Obama befiehl, wir folgen Dir

Frau Merkel verteidigt die Freiheit des Westens in Syrien

Autor: U. Gellermann
Datum: 23. Juni 2016

Das hätte sich der kleine Frank-Walter nicht gedacht: Da hat er mal nen eigenen Gedanken, etwa so: Zwar hat die NATO mit schwerem Gerät und mehr als 30.000 Mann an der russischen Westgrenze die Russen irgendwie bedroht, zwar habe ich diesem gefährlichen Kriegsspiel als Außenminister irgendwie zugestimmt, aber jetzt ist mir doch irgendwie bange: Was ist wenn der Russe nicht mitspielt? Da sag ich doch lieber, im Nachhinein: War nicht so gemeint, lieber Russe. Ist nur son bisschen Panzerkettenrasseln, wie Kinder mit ihren Rasseln rasseln. Alles wird wieder gut. Was Frank-Walterchen für ein Beschwichtigungssäuseln gehalten hat, das bläht sich jetzt zu einem Sturm auf, macht sich in die Windhose vor lauter Entsetzen und verschärft die Lage.

Denn Präsident Obama, der Mann, der gerade mal eben 348 Milliarden Dollar in die Modernisierung der US-Atomwaffen investierte, hatte doch erst neulich gesagt: „Es ist wichtig für alle Nato-Mitglieder, zu versuchen dieses Ziel (Erhöhung des Rüstungsetats) zu erreichen.“ Und damit der FREUND Obama nicht durch die zage Anmerkung von Frank-Walter irritiert wird, hat Angela Merkel ihren Stahlhelm zurechtgerückt und auf dem CDU-Wirtschaftstag alles klargezogen: „Ganz gewiss heißt dies auch, dass ein Land wie Deutschland, das heute 1,2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) für Verteidigung ausgibt, und die Vereinigten Staaten, die 3,4 Prozent des BIP für Verteidigung ausgeben, sich werden annähern müssen“. Ganz gewiss.

Schon vor Merkel hatten sie sich gemeldet: Der Norbert Röttgen, von dem man dachte er sei sanft entschlafen, sah in Steinmeiers Äußerung einen "Pappkamerad“. Das sind die, auf die man mit scharfer Munition schießt. Die Russenhasserin vom Dienst, die welke GRÜNE Rebecca Harms, hat dem Steinmeier ein „unverantwortliches Signal“ bescheinigt und CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn stellt den Außenminister in die Ecke: "Wir sehen, dass Steinmeier als Putin-Versteher schon den Weg bereitet für die Linkspartei." Da hätte man doch lieber die Krätze, als dass man seinen Nachbarn verstehen möchte. Schnell, damit Obama nur ja nicht vom kurzen Aufschimmern eines Gewissens bei Steinmeier irritiert werden konnte, hat die Europäische Union die Sanktionen gegen Russland um weitere sechs Monate verlängert.

Was ist neu im Verhältnis Russland-Westen? Die Krimkrise war vor mehr als zwei Jahren. Auch wenn sie und der schwelende Krieg in der Ost-Ukraine für die aktuelle Verschärfung der Militär-Außenpolitik öffentlich als Vorwand an den falschen Haaren herbeigezogen wird: Es gibt dort nichts Neues. Das Neue findet auf dem anderen Schauplatz der Ost-West-Auseinandersetzung statt: In Syrien. Dort war geplant die russische Präsenz zu liquidieren. Dass man dabei auch die syrische Bevölkerung liquidierte? Macht nichts. Doch nicht nur, dass die Russen noch immer dort sind. Sie haben ihre Position sogar gefestigt. Russland ist aus dem Nichts als internationaler militärischer Faktor wieder aufgetaucht. Das ist das einzig Neue im internationalen Ungleichgewicht, das der amerikanischen Supermacht einige hundert Militärstützpunkte auf der Welt zubilligt, den Russen aber lieber gar keine.

