Merkels Waterloo in London

Ein Anfang vom Ende der Markt-Union

Autor: U. Gellermann
Datum: 28. Juni 2016

Angeführt wird der Merkel-Kampf um London von der extrem revolutionären SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG. Sie ruft auf ihrer Seite Eins den „Aufstand gegen den Brexit“ aus. Wir sehen schon, wie der SZ-Chefredakteur die Kalaschnikows an die Massen rund um den Piccadilly Circus verteilt. Atlantische Stoßtrupps der Redaktion verschenken an den Eingängen zur Londoner Underground Dynamit-Päckchen: Kein Untergrundkampf ohne Stefan Kornelius. Die FRANKFURTER ALLGEMEINE konzentriert sich auf das Brexit-Hauptproblem: „Weitere Verluste an den Börsen erwartet“, erste Sammlungen für verarmte Spekulanten werden organisiert. Die DEUTSCHE WELLE, der staatliche Auslandsrundfunk der Bundesrepublik Deutschland, riecht Schnaps. Der "Regrexit" sei unterwegs: „Es ist wie die Reue nach einer durchzechten Nacht. Am Morgen danach denkt man: Was um Gottes Willen habe ich getan?" Aus dem Etat des deutschen Außenministeriums sollen Millionen saure Heringe finanziert werden.

Nur auf die TAGESSCHAU, die staatliche kalte Dusche, die am Abend kommt, kann sich Angela Merkel noch verlassen: „Zwei Millionen fordern neues Brexit-Referendum“ sendet sie. Ihr blöden Briten, ihr habt einfach falsch gewählt. Eine ähnliche Unverschämtheit haben die Griechen mal mit einem OCHI, einem NEIN zum deutschen Willen gewagt. Die wurden dann mit Hunger bestraft. Als die Franzosen und die Niederländer einst in Volksabstimmungen zu Merkels Europa NEIN gesagt haben, da hat man ihnen schnell den Lissabon-Vertrag über das freche Votum gestülpt. Ihr Briten werdet jetzt so lange das Referendum üben, bis es so sitzt wie die Kostümchen der Dame Merkel: So wie Korsetts das Fett bändigen, so werden wir die Briten zähmen! Ist das klar!? Da assistiert der SPIEGEL doch gerne: „Exit aus dem Brexit“, neu wählen, aber dalli!

Aus welcher Europäischen Union will die Mehrheit der Briten austreten? Aus der EU des Sozialabbaus, der Hunger-Sparpolitik, der Zerstörung der Demokratie, der Einkreisung Russlands, dem NATO-Vorfeld. Sie haben NEIN zu einer EU der Banken gesagt, der Ausbeutung der Dritten Welt und der Herrschaft der deutschen Export-Industrie. Das dürfen die natürlich nicht. Weil, erklärt der Medien-Mainstream, es sich um die Diktatur der Alten über die Jungen handelt. Und dann kommt die Rechnung der Chefredakteure, von denen natürlich keiner unter 50 ist: In der Altersgruppe über 50 Jahren seien es deutlich über 50 Prozent, die für den Brexit waren, in der Gruppe zwischen 25 und 49 konnten dann nur 45 Prozent gezählt werden. Nur noch? Doch die FRANKFURTER ALLGEMEINE gibt einen extrem klugen Hinweis: Dass „höher Qualifizierte die Vorteile einer globalisierten Welt eher für sich zu nutzen bereit sind und damit auch die Mitgliedschaft Großbritanniens in der EU als Vorteil ansehen. Arbeiter, die in ihrem Berufsumfeld seltener mit der EU konfrontiert sind, sehen in der Mitgliedschaft hingegen eher eine bürokratische Bürde.“ Arbeiter werden in der EU häufiger mit den Sozialämtern „konfrontiert“ und das empfinden die doch tatsächlich als Bürde, die ungebildeten Idioten.

In dieser schweren Lage für die Märkte, für Frau Merkel und die NATO, ist auf den rechten Flügel der Linkspartei Verlass. Mit dem Charme eines Bestatters auf einer Kinds-Taufe tritt der Repräsentant der rechten LINKEN, Dietmar Bartsch, vor die Kamera: „Das ist für Großbritannien ein schwarzer Tag, das ist aber auch ein schwarzer Tag für Europa", sagte Dietmar Bartsch, und: „Das große Projekt Europas, des Friedens, der Kultur, der sozialen Gerechtigkeit, droht zu scheitern.“ Der Mann kommt aus der DDR. Da gab es Landkarten. Auf denen war ein Europa zu erkennen, das weit größer war und ist als die EU. Nur Dietmar hat es wieder nicht kapiert. Aus diesem Mangel an Erkenntnis heraus hält er anscheinend auch die EU der Agenda 20/10 für ein Projekt der „sozialen Gerechtigkeit“. Wenn er aber die EU der Jugoslawien-, der Afghanistan- der Irak-, der Libyen- und der Ukraine-Interventionen als ein Friedensprojekt verkauft, dann ist das keine Dummheit. Dann hofft er auf Provision.

Der Brexit ist das Waterloo der Merkel. Mit ihm kann das Ende der Markt-Union beginnen.
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Am 12. 07. 2016, um 20.30 Uhr
im Buchhändlerkeller
10523 Berlin Carmerstraße 1
wird Conrad Schuler sein Buch
DIE GROSSE FLUCHT vorstellen
Es moderiert Uli Gellermann


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 30. Juni 2016 schrieb Aleksander von Korty:

Sehr geehrter Herr Manfred Caesar,

bei Ihrem kurzen Kommentar habe ich zunächst über Ihren letzten Satz ein wenig schmunzeln müssen, da ich diese Annahme für ziemlich unwahrscheinlich hielt.

Bei genauerem Nachdenken aber bin ich zu der Überlegung gekommen, dass er möglicherweise gar nicht so abwegig ist. Es kann gut sein, dass die nationale Bourgeoisie die rechten Gegner der EU zur Stimmungsmache genutzt haben, weil sie die immer stärkere Dominanz und Bevorzugung des GRINGO-Imperialismus im noch freieren Welthandel mit einigem Argwohn beäugen. Leide können wir da wohl nur spekulieren, da uns die dafür notwendigen Informationen nicht zur Verfügung stehen.


Am 30. Juni 2016 schrieb Heinz Schneider:

Es ist eher eine kleine, aber feine Minderheit der Briten, die NEIN zur Ausbeutung der Dritten Welt und zur EU der Banken gesagt hat. Eher hat das rechte Lager, wie andernorts auch, die Abgehängten mit fremdenfeindlicher Rhetorik motivieren können. Ist ja schön, die Irritationen der ratlosen "pro Europäischen" Neoliberalen angesichts des Aufschwungs der nationalen Neoliberalen anzuschauen. Letztere führen mehr Demokratie zwar im Programm, aber nicht im Schilde. Wenigstens zeigt sich das Neoliberalen Lager noch ratloser als das Linke. Im Besten Fall sind das Zeichen des beginnenden Untergangs des Neoliberalismus auf der einen und Zeichen protestfixierter Konfusion auf der anderen Seite. Ich rätsele noch, kann aber verbesserte Kampbedingungen für politische Alternativen im nach rechts rutschenden Nationalstaat nicht wirklich erkennen.


Am 29. Juni 2016 schrieb Manfred Caesar:

Wir können nur hoffen, daß uns die Briten vor dem Orwell´schen Staatsungetüm noch einmal gerettet haben.Sicher ist das allerdings nicht.
Merkel ist nur ausführendes Organ. Falls sie versagt hat, könnte es ihr Waterloo sein.
Leider wissen wir nicht, ob der Ausstieg nicht von oben geplant war und man uns nur ein Theaterstückchen vorgeführt hat.


