Macht. Mächtig. Merkel.  

Schon wieder die aus der Waschmaschine

Autor: U. Gellermann
Datum: 06. November 2017

FORBES: Wer den Namen des bekannten Magazins englisch ausspricht, ist ziemlich nahe an einem unanständigen Geräusch. Und wirklich sind die Marketing-Blähungen des Blattes nicht weit von der gewöhnlichen Flatulenz entfernt. Man wartet geradezu darauf, dass eines hässlichen Tages auch mal der größte, der stärkste oder der übelst riechende Furz von FORBES gekürt wird. Denn auf Superlative ist das Magazin spezialisiert: Die Reichsten, die Erfolgreichsten, die Mächtigsten der Welt zieren dort regelmäßig den Titel. Tatsächlich hat die US-Zeitung FORBES Bundeskanzlerin Angela Merkel jüngst zum siebten Mal in Folge zur mächtigsten Frau des Jahres gekürt. Hallelujah! 

Warum sind Sie nur nicht auf diese Geschäfts-Idee gekommen? Sie fragen Ihren Schwager, Ihren Hund und den Postboten, wen die in diesem Jahr wohl für den schönsten, reichsten oder klügsten Menschen der Welt halten. Die werden Ihnen irgendjemanden nennen, den bereits alle Welt kennt, dessen Name ziert dann Ihr Blättchen und jedermann wird danach greifen: Denn auch jede Frau hat dazu eine Meinung und will nun prüfen, auf welchem Platz Ihr Liebling ist, so geht moderner Journalismus, so geht Umsatz, genau so funktioniert Forbsen. 

Die Rede geht, dass Steve Forbes, der aktuelle Chefredakteur und Erbe von Malcolm Forbes, gar keinen Hund hat. Er habe einen Würfelbecher und würde damit den jeweils Dicksten, Längsten oder Beschnittensten ausknobeln, sagt man. Aber wem bekannt ist, dass Steve Forbes schon mal für die Republikaner zur Wahl des US-Präsidenten kandidierte, der weiß auch, woher die Blähung weht: Steve war in seinem Wahlkampf für den freien Besitz von Waffen, für die Senkungen der Staatsausgaben, die Privatisierung der Social Security, und für viele andere originelle Ideen, die den Reichen einen oberen Platz im FORBES-Ranking der Super-Reichen verschafft. Anständige Menschen würden schreiend vor einer Auszeichnung weglaufen, die von einem üblen amerikanischen Reaktionär verliehen wird. Aber nicht Angela  Merkel. Sie erklärt lieber, parallel zur Preisverleihung und zum Abschluss des Reformationsjubiläums, dass Toleranz "die Seele Europas" sei. Häh? In Merkels EU-Partnerland Spanien werden gerade acht katalanische Regierungsmitglieder in Untersuchungshaft genommen. Merkels NATO-Partner Türkei produziert jede Menge politische Flüchtlinge, deren Asylanträge in Serie vom deutschen Amt abgelehnt werden. Aber die allermächtigste Frau der Welt faselt von Toleranz und Seele. Wenn sie eine Seele hätte, dann müsste sie sich der zahllosen Obdachlosen in Berlin erbarmen, die sie sogar von ihrem Fenster aus im Tiergarten sehen könnte, wenn sie nur wollte. Hat man einen Spendenaufruf der Kanzlerin gehört? Von Notunterkünften? Oder wenigstens das Wort Armut?

Unter der Überschrift "Zitat des Tages" bringt FORBES aus Anlass des neuen Würfel-Rankings in der Online-Ausgabe einen Ausspruch der Kanzlerin: "Angst war noch nie ein guter Ratgeber, weder in unserem Privatleben noch in der Gesellschaft." Nicht nur als mächtig will die Uckermärkerin in die Geschichte eingehen, auch noch als die Furchtloseste. Jetzt warten deutsche Dieselfahrer und andere Bürger aber darauf, dass sich die Merkel total furchtlos mit der Auto-Mafia anlegt. Dass sie mutig der Rüstungsindustrie die Exportgrenzen aufzeigt. Oder dass sie ganz, ganz tapfer ihrem neuen Koalitionspartner FDP erklärt, dass die Super-Reichen vielleicht ein Prozentchen mehr Steuern zahlen sollten. 

„Waschmaschine“ nennen die Berliner den Bau des Kanzleramtes. Wegen des großen Lochs in der Fassade, geeignet schmutzige Wäsche reinzuwerfen. Nicht weil der jeweilige Kanzler dort sein Gewissen säubert. Oder weil dort schwarzes Geld wieder strahlend rein würde. Oder im Kanzlerhaus beim Schnellwaschgang alle Westen wieder weiß werden. Sicher auch nicht, weil Frau Merkel dort ihre Hände in Unschuld wäscht: So groß ist die Maschine einfach nicht. Am ehesten könnte der Name zur Rolle der „fleißigen Hausfrau“ passen, die von Frau Merkel ständig und überzeugend ihren Wählern vorgespielt wird.

