Nur Würfeln bewegt mehr

Wahlen in Nordrhein-Westfalen

Autor: U. Gellermann
Datum: 14. Mai 2017

Ausgerechnet die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG machte sich Sorgen um die SPD: Ob denn die „Malocher“ nun die SPD in Nordrhein-Westfalen (NRW) retten wollten? Die Zeitungsmacher mit dem immer klugen Kopf kamen ihren Lesern volksmündlich. Sobald sich die Stände mit dem Bildungsanspruch den Arbeitern sprachlich anbiedern – jener Gattung Mensch also, die auf den Wirtschaftsseiten als Kostenfaktor einsortiert ist – sollten sich die Arbeiter Sorgen machen. Arbeiter, das war ganz sicher in NRW mehr als ein Begriff aus dem Betriebsverfassungsgesetz oder der Bundesversicherungsanstalt, die säuberlich zwischen Arbeitern und Angestellten unterschied. Arbeiter, das waren gerade und besonders in NRW Träger einer eigenen Kultur: In dieser Kultur war der Einzelne organisiert, ob in der Gewerkschaft oder dem Garten-Verein, im Taubenzüchter-Verein oder der SPD. Hier verschmolz das Individuum zuweilen zum gesellschaftlichen Wesen. – Gern objektivieren die Marxisten den Arbeiterbegriff: Sie erklären ihn aus dem Besitz an Produktionsmitteln. Und weil die Arbeiterklasse keine besitzt, sei sie objektiv an der Beseitigung des Privateigentums an den Produktionsmitteln interessiert. Aus dieser fundamentalen Gegnerschaft könnte Widerstand kommen: Vom Widerstand gegen den permanenten Raubzug der Reichen bis zum Widerstand gegen die militärische Missionierung fremder Länder.

Das Objektivieren nutzt politisch nur wenig, wenn die Arbeiter gern ihre Gegner als Partner begreifen: Als Sozialpartner zur Lösung von Konflikten und Widersprüchen, als Partner in der Marktwirtschaft. Wer in dieser gefühlten Klassenlage die Themen der Tagesordnung ändern will, der muss sich dem Subjektiven zuwenden – dem Bewusstsein der Arbeiter, der abhängig Beschäftigten und der Mehrheit der Bevölkerung. Nicht blöd macht das die FAZ wenn sie sich – mit Hilfe der „Allgemeinen Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften (ALLBUS) dem Verständnis der Arbeiter von sich selbst zuwendet: „1990 haben sich noch knapp 30 Prozent der Nordrhein-Westfalen der Arbeiterschicht zugerechnet“. Die Zahl jener, die sich zu den Arbeitern zählen, sinkt beharrlich. Und so sackt auch der Anteil der Wähler in der SPD-Wählerschaft: Seit 2012 kommen SPD-Wähler zu weniger als einem Viertel aus der Arbeiterklasse – 1990 waren es noch 40 Prozent. Aber weil nicht nur die Marxisten um die Sprengkraft des Widerspruchs zwischen Kapital und Arbeit wissen, beobachten die Herrschenden die NRW-Wahlen mit besonderer Aufmerksamkeit: Sie könnte ja noch zucken, die Arbeiterklasse. Zumindest gehen von dieser Wahl Signale für die Bundestagswahl aus. Zwar demontierte die SPD ihre klassische Basis unter den Arbeiterwählern in den letzten Jahren zuverlässig selbst, aber ganz sicher darf man bei den Habenichtsen nie sein. Vielleicht wollten sie doch Teilhabe.

Auf dem Burtscheider Platz in Aachen, sprach Angela Merkel über Verkehrs-Staus in NRW bis zum Mond: „Sie sind doch nicht dümmer als die Menschen in Bayern. Wenn es Ihnen hier schlechter geht, liegt das daran, dass die Politik das Problem ist”. Die Botschaft ist dümmlich, sie soll über einen folkloristischen Länder-Gegensatz Wähler für die CDU-CSU mobilisieren. Dümmlich verkauft sich gut. Ein ganzer, riesiger Medienapparat lebt davon und setzt bei tradierten Reflexen an oder auch niedrigen Instinkten: Mal ist es die Animosität der Preußen gegen die Bayern, dann ist es die Feindschaft gegen die Anderen aller Art. Wichtig ist die Ablenkung der da Unten von den eigenen Interessen. – Einst hatte die SPD eigene Medien: Jede Menge Zeitungen gehörten ihr oder waren ihr zugeneigt. Diese Möglichkeit die Mehrheit der Menschen direkt anzusprechen, hat die SPD längst verloren. Auch in der Hoffnung darauf, dass die öffentlich-rechtlichen Sender die Rolle einer „Vierten Gewalt“ übernähmen, die Rolle einer kritischen Opposition, gaben SPD, Gewerkschaften, gab die Deutsche Linke ihre eigenen Medien auf. Auch wenn es in der Umgebung der Linkspartei noch Medien gibt, die deren Positionen in der Krieg- oder Gerechtigkeitsfrage direkt an die Bevölkerung weitergeben: Es sind wenige und sie erreichen zu Wenige. Das liegt an der mangelnden Kraft der deutschen Linken, aber auch an der mangelnden Konzentration dieser Kraft.

Zuletzt hatte die deutsche Linke im Kapitalismus 1968 eine erhebliche Kraftanstrengung im Kampf um die Medien unternommen. Unter dem Slogan „Enteignet Springer“ versuchte die linke, eher studentisch geprägte Bewegung, aus der Kritik an den Springer-Medien eine allgemeine Bewegung für die Aufklärung zu entwickeln. Aus der Auseinandersetzung um die Macht der Medien sollte ein Kampf um die Macht in der Gesellschaft werden. Weit über die studentische Initialzündung hinaus wurde das Thema in Aktionen und Büchern weitergetragen. Wörter wie Meinungsmacht und Bewusstsein waren in Mode. Mit dem scheinbar neuen Medium des Flugblattes sollten die tradierten Wege der Kommunikation umgangen und die Botschaften direkt an die Menschen getragen werden. Davon blieben einige liebenswerte aber bedeutungslose Zeitungen: Massen erreicht keine von ihnen. Auch und gerade im Internet haben alternative Sites das Erbe der 68er Medienkampagne angetreten. Doch der eigentliche Nachfolger der scharfen Medienkritik aus den 68er Jahren ist die Debatte um die öffentlich-rechtlichen Sender in deren eigenen Web-Foren: Ungezählte TV-Zuschauer setzen sich öffentlich und häufig sachkundig mit dem Wahrheitsgehalt zum Beispiel der TAGESSCHAU auseinander. Nicht selten gelingt den journalistischen Laien der Beweis, dass die öffentlich-rechtlichen Sender Fake-News senden. Am besten ist der Erfolg dieses neuen Medienkampfes an seinem Echo zu bemerken: Tief erschrocken erkennen die tradierten Medien eine „Vertrauenskrise“. In eher plumper Reaktionen machen sie „die Russen“ für diese Krise verantwortlich und erinnern in fataler Komik an den konservativen Macht-Block in den 68er Jahren: Auch damals war angeblich „der Osten“ schuld.

Das HANDELSBLATT verkündete vor den NRW-Wahlen eine Generalprobe für den Bund. Immerhin durften 13,1 Millionen was ankreuzen. Und einem Sieg von Frau Merkel ist die Bundesrepublik ein gutes Stück näher gekommen. Die CDU liegt deutlich vor der SPD. Ob im größten deutschen Bundesland oder nach den Bundestagswahlen im September 2017: Es läuft auf eine weitere Große Koalition hinaus. So oder so: Wahlen im Parlamentarismus werden an den wirklichen Verhältnissen wenig ändern. Nur Würfeln bewegt mehr. – Mit der schweren Krise der Herrschaftsmedien hat sich allerdings ein Spalt aufgetan, an dem der Hebel zur Veränderung angesetzt werden kann: Das tiefe Mißtrauen der Konsumenten in „ihre“ Medien kann der Beginn des Vertrauens in das eigene Denken, in die eigene Kraft sein. Der Hebel fehlt noch: Jenes alternative Medium, das die Mehrheit der Selbstdenker erreicht und vermehrt.