Am 29. Juni 2016 schrieb Gideon Rugai:

"Die damals jungen Westdeutschen haben Ende der 50er, Anfang der 60erJahre den Beginn der EU (EWG) als Befreiung wahrgenommen: Sie fühlten sich ? obwohl sie zum verdammten Hitler-Volk gehörten, späte Geburt hin oder her ? wieder aufgenommen in die Gemeinschaft europäischer Völker. Man konnte nicht nur einfacher über die Grenze, man konnte auch auf ?Vergebung? hoffen, darauf, dass man jenseits der der westdeutschen Grenzen mit seinen Nachbarn wieder reden könnte. Völlig unabhängig davon, was die Konzerne mit der EWG/EU beabsichtigen. Dieses Lebensgefühl lässt heute nicht wenige darüber trauern, dass diese Union, an die sie sich positiv erinnern, mit dem Brexit ihre Ende gefunden hat. Diesem Gefühl helfen die marxistische Analyse und die schneidigen Urteile wenig."

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Mir erging es da nicht viel anders, zumal ergänzend dazu die Coca-Colonialisierung weg vom muffigen Deutschtum dankbar angenommen wurde und auch heute noch zuverlässig greift - zwar mittlerweile als unerwünschtes Konditionierungsmerkmal wahrgenommen - aber dennoch wie ein bedingter (Schnapp-)Reflex hin und wieder aus den Tiefen des Unterbewusstseins auftaucht - ähnlich frühkindlicher Prägungen, die immer wieder zu verläßlicher (traumatischer) Reaktion auf bestimmte "Settings" führt...und das alles natürlich weder durchdringend reflektiert noch aufrichtig aufgearbeitet wird.
Passend dazu wollte ich soeben etwas aus der Berliner Zeitung verlinken, was diese Art von Kognitiver Dissonanz plastisch verdeutlicht, als ich obigen Gellermannschen Kommentar las (wie überaus passend) :
Da gibt es in der Online-Ausgabe diesen doch überraschenden Kommentar, während darin eingebettet ein Link zu den Meinungen "des Berliners an sich" zum Brexit zu finden ist : Also Jungstudenten die ihr Leben abseits des Auditoriums noch vor sich haben und Berufsgruppen, die wie andernorts ausreichend dokumentiert, im kuscheligen Anteil des " Besserbürgerlichen" platziert sind und ihre europäische (Reise-)Freiheit bedroht sehen...zum Beispiel, und das Wesen von Freiheit damit zu einer Art Marketingbegriff materieller Wonnen verschlampt wird...
Ach jaaah, es bedarf noch viel Aufklärung bis "man" begreift, dass diese Art "Freiheiten" doch immer nur die Karotten sind, die man vor des Esels Nase hängt, damit er auf Belohnung schielend übersieht, wohin die Reise eigentlich geht.....

http://www.berliner-zeitung.de/politik/meinung/kommentar-brexit-ist-eine-reaktion-auf-den-ausschluss-der-buerger-24296480

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/reaktionen


Am 29. Juni 2016 schrieb Reyes Carrillo:

Jede linke Seite, jeder linke Blog hat seinen eigenen Hausdozenten der reinen Lehre. Würde er fehlen, sollte diese schmerzliche Lücke ein gesundes Misstrauen erzeugen. So gesehen ist Entwarnung angebracht, der Galerie geht’s seit Jahren hervorragend: Klarsichtiger Herausgeber mit unbestechlichem politischem Instinkt, in der Regel reihenweise kluge, Mehrwerte generierende Kommentatoren – na ja, und der (auch mal austauschbare) Hauslehrer eben. Diagnose also: Die RG ist kerngesund.


Am 29. Juni 2016 schrieb Ulrike Spurgat:

Gehen sie mal davon aus, Herr Ebel, dass auch anderen, außer ihnen die Fähigkeit gegeben ist, die Differenzierung von Wesen und Erscheinung vornehmen zu können.
Doch wir sind hier nicht an der Uni.
Historie benennen zu können ist jedem möglich der lesen kann. Und wer die Geschichte schreibt liegt doch auf der Hand. Sicherlich noch nicht die Völker der Welt.


Am 29. Juni 2016 schrieb Manfred Ebel:

Ja, lieber Uli, Wahrheiten tun manchmal weh, gerade wenn sie das eigene Weltbild infrage stellen. Die eigene Vergangenheit überdenken ist keine Alleinangelegenheit der Ostdeutschen. Dass Wahrnehmung allzuoft fehlerhaft ist, ist Dir doch auch geläufig, oder?
A.v.K. hat meine volle Zustimmung. Er unterscheidet messerscharf Wesen und Erscheinung.


Am 29. Juni 2016 schrieb Manfred Ebel:

Ja, lieber Uli, Wahrheiten tun manchmal weh, gerade wenn sie das eigene Weltbild infrage stellen. Die eigene Vergangenheit überdenken ist keine Alleinangelegenheit der Ostdeutschen. Dass Wahrnehmung allzuoft fehlerhaft ist, ist Dir doch auch geläufig, oder?
A.v.K. hat meine volle Zustimmung. Er unterscheidet messerscharf Wesen und Erscheinung.


Am 29. Juni 2016 schrieb Ulrike Spurgat:

Nun ist mal wieder völlig klar, warum die Entscheidung vor einiger Zeit, nach langem Suchen auf die RATIONALGALERIE gefallen ist.
Hier können Menschen schreiben, die der Schere im Kopf, Tschüss sagen, und der Freiheit des Denkens folgen. Sicherlich macht das jeder, ersteinmal wie er oder sie kann. Man muss es nicht teilen, aber die "Freiheit des Andersdenkenden........"
Und diese Besserwisserei braucht kein Mensch.
Die Antwort auf Herrn von Korty hat den "Nagel auf den Kopf getroffen."
Lassen sie sich nicht entmutigen, die von der Besserwisserei betroffen sind.


Am 29. Juni 2016 schrieb Reinhard Hopp:

Abriss oder Sanierung?

Ein schönes und prächtiges Haus würde es werden, so wurde es einst verkündet, großzügig geschnitten und sehr geräumig, mit hohen Fenstern lichtdurchflutet und jederzeit unverschlossenen Türen, in dem sich alle nach ihren spezifischen Bedürfnissen selbstbestimmt einrichten, frei bewegen und gedeihlich zusammen leben könnten, friedlich, multikulturell, sowohl kinderfreundlich als auch altengerecht und einer glücklichen Zukunft zugewandt.

Und was ist aus diesen Verheißungen geworden? Ein grauer, hochgerüsteter, hässlicher Bunker mit vergitterten Schießscharten, von Zäunen und Stacheldraht umgeben, mit peripheren Konzentrationslagern und Wassergräben, die schon seit Jahren für unzählige, nicht das Geringste zählende, verzweifelter Menschen zu Wassergräbern geworden sind. Und das soll auch weiterhin so bleiben; so der politische Wille der Festungsherren.

