MISSION ACCOMPLISHED

Kaputte Staaten pflastern den Weg der USA

Autor: U. Gellermann
Datum: 16. Juni 2014

Mission accomplished: Die Mission sei erfüllt behauptete der debile Dauergrinser George W. Bush im Mai 2003 und glaubte den Irak-Krieg beendet zu haben. Nicht weniger ignorant redete sein Nachfolger Obama daher, als er im Dezember 2011 anlässlich des offiziellen Abzugs der US-Truppen aus dem Irak den "Moment des Erfolgs" bejubelte und erzählte, Amerika würde einen "souveränen, stabilen und selbstständigen Irak" hinterlassen. Zwischen der ersten und der zweiten Irak-ist-erledigt-Meldung lagen dreizehn Jahre voller Blut und Grausamkeit und nur wenige Jahre, aber Tausende Tote später, eilen sunnitische Kampfverbände in Richtung Bagdad, um die verhasste, von den USA alimentierte Regierung zu stürzen. Der Irak ist ein kaputter Staat: Neben dem täglichen Terror, dem religiösen Kampf zwischen Schiiten und Sunniten, und den verschiedenen Clans und ethnischen Gruppen, sind Folter und Unterdrückung für den irakischen Alltag bestimmend. Nichts ist durch das militärische Eingreifen der USA besser geworden. Immer noch stehen mehr als 15.000 amerikanische Söldner privater Sicherheitsfirmen im Land, immer noch bestimmen die USA wesentlich die irakische Politik.

Kennzeichnend für die Auswirkungen der von den USA und ihren Freunden dominierten Politik im Nahen Osten ist die Herkunft der ISIS genannten Truppen, die aktuell versuchen den IRAK zu übernehmen: Ihre Gründung und ihren Aufstieg verdanken sie dem Syrien-Krieg, jenem "Bürgerkrieg" genannten Kampf um ein geschundenes Land in dem, darin dem Irak ähnlich, mit ausländischem Geld und ausländischen Waffen versucht wird die geostrategische Lage zu ändern: Weg von einer relativen Selbstständigkeit der Assad-Regierung und deren Nähe zum Iran, hin zu einem von den Saudis, den Kataris und den USA beherrschten Gebilde. Besondere Protektion genoss die ISIS lange durch das NATO-Mitglied Türkei: Offene Grenzen für den Rückzug aus dem syrischen Kampfgebiet für ISIS-Kämpfer, augenzwinkernde Unterstützung des Waffennachschubs und der medizinischen Versorgung der Truppen galten dem größenwahnsinnigen Erdogan als nützlich. Und dieser schwere Anfall osmanischen Großmachtstrebens wurde mit den deutschen Patriot-Raketen an der türkisch-syrischen Grenze noch unterstützt.

Von Afghanistan über den Irak, über Libyen und Syrien: Die Antwort der USA auf Konflikte aller Art, gerade auch die selbst gemachten, ist der Krieg. Der erzeugt neuen Krieg, den die USA dann erneut mit Krieg bekämpfen. Und auch jetzt will Obama im Irak "nichts ausschließen", Luftangriffe sind wahrscheinlich, Drohnen sicher. Das mediale Bild der ISIS-Truppen ist barbarisch. Und vielleicht stimmt es sogar. Aber sie haben neben ihrem religiösen Fanatismus auch historische Kenntnisse und Empfindungen, die ihrem westlichen Widerpart völlig abgehen: Auf ein Schild nahe der syrisch-irakischen Grenze schrieben die ISIS-Kämpfer "Die Sykes-Picot-Grenze zerschlagen!" Das ist jene Grenze, mit der die Kolonialmächte Großbritannien und Frankreich im Mai 1916 das von den Osmanen annektierte arabische Land unter sich aufteilten: Jordanien und Irak an die Briten, Syrien und Libanon an die Franzosen. Was im Ergebnis jener brutalen Herrschaftsausübung an Blut und Tränen geflossen ist, hat letztlich jene barbarischen Handlungen erzeugt, die heute gern Terrorismus genannt werden.

