SPD kurz vor der GroKo

Noch einmal schnell links blinken

Autor: U. Gellermann
Datum: 27. November 2017

Der Chef der Rest-SPD, Martin Schulz, hat tatsächlich jüngst den Siemens-Konzern als „asozial“ bezeichnet. Nur weil der mal wieder ein paar tausend Arbeiter und Angestellte rauswirft. Asozial? Also gegen die Gesellschaft gerichtet? Aber Siemens kommt doch aus der vielfach beschworenen Mitte der Gesellschaft. Hat sich doch der Konzern bis zum zeitweiligen Ende der staatlich subventionierten Atomkraftwerke an deren Bau dumm und und dämlich verdient. Ist nicht der allseits beliebte Joschka Fischer als Lobbyist für Siemens tätig? Und kommt der Siemens Hauptaktionär Black-Rock nicht aus dem Land der FREUNDE, der allgemein wertgeschätzten USA? Sozialer als Siemens geht also kaum.

Martin Schulz, der ganz, ganz lange im selben Gesellschafts-Boot wie Siemens saß und die Illusion verbreitete, seine SPD dürfe mitsteuern, sollte doch mehr Verständnis für die Schwierigkeiten des gewöhnlichen Kapitalismus aufbringen. Zwar konnte Siemens im Geschäftsjahr 2016/17 seinen Umsatz um vier Prozent auf 83 Milliarden Euro steigern. Und der operative Gewinn betrug fast 10 Milliarden Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr. Aber aus den guten Zahlen könnten auch wieder schlechte werden. Da entlässt man lieber vorsorglich. Mit dieser Vorsorge ist man immer gut gefahren.

Sicher hat Carl Friedrich von Siemens schon 1931 in einer Rede bei General-Electric vorsorglich gewarnt, dass nur die NSDAP die `bolschewistische Gefahr´ erfolgreich bekämpfen könne. So viel Sorge zahlte sich aus: Man war an der Ausrüstung der Wehrmacht bestens beteiligt, vom Feldtelefon bis zum Autopiloten. Siemens lieferte für den Nazi-Krieg so viel man nur konnte. Klar, dass bei dieser Umsatzsteigerung auch Zwangsarbeiter gebraucht wurden. Schließlich verlegte man die Produktion von Telekommunikations-Ausrüstungen für die Wehrmacht direkt in das KZ Ravensbrück. Diese militärische Perspektive hat Siemens bis heute im Auge: Mit einer 15 Millionen Investition war Siemens Financial Services an der Produktion von Streubomben beteiligt. Und die Siemens Government Technologies in den USA versorgt Verteidigungs-, Geheimdienst- und Zivilbehörden in den Vereinigten Staaten mit allem was das armierte Herz des Imperialismus so braucht. Nach der 7,6 Milliarden Dollar-Übernahme der US-Firma Dresser-Rand ist Siemens auch zum Direktlieferanten des Pentagon aufgestiegen.

„Manchester Kapitalismus“ wirft Martin Schulz mit empörter Pose dem Siemens-Chef Joe Kaeser vor und liegt damit weit neben der historischen Wirklichkeit. Denn Siemens ist längst Teil jener globalen, modernen Welt-Regierung, die von den eifrigen Kosmetikern des Systems sofort als „verschwörungstheoretisch“ zurückgewiesen wird. Aber Joe Kaeser ist nun mal Mitglied der „Trilateralen Kommission“. Das ist jene bedeutende Gesellschaft mit 400 höchst einflussreichen Mitgliedern aus den drei großen internationalen Wirtschaftsblöcken Europa, Nordamerika und Japan, die sich natürlich rein zufällig regelmäßig treffen. Eine Gesellschaft, die sicher ebenso zufällig von David Rockefeller auf einer Bilderberg-Konferenz gegründet wurde. Spätestens jetzt klingeln die Alarmglocken der Anti-Verschwörungstheoretiker in Medien und Politik. Denn wer nicht nur Organisationszusammenhänge zur Durchsetzung brutaler Kapital-Interessen sieht, sondern sogar öffentlich benennt, verfällt der Ächtung durch das Modewort „Verschwörungs-Theoretiker“. So einer muss als Spinner gebrandmarkt werden, als Geisterseher, als schwer erziehbar.

Deshalb muss sogar die scheinbar objektive Wissensmaschine WIKIPEDIA, eine als Information getarnte Meinung verbreiten: „Um die Trilaterale Kommission ranken sich seit ihrer Gründung verschiedene Verschwörungstheorien.“ Also müssen wir annehmen, dass die einstige Bildungsministerin Edelgard Bulmahn von der SPD und Michael Fuchs vom CDU-Bundesvorstand, wenn sie sich regelmäßig in der Kommission mit Joe Kaeser treffen, über das Wetter reden. Und keineswegs darüber, dass antikapitalistisches Schaulaufen angesagt ist, wenn man dringend wieder eine Große Koalition zur Führung der deutschen Geschäfte braucht. Und keineswegs eine Verschwörung gegen den Wählerwillen.

Dass man Klaus-Dieter Frankenberger, dem Ressortleiter Außenpolitik der FAZ, ebenfalls Mitglied der Kommission, dort die Idee von der Gefährdung Europas durch eine falsche deutsche Regierung eingeblasen hat, ist Unsinn. Zwar referieren zur Zeit nahezu alle deutschen Medien, als habe man einen Schalter umgelegt, ihre große Sorge um die Europäische Union. Als sei sie echt in Gefahr durch ein zeitweilig unregiertes Deutschland. Aber das ist nicht verschworen, das ist Reflex: Man hatte sich in den Redaktionen an den GroKo-Zustand gewöhnt. Da kannte man seine kurzen Wege. Und Jahre der Konditionierung machen den ordentlichen deutschen Redakteur zum Automaten. Zu einer Maschine, die auf keinen Fall dem Martin Schulz die Frage stellen würde, warum denn die SPD jetzt plötzlich entdeckt, dass Siemens asozial ist und nicht schon in den Jahren zuvor. Als zum Beispiel 3000 Kollegen in Kamp-Lintfort einer „Bereinigung“ der Siemens-Handy-Sparte zum Opfer fielen. Obwohl Siemens dort sogar eine Beschäftigungsgarantie für Lohnverzicht abgegeben hatte und sie prompt brach.

Natürlich können erfahrene Konzerne wie Siemens Koalitionen aller Art dirigieren. Zumal man sich mit deren Protagonisten gern und immer wieder in Lobby-Clubs aller Art trifft. Aber das Dirigieren geht einfach schneller, wenn man nur zwei Parteien an der kurzen Leine führen muss. Da darf Martin Schulz, kurz vor der GroKo, gerne mal ein wenig links blinken.

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Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 01. Dezember 2017 schrieb Krysztof Daletski:

Weil der Galerist zur Freude anderer Kommentatoren in einer Anmerkung Heine's Wintermärchen zitiert, erlaube ich mir, auf eine bemerkenswerte Parodie/Aktualisierung dieses Textes hinzuweisen. Die Band Permaneder hat dazu den Text modifiziert und ein Lied verfasst, das sie auch im Finale des österreichischen "Protestsongcontest 2017" dargeboten haben:
https://www.youtube.com/watch?v=GKey1oi0ktc

Eine Beispielstrophe:
"Sie sang vorzüglich einstudiert:
'Die Südländer brauchen Belehrung -
Die Faulheit muss man dort auskuriern
Mit der eisernen Faust der Entbehrung."


