Maskenball in Elmau

Poroschenko braucht Krieg für neue Kredite

Autor: U. Gellermann
Datum: 08. Juni 2015

"Geh nicht über die Straße", sagt die Frau in der ost-ukrainischen Stadt, "die schießen wieder." – "Aber ich will nur Milch holen", sagt der kleine Junge. Ein Dialog des alltäglichen Schreckens in einer ukrainischen Gegend, in der man damals, als alles begann, nichts anderes wollte als seine eigene Sprache sprechen: Russisch. Längst sprechen auch wieder die schweren Waffen. Und die Handpuppe des Westens, der Milliardär und Staatspräsident der Rumpf-Ukraine Petro Poroschenko, lässt pünktlich zum G7-Treffen und unbeirrt vom Minsker Abkommen, die verbotenen schweren Waffen an die Front verlegen. Denn die Ukraine ist pleite. Und für nichts macht der Westen so gern Geld locker wie für einen Krieg, der die Menschen in der Ost-Ukraine umbringt, aber Putin meint.

Zur Zeit liegen die Schulden der Ukraine bei mehr als 80 Milliarden Dollar. Mit einer Rückzahlung rechnet niemand. Woher auch? Die ukrainische Industrie hat mit Russland ihren Hauptkunden verloren, der industrielle Osten des Landes ist vom Krieg gelähmt, investiert wird nur in den Krieg. Vor allem die privaten Gläubiger gieren nach einem staatlichen Rettungsschirm, der natürlich nicht vom armseligen ukrainischen Staat aufgespannt werden kann. Da hat man eher den IWF im Auge, der ein Hilfsprogramm von 40 Milliarden für die Ukraine auflegen soll. Damit käme der IWF einer Forderung des Spekulanten George Soros entgegen. Auch die US-Investmentfirma Franklin Templeton, die etwa 9 Milliarden Dollar in der Ukraine zu verlieren hat, drängt auf die staatliche Hilfe des Westens.

Was soll die Ukraine schon wert sein, wenn sie sich nicht gegen den russischen Konkurrenten der USA einsetzen lässt. Nichts. Also arbeiten die Rüstungsbetriebe in drei Schichten. Also wird der Rüstungsetat weiter erhöht. Also wird das Minsker Abkommen gern gebrochen. Und weil es im Land neben der militärischen Opposition auch noch immer einen zivilen Widerstand gegen die Junta in Kiew gibt, sendet Poroschenko den ehemaligen georgischen Präsidenten nach Odessa. Dorthin, wo der Massenmord im Gewerkschaftshaus unvergessen ist. Dort, wo viele Bürger russisch sprechen. Zu viele wie man in Kiew findet. Deshalb soll Micheil Saakaschwili in Odessa Ordnung schaffen. Den mag man in Washington. Der war schon damals kreditwürdig, als man Georgien in einen Krieg mit Russland hetzte.

Und während in der Ukraine der Krieg weiter das Land frisst, zelebrieren die Charakter-Masken der G7 ihren Ball im Schloss Elmau: "Eine Teilnahme Russlands ist zurzeit nicht vorstellbar", spitzte Frau Merkel den Mund. Parallel rüstet Boguslaw Pacek im amerikanisch dominierten Polen an einer 100.000-Mann-Armee. Eine Armee aus Zivilisten gegen Russland. Pacek ist Berater im polnischen Verteidigungsministerium. Außerdem berät er die Nato in Fragen der Ausbildung ukrainischer Soldaten. Und die deutschen Berater von der ARD hatten rechtzeitig 'gefälschte' russische Satellitenfotos gefunden und entlarvt. Die aber waren vom Kronzeugen einer angeblich echten Nachricht, der Recherche-Gruppe Bellingcat gefälscht worden. Macht nichts, die nächste Fälschung wartet an der nächsten Ecke. Das deutsche Fernsehen weiß um die Nöte der Führung in Kiew: Kein Krieg, keine Kredite, da will man wenigstens den Propagandakrieg für Poroshenko gewinnen.

"Oma, wann gibt es wieder Milch?" - "Wenn der Krieg vorbei ist, Junge."


