Neutralisieren, ausschalten, eliminieren

Die Zukunft des Islam im PEGIDA-Zuschnitt

Autor: U. Gellermann
Datum: 18. Dezember 2014

"200 Dschihadisten neutralisiert", erzählt der französische Verteidigungsminister Jean-Ives Le Drian jüngst einer Öffentlichkeit, die schon weiß, dass Dschihadisten Terroristen sind und dass die wiederum Islamisten sind und wo der Islamist ist, da kann der Islam, denkt sich der gewöhnliche Bundesbürger, nicht weit sein. Das schöne Wort "neutralisieren", gern mit ausschalten oder eliminieren übersetzt, kommt aus dem James-Bond-Wörterbuch: Es klingt nach Mann gegen Mann, nach Abenteuer und trockenen Martinis. Dass es sich um heraushängende Gedärme handelt, um spritzende Gehirnmasse und abgerissene Gliedmassen, wenn "neutralisiert" wird, wer mag das schon wissen in einer Welt der Gewissheiten von Gut und Böse.

"In Deutschland sympathisiert fast jeder zweite Bundesbürger mit Demonstranten, die gegen die Terrormiliz 'Islamischer Staat' und die 'Islamisierung des Abendlandes' auf die Straße gehen", weiß die angeblich intellektuelle ZEIT zu berichten und tischt dem erschrockenen Leser eine selbst hergestellte Neuigkeit auf: Jetzt geht es auf den Dresdener Straßen, behauptet die ZEIT in ihrer Umfrage, also auch um den Kampf gegen den IS. Auch wenn die PEGADISTEN sich bisher eigentlich auf das Abendland beschränkten, da die ZEIT die beiden Kämpfe in ihrer Umfrage miteinander verklammert, liegt sie voll im Trend. Der Islam, na schön, der radikale Islam, muss bekämpft werden wo er auftritt. Abendland, Morgenland, es geht, wie immer, um Menschenrechte.

Leute wie der Außenminister Frank-Walter Steinmeier sind es, die solche Trends herstellen. Sollen doch bald Bundeswehrsoldaten in den Irak und weil sich Steinmeier nicht ganz sicher ist, ob denn auch wirklich alle SPD-Bundestagsabgeordnete diesem Einsatz (auch Operation genannt, Mission oder Mandat, aber keinesfalls "Krieg") zustimmen werden, schreibt er denen einen Brief, in dem er eine "Bitte der irakischen Regierung nach Unterstützung" erwähnt, der man sich nicht "verschließen" könne. Der Befreiung der Sprache vom Sinn geht immer und gern die Entleerung des Gehirns voraus: Wer ist die "irakische" Regierung? Sie wurde unter Kriegsrecht gewählt und ist letztlich das Produkt eines Krieges, den die USA gegen den Irak geführt haben, und der ein zerstörtes, zerrüttetes, zermürbtes Land hinterlassen hat. Saddam wurde "neutralisiert", Mission Accomplished, es ist vollbracht, Land kaputt, Auftrag erledigt.

Nun sollen auch die Deutschen - so will es eine Regierung, die ob der Pegadisten Sorge heuchelt - in den Irak und heizt so die allgemeine Islamophobie mit einem "Einsatz" an. Seit mehr als zehn Jahren ziehen deutsche Soldaten in den von den USA ausgerufenen "Krieg gegen den Terror". Und zumeist wird den Gegnern in diesem Krieg das Etikett des Islam angeklebt. Doch der Westen, in dessen Zwangsjacke deutsche Regierungen gern und begeistert stecken, macht mehr als ankleben. Er produziert geradezu islamistische Terroristen: Von den afghanischen Taliban, die dem Westen ein guter Partner im Kampf gegen die Sowjetunion waren, über die Zerstörung Libyens, die Terror-Banden aller Art hervorbrachte, die mit dem Islam wedeln um ihren Raubzügen eine religiöse Maske aufzusetzen, bis hin zum Versuch eines Regime-Changes in Syrien, der dem "Islamischen Staat" fast so viel Geld, Waffen und Personal zuführte wie der Irak-Krieg.

Die Politikwissenschaftlerin Gesine Schwan, sie wollte mal Bundespräsidentin werden, sagte vor ein paar Tagen bei Günther Jauch: "Was früher das Judentum war, ist heute der Islam." Sofort meldet sich in der WELT der Pawlowsche Terrier Henryk M. Broder und beißt wild um sich: "Gibt es irgendwo einen jüdischen Staat, in dem Dieben die Hände abgehackt, Ehebrecherinnen gesteinigt und Homosexuelle aufgehängt werden?" Das ist der eklige Schaum vor dem Mund, der sich in Deutschland Staatsraison nennen darf und dem keiner die Frage entgegenhält ob es irgendwo einen arabischen Staat gibt, der in wenigen Tagen 500 Kinder umgebracht hat, wie das die israelische Armee in Gaza so tapfer leistete.

"Die Angst vor radikalen Islamisten treibt laut der Umfrage eine Vielzahl der Menschen in Deutschland um. 73 Prozent der Bundesbürger gaben an, Sorge zu haben, dass der radikale Islam an Bedeutung gewinnt", schreibt die ZEIT und schämt sich nicht. Denn die ZEIT, eines der vielen deutschen Pro-Irak-Krieg-Medien, ist an der Herstellung radikaler Islamisten führend beteiligt. Wie die vielen anderen Zeitungen und Sender, die sich bis heute nicht bei ihren Konsumenten für ihre Zustimmung zum Afghanistan-, Libyen- und Syrienkrieg entschuldigt haben. Sie alle sind PEGIDA.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 21. Januar 2015 schrieb Caroline Bischoff:

die selbstmord - attentäter sind
vor ein paar jahren in die welt entlassen worden.
die kämpfer wollen den alten orient in den alten grenzen wiedererobern.
alle, die in diesen grenzen weiterleben wollen + nicht mit diesem lebensstil
einverstanden sind,
müssen das orientalische reich verlassen
oder sie werden getötet.
der markt des orients erzielt gewinne
nur noch für das volk
+ der schon erzielte gewinn
( z.b. : öl - geschäft der saudis )
wird dann auch auf das volk verteilt.
die neuen volksvertreter
werden sich um die kämpfer kümmern
+
sie entweder einsprerren oder
die kämpfer selbst ziehen sich
nach dem erfolg wieder zurück
in Ihre gebiete.

so einfach ist das !


Am 05. Januar 2015 schrieb Brigitte Mensah-Attoh:

Das Sympathische an der RATIONAL-GALERIE ist die KLARE SPRACHE.

