Merkels Massaker

In Berlin gepflanzt, in Ost-Ghuta geerntet

Autor: U. Gellermann
Datum: 26. Februar 2018

Massaker! schreit es aus dem Kanzleramt. Und im ganze Land dröhnt das Echo. Und wirklich liefert der syrische Krieg erneut brutale Bilder. Tod und Verderben in Ost-Ghuta erzeugen Abscheu und Mitleid zugleich: Dem Sterben will niemand länger zuschauen. Da kommt Merkels Massaker-Schrei gerade Recht. Und wer, glaubt man Merkel und ihren Epigonen, ist Schuld am Krieg um Ost-Ghuta: Das Assad-Regime und „ganz besonders Iran und Russland“. Immer noch benutzt die Merkel in solchen Fällen ihre Kleinmädchen-Stimme, die klingt besonders glaubhaft.

Merkels Stimme war damals nicht zu hören. Als im Januar 2012, am idyllischen Ludwigkirchplatz in Berlin-Wilmersdorf, rund 50 syrische Oppositionelle auf Einladung des Auswärtigen Amtes zusammentrafen. Das aus deutschen Steuermitteln geförderte Projekt nannte sich "The Day After" und hatte nur ein Ziel: Das syrische Fell zu verteilen. Klar war auch, dass dafür zuvor dringend der syrische Präsident Baschar al-Assad erlegt werden müsse. So forderte auch Merkel einen "politischen Übergang" in Syrien, "an dessen Ende Assad nicht mehr im Amt sein kann". Assad muss weg: Das war aus dem US-Präsidial-Büro zu hören, das skandierten nahezu alle Medien der westlichen Welt. Und ob er nun tot oder lebendig "weg" sein sollte, das hatten die Schreier nie so genau festgelegt.

Baschar al-Assad war nie das, was man zum Beispiel in der Schweiz unter einem Demokraten versteht. Aber dieses Merkmal traf und trifft natürlich auch auf den jeweiligen König Saudi Arabiens zu. Oder auf diverse Emire im Nahen Osten. Auch kennt so mancher NATO-Verbündeter das Wort Demokratie nur vom Weghören. Hat man im westlichen Chor je die Forderung "Scheich Tamim bin Hamad Al Thani muss weg" gehört? Der Mann ist seit 2013 Staatsoberhaupt des Emirates Katar. Das deutsche Auswärtige Amt nennt diese Diktatur eine "Monarchie mit Beratender Versammlung". Und dumm-stolz verkündet das Amt auf seiner Website: "Die politischen Beziehungen Katars zur Bundesrepublik Deutschland haben sich durch eine stetige hochrangige Besuchsdiplomatie noch intensiviert".

Wer sich die Armee der katarischen Diktatur ansieht, der findet dort jede Menge deutscher Panzer und anderes Mordgerät aus der heimischen Rüstungsindustrie. Und 30 Kilometer westlich der Hauptstadt findet sich dann ebenfalls die Al Udeid Air Base, der übliche Militärstützpunkt der USA. Und erst im August haben die NATO-Partner Türkei und Katar ein gemeinsames Militärmanöver abgehalten. Wahrscheinlich musste der lupenreine Demokrat Erdogan mal seine 5000 im Golfstaat geparkten Soldaten bewegen.

Für Leute, die lesen können, ist es kein Geheimnis, dass der Anlass für den andauernden Syrienkrieg eine Pipeline war. Denn im Jahr 2009, als Katar den Syrern den Bau einer Pipeline vorschlug, die über Saudi-Arabien, Jordanien und Syrien in die Türkei führen sollte, um die EU mit Erdgas zu versorgen, da sagten die Syrer Nein. Nur wenig später begannen Katar, Saudi-Arabien und die Türkei den syrischen al-Qaida-Ableger Jabhat al-Nusra sowie die Kämpfer der Terrorgruppe ISIS zu finanzieren und mit Waffen auszustatten. Aber wer will das schon wissen? Frau Merkel lieber nicht. Wie sollte sie sonst so unschuldig vom Massaker schreien können, ohne die ausländische Einmischung in Syrien zu erwähnen?

Was ist Fußball? Klar, ein großes Geschäft. Aber auch eine großartige Marketing-Maßnahme: Hinter fröhlichen Spielen, so rechnet der Emir von Katar, lässt sich die traurige Wahrheit von Sklavenarbeit und Terrorfinanzierung prima verbergen. Deshalb gibt es im November 2022 die Endrunde der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar. Und der Deutsche Fußballbund hat diesen Tarnspielen zugestimmt, fördert sie bis heute. Glaubt jemand, das Kanzleramt habe diese Zustimmung nicht kontrolliert? Nicht einmal jene, die von der CDU-Mitgliedschaft des aktuellen DFB-Chefs nichts wissen, können so blöd sein, die immerwährende Regierungstreue des DFB zu ignorieren.

Wenn die Merkel heute "Massaker" schreit, ohne die Ursachen zu nennen, ohne die ausländische Einmischung in Syrien auch nur zu erwähnen, dann ist das widerlicher Zynismus. Dann ist es der schäbige Versuch, mit blutigem Finger auf andere zu zeigen. Denn natürlich wurde der Boden für das Massaker in Ost-Ghuta auch in Berlin vorbereitet. Aber für die Bluternte werden andere verantwortlich gemacht.

Ein heisses Eisen – Antisemitismus in Deutschland
Mit Wolfgang Gehrcke und Uli Gellermann

In den letzten Wochen und Monaten waren die deutschen Medien voll von Meldungen über „Antisemitismus in Deutschland“. Eine Reaktion im Bundestag konnte nicht ausbleiben: Das Parlament beschloss, einen Antisemitismus-
Beauftragen zu installieren.

Gab es in den letzten Jahren ausschließlich oder primär antisemitischen Rassismus in Deutschland? Welche Rolle spielt die Merkelsche „Staatsräson“, das besondere Verhältnis der Bundesrepublik zu Israel in dieser Debatte? Was kann, was soll der Antisemitismusbeauftragte für eine Rolle spielen?
Zu diesen Fragen wollen Wolfgang Gehrcke und Uli Gellermann ein öffentliches Gespräch führen.

Wolfgang Gehrcke, geboren 1943 in Reichau, aufgewachsen in Hamburg. Er war Mitbegründer und später Bundesvorsitzender der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ). Nach Beteiligung an den ersten Ostermärschen wurde er 1961 aus der SPD ausgeschlossen. Mitbegründer der DKP, der PDS, der Linken und der Europäischen Linkspartei. Von 1998 bis 2017 war er Mitglied des Bundestages und Stellvertretender Fraktionsvorsitzender mit Schwerpunkt Internationale Politik.

Uli Gellermann, geboren 1945, ist in Düsseldorf aufgewachsen. Er ist Journalist und Filmemacher und hat als Creative Director gearbeitet. Lange Zeit war er die Bewerbung des Bauens in Berlin zuständig. Seit Jahren begleitet er die Berlinale als Filmkritiker. Er verantwortet die Website rationalgalerie.de

Am 20. März 2018 um 20.30 Uhr

im Buchhändlerkeller-Berlin. Carmerstr. 1,
10623 Berlin (nahe Savignyplatz)


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 04. März 2018 schrieb Michael Riecke:

Man könnte ja fast von einem Aleppo 2.0 sprechen. Unsere Medien könnten alle Kommentare und Filmberichte wieder hervorkramen und Aleppo durch Ghuta ersetzen. Wer will denn von uns unterscheiden ob die Trümmer die man sehen kann nun in Ghuta oder Aleppo sind.Und da sind sie nun alle wieder: Die Weisshelme, die Tag und Nacht unermüdlich Verschüttete, vor allem Kinder, aus den Trümmern retten. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte, die in unseren Medien fast schon einen offiziellen Stellenwert hat. Auch da gibt es wieder einen Blogger , diesmal einen 15 jährigen Jungen, der in fast perfektem Englisch aus Ghuta in den sozialen Netzwerken berichtet. vergleichbar mit der Bloggerin Bana in Aleppo. Was muss Syrien für ein tolles Schulsystem haben wo solcher Spracherwerb entstehen kann. Da sollte sich Frau Merkel aus der "Bildungs- Replik" Deutschland eine große Scheibe abschneiden.


Am 03. März 2018 schrieb altes Fachbuch:

ost-ghuta ist nur die fortgesetzte wiederholung einer miltärstrategie. eine kopie von alleppo, von mossul, von rakka etc... und wird seine nachfolger in idlib, in al tanf, in al hasaka finden etc..

merkel wird also noch fransen um ihre schnute bekommen. das betroffenheitskino wird sie dank hirnloser konsumenten am leben halten.

kein wort aber sagt sie zu afrin.
wir und die "junge welt" wissen
wieso: https://www.jungewelt.de/artikel/328271.angriffe-werden-mit-deutschen-waffen-gef%C3%BChrt.html
und wieso
sich genau deshalb nichts ändern wird!!

warum soll ich merkel verurteilen, wenn der rheinmetall-gewerkschafter wissentlich sein urlaubsgeld aus dem syrischen blutsoll "erwirtschaftet"?? das weihnachtsgeld im jemen?

nicht merkels-kleinmädchenstimme ist das problem: die "mitte" ist materiell in dieses system und in den kriegen als täter wissentlich involviert!! kosmetik an überbauelementen sind wenig zustandsverändernd und daher irrational.


Am 03. März 2018 schrieb Ulrike Spurgat:

Etwas allgemeiner möchte ich mich halten, nachdem ich einige Kommentare gelesen habe.
Da musste sich sehr bemüht werden, die grauen Zellen auf oberster Ebene zu bewegen, meine ich, um da noch den Zusammenhang zu finden.
Wie dem auch sei: Wie die Justiz, Klassenjustiz ist, sind die Medien in Hand derer, die sie gekauft haben, um die öffentliche Meinung nach ihrer Denke und ihren Interessen zu beeinflussen, mit der jeweiligen Regierung, die am Start ist, weil sie ähnliches verbindet,nämlich das, was ihre Klasse betrifft, die es gilt zu verteidigen, und die Leute für dumm zu verkaufen. Es ist die herrschende Klasse in diesem Land, die einem vorgaukelt, dass sie "frei" und "unabhängig" informieren, natürlich unter der Käseglocke der Unternehmern, und der Freiheit der Unternehmen, möglichst viel von der Lebenswirklichkeit der Menschen abzulenken, um mit dafür zu sorgen, dass das kapitalistische Prinzip: Friß oder stirb," in die Köpfe und die Herzen der Menschen reingehämmert werden, bis einem das Erkennen und Differenzieren fast unmöglich wird, um für die gesamtgesellschaftliche Interessen einzutreten, die nunmal die Mehrheit des Volkes ausmachen. (Lenin nennt sie "Spitzbuben." ) So wird eben angeblich "Demokratie" und "Freiheit" in die Welt geplustert, und der Volksmund sagt: "Wes Brot ich ess, des Lied ich sing." Der Blutsauger, der Amazon sein eigen nennt, hat vor einiger Zeit die Washington Post sich einverleibt; für nen "Appel und en Ei", versteht sich von selbst, wie auch sonst, um die politische Meinungsbildung für sich und seine verrottete Klasse zu schützen.
Die Galerie ist mit ihrem Herausgeber, weil unabhängig, seriös, mit Verpflichtung uns umfassend zu informieren eine rühmliche Ausnahme, und deswegen wird sie ja auch von vielen interessierten Menschen gelesen; dass sind die Infos, die mir zugetragen worden sind. Die Herren Klinkhammer und Bräutigam sind in erheblicher Weise mit daran beteiligt, was der Aufklärung mehr als dient.
Vielen Dank an die Galerie, ihrem Herausgeber und seinen fleißig schreibenden "Bienen."


