Russland regiert bald die USA

Deutsche Medien warnen vor der Gefahr

Autor: U. Gellermann
Datum: 22. Mai 2017

Wer deutsche Medien konsumiert und ihnen glaubt, für den ist eine feindliche Übernahme der USA durch Russland nicht mehr fern. Begonnen hatte die russische Invasion, nimmt man das Medien-Szenario ernst, spätestens im letzten US-Wahlkampf: Die Russen hätten demnach der armen Hillary Clinton ihre E-Mails gestohlen und mit der brutalen Veröffentlichung genau dieser Texte die amerikanische Öffentlichkeit zugunsten ihres Konkurrenten Donald Trump beeinflusst. Wie wir alle wissen ging die perfide Strategie auf. Die amerikanischen Wahlberechtigten – über Jahrzehnte mit Fake-News aller Art gefüttert – mussten nun zum Beispiel die Wahrheit über jene miesen Clinton-Tricks lesen, mit denen die Dame Bernie Sanders, ihren Mitbewerber um die Präsidentschafts-Kandidatur ausgeschaltet hatte. So viel hässliche Wirklichkeit konnten die Wähler einfach nicht ertragen.

Auch die hinterhältigen Aktionen des FBI gegen Hillary Clinton waren sicher von den Russen initiiert: Der US-Geheimdienst hatte gegen sie und ihren Mann ermittelt, weil Bill Clinton am allerletzten Tag seiner Präsidentschaft den Börsenmakler und Steuerbetrüger Marc Rich begnadigte, dessen Frau dann prompt großzügig für Clinton spendete. So bekämpften die Russen unter dem Deckmantel der Steuergerechtigkeit die Millionärin Clinton, fraglos um den Milliardär Trump zum Präsidenten zu machen. Doch den wahren Hintergrund der landesverräterischen Verschwörung fasste der West-Berliner TAGESSPIEGEL, stellvertretend für alle deutschen Medien, in einem Kernsatz zusammen: „Der Präsident (Trump) zeigte im Wahlkampf wiederholt eine betont Russland-freundliche Haltung.“ Jeder gute deutsche Redakteur weiß doch, dass Russland der FEIND ist. Und wer freundlich zum FEIND ist, der ist selbst ein FEIND. So einer will doch nur, dass der Russe die USA übernimmt! Das hat schon der Opa des TAGESSPIEGEL-Redakteurs gesagt, nur dass er den Russen damals Iwan nannte und sein Geld in der Propaganda-Kompanie der Wehrmacht verdient hatte.

Doch der Höhepunkt aller Wühlarbeit des Herrn Trump zugunsten der Russen war ein eindeutig illegales Treffen des US-Präsidenten mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow. Denn in der US-Verfassung, irgendwo im Kleingedruckten, steht ganz sicher: Kein amerikanischer Präsident darf sich jemals mit einem russischen Außenminister treffen! Und dann soll Trump bei diesem Treffen auch noch ein düsteres Geheimnis verraten haben: Terroristen könnten tatsächlich Sprengstoffe aller Art in Laptops verstecken. Drauf wären die Russen natürlich nie von allein gekommen. Schon die ernsten Folgen dieser unglaublichen Nachricht müssten dem sinnfreien Westen schwer zu denken geben. Sind doch mehrere Chefredakteure an Lachanfällen erstickt, als sie diese skurrile Story in feierlichem Ernst als echte Nachricht verkauften. Der Chefredakteur der TAGESSCHAU hat überlebt. Obwohl er diesen Satz zum Laptop-Gate ins Netz stellen ließ: "Es handelt sich um die schwerwiegendste Anschuldigung aller Zeiten gegen einen amtierenden US-Präsidenten. Das darf man nicht unterschätzen", sagt der ehemalige Harvard-Jurist Alan Dershowitz. – Ja, wenn ein „ehemaliger Harvard-Jurist“ das gesagt hat, dann ist Trump schon so gut wie vor Gericht und erledigt.

Schon bald wird auch der letzte deutsche Medienkonsument erkennen, dass in Washington inzwischen russische Außenpolitik gemacht wird. Es könnte zu spät sein wenn die USA in einem feierlichen Akt die Krim zum ewigen Staatsgebiet Russlands erklären und die Japaner zur Anerkennung der Folgen des Zweiten Weltkrieges drängen und damit die Kurilen end­gül­tig den Russen überlassen. Obwohl der Verlust dieser Inseln nun mal der Preis dafür war, dass sich Japan an die Seite des faschistischen Deutschlands gestellt hatte. – Keiner soll sich rausreden können, er sei nicht gewarnt worden. Hatte doch Benjamin Hodges, der Oberkommandierende der US-Landstreitkräfte für Europa und die Nachfolgestaaten der Sowjetunion einschließlich Russlands schon im Jahr 2015 in der TIMES vor einer neuen russischen Invasion in Europa gewarnt. Seit dieser Zeit rüstet die NATO zwar kräftig auf, aber mit einem Putsch zugunsten der Russen durch den gewählten US-Präsidenten hatte man bisher nicht gerechnet. Doch die wachsamen deutschen Medien sehen die drohende Gefahr und sie informieren ihre Kunden.