KRIEG! - neiin! Das könnte die Leute abschrecken, verstören - es könnte im Sinne der Militärstrategen und ihrer Verhüllungskünstler verdammt kontraproduktiv wirken.
Die Erfinder nichtssagender Wortschöpfungen - und davon gibt es eine Menge - denken sich sehr wohl etwas dabei (werden sicher auch sehr gut dafür bezahlt!):
Otto-Normal-Bürger soll Sand in die Augen gestreut bekommen, wenn von
"Mission" - "Mandat" - "Operation" die Rede ist - sooo harmlos wie das klingt.

KRIEG dagegen... da erwacht man aus seiner Lethargie, da überlegt es sich bestimmt manch einer, ob er daran teilnehmen will bzw. ob er einen seiner Söhne opfern würde. Unter Krieg kann sich jeder denkende Mensch zumindest seinen eigenen Tod/den anderer junger Menschen vorstellen: Schmerzen, herausgerissene Gedärme, Blut, abgerissene Gliedmaßen usw...
(Ob Joachim Gauck usw. gelegentlich auch einmal einen Gedanken daran verschwenden?)
Die Wurzel allen Übels ist eine verlogene Sprache.


Am 22. Dezember 2014 schrieb Rudolf Steinmetz:

Zum Fundamentalismus der NATO:die Oligarchen der USA sind überzeugt, sie (und Israel) seien auserwählt zu richten und zu verdammen, so der US-Vice Joe Biden: ?Wir Amerikaner können nicht verlieren. Denn wir sind von Gott auserwählt um die Welt zu führen?: https://www.youtube.com/watch?v=dcKVCtg5dxM


Am 22. Dezember 2014 schrieb Rudolf Steinmetz:

Und wer organisiert PEGIDA? Jürgen Elsässer, George Soros oder Samuel P. Huntington oder `die unsichtbare Hand´? IST DIESE FRAGE BLÖDSINN ODER NICHT?

In "Masse und Macht", seinem 1960 erschienenen Hauptwerk beschreibt und analysiert der Literaturnobelpreisträgers Elias Canetti die Dynamik von Menschenmassen um der Frage auf den Grund zu gehen, warum und in welchen Situationen Menschenmassen einzelnen Befehlshabern gehorchen oder Anführern folgen.


GEORGE SOROS hat dieses Werk offenbar gründlich studiert, Jürgen Elsässer wohl nur oberflächlich, sonst würde er PEDIGA nicht so naiv beschreiben, wie er es hier tut PEGIDA: Morgen singen 20.000 Menschen Weihnachtslieder: http:/juergenelsaesser.wordpress.com/2014/12/21/pegida-morgen-singen-20-000-menschen-weihnachtslieder/


Trotz aller Beteuerungen ist der anti-islamische Reflex bei PEGIDA nebst Derivaten nicht zu übersehen, und die Muslime werden damit zum Sündenbock für Terrorismus und verfehlte Integrations-Politik. Daher gibt es für Muslime dort nichts zu gewinnen.

IM ÜBRIGEN GIBT ES FÜR MUSLIME im Koran keinerlei Erlaubnis für Demonstrationen. Ihre Waffe ist das Gebet. Wer sich daran nicht hält, und dem Mob hinterherläuft, der sollte sich die traurigen Resultate der Soros-gesteuerten Arabellion anschauen: IS/ISIS, Massenflucht in den verabscheuten Westen - und PEGIDA. 

IN WELCHEM SCHLAMASSEL so etwas enden kann, das berichtet JÜRGEN TODENHÖFER:

http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-49023.html
INSOFERN kommen diese beiden hier der Wahrheit näher: KenFM im Gespräch mit Gerhard Wisnewski über PEGIDA und die Strippenzieher: https://www.youtube.com/watch?v=_52d7fOM0uM


IM ÜBRIGEN SOLLTE MAN AUCH DIESE THESE von Byung-Chul Han, hfg Karlsruhe, nicht ausser Acht lassen `Warum heute keine Revolution möglich ist´:
http://www.sueddeutsche.de/politik/neoliberales-herrschaftssystem-warum-heute-keine-revolution-moeglich-ist-1.2110256


Am 21. Dezember 2014 schrieb Eckhard Schmidt:

Herr Gellermann,
ich frage mich wirklich, ob es sich lohnt, mit jemand der allen ernstes behauptet, der faschischmus (natürlich nur über eine gedankenbrücke und als national"sozialismus" bezeichnet) sei eine form des Antikapitalismus! auf der sprachlichen ebene, auf die er hier ausweicht, herumzu"kebbeln"
Bei diesem text!
Beim ersten lesen haben sich bei mir "die nußnägel hochgeklappt" wie man im Volksmund manchmal sagt, was aber auch sagt, das ist so blödsinnig, dass weitere Befassung nicht lohnt.Der text ist einfach "dummfrech" , ich sage absichtlich nicht dummdreist, denn das enthält noch positive restelemente.
Nun, die diskussion findet statt, deswegen...
nehmen wir mal die sprachliche ebene, auf die der Raaben-autor ja ausweicht.
Pieksen wir mal hinein in diese aufgeblasene sprachwurst, machen eine art sprachbiopsie.....
Was haben wir da ... nachdem viel seltsam braune brühe entwichen ist.. an der nadel?
- begrifflisch abschmieren... also negativ. Mal sehen, wies der Autor mit der Begrifflichkeit hat...
DER ISLAM; SOGAR DER "FRIEDLICHE" SEI
STOCKREAKTIONÄR UND RECHTS!
MMM Gemeint ist ja das Gedanken/vorstellungsgebäude der Religion und das soll so sein? Eine historische Betrachtung reicht, um das zu entlarven als das, was es sein soll: eine verunglimpfung durch Belegung mit negativen begriffen, mehr nicht, denn beide begriffe sind aus der moderne, die Religion dagegen uralt. Reaktionär ist frühestens bei der franz. rev. zu verorten und rechts erst bei formen des Parlamentarismus! Über die Verunglimpfung hinaus sagt das nix , aber gar nix aus! Wie blödsinnig diese begifflichkeit ist, sei noch kurz dargelegt :
Ein wesentliches element von "rechts" ist das nationalistische. Religionen sind aber von der Entstehung her (weils gar nicht anders möglich war, denn nationalstaaten haben sich eben erst sehr viel später herausgebildet) und auch vom Prinzip her "internationalistisch" und das wäre eher "links"!
...zweite nadel.. "kein bomot (gemeint ist sicher Bonmot, nehmen wir das mal als verschreiber, obwohl die Vielzahl dieser verschreiber schon seltsam anmutet) über das man GESTOLPERT ist, auszulassen....
Nun, dass Bonmot hier etwas fremd anmutet, kommt daher, dass es eher in die gesprochene sprache gehört. Das ist ja noch ok. Aber "gestolpert"? Herr Gellermann ist also über ein Bonmot gestolpert und hat es dann verwendet? Ein eigenes kann es ja wohl nicht sein, denn die Vorstellung, er hätte ein eigenes Bonmot fallen gelassen , wäre dann darüber gestolpert und hätte es dann verwendet, ist ja wohl abwegig. Also ein fremdes? Wäre ja ok, man verwendet das Bonmot eines anderen aber man stolpert darüber... weiter will ich gar nicht gehen, z.b was stolpern beinhaltet....
frech, nicht wahr, diese Wortwahl! Ich sagte ja, dummfrech der text.
Soviel "perfiderie" muß sein, nicht wahr, Herr Raabe, auch wenn Ihnen das vielleicht gar nicht bewußt ist, weil es schon aus dem inneren kommt.
Mal etwas psychologisch überlegt... ich glaube, Herr Raabe mag einfach keine Linken. Vielleicht hat er ja nur "arschlöcher" kennenglernt, die sich als links bezeichen. Die gibt es zuhauf. Links sind sie meist nicht, das läßt sich einigermaßen präzise definieren, nur gehört dazu Intelligenz, wissen und Aufrichtigkeit.
Sorry, herr Gellermann, mich erinnert zu vieles von dem gebräu an die art, wie z.b. die Faschisten ihre Rassenideologie versucht haben, wissenschaftlich zu verbrämen. So etwas gehört öffentlich bloßgestellt, unbedingt