Wäre die deutsche Außenpolitik klug, wäre sie an den Interessen der Bevölkerung interessiert, würde sie die Deutschen aus dieser gefährlichen Ecke der Welt, aus diesem Minenfeld der US-Strategie heraushalten. Aber die deutsche alltägliche Außenpolitik heißt Merkel, sonntags darf sich auch mal Steinmeier melden. Deshalb treiben sich jetzt deutsche Soldaten auf der verbrannten Erde Syriens herum: Offenkundig sind es KSK-Spezialkräfte, die auch in Afghanistan die ersten waren: Quartiermacher, die sich haben erwischen lassen. Das berichtet die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA. Und die oppositionelle „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“, die sonst immer gern zitiert wird, kommt zur selben Erkenntnis: „Es sollte zur Kenntnis genommen werden, dass Spezialkräfte aus Deutschland, den USA und Frankreich an der Offensive an der Seite der SDF (Syrian Democratic Forces) in Manbidsch teilnehmen." Natürlich dementiert die Bundesregierung. Und mag sich das Beleg-Video, auf dem mitten in den syrischen Kämpfen Deutsch gesprochen wird, lieber nicht ansehen. Der englische „Mirror“ wird im Kanzleramt nicht mehr gelesen, denn der schreibt zum syrischen Fall: „The British, German and US special forces mission was to hunt out terrorist positions outside ISIS-held Mosul and spot weak areas in the network´s defences.“

Die EU sei heute nicht in der Lage, sich gegen die Bedrohungen von außen zu verteidigen, hat Frau Merkel am Dienstagabend auf dem Wirtschaftstag der CDU fabuliert. Die anonyme, mit nichts und gar nichts belegte „Bedrohung“ ist in Wahrheit eine Bedrohung des fragilen Friedens in Europa durch das miese Spiel der USA. Und die Merkel spielt mit. Und Steinmeier, außer Sonntags, auch.

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Am 12. 07. 2016, um 20.30 Uhr
im Buchhändlerkeller
10523 Berlin Carmerstraße 1
wird Conrad Schuler sein Buch
DIE GROSSE FLUCHT vorstellen
Es moderiert Uli Gellermann



Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 24. Juni 2016 schrieb Albrecht Storz:

Im Zusammenhang mit meinem Kommentar am 24. Juni 2016 finde ich es sehr bezeichnend und wichtig mitzuteilen, dass die "Wissenschaftszeitung" Wissenschaft & Frieden

http://wissenschaft-und-frieden.de/

nicht bereit war, einen Leserbrief von mir zu veröffentlichen, in dem ich darauf hinweisen wollte, dass TAZ-Journalist und DFG-VK-Mitglied Andreas Zumach NATO-Wording verbreitet (siehe ua dortigen Gastkommentar) und damit die medial verbreitete Argumentation für mehr Rüstung und mehr militärische Konfrontation mit Russland stützt.
Und da (mit solchen "friedensbewegten" Multiplikatoren) wundere sich noch einer, dass die Friedensbewegung in den letzten Zuckungen liegt.


Am 24. Juni 2016 schrieb Albrecht Storz:

Mir ist gerade aufgefallen, dass die Rüstungsausgaben heute gerne als Anteil am BIP, am Bruttoinlandsprodukt, angegeben wird. War das schon immer so üblich???

Was haben denn die Rüstungsausgaben mit der gesamten inländischen Wirtschaftsleistung zu tun? Weder werden alle Rüstungsausgaben an die inländische Wirtschaft gezahlt, noch gibt es sonst irgend einen wesentlichen Zusammenhang mit dem BIP.
Liegt es vielleicht einfach daran, dass der Anteil der Rüstungsausgaben am BIP viel weniger dramatisch aussieht als der Anteil der Rüstungsausgaben am Staatshaushalt?

Sehr deutlich dient dieser Zuordnungstrick dazu, um solche Artikel zu ermöglichen:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/ruestung-russland-gibt-mehr-geld-aus-als-usa-und-europaeer-a-973188.html

Die Tatsachen werden hier schlicht auf den Kopf gestellt, aber alles mathematisch völlig korrekt. Nur: die Wahrheit sieht ganz anders aus.

Eine solche wie heute zu beobachtende breitflächige Verarschung der sich informierenden Öffentlichkeit wäre nicht möglich, wenn nicht dahinter ein zielgerichtet wirkender Geist stecken würde, allen Verschwörungstheoretiker-Verächtlichmachern zum Trotz.

Wie krank müssen diese Menschen sein, deren Tagewerk darin besteht zu versuchen, Menschen gegeneinander zu hetzen?

Welche Mittel haben die an der Hand, wenn sämtliche Politiker kuschen und wenn selbst in ausdrücklich friedensbewegten Kreisen deren Schlagworte wie "hybrider Krieg", "völkerrechtswidrige Annexion", "aggressives Russland" weitgehend kritiklos kursieren?