Der Text der Startseite wurde von Angelika Kettelhack lektoriert.

Das Buch zur Medien-Kritik: TAGESSCHAU - Die Macht um Acht.

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Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 21. Mai 2017 schrieb Karola Schramm:

Na, ja - "Die Würfel sind gefallen" und das schon lange vor dieser NRW-Wahl. Seit die SPD unter Schröder, der in seinem Wahlkampf stolz seine Mutter präsentierte, die als Putzfrau die Familie über Wasser hielt, für seine Zwecke missbrauchte indem er den unteren Schichten suggerierte, er sei einer von ihnen und sie dann, als Kanzler mit der Erfindung der Hartz-Gesetze, in den Hintern trat, ist die Glaubwürdigkeit der SPD dahin. Ebenso abwertend haben sich Müntefering, Clement und viele andere verhalten.

Hannelore Kraft und die SPD hat nie begriffen, was den vielen Arbeitern, Angestellten und Rentnern, ach was - der ganzen arbeitetenden und nicht mehr arbeitenden Bevölkerung - mit diesem Gesetz angetan worden ist. Als Ziehkind von Clement, hat sie immer in seinem Geist gehandelt. Ich schätze, dass sie nicht einmal weiß, was Neoliberalismus ist, wie die meisten Menschen, die ich kenne, auch in verschiedenen Foren großer Zeitungen/Zeitschriften es nicht wissen, wobei dieses böse Wort von den Journalisten meistens für diese schäbige Politik nicht verwendet wird.

Ich glaube nicht, dass Merkel mit der SPD koalieren wird. Merkel ist in ihrer politischen Art ein Energieräuber, ein Zombie, der alle Kraft aus einer Partei aufsaugen kann bis sie nicht mehr sie selbst ist.
Als sie die große Koalition einging, war die SPD schon angezählt, also ein gutes Opfer. Die FDP ist, nachdem ihr das auch geschehen ist, jetzt wieder frisch und jung, voll politischen Tatendrang aber unsicher. Energieräuber, Zombies, brauchen diese Energie von anderen, die die FDP jetzt hat.
Alternative Medien im Netz, lieber Uli Gellermann, gibt es genug, z.B. die nachdenkseiten oder Macroskop von Heiner Flassbeck. Sie sind aktiv wie Sie und werden gelesen.
Mir würde es reichen, wenn die Partei (en) gewählt werden und in den Bundestag kommen, die für Frieden und Gerechtigkeit stehen und konsequent jede Form von Krieg (Wirschafts-Finanzen) ablehnt. Bisher ist das die Linkspartei, die allerdings mit diesem Ansinnen leider keine Regierungspartei bilden kann. Das heißt aber auch, dass, wer die anderen wählt, Kriege und weiteren Sozialabbau zustimmt.


Am 21. Mai 2017 schrieb altes Fachbuch:

da verdoppelt mal die PdL in nrw ihr wahlergebnis, und niemand erwähnt das hier bzw. undifferenzierte kritik verdrängt das rationale!

die PdL gehört zu erst mal ihren mitgliedern selbst. die verfassen und beschließen ihr statut und programme. damit tun die sich nicht leicht, eben weil es eine rahmenpartei für verschiedenste antikap. plattformen ist. und da steht dann nirgendwo drin, dass die eine komm. partei sein wollen.
wer von uns als zuschauer das anders haben will, soll eintreten, beitrag zahlen und an der meinungsbildung mitwirken.
gleichzeitig wird einfach zu schnell verallgemeinert und ein anspruch formuliert, den die PdL nicht mal selber an sich hat! nach meiner meinung hilft also eine überzogene tlw. unsachliche kritik an einer doch linken partei, die ca. 8-10% wählerpotenzial hält, überhaupt nicht. und mit 15 bis 20% wäre das auch eine andere partei!!
wer es konsequenter links mag, kann natürlich die standpunkte seiner wählbaren alternative verkünden. ich wäre nicht dessen "feind";)

im übrigen gilt: das sein determiniert das bewusstsein. solange also in der gesell. wirklichkeit eine schmerzgrenze für eine mehrheit nicht erreicht wird, dürfte die empfangsbereitschaft für agit/prop dürftig sein.
der histor. optimimus nährt sich aus der gewissheit, dass die widersprüche innerhalb des imperialismus (einzelstaaten wie bündnisse) auf dauer nicht zu kaschieren denn zu beherrschen sind.
wer also behauptet, links sei tot, hat entweder keine geduld, keine ahnung oder einen auftrag, sowas zu erzählen;)


Am 21. Mai 2017 schrieb marie becker:

"Das tiefe Mißtrauen der Konsumenten in ?ihre? Medien kann der Beginn des Vertrauens in das eigene Denken, in die eigene Kraft sein. "
Eher wohl: Einsicht in den Total-Echec einer Gesellschaft, in der es an Solidarität, Kraft und élan fehlt, um Gemeinschaft zu gestalten. Motto: sehe jeder, wo er bleibe , sehe jeder, was er treibe und wer steht, dass er nicht falle....

und noch etwas: Schultz war Merkels Wahlhelfer von Anfang an...


Am 20. Mai 2017 schrieb opri kommitter:

Woran es den Arbeitern fehlt? - ganz klar an einem Klassenbewußtsein und an Oranisiertheit, an der Führung durch eine Arbeiter- (kommunistische) Partei auf den Grundlagen des wissenschaftlichen Sozialismus.

Das Erwähnen der Partei "Die Linke" ist hier irreleitend. Denn diese Partei nennt sich nur links, sie ist nicht anders als wir es jüngst bei der Syriza erlebt haben: diese Linke ist nicht für das Volk da, sie ist bereit sich mit dem Teufel zu verbünden und sogar Kriegseinsätze abzunicken. Man schaue nur nach Thüringen!
Im modernen Produktionsprozeß sind nicht mehr Massen von Arbeitern zusammen; die Arbeiter lassen sich von korrupten Gewerkschaften am Gängelband führen. Das Aufbäumen beginnt erst, wenn man bereits gekündigt ist; die noch ihren Job haben schweigen und dulden. Das Wichtigste, das leider fehlt: ein Solidarverhalten!




Am 17. Mai 2017 schrieb Albrecht Storz:

Die Linke leidet an dem beinahe schon konstituierenden "Hoch die internationale Solidarität".

Wir haben heute die Situation, dass der Finanzkapitalismus tatsächlich anti-national, eben international, global vernetzt und aufgestellt ist. Während die Internationale der Arbeiter weitgehend ein Traum bleibt.
Woran scheitert diese schöne Utopie? Ich will das nicht alles erörtern. Es genügt aber schon ein Hinweis: es sind u.a. Sprachgrenzen die hinderlich sind.

Um es kurz zu machen: so lange die Linke nicht aus dieser "Falle" heraus findet, wird es nie nichts werden können mit linker Politikgestaltung in Deutschland. Die Linke müsste eine glaubhafte und realistische Antwort auf den Widerspruch finden, dass man zum Einen für alle offen sein will (Migration), und auf der anderen Seite für die "schon dagewesenen" die Situation verbessern will. Man kann aber nicht einen Sozialstaat bauen der nach allen Seiten offen ist, sprich, die Geberseite (die aktuellen Steuerzahler) ist limitiert, die Nehmerseite offen (Zuwanderung, Migration, Asyl).
Niemand kann von den Deutschen erwarten, dass sie so doof sind, diesen Widerspruch nicht zu erkennen.

