Sibirien in die EU

Noch vor oder erst nach Georgien?

Autor: U. Gellermann
Datum: 20. Juni 2016

Den weltweit bekanntesten Georgier, Josef Stalin, halten die meisten Menschen für einen Russen. Obwohl Stalin, der prägende Diktator der Sowjetunion, als Iosseb Bessarionis dse Dschughaschwili, unweit von Tiflis, der Hauptstadt Georgiens, geboren wurde. Diesem Georgien, mit kaum mehr Einwohnern als Berlin, aber mit noch größeren Problemen behaftet, will Frau Merkel nun den Weg in die Europäische Union ebnen. Jüngst hatte sie Besuch vom georgischen Ministerpräsidenten Giorgi Kwirikaschwili und schraubte sich diesen Satz aus den Mund: „Ich gehe davon aus, dass wir bei der Frage Visa-Liberalisierung für Bürgerinnen und Bürger aus Georgien zeitnah abstimmen können“. Die arme, NATO-geschädigte Frau. Hat die Türkei-Visa-Regelung noch am und im Hals, da will sie den nächsten Visums-Brocken schlucken. Ein Brocken, der aus dem Weg Georgiens in eine EU-Mitgliedschaft geräumt werden soll.

Wer viel Mut hat, der kann jederzeit in den Abgrund der Europäischen Union blicken: Selbst wenn die Briten für einen Verbleib in der EU plädieren sollten, ist die Union zumindest in Großbritannien lang anhaltend beschädigt. Die Zahl und der Einfluß rechtsbeschissener Parteien in der EU wächst und wächst: Polen scheint verloren, Österreich ist knapp an einem völkischen Präsidenten vorbeigeschrammt, über Ungarn mag der Mensch mit Verstand kaum reden, Präsident Hollande versucht vergeblich Frau Le Pen zu kopieren, die deutsche CDU schwankt noch zwischen AfD und CSU, wie Odyssos einst zwischen Skylla und Charybdis. Und fast überall im Staatenbündnis heißt es „Die Nationalfahne hoch- die Grenzen fest geschlossen“. Aber die Gier nach neuen Märkten, die wilde Lust an der Einkreisung Russlands, lässt die Mitgliedschaft Georgiens am vergifteten Himmel einer EU-Gemeinschaft aufschimmern, als sei es ein Hoffnungsschimmer. Hoffnung auf was?

Georgien ist ein Viel-Völker-, Viel-Sprachen-, Viel-Religionen-Staat: Über 26 unterschiedliche Volksgruppen leben dort. Neben den Georgiern finden sich Aserbaidschaner, Armenier, Russen, Osseten, Abchasen und wer sonst noch. Man spricht 26 Sprachen in dem kleinen Land. Wahrscheinlch ist der einzige, noch heute lesbare Stalin-Text, der zu "Marxismus und Nationale Frage", genau deshalb entstanden. Auch wenn die Georgische Orthodoxe Apostelkirche gut genug für die Mehrheit der Georgier ist, gibt es noch die beiden islamischen Fraktionen (sunnitisch und schiitisch) und Katholiken und Protestanten im Staat. Traditionell spielen in solch multiethnischen Ländern die Familien eine große Rolle. Es gibt arabische Länder, die mit weniger Clan-Strukturen zufrieden sind als Georgien. Schon in der Sowjetunion kannte man die georgischen "Diebe im Gesetz“, die Mafia Georgiens. Später verwoben sich die traditionellen mafiösen Strukturen mit denen der neuen Oligarchie. Der aktuelle georgische Präsident gilt als Laufbursche des Oligarchen Bidsina Iwanischwili, ein Name, der sich in den Panama Papers in bester westlicher Gesellschaft findet.