Am 30. November 2017 schrieb Hans Tigertaler:

Lieber Gellermann, so geht Heines Gedicht weiter:

Ein kleines Harfenmädchen sang.
Sie sang mit wahrem Gefühle
Und falscher Stimme, doch ward ich sehr
Gerühret von ihrem Spiele.

Sie sang von Liebe und Liebesgram,
Aufopfrung und Wiederfinden
Dort oben, in jener besseren Welt,
Wo alle Leiden schwinden.

Sie sang vom irdischen Jammertal,
Von Freuden, die bald zerronnen,
Vom Jenseits, wo die Seele schwelgt
Verklärt in ew'gen Wonnen.

Sie sang das alte Entsagungslied,
Das Eiapopeia vom Himmel,
Womit man einlullt, wenn es greint,
Das Volk, den großen Lümmel.

Heine hat Wahrheit wie Lüge im Kitsch der Heimatverbundenheit im Sinn. Sogar deren unschuldige Hilflosigkeit. Aber auch, wohin das am Ende führen kann. Frau Spurgat sollte das "Pipi" in ihren Augen nicht zu lange behalten.

Antwort von U. Gellermann:

Lieber Herr Tigertaler,

die „Wahrheit“ in Heines Heimatverbundenheit führt ihn im selben Gedicht sogar zur Vermögensverteilung:

"Wir wollen auf Erden glücklich sein,
Und wollen nicht mehr darben;
Verschlemmen soll nicht der faule Bauch,
Was fleißige Hände erwarben.“

So bleiben mir Heine (natürlich auch Marx und Tucholsky) Heimat, jenes Stück Erde, aus dem auch meine Anfänge in der deutschen Sprache stammen und die es wert ist, verteidigt zu werden: Gegen jene sie sich diese Heimat aneignen, um sie gegen Fremde zu wenden.


Am 29. November 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

@ Uli Gellermann
Sehr passend im November.
Danke, mit "Pipi" in den Augen.


Am 29. November 2017 schrieb Hans Tigertaler:

Siemens ist eine vorausschauende Firma. Denn Siemens hatte früher als Geschäftsführer seiner gleichnamigen Stiftung den völkischen Edelfaschisten Armin Mohler. Dieser Vorläufer der Identitären war schon damals, malgré lui, ein Internationalist des Kapitals, wie seine Firma, denn der von ihm empfohlende völkische Stil darf als die kommende Welt-Ideologie des Kapitals gelten. Polyglott ist diese Ideologie insofern, als die schollenverbundene Heimatliebe sich als die einzig beherrschbare emotionale Grundordnung des Kapitals erwiesen hat: Nur das Lokale ist dem befehlenden Zugriff internationaler kapitalister Eliten widerstandslos ausgeliefert: Was ist die Scholle gegen die City!

Insofern wird die Zerstörungswut des Finanzkapitals keineswegs der Heimatverbundenheit gelten. Dafür verlangt es aber, ihre tapsigen überregionalen Vereinigungen, die selbstorganisierten Nationen, zu zerschlagen! Sie, als freiwilliger Zusammenschluß aller komplexen menschlichen Zwecke, die nicht bloß Geldzwecke sind, stehen allem im Wege, was das Kapital für seine Eigentümer herauszuholen hat. Diese nationalen Vereinigungen beherbergen ja auch das Potential, den Plusmachern wenigstens manchmal zu widerstehen.

Damit erklärt sich auch die neueste Verbeugung eines Scheinlinken wie Jakob Augstein - Heimat, er hat tatsächlich Heimat gesagt! - vor den Heimatliebenden. Oh ja, Heimat, ruft er, wir zerschlagen derweil die europäischen Nationen.

In der Bodenhaftung der scharrenden Heimatliebenden erreichen seine Klassengenossen das Ziel der rationellsten Kasernierung der Lohnarbeit. Hauptsache, es kommt keiner schon wieder auf die Idee, der international unablässig Kriege führenden Bande auch internationalistisch, also mit Aussicht auf Erfolg, zu begegnen.

Antwort von U. Gellermann:

„Im traurigen Monat November war’s,

Die Tage wurden trüber,

Der Wind riß von den Bäumen das Laub,

Da reist ich nach Deutschland hinüber.


Und als ich an die Grenze kam,

Da fühlt ich ein stärkeres Klopfen

In meiner Brust, ich glaube sogar

Die Augen begunnen zu tropfen.


Und als ich die deutsche Sprache vernahm,

Da ward mir seltsam zumute;

Ich meinte nicht anders, als ob das Herz

Recht angenehm verblute.“

Heinrich Heine


Am 29. November 2017 schrieb marie becker:

Merkel ist an vielen Problemen während ihrer Regierungszeit gescheitert und nun auch am Versuch eine neue Regierung zu bilden.
Warum zieht sie nicht endlich die einzig mögliche Konsequenz daraus und verabschiedet sich? Warum auch gibt Steinmeier nicht einem anderen den Auftrag einer Regierungsbildung?
"notfalls" auch Schultz ? vielleicht setzt sich dann auch die Idee einer Minderheitsregierung um?
Verstehe einer das kindische Gebaren deutscher Intelligenz und Eliten.


Am 29. November 2017 schrieb altes Fachbuch::

mag ja sein, dass es die seele entlastet, wenn man sich über die (zerfalls)erscheinungen des gesellschaftlichen überbaus nicht nur dieses landes amüsieren kann!

es schmerzt eben, die ratio zu bemühen, weil sich aud des ergebnissen eines denkprozesses konsequenzen abzeichnen, die man nicht gewillt ist, einzugehen, weil sie einen individuell einschränken und pflichten bedeuten könnten!
des pudels kern ist doch der, dass die basis einer gesellschaft zutiefst eine reale ökonomische struktur ist, in derer die menschen beziehungen und verhältnisse zueinander und der arbeits/umwelt eingehen!!!
und wenn die determinierende beziehung in der basis die besitzverhältnisse sind, dann ist NUR rational, dass nur veränderungen der besitzverhältnisse änderungen aller anderen notwendigen beziehungen oder verhältnisse bewirken!!

oh, klar, die dialektik:)
umgekehrt hätten sozi's und gewerkschafter SOOOVIEL erreicht und setzt die politik der wirtschaft grenzen:) sicha digga

@herr schneider
"Eine sozialdemokratische Überwindung des Neoliberalismus..." wird es nicht geben. oder halten sie eine "soziale marktwirtschaft" als machbar und als ziel, mit dem sie leute zusammenbringen wollen? ".. also bringen wir sie zusammen, die vom Wachstum seit Jahrzehnten nicht mehr profitieren, und diejenigen, die kein Wachstum, sondern Zukunft wollen"

sie sollten auf das gelächter der anderen achten: in der "neuen gesellschaft" steckt soviel friedrich-ebert-stiftung und gabriel, dass kann weder zukunft noch ratio bedeuten;)


Am 28. November 2017 schrieb Andreas Buntrock:

@Helmut Ische

"Solange die Kolleginnen und Kollegen bei Siemens oder bei irgendeinem anderen DAX(Groß)-Konzern, auf ihren Betriebsversammlungen, auf ihren Demos weiterhin SPD-Funktionäre reden lassen und diese Bande nicht zum Teufel jagt oder gellend auspfeift, solange wird sich nichts, aber auch gar nichts ändern. "
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GENAU DAS habe ich auch gedacht, als ich die Verblödungsreden von Schulz und Nahles auf dem letzten Juso-Bundeskongress gehört habe!