Meine Einschätzung ist aber sowieso, dass es aus dem "Links" nichts mehr wird, wenn nicht bald in einer übergreifenden Grundsatzdiskussion "das Linke" in unserer heutigen Welt (Zusammenbruch der Sowjetunion, Globalisierung, Neoliberalismus) neu gefunden wird. Einfach nur die Parolen der letzten hundert Jahre immer weiter skandieren - und dann auch noch kurzschlüssig daraus Antworten für heutige Fragen abzuleiten wird auf die Dauer nicht genügen. Schon alleine wegen der Cleverness der Neolibs.


Am 17. Mai 2017 schrieb Der vom Helmholtzplatz:

Hallo Herr Gellermann, schön wieder etwas von Ihnen lesen zu dürfen. Ich hoffe Ihre Genesung schreitet voran. Ich erlaube mir zwei Anmerkungen zu Ihrem Text diesmal nicht vom Helmholtzplatz sondern aus der Berliner U-Bahn.

?Nur Würfeln bewegt mehr?
und da die Würfel nun einmal gefallen sind und bewegungslos rumliegen nimmt sich die SPD diese und legt los:

https://www.welt.de/politik/deutschland/article164628751/SPD-will-straffaellige-Auslaender-unverzueglich-abschieben.htm

15.000 neuen Stellen bei der Polizei, So müssten die Außengrenzen der EU besser vor illegalen Grenzübertritten geschützt werden und so weiter und so fort.


U9 Bahnhof Zoo ? Leopoldplatz (Berlin-Wedding) Berufsverkehr, die Bank neben mir, zwei Bauarbeiter:

?Haste dit jelesen vonne SPD mit die 15000 Polizisten und so? Na wenn dit ma` keene Naßis sind ?!?

"Nein, steht doch drauf, SPD! Kennste doch, Noske, Ebert+Pabst, Münte..., oder "Clemenza" der Leiharbeiter.
Die "Union" (also Zentrum, Preußische Nationalzeitung und Vera Lengsfeld etc., Katholischer Karnevalsverein zu Köln mit Dom, protestantische Einheitssfront von Judäa, Einheitsprotestanten aus Templin, Verein zur Förderung der Beziehungen zw. Saudi Arabien und der Bundeswehr -nicht zu verwechseln mit dem Verein zur Förderung und Huldigung Altdeutschen Brauchtums; also der Bundeswehr- u.a. ), na die ?Union? halt, die wird sich nicht lumpen lassen und noch ein paar "nette" "Antiterrorgesetze" in den Bundestag einbringen. Was für eine Steilvorlage für Schwarz/Braun.

Wenn die Noskes und so wenigstens sagen würden das Krieg scheisse ist, wir holen unsere Soldaten zurück und finanzieren anstatt der Rüstungsindustrie von nun an den Aufbau in den von uns zerstörten Ländern!
Aber so? Schämen sollte man sich."

?Ja ja, der Weihnachtsmann kommt ers` in Deszember, ick weeß. Pass uff Kolleje, hier is` Turmstraße ick muss raus?


Die Bank hinter mir, zwei Damen mittleren alters:

?Haben Sie das auch schon von den neuen Vorschlägen der SPD gehört. Wo bleibt eigentlich der Aufschrei in unserer Presse??

"Fussball-EM oder WM is` grad` nich`!
Egal,
die noch, und nun neu durch die SPD inizierten anstehenden Gesetzesänderungen und Verfassungsbrüche werden, wie immer, medial begleitet werden. Z. B. durch die unaufschiebbaren, sofort zu sendenden Neuigkeiten der Kreisverbandsmeisterschaft im Einhändigspringreiten der Landkreise Hitler- und Himmlertupfingen. WM oder EM is` ja nich`, da müssen die was anderes senden. Mit Livestream und Interviews und gefühlter täglicher mind. 28 Std. Dauerberichterstattung dieses weltbewegenden Ereignisses seit der Mondlandung und dem Fall der Berliner Mauer. Und wie immer werden auch Berichte, in der Spielpause via Macht um Acht und dem ?heute?, über die o.g. Gesetzesänderungen gesendet. Soll noch mal einer behaupten ... . Na Lügenpresse und so`n Zeug."

ACHTUNG ACHTUNG BAHNHOF BIRKENSTRASSE, DIESER ZUG ENDET HIER WEGEN. ÄH PLÖTZLICHEN WINTEREINBRUCHS BEI DER BERLINER S-BAHN. BITTE ALLE AUSSTEIGEN, AAALLE AUSSTEIGEN BITTE! WER ZUM WILLY BRANDT-FLUGHAFEN MÖCHTE DER MUSS SICH NOCH ETWAS GEDULDEN DIE ROLLTREPPEN DORT SIND DEFEKT ODER ZU KURZ ODER SO!

?Na dit is ja en Ding!?
?Was, das mit der SPD oder das mit den Rolltreppen??
?Nee, dit mit die S-Bahn und den Winter im Mai. Die lassen sich ohch immer wat neuet einfall`n warum die Bahn nich fährt. Bei de Russen is dit jelofen mit die S-Bahn, bei sowatt ham die nich jelogen.?

Ich bin dann mit dem Bus weiter.


Am 16. Mai 2017 schrieb Anke Zimmermann:

Von M&Ms wird mir immer schlecht

Macron und Merkel legen einen zauberhaften Auftakt hin, kein Scheiß hab ich wortwörtlich heute so gelesen. Ok, wenn die Sozn das Wort Gerechtigkeit aussprechen, möchte man ihnen das Maul mit Seife auswaschen. Aber warum wählen die CDU? Armin Laschet, ick seh den janzen Karnevalsverein dahinter. Den janzen Adenauer, stramm jestanden, for the USA! Siebzehn Jahr, Kohl! Blühende Landschaften, kommt zur BuGa nach Marzahn, wir haben 120 Mios für Blumen rausgehauen. Deutschland geht es gut, ich kann gar nicht soviel Blumen fressen, wie ich kotzen möchte. Guten Morgen FDP, würg... hört das nie auf? Haben die bei der SPD nicht kapiert, das sie sich mit der Abfuhr an die Linken ins Knie geschossen haben?


Am 16. Mai 2017 schrieb Peter Reindl:

Obwohl ich ja kein Linker bin, lese ich jedoch gerne ihre Beiträge.
Was mich am Wahlsieg der CDU und darüber hinaus allgemein ärgert, ist die Tatsache, dass der Grinsekandidat der CDU, Laschet,
hinsichtlich bevorstehender Koalitionsverhandlungen davon spricht, mit allen demokratischen Parteien reden zu wollen und dabei sowohl die Linke als auch die AfD ausgrenzt. Er merkt garnicht, dass er auch die Wähler dieser zwei Parteien als Undemokraten stigmatisiert. Was bildet sich der Typ eigentlich ein? Ist er hier Richter und Gott in einer Person?

Wenn ich mich recht erinnere, so wurde die Linke in NRW von 2010 bis 2012 als Steigbügelhalter von Rot/Grün benutzt, um eine Minderheitsregierung zu ermöglichen. Fünf Jahre später gilt die Linke auch in den Augen der SPD als undemokratisch. Wie schräg ist das denn?

Als der Parteitag der AfD in Köln stattfand, ging die Linke noch vereint mit den Gewerkschaften, den Kirchen und der SPD demonstrieren, um den Rechtspopulisten ordentlich einzuheizen und einen gesamtgesellschaftlichen Konsens zu symbolisieren. Kurze Zeit später stülpt man den Linken dieselben Vorurteile über, die doch für die AfD reserviert waren. Eigentlich sind die Linken ganz schön dumm: Sie lassen sich instrumentalisieren, ohne es zu merken. Das finde ich schade.

Antwort von U. Gellermann:

Die AfD ist nichts anderes als eine vergröberte CDU: Daher bezieht sie Kader wie Gauland und andere, daher bezieht sie weite Teile ihres Programms. Das muss die LINKE deutlich machen.