Wie nebenbei hatte man 2014 auf dem NATO-Gipfel in Wales ein „Substantial NATO-Georgia Package“ geschürt, ein Päckchen mit genügend Sprengstoff, um die Schwarzmeer-Region bei Gelegenheit in die Luft zu jagen: Schulung georgischer Truppen durch US-Marines und nächste Schritte auf dem Weg Georgiens zur Nato-Integration waren drin. Unmittelbar nach dem Treffen in Wales reiste US-Verteidigungsminister Chuck Hagel nach Georgien. Zeitweilig waren 14 US-Schützenpanzer des Typs Bradley auf einem Betriebsausflug in Georgien. Chuck Hagel war es auch, der Georgien zum Mitglied der US-geführten Anti-IS-Koalition bestimmte. Und man darf nach dem Warum keinesfalls den Dauergrinser Frank-Middle-Initial-Steinmeier fragen, denn der würde nie verraten, dass die einstige Nummer Zwei des Islamischen Staates, Abu Omar al-Shishani, mit richtigem Namen Tarchan Batiraschwili, von 2007 bis 2010 in der georgischen Armee diente, in dieser Zeit von US-amerikanischen Militärausbildern trainiert wurde und Agent der georgischen Geheimdienste war.

Doch wie immer wenn die EU auf der Suche nach neuen Mitgliedern ist, geht es nicht nur um Geopolitik sondern um Geld, so viel Geld wie möglich. Gern auch in der Form von Rohstoffen. Seit das Joschka-Fischer-Madeleine-Albright-Projekt der Nabucco-Pipeline gescheitert ist, wird die Baku-Tiflis-Ceyhan-Pipeline, vom aserbaidschanischen Baku ausgehend und im türkischen Ceyhan mündend, immer wichtiger: Sie soll dem Westen einen direkten Zugriff auf die Energieressourcen des kaspischen Raumes sichern – unter Umgehung russischen Territoriums versteht sich. Georgien, Aserbaidschan und die Türkei haben schon mal eine feine Militärallianz zum Schutz der Baku-Tiflis-Ceyhan-Pipeline gegründet. So treffen sich Geopolitik und Ressourcensicherung im EU-Georgien-Fall auf das Schönste.

Aber warum sich mit dem kleinen Georgien begnügen, wo doch die 13,1 Millionen Quadratkilometer Sibiriens von der EU entdeckt werden wollen? Strategisch günstig zu Obamas bevorzugtem neuen Ziel China gelegen, hat Sibirien vom allem Rohstoffe und Rohstoffe und Rohstoffe: Erdgas und Erdöl, eine riesige Holzwirtschaft, Kohleförderung, Uranabbau und Diamant- wie Goldminen. Kann man das alles den Russen überlassen? Auch wenn die dort die Mehrheitsbevölkerung stellen: Es gibt jede Menge andere Völker in der Region, an deren Schutz die Europäische Union, angesichts der verlockenden wirtschaftlichen Möglichkeiten, sicher ein vitales Interesse haben könnte. Schon im August 2014 war ein „Marsch für eine Föderalisierung Sibiriens“ geplant. In einem BBC-Interview erklärte der Initiator des Marsches, es ginge um die „Frage nach der Zukunft Sibiriens“.

Das ist die Frage, die von NATO und EU immer und immer wieder gestellt wird: Ob in Libyen oder der Ukraine. Und sie wird immer gleich beantwortet: Die Zukunft der Völker kann nur im Freien Westen liegen, „zeitnah abgestimmt“, wie viele Tote diese Sorte Freiheit auch kosten mag.
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Am 12. 07. 2016, um 20.30 Uhr
im Buchhändlerkeller
10523 Berlin Carmerstraße 1
wird Conrad Schuler sein Buch
DIE GROSSE FLUCHT vorstellen
Es moderiert Uli Gellermann


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 22. Juni 2016 schrieb Jürgen Heiducoff:


Appell an die politische Vernunft

Georgien und Sibirien sind fernab. Belarus, die Ukraine und Russland sind unsere Nachbarn. NATO - Verbände üben an deren Grenzen den KRIEG. Auch am 22. Juni. Dieser 22. Juni (1941) markiert den Beginn eines der dunkelsten Abschnitte der europäischen Geschichte. Ja - es ging nicht nur um Deutschland, die Sowjetunion und Russland. Es ging und es geht um das Schicksal Europas - damals wie heute.
Die Radikalisierung der Kriegführung nach dem Überfall Hitlerdeutschlands auf die Sowjetunion leitete die Selbstvernichtung großer Teile des christlichen Abendlandes ein. Diese Gefahr der Selbstvernichtung der europäischen Zivilisation ist auch heute allgegenwärtig. Nein - nicht durch die Flüchtlingsströme aus dem Orient und Afrika, sondern durch die antihumanistische und unzivilisierte Politik der US ? dominierten NATO.
Vieles von all dem geht im Fußballtrubel und Diskofieber unter.
Steinmeiers spontaner Aufschrei gegen die aggressiven NATO- Manöver in Polen und im Baltikum sollte nicht überbewertet werden. Dafür gibt es innen- und parteipolitische Gründe.
Dieser gleiche Steinmeier gestaltet seit vielen Jahren die Beteiligung Deutschlands an einigen der weltweiten Feldzüge der USA mit. Ihm wurde bereits im Jahre 2007 aus der deutschen Botschaft in Kabul ein Brandbrief gesandt, in dem der wahre Charakter des „Einsatzes" der NATO / ISAF in Afghanistan offenbart wurde. Er ignorierte diese Warnung des eigenen militärpolitischen Beraters, die sich im weiteren als berechtigt erwies. Deutschland, Teile der Bundeswehr und engagierte Mitarbeiter von Nichtregierungsorganisationen erlebten und erleben den Niedergang Afghanistans.
Steinmeier wird nichts tun wollen und können gegen die bevorstehende verhängnisvolle Strategie der NATO, die in Warschau beschlossen werden wird.
Dabei wäre es so einfach, endlich der dem Menschen von Natur gegebenen Vernunft zu folgen.
Steinmeier und all seine Amtskollegen im Berliner Kabinett stehen in der VERANTWORTUNG gegenüber uns Deutschen!
Wir brauchen keine Verantwortung in anderen Regionen dieser Welt zu übernehmen - weder politisch, noch militärisch oder auf andere Weise. Alle anderen Völker sind reif genug, ihr eigenes Schicksal zu bestimmen. Wer gibt unseren Politikern das Recht, sich dauernd in die inneren Angelegenheiten anderer Kulturen einzumischen? Wer hat ihnen das Mandat hierfür erteilt? Die übergroße Mehrzahl der Menschen zwischen Oder und Rur NICHT.


Am 21. Juni 2016 schrieb unbekannt:

" Vergebt... denn sie wissen nicht was sie tun."
... das wäre die optimistische Sicht der Dinge. Dann könnte man auch Rosa Luxemburg hier wieder anwenden, liebe Frau Spurgat.
Der Realität näher kommt man wohl leider wenn man annimmt, dass ein Basisverständnis aufklärerischer Prinzipien und grundlegender Voraussetzungen demokratischen Handelns nicht nur keine Anforderung in der job-description eines Rundfunkrates ist, sondern eher ein Ausschlusskriterium.
Die entscheidenden Posten scheinen mit willfährigen, interessengesteuerten Söldnern besetzt zu sein. Nach dem Ausschlussprinzip fällt mir keine bessere Erklärung dafür ein, dass hier eine relativ simple Aufgabe, nämlich die journalistische Integrität gebührenfinanzierter Nachrichten zu überwachen, so dermaßen NICHT wahrgenommen wird.
Ich könnt heulen wenn ich nicht grad mit brechen beschäftigt wäre.


Am 21. Juni 2016 schrieb Alles nur Satire:

Tatsächlich liegt Grusien in Vorderasien. Einheimische demonstrieren ihre ersehnte Zugehörigkeit zu Europa dadurch, das sie ihr Land als „Balkon Europas“ bezeichnen. Wachstum ist die kapitalistische, neoliberale Religion. Dieser Religion haben sich auch NATO und EU untergeordnet. Daher erkenne ich den Titel „Sibirien in die EU“ nicht als ironisch gemeint.
NATO und DIESE neoliberal ausgerichtete US-Drohne EU sind kontraproduktiv für Frieden, Freiheit und soziale Ausgeglichenheit auf diesem Planeten. Sie gehören aufgelöst, müssen zwingend verschwinden, „zeitnah“, am besten Gestern.
Kasachstan wird bereits seit ca. 20 Jahren von den USA bearbeitet. Vielleicht darf die EU sich da auch noch einbringen. Ist ja eh eine zusammenhängende Landmasse.
Steinmeier, genau wie Schröder, Müntefering, Clement, Riester, ein Emporkömmling, ein Agenda-2010-Pate. Einer, der gerne am großen Rad drehen will und tatsächlich glaubt, das er es kann. Und doch nur die Rädchen schubsen darf, die ihm aus Washington zugewiesen wurden. Wenn der Mann versucht zu sprechen, ist das für Zuhörer eine einzige Zumutung. Die GroKo neigt sich dem Ende zu. Die spd versucht sich zu retten. Für ihre Vorstände weiter Ministerposten im Bund zu retten. „Links blinken“ schrieb jemand. Sehr gut beobachtet. Und die Spitzen der LINKEN werden darauf anspringen, denn auch dort will man endlich mal mitregieren, au´s Parteiprogramm geschixxen. Wird dort nur zu deutlich öffentlich gesagt
Nur, wie soll das derzeit gehen?
ROT-ROT-GRÜN würden so um die 44% generieren. Da müsste man die Gelben dazu holen, wenn die tatsächlich 7% bis 8% holen.
Schwarz/Grün, auch so um die 44%,
Schwarz/Blau (Braun), dito: 44%.
Oder doch wieder GroKo, vielleicht mal mit der FDP, um auf der sicheren Seite zu sein?
Es ist jedoch egal, BDI, INSM, Bertelsmann, Banken, das Kapital, die alle werden in jedem Fall gewinnen. Verlieren werden, wie immer, die allermeisten Wähler, alle Nichtwähler, die Kinder, die Alten, die Kranken, der Großteil dieser Gesellschaft.
Die USA, EU, die NATO werden weiter auf Kriege, als Wachstumsmotor, setzen. Bis Russland und China, vllt. auch Indien der Kragen platzt.


Am 20. Juni 2016 schrieb Uschi Peter:

"Österreich ist knapp an einem völkischen Präsidenten vorbeigeschrammt"
Das ist hier die Frage!? Heute begann in Wien ein Prozess / Anhörung / Untersuchung (habe die Info leider nur kurz in der ZIB - Österreich bei 3sat gehört) zu Unregelmäßigkeiten bei der Auszählung der Stimmen zur Präsidentenwahl. Die Leute drängten sich vor der Tür, hieß es.


Am 20. Juni 2016 schrieb Anke Zimmermann:

Frau Nuland schon beim Kekse backen?

Antwort von U. Gellermann:

Ich fürchte sie treibt wieder Telefon-Sex.


Am 20. Juni 2016 schrieb Albrecht Storz:

Steinmeier hat gewagt den neuen Kalte-Kriegern zu widersprechen und die kontinuierliche und zunehmende Hetze gegen Russlands nicht gut zu finden. Allerdings nicht mannhaft, alleine und mit geradem Rücken, sondern leise und zaghaft und unter Flankenschutz von Renzi und Schröder - vielleicht sollte man sogar eher sagen: halb hinter denen versteckt.

Und nun schaue man auf die heftigen Reaktionen der Hetzer und Kriegstreiber: Das was Steinmeier sage sei verlogen und verdreht. In Wahrheit würde Russland seit Jahren durch eine Nadelstichtaktik provozieren, mittels bedrohlicher Luftraumverletzungen und Cyber-Angriffen.

Noch nie (in den letzten 20 Jahren) war die Interpretation der Wirklichkeit und Wahrheit so prekär und wohlfeil wie heute.

Man halte sich nur einmal vor Augen: Russland hat der Wiedervereinigung zugestimmt, hat auf die eigentlich logisch folgende Auflösung des NATO-Bündnisses vertraut - oder zumindest erwartet, dass diese Mammut-Militärmaschine nicht näher rückt und der Geist der Versöhnung der 1980er-Jahre weiter trägt. Und nun?

Man kann nie genug darauf hinweisen: Jeder, der sich daran beteiligt offensichtliche Lügen als Wahrheiten zu verkaufen, oder auch nur dazu schweigt, wenn Lügen öffentlich als Wahrheiten verkauft werden (man lese nur die Leitartikler der so genannten Qualitätspresse), macht sich mitschuldig die Gesellschaft in die Paranoia zu treiben. Ich halte genau so einen paranoiden Zustand für mit-, vielleicht sogar hauptverantwortlich für den Ausbruch zumindest des 1. Weltkriegs (wenn nicht überhaupt der meisten modernen Kriegen).

Stopp den Kriegshetzern in Politik, Ämtern und Redaktionsstuben!!!

Wenn wir hier in Europa nicht bald auf den Weg des friedlichen Austausches mit Russland zurück finden (auch entgegen den Interessen so genannter Eliten und ihrer gesponserten Bütteln allüberall) ist bald alles zu spät.


