Nächstes Jahr in Jerusalem?

Next Eurovision Song Contest in Algier!

Autor: U. Gellermann
Datum: 21. Mai 2018

Nächstes Jahr in Jerusalem. Darf man das denn sagen? Das ist doch antisemitisch, wie man aus der Debatte um eine Karikatur mit diesem Spruch von Dieter Hanitzsch in der SÜDDEUTSCHEN weiß. Nach dem neuen Deutschen Reinheitsgebot – „Wer Antisemit ist, bestimmt der Antisemitismus-Beauftragte“ – wurde der Karikaturist dann auch prompt gefeuert. Es ging um den nächsten Eurovision Song Contest (ESC). Den hatte eine Israelin in diesem Jahr gewonnen und so forderte der Chef des israelischen Gottes-Staates, Benjamin Netanyahu: Die nächste Austragung des ESC solle gefälligst in Jerusalem stattfinden. Zwar will die Mehrheit der Nationen Jerusalem, eine Stadt, die eigentlich unter internationaler Kontrolle sein müsste, immer noch nicht als Hauptstadt Israels anerkennen. Aber Donald Trump wünscht es unbedingt. Also sind auch Guatemala und Paraguay dafür. Und der schlaue Netanyahu kann rechnen: Weltweit hatten sich etwa 200 Millionen Zuschauer den diesjährigen ESC angesehen: Fände der nächste in Jerusalem statt, wäre das doch eine prima Reklame für die völkerrechtswidrige Hauptstadt Israels.

"Nächstes Jahr in Jerusalem" lautet der traditionelle Wunsch am Schluss des jüdischen Sederabends, dem Vorabend und Auftakt des Pessach-Festes. Millionen Juden haben sich schon an diesem Fest – zur Erinnerung an den Auszug der Kinder Israels aus Ägypten – diesen Wunsch zugerufen. Antisemitisch? Ja, äh: Die Gesichtszüge Netanyahus, barmen die üblichen Antisemitismus-Wächter, seien in der Karikatur arg jüdisch geraten. Woher weiß einer denn, dass ein anderer jüdisch aussieht? Manchmal liegt der Antisemitismus im Auge des Betrachters. Kann sich noch jemand an Jassir Arafat den Chef der Palästinensischen Befreiungsorganisation PLO erinnern? Dieser Semit sah tatsächlich wie ein Semit aus! Und karikiert wurde er auch oft und gern. – So geraten in der herrschenden Antisemitismus-Hysterie nicht nur die Maßstäbe für Rassismus durcheinander. Auch die wirklichen Antisemiten, Netanyahu und Trump, die mit ihrer Jerusalem-Hauptstadtentscheidung den Israelis eine neue Welle der Gewalt beschert haben, verschwinden im Nebel der Begriffs- und Sinn-Verwirrung.

„Ani lo buba“ singt die diesjährige Gewinnerin des ESC, Netta Barzilai, „Ich bin keine Puppe“. Und meint es irgendwie gut. Der ESC ist ein echter Höhepunkt der Popkultur. Er wird regelmäßig von der "Europäischen Rundfunkunion" veranstaltet. Dieser Zusammenschluss von 72 Rundfunkanstalten in 56 Staaten Europas, Nordafrikas und Vorderasiens ist eine Medienmacht. Er begründete 1953, mit einer internationalen Livesendung der Krönung von Königin Elisabeth II, jene schwer erträglichen Adels-Schmonzetten, die bis heute für die romantische Verkleisterung der Gehirne zuständig sind. "Kate bringt Sohn zur Welt" staunt die deutsche "Tagesschau" über eine Geburt im englischen Königshaus noch heute. Was hätte es denn sein sollen? Ein Pudel? Aber diese Frage gilt als fast so unanständig wie die Frage "Nächstes Jahr in Jerusalem?"

Unter den 72 Rundfunkanstalten der "Europäische Rundfunkunion" ist auch "Radio Algérienne,", die staatliche Hörfunk-Anstalt Algeriens. Fraglos wäre "Radio Algerien" ein guter Gastgeber für den nächsten Eurovision Song Contest. Anders als in Israel herrscht in Algerien kein ständiger Bürgerkrieg. Auch besetzt die algerische Armee nicht das Territorium einer anderen Nation. Die Gesichtszüge seines Präsidenten, Abd al-Aziz Bouteflika, sind nicht so ausgeprägt semitisch, dass sie Karikaturisten in Gefahr bringen könnten. Aber vor allem: Algerien ist ein laizistischer Staat. Anders als im israelischen Gottesstaat, in dem der Sabbat ein heiliger Ruhetag ist, könnte der Contest in Algier problemlos stattfinden. Denn um Zuschauerquoten zu generieren wollen die ESC-Betreiber ihre Finalshow unbedingt an einem Samstagabend zur besten Fernsehsendezeit starten. Doch schon dem angeblichen israelischen Staatsgründer Moses soll Gott befohlen haben, einen Mann, der am Sabbat Holz gesammelt hatte, zu steinigen. Auch der Contest muss als Arbeit gelten. Eine Steinigung würden die Sänger, Kameraleute und Techniker des ESC kaum durchhalten. Es kann nur einen Ausweg geben, wenn der Wettbewerb wieder in Vorderasien stattfinden soll: Einen Standort in Algerien zu wählen.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 22. Mai 2018 schrieb Andreas Schell:

Als 1993 von Palästinensern und Israelis der Oslo-Friedensprozess in Gang gesetzt wurde, gab es hierzulande kein Antisemitismus-Problem, höchstens ein Paar dumme Nazis. Als Rabin ermordet wurde, gab es allgemeines Entsetzen. Ich glaube noch immer nicht, dass sich an der daraus ablesbaren Grundeinstellung viel geändert hat. Die militante Brechstange, mit der aktuell von fast allen Beteiligten, insbesondere aber vom israelischen Regime im nahen Osten Politik gemacht wird, ist aber ein Problem. Sie kostet jeden Tag Araber und Semiten das Leben. Das hat nichts mit dem Grand Prix zu tun, der den kulturellen Wert einer Folge "Gute Zeiten Schlechte Zeiten" hat, und auch nichts mit der Süddeutschen Zeitung, die längst und gut belegbar zum russophoben, pro-zionistischen Kriegstreiber-Hetzblatt verkommen ist. Von den tatsächlichen Vorgängen und von einem vernünftigen Diskurs darüber lenken institutionalisierte Kampfbegriffe ab und machen mundtot. Viele Intellektuelle, viele völlig vernünftige Leute sind schon heute Antisemit, Querfront, Verschwörungstheoretiker. Sollen wir uns schämen, oder sollten wir uns gegen diese beleidigende Rufmordkampagne wehren, mit der man uns mal wieder aus Richtung Bundesregierung, Mainstream-Medien und Bezahl-Staatsfunk überzieht? Vielleicht so, wie es der Autor hier vorführt? Ich persönlich akzeptiere höchstens die Diffamierung als linker Pazifist. Lieber als das ist mir stets ein wohl formuliertes Argument.




Am 22. Mai 2018 schrieb Hans Tigertaler:

Auch die Antisemiten erkennt man an ihren Nasen. Den witternden. (Stanislaw Jerzy Lec)

Inzwischen ist der Rassismus-Vorwurf zum Ping-Pong-Spiel verkommen: "Idiot!" "Selber Idiot!"

Alle Geschichts-Tragik wird von Historikern, welche ihren Grund gern im Geistigen verorten, traditionell auf die Selbstüberhöhung von aufstrebenden Gruppen gegen andere zurückgeführt. Diese Aufzäumung vom Schwanz her kann phänomenologisch immerhin einige interessante Aspekte beleuchten.

Der faschistische Sparren von der "Herrenrasse" beispielsweise soll ein Ensemble bezeichnen, das über andere herrschen will und ist insbesondere Geschlagenen eigen, die Unterdrückung von sich wegtransportieren wollen. Ihre Erfüllung verlangt Handfestes, nichts Transzendentes. Der jüdische Spleen vom "Auserwählten Volk" ist dagegen Selbstparfümierung, Geschlagenen eigen, um mit den Umständen zu versöhnen - wie die Geschichte des Judentums beweist: Es saß zu allen Zeiten stets zwischen den Stühlen, ohne dagegen als Gruppe etwas zu unternehmen, denn die versteht sich als etwas letztlich Transzendentes. Die Gründung des Staates Israel ist der erste Versuch des Nichtjudentums seit fast zwei Jahrtausenden, das Judentum als Glaubensgemeinschaft materiell werden zu lassen - und schon wieder sitzt es zwischen allen Stühlen.

Daß die Juden, was immer sie tun oder nicht tun, stets zwischen den Stühlen sitzen, davon haben sie endgültig genug. Es amüsiert sie, wie die anderen sich nun auf Zuruf andauernd selbst zwischen die Stühle setzen.

Denn "das Christentum ist aus dem Judentum entsprungen. Es hat sich wieder in das Judentum aufgelöst. Der Christ war von vornherein der theoretisierende Jude, der Jude ist daher der praktische Christ, und der praktische Christ ist wieder Jude geworden" (Karl Marx).

Auf den Unterschied zu beharren, ist das Merkmal des antisemitischen Ressentiments.

Eine Welt aber, welche alle Menschen unaufhörlich in fundamentale, in existentielle Konkurrenz schon ums Überlebensnotwendige setzt - siehe das Schicksal der Palestinenser - wird prinzipiell niemals ? niemals! ? eine multikulturelle Internationalität globalisierter Gesellschaften herbeiführen können.

Wie dem Einzelnen in der gefährlichen Wildnis voller Raubtiere die eigene Familie Schutz bietet, so werden die überschaubaren Regionen den Gequälten stets als die nächstliegende Sicherheit erscheinen - noch sie zu zerstören, schafft den faschistischen Staat. Es ist das geregelte Leben für ausnahmslos jeden Menschen, welches die Vorraussetzung eines dauerhaften Friedens bleibt. Fremdenfeindlichkeit oder gar Rassismus bei uns überwinden? Lass es, Sisyphos!