DIE derzeitige sPD - Führungsriege mit ihren abgewirtschafteten und/oder von der Industrie gekauften Politzombies vom Schlage Oppermann, Nahles, Kahrs, Scholz, Schulz und Co. ist moralisch schon lange tot - nur sind diese Herrschaften einfach zu gewissenlos, um sich dieses Umstandes bewußt zu werden, die Konsequenzen zu ziehen und ihren Brüdern im Geiste Pofalla, Fischer und Co. in die Vorstandsetagen deutschlandweit-, europaweit-, weltweit ausbeuterisch tätiger Konzerne zu folgen.
http://www.rp-online.de/politik/deutschland/diese-ex-politiker-wechselten-in-die-wirtschaft-bid-1.568535


Am 28. November 2017 schrieb antares56:

Wie Frau Merkel mit Partnern in einer GroKo umgeht hat sich gerade im Glyphosat-Streit herausgestellt! Es glaubt doch niemand, dass ein CSU-Heini ohne ihr Wissen und ohne ihre Zustimmung sonst einen solchen Beschluss fassen kann? Und das auch noch ohne Konsequenzen!
Will sich die SPD von ihr tatsächlich weitere 4 Jahre verarschen lassen? Es wäre ein Armutszeugnis!


Am 28. November 2017 schrieb Marc Britz:

Vorher ist also wie Nachher. Trotz Wahl. Was uns augenscheinlich ist, ist es längst nicht für alle. Die derzeitigen "Koalitionsgespräche" mit korrespondierender Hofberichterstattung sind in Wirklichkeit eine gut funktionierende Medientaktik der Machthaber, die sich auf das politische Kurzzeitgedächtnises der mit Absicht irregeführten Masse verlassen kann, wenn sie nun suggeriert, dass politisch etwas Neues geschehen wird, obwohl alles beim Alten bleibt.

Andere haben die Konsequenzen besser beschrieben als ich es könnte:

"Es gibt keinen Grund mehr, auf die neusten Nachrichten zu reagieren, vielmehr ist jede Information als Operation in einem feindlichen Feld von Strategien zu verstehen, die zu durchschauen ist, Operationen, die gerade zum Ziel haben, bei diesem oder jenem diese oder jene Reaktion hervorzurufen; und diese Operation für die wirkliche Information zu halten, welche in den sichtbaren Nachrichten verborgen ist.

Es gibt keinen Grund mehr zu warten ? auf eine Aufheiterung, die Revolution, die atomare Apokalypse oder eine soziale Bewegung. Noch zu warten ist Wahnsinn. Die Katastrophe ist nicht, was kommt, sondern was da ist. Wir verorten uns bereits jetzt in der Bewegung des Zusammenbruchs einer Zivilisation. Dort ist es, wo man Partei ergreifen muss. Nicht mehr zu warten heißt, auf die eine oder andere Weise in die aufständische Logik einzutreten. Es bedeutet, aufs Neue das leicht erschreckte Zittern in der Stimme unserer Regierenden zu hören, das sie nie verlässt. Denn regieren war niemals etwas anderes als mit tausend Listen den Moment, wo die Menge sie aufhängen wird, zu verschieben, und jeder Akt des Regierens ist nichts als die Weise, die Kontrolle über die Bevölkerung nicht zu verlieren.

Wir gehen aus von einem Punkt der extremen Isolation, der extremen Ohnmacht. Alles ist aufzubauen im aufständischen Prozess. Nichts scheint unwahrscheinlicher als ein Aufstand, aber nichts ist notwendiger."

aus "Der Kommende Aufstand" von
Das Unsichtbare Komitee

"Unsichtbares Komitee" nennt sich eine Gruppe französischer Intellektueller, die 2010 mit ihrem linksradikalen Manifest "Der kommende Aufstand" weltweit für Diskussionen sorgte.



Am 28. November 2017 schrieb Albrecht Storz:

Wie viel Millionen Subvention wohl Siemens eingestrichen hat, bevor nun die Standorte in Ostdeutschland wieder geschlossen werden? Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen?

Aber neben diesem Skandal ist der Martin als Arbeiterführer der absolute Witz: Kumpelt mit Managern und Figuren aus Hochfinanz herum, ist bester Freund vom Großkonzernen-Steuervermeidungshelfer Juncker, hat in Brüssel wohl wirklich nichts für Arbeiter getan - umso mehr aber für die Gewinnmargen von Großunternehmen.

Und nun hält er "revolutionäre Reden".

Soll man lachen oder weinen über so eine sPd mit solchen "Vorgehockten"?


Am 28. November 2017 schrieb Otto Bismark:

Lieber Uli Gellermann,
ich bewundere immer wieder die Energie, mit der Sie fast täglich in bewundernswerter Weise aufzeigen, von was für einer Art Flachzangen wir regiert werden. Um es zunächst mal völlig ideologiefrei zusammenzufassen, der Krebsschaden in Deutschland ist die lendenlahme Politik, die wir den Herrschenden, egal von welcher Partei klaglos durchgehen lassen. Da ist M.S. doch nur eines von vielen Beispielen. Zugegeben, ein krasses. Er redet wie es gebraucht wird, heute Opposition, morgen große Koalition. Eine solche Schaukelei würde doch sonst in keinem gesellschaftlichen Bereich akzeptiert werden. In der Politik jedoch erhebt sich eben kein Sturm der Entrüstung ob solchem Tun. Weder die eingeschriebenen Genossen, die derartiges ja noch mit ihrem Parteibeitrag finanzieren noch das Wahlvolk lassen etwas vernehmen. Wird alles akzeptiert, Anstand, Ehrlichkeit, Charakterfestigkeit, Eigenschaften, die ein Berufspolitiker ja eigentlich vor allem mitbringen müßte, alles Auslaufmodelle. Und insgesamt immer deutlicher das Wirken des Lobbyismus. Man kann doch an jeder beliebigen Entscheidung der Politik die steuernde Wirkung dieser Erscheinung studieren. Unsre Politik regiert doch nicht mehr, die läßt geschehen. Wohlgemerkt, dem Großkapital gegenüber! Deswegen ist es eigentlich vollkommen egal, welche politische Kraft bzw. Partei die Ämter innehat, jeder weiß, daß die Fäden im Hintergrund von den Lobbyisten gezogen werden. Da wird z.B. auf freiwillige Selbstverpflichtungen orientiert, da werden Unternehmensvertreter direkt in die Schaltstellen hineingenommen und die Anwälte des Großkapitals schreiben die Gesetze. Was soll denn dabei schon anderes herauskommen als kapitalhörige Politik. Beispiele muß man schon gar nicht mehr aufzählen, die gibts zu hauf. Gerade gestern verbunden mit einer direkten Brüskierung der SPD die deutsche Zustimmung zur Lizenzverlängerung für Glyphosat. Wobei ich gar nicht darüber spekulieren will, ob die SPD das, wenn sie gefragt worden wäre wirklich verhindert hätte. Nein es ist ein Jammer und der größte Jammer ist es, wie gottsergeben unser Volk das alles mit sich machen läßt. Kein Aufschrei z.B. angesichts des Umstandes, daß die Renten in Österreich bei etwa gleichen Voraussetzungen nahezu doppelt so hoch sind wie hier, daß solche Fragen in den sogenannten Sondierungen noch nicht einmal ansatzweise eine Rolle spielen und daß die Politik so tut, als seinen Zuwanderung und Abschaffung des Solidaritätszuschlages die einzigen Probleme, die wir hätten. Und da komme ich wieder zurück zu Ihrem Bemühen, die schändliche Rolle der Mainstreammedien anzuprangern. Aus meiner ostdeutschen Sicht hat sich da in den vergangenen 27 Jahren eine unheilvolleEntwicklung abgespielt. Sicher waren unsere Medien in der DDR parteigelenkt, sie wurde ja z.B. auch als "Zentralorgane" bezeichnet. Aber das war offensichtlich und das haben wir Konsumenten damals von vornherein eingepreist. Wir haben die Meldungen kritisch hinterfragt und wo möglich auch mit denen der anderen Seite abgeglichen. Jetzt findet das nicht mehr statt. Jetzt wird konsumiert, wie jedes andere Gut. Und es gelingt zunehmend, alles Abweichende dem Feld der Verschwörung zuzuweisen, diese Methode hat erstaunlicherweise verfangen. Und für einen Betrachter mit dem Hintergrund wie ich ist es erschütternd, wie unser früher so kritisches "Ostvolk" in diesen 27 Jahren gleichgeschaltet werden konnte.