Am 20. Juni 2016 schrieb Lutz Jahoda:

Die Ratio sieht Entsetzliches keimen.
Die Folgen entziehen sich jeglichem Reimen.


Am 20. Juni 2016 schrieb Eard Wulf:

@Georg Friedrichsen

Ich halte den "neuen" Russland-Kurs eines Steinmeiers für eine "False Flag", nach dem Motto: sehet wir sind die Guten. Nur wie Gut unsere Regierung ist, Waffengänge und anderes zu verschleiern, wurde vor kurzem erst einmal mehr in Syrien sichtbar:
"Following a report by the Syrian Observatory for Human Rights,[3] the Syrian government ?strongly condemned? the presence of French and German special forces[KSK] on Syrian territory."
https://en.wikipedia.org/wiki/Manbij_offensive_%282016%29
Die deutsche Regierung dementiert zwar offiziell, böse Stimmen behaupten, das liegt daran, dass die Truppen nicht unter deutscher Flagge sondern unter NATO Führung operieren und warum sich ein Verteidigungsbündnis bzw. Teile einer deutsche Verteidigungsarmee in Syrien an einer Offensive der "Syrien Democratic Forces" beteiligt bleibt wohl auch ein ewiges Geheimnis. Bleibt zu hoffen, dass es dafür demnächst noch mehr Beweise gibt und unsere unsägliche Regierung entlich einmal für ihre kriegstreiberische Politik zu Rechenschaft gezogen wird.


Am 20. Juni 2016 schrieb Ulrike Spurgat:

....klasse recheriert; da kann mann denn gleich loslegen.
Wilhelm Reich, Seelenforscher u.a., wurde 1934 wegen grundsätzlicher Differenzen mit Freud - ohne sachlichen Grund- aus der internationalen, Psychoanalytischen Vereinigung (IPV), ausgeschlossen.
Reich war Mitglied der KPÖ.
Dieser W. Reich würde sich möglicherweise auf Merkel und Co. stürzen als schwer erkrankte Menschen , die im Zuge geistiger Umnachtung eine politische Fehleinschätzung nach der anderen abliefern.
Sicherlich geht es mal wieder um die Hegiomonalbestrebungen einer gierigen USA, die von ihrer Unentbehrlichkeit tief überzeugt ist, und den kapitalistischen Hals nicht vollbekommt.
Unter den Stiefel der USA soll Georgien.
Merkel und die EU sind Mittel zum Zweck. Geopolitisch, wie Uli schreibt äußerst interessant.
Wer der EU beitritt muss sich darüber im Klaren sein, dass er nach der Pfeife der EU zu tanzen hat. Bei unangepasstem Verhalten wird sanktioniert und die Keule der KOnformität herausgeholt, und auch benutzt.
Die EU ist nicht Europa.
Die Verführung bei der Party des Neoliberalismus mitzumachen werden die Menschen, das Volk, bezahlen.
Die sogenannten "Hemnisse", die bei TTIP
diskutiert werden sind durchaus auch auf die Bestrebungen, nicht nur der NATO Osterweiterung anzuwenden, sondern auch hier, weil es um einiges einfacher ist , die Verträge,die dann im Scheine der "Begeisterung" so verhandelt werden, dass der, der aufgenommen werden will, vergisst,das Kleingedruckte zu lesen. Und nach der Party kommt der neoliberale Kater.
Dieser Gruppenzwang, die Entdemokratisierung, wie in Frankreich besonders zu erkennen, macht wirklich Sorgen, weil die Arbeiterklassen ihrer hart erkämpften Rechte immer mehr beraubt werden, und es, bis auf einige Wenige, geschehen lassen.
Russland ist und bleibt der Feind.
Russland ist keine Insel, und sicherlich auch im Karussel der kapitalistischen Weltordnung. Die Währung ist der Dollar, und Russland soll gequält werden, weil sie einfach nicht das tuen wollen, was Gorbatschow und Jelzin eingeleitet haben:
Den Ausverkauf Russlands.
Die EU will das Rad der Geschichte zurückdrehen. Staaten soll geschützt werden um der Staaten willen, nicht etwa wegen der Völker.Eine Gleichschaltung braucht kein Volk. Vergessen, wie Griechenland durch den Wolf gedreht wurde, und noch immer am Boden liegt ,sollte jeden, der so ein Angebot bekommt sehr nachdenklich stimmen, und die Frage stellen: "Wem nutzt das?"
Und Angebote ablehnen ist möglich, wenn unideologisch gedacht wird, und die gesamtgesellschaftlichen Interessen bedacht werden.
Dem freien Denken folgend müssen Gedanken ohne wenn und aber möglich sein diese EU mehr als in Frage zu stellen, und auch über den Austritt aus der EU nachzudenken ohne reflexartig in irgendeiner Schublade zu enden.