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 10. Juni 2015 schrieb Paul-Wilhelm Hermsen:

Zu Reinhard Sichert:

Lieber Herr Reinhard Sichert,
ich kann nur noch einmal bestätigen, das eine ausgewogene Meinung gesünder ist als eine unausgewogene.
Bei Brzezinski handelt es sich allerdings nicht um ein theoretisches Werk, was durch die Bezeichnung "Doktrin" ausgesagt wird.
Der Mann war und ist bis heute, seit 5 Präsidentschaften, im Zentrum der amerikanischen Außenpolitik DERJENIGE, DER DIE RICHTUNG ANGIBT.
Das wird sich unter Jeb Bush oder Hillary Clinton nicht ändern. Wir wissen also bereits, womit wir zu rechnen haben. Wie Sie das bezeichnen, bleibt Ihnen überlassen.
Bei uns findet kurz vor den Ferien auch jeweils immer eine Verschwörung statt, die sich in bitterer Realität wiederfindet, nämlich steigende Spritpreise.
Wenn Sie vorsichtig an das Thema heran gehen, ist da natürlich nichts gegen einzuwenden. Hier im Forum ist man, denke ich, allerdings über diese Herangehensweise aufgrund enttäuschender Entwicklungen in der Realitätspolitik längst hinweg.


Am 10. Juni 2015 schrieb Reinhard Sichert:

Zu Paul-Wilhelm Hermsen:

Lieber Paul-Wilhelm Hermsen,
Danke für die kritischen Anmerkungen, mit denen ich nach meinem Beitrag schon eher gerechnet hatte. Uli Gellermann hat mich mit Hinweis auf OECD-Berichte bezüglich der Waffenstillstandsverletzungen in der Ostukraine ja schon aufgeklärt und damit meine Wissenslücke geschlossen.
Ansonsten muss ich leider einräumen, dass mir die Zeit zu tiefgründigen Recherchen fehlt. Die Brzezinski-Doktrin ist mir allerdings sehr wohl bekannt, aber alles daraus ableiten zu können, finde ich sehr gewagt, da es mir zu stark in Richtung "Weltverschwörung" geht.
Was ich zur Haltung der Bundesregierung geschrieben habe, ist meine Meinung, zu der ich stehe und die sich ausschließlich auf Gelesenes und Gehörtes stützen kann, teils aus alternativen Medien (z.B. RT deutsch und Sputnik), teils aus Meldungen der Mainstream-Medien, in denen in letzter Zeit ab und an sogar leicht kritische Töne Steinmeiers zur Lage in der Ostukraine - auch in Richtung ukrainische Regierung - angeschlagen werden (siehe z.B. http://www.wdr2.de/nachrichten/wdrzweinamo130830.html). Da auch von den Russen Steinmeiers Rolle eher positiv gesehen wird, gibt es für mich keinen Anlass, grundsätzlich an diesen Aussagen zu zweifeln.
All das bedeutet keineswegs, dass ich den Kurs von Merkel und Co. unterstütze, aber positive Signale durchaus wahrnehme, auch wenn das G7-Gipfelgetöse in eine andere Richtung deutet.
Wer sich jedoch auf eine bestimmte Linie "eingeschossen" hat, dem scheint es offensichtlich schwerzufallen, eine Sache objektiv und ausgewogen zu beurteilen.


Am 10. Juni 2015 schrieb Paul-Wilhelm Hermsen:

Zu Reinhard Siechert:

Ihre Mahnung zur grundsätzlich ausgewogenen Berichterstattung kann ich nachvollziehen - generell!
- Uns ist Putins Spagat zwischen den Absichten der radikalen Kräfte seiner Union und seiner Absicht, den Konflikt auf möglichst geringer Flamme zu kochen bestens bekannt.
- Hingegen bemerken wir von westlicher Seite einen gänzlich nicht ausreichenden Einfluss auf die ukrainischen Milizen, den Konflikt einzudämmen. Stattdessen rülpsen selbst unsere Systemmedien immer mal wieder Kriegsgeräusche heraus.
- Was Merkel, Steinmeier oder auch unsere Kriegsministerin betrifft, da vernehmen wir auch neuerdings keinen unbedingten Willen zum Frieden. Wo haben Sie diese Kenntnisse her? Hier sei nur an die europäische schnelle Eingreiftruppe gedacht, deren Speerspitze deutsche Truppenteile bilden. Ist Ihnen das etwa nicht bekannt, oder ist die Speerspitze abgebrochen und wir haben davon nichts mitbekommen?
- Wie Sie selber trefflich bemerken, wäre es so leicht, den Geldhahn zuzudrehen, wagen aber zu bezweifeln, das die Dollarmillionen aus westlichen Steuergeldern den Konflikt befeuern.
- Die westliche Allianz ist der Urheber dieses Konfliktes und dass von US-Milliardären bis Monsanto finanzierte Privatarmeeangehörige diesen Konflikt ständig erneut anheizen, ist hinlänglich bekannt.
- Was die gemäßigteren Töne betrifft, da gibt es tatsächlich eine Menge Institutionen, die dies bereits umsetzen, einschließlich hochkarätiger Deutscher Wirtschaftsführer. Die werden allerdings dann auch gleich radikal durch Transatlantiker vom Typus eines z.B. Claus Kleber abgebügelt.
Falls nicht, können Sie mal auf meiner WP ein wenig schmökern, http://bisskultur.de. Dort stoßen Sie neben einer Menge Quellen auch auf ein geopolitisches "Standardwerk" von Zbigniew Brzezinski, welches Sie sich per PDF herunterladen können.
Könnte es sein, dass Sie selber über dieses Thema noch nicht ausreichend tief nachgedacht haben?


Am 10. Juni 2015 schrieb Sven Heuser:

Die BRD zahlt an den Nicht-EU-Staat Ukraine durch mehrere Geldströme - mit deutschem Steuergeld: Anteilig (gem. Stimmrecht/Kapitalanteil ca. 6 Prozent) von den IWF-Milliarden, anteilig (ca. 30 Prozent) von den EU-Milliarden 100 Prozent direkt über die KfW, 100 Prozent direkt über die Kanzleramtschefin, die sich als Geldbotin anbiedert. Dazu vermutlich direkt über Kanäle, die vor der Öffentlichkeit abgeschirmt werden und vermutlich mittels Erdgaslieferungen (reverse-flow) aus den BRD-Gasspeichern sowie Militärausrüstungen, finanziert aus dem Verteidigungsetat und dergleichen mehr, für allerlei Projekte und Manpower-Unterstützung vor Ort. Die Finanzierung der diversen parteinahen Stiftungen nicht zur vergessen, bes. die am blutigen Putsch aktiv beteiligte CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung. Und der Boxer, der auf den Präsidentenstuhl gehievt werden sollte, jetzt im Oligarchen-Business mitmischt, dürfte auch nicht ehrenamtlich tätig (gewesen) sein.

Das sollte jeder verinnerlichen, der mit einem anspruchsvollen Job und dichtem Terminkalender durch sein Leben hetzt, gut verdient und versucht, eine ausgewogene Work-Life-Balance zu erreichen. Von dem hart erarbeiteten Verdienst werden über 70 Prozent Steuer und Abgaben abgepresst. Um mit diesen Geldern in der Nicht-EU-Ukraine gezielt Menschen zu vertreiben, zu töten und zu verletzen, Infrastruktur und Lebensräume zu zerstören. Und um gleichzeitig den 1plus6-Gipfel der Dekadenz mit Disneyland-Inszenierungen im Hotel Schloss Elmau, inkl. Folklore- und Robcop-Einlagen, aufzuführen. Den Gesichts- (Fratzen-)verlust abwehrend, legen sie ihre Masken an.


Am 09. Juni 2015 schrieb Rainer Unbehaun:

Dank einer servilen Presse wurde in Elmau eine schlechte Inszenierung mit Beifall bedacht. Dass in der Ukraine die Zeitbombe tickt kann anscheinend keiner der "Experten" bemerken. Einfach ekelhaft.


Am 09. Juni 2015 schrieb Andreas Werner:

Es ist unglaublich: Nebenan werden Leute umgebracht und die in Elmau spielt einen erfolgreichen Gipfel. In Wahrheit ist es der Gipfel des Zynismus.