Am 28. November 2017 schrieb Michael Kohle:

Das Wort der Stunde? Konkursverschleppung! Als ich gestern Abend bei Gniffke den Schlecker-Toni, den armen Tropf, selbst hinterm Cayenne-Lenkrad in die nicht vorhandene Abendsonne davonreiten sah in die zwei Jahre dauernde Bewährungsfreiheit, da wurde es mir klar. Mutwillige Konkursverschleppung zum Schaden von zigtausenden von Arbeitnehmern kann kein Kapitalverbrechen sein, darf es auch nicht sein. Denn derzeit läuft ja ein Projekt, das den Anton S. wie ein Schulbub aussehen lässt. Gewiss, den Eindruck erwecken, dass sie und die ihren längst das Bündel schnüren und sich auf den Weg zum Konkursgericht machen sollten, nein, den macht Mutter Immacolata nicht. Im Gegenteil, sobald sie auch nur einer Kameralinse angesichtig wird, produziert sie sich mit größtmöglicher Raute und aufgeblasener Backe und versprüht der vollsten Zuversicht welche. Kommet alle her zu mir, ich will euch erquicken!

Gewiss ist es auch, dass es reichlich Spass macht, die Sozen zu mobben, zu bashen, zu veräppeln, zu verkackeiern. Sie haben es ja vielleicht verdient, aber irgendwann sollte bzw. muß damit auch mal Schluss sein. Und spätestens gestern war dann auch das Maß endgültig voll. „Ernsthafte und redliche Gespräche“ hat den aus leidlicher Erfahrung eingeschüchterten Sozen die vom Souverän abgewählte, aber dennoch geschäftsführende Kanzlerin und Reichsprotektorin angeboten, versprochen. Ei der daus, dann waren die Gespräche davor allemal wohl alles andere als redlich? Als ob es noch eines Beweises bedurft hätte, nein, nötig wäre es nicht gewesen, aber es hat doch prima gepasst. Mit dem Glyphosat-Eimerchen dem doch angeblich so heiß ersehnten alten Partner so vor den Kopf zu stoßen, den Scheitel nachziehen, da weiß der doch gleich was ihm blühen wird.

Schaut man - auch wenn es kaum auszuhalten ist - der Berichterstattung der Gniffkes und der Kleberslomkas zu und/oder setzt sich unvorsichtigerweise irgendwo den Zumutungen der Schmierfinken der Harzburger Front 2.0 aus oder liest auch nur die anderslautenden, sinnigen Beiträge und Kommentare aus den letzten Wagenburgen vorhandener Ratio, drängt sich der Eindruck auf, dass die ganzen Umtriebe seit 18 Uhr am 24. September dem Bemühen gewidmet sind, eine Hochmesse der Demokratie anzustimmen. Zwar nicht immer ganz appetitlich, aber frei nach Goethe: wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen! Das Volk hat es gefälligst zu fressen und Ruhe zu geben, die nächste Wahl ist erst … äähm…brauchts so was überhaupt noch?

Warum nur sind wir immer nur so gutgläubig und viel zu gutmütig, und gehen dieser uns unermüdlich aufdoktroyierten Schimäre auf den Leim? Warum nur? Weil der deutsche Michel schon immer viel zu behäbig war und lieber sich Tag für Tag in der Glotze sich mit Mord und Totschlag sedieren lässt als dass er mal die Gehirnzellen, sollten noch welche vorhanden sein, dazu verwendet, sich ein Paar Gedanken zu machen. Und genau das wissen die Heerscharen an klugen Köpfen - in finanziell gut ausgestatteten Formationen organisiert - auch. Was soll man da als „Bürger“ dagegen schon unternehmen können, wo doch die Ruhe als erste Pflicht erfüllt sein muß?

Weiß sehr wohl, daß es heutzutage absolut nicht genehm ist, mal in die Vergangenheit zu schauen. Dabei kann es sehr lehrreich sein und hält zum Sinnieren an, hoppla! Das letzte Bundestagswahl-Ergebnis gefällig? Merkelpartei 32,9%, Sozen 20,5%, Alternative 12,6, Liberale 10,7, Linke 9,2, Olivgrüne 8,9! Nur mal kurz Revue passieren lassen, was in den letzten neun Wochen alles so abgegangen ist dazu. Na? Nun gut, also dann schau’n mermal anderswo! Reichstagswahl 1932, da gab es zwei, eine im Juli und die notwendige Neuwahl im November, große Unterschiede im Ergebnis? Nada! Und das Ergebnis sah wie aus? NSDAP 33,1%, SPD 20,4%, KPD 16,9, Zentrum 11,9%, DNVP 8,3%, BVP 3,1%! Nochmal kurz Revue passieren lassen, was damals in den folgenden Monaten so abgegangen ist? Nein, ich sage jetzt mal besser nichts. Aber die Wahlergebnisse aus dem März 1933 (die vorläufig letzte Wahl bis 1949) dürfen es dann doch sein: NSDAP 43,9%, SPD 18,3%, KPD 12,3%, Zentrum 11,3%, KSWR(ex.DNVP) 8%, BVP 2,7%!

Klar, es gibt heuer keine NSDAP mehr, auch keinen senilen Reichspräsidenten namens Hindenburg, einen Erbsälzer und Kanzlermacher Franz von Papen auch nicht. Aber die Hugenbergs waren nie weg, sie heißen nur anders und fühlen sich anderen Ideologien verpflichtet als seinerzeit, der längst allein gültigen Kapitalismusreligion nämlich inkl. der dafür notwendigen geopolitischen Kreuzzüge. Kann mir die Empfehlungen der Nasen aus gekaufter Wissenschaft und Denktechnik gut vorstellen. Es ist längst probat angerichtet! Die geopolitische Lage so propagandistisch aufgebretzelt, dass selbst Hellere ihre Zweifel haben, dass es noch lange ohne Krieg abgehen könnte. Für die weniger hellen das erforderliche Auffangbecken bereitgestellt, sollten die alten Staatsparteien nicht so ganz konvenieren. Keinesfalls darf der Erzfeind davon profitieren, der muss außen vor bleiben. Erfreulicherweise sind da auch weiterhin die Sozen dienlich, nein, mit den Schmuddelkindern aus der gleichen Krippe wollen die nichts zu tun haben.