Am 24. Juni 2016 schrieb Marionette Slomka:

Vorschlag Programmbeschwerde ARD Panorama
Ihre Nachricht: Panorama, 23.06.2016, Volksparteien: Ende einer Illusion?

http://mediathek.daserste.de/Panorama/Volksparteien-Ende-einer-Illusion/Video?bcastId=310918&documentId=36165476

Ab ca. min. 2:37 geht´s um die Flüchtlingskrise:

Einblendung eines Auszugs einer Rede Merkel´s - offensichtlich vor dem BDA - am 24.11.2015:
"Wenn wir die Fluchursachen bekämpfen, dann werden wir auf diesem Wege auch eine Reduzierung der Flüchtlingszahlen bekommen."

Umblende auf einen Kampfjet, der gerade eine Bombe ausklinkt und eine von Bomben getroffene Raffinerie (vermutlich in der Hand des IS).

Kommentar zur eben gemachten Aussage Merkels:
Eine leere Ankündigung, wenn danach Assad und die Russen auch weiterhin Zivilisten bombardieren.
Schon rollt die nächste Fluchtwelle, und deutsche Politiker können in Wirklichkeit nur wenig dagegen tun.

Es gibt so Tage, da bin ich einfach nur noch sprachlos!


Am 24. Juni 2016 schrieb Anke Zimmermann:

Liebe Uschi Peter, ich nenne prächtige Menschen aus der DDR meine Freunde.

Tatsächlich habe ich keine Ahnung was bei Madam Merkel ( an dieser Stelle solidarische Grüße nach Frankreich) in ihrem protestantischem Pfarrhaus widerfahren ist, allerdings ist mit Ihrem Hinweis: "Aber immerhin hatte sie kein Problem mit Abitur und Studium," bei DDR-Kennnern keine Frage mehr offen.


Am 23. Juni 2016 schrieb Uschi Peter:

Liebe Anke, auch die Fr. Dr. Merkel ist im Sinne des "Frieden mit allen Völkern" und "von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen" erzogen worden. Es sei denn, ihr Elternhaus hat da eine andere Einstellung gehabt, da von den Pastoren die DDR-Politik als Lügenpropaganda angesehen wurde, weil "gottlos". Aber immerhin hatte sie kein Problem mit Abitur und Studium.
Lieber Caesar, Stalin hatte kein "Einsehen". Er hatte schlicht genug zu tun, das flächendeckend zerstörte Land wieder aufzubauen. Interessante Einblicke bieten die Videos bei "Propagandaschau" über die Politik der USA nach dem II.Wk. und die Einflussnahme auf die Herzen und Hirne der Bundesdeutschen mit Lügen und Panikmache. Die haben genau gewusst, dass von der UdSSR keine Gefahr ausging. Aber mit Angstmache hat man die Bürger gegen den Osten aufgehetzt.
In der DDR wurde in den 80er Jahren groß protestiert mit "Schwerter zu Pflugscharen". Junge Männer verweigerten medienwirksam den Wehrdienst. Und das alles, obwohl die NVA keinen Angriff irgendwo geführt hat. Kaum waren sie im Westen, gab es keine Proteste gegen die Kriege der Buindeswehr in Jugoslawien und am Hindukusch. Sie zogen mit Hurra an die Front wie heute wieder gegen die "Untermenschen im Osten".
Noch ein Letztes zu FWS: Ich bin geneigt ihm zu glauben, dass er Angst vor den aggressiven USA und Co. hat. Zumindest macht er anderen Mut. Der MP von Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering. hat die Äußerungen von FWS unterstützt, ebenso Gysi. Sellering ist schon öfter bei den Herrschenden unangenehm aufgefallen, weil er, obwohl Wessi, für die Ost-Bürger Partei ergriffen hat.


Am 23. Juni 2016 schrieb Anke Zimmermann:

Auf ein Wort Frau Merkel

Von deutschem Boden aus darf nie wieder ein Krieg ausgehen - das nehme ich sehr ernst, das hat man mir schon als als 12jährige Schülerin anerzogen, bis ich 15 war hat man mir jeden Film und jede Aufnahme über deutsche Gräueltaten gezeigt, ich habe alle Konzentrationslager besucht, mich polnischen Jugendgruppen gestellt und im Majdanek Prozess gesessen. Nachts im Bett habe ich geweint vor Scham und Grauen.

