

Da haben wir den Herrn Karl-Klaus Rabe, ein scheinbar friedensbewegter Mensch, Autor, Geschäftsführer des Lamuv Verlag und Mitglied der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF).

"Im Bewusstsein, dass die Folgen des Nationalsozialismus noch immer spürbar sind und nur durch einen intensiven Dialog überwunden werden können, setzt sich Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) für eine Verständigung zwischen den Generationen, Kulturen, Religionen und Völkern ein. Verwurzelt im christlichen Glauben, bemüht sich ASF dabei um eine Zusammenarbeit mit allen, die für eine friedlichere und gerechtere Welt eintreten."
Heißt es in der Selbstdarstellung des ASF.
Da steht er als Rundfunkrat drüber.
http://www.ndr.de/der_ndr/unternehmen/rundfunkrat/Karl-Klaus-Rabe,rabe250.html

Oder Frau Jutta Schümann sie schreibt auf ihrer Homepage: Jugend braucht Zukunft und Perspektiven: Dringend erforderlich sind vielfältige Ausbildungs- und Arbeitschancen. Ohne Geld ist nichts.
Sie engagiert sich bei der AWO und ihr Motto: "Engagiert, ehrlich, erfahren" steckt sie in die Handtasche, bevor sie in eine Sitzung der Rundfunkräte geht.
http://www.ndr.de/der_ndr/unternehmen/rundfunkrat/Jutta-Schuemann,schuemann122.html

Frau Hilke Klüver müsste es auch besser wissen, als ev. Pastorin sagt sie Sätze wie: "Es ist wichtig, dass wir uns als Christenmenschen in gesellschaftliche Fragen einmischen und Hoffnung in die Gesellschaft tragen?, so Klüver. Als Rundfunkrätin schweigt sie.
http://www.ndr.de/der_ndr/unternehmen/rundfunkrat/Hilke-Kluever,kluever106.html

Frau Edda Schliepack 1. Vorsitzende des SoVD-Kreisverbandes Braunschweig, der SoVD hat sich dem Gedanken gesellschaftlicher Solidarität und der Idee sozialer Gerechtigkeit verpflichtet: jeder Mensch hat das Recht auf ein Leben in Würde und die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit - unabhängig von Alter, Geschlecht, Behinderung, Krankheit oder sozialem Status. Voraussetzung dafür ist ein Leben in sozialer Sicherheit.
Der Verband will mit Frau Schliepack an der Spitze: ein Höchstmaß an sozialer Gerechtigkeit, Bewahrung und Ausbau des Sozialstaates erreichen. Darum wurde die Frau zu Rundfunkrätin ernannt.
http://www.ndr.de/der_ndr/unternehmen/rundfunkrat/Edda-Schliepack,schliepack100.html

Ich habe diese vier nur exemplarisch ausgewählt und weiß nicht was ich von ihnen halten soll. Die Berufung zum Rundfunkrat (wer sucht die eigentlich aus?) ist keine Auszeichnung Herrschaften, sie ist eine Aufgabe. Euer Schweigen und Nichtstun macht euch höchst unglaubwürdig.


Am 30. Juni 2016 schrieb Pat Hall:

Welch ein Glück dass es die Rationalgalerie gibt um dieses EU-Irrenhaus ein wenig besser ertragen zu können.
Es gibt Mut und Stärke zu wissen dass es immer mehr Menschen werden welche dieses EU-Betrugssystem durschauen.
Danke an all die Kommentatoren die ihre Ansichten eingeben und besonderen Dank an U.G der mit seinem Blog unermüdlich Großartiges leistet.


Am 30. Juni 2016 schrieb Christoph Simon:

Zu den verzerrenden Leistungen der ARD gehört dieser Tage auch deren Anstrengung, das Image des anstehenden TTIP-Vertrages mit Blick auf den VW-Skandal wieder zu verbessern.

So konnte man gestern Abend erleben, wie sich das Magazin Plusminus dem US-Verbraucherschutz anbiederte. Wir armen deutschen VW-Fahrer können also keinen Profit aus dem Skandal schlagen, weil unser Rechtssystem keine sinnfreien Sammelklagen zulässt? Der deutsche Touarek-Fahrer am Existenzminimum bringt seinen Jahreswagen nicht mehr los? Höchste Zeit, dass wir endlich US-amerikanischer werden! Dann hat auch der kleine Mann mal eine Chance zum Zocken wie die Großen, wenn er sich als glücklicher Teil eines Skandals erkennt bzw. sich von einem Anwalt dazu überzeugen lässt. Der eigentliche Skandal des geheuchelten "Der Umwelt zuliebe" ist ihm dabei scheißegal.

Werden wir in Zukunft mit dem US-Verbraucherschutz im Rücken auch die deutschen Leitmedien wegen Falschinformationen verklagen können? Super - Sammelklage - Super - Kohle abzocken - Super - TTIP-Gewinner! Wer sich belügen lässt, scheint klar im Vorteil zu sein.