Am 08. Juni 2015 schrieb Reyes Carrillo:

Ich finde diesen Artikel in seiner Machart (inhaltlich selbstverständlich sowieso) herausragend, lieber Uli! Was du da zwischen dem kurzen, tief traurigen (schon von der Leserin Margit Kemper hervorgehobenen) Anfang- und Schlussdialog an Querverweisen und -informationen in der parallelen Zeitachse des G7-Treffens zusammengetragen hast, das ist aus journalistischer Sicht betrachtet wirklich großartig: die irren G7 selbst, den Urgrund des Donbas-Krieges, Poroschenkos Vertragsbruch von Minsk II, die ökonomische Situation der Ukraine, den eigentlichen Kriegsgrund im Donbas, den IWF und seinen Spiritus rector George Soros, den Verweis auf den unappetitlichen Hedgefond Frank Templeton, die Ernennung des Kriegsverbrechers Saakaschwili zum Gouverneur von Odessa, die Erinnerung an das Massaker in Odessa, die Errichtung der polnischen Hundertausend-Mann-Ziviltruppe jenes zwielichtigen B. Pacek, die Connections jenes Herrn und schließlich das peinliche ARD-Desaster mit der Bellincat-Propaganda.
Und alles das embedded in deinen erfreulich „a“journalistischen Duktus! Vielen Dank.


Am 08. Juni 2015 schrieb rene kahl:

Guter Artikel, danke an den Autor.
Dieser Text ist eine Blaupause fuer alle Kriege. Man sollte ihn deswegen kennen um sich nicht allzusehr verwirren zu lassen von der Nachrichtenflut....
Bitte weiterempfehlen.
Aber was koennen wir tun um das Unrecht zu stoppen und wieder Recht walten zu lassen?


Am 08. Juni 2015 schrieb Reinhard Sichert:

Wahrlich starker Tobak, die Gedankenspiele über den Maskenball in Elmau! Aber leider ist da ein Wehrmutstropfen, der mir etwas bitter aufstößt: Bei aller verständlichen und mehr als berechtigten Kritik an der Haltung der westlichen Gönner der ukrainischen Militärclique finde ich es gewagt, die Schuld für die ständigen Verletzungen des Minsker Abkommens ausschließlich den ukrainischen Kriegstreibern anzulasten, ohne handfeste unabhängige Beweise dafür zu haben. Denn keiner von uns weiß, was sich im Osten der Ukraine tatsächlich abspielt. Auch die Militärs der sog. Volksrepubliken sind keine Friedenstauben und oft von Putin nur schwer zu bändigen!
Um sich bewusst von der berechtigterweise massiv kritisierten einseitigen Berichterstattung des Mainstreams abzuheben, sollte man nicht selbst nach gleichem Strickmuster verfahren, sondern auf verifizierte Fakten setzen. Ich wage auch zu bezweifeln, dass die Dollarmillionen aus westlichen Steuergeldern nur dann fließen, wenn der Krieg am Köcheln gehalten wird. Aus Sicht der Rüstungskonzerne mag dies zwar satte Gewinne versprechen, aber zumindest die deutsche Diplomatie vermittelt den Eindruck, dass man gern aus dem Teufelskreis der rückhaltlosen Unterstützung der ukrainischen Marionetten und deren pathologischer Kriegslüsternheit ausbrechen möchte, aber offensichtlich zu sehr darin gefangen ist. Entsprechende Signale von Steinmeier sind jedenfalls unüberhörbar. Aber diese finden bisher leider keine praktische Umsetzung. Dabei wäre es so leicht, den Geldhahn einfach zuzudrehen!
Mittlerweile scheint Merkel und Co. immer stärker bewusst zu werden, dass man von Beginn an auf das falsche Pferd gesetzt hat. Jetzt scheint nur mehr zu gelten, so gut wie möglich das Gesicht zu wahren.
Auch auf die Gefahr hin, mit meinem Beitrag auf allgemeines Unverständnis zu stoßen: Ich meine, dass im Chor der etwas radikaleren Stimmen gemäßigtere Töne für ausgewogenen Klang sorgen.

Antwort von U. Gellermann:

Meine Info habe ich von der OECD bezogen, die das neuerliche Vorziehen schwerer Waffen zuerst auf der Kiewer Seite bemerkte. Tatsächlich ist die Ukraine dem Westen nur dann etwas wert, wenn man sie gegen Russland ausspielen kann. Welchen Wert sollte das Land, das über Jahre noch am EU Tropf hängen wird, für den Westen sonst haben?


Am 08. Juni 2015 schrieb Lutz Jahoda:

Ein teures Siebengeißleinspiel
Regie: Angela Merkel
Mit Lirum, Larum, Löffenstiel
Wolf Putin war das Racheziel
Missglückt war das Gewerkel!