Am 21. Dezember 2014 schrieb Paul Raabe:

„Phobie = Abneigung?“: Mein Duden sagt „krankhafte Angst“ und nichts weiter. In Wikipedia lauten die ersten beiden Einträge:
1. eine Angststörung, siehe Phobie (Psychiatrie).
2. sozialwissenschaftlich und umgangssprachlich eine Abneigung, siehe Aversion.
Wiktionary sagt: „krankhafte Angst; krankhafte Furcht; eine unbegründete, anhaltende Angst vor Situationen, Gegenständen, Tätigkeiten oder Personen. Der Begriff Phobie wird jedoch auch im nicht-medizinischen Sinne für Abneigungen aller Art gebraucht.

Warum lassen Sie die Hauptbedeutung weg und zitieren nur die zweite? Weil Sie ausschließlich die meinten?
Als Mann des Wortes ist Ihnen die Technik sicher nicht unvertraut, ein mehrdeutiges Wort in der einen Bedeutung vorgeblich nur zu meinen und es in der anderen wirken zu lassen. Auch bezweifle ich, daß „Phobie“, wie Wikipedia behauptet, *umgangssprachlich* im zweiten Sinne gebraucht wird. Nach meinem Eindruck wird es da nur im ersten Sinne verstanden. Aber vllt. können Sie mich ja eines Besseren belehren und geben mal ein Beispiel.

Antwort von U. Gellermann:

Was Sie umtreibt bleibt mir rätselhaft. Der von Ihnen kritisierte Satz lautet: "Nun sollen auch die Deutschen - so will es eine Regierung, die ob der Pegadisten Sorge heuchelt - in den Irak und heizt so die allgemeine Islamophobie mit einem "Einsatz" an.“ Er betrifft also nicht einmal vorrangig die PEGIDA sondern meint ein allgemeines, durch den „Krieg gegen den Terror“ angeheiztes Klima. Zudem: Eine der zur Zeit gebräuchlichsten Phobie-Wortverbindungen ist die „Homophobie“. Sie gilt natürlich nicht als krankhaft sondern als Aversion.


Am 20. Dezember 2014 schrieb André Burguete:

Ich bin ein treuer Leser Ihrer Seite und war etwas bestürzt über Ihre sehr emotionale, leider auch nicht ganz sachliche Reaktion auf den Kommentar von Herrn Rabe. Wäre es nicht besser, derartiges eher im privaten Schriftverkehr auszutragen anstatt den Kommentator öffentlich zu brüskieren? Ich habe Ihnen selbstverständlich keine Ratschläge zu erteilen, aber es schmerzt mich, in der "Rationalgalerie", die ich für einen Leuchtturm der Aufklärung halte und nicht nur wegen ihrer Sprachkultur liebe, so schrille Töne zu vernehmen. Wäre es in Zeiten eskalierender Spannung auf allen Ebenen nicht besser, eher den Dialog zu suchen? Bitte betrachten Sie das nur als Anregung und nicht als Vorwurf.

Antwort von U. Gellermann:

Die Zuschrift des Herrn Raabe war von ihm zur Veröffentlichung bestimmt, also konnte/sollte sie auch eine öffentliche Antwort erfahren. Wer den Nazis „Antikapitalismus“ attestiert und den "Antisemitismus verstehen kann als eine Personalisierung kapitalistischer Zwäng“, also letztlich die rassistische Nazi-Losung vom „raffenden“, angeblich jüdischen Kapital wiederholt, der ist ein grober Klotz. Darauf gehört ein grober Keil.


Am 19. Dezember 2014 schrieb Peter Schottler:

ich habe mich bisher nicht zu "PEGIDA" geäußert, da ich einen deutlichen "Gestank" wahrnahm, aber noch keine Quelle für Hinweise hatte.

Was auf einen Geheimdienst- / Bankster-Mafia-Hintergrund hinweist ist mehreres.

1) Das schlagartige, explosive Anschwellen (Hinweis auf Hintergrund-Strukturen, ähnlich wie beim Pilzwachstum und beim Atompilz)
2) Der "synthetische" Name, der auf einen anglo-amerikanischen Hintergrund schließen läßt. Wieso wäre noch näher zu erläutern, das erfordert etwas genauere Sprachkenntnisse.
3) Der präsentierte "Organisator", Herr Bachmann, der offenbar aus einem halbkriminellen Milieu stammt und zu dem, was da stattfindet, nicht die Mittel hätte ("Front Man")
4) Die Zusammenarbeit von Herrn Bachmann mit der organisierten Presstitution...
5) Die enorme räumlich-zeitliche Zuwendung (oft nur vordergründig kritisch) durch tagesschau.de, Politker-Darsteller, Presstitutions-Organe.
6) Die von ihm genannten Spender-Kreise

Soviel mal für den Anfang. Aller Anfang ist schwer. ((tagged: Täter-Profiling. ;-) ))


http://www.tagesspiegel.de/politik/pegida-gruender-lutz-bachmann-koch-mit-schlichten-rezepten/11097380.html


Am 19. Dezember 2014 schrieb Benny Thomas Olieni:

Ich bin Uli Gellermann dankbar für seinen Hinweis auf die beiden anderen monotheistischen Religionen neben dem "Islam", nämlich die "jüdische" und das "Christentum", welches in seinen krasseren Pervertierungen, wie dem zurecht herangezogenen Katholizismus, hinter einer freundlichen Maske eine zum extremen Totalitarismus neigende Qualität beinhaltet.
Wenn unsere menschlichen Schwächen und deren Folgen mit pyramidal organisierten Unterdrückungssystemen wie den genannten religiösen Ideologie-Systemen zusammenwirken, aber auch mit den ebenfalls pyramidal, hierarchisch organisierten Armeen, Konzernen und Banken, so führt das immer wieder zu Unheil, letztlich zum Krieg.
Fremdenfeindlichkeit wird für die genannten trüben Kräfte ("Faschismus" genannt in ihrem Zusammenwirken) leider immer wieder instrumentalisiert.
Eine Alternative bestünde im Abbau von Macht von Menschen über Menschen durch Bewußtseins-Entwicklung, was wohl noch ein langer Weg wäre. "Das Ziel ist nah, aber der Weg ist weit." Bertolt Brecht.


Am 19. Dezember 2014 schrieb Greulix:

Der weltweite Irrsinn hat doch System. MH17, Odessa, Maidan, Libyen, Irak, IS, Syrien, Dämon Putin, Pigeda... zwangsverordnete Medien machen Schleichwerbung für rechtes Chaos, finanziert von Soros und anderen NGOs.

Wir könnten doch endlich das Bezahl-System dechiffrieren und mit den gleichen Mitteln NEUTRALISIEREN.
Nichts ist im beginnenden Zeitalter der kollektiven paranoiden Schizophrenie anerkannter, als sich als EinzelneR in eine Pigeda-Demo einzureihen mit Pappschildern wie "Wir sind das Volk - Deutsche raus". Oder "Für gleichgeschlechtliche Ehe mit Ali".
Wenn das 5.000 unter den 20.000 Pegida-Demonstranten tun, ist die Sache NEUTRALISIERT.
False flag action, wir sollten daraus lernen. Das schmeckt den Spießbürgern bestimmt und man hat ein bischen Spaß im Greulixchen Alltag.


Am 19. Dezember 2014 schrieb Aleksaner von Korty:

"Ausnahmen bestätigen die Regel", sagt richtig ein Sprichwort. Dem Galeristen gebührt Dank dafür, dass er diese Ausnahme gemacht, den Text veröffentlicht und einer Analyse unterzogen hat. Es ist ein informatives Beispiel dafür wie leicht mensch Irrtümern anheim fallen kann. Nochmals Dank!!!


Am 18. Dezember 2014 schrieb Paul Raabe:

Ich frage mich, warum so viele Linke, die sonst die Tassen im Schrank zu haben scheinen, begrifflich so abschmieren und sich mit ihren Kategorien hilflos im Wald verirren, wenn es um den Islam geht. 

Der Islam ist eine vormoderne, nichtsäkularisierte, von keinerlei Aufklärung angefressene Religion, die man näherhin nur als totalitäre Herrschaftsidelogie bezeichnen kann. Sie teilt die Menschen ein in höherwertige und minderwertige ("Ungläubige"), 60% des Korans befassen sich mit den Ungläubigen und deren Bekämpfung, das Menschenbild ist -- mit einer geläufigen Kategorie gesagt -- ein durch und durch rechtes, es ist ein streng hierarchisches Denken in den Kategorien Herrschaft und Unterwerfung. Der Islam ist eine stockreaktionäre, rechte Ideologie. Das wäre er auch, selbst wenn es keine Islamisten, Terroranschläge und IS-Milizen gäbe.

Und das ist er auch unabhängig davon, daß der Westen im Nahen Osten eine verbrecherische Politik macht, Islamisten instrumentalisiert oder erzeugt.
Der ganz gewöhnliche "friedliche" Islam ist reaktionär und rechts.


Die Frage ist nun, warum so viele Linke zu Islam-Apologeten werden?
Weil es so reihenweise passiert, muß es, scheint mir, etwas mit typischen linken Denkmustern zu tun haben. 
Versuchsweise nenne ich vier mögliche Gründe:



1. Weil "der Westen" mit seinen Rohstoffkriegen, Bombenteppichen, Islamisten-Aufrüstung usf. eine verbrecherische Politik macht, und der Islam antiwestlich ist, muß der Islam nach dem ewig wahren Leitspruch "Der Feind meines Feindes ist mein Freund" zu den Guten gehören. (Diesen Leitspruch beherzigen natürlich nicht nur Linke.)
-- Erinnern möchte ich an dieser Stelle daran, daß auch der Nationalsozialismus antiwestlich und antikapitalistisch war, daß man auch den Antisemitismus verstehen kann als eine Personalisierung kapitalistischer Zwänge, also als eine Form des Antikapitalismus.
Es gibt also Ideologien, die antikapitalistisch sind und dennoch nicht das geringeste emanzipatorische Moment an sich haben, ja geradezu verbrecherisch sind.



2. Linke schlagen sich bei ungleichem Kampf naturgemäß auf die Seite der Unterlegenen. Weil die Palestinenser den Israelis waffentechnisch, technologisch und finanziell himmelschreiend unterlegend sind, stehen Linke auf Seiten der Palestinenser; weil diese Moslems sind, muß auch der Islam verteidigt werden.



3. Linke stellen sich instinktiv auf die Seite der Abgehängten, Zu-kurz-Gekommenen und Minderbemittelten, verbunden in der Regel noch mit der Überzeugung, daß die eigentliche Ursache die Umwelt sei.
Schön. Doch warum öffnet sich in gleicher Weise nicht auch das Herz für die Nazis?
Auch die kommen meist aus schwierigen Verhältnissen, sind abgehängt, zu kurz gekommen und minderbemittelt.
Bei denen aber heißt es: Du sollst nicht! Du darfst nicht! Wir verbieten das! Bei Nazis unterscheiden Linke also sehr wohl zwischen den konkreten Menschen, der irgendwie so `geworden´ ist, und dessen Ideologie, also einem Normensystem, einem System von Aussagen, was sein soll. Das Normensystem wird umbarmherzig kritisiert und bekämpft. 
Warum in analoger Weise nicht auch das Normensystem des Islam?