Am 03. März 2018 schrieb Marc Britz:

@Michael Kohle

Exzellenter Artikel auf den Sie da verweisen! Vielen Dank! Besonders der letzte Absatz ist (zumindest für mich als alten Althusser-Fan) wichtig, denn er hat unmittelbar mit der Arbeit der Rationalgalerie zu tun. Es gilt die Mediendominanz des Kapitals zu durchbrechen um eine politische Wende gegen den von der Wall-Street beherrschten US-Militärapparat hervorzubringen. Ich zitiere:

"French-Algerian philosopher Louis Althusser, following Gramsci, believed that, unlike the militarized state, the ideologies of the ruling class were penetrable. He felt that the comparatively fluid zones of Ideological State Apparatuses (ISAs) were contexts of class struggle. Within them, groups might attain a kind of ?relative autonomy?, by which they could step outside of the monolithic cultural ideology. The scales would fall. Then, equipped with new knowledge, people might stage an inception of their own, cracking open the cultural hegemony and reshaping its mythos in a more humane direction."

Ganz schnell von mir auf Deutsch übersetzt:

"Der Französisch-Algerische Philosoph Louis Althusser glaubte in der Folge Gramscis dass, wenn auch nicht der Militärapparat selbst, doch die Ideologie der herrschenden Klasse durchbrechbar sei. Er war der Meinung, dass die vergleichsweise flüssigen Zonen der Ideologischen Staatsapparate (ISA) gleichsam den Hintergrund von Klassenkämpfen bildeten. In Ihnen könnten kleine Gruppen eine Art 'relative Autonomie' erreichen mit Hilfe deren es möglich sei aus der monolithischen kulturellen Ideologie auszusteigen. Mit neuem Wissen ausgerüstet könnte die Bevölkerung dann eine eigene Unterbrechung hervorrufen, die kulturelle Hegemonie aufbrechen und den Herschaftsmythos in neue, humanere Richtungen bringen."

Wer dann den überaus wichtigen und immer noch aktuellen Original-Essay von Althusser lesen will findet ihn hier:

https://web.archive.org/web/20070929102715/http://www.marxistische-bibliothek.de/louis_althusser.pdf

Jetzt noch mein Wort zum Sonntag: Althusser lesen und danach handeln bringt mehr als (SPD zu) wählen und auf Änderung zu hoffen. (Morgen werden ja die Ergebnisse des mal wieder absehbaren Verrats ausgegeben?)


Am 02. März 2018 schrieb Michael Kohle:

Zu @altes Fachbuch und all den anderen

„Es mangelt an Denkenden und Verstehenden!“ Ich denke, ergo bin ich. Im Umkehrschluss bedeutet das zwangsläufig, daß die Vielen, die Mehrheit wohl wenn nicht so gut wie alle, nicht „sind“, schon gar nicht bei sich und bei Verstand! Die haben alle wohl kaum Descartes verstanden - wer ist heutzutage schon des Lateinischen mächtig - und die, die es doch getan haben, haben fürsorglich das kleine „g“ hinter dem ersten „o“ gestrichen. Dann passt nämlich alles wieder zusammen. Der schönste Tod nach dem Kleinen ist doch der, im Schlafe dahinzuschwinden. Eines Tages einfach nicht mehr aufwachen, das ist die Lösung.

Eine pipeline soll es also gewesen sein und oder oder die uns nicht gegönnte Ankunft der Seidenstrasse, weshalb - mal viel zu hochgegriffen - die Existenz einer Milliarde Menschen vor den bösen restlichen sechseinhalb Milliarden riskiert werden muss, quasi pars pro toto. Das soll Sinn ergeben? Vielleicht im Ansatz, aber da steckt mehr dahinter, viel mehr.

Nach etlichen Jahren des Vagabundierens im Halbschlaf, gut beschallt vom Main- bzw. neoliberalen Maelstrom, später dann auf WON, auf ZON und natürlich SPON und einem kurzen Intervall bei Augstein dem Jüngeren, ertrage ich seit einiger Zeit ausschließich und gerade noch die Rationalgalerie. Alles was da sonst noch so rumkrebste, ist zwischenzeitlich ins Unerträgliche abgetriftet. Selbst der ein oder andere helle und wohl auch wache Kopf online, einst zum Einrennen offener Türen gut zu gebrauchen, ist heuer kaum noch zu ertragen. Was mag da nur geschehen sein? Unterwandert, von Trollen „gemeddelt“ wie Trumps Wahl? Vielleicht, aber dann von denen mit der längeren Erfahrung. Andere Online-Karawanen wiederum sind total in die andere Richtung abgewandert - kopfgewendet eben - und glauben doch tatsächlich, den Teufel mit dem Beelzebub austreiben zu können. Selbst die vierzig Jahre lang aus 180° Beschalten schlurfen größtenteils dämmernd und dösend hinter irgendwelchen Rattenfängern hinterher und halten sie für die Retter aus dem Elend. Auch für diese gilt: Viel Vergnügen beim Aufwachen.

Seit vorgestern sind wir schlauer! Putin hat die Faxen endlich dicke und zwar gestrichen. Unsere Gniffkes versuchen zwar runterzudimmen was das Zeug hält („alles nur Wahlkampf“). Wenn sie sich da nur mal nicht täuschen. Wenn da nur die Hälfte von wahr ist, was Vlad der Schreckliche da vorgibt ankündigen zu können, dann dürfte da - wenn auch ersteinmal nur klammheimlich - unseren Transatlantikern gehörig die Muffe gehen. Just gerade jetzt, wo es aus dem Pentagon herausschallt, dass der schnelle und zügige atomare Erstschlag wieder Aussicht auf Erfolg haben soll (siehe hierzu auch: https://www.counterpunch.org/2018/03/02/racing-towards-a-low-yield-armageddon/) für den exzeptionellen Imperator, diese volle Breitseite aus dem Putin’schen Stabilbaukasten. Viel Vergnügen, das könnte was werden.

Ob es ein Zufall ist? Gerade jetzt, wo es durchaus wieder im Bereich des Möglichen liegt, dass die Wertegemeinschaft einem unbesiegbaren Gegner ausgesetzt sein könnte, kündigt der Frühstücksdirektor im Oval Office - mal so mirnichtsdirnichts - die Grundfesten marktkonformer Demokratie auf: Strafzölle für Stahlimporte! Da sollte der US-Sonderermittler Mister Maller gleich mal prüfen, ob da nicht Insidergewinne realisiert werden, vom Töchterchen oder von deren Ehegespons. Die Börse heute Morgen jedenfalls im freien Fall. Eine Situation übrigens, die auch schon mal in Merkelland einen Topunternehmer vor den Zug gebeamt hat. Da wird doch nicht? Wann, wenn nicht jetzt, wäre es angezeigt, dass die Schulbuben in Brüssel, in Paris und Berlin, endlich mal handeln. Sanktionen funktionieren auch in die andere Richtung. (Warum das nicht eintreffen wird siehe Ende des Kommentars.)

Oh doch, das hatte jetzt alles sehr wohl mit dem Thema „Merkels Massaker“ zu tun. Die gute Frau fühlt sich doch ob der bedauernswerten Insuffizienzen im Weißen Haus berufen, bis auf Weiteres und Widerruf den Marschallstab im Imperium zu ergreifen, ergreifen zu müssen. (Was das im historischen Blickwinkel bedeutet, habe ich neulich hier anläßlich der letzten Redaktionskonferenz bei Dr Gniffke „Wir sind so frei“ abgehandelt.) Wäre doch mal wieder an der Zeit - die Gelegenheit war noch nie so günstig - in einer Nacht so wie damals zu Fukushima die Konequenzen zu ziehen.. Dürfen wir vielleicht hoffen? Wenn sie denn mal nicht mehr nur geschäftsführende Reichsprotektorin sein sollte?

Zur Einschätzung der Lage hilft gelegentlich sogar Wikipedia. In diesem Fall sei es mir erlaubt, Wiki zu zitieren. Zu Größenwahn steht da doch tatsächlich: „eine kognitive Verzerrung durch Überbewertung eigenen Könnens und eigener Kompetenzen, siehe Selbstüberschätzung, Hybris … eine Wahnvorstellung, bei der sich die betroffene Person für eine wichtige Persönlichkeit hält, siehe Megalomanie“. Wie anders kann man ihre vollmundige Rede zu Ost-Ghuta bewerten? Ruft rote Linien aus, deren Überschreiten ihr sofortiges Blitzeschleudern auslöst, ein Vorgehen, dass nicht einmal ihr großes Vorbild Barack O. fertig gebracht hat, auch noch aus identischem Anlass.

Worauf ich schlussendlich hinaus will: die weltpolitische Lage erscheint mir viel zu angespannt, als dass wir es dabei belassen sollten, uns über die Sperenzchen einer Handelnden ohne Auftrag zu delektieren. Was die ewige Kanzlerin da aufzubieten fähig ist sind reine Nebengeräusche. Nichts mehr und nichts weniger. Und Deutschland und auch Europa ist nicht mehr der der Nabel der Welt. Kann nur wärmstens empfehlen, die Stunden bis zu den nächsten Gellermann’schen Galeriebeiträgen in der Nacht zum Montag zu nutzen und sich auf folgendem Link mal anderweitig schlau zu machen. Es lohnt sich. Und der Leser spart hinterher viel an Zeit. Er muss nicht mehr lange darüber sinnieren, was und wer hinter all dem Bejammernswerten stecken könnte. https://www.counterpunch.org/2018/03/02/colonizing-the-western-mind/


Am 02. März 2018 schrieb altes Fachbuch:

"Für Leute, die lesen können, ist es kein Geheimnis, dass der Anlass für den andauernden Syrienkrieg eine Pipeline war."

@u.gellermann
- denen des lesens kundigen genügt die "bild". den lesenden fehlt einfach die zeit und der wille, aus einem input einen vernünftigen gedanken abzuleiten! information als fast food oder als grundlage für blabla-kommunikation, weil damit haben die es auch nicht wirklich am hut! das leben ist eine hatz, und eine farce!
es mangelt an DENKENDEN und VERSTEHENDEN!!