Sykes-Picot-Grenze? Die kennt der deutsche Redakteur nicht, will sie nicht kennen. Wohl deshalb fällt ihm nicht im Traum ein, den Beginn des Irak-Krieges - durch Lügen und Betrügen als notwendig kaschiert - als den eigentlichen Auslöser für den heutigen Krieg zu benennen. Statt dessen kommen die "Experten" der Medien zu Wort: "BILD erklärt die gefährlichste Terror-Gruppe der Welt" und meint damit keineswegs die Militärindustrie der USA. Im FOCUS findet ein Experte: "Isis-Führer ist noch brutaler als Terror-Fürst Osama bin Laden". Im HANDELSBLATT darf sich der CDU-Außenexperte Roderich Kiesewetter melden und durch den neuen Irak-Terror eine „massive sicherheitspolitische Bedrohung“ für den Nahen und Mittleren Osten erkennen, um eine Rolle Deutschlands in dem Konflikt nicht auszuschließen. Auf RTL meint der Terrorismus-Experte Michael Ortmann: "Die brutalen ISIS-Kämpfer sind bei Dschihadisten sehr beliebt." Der arabische Raum sucht offenkundig den Superterroristen. Und die Blindenanstalt ARD lässt Falko Walde von der verstorben geglaubten FDP-Friedrich-Naumann-Stiftung ein Sportkommentar sprechen: "Kurdische und schiitische Milizen im Irak sind gut aufgestellt." Terror goes Boulevard.

War da nicht bis jüngst noch ein Krieg? Richtig, der in der Ukraine. "Wie kann die Erde brennen? Sie brannte etwa 40 Minuten”, sagt ein Anwohner aus einem Vorort von Slawjansk in die Kamera. Natürlich nicht in eine deutsche Kamera. Denn seit dem 7. Juni, als die Tagesschau einen vom “guten Oligarchen” Poroschenko angekündigten Waffenstillstand im ostukrainischen Bürgerkriegsgebiet verkündete, gab es den ukrainischen Krieg offiziell nicht mehr. Obwohl von den Regierungstruppen Phosphorbomben abgeworfen werden, obwohl Tausende auf der Flucht sind, obwohl erneut amerikanische Söldner im Kriegsgebiet gesichtet wurden. Inoffiziell beteiligt sich die deutsche Regierung aktiv am ukrainischen Kampf: Durch die Hintertür ist ein Wirtschaftsembargo gegen Russland eingeführt worden. Das Wirtschaftsministerium lässt Exportgenehmigungen nach Russland monatelang liegen, klagt der deutschen Maschinenbauverband (VDMA). Angeblich nur bei Gütern, die unter den Begriff "Dual use" fallen, Waren, die sowohl zivilem als auch militärischem Gebrauch dienen können. Wenn man weiß, dass Gas-Energie sowohl im Automobil- wie im Panzerbau Verwendung finden kann, dann kann man sich die Bandbreite der Export-Sanktionen ebenso ausmalen wie die mögliche Antwort der Russen.

Die erbärmlich dumme deutsche Regierung und die ihr angeschlossenen Medien ketten sich seit Jahr und Tag an die Interessen der USA. Weder die Zahl der kaputten Staaten im Ergebnis von US-Interventionen lässt die deutschen US-Freunde an den FREUNDEN zweifeln, noch bringt sie zur Besinnung, dass der Anti-Terrorkampf bisher nur mehr Terror erzeugt. Längst hat man auch für die Ukraine die Lesart vom Anti-Terror-Kampf gegen die Separatisten übernommen. Aber die Gaucks, Merkels, Steinmeiers und van der Leyens glauben an der Seite der USA das große Spiel gewinnen zu können. Und warten auf die nächste Mission-accomplished-Meldung. Nicht beachtend, dass sie damit den eigenen Staat verzocken.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 22. Juni 2014 schrieb Rüdiger Becker:

Wirklich bemerkenswert scheint, wie erbärmlich die Bilanz der Amerikaner aussieht: Tausende eigene Tote, kaum bezifferbare Kosten, ein ob der Hundertausende Opfer und enormen Zerstörungen ruiniertes Image rund um den Globus, eine kontinentumfassende, furchterregende neue Gegnerschaft - und nichts auf der Habenseite. Die Europäer hatten die erfolgte bzw. geplante Tötung von Hussein, Ghaddafi und Assad beklatscht oder zustimmend beschwiegen. Und niemand fordert, die Verantwortlichen samt Helfershelfern vor Gericht zu stellen.


