Rettet die Banken, versenkt die Flüchtlinge

Das Merkel-WIR ist das Lügenwort des Jahrhunderts

Autor: U. Gellermann
Datum: 25. Januar 2016

Was trägt der tapfere deutsche Kämpfer gegen die Flüchtlingsflut wenn er seinen Anschlag auf Flüchtlingsheime durchführt? Am liebsten die blaue Stretch-Jeans im Used-Look für 17.00 Euro von H & M. Wo mag sie herkommen, die Jeans-Baumwolle zum Tiefstpreis? Aus einem der afrikanischen oder arabischen Länder, in denen der Stundenlohn des Baumwollpflückers unter der Hungergrenze liegt? – Was hat er am Morgen gegessen, der CDU-CSU-SPD-Vorkämpfer für die Flüchtlings-Begrenzung, wenn er am Nachmittag der Presse erzählt, dass WIR das doch nicht so ganz schaffen? Eine von den EU-Billig-Tomaten, die, von der EU subventioniert, afrikanische Farmer in den aussichtslosen Preiskampf und in die Flucht treibt? Oder ist der elende Flüchtling, der vor allem seit „Köln“ das Gemüt der gemütlichen deutschen Öffentlichkeit arg stört, nur vor deutschen Waffen geflohen, die jährlich für eine Milliarde exportiert werden und am liebsten arme Menschen vom Leben in die Flucht befördern.

WIR schaffen das. Dieses WIR ist das Lügenwort des Jahrhunderts. Merkel, die Sachwalterin des freien Marktes, die Ideal-Kanzlerin der Steuervermeider und der Lobby-Schieber, hat es mit einem Zauberwort geschafft, auch sonst vernünftige Leute in die berühmte deutsche Galeere zu holen, die von ihr gesteuert und mit dem dumpfen Takt-Schlag der Medientrommel für die Blöden vorangetrieben wird. So haben WIR damals auch die Banken gerettet: Das hat etwa 200 Milliarden gekostet. Dafür könnten wir gut und gerne noch zwei, drei Millionen Flüchtlinge ins Land holen, ihnen Brot und Bildung geben. Aber WIR finanzieren lieber die Spiele der Bänkster, das ist echt alternativlos.

Angeblich sind auch unsere Kriegseinsätze in Afghanistan, im Irak, in Mali und wo sonst sich deutsche Soldaten oder deutsche Waffen rumtreiben, völlig alternativlos. Auch aus diesen Ländern kommen jetzt, glaubt man den deutschen Eliten, ganz plötzlich, vermeintlich völlig unvorhersehbar diese störenden Flüchtlinge. Weil sie keine andere Alternative mehr gesehen haben. Und manche von denen lassen dann auch noch jede Dankbarkeit vermissen und benehmen sich nicht gesittet. Obwohl sie doch uns diese spannenden Reisen ins gelobte deutsche Land verdanken. Ohne deutsche Nachhilfe – ob beim ausbeuterischen Handel oder dem Export von deutscher Wertarbeit auf dem Waffensektor – säßen die immer noch in ihren ungelobten Ländern.

WIR kennen keine Parteien mehr, WIR kennen nur noch Flüchtlingsprobleme. Vom gewöhnlichen Kriegsredakteur in deutschen Medien, bis hin zu den besorgten Nach-Kölnern im innenpolitischen Teil: In der Außenpolitik kann es denen gar nicht genug Krieg geben, auf den Wirtschaftsseiten wird der smarte deutsche Exporteur gelobt, der gerade durch das erpresserische EU-Freihandelsabkommen afrikanischen Produzenten den Hals abschneidet, aber innenpolitisch ist das zentrale Thema der Flüchtlingsknigge: Benehmen soll der sich erstmal, der Flüchtling, sonst, ja was sonst? WIR retten nun mal lieber Banken als Flüchtlinge. Und wenn WIR schon mal Flüchtlinge retten, dann sollen wenigsten die Normalos mehr Steuern zahlen, an der Tanke zum Beispiel. Nur ja die Profiteure, die Verursacher der Flüchtlinge bei der Finanzierung ihrer Verbrechensfolgen außen vor lassen.