Es ist daher nichts weniger als ein Gebot der Menschlichkeit, dass dieser verkorkste, windschiefe und lebensfeindliche Schwarzbau, der gegen die vitalen Interessen seiner zunehmend frustrierten Insassen und über ihre Köpfe hinweg von einer arroganten, korrupten, profit- und machtgierigen Despoten-Clique selbstherrlich und ohne jegliche demokratische Legitimation in Auftrag gegeben wurde, endlich vollständig abgerissen wird und die Völker Europas ihre eigene Wohnsiedlung errichten, in der sie und ihre Nachkommen mit sich und allen Nachbarn in Frieden, Freiheit und Würde leben können. Der BREXIT hat mehr als nur die Fassade beschädigt oder ein paar Dachziegel weggefegt, aber bis zum endgültigen Einsturz dieser gewaltigen Bauruine wird es noch etlicher kollektiver Attacken bedürfen. Freiheit und Selbstbestimmung wurden den Völkern noch nie einfach so von oben herab gewährt, sondern mussten von diesen stets mutig erkämpft und immer wieder vehement verteidigt werden.

Aux armes, citoyens,

Formez vos bataillons,

Marchons, marchons!

P.S.: Was die EU-Mafia von Demokratie hält, wurde uns doch erst gestern mit einer lapidaren Meldung via Mainstreammedien mitgeteilt: CETA wird in Kraft gesetzt – BASTA! Staatliche Souveränität? Demokratie? Parlamentarismus? Volkes Wille? - Fucking Europe!


Am 29. Juni 2016 schrieb Aleksander von Korty:


Frau Anke Zimmermann und Herr Klaus Bloemker.

Ihre Kommentare sind kein Beleg für die historische Wahrheit, sondern vielmehr dafür, wie wirkungsvoll die Geschichtsfälschung der bürgerlichen Mainstream-Medien funktioniert!

Die Handlanger der jeweils herrschenden Klasse handeln im Auftrag ihre Auftraggeber und nicht "ihrer" Völker. Das war schon so im Feudalismus und ist auch so im Kapitalismus. Das bei ihren politischen Geschäften auch Brosamen für das gemeine Volk auf den Boden fallen ist teilweise Absicht, um es zufrieden zu stellen und teilweise einfach nur nebensächliches Abfallprodukt ihres Handels-

Die Franzosen und Deutschen hätten nach der furchtbaren Erfahrung des Krieges auch ohne einen Charles de Gaulle und einen Konrad Adenauer ihre von ehemaligen herrschenden Kriegstreibern verordnete "Erbfeindschaft" begraben.

Leichtes Reisen, offene Grenzen, gemeinsames Zahlungsmittel, sind diese Brosamen, die auf die Erde fallen. Aber oben am Tisch sitzen die Konzernherren und fressen ein Tortenstück nach dem anderen. Und das Furchtbare ist, sie werden dennoch nie satt, sondern im Gegenteil: Je mehr sie fressen, desto gieriger werden sie ! ! !

Und die sogenannte "Soziale Marktwirtschaft" verdanken wir auch keinen Verträgen von irgendwelchen Politikern, sondern dem hundertjährigen Kampf der Arbeiterorganisationen und nach dem Krieg der Existenz des Realsozialismus in Europa. Der seit über 25 Jahren brutaler werdende Imperialismus, musste sich zügeln und auf diese Existenz Rücksicht nehmen, da er sonst befürchten musste, dass im die Felle davon schwimmen. Deshalb begann er damit die Arbeiterklasse zu bestechen mit Sozialgesetzgebung und wachsendem Realeinkommen. Vorgemacht hat das übrigens Bismarck schon am Ende des neunzehnten Jahrhunderts.

Und auch den "Frieden" in Europa verdanken wir nicht der geschickten Einigungspolitik irgendwelcher westeuropäischen Politiker, sondern der Blockkonfrontation, der atomaren Abschreckung, dem sogenannten Gleichgewicht des Schreckens der politischen Systeme!

So lange sie Ihre Vorstellungen von politischen Abläufen wie naiven Kinderglauben aufrecht erhalten, werden solche Ereignisse, wie das Votum der Briten, tatsächlich nur der Sturm im Wasserglas bleiben!
Eruptionen, wirklich radikale und grundsätzliche Veränderungen der Gesellschaft, setzen ein anderes Bewusstsein voraus.

Antwort von U. Gellermann:

Die damals jungen Westdeutschen haben Ende der 50er, Anfang der 60erJahre den Beginn der EU (EWG) als Befreiung wahrgenommen: Sie fühlten sich – obwohl sie zum verdammten Hitler-Volk gehörten, späte Geburt hin oder her – wieder aufgenommen in die Gemeinschaft europäischer Völker. Man konnte nicht nur einfacher über die Grenze, man konnte auch auf „Vergebung“ hoffen, darauf, dass man jenseits der der westdeutschen Grenzen mit seinen Nachbarn wieder reden könnte. Völlig unabhängig davon, was die Konzerne mit der EWG/EU beabsichtigen. Dieses Lebensgefühl lässt heute nicht wenige darüber trauern, dass diese Union, an die sie sich positiv erinnern, mit dem Brexit ihre Ende gefunden hat. Diesem Gefühl helfen die marxistische Analyse und die schneidigen Urteile wenig.


Am 28. Juni 2016 schrieb Hannes Niesslbeck:

@Frau Wenger

Das große Projekt Europas, des Friedens, der Kultur, der sozialen Gerechtigkeit, droht zu scheitern.? Wr hatten mehr als 60 Jahre Frieden in Europa.

Es ist wirklich erstaunlich, wie leicht man den Jugoslawienkrieg vergisst, der kaum 20 Jahre her ist und an dem sich die Deutschen Grünen und die SPD mit Hurragebrüll beteiligt haben, gegen jedes Völkerrecht, wenn man unbedingt glauben will, dass diese "große Projekt" Europa eines des Friedens sein soll.


Am 28. Juni 2016 schrieb Klaus Bloemker:

Ich kann Ihnen nur Recht geben Anke Zimmermann.

Meine Schwester hat einen Franzosen geheiratet, der bei einer deutsch-französischen Firma arbeitete. Ohne EWG wäre das nicht so einfach gewesen.

Teile seiner Familie waren im Widerstand gegen die deutsche Besatzung gewesen. Das war dann aber alles okay. - Das war auch das Verdienst Adenauers und De Gaulles..

Antwort von U. Gellermann:

Die EWG stellte keine Heiratsurkunden aus. Ihr ging bezeichnenderweise „zur Entwicklung der Kernindustrie“ die EURATOM voraus. Der erste inhaltliche Artikel des EWG-Vertrages war der ARTIKEL 2:
"Aufgabe der Gemeinschaft ist es, durch die Errichtung eines Gemeinsamen Marktes und die schrittweise Annäherung der Wirtschaftspolitik der Mitgliedstaaten eine harmonische Entwicklung des Wirtschaftslebens innerhalb der Gemeinschaft, eine beständige und ausgewogene Wirtschaftsausweitung, eine größere Stabilität, eine beschleunigte Hebung der Lebenshaltung und engere Beziehungen zwischen den Staaten zu fördern, die in dieser Gemeinschaft zusammengeschlossen sind.“

Und so geht es denn auch weiter.


Am 28. Juni 2016 schrieb Anke Zimmermann:


Herr Aleksander von Korty

"Auch so manche Illusion darüber, das irgendwann bei diesem EWG/EU-Projekt mal die Weichen falsch gestellt wurden, ist ein gewaltiger Irrtum! Von Anfang an war dieses Projekt nie im Interesse der Völker begonnen worden. Schon Charles de Gaulle und Konrad Adenauer haben mit der deutsch-französischen Kooperation nicht die Aussöhnung "ihrer" Völker im Auge gehabt, sondern die Kapitalinteressen der deutsch-französischen Konzerne, die größere Märkte brauchten."