4. Linke tendieren zum Monokausalismus. Es möge und soll nur eine Ursache allen Weltgeschehens geben. Denn sobald man die erkannt hat, ist man auf der sicheren Seite, der Seite der Wissenden. Und sie wurde erkannt. Es sind die Kapitalverhältnisse, die ökonomischen Interessen! Daß es möglicherweise daneben noch weitere unabhängige Freiheitsgrade geben könnte: Kultur und Glaube, kann man nicht mehr denken, will man nicht mehr denken können, es würde zu schwierig.
So sind diese Linke wie Menschen, die versuchen, ein eigentlich zweidimensionales Geschehen anhand der Schattenwürfe auf eine Gerade zu erklären. Ihre Analysen sind brauchbar, solange die Kapitalverhältnisse die primäre Rolle spielen, doch sobald die zweite Dimension wesentlich wird, irrlichtern sie nur noch wild umher.

Dieser Text ist ein typisches Beispiel dafür.

Ein deutscher Irak-Einsatz und die menschenrechtswidrige Politik Israels wird wirr vermengt mit dem Umstand, daß hiesige Bürger etwas gegen das zunehmende Eindringen islamischer Normen in die Gesellschaft haben, nach dem Motto, wer den Islam kritisiert, der kann auch nur für Irak-Einsätze sein und Israels Politik gutheißen.



Zitat: "Jetzt geht es auf den Dresdener Straßen, behauptet die ZEIT in ihrer Umfrage, also auch um den Kampf gegen den IS. Auch wenn die PEGADISTEN sich bisher eigentlich auf das Abendland beschränkten, da die ZEIT die beiden Kämpfe in ihrer Umfrage miteinander verklammert, liegt sie voll im Trend."

Ob tatsächlich die ZEIT diesen wirren Zusammenhang konstruiert oder Sie, ist eigentlich egal.
Gewöhnlich gilt Ihnen die ZEIT als transatlantisches Schrottblatt. Ja, sie ist Schrott. Dann sollten Sie, verehrter Herr Gellermann, generell keine ZEIT-Lageanalysen für bare Münze nehmen, auch die nicht, die zufällig einmal das eigene Vorurteil bestätigen.


Zitat: "Nun sollen auch die Deutschen - so will es eine Regierung, die ob der Pegadisten Sorge heuchelt - in den Irak"

Das insinuiert, die Pegida-Leute hätten Auslandseinsätze gefordert.
Der unbedingte Wille, fesch zu schreiben und kein Bomot, über das man gestolpert ist, auszulassen, kann auch zu seiner verderblichen Sucht werden.



Ach ja, die auch in diesem Artikel praktizierte Perfiderie, Islamkritik als "Islamophobie" zu diffamieren, d.h. als irrational und geistig krank, ist so sehr Meansteam, daß ich das fast schon vergessen hatte und nur noch am Rande erwähne.


Antwort von U. Gellermann:

WIE MAN MIT KEINER AHNUNG SPALTEN FÜLLT

Paul Raabe schreibt der RATIONALGALERIE einen Brief. Der hat das Thema verfehlt. Zudem ist er genau so lang wie der Artikel den Paul Raabe kritisiert. Das sind normalerweise zwei gute Gründe ihn nicht zu veröffentlichen. Denn die Leserbriefspalte dient dem Dialog und nicht der Selbstdarstellung, deshalb ist schon das verfehlte Thema ein guter Grund eine Zuschrift in den Papierkorb zu werfen. Auch die Länge wäre eigentlich ein Ausschlussgrund: Keine Redaktion gewährt dem Leserbriefschreiber die selbe Zahl von Anschlägen wie die des Artikel-Textes. Trotzdem ist der Brief von Herrn Raabe veröffentlicht. Weil er ein sehr schönes Beispiel dafür ist, wie ideologische Beschränktheit zu einem falschen Weltbild führt.

Ein lang ein breit erzählt Herr Raabe davon, wie schlecht der Islam sei. Der Artikel handelt aber nicht vom Islam. Sondern wesentlich davon, wie der christliche Westen durch Terror nur Terror erzeugt. Damit mag sich der Herr aber nicht auseinandersetzen. Bereits in seinen Einlassungen zum Islam fehlt im Lust und/oder Wissen, die drei abrahamitischen Religionen zu vergleichen. Es könnte ihm sonst auffallen, dass keine Religion so autoritär-zentralistisch aufgebaut ist wie die Katholische. Auch wenn die zur Zeit mal einen guten König hat: Wer ihre Praxis in z. B. Polen oder Lateinamerika kennt, der kennt ihre Homophobie und ihre reaktionäre Frauenfeindlichkeit. Der jüdische Zweig der drei Weltreligionen hat einen eingebauten Rassismus: Nur wer eine jüdische Mutter hat darf sich Jude nennen. So wird man in Israel schneller zum genetischen Paria als man Netanyahu sagen kann. Wer sich in diesen Tagen die Praxis der christlich geprägten USA in der Folter- oder der Rassenfrage anschaut, der muss sich nicht lange mit dem Islam aufhalten. So weit zum Thema keine Ahnung aber mal darüber reden.

Dann beweist Herr Raabe bereits im Punkt 1. dass er auch sonst nicht viel weiß: Wer die Nazis als antikapitalistisch behauptet, der hat entweder nie vom "Freundeskreis Heinrich Himmler" (in dem die deutsche Großindustrie saß und kräftig für die Nazis spendete) gehört oder er leugnet bewusst: Zum Beispiel die kapitalen Gewinne der Konzerne aus der Ausbeutung durch Sklavenarbeit. Und wenn Herr Raabe diesen Satz drechselt "daß man auch den Antisemitismus verstehen kann als eine Personalisierung kapitalistischer Zwänge, also als eine Form des Antikapitalismus" dann hat er sich schnell als primitiver "Stürmer"-Versteher geoutet.

Wenn Raabe sich dann über "Monokausalimus" verbreitet entgeht ihm, dass "Linke" durchaus geostrategische Momente in der Analyse nutzen, wie sollten sie sonst die Konkurrenz zwischen dem kapitalistischen Russland und dem Westen erklären. Und das dass Wort Kultur-Imperialismus eine genuine linke Erfindung ist weiß er auch nicht. - Anders als Raabe behauptet wird an keiner Stelle meines Artikels der Irak-Einsatz mit der Politik Israels in Zusammenhang gebracht, ich gehe nur auf ein Broder-Zitat ein, der vom jüdischen Staat schreibt.

Die ZEIT formuliert: "In Deutschland sympathisiert fast jeder zweite Bundesbürger mit Demonstranten, die gegen die Terrormiliz Islamischer Staat und die `Islamisierung des Abendlandes´ auf die Straße gehen." Wer am Zusammenhang zweifelt sollte recherchieren, statt blind zu behaupten. Und natürlich ist mir die ZEIT nur Beleg für eben die übliche Atlantiker-Kampagne, von Analyse kann bei denen keine Rede sein und ist es auch bei mir nicht. Richtig lesen will gelernt sein.