Am 22. Mai 2018 schrieb Michael Kohle:

Möge Gellermann mir verzeihen, aber ich kann einfach nicht anders, schon gar nicht nach diesen letzten „Leserbriefen“ zum Thema Karikatur im Allgemeinen und im Besonderen in direktem Zusammenhang mit Anti-Wasauchimmersonst in jeder Form und Ausprägung. Es waren also die Ohren, die angeblich viel zu groß Gezeichneten und Ge- bzw. Missratenen, die dem langjährigen Griffelwichser des süddeutschen Kampfblattes für Akademiker den Job gekostet haben. Hoffe, dass die Selbstachtung dieses Herrn darunter nicht gelitten haben möge. Das wäre zu viel des Guten, das hätte er auch nicht verdient! Allzu gerne hätten wir doch alle hier urbi et orbi auch noch von ihm erfahren, welche seiner Aussagen im zum sofortigen Rauswurf führenden Mitarbeitergespräch so verholfen haben könnte. Vielleicht macht er uns irgendwann und irgendwo den Gefallen. Bitte, bitte! In der Pressemitteilung zum Vorgang soll es schließlich geheißen haben, dass erst seine Auslassungen im hochnotpeinlichen Verhör - auf die Ohren angesprochen - die fristlose Aussprache der Kündigung ausgelöst haben sollen.
Das wohlbekannte Leitmedium - bekanntlich auch führendes Mitglied im Recherche- ersatzweise Investigativverbund mit Gniffke&Co., wohlbekannt von den Eintagsfliegen wie panama papers et al - hätte sich vor solcherlei überstürzten und unüberlegten Reaktionen erst einmal schlau machen sollen. Unstrittig ist doch, dass es sich bei der auf der Karikatur dargestellten Figur eindeutig für jeden erkennbar um den Machthaber und Schlächter von Gaza handelt. Gut, diese Einordnungen sind üblicherweise für seinen Nachbarn reserviert. Dass trotzdem reichlich Grund für abgrundtiefe Entrüstung im Beipack mitgereicht wurde, hätte der Karikaturist doch wahrlich ahnen können. Nun denn, für das Plädoyer eines Chefanklägers fand sich auch gleich der passende Experte, Gastprofessor an der TU Berlin und - Überraschung ! - Antisemitismusforscher. Ein vernichtendes Verdikt, im O-Ton „Besagte Karikatur ist israelfeindlich und antisemitisch, aus einer Reihe von Gründen …Die gesamte Bildinszenierung verballhorne den israelischen Ministerpräsidenten und zeige ihn physiognomisch derart überzeichnet, dass er als „extrem aggressiv und zugleich als effeminiert und damit als abwertend-verweiblicht“ erscheine. Dies sei „ein zentrales antisemitisches Motiv, indem Juden zugleich extreme Macht und Machtlosigkeit unterstellt wird“.
Doch irgendwie erstaunlich allein schon die akademisch fundierten, devianten Ansichten über Weiblichkeit, über die Frau im Allgemeinen des Herrn Samuel Salzborn. „Effeminiert, abwertend-verweiblicht“? Nun gut, dass aber das Verballhornen, das physiognomische Überzeichnen ein eindeutiges antisemitisches Motiv sein soll, die parallele Unterstellung von extremer Macht und Machtlosigkeit Antisemitismus pur sein soll? Eine Frechheit, eine Unverschämtheit, vielleicht. Aber darüber hinaus, m.u.M.n. schiere Paranoia. Allerdings mit Absicht! Der Vorwurf des Antisemitismus allein bezogen auf jegliche Art von Kritik an Israel, das ist für mich frech, unverschämt, jedenfalls unzulässig. Israelfeindlich? Bin ich denn deutschfeindlich, nur weil ich der Raute von Frau Kanzlerin über bin oder antiamerikanisch nur weil ich den Donald verabscheue?

Antisemitismus, da schwingt doch bei diesem Wort immer auch der unterschwellige Vorwurf von Judenhass, von Holocaust-Leugnung mit. Und? Was hat denn der von besagter Karikatur ach so Geschmähte mit der Shoa, mit Holocaust, mit Auschwitz, mit Treblinka, mit Gaskammern, Babi Jar und vielem Anderen zu tun? Sein Papa Benzion im zarten Alter von zehn schon 1920 von dessen Papa von Warschau nach Palästina verschleppt, wo er alsbald in dessen zionistische Fussstapfen schlüpfen durfte, von Eretz Israel träumte und das auch zügig in entsprechenden Medien zum Besten gab. Noch weit vor der Wannseekonferenz hielt es die Familie nicht mehr in Jerusalem aus und wanderte nach … genau … New York aus, um dort - wie Wiki berichtet - für die restliche Zeit des Krieges und darüber hinaus einer der wichtigsten Führer des zionistischen Revisionismus in den USA“ zu werden. Von Anstrengungen irgendwelcher Art hinsichtlich einer schützenden Hand für die Brüder und Schwestern, für Väter und Mütter ist allerdings nichts bekannt. Zumindest die Passagiere der MSS St. Louis hätten sich doch sicherlich gefreut über ein bisschen Hilfe und Unterstützung. Auch die berühmtesten Bahngleise der Menschheit, jene Richtung Auschwitz, wären doch einer Sonderbehandlung gut zugänglich gewesen, die danebenliegenden Rüstungsbetriebe der Henker konnten doch von us-amerikanischen Bombern auch eingeebnet werden. Warum also nicht?