Zu diesen unbestechlichen Warnern vor der russischen Gefahr gehört nicht zuletzt die ZEIT, eine Zeitung, die ihren höchst gebildeten Lesern jüngst unter der Überschrift „US-Präsident von Putins Gnaden“ ein spannendes Szenario vortrug: Schon 2013 habeTrump „nachweislich in Moskau“ die Wahl der Miss Universe organisiert. So nebenbei habe er den Bau eines Trump Tower in Moskau anvisiert. Da muss sich doch der deutsche Studienrat, also der Durchschnitts-Leser der ZEIT sagen: 1. Die Russen hatten schon zur Sowjet-Zeit einen universellen Anspruch. 2. Die Gewinnerin des Miss Universe-Titels war Gabriela Isler aus Venezuela, eine Frau aus dem Land aus dem auch Hugo Chavez, ein Todfeind der USA, kam. 3. Um die Baugenehmigung für den Moskauer Trump-Tower zu bekommen, hat der Immobilien-Dealer sicher seine Seele an die Russen verkauft. Dass der Turm nie gebaut wurde, ist nur ein Beweis dafür, wie trickreich die Russen ihre Trump-Unterstützung tarnen.

Wer sich nicht vorstellen kann, dass deutsche Medien einen solchen Blödsinn fantasieren wie ihn die ZEIT jüngst zusammenschmierte, muss einfach täglich Fernsehen oder seine Zeitung aufschlagen: Die ZEIT ist nicht die Ausnahme, sie markiert die Regel einer Medienlandschaft, die schon lange in den Modus der Kriegspropaganda hochgeschaltet hat.

Der Text der Startseite wurde von Angelika Kettelhack lektoriert.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 27. Mai 2017 schrieb Gideon Rugai:

"es himmelfahrt und fußballert, dass man schon ahnen musste, dass wieder sauereien in dieser wunderlichen republik passieren: das "netzwerkdurchsetzungsgesetz" kam im olymp der demokratie zur ersten lesung!
als hate-speech-gesetz relativiert, wird die tür zur internetzensur aufgestoßen. diffuse und schwammige formulierungen, eine riesensumme als strafe, kürzeste gesetzliche löschfristen bei strafandrohung durch und an PRIVATE unternehmen und ein bissel "kontrolle" durch demokratische vereine wie die antonio-amadeus-stiftung. infiltriert ist dieser laden sicher durch vertreter der printmedien, für die das gesetz nicht gelten soll, und geheimdienste oder verfassungsschützer:)"

Ja, wir wissen ja inzwischen, dass die "Feiertagsmethode" Gang und Gäbe ist um "schlechte Nachrichten" zu überbringen. Im alten Griechenland wurden Überbringer schlechter Nachrichten kurzerhand umgebracht heißt es - vielleicht deshalb und in Antizipation potentiellen Volkszorns..
Scherz beiseite :
Ausgerechnet die Gniffke-Truppe hat kürzlich einen Bericht zu Chinas Anstrengungen rausgehauen, bis 2020 ein sogenanntes "Sozialkreditsystem" zu implementieren. Das will nach Gniffkes Art des Hauses Art sicher auch als Fingerzeig und Nebelkerze verstanden werden um einerseits China immer noch altkommunistisch-totalitäre Ansprüche nachzusagen und gleichzeitig wohl auch um "Hey, bei uns ist es noch lange nicht so schlimm, was wollt ihr also mit eurer paranoiden Sytemkritik wegen ein paar mickriger Überwachungsgesetze ?" in den medialen Raum werfen zu können.
Dass das mal nicht nach hinten losgeht - was auch die Kommentare zum Bericht nahelegen - von den typisch dummdeutsch-wertkonservativen Beiträgen eines "Botschafters Sarek" u.a.(der hätte mal lieber auf Vulkan bleiben sollen ) mal abgesehen....

http://meta.tagesschau.de/id/123671/ueberwachung-total-made-in-china

War da nicht was, von wegen, dass graue Eminenzen wie Henry Kissinger und andere gerne und bewundernd nach der Volksrepublik wegen ihrer effizienten "Menschenführung" schielen, sozusagen als Blaupause für die "überbevölkerte Welt" am Rande einer "Neuen Weltordnung" ?

Nunja, wir wissen mittlerweile ja auch, dass Gniffes Kurzsicht-Glasbausteinbrille weder Klar- noch Weitsicht zulässt und Verschwommes einfach so zusammengerührt wird, wie es die verkümmerten Netzhaut gerade so zulässt.
Mal schauen was nach 2020 auch hierzulande so alles abgehen wird .....