Der Begriff "Phobie", schreibt WIKIPEDIA, sei "sozialwissenschaftlich und umgangssprachlich eine Abneigung". Dass die Pegida-Leute eine "Abneigung" gegen den Islam haben wird sicher nicht einmal der Herr Raabe bezweifeln wollen, der mir die Phobie als Krankheit ankreidet.

Dann habe ich mir die Finger blutig gegoogelt, um den von Raabe genutzten Begriff "Perfiderie" zu finden. Es gibt ihn nicht. Und so wird noch eine Annahme von Herrn Raabe "Linke stellen sich instinktiv auf die Seite Minderbemittelten" von der Wirklichkeit widerlegt: Ich stehe sicher nicht auf der Seite des geistig wenig bemittelten Herrn. Und was Herr Raabe gerade Klirren hört, dass wird sein in Scherben gefallenes Weltbild sein.


Am 18. Dezember 2014 schrieb Ralf Thielken:

Brillant! Mehr davon! Basta!


Am 18. Dezember 2014 schrieb Thomas Nippe:

ich stimme Dir zu. Du hast recht wie immer. Ich habe gerade auf den NachDenkSeiten einen Beitrag von Albrecht Müller zum selben Thema gelesen. Der wieder kommentiert einen Artikel von Götz Eisenberg. Eure Inhalte sind nahezu identisch, abgesehen bis auf ein paar Formulierungen.
Die offizielle Politik betätigt sich als Brandstifter. Je mehr Öl rein ins Feuer, umso besser. Gesine Schwan hat recht!!!
Es ist zum K.....!!


Am 18. Dezember 2014 schrieb Rüdiger Becker:

Applaus!


Am 18. Dezember 2014 schrieb Lutz Jahoda:

Gründlich Durchdachtes findet in Massen selten den Weg auf die Straße. Deutschland ist darin führend.


Am 18. Dezember 2014 schrieb Manfred Ebel:

Brilliant! Wie so oft erzeugst Du bei mir absichtsvoll die Assoziationen zu Literatur. Fast mit dem ersten Buchstaben war es wiedereinmal "1984", das ja sicher die meisten Leser hier kennen. Bei "Neutralisieren" mit all den angeführten synonym verwendeten Begriffen kam mir der Begriff "Vaporisieren". Das letztemal dachte ich an den Begriff seit letzten Sonnabend, nach der Friedenswinterdemo. Da war ARD auch anwesend. Und? Na - nichts! "Verschwörer" vaporisiert durch verschweigen, denunzieren, hetzen ... Das Buch bewahrheitet sich in jedem Satz. Nur noch brutaler. Die einen werden mit militärischen Waffen zerfetzt, die anderen mit Neusprech, simultaner Geschichtsverfälschung, staatlicher Gewalt aller Art. Auch vom Trendsetter Oberdiplomaten Steineschmeißer - äh -meier: "Ihr habt nicht recht!" hat sich mir eingemeißelt. Da Du die Gefolgsmedien aufs Korn nimmst: Auch die und deren Vertreter sind wie aus "1984" entsprungen. Also darf man denen kein einziges Wort glauben. Und auch deswegen, Uli: Mehr davon!


Am 18. Dezember 2014 schrieb Hans Jon:

EIN BÜRGER:
"Nichts Bessers weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen,
Als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei,
Wenn hinten, weit, in der Türkei,
Die Völker aufeinander schlagen.
Man steht am Fenster, trinkt sein Gläschen aus
Und sieht den Fluss hinab die bunten Schiffe gleiten;
Dann kehrt man abends froh nach Haus,
Und segnet Fried´ und Friedenszeiten.
ANDERER BÜRGER:
Herr Nachbar, ja! So lass ich´s auch geschehn:
Sie mögen sich die Köpfe spalten,
Mag alles durcheinander gehn;
Doch nur zu Hause bleibt´s beim alten."
(Goethes "Bürgermeinungen" sind noch immer aktuell!)


Am 18. Dezember 2014 schrieb Heinrich Triebstein:

In unserer regionalen Monopolzeitung hatte ein Kagida-Anhänger den Begriff "Wutbürger" kritisch beleuchtet. Meinen Leserbrief dazu hat unsere Einzig(artig)e nicht veröffentlicht: "Herrn M. aus H. ist zuzustimmen, wenn er sich gegen den Begriff `Wutbürger´ ausspricht. Wut macht blind. Zorn macht hellsichtig. Ich bin zornig darüber, dass Politik die seit Jahren zurückgehende Wahlbeteiligung mit flotten Sprüchen abgebügelt hat, wie `wer nicht wählen geht, kann sich hinterher auch nicht beschweren´ oder `wir machen Politik für diejenigen, die gewählt haben´. Meinen Zorn nährt, dass Politik sich in den Dienst derer gestellt hat, die Banken zur Fünften Gewalt im Staat erklärt haben, die dem Parlament, der Regierung, dem Rechtswesen und der Realwirtschaft vorgibt, wo es lang zu gehen habe. Und die Zocker mit Steuergeld rauszukaufen, war eine weitere Quelle meines Zorns.

Nach dem Wegfall des `Reichs des Bösen´ musste eine neuer Feind gefunden werden. Und das war der Islam. Mut und Menschlichkeit werden aus dem Zorn wachsen, wenn die heute Demonstrierenden den Blick nach oben werfen und aufhören, nach unten zu treten. Für die Flaschen am 1.12. [die aus der Menge der gegen Kagida Demonstrierenden flogen] bitte ich um Vergebung. Das Bündnis gegen Rechts übt noch. Es hat sich jahrelang damit begnügt, Trillerpfeifenorgien zu feiern. Weil es noch nicht in der Lage war zu sagen, WOFÜR es ist."
Diesem Zustand widerfährt erste Abhilfe: Am 22.12. wird es eine Demo FÜR ein weltoffenes Kassel geben.
 


Am 18. Dezember 2014 schrieb curti curti:

Es wird ein zielführendes Symptom erzeugt, dessen Therapie absehbar festgelegt ist. Was davor war, wie es überhaupt zur Entstehung kommen konnte wird entweder völlig ausgeblendet oder ins Gegenteil verkehrt. Flintenuschi betont sogar freimütig bei Jauch bzgl. Ukraine-Krise, das die Vergangenheit irrelevant ist - Chapeau Madame. "Wieso, weshalb, warum" als Wehrkraftzersetzung. 