Zu offensichtlich war der Zweck
der ganzen Inszenierung
Wer Grips im Kopf hat, lacht sich weg
Die Reichen essen weiter Speck
Uns bleibt die Finanzierung!


Am 08. Juni 2015 schrieb Manfred Ebel:

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht? Ich kann Ihnen keinen Bereich des Lebens nennen, der uneingeschränkt erfreulich ist.
Hinter allem lugt die hässliche Fratze des einen Prozent hervor. Das eine Prozent schafft es, sich derart unverfroren breit zu machen auf der Welt und alles zu zerstören.
Es macht auch keinen Spaß mehr, zu wissen und das Wesen zu begreifen.
Lieber Herr Olieni, ich fürchte, Sie erhoffen zu viel.
Gerne hätte ich Schöneres geschrieben.


Am 08. Juni 2015 schrieb Hans Ion:

Ich bin "sprachlos" über den WAHN der "SIEBEN RABEN" im VAMPIR-SCHLOSS-ELMAU! Gegen deren WAHN kämpfen "Götter" selbst vergebens!


Am 08. Juni 2015 schrieb Tim Lorenz:

Ausschnitt aus dem Weltpolitischen Wanderbuch von Paul Rohrbach 1915:

Charkow! Debalzewo! Unermeßliche Mengen von Kohle kommen hier aus dem Innern der Erde. Wir sind im Donetz-Bassin, im wichtigsten Kohlerevier Rußlands. Am Donetz-Bassin liegt die Kohle und am Dnjepr liegt das Eisen. Vom Dnjepr bis zur kaukasischen Steppen dehnt sich die schwarze Erde, Rußlands Weizenkammer. Im Charkow und Poltawa rauchen die Zuckerfabriken, Schlot an Schlot. Im Chersonschen wächst der Tabak, am Don und in der Krim wird der Wein gekeltert. Zwei Drittel alles Getreides, das Rußland auf den Weltmarkt schickt, geht aus den Häfen im Süden der Ukraina. Aus Odessa, aus Cherson, aus Taganrog, aus Rostow ziehen die Schiffskurse über das Schwarze Meer und laufen alle in den einzigen schmalen Ausgang zusammen, der sich in der Straße von Konstantinopel öffnet. Ohne die Ukraina ist Rußland nicht Rußland, hat es kein Eisen, keine Kohle, kein Korn, keine Häfen! Wenn einer Rußland niederwerfen will, wohin muß er marschieren? Nach Petersburg? Die Zarenkrone und der Glaube des Volkes sind nicht in Petersburg, sie sind in Moskau. Ist also Rußland in Moskau zu treffen? Wenn man hinkommt, vielleicht!, aber Kiew liegt viermal näher nach Westen, als Moskau, und wer Kiew hat, der hat auch die Küste und die Häfen im schwarzen Meer. Ohne die Kohle der Ukraina können die Eisenbahnen nicht fahren, ohne ihr Eisenerz können keine Pflugscharen geschmiedet, keine Kanonen gegossen werden, und ohne ihr Getreide hat das übrige Rußland nicht genug Nahrung, weil die Mitte und der Norden weniger erzeugen, als sie brauchen. Alles große Leben in Rußland muss versiegen, wenn ein Feind die Ukraina packt. ...

Es lohnt sich, ab und an, alte Bücher aufzuschlagen! Liebe Grüße Tim


Am 08. Juni 2015 schrieb Pat Hall:

Unfassbar wie man diesen SensenMann Poroschenko in seinem Land über Leben & Tod der unbeteiligten Zivilisten gewähren lässt?
In der Tat scheint es seine Art der Erpressung zu sein an die sogenannten "Hilfsgelder" zu kommen.
Dahinter stecken sicherlich wieder die Banken,vor allem die amerikansche Blackrock.
Demnach ist es Blutgeld welches der IWF und die anderen Blutbanken zur Verfügung stellen sollen.
Somit kann man die Maskerade des G-7 Gipfels auch als "Tanz der Vampire " bezeichnen weil dort auch noch die Befürworter und Erzeuger dieses Elends zu finden sind !
Und wenn dann auch noch das Merkel, aus allen Öffnungen triefend ihren Lehrmeister in den Allerwertesten kriecht,was soll man dazu noch sagen ?


