SPD: Doppel-Null-Nummer

Die Lizenz zum Partei-Töten

Autor: U. Gellermann
Datum: 26. Januar 2017

Die SPD scheint ihre Kanzler-Kandidaten-Rochade für intelligent zu halten. Gestern dachte jeder Gabriel wollte es machen. Heute macht es aber Schulz. Wahrscheinlich wegen der großen inhaltlichen Unterschiede der beiden Kandidaten: Sigmar Gabriel war und ist für die asoziale Agenda 20/10, Gabriel war und ist für das CETA-Kapital-Begünstigungs-Abkommen, und er war und ist für die Sanktionen gegen Russland. Das ist bei Martin Schulz total anders: Der neue Kanzler-Kandidat war und ist für die asoziale Agenda 20/10, Schulz war und ist für das CETA-Kapital-Begünstigungs-Abkommen, und er war und ist für die Sanktionen gegen Russland. Ähnlich gravierend sind auch die Unterschiede der beiden in der Frage der Auslandseinsätze der Bundeswehr: Der eine war immer dafür, der andere war nie dagegen.

Lange galt in der deutschen Sozialdemokratie die Legende, ihr Kandidat zum Amt des Kanzlers würde durch die Mitglieder der Partei oder wenigstens durch Parteigremien aufgestellt. Aber, sagt das Lexikon: Legenden sind Geschichten, die seit langem erzählt werden und an denen nur wenig stimmt. Manchmal auch gar nichts. Denn in der SPD regiert schon länger das Hinterzimmer. Die Handvoll Entscheider in der SPD entscheiden mal eben und die Partei darf applaudieren. Die Folgen sind bekannt: Austritte, mangelnde Wahlkampfbereitschaft und allgemeiner Partei-Verdruss.

Natürlich ist das offene Eingeständnis der SPD-Führung nur peinlich: Leider können wir nicht Kanzler, deshalb heben wir uns den jüngeren Gabriel noch ein wenig auf, für bessere Zeiten, in denen die SPD vielleicht mal wieder klar über die 20 Prozent kommt. Und der ältere Schulz, ein braver Partei-Soldat, der hat schon genug Rentenpunkte gesammelt, der kann sich ruhig im Merkel-AfD-Wahlkampf verschleissen. Dass sich mit diesem billigen Trick nur die SPD verschleisst, was soll´s.

Was soll´s, so ist sie eben, die SPD, sagt mancher und zuckt die Schultern. Aber wer in diesem Land was ändern will, der wird auch Sozialdemokraten brauchen. Weniger in der Regierung, eher auf der Straße. Obwohl sie dort zu eher seltenen Erscheinungen geworden sind. Es wäre also schon besser, wenn die SPD statt der verbrauchten rechten Apparatschiks mal nicht so ganz verbrauchte linke Sozialdemokraten an ihre Spitze wählen würde. Aber ob zum Beispiel Ralf Stegner und Johanna Uekermann von der linken „Magdeburger Plattform“ den Mut aufbringen eine echte Kanzlerkandidatenwahl mit echten Alternativen zu fordern? Immerhin steht im Gründungsaufruf der SPD-Linken so etwas: „Wir sollten Weltmeister in der Entwicklungszusammenarbeit werden, statt Rekorde beim Rüstungsexport zu halten“. Das wär doch mal was. Aber mit Gabriel und Schulz ist das nicht zu machen.

Von Martin Schulz geht ständig die Rede er sei „authentisch“, also echt, also original. Auch wenn Schulz, am Akzent erkennbar, jederzeit als rheinisches Original durchgehen dürfte, ist an ihm nichts reell. Er war jahrelang an der EU-Präsidentschaft-Fälschung beteiligt: Der EU-Öffentlichkeit wurde Glauben gemacht, da hätte eine Wahl stattgefunden. In Wahrheit war in einem Hinterzimmer-Papier schon vor Jahren eine Rochade festgelegt. Nichts Neues im Westen. – Ob Schulz oder Gabriel: Beide haben in sozialen Fragen oder denen einer friedlichen Außenpolitik null zu bieten. Aber einen Erfolg kann man der Doppel-Null-Nummer jetzt schon voraussagen: Sie wird das Siechtum der SPD beschleunigen, sie hat offenkundig die Lizenz zum Töten der SPD.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 30. Januar 2017 schrieb altes Fachbuch:


@ r. gowind
da hoffe ich mal, dass viele andere KV ebenso konsequent sind und dies flächendeckend ihren landesvorständen vermitteln!! nicht die großstädte sind "die LINKE"! und danke für den link:)
und dank an den galeristen für die veröffentlichung!

@ u.spurgat
bei allem misstrauen mag ich dennoch keine pauschalierungen:)
und es gibt mehr dagdelens im alltag und im "tun", als wir wahrnehmen: r.gowind scheint dazu zugehören:)


Am 30. Januar 2017 schrieb Ulrike Spurgat:


@ Ralph Gowind
Die Linkspartei, wenn sie endlich koalieren darf, nimmt auch den Schulz; dessen bin ich ziemlich sicher, denn eine wirkliche linke Haltung haben nur wenige.
Frau Dagdelen gehört zu den wenigen.
@ Liebes altes Fachbuch,
doch, der Schulz hat wirklich die Verräter Ebert und Otto Wels genannt,, mit stolz erhobener Brust. Ob er wirklich kapiert hat, wen er so öffentlich hofiert hat ?
Wohl eher nicht, denn wer sich für die arbeitende Bevölkerung einsetzen will, wird doch nicht deren Verräter nacheifern, Oder doch ?


Am 30. Januar 2017 schrieb Ralph Gowind:

Ich sehe die Sache etwas nüchterner. Je mehr Schulz in der SPD ist, umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Linkspartei der Versuchung von R2G erliegt.

Wir in unserem KV wollen jedenfalls keine Koalition mit so einer korrupten Partei wie der SPD. Das wäre Selbstmord. Schlimm genug, was im LV Berlin läuft...
https://t.co/YK6fhkfH62


Am 30. Januar 2017 schrieb altes Fachbuch:

die mittägliche nabelschau war unsäglich!!
nach brandt, schmidt, schröder, sche*ß gabriel nun also ein schulz:) zwar verwies man noch auf die 150jährige tradition, aber die anderen vorsitzenden erwähnte man lieber nicht.

kein schulabbrecher war er, wie erzählt wird, sondern kein guter schüler!! als er mit den spiritanern fertig war, wandte er sich dem spiritus zu. war doch der vater polizist;)
ich konnte also gar kein sozialdemokrat werden!! und nun wollen die mich auch nicht mehr, weil ich nicht zur ausschließlich umworbenen mitte der gesellschaft gehöre. die randgruppen interessieren nicht, was logisch ist, sind diese doch produkt der wirtschafts- und sozialpolitik der spd:) dass schulz die arme kleine kassenfrau zur MITTE der gesellschaft zählt, ist wohl schon hohn.
viel europa, wenige nationale vorhaben: außer das WIR und GEMEINSAME eben.
"europapolitik ist deutsche innenpolitik" sagte er dann, und ich sah die grenzen von 1937 vor augen. "ein starkes DE gibt es nicht ohne europa, und ein europa ohne ein starkes DE auch nicht". am deutschen wesen, soll alles genesen!
um dann gegen trump und orban zu wettern, weil diese doch tatsächlich wahlversprechen einzuhalten gedenken, und länderinteressen voranstellen!

die diw und ifo-prognosen (1,6 mille arbeitsplätze weg) wurde "vergessen". dafür um so mehr gerechtigkeit verteilt, was in zeiten der regierungsbeteiligung nicht möglich war durchzusetzen!

warum soll ich die dann also wählen!


Am 29. Januar 2017 schrieb Heinz Schneider:

Den Kern des Personalwechsels hat Rüdiger Rauls schon benannt: die Umfragewerte.
Tragisch ist, dass die SPD-Führung ihre Ausrichtung am Politbarometer offenbar als einzige Möglichkeit sieht, den Fall unter die 20% zu verhindern. Denn das bedeutete ja die Aufgsbe jedes längerfristig ausgerichteten politischen Gestaltungsanspruchs, also die Selbstaufgsbe.als Partei im Sinne unseres Grundgesetzes.