- abstrahiere ich ihren gedanken, dann war/ist/wird sein krieg überall dort, wo pipelines oä. wirtschaftstrategisches passieren soll! clausewitz und köhler waren auch nur marxisten:) und siehe da: ob das die katar-pipe, die tanap, die tap, die nabucco, south- oder nord-stream sind, oder die seltenen erden, die unsere autobatterien brauchen und uns vorenthalten werden - überall krieg!!
- man stelle sich vor, die türken oder die südöstlichen balkanstaaten werden plötzlich reich, weil sie transitländer werden (sollten). da kommt jeder putsch, jeder abschuss russ. flugzeuge, alles gelegen, dass dies "zufällig" nicht so wird. deutschland baut sich sein künftiges gasmonopol als ergänzung der haushaltspolitik der EU, um seinen hinterhof zu "demokratisieren":)

- und dabei ist dieses terrain schon schnee von gestern. das nächste gas kommt vom östlichen mittelmeer!! israel holt sich trump's okay und dann ist der libanon weg. selbst griechenland wäre plötzlich reich, wenn die schwarze null denen die schürfrechte nicht auch noch geklaut hat! palästina ein staat?? DENKENDE, das geht nicht!!! durch wie viele soll noch geteilt werden - und dann versteht man israels jahrzehnte lange apartheit plötzlich, und sie hat nichts mit rassen oder religion oder ideologie zu tun.

- nun sieht exxon (der ami), dass europa am tropf von gasprom hängt, was beim ab*acken der heimischen LNG-produktion nervt. also cutten wir alle versorgungsstränge. der ukraine-konflikt und die NATO-osterweiterung wird erklärlich. selbst die sperenzien der usa-vasallen (baltikum, polen, ungarn, balkan) offenbaren sich als scheidewand! gedanklich verlängert um das jetzige kriegsgebiet erkennt man die absicht, dass die chinesische seidenstrasse das mittelmeer nie erreichen soll!!

aber das braucht man hier nicht zu predigen, ist ja die rationalgalerie!!

apropos düsseldorf!!
die dortige tonhalle verleiht dem demokratiefreund g. soros einen menschenrechtspreis und campino von den "toten hosen" ist merkel-fan!!!
1. ableitung:
zwischen dummheit und reichtum besteht eine lineare kontinuität
2. ableitung
der galerist ist in berlin asylant:)

"Viel Vergnügen beim Aufwachen!"
die düsseldorfer (synonym für närrisch, und die mitte) schlafen weiter, wenn die KÖ von suppenküchen übersät ist, oder die atomaren reste des kölner doms einschlagen!!

schaut nicht auf die uhr, nutzt eure zeit;)


Am 01. März 2018 schrieb Michael Kohle:

Gehe mal davon aus, die Wenigsten bekommen es überhaupt mit, wie sie - pardon - verarscht werden. Da wurde doch tatsächlich in Tagesthemen oder Heute-Journal verkündet - Hossiannah - dass in Raqqa (O-Ton) „ … der ehemaligen Hauptstadt des IS-Kalifats und von US-Militär und Bürgerkriegern der Freien Syrischen Arme im letzten Jahr befreit“ die ersten einst geflüchteten Stadtbewohner zurückkehren. So so! Aber von Gleichem in Ost-Aleppo, wo das seit der „Eroberung“ durch Assads Schergen und Russen Gleiches zu Tausenden und Abertausenden der Fall ist kein Sterbenswörtchen zu vernehmen! Kein Laut auch über die darin enthaltene Unlogik. Schließilich hieß es doch immer, war es unstrittig, die ganzen Armen wären allein vor Assad geflohen. Und jetzt kehren diese freiwillig nach Hause in die IS-Hochburg zurück? Die Bilder vom zerstörten Raqqa bei Kleber z.B., wo bitte ist der Unterschied zu Mossul, zu Ost-Aleppo und all den anderen Geröllwüsten? Ach, ich vergaß. Die Bürger von Raqqa waren ja wohl alle geflohen. Gott- und Allah sei dank, sonst hätten die US-Bomber ja vielleicht sogar Frauen und Kinder gemeuchelt bzw. hingeschlachtet, so wie der böse Assad jetzt in Ost-Ghuta. Oder haben die US-Söldner unter der Fahne von Al-Kaida und Al-Nusra aus vorauseilendem Gehorsam vor dem Wegzug nach Ost-Ghuta alles nur reinvestitionsfähig hinterlassen wollen?

Und immer noch - eher mehr als weniger - faseln die Top-Journalisten vom syrischen Bürgerkrieg obwohl sie gleichzeitig, vor- und hinterher sowieso, von allerlei Kampfformationen zu Boden und in der Luft berichten, aus den USA, aus dem UK, Frankreich, Germany etc. pp. Müssen wohl alles freiwillige Bürgerwehren sein. Es kümmert sie - die Propagandatröten der transatlantischen Unwertegemeinschaft - einen feuchten Kehricht, dass in Ost-Ghuta seit Jahren Menschen und sogar Frauen und Kinder von den ach so friedlichen Rebellen als Schutzschilde verbraten werden, dass von dort das nahegelegene Damaskus bombardiert wird, wo es höchstwahrscheinlich auch nur selten nicht Frauen und Kinder trifft. Es juckt die gleichen Gesellen und Haderlumpen in keiner Weise, dass die nebenberuflich agierenden White Helmets längst entlarvt sind als Schurken und Kopfabschneider und alles auf der payroll der wohlmeinenden Weg-mit-Assad-Bewegung aus Transatlantika. Das ewige Gemähre von den Fassbomben, von den letzten und den allerletzten Krankenhäusern, von den Hungernden und Dürstenden, wie es jetzt wieder in crescendo auflebt bei Gniffke&Kleber, es ist nicht auszuhalten. Die müssen es nötig haben, alle Register zu ziehen. Kann mir gut vorstellen, wie die ganzen Investoren und sonstigen Kriegsgewinnler lamentieren und bei den Intendanten vorstellig werden. Unsere doch so gut gemeinten Anstrengungen über all die Jahre hinweg - so werden sie zerfen - dürfen doch nicht umsonst gewesen sein. Auch den ganzen Wiederaufbau haben wir doch eingepreist - werden sie maulen - die Umsatzerwartungsverluste würden ja geradezu schrecklich ausfallen, wenn wir den Schurken Assad nicht doch noch erledigen. Dabei - mit Verlaub - haben sie nichteinmal die Irak-Restauration geschafft, die in Libyen auch nicht. Und trotz sechzehnjähriger Mühen, die Brunnen und die Mädchenschulen in Kabul und drumherum wollen auch nicht fertig werden.

Nach einer gewissen Zeit der Ruhe tauchen allmählich auch hier bei Gellermann wieder jene Schwachmaten - bezahlt oder nicht - auf, die uns weismachen wollen, der ganze Unsinn, den uns die Gniffkes&Klebers für unser Geld Tag für Tag verzapfen, sei der Stein der Weisen. Dabei erscheint mir jegliches Unterfangen - egal ob pro oder contra - völlig überflüssig. Die ganzen Propagandaorgeln haben doch nur einen einzigen Zweck: Kosteneinsparung und -minimierung im Projekt „Neue Weltordnung“. Das Volk muss sediert, d.h. ruhig gestellt werden. Sollten die dafür erforderlichen Maßnahmen palliative Wirkung mitbeinhalten, nun gut, schaden kann es ja nicht.

Um offen zu sprechen, ich kann auch die wohlmeinenden oder die frustrierten Meinungen manch anderer Kommentatoren kaum noch ertragen. Egal was, ob ‚Merkel muss weg‘, ‚Haut weg die Sozen‘, oder auch nur irgendwelche Forderungen oder Ratschläge - wenn das globale Ziel derer am Drücker fest steht (und es steht fest) ist es egal ob in einem Kreisverkehr in irgendeinem Land links oder rechts rum gefahren wird. Ob wir die fünf Minuten bis Zwölf noch haben? Nimmt man all die möglichen Signale richtig auf, muß man zum Schluss kommen: es wird eng. Wenn selbst ein Herr Ischinger in Panik auszubrechen müssen glaubt, sind wir verdammt weit. Da steht wohl allmählich der Sekundenzeiger nicht der Minutenzeiger im Fokus.

Gestern, der ein oder andere dürfte es mitbekommen haben, kam die Meldung vom Cyber-Beschuss der Ministerien für Äußeres und Verteidigung zu Berlin. Die Russen sollen es mal wieder (gewesen) sein. Selbst wenn, warum sollten denn die Russen nicht handeln dürfen, wie … aber das ist nicht das Problem. Das Problem ist ein anderes: ausgerechnet Diejenigen in Brüssel und im Fünfeck, die alle Mittel und Wege haben und kennen, den Cyber-Krieg zu optimieren, haben in ihre „Leitlinien“ und „Statuten“ jüngst aufgenommen, dass sie jeglichem Versuch eines Cyberangriffes mit konventionellen oder unkonventionellen Mitteln antworten werden. Wie hieß das Verfahren einst vor fast achtzig Jahren? Seit FünfUrrfnfndvirrzig wird zurückgeschossssnn! Ich übertreibe maßlos? Nun denn, mögen die, die mir das unterstellen, doch bitte mal für nur ein paar Tage die New York Times zu Rate ziehen. Schweissperlen auf der Stirn, sofern transatlantisch halbwegs verstanden wird, werden kaum zu verhindern sein. Man glaubt es kaum, selbst bei NYT sind allmählich vereinzelte Stirnfalten zwischen den Zeilen zu vermelden.

Viel Vergnügen beim Aufwachen!


Am 01. März 2018 schrieb Otto Bismark:

Die soeben gelaufene 20.15-Sendung der Tagesschau drängt mich, Euch auf einen neuen drastischen Fall von Rußland-bashing hinzuweisen. Der Sprecher begann die Spitzenmeldung mit den Worten "Russische Hacker haben“ und berichtete dann über einen angeblichen jetzt aufgedeckten Hackerangriff auf die Bundesregierung. Von Rußland war dann im Folgenden an keiner Stelle nochmals die Rede, auch der dann zugeschaltete Hauptstadt-Korrespondent erwähnte Russland erst ganz am Ende seines Berichts und nur in dem Zusammenhang, daß ein solcher Angriff im Jahre 2015 auf das Netz des Bundestags von einer russischen Organisation durchgeführt worden sei und nun erst zu klären wäre, ob das diesmal auch der Fall gewesen sei. Also völliges Nichtwissen insoweit!
Geht es eigentlich noch plumper? Aber wahrscheinlich verfängt auch so etwas.