Aber nix da. Erst zur Niederkunft des zweitgeborenen Benjamin war die Rückkehr der Familie ins vorerst fragmentierte gelobte Land 1949 geplant und dann auch realisiert. Und der Sohnemann wuchs und gedieh prächtig, fürs Erste mal wieder in den USA. Anno 1988 nahm er dann die Anwendung seiner dort erworbenen skills&connections endlich in Israel in Angriff. Allerdings nicht immer zum Wohlgefallen von Papa, war er diesem doch offensichtlich nicht zu hart genug (vielleicht auch zu effeminiert?), ganz anders als der Erstgeborene, der in Entebbe den Heldentod erleben musste. Wie so oft im Leben, aus dem Sohnemann wurde schließlich doch noch was, auch wenn der gestrenge Vater bis zu seinem Ende so seine Zweifel hegte. Tiefer möchte ich gar nicht graben. Was also das Hänseln von Bibi wegen zu großer Ohren betrifft, mag sich zwar durchaus auf seinen Stammbaum beziehen, der bestimmt bis auf die Ziegenhirten von vor 2000 Jahren zurückgehen dürfte. Mit Verlaub, Herr Professor Salzborn, aber mit dem wahrlich grenzenlosen Leid der europäischen Juden sollte man ihn nicht in Verbindung bringen.


Am 21. Mai 2018 schrieb marie becker:


"das kleine bedrohte Israel....

Ideologie und Realität

Moshe Zimmermann: "Ein David der zum Goliath geworden ist, sitzt in der Falle, weil er dem eigenen Selbstverständnis nach noch immer David ist und in seinen Gegnern Goliaths zu erkennen glaubt, die es zu bekämpfen gilt, während seine Gegner und Beobachter längst die neuen Verhältnisse erkannt haben.
Ein Goliath kann nie gewinnen; selbst wenn er nicht verliert, zählt sein Sieg nicht, denn er ist gegen den kleinen David errungen worden.
kläglich ist der Versuch, kräftig wie Goliath zu sein und doch das Image eines David behalten zu wollen. " (Zitat Ende)

vielleicht versucht der Goliath aktuell mit endzeitlich grausamer Gewalt dem Dilemma zu entkommen durch gänzliche Vernichtung des kleinen Davids.


Am 21. Mai 2018 schrieb Gert Frings:

Die RATIONALGALERIE ist eine Wohltat: Immer sauber recherchiert, gut formuliert und unerschrocken. Danke.


Am 21. Mai 2018 schrieb marie becker:

@ David Shriner

"Mit dem Begriff "Antisemitismus-Hysterie" soll nur verschleiert werden, dass im Artikel der Antisemitismus faktisch gefeiert wird. Verächtlicher kann man über Israel kaum schreiben."

Das gewalttätige Vorgehen Netanjahus und seiner Mannen IST schändlich und verbrecherisch und das ist ein faktum und passt sicher nicht zur Feier, die er zu Trumps Besuch veranstaltete, während er seine Soldateska Menschen morden ließ.
ein hohes Lied möchten Sie darauf gesungen haben?
es ist gut wenn hier aktuell schärfere Töne angeschlagen werden , nämlich die zu empörter Kritik.


Am 21. Mai 2018 schrieb Marc Britz:

Lieber Uli, dachte schon Dich hätte der Anti-Semitismus-Exerte abholen lassen. Um so größer meine Freude über Deinen neuesten Artikel: My thoughts exactly.

Nur bei einer Stelle möchte ich eine Anmerkung hinzufügen:
"Ani lo buba" singt die diesjährige Gewinnerin des ESC, Netta Barzilai, 'Ich bin keine Puppe'. Und meint es irgendwie gut."
Von wegen! Der Männer pauschal als dumm verkaufende und daher lediglich umgekehrte Sexismus dieser mit Sicherheit mindestens an der Uzi ausgebildeten Me-Too-Feministin passt wie der Arsch auf den Eimer des zum Befreiungskampf stilisierten Kolonialismus der Zionisten. Es findet eben zusammen was zusammen gehört, genauso wie bei jenem anderen medialen Grossereignis der letzten Tage, wo ein englischer Kampfpilot ohne Tötungshemmung und eine amerikanische Schauspielerin ohne irgendwelche Hemmungen vor ihrem Gott eine Ehe-gleiche Verbindung eingingen. Finanz-Imperialismus und Kultur-Imperialismus spiegeln in dieser Personifikation einer Gesellschaft, die sich allen Ernstes (will sagen: völlig humorlos) als liberal verstanden haben will, jene Plutokratie vor, die sie in Wirklichkeit ist. Und der sachkundig zu Gaffern gemachte Plebs bezahlt nicht nur diesen Zirkus, er will gar nicht merken, wer ihn da wie zum Affen macht. Zu groß ist die Hoffnung vielleicht doch auch noch was von der Hochzeitstorte abzubekommen.


Am 21. Mai 2018 schrieb Karola Schramm:

Auch ich war reichlich "platt", als ich las, wie die SZ mit ihrem Jahrzehnte langen Karikaturenzeichner - den sie ja als seriös und souverän kennen müssten - dieses Etikett des Antisemitusmusses anhängte und ihm fristlos kündigte.

Dagegen scheint kein Kraut gewachsen zu sein, seit klar ist, dass man mit diesem Begriff jeden Kritiker an der israelischen Politik aus dem Amt jagen und symbolisch aufhängen und töten kann. Warum also sollte man eine derartige Waffe aus der Hand geben?