Am 28. Januar 2017 schrieb Alfred Matejka:

"Die Doppel-Null-Nummer hat die Lizenz zum Töten der SPD.Ja.Wer könnte denn in der SPD die Lizenz zum Leben haben?Die Hoffnungsträger werden und wurden doch in der eigenen Partei kalt gemacht.z.B.Andrea Ypsilanti.Unter dem früheren hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch wurde eine Hexenjagd gegen sie gemacht,weil sie mit den Linken zusammengehen wollte.Auf den Scheiterhaufen wurde sie gebracht von den eigenen "Genossen" und politisch verbrannt.Heute dümmpelt die SPD in Hessen dahin.Kein Wieder aufstehen war in dieser toten sPD mehr möglich.
Schauen wir in die USA.Eine Demokratin mit dem Namen Tulsi Gabbard fliegt nach Syrien und spricht mit den Menschen dort,auch mit Assad.Sie gilt schon als Hoffnungsträgerin der Demokraten .Gibt es so eine Hoffnungsträgerin in der sPD???Im Bundestag???In den Landesparlamenten????Insgesamt?????
Das "Führungspersonal" der sPD hat geheult,als Trump die Wahlen gewonnen hatte und nicht ihr Liebling Hillary Clinton.Den Spezialdemokraten im Bundestag so
Den Spezialdemokraten im Bundestag empfehle ich auf You Tube den Film von Abby Martin-The Empire Files über Hillary Clinton anzuschauen.Wenn sich danach nichts mehr verändert im Oberstübchen,dann macht weiter so.Ich schicke euch eine verwelkte Nelke zu Beerdigung nach den Bundestags wahlen.


Am 28. Januar 2017 schrieb Ullrike Spurgat:


@Wolfgang Blaschke
Nach genauerem Lesen der Kommentare sind mir "hasserfüllte" nicht aufgefallen.
Sicherlich wären sie hier auch an der falschen Stelle.
Was mir allerdings auffällt ist die Not, und die Sorge um unser Land, und unsere Menschen. Die Dinge beim Namen zu nennen; ist der Anfang der möglichen Veränderung, vor allem im Denken und das ist von elementarer Bedeutung. Der Unmut über die SPD ist so groß, dass es einem Angst und Bange werden kann, wo die Reise der SPD denn hingeht, aber vor allem ist der Unmut, mehr als berechtigt. und eine Partei, die aus der Geschichte der Arbeiterbewegung heraus entstanden ist, hat dieser gerecht zu werden, weil was sollte denn ihre Berechtigung anderes sein ?
Aus ganz sicherer Quelle ist mir bekannt, dass viele Kommunisten und Sozialdemokraten in der Gewerkschaft, nach 1945 sehr verlässlich zusammengearbeitet haben, trotz, oder gerade wegen der genannten Problematik. Um eines kommt man aber sicher nicht herum, dass die "alten" Fehler wiederholt werden, und die SPD sehenden Auges munter einfach so weitermacht. Das halte ich für eine Katastrophe, und sicherlich gibt es genug bei und an den Kommunisten zu kritisieren, doch eines bleibt für immer: Sie haben im Faschismus den größten, politischen Blutzoll geleistet, und werden bis Heute bewusst von der Politik, von der Gesellschaft, und letztendlich, dadurch von der Geschichte ignoriert.Das wird nie zu akzeptieren sein !
@ Burkhardt, und genau das treibt mich; der Klassenstandpunkt isses; nicht mehr aber auch nicht weniger.
@ .....für die Unterstützung möchte ich danken.


Am 28. Januar 2017 schrieb Wolfgang Blaschka:

So groß die Versuchung auch sein mag, auf der geschichtsvergessenen und gewissenlos staatstragenden SPD hämisch oder gar hasserfüllt herumzutrampeln: Ich kann mich über den selbst verschuldeten Niedergang der alten Sozialdemokratie nicht freuen. Nicht weil ich ihre schädliche Wirkung innerhalb der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung nicht als endgültig entlarvt und verdient "bestraft" sehen möchte, sondern weil mich gruselt vor der Vorstellung, den Jahrhundert-Fehler noch einmal zu begehen, die Gefahr von Rechts unterschätzend das Sozi-Bashing höher zu hängen als den Einheitsfront-Gedanken zur Abwehr konkret drohender Entwicklungen in Richtung Faschismus. Die Kommunisten nannten die "Agentur des Kapitals innerhalb der Arbeiterklasse" damals nur noch verächtlich "Sozialfaschisten", während die SPD-Genossen ihre Klassenbrüder von der KPD als "rotlackierte Faschisten" denunzierten. Die Nazis lachten sich über beide schepps und über die Reste der Republik ins Fäustchen. Europa wäre ein Weltkrieg und die Shoa erspart geblieben, hätten beide Parteien gemeinsam einen Generalstreik organisiert und die Machtübergabe an Hitler und seine Horden binnen weniger Wochen gegenstandslos gemacht. Kritische Betrachtung des Spitzenpersonals ist unerlässlich, doch die Linken innerhalb der SPD wahrzunehmen und zu ermuntern ebenso. Auch wenn sie jetzt erstmal wieder auf den Schulz hoffen, bis sie ihn durchschaut haben. Uli Gellermann leistet hierzu mustergültige Hilfestellung, um den Erkenntnisgewinn voran zu bringen. Allerdings sollten wir auch den dicken Siggi noch einmal loben, bevor er sich ins Außenministerium verzupft: Gabriels Verzicht auf die Kanzlerkandidatur war schlichtweg überfällig; das immerhin hat er selbst erkannt und die Reißleine gezogen, bevor er den Laden gänzlich geschrottet hätte. Siechmars einziges und großes Verdienst als Parteivorsitzender der SPD: Er wollte zumindest nicht ihr letzter gewesen sein.


Am 27. Januar 2017 schrieb Edgar Mohr:

SPD: Doppel-Null-Nummer.

Schade, hätte gerne erlebt, wie Trump den alten Außenminister Steinmeier wg "Hassprediger" durch den Dienstboteneingang empfangen hätte.


Am 27. Januar 2017 schrieb altes Fachbuch:

"das bollwerk der demokratie hat 3 buchstaben: SPD"

bei der angst die geschürt wird, das chaos was prophezeit wird, die "überraschende" wiederkehr der rechten und die muslimische "unterwanderung" parallel zum terror plus die massiven russischen cyberattacken erfordern einfach dieses BOLLWERK als hauptverteidigungslinie. alles andere wird einfach warten müssen, die demokratie ist in gefahr! das SYSTEM sieht sich so bedrängt, dass es wieder einen sozi nach oben spült, der gehypet wird! auch das sind parallelen zur geschichte: immer wenn es wie knallen soll in dt. landen, dann muss ein sozi an die tete! obacht also:)
was wird da die "mitte" unserer gesellschaft wohl wählen?
nun, solange SIE beschäftigt sind, feiern sie IHRE überlegenheit IHRER ökonomischen effizienz (bloemker), auch wenn links und rechts von ihnen durch SIE verursachte armut grassiert (spurgat) und werden "wirtschaftsliberal" egal welcher farbe wählen!!
da gibt es 2 schlussfolgerungen:
- alle behauptungen zu politik, parteien und demokratie und dieser wertequatsch sind hinfällig, solange es diese mitte gibt. die will stabilität für IHREN kreditfinanzierten lebensplan
- es geht diesem land zu gut!! man müsste sich eigentlich den bankencrash, die eu-auflösung und handelskriege wünschen! schon eine kleine zinsanhebung würde millionen wähler wieder erden. ein plakat mit bettelnden kinderaugen tut es nicht mehr!

eher steht die spd dafür:
36 personen in DE besitzen soviel wie 50 prozent der bevölkerung!!
in relation zur welt sind das arme schweine: 8 personen haben soviel wie 50 prozent der weltbevölkerung.
1 prozent der weltbevölkerung oder ca. 75 millionen menschen weltweit haben mehr vermögen als 7400 millionen!

und dann will schulz wahlkampf "bis zur letzten sekunde". das wort "atemzug" verkniff er sich.
und meine wette gilt: auch aus der RG werden viele für die "gefährdete demokratie" wählen!!

Antwort von U. Gellermann:

Der erste bekennende Glücksspieler in der RG. Oder wäre der Ausdruck Unglücksspieler besser? Wie auch immer: Polit-Zocken kostet nichts.


Am 27. Januar 2017 schrieb Burkhard Bielski::

Ich freue mich immer wieder über "Uli" und die Kommentare von Ulrike Spurgat (bei "Ulrike" würde ich gern außer ihrer Emphatie und ihrer Herzensbildung mehr über Bildung und Profession erfahren) Lutz Jahoda und einigen mehr...aber manchmal erinnern mich einige Kommentare an den "Spiegel für Abiturienten", besonders die Pseudonyme einiger Teilnehmer- Kommentatoren...manchmal erinnert mich das an Facebook, trotzdem ein Hoch für diese Platform, am Untergang dieser Bananenrepublik ändern wir sowieso nichts solange eine starke Opposition im Parlament nicht möglich ist...Den neuen "Hoffnungsträger Der SPD" hat man vor Jahren nach Brüssel "entsorgt"weil er zu kritisch war...Änderunsgkonzepte auf dieser Platform ? Nada... Michel ist nicht umsonst in Karikaturen mit einer Nachtmütze dargestellt worden. Die Franzosen gehen schon eher auf die Straße während "Michel" lieber vor der Glotze sitzt und Fußball und May- Brit Illner guckt...Das menschliche Hirn ? Ein Unfall der Evolution...