Am 30. Juni 2016 schrieb Lutz Jahoda:

KOMMENTAR
ZUR
GIERSCHLUNDSCHÜSSEL BRÜSSEL

Hat Jean-Claude Juncker sich jemals geschämt?
Reichlich Grund dazu hätte der Knabe.
Die Steuergerechtigkeit hat er gelähmt,
Mit blumigen Worten die Lüge verbrämt.
Gesamteuropäisch gewiss keine Labe.

Die Völker Europas in Freiheit vereint!
Lockende Botschaft, nur leider verlogen.
Nur eines war hierbei ehrlich gemeint:
Die bockigen Bürger fest angeleint,
Beschönend verdummt ums Erbteil betrogen.

Was Hellas versucht hat, ist England gelungen.
Die Atlantiker sind alles andre als froh.
Noch ist das Lied nicht ausgesungen,
Den Geldjonglierern nichts abgerungen.
Einheit sehr gern, aber keinesfalls so!

Gern hätte ich Frau Annette Dittert
Diese gereimte Botschaft getwittert.
Der Text ist zu lang, doch vielleicht liest auch sie
Zum Gehirnausputzen
Und zu Fernsehens Nutzen
Gelegentlich die Rationalgalerie.


Am 30. Juni 2016 schrieb Günther Lachmann:

Erst verkauft die ARD den Hoax, (naja, eigentlich war es eine fraudulent action – betrügerische Aktion - [aus dem Ausland] von Foreigners, also nicht Briten)dass zwei Millionen Stimmen gesammelt wurden, welche sich gegen den Brexit aussprechen, als absolute Wahrheit. Als dies bei den Zuschauern zu keiner Regung führt, weil eben ARD, weil eben als Lügenkabinett bekannt, muss jetzt die Dittert ran, und die Hetze der EU-Willigen, der Kriegs-Willigen, als Ohrwurm dem Bürger untergejodelt werden. Da frage ich mich doch, wie schlecht steht es eigentlich mit der ARD, dass sie zum Krieg aufruft, obwohl das Volk den Frieden will? - Habe ich jetzt die Pflicht mich zu bewaffnen, ähnlich der Bürgerwehr am Luisenstädtischen Kanal (Berlin) vom 16. Oktober 1848, als diese dort streikende Arbeiter erschoss. So´n bisschen Terroristen-Schiessen würde doch die Quotenzahl erhöhen. Irgendwie erinnert es mich an das Plärren des Volksempfängers. - So wird soziale Kontrolle established, von den Wenigem über die Mehrheit – mit den verschiedenen Kriegen gegen das eigene Volk.
In der UK werden diese „comment-clowns“ nicht „für voll“ genommen, sondern Dittert resembles eher eine braune Tüte, aus der im besten „royal english“ »Monty Pythons« Surreal-Satire, dem Zuschauer entgegen kommt. Natürlich sollte dabei nicht vergessen werden, dass auch die BBC jahrelang dem Ministerium für Sicherheit unterstand, und erst Thatcher machte die BBC dann zum Partei-Pudel, mit der leckenden Zunge. (Oops, das ist ja wie bei Merkel)
Sozial-Negative Veränderungen sind in der ganzen Welt das Werkzeug um einen Krieg zu starten oder weiter fortzuführen. Dabei rede ich nicht einmal von den Bomben und Geschützdonner, rede nicht von den „nicht-lethal“ Waffen, die das Volk erwartet, wenn es den Aufstand übt, sondern von dem Gedankengut der Pickelhaube (Danke liebe Ullrike) also von Bismarck, der in den 1860ern mehrere Kriege inszenierte um Deutschland zu vereinigen. (hat Britain nicht auch deutsches Blut…-ach, lassen wir das.) Dem Gedankengut welches mir aus Bild, Ton und Schrift der Deutschen Media entgegen quillt, und deren subtile Wirkung für den Unachtsamen, eine Art von Umerziehungslager ist. Die Umkehr der Begrifflichkeiten wird mit Dittert nur intoniert, sie folgt nur ihrem Auftraggeber – So wie die SS-Schergen auch nur ihrem Auftraggeber folgten. Dieser Faden lässt sich zurück spinnen bis der Faden bei Unbekannt endet, und der betrogene Bürger wieder nichts in der Hand hat. Was nützt mir es zu wissen, dass mein Mörder von Unbekannt bezahlt wird, ich muss mich gegen meine potentiellen Mörder wehren. Und deren greifbare Spuren und Namen kennen wir alle!