Der Antisemitismusvorwurf wird inzwischen genauso missbraucht wie der z.B. des sex. Missbrauchs oder sexuellen Belästigung, was zum gesellschaftlichen Todesurteil der Betroffenen führen kann. Er hängt fest wie Kletten in den Haaren, die dann nur neutrale Gerichte in mühevoller Kleinarbeit entfernen können. Wobei die Täter wissen: Etwas bleibt immer hängen. Darauf setzen sie zur Einschüchterung der Bevölkerung, die dann besser nichs sagen soll aus Angst, das Falsche zu sagen.

Politiker hingegen, die nachweislich und öffentlich völkerrechtswidrige Kriege führen und mit Geld und Waffen unterstützen in dem Tausende getötet und schwerst verletzt werden, ihrer Heimat beraubt und in Lagern leben müssen, ohne Zukunftschancen für sich selbst und ihre Kinder - die loben und huldigen sich gegenseitig ob ihrer Menschlichkeit und werden dabei enthusiastisch und laut von allen öffentlichen Medien gefeiert und unterstützt. DAS ist Hölle auf Erden, wenn von Politikern Unrecht als Recht erklärt wird.

Ich sehe nichts Antisemitisches in dieser harmlosen Zeichnung. Dicke Nase, dicke, volle Lippen haben viele. Auch Sokrates hatte eine dicke Nase und rühmte sie mit der er besser riechen und seine vollen Lippen weicher küssen könnten. Kein normaler Mensch denkt dabei an Juden und deren Verächtlichmachung, wenn er einen israelsichen Staatsführer so zeichnet; wobei die Karikatur sowieso immer die Überzeichnung braucht, damit ihre Botschaft deutlich wird.

Dass es sich in dieser um Israel handelte, konnte ich jedenfalls nicht an dem Mann der wie Bat Man aussieht erkennen, sondern an dem Zubehör, was treffend und richtig dargestellt ist.

Vielleicht ist das ja auch der Ärger der SZ - plötzlich sehen zu müssen, wie ein Staatsmann mit einer Rakete in der Hand Politik macht und nicht mit scheinheiligen, verlogenen Worten, wie sie es gewöhnt sind.

Natürlich kann dieses Verhalten auch ganz einfach nur der Anfang vom Ende des Karikaturisten Hanitzsch bei der SZ sein. Er ist alt geworden bei seiner jahrelagen Arbeit für die SZ und soll einem jüngeren weichen. Sagen mag man das nicht. Man mobbt und unterstellt das Schlimmste, was man unterstellen kann. Antisemitusmus. Judenhass. Entlassung sofort.

Da hilft das Arbeitsgericht. Ich hoffe, dass Herr Hanitzsch diesen Weg beschreiten wird und wünsche ihm Erfolg dabei. Er könnte vielen anderen ein Vorbild sein und den Arbeitgebern eine Warnun


Am 21. Mai 2018 schrieb Reinhard Lerche:

Schon das Kennwort-Unwort- Antisemitismus bringt eine Menge zum rasen - ich glaube der Herr Pawlow hatte hierzu mal eine Studie gemacht - Spaß beiseite!
Mehr als offensichtlich (inzwischen verbürgt) gibt es eine Allianz getreuer Reflex-"Hetzer", die absolut alles was Israel kritisiert als Antisemitisch bezeichnet und einen übergroßen "Scheißhaufen" auf Kritik und Kritiker werfen.
Vor diesem Hintergrund ist die koordinierte Reaktion auf Kritik bisher ausgeblieben oder als noch freundlich zu benennen.
Ich erwarte allerdings noch den belehrenden "Scheißhaufen"-Kommentar zum Algerien-Vorschlag, damit der Kriker Uli seinen (meine Selbstzensur: Stempel) Tritt erhält.


Am 21. Mai 2018 schrieb Volker Ritter:

Mit der Auseinandersetzung zu einer Karikatur von Dieter Hanitzsch in der SZ und der Reaktion der Redaktion, bzw. deren Erklärung durch Kurt Kister, dient die SZ zwar der Vermischung von Antisemitismus und Antizionismus, aber gerade deshalb leider nicht einem Kampf gegen Antisemitismus.
Der Kampf gegen israelkritische Karikaturen ist da schon etwas älter. Prozionisten in der BRD führten schon 2003 Kämpfe gegen die Verbreitung von Karikaturen aus der Independent gegen den Besatzungsterror Israels. Auch damals wurden Argumente jenseits jeder Kunstkritik angeführt.
Ob also ein Künstler die NSA mit großen Ohren zeichnet, die Irgendwen an antisemitische Klischees erinnern, wird mich hier nicht beschäftigen. Ohne das Thema Israel würde es diese Art der Kunstkritik nicht geben.
Keine geringere als Hannah Arendt bezeichnete einen Teil der Zionisten als die Faschisten des eigenen Volkes. Wobei sie da schon einen sehr problematischen Begriff von „Volk“ übernimmt.

Die Nazis haben mit den Rassengesetzen einen Teil der Bevölkerung, ganz normale Nachbarn, aus ihrer Art der Volksgemeinschaft ausgeschlossen. Wer Großeltern mit jüdischer Religion hatte, durfte nicht mehr dazu gehören.