Am 27. Januar 2017 schrieb Hella-.Maria Schier:

Zu Uli Gellermanns diesbezüglichem Einwurf.: Nein, selbstverständlich nicht die Flüchtlinge ertrinken lassen. Aber sich auch um eine wirklich vernünftige Lösung bemühen und dazu sehe ich überall wenig Willen. Die verschiedenen diesbezueglichen Interessen und Ziele der Eliten werden leider nicht offen gelegt. Das überlässt man meinem Eindruck nach mal wieder den Rechten und gibt ihnen so weitere Nahrung, wie überall, wo man die Globalisierer schützt. So richtet sich auch die Linke zugrunde und ich glaube ebenfalls, dass das von oben so gewollt ist. Ein Teil der Linken um Kipping tut, als ob ein weiterer massiver Zustrom von Flüchtlingen die erwünschte Idealloesung wäre fuer Europa! Wer dass in Frage stellt, muss fuer sie rassistisch sein.
Es gibt da einige sehr seltsame Zitate von deutschen Politikern und Soros, auf die ich hier unterwegs keinen Zugriff habe.Ich schicke sie nach. Ein Teil der Eliten verfolgt da eine bestimmte Agenda und nicht aus humanen Gründen.
Aber die Ermunterung zu weiteren Fluechtlingsscharen bejaht doch auch die Umstaende,die zu ihnen fuehren. Man könnte nicht so leichten Herzens weitere Kriegspolitik und Ausbeutung betreiben, wenn man sich nicht darauf verlassen könnte, das die Bevölkerung sich auch um die Flüchtlinge kuemmert! Die USA und die Briten verlangen, dass wir diesen Part fuer sie übernehmen, um ihre eigenen Bürger nicht gegen die Kriege aufzubringen! Und da auch Deutschland richtig in die Kriegsfuehrung einsteigen will, braucht sie eine Bevölkerung, die nicht gegen die entstehenden Flüchtlinge opponiert. Aber so werden ganze Länder fast entvoelkert und viele weitere Menschen getötet. Wem nun tut man damit einen Gefallen? Und was ist vernünftig daran,eine Weltregion immer dichter mit .Menschen zu fuellen, waehrend andere entleert werden und so veroeden? Vielleicht haetten die Flüchtlinge am liebsten ihre Heimat, in der sie gut leben können? Wer aber zahlreiche Fluechtlinge will, darf sich darum nicht bemühen.


Am 27. Januar 2017 schrieb Gideon Rugai:

@Ulrike S.

Sehr schön und abseits von politisch-ideologischen Kleinklein zusammen gefasst, merci .

"Das Sein bestimmt das Bewußtsein gilt immer "

Ich glaube das ist die eigentliche Crux Thermodynamik hin- oder her: Aus was für Gründen auch immer findet ein langsamer Bewusstseinswandel statt inkl. des langsamen Begreifens , das ein erweitertes Bewusst-Sein (ohne Drogen, wir sind nicht mehr in den Siebzigern :) ) die Form unseres momentanen Daseins durchaus verändern kann - nur sind die Voll-Systemlinge in unserer Gesellschaft dermassen symbiotisch mit ebendiesem "System" identifiziert (u.a. durch einkonditionierte-/Bestätigungs-Anerkennungs -Leckerlis), bisweilen Sklaven der bisherigen "Ordnung" in Form von Lebens- Sach- und Verhaltenszwängen, dass diese "Veränderungsoption" vollständig an einem komplett materialistisch- narzißtischem Selbstverständnis abprallt, ja sogar mit Händen und Füßen gar "wissenschaftlich" belegbar, verteidigt wird. Merkels "Alternativlosigkeit" z.B. oder Sigis stures Durchboxen vermeintlicher Selbst- und Partei Interessen, von Pöbeleien einiger Politiker gegen den vermeintlich Pöbel ganz abgesehen.
Eine Haltung, die sich in einem „Hä ? Was wollt ihr kleinen Spinner eigentlich? Von einigen üblichen Verdächtigen abgesehen, habt ihr fast immer die Schnauze gehalten und uns machen lassen- und jetzt sollen wir nach Eurer Pfeife tanzen? -soweit, kommt's noch !" manifestiert.


Am 27. Januar 2017 schrieb Klaus Bloemker:

@Ulrike Spurgat

Das Ende des Sozialismus, der Sieg des 'Neoliberalismus' und der 'Freiheit' scheint für Sie und viele andere ein Rätsel zu sein. - Was hat da nun gesiegt?

Als ich nach der Wende ein paar mal in der Ex-DDR war, habe ich die Leute gefragt:
"Was war der Grund für das Ende der DDR - die politische Unfreiheit oder die ökonomische Ineffizienz?"

Die Antwort war immer: ‚Die ökonomische Ineffizienz.' - Fragen Sie doch mal einen Ex-DDRler: War die Stasi schuld oder was?

An dieser Frage kommt auch die SPD nicht vorbei. - Ist Wirtschaftsliberalismus nicht klar ökonomisch effizienter als volkseigene Betriebe? Und ist die DDR nicht daran gescheitert? (Und nicht an der Stasi.)


Die LINKE sagt: Sozialismus ohne Stasi ist okay (obwohl einige von ihnen selber welche waren.)

Antwort von U. Gellermann:

Es wird zu diesem Kommentar manchen Leser geben, der ihn gern kommentieren möchte. Das wird nichts: Die SPD und die DDR waren und sind so weit von einander entfernt, dass eine Verlängerung diese Thema warten muss bis es einen Artikel gibt der sich mit dem Thema DDR/SPD beschäftigt.


Am 27. Januar 2017 schrieb Alfred Matejk:

Liebe Ulrike, herzlichen Dank für deine Beiträge. Du schreibst mir aus dem Herzen.Wenn ich schon vor Jahren die Galerie von Uli kennen gelernt hätte,wäre es mir eine Ehre gewesen, dich zu einer Betriebsversammlung einladen zu dürfen.Da hättest du vor 1600 Arbeitern und Angestellten und Azubis sprechen können.
Einen Einwand habe ich beim letzten Kommentar:Schulz und Gabriel sind keine Arbeiterverräter.Sie haben noch niemals in ihrem Leben die Arbeiter vertreten,deshalb können sie sie auch nicht verraten.Sie haben nur sich selbst vertreten und sind jedem Mächtigen in diesem Lande in den Arsch gekrochen um teilzuhaben mit ein paar Fleischbrocken aus der Suppe.Sie sind wie Schröder mit ihrer verkommenen Politik Wegbereiter der AfD.Das war 14 so,das war 33 so und ist heute so.Es gibt leider immer noch zu viele in der SPD,die der Meinung sind,aus der SPD tritt man nicht aus,da muss man raus geworfen werden.Schade um die Zeit.Aber ohne diejenigen,die sich als Sozialdemokraten verstehen,geht es leider auch nicht.Die müssen wir mobilisieren ,im Betrieb und auf die Straße.Millionen sind stärker als Millionäre.Die Millionen auf die Straße zu bekommen-das ist eine Herausforderung.Da würde uns ein Ernst Thälmann 2017 helfen können.


Am 27. Januar 2017 schrieb marie becker:

Otto von Bismarck:"Gabriel wurde mit dem Außenministerposten ruhiggestellt und interessant wäre doch nur die Beantwortung der Frage, über welche Mechnismen das so schnell und reibungslos abgewickelt werden konnte! "

ganz einfach: Merkel machte es einmal vor und regiert heute weiter nach dem "Basta"-Rezept
warum sollte es für die SPD nicht ebenso möglich sein: das ist nämlich die GROKO- Demokratie!