Am 16. Mai 2017 schrieb Lutz Jahoda:

VORWÄRTS NIMMER
RÜCKWÄRTS IMMER

Von der Gnade der Reichen zu leben heißt:
Viel fette Worte über magere Kost.
Erstaunlich zu sehn, wer sich selbst damit beißt.
Der Kündigungsbrief liegt bereits bei der Post.

Wer durch redliches Würfeln zu gewinnen glaubt -
Auch hier erstaunt mächtig die recht hohe Zahl -,
Dem hat die Wunschfee das Hirn geraubt.
Na dann, viel Spaß nach der Bundestagswahl !


Am 15. Mai 2017 schrieb Ernst Blutig:

Da die sPD selbst mit Null Änderungen an ihrer neoliberalen Programmatik noch 30% in NRW abgreifen konnte, lässt mich vermuten, daß ein deutlich ausgesprochender politischer Paradigmenwechsel ihreseits samt konkreter Wahlprogramme und einer Ankündigung mit Die Linke koalieren zu wollen der Partei bei der Bundestagswahl deutlich über 30%, ich behaupte sogar über 35% bescheren würde.
Allerdings ham ma scho wieder immer no net Weihnachten und zweitens lehren mich 100 Jahre deutsche Gechichte etwas Anderes.

Schulz "erzählt" - unfreiwillig (komisch) - den Wählern etwas anderes. Nämlich daß er keine Lust hat etwas zu ändern UND es auch nicht kann.
Während es Merkel erfolgreich schafft mit minimalen Aufwand dem Michel zu verklickern, daß sie es nicht kann, aber versucht und vrsucht und ver.... Daß sie aber auch keine Lust hat merkt der Michel nichtmal.

So eng stehts zwischen Merkel und Schulz, cDU und sPD.
Wer diese Knappheit nicht für sich zu nutzen weiß, der ist entweder grunddämlich, also unfähig, oder mit der politischen Agenda von Dritten unterwegs.
Denn nehmen wir mal an die sPD verspricht im Wahlkampf, könnte unter Umständen sogar mit miniGrün regieren und bricht dann einige der Wahlversprechen?
Was hätte sie dann verloren, was sie jetzt gerade schon gar nicht mehr hat?.........Eben!

Noch nichtmal dieses vage Manöver scheinen die Wahlkampfstrategen der sPD einzuplanen. Haben die eigentlich eigene? Oder sind die alle bei der Union oder heissen Kraft?


Am 15. Mai 2017 schrieb Michael Kohle:

Die Sozialdemokraten - Baldrian fürs Volk, für den Lohnabhängigen zumal. Die Wirkung hat lange ganz gut hingehauen, schließlich will das lohnabhängige Volk nur eines, in Ruhe gelassen werden nämlich. Das aber kann Merkel viel, viel besser, sie muss nur wollen. Und wollen tut sie immer, wenn die nächste Wahl ansteht. Und sie weiß auch genau, womit das gemeine Wahlvolk kurzzeitig in die Renitenz getrieben werden kann. Und das Umleitungsschild (Haltet den Dieb!) liefert sie selbst gleich mit. Natürlich litt das arme Volk unter den ewigen Staus auf NRW´s Autobahnen - das war schließlich d e r Schlager von Laschet und Merkel, von dem möglichen Gassenhauer - dieser widerwärtigen Inklusion - weiß das Volk ja nicht mal was das bedeutet und betreffen tut es auch so gut wie niemanden. Was aber die Wahlkämpfer mit tatkräftiger Unterstützung der Medien nicht daran hinderte, den Kaugummi Schulpolitik auf Inklusion einzudampfen und ihn den Grünen an den Hosenboden zu kleben. Soviel hatte man begriffen, mit Autobahnen war den Grünen nicht beizukommen.

Staus auf den Autobahnen in NRW, keine Brücke, die dort nicht als Baustelle ausgewiesen werden muß. Laschet hat ja so recht (gehabt), der hat die Stimmen verdient, ohne Wechsel wird es nichts werden, hat der verständige Bürger sich zuletzt gesagt. Auch wenn z.B. der Stau auf der A1 schon beim Rüttgers, Jürgen (welcher Partei gehörte er an?) beachtliche, volkswirtschaftliche bemerkbare und schädliche Staustunden auslöste. Ein ganzes Land in Prä-Demenz, MAKE NRW GREAT'N FAST AGAIN! Auch wenn die Autobahnen doch eigentlich Bundesautobahnen sind, sonst würden sie ja wohl kaum BAB heißen, oder? Hallo Volk, hallo SPD! Aufwachen? Nö, warum denn, muß das sein? Dass der Bundesverkehrsminister sich gerade dazu anschickt den Verkauf der maroden „ nlagen" in Gänze für einen Appel und ein Ei an irgendwelche Private marktkonform zu verscherbeln, weiß ja auch niemand. Der Highway in privater Hand, einfach nur toll. Das wird ganz bestimmt auch gewährleisten, dass die zusätzlich erforderlichen PKW-Mautstellen staugerecht eingerichtet und ganz bestimmt den Verkehrsfluss ungeheuer beschleunigen werden. Lange hätte dieses umwerfende Wahlargument nicht mehr zur Verfügung gestanden jedenfalls. Und? Was sag(t)en die groko-konditionierten Sozis dazu? Nüschd wäre gelogen, sie geben auch noch ihr vollstes Verständnis dazu.

Die Merkel weiß es genau - Gellermann berichtet aus Aachen: "Sie sind doch nicht dümmer als die Menschen in Bayern. Wenn es Ihnen hier schlechter geht, liegt das daran, dass die Politik das Problem ist". Und Gellermann verweist - zurecht - auf die dumpfen Triebe, deren sich die Parteivorsitzende der Christdemokraten gerade wieder einmal bedient. Was die AfD kann, können wir allemal, so denkt sie wohl. Und tut´s, mit sichtlichem Erfolg, wie wir feststellen dürfen. Wir können und dürfen nach dem Wahlausgang also konstatieren: Nee, ganz bestimmt nicht! Viel dümmer als die Menschen in Bayern sind die Menschen in NRW auch nicht (mehr). Auch wenn die jeweiligen Prozentpunkte noch nicht ganz so konvenieren wie die in Bayern. Da muß schon noch daran gearbeitet werden, einiges hoch- und anderes tunlichst weiter runtergedimmt werden.

Womit ich beim eigentlichen Thema angelangt wäre. Beim Runterfahren, beim Eliminieren von allem was mal links war bzw.hätte sein können. Der Galerist - pardon - schwadroniert in seinem aktuellen Beitrag von einer real existierenden Linken. Bei ihm gibt es noch, was doch längst gnadenlos atomisiert, unterwandert und so gut wie komplett verklappt wurde. Immerhin, so beglückt ist er von ihrem aktuellen Zustand nicht so ganz. Er schreibt: "Das liegt an der mangelnden Kraft der deutschen Linken, aber auch an der mangelnden Konzentration dieser Kraft." Wie - um Gottes Willen - kann er so etwas von sich geben. Wo sich doch rudimentäre Reste der deutschen Linken oder jenen, die solches von sich behaupten, einen einzigen Spass daraus machen, sich gegenseitig den Schädel zu spalten? Bei diesem Unterfangen geht doch die letzte, verfügbare Kraft drauf, andererseits kann dabei von mangelnder Konzentration kaum gesprochen werden.