Genau diese Ausgrenzung bildet heute im Staatsbürgerrecht Israels den Kern. Staatsbürger ist, wer eine jüdische Großmutter hat. Als könnten die Enkel keine Atheisten werden. Da es keine zivile Ehe gibt, wird auch niemand durch Heirat Teil Israels.

In der Reichspogromnacht 1938 skandierte der SA-Mob: Juden nach Palästina! Genau so sehen es die Zionisten heute auch. Sie folgen der gleichen völkischen Ideologie. Israelische Politiker werden da nicht müde, Israel als Schutzburg den jüdischen Gemeinden in Europa zu preisen. Auch wenn die Mitglieder dieser Gemeinden sich in Europa sehr viel wohler fühlen, als ausgerechnet in Palästina.
Israelische Sozialwissenschaftler wie Moshe Zuckermann (Antisemit!, Promedia, 2010) oder Ilan Pappe (Die ethnische Säuberung Palästinas) haben die zionistischen
Mythen längst entlarvt.

In Deutschland dient die Unterstützung des Zionismus aber gleichzeitig als Alibi, als Entschuldung vor der Shoah, und als Fortsetzung des Rassismus gegen andere

Gruppen.
Der Antisemitismus ist hier längst durch einen Antiislamismus ersetzt. Evangelikaner und andere Christen wollen uns wieder erzählen, wer zu uns gehört und wer nicht. Wer eine Leitkultur erfüllt und wer nicht. Genau das ist der Kern des Antisemitismus, der eben mit einer „Entsorgung“ in Anatolien oder Israel nicht beseitigt wird.
Zurecht hat die UN-Vollversammlung den Zionismus als rassistische Ideologie bezeichnet. Ausgesetzt wurde dieser Beschluss als Friedensdividente. Nach der Ermordung von Itzchak Rabin hat Israel nicht mehr geliefert.

Prozionisten erklären Israel gern als einzig mögliche Konsequenz der Shoah. Nur wird diese Konsequenz eben den Palästinenser aufgebürdet. Israel liegt ja nicht im – inzwischen fast menschenleeren – Mecklenburg-Vorpommern. Weder der Zionismus, noch Organisationen der Sinti und Roma fordern einen eigenen Staat für Sinti und Roma.Das Geschrei über die Verantwortung der BRD als Rechtsnachfolger des NS-Staates für Israel bleibt daher nur Makulatur und setzt den Rassismus fort.


Am 21. Mai 2018 schrieb Ernst Blutig:

"Der ESC ist ein echter Höhepunkt der Popkultur."

Der ESC ist der Lieutenant Steven Hauk der Musikveranstaltungen.


Am 21. Mai 2018 schrieb Hans Informat-Ion:

Apropos ESC, das war ein treffendes Beispiel für den Untergang der westlichen "Werte der Kultur"! Die Gewinnerin sah aus und sang wie eine aufgeblasene quakende Kröte und der Durchschnitt aller(!) Liedtexte hatte einen unfassbar niedrigen IQ. Auch die Melodien waren für's Pop-Volk wie geschaffen: Eintöniges bumba-bumba-bumba! Davon wurde die militaristische Marschmusik von Trump und Netanyahu
erfolgreich übertönt! Was für eine irre Welt!


Am 21. Mai 2018 schrieb Ole Bienkopp:

Mal zur Ergänzung der Link zu einer Diskussionssendung:

https://www.muenchen.tv/mediathek/269293

Hier treten zur Diskussion an der des Antisemitismusses bezichtigte Karikaturist Dieter Hanitzsch und als Scharfrichter auf der anderen Seite Yehoshua Chmiel, Vertreter der Israelitischen Kultusgemeinde.

Die Diskussion ist bezeichnend. Zwar betont freundlich, und niemand wirft Hanitzsch vor, Antisemit zu sein, nein! Aber sobald eben ein Jude oder ein Vertreter Israels karikiert wird, sieht der Interessenvertreter Israels bzw. einer jüdischen Orgsanisation nur noch rot - also Antisemitismus.

Besonders deutlich wird das ab etwa Minute 30, wo Chmiel Beispiele "unverhohlenen Antisemitismusses" aus der Süddeutschen zeigt. Darunter eine Karikatur des Facebook-Chefs Mark Zuckerberg als Krake. Auf die Idee, daß es sich um eine Assoziation mit dem in der IT-Welt feststehenden Begriff der Datenkrake handeln könnte, die Facebook/Whatsapp tatsächlich sind, kommt der Israelit gar nicht! Nein, er sieht nur: Da wird ein Jude dargestellt (wobei ich nicht mal weiß, ob Zuckerberg praktizierender Jude ist oder nur jüdischer Abstammung - das ist ja auch das Problem mit der Eigendefinition des Judentums als religiöse und völkische Gruppe), und schon ist das Ganze potenziell „antisemitisch". Findet man dann - wie Chmiel - noch eine hundert Jahre alte Karikatur von "dem Juden", der als Krake die Welt im Würgegriff hat, ist die Beweisaufnahme geschlossen, der Zeichner als „Antisemit" entlarvt. q.e.d.

Der schlechte Witz dabei (den Chmiel in seiner Voreingenommenheit aber nicht einmal ansatzweise zu erkennen bereit ist): Wäre der Chef von Facebook nicht Zuckerberg, könnte man dasselbe Bild mit dessen Konterfei zeichnen, und kein Mensch auf dieser Welt käme auf die Idee, etwas anderes dahinter zu sehen, als die Datenkrake Facebook mit dem Gesicht ihres Chefs/Gründers.