Am 27. Mai 2017 schrieb Pat Hall:

@ gute Frage Uschi Peters,
im Jahr des Martin Luthers frage ich mich wer an den Zitzen des Kapitals lutscht.
Geschichte lässt sich nicht verfälschen sondern in Bahnen lenken wie sie Machthaber gerne hätten,oder ?
Um dem Vorwurf Antisemitismus zu verbreiten möchte ich nur auf die aktuelle Vorgehensweise eines US-Hedgefondsmanger Springer hinweisen der Argantinien in den Ruin treiben kann.
Jedem das Seine,aber das ist was die Bürger in den Ruin treibt im Sinne der Globalisierung.


Am 27. Mai 2017 schrieb Uschi Peter:

Was soll ich dazu noch sagen? Da fällt einem nur noch der (traurige) Spott ein. Die Russen haben auch soviele Kriege seit 1945 angezettelt: in Korea, Vietnam, Somalia, Irak, Afghanistan usw. Und immer noch wollen sie den Westen überfallen. Wann nur, wir bitten flehentlich darum!
Langsam verzweifelt man an dieser Welt!


Am 26. Mai 2017 schrieb marie becker:

@altes Fachbuch, hätten Sie, wie behauptet, das "große ganze" gemeint, hätten Sie wohl geschrieben "Welt" und " Zeit"...
und nicht WELT und ZEIT; aber mich interessiert nicht weiter, was Sie meinen, sondern einzig und allein , was in den wissenswerten und glänzenden satirischen Artikeln von Herrn Gellermann.zu lesen ist.

résumée: sparen Sie sich weiteres an Empfehlungen an mich, ich lese es nicht mehr.

@antares56

"Und es gibt leider immer noch Menschen, die diesen Scheiss aus den "Qualitätsmedien" glauben"

immer noch wird im September Merkel gewählt werden ,

unbegreiflich, aber kaum zu verhindern; ihr "quote d´amour" ist unverändert hoch. Woran liegt´s ?

an der Indifferenz vieler Wähler? ihrem Sicherheitsbedürfnis, ihrem Verharren im Gewohnten, am alten Führerkult, dem Merkels Alternativlosigkeit voll entspricht, ihrer Mutterbrust, der viele heute noch nicht entwöhnt zu sein scheinen ?

oder liegt es am unbedingten Machtwillen einer Regierungsclique, die sich ALLER Mittel bedient, um weiter oben zu schwimmen,

einer Regierungsclique, die äußere Feinde inszeniert und damit alle Medien überflutet und ein Trommelfeuer der Propaganda entfacht, Tag und Nacht...
und damit für Panik und Phobien und Unterordnug, ergebenes Abnicken der Bürger sorgt ?


@opri kommitter,


Am 25. Mai 2017 schrieb altes Fachbuch:

ieber galerist:)
ist man in der galerie künftig noch sicher?

es himmelfahrt und fußballert, dass man schon ahnen musste, dass wieder sauereien in dieser wunderlichen republik passieren: das "netzwerkdurchsetzungsgesetz" kam im olymp der demokratie zur ersten lesung!
als hate-speech-gesetz relativiert, wird die tür zur internetzensur aufgestoßen. diffuse und schwammige formulierungen, eine riesensumme als strafe, kürzeste gesetzliche löschfristen bei strafandrohung durch und an PRIVATE unternehmen und ein bissel "kontrolle" durch demokratische vereine wie die antonio-amadeus-stiftung. infiltriert ist dieser laden sicher durch vertreter der printmedien, für die das gesetz nicht gelten soll, und geheimdienste oder verfassungsschützer:)

grundgesetz (zensur findet nicht statt art. 5.1)??? sche*ß drauf. vorgetragen und eingereicht natürlich von einem sozi, der als justizminister die rechtssprechung oder-ausübung zur meinungsfreiheit damit in die hände von privaten unternehmen legen will!!

kann ich morgen hier noch meine meinung sagen, ohne die website zu gefährden oder werde ich dann an einem denkbaren bußgeld beteiligt??

herr fouiller:
frau becker hat schon recht. studienräre sind doppelt geknebelte seelen. als beamte sind sie dem dienstherrn verpflichtet (beamtengesetz) und als lehrer MÜSSEN sie ihre freiheit an die treue zum grundgesetz binden (art. 5.3 GG). da muss/darf ich mich dann auch nicht drüber lustig machen.

im übrigen war mein hinweis auf den abgesang auf eine sterbende WELT oder ZEIT ganz sicher NICHT auf die gleichnamigen (und schon damit sich selbstanmaßenden) schmierenblätter gemünzt oder reduziert. ich meine schon das große ganze:)

Antwort von U. Gellermann:

Nahezu jeder der hier seine Meinung sagt stärkt die Galerie. Und mit ihr die Meinungsfreiheit.


Am 25. Mai 2017 schrieb Michael Kohle:

Was dachte der Delinquent, als er hochblickte und den Rost am Fallbeil entdeckte? Ich will mir hier doch keine Blutvergiftung holen! Galgenhumor, im wahrsten Sinne des Wortes. Klappe zu!