Ich habe mit erlebt wie die Gründung der EU von den Bewohnern derselben als ein Friedensprojekt wahrgenommen und gelebt wurde. Nie wieder Krieg, das sagen die meisten EU Bürger bis heute und das zählt.

Was noch zählt, ist das die EU Bürger die europäischen Werte leben, von denen unsere s.g. vom Humanismus entkernten "Eliten" in Sonntagsreden faseln. Ohne die vielen Ehrenamtler wäre die Flüchtlingskrise zu einer Katastrophe geworden.

Natürlich haben auch wirtschaftliche Interessen bei der Gründung der EU eine wesentliche Rolle gespielt, das bestreitet doch niemand. Menschen brauchen Güter, Arbeit und nicht hinter jedem Kapitalisten steckt ein Neoliberaler. Die soziale Marktwirtschaft hat lange gut funktioniert, wir wissen wie es geht

Meine alte Mutter sagte dieser Tage " jetzt wird es aber Zeit, das wir auch mal auf die Straße gehen", Recht hat sie.

Auf Abie Nathans Grabstein steht: "Ich habe es versucht.


Am 28. Juni 2016 schrieb Ulrike Spurgat:

....was sie nicht alles wissen, Herr von Korty.
Bin wirklich mehr als beeindruckt; und das ist keine Illusion.


Am 28. Juni 2016 schrieb Aleksander von Korty:

Ob dieses britische Votum tatsächlich zum "Waterloo für die Hosenanzugträgerin" wird oder es doch nur ein "Sturm im Wasserglas" bleibt, will ich und kann ich nicht aus heutiger Sicht beurteilen. Weder bin ich ein Prophet noch besitze ich eine Glaskugel, die mir die Zukunft weist. Ich werde mich kluger Weise nicht an solchen Spekulationen beteiligen.

Richtig allerdings ist, dass dieses Votum ein wenig an den Grundfesten dieser EU gerüttelt hat. Um sie einstürzen zu lassen, bedarf es aber mit Sicherheit mehr. Und da habe ich meine Zweifel, ob die Europäer dazu bereits die Schnauze genügend davon voll haben, um nicht nur an Stammtischen zu meckern, sondern zu handeln.

Dieser Zweifel wird auch gestützt durch so manche Aussage von Kommentatoren dieser RationalGalerie! Wer z.B. meint, die Kanzlermarionette hätte ihre Pflicht verraten, dass deutsche Volk zu schützen, hat Unrecht, denn er unterliegt der Illusion, dass dies jemals die Aufgabe der Handlanger der Herrschenden gewesen ist.

Schon ein Kaiser Wilhelm hat einen Herrn Krupp aus Essen geadelt, der mit seiner Rüstungsproduktion auch die Gegner der Kaiserlichen Armee mit Munition beliefert hat.
Wo hat da der Kaiser "sein" Volk beschützt?
Übrigens hat dieser geadelte Herr dann in der Weimarer Republik sogar den Lohn für sein Tun geerntet, denn die Briten mussten nach einer Klage diese Munition dann doch bezahlen.

Und Sätze wie: "Wir hatten mehr als 60 Jahre Frieden in Europa" sind nur ein Beweis für die völlige politische Blindheit solcher Menschen.

Auch so manche Illusion darüber, das irgendwann bei diesem EWG/EU-Projekt mal die Weichen falsch gestellt wurden, ist ein gewaltiger Irrtum! Von Anfang an war dieses Projekt nie im Interesse der Völker begonnen worden. Schon Charles de Gaulle und Konrad Adenauer haben mit der deutsch-französischen Kooperation nicht die Aussöhnung "ihrer" Völker im Auge gehabt, sondern die Kapitalinteressen der deutsch-französischen Konzerne, die größere Märkte brauchten.

Ein Wort über solche Knallfrösche, wie Dietmar Bartsch, zu verlieren ist eigentlich Zeitverschwendung. Aber da der Galerist darauf hingewiesen hat, dass es in dieser "LINKEN"-Partei auch andere, ehrliche Linke gibt, wie Sevim Jagdelen, nötigt mich dann doch zu der Bemerkung, dass es längst Zeit wird, dass die Ehrlichen sich endlich von den Menschewiki trennen müssen, wenn sie nicht selbst unglaubwürdig und in den Strudel des Opportunismus mit hinein gezogen werden wollen. Es ist längst an der Zeit ein wirklich linkes, revolutionäres Projekt zu beginnen!

Antwort von U. Gellermann:

Sachdienliche Hinweise mit wem, wo und wann ein "wirklich linkes, revolutionäres Projekt“ zu beginnen wäre, nimmt die Redaktion der RATIONALGALERIE gern entgegen.


Am 28. Juni 2016 schrieb Klaus Bloemker:

Merkels Waterloo ist ihre Flüchtlings-Asylpolitik. Die hat ihre eigene Partei/Fraktion zerrisen, Deutschland zerrissen (siehe den Aufschrei nach den AFD Erfolgen) und Europa.

Der US Neocon David Frum kommentierte den Brexit auf Twitter so: "So UK just said `no thnks´ to resettle Merkel´s migrants.."

"Merkels Migranten" - haben sich die bis zu Ulrich Gellermann noch nicht rumgesprochen.

Antwort von U. Gellermann:

"Merkel-Migranten" gehören natürlich auch den USA und den Briten, die mit ihren Kriegen in Afghanistan, dem Irak, Libyen und Syrien an der Herstellung von Flüchtlingen an führender Stelle beteiligt waren. Aber wer vom AfD-Sydrom, der schweren Alzheimer-Für-Doofe-Krankheit, befallen ist, der kann das nicht sehen.


Am 28. Juni 2016 schrieb Benny Thomas Olieni:

"Wenn er aber die EU der Jugoslawien-, der Afghanistan- der Irak-, der Libyen- und der Ukraine-Interventionen als ein Friedensprojekt verkauft, dann ist das keine Dummheit. Dann hofft er auf Provision."
- Danke für diesen offenen Satz. Ob er die Provision schon vorher erhalten hat? Zumindest wird sie ihm wohl in Aussicht gestellt worden sein - oder er ist mit einem Karriere-Ende bedroht worden?
- Das, was Sie an dem "rechten Linken" Dietmar Bartsch betrauern, gilt für praktisch das gesamte Kolonial-Parlament im Berliner Reichstag. Ein ehrlicher, denkfähiger, aufrechter Mensch würde es wohl nicht mehr mit seinem Gewissen in Einklang bringen können, bei dieser extremen Volksverarsche als Volksverträter mitzuwirken.
-
Next stop: Exitaly?

Antwort von U. Gellermann:

Noch gibt es in der LINKEN-Bundestagsfraktion eine Reihe denkfähiger, ehrlicher und kämpferischer Angeordneter. Stellvertretend für einige mehr darf ich Sevim Dağdelen nennen.


Am 28. Juni 2016 schrieb Grit Velden:

Hier wird klug und luzide die Frage nach einem nationalen Alleingang thematisiert. Denn natürlich kann man weder aus der NATO noch aus der EU aussteigen, ohne dass weite Teile der Mittelschichten bis hin zu einem Teil der Unternehmerschaft mitgehen. Die sind nun mal alle Teil der Nation. Wer anders überlegt, der wird auf die soziale Revolution warten müssen. Das dauert dann eben ein wenig länger. Wer das Land vorher vor Schaden bewahren will, der muss ein großes Bündnis anpeilen. Zur Rettung vor einem atomaren Konflikt zum Beispiel scheint mir das möglich. Ich erinnere mal an den Friedens-Aufruf der 60 Prominente zum Ukraine-Konfikt. Der war weder auf "die" Klasse zentriert, noch war er "internationalistisch" oder gar "antifaschistisch". Aber er war gefährlich genug, um vom Mainstream gründlich verschwiegen zur werden. Allerdings habe sowohl klassische Friedensbewegung wie Linke damit leider nichts anfangen können. Wahrscheinlich weil ein Deutsch-Nationaler wie Roman Herzog und ein Sicherheitskonferenzler wie Horst Teltschik unterzeichnet haben. Bitte Gellermanns Texte lesen, den vom 24. 6. und den von heute, die geben reichlich Aufschluss.