Als junge Frau bin ich verschämt durch Europa gereist und habe versprochen: nie wieder! Ich habe mich den Taten meiner Vorderen gestellt und war beseelt von dem Gedanken an der Schaffung einer friedlichen, gerechten Welt beteiligt zu sein. Ich bin auf fast jeder Friedensdemonstration mitgelaufen, ich bin durch und durch infiziert von friedenspolitischem Mehltau und das Frau Merkel, das kriegen Sie aus mir nicht mehr raus und ich bin dankbar für meine standhafte humanistische Erziehung.

Sie haben nicht mal eine Vorstellung davon, wie unerträglich es für mich ist, deutsche Soldaten wieder an der russischen Grenze zu wissen. Ihre Geschichtsvergessenheit ist für eine Bundeskanzlerin nicht zu entschuldigen und eine Schande für dieses Land.

Wo ist der Feind Frau Merkel? Ich kann ihn nicht sehen. Ich sehe nur Sie und Ihresgleichen.


Am 23. Juni 2016 schrieb Manfred Caesar:


#Mateijka:
"sonst marschiert der Russe bei uns ein und die USA ist gezwungen, Atombomben auf Europa zu werfen, um uns zu befreien. (Kleiner Scherz am Rande)"
Wieso Scherz? Das ist bitterer Ernst.
1956 war im Stern ein großer Artikel (Damals war das noch möglich) über Pläne des Pentagon quer durch Deutschland eine 300 km breite Zone durch Atombomben in eine Wüste zu verwandeln um den Vormarsch der roten Armee zu stoppen. Gott sei Dank hat Stalin ein Einsehen gehabt. Die Pläne waren sehr real wie eine Dokumentation auf arte 2015 gezeigt hat in der auch die noch bestehenden Schächte für die Bomben gezeigt wurden. Millionen tote krauts? Kein Problem,siehe Morgenthauplan etc.Für die Freiheit da kennt er keine falsche Rücksichtnahme unser großer Bruder.


Am 23. Juni 2016 schrieb Melanie Gatzke:

Wieder mal, genial. Ich kann dieser Lageeinschätzung nur noch zustimmen. Es ist ja fast schon ein Witz , wo Deutschland heute angeblich überall verteidigt werden muß, an allen Ecken dieser Erde wird Deutschland und auch die USA angeblich bedroht. Wer hätte das von uns gedacht. Na ja, es denken wohl nur die Politiker , die NATO Befehehlshaber, die USA, also der gesamte Westen. Sie leiden wohl alle schon an Verfolgungswahn.


Am 23. Juni 2016 schrieb Günther Lachmann:

Ja, der Walter und der Steinmeier, diese bi-polaren Verhaltensweisen, sie haben viel zu kleine Füße, um die auswuchernden Fußstapfen der Merkel zu füllen. Der Walter darf dann auch schon mal sagen, dass „The European Union should gradually phase out sanctions imposed against Russia over the Ukraine crisis.“ Aber da übt er nur die Merkel-Taktik; in der Öffentlichkeit einen Schritt vorwärts (die Streicheleinheit für den Trägheitskörper), in den geheimen Gremien zwei Schritte zurück, zum Fleckenentferner, um politische Irritationen zu entfernen.
Wenn der Steinmeier dann so an die Richtlinienkompetenz der Merkel, durch die Rüstungsindustrie, erinnert wird, denkt er daran, dass er 2017 gerne noch unter Merkel dienern würde, als unter Merkel und AfD auf der Oppositionsbank zu sitzen. Vielleicht könnte er sich mit dem nächsten Satz, dass die Freiheit Eritreas, als sicheres Herkunftsland, hergestellt werden muss, als Münchhausen, an den eigenen Haaren, aus dem Schlammloch befreien. Das wusste der Steinmeier schon auf seiner Afrika-Tour im März 2014, auf seinem kurzen Aufenthalt in Äthiopien; „ (...) that economic and democratic development cannot be separated. (...)“ Dabei meinte er bestimmt nicht die Ökonomie von Eritrea, sondern von der US/EU. # 1)
Nun hat ihn Obama erhört. - die US-Washington bereitet in Eritrea einen Regierungswechsel vor, welcher dem der Ukraine sehr ähnlich ist. „The Secretary-General (Ban Ki-moon) is deeply concerned by reports of fighting on 12 and 13 June on the border between Ethiopia and Eritrea.“ tönte es aus dem UN-Lager. #2) (https://www.un.org/press/en/2016/sgsm17856.doc.htm)
Damit ist die steinigen Geschichte Eritreas voraus geplant; das EU/NATO-Geschwulst reibt sich schon die Gierfinger. Die Nato, der Appendix des US-Militärs, stochert immer noch in Syrien herum, obwohl doch jedem Kleinkind schon klar sein müsste, dass hier nichts mehr zu holen gibt für die Nato-Karavane der Zerstörung, obwohl einem Schulanfänger bewusst ist, dass dieses Mal keine feindlichen Soldaten vor Moskau auftauchen werden.
Am Mittwoch, dem 22.06. 2016 sind es nun 75 Jahre her der Überfall auf die Sowjetunion und Merkel und Gesocks weigert sich für Barbarossa auch nur einen Gedanken zu verlieren. Lieber kommt aus den Stürmer-Lagern eine Verlängerung der Sanktionen gegen Russland, welche der Michel mit Steuern und wirtschaftlichen Einbussen bezahlen möchte (dieses geschieht trotz des Wissens, dass es der EU mehr schadet als sie es der Bevölkerung wissen lässt.). Das nennt sich dann kollektiver Wahnsinn im Schwarmverhalten.