Am 28. Februar 2018 schrieb randy andy:

Omg, das Thema Fassbomben gibts noch immer ? lol...sorry aber @Josef Schmidt die Bastelanleitung zu den Mörsern mit Fassbomben finden sie seit Jahren auf den IS-Seiten.
Kein Scherz ! Davon gibts sogar mehrere Videoanleitungen.
Ach und zum Thema tausende Tote in Foltergefängnissen: Die Fake-Story ist damals aber sowas von schnell aufgeflogen (ja ja die Metadaten sind halt a Hund^^), dass es selbst die übelsten westl.Porpagandamaschinen nicht mehr aus Tablett bringen.
War noch was ? Ah ja die übliche Giftgas-Story; Ok, also nochmals zum mitschreiben für Herrn Schmidt: der US-Verteidigungsminister hat am 2.2.2018 ca.5mal auf immer wieder Nachfragen des Reporters bestätigt "es gibt KEINEN einzigen Beweis, für Giftgas durch Assad".
Was sie daran nicht verstehen können, entzieht sich meiner Kenntnis. Sollte es am mangelnden Englisch liegen, .. es liegen auch schon deutsche Übersetzungen vor.

p.s.: ja okay, ich werd mir das Interview von Mattis nochmals ansehen und genau mitzählen, wie oft er es bestätigte.

Was aber aktuell viel interessanter ist und dabei Unmengen der ganzen laufenden Schweinerein in Syrien aufzeigt, ist das geleakte Diplomaten-Protokoll. Darin kann man ganz genau nachlesen, wie die USA mit England,Frankreich,den Saudis und Jordanien "Syrien aufteilen wollen" . Die benötigte Taktik und die dazu notwendigen Handlungen werden auch beschrieben....ach ja und wie Staffan de Mistura eingekauft werden soll, auch ;-)


Am 28. Februar 2018 schrieb Des Illusionierter:

@Josef Schmidt, 26. Februar 2018:

Zum ewigen Schreckenswort „Fassbomben":

Haben Sie mal überlegt, weshalb Assads Armee, die über moderne russische Waffen verfügt, leere Gasflaschen u.Ä. mit Sprengstoff, Nägeln, Schrauben usw. füllen, und diese Primitivbasteleien aus Flugzeugen auf die eigene Bevölkerung werfen sollte? Es gibt genügend Analysen und Berichte sogar von Berichterstattern, die wirklich in Syrien waren und nicht in London, Kairo oder Washington ihren wertvollen Body schützen, aus denen ganz klar hervorgeht, dass diese „Fassbomben" mit umgebauten Mörsern von Terroristen ("moderaten Rebellen") in zivile Wohngebiete geschossene Terrorwerkzeuge sind. Der Rest ist US-affine Propaganda.


Am 28. Februar 2018 schrieb Helmut Schnug:

@ Guenther Mann

"Ich würde vorschlagen in der Schweiz eine Umfrage zu starten, ob denn die Schweizer unsere geschäftsführende als Demokratin einstufen?"

Interessante Frage, vermutlich wird Angela Merkel auch dort mehrheitlich als "Demokratin" wahrgenommen. Merkel hat ihre eigene, abstruse Vorstellung von "Demokratie" anlässlich der Vorstellung des 12. Allensbacher Jahrbuches am 3. März 2010 in Berlin wie folgt zum Ausdruck gebracht:

"Aber genau deshalb bin ich auch zutiefst davon überzeugt, dass es richtig ist, dass wir eine repräsentative Demokratie und keine plebiszitäre Demokratie haben und dass uns die repräsentative Demokratie für bestimmte Zeitabschnitte die Möglichkeit gibt, Entscheidungen zu fällen, dann innerhalb dieser Zeitabschnitte auch für diese Entscheidungen zu werben und damit Meinungen zu verändern.

Wir können im Rückblick auf die Geschichte der Bundesrepublik sagen, dass all die großen Entscheidungen keine demoskopische Mehrheit hatten, als sie gefällt wurden. Die Einführung der Sozialen Marktwirtschaft, die Wiederbewaffnung, die Ostverträge, der Nato-Doppelbeschluss, das Festhalten an der Einheit, die Einführung des Euro und auch die zunehmende Übernahme von Verantwortung durch die Bundeswehr in der Welt – fast alle diese Entscheidungen sind gegen die Mehrheit der Deutschen erfolgt.

Erst im Nachhinein hat sich in vielen Fällen die Haltung der Deutschen verändert. Ich finde es auch vernünftig, dass sich die Bevölkerung das Ergebnis einer Maßnahme erst einmal anschaut und dann ein Urteil darüber bildet. Ich glaube, das ist Ausdruck des Primats der Politik. Und an dem sollte auch festgehalten werden." (Zitat Merkel Ende)

Originalquelle (hier 7. Absatz, hab diesen nur dreigeteilt):
https://www.bundesregierung.de/ContentArchiv/DE/Archiv17/Reden/2010/03/2010-03-03-merkel-allensbach.html

Ich darf an dieser Stelle Prof. Dr. Rainer Mausfeld zitieren:

"Die gegenwärtigen Formen repräsentativer Demokratien sind Elitedemokratien, also de facto Wahloligarchien. Seit ihren historischen Anfängen wurde die Idee einer ‚repräsentativen Demokratie‘ mit der Absicht entwickelt, das als irrational, infantil und launenhaft angesehene ‚dumme Volk‘ von politischer Macht und Einfluss fernzuhalten. Die Etablierung einer repräsentativen Demokratie war also explizit dazu gedacht, eine wirkliche Demokratie im Sinne der Ermöglichung einer angemessenen Teilhabe, also Partizipation, der Bürger am Gemeinwesen und einer Volkssouveränität zu verhindern. Warum sollten Machteliten auch ein Interesse an wirklicher Demokratie haben, wo eine solche doch ihren Status gefährdete?"


Am 28. Februar 2018 schrieb Vera Langer:

Gellermann ist wirklich einmalig. Kaum jemand ist so klar und mutig, wenn es um die Syrien-Schuldfrage geht! Danke.


Am 27. Februar 2018 schrieb Guenther Mann:

"Baschar al-Assad war nie das, was man zum Beispiel in der Schweiz unter einem Demokraten versteht."
Ich würde vorschlagen in er Schweiz eine Umfrage zu starten, ob denn die Schweizer unsere geschäftsführende als Demokratin einstufen?


Am 27. Februar 2018 schrieb Ute Plass:

"Unsere Forderungen in Deutschland sollten sich daher vor allem an unsere eigene Regierung wenden: Die sofortige Einstellung aller Waffenexporte nicht nur an die Türkei, sondern überhaupt in alle Krisenregionen und die Einschränkung von wirtschaftlichen Kooperationen mit ?autokratischen? Regimen sowie eine stärkere Förderung zivilgesellschaftlicher, vor allem auch von Frauen geprägten Initiativen stehen dabei an erster Stelle."

http://www.bzw-weiterdenken.de/2018/02/frauen-fordern-frieden-fuer-afrin/


Am 27. Februar 2018 schrieb Marc Britz:

"Und wirklich liefert der syrische Krieg erneut brutale Bilder. Tod und Verderben in Ost-Ghuta erzeugen Abscheu und Mitleid zugleich: Dem Sterben will niemand länger zuschauen."

Die Macht einer Nachricht ist um so wirkungsvoller wenn ihr Inhalt gekonnt an einen besonders eindrucksvollen visuellen Reiz gekoppelt ist. Es kommt nicht von ungefähr, wenn wir nun von den Herrschaftsmedien mit den schockierenden Bildern aus Ost-Ghuta bombardiert werden, während die Nachrichten beispielsweise aus dem Jemen nie bebildert sind - wenn wir überhaupt welche bekommen. NATO-Koalitions-Kriege sind nicht weniger brutal sondern lediglich weniger bebildert. Allein an diesem medialen Ungleichgewicht lässt sich die nahezu absolute Gleichschaltung der Mainstream-Medien mit den kapitalen Interessen der US/EU Kriegstreiber sehr gut erkennen.


Am 27. Februar 2018 schrieb Klaus Bloemker:

Das Syrien Chaos ist Ergebnis der Neocon Konzeption der 'Neuordung des Nahen Ostens' mit dem Irakkrieg unter W. Bush. (Beachte 'Ordnung')

Es war eine Dominotheorie: Wenn erst mal die amerikanische Flagge über Bagdad weht, kippt Syrien und dann der Libanon mit der Hesbollah. - Die Sache ist dann den Neocons aus dem Ruder geraten. Sie hatten den Wunsch der Iraker nach den Amerikanern überschätzt.

Wer hatte in Deutschland den Irakkrieg unterstützt?

FAZ Online - 27.03.2003
"MERKEL VERTEIDIGT IRAK-KRIEG

Noch klarer als bisher hat CDU-Chefin Angela Merkel ihre Unterstützung für die
Vereinigten Staaten und Großbritannien herausgestellt. Der Angriff auf den Irak
sei eine unumgängliche Schadensbegrenzung."

Und wer noch?

"Der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, hat die Bundesregierung wegen ihrer Ablehnung des Irak-Krieges kritisiert. ... Die Konzentrationslager sind nicht von Demonstranten befreit worden, sondern von der Roten Armee?, sagte Spiegel bei der Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus am Sonntag in Darmstadt." - FAZ - 26. 01. 2003

Diesmal war es nicht Joschka Fischer, der einen Krieg (Jugoslawien) mit dem Hinweis auf Auschwitz begründete sondern Paul Spiegel.

Jemand von den Briten, der bei der Vorbereitung des Irakkrieges im Weißen Haus war, sagte anschließend über die Meinung der Leute da:

"Everybody wants to go to Bagdad, real men go to Teheran." - (Das ist ungefähr so wie die NS Wehrmacht: Jeder will nach Warschau, richtige Männer gehen bis Moskau.)

Diese Konzeption war unter Obama aufgegeben. Unter Trump / Netanyahu / Saudis ist sie jetzt reaktiviert worden.


Am 27. Februar 2018 schrieb Ulrike Spurgat:

Herr Bloemker, ich bitte sie: Eine Überzeugung, eine Haltung schmeißt man nicht über Bord, wenn sich die Verhältnisse erst einmal wieder in eine andere Richtung entwickeln, wie es bedauerlicherweise schon viel zu lange wieder ist..
Dieses mag oft schwierig, ärgerlich sein, und ab und an wird auch mal Frust geschoben , allerdings ändert das nichts an der Tatsache, weiterhin für das Einzustehen, was mit eigenen Überzeugungen zu tuen hat, ganz egal, wie die politischen Verhältnisse sind.


Am 27. Februar 2018 schrieb Uschi Peter:

@Klaus Bloemker:
"Seit der Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika im Jahr 1776 sind 239 Jahre vergangen. Davon befanden sie sich 222 Jahre, also 93 Prozent der Zeit, im (Angriffs-)Krieg mit anderen Ländern."
Mal nachsehen, wieviele Angrifffs-Kriege Russland bzw. die SU geführt hat.