Das scheinbar humanistische WIR greift um sich wie die Pest: „Wer Gastrecht missbraucht, der hat Gastrecht eben auch verwirkt“, sagt die Ikone der Linkspartei, Sahra Wagenknecht. Die sonst so kluge Frau verliert vor dem verlogenen Merkel-WIR die Haltung: Gäste kommen freiwillig, Frau Wagenknecht. Hunger und Kriege stellen keine Gäste her, sondern eben Flüchtlinge. Dringend braucht die WIR-sitzen-alle-im selben-Boot-Ideologie linke Kronzeugen. Der slowenische Philosoph Slavoj Žižek ist so einer: Der SPIEGEL räumte ihm jüngst einen After-Köln-Artikel von drei Seiten ein: „Ein Karneval der Underdogs“ lautete der Titel. Tatsächlich erleben wir im SPIEGEL einen Demaskierungs-Ball des Humanismus: „Im Kampf gegen den Rassismus gibt es also keine Guten“, leitet Žižek seine öffentliche Entblößung ein und fährt damit fort, wenn er den französischen Philosophen Alain Badiou zustimmend zitiert, der einen „faschistischen Nihilismus“ entdeckt hat, der als „Neid auf den Westen“ daherkäme. Nicht vom Faschismus der Bombenkriege, der Regime-Changes des Westens und seines Drohnenterrors ist die Rede.

So kann es nicht ausbleiben, dass der Kronzeuge Žižek den Migranten vorwirft, sie wollten zu Hause einfach keine Revolution machen, sondern nur „ihr verwüstetes Land verlassen.“ Darf er das denn, der Flüchtling? Wo wir im reichen gebildeten Westen zu faul, zu dumm, zu ängstlich sind, die herrschende Klasse und ihre Verbrechen zu stoppen, da greift der Philosoph auf die Armen der armen Länder zurück und unterscheidet sich nur graduell von H&M: Lass doch die Blöden in den Dritte-Welt-Ländern die Drecksarbeit machen, ob an der Nähmaschine oder am Maschinengewehr.

Später strickt er dann noch eine neue Theorie, nach der ein „traditionelles Merkmal der niederen Klassen“ Brutalität sei und begründet diese, wahrscheinlich einem alten Handbuch der FDP entnommene These, mit einer erschrecklichen Story aus der Zeit vor der französischen Revolution, in der französische Lehrlinge damals Katzen ihrer Herrschaften gefoltert hätten, um dann eine widerliche Kurve von der kätzischen Pussy zur weiblichen Muschi zu ziehen. So sind sie, glaubt man dem Slowenen, die „niederen Klassen“ – auch und gerade die aus den Fluchtländern – brutal und geil. Auch wenn er kurz, als eine Art Alibi, die Gewalt des Kapitalismus wie eine Pflichtübung erwähnt: Slavoj Žižek goes Sloterdijk und es ist peinlich zu lesen.

Es gibt kein WIR im Kapitalismus. Es gibt nur die oben oder uns unten. Wer sich in diesen Tagen den Kopf der Merkel zerbricht und fragt, ob WIR das schaffen, der schafft seinen Verstand ab und letztlich auch sich selbst als bewusstes, als handelndes Subjekt.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 28. Januar 2016 schrieb randy andy:

Gut geschrieben Herr Gellermann !
Sie bringen hier viele Facetten des aktuellen Irrsinns auf den Punkt.
Was in meinen Kopf fast schon "Dauerfacepalm" hervorruft ist, dass die Menschheit selbst im 3 Jahrtausend es nicht um die Burg schafft, endlich einmal friedlich zusammen zu leben. Verstehen die Menschen nicht, dass es keinen Plan B bzw keinen Planeten B gibt? Dann dieses dauernde Rassismusgequatsche : " sorry aber die Rassenlehre ist und bleibt eine graue Theorie aus dem 19 Jahrhundert und wurde im 20 Jahrhundert zigfach widerlegt, dass es eben keine Rasseneinteilungen gibt". Es ist einfach völlig egal ob der Mensch aus Afrika, Europa oder sonst wo herkommt, die Unterschiede z.b. in Pigmentierung oder Knochenstruktur etc nennt sich schlicht und einfach Evolution.
Ich glaub selbst Hitler hat irgendwann verstanden, dass er seinen Arier wenn dann nur züchten kann, weil seine Schergen den UrArier selbst im Nepal nicht gefunden hatten (no na ned; wie auch)

und dieses irre Thema "Flüchtlinge", ist für mich das Pharisäertum in Reinkultur. WIR (hoffe ich darf es so verwenden) und dabei speziell die westl.Kotzgemeinschaft haben keinerlei Problem damit, selbst die existenziellen Grunderechte der Menschen mit Füßen zu treten, das Völkerrecht völlig zu ignorieren aber plötzlich wenns wieder passt, laut nach den Menschenrechten zu schreien und sich dann plötzlich auch auf das Völkerrecht zu besinnen und dies von anderen zu verlangen, denn ..... sonst gibts wieder humanitäres, Demokratie bringendes Bombardmant (Beispiele gibts ja genug).