Am 28. Juni 2016 schrieb Lutz Jahoda:

LULLABY

Zu welchem Ja gehört dieses Nein?
Das ist eine wahrhaft knifflige Frage.
Das Ende der Reichen wird es nicht sein.
Dazu ist London nicht in der Lage.

Der blinden Seher Zeit ist gekommen.
Sie fühlten einst intakt Perfektes.
Ihr Ruf: Das Beste ist uns genommen!
Das Volk schaut sich um und sieht nur Defektes,
Und sagt lakonisch: Nur weiter geschwommen!

Lura-Lura-Lura -
Schlaft euch weiter frei!
Träumt den Traum vom Frieden.
Er ist bald vorbei!
Lura-Lura-Lura,
Luraluralei!
Der Neuen Linken Schlaflied:
Das Linksrechts-Lullaby!


Am 28. Juni 2016 schrieb Susi Sorglos:

Ich bin immer wieder erstaunt, wenn Leute (wie hier .B. Frau Wenger schreiben: "Wr hatten mehr als 60 Jahre Frieden in Europa. Die Nationen haben friedlich nebeneinander ge[lebt] ". Dann frage ich mich immer, ob es noch ein zweites Europa gibt - eines, in dem Zypern nicht von türkischem Militär besetzt wurde, in dem nicht Jugoslawien bombardiert wurde, und in dem kein Bürgerkrieg in der Ukraine angezettelt wurde?


Am 28. Juni 2016 schrieb dario vo:

Max L., aber auch Ulis Antwort erfordern hier noch einmal einen Kommentar.
Die deutsche Sozialdemokratie hat mit Eduard Bernstein 189X postuliert, man bräuchte den Kapitalismus nicht abschaffen. Man könne ihn auch reformieren. Diese Haltung führte 1914 zu einer Zustimmung der SPD zu des Kaisers Kriegskrediten.
Wenn Uli sagt, EU und NATO seien nicht reformierbar und wir können nur raus, findet dies daher zunächst meine ungeteilte Zustimmung.
Nur soll dieses "raus" natürlich nicht zu einem preußischen Kaiserreich führen, sondern zu einem Internationalismus der Lohnabhängigen.
Wenn wir in der BRD genügend Kraft entwickeln, Griechen, Portugiesen und eventuell Spanier zu unterstützen, dann lässt sich über eine EU noch diskutieren. Aber eine Zugehörigkeit zur NATO bedeutet die Zugehörigkeit zu einem imperialistischen Bündnis, dass lediglich weltweite Resourcen in den europäischen Finanzsektor leiten will. Hier kann es ganz sicher keine Kompromisse geben.


Am 28. Juni 2016 schrieb Tom Riddle:

Toller Artikel der die Realität ungeschminkt beschreibt wie sie ist. Die EU von heute ist nicht mehr die, die dem Bürger versprochen wurde, der EU Wasserkopf baut hier munter ihren 1984 Staat mit SWIFT Abkommen, Vertrag von Lissabon, ACTA, INDECT, IT Clean, ESM, EFSF, TTIP, CETA und TISA auf. Für Griechenland bricht man Recht ebenso wie bei der Masseneinwanderung und verschenkt Milliarden. Die EU ist eine supranationale Organisation, ein Kommissionseuropa, das dem wirklichen Europa schadet mit Aushebelung staatlicher Souveränität, Unterdrückung von Demokratie zu Gunsten eines brüsseler Molochs, bei dem Technokraten, Banken und Lobbyisten den Ton angeben. Keine Träne für das Ende dieses Gegenentwurfs zur Demokratie.


Am 28. Juni 2016 schrieb Hans Rebell-Ion:

SCHREI es in die Welt,
weil es mir so gefällt:
"Der BREXIT ist das WATERLOO der MERKEL.
Mit ihm kann das Ende der Markt-Union beginnen".
MERKEL ist aber an "UNTERGÄNGE" gewöhnt, sie hat 1989 als blind linientreue DDR-FDJ- Sekretärin für AGITATION & PROPAGANDA schon mal den Wechsel zum "Klassenfeind" geübt! Mein Bekannter hat sie als "scharfe blaue Bluse" einst persönlich erlebt ... auch beim Nacktbaden o h n e "blaue Bluse"; er bereut noch heute, dass er damals am See seinen "Farbfilm vergessen hat"! ... wär doch heute was für "BILD"!!!


Am 28. Juni 2016 schrieb Max L.:


Dazu muss ich dann nochmal etwas schreiben:

"Antwort von U. Gellermann:

Tatsächlich halte ich - angesichts der EU-Entwicklung zum NATO-Projekt und des Kräfteverhältnisses - die Forderung nach einem Raus aus der EU für richtig."

Eben - wenn diese Entwicklungen nicht gestoppt und entscheidend verändert werden, ist die EU sinnlos. ABER:

Großbritannien wird nach dem Austritt nicht weniger NATO-freundlich sein, sondern mehr. Ich bezweifle, dass die Interventionen für die Mehrheit der Brexit-Anhänger überhaupt eine Rolle spielten. Es gibt dort einen ganz anders entwickelten Militarismus, der sich auch gesellschaftlich an vielen Stellen zeigt. Ich will nicht ins Detail gehen, aber Militärinterventionen stießen bei den Briten noch nie auf sonderlich großen Widerstand, und sie sind gegebenenfalls immer viel leichter dafür zu gewinnen als wir Deutschen - noch (es wird bei uns ja vieles unternommen, das zu ändern). Und jetzt können sie an der Seite der USA noch ungenierter agieren als bisher. Ich glaube, wir werden das erleben, hoffe aber, mich gründlich zu täuschen.

Auch ein Austritt Deutschlands wäre noch lange kein Austritt aus der NATO. Wäre es nicht sinnvoller, letzteren zuerst zu fordern? Die NATO ist nun wirklich ein abscheuliches Projekt. Die EU hingegen ein - grundsätzlich - unterstützenswertes. Finde ich jedenfalls.

Antwort von U. Gellermann:

Die EU ist von Beginn an ein Projekt der Eliten gewesen: Schon die EWG war kaum ein Projekt der Bevölkerung. Für die gab es den einfacheren Grenzübertritt. Für Industrie und Handel den Abbau der Zollschranken, die Vergrößerung des Marktes und die bessere Formierung der untertänigen Bevölkerung. Zu keiner Zeit wurde dieses Projekt einer demokratischen Kontrolle unterworfen, immer war es auch ein Ausschluss-Projekt: Gegen Russland, gegen die Dritte Welt. Hier gilt: Verbesserung durch Abriss. Die Stadtplaner nennen es Rückbau.