Am 27. Februar 2018 schrieb Hans Provokation-Ion:

Übrigens, ehe Merkel und ihre überseeischen machtgierigen "Hintermänner" nicht verschwunden sind besteht wenig Aussicht auf Völkerverständigung und Atomwaffenverbot!


Am 27. Februar 2018 schrieb Uschi Peter:

"Baschar al-Assad war nie das, was man zum Beispiel in der Schweiz unter einem Demokraten versteht"
Verdammt noch mal, warum muss jedes Land und jedes Volk die westliche Politik nachmachen? Was ist Demokratie anderes als die Abgabe seiner Stimme an irgendwelche Leute, die sich dann wohlig zurücklehnen und die Politik ihrer Parteioberen und damit der Regierung vertreten? Das Stimmvieh hat dann nichts mehr zu sagen.
Zum Thema Antisemitismus können wohl unsere Neumitbürger einiges zum Besten geben. Das wäre aber politisch inkorrekt.


Am 26. Februar 2018 schrieb Helmut Schnug, Illerich:

Die gewollte Zerstörung Syriens

Das die Massenmedien den Krieg in Syrien uns noch immer als „syrischen Bürgerkrieg“ verkaufen wollen und diese Mär seit 2011 wider besseren Wissens gebetsmühlenartig wiederholen, wundert angesichts ihrer transatlantischen Vernetzung keinen aufmerksam-kritischen Beobachter mehr. Die führende Köpfe, also Verleger und Rundfunkintendanten dominanter Mediengroßkonzerne und Verlagshäuser wie ARD, ZDF, ProSiebenSAT1 Media, Hubert Burda Media, Axel Springer SE, Gruner + Jahr, Bertelsmann AG, Holtzbrinck Publishing Group, Verlagsgruppe Handelsblatt, Funke Mediengruppe, Bauer Media Group, DIE ZEIT, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG und Frankfurter Allgemeine sind häufig Mitglied des transatlantischen Lobbyvereins Atlantik-Brücke e.V., der politikberatenden Denkfabrik "Trilaterale Kommission" oder werden zu Bilderberger-Treffen eingeladen.

Diese Vernetzung gewährleistet, dass die gewünschte Sichtweise kaum hinterfragt wird. Viele der transatlantischen Leitmedien-Journalisten der sich immer mehr verdichtenden Medienkonzerne sind lohn- und karriereabhängige, willfährige Erfüllungsgehilfen (Medienhuren) - von unabhängigem neutralem Journalismus kann kaum noch die Rede sein. Zudem werden zielgerichtete Nachrichten und Bilder von großen Nachrichten- und Bildagenturen wie z.B. Deutsche Presse-Agentur (dpa), Reuters, Agence France-Presse (AFP), Associated Press (AP), Bloomberg News etc. unkritisch und ohne ausreichende Prüfung auf deren Wahrheits- und Objektivitätsgehalt 1:1 übernommen bzw. vorformulierte Textbausteine geringfügig umgeschrieben.

Seit 2011 tun die NATO- Staaten und ihre Vasallen alles in ihrer Macht stehende, um den souveränen Syrischen Staat zu zerstören. Nebst den völkerrechtswidrigen direkten militärischen Angriffen der Türkei, diverser anderer NATO-Staaten, vornehmlich die USA, Frankreich, Großbritannien, aber auch Israels stranguliert die „europäische Wertegemeinschaft“ das syrische Volk mit einem mörderischen Embargo. Auch Jordanien, die finanzstarken arabischen Golfmonarchien Saudi-Arabien, Katar, Vereinigte Arabische Emirate (VAE) und Kuwait sind dabei. Hinzu kommen Russland, der Iran, die libanesische Hisbollah sowie schiitische Milizionäre aus Irak und Afghanistan, die aufseiten des Regimes von Baschar al-Assad kämpfen.

Was mich enorm ärgert sind all jene Leitmedien und Journalisten, insbesondere leider auch eine Vielzahl sog. alternativer Medien, die im Falle des Syrienkrieges noch immer von einem "Bürgerkrieg" schwafeln, obwohl es längst ein perverser Aggressionskrieg ist, ein geopolitisch interessanter Stellvertreterkrieg mit internationaler Beteiligung - sei es aktiv (Bodentruppen, Luftangriffe), als Waffenlieferant oder als finanzieller Unterstützer und damit Brandbeschleuniger.


Am 26. Februar 2018 schrieb Klaus Bloemker:

@Albrecht Storz:

Sie kritisieren Walter Wegeners Satz:
"Wie üblich bei der "Rationalgalerie" kommen die Russen mal wieder ungeschoren davon." - Ich sehe das ähnlich wie Wegener.

Es ist ein eigentümliches Phänomen, dass Putin und sein Russland bei unseren (früheren) Kommunisten gut wegkommen. Und bei unseren früheren Maoisten China.

Beide übertragen ihre frühere Sympathie für die Sowjetunion bzw. Mao-China auf das HEUTIGE Russland bzw. China.

Antwort von U. Gellermann:

Mit dem Artikel - der das Merkel-Massaker-Geschrei auf seinen wahren Kern zurückführt - hat Ihre Zuschrift nicht viel zu tun. Auch das von Ihnen apostrophierte Russland kommt nur im Merkel-Zitat vor. Leider vermeiden Sie es sich damit auseinanderzusetzen. Keine Ahnung? Ideologisch auf ein altes Feindbild fixiert?


Am 26. Februar 2018 schrieb antares56:

Ich frage mich immer wieder, wie lange die Menschen in der BRD einer verlogenen Merkel noch glauben? Ihre Rede gerade auf dem CDU-Parteitag war doch das beste Beispiel für ihre Lügen! Und das sollen wir noch einmal 4 Jahre aushalten? Ein wirklich schlechter Witz.
Dazu kann man nur noch Sagen: Weg mit Merkel - fast egal wie, Hauptsache schnell! Und unsere Regime-Presse wird zwar weiter ihren Dienst für Merkel tun - aber glauben sollten wir ihnen nicht mehr! Und damit fängt der Widerstand an.


Am 26. Februar 2018 schrieb Winfried Wolk:

Danke Dir auch für diesen Artikel, den ich wie alle anderen, natürlich auch gelesen habe. Ja, es ist schlimm, dass nun wieder die Syrienkarte gespielt wird, um vielleicht doch das direkte militärische Eingreifen des Westens zu legitimieren. Der heutige Bericht über weinen Giftgasangriff, denn die „Syrische Opposition“ vermeldet, aber von keiner unabhängigen Stelle überprüft werden kann, scheint das Signal für die gewollte Verschärfung. Allerdings lenkt die nun entfachte Ghuta-Hysterie, wie schlimm das auch alles ist, natürlich wunderbar vom Tun unserer türkischen Freunde bei ihrer Aggression gegen Syrien und den Beschuss syrischer Städte wie Afrin ab wie eben auch vom Völkermord unserer Saudischen Freunde im Jemen. Darüber brauchen wir dann nichts mehr zu lesen, weil wir ja eindeutige Schuldige haben, auf die wir dringend mit dem Finger zeigen können. Dass das alles nach einem lange in Washington vorbereiteten Plan abläuft (Paul Wolfowitz) scheint niemand in Berliner Politikerkreisen zu wissen und in den Mainstream-Medien auch nicht. Ach, unsere Medien!


Am 26. Februar 2018 schrieb Albrecht Storz:

Am 26. Februar 2018 schrieb Walter Wegener:
"Wie üblich bei der „Rationalgalerie" kommen die Russen mal wieder ungeschoren davon."

Sehr geehrter Herr Wegener,
werden Sie so schlecht bezahlt oder ist einfach das Niveau bei den entsprechenden DE-, EU- oder NATO-Stellen und Think Tanks so niedrig?

Es ist so ziemlich die billigste Replik, auf die "unterlassene Kritik" an Anderen (die von uns gar nicht effektiv zu kritisieren sind) zu verweisen.

Oder sind Sie vielleicht Russe, und deshalb liegt Ihnen Kritik an Russland am Herzen? Aber warum machen Sie das dann nicht in Russland?

************************************
Sollten Sie aber Deutscher sein: was versprechen Sie sich davon, wenn Russland in der "Rationalgalerie" kritisiert werden würde?
*************************************

Wahrscheinlich verstehen Sie mich aber nicht. Denn schon Ihre Forderung, hier müsste Russland kritisiert werden, weist auf mangelndes Verständnis von Kommunikation hin. Kommunikation hat einen Sender (der einen Ort, eine Staats-Zugehörigkeit, eine Sprache, eine Einstellung, evtl. eine Steuernummer, etc. besitzt) und einen oder mehrere Empfänger (die einen Ort, eine Staats-Zugehörigkeit, eine Sprache, eine Einstellung, evtl. eine Steuernummer, etc. besitzen).

Der Sender kann nur die über den gewählten Kanal verbundenen Empfänger erreichen

Kritik HIER an Russland richtete sich doch gewiss vorwiegend an Deutsche.

Nun verraten Sie uns mal, was diese Kritik HIER erreichen soll (außer bei Deutschen Ressentiments, Hass, gar Kriegseifer oder zumindest Zustimmung für BW-Auslandseinsätze und für "Operationen" unserer "Verbündeter" zu fördern)?

Ist das Ihr Ziel? Ich bin gespannt.