Aber ok ich bin halt ein Dummkopf, denn was will ich von einer Gemeinschaft groß erwarten, die einem völlig wahnsinnig gewordenen Hegemon hinterher läuft wie die Lemminge und z.b. dessen Folterprogramm (seit 15 jahren per Gesetz legetimiert) maximal müde belächelt und selbst bei einem Angriff und völliger Vernichtung eines anderen Landes nur mehr fragt "wie dürfen wir helfen?"

Trotzdem bleibe ich Optimist und kämpfe weiter dafür, dass wir irgendwann einmal unsere absolute geschichtliche Lernresistenz ablegen und zu einem friedlichen miteinander kommen.

p.s.: und Nein ich bin kein Prediger, sondern ein Mensch mit Händen,Füßen,einemKopf usw, also so wie alle anderen auch.


Am 27. Januar 2016 schrieb W. Händel:

Sehr geehrter Herr Gellermann,

die Artikel der Rationalgalerie sind "eine Insel der Vernuft in einem Meer von Unsinn." (Karl Barth)


Am 27. Januar 2016 schrieb Manfred Caesar:

Warum bezieht Ihr immer das "wir" auf uns ?
Richtig heißt es "Wir schaffen (das) Deutschland ab“. Mit "wir" bezeichnet Merkel ihre Auftraggeber und sich. Wobei sie nur ausführendes Organ ohne jeden Einfluß ist und das weiß sie auch. Ja sie sagt es sogar. Sie hat keinen Einfluß auf das Geschehen.
Was irgendwelche Philosophen absondern hat keinerlei Relevanz, es lohnt sich nicht das überhaupt zu lesen.
Und Hr.Gellermann ,es ist schmerzlich aber Sie müssen es zur Kenntnis nehmen: Die Linke gibt es nicht mehr. Der Haufen heißt nur noch so , ist aber nichts weiter als ein gesteuerter Haufen Marionetten wie Merkel und ihre Kumpane auch.

Antwort von U. Gellermann:

Danke für die Zuschrift. Zum einen kenne ich in der Linken Leute, die ich durchaus schätze. Keiner von denen ist eine Marionette. Zum anderen Ist der zitierte Philosoph nicht nur groß in Mode, er hat auch den SPIEGEL als Verstärker seines dummen Zeugs, das ist leider relevant.


Am 27. Januar 2016 schrieb Guenther Lachmann:

Flüchtlinge bedienen auch Banken, vermehren deren Reichtum, auf Kosten der Zurückgelassenen. So lange wie diese Armut zunimmt, geht es den Banken gut ? sie haben nichts zu befürchten. »Eine hierarchische Gesellschaftsordnung ist nur möglich auf der Grundlage von Armut und Unwissenheit.« (G. Orwell; 1984)
Diese hierarchische Gesellschaftsordnung lässt sich steuern wie ein stets nickender Bubble-Gum-Head; Jede Lüge schluckend, als eine glückliche, eine heilsbringenden Botschaft.
Erst wenn die Gemeinschaft all die unzähligen Merkels & Co für gut und ewig in die Tonne getreten hat,
Erst wenn das kaputte System zerschmettert, die entblößten Lügen selbst dem Blinden sichtbar werden, Erst dann; dann kann das Kollektiv der Bevoelkerung WIR sagen.


Am 26. Januar 2016 schrieb Omar Liebeskind:

Ich weiß nicht so recht: Ist diese unsägliche und lange Diskussion über das "Wir" nicht einigermaßen überflüssig, wenn man ein paar Grundkenntnisse der deutschen Sprache hat?
Ich jedenfalls würde sagen: Plural majestatis <> Singularis vulgaris. Also bezahle "Er" gefälligst die Zeche.


Am 26. Januar 2016 schrieb Markus Schmitz:

Herr Jahoda, wann kann ich endlich Ihren Gedichtband kaufen?! -Einfach wunderbar!


Am 26. Januar 2016 schrieb Lena Gerber:

Sie bezeichnen Frau Wageknecht als "Ikone". Sind Sie sich im Klaren darüber, dass Sie sie damit als Heiligenbild, als Objekt der Anbetung einordnen?

Antwort von U. Gellermann:

Ja. Und manche Ihrer TV- Auftritte waren auch anbetungswürdig.