Am 22. Juni 2014 schrieb curti curti:

℅ Jens Niestroj

Ignoranz, wider besseren Wissens, dürfte eine der Kerneigenschaften sein um heutzutage politische "Karriere" zu machen. "Denn sie wissen nicht was sie tun" kann allerspätestens bei Politikern der Oberliga ausgeschlossen werden. Die sind nicht dumm, sondern allerbestens informiert, in jede erdenkliche Richtung. Ergo wird nicht nur die Reaktion mit Vorsatz herbeigeführt, sondern regelmäßig auch die zugrunde liegende Aktion, s.z.B. Herbeiführung des Irak-Krieges mittels "Achse des Bösen", Koalition der Willigen", "Powells Muppet-show" vor der Uno und letztlich dann der "unausweichliche Befreiungsschlag" gegen den Irak. Folgen für die verbrecherischen Anstifter - keine. "Sorry, I was wrong" reicht im Regelfall!

Die damals mit zustimmende, jetzt aus das Präsidentenamt schielende Hillary Clinton versucht jetz fix ihr damaliges Verhalten als Fehler zu kaschieren. Wie heuchlerisch!

Und wer in der Entwicklung der Ukraine-Krise nicht geradezu ein Drehbuch erkennt, will dies entweder nicht oder ist tatsächlich dumm oder zumindest desinformiert.

Kommt es mal zu klaren, überaus angemessenen Worten wie vor kurzem seitens der Abgeordneten der Linken, Sevim Dagdelen, hier mit dem Brecht-Zitat zur Wahrheit vorangestellt, ist trotz der eindeutig zutreffenden Aussage die Entrüstung groß, selbst unter dem Führungspersonal der Linken!

http://www.sevimdagdelen.de/de/article/3633.gegen_die_verharmlosung_von_neofaschisten.html

http://www.sevimdagdelen.de/de/article/3638.erklaerung.html

Wie heißt es noch - wer die Wahrheit sagt, braucht ein verdammt schnelles Pferd. Zusatz: - demnächst vielleicht auch der, der nicht dumm ist und auch nicht ignorant verharren vermag?

Die Woche schrieb das diffuse Feigenblatt auf SPON, Jakob Augstein, in einem kritischen Artikel zu Gauck, er >>sollte<< um den Umfang des bundesdeutschen Militäreinsatzes im Ausland wissen. Danach verklärt er Gaucks abstruses Kriegsgescharre mit Protestantismus weiter (der war Pfaffe bekanntlich nur aus opportunistischen Gründen). Kurzum - reichlich Vorlage die Person Gauck außen vor zu lassen, quasi ein Opfer von Nichtwisssen und Fehlkonditionierung. Fein gemacht Augstein!

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/augstein-gegen-gauck-s-forderung-nach-mehr-deutschen-kriegseinsaetzen-a-976083.html

Untertänigkeit, bei der Dummheit sehr hilfreich ist, wird unterstellt bzw. erwartet von denen, die die Folgen dieser kalkulierten Politik zu kompensieren haben. Willfährige Medien stehen eifrig zur Seite, diesen Soll-Zustand herbeizuführen, mit zunehmendem Erfolg, leider!


Am 21. Juni 2014 schrieb Jens Niestroj:

Ein Zitat von Susan George aus dem Jahr 2001, dem ich mich inhaltlich anschließen möchte. Die kaputten Staaten, die auf die "Befreiungen" durch den Westen folgen, sind m.E. nicht unbeabsichtigt:

Zitat Beginn:
Da man mich immer wieder fragt: "Was ist zu tun?", fange ich mit einigen Negativvorschlägen an. Als erstes darf man dem "Sollte", "Müsste", und "Sich an die Stirn schlagen" nicht in die Falle gehen. Anzunehmen, man bräuchte eine Veränderung nur zu erklären, damit sie angenommen werde, weil sie schließlich zu Gerechtigkeit, Gleichheit und Frieden beitrüge, ist die traurigste und ärgerlichste Form der Naivität. Viele gute und ansonsten intelligente Menschen scheinen zu glauben, wenn mächtige Leute und Institutionen den Ernst einer Krise und die Notwendigkeit der Abhilfe erst einmal richtig verstanden hätten, würden sie sich an die Stirn schlagen und zugeben, sich die ganze Zeit geirrt zu haben, und wie durch eine plötzliche Offenbarung sofort eine Kehrtwende in ihrem Verhalten einleiten.
Einiges ist zwar Ignoranz und Dummheit zuzuschreiben, aber das meiste geschieht, weil die Mächtigen es genau so wollen.


Am 18. Juni 2014 schrieb curti curti:

War es nicht Struck, der nach 9/11 ausrief, ab jetzt wind wir alle Amerikaner?