Wir Besucher und womöglich Leser der Galerie delektieren uns immer wieder gerne an den satirischen Ausbrüchen von Gellermann, manch eine(r) ist offenbar nur deswegen hier. Um sich - so wie die seltenen Trolle auch, die die Gelegenheit nutzen, ihre kranke Gesinnung zum Besten zu geben - nach dem Amüsement wieder dem wahren Leben hinzugeben. Denn das, was der Galerist hier berechtigterweise von sich zu geben müssen glaubt - ob satirisch, zynisch oder auch nur polemisch - kann ja nur dem Zeitvertreib aller dienen. Bei den Gniffkes, bei Kleber&Slomka, bei Joffe&Lorenzo, bei Liz&Friede und all den anderen hört sich das alles ganz anders an. Und das was bei denen so zu hören, zu sehen und zu lesen ist, taucht auch genauso im Frühstücksblättchen und in der Apothekenrundschau oder im Sonntagsanzeigenblättchen auf. Die können sich doch nicht alle irren oder gar uns bewußt und gezielt verdummen - um nicht verar?.. zu sagen - wollen, gar nie nicht!

Vor mehr als achtzig Jahren hat sich schon mal einer daran versucht, sich auf die gleiche Art und Weise seiner An- und Einsichten, seiner Einschätzungen der Lage zu entledigen. Selbst Wiki weiß heute noch zu berichten: „Es traf Tucholsky tief, als ihm zu Beginn der 1930er Jahre klar wurde, dass alle seine Warnungen ungehört verhallten und sein Eintreten für die Republik, für Demokratie und Menschenrechte offenbar ohne jede Wirkung blieb.“ Im April 1933 hisste er die weiße Flagge. Ich zitiere: „“Daß unsere Welt in Deutschland zu existieren aufgehört hat, brauche ich Ihnen wohl nicht zu sagen. Und daher: Werde ich erst amal das Maul halten. Gegen einen Ozean pfeift man nicht an.“ Um zum Beitragsthema zurückzukommen - und zu erklären, weshalb ich hier einen Kommentar los werden will - noch ein Zitat, aus einem persönlichen Brief an Arnold Zweig, wenige Tage vor dem eigenen Tod: „Das ist bitter, zu erkennen. Ich weiß es seit 1929 „da habe ich eine Vortragsreise gemacht und `unsere Leute´ von Angesicht zu Angesicht gesehen, vor dem Podium, Gegner und Anhänger, und da habe ich es begriffen, und von da an bin ich immer stiller geworden. Mein Leben ist mir zu kostbar, mich unter einen Apfelbaum zu stellen und ihn zu bitten, Birnen zu produzieren. Ich nicht mehr. Ich habe mit diesem Land, dessen Sprache ich so wenig wie möglich spreche, nichts mehr zu schaffen. Möge es verrecken - möge es Rußland erobern - ich bin damit fertig.“ (Kurt Tucholsky: Politische Briefe. Reinbek 1984, S. 121)

Tucholsky, ein früher Trappatoni: ich habe fertig! Mit diesem Land! Wir heute haben es nicht mehr so einfach. Um Deutschland geht es gar nicht mehr. Es geht nur um die Welt. Um die Menschheit. Nur will es wieder einmal (fast) keiner wissen, keiner sich die Mühe machen, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen. Noch so ein großer Deutscher (!), dem man selbst posthum nichts abnehmen will. Wer war das? Florian Silbereisen kann es ja nicht gewesen ein, der lebt ja noch. Wo es doch so bequem ist, sich auf dem Sofa zu fläzen und an den nächsten Zwischenurlaub auf Mallorca oder Mauritius (je nach Kontostand) zu denken während man auf den Bericht von der Börse wartet. Was dann hinterher kommt, doch das ist schon schlimm. Was die Russen alles so treiben, Gott sei es gedankt, wir haben ja die schützende Hand unserer fürsorgenden Mutti.

Was treiben wir hier eigentlich?

Antwort von U. Gellermann:

Wir treiben hier Selbstvergewisserung: Den Test ob wir denn noch leben. Ob wir was weitergeben können. Ob wir aufgeben oder kämpfen. Das treibt uns.


Am 25. Mai 2017 schrieb Stefan Fouiller:

@Frau Becker, warum so harsch gegen altes Fachbuch? Es hat Sie doch bloss aufgefordert, Ihr Zeit-Abo zu kündigen.


Am 24. Mai 2017 schrieb Georg Weber:

Ihre beissende Satire ist sicher aufklärerisch verdienstvoll. Aber sie lässt mich auch verzweifeln. Sowohl über den primitiven Journalismus als auch über den geringen Aufwand für die durchaus erfolgreiche Manipulation. Bei allem Respekt vor Ihnen, den Nachdenkseiten, Ken FM und anderen Alternativen: Das ist alles nicht stark genug um erfolgreich dagegen zu halten. Sie haben jüngst mal an die Anti-Springer-Bewegung erinnert, die Sollte eine Wiederauflage erfahren. Wenn die herrschenden Medien nicht umfassend angegriffen und abgelöst werden, wird sich in diesem Land nichts ändern.