Ein geradezu exemplarisches Beispiel des Problems der ganzen "Antisemitismus"-Debatte! Es geht gar nicht um (echten) Antisemitismus. Es geht darum, Israel und Juden gegen jegliche, auch berechtigte Kritik zu immunisieren. Dabei wird biligend (oder sogar gern) in Kauf genommen, daß die derart "argumentativ" an die Wand gestellten tatsächlich eine Wut auf Israel und jüdische Interessenorganisationen bekommen. Und tritt die zutage, ist das dann am Ende sogar der schlagende Beweis, daß der Antisemitismusvorwurf von Anfang an "berechtigt" war....


Am 21. Mai 2018 schrieb Michael Kohle:

You got mail! Da fiel tatsächlich ein Stein vom Herzen. Nicht nur der sich einstellenden Freude des Absenders wegen. Es gibt ihn doch noch. Hatte sich doch eine gefühlte Ewigkeit nichts mehr getan. Von Tag zu Tag stiegen die Befürchtungen. Zumal zur gleichen Zeit nicht nur eine adipöse trällernde Wackelpuppe Netta den LGBT-MeistersingerInnen-Orden verliehen bekommen hat und damit auch noch dem Vater- äh Mutterland der Dame offensichtlich den finalen Ritterschlag erteilt hat: Heim ins Reich von Groß-Europa, auch wenn das Land mit gleichem Adjektiv ihm noch nie angehört haben dürfte. Das wurde dann auch gleich ordentlich gefeiert. Das Jürgen-Stroop-Gedächtnis-Schützenfest fiel dann gleich richtig zünftig aus, heidewitzka.

Genug solcher unmäßiger Anrüchigkeiten höchst antisemitischer Natur, es gab ja auch noch Anderes zu verzeichnen. Während weltweit die letzten noch verbliebenen tendenziell geringfügig wacheren Medien über letztgenanntes Ereignis hohl liefen, sich ereiferten à la „das geht aber gar nicht“ bis hin zum „das Maß ist voll“, da konnte im real existierenden Staat für praktizierte devote Demut natürlich nich in den Chor eingestimmt werden. Angesagt war stattdessen Rundum-Marketing für den just erkorenen, allseits begrüßten Sonderbeauftragten, dem sogar vorher noch zum Introitus Länderbeauftragte beigestellt worden waren. Insbesondere die Gniffke-Schutzstaffel tat sich da besonders hervor. Die wichtigsten Talkrunden und sogar ein Extra-Weltspiegel (soweit ich es mitbekommen durfte) zum Thema wurden aufgeboten. Nein, natürlich nichts oder nur wenig zum Schützenkönig, nein wirklich nicht. Im Zielstrahl der Ermittlungen stand hauptsächlich das Selfie vom extra eingeflogenen Kleinstmützenträger und dem peitschenschwingenden Jüngling aus weniger akzeptierter semitischer Herkunft. Zugegeben, das ist ja wahrlich schlimm. Da sollte der frischernannte Großinquisitor doch gefälligst zur alsbaldigen Tat schreiten. Nein, von Scheiterhaufen war erstaunlicherweise noch nicht die Rede.

Von Berufsverboten eher schon. Eine gute Vorbereitung gleich 80% des Erfolges, habe ich mal gelernt. Fein eingeschnürt in das völlig unverdächtige neue Bundesdatenschutzgesetz (das kann ja nur was Gutes sein) wurden schon probate Folterinstrumente vorbereitet, am 25. diesen Monats solls los gehen. Von einem Blogbetreiber - dem Galeristen wohl bekannt - hat man schon den Suizid des Blogs deswegen vernehmen dürfen. Und dort wo normalerweise Nachdenken angesagt ist oder war, scheint auch schon allergrößte, gar nicht so vornehme Zurückhaltung zu herrschen. Da nimmt sich hier auf der Galerie der Blogbetreiber schon noch mehr heraus. Elegant in großen Bögen werden offensichtlich schon strafbewehrte Antisem-Fallen umkurvt. Für den Berufstroll David S. natürlich nicht ausreichend, aber es jedem rechtzumachen geht ja auch nicht.

Es ist nun mal nicht zulässig und es war es noch nie, die Vertreter des Herrenvolkes 2.0, der Herrenrasse aus frisch annektierten Regionen egal in welcher Weise anzupinkeln. Haltet ein, ihr Entsetzten vom Dienst, diese Bezeichnung entlieh ich einem von mir hoch geschätzten Blogautor und emeritierten Philosophieprofessor eindeutigen Namens (Levine Andrew, wenn’s denn sein muß), der diese Ehrenbezeichnung jüngst selbst - bewegt wenn nicht erzürnt - verwendet hatte. Schließlich hatte er allen Grund für dieses Revival zu sorgen. Nicht nur die heroischen Mauerschützen auch die neue Bleibe für die Abgesandten aus dem weit entfernten, immerwährenden Frieden spendenden Abendland - nein, nicht Betlehem - könnte ihn dazu angehalten haben.