Am 27. Januar 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

Als der Neoliberalismus so richtig an Fahrt gewonnen hatte; nach 1989, und die "freie Welt" den "freien" Bürgern mehr und mehr ein System aufs Auge gedrückt, was eben für einige Wenige ein äußerst, lukratives Geschäftsmodell wurde, und für die Gesellschaft, die meisten Menschen ein außer Spesen nichts gewesen wurde. Die konnten in die Röhre gucken. Das war der Preis der sogenannten und vielbeschworenen "Freiheit."
Der uns endlich, und es bleibt zu hoffen, auf nimmer Wiedersehn verlassende Gaukler hat in seinem Büchlein, die Freiheit verteidigt. Freiheit für wen ?
Das Land ist in Händen von korrupten, schwankenden und egomanischen Egomanen. Es ist Zeit, sie wieder und wieder an den Pranger zu stellen. Sie haben das, was das Volk mit seiner Arbeit aufgebaut hat, besonders in der Zeit nach Faschismus und Krieg, der Privatisierung zum Fraß vorgeworfen, und nun darf die Gesellschaft eine Rechnung mehrfach bezahlen. Die Finanzkrise wurde plötzlich eine Staatsschuldenkrise, und die Bänker waren besoffen von ihrem unverschämten Glück es mit den dümmsten, hohlen Nüssen von Politikern aller Zeiten zu tuen zu haben.
Und die andere Seite, die Massen von Menschen bezahlen die Rechnungen, wieder und wieder, mit Ängsten, mit innerer und äußerer Not, mit Scham, wenn das Geld nicht reicht, um menschenwürdig leben zu können, aber die gesellschaftliche Ausgrenzung, der Mangel an Teilhabe, die Angst vor Krankheiten, weil die Zuzahlung für die Medikamente bereits zuviel ist, wird als besonders erniedrigend wahrgenommen. Das ist etwas was einem im Alltag täglich begegnet, und es werden mehr, besonders alte und kranke Mitmenschen, weil die Altersarmut bereits in den Hartz Gesetzen festgelegt wurde, und die Folgen dieser verbrecherischen Gesetze bekommen die Schwächsten zu spüren, während andere sich einen feinen Lenz machen. Die SPD wars, und da beißt die Maus keinen Faden ab, und sicherlich waren und sind sie sich über Folgen, die sie politisch zu verantworten haben, bewusst, obwohl bei einigen die Frage nach den Gehirnwindungen unbeantwortet bleiben wird. Schulz macht da weiter, wo der Gabriel aufgehört hat: Mit der Verteidigung des Neoliberalismus ,und dem weiteren Verrat an der Arbeiterklasse.


Am 27. Januar 2017 schrieb Kostas Kipuros:


Danke, lieber Uli, für die "Entkleidung" des neuen SPD-"Kaisers": Er ist "nackt", genauso wie sein Kampagnon. Und was die vielgerühmte Europa-Affinität von Schulz betrifft: War es nicht der Martin, der in einer Sendung von Maybritt Illner im Juni vergangenen Jahres ein Zeugnis seiner sozialen, solidarischen und proeuropäischen Haltung in das Mikro seufzte: "Mir gehen die Griechen, etwa Herr Varoufakis, gewaltig auf die Nerven." Was Schulz damals (und wohl auch heute noch) auf die Nerven ging und geht, ist das Bemühen der Syriza-Regierung, wenigstens die gröbsten Auswirkungen des Berliner Spardiktats für die Ärmsten der griechischen Gesellschaft wenigstens etwas zu lindern. Wer so einen "Pro-Europäer" an der Spitze hat, braucht in der Tat keine AfD...


Am 27. Januar 2017 schrieb Roman Gärtner:

Großartiger Artikel...oder: (Voll-)Treffer, versenkt!

Für mich ist Schulz schon länger nur ein Wolf im Schafspelz.

Ich hab da mal noch eine Frage:
Der Schulz kam ja jetzt einfach so von Brüssel zurück, bekam direkt den Listenplatz 1 der NRW-SPD und wird als Überraschung als Kanzlerkandidat aus dem Hut gezaubert...und das alles, mehr oder weniger, in einer Nacht und Nebel Aktion.

Geht das denn so einfach?

Ich habe auf die Schnelle nur das hier gefunden:
"Das Verfahren der Kandidatenaufstellung (zb. Landeslisten) dokumentiert anschaulich, wie innerparteiliche Demokratie funktionieren kann. Hierbei wird deutlich, dass sich die Willensbildung in den Parteien nicht, wie häufig unterstellt wird, ausschließlich von oben nach unten vollzieht. Die Kandidaten und Kandidatinnen brauchen die Unterstützung der Basis [...]" - bpb

*grübel*

Ach, noch was...
Ich habe den Eindruck das Gabriel "weg" ist (so zumindest kam es mir vor wenn ich die Medien verfolge)...das ist er doch gar nicht?!
Der wechselt doch nur das Pöstchen...und es werden einfach so Lückenfüller nachgeholt...natürlich alles mit der Unterstützung der Basis...versteht sich...

Demokratie ist doch was feines...

Könnte mal noch jemand "Demokratiefeinde" definieren und wie man das wird? Ich blick da nicht mehr durch...


Am 27. Januar 2017 schrieb Otto Bismark:

Gabriel wurde mit dem Außenministerposten ruhiggestellt und interessant wäre doch nur die Beantwortung der Frage, über welche Mechnismen das so schnell und reibungslos abgewickelt werden konnte!


Am 27. Januar 2017 schrieb Heinz Greiner:

Lese immer zuerst am Morgen NDS .
Ihre Formulierung Super !
Rettet einen ein paar Stunden weiter .
Steinmeier hätten sie noch einschließen können .
Gr.

Ps.: Hatte Kontakt mit dem würdelosen finanzpolitischen Sprecher der sPD, seines Lobhudelauftritts wegen in den Tagesthemen .
Die Abgeordneten der sPD rechtfertigen alles , machen alles mit .
Mit derselben Haltung und demselben Motiv warum die auch in den 1. WK
haben ziehen lassen .
Das Sein bestimmt das Bewußtsein gilt immer , wie die Hauptsätze der Thermodynamik .


Am 27. Januar 2017 schrieb Roland Krast:

Der SPD gehen Themen und Personen abhold. Könnte das daran liegen,daß es sich um einen Medienkonzern mit angeschlossener Partei handelt? Wobei der Teil "Partei" immer weniger zum Konzernergebnis beiträgt und deshalb vernachlässigt wird?
Hat deshalb die SPD auch eine "off-shore-Firma" in der Steueroase Hongkong?
Gut, ich hab das zwar bei"Achgut" gelesen, es scheint aber wahr zu sein.


Am 27. Januar 2017 schrieb Der Linksliberale:


Nun @Ulrike Spurgat und @Uli Gellerman (?) was ist die SPD? Wo ist unsere Stimmenhoffnung zum demokratischen Wandel, wo Ist die Idee des Lasalles, des Liebknechts, der Luxemburg, wo ist der Hass auf Noske, Ebert oder die Güte für W. Brand oder diesem Dombrowski des Kabarettisten G. Schramms, wo ist die Verachtung für S. Gabriel oder gar diesem EURO-Schultz. Nichts von alledem, es findet heute nicht mehr statt. Warum? ? Die SPD als Organisation ist Verrat, wie die Amtskirche der Katholiken oder Evangelen, ist Verrat wie der Neoliberalen am Liberalen, ist Verrat wie die CDU/CSU am Christlichen und Verrat der Grünen am Grünen. Natürlich wird dieser Buchhändler Schultz nichts ändern, wir werden auch in 2 Jahren die Artikel des Humanisten U. Gellermann lesen und seine Dialektik bestaunen. Noch mehr Arme in Deutschland, noch mehr Reiche, noch mehr Krieg und noch mehr Diäten für die demokratischen Demokratievertreter. Der einfache Linke, auch der ungebildete Linke (ja es gibt ihn!), die verarmte Hartz IV Mutter und Ihre Kinder, der sich prekär abschuftende(Enkel) Sohn mit Samsung Touch ? Wonder- 2,3 Mio Mbit Handy oder die krakeelende Super-Star-Oma hoffen auf Besseres, sie hoffen auf Glück mit einer Gewinnchance von 1: 95.000.000.
Lasst es uns immer wieder sagen, Sie haben Angst vor uns, wenn wir anfangen sie und uns zu zählen. Zählt mich zu den Armen dazu, ich verdiene gut oder auch genug, aber zu wenig um den armen Menschen in der Welt zu helfen.
Nun @Ulrike Spurgat und @Uli Gellermann, lasst uns weiter kämpfen, gegen die Schwätzer Merkel, Gauck und Schultz und für die Hoffnung des Präkariats. Übrigens: Kennt irgendjemand irgendetwas was dieser Schultz gemeint oder gesagt hat...und was man sich als Programm merken könnte...ich auch nicht.


Am 27. Januar 2017 schrieb Hans Rebell-Ion:

Nicht nur US-Drohnen, sondern auch das Foltern sind lt. UN-Menschenrechten
Verbrechen gegen die Menschlichkeit!
Was ein Hohn für "das freiheitlichste-demokratischste Land der Welt"!