Gellermann gibt dann das richtige Stichwort "Zuletzt hatte die deutsche Linke im Kapitalismus 1968 eine erhebliche Kraftanstrengung im Kampf um die Medien unternommen." Wie wahr! Es dürfte allerdings auch so sein, dass entsprechende Kreise das auch (bis ins Mark erschreckt) feststellen mussten. Und die seither verstrichenen fünf Jahrzehnte dann doch zu nutzten wußten, dafür zu sorgen, dass so etwas auch wirklich nicht mehr vorkommen kann. Keine Kosten, keine Mühen wurden gescheut, mit durchschlagendem Erfolg. Für die von Gellermann benannte "linke, eher studentisch geprägte Bewegung", wenn es sie jemals gegeben haben sollte, gilt nur noch: Gott habe sie selig! Für irgendeine Betätigung neben oder statt dem Pauken für pflichtige Transferscheine in das postakademische Prekariat bleibt heutzutage keine Stunde mehr Zeit. Die Aufzucht der Nachkommenschaft der Elite erfolgt sowieso größtenteils andernorts, gebührenpflichtig, damit das Proletariat auch keinesfalls auf dumme Ideen kommen kann. Seit „ ologna" ist mit aufmüpfigen Studenten jedenfalls nicht mehr zu rechnen. Wo es nicht mal mehr eine Schokolodenfabrik Sprengel gibt, die seinerzeit weniger Informierte ersatzweise enteignen wollten.

Ach ja, die Arbeiterschaft, jenes angeblich unerschöpfliche Auffangbecken für revolutionäre Absichten, die rottet sich nicht zusammn sondern ihrem unvermeidbaren endgültigen Ende entgegen. Mit Wehmut erinnere ich mich daran, wie mir einst als nichtsnutzigem Studenten - selbst erstellte Flugblätter verteilend um fünf Uhr morgens vor dem Firmentor - von vorbeihuschenden Menschen mit der Bild-Zeitung unter dem Arm Prügel angedroht worden waren. Doch, doch! Solcherlei revolutionäre Gesinnung hat mir Mut gemacht und Hoffnung gegeben. Immerhin soll fünfzig Jahre später die Auflage der Zeitung mit den großen Buchstaben sich nicht mehr in solcher Millionenhöhe wie damals bewegen. Ob allerdings der Zuspruch zu alternativen Medien heuer größer ausfallen dürfte, wage ich trotzdem zu bezweifeln.

Die von Uli G. diagnostizierte schwere Kriste der Herrschaftsmedien, gar noch das von ihm entdeckte tiefe Mißtrauen der Konsumenten in „ hre" Medien und seine daraus resultierende Hoffnung, das kann der Beginn des Vertrauens in das eigene Denken, in die eigene Kraft sein, mit Verlaub, für mich nur ein einziges: Der Wunsch war der Vater des Gedankens. Und selbst wenn dem irgendwann mal so sein sollte, und es sogar den tollen Hebel - wie erwähnt - geben sollte, da gibt es wohl welche an noch größeren Hebeln, die sich ihre Investitionen in die bleibende Allein-
Herrschaft zu schützen wissen.

Eigentlich müsste - womit wir wieder bei den Sozen gelandet sind - unsere frühere Arbeiterpartei doch endlich mal auf den Trichter kommen und sich mal des gemeinen, des gesunden Menschenverstandes bedienen und endlich mal auf andere Ideen kommen, mal endlich was reißen wollen. Leider eben nur eigentlich. Wo nichts ist, dessen kann man sich auch nicht bedienen. Da ist der Münte´sche Imperativ "Opposition ist Mist" doch viel praktikabler, sinnvoller. Mit dem Kopf nicken ist einfacher zu vollbringen, als ihn für anstrengendes Denken zu mißbrauchen.

Antwort von U. Gellermann:

Die von mir zitierte „Vertrauenskrise“, das offenkundig gewachsene Mißtrauen der Normalos gegenüber den Medien, ist in den gewöhnlichen bürgerlichen Medien nachzulesen. Deren Kampagne gegen das Internet, gegen Fake-News und die „bösen“ sozialen Medien ist Reaktion und Prophylaxe zugleich.


Am 15. Mai 2017 schrieb Andreas Gehrmann:

Ja, so ist es! In der real existierenden Fassadendemokratie ist alles möglich, solange das die bestehenden Herrschaftsverhältnisse nicht bedroht. Wahlen sind in Anbetracht der realen Machtverhältnisse sinnlos geworden!


Am 15. Mai 2017 schrieb Axel Biermann:

Zur "Vertrauenskrise" der Medien:

Fehlt zum Recherchieren dir Geduld,
schreib einfach: Da ist Putin schuld!
und wenn es keine Fakten gibt,
dann lüg, bis sich der Balken biegt.
Der Russophoben spezieller Treff
sind ARD und ZDF.


Am 15. Mai 2017 schrieb Ronald Wolf:

Der alte Klassiker "Das Wahlen nichts ändern..." ist immer noch gültig. Wo ist denn der Unterschied zwischen CDU und SPD ? Minimal. In der Außenpolitik sowieso nicht vorhanden. Vielleicht haben die Halblinken weniger Probleme eine SPD zu wählen ( aus irgendeiner Wehmut oder Tradition). Aber mal ehrlich, die Parteien sind doch alle ähnlich machtgeil. Bei den Landtagswahlen kommen dann die örtlichen Befindlichkeiten dazu, spitzenmässig von Uli beschrieben. Vielleicht kann mir mal jemand erklären, warum es Menschen gibt, die FDP wählen ?Über die Klassendefinition braucht man (glaube ich) nicht mehr nachzudenken.Obwohl im Zusammenhang mit den Eigentumsverhältnissen macht es schon wieder Sinn ! Gestern sagte ein kluger Kopf im D-Radio: "Es erfolgt ein Verteilungskampf zwischen Reichen und Armen und ich denke, die Reichen gewinnen..."


Am 15. Mai 2017 schrieb Peter Stribl:

Das Ergebnis zeigt, wieder einmal, daß so ziemlich alles in diesem Land vom Kopf auf die Füße gestellt werden muß. Beginnend mit der Bildung ? keineswegs mit Merkels "Bildungsrepublik", obwohl sie auch hier außer heißer Luft nichts geliefert hat. Nein, Bildung im Sinne von Wilhelm Liebknechts "Wissen ist Macht ? Macht ist Wissen". Dann würde sich auch die Kumpanei der aSPD mit dem Kapital erledigen. Wie viele Anhänger glauben tatsächlich, daß es sich bei der Haltung der Partei(-spitze) um Dialektik handelt? Dabei sollte doch ein ganz grober Überblick und eine kurze Sicht auf die Vermögens- und Schuldenuhr im Internet genügen, um diese Positionen in die Tonne zu treten. (http://www.vermoegensteuerjetzt.de/topic/21.vermoegensuhr.html)

Solange dieser Bildungsauftrag nicht erfüllt ist und Springer, Burda, Mohn und Gniffke in den Hirnen der Wähler nach Belieben rumrühren können, wird sich nichts bessern. Die Informationen aus dem Internet können die tagtäglichen Angriffe auf das Bewußtsein der Massen abmildern. Aber ? nur als Beispiel ? schon morgen wieder wird Putin für sämtliche Cyber-Angriffe verantwortlich sein, selbst wenn die US-Geheimdienste und Microsoft sich immer wieder als Verdächtige Nr. 1 entlarven. Die Zeitung, die das Lügen nicht lassen kann in Koalition mit Gniffkes FaktenERfindern und allen anderen Willigen wird mit ihrem Trommelfeuer dafür sorgen, daß zumindest die "demokratische" Fassade gewahrt bleibt. Umso wichtiger ist es folglich, diesen marktorientierten Ignoranten bis Vollidioten Einhalt zu gebieten mit Werkzeugen wie dieser Internetseite.


Am 15. Mai 2017 schrieb Thomas Nippe:

Dem Artikel kann ich nur voll zustimmen.