Seit jenem Sonntagabend Ende September ist mir klar, es wird wohl eine Minderheitsregierung der ersten oder der zweiten Klasse werden. Egal ob jemand der Weltenführerin im Koalitionsbett Wärme zu spenden bereit ist oder nicht und wenn ja -wer es auch immer sein möge - das weitere Prozedere dürfte immer gleich ausfallen. Sollten die Sozen sich doch wieder für eine Groko erwärmen lassen - irgendwelche Glasperlen nebst Feuerwasser werden schon dargereicht werden -
oder auch nicht und nur der Weltenführerin ihre Kanzlerwahl sichern zusagen, wird es doch nur wieder abgehen wie im Dinner-for-one: the same precedure as every time. Es könnte nur sein, dass sich dieses Mal Entwicklungen - auch geopolitischer Art, die haben jetzt lange genug hintan stehen müssen - einstellen, wo die üblichen Fisimatenten der Sozen nur stören würden. Für die statt dessen erforderlichen Ermächtigungsgesetze sollten sie aber Verständnis aufbringen können. Aber gewiss doch!


Am 28. November 2017 schrieb Karola Schramm:

Antwort auf die Bemerkung von Anke Zimmermann: Liebe Frau Zimmermann, vielen Dank für Ihren Hinweise: "Kleiner Buchhändler..."
Das hätte ich unterlassen sollen. Dieser Beruf hat nichts mit Martin Schulz zu tun. Es tut mir also leid und ich nehme es gerne zurück, eine Berufsgruppe benutzt zu haben, um Martin Schulz politische Unfähigkeit bescheinigen zu können. Das war dumm und arrogant von mir und gehört sich nicht.


Am 28. November 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

"Die kenntnisreichen Geschichtsvorträge sind interessant, zeigen aber, nicht mal ansatzweise eine Alternative auf." (Da fühle ich mich tatsächlich angesprochen).
@ Heinz Schneider
Sicherlich kann nicht der Anspruch erhoben werden hier einen Ansatz auf dem Silbertablett serviert zu bekommen, der zweifelsohne vorhanden ist, und der sich aus der Geschichte der Arbeiterbewegung ableiten lässt, und den vielen tausend Menschen, die im täglichen Leben ihren Kampf für die Verbesserung der Lebens Interessen der Menschen im Land einstehen, und die Entwicklung und den Fortschritt im Land befördern. Sie gibt es immer noch. Und eines wird man immer wieder v lesen können mit tiefer Zuneigung, und Achtung, vor den Frauen und Männer, die im selbstlosen Kampf für Demokratie und Menschenrechte im Faschismus gelebt, gekämpft, gestorben sind, und ermordet wurden. Daran werde ich immer wieder erinnern, denn im Strudel der Geschichte dürfen sie nicht vergessen werden. Punkt. Ohne Geschichte keine Vergangenheit, keine Gegenwart und keine Zukunft.
Selber denken ist die Devise. Letztendlich kann man sich nur an den jetzigen Macht- und Kräfteverhältnissen orientieren. Ausgehend von dem was ist, und aus der schonungslosen Analyse heraus ergiebt sich zwangsläufig, wo die Reise hingehen muß.-
Anregungen zu geben, politische Zusammenhänge, nicht nur zu erkennen, sondern sie auch einordnen zu können, dafür, und für vieles andere mehr, schätze ich die GALERIE mit ihrem Herausgeber, der unermüdlich, die spitze Feder zur Hand, herausfordert und
eine echte Wohltat ist, und immer erkennbar bleibt.


Am 28. November 2017 schrieb Der Linksliberale:

Das Grundübel der SPD-Granden der Neuzeit? Diese (Boss) Genossen glauben an die „demokratische westliche Wertegemeinschaft“ und an die „Mitte der Gesellschaft“. Diese dümmlichen hohlen Phrasen werden von M. Schulz und Genossen geliebt und wenn dann noch die Medien was von „Verantwortung für Deutschland“ über diese Phrasen kübelweise ausgießen, dann kommt der/die Genosse (in) „Nahlessteinmeyerschultzgabrielschröderundwiesiealleheißen“ zum Zug. Sie gerieren sich zum Retter von Hartz IV, der Weiterführung der kriegerischen „Friedenseinsätze“ weltweit und flehen die Konzerne an, ihre Pflanzenschutzmittel über deutsche Felder auszusprühen, auch sollen deutsche Panzer und Wehrtechnik für Kopfabhackerdemokratien, wie Saudi-Arabien, feil geboten und geliefert werden. Das nachstehend vermeldete Ereignis ist bestenfalls eine Panne im Großen und Ganzen: In NRW werden jetzt die Sozialtickets (Nahverkehr) von der CDU / FDP Regierung abgeschafft - das eingesparte Geld (40 Mio ?) soll in Zukunftsprojekte gesteckt werden - und was meint dieser nuschelnde Christ Laschet was Zukunft ist? Nein, nicht die Menschen oder sozial abgehangene Kinder, nein: Zukunft, so sagt es sein Minister, ist der Straßenbau mit übergroßen Gullys wegen der Klimakatastrophe, da geht die Kohle hin. Das liebe SPD Mitglieder ist in Wahrheit die CDU und in einer GROKO auch ihr. Aber die „alte Tante SPD“ verrät nicht zum ersten Mal das linke Lager in Deutschland, sie ist das Synonym für Verrat an den arbeitenden und besitzlosen Menschen, sie verrät die ärmsten und damit hilflosesten Menschen der Gesellschaft. Reinhard May singt in einem seiner Lieder: „es spricht der Politiker zum Bischof: halt Du sie dumm, ich halt sie arm“. Das liebe Restlinken in der SPD ist es, was Frau Kanzlerin Merkel von Euch will. Zur Ehrenrettung der alten Tante SPD noch das: durch meine politische Tätigkeit, kenne ich Sozialdemokraten (und das sind echte soziale Demokraten) die sind auf unserer Seite, aber ich sage denen auch: Eure SPD-Führung wird in der nächsten GROKO alle sozialistischen Mindeststandarts aufgeben und Euch verraten.
Lieber Uli Gellermann, ja die SPD wird in eine GROKO gehen, zum Schaden der Armen, der Besitzlosen (an Produktionsmitteln) und der friedlichen Menschen und zur Rettung von Siemens und DB, aber es ist sinnlos und müßig der SPD im Kampf für Gerechtigkeit und gegen Krieg hinterher zu laufen. Wir sollten die moderne SPD als das sehen was sie ist, sie ist eine sich sozialdemokratisch gerierende CDU


Am 28. November 2017 schrieb Heinz Schneider:

Die kenntnisreichen Geschichtsvorträge sind interessant, zeigen aber nicht mal ansatzweise eine Alternative auf.

Der rechtspopulistische Block ist weit stärker als die AfD, man wird die CSU und die FDP im wesentlichen dazurechnen dürfen. Deutlich zeichnet sich der autoritäre Neoliberalismus ab, eine demokratische Variante ist nämlich nicht mehr zu haben. Also nach rechts.

Eine sozialdemokratische Überwindung des Neoliberalismus fordert die Vorsitzende der Grundwertekommission der SPD in der "Neuen Gesellschaft", eine sozialökologische Wende. Und die gehe nur zusammen mit der Linke .

Der Aufsatz fasst zusammen, was inhaltliche Basis einer politischen Kooperation jenseits der aufkeimenden Koalition von Abschottung, Wohlstandschauvinismus, Klimaleugnern und Aufrüstern sein könnte.

Auf den Straßen findet sich, viel zu wenig, Opposition. Aber, noch weniger, finden sich positive Visionen eines Guten Lebens und Wirtschaftens in den Grenzen der Natur und in globaler Solidarität.

Wird's konkret, von 12 to CO 2 auf 2 pro Kopf, wird es verdächtig leise beim Bier und auch beim Latte Macchiato. 2 Tonnen, gerade ein Flug nach New York, einfach.

Und eine Leben ohne Diesel und XXL Schnitzel?