Am 27. Januar 2017 schrieb Reinhard Lerche:

Zwar hast du mit allen Aussagen Recht, aber das Tal der Tränen wird die SPD auch nach M. Schulz noch nicht durchschritten haben. Ob mit dem Erzengel 16,8% oder mit dem Schellenschwinger 18,6% unterschritten werden, bleibt einerlei!
Wichtig bleibt, dass die Seeheimer Partei Deutschland spaltet und die Arbeit für die Besitzenden macht.
Ich befürchte, dass die noch wenigen SozialdemokratInnen in der SPD, auch noch weggeekelt werden und dann der Schulterschluss zur AFD perfekt wird.
Dann wäre die "Partei, die nur ein Schatten ist, von dem, was sie einmal" vorgab etwas für die Arbeiter sein zu wollen, endgültig mehr als flüssig: überflüssig! Einen sozialistischen Anspruch hätten zwar einige, aber z.B. Herr Stegner erhebt öffentlich keinen Anspruch. Und "linke" Plattformen soll es mehrere geben - aber die müssen irgendwie Platt sein!
Warten wir also die nächsten drei Bundestagswahlen ab, dann tut es auch nicht mehr so weh: Wer hat uns verraten - die ...


Am 27. Januar 2017 schrieb Hubert:

Herrn Schulz habe ich über die Medien bisher überwiegend als cholerische, polternde und unwirsche Person wahrgenommen.

Was mir schon des längeren auffällt ist der Umstand, dass die Massenmedien und die Politik in beträchtlichem Umfang versuchen, mittels EMOTIONEN Mehrheitsmeinungen zu erzeugen, sprich Gehirnwäsche oder emotionale Gehirnlähmung.

Nach dem Fall Trump scheint es mir, spielen Politik und Medien vordergründig die pragmatische Masche und wollen uns die Person Schulz und ihrer aller Phrasenpolitik als Ultima Ratio verkaufen.

Manche Medien und Politiker wollen uns einreden, mit ihnen würden wir an der Hinterzimmerpolitik beiwohnen dürfen.
Soll das der Trost für unsere totale Entmündigung sein ?

Mir scheint es, man will uns vermitteln, dass es nur noch auf diesem Niveau funktioniere, ihrem, der Medien und Trumps.

Apropos Emotionen, ich nehme diese auch bei Ihnen oft wahr, allerdings angenehm, als harten aber herzlichen Begleitton Ihrer Gedanken.

Vielen Dank für Ihre Bemühungen mit diesem Blog.


Am 26. Januar 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

mit dem „roten Teppich“warte ich dann bis zur" "Oscar" Verleihung, lieber Uli.
Einverstanden? Zumal es dann ja den "Oscar" geben wird, für politischen Journalismus, mit der Begründung gesellschaftspolitisch, relevante Themen konsequent, unbestechlich, mit dem pfiffigen Sachverstand und der Zuneigung, besonders fürs Volk, um uns den interessierten Lesern die verkommene Politik der Herrschenden unverblümt beim Namen zu nennen,sie uns näher bringst, und uns aufforderst uns aktiv Einzumischen. So, oder so ähnlich............
Die SPD, eine Partei, die nur noch ein Schatten ist, von dem, was sie einmal sein wollte: Eine Partei der arbeitenden Bevölkerung, letztendlich ein Partei fürs Volk.
Die Rede des SPD Vorsitzenden gegen das Ermächtigungsgesetz am 23.März 1933 Otto Wels ist als großartige Rede im Archiv der SPD zu finden, allerdings ob sie denn wirklich so großartig war wird die Geschichte uns erzählen können.
1897 trat Wels in die Gewerkschaft der Maler, Tapezierer und der Innendekorateure ein, und in die SPD.
1900 wurde er in den Verbandsvorstand gewählt, und 1905 wurde er hauptamtlicher Gewerkschaftssekretär.-
1918 bewährte er sich als Eberts Gehilfe und als Berliner Stadtkommandant eine klare MSPD Mehrheit der Delegierten zum Rätekongress zu organisieren, die Volksmarinedevision zu neutralisieren und zu einer der SPD loyalen Sicherheitswehr aus Armeeverbänden zu formieren.
Ausschließlich waren seine Förderer und Parteifreunde dem rechten Flügel in der SPD zuzuordnen. Namen wie Ebert, Hans Vogel, Philipp Scheidemann, Erich Ollenhauer usw. sind in den Büchern zu lesen.
Seine große Stunde schlug, als Ebert, der Verräter der Arbeiterklasse, Reichspräsident wurde, und Wels Weichen waren bereits gestellt mit der Bestellung zum Berichterstatter des Weimarer Parteitages von 1919.
In seinen Reden war viel von Freiheit, Demokratie, tatsächlich vom Sozialismus, aber vor allem von Verantwortung als Regierungspartei zu lesen. Kommt einem doch irgendwie sehr bekannt vor, vor allem sein Credo der Politik: "Bedenken Sie, dass wir gezwungen sind, die Demokratie mehr gegen links zu verteidigen, als nach rechts zu verteidigen."
Die Kriegspolitik, und das Bündnis mit der alten Militärmacht, so wie die Koalition mit den bürgerlichen Parteien war der Grund, links um jeden Preis zu verhindern.Auf den folgenden Parteitagen wurden oppositionelle Anträge, abgelehnt oder ignoriert.-----
Die KPD erklärte am 30.Januar, dass dies "die brutalste, unverhüllteste Kriegserklärung an die Werktätigen , an die deutsche Arbeiterklasse sei.
Mit Hilfe der Polizei konnte die SA ungehindert Antifaschisten, insbesondere Kommunisten jagen, und ihre Abgeordneten, am 5. März, gewählten,, immerhin 81 an der Zahl , sowie die Kampfverbände der SPD am 6.März verboten wurden, und am 10. März durften keine sozialdemokratische Zeitungen mehr erscheinen. Neun Abgeordnete der SPD verschwanden im Konzentrationslager, einige hatten sich krank gemeldet, und wieder andere waren auf der Flucht ins Ausland.
Die Führung ließ keine Einwände einiger Abgeordneter zu., weil sie auf "Legalität" gesetzt hat. Versäumt hat man, die Gelegenheit beim Schopfe zu packen, und Tacheles zu reden, denn Wels wurde von höchster Stelle aus persönliche Sicherheit gewährleistet. Hitler hatte großes Interesse, dass die SPD Fraktion an der Abstimmung teilnahm.
Wie es weiterging ist allgemein bekannt, und die staatstragende Haltung der SPD hat sich nicht verändert. Sie sind und bleiben Verräter an der Arbeiterklasse, und opfern alles und jeden auf dem Altar des angeblichen "Rechtsstaates:"
Sie reden von der Verteidigung der "Werte," das Volk redet von berechtigten Interessen, und die haben nunmal mit dem wirklichen Leben zu tun. Mit Arbeit, Bildung, Gleichberechtigung, Frieden und Freundschaft mit den Völkern der Welt, aber besonders, aus der historischen Verantwortung heraus, mit unserem Nachbarn Russland.
Egal, wen die SPD aufstellt; die Menschen vergessen nicht die Hartz Gesetze, die Kriegsbeteiligungen, die Entsolidarisierung, den Niedriglohnbereich, die Altersarmut, und nicht zuletzt den obszönen Reichtum einiger Weniger. Alles mit Stimmen der SPD, obwohl sie bereits seit Jahren eine Mehrheit mit Linken und Grünen im Deutschen Bundestag haben, allerdings hat es keine Bedeutung, weil man mit der CDU/CSU sicherer fährt, und die Pfründe gesichert bleiben. Irgendwie ist sie aus der Zeit gefallen, weil substanzlos, farblos und schlapp.