Am 15. Mai 2017 schrieb Heinrich Triebstein:

Ich habe dem Genossen Schulz am 25. April die 95 Thesen zu "Wider die Herrschaft der Finanzmärkte" übermittelt, die am 20. April in 'der Freitag' veröffentlicht wurden. Dazu habe ich ihm ein kurzes Begleitschreiben übermittelt, nachdem ich ihm am 3.2.17 einen zweiseitigen Brief geschrieben hatte, der auch ohne Antwort blieb:

"Lieber Genosse Schulz,
heute mache ich es ganz kurz:
1. Wir sind stark, wenn wir als die Partei des 'donnernden Sowohl-als-auch' (Willy Brandt) auftreten. Zuletzt hat das 1998 geklappt.
2. Die SPD in Hessen hat 2008 gezeigt, was in uns steckt. Bildung, Arbeit, Energie waren die Themen, die uns von den Wählerinnen und Wählern mit über 36 Prozent gutgeschrieben wurden.
3. Solidarität mit Gerhard Schröder üben wir dann, wenn wir uns klar machen: Wir haben in der Wahlperiode 1998 bis 2002 der anderen Seite die Hand gereicht, und sie hat uns einen Flügel amputiert.
4. Wenn wir wieder fliegen wollen, brauchen wir den Aufwind der Vielen, die in den 95 Thesen angesprochen sind."

Rainer Mausfeld leitet seinen anderthalb Stunden dauernden Vortrag "Die Angst der Machteliten vor dem Volk" mit der Beobachtung ein, dass schon bei Homer das Volk mit einer Schafherde gleichgesetzt wird und die Regierung mit dem Hirten und seinen Hütehunden. Nie ist in diesem Bild die Rede vom Besitzer der Herde, für den der Hirte seinen Dienst tut.
Dabei sind heute die Voraussetzungen dafür, dass die Vielen eigenständig und selbstbestimmt handeln, so gut wie noch nie. Wie hilflos war die Regierung, die große Koalition der kleinen Themen, als die Geflüchteten kamen. Es war die Zivilgesellschaft, die ihr aus der Patsche geholfen hat.
Gegen -gidas (außer in Dresden) und AfD standen und stehen durchweg mehr Demonstrierende auf der Straße als Anhänger und Mitläufer.
Eben diese Zivilgesellschaft ist gefragt, die Themen in die öffentliche Debatte einzuführen, die bei Robert und Edward Skidelsky "Basisgüter" genannt werden und zu denen alle Menschen weltweit Zugang haben müssen: Gesundheit, Sicherheit, Respekt, Persönlichkeit, Harmonie mit der Natur, Freundschaft, Muße. Kein Geld? Holen wir es aus der Produktion der Tötungsmittel und übertragen wir es in die Bereitstellung von Lebensmitteln.


Am 15. Mai 2017 schrieb Matthias Brendel:

Diese Deutschen haben in der Masse noch zu ihrem, erst später als böse erkannten, Führer gehalten, als kein Stein mehr auf dem anderen stand.
Insofern ist es nicht überraschend, dass eine Frau Merkel, deren Politik nicht zuletzt für volle Regale im Supermarkt steht, nicht abgewählt werden wird.
Die sPD wird sich solange verkleinern, bis sie irgendwann einmal erkennt, dass sie nicht die Partei der Bonzen und Oligarchen sein kann und nicht ist und in erfolgreicheren Zeiten auch niemals war.
Die Mäuse wählen weiter die fetten, grossen Katzen, es gibt keine anderen Mäuse, die zur Wahl stehen.
Wenn im Herbst alles so weitergeht, wie bisher, vielleicht mit noch mehr Kriegseinsätzen in fernen Ländern, noch mehr Terror auf den Strassen, den nächsten Millionen traumatisierten Geschenkmenschen, die durch unsere Kriegshandlungen in unser Land strömen müssen und die Sozialsysteme überlasten, wird man sich vielleicht immer noch tapfer um unsere ewige Kanzlerin scharen, denn sie ist natürlich weiterhin alternativlos.
Aber andererseits sind weitere vier Jahre Merkel auch eine lange Zeit.

Alternativlos an dieser weiter in eine unabwendbare Katastrophe laufende Politik ist deshalb auch, dass irgendwann damit Schicht ist und das lässt ein Fünkchen Hoffnung zu.
Leider wird das erst dann sein, wenn sich die politischen Verursacher davon gemacht haben und das Land in Trümmern liegt, aber das kann man sich momentan nicht vorstellen, wo täglich neue Siegesmeldungen über das erfolgreiche Agieren dieses neuen, alten, ewigen Deutschlands durch den Äther gejagt werden.

Der Rest der Welt hasst mittlerweile diese Deutschen, die zum xten Male die Welt beherrschen wollen und dabei immer wieder gründlich auf die Schnauze fallen.
Es wird weiter gelogen, dass sich die Balken biegen, Ramstein und nine-eleven sind hässliche Verschwörungstheorien, Krieg ist friedenserhaltend, noch mehr Massenvernichtungswaffen müssen her und alle ausser unser Mutti sind Schweine.
Also heisst es:
Zähneknirschen und weiter Tag für Tag die Kriegsberichte verfolgen, das ist zwar wenig unterhaltsam , aber es sorgt für Einschlafquote.


Am 15. Mai 2017 schrieb Alexander Kocks:

"Nur Würfeln bewegt mehr" ist der treffende Kommentar.
Die Wähler in NRW wollen das gleiche Theaterstück auch in Zukunft sehen und hören und haben lediglich die Schauspieler ausgetauscht in der Hoffnung dass ihnen das Stück dann besser gefällt.


Am 15. Mai 2017 schrieb Fritz - Ulrich Hein:

Bei allem Jubel, der bei der CDU ausgebrochen ist, soll nicht ausgeblendet werden, dass Herr Laschet nicht gewählt wurde, da er sein Direktmandat in Aachen nicht bekam. Ein weiterer Irrtum: Die CDU hat nicht gewonnen, sondern die SPD wurde ob ihrer desaströsen Sicherheits-, Bildungs- und Umweltpolitik abgestraft und die Grünen haben leider den Einzug ins Parlament geschafft, obwohl sie den größten Anteil am Machtverlust haben. Ein MP, der/die noch in letzter Minute bestreitet, dass es No go Areas gibt, hat sich nie mit Polizisten vor Ort in den Brennpunkten unterhalten. Ein MP, der durchgehen lässt, dass der Koalitionspartner mit seinem ideologischen Sturkopf Arbeitsplätze sichernde/schaffende Unternehmen durch Bürokratiewahnsinn vergrault und Umwelt- nicht mit Landschaftsschutz einhergehend kombiniert, verliert an Glaubwürdigkeit. Ein MP, der dem ideologischen Wahnsinn hinterher läuft, dass geistig Behinderte mit nicht geistig Behinderte zu den gleichen Lernerfolgen verholfen werden muss, hat den Knall all derer nicht gehört, die für ihre nicht geistig behinderten Kinder bessere schulische Bildung fordern.


Am 15. Mai 2017 schrieb Gerhard Guldner:

Die verbitterten Sozen Charlottenburg-Wilmersdorf waren am Wochenende bei ihren desolaten Freunden in Paris (5. Arrondissement).
Danach wird Emmanuel Micron gänzlich anders wahrgenommen als in unseren Leitmedien, wo ja von „sozialliberal“ und „linksliberal“ die Rede ist.
Richtiger scheint der Eindruck unserer Freunde: Ein kleiner Bonaparte, der möglichst viele machtbegrenzende Regeln ausser Kraft setzen will.


Am 15. Mai 2017 schrieb Dirk Gehlhardt:

Die Marxisten und die Arbeiter. Irgend wie eine wohl für immer unvollendete Liebe?
Die Idee, die Stellung in der Gesellschaft von einem juristischen Begriff, dem des Besitzes, abzuleiten, hat seinen Charme. Es ist einfach. Erst mal. Man besitzt die Produktionsmittel, oder eben auch nicht, verfügt über sie und ihre Resultate. Und natürlich ist da was dran.
Noch netter ist die Idee, mit der Änderung der juristischen Stellung die Gesellschaft zu ändern. So wie in der bürgerlichen Gesellschaft regelmäßig das Böse bekämpft wird, in dem man es verbietet und, wo es schon verboten ist, höhere Strafen androht.
Nur, so einfach scheint es nicht zu sein.
Eigentlich schade....