Am 28. Juni 2016 schrieb Edgar Schneider:

Die Berichte in den Qualitätsmedien über den Brexit sind so einseitig und so katastrophal, dass man sich verstört die Augen reibt. Nichts, aber auch rein gar nichts, ist für die Qualitätsjournalisten zu blöd und zu abwegig, als dass sie es nicht als Beleg für eine "Breit-Katastrophe" ins Feld führen. Eine Katastrophe schier biblischen Ausmaßes, die scheinbar den unmittelbar bevorstehenden Untergang des Abendlandes anzukündigen scheint - wenn, ja wenn sich nicht bis dahin unser aller Zar Wladimir, der Schreckliche, schon das Baltikum, Schweden, Polen und die Uckermark einverleibt hat. Brauchen Dr. Lieschen Müller und Otto Normalverbraucher etwa diese (von oben verordneten?) tägliche Dosis Brexit-Schauermärchen, um potentiellen EU-Kritikern hierzulande schon mal aufs allerdeutlichste klar und deutlich zu machen, was ihnen, den deutschen Michels droht, wenn, ja wenn sie tatsächlich auf die Idee kämen, schon mal so ganz heimlich, still und leise darüber nachzudenken, was wäre wenn, und sie womöglich anfangen, von einem Referendum hierzulande zu träumen. Sich hinter vorgehaltener Hand in der U-Bahn oder am Stammtisch fragen, ob die heutige EU tatsächlich so „alternativlos" ist, wie es ihnen Merkel, Schäuble und Co. im Auftrag der Banken und Konzerne via Staats- und Konzernmedien Tag für Tag von früh bis spät ins Ohr flüstern? Noch denkt der brave deutsche Michel heimlich, still und leise, will er doch (noch) nicht riskieren, als AfD-Anhänger, Rechtspopulist, Querfrontler, Le Pen-, Putin(!!)- oder Wilders-Fan oder gar als Antieuropäer gebrandmarkt zu werden. Aber dank der weisen Entscheidung der klugen und mutigfen Menschen in Great Britain könnten sie ja vielleicht dazu ermuntert werden, sich mal eigene Gedanken über die EU zu machen und ganz schnell, offen und laut zu einem ganz anderen Ergebnis kommen, als ihnen Merkel Meineid-Rolli und Co. und all die gut bezahlten Experten in den diversen Talkrunden der merkeltreuen und EU-ergebenen Staatssender ARD und ZDF so weismachen wollen.
PS: Ich bin ein überzeugter Europäer, ein sozial eingestellter Linker , ein den Frieden liebender Mensch. Kein AfD-Wähler, kein Le-Pen oder UKIP-Sympathisant, kein Wilders-Fan oder gar anglophober Antiamerikaner. Kein Antisemit und kein Querfrontler. Ein Deutscher, der wütend und traurig ist, dass der ferngesteuerte Hosenanzug, Meineid-Rolli und Konsorten mit ihrer verbrecherischen Politik im Auftrag der Banken und Konzerne, der USA und der NATO zu Lasten der Menschen unsere EU brutalsmöglich an die Wand gefahren haben. Ein Traum ist zerplatzt. Aber eine EU, in der Griechen abgewickelt und in die Armut und den Selbstmord getrieben werden, eine EU, die überall auf der Welt (gegen den erklärten Willen der EU-Bürger) Kriege anzettelt, seinen Nachbarn Russland (gegen den erklärten Willen der EU-Bürger) mit unsäglichen Sanktionen überzieht und an Russlands Westgrenze (gegen den erklärten Willen der EU-Bürger) aufmarschiert, ab sofort 2% des BSP (gegen den erklärten Willen der EU-Bürger) statt für Soziales, Infrastruktur und BIldimg für die Aufrüstung ausgibt, will udn braucht kein Mensch.
Frei nach Gellermann: Wer nicht die Kraft hat, diese undemokratische und kriegerische Lobbyisten- Europäische Union demokratisch, radikal, und im Sinne ihrer Bürger zu ändern, der sollte aus ihr fliehen. Guten Morgen Deutschland.


Am 28. Juni 2016 schrieb Karl Heinz Bernhart:

Überall bei den "Politen" haben wir die Realos. Sie haben den Grünen ihre Seele gestohlen und Bartsch&Co tun es bei den Linken. Letztlich ist auch die SPD dieser Sorte von Pragmaten zum Opfer gefallen.
Und alles für eine Teilhabe an der "Macht" um jeden Preis. Es ist einfach widerlich!

Sagte nicht Bertrand Russell sinngemäß:
"Wir brauchen mehr Narren! Seht, wohin uns die Vernünftigen gebracht haben!"


Am 28. Juni 2016 schrieb Günther Lachmann:

Nun, einige Stunden nach all der Aufregung um Brexit und Plexit #1) müsste wohl den meisten Lesern, Kommentatoren und Besuchern dieser Seite aufgegangen sein, dass es nicht ein Kampf zwischen Alt und Jung war, nicht eine soziale Herausforderung an Progress oder Regress, sondern eine gut manipulierte Aktion aus den Finanzhäusern der UK, und den Mitläufern/Trittbrettfahrern der EU.
In „Question Time“ antwortete Cameron auf die Anfrage eines MP, (konnte den Namen nicht verstehen; Speaker of the house hatte manchmal eine undeutliche Aussprache) was denn mit der UK nach dem Austritt aus der EU geschehen würde; „Es gibt genug für uns (…) wir werden in der NATO und weiteren (Sicherheits)Organisationen unseren Platz stärken und ändern können….)
In einer weiteren Anfrage über die Wirtschaftlichen Beziehungen zur EU; „(…) wird Schottland die Grenzlinie sein, ... unser Handel mit Schottland wird weiter bestehen...“ Weiterhin ging Cameron (nach Anfrage) auch auf die engen Beziehungen zu Polen ein, und unterstützte diese.
Aber nicht verschweigen will ich auch, dass er mächtigen Dampf aus den eigenen „dunkel“ blue-tied Tory Reihen erhielt, wenn es um den „Verlust von Schottland“ ging; das ist nun wirklich eine bittere Pille für London. Aber ich bin überzeugt, dass es hier noch Wege gibt die Gelder Schottlands nach London zu transferieren. (The Health and Social Care Bill wurde zum großen Teil aus den schottischen Geldern bezahlt. - wenn auch oft abgestritten) Cameron bestätigte aber, dass die Gelder für Flüchtlinge weiter für “Immigrants Bill“ vorhanden sind, und eventuell (nach dem Austritt aus der EU) sogar erhöht werden können. (wenn das ‘nen Tory sagt, ist das nur ein Hinweis darauf, welch eine Verbrecherorganisation die EU ist!)
Welch ein Bild des Widerspruches zu all dem Unsinn, den die deutsche Media dem Bürger vorgaukelt.
Ich gestehe, dass ich schon lange nicht mehr die Nachrichten von ARD und Co ansehe, so ist mir der zwei Millionen Hoax entgangen, den die ARD als Erheiterung ihrer Abendunterhaltung lieferte. Diese zwei Millionen wurden schon am Nachmittag (wahrscheinlich während der Schlafstunden der ARD) von Cameron als Einmischung fremder Nationen in die britische Angelegenheit beantwortet. (und am gestrigen Morgen waren sogar im Netz detaillierte Anweisungen zu bekommen, wie ein beliebiger Computerbenutzer solch eine fraudulent action aufbauen kann) Selbstverständlich musste dann dieser Schrott herhalten, um dem Zuschauer zu suggerieren, dass des Pudels Haufen gar nicht vor der eigenen Tür – sprich: Merkels Machtansprüche, und EUs Bankenbediensamkeit (System relevante Gehorsamkeit) - liegt, sondern auf dem Grün des Crickets.
Was dem Bürger als Aufstand gegen eine unsoziale und kriegstreiberrische EU verkauft wird, ist ein Red Herring. Nichts von dem kommt der Realität nahe.
„Der Finanz und Bankensektor bleibt unbelastet von dem Ausscheiden Englands aus der EU.“ machte Cameron klar. Ja, er gestand sogar, etwas Halbherzig (weil es keine politische Frage sondern eine supportive Suggestion war), dass er Schottland gerne behalten hätte. Aber das er sich mit Händen und Füßen gegen eine Trennung wehrt, ist blanker Unsinn.
Aufgefallen ist mir, dass wie oft üblich während „Question Time“ keine einzige Frage über den großen Bruder US-Washington gestellt wurde. Also waren die MPs getrimmt, dieses Thema zu meiden. Dafür schlug einer der MPs vor, Unterhaus und Oberhaus zusammen in eine Abstimmung zu führen, welche den Abschied aus der EU rückgängig machen sollte.
Natürlich weiß dieser MP, dass es nicht erlaubt ist Oberhaus und Unterhaus zusammenzulegen. Aber es diente als Hinweis darauf, dass nicht nur das Unterhaus den Brexit unterstützte, (der Oppositionsführer der Labour Partei, Mr. Brown, war gar nicht erst gekommen) sondern dass das Oberhaus den Brexit wollte.
Vielleicht baut England ein besseres, ein neues Sozialgebäude für die impoverished Gemeinden Englands auf; ich habe große Zweifel daran. Sozial ist seit Thatcher ein Schimpfwort, und Sozialabbau die Krone der Ministry of Health and Social Affairs.
Die Englischen Banken aber grinsen von einem Ohrläppchen zum anderen. Vielleicht weil sie dem EU-Bankensalat entkommen sind, und trotzdem keine Einbussen zu verzeichnen haben?
„Den Briten geht es schlecht nach dem Brexit“ höre ich, „große Wertverluste an den Banken“, höre ich. - Bulletin!! Zwei - drei Tage vor dem Brexit fand eine UK-Banken Aktion statt, welche dem Buerger vorgaukelte, dass es in einem 18 % : 82% Verhältnis gegen den Brexit stand.
„Mit dem Brexit vermeidet Europa in einen Krieg gezogen zu werden.“ tönt es mir entgegen.
„Mit dem Brexit wird Europa in den Krieg gezogen.“ sagt die gleiche Stimme 2 Stunden später. Was ist passiert? Ist ihm die Kristallkugel beschlagen?
Eins steht nämlich fest, und dies wird in keinem Leid-Medium erscheinen: die EU ist eine Diktatur, ruled by war on the People.
Linke Gruppierungen, Nationalismus, Rechte Gruppierungen, Internationalismus, sind alles nur tongewaltige Werkzeuge, sind gummiartige Worthülsen in der EU, um den Bürgern Scheuklappen, in der sowieso schon engen Tunnelsicht zu verpassen.
Eins allerdings stimmt zweifellos; Ulis Erkenntnis, dass der Brexit an der Kette zog, als Merkel auf dem Wasserklo saß.