Buen Vivir und solidarische Landwirtschaft haben schon ihre Anhänger, viele sind auf der Suche.

Wie also bringen wir sie zusammen, die vom Wachstum seit Jahrzehnten nicht mehr profitieren, und diejenigen, die kein Wachstum, sondern Zukunft wollen?

Hier finde ich noch keine Antwort. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.


Am 28. November 2017 schrieb Anke Zimmermann:

@ Karola Schramm
"Immer noch ein kleiner Buchändler aus Würselen, der sich in der großen Politik versucht und nicht so richtig weiß, was er tun soll ?"

Der kriegt gesagt was er machen soll und das tut er dann.

Das ist doch das Tolle an Schulz, der steht für gar nichts und sie können ihm ein maßgeschneidertes Profil schneidern, die Medien werden es uns als authentisch verkaufen, während Schulz uns das Weiterso verkauft. Kein Mensch hat was gegen Buchhändler. Früher waren Physiker auch mal unverdächtig.


Am 27. November 2017 schrieb Uschi Peter:

Nun sind wir wieder kurz vor der GroKo und Schulz wird Kanzler! Naja. Dann werden wir wenigstens keine Profite einbüßen und weiter fleißig Waffen aller Art an die "Friedensbringer" made in USA liefern. Hier nur eine kleine Anmerkung. Lieber Uli, bitte sage nicht immer "Verteidigungsministerium" oder -behörde wie hier:
"Und die Siemens Government Technologies in den USA versorgt VERTEIDIGUNGS-, Geheimdienst- und Zivilbehörden in den Vereinigten Staaten mit allem was das armierte Herz des Imperialismus so braucht." Die US-Armee ist seit 1945 (und sogar davor) eine reine Angriffsarmee, denn niemand hat die USA je angegriffen.
Mach weiter so!


Am 27. November 2017 schrieb Anke Zimmermann:

"Liebe Union, das lassen wir euch nicht durchgehen," Chulz zum nicht vorhandenen Rentenkonzept von CDU und CSU.

"Ich bin überzeugt von dieser Idee. Für diese Idee brauche ich keine taktischen Berater oder Meinungsforscher, keine Spin-Doktoren," war Chulz Aussage zur EU als Ort der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts.

"Die Macht der Profitmaximierung ohne jede Rücksicht zerstört die Würde (noch häufiger das Leben, Herr Chulz) des Menschen. Diese Kräfte zu zivilisieren, ist die Aufgabe der Sozialdemokratie im 21. Jahrhundert."

Das hat er so gesagt und viele warme Worte mehr. Es ist sicher keine Verschwörungstheorie, wenn man unterstellt das er das alles schon wieder vergessen hat. Die Medien sowieso.

Fieberhaft arbeiten Spinn-Doktoren, taktische Berater und Meinungsforscher an der Erschaffung eines neuen Martin Schulz, sie werden ihn sogar so nennen.


Am 27. November 2017 schrieb Karola Schramm:

Danke für diesen wieder einmal zündenen Bericht. Wobei ich mich jetzt frage, wer ist eigentlich Martin Schulz ? Immer noch ein kleiner Buchändler aus Würselen, der sich in der großen Politik versucht und nicht so richtig weiß, was er tun soll ?
Sieht er nicht, dass Siemens das ist, was alle Global-Player sind ? nämlich anti-sozial und nur auf Gewinne für die Aktionäre erpicht ?

Wenn schon Nörgelei gegen Siemens, dann hat Schulz den Knall des Neoliberalismus nicht gehört. Denn so was Schlappes bestätigt diese Wirtschaftform ja nur. Sie zeigt auch allen Geschäftsführern und Direktoren: "Dieser Mann hat Angst vor seiner eigenen Courage. Mit dem kann man alles machen und wenn er Parteichef einer SozialDemokratischenPartei ist, dann kann man ihm auch erzählen, dass die Kinder der Klapperstorch bringt."
Siemens gehört seit 1925 zu den ganz Großen, was ja nicht verwerflich ist.
Verwerflich ist die politische Klasse, die es nicht fertig bringt und sich scheut, derartige und ähnliche Unternehmen angemessen zu besteuern und zu regulieren, damit Ordnung in das Marktgeschehen kommt, sodass große Konzerne nicht mehr machen können was sie wollen. DA liegt das Problem was immer wieder neue schafft.

Es herrscht Anarchie in der internatiolen Wirtschaft und Schulz kann das nicht sehen ? Was wäre, wenn sich keiner mehr an die Straßenverkehrsordnung hielte ? Genau das passiert in der Wirtschaft und wer das nicht ändern kann oder will, weil er zu große Angst hat, darf nicht in der Politik sein. Dieser Vorwurf geht auch an die Gewerkschaften, die endlich wieder für und mit ihren Arbeitern kämpfen könnte, was vielleicht auch dem kleinen Martin gut tun würde. Er stünde dann nicht so allein...

Es braucht keine neuen Diktatoren um Ordnung in dieses Wirtschaftsystem zu bringen sondern mutige Menschen mit einem klaren Blick fürs Ganze und Gesetze, die diesem Treiben ein Ende setzen.

Über Siemens meckern ist leicht. Doch damit ist die derzeitige, neoliberale Wirtschaftspolitik noch lange nicht verboten damit eine konsequente, soziale und regulierte Marktwirtschaft wieder eingeleitet werden könnte.

Ich bin sicher das das durchsetzbar ist, wenn sich angstfreie Politiker und Gewerkschaften zusammentun, um diese von der Leine gelassenen Wirtschaft, die sich gebärdet wie ein tollwütiger Hund, wieder an die Leine zu legen.