Am 15. Mai 2017 schrieb Gerd Wirth:

Ich weiß zwar nicht was sich der Wähler in NRW von einer CDU/FDP Regierung verspricht, doch der Wähler hat entschieden. Mit ziemlicher Sicherheit haben die Massenmedien dazu beigetragen, weil es die dahinter stehenden Konzerne so wollten. Aber trotzdem bleibt die SPD eigenverschuldet, denn wählbar ist die SPD seit der Kanzlerschaft Schröder schon nicht mehr, denn wer mit der Agenda 2010 seine eigene Klientel verrät hat keine Wählerstimmen verdient. Schulz schwätzt zwar viel von Gerechtigkeit, doch welche Gerechtigkeit er genau meint lässt er aus und von Schröder und der Agenda will sich die SPD ebenfalls nicht verabschieden. SCHWARZ/GELB ist nicht arbeitnehmerfreundlich, sondern fördert lediglich viele weitere Niedriglohnjobs. CDU und FDP sind sehr große Freunde von Schröders Agenda 2010, einschließlich Leih- und Zeitarbeit sowie niedrige Renten bei langer Lebensarbeitszeit, welches die SPD als deren Erfinder allerdings ebenfalls weiterführen würde. Genau das ist hier das Problem, der Arbeitnehmer weiß nicht mehr warum er die SPD wählen soll. Also wählen einige die LINKE und andere die AfD, je nachdem wer was für sich persönlich als die bessere Lösung ansieht. Allerdings kann SCHWARZ/GELB keine Lösung für Arbeitnehmer darstellen, weil diese Konstellation reine arbeitgeberfreundliche Politik betreibt und CDU/FDP bereits mit der Aufhebung der Parität bei den Krankenversicherungsbeiträgen den Beweis ihrer ausführenden Politik erbrachten. Somit hat sich der als Arbeitnehmer tätige Wähler in NRW falsch entschieden. Es bleibt nur zu hoffen, dass es im Bund nicht auch zu einer SCHWARZ/GELBEN Regierung kommt.


Am 15. Mai 2017 schrieb Marc Britz:

Die Linke schafft es als einzige auch im Bundestag vertretene Partei nach jetzigem Stand nicht einmal ins nordrhein-westfälische Parlament.
Alle anderen Parteien über fünf Prozent wollen wirtschaftspolitisch und geostrategisch mehr oder weniger das Selbe (auch die turbokapitalistischen Moslem-Hasser von der AfD).
Unter der Annahme dass die Linke als einzige Partei eine Gegnerschaft von Nato und Wall Street repräsentiert, müssen wir zur traurigen Einsicht kommen, dass weite Teile der Bevölkerung (und eben auch jene "Arbeiter" die nur noch ihre eigene Romantik in SPD und Taubenzüchterverein feiern) augenscheinlich keine tiefgreifende Veränderung der Gesellschaft in Richtung sozialer Gerechtigkeit und weltpolitischem Frieden wollen.
Wenn dieses Ergebnis tatsächlich die Bundesdeutsche Befindlichkeit spiegeln sollte, bedeutet das entweder, dass die systemimmanente Tiefenindoktrination nach wie vor zu gut funktioniert, oder dass die Schmerzgrenze einfach immer noch nicht erreicht ist.
Zur Entfernung der Tiefenindoktrination gibt es Menschen wie Uli Gellermann, und für die Überschreitung der Schmerzgrenze gibt es weitere vier Jahre große Koalition. Wo aber ist die Partei für die späte Einsicht der Bevölkerung? Ich habe bei solchen Ergebnissen für die Linke leider doch so meine Zweifel dass es nur an den Anderen liegt.

PS: Freue mich dass es Ihnen wieder besser geht! Wie immer Danke und freundliche Grüße!


Am 15. Mai 2017 schrieb Hella-Maria Schier:

Ich glaube eine Identifikation als "Arbeiter" als einem Begriff mit eigener und kämpferischer Würde gibt es so gut wie nicht mehr. Würde setzt heute voraus, immer weiter nach oben zu streben und solange man das nicht kann oder wenn das nicht geht, dann hat man eben keine, dann ist man halt der Verlierer im Spiel und Verlierer haben nichts zu erwarten. Sie können nur würdevoll verlieren und die da oben bewundern, sich mit ihrem Erfolg identifizieren und so ein bisschen teilhaben am Glanz. Und das lässt man sich nicht gern kaputtmachen von Linken, die einem die eigene traurige Situation vor Augen führen. "Die süßesten Früchte fressen nur die großen Tiere, nur weil die Bäume hoch sind und diese Tiere groß sind, die süßesten Früchte schmecken dir und mir genauso, doch weil wir beide klein sind, erreichen wir sie nie." erklärt die Entenmutter in einem Hit aus den 50 er oder 60er Jahren der kleinen Ente, die sich über die soziale Ungerechtigkeit empört und zum "hohen Gericht" gehen will.."Was sind das, sagt die Maus, für dumme Faxen, die Kleinen müssten dann doch erstmal wachsen." Das Dumme ist, das Mäuse und Enten auch beim besten Wachstum eben niemals große oder fliegende Tiere werden können, die an die süßen Früchte in den hohen Bäumen herankommen.
Aber sie tun ihren Teil der Arbeit unten an der Basis ohne die der hohe Baum keinen Halt hätte und sie hätten das Recht auf ihren Anteil. Die kleine Ente rebelliert, wie damals die 68er, und wird von den "vernünftigen" Erwachsenen zur "naturgegebenen" Ordnung zurück gerufen, heute alternativlos genannt. Sie muss einsehen "das beste, das unsereins (!) hat, das ist der Salat", wenn es nun mal so ist, dass manche Höhen und Genüsse ihr naturgemäß immer verschlossen bleiben werden. Aber da dieses Schicksal unentrinnbar scheint, denkt sie nicht gern darüber nach und wehrt in Zukunft diejenigen ab , die an das Trauma rühren und erwarten, dass sie für ihr Recht kämpft.
Und wenn dann andere von außerhalb kommen, die auch klein sind, oder noch kleiner und es aussieht, als ob die bevorteilt und gefördert werden könnten, vielleicht gar Zugang zu den süßen Kirschen bekommen, dann fällt den kleinen Enten ihre verdrängte Unzufriedenheit und Rebellion wieder bitter ein. Diese Demütigung wollen sie nicht erleben und viele richten ihre Wut auf die zugewanderten Tiere. Diese Wut könnten die linken Partei-Tiere nun aber nutzen, um sie gegen die großen Tiere umzulenken, - aber sie haben leider keine Lust mehr auf die kleinen Enten, da sie große Tiere mit Kirschenanteil
geworden sind. Angeekelt schimpfen sie nur über den "Rassismus" der empörten Enten und um den zu bekämpfen schließen sie sich sogar mit den ganz großen Tieren zusammen, die das doch eigentlich alles erst verursacht hatten. Denen ist das recht. Die empörten Enten haben nun niemanden mehr außer vielleicht "den Bösen" ganz rechts, denen man sie zugeordnet hat. Also gehen sie halt dorthin.