Am 26. Januar 2016 schrieb Jürgen Mechel::

Lieber Uli Gellermann,
ich besuche seit langen schon Deinen Blog und bin immer wieder beindruckt von Deinen scharfsinnigen Artikeln. Vielen Dank für Deinen Einsatz und für viele Denkanstöße . Heute möchte ich jedoch auf einen Blogbeitrag von Prof. Thomas Fischer (Bundesrichter in Karlsruhe), vom 12. Januar 2016 hinweisen (http://fischer-stgb.de), der sich auch mit der ?Nacht von Köln? beschäftigt und der mit Sicherheit auch die Grundlage für den Kommentar von nora schmitz-gharbi, die Du besonders lobst, gewesen ist. Wir waren Papst und Manches andere mussten wir auch ertragen, aber von einem WIR in Verbindung mit Angela Merkel, NEIN DANKE!!


Am 26. Januar 2016 schrieb Bernd Schoeps:

"Gäste kommen freiwillig, Flüchtlinge nicht." Schön gesagt, aber hier im falschen Kontext. Das Gastrecht, das Wagenknecht meint, ist so lange die Grundlage der Beziehung zwischen Asylbewerber und aufnehmendem Land, bis juristisch geklärt ist, ob überhaupt ein Asylgrund vorliegt. Bis zu diesem Zeitpunkt herrscht ein Zustand staatlicher bzw. gesellschaftlicher Duldung, die auf dem Konsens zur Aufnahme von Flüchtlingen beruht, den sich die demokratische Gemeinschaft, in diesem Fall die Bundesrepublik Deutschland, in Gestalt des Grundgesetzes gegeben hat. Im Gegensatz zu dem normalen „Gast", der seine Rechnungen - auch im Ausland - bezahlt, wird der Asylbewerber bzw. Antragsteller hierzulande bis zur Entscheidung über seinen Antrag weitestgehend vom Steuerzahler alimentiert. Das erfordert von den Gästen noch einmal eine ganz besondere Anpassung an die Gegebenheiten des potentiellen Aufnahmelandes - und eine Unterlassung solcher Aktivitäten wie in Köln zu Silvester 2015.

Zu den Steuerzahlern gehören bekanntlich vor allem jene Millionen Deutschen, die hier im Produktionsprozess ausgebeutet und immer weiter in den sozialen Abstieg gedrängt werden. Das ist dem Verfasser, der sich zurecht über die Politik der herrschenden Klasse empört, wohl auch nicht verborgen geblieben. Der Anfang des Artikels lässt jedoch den Verdacht aufkommen, dass er dem schlecht verdienenden deutschen Proletarier eine Mitschuld an den Verhältnissen in den Flüchtlingsländern geben möchte, etwa weil der sich eine billige Jeanshose kauft statt eines teuren Markenproduktes. Diese Auffassung muss man nicht teilen, denn er verschiebt die Verantwortung für die Spaltung der Lohnabhängigen deutscher und anderer Herkunft in die Arbeiterklasse selbst.
Der wichtigste Satz in dem ganzen Artikel ist leider nicht durch eine Quelle belegt, nämlich die Behauptung, dass unsere Kanzlerin Merkel den USA durch die Bestätigung der Zwecklüge von den Massenvernichtungswaffen des Irak ideologische und politische Schützenhilfe in einem völkerrechtswidrigen Krieg gegeben hat. Es wäre sicherlich spannend zu sehen, wie Merkel auf eine breit angelegte Konfrontation mit eben dieser Behauptung, für die sich u. a. Herr Colin Powell schon längst öffentlich entschuldigt hat, reagiert.

Antwort von U. Gellermann:

1. Diese „ Gäste" sind auch vor deutschen Waffen geflohen, da hilft kein juristisches drumherum reden: Sie sind keine Gäste sondern auf der Flucht. 2. Natürlich werden die Käufer der Produkte aus ungleichem Handel zu Komplizen gemacht, und indem sie mehrheitlich brav die übergroße Koalition der Profiteure und Kriegstreiber wählen und gutheißen, sind sie leider auch nicht völlig unschuldig.

Eins allerdings muss ich zugeben: Diese Flüchtlinge zahlen nicht mal für ihren erzwungenen Aufenthalt, auch ihre Touristik-Unternehmen sind dubios.


Am 25. Januar 2016 schrieb Lutz Jahoda:

VERSUCH EINER STELLUNGNAHME

Ich sage es vorsichtshalber leise:
Alternativ ist jene Weise,
die uns Menschen einen Rest
einer Wahl zum Guten lässt.