Die Marschrichtung hat "gods own country" vorsorglich festgelegt und man versteht es die zahlreichen Vasallen zu animieren, bei Laune zu halten. Und falls dies mal nicht auf Anhieb klappt, dann wird Druck erzeugt bis alles so ist wie es sein soll. Als aktuelles Beispiel steht die unmißverständliche Aussage von US-Vizepräsident Joe Biden, der klipp und klar betonte, daß die Europäer mittels US-amerikanischem Druck vor den Sanktionskarren gespannt wurden. Mittlerweile sind diese Esel sogar soweit, den Karren noch weiter >>in<< den Dreck zu ziehen. "Wahre" Freundschaft wirkt "Wunder", ein weltweit umspannendes Netz an Militärstützupunkten. ebenso, vor allem wo man so "friedliebend" ist.



Im "war on terror" sind die US-amerikansichen Hohepriester die professionellsten Dischihadisten (Gotteskrieger) weltweit, führen ihren Gott stets mit im Schilde ihrer Missetaten. Und so ein Gott hat so auch viele Vorzüge, das wußten schon die Omis mit ihrem Witz vom freihändig, mit geschlossenen Augen fahrenden Pfarrer, der auf Zuruf erwiderte, "Keine Sorge, der Mensch denkt und Gott lenkt". Und falls es doch nicht klappt oder Konsequenzen drohen, dienen seine Äcker als degenerative Müllhalde, auf der sich prima die eigene Verantwortlichkeit nebst Gewissen entsorgen läßt. Dort trifft man inmitten vieler Absurditäten auch das an was Herr Gellermann so vortrefflich beschreibt in seinem Artikel, nämlich das der "Befreiung der Sprache vom Sinn immer und gern die Entleerung des Gehirns vorausgeht"!

In letzter Konsequenz aber ist es der Stumpfsinn bis völlige Gleichgültigkeit innerhalb der breiten Bevölkerung, die das Treiben der "Koalition der Willigen" erst zur Vollendung führt. Dabei bedient sich diese simpelster Handlungstechniken, die historisch belegt sind und -ebenfalls belegt bis in die Gegenwart hinein- zu einem absehbar negativen Ende führen.

Der "Vollprofi" Göring hat dies im Rahmen seines Prozesses klar und deutlich zum Ausdruck gebracht als er betonte:


>>"Nun, natürlich, das Volk will keinen Krieg. Warum sollte auch irgendein armer Landarbeiter im Krieg sein Leben aufs Spiel setzen wollen, wenn das Beste ist, was er dabei herausholen kann, daß er mit heilen Knochen zurückkommt? Natürlich, das einfache Volk will keinen Krieg; weder in Rußland, noch in England, noch in Amerika, und ebenso wenig in Deutschland. Das ist klar.

Aber schließlich sind es die Führer eines Landes, die die Politik bestimmen, und es ist immer leicht, das Volk zum Mitmachen zu bringen, ob es sich nun um eine Demokratie, eine faschistische Diktatur, um ein Parlament oder eine kommunistische Diktatur handelt. (...)

Das Volk kann mit oder ohne Stimmrecht immer dazu gebracht werden, den Befehlen der Führer zu folgen. Das ist ganz einfach. Man braucht nichts zu tun, als dem Volk zu sagen, es würde angegriffen, und den Pazifisten ihren Mangel an Patriotismus vorzuwerfen und zu behaupten, sie brächten das Land in Gefahr. Diese Methode funktioniert in jedem Land."

<<

Das funktioniert auch heute noch so, Erfahrung macht nicht automatisch klug!

Und solange sich innerhalb der breiten Bevölkerung keine grundlegenden Veränderungen einstellen, ist die Zukunft düster, sehr sogar. Ein Appell an die politischen Radelsführer kann man sich getrost sparen, denn die wissen genau was sie tun, sind willig und wollen immer mehr, bis zum bitteren Ende, sorry Neutralisierung.



Ein Hoch noch an dieser Stelle auf die involvierten Medien. Ihr macht euren Job wahrlich professionell, im negativen Sinne!
 


Am 18. Dezember 2014 schrieb Walter Bornholdt:

Ich habe auch gewaltige Bauchschmerzen mit der PEGIDA; mindestens wegen der NOCH unklaren Hintermänner. Aber wenn sie seit 1994 bis Ende 2010 im Mittleren Osten gelebt und gearbeitet haben, wenn sie sich mit "dem gelebten Islam" auseinandersetzen mussten und alle relevanten Schriften gelesen haben, wenn sie als Gerichtsdolmetscher und Übersetzer für Dokumente und deren Beglaubigung und Berater von Flüchtlingshilfsorganisationen EHRENAMTLICH gearbeitet haben, dazu noch 10 Jahre in einer islamischen Gemeinde im Vorstand mitarbeiteten - bis sie den Irrtum, den Islam als möglichen Lebensweg anzunehmen, einsahen - dann kann ich - dann muss ich - von mehr als nur einer schleichenden Islamisierung reden.

Antwort von U. Gellermann:

Aber wo gibt es diese Islamisierung? Nicht wenige türkische Nachbarn sind mit ihrem islamischen Glauben nach Deutschland gekommen und haben ihn in der Modernisierung verloren. Zwar gibt es auch jene, denen das neue, reiche Land keine Perspektive geboten hat und die dann nach dem Glaubens-Strohhalm gegriffen haben. Aber sie sind in einer Minderheit.


Am 18. Dezember 2014 schrieb Marie Rädler:

Zu ihrem aufklärenden Artikel will ich eine Anmerkung machen: Niemand aus der deutschen Propaganda-Front käme auf die Idee, die amerikanischen Interventionskriege als "christlichen Terror" zu bezeichnen. Obwohl die Amerikaner zweifellos irgendeiner Art Christentum anhängen.


Am 18. Dezember 2014 schrieb Reyes Carrillo:

Vielen Dank für diesen großartigen Artikel, lieber Uli! Diese Reduktions-Kost- und Kur ist einfach wie ein kühlender, erfrischender SlimLine-Drink im Angesicht der PEGIDA-Stammtische und PEGIDA-Proseminare der letzten Tage. Mein Gott, was für eine Kakophonie in der Politik, in Funk, digitalem Print und TV. Und jetzt kommst du, entreißt diesen seit Jahrzehnten zündelnden Politikernasen und ihren Medien-Beschleunigern ihre beschissenen Haltet-den-Dieb-Phrasen und zählst mit fürchterlicher Ironie die Eins und die Zwei und dann noch die Drei zusammen. Einfach fabelhaft. Das ist einer der Gründe, warum ich so gerne durch deine Galeriegänge schlendere: Der politisch unkorrekte Fokus aufs Wesentliche, der gnadenlose Standpunkt, die Entlarvung camouflierend als „komplex“ bezeichneter Sachverhalte und die Rückgabe der Komplexität denjenigen Dingen, die dem Stammtisch übergeben werden sollen. Heute war’s der SlimLine-Drink mit der bewährten kalorienvernichtenden Ursache-Wirkung-Rezeptur. Danke und Prosit.