# 1) Eritrea ist reich an Bodenschätze wie Eisen, Gold, Kupfer, Marmor, Nickel, Pottasche, Schwefel, Silber und Zink.
#2) Die Eritrean Regierung hat rejected, was einmal unter dem Term „Arabischer Fruehling“ bekannt wurde. Die Regierung charakterisierte diese Bewegung als ein vom CIA gesteuertes „creative chaos“, mit dem Zweck, die Region zu destabilisieren, und US-Clones als Regierungsmacht zu installieren.


Am 23. Juni 2016 schrieb Alfred Matejka:

Vielleicht will der kleine Frank-Walter doch noch mal groß herauskommen.Als Gauckler-Nachfolger hatte er ja die besten Umfrageergebnisse. Er reist auch gerne um den Erdball.Aber natürlich hat er da keine Chancen mit der CDU.Aber vielleicht war seine Aussage zum Dialog mit Russland nur ein Test. Wie reagiert man darauf.Vor allem in den USA und hier beim Wahlvolk,wobei da erst mal die Fußballschlacht in Paris vorbei sein muss.Im Artikel des Foreijn Affairs hat er der Elite in den USA doch klar geschrieben,für welche Inhalte er steht. Assoziales Vorgehen gegen die Arbeiter und untrennbare Vasallentreue gegenüber den USA. Vielleicht will er ja doch nochmal aus dem Schatten von Mutti heraustreten und seine Sonntagsreden die ganze Woche halten. Wenigstens kann er versuchen,mit ihm als der Kandidat,die spd über 20% zu bekommen um noch den einen oder anderen Posten zu bekommen. Und dann schön weiter machen mit der unsäglichen Politik des Neoliberalismus, es ist zum Kotzen. Wem die Erhöhung des Rüstungsetats nützt ist wohl jedem klar. Der Rüstungsindustrie und den USA. Die USA kann den Menschen ja nicht mehr überall auf Erden den Frieden bringen, indem sie diese ins Jenseits befördert. Es müssen Schwerpunkte gesetzt werden. China und Russland sind ja nicht einfach zuschlucken.Da muss die EU,insbesondere Deutschland mit ihrer Erfahrung bei barbarischen und rassistischen Vernichtungskriegen ganz vorne dabei sein. Wenn wir das verhindern wollen(wir wollen) haben wir nicht mehr viel Zeit, sonst marschiert der Russe bei uns ein und die USA ist gezwungen, Atombomben auf Europa zu werfen, um uns zu befreien. (Kleiner Scherz am Rande)


Am 23. Juni 2016 schrieb Benny Thomas Olieni:

Deutsche Soldaten in Syrien?

Goldman-Merkel und von der Leychen in den Knast!


Am 23. Juni 2016 schrieb joe bildstein:

"Military men are dumb, stupid animals to be used as pawns for foreign policy"

Henry Kissinger
(einer der groessten Kriegsverbrecher des 20. Jahrhd.)

war nie anders, wird auch so bleiben...... aber Glueckwunsch nach Berlin: 3. Platz im Waffenexport und 75 Jahre nach Barbarossa + 27 Millionnen Toten (27.000.000) wieder and der russichen Grenze zu stehen muss die Damen u Herrn Volksbetreter mit maechtigem Stolz erfuellen.