Am 27. November 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

Wirklich überraschend ist das nicht, was der GALERIST, wie immer klar, klug präzise, und an dem orientiert, was der politischen Aufklärung und der Erkenntnis dient an diesem heutigen Montag geschrieben hat; Die Groko, die staatstragend mit der sPD wohl in die nächste Runde geht, grummelte immer irgendwie im Hintergrund.
Danke sehr für den aufhellenden Artikel in dunkler werdenden Zeiten.
Viele aufrechte und anständige Sozialdemokraten gibt es in der sPD, und hat es im Faschismus gegeben, wo sie gemeinsam mit Kommunisten und Andersdenkenden gekämpft haben.
Der Konflikt bis zum heutigen Tage ist die Führung der sPD.
Grauenhaft sind die, die wie Wels, Parteivorsitzender der sPD 1931 sich zu einer Aussage hat hin reißen lassen, die so einiges über die sPd aussagt:
"Bolschewismus und Faschismus sind Brüder."
1914 schickte die sPD für Kaiser und Kapital Millionen junger Männer in den Krieg von Verdun und Lagarde, "weil sie in der Stunde der Gefahr das eigene Vaterland nicht im Stich lassen wollte, kann sie heute dem Nationalstolz freien Lauf lassen, wenn die Stunde der Gefahr den anderen schlägt.
"Asozial" wird von Schulz, publikumswirksam ins Mikro geblasen.
Asozial ist die AGENDA 2010, sind die Kriege in der Welt die mit deutschen Waffen geführt werden, ist die Altersarmut, ist die Obdachlosigkeit, sind die Berufsverbote, (der Radikalenerlaß) unter der der so hochgelobten Brandt Regierung, die sich allerdings nicht zu schade war, dem sozialistischen Chile 1973, die so notwendige Entwicklungshilfe zu entziehen, und den Weg mit zu ebnen für den blutigen Putsch gegen Chile und Salvator Allende. Für viele Sozialdemokraten unverzeihlich. Die DDR wurde 1971 anerkannt.
Der Hass auf die Kommunisten scheint manchmal größer und konsequenter gewesen zu sein als, als der, gegen den Faschismus.
Und wer dem Volk Sand in die Augen streut, und ihnen von "die bösen Kapitalisten" was erzählt, legt die Karten nicht auf den Tisch, und belügt ein ganzes Volk, aus Staatshörigkeit und Eigennutz und Kapital Interessen.
Das Kapital hat eigene Gesetze, und ist ein "vaterlandsloser Geselle" und ein "scheues Reh" wie man immer mal wieder hört und liest.
1990 haben sich die Macht- und Kräfteverhältnisse in der Welt zugunsten des Kapitals verändert. Sie zwingen die Welt unter ihre dreckigen, blutigen Stiefel, und Schulz und Co. sind ihre Vertreter, und bleiben ihrer Linie treu.
Und Siemens saß nicht auf der Anklagebank, Krupp saß nicht auf der Anklagebank. Herr Krupp erhielt 1940 von Hitler das goldene Parteizeichen der NSDAP. Die Deutsche Bank, die den Ausverkauf von öffentlichem Eigentum Griechenlands, von Schäuble und Merkel massiv unterstützt übernommen hat ist die gleiche Bank, die die Schaffung und das Funktionieren der Nazi-Öfen von Auschwitz finanzierte. IG Farben, heute Bayer, die in den fünfziger und sechziger Jahren Kindern und Jugendlichen in den grässlichen Heimen und Anstalten und Psychatrien heute im Verdacht stehen, die Wirksamkeit von Medikamenten zu testen, ohne deren Wissen und Einverständnis der Eltern, saß auch nicht auf der Bank. Zumindest sollte, was die Konzerne der USA angehen erwähnt werden, dass Ford und General Motors fürstlich an den Faschisten verdient haben. "Was General Motors dient, dient Amerika" sagte Eisenhower. Bisschen Trump is ja nich weg.
Die Bank "UBC" war einer der Hauptgeldgeber der faschistischen Regierung.
Ihr Präsident war Prescott Bush, Vater und Grossvater der zwei späteren amerikanischen Präsidenten.
Keiner wurde bestraft, und dass es für Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit Verjährung geben kann, lässt den Gedanken zu, dass immer ein übergeordnetes Interesse zu gelten hat: Gier, Profit, Kapitalismus um jeden Preis.
Massgeblich sorgte John Mc Cloy nach dem Krieg dafür, als Hochkommissar in Deutschland und Präsident der Weltbank von 1947. Davor war er Anwalt bei den Rockefellers und der Chase Manhattan Bank tätig, die auch ein wichtiger Geldgeber für die Nazis gewesen ist.
"Der industrielle Kapitalist hat beständig den Weltmarkt vor sich und vergleicht, und muß beständig vergleichen, seine eigenen Kostpreise mit den Marktpreisen, nicht nur der Heimat, sondern der ganzen Welt." K. Marx, Kapital III, MEW 25, 349. " ......Der Weltmarkt........(bildet) überhaupt die Basis und die Lebensatmosphäre der kapitalistischen Produktionsweise......"
Marx, Kapital III, 120.
Da hat endlich nach 1945 ein freieres, kritisches Denken in der Gesellschaft stattgefunden, und in den Universitäten konnte Marx, Engels, Lenin studiert werden, es wurde demonstriert, neue Lebensformen wurden entwickelt, keine Schere im Kopf, in Frage stellen, hinterfragen, demokratisches Denken wurde erkämpft, bei allem Konservatismus, der in Teilen der Bevölkerung bis heute eine wesentliche Rolle spielt. Das was alles von der Arbeiterbewegung mit Mut, Kampfeswille und dem drängenden Wunsch die Lebens Interessen des Volkes zu verbessern, hat die sPD mit der AGENDA 2010 zerstört, vernichtet, und wieder einmal mehr die verraten, für die sie angeblich einstehen.
Meine Generation konnte lernen, sich nicht den Mund verbieten zu lassen, laut zu denken, Gruppen, in denen heftig diskutiert, und auch gestritten wurde, und politisch korrekt war gar nix. Und heute soll Rolle rückwärts ?
Verbieten frei zu denken, zu stigmatisieren, zu bestimmen, was gedacht werden, und gesprochen werden darf ? Und möglichst so, dass der innere Zensor schon im Vorfeld funktioniert, und innen selektiert und filtert, was raus kann ? Niemals. Es muß alles beim Namen genannt werden können, sonst gibt es keine Möglichkeit der Entwicklung des kritischen Denkens und Hinterfragens. Und sowas hatten wir in der jüngeren Geschichte, und das reicht für Tausende von Jahren. Das einige viele Medien das miese Spiel mit spielen macht sie zu Handlangern derer, die sie eigentlich kritisieren müssen, um eben die Freiheit des Denkens, und die kritische Auseinandersetzung in der Gesellschaft zu befördern, und nicht zu unterdrücken. Angepasst, an Auflagen, an Zahlen orientiert, den Verlegern verpflichtet, und dem Regierungs Klüngel.
"Spitzbuben" hat Lenin sie genannt.


Am 27. November 2017 schrieb Helmut Ische:

Ein großartiger Artikel. Sehr gut recherchiert, aber das ist für die Leser dieser Seite nichts neues. Nur eine kleine Anmerkung:
Gibt es Probleme bei der Profitmaximierung stellt das Kapital in der Regel das Humankapital - schönes Wort - vor die Wahl mehr für weniger Geld zu arbeiten, oder es flattert die Kündigung ins Haus. Oder die Kündigung ist Alternativlos. Alles keine neuen Erkenntnisse. Interessant wäre in diesem Zusammenhang wie sich die Kolleginnen und Kollegen aus der ehemaligen DDR jetzt fühlen. Ich tippe mal auf: "na, immer noch besser als früher". Für mich heißt das: Solange die Kolleginnen und Kollegen bei Siemens oder bei irgendeinem anderen DAX(Groß)-Konzern, auf ihren Betriebsversammlungen, auf ihren Demos weiterhin SPD-Funktionäre reden lassen und diese Bande nicht zum Teufel jagt oder gellend auspfeift, solange wird sich nichts, aber auch gar nichts ändern. Ich erinnere kurz an Schröder - SPD - und Philipp Holzmann. Die Belegschaften werden eingelullt, die SPD gibt sich als Retter der Arbeitnehmerinteressen aus und jeder mit etwas politischem Bewusstsein weiß, das diese Spezialdemokratischen Funktionäre lügen wenn sie den Mund aufmachen. Vor der Belegschaft nennt Schulz - SPD -Siemenschef Kaeser asozial, nach der Veranstaltung trinkt er Schampus mit dem Herren. Fazit: mit dem Bewusstsein der Arbeiterklasse steht es in der BRD nicht zum Besten. Wie auch, wenn sie der SPD und den Gewerkschaften (fast alle in SPD/CDU Hand) knapp 50 Jahre auf den Leim geht und den Kapitalismus als gut und alternativlos begreift. An dem Herrn Kaeser wird sich jetzt abgearbeitet. Dabei macht der arme Kerl nur seinen Job. Aber das erzähl` mal so einer Pfeife wie Schulz. Nein, diesem SPD-Hohlkopf wird zugejubelt bei Sätzen wie - Kaeser ist asozial - Kaeser darf doch nicht einfach so entlassen (schon gar nicht so kurz vor Weihnachten) - Wir, die SPD - lassen euch, liebe Kolleginnen und Kollegen nicht im Regen stehen. usw. Ich kann gar nicht soviel essen wie ich kotzen könnte. Ich werde es wohl nicht mehr erleben das irgendein SPD-Funktionär ( kann auch eine Frau sein) den Satz spricht: das kapitalistische System ist einzig Schuld an der weltweiten Misere, an Hunger, Krieg, Umweltverschmutzung usw. und nicht nur der einzelne DAX-Vorstand, und deshalb müssen wir gemeinsam für die Überwindung/Abschaffung des Kapitalismus kämpfen. Deshalb voran mit Schulz/Scholz/Maas/Oppermann/Nahles und Co. Bei soviel fachlicher Kompetenz wird sicher auch Siemens umdenken.