Antwort von U. Gellermann:

Mag sein, das es sich bei der Sozial-Analyse des Brexit um einen Red Hering (Nebelkerze) handelt. Aber fraglos zeigt die Wähler-Analyse, dass die Mehrheit der Leave-Stimmen aus den Reihen der sozial Angehängte kommt. Zu dieser Meinung kommt auch der Guardian, der diese Position so zusammenfasst: "If you´ve got money, you vote in. If you haven´t got money, you vote out.” Selbst wenn wenn sich die Abgehängten haben täuschen lassen, sind sie und ihre Motive der Untersuchung wert.

http://www.theguardian.com/politics/commentisfree/2016/jun/24/divided-britain-brexit-money-class-inequality-westminster


Am 28. Juni 2016 schrieb Ulrike Spurgat:

"Das ist ein schwarzer Tag, das ist aber auch ein schwarzer Tag für Europa," sagt Dietmar Bartsch.
"Mit dem Charme eines Bestatters auf einer Kindstaufe," da muss man erst mal drauf kommen. Köstlich.
Der kürzlich verstorbene Labour-Vorsitzende Tony Benn hat folgendes gesagt: "Die EU hat die einzige Verfassung in der Welt, die den Kapitalismus festschreibt. Sie zerstört überall in Europa jede Aussicht auf Sozialismus, und macht den Kapitalismus zur Grundlage ihrer Struktur."
Was nun, Herr Bartsch ?
Der "Glaube", nicht weniger Linken, aus Feigheit, Mutlosigkeit, am Pöstchen klebend, im System verharren zu wollen, hat mit linken Überzeugungen und Fortschritt nichts zu tun. Ohne revolutionäre Theorie gibt es, aus meiner Sicht keine ernstzunehmende LINKE. Sie sind "reingefallen," und machen sich zum Handlanger für Merkel und Co.
Zum wiederholten Mal: Die LINKE ist unter gesellschaftlichen Bedingungen entstanden, die sie notwendig machte, um die Interessen derer zu vertreten, die in England die Schnauze genau so voll haben, wie in den meisten Ländern der EU. Nur, dass kapiert sie nicht, wie Uli, auf Herrn Bartsch bezogen, ja bereits feststellte. Dass die Arbeiterklasse Englands aufgestanden ist, ist ein Verdienst für Europa insgesamt, und ein dicker, fetter Schlag ins neoliberale Gesicht von Merkel.
Das die Herrschenden linke Politik immer schon in der rechten Ecke verorten, ist ja nun keine wirklich neue ERkenntnis.
Und der Gauckler hat sich auch, seiner Selbstdarstellung treu geblieben folgender massen geäußert: "Die Eliten sind nicht das Problem, die Bevölkerung ist das Problem."
Das große Projekt Europas der Eliten, des Kapitals, der NATO, der USA, und all den Räubern, Gangstern, Verbrechern und Piraten muss scheitern. Und die Völker müssen sich das zurückholen, was ihnen gehört. Ihre Souveränität, die Selbstbestimmung, den Gestaltungswillen, und dafür braucht es eine LINKE, die wirklich links in guter, alter Tradition ist. Diese LINKE macht sich lächerlich, und sollte vom Hof, ohne weitere Bezüge gejagt werden. Doch das alles ändert nichts an der Tatsache, dass wir organisiert sein müssen, und aus den Fehlern der Vergangenheit hoffentlich etwas gelernt haben. Wir brauchen Verbündete. Sicherlich war der Zusammenbruch der Sowjetunion für viele eine Katastrophe; doch das dadurch der Kapitalismus "gewonnen" hat mit den Folgen, die jeder in seinem täglichen Leben spürt ist macht es umso wichtiger, aufzustehen und wie Tucholsky sagt: "Laut zu sagen: NEIN"
Frau Wenger, aus dieser EU will ich lieber Heute als Morgen, Linke Politik muss immer da sein wo Menschen unterdrückt, gequält, den Interessen einiger Weniger ausgesetzt sind, aber besonders da, wo ein Staat seine Bevölkerung nicht mehr schützt, vor denen, die jede Schwäche zu nutzen wissen.Der Staat muss die Schwachen schützen; tut er dieses nicht hat er auf ganzer Linie versagt.
Und Merkel als Vertreterin des Großkapitals hat nicht nur das Grundgesetz mit Füssen getreten, sie hat das Volk dem Volk überlassen, und die unheilige Allianz mit dem Kriegstreiber USA trägt nun Knospen, deren blühen unbedingt verhindert werden müssen. Inernationalismus, internationale Solidarität, besonders jetzt mit den Menschen in England, die beleidigt werden, die als "bildungsfern" angesehen werden, denen in den letzten Jahrzehnten die Lebensgrundlagen mehr und mehr genommen wurden und werden.
Sicher ist, dass der Kapitalismus sich nicht bremsen lassen wird, und der sogenannte, freie Handel reibungslos funktionieren wird.
Ansonsten gibt es ja "Schiedsgerichte", die den Klagen sicherlich folgen, "Hemnisse", wie ein Referendum des Volkes, auszuhebeln.
Nur ein wirklich guter Artikel kann dem Leser solche Möglichkeiten, wie hier zur Verfügung stellen. Dank Dir, Uli, mal wieder für deinen unermüdlichen Einsatz.