Am 26. Januar 2017 schrieb Rüdiger Rauls:

Klaus Bloemker:
„Was kosten uns all die Asylbeweber und vielviel bleibt dann noch für uns übrig“ - fragt sich die deutsche working class.- Das ist richtig. Das fragt sich die „working class" (wieso englisch, wieso nicht deutsch?) und das hört man auch sehr oft bei den Arbeitern in den Betrieben, wenn man sich unter solchen Leuten noch bewegt und nicht nur im eigenen Biotop derer, die so denken wie man selbst. Ich kann den Unmut insofern verstehen, wie er sich auf den Taumel dieser verzückten Begrüßungskultur-Gutmenschen bezieht. Nur die Bloemker und die working Class fragen sich aber nicht, wie viel für sie übrigbleibt nach Abzug der Kosten, die all diese Kriege verursachen, an denen sich Deutschland mittlerweile wieder beteiligt von Afghanistan bis zum Kongo. Glauben Sie, dass es die umsonst gibt? Je nachdem, wie man die Rechnung ansetzt, verursachen sie ein Vielfaches der Flüchtlingskosten. Wo ist denn bei den Kriegen die Empörung der Bloemker und der ?working class?? Nur, da gibt es ja auch kein Medien-Trommelfeuer, von dem sich viele Leute hierzulande aufhetzen lassen. Man könnte auch gegen den Afghanistankrieg und all die anderen Einsätze eine mediale Kampagne machen. Aber daran haben die Hintermänner der Flüchtlingskampagne kein Interesse. Denen sind sogar auch die Flüchtlinge egal. Denn wenn dieses Thema abgegrast ist, werden vielleicht wieder die Hartzer oder die Arbeitslosen an den Pranger gestellt, weil sie uns so viel kosten oder zu viel. Das hat es ja auch schon gegeben. Dann ist es wieder vorbei mit dem deutschen WIR-Gefühl. Dann wird wieder unterschieden zwischen Deutschen, die uns zu viel kosten, und uns anderen Deutschen, die das bezahlen müssen.
Stellt sich der Herr Bloemker auch diese Fragen? Und vor allem, wie stellt Herr Bloemker sich dann, wenn es um die „eigenen Leute" geht? Ist er da eher bereit, das Portemonnaie aufzumachen?


Am 26. Januar 2017 schrieb altes Fachbuch:

macht es für mich sinn, mich mit häme dem nachruf anzuschließen?
genüsslich könnte ich mich zurück lümmeln im sofa, und den siechgang feiern!
WENN da nicht die sorge wäre, dass ein krieg als entladung der gesamtgesellschaftlichen krise schneller, als die genesung irgend einer linken alternative wäre!!
ich will also nicht froh sein müssen!
was geht in einem spd-mitglied vor ort vor, wie denkt der? gilt das als chic, dresscode, survival challenge, opportun..... in manchen regionen dieses landes, ein spd-winkelement im fenster zu haben?? was denken die an der basis sich? ist das wie beim hsv: hauptsache bundesliga?
als ich vor fast 30 jahren noch 3 prozent vom brutto bei den "bösen kommunisten" abliefern musste, da MUSSTE ich mich auch MONATLICH mit dem zeugs der parteioberen auseinandersetzen. die spd-ler treffen sich laut statut wohl nur halbjährlich und machen da was?? singen, gärtnern, kegeln wie zu zeiten des sozialistengesetzes??
zeitgleich zu diesem personalkarussel ist das tarifeinheitsgesetz in der diskussion, wenn es denn jemand hört! spd-nahles zerstört gewerkschaftsvielfalt und perspektivisch arbeitnehmerrechte! ich sehe schon 1 eurojober als lokführer, bevor die menschenleere eisenbahnplatte eines (spd)bahnchefs wirklichkeit wird! wie eine hure bietet sich die spd an, wir treiben es mit jedem, hauptsache (mit)regieren, statt als minimum groko auszuschließen!!! dann mache ich doch schon mal druck auf die schwarzen!
freue ich mich also, über die erwähnten austritte, den allgemeinen parteiverdruss??
in diesem land kann man laut GG NUR parteien wählen, um an der politischen entscheidung teilzuhaben!! nützt mir da ein ringen um eine dann klientelinteressen geleitete APO, so wie jetzt schon die spd funktioniert??
manchmal denke ich an 1918/19. da hat sich auch spreu vom weizen getrennt!!
wenn die spd nicht reformierbar ist, dann muss sie weg! die alternative muss nicht kommunistisch sein, aber konsequent in den oft angesprochenen zielen: frieden, soziale sicherheit in jedem bereich und alter, kampf der armut, bündnisfähig- und willigkeitkeit mit anderen linken!!!
übrigens belegt die abwanderung der mitglieder, dass nichtwähler eben NICHT resignierte oder abgehängte sind, sondern vergraulte, verstoßene und ernüchterte (ex?)demokraten!

zu den beiträgen von k.bloemker:
die höchststrafe für "intellektuelle" ist, wenn sie von intelligenten menschen ignoriert werden, und diese es ihn wissen lassen:)


Am 26. Januar 2017 schrieb Rüdiger Rauls:

Mit CETA und all den anderen politischen Standpunkten hat dieser Entschluss wenig zu tun. Das spielt im Wahlkampf eine untergeordnete Rolle. Auch weitblickende Perspektiven, wie den Gabriel in Reserve zu halten ?für bessere Zeiten?, ist ein strategisch viel zu sehr verspielter Gedanke. Gabriel hat doch den Grund seines Rücktritts klar benannt in seiner Pressekonferenz: Schultz hat die besseren Umfragewerte. Gabriel weiß, dass seine Partei mit ihm keine Chance hat. Das sagen die Prognosen doch schon seit Monaten. Das ist kein Grund für Häme und hat mit Feigheit nichts zu tun, egal wie man zur SPD steht. Das ist vielmehr politisch klug und vernünftig. Es würde vielleicht der persönlichen Eitelkeit Gabriels schmeicheln, auch einmal Kanzlerkandidat gewesen zu sein, aber für die eigene Partei wäre sein Antritt bei der Bundestagswahl voraussichtlich ein Debakel. Im Gegensatz zu vielen, die sich politisch als Linke bezeichnen und sich in politischer Nabelschau gefallen, hat Gabriel sein persönliches Interesse gegenüber dem übergeordneten politischen Interesse seiner Partei hintangestellt. Er tritt von sich aus zurück, um einem Kandidaten den Vortritt zu lassen, der bessere Aussichten zu haben scheint, und er erspart damit seiner Partei eine innere Zerreißprobe um die Kandidatenauswahl wie vor Jahren zwischen Lafontaine, Scharping und Schröder. Das ist politisch klug gehandelt. Mehr nicht, aber immerhin das. Denn es ist nicht selbstverständlich in einer Welt von Selbstverliebtheit und Selbstüberschätzung.

Antwort von U. Gellermann:

Wer Gabriel Selbstlosigkeit unterstellt, der hat ihn nicht verstanden.


Am 26. Januar 2017 schrieb Klaus Bloemker:

@Gabriele Thamke

Also ich bitt Sie. - Ich habe aus der Sicht von jemandem aus der working class (zu der ich nicht gehöre ;-) die Frage gestellt. Sie haben ja nur die Häfte meines Satzes zitiert.

P.S.

Und es wäre genau der Fehler, jemanden, der zur alten SPD gehört - und meine Frage stellt, - den als bornierten Rassisten abzutun. Ich kann den Vorwurf gerne hinnehmen. Aber der Galerist sollte das nicht jemandem sagen, der im Billiglohnsektor arbeitet und /oder auf soziale Gelder angewiesen ist.

Antwort von U. Gellermann:

Wie schön: Klaus Bloemker ist die repräsentative „working class“, total wissenschaftlich belegt. Wie komme ich nur darauf, dass da einer seine Meinung hinter anderen versteckt?


Am 26. Januar 2017 schrieb zuviel ? nachdenker:

Das ist jetzt schon Wahlkampf der ganz besonderen sozialdemokratischen Art. Bitte wählt uns nicht, denn dann müssten wir unter ganz blöden Umständen sogar noch Verantwortung übernehmen. Regieren. Das geht gar nicht. Helmut Schmidt konnte das. Aber das ist lange her. Seitdem hat sich unser Personal halt ein wenig verändert . Gabriel, Steinmeier, Steinbrück, lauter Steine.
Wir sorgen professionell dafür , dass Angela Dorothea und Frauke sich die Wahlkampfkosten sparen können. Das erledigen wir gleich mit. Unsere politischen Gegner brauchen keine aufwändigen Programme. Sie müssen uns nur bei unseren verzweifelten Versuchen Politik zu machen zuschauen und lächeln.
Ja, auch wenn wir dabei politischen Selbstmord begehen, bleibt uns am Ende doch das Regieren, also Verantwortung übernehmen, erspart. Das überlassen wir seit vielen Jahren gern den Anderen, egal wem. Hauptsache nicht wir.


Am 26. Januar 2017 schrieb Gabriele Thamke:

@ Klaus Bloemker
......."Was kosten uns all die Asylbeweber und wieviel bleibt dann noch für uns übrig?....."

Die deutsche Regierung trägt erhebliche Mitschuld daran, dass Länder destabilisiert, Menschen getötet, und deren Heimat in Schutt u. Asche gelegt wurde/wird.
Und Sie fragen, was uns die Asylbewerber kosten???
Zum Fremdschämen !


Am 26. Januar 2017 schrieb Axel Biermann:

Ich hörte, die SPD habe - wie weiland die F.D.P. - als Wahlziel die 18 % ausgerufen. Sie nähert sich diesem Ziel allerdings aus einer - sagen wir mal - anderen Perspektive.