Frau Merkel gönnt uns diese nicht,
zum Wohle der Banken,
zum Schaden der Bürger.
Sie liebt das verhüllende Sparlampenlicht,
hockt an der Seite der Würger.


Am 25. Januar 2016 schrieb Andreas Buntrock:

Sagen wir mal so -

Wir(!) waren jedenfalls NICHT zum WEF nach Davos eingeladen.

Schmuddelkinder durften da nur sehr eingeschränkt mitspielen.

Was aber feststeht ist, dass wir(!), an dem von von DENEN verfügten Entscheidungen,
schwer zu knabbern haben werden.

Der infame Gebrauch JEDES von DENEN verwendetes WIR, ist noch JEDEM Krieg, jeder politischen Sauerei vorausgegangen.
Daher - wehret einem von DENEN verfassten WIR-Begriff!
Er macht uns nur gemein mit jenen, für die wir(!) lediglich "Verfügungsmasse" sind und Ihr WIR ein billiges Mittel, uns(!) einzufangen, zu manipulieren und/oder zu verheizen.


Am 25. Januar 2016 schrieb Alexander Kocks:

Wenn Frau Merkel sagt "wir schaffen das" meint sie, ich habe entschieden und ihr seht mal zu wie ihr, die Bevölkerung, damit klar kommt.
Das, Flüchtlingsproblem liegt eindeutig in der nach wie vor kolonialen Wirtschaftspolitik der EU, die mittels Subventionen und WTO Wirtschaft und Landwirtschaft in Afrika und im Nahen Osten zerstört und weiterhin in den nicht enden wollenden neuen Kolonialkriegen der USA, der NATO und der EU-Länder, nicht zu vergessen die unglaubliche Willkür der Wirtschaftssanktionen die der Westen gegen jedes Land verhängt, welches nicht nach der Pfeife Washingtons oder Brüssels tanzt. Frau Merkel spricht oft davon die Gründe für die Flüchtlingskrise zu beseitigen. Ich habe bisher noch nicht erlebt, dass Frau Merkel sich gegen einen der von den USA, Großbritannien oder Frankreich initiierten Kriege ausgesprochen hat. Im Gegenteil, ich erinnere mich noch sehr gut an das Jahr 2003, als die Dame zu Herrn Bush nach Washington reiste um dort der deutschen Regierung, die sich weigerte am Irak-Feldzug teilzunehmen, in den Rücken viel und sich bei ihrem Freund George als Befürworterin des Irak Krieges einschmeichelte. Ihre Worte:" die Existenz der Massenvernichtungswaffen im Irak sind eine Realität" sind unvergessen. Ich kann mich auch nicht daran erinnern jemals eine Stellungnahme einer Merkel-Regierung gegen einen der vielen Kriege im Nahen Osten gehört zu haben. Unterstützung dieser Kriege durch Waffenlieferungen, logistische Leistungen, Propaganda und Wirtschaftssanktionen durch die Merkel Regierungen sind an der Tagesordnung.


Am 25. Januar 2016 schrieb Pat Hall:

Um den Krieg in Syien ein Ende zu setzen sollte die Flinten-Uschi zuerst ihre deutschen Speerspitzen als Bodentruppen entsenden um die Terrorkrieger zu entwaffnen...ist ja "nur" ein Bürgerkrieg,also kein Kriegseinsatz,oder ?
Dann sollten die Räumpanzer,die von Deutschland an die Saudi geliefert wurden das Land von den Kriegstrümmern befreien und Frankreich den Zement liefern um das
Land wieder bewohnbar zu machen und das reiche Land der Freiheit&Demokratie USA, den von ihnen angerichteten Schaden unterstützen ?
Schließlich gibt es einen Präsidentschaftskandidaten wie Herr Bloomberg der als Millardär ein Wohltäter der Menschheit in die Geschichte aufsteigen könnte ?
Satire aus...


Am 25. Januar 2016 schrieb Ulrike Spurgat:

Grundsätzlich bin ich einverstanden, doch für Frau Wagenknecht möchte ich eine Lanze brechen. Das Linsen auf Wahlen, auf die anderen Parteien, auch auf den Zeitgeist um ja nicht im politischen Berlin im Nirwana der Umfragen etc. zu verschwinden da hat sich Frau Wagenknecht möglicherweise zu diesen Äußerungen hinreißen lassen. Seis drum. Frau Wagenknecht ist m. E. nach eine der wirklich wenigen glaubwürdigen Politikerinnen in diesem unserem Lande, die ich ernst nehmen kann. Wer macht keine Fehler?- Dieser zynische angebliche Humanismus muss genau so beim Namen genannt werden wie es in dem Artikel zu lesen ist. Und Kant hat uns ja zum selbständigem Denken ermuntert. Die Verursacher und Nutznießer dieser Krisen sitzen doch just munter in Davos und speisen für 1000 Dollar, und währenddessen werden Strategien entwickelt wie die Reichen noch reicher werden können.-
Bertold Brecht:
"Trifft der arme Mann den reichen Mann und sagt: Wenn du nicht reich wärst, wär ich nicht arm."