Am 28. Juni 2016 schrieb Manfred Ebel:

Der Hinweis an Uli ist überflüssig, gewiss, aber es soll doch gesagt sein: Der Artikel trifft die Charakteristik der politischen Vorgänge genau.
Und offenbar gibt es einige mehr, die "es" nicht kapieren. Einige, die ebenso offenbar nicht nur in der Schule geschlafen, sondern auch die letzten 27 Jahre verpennt haben, schwadronieren immernoch von der Friedensperiode. Die Friedensperiode währte solange und nur weil es die sozialistischen Staaten gab. Die haben Ihren Frieden gesichert!
Elende parasitäre Nutznießer! Stellt Euch mit Bartsch und anderen verkommenen Verrätern in eine Reihe! Das eine Prozent sch*t auch auf Euch und wird Euch nie in deren Mitte aufnehmen. Da könnt Ihr Speichel lecken bis Ihr schwarz werdet.


Am 28. Juni 2016 schrieb Max L.:


Frage an einige hier: Wo genau schreibt Gellermann, er wolle "raus aus der EU"? Inwiefern "entlarvt" er sich? Ich habe in dem Text nach Hinweisen darauf gesucht, aber keine gefunden. Es wird analysiert, warum es zum "Brexit" kam - "aus welcher EU will die Mehrheit der Briten austreten?" - und wie komplett durchgeknallt unsere Medien darauf reagieren und versuchen, das alles als ein großes Versehen zu interpretieren. Ich finde nicht, dass das alles so fürchterlich schwer zu verstehen und so leicht misszuverstehen ist.

Der Artikel bringt es auf den Punkt: EU - natürlich, gerne, aber nicht so! Und wenn es die Politiker schon nicht begreifen können, wollen oder dürfen, dann wäre die Presse gefragt, die ach so freie. Aber auch diese versagt auf ganzer Linie. Was sie propagieren, ist ein irgendwie konstruierter Verbleib der Briten in der EU, und dann machen wir weiter wie immer, als wäre nichts geschehen. Gibt es irgendjemanden hier, der das will?

Antwort von U. Gellermann:

Tatsächlich halte ich – angesichts der EU-Entwicklung zum NATO-Projekt und des Kräfteverhältnisses – die Forderung nach einem Raus aus der EU für richtig.


Am 28. Juni 2016 schrieb Uwe Gerber:

Nun entlarvt sich Gellermann. Gemeinsam mit der AfD, dem Front National und der rechtsradikalen UKIP will er raus aus der EU. Wer für die nationalistischen Russen (Sputnik) schreibt, der muss so enden.


Am 28. Juni 2016 schrieb dario vo:

Ob die sich die Mehrheit der Briten tatsächlich gegen ein Europa des Kaptials aussprach, oder doch eher auf den fraglichen Segen eines nationalen Kapitalismus hofft, lasse ich mal dahin gestellt. Auch, dass die basics sogenannter europäischer Werte - Werte der Aufklärung und der französischen Revolution - offenbar vor allem dort etabliert sind, wo die Truppen von Napoleon Bonaparte sich länger aufhielten. Bayern und Ungarn muss die Grande Armée gemieden haben und durch Preußen und Polen ist sie leider nur durch marschiert.
Aber es hilft nichts, mit der Vergangenheit zu hadern. In der Gegenwart haben wir eine EU, die ihre Form verloren hat. Im Angesicht jenes - spätestens seit Maastricht - Europa des Kaptitals können antikapitalistische Kräfte neue Fragen formulieren. Etwa, wer kann da noch über TTIP, CETA, TISA und Co. verhandeln?
Ob beim Widerstand gegen das Europa des Kapitals nun die wirtschaftliche Standortpolitik eines Tony Blair oder eines Gerhard Schröder das grössere Hindernis war, ist dagegen nicht nur eine historische Frage. Hier läßt sich aus der Geschichte noch lernen.
Aber wer ist eigentlich diese Merkel, von der Uli da schreibt?


Am 28. Juni 2016 schrieb Renate Wenger:

Sie wollen ja aus der EU raus. Zurück zum alten Nationalstaat, zu einem Modell von gestern. Das ist AfD pur. Da kann ich nur Herrn Bartsch zustimmen: "Das große Projekt Europas, des Friedens, der Kultur, der sozialen Gerechtigkeit, droht zu scheitern.“ Wr hatten mehr als 60 Jahre Frieden in Europa. Die Nationen haben friedlich nebeneinander Gebet. Genau das wollen sie aufkündigen. Das wird nicht gelingen.


Am 28. Juni 2016 schrieb Hella-Maria Schier:

Und auch hier will uns die EU vor "schrecklichen Irrtümern" bewahren, Campact:
CETA und TTIP wanken gewaltig. Immer mehr Länder und Regionen in Europa kündigen an, den Handelsabkommen nicht zuzustimmen. Das ist gut! ...Doch die EU-Kommission hat eine böse Überraschung parat: Sie überlegt, die Abkommen ganz alleine auf europäischer Ebene zu beschließen - die Parlamente der EU-Mitgliedsstaaten würden nicht gefragt. Damit will sie uns Bürgerinnen und Bürgern die beste Möglichkeit rauben, CETA und TTIP zu stoppen."


Am 28. Juni 2016 schrieb Rudolph Bauer:


Der "Brexit" das Waterloo der Merkel? Der Beginn des Endes der Markt-Union? Eine schwere Lage für die Nato? Wenn sich da der Autor nur nicht gründlichst verschätzt hat. Die politischen, gemeinsam mit den wirtschaftlichen und militärischen Machthabern werden Mittel und Wege finden, das Ergebnis der Abstimmung entweder zu verschweizern oder es der britischen Bevölkerung auf so unschmackhafte Weise zu versalzen, dass es - offen oder unter der Hand - rückgängig gemacht wird. Dass Herr Bartsch zu den Salzstreuern gehört, darf nicht verwundern; zu mehr wird er es aus unten genanntem Grund nicht bringen. Europa - ein Projekt der Kultur? Ein Projekt der sozialen Gerechtigkeit? Nato-Europa ein Projekt des Friedens? Das ist nicht nur Salz in die Wunden der Briten, sondern Sand in die Augen aller Europäer. "Nur Dietmar hat es wieder nicht kapiert"? "Es"? Was hat er nicht "kapiert"? Er kann oder will Marx und den Marxismus nicht begreifen! Daran liegt "es".


Am 28. Juni 2016 schrieb Paul Paulousek:

"Sie haben NEIN zu einer EU der Banken gesagt, der Ausbeutung der Dritten Welt und der Herrschaft der deutschen Export-Industrie."

Das haben sie - vielleicht. Vielleicht aber auch zu einer anderen EU, wie sie ihnen von ihrer Politkasper als Sündenbock vorgeführt wurde.
Mal andersrum: NEIN sagen ist meist leichter als JA sagen:
Zu welchem JA gehört dieses NEIN?

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