Am 30. Juni 2016 schrieb Hans Rebell-Ion:

Ulrike Spurgats Kommentare "gehen mir immer unter die Haut!" Ich würde ihr gerne das persönlich mailen, aber leider fand ich im "Netz" nicht ihre Mail-Adresse. Vielleicht hat Ulrike Recht, "wer dafür ist, dass Menschenrechte, Freundschaft mit den Völkern, gegen Krieg, gegen Faschismus. für eine gerechtere Gesellschaft eintritt", der riskiert heute schon wieder sein Leben!



Am 30. Juni 2016 schrieb Siera:

Vielen Dank für deinen erstklassigen und witzigen "Tages-schau" Artikel!!


Am 30. Juni 2016 schrieb Kostas Kipuros:

Lieber Uli Gellermann! Wieder einmal ein großartiger Text. Danke - verbunden mit einer kleinen Rückblende: Sprechblasen-Dittert hätte nämlich - wenn sie ihren journalistischen Auftrag ernst nehmen würde - in ihrem Text daran erinnern müssen, dass der ignorante EU-Berlin-Umgang mit Referenden bereits auf eine unsägliche Tradition zurückblickt:
1992 weigerten sich die Dänen in einem Referendum, dem Maastricht-Vetrag zuzustimmen. Falsche Entscheidung, befand man in Brüssel/Berlin und drohte mit harten Konsequenzen. Ein Jahr später wurde die „richtige" Wahl erzwungen.
2001 lehnten die Iren den Vertrag von Nizza ab. Falsche Entscheidung, entschied man in Brüssel/Berlin und drohte mit harten Konsequenzen. Ein Jahr später wurde die „richtige" Wahl erzwungen.
2007 wurde der Vertrag von Lissabon angenommen, nachdem Berlin/Brüssel die Niederlande und Frankreich weichgeklopft und die Iren erneut an die Urnen befohlen hatte.
2015 stimmten die Griechen mehrheitlich in einem Referendum gegen die Austeritätspolitik Brüssels/Berlins. Falsche Entscheidung, befand Schäuble und zeigte Ministerpräsident Tsipras die Instrumente: Entweder ihr knickt ein oder ihr fliegt aus dem Euro. Das Ergebnis ist bekannt: Griechenland wird derzeit zu Tode ?gerettet?.
November 2011: Der damalige griechische Ministerpräsident Papandreou ruft seine Landsleute zu einem Referendum über die Beschlüsse des Brüsseler Krisengipfels zur „Rettung" Griechenlands auf. Falsch Entscheidung, befand Schäuble und ließ Papandreou in die Wüste schicken.
Am 11. November 2011 hievte Brüssel/Berlin den Banker Lukas Papadimas ganz ohne Wahl ins Amt des griechischen Ministerpräsidenten und am 16. November 2001 Mario Monti auf den Sessel des italienischen Regierungschefs. Empörungsfaktor in der ARD/ZDF über die massive Verletzung demokratischer Grundnormen: Null.
In allen genannten Fällen fand die Ignorierung der Referenden durch Brüssel/Berlin bzw. die unlegitimierte "Korrektur" selbiger die kniefällige Lobpreisung durch ARD/ZDF-Kommentierungen.
Fazit: Man mag über das Zustandekommen des britischen Referendums verschiedener Meinung sein. Über die einseitige Sicht der Kommentierung derartiger Ereignisse in den gebührenfinanzierten Medien gibt es dagegen keine Zweifel: einseitig, tendenziös, obrigkeitsklamm, undemokratisch und regierungsnah.


Am 30. Juni 2016 schrieb F. Althaus:

Lieber Herr G., bitte ein bisschen mehr Respekt:
Frau D. ist zusammen mit Golineh Atai Jury-Mitglied bei der Hanns Joachim Friedrichs-Preisverleihung. Die sind für alles gut, sogar für Realsatire

Titanic veröffentlichte im Oktober 2014:

Ha, Annette Dittert!

Als ARD-Korrespondentin berichteten Sie vom Nato-Gipfeltreffen in Newport, Wales, auf dem Obama, Cameron, Hollande und Merkel demonstrativ den ukrainischen Schokoladen-, Fernseh- und Rüstungsoligarchen Poroschenko in ihre Mitte nahmen und Putin einen ganz, ganz bösen Mann hießen. Wenn diese Schmierenkomödie in die Geschichte eingehen wird, dann nur wegen Ihres unsterblichen Schlußsatzes, Frau Dittert, in der Tagesschau: »Sicher aber ist bereits jetzt: Die in der Vergangenheit als verstaubt oder antiquiert geltende Nato ist hier zu neuem Leben erwacht.« Wir versuchen mal, diese genial tagesschaukompatible Formulierung in normales Deutsch zu übersetzen: Die Nato, die seit 25 Jahren mangels Feind klinisch tot ist, ist soeben aus dem Koma erwacht. Streng genommen müßte die Nato Putin zu ihrem Ehren-Generalsekretär ernennen. Ohne die Putinschen Reflexe auf die unablässigen Provokationen und nichtendenwollenden Nato-Osterweiterungen könnte die Nato nicht mal mehr ein Fitzelchen von einer Existenzberechtigung vorweisen und wäre mittlerweile in den Zustand der blaugrünschimmelnden Verwesung übergegangen.