Am 26. Februar 2018 schrieb Harry Ruderisch:

Diese Frau Merkel hat Leid über viele Menschen gebracht. Die meisten der Bundestagsabgeordneten mit Ihrem Beschluss zum „Syrieneinsatz“ der Bundeswehr auch. Frau Merkel mit ihren marktkonformen Lobbyisten im Bundestag ist aber bauernschlau (und die SPD-marktkonformen Bundestagsabgeordneten leider strunz dumm). Die merkelhörigen Medien haben es fertig gebracht, dass kaum jemand im Öffentlichen nachfragt wer denn die „Rebellen“ sind? Woher haben die Waffen und Geld, welche politischen Ziele vertreten diese „Rebellen“? Frau Merkel geifert in ihrer billigen politischen Polemik vom Rednerpult des Bundestags gegen Syrien und Russland. Ja Frau Merkel, das US-Hegemon bekommt gemeinsam mit dem deutschen Vasallen- Imperialismus in Syrien von anderen Staaten (übrigens gleicher Wirtschaftsordnung) militärisch auf die „Fresse“. Imperiale amerikanische Überheblichkeit und auch die arbeitsteilige deutsche Einmischung hat 2011 zu einem Krieg in Syrien geführt. Mittlerweile gibt es hunderttausende Tote. Es ist kein Kampf der politischen Systeme „Sozialismus gegen Kapitalismus“, es ist der Kampf der „2. Kapitalistischen Welt“ (wenn ich sie so nennen darf) und seines Kapitals ums Überleben. Eines ist den Staaten der „2. Kapitalistischen Welt“, wie Syrien, Irak, Libanon, Nordkorea, Russland aber auch China und seiner Eliten klar geworden: wenn sie dem militärischen Treiben der USA und seiner „westlichen Wertegemeinschaft-Vasallen“ nicht Einhalt gebieten sind sie die Nächsten. Sie haben Libyen, Jemen, Afghanistan als Warnung vor den Augen. Die Schätze dieser Länder wurden geraubt und vorher Ihre politischen Systeme zerschlagen. Am liebsten mit sogenannten „Rebellen“ oder „Aktivisten“ die, wie in Syrien, „assadtreuen“ Kindern vor laufenden Kameras den Kopf abschneiden. Tote zählen für Frau Merkel nicht wirklich oder hat sie schon je einmal die abgeschlachteten Zivilisten in Afghanistan und Irak erwähnt. Übrigens diese mörderische Bande agiert jetzt in Ost-Ghoutha. Frau Merkel ist Teil des Systems der US-geführten unipolaren Weltordnung, welches sich immer noch einbildet eine „ demokratische 1. Kapitalistische Welt“ zu sein. Das Schlimmste ist, diese Frau Merkel und ihre geistigen Weltordnungs-Kumpels handeln nach außen (und nach innen) immer häufiger militant. Der militärische Widerstand anderer politischer Globallisten wächst gegen diese unipolare Weltordnung des „Wertewestens“. Und ich befürchte, dass in den Worten Putins viel Wahrheit steckt, sinngemäß: Ich verspreche dem russischen Volk, wenn Russland von einer ausländischen Macht und Ihren Verbündeten militärisch angegriffen wird, dann wird dieser Krieg nicht auf russischen Boden entschieden…und ich befürchte, dass in den Worten Putins viel Wahrheit und tödliche militärische Macht steckt. Frau Merkel ist politisch zu borniert um zu sehen, dass Russland ein mächtiger globalen Player ist, der im Gegensatz zu Deutschland souverän handelt und dem syrischen Staat gegen den internationalen Terrorismus zu Hilfe geeilt ist.


Am 26. Februar 2018 schrieb Ulrike Spurgat:

Zu danken ist dem Galeristen, dass er in diese verwirrenden Informationen zu Syrien ein Stück Klarheit hat bringen können, und die Rolle der Bundesregierung mit ihrer Kanzlerin Merkel, die so bieder und langweilig wirkt, die gefährliche Maske heruntergerissen hat, und die Interessen und Verwicklungen, wie ich finde, sehr gut herausgearbeitet hat.
Der Kapitalismus braucht Kriege, wie die Luft zum Atmen, und spätestens jetzt muss sich doch wieder einmal die Systemfrage in aller Deutlichkeit stellen.
Es wird mit den USA keinen dauerhaften Frieden geben können, und mitlerweile ist die deutsche Politik sowas von mittendrin, dass sie Kriegstreiber ist.Mir ist nur möglich solidarisch zu sein mit dem syrischen Volk, und auch den Kurden, den Schmerz, die Not und die Verzweiflung zu erkennen, was dort sekündlich, minütlich mit ihnen und ihnen geschieht, und welchen Wert ein Menschenleben hat, und unser Grundgesetz gehört wohl zur Geschichte. "Die Würde des Menschen ist unantastbar," steht dort geschrieben, nur gelesen wird es schon lange nicht mehr.
Auszuhalten ist es nicht nicht, und die Wut, die heilige Wut, was Menschen anderen Menschen im Namen der Kriegstreiber und Profiteure antun, muss in Handlungen enden, und die Internationale Solidarität, und der Kampf für eine bessere Welt muss immer mehr wieder an Bedeutung gewinnen. Ob dabei beten hilft, wage ich zu bezweifeln.
Deutschland als Kriegstreiber und Waffenhändler, und dicker Freund der politischen Systeme, die Köpfe abschneiden, die steinigen, die Hände abhacken, u.a. neben Trump sitzend, um sie zu hofieren, und der Rüstungsindustrie den blutroten und blutriefenden Teppich auszulegen. Sie sollten Gummistiefel mitliefern, dass sie durch das Blut der Völker waten können.
Nein, es sind im bürgerlichen Sinne selbstverständlich keine Diktaturen, es sind Königshäuser, und dort leben sie, wie in "Tausend un einer Nacht," und die Waffen, die u.a. Deutschland liefert, sorgen dafür, dass sich an diesem Zustand der Glückseeligkeit für einige Wenige nichts ändert, weil die Waffen gegen das eigene Volk eingesetzt werden können.
Deutschland, mit Merkel und Co, und mit der verkommenen sPD Führung sollen schmoren bis zum Sankt Nimmerleinstag, und die Öffentlich Rechtlichen mit dem Schmierfinken Gniffke, den Rundfunkräten, und alle bürgerliche Medien, die den Hass auf Russland aus ihrer Krümelkiste wieder herausholen, in das Horn zur Kriegsvorbereitung mit blasen, und die eisige Kälte, die wir zur Zeit haben, nennen einige die "Russenpeitsche," sind mehr als beschämend und strunzdumm, und Knete gibts auch noch dafür.


Am 26. Februar 2018 schrieb Klaus Bloemker:

Ich denke, es ist so wie Alexander Kocks in seinem Kommentar sagt:

"Assad stand schon in den 90iger Jahren auf der Liste von 7 Ländern der Neocons in denen ein Regime-Change stattfinden sollte."

- Konkret aber erst nach 9/11 2001.

Siehe das sensationelle Interview mit Ex-General Wesley Clark in einer Sendung von Democracy Now dazu. Er sagte:

"Ein paar Wochen nach 9/11 war ich im Pentagon. Da zeigte mir jemand ein Memorandum das besagte: 'Wir werden 7 Länder in den nächsten 5 Jahren ausschalten (take down). Angefangen beim Irak, dann Syrien, Libanon, Lybien, Somalia, Sudan und zum Schluss den Iran.'"

https://youtu.be/Zi_qafpuNjE
(Mit deutschen Untertiteln)


Am 26. Februar 2018 schrieb Josef Schmidt:

Zumindest bombardieren diese undemokratischen Könige, Emire und Scheichs nicht ihre eigene Bevölkerung mit Fassbomben und foltern ihre Opposition zu Tausenden in Todesgefängnisse womöglich auch noch mit Giftgas herumspielt.
Übrigens die Pipeline hätte nicht unbedingt durch Syrien gebaut werden müssen wenn man sich die geographische Lage so anschaut.
Verstehe nicht was die NATO und Merkel damit zu tun haben. NATO Stützpunkte gibt es weder in Qatar noch in Saudi Arabien, es sind US Militäreinrichtungen und keine NATO Stützpunkte.
Und Merkel tut gut mit allen Länder dieser Welt politische Beziehungen zu haben wenn ein Land wie Deutschland vom Export leben will. Übrigens wenn die Deutschen ihre WM gekauft haben warum sollten die Qataris das nicht tun dürfen ?

Antwort von U. Gellermann:

Wenn die „eigene“ Bevölkerung (primär Sunniten, Dschihadisten) andere Bevölkerungsteile (Alawiten, Christen, Laizisten) terroristisch bedroht und sich von Ausländern instrumentalisieren lässt und der Staat sich dagegen wehrt, dann nennt man das Bürgerkrieg und Abwehr fremder Interventen. Im Artikel ist nicht von der NATO die Rede sondern von "NATO-Verbündeten", die auf dem Territorium Syriens zündeln: Frankreich, Türkei, USA sind wohl noch im Bündnis, oder? Wer dann auch noch beim Wort Export das Wort Rüstung unterschlägt, der ist kaum satisfaktionsfähig.


Am 26. Februar 2018 schrieb Michael Kohle:

Da renitiert hier doch tatsächlich einer rum, dass die Russen „mal wieder“ vom Galeristen ungeschoren davon kommen. Und ein Anderer mault, Gellermann wüsste „mal wieder“ - bei aller Liebe - nichts Neues zum Thema. Da waren wohl die Vorboten der Heuschreckenschwärme aktiv, die - von DGAP und SWP gesponsort - aus den vorgehaltenen Trollfabriken ausschwärmen. Glauben diese „hellen Köpfe“ wirklich, dass sie mit solcherlei dümmlichen Auslassungen der doch ach so erfolgreichen Trollfabrik aus St. Petersburg Konkurrenz machen können? Oder sollte gar jene größtenteils direkt vom Kanzleramt finanzierte Stiftung für Wissenschaft und Politik, eben jene SWP die einst den „Tag danach“ in Damaskus und anderswo vorsorglich organisierte, sich angesprochen gefühlt haben von Gellermanns gezielten Elogen? Die Konkurrenz, die vom Außenamt getragene Organisation namens DGAP ist derzeit ja noch arg durch tragischen Verlust geschwächt und muß sich erst einmal wieder sammeln.

Zugegeben, auffällig ist es es schon, dass ausgerechnet jetzt unsere noch immer nur geschäftsführende „Angela die Große“ höchstselbst zur Tat schreitet, und mit ihrem gewohnt spitzem Mündchen Zeter und Mordio flötet. Aber so überraschend auch wieder nicht. Wo doch der eigentliche Imperator (Americanus premium) mit anderen selbst erkorenen Watschenmännern beschäftigt ist und darüber sinniert, wie er denen „fire and fury“ angedeihen lassen und z.B. mal auf die Schnelle ein Volk mit 25 Millionen über den Löffel balbieren kann. Und wie einst im Imperium Romanum sich der für die besetzten Ostgebiete zuständig fühlende Feldherr und Reichsprotektor ob des doch zu groß geratenen Imperiums sich zum Kaiser von Ost-Rom zu küren müssen glaubte - auch weil die gegen Ende meist selbstbestellten Kaiser im abgelegenen West-Rom allmählich die Lust am Herrschen vergangen war, senil oder dement oder beides waren, sich anderen Verlustifizierungen hingaben, ist es doch auch heute wieder der Fall. Die Parallelen sind teilweise geradezu verblüffend. Und so bläst sich eben unsere Uckermarck’sche die Backen wie der Ochsenfrosch auf und vermeint auf einmal, einen auf Ostrom-Kaiser markieren zu müssen, mimen zu können, Augustus Merkelanius. Auch der kleine Muck Macronius glaubte letzte Woche kurzfristig mal, den Hannemann spielen zu müssen, aber zum Vorangehen sind größere Stiefel vonnöten.