Am 20. Juni 2016 schrieb Detlef Mitscherling:

Wahn-Sinn

Nach meiner kurzen morgendlichen Presseschau, die ich soeben mit der Rational-Galerie beendet habe, gibt es für mich wieder einmal nur ein Fazit: Zunehmender Wahn und immer mehr Unsinn.
Viele Grüße


Am 20. Juni 2016 schrieb Gila Haussen:

@ Georg Friedrichsen
Das Steinmeierchen will ein Bündnis mit der LINKSPARTEI. Also blinkt er ein wenig links. Mal abgesehen davon, dass die Wahlprognosen für die SPD nie und nimmer eine Regierung m it LINKEN und GRÜNEN versprechen, kann die LINKSPARTEI doch nicht so blöd sein, auf mattes Blinken reinzufallen, oder?


Am 20. Juni 2016 schrieb Gert Flegelskamp:

Was die Merkel nun in Bezug auf Georgien macht, ist so neu nicht. Ich würde eher sagen, es ist eine Auftragsarbeit, die, ursprünglich mal von Condoleezza Rice an Steinmeier übertragen, nun die Merkel zur Chefsache gemacht hat, weil Steinmeier einfach nicht in die Puschen kommt.
Um dem Verdacht vorzubeugen, dass ich mir hier was aus den Fingern sauge; diese Info stammt von einem strammen Transatlantiker mit Namen Stefan Kornelius: http://www.sueddeutsche.de/politik/das-letzte-gefecht-die-bush-regierung-zieht-noch-einmal-gegen-russland-ins-feld-und-schiesst-auf-die-verbuendeten-1.385152


Am 20. Juni 2016 schrieb Aleksander von Korty:

Sehr geschätzter Herr Galerist,
diesmal ist ihre Artikelüberschrift nicht so rational ausgefallen, wie Ihre LeserInnen das von Ihnen gewohnt sind. Was soll der der Quatsch mit Sibirien in der EU? Dabei haben Sie selbst das passende Stichwort geliefert: CHINA! China sollte schnellstens in die EU geholt werden. Nicht nur wegen der enormen Ressourcen und riesigen Märkte des aufstrebenden Landes, sondern aktuell vor allen Dingen wegen der bedeutenden Fußball-Europameisterschaft. Denn wenn China durch die EU-Mitgliedschaft daran teilnehmen könnte, wäre dieses Land mit Sicherheit ein Favorit auf den Titel, schließlich haben die Chinesen ja die meisten Beine im Angebot


Am 20. Juni 2016 schrieb Benny Thomas Olieni:

Sibirien in die EU.

Was für eine zukunftweisende Idee!

Parkraum im Osten und endlich mal "freie Fahrt für freie Bürger" auf Strecken, die sich lohnen!
Da kommt Kraft durch Freude auf. ; - )


Am 20. Juni 2016 schrieb Georg Frerichsen:

Ich weiß gar nicht was Die wollen. Gerade erst hat sich Herr Steinmeier kritisch zum NATO-Manöver in Polen geäußert. Anders als Sie unterstellen geht, will der Außenminister sehr wohl die Sanktionen gegen Russland Anfrage stellen. Sie betreiben Panikmache und nicht Politik.

Antwort von U. Gellermann:

Ja, man kann sich auf Frank-Middle-Initial-Steinmeier verlassen: NACH Beginn des Manövers fällt ihm eine Bemerkung ein. Über die bereits beschlossenen 1.000 deutschen Soldaten für Polen, Lettland, Estland und Litauen: Ken Wort. Über den Versuch Georgien zur Speerspitze gegen Russland zu formen: Kein Wort. Über den Ausbau der Drohnen-Politik: Nichts.

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