Am 27. November 2017 schrieb Manfred Caesar:

Vielen Dank für die Info. Ich wußte nicht, daß Kaeser in der Trilateralen ist. Jetzt wird vieles klarer.Siemens hat in den letzten 20 Jahren geschätzt 100 000 Arbeitsplätze in krautistan vernichtet. Allerortens stehen ehemalige Siemens Anlagen leer. In München Perlach ist ein halber Stadtteil entleert. Ca. 20 000 Arbeitsplätze weg. Meist wird nach Schema F gearbeitet: Die Sparte wird verselbstständigt und verkauft und geht anschließend pleite. Irgendwelche Anrechte die langjährige Mitarbeiter hätten gehen verloren. Siemens ist fein raus. Die Gewerkschaften waren immer ganz still und natürlich die Betriebsräte. Die haben ihre Kollegen durch Unwissen oder Absicht ans Messer geliefert. Wenn jetzt die letzten paar tausend Arbeitsplätze von Siemens in Deutschland vernichtet werden gibts plötzlich Aufregung. Völlig unverständlich.
Erstaunlich ist, daß die Arbeiter, die um ihre Beschäftigung kämpfen sich von Alkoholikern auch noch veräppeln lassen, statt ihn mit Tomaten zu bewerfen.



Am 27. November 2017 schrieb Lutz Jahoda:

WER NICHT LERNEN WILL
MUSS FÜHLEN

Ein letztes Mal drohend forsch links geblinkt?
War wohl eher das schlechte Gewissen.
Nun wird zurück in die GROKO gehinkt
Und dort in den sauren Apfel gebissen.

So folgt nun, mangels Einsicht und Buße,
Die bittere Strafe auf dem Fuße.


Am 27. November 2017 schrieb Alexander Kocks:

Kein Abschied auf der Welt fällt schwerer als der Abschied von der Macht

Charles Maurice de Talleyrand

Mehr muss man zu SPD und CDU nicht sagen


Am 27. November 2017 schrieb Eckehard Irkens:

Klingt so ein bisschen wie Hinterkammer- Infarkt.
Nach 150 Jahren eigentlich ein normaler Tod, sollte man meinen.
Zumal die "Alte Tante" ja auch einen wirklich ausschweifenden Lebenswandel hatte.
Immer knapp daneben, immer auf der Suche nach der großen Liebe.
Der Realität immer ein Schnippchen schlagend, jede Schweinerei mitgemacht um ein gute deutsche Tante zu sein.
Leider schon früh an Jahren an dem scheußlichem Skorbut und der Rachitis erkrankt, was ihr Rückgrat so flexibel machte. Die Lunge von Schwindsucht befallen, machte Sie stumm.

Liebe Tante, dein Tod soll voller Schmerzen sein und deine "Enkel" ohne Einkommen.
Die Klage der alten Prostituierten ist nicht marktkonform.


Am 27. November 2017 schrieb Matthias Brendel:

Die repräsentative Fassaden-Demokratie ist offensichtlich am Ende.
Weil die Machenschaften ihrer Repräsentanten weitgehend ans Licht gebracht worden sind.
Wir haben die letzte GroKo vor uns, weil es danach für eine neue GroKo nicht mehr reichen wird.
Was danach kommt, wage ich mir nicht mehr vorzustellen, ein Blick in die jüngere Geschichte gibt allerdings gewisse Anhaltspunkte.
Die Damen und Herren der Rüstungsindustrie werden auch diese geschichtliche Episode bestens gelaunt überstehen.
Danach kommt dann wieder die Bauindustrie zum Zug.


Am 27. November 2017 schrieb Gerd Wegener:

Dass die SPD wieder in die GoKo marschiert ist doch eine billige Voraussage. Nennen Sie Ihren Lesern lieber mal eine Alternative.

Antwort von U. Gellermann:

Journalismus liefert Analysen als Grundlage für Alternativen.


Am 27. November 2017 schrieb Georg Symaniak:

Ihr Artikel ist mit einer Fülle von Fakten abgesichert und sprachlich einfach brillant. Immer wieder gelingt Ihnen bester Journalismus. Dafür muss mich ich mich einfach mal bedanken.


Am 27. November 2017 schrieb Eva Hammacher:

Aber was soll die SPD denn machen? Für Neuwahlen bekommt sie in der Mitgliedschaft keine Mehrheit.


Am 27. November 2017 schrieb Andreas Schell:

Ein Dilemma. Selbstverständlich kommt das Argument mein-Arbeitgeber-ist-zwar-die-Mafia auf den aber-wir-wollen-trotzdem-bleiben-Demos nicht vor. Das ist, wenn man es zu Ende denkt, ein nicht ganz unerhebliches Faktum. Es gilt nämlich nicht nur zu formulieren, welcher korrupte Schulz welchem korrupten Siemens in den übergroßen Garten geschifft hat. Jeder Lohnsklave muss sich heute überlegen, für welche Sache er welchen Gegenwert als Lohn haben will und wie viel er davon anschließend in Bodenversiegelung und Kraftstoffverbrennung investiert. Des Pudels Kern übersteigt den strategischen Horizont der meisten Menschen. Denn unserer Politiker, die jeden Tag von einer hypothetischen Weltregierung aufgeschrieben bekommen, welche Meinung sie in den nächsten 48 Stunden haben müssen, sowieso. Des Pudels Kern ist letztlich der Grund für Kriege. Eine mögliche Gegenmaßnahme: Gemeinwohl als Staatsziel. Heute heißt es Profit. Die Weltregierung ist das egoistische Individuum. Wer am Drücker ist, der drückt halt auch.


Am 27. November 2017 schrieb Ronald Wolf:

Verdammt ! Schon wieder so brillant. Ich würde gerne mal nörgeln oder widersprechen. Geht aber bei Uli nicht. Respekt vor so profunden Geschichts- und Gesellschaftswissen. Bin begeistert. Der Sarkasmus ist absolut angebracht und für den Leser gut nachvollziehbar.
Danke.


Am 27. November 2017 schrieb joe bildstein:

Fuer Geld und Posten macht die sPD alles, alles. Ich tippe auf mindestens 20 Staatssekretaersposten, 5 Minister, 20 Vize und sonstiges.
Dazu dann
- frenetische Unterstuetzung fuer den Kampfeinsatz der Truppe in Afghanistan
-frenetische Unterstuetzung fuer die verdopplung des Kriegsbudget
-frenetische Unterstuetzung fuer die Sozialisierung der Bankenverluste
- frenetische Unterstuetzung fuer Reformen zur marktgerechteren Demokratie




Am 27. November 2017 schrieb Arnulf Rating:

Sehr gut. Wir brauchen halt ein neues, unabhängiges Nachschlagwerk anstelle von Wikipedia. Du kannst gut nachschlagen. Deswegen vielleicht eine Ratiopedia oder eine Gellerpedia!

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