Am 24. Mai 2017 schrieb Dörte Wegener:

Brav spielt die „Tagesschau“ heute das grausige Propagandaspiel mit, wenn sie unter der Überschrift „Russland hat sich dreist eingemischt“ den Ex-CIA-Direktor Brennan ungeprüft zu Wort kommen lässt. Zwar sagt Brennan „er wisse nicht, ob es geheime Absprachen zwischen Trumps Team und der russischen Seite gegeben habe. Aber Russland habe sich dreist in die US-Wahl eingemischt.“ Das ist mieser Journalismus vom Hörensagen: Ohne Quelle, ohne Beweis, ohne Ethos. Genau das bei Brätigam/Klinkhammer/ Gellermann ständig zu lesen. Das Buch ist bestellt!


Am 24. Mai 2017 schrieb Michael Riecke:

Wie so hat Russland bei den französischen Präsidentschaftswahlen so jämmerlich versagt? Wir wissen doch aus den Medien,
dass Putin LePen massiv unterstützt hat.
Bei der US Wahl hat es doch bestens geklappt. Aber Frankreich. Schwächelt Putin? Was ist mit tausenden von Hackern, die tief im Keller des Kremmel ihren Frondienst verrichten? Sind es etwa die fehlenden Sprachkenntnisse?
Ich meine hier müssten doch unsere Leitmedien ansetzen.

Gruß aus Düsseldorf


Am 24. Mai 2017 schrieb marie becker:

alte Fachbuch: "können sie "mein kampf" für blöd halten, aber die leserschaft für fromme mitbürger?"

lassen Sie es gut sein mit solchen diffamierenden Vergleichen: mir scheint nämlich dass Ihnen nicht bekannt ist, dass es eine Zeit gab, da bekam jedes Paar bei der Eheschließung dieses "Buch" als Geschenk überreicht, es war in allen Haushalten vorhanden und quergelesen wurde es u.a. auch von den gescholtenen Studienräten um sich zu informieren , mit wem sie es zu tun hatten...
auch Sie informieren sich doch wohl bevor Sie hier "Zeit" und "Welt" ins Abseits schicken, anders wäre ihre Meinung nichts weiter als leeres Gerede.

i.ü. bitte um Entschuldigung für meine gestrige harsche Reaktion: ich wartete auf Nachricht von Freunden aus Manchester
und ein weiteres:
Herr Gellermann hatte bereits die Angelegenheit selbst geklärt, Ihre Interpretation war unnötig.

eine frage an "altes Fachbuch": sind Sie etwa unter jenen Lesern der Zeit, die von Uli angesprochen sind?
und erlauben Sie mir die Bemerkung : mir genügt es die glänzenden Artikel von Herrn Gellermann zu lesen, Ihren Kommentar zu meiner kurzen Einlassung können Sie sich sparen; sollte ich ihre oberlehrerhaften Erläuterungen benötigen , lasse ich es Sie wissen.


Am 24. Mai 2017 schrieb Mark Tempe:

Da geht also ein amerikanischer Präsident seinen eigenen Weg.
Wohin dieser führt, ist selbst für aufgeklärte und politisch gebildete Zeitgenossen nicht so recht erkennbar.
Fest steht jedoch, dass sich Donald Trump sein ganzes bisheriges Leben lang von der Maxime "Business as usual!" leiten ließ.
Warum sollte das jetzt anders sein?
Und fest steht nämlich noch etwas Anderes, das er wohl begriffen hat:
Die Welt kann nicht ohne Russland und Russland nicht ohne die Welt.
Wenn Trump versucht, Business zu machen, dann geht das eben nicht, wenn
man sich gegenseitig Bomben, Granaten und Raketen auf den Kopf schmeißt
oder von machtgeilen, durchgeknallten und ideologisch sowie religiös verblendeten Fanatikern auf den Kopf geschmissen bekommt.
Sowohl Ersteres als auch der Kampf gegen das Zweite gehen nur gemeinsam.
Was daran ehrenrührig sein soll, erschließt sich mir nicht.
Unlängst jedoch hatten wir ja wieder einmal etliche Lehrstunden
Geschichtsunterricht. Ich meine hierbei die diversen Beiträge im Qualitäts-
fernsehen rund um den 8. Mai.
Auffällig war jedesmal die Überbetonung der Übergriffe sowjetischer Soldaten
auf die deutsche Zivilbevölkerung Anfang 1945.
"Der Russe hat geplündert, gemordet und vergewaltigt."
Wie kann denn ein amerikanischer Präsident, das leuchtende Vorbild an
Demokratie und Menschlichkeit, diesem Russen in Gestalt des
Außenministers Lawrow die Hand geben?
Ach herrjeh, demnächst tauscht er noch mit Putin Bruderküsschen wie weiland Honecker mit Breschnew. Und strengstens geheime Infos über Bomben in Laptops weitergeben, nein, nein das ist ja das allergrößte No- Go!
Und vor Allem, wie kann er denn nur sein Ding durchziehen wollen, ohne
vorher Frau Merkel oder wenigstens ihren Herrn Außenminister (Sorry, ich krieg den Namen nicht so recht `raus, da er irgendwie auf eine himmlische Lichtgestalt, jedenfalls alttestamentarisch, hinweist.)
Jeder halbwegs vernünftig denkende Mensch müsste sich an den Kopf greifen
ob der Dämlichkeit Derer, die aus dem ganzen eine Staatsaffäre machen wollen, ganz gleich, wer sie sind und wie sie heißen. (Wenn sie denn tatsächlich so
dämlich wären.)
Blöd ist nur, dass die verblödete und einfältige Masse der BürgerInnen diesen
ganzen Schwachsinn auch noch zu glauben scheint.
Und da kommt dann Methode in diese gequirlte Scheiße, denn genau das ist der Sinn und Zweck.
M.T.