Am 26. Januar 2017 schrieb Klaus Bloemker:

Was die SPD nicht braucht, sind liberale Bildungsbürger, für die Fragen wie Frauenquote oder Schwulenehe etc. wichtig sind. - So was interessiert die deutsche working class nicht. Und unsere mittlerweile wahlberechtigten 'Gastarbeiterkinder' noch viel weniger.

Übrigens, mit dem Trump funktioniert bei uns nicht. Jemand, der sich als Volkstribun aufschwingt, muss bei uns auch 'aus dem Volke kommen', wie man so schön sagt und nicht aus einem Trump Tower.


Am 26. Januar 2017 schrieb manfred caesar:


Doppelnull ist sehr zutreffend.Jetzt müssen wir nur noch die Spülung betätigen und das war´s dann mit der SPD.Sie hat sich seit vielen Jahren selbst demontiert.Wer sich nur um Randgruppen bemüht erhält auch nur deren Stimmen, so einfach ist das. Wer die Bürger als Pack beschimpft und ihnen den Stinkefinger zeigt darf sich nicht wundern und vermutlich wundert man sich auch nicht sondern folgt gehorsam einer Anweisung von oben sowie die Andern auch.So leid es mir tut, lieber Uli ,wir brauchen eine Alternative zu den Altparteien !

Antwort von U. Gellermann:

Nur sicherheitshalber gesagt: Die AfD, die Nachgeburt der CDU, ist keine Jungpartei.


Am 26. Januar 2017 schrieb Herr Wurzelzwerg:

Gabriel hat heute im Bundestag gemeint: Alles okay mit der Wirtschaft. Auch von ihm der Merkel-Slogan: Uns geht es gut. Sieht man, hätte ich ihm sagen mögen.

Ein bisschen hat er auch kucken lassen, dass doch nicht alles so okay ist, zumindest nicht auf sozialem Gebiet. Da wurde direkt ein bisschen sozialkritisch. Aber dass die SPD federführend bei Hartz IV und Niedriglohnsektor war, da hat er sich wohl doch nicht so rangetraut.

Ich gebe der SPD eine Chance unter 20 Prozent. Denn solange die nicht Hartz IV beseitigt und auch den Niedriglohnsektor, so lange brauchen wir uns vor dem bramabarsierenden Schulz nicht zu fürchten. Übrigens wurde heute gesagt, Gabriel wird schon morgen im Bundestag zum Außenminister vereidigt. Gabriel, der Hansdampf in allen Gassen. Und so schnell kann es gehen mit der neuen Stelle. Man kommt aus dem Staunen gar nicht mehr heraus.


Am 26. Januar 2017 schrieb Andreas Buntrock:

@Gabriele Thamke

Man kann es wirklich nur noch mit schwarzem Humor nehmen, dieses Trauerspiel mit dem Titel SPD.

Inzwischen verwechsel ich ab und an sogar schon
Thomas Oppermann mit Norbert Röttgen,
und es fällt inhaltlich niemandem mehr auf.


Am 26. Januar 2017 schrieb Michael Kohle:

Genervt und gelangweilt saß ich vor der Glotze als urpötzlich das Hosiannah zur bevorstehenden Himmelfahrt von Capo Schulz anhob, da haben nur noch die flatternden Palmwedel gefehlt. Das die Sozen sich vor Begeisterung nicht mehr an sich halten konnten, wundert das jemanden? Manu Meyer spendete umgehend den Weihrauch und die Myrrhe von ihrem letztjährigen Wahlsieg "Sehet an mir, es geht doch!" Und dann kam irgendwo und irgendwann jenes Balkendiagramm, mit dem sich die Berufs-Sozen und der klägliche Rest der Anhänger seither ohne Unterlass aufgeilen. Seltsam allerdings, dass auch der Staatsfunk und manche Medien sich um den Platz auf dem Trittbrett keilen. Da wird doch gänzlich auf voller Breite diese angebliche Umfrage über den grünen Klee rauf und runter erwähnt. Schulz auf gleicher Höhe mit Merkel.

Auch wenn ich jetzt wahrscheinlich Einigen einen Tripp zurück ins Tal der Tränen verpassen muss: weiß zwar nicht wo, aber ich erinnere mich sehr wohl an das Bild auf meinem TV-Monitor und die Worte dazu. Ein echtes Paparazzi-Bild soll es gewesen sein, dessen man da habhaft werden konnte. Mitternächtlich, der Schuss der Linse in einen Sitzungsraum - angeblich bei den Sozen - zwei drei dunkle Schemen von hinten auf die Tafel vor sich starrend, auf dem besagtes Balkendiagramm klar und deutlich zu erkennen war. Die zwei Balkenpaare: Gabriel vs. Merkel links, Schulz versus Merkel rechts. Und tatsächlich: Merkel mit dem heißen Schulz'schen Atem im Nacken.

Also, ist doch so, was gibt es daran zu kritteln? Nun, heute morgen bei Liz'ens NTV-app wurde mir klar, was da wieder postfaktisch gefaked wurde und wird: da war es wieder, dieses Kopf-an-Kopf-Rennen. Bei meiner erstmaligen Inkenntnisnahme hatte es allerdings noch geheißen, bei der Befragung habe es sich ausschließlich um SPD-Anhänger gehandelt. Kann mich auch gut an die Häme aus dem Off erinnern, die sich darüber lustig machte, dass selbst bei den SPD-Anhängern Merkel beliebter sei als Gabriel. Wenn es denn darum ginge, den Kanzler direkt wählen zu können. Was bekanntlich ja eine hypothetische Frage darstellt.

Hörte man gestern dem neuen Kanzlerkandidaten zu, was er bei der SPD-Fraktion so zum Besten zu geben hatte, was er alles so beabsichtigt, was er denkt erreichen zu können, hätte man fast glauben können, er meint es tatsächlicch ernst. Damit das auch so bleibt, sollte man ihm für die restlichen Monate bis zur Wahl an beiden Händen einen Gipsverband anlegen. Nicht dass da plötzlich noch ein Stinkefinger alles mutwillig kaputt machen kann.


Am 26. Januar 2017 schrieb Gabriele Thamke:

Aus "der Postillon" ....
Exklusiv-Interview: So erklärt Sigmar Gabriel seinen Verzicht auf die Kanzlerkandidatur

Postillon: Und dann dachten Sie sofort an Martin Schulz als Kanzlerkandidat?
Gabriel: Nee, Schulz war nicht meine erste Wahl. Ich dachte ja eigentlich, wir lassen mal wieder einen richtigen Sozialdemokraten antreten, der den Wählern vermitteln kann, dass er für ihre Interessen kämpft. Aber dann musste ich diese Woche feststellen, dass der letzte Sozialdemokrat in der SPD bereits 2013 verstorben ist. Ein gewisser Ottmar Schreiner war das.

http://www.der-postillon.com/2017/01/interview-gabriel.html


Am 26. Januar 2017 schrieb Klaus Bloemker:

Die SPD braucht eben jemanden wie Donald Trump, der die Interessen der deutschen white working class vertritt. Um es ganz einfach zu sagen.

Was kosten uns all die Asylbeweber und vielviel bleibt dann noch für uns übrig? - fragt sich die deutsche working class. Diese Frage erwähnt der Galerist gar nicht.

Antwort von U. Gellermann:

Um es ganz einfach zu sagen: Der Oligarch hat den Wahlkampf gewonnen indem er die einen Underdogs gegen die anderen aufgehetzt hat. Das nennt man Rassismus. Schön, dass Sie sich offen dazu bekennen. Es stimmt: Waffen exportieren um Flüchtlinge durch Kriege zu erzeugen ist viel profitabler als die Flüchtlinge aufzunehmen. Lass sie doch ersaufen!


Am 26. Januar 2017 schrieb Mirno Sodelovanje:

"Martin Schulz liebt die EU mehr als Europa." Ich weiß nicht mehr wo genau ich diesen Satz gelesen habe, aber er trifft so genau zu, dass auch klar ist, warum dieser Mann keine Zukunft hat, egal in welcher Organisation.


Am 26. Januar 2017 schrieb Spargel Tarzan:

Und die ARD hat gestern schon das kopf-kopf-rennen mit der raute verkündet, weil der unmündige bürger schon sympathiepunkte für herrn schulz ausgesprochen hat, ihn geradezu schon in sein herz geschlossen hat. vielleicht war es aber auch nur eine umfrage aus einer baumschule, schließlich soll die politische ruine nicht schon vorher den medialen karnickel-fangschuß bekommen. das ist das gniffkische-wahlberichterstattungsprogramm ...