Wie nennt man das alles im üblichen Geschäftsleben? Genau, Handeln ohne Auftrag. Das passt ja wunderbar. Was sagt Wiki dazu? „Die Geschäftsführung ohne Auftrag ist in großem Maße auf das römisch-rechtliche Institut der negotiorum gestio zurückzuführen.“ Wenn also unsere geschäftsführende Kanzlerin glaubt Blitze schleudern zu müssen, vermeint in unserem Wohl handeln zu müssen (z.B. um Schaden von uns wenden, unseren Nutzen zu mehren vielleicht sogar), sollte das Handeln nicht nur dem Geschäftsführenden sondern auch dem Geschäftsherr (das sind erst einmal alle Deutschen) konvenieren. Ob das der Fall ist? Sicherlich nicht, wenn dieses unabgestimmte Handeln zu Folgerungen führen würde, die wegen des angeblichen Überschreitens selbstbestimmter roter Linien durch Dritte außerhalb des Verantwortungsbereiches durchzuführen wären, z.B. durch Auslösung des nächsten Auslandseinsatzes? Nein, eine bestellte Meinungsumfrage reicht da gewiß nicht!

Unsere Interregentin handelt als wenn sie bereits die Weihen zum Quadrupl, dem Vierten Regnum empfangen hätte. Dem ist zwar nicht so, aber juckt das irgendjemanden? I wo! Steht doch schon in Schillers Glocke: der Meister darf die Form zerbrechen! Dem ersten Führer in diesem unserm Lande hat man ja einst - vor allem erst hinterher - galoppierenden Größenwahn vorgeworfen. Je später es für ihn wurde, umso näher kam der Endsieg. Und wie ist das heutzutage? Seit mehreren Münchner Sicherheitskonferenzen treten unsere Großkopfeten dort auf und tönen davon, daß der Deutsche wieder mehr Verantwortung im Erdenrund übernehmen will, die Gaucks, die Merkels, die von der Leyens, ja sogar der Gauck-Nachfolger. Jedes Mal ein wahres „Urbi&Orbi“ wie zu Ostern in Rom. Sagt denn niemand von denen, die wissen oder wenigstens ahnen, was die Deutschen meinen wenn sie von mehr Verantwortung daherplappern, mal ein Sterbenswörtchen? Zum Beispiel: Nein danke, es reicht, wenn ihr uns das verplante Geld für solcherlei Anstrengungen
einfach nur überweist!

So wie einst Kohl 1991, schlappe 16 Milliarden Dollares, dafür dass wir nicht an der Operation Wüstensturm am Golf I - Turnier teilnehmen durften. Sein Nachfolger ein paar Jahre später glaubte sein Scherflein schon vorab entrichtet zu haben. per völkerrechtswidrigem Bombenschmeissen auf Serbien und per Entsendung von reichlich Brunnenbauern und Mörtelanrührern für Mädchenschulen um Osama am Hindukusch jagen zu können. Geholfen hat das alles - wie eir wissen - nichts. Die Vertreter des stolzen deutschen Handwerks sind immer noch in Afghanistan und Joschka und Geeerd sind - gottseidank - längst Geschichte.

Vermute mal, der Grundsatz von der Hoffnung, die angeblich zuletzt sterben soll, wabert immer noch irgendwie bei unserer Neo-Ostrom-Kaiserin. Just zum Jahresbeginn hat der wahre Derwisch, der Erdo-Wahn, zum finalen Halali geblasen. Längst hatten die US-boys ihre Stellungen am Euphrat bezogen, Bibi schon mal Aufklärungsjäger losgeschickt, unsere Generalquartiermeisterin, das Röschen ihre Tornados im jordanischen Beobachtungsposten einquartiert, wo sich die allseits und immer präsenten Briten und Franzosen rumtummeln ist weniger bekannt. Und all die wertegemeinschaftlichen Wehklagen, über Opfer, vornehmlich Kinder & Frauen, letzte Hospitäler, Hungersnöte, und was sonst noch alles, die man sich erfreulicherweise in Mossul und im Jemen aufsparen konnte und aufgehoben hat für bessere Gelegenheiten, werden jetzt niagaramäßig - ohne auch nur eine Fassbombe zu verwenden - zu Syrien, zu Ost-Ghuta auf uns nieder gelassen, per Gniffke & Konsorten.

In tausend Stücke reißen wollen sie Syrien und wundern sich doch tatsächlich, dass da jemand etwas dagegen haben könnte. Wer halbwegs ein Gran Verstand hat, sollte klammheimlich darum beten, eine Kerze anzünden, dass die Investoren für ein geteiltes Syrien keinen Erfolg haben. Denn sollte das eintreten, ist das nicht das Ende der Investorenschutzmaßnahmen sondern nur die Ouvertüre. Es würde alsbalde weitergehen mit anderen Widerborsten, der Neuen-Weltordnung entgegenstehenden Regionen. Und solange die nicht alle erledigt sind, wird es sowieso keine Ruhe geben.

P.S.
Wie sagt Professor Lesch immer zum Schluss?

Übrigens … mit den Sozen ist das wohl alles penibelst abgestimmt. Da ist kein Aufmucken zu erwarten. Der Koalitionsvertrag kündet auch nichts davon, dass das „mehr Verantwortung tragen“ nicht erwünscht wäre. Warum auch, wo doch der Bundespräse schon immer dafür war, Flagge zu zeigen. Stimmt ihm nur zu, ihr friedliebenden SPD-Mitglieder. 1914 waren es die Kriegskredite, die das folgende Unheil erst ermöglicht hben. Die SPD hat sie abgenickt. Weiter so, Deutschland!


Am 26. Februar 2018 schrieb Der Argonautiker:

Ich fürchte, daß der Waffenstillstand, der von der UN einberaumt wurde, nur deshalb einberaumt wurde, um mittels des unausbleiblichen Bruchs derselben, die Legitimation für die nächst größere Eskalationsstufe zu haben.


Am 26. Februar 2018 schrieb Karola Schramm:

Ich bin nicht sicher, ob es wirklich nur die Gaspipeline gewesen ist oder nicht doch auch die neoliberale Politik, auf die sich Assad mit der EU, (vertreten durch DE) Weltbank und IWF eingelassen hat um "seinen" Staat neu und modern aufstellen zu können.
Dazu gehörten auch all die Maßnahmen, die jeder Staat in der EU erfüllen musste, um Geld von diesen Dreien zu bekommen, nämlich Verbot von Subventionen für die Landwirtschaft - die Bauern fingen an zu meutern. Ärzte und Krankenäuser, die umsonst waren, mussten jetzt bezahlt werden. Schule und Universität kosteten dann auch Geld und natürlich Sparmaßnahmen zu denen die Regierung per Vertrag gezwungen wurde und die großen Teil der Bevölkerung betraf. Assad, so las ich, sah sehr wohl, dass er in der Klemme steckte, weil gleichzeitig damals noch Bush jr. ihn und sein Land zu den Schurkenstaaten zählte. Aufgrund dieser einschneidenden Maßnahmen kam es in der Bevölkerung zu Protesten, die von Agents provokateurs angeheizt und militarisiert wurden. Erst dann schossen Assads Truppen zurück.
Also das klassische Verhalten der westlichen Politik, Unruhe und Aufstände in anderen Ländern zu verstärken bis hin zu dem, was wir jetzt sehen. Regime Change ist das Zauberwort zu diesen Massakern.

Dass Assad durch sein Nein zur Pipeline, so wie sie von anderen vorgesehen war, sich keine Freunde machte, war ihm sicher klar. Aber nicht dieser übergroße Hass, der ihm von Seiten des Westens entgegenschlug und noch immer aktiv ist.

Dass diese Bundeskanzlerin Angela Merkel eine so kriegsbesessene Frau ist, so politisch klein kariert und dumm ist, fällt sicher vielen anderen Politikern und CDU -Anhängern schwer anzuerkennen, auch wenn sie es erkannt haben.

Merkel ist "der Fluch der bösen Tat", die DE mit dem 2. WK auf sich geladen hat, der mit einer konsequent friedlichen und sozialen Politik eine Ende gefunden hätte. Das Karma der schlechten Taten MUSS ausgeglichen werden mit guten Taten, damit es nicht mehr negativ wirksam ist. Diese Auflösung ist mit Merkel und ihrem Hang zu allem Schlechtem was Menschen und Völkern schadet und der Zustimmung durch ihre Anhänger, schlichtweg gescheitert.

Kein Massaker kann so groß und schrecklich sein, keine Unterdrückung so extrem, die Merkel und ihre Anhänger stoppen könnten. Dass die SPD als Koalitionär sich damit gleichermaßen schuldig macht, muss auch gesehen werden.

Und das sagt Goethe dazu:

Feiger Gedanken
Bängliches Schwanken,
Weibisches Zagen,
Ängstliches Klagen
Wendet kein Elend,
Macht dich nicht frei.

Allen Gewalten
Zum Trutz sich erhalten,
Nimmer sich beugen,
Kräftig sich zeigen,
Rufet die Arme
Der Götter herbei!

Ich kenne inzwischen viele Menschen, die sich in die Einsamkeit zurückziehen meditieren und "die Arme der Götter" herbei rufen, damit endlich diese grausame Politik ein Ende hat.


Am 26. Februar 2018 schrieb Hermann Jack:

Mir machen die Gerüchte um den Einsatz von Giftgas Sorgen, vor allem, nachdem Marcon (Syrien: Macron will auf Giftgasangriffe reagieren – siehe: http://www.zeit.de/politik/ausland/2018-02/syrien-frankreich-macron-giftgas-angriffe) militärische Schritte unter bestimmten (wenn auch fingierten) Umständen angekündigt hat.
Leider sind Sie darauf nicht weiter eingegangen. Ich befürchte, dass zur Zeit Frankreich und auch Deutschland (mit der Türkei und den USA, Israel) kurz davor sind, eine militärische Konfrontation mit der syrischen Regierung zu riskieren.
Vielleicht (???) wird nur noch überlegt, wie man dies mit Russland klären kann.
Ich hoffe, dass ich mich irre.
Hier noch einige Links zur Situation in Damaskus, Ghouta:

http://www.kirche-in-not.de/aktuelle-meldungen/2018/02-23-syrien-schwere-angriffe-auf-damaskus

Schwere Angriffe auf Damaskus

Granateneinschläge in christlichem Viertel der syrischen Hauptstadt

Von der aktuellen Militäroffensive in Syrien sind neben der Region Ost-Ghouta auch die Bewohner der Hauptstadt Damaskus schwer betroffen.