Am 23. Mai 2017 schrieb Prem Manasvi:

Trotz all den mit wohltuender Ironie kommentierten Beispielen der Russenphobie des bürgerlichen Blätterwaldes bleibt die Hoffnung, daß die Leser sich nicht für dumm verkaufen lassen und sich eine auf dem gesunden Menschenverstand beruhende eigene Meinung bilden.


Am 23. Mai 2017 schrieb Reinhard Lerche:

Wie Russen gefährlich ja auch die Russen sind kann man auch daran erkennen, dass im letzten Jahr der Angestellte der demokratischen Partei, Seth Rich ermordet wurde!
Er soll die Mails an Wikileaks weitergegeben haben.
Die Familie wollte vom FBI das Laptop erzwingen - was leider nicht erfolgte! Die Beweise für die Verwicklung der Russen - wenn nicht sogar Putin persönlich - fänden alle Spezialisten der WDR/NDR/Süddeutsche Rechercheteams.
Dass die Mails nicht gehackt, sondern geleakt wurden ? und er den Leaker persönlich getroffen hat ? ?
Wer also lieber Uli Gellermann übertreibt? Die Realität ist m. E. noch viel Schlimmer - ständig diese "eindeutigen Selbstmorde".


Am 23. Mai 2017 schrieb Jürgen Brauerhoch:

Brillant: ist die Analyse-wie oft.
Schwachsinn grassiert bei allen Deutschen, die sich von Politik und
Medien gegen Russland aufhetzen ließen--Anscheinend die schwachsinnige Mehrheit, wenn man die Kommentare
addiert


Am 22. Mai 2017 schrieb altes Fachbuch:

@frau becker
ihre freude über die "satirische aufbereitung" der amiwahlen macht mich verwunderlich.
immerhin reden wir vom selbsternannten und hier oft so bestätigten mutterland der menschenrechte. und genau genommen und wenig überraschend kreißt dieser "wahl"prozess keinen feind der clintons, sondern einen vertreter anderer oligarchen, der nun vom institutionellen putsch "embedded" wurde. trump ist als backup für die clintons auserwählt gestartet, sowie das macron für die französischen eliten ist, und wie das die bewegung "pulse of europe" wird, wenn die afd nicht schneller ist!! ende mai treffen sich die bilderberger, man beachte die junge garde der eingeladenen, die weltweit die backups stellen werden.
und siehe da: amiland und france werden per dekrete oder gar im ausnahmezustand regiert! das bietet nicht mal russland oder der iran.
die satire, die sie vermeinen zu lesen, ist der abgesang auf eine sterbende WELT oder ZEIT:)
ihre nebenbemerkung:
der galerist sah die dt. studienräte als durchschnittsleser, als klaus mustermann oder besser den dummy unter den idioten, die nicht nur ein lügen- und verdummungsmedium inhaltlich konsumieren, sondern es dadurch auch noch am leben erhalten! können sie "mein kampf" für blöd halten, aber die leserschaft für fromme mitbürger?
das klar zustellen, ist zutiefst rational und hat mit zorn nichts zu tun!


Am 22. Mai 2017 schrieb Anke Zimmermann:

Würden die, ja frau sagt fast selbsternannten Würdenträger der öffentlich-unrechtlichen endlich mal Horst Eberhard Richter lesen (einen Friedensnobelpreisträger der ihn verdient hat!), könnten sie einiges über die Ursachen ihrer Russophobie lernen. Über die Unfähigkeit zur erwachsenen Persönlichkeitsentwicklung, statt den Feind im Innern zu bekämpfen, einen im Äußeren aufbauen. Charakterschwäche, die durch ein fettes Monatseinkommen kompensiert wird.
Bei den Gründern von ThinkTanks steht Horst E. Richter im Regal. Die wissen genau, wo sie mit der Gehirnwäsche ansetzen. Je mehr Licht wir machen um so erbärmlicher werden die Herrschaften am Ende dast


Am 22. Mai 2017 schrieb hans Gielessen:

Schon wahr ! hinter den grotesken Halluzinationen eines 'Russiagate' steht hierzulande auch die Angst, das Trump sich mit Rusland -auf Kosten deutschEU Ost-Ambitionen - irgendwie arrangiert.