Am 08. Juni 2015 schrieb Ernst Grobschmied:

Mal im Ernst. Merkel ist das erfolgreichste Trojaner-Modell der USA. Wer beständig Sezession mit Krieg rechtfertigt, gleichzeitig aber ankündigt, TTIP bis Ende 2015 zu ratifizieren, sollte beginnen, über seine Werte scharf nachzudenken.

Wird TTIP gegen den WILLEN von großen Teilen der Bevölkerung ratifiziert, gleicht das tatsächlich einer ANNEXION zu Gunsten internationaler Konzerne. Wer keine direkte Volksabstimmung darüber zulässt, ist ein Feind der Demokratie.


Am 08. Juni 2015 schrieb Benny Thomas Olieni:

Der Kontrast zwischen dem "Maskenball" im Schloß L-mau und der Szene aus der Lebenswirklichkeit im Kriegsgebiet der Ostukraine ist erschütternd.
.
Potemkinsche Biergarten-Szenen, gefälschte Propaganda-"Fotos" der organisierten Presstituion, Quisling-Regime wie in der Ukruine und in Polen, die an aberwitzigen Militarisierungs- und Militär-Operationen werkeln, Politiker in unterschiedlichen Entwicklungsstadien des "Substanz-Mißbrauchs", der Soziopathie, der Psychopathie, aufgekauft von Konzern-Seilschaften, getrieben von Geheimdienst-Erpressern,
Bevölkerungen die weitgehend ruhiggestellt sind durch die diversen Maßnahmen der Gehirnwäsche und der inneren Kriegsführung, der Angst vor und durch Hartz IV, über allem die Drohnen, die Drohung mit dem Finanzkollaps und dem Dritten Weltkrieg:
Da wird was sehr, sehr Übles gebraut.
.
Wenn die Menschheit und die Natur das, was sich abzeichnet, überleben sollten, wird der Aufbau einer Zivilisation und Kultur danach ein sehr mühsamer und langwieriger Prozeß werden.


Am 08. Juni 2015 schrieb Margit Kemper:

Ich bin völlig fassungslos. Da sterben jeden Tag Menschen in der Ukraine und es ist nicht sicher, dass der Bürgerkrieg begrenzt bleibt, er kann jederzeit auf ganz Europa übergreifen, aber in den Medien wird so getan als wäre nichts. Ich bin Ihnen dankbar, dass Sie die Wahrheit verbreiten. Aber ich bin auch verzweifelt, dass es niemanden in diesem Land zu rühren scheint. Der Satz mit der Milch lässt mich immer noch weinen.


Am 08. Juni 2015 schrieb curti curti:

In letzter Zeit beschleicht mich zunehmend das Gefühl, der Ball wird trotz anderslautender Lippenbekenntnisse insgeheim mit einem weiteren Fürsten der Nacht zelebriert. Er konnte besonders gut mit all denen die hier im Westen übelst den sozialen und auch kriegerischen Kahlschlag betrieben haben. Auch macht er allen anderen vor wie rigoros Neoliberalismus umsetzbar ist, von minimaler Flat-Tax bis bin zu obszöner Inszenierung seiner getreuen Oligarchenclique. Man unkt er sei aus der Kommunalka zum reichsten Europäer korrumpiert und viele Indizien sprechen auch dafür.

Allen gemein ist, daß sie durch die Krise, verbunden mit teilweise frenetisch inszeniertem Patriotismus, fester im Sattel sitzen als je zuvor. Dadurch geblendet schließen sich die Reihen im gemeinen Volk zusehends und es kann durchaus wieder mit dem Äußersten, in Deutschland auch bevorzugt "total" genannt, gerechnet werden. Weite Teile des Journalismus sind in diesem Debakel eifriger Steigbügelhalter. Es herrscht Hochkonjunktur an Dumpfbacken!

Die Ostukraine und d.h. vor allem die Menschen dort, werden zunehmend zerrieben als Mittel zum jeweiligen Zweck. Es ging nie wirklich um das was in vollmundigen Worthülsen präsentiert wurde/wird.


Am 08. Juni 2015 schrieb Klaus Madersbacher:

Die deutsche und die polnische "Elite" und ein Schokoladekönig, und ein Herr Präsident Obama - was will man mehr?
Wenn es nach denen geht, brauchen Kinder keine Milch, ja braucht´s nicht einmal Kinder, weil die Zukunft eh schon verspielt ist. Hauptsache die Kohle stimmt ...
Das lassen wir uns gefallen?

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