Am 25. Januar 2016 schrieb Ruth Vennekamp:

„Wer Gastrecht missbraucht, der hat Gastrecht eben auch verwirkt“, Sie kritisieren diesen Satz von Frau Wagenknecht und behaupten einen Unterschied, zwischen Gästen und Flüchtlingen, den ich nicht sehe. Auch und gerade Flüchtlinge müssen sich an an unser Recht halten!

Antwort von U. Gellermann:

Flüchtlingen fallen a) unter das Asylrecht und b) falls sie kriminell handeln, unter das Strafrecht, wie alle anderen auch. Gern verweise ich auf die Zuschrift von nora schmitz-gharbi, weiter unten, und fordere mit ihr: Dass den kriminellen ausländischen Konzernen das Gastrecht entzogen wird und die inländischen endlich zur Verantwortung gezogen werden. Wer in diesen Situation kriminell gewordene Flüchtlinge gesondert erwähnt, macht sich mit Xenophoben gemein.


Am 25. Januar 2016 schrieb Ned Rice:

"Das wir entscheidet- Das Du bezahlt"

Aber ein Mangel hat die Empörung dennoch.
Ein großer Teil der "Flüchtlinge" entspringt einfach einer völlig verantwortungslosen "Familienpolitik", sofern dieser Begriff überhaupt in diesen "Staaten" anwendbar ist.
Also dafür können Wir vermutlich mal nichts.

Aber insgesamt ist die Gemengelage verworren, und da haben Sie Recht, das Aufdröseln der einzelnen Fäden wird auch durch das Wir verhindert.

Man müsste beginnen die Leichen aus den Kellern zu holen, aber wer will das schon?


Am 25. Januar 2016 schrieb Christel Buchinger:

Jaja der Zizek! Gilt als linker Philosoph. Dabei ist er weder links noch ein Philosoph, sondern ein Selbstdarsteller und ein gänzlich nackter Kaiser!
Gut, dass er sich mal kenntlich macht!


Am 25. Januar 2016 schrieb Pat Hall:

Weil mir all die Debatten in Funk & Fernsehen ins fruchtlose führen fragt sich mein Verstand , ob mit dem Wort "WIR" evtl. die Illuminaten angesprochen werden?
Wer es zulässt dass der Nahe Osten ausgerottet und bereits zerstört worden ist scheint zu dieser Kategorie gehören um die Weltbevölkerung auf MAX. 500 Mill. Menschen zu reduzieren.
Das Geschwätz ALLER dieser Politiker ist einfach Menschenverachtend und verkennen durch ihre Dummheit, dass sich durch Klimawandel,Hunger und Wasserknappheit das Menschen-Dasein bald am rande des Abgrundes steht.
Diesem Thema hat sich bereits 2009 Herr G.Flegelskamp gewidmet und war auch neulich wieder im TV zu sehen.
Schauen Sie nach was diese in Stein gemeißelten Schriftzüge bedeuten :
Wer steckt dahinter?
http://www.flegel-g.de/


Am 25. Januar 2016 schrieb Guenther Lachmann:

Das WIR ist das (kriminell benutzte) kollektive Bügeleisen der Moralphilosophie. Es erinnert mich ein Stückchen an die Formulierung von abartiger Kunst (und das war doch erst kürzlich ein anderes WIR) Die Falten, welche in einer lebenden Gesellschaftsform existieren, also die deutlichen Symptome einer verfehlten Human-Politik, werden alternativlos, mit jeder Menge heißen Dampf, glatt gebügelt.
Die multiplen Ursachen, dieses rassistischen Faltenwurfs, aber werden weiterhin gefördert.
WIR ? da muss ich erst einmal hören, wer das WIR postuliert. Misstrauisch werde ich, wenn Merkel und Hofschranzen das WIR differenzieren; in ein Zwei-Klassen-System.
Misstrauisch, wenn ein Steinmeier den Vorschlag dem Volke suggeriert, dass die Flüchtlinge arbeiten sollen; (höre ich da einen seltsamen Unterton? »Man muss dieser Unterschicht den Hahn zu drehen. Denn nur ein ungeborenes Kind ist auch ein gutes Kind, denn es schlägt einem schon mal keinen Baseball-Schläger über den Kopf!« [Prof. G. Heinson, Genozidforschung]) man angepasste Arbeitsplätze an den Orten schafft, (mit Sonderregelung für den europäischen Markt) woher die Flüchtlinge kommen. Haben die etwa ihr Land verlassen, weil hier die Sonne nicht so heiß ist wie in ihrer Heimat. - Und was ist mit den anderen Flüchtlingen, Jenen, die zum Beispiel auf den Bahamas ihre virtuelle Zuflucht finden?
Das WIR war noch nie ein WIR, sondern immer nur ein Treten mit den Füßen nach dem Volk. Das WIR, im Munde von Merkel & Co ? ein Konglomerat aus Lügen.


Am 25. Januar 2016 schrieb Thomas Nippe:

Der kollektive Identitäts-Bazillus greift um sich wie die Pest. Du hast recht, Uli. Wo Klassengegensätze sich immer mehr verschärfen, muß ein rosaroter Quark her, ein dumpfer Stammtisch-Nationalismus, der alles zukleistert und verschmiert. Populistische Surrogatsangebote anstelle einer Politik, die diesen Namen wirklich verdient. Aber von Merkel, Gabriel und Co. ist nichts anderes zu erwarten.


Am 25. Januar 2016 schrieb Burkhard Ohligs::

Ein zutreffender Artikel.
Wer reflexartig meint, durch Kritik den Artikel zu korrigieren, dem empfehle ich seine Gegenwartskunden zu intensivieren und einen guten Geschichtsunterricht zum Thema Kolonialismus unserer "Westlichen Wertegemeinschaften" der letzten drei Jahrhunderte.
Ganz besonders "interessant" zu diesem Thema sind die Methoden zur Durchsetzung der wirtschaftlichen Interessen der Kolonialherren. Der aufmerksam Studierende wird, sobald er seinen Blick auf die Gegenwart richtet, mit Unbehagen erstaunt feststellen, dass die Barbareien (brutale, menschenverachtende Ausbeutung) noch heute hemmungslos weiter praktiziert werden. Allerdings um einiges perfider - und das in Dimensionen, die sein Vorstellungsvermögen nicht nur arg strapazieren, sonder ihn mit Grauen und Entsetzen erfüllen. Soviel zur momentanen Gegenwart, in der wir unser fortschrittliches Bewusstsein mit gefüllten Bauch satt und im Großen und Ganzen zufrieden pflegen.
Ich frage nicht nur, was geht in den Köpfen unserer politischen Elite vor. Ich frage auch, was geht z.B. in den Köpfen der Beschäftigten der deutschen Rüstungsindustrie vor, wenn sie am Monatsende ihren blutigen Lohn/ Gehalt abholen? Reichen egoistische Rechtfertigungen aus?


Am 25. Januar 2016 schrieb nora schmitz-gharbi:

"Wer Gastrecht missbraucht, der hat Gastrecht eben auch verwirkt",
Deshalb kann man den Führern unserer grossen deutschen Parteien einfach nur recht geben: Schluss mit der politisch motivierten Schonung von Ausländern! Knallharte Verfolgung nordamerikanischer Verbrecher, die das Gastrecht in Ramstein missbrauchen! Konsequente Ermittlung gegen ausländische Täter, die gegen Recht und Gesetz die Telekommunikation deutscher Frauen abhören! Sofortige Entlassung der Innen- und Justizminister, die es aus politischer Opportunität unterlassen haben, mit der ganzen Härte des Rechtsstaats gegen die Taten von Ausländern einzuschreiten, die von deutschem Boden aus menschenrechtswidrige Entführungen oder Folterungen organisierten, anordneten oder durchführten!
«Ich sage: Null Toleranz gegenüber kriminellen Ausländern!», sprach Sigmar Gabriel. «Es geht darum, alle Möglichkeiten des internationalen Rechts auszuloten, um kriminelle Ausländer in ihre Heimat zurückzuschicken.» Besser kann man das gar nicht sagen.
Eine aufgeklärte Gesellschaft kann nicht hinnehmen, dass Jahr um Jahr wider jede Evidenz behauptet wird, man wisse leider immer noch nicht, ob der internationale Leistungssport aus kriminell organisierten Kartellen bestehe, man habe leider noch nicht herausfinden können, welche ausländischen Mitarbeiter der Deutschen Bank dem deutschen Rentner in spe ein Drittel seiner Altersvorsorge unter dem Sofakissen weggezogen haben, und es sei völlig ungeklärt, ob der ausländische Pharmakonzern Pfizer das ihm hierzulande gewährte Gastrecht dazu missbraucht habe, 100.000 deutsche Ärzte zu bestechen, 250 Krankenkassen zu betrügen und fünf Millionen deutsche Frauen an ihrer Gesundheit zu beschädigen. Kein Politiker sagt, sie seien ein Menetekel der Zerstörung unserer Kultur. 20.000 Millionen Euro schreibt unsere Regierung ab für die Resozialisierung der verrückt gewordenen Investmentbanker, damit dem deutschen Mittelstand kein weiteres Leid geschehe.