Na, Frau Dittert, kommt´s hin?


Am 30. Juni 2016 schrieb Ulrike Spurgat:

.....mehr als beunruhigend, wenn Propaganda, Feindbilder, Vermutungen und Spekulationen ins Kraut schießen können. Ähnlichkeiten der Berichterstattung aus früherer Zeit sind nicht auszuschließen. Wir sollen die Wahrheit, die Wirklichkeit nicht erfahren. Wir sollen nicht wissen, dass Kriege, wieder hoffähig gemacht werden sollen, dass die Kassen der Amis leer sind, dass Pickelhauben die bessere Kopfbedeckung sind, und vor allem soll nicht die Frage gestellt werden, wem das denn nun wirklich nutzt ? Den Völkern sicherlich nicht.
Es nutzt den Kriegstreibern, den Ausbeutern, den Stiftungen, den Konzernen, der EU, die nicht Europa ist, und letztendlich dem Totalversagen der deutschen Politik. Da bietet es sich doch an, dass das Volk unreflektiert die Manipulationen schluckt.
Das deutsche Volk, so allgemein betrachtet, natürlich mit bemerkenswerten Ausnahmen, steht nicht unbedingt für Kampfesgeist und für die Verteidigung von Grundrechten, wie beispielsweise das französische Volk. WEder über die Wahlen in Spanien, noch über die Arbeitskämpfe in Frankreich, über die katastrophale Lage des griechischen Volkes gibt es eine Berichterstattung, die dem, der die Gebühren bezahlt, ernstzunehmende Informationen liefert , die die Meinungsbildung befördern.
Usw. Usw. Was hat Deutschland aus den Fehlern der dunkelsten Geschichte gelernt ?
Was würde den Frauen und Männern gesagt werden die in den Kerkern und den Lagern, der Nazis saßen, genau dafür, dass Menschenrechte, Freundschaft mit den Völkern, gegen Krieg, gegen Faschismus. für eine gerechtere Gesellschaft, unter Einsatz ihres Lebens eingetreten sind ? Beschämend ist die Antwort.


Am 30. Juni 2016 schrieb Heiner Bredow:

Die Absurdität der EU-Veranstaltung wird gerade wieder deutlich. In Juncker-Burg wird einer bestraft, der die Steuermanipulationen eines Unternehmens enthüllt hatte. Nicht das Unternehmen, nicht das Land Luxemburg, nicht der oberste Steuerbetrüger.


Am 30. Juni 2016 schrieb Paul-Wilhelm Hermsen:

Nimmt hier irgendjemand noch den USPropagandasender ARD ernst?


Am 30. Juni 2016 schrieb Aleksander von Korty:

Ich hätte da noch ein Argumentsblümchen für den nächsten TAGESSCHAU-Kommentar von Frau Dittert:
Nicht Neuwahlen sind die korrekte Forderung, sondern sofortige Annullierung dieses Votum muss gefordert werden, wegen vermutlicher Ungültigkeit. Die Engländer waren doch bestimmt alle vorher in ihrem Pub oder Club, bevor sie die Wahllokale betraten. Oder dort wurde übermäßig Alkohol ausgeschenkt! Der Name Wahl-LOKAL spricht ja für sich. So muss zwingend angenommen werden, dass die alle besoffen, also unzurechnungsfähig, waren. Dann kann das doch kein gültiges Votum gewesen sein.
Oder sie erinnert sich an die treffende Aussage der US-Amerikanischen Anarchistin Emma Goldmann, die einst geäußert hat: "Wahlen ändern nichts, sonst wären sie verboten." Schlussfolgerung: Wenn Wahlen nichts ändern, dann muss sich auch durch Wahlen nichts ändern und die Briten bleiben einfach drin in der EU! Zur Sicherheit und aus Kostengründen sollten dann anschließend die Wahlen verboten werden. Jedenfalls für unbotmäßige Völker!


Am 30. Juni 2016 schrieb Marie Peters:

Hier stimmt alles: Sprache, Haltung und die Lust an der Provokation. Danke.


Am 30. Juni 2016 schrieb Benny Thomas Olieni:


"Brav auf US-Kurs referiert die TAGESSCHAU..."

So ist es.

Und WELCHER US-Kurs ist das?

Natürlich der Goldman-Sachs-Clinton-Kurs.

ARD: Mit Zwangsgebühren die Versklavung der arbeitenden Bevölkerung vorantreiben. Übrigens ganz ähnlich wie es die BBC (British Brainwashing Corporation) treibt.

Einfach nur widerlich.

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