Am 22. Mai 2017 schrieb Paulo H. Bruder:

Der Gipfel von Landesverrat! Kennen wir das nicht aus dem Munde von Adenauer/Strauß? Allerdings war der "Verräter" damals Augstein, der Herausgeber des "Spiegel", und heute ist es u. a. der "Der Spiegel", der aufheult. Auch ist es nicht mehr nur die Bundesrepublik, die heutzutage verraten wird, sondern es sind die USA und die westliche Wertegemeinschaft. Na sauber ...


Am 22. Mai 2017 schrieb antares56:

Danke für diesen wunderschönen Artikel! Bei ihnen kann ich auch mal herzhaft über die "ernsten" Themen der sogenannten "Leitmedien" lachen. Was uns da seit Merkel vorgesetzt wird ist schon abenteuerlich! Und es gibt leider immer noch Menschen, die diesen Scheiss aus den "Qualitätsmedien" glauben.


Am 22. Mai 2017 schrieb Karola Schramm:

Es gibt ja so einen Satz der heißt:"Schreibe NIE in Ironie. Es könnte falsch verstanden werden."
Dieser Artikel ist derart überzogen, dass sogar ich die Ironie daraus lesen und lachen, bzw. mit dem Kopf schütteln kann.
Es ist tatsächlich tragisch, wenn sich Paranoia im politischen, medialen Alltag so gefährlich ausbreiten kann wie ein Grippe-Virus. Immer wieder neu und immer wieder gefährlich.
Kriegspropaganda der hinterhältigsten Art.
Aber - lieber U.Gellermann, die Welt ist auch zu retten durch die vielen kleinen und größeren Steine, die Sie und andere immer wieder in dieses Getriebe werfen. Sie helfen mit, dass wir alle immun bleiben gegen diese Kriegsviren.



Am 22. Mai 2017 schrieb Marc Britz:

Vielen Dank für die heutige Lachnummer. Schade nur, dass die von Ihnen so brillant aufgezeigte Dummheit ob ihrer potenziell so ernsthaften Folgen eigentlich nur zum Heulen ist.

Gestern habe ich mir noch den Kopf darüber zerbrochen, wie man zum Beispiel der Linkspartei einen Hebel in die Hand geben könnte, mit dem man nicht nur den Diskurs der Herrschaftsmedien aufbrechen könnte, sondern mit dem man gleichzeitig auch die von diesem Diskurs verzerrt wiedergegebene Wirklichkeit zum Wohle der Massen beheben könnte.

Heute aber hab ich beschlossen nicht weiter darüber nachzudenken. Ich glaube von jetzt an einfach dem medialen Mainstream dass eine kleine Gruppe Hacker die Macht haben kann eine ganze US-Regierung nach Belieben auszutauschen. Deswegen werde ich von jetzt ab meine Zeit nutzen um mir die entsprechenden Kenntnisse zuzulegen. In spätestens vier Jahren wäre ich dann so weit. Im Moment denke ich darüber nach folgender Organisation die Macht zu übergeben:

http://www.cpusa.org/

Falls jemand einen anderen Vorschlag hat, kann Herr Gellermann den sicher an mich weiterleiten. Auch suche ich noch Mitstreiter. Denn wie ich höre arbeiten Hacker immer in rudelartigen Verbänden unter furchteinflössenden, irgendwie slawisch klingenden Pseudonymen. Wer also möchte mitmachen?

Antwort von U. Gellermann:

Schlage diesen russischen Namen vor: фальшивомонетчик (Fälscher), das wäre dann ehrlicher als die normalen Nachrichten


Am 22. Mai 2017 schrieb Kurt Obermann:

Das ist die logische Schlussfolgerung: Wer so berichtet wie die deutschen Medien, der liebäugelt mit dem Krieg. Danke für die klare Sprache Herr Gellermann!


Am 22. Mai 2017 schrieb Benny Thomas Olieni:

Ausgezeichnet! Herzlichen Dank für diese erfrischend klare Durchdringung des Fake-News-Propaganda-Gebräus!
Übrigens ist die ARD laut einer Medien-Analyse der Harvard-Universität in der
Negativität der Berichterstattung zur
Trump-Präsidentschaft absoluter Spitzenreiter, wesentlich einseitiger negativ als die US-amerikanischen oder die britischen Propaganda-Medien.
Eine kurze Darstellung der Analyse mit
einer sehr erhellenden Graphik gibt es hier: http://www.zerohedge.com/news/2017-05-19/harvard-study-reveals-huge-extent-anti-trump-media-bias
Mit ihrer Kriegspropaganda gegen Rußland haben die Herrschafts-Medien in Deutschland wie bei unserem Kolonialherren, den USA, ihre Glaubwürdigkeit bei denkenden Menschen gegen Null gebracht, sich
gewissermaßen selbst zerstört.
- Zum Glück gibt es die Gegenöffentlichkeit des Internets! Die Versuche, die schrittweise auszuschalten bzw. zu zensieren, sind
leider im Gange.