Das "System USA" überschwemmt seit der Ära Reagan und dem Zerfall der Sowjetunion den Großteil der Welt, dringt in alle Bereiche ein, bis in den hintersten Winkel. Mittler sind die Politdarsteller, geneigte Medien und nicht zuletzt jede Menge Propaganda/Werbung.

Wie die Ausführer ticken, wurde gestern in einem Teilbereich sehr informativ beleuchtet auf arte. 1,5 Std. die man sich nehmen sollte. Statt Banker hätte es auch ein Politiker sein können, strukturell liegen die dicht beieinander im Denken und Handeln. Idealbesetzung für diesen Fall - POFALLA!

http://www.arte.tv/guide/de/048858-000/der-banker-master-of-the-universe?autoplay=1


Am 17. Juni 2014 schrieb Christoph Pauli:

Kompliment Herr Gellermann, Sie bringens mal wieder auf den Punkt.
Für mich wird´s immer logischer: Die USA als Großhändler wertloser Schnipsel und immer neuestem Kriegsgeräts sind schon sehr gut in Ihrem Metier.
Auch taktisch haben Sie sich verbessert. Bei Jeremy Scahill wird das "Rasenmäher" Prinzip ganz anschaulich erklärt. So sprudelt es nur vor Folgeaufträgen.
Und dass so Leute wie Gauck und Merkel zu höheren Aufgaben erkoren werden verstehe ich jetzt auch endlich: Intelligenz, Charakterstärke und moralische Integrität wären in diesen Positionen wahrlich hinderlich. Man bedenke nur was mit den letzten amerikanischen Präsidenten (ist zwar schon ziemlich lange her), mit diesen Eigenschaften, passiert ist... Und bei uns hatte W. Brandt auch ziemlichen Gegenwind.


Am 17. Juni 2014 schrieb Tobias Adomeit:

Dieser Artikel strotz ja nur so vor Anti-Schwachsinnismus, wie man ihn nur selten in unserer Medienlandschaft findet! Vielen Dank dafür!


Am 16. Juni 2014 schrieb Andreas Schlüter:

In Vielem Zustimmung, aber leider ist Bush nicht "debil", sondern war einer der wenigen Präsidenten, die direkt der kleinen US Machtelite angehörten (hier der Neocon-Fraktion) und vielmehr teuflisch als debil - http://wipokuli.wordpress.com/2011/09/09/nine-eleven-vor-zehn-jahren-gedenken-gedanken-und-geheimnisse/ - und die Bundesregierung hat im Wesentlichen Eines: Schiss - http://wipokuli.wordpress.com/2012/12/16/usa-unser-groser-bruder-und-willst-du-nicht-mein-bruder-sein/ !


Am 16. Juni 2014 schrieb Klaus-Jürgen Bruder:

Großen Dank und einem kleinen zustimmenden Einwand:

Unsere erbärmliche Regierung ist nicht „dumm“.
Sie ist nur erbärmlich. Erbärmlich ist die deutsche Regierung, weil sie uns, die sie gewählt haben, auf die erbärmlichste Weise für Dumm verkauft


Am 16. Juni 2014 schrieb Herr Wurzelzwerg:

Ja, die "erbärmlich dumme deutsche Regierung" - egal, was sie anpackt, sei es die von ihr so genannte "Staatsschuldenkrise", sei es die EU-Osterweiterung, sei es die Unterstützung der syrischen Opposition genannten islamistischen Söldnerbanden - wo man hinsieht, nichts als dümmstes Eigenschulterklopfen und Desaster.
Dass Merkel eine gute Freundin der "amerikanischen Freunde" ist, ist ja nicht erst seit heute bekannt, ich erinnere an ihre Unverschämtheit, im Namen aller Deutschen dem Dummkopf Bush jun. den Treueid anlässlich des Überfalls auf den Irak zu leisten. Wird Zeit, dass dieses Deutschland einen intelligenteren Kopf kriegt, wir alle haben es verdient.
Schröder hatte recht, als er halbbesoffen am Wahlabend röhrte: "Sie können es nicht, Frau Merkel!"


Am 16. Juni 2014 schrieb Brigitte Mensah-Attoh:

GENAUSO ist es! Erst zerstören sie die Gegend (die sie "die Achse des Bösen" nannten/nennen), und das ganz präzise nach den P l ä n e n des amerikanischen Teufels, ähm - Militärstrategen BRCZINSKY(?) - Dann hauen sie wieder ab, nachdem ihre Pläne - die ganze Gegend zu destabilisieren, mehr als aufgegangen sind.....!