Am 23. Juni 2016 schrieb Ulrike Spurgat:

Haben die Nazis nicht 1941 auch gesagt: "Die Russen stehen vor der Türe; wir müssen uns verteidigen?"
75 Jahre nach dem Überfall auf die Sowjetunion, mit unermesslich menschlichen Verlusten, die mich heute noch sprachlos sein lassen gibt Merkel dem Druck Obamas nach, den langersehnten Etat für die Kriege nun endlich zu erhöhen. Die amerikanischen Rüstungsfirmen, natürlich auch die Deutschen wird es freuen, und Obama. der Kriegstreiber und Friedensnobelpreisträger kann im eigenen Land wieder Punkte sammeln.
Der kalte Krieg war und ist kalt, bis Heute.
Das kurze Intermezzo, wo Jelzin und Gorbatschow mit einer Naivität die die Sowjetunion den Oligarchen und Investoren zum Fraß vorgeworfen hat, und die USA der Weltherrschaft näher brachte hatte sich mit der Wahl Putins, erledigt. Der Selbstbedienungsladen für einige Wenige wurde geschlossen, und Mütterchens Bodenschätze geschützt. Putin hat den Zorn der gesamten Dreckselite auf sich gezogen und sicherlich gibt es in der DUMA auch neoliberalte Kräfte. So muss Russland nicht nur nach außen, sonder auch nach innen verteidigen werden. Und der Vetragsbruch, dass es keine NATO Osterweiterung geben wird hat keinerlei Bedeutung. Doch, wenn es um Griechenland geht, haben auf Biegen und Brechen Verträge eingehalten zu werden, und wenn ein ganzes Volk am Boden liegt.
Und Merkel ?
Merkel darf doch nur Kanzlerin von Washingtons Gnaden sein; sie macht Adenauer alle Ehre, der die Faschisten zu "Demokraten" machte, ohne Skrupel..
Der Bundestag hatte am gestrigen Tag wieder eine Möglichkeit ungenutzt gelassen, sich vor den vielen, auch namenlosen Opfern des Angriffskrieges Nazideutschland gegen die Sowjetunion zu verneigen. Eine Schande.
George Kennan, der 1948 dafür zuständig war, den Einfluss der Sowjetunion einzudämmen machte unmissverständlich klar, dass die USA 6,3% der Weltbevölkerung seien, und 50% des Vermögen der Welt kontrollieren ,müssen das Ziel verfolgen die Ungleichheit zu erhalten.
Er sagte weiter: "Wir dürfen nicht sentimental sein und über DEmokratie und Menschenrechte sprechen, darum geht es nicht; es geht um den ERhalt der amerikanischen Macht- und Einflusssphäre."
Chile, neben vielen anderen Angriffen der USA hat mal so eben den frei gewählten Präsidenten Allende ermordet, und ersetzt mit Pinochet, der eine Diktatur einführte, die den USA genehm war. Sie haben ihn da mit Hilfe der CIA hingesetzt. Die "Milch" für die Kinder Chiles hat sich in Blut verwandelt, und bis Heute werden Mütter, Väter, Söhne und Töchter schmerzlich vermisst.
Der Realitäts- und Geschichtsverlust der Politiker ist mehr als bedenklich.
Die NATO wurde am 4.4. 1949 gegründet und der Warschauer Pakt 6 Jahre später, am 14.5.1955. Wer hat da wohl auf wen reagiert ?
Stalin hat am 10.3.1952 den Westalliierten die Vereinigung angeboten, wenn das vereinte Deutschland neutral ist. Die Alliierten lehnten dieses ab, mit der Begründung Deutschland solle "frei" entscheiden welchem Bündnis es beitreten will.
Adenauer mit seinem unsäglichem, faschistischen Staatssekretär hat Deutschland den USA freigegeben. Merkel bleibt diesem Duckmäusertum und dem Obrigkeitsdenken, treu.
Eine Friedenbewegung, die den Namen verdient brauchen wir, und den Zusammenhalt aller Völker, den sozialen Bewegungen, alle fortschrittlichen Kräfte, auch die Lateinamerikas müssen gebündelt werden, sonst werden wir, die Völker der Welt diesen Kampf verlieren können.Die internationale Solidarität, der Frieden, die Abrüstung, das Bekämpfen der Armut, dem Kapitalismus, immer und überall die "rote Karte" zeigen ist wieder so wichtig in einer Zeit, wo es wieder einmal um Krieg und Frieden geht.
Hoffentlich habe ich mich nicht zu sehr verzettelt, und das Thema verfehlt. Uli wird das weise entscheiden.