Antwort von U. Gellermann:

Der Schein von Demokratie soll doch bitte gewahrt bleiben.


Am 26. Januar 2017 schrieb Lutz Jahoda:

STANDPUNKT

Der eine war immer dafür,
der andere niemals dagegen.
Welch jammervoll traurige Kür,
um gut wie nichts zu bewegen.

Sie sind darin mehr als perfekt,
bewundernswert verlässlich.
An ihnen ist alles defekt,
um nicht zu sagen, hässlich.

Arbeiterführer, ein Wort
aus stolzen Gründertagen,
ist, wie wir sehn, ab sofort
der SPD zu versagen.

Antwort von U. Gellermann:

Es ist schon traurig, aber es hat auch eine gewisse Komik: Dick ist doof, Doof aber auch.


Am 26. Januar 2017 schrieb Benny Thomas Olieni:

Eine treffliche Analyse des Todeswunsches, den offenbar Gabriel & Schulz (oder zumindest deren Puppenspieler) für die SPD hegen.
- Daß es nicht um inhaltliche Unterschiede in irgendwelchen politischen Zielen zwischen diesen beiden Hohlfiguren geht, zeigen Ihre Analyse ja deutlich auf.
Worum also geht es?
Es geht um ein Spektakel.
Die beiden Sozialdämonkraten-Darsteller haben ihr Auskommen sicher.
Und sie helfen, der Bevölkerung "Wahlmöglichkeiten" vorzugaukeln. Eine potemkinsche Demokratie-Fassade.
- Und die Fake News-Medien der Machthaber spielen lustig mit.


Am 26. Januar 2017 schrieb andreas kukuk:

wer hat uns verratten? Die Ratten der SozialdemokRatten. Und es sind die dicken Ratten , die verraten....das ist ja irgendwo verständlich, aber was ist mit der Basis? Die versagt seit Jahrzehnten- Im Moment überlebe ich nur durch Lesung der hiesigen site, kenfm und den nachdenkseiten.....friko mit Laura von wimmersperg und den -mir- zu wenigen Auftritten von Oskar Lafontaine. Lob an Herrn Gellermann sei hier unbedingt ausgeschrieben, um die Lobbeständigkeit von Frau Spurgat zu entlasten ;)


Am 26. Januar 2017 schrieb Andreas Schell:

Das Verdächtigste am abrupten Wechsel vom Lügen-Gabriel auf den Eurokraten Schulz ist der mediale Jubel. Ausführlich wird von stehenden Ovationen berichtet. Die Umfragewerte springen in den Wunsch-Himmel. Der Mann ist schlagartig genau so beliebt und wird für genau so kompetent gehalten wie die Kanzlerin. Wen haben die denn gefragt? Wieso sagt denn keiner, dass der Buchhändler Schulz in seinen besten Jahren gesoffen hat, statt was zu lernen? Was für eine alberne Inszenierung!

Immerhin hat's der Club gemerkt: es wird eng. Dass mit Lügenbaron Gabriel irgendwas hochgradig nicht in Ordnung ist, ahnen einfach zu viele. Austrittsrekorde prägten das Bild der SPD. Gabriel wird natürlich weiter ganz oben mitmischen, und der vollkommen unreflektierte NATO-Soldat Oppermann, der keinerlei positive Auswirkung auf unser Land hat, ist sowieso immer zufrieden. Alles spricht gegen einen SPD-Richtungswechsel. Auf der Tagesordnung stehen weiterhin NATO-Nibelungentreue, große Rüstungsexporte an Schurkendiktaturen wie Katar und Saudi-Arabien, ausgeweitete Beteiligung der Bundeswehr an Auslandseinsätzen, KEINE Vermögenssteuerreform, KEINE Änderung der europäischen Geldpolitik, KEINE Sozialreform, ein klares "weiter so" mit der EU in ihren heutigen Strukturen. Lobbyisten-Kuscheln ist für Schulz vermutlich Tagesgeschäft, weil Brüssel so und nicht anders funktioniert. Langweilig!

Egal: etliche Deutsche GEZ-Zahler und Nutzer werden lieber ihn wählen als den Gabriel. Ein Achtungserfolg könnte das werden, weil der nicht-neue Schulz ein (für manche) sympathisches Gesicht hat und medial unverschlissen ist.

Tatsächlich geht es um was Anderes: die GroKo muss fortgesetzt werden. Merkel wird's weder mit der AfD noch mit den Grünen packen, ihre Konzernjunta in die nächste Periode zu retten. Mit beiden? Zu riskant. Aber die GroKo war ja auch so schön - für die Bonzen.

Wetten, der Schulz hat bis zur Wahl gute Presse?


Am 26. Januar 2017 schrieb Wolfgang Merkel:

Wolfgang MerkelSchwachsinnskommentar!
Welche Partei was macht ist vollkommen irrelevant in dem Geschäftsbetrieb BRD Treuhandkolonie. Kein Staat, kein gültiges Recht, keine gültigen Gesetze, keine rechtsgültigen Parteien etc.
Wie armselig muss man sein um das mitzumachen und somit dieses verlogene System am Lebenm zu erhalten?

Antwort von U. Gellermann:

Dieser Kommentar riecht nach Reichsbürger. Das sind diese Truppen, die zwar grenzdebil aber auch gefährlich sind. Veröffentlicht wird er nur als Muster für den niedrigen politischen Bildungsstand in Deutschland.


Am 26. Januar 2017 schrieb Aleks Korty:

Da schreibt der rationale Galerist, dass diese beiden SPD-Doppel-Nullen (00 ist doch das Zeichen fürs Klo) die Lizenz zum Töten der SPD hätten. Da kann es sich ja nur noch um den Gnadenschuss handeln, die SPD ist ja nun schon eine sehr, sehr alte Partei. Da ist inzwischen schon seit über hundert Jahren aus der einst aufrechten Arbeiterpartei längst nicht mehr nur die alte Tante SPD geworden, sondern eine dem Siechtum immer schneller anheim fallende Greisin. Und wie das nun mal so bei über hundertjährigen Greisen ist, funktionieren dann auch immer schlechter die verschiedenen Körperfunktionen in ihrem Organismus. Manche kommen dann vor dem endgültigen Ableben völlig zum erliegen, zum Beispiel innerparteiliche Demokratie und Wahlen. Da müssen dann Lebenserhaltungsmaßnahmen diese Funktion zeitweise übernehmen. Natürlich ist das keine langfristige und dauerhafte Alternative, aber es zögert den endgültigen Herzstillstand doch etwas hinaus. Der Hirntod ist bei der SPD sowieso schon längst eingetreten.
Nun sind wir alle traurig, wenn ein einst lebhafter Organismus dahin siecht und dann stirbt, denn er hat uns ja in seiner lang zurückliegenden Jugend auch sehr schöne Stunden bereitet, als er noch vor Kraft strotzte. Aber das ist nun mal der Lauf der Welt, dass alle Organismen irgendwann von uns gehen, auch wenn sie sehr lange gelebt haben. Das sollten wir dann doch mit ruhiger Gelassenheit ertragen. Ein alter Körper wird nun mal nicht mehr jung.
Viel schlimmer rührt es dann schon an, wenn mensch in dieser Bananen Republik Deutschland nach und nach erkennen muss, dass auch ein noch sehr junger Organismus bereits vor Jahren angefangen hat, dem gleichen Siechtum, dem des Opportunismus, zu erliegen. Das tut dann weh und schmerzt doch sehr in jeder LINKEn Brust.


Am 26. Januar 2017 schrieb joe bildstein:

Wenn ich mir die Volkbetreter Schulz, MobiSig, Nahles, Nietan, Annen und Michelle Muente anschaue, wie die seit 15 Jahren den Kampfeinsatz der Wehrmacht frenetisch unterstuetzen.....dann muss ich mich an den guten Kurt erinnern, der hat folgendes gesagt:

"Es ist ein Unglück, daß die SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands heißt. Hieße sie seit dem 1. August 1914 Reformistische Partei oder Partei des kleinern Übels oder Hier können Familien Kaffee kochen oder so etwas: Vielen Arbeitern hätte der neue Name die Augen geöffnet, und sie wären dahingegangen, wohin sie gehören: zu einer Arbeiterpartei. So aber macht der Laden seine schlechten Geschäfte unter einem ehemals guten Namen."
Kurt Tucholsky, 1932 ...

Es gibt keine Suende die die SPD nicht mitgemacht hat, die Liste ist sehr sehr lang.

Eine Bande von politischen Vollschmarotzern die sich unter dem Deckmantel der Gemeinnuetzigkeit in Berlin die Posten zuschieben und Land u Leuten nur schaden.

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