Nächstes Jahr in Algier? Von mir aus! Hätte aber einen besseren Vorschlag. Nächstes Jahr in Gaza! Da stünde auch der Beitrag des Gastgeberlandes schon fest, der Gefangenenchor aus Verdis Nabuccho bietet sich geradezu an. Und der Veranstaltungsort? Na was wohl: die Freiluftbühne von Gaza-Stadt. Millionen ständen bereit für eine bestimmt beeindruckende Performance. Für die musikalische Untermalung wäre auch gesorgt: Trommelfeuer. Nur schade, womöglich sind es bis dahin ein paar der Sänger weniger. Aber ein gewisser Schwund ist ja immer drin!


Am 21. Mai 2018 schrieb Lutz Jahoda:

ABZÄHLREIM AKTUELL

Alles andere als gut,
ist, was Netanyahu tut:
Nimmt sich, was nicht ihm gehört,
pfeift drauf, was uns Kinder stört.
Eene - meene - muh:
Raus bist du!


Am 21. Mai 2018 schrieb Otto Bismark:

Am Beitrag von David Shriner wirds mal wieder deutlich: Statt faktisch begründeter Argumentation in der Sache der Antisemitismusvorwurf, gepaart mit indirekter Israelanbetung. Ist es nicht ein uralter Erfahrungswert, daß niemand stets nur Recht hat wie auch das Gegenteil nicht vorkommt. Mir kommts vor wie in der Klimadebatte, in der versucht wird, mit einem verordneten Ende der Diskussion jedwede Kritk an der herrschenden Hysterie über die angeblich menschengemachte Treibhaussituation zu unterdrücken. Ich warte so sehnsüchtig auf den Tag, an dem endlich klar wird, daß nur inhaltliche, sachlich fundierte verbale Auseinandersetzung über Streitfragen, in welcher beiderseits Bereitschaft besteht, gut begründete, sich als zutreffend herausstellende Meinungen der Gegenseite zu rezipieren zur Erkenntnis führt. Erkenntnis, die dringend erforderlich ist, um etwas zum Besseren zu wenden. So langsam reift bei mir jedoch die Einsicht, daß ich wohl nicht alt genug werden kann, um das noch zu erleben.


Am 21. Mai 2018 schrieb Beate hermann:

Die Sache mit den Juden, so denke ich, ist nicht die Sache der grossen Masse, sondern von Netanjahu und anderen Scharfmachern! Das Trump auf den seiner Seite mitmacht gefällt den Natanjahu sehr, aber das lässt sich die Welt nicht gefallen, aber lassen wir den alten Scharfmacher ruhig mal etwas träumen!


Am 21. Mai 2018 schrieb Ullrike Spurgat:

Wie wichtig die GALERIE ist zeigt die Freude darüber, dass endlich wieder Post im "Postkasten" war, und das mit einem Artikel, der wieder einmal mehr für Frieden, Menschenrechte, aller Menschen sich klar positioniert hat, mit einer Leichtigkeit, wie ein warmer Sommerwind, um dann deutlich zu machen, was unabhängiger politischer Journalismus bedeutet, in der guten, alten Tradition (ich kann es gar nicht oft genug schreiben), von Carl von Ossietzky und Kurt Tucholsky.
Lässt man sich auf die Artikel ein erkennt man einen bitzgescheiten, reflektierten, witzigen, auch sarkastischen, aber vor allem zutiefst humanistischen, politischen Menschenfreund, dessen Kampf der Worte, dem scharfen Schwert, dass er meisterhaft beherrscht ihn wohltuend von den saft- und kraftlosen MM Schwätzern und Dampfplauderern abhebt, und oftmals punktgenau mit politischem Instinkt das Wesentliche erkennt, und seine Leser und Schreiber immer wieder auffordert, selbständig zu denken, zu hinterfragen, zu erkennen, was man uns vorenthält, was wir nicht wissen sollen, nämlich das was den Herrschenden Angst macht: Die Wahrheit über die bestehenden politischen Verhältnisse im Land, und das macht die GALERIE mit ihrem Herausgeber unverzichtbar.


Am 21. Mai 2018 schrieb Spargel Tarzan:

Diese ganze Antisemitismushysterie ist schon schizophren, da könnte man genauso einem Atheisten seine Gottlosigkeit zum Vorwurf machen und im Grunde ist es nichts anderes.

Krieg ist Frieden, Frieden ist Krieg. Orwells "1984" findet immer mehr in unsere Sprache und der öffentlichen Argumentation statt.


Am 21. Mai 2018 schrieb Jette Wander:

Die Frage nach einem Pudel ist schon deshalb unanständig, weil in Zusammenhang mit dem britischen Königshaus natürlich nur nach einem Welsh Corgi Pembroke gefragt werden kann, dem Lieblingshund von Königin Elisabeth II.


Am 21. Mai 2018 schrieb David Shriner:

Mit dem Begriff "Antisemitismus-Hysterie" soll nur verschleiert werden, dass im Artikel der Antisemitismus faktisch gefeiert wird. Verächtlicher kann man über Israel kaum schreiben.

Antwort von U. Gellermann:

Aber wenn Israels aktuelle Politik nun mal nicht zu achten ist?


Am 21. Mai 2018 schrieb Kurt Robertson:

Erneut wird hier ein Stück bester Polemik geliefert. Gespickt mit Informationen produziert der Autor ein intelligentes Leservergnügen. Danke.

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