Am 23. Juni 2016 schrieb Alexander Kocks:

Also ich habe volles Vertrauen in das Dementi unserer Regierung zu den deutschen Truppen auf syrischem Boden.
So etwas würde unsere Regierung und schon gar nicht Frau Merkel oder Herr Steinmeier jemals zulassen. Bitte bedenken Sie auch, dass nicht nur in der BRD deutsch gesprochen wird, sondern auch in der Schweiz, in Österreich, in Teilen Belgiens und Frankreichs und sogar in den Niederlanden, Dänemark und in Norditalien. Da könnten etliche Nationen ein schmutziges Spiel unter unserem Namen treiben. Gerade Herrn Steinmeier und Frau Merkel haben bei mir eine immense Glaubwürdigkeit erreicht durch ihre Aktionen in 2014 in der Ukraine, also in besagtem Februar, als Herr Steinmeier zusammen mit seinem franz. Amtskollegen und den Russen den Friedensdeal in Kiew aushandelte und garantierte. Leider war das Abkommen als die Tinte trocken war NICHT mehr das Papier wert auf dem es geschrieben stand und Herr Steinmeier kommentierte das mit den Worten: Er könne doch nicht wissen dass der gewählte Staatspräsident sich einfach aus Kiew absetzen würde und flugs wurde die neue Regierung der Ukraine anerkannt. Ich bin mir absolut sicher Herr
Steinmeier wusste nichts von dem geplanten militärischen Putsch, der sofort gestartet wurde als der ukrainische Präsident die Sicherheitskräfte aus dem Regierungsviertel vertragsgemäß abgezogen hatte. Es hätte damals eine so schöne Friedensmission werden können, wenn nur der legal gewählte Präsident der Ukraine sich nicht aus dem Staub gemacht hätte.


Am 23. Juni 2016 schrieb Lutz Jahoda:

BEILEIDSADRESSE

Auch hier das beredte Schweigen der Täter.
Phantasielos liegt nah an der Grenzmarke Dumm.
Geschichtslos der Blick auf das Einst und das Später.
Noch fühlen sie sich als Richter und Jäter
Und stecken schon längst im Delirium.

Bewusstseinsgetrübt wie einst die Giganten,
Fressorientiert mit flacher Stirn.
Reste davon stecken noch im genannten
Übel der Welt: im Dollargehirn.


Am 23. Juni 2016 schrieb Paul-Wilhelm Hermsen:

Vielleicht ist die mittlerweile breite Aufstellung deutscher Soldaten, vom Baltikum über Polen bis Syrien, ja ein genialer Trick. Da gibt es doch diese Geschichte vom einäugigen Zyklopen. Odysseus überlistet Polyphem, den Zyklopen. Der Polyphem, die USA, besoffen vor Blut- und Machgier, einen nach dem anderen verschlingend, lässt sich von den Deutschen an die russische Grenze locken, um ihm bei sich bietender Gelegenheit endlich das feuergehärtete Holz in sein Auge zu treiben und damit den Weg frei zu machen, für ein gedeihliches Miteinander von Lissabon bis Wladiwostok.
Allein - es fällt mir schwer, daran zu glauben - bei Politikdarstellern, die nicht einmal zwischen Glasnost und Gazprom unterscheiden können. Wer weiß - vielleicht ist es allen Zweifeln zum Trotz aber doch so, und Steinmeier hat dies erkannt und will den Polyphem warnen, weil er darauf hofft, nicht doch noch als letzter gefressen, sondern in die Freiheit entlassen zu werden.


Am 23. Juni 2016 schrieb Wolfgang Baum:

ich bin regelmäßiger Leser ihrer Seite und wollte nur mal anregen, haben sie sich schon mal Gedanken gemacht über eine Visualisierung ihres Portals auf YouTube.

Als eine Art Kommentator oder Nachrichtensprecher

Antwort von U. Gellermann:

Das kostet Zeit und Geld, von beidem habe ich zu wenig.