Am 18. Dezember 2014 schrieb Moyra Mangold:

Es wurde auch Zeit, dass der Teutsche nun endlich mal auf die Straße geht, um gegen die Islamisierung seines Landes Flagge zu zeigen. Ich trau mich gar nicht mehr aus dem Haus. Überall Islamisten! Oder sind es Kameras? Keine mail kann man noch unbedarft verfassen denn es sitzt der Islamist in der Datenautobahn und köpft sofort die eingegebene Empfängeradresse. Der gemeine Hausmoslem verschleppt meine Nachbarn in fiese black sites und foltert meinen Hamster und wenn ich das der Welt wistleblowen möchte, kommt der Bärtige und klagt mich an und ab geht´s in die Gemächer der Finsternis. Und dann der Russe! Gestern wurde eine Horde Slawen im teutschen Kleingartenverein beobachtet, wie sie alle Gartenzwerge vergewaltigten. Lieber Ami, komm und befreie uns.


Am 18. Dezember 2014 schrieb Martin Lechky:


Ich glaube das Problem sitzt viel tiefer, HoGeSa, PEGIDA bald auch DüGIDA, LeGIDA, KaGIDA, BoGIDA... dazu später mehr. 

Erschreckend, ach erschreckend ist der falsche Ausdruck, enttäuschend, trifft es besser, fand ich, dass es gerade mal 3000 Menschen zur Friedenswinterdemo in Berlin geschafft haben, OK, die Demo war ganz schön früh angesetzt - nach einem Freitag ;-). Zeigt es doch, dass unsere Medien, einmal mehr, ganze Arbeit geleistet haben, wieso sollte man auch für Frieden demonstrieren wenn man nicht weiss das ein Krieg droht? Eigentlich müsste man sich mal die Reiseroute der gut betuchten Russen anschauen, die gerade in Scharen Russland verlassen, nach Europa werden die wohl nicht Fliegen. Ach, ich bin vermutlich nur pessimistisch und interpretiere zu viel in die Resolution 758 des US Kongress hinein, die ist ja schliesslich nur "simple", so wie die Resolution 574, die war auch nur "simple". Zu simple... für die knapp 500.000 Menschen, die laut SZ, dabei drauf gegangen sind. Geschüttelt, nicht gerührt!

Zurück, PEGIDA, HoGe´Sa, diese Strömungen sind mehr als bedenklich, es ist schon lange her das sich soviele Menschen zum nationalen bekundet haben, auch wenn es, vermutlich, viele der Demonstrationsteilnehmer nicht für sich verinnerlichen wollen. Intressieren würde mich wie das organisiert worden ist, ich bin bekennender Nazi-Blog-Leser und habe von HoGeSa und von PEGIDA erst recht spät erfahren. Davon abgesehen werden diese Demos auch medial begleitet, kaum ein Tag, kaum eine Nachrichtensendung die, zwar negativ, nicht darüber berichtet. Soviel Aufmerksamkeit für ein paar "Spinner"? Erinnert etwas an die AFD.

Ich höre jetzt lieber auf sonst werde ich noch als Verschwörungstheoretiker, Putin-Lover und Antisemit niedergekeult. 

Eine Überlegung wollte ich noch loswerden, warum konnte "damals" die NPD nicht verboten werden?

ps: Fr. Schwan, ich sehe das genauso!
 


Am 18. Dezember 2014 schrieb Klaus Madersbacher:

ZEIT, WELT, BILD und wie sie alle heißen - kann jemand sagen, wann die sich zum letzten Mal geschämt haben? Ob sie sich überhaupt schon einmal geschämt haben? Ob die sich überhaupt schämen können - wie soll sich schämen, wer im Schmutz grundelt und nichts anderes frisst und kennt als Schmutz? Verkünder der ewigen Werte des Ewiggestrigen, Dreck der Geschichte ...

Da sie jahrelang nichts anderes getan haben, als die Dämonisierungspropaganda aus Washington mitzutragen und alles, was mit dem Islam zu tun hat, in den Ruch des Verdächtigen zu bringen, kann man ruhig davon ausgehen, dass Erscheinungen wie PEGIDA auf diesem Mist gewachsen sind, oder Schmutz, um beim Terminus zu bleiben.

Viel mehr wird da auch nicht zu erwarten sein, bei nach unten offenem Niveau ...


Am 18. Dezember 2014 schrieb Aleksander von Korty:

Ein gruseliges Szenario, das da der Galerist in seinem Artikel von der inzwischen entstanden bananenrepublikanischen Wirklichkeit und deren Widerspiegelung in den Mainstream-Medien zeichnet. Verdienstvoll dabei auch der deutliche Hinweis, dass diese Medien von der Art der ZEIT dabei nicht nur den Spiegel bilden, sondern auch aktiver, ideologischer Verursacher sind. Erschreckend der Gedanke, dass solcherlei sich immer rasanter dynamisierende Entwicklungen, nur in Katastrophen enden können. Und all das funktioniert nach altbekanntem Schema und uralter Propaganda. Und auch die tatsächlichen Ursachen für das Treiben dieser skrupellosen Kriegstreiber und Kriegshetzer sind so alt wie das politische Gesellschaftssystem in dem sie ständig neu erzeugt werden. Einzig wirkliche Ursache ist, wie eh und je, die grenzenlose Gier nach immer mehr Gewinn an Geld und Macht. Der hemmungslose Trieb nach dem ständig wachsenden Maximalprofit, insbesondere der Rüstungsmafia.

Wer durch Politik und Propaganda immer neue religiös-verbrämte, tatsächlich aber politisch-kriminelle Fanatiker erzeugt, aufbaut, finanziert und bewaffnet, will und wird dabei immer doppelt verdienen, am Geschäft mit dem Tod. Eine schlichte Wahrheit die schon vor gut anderthalb Jahrhunderten der britische Ökonom T.J. Dunning in die Worte faßte:

"Bei entsprechendem Profit wird Kapital kühn.
Zehn Prozent sicher und man kann es überall anwenden.
Zwanzig Prozent, es wird lebhaft.
Fünfzig Prozent, positiv waghalsig.
Für hundert Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß.
Dreihundert Prozent und es existiert kein Verbrechen,
das es nicht riskiert, selbst auf die Gefahr des Galgens."

Dem ist nur noch hinzu zu fügen, dass sich seit jener Zeit die Dynamik hin zum Turbo-Kapitalismus entwickelt hat. Das Prinzip ist jedoch geblieben. und es wird auch so lange bleiben, bis es radikal und endgültig zerschlagen wird.

Dran bleiben...

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