Ihre Erklärungen zum eigenen Abzug nach vielen Jahren waren ein ebenso fadenscheiniges wie impertinentes Sand in die Augen Streuen. Der Stil von Obama - nach G. Dabbljuh ist aber um keinen Deut besser! Auch wenn der jetzt "eigene Soldatenleben" schont, dafür aber andere Menschenleben großzügig opfert -
bzw. durch den Einsatz von MÖRDERDROHNEN "Kollateralschäden billigend in Kauf nimmt.
.
Aus der Ferne läßt der sogenannte FRIEDENSNOBELPREISTRÄGER OBAMA auf das angerichtete Chaos hin inzwischen verlauten, der Staat Irak müsse - bitteschön - jetzt endlich mal anfangen, sich selbst einmal um die eigenen Probleme (z.B. ISIS) zu kümmern und könne nicht weiterhin auf US/Nato-"Hilfe" hoffen!

Also z y n i s c h e r gehts nimmer!


Am 16. Juni 2014 schrieb Maik Hamburger:

Eine großartige Zusammenfassung auf kleinstem Raum! Danke!
Die amerikanische Aussenpolitik ist immer noch von der Cowboy-und-Indianer Mentalität bestimmt. Und wer die jeweiligen Indianer sind, das bestimmen natürlich die Cowboys


Am 16. Juni 2014 schrieb Joe Bildstein::

In der Tat "Mission Accomplished" denn "Divide et Impare" ist das Ziel. Es darf neben den USI kein starken Nationalstaaten geben die sich dem Diktat des weissen Mannes wiedersetzen.
Die Balkanisierung wird gut im beigegfuegten link sehr gut beschrieben [http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Nahost/westen.html]. Noch eimal auch der Verweiss auf "The Grand Chessboard - by Mr Brzezsinski 1998] der die Entwicklung genauso gefordert hat um die "American Primacy" zu erhalten. Da is jedes Mittel recht. Der irre Pfaffe Gauck und die Dicke aus der Uckermark sind da in der Tat ein Rudel willfaehiger Erfuellungs-Pudel.


Am 16. Juni 2014 schrieb curti curti:

Unter Berücksichtigung der Formel Ursache-Auswirkung kommt man nicht umhin, die USA als den mit Abstand größten Terroristen einzuordnen. Der Umfang an weltweit angestifteten Intrigen, Umstürzen, hinterhältig angezettelten Kriegen, spricht seit dem II. Weltkrieg für sich und zwar deutlich. Jedenfalls soweit man die entsprechend Aufnahmesinne nicht hat verkümmern lassen oder bewußt abstellt. Aktuell die als "Imperialaggression" Rußlands verdrehte Ukaraine-Perversion, für die gleichsam die Westeuropäer abgespaltet werden und nicht zu vergessen der NSA-Skandal. der politisch und medial nicht zu Konsequenzen sondern einem noch tieferen Hofknicks führt. Das hat auf europäischer Seite entweder masochistische Züge oder begründet sich in einer zutiefst kultivierten Ablehnung der Politik gegenüber dem "Souverän", also Volk. Auch die überwiegenden Medien scheinen ihre Zielgruppe als Trottel einzustufen, denen nichts anderes als Manipulation zusteht. Zum Ausgleich, mag sein auch zur Besänftigung des "miesen" Sender-Gewissens, dann ein wenig heute-show, Anstalt oder Mitternachtsspitzen um den Intellekt zu kitzeln und auf Versöhnung zu stimmen. Man kann sich -wenn auch zunehmend eingeschränkt- alternativ im Spiegel-Forum austoben. Hilft aber alles nichts, die Marschrichtung ist vorgegeben und Kritik wird hartnäckig ignoriert!

Wo ist der Ausgang aus diesem Irrenhaus?


Am 16. Juni 2014 schrieb Ragner Führ:

Ich warte nun gespannt auf den ersten irrlichternden Leser, der Ihnen hier "billigen Anti-Amerikanismus" attestiert.


Am 16. Juni 2014 schrieb Tor Habita:

Freiheitskämpfer oder Terrorist - nach der üblichen Lesart wird das ja einst der Sieger beurteilen.

Ist es Völkerrechtlich legitim, daran zu denken, die alten Grenzen wiederhaben zu wollen [die alten Grenzen schließen auch Israel, Teile der Türkei, Libanon, Jordanien und Syrien und den Irak mit ein] - dürfen wir denn auch das deutsch römische Reich wieder fordern? Und einen Monarchen oder nein, doch unsere Mutti - vielleicht nicht ganz so devot!