Am 25. Januar 2016 schrieb Bernd Hassknecht:

Hm. Ich wusste noch gar nicht, dass Deutschland auch im Irak bombt. Für mich geht das etwas am Thema vorbei. Selbstkritik und Selbstgeißelung gibt es genug. Wo ist der Blick, dass um Europas Außengrenzen systematisch Konflikte geschürt werden? Im Süden hatten wir den Arabischen Frühling, bei dem die NATO schön nachgeholfen hat. Im Südosten haben wir Amerikas Werk zu begutachten. Und im Osten kann man nur hoffen, dass da die Wirtschaft nicht zusammen bricht. Es gibt KEINE einzige Außengrenze, hinter der es keine Krise gibt. Ist das Zufall?

Besonders lustig ist, dass sich das Russische Propagandamagazin "Sputnik News" diesen Artikel zu eigen macht. Es hat schon was, wenn dort "Deutsche Waffenexporte" angeprangert werden und "Kriegerische Handlungen in Syrien". Aber gut, wer das dann schluckt, muss schon sehr hungrig sein.

Integral muss ich aber sagen: Guter Artikel und danke dafür. Schade, dass er aus dem Konzept gerissen wird.

Antwort von U. Gellermann:

Im Irak sind, wie der Satz auch sagt, deutsche Waffen (z. B. in den Händen der Peschmerga)


Am 25. Januar 2016 schrieb Johannes M. Becker:

Stark!
Allen Verantwortlichen um die Ohren hauen!
Und: Selbst nicht verdummen lassen! (nicht immer leicht...)


Am 25. Januar 2016 schrieb Werner Göttler:

Es kann ja wohl nicht sein, dass sie die Sex-Attacken der Migranten verharmlosen und auch noch die aufrechte Frau Wagenknecht verunglimpfen. Es ist grundfalsch, wenn man die Verbrechen unter der Decke hält.

Antwort von U. Gellermann:

In einem Land, in dem die meisten Vergewaltigungen in der (deutschen) Ehe stattfinden, wie auch der Kindsmißbrauch in der Familie oder der christlichen Kirche seinen ordentlichen Platz hat, kann sexuelle Kriminalität kaum ein Ausländerproblem sein.


Am 25. Januar 2016 schrieb Heinrich Huemer:

Dieser Bericht ist wahrheitsgtreu.


Am 25. Januar 2016 schrieb Benny Thomas Olieni:

Merkel ist eine chamäleonartige Täuscherin.

Virtuos setzt sie auch das Wort "WIR" zum Täuschen ein.

Wer ihr "WIR" ist, bleibt bei ihrem nebulösen
Wesen im Dunkeln. Sie täuscht Einheit und Solidarität vor, wo keine ist, um Mitmenschen und ihre Hilsfsbereitschaft auszunutzen und irrezuführen, zugunsten ihrer oligarchischen Auftraggeber.

"WIR" ist ein Wort, das stets durch sprachlichen oder durch Situations-Bezug "definiert" werden muß. Weshalb es sich auch so gut zum Täuschen eignet.

Bei Frau Merkel wäre das auch beim Wort "ICH" in besonderem Maße ganz ähnlich der Fall.


Am 25. Januar 2016 schrieb Klaus Madersbacher:

Mutter der Banken? Mutter der Flüchtlinge? Ja da kommen sogar die Philosophen ins Schleudern!
Wer gehört denn nun wirklich zu den WIR, die unter dem mütterlichen Schutzmantel Geborgenheit finden?
Du und ich und die Banker oder nur die Banker? Und du und ich? Nun ja, für uns wird da kein Platz sein - soll uns also der Kuckuck holen!
Wird er auch, wenn wir uns das gefallen lassen!

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