Am 22. Mai 2017 schrieb marie becker:

glänzende satirische Aufbereitung dieser lächerlichen Darstellungen der USA-Wahlen, die einen Gegner Clintons ans Ruder brachten...

eine Nebenbemerkung sei mir erlaubt: deutsche Studienräte dürften nicht pauschal als Projektionsfläche für Blindheit und Dämlichkeit dienen.
Ich verstehe zwar den Zorn des Verfassers über das Blatt, aber eben nicht den über dessen Leserschaft


Am 22. Mai 2017 schrieb Andreas Schell:

Zu verstehen ist, wieso WIR unbedingt einen Krieg wollen. WIR wollen einen Krieg, weil das Material, das wir hier im neoliberalen Rausch verbraten, irgendwo her kommen muss. Die Haushalte überschuldet? In dieser Statistik kommen doch auch die vor, die sich ihr überteuertes Reihenmittelhaus nie und nimmer leisten könnten, weil sie es, um mit ihrem Denkmuster zu argumentieren, nie und nimmer erwirtschaften können, weder rohstofflich, noch energetisch. Das Haus wird aber nun einmal trotzdem gebaut, darinnen wohnen sie dann, und irgendwer muss beraubt werden, damit die Rechnung aufgeht. Vor dem Haus steht ein SUV, der ein Jahresgehalt kostet. Der SUV fährt mit viel zu viel Treibstoff, den wir nahezu geschenkt bekommen, obwohl es den Rohstoff dafür nur noch in den heißesten Krisenregionen der Erde gibt. Ach so, das ist ein Dienstwagen mit Tankkarte? Noch schlimmer! Der Treibstoff ist uns den Krieg wert. Zum Beispiel in Syrien, wo es nur darum geht, wer die Pipelines nach South Pars bauen und betreiben darf.

Wer bezahlt? Die Jugend bezahlt. Wir bringen unsere eigenen Kinder um. Für die Eintragung im Grundbuch, das Auto, den Fernseher, aus dem nur "weiter so" rieselt. Für den Urlaub auf der anderen Seite der Welt, der einfach sein muss, obwohl man mit dem Flieger schon kurz nach dem dröhnenden, stinkenden Start mit Tonnen von Kerosin über mehr Erholungsgebiete fliegt, als man je zählen oder erleben könnte. Das Naheliegende reicht nicht.

Die Jugend wird es nicht bemerken. Kein Grundschüler kann nach vier Jahren auch nur ansatzweise vernünftig lesen, schreiben, oder gar rechnen. Die weiter führenden Schulen interessiert das wenig, und wer dagegen angeht, ist mutterseelenallein. Die Eltern, beschäftigt mit der Zinslast, interessieren sich nicht dafür, was ihre Kinder in der Birne haben, sondern in welche Schule die Tiefflieger gehen und für den Zettel, der am Jahresende Hochbegabung attestiert. Eltern-Initiativen handeln davon, dass dieser Zettel her muss, auch wenn ihr Kind viel besser für nicht-akademische Berufe geeignet wäre. In den Universitäten verzweifeln die letzten echten Professoren daran. Den letzten Mittelständlern gehen die Lehrlinge aus. Sie bekommen das, was nach der Schule an Bildung übrig bleibt: nicht viel mit einer antrainierten, pathologischen Smartphone-Abhängigkeit.

Es geht um die schöne, teure Fassade. Die kostet viel mehr als wir erwirtschaften. Also Krieg. Frieden ist was für die Armen. Sie müssten längst die Reichen vollständig enteignen. Der schwierigste Schritt kommt vorher: einzusehen, dass man arm ist. In Deutschland gibt es vielleicht ein Paar zehntausend Reiche. Der Rest rennt hinterher. Immer schneller, mit immer größerem Abstand. Weiter so. Ganz vorne ist längst abgemacht, dass WIR uns mal wieder an Russland die Zähne ausbeissen wollen. Das verschafft dem Kapital den Freiraum und den freien Handel, den es zum Atmen braucht. Den Krieg wird das Kapital genau so unberührt überstehen, wie den letzten. Das hellste, was die Mitläufer, Besitzstandswahrer und verblendet-systemgläubigen dabei zu sehen bekommen werden, ist der nukleare Blitz. Und sie können es gar nicht erwarten. Sie wählen NATO, gleichwertig Krieg in Form ihrer Parteien: Union, SPD, FDP, Olivgrün, AfD. Die Linke macht sich mit ihrem Bekenntnis zu RRG noch schnell komplett entbehrlich und ab geht's. Es ist doch fast unvermeidbar, oder?


Am 22. Mai 2017 schrieb Fred Bernheim:

Wenn doch die Russen bitte auch die Merkel auswechseln könnten? Aber nach dem Fehlgriff Trump ist leider aus Moskau nur Lindner zu erwarten. Da würden wir dann vom Regen in die Jauche geraten.


Am 22. Mai 2017 schrieb Petra Weber:

Sie schreiben mir aus dem Herzen: Die komplette deutsche Medienlandschaft erzählt das Märchen vom Russen der in den USA einen Präsidenten nach seinen Wünschen installiert hat. Aber leider lacht keiner. Diese gigantische Fake-News wird tatsächlich ernst genommen!


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