Darf ich denn dann auch ein Volk fordern, das an einer Gemeinschaft arbeitet?
 Darf ich denn dann auch Medien fordern, die mehr als Main-Stream können und wollen?
 Darf ich denn dann auch einen Bürger fordern, der die Würde des anderen nicht veräußert?

Darf ich denn dann auch eine Industrie fordern, deren Kapital nicht zerstört, sondern bildet?
Darf ich denn dann auch eine Regierung fordern, die dem Wohle des Volkes dient? 

In Traumland, 
- wessen Traum geht hier gerade auf. Ein rechter oder ein linker?


Lasst mich weiter fragen, sollten Freiheit, Eigentum und politische Macht das Privileg weniger (rechts) oder das Anrecht aller sein (links)?

 Das Recht des Stärkeren ist nicht legitimiert - Rechtstaatlichkeit ist noch lange nicht Gerechtigkeit - David siegte einst gegen Goliath. Und wenn man sich als Grundlage für einen Rechtstaat die Gerechtigkeit Gottes wünscht? ist das in einer säkularisierten Gesellschaft kaum vorstellbar.

Zwischenspiel: Das Awacs-Stück (´93) von der todgedachten FDP
http://magazin.spiegel.de/EpubDelivery/spiegel/pdf/13688800 



"Der freiheitliche, säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann. Das ist das große Wagnis, das er, um der Freiheit willen, eingegangen ist. Als freiheitlicher Staat kann er einerseits nur bestehen, wenn sich die Freiheit, die er seinen Bürgern gewährt, von innen her, aus der moralischen Substanz des einzelnen und der Homogenität der Gesellschaft, reguliert. Anderseits kann er diese inneren Regulierungskräfte nicht von sich aus, das heißt mit den Mitteln des Rechtszwanges und autoritativen Gebots zu garantieren suchen, ohne seine Freiheitlichkeit aufzugeben und a-uf säkularisierter Ebene - in jenen Totalitätsanspruch zurückzufallen, aus dem er in den konfessionellen Bürgerkriegen herausgeführt hat." - Ernst-Wolfgang Böckenförde [Staat, Gesellschaft, Freiheit. 1976]



Auf, auf - in die Welt der TOTALITÄREN ELITEN - ich glaube, dieses sollten mal in die Wüste gehen!


Danke Uli Gellermann
 


Am 16. Juni 2014 schrieb Katrin Breton:

Eine Zusammenfassung der US-Außenpolitik wie man sie sonst nirgends lesen kann. Danke.


Am 16. Juni 2014 schrieb Rainald Irmscher:

Einstein soll auf die Frage, was die wichtigste Frage für die Menschheit sei, gesagt haben:

Die wichtigste Frage ist, ob das Universum ein freundlicher Ort ist. Das muss jeder Mensch für sich entscheiden.

Einstein sprach vom ganzen Universum. Ich bleib lieber auf der Erde. Sinngemäß sagte er weiter:

Wenn wir uns entscheiden, dass die Welt unfreundlich ist, werden wir Mauern bauen, um die Unfreundlichkeit abzuwehren und Waffen, alles zu vernichten, was unfreundlich ist.

Und wenn wir uns entscheiden, dass sie freundlich ist, werden wir Technologien entwickeln zur Kommunikation und Verständigung.

Die Amis sollten ihre schreckliche Eroberungsgeschichte mal endlich abschließen und kapieren, dass die Praxis, andere zu unterwerfen nicht dadurch richtig wird, dass man sie endlos fortsetzt.

Es ist schaurig schön, wie hier wieder einmal aufgedeckt wird, wie auch unsere "Regierung" und Medien täuschen und manipulieren um die eigene Beteiligung zu vertuschen und zu rechtfertigen.

Die USA sind ja ein großes Land. Auch da leben genug Leute, die längst die Schnauze voll haben und keinen Krieg mehr wollen und wie Jane Rankin erkannt haben, dass man einen Krieg ebenso wenig gewinnen kann wie ein Erdbeben.

Einen Krieg kann man ebenso wenig gewinnen wie ein Erdbeben.

Und auch wir können uns besinnen, wie wir beitragen können zur Deeskalation.

Ich glaube, es gibt keine Alternative zu der Erkenntnis von Gandhi: Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg.

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