Am 15. Mai 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

Es ist eine große Freude deinen Artikel zur NRW Wahl, während ich diese mit großem Interesse verfolgt habe, in meinem Postkasten vor zu finden. Vielen Dank, für deine unermüdlich, wichtige Arbeit, die immer wieder hilfreich, bei der Einordnung und der Erkenntnisgewinnung ist, und oftmals so spannend geschrieben, wie ein Politkrimi. Besonders beim heutigen Artikel ist erwähnenswert der geschichtliche Aspekt, und die saubere Recherche und Analyse des Desasters in meiner Heimat NRW, und die Rolle der Medien.
Die sPD lernt wie immer, nach verlorenen Wahlen; nichts. Sie müssen wieder in Klausur, um zu analysieren, woran es denn gelegen hat, und ein schwarzer Tag, wie sie es immer im Nachhinein mit Knittergesicht in die Kamera schwätzen, ist es sowieso. Dabei ist es ganz einfach:
Sie haben alles aufgegeben, sie haben all das verraten, wofür sie einmal zumindest in Teilen eingestanden sind, und für den Arbeiter ziemlich klar war, in der Gewerkschaft und in der sPD zu sein. Kommunisten haben sich nachdem Verbot der KPD eher schwer getan, die sPD zu wählen. Ziemlich gesichert ist, dass sie eng in den Betrieben mit der sPD, nach 1956 zusammengearbeitet haben. Und das auch noch, als Brandt 1972 den Radikalenerlass unterschrieben hat, und vielen Frauen und Männern, die Berufs- und Lebensperspektiven geklaut wurde; in allererster Linie hat es die getroffen, die in der DKP organisiert waren. Lehrer, aber auch Briefträger und Feuerwehrleute. Das Misstrauen an der sPD Führung ist vor allem bei den Kommunisten geblieben. Die sPD und der Staat; eine unheilvolle Allianz, weil sie den Verrat an denen beeinhaltet, die sie gewählt haben, nämlich; der Arbeiter. Die Hartz 4 Gesetze, der Knast für die, die dort gelandet sind, und das Grundgesetz hat den Schröder doch nicht geschert. Vergleichbar, das Prinzip der Hartz Gesetze mit der Schwarzen Pädagogik, der 50ziger, sechziger bis weit in die siebziger Jahre, die die Heimkinder- und Jugendlichen erleiden mussten.
Sanktionen, Reglementierung, Unterdrückung und Zwangausübung.
Sachbearbeiter, mit solch einer macht auszustatten, dass sie entscheiden können, ob eine Kürzung, eine Streichung der mickrigen Gelder, gerechtfertigt ist. Beliebig, weil sies können, und ihnen immer etwas einfallen kann, dass als Begründung reicht. Keine Bereitschaft in der sPD zu reflektieren, zu analysieren, ohne nach dem Honigtopf zu schielen.
Sie sitzen seit Jahren komfortabel ausgestattet im Deutschen Bundestag. Von den Arbeitern, vom Volk sind sie lange abgekoppelt; weil sie in ihrer eigenen sPD Welt leben, und der Verrat ist das Markenzeichen. Das die Macht- und Kräfteverhältnisse so sind, und nicht anders ist möglich geworden, weil Deutschland ausgewählt wurde, als erstes Land offen un mit aller Härte gegen die Interessen der Mehrheit vorzugehen, um den Neoliberalismus in Schwung zu bringen,und dem dem Kapital den roten Teppich auszulegen, um dann in der EU Deutschland als neoliberales, gelungenes Experiment zu präsentieren. Schröder und Fischer haben das hinter geschlossenen Türen abgekaspert, und der Hartz, der Schlingel, der wohl einigen, lustvollen Momenten nicht wiederstehen konnte, mindestens aber den Betriebsrat beglücken wollte; natürlich völlig uneigennützig, meldet sich nun zu Wort, um Frankreich die "Arbeitsmarktreformen" nahe zu bringen. Armes Frankreich.
Sollte die Linke nicht reinkommen, hätten wir die Wiederholungsmöglichkeit von CDU und der FDP. Darauf ein Möwenpieck.
Das Land wird mit diesen Egoisten lahm gelegt und blockiert, weil Veränderungen und Fortschritt in jeder Beziehung unterdrückt, negiert, übersehen werden, weil es politisch nicht gewollt ist. Die Zeitungen sind weitestgehend privatisiert; und das heißt, dass das geschrieben wird, was die wollen, denen das Käseblatt gehört.
Auflagen sind die Devise, Qualität findet sich bei einigen der alternativen Medien.
Umso mehr ist es ein Wert an sich; die GALERIE zu unterstützen, allerdings geht die Gesundung, und die Gesundheit des Galeristen immer vor, und dass, lieber Uli wirst du sicherlich nicht vergessen, wenn die politischen Ereignisse sich mal wieder überschlagen.
Ja, und noch ein Danke für die Information, dass das TAGESSCHAU BUCH nun erworben werden kann


Am 15. Mai 2017 schrieb Andreas Schell:

Und jetzt? Die Linke leidet offensichtlich schon ohne Koalitionsvertrag unter rot-rot-grün, weil sie sich nicht klar genug von diesem völligen Schwachsinn mit den NATO-Hofschranzen distanzieren will. Zu sehr lockt den linken Vorstand der staatliche Futtertrog. Die Linke wäre die einzige Partei, die das Thema "soziale Gerechtigkeit" noch glaubhaft für sich beanspruchen könnte! Sie ist die einzige Partei, die zumindest lauf Programm aus der NATO raus will (und redet doch um den Brei herum).
Es hat heute nicht geklappt und wird mit Kipping und Riexinger vs. Wagenknecht im Herbst vielleicht auch nicht klappen.
Keine Opposition ist aber das Gleiche wie keine Demokratie. Ich mache mir größte Sorgen um unsere Zukunft, denn "weiter so" ist der Weg in den Krieg.
Insofern ist der Gedanke, die nicht mehr vorhandene parlamentarische Opposition durch eine außerparlamentarische zu ersetzen, ein kleiner Trost und eine gute Aufgabe für schlaue Leute. Also: Hirn an, auf ins Internet, raus aus den Parteien.


Am 15. Mai 2017 schrieb Paulo H. Bruder:

Auch Ihr Beitrag, Herr Gellermann, umgeht den Begriff "Klasse" bzw. "Klassengesellschaft". Dasselbe tut die SPD, tut DIE LINKE, tun die Gewerkschaften. Die Macht um acht sowieso.


Am 14. Mai 2017 schrieb Der Linksliberale:

Lieber Uli Gellermann, ich leide! ist es wirklich so, dass die Schafe Ihren Metzger selber wählen? Jedes Reden mit den Menschen in meinem Umfeld meint am Ende: So geht es nicht mehr! Und heute sieht mich das CDU-Mondgesicht mit dem eingeschraubten Grinsen an und erklärt mir die abstruse CDU-Welt der sozialen Gerechtigkeit, hinterher dieser braungebrannte, telegene Sonnyboy der FDP mit diesem Slogan "Leistung lohnt sich", er meint es nur materiell. Dann noch die völlig losgelöste, frei über den Abgehängten schwebende, SPD Führungsriege in Bild und Ton. Die will es nun unserer Rautenkanzlerin mal richtig zeigen? was sie zeigen wollen sagen sie nicht. Nicht die SPD hat verloren in NRW, der soziale Verstand hat verloren und führt nun in NRW ein Nischendasein bei den Linken und dem "Kloster der armen Brüder" in Düsseldorf.


Am 14. Mai 2017 schrieb Rena Schneider:

Eine perfekte Analyse. Sie muß "nur" ins Machen umgesetzt werden.


Am 14. Mai 2017 schrieb Peter Meissner:

Die Wahlen sind sauer, sagte der Fuchs Gellermann, die Erfolge hängen zu hoch.


Am 14. Mai 2017 schrieb Gerit Schubert:

Der westdeutsche Arbeiter im traditionellen Sinne scheint bestens gepampert, möchte wohl eher der "hart arbeitenden Mitte" zugerechnet werden; der salbadernde Martin suggeriert das ja auch. Hat dabei wohl die Automotive-Stehkragenproletarier im Blick. Und der Rest? Der traut den wohlbestallten Sozis halt nicht mehr über den Weg, kann man verstehen. Und wählt AfD. Kann man nicht verstehen. Aber nachvollziehen.

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