Ein Bericht von „Caritas International“, der KIRCHE IN NOT vorliegt, beklagt, „dass die Mehrheit der Nachrichten sich auf die russischen und syrischen Luftangriffe auf Ost-Ghouta konzentriert, jedoch kaum über die Situation in der angrenzenden Stadt Damaskus informiert, die seit Anfang 2018 mit Mörsergranaten attackiert wird.“

... Die neue Eskalation der Gewalt sei ein schwerer Rückschlag, so der Bericht: „In den letzten Monaten waren die Menschen noch optimistisch und dachten, das Ende des Krieges sei gekommen. Nun scheint es, als finge alles wieder von vorne an.“

Es sei ungewiss, wie lange die Gewalt noch andauere, stellt auch Schwester Annie gegenüber KIRCHE IN NOT fest. Gleichwohl ist sie entschlossen: „Wir müssen weitermachen. Das Leben ist stärker als der Tod. Bitte betet für uns.“


Und: http://www.caritas-international.de/hilfeweltweit/naherosten/syrien/humanitaere-hilfe-syrien

Syrien: Nothilfe im Kriegsgebiet

Der Krieg in Syrien produziert unendliches Leid und ist längst kein innersyrischer Konflikt mehr. Die Caritas steht denen zur Seite, die am meisten unter den Folgen des Kriegs zu leiden haben – der Zivilbevölkerung. Ein Ende ist nicht in Sicht.


Neuer Giftgasangriff in Syrien? 14 Verletzte mit Atemwegsproblemen in Ost-Ghouta

... Wenige Kilometer von der eingekesselten Hochburg der Aufständischen gegen Präsident Baschar al-Assad entfernt in der Hauptstadt Damaskus sind einige gegen die Waffenruhe. Ein junger Mann meint: "Ich will, dass das mit Ost-Ghouta zu Ende geht. Ich bin gegen den Waffenstillstand und hoffe, dass die Armee das beendet und dass kein Kämpfer übrig bleibt."

Ein älterer Syrer erklärt: "Diese Waffenruhe ist wie alle anderen vorher - und sie wird bestimmt gebrochen werden."

http://de.euronews.com/2018/02/26/neuer-giftgasangriff-in-syrien-14-verletzte-mit-atemwegsproblemen-in-ost-ghouta


Am 26. Februar 2018 schrieb joe bildstein:

Interessanter Link fuer Herrn Kocks dessen Aussage ich zu 100% Teile

http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Nahost/westen.html


Am 26. Februar 2018 schrieb Lutz Jahoda:

HIMMEL UND HÖLLE SYNCHRONGESCHALTET:
IN DEUTSCHLAND ERNEUT
BESTENS VERWALTET.

Wer will das schon wissen?
Die Kanzlerin nicht.
Sie hat kein Gewissen,
lügt uns ins Gesicht.

Ihr Weltbild macht Handstand.
Sie drechselt und biegt.
Ihr fehlt jeder Anstand.
Wer Geld hat, der siegt.

Wer Geld hat, kennt Orte,
wo still es sich mehrt.
Der Welt fehln die Worte,
sie fühlt sich entehrt.

Christliches Lügen
wird christlich verziehn.
Drum weiter betrügen.
Es wird sich schon fügen.
Gefühlskalt sorgt dafür
Frau M. in Berlin.


Am 26. Februar 2018 schrieb Alexander Kocks:

Die Entscheidung Syrien in einen militärischen Konflikt zu stürzen fiel nicht in Katar oder Riyadh, sondern in Washington, Paris, London
und Istanbul und Merkel war von Beginn an dabei. Ich glaube auch nicht dass der eigentliche Grund die katarische Pipeline war, das war vielleicht der letzte Aufhänger, sondern Assad stand schon in den 90iger Jahren auf der Liste von 7 Ländern der Neocons in denen ein Regime-Change stattfinden sollte.
Diese Liste wurde auch gut abgearbeitet (siehe Irak und Libyen) und stockte dann in Syrien. Die Moslem-Brüder in Syrien wurden schon immer von Katar und Ihren Konsorten in Riyadh finanziert.
Assad sollte weg weil der den Weltmacht- Ambitionen der USA im Wege steht, weil er nicht nach der Pfeife von Washington, London, Paris und Berlin tanzt und weil man eine
Allianz von Ländern von Teheran bis Beirut verhindern will die amerikanischen und
israelischen Interessen Widerstand leistet.
Ein Regime Change mittels IWF war nicht möglich, da die syrische Auslandverschuldung im Westen gleich Null war. Da man Assad nicht
finanziell auf die Knie zwingen konnte musste also ein militärischer Konflikt her.
Dass Sie Syrien was Demokratie betrifft mit Katar oder Saudi Arabien vergleichen ist eine
Beleidigung für Syrien. In Syrien herrscht vom Staat garantierte Religionsfreiheit und man kann schon seit vielen Jahren das Parlament und den Präsidenten wählen und die Syrer durften mehrmals über die Verfassung abstimmen, was der deutschen Bevölkerung bisher vorenthalten wurde.


Am 26. Februar 2018 schrieb Des Illusionierter:

Es ist immer heikel, pro Assad zu argumentieren, denn dieser Herr ist ja nun bei weitem nicht der demokratische Traumkandidat. Aber die Masse derer, die pro USA und anti Putin und "Assad weg" herum geifern haben augensscheinlich aus sämtlichen voran gegangenen USA-geförderten Regimechanges garnichts gelernt, oder wollen aus "transatlantischer Verbundenheit" einfach nicht sehen, dass das Assad „Regime" für Syrien derzeit das Beste zu Habende ist. Und das sollte für uns Europäer doch eigentlich für´s Erste die Hauptsache sein.


Am 26. Februar 2018 schrieb Walter Wegener:

Wie üblich bei der „Rationalgalerie“ kommen die Russen mal wieder ungeschoren davon. Zahlt der SPUTNIK so viel?

Antwort von U. Gellermann:

Wie üblich: Viel zu wenig.


Am 26. Februar 2018 schrieb Peter Braun:

Bei aller Liebe, Herr Gellermann, aber was Neues habe ich in diesem Artikel nicht Endecken können.


Am 26. Februar 2018 schrieb randy andy:

Dieser Wahnsinn der westl.Politiker ala Merkel, wäre niemals möglich, gäbe es die 4.Macht noch.
Speziell Ost.Ghuta ist dazu ein Paradebeispiel, denn wer sich außerhalb der Goebbleschen-Propagandamedien informiert, kennt z.b. Mattis zig-fache Wiederholung im TV-Interview, dass es eben KEINEN einzigen Beweis zu den ganzen Giftgas-Behauptungen gibt !
Selbst der Dümmste muss das mitbekommen haben, nachdem der Reporter sicher 5mal bezüglich der Beweise nachgefragt hatte.
Merkel, Macron und Co nehmen lieber Bezug zu den "white Helmet", der syr.Beobachtungsstelle aus dem Coventry Hinterhofbüro und der IS-Propagandaabteilung.
Frei nach dem Motto: "Wer ist schon James Mattis ?" Der ist ja NUR der US-Verteidigungsminister; da glauben wir doch lieber den vom engl.Geheimdienst gegründeten und von allen NATO-Staaten finanzierten "White Helmets". ...und das die armen Kerle sich was dazu verdienen müssen, wenn sie einmal für die int.Medien zwar immer mit den selben (angeblich geretteten) Kindern posieren und dann wieder Selfies beim Kopfabschneiden mit IS-Schergen von anderen Kindern posten, muss man doch verstehen.

Sorry aber für mich persönlich ist das fast schon zu viel zum aushalten, wenn sich Typen wie Merkel und Macron vor ein Mikrofon stellen und irgendetwas von "roter Linie" schwafeln, mit ihren blutigen Händen auf andere zeigen, selber aber ohne wenn und aber ein Kriegs-u.Völkerrechtsverbrechen nach dem anderen begehen :-(

Omg und das alles verkaufen sie uns als die westl.Werte; schön langsam verstehe ich die Menschen, welche vor rund 80 Jahren völlig am Verzweifeln waren.


Am 26. Februar 2018 schrieb willi uebelherr:

"..da sagten die Syrer Nein. Nur wenig später begannen Katar, Saudi-Arabien und die Türkei den syrischen al-Qaida-Ableger Jabhat al-Nusra sowie die Kämpfer der Terrorgruppe ISIS zu finanzieren und mit Waffen auszustatten." Das ist doch richtig. Und dann:
"Aber wer will das schon wissen?" Was oll diese bloede frage. Entweder wir sprechen darueber, was war und was ist, oder lassen es sein.

"Wenn die Merkel heute "Massaker" schreit, ohne die Ursachen zu nennen, ohne die ausländische Einmischung in Syrien auch nur zu erwähnen, dann ist das widerlicher Zynismus." Das ist kein zynismus, das ist methode. Oder erwartet ihr etwa von Frau Merkel etwas anderes? Und wenn, auf welcher grundlage?

Antwort von U. Gellermann:

Die Zuschrift enthält viel Meinung und kein Argument. Eine Diskussion über diese Sorte heiße Luft werde ich nicht veröffentlichen.


Am 26. Februar 2018 schrieb joe bildstein:

Lieber Uli, die Welt und Ihre Herrschenden waren nie anders, nur waren die Lügen und Doppelstandard nie so offensichtlich wie heute. Es ist erstaunlich das Wir als Menschen das mit uns machen lassen - aber dann gilt immer mehr - Panem Et Circenses - Blut und Oel für das Dschungelcamp oder Fussball.
Der seit Jahren andauernde parlamentarische Massenmord sollte entsprechend mit einem Merkelschen Blutorden gewürdigt werden. Das sind wir unserere Erinnerungskultur schuldig


Am 26. Februar 2018 schrieb Andreas Schell:

Ich halte Herrn Assad inzwischen "demonstrativ" für unschuldig, weil ich vor ihm erst mal viele andere vor Gericht stellen würde. Unter anderem Frau Merkel, Herrn Gabriel, Frau v.d. Leyen und Herrn Steinmeier. An andere kommen wir Deutsche ja auch gar nicht ran, und der ausgestreckte Zeigefinger ist gerade hier tatsächlich nichts anders als drei krumme Finger, die auf uns selbst zeigen (frei nach G. Heinmann).

Die Anklage: Genehmigung massiver Waffenexporte in Krisengebiete (der nahe Osten ist eines!), Anheizen und Verschärfen von Konflikten durch Bundeswehr-Auslandseinsätze, und als Schlimmstes die Verschlechterung der Beziehungen zu Russland, aktuell gefolgt von der "Vorbereitung eines Angriffskriegs". Steinmeier war einer der NATO-Drahtzieher des Maidans in Kiew 2014 und hat damit so richtig Dreck am Stecken. Das war nämlich einer der wichtigste Meilensteine auf dem Weg zur Verteufelung "Putins" und dem Aufbau des albernen Russland-Feindbildes.

Was hat dagegen der Assad konkret Böses getan, das nicht vom Westen erstunken und erlogen ist? Korrupte Diktatoren, die in Pomp und Prunk ein armes Volk beherrschen, gibt es viele. Das ist doch für unsere Außenpolitik gar kein Tatbestand? Die, die für Milliardengeschäfte zur Verfügung stehen und sonst niemandem (außer vielleicht dem eigenen Volk und ein Paar Kreditunwürdigen Hirten schaden, siehe Jemen), bedroht oder bombardiert die NATO doch grundsätzlich nicht...?

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