Am 23. Juni 2016 schrieb Peter Paul:

Was mich an all Ihren kritischen Beiträgen gegen die aggressive US-Herrschaft und die militärische Einkreisung Russlands - volle Zustimmung! - erheblich irritiert, ist die Kritik an "Rechtsparteien" in Europa, auch der AfD in Deutschland, der einzigen parlamentarischen Opposition GEGEN diese US-Bevormundung und Gegen die Verteilung von Russland, unserem Nachbar.

Wie soll das zusammen passen?

Antwort von U. Gellermann:

Lassen wir diese „Opposition“ doch mal selbst zu Wort kommen:

„Die Mitgliedschaft in der Nato entspricht den außen‐ und sicherheitspolitischen Interessen Deutschlands. - Wir setzen uns dafür ein, den europäischen Teil der atlantischen Allianz deutlich zu stärken. Um dieses Ziels zu erreichen, ist es unabdingbar, die militärischen Fähigkeiten der deutschen Streitkräfte wieder herzustellen, um Anschluss an die strategischen und operativen Erfordernisse zu finden. Diese von der AfD geforderte Wiederherstellung soll nicht nur die Landesverteidigung als zentrale Aufgabe der Bundeswehr sicherstellen, sondern die deutschen Streitkräfte auch in erforderlichem Maß zur Bündnisverteidigung und Krisenvorsorge befähigen.“ (Alles Original-Zitate aus dem aktuellen AfD-Programm).

Da die AfD einen ähnlichen Lügensprech bevorzugt wie die Parteien von denen sie stammt (CDU, FDP) eine kleine Übersetzung: Die AfD will in der NATO, dem aggressivsten Militärbündnis der Erde, bleiben. Dieses Bündnis will sie auch stärken, mit deutsche Streitkräften. Und keineswegs nur zur Landesverteidigung (gegen wen eigentlich?), sondern auch, um die deutsche Armee zur „Bündnisverteidigung zu befähigen“. - Das „Bündnis“, die NATO war und ist eine Bündnis gegen Russland.


Am 23. Juni 2016 schrieb Hans Tigertaler:

Aus der ungeheuren Weite des Landes Russland (»Russland wird nur durch Russland überwunden« (Schiller), die sich umfangslogisch nicht zwingen läßt, raunten die westlichen und russischen Reaktionäre einen eigenen, den Europäern entgegengesetzten slawischen Menschentyp zusammen, der den Europäern metaphysisch entgegengesetzt sei.

Die Folgen dieser harmlos beginnenden, spleenigen Ausgrenzung, die von Napoleon bis Hitler Millionen Russen das Leben kostete, eine panslawistische, ebenso plumpe Gegenideologie evozierte und von denen man dachte, sie seien nunmehr überwunden, bekommen wir erneut zu spüren: Grundlos, ohne Not und doch nach alter Gewohnheit beginnen die Amerikaner und das servile Europa, als seien sie nicht recht gescheit, mit der erneuten Einkreisung Russlands. »Das russische Reich ist kein Land, das man förmlich erobern, d. h. besetzt halten kann, wenigstens nicht mit den Kräften jetziger europäischer Staaten. Ein solches Land kann nur bezwungen werden durch eigene Schwäche und durch die Wirrungen des inneren Zwiespalts« (Clausewitz)

Daß Hitler Methode falsch war, dazu brauchten die Amerikaner nie einen Clausewitz: Wirrungen im Inneren mit viel Geld von Außen zu stiften oder Differenzen in der Bevölkerung ins Blutige anzustacheln, war stets die erste Phase US-imperialistischer Intervention.

Die Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten eines Landes als oberstes politische Prinzip endlich zu erzwingen, daran mißt sich alles Urteil über unsere politischen »Eliten«. Erst wenn umgekehrt die Aufstachler stets spurlos in der Versenkung verschwinden, mag man in eine bessere Zukunft sehen.

Aber natürlich: Auf der Grundlage kapitalistischer Konkurrenz erscheint den europäischen Parteiköpfen das große Russland als langfristig zu mächtig, um als Integral Europas selber gegen es bestehen zu können - es sei denn, man installiert dort permanente Vasallenregierungen. It´s the economy, stupid. Insofern werden wir wohl nur durch eine sozialistische Umwälzung unseres Erdteils die dauernde Kriegsgefahr los. Wenn alles politische Handeln nicht vom profitlichen Plusmachen Einzelner, sondern nur davon geleitet wird, ausnahmlos jedem Menschen ein geregeltes Leben zu ermöglichen, erst dann können wir gefahrlos mit der Zukunftsplanung beginnen.

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