Nun wird Angela Merkel also schon wieder als mächtigste Frau präsentiert. Und alle deutschen Medien beten den Titel nach, ohne nachzuhaken. So werden die Deutschen Jahr für angeforbst: „Die CDU-Politikerin halte ihren Platz nach einer heftig umkämpften Wahl“, teilt uns zum Beispiel die „Tagesschau“ mit. Da uns die größte aller deutschen Nachrichtensendungen nicht erläutern mag, wer da gegen wen gewahlkämpft hat, sind Vermutungen zulässig: War es der Schwager oder Hund von Steve Forbes, der den Ausschlag gegeben hat? Da der Trend in den westlichen Medien seit langem immer gleichförmiger wird, steht zu vermuten, dass bald bekannt werden wird, dass auch bei dieser Wahl Wladimir Putin seine Hand im Spiel hatte. – Dann wäre ich aber echt sauer auf ihn.

Die Startseite wurde von Angelika Kettelhack lektoriert.

Was haben Gesine Schwan, Ernst Ulrich von Weizsäcker, Frigga Haug, Wolfgang Niedecken und Udo Lindenberg gemeinsam? Sie haben, wie viele andere auch, diesen Aufruf unterschrieben: “abrüsten statt aufrüsten“. Da ist noch viel Platz für Unterschriften. Einfach nur dem Link folgen.

Na bitte:

https://abruesten.jetzt/2017/11/prominenter-aufruf-aus-der-gesellschaft-abruesten-statt-aufruesten/


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 12. November 2017 schrieb Michael Kohle:

Bevor der sonntägliche Gellermannsche Aufguss kommt, und die Aufmerksamkeit schwindet ein passender Abschluss gefällig?

Merkel, die mächtigste Frau der Welt?

Diese Watschelente, die wir derzeit fast täglich bei Gniffke ein ansonsten leerstehendes Haus konspirativ erobern sehen dürfen. die ... soll die mächtigste Frau der Welt sein? Jedesmal wenn ich dieses Schauspiel sehe, wie sie die paar Stufen ersteigt, in der Einkaufstasche von Muttern ein Hefezopf und eine Tuppaschüssel Kartoffelsuppe verwahrt zur Verpflegung der anderen Hausbesetzer, alles nur geradezu lachhaft. Und wir lassen uns hier über Codo den Dritten aus. Sind wir noch ganz Baches, sagt der Schwabe.


Am 11. November 2017 schrieb M. Boettcher:

Frau Merkel die mächtigste Frau der Welt? Dazu müsste sie wohl zunächst die mächtigste Frau in Deutschland sein. Hat man Susanne Klatten und Friede Springer dazu schon befragt?


Am 11. November 2017 schrieb Hans Rebell-Ion:

MERKEL ist tatsächlich "die mächtigste Frau" ... die am "mächtigsten" auf den "Militärisch-industriellen Komplex" der USA "HÖRIGE"!!! Ohne diese treue Rolle wäre MERKEL längst vom CIA gestürzt


Am 11. November 2017 schrieb Klaus Bloemker:

@Uli
Aus Rache für 9/11 wurde dann nicht Hamburg sondern Baghdad bombardiert. Eine Sache, die Angela Merkel 2003 befürwortete. Sie nannte das "notwendige Schadensbegrenzug".

Nun hat sie sich ja dankenswerterweise um die Flüchtlinge dieser 'Schadensbegrenzung' gekümmert. Das kann sie jetzt ja auch, da sie die mächtigste Frau Deutschlands, ja der Welt ist.


Am 11. November 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

@ Reinhard Lerche
Was ich überhaupt nicht leiden kann ist, wenn Gesamtzusammenhänge zerbröselt werden, so nach Lust und Laune sich was rausgepickt wird, nicht etwa zur Bereicherung, sondern um den Inhalt damit zu verfälschen, und sich dann des Lebens, so hoffe ich doch erfreuen zu können.
Erstens liegt es nicht in ihrer Entscheidung festzulegen, was zum Artikel passt oder nicht.
Zweitens war und ist mein Hauptanliegen gewesen das Augenmerk darauf zu richten, dass es bei Afghanistan nicht um den 11. September, bei genauerer Betrachtung ging, sondern, dass er vorgeschoben wurde, um an die Bodenschätze zu kommen, und um den Einflussbereich der Amis in erster Linie zu erweitern.
Bei dieser Einschätzung bleibe ich.


Am 11. November 2017 schrieb Reinhard Lerche:

Zu @Ulrike Spurgat:
"Lange ist erwiesen, dass die Attentäter des 11. September aus Saudi Arabien und dem Vereinigten Arabischen Emiraten Staaten kommen."
Liebe Frau Spurgat,
das hat jetzt nicht - sogar gar nichts - mit dem Artikel zu tun, aber diese "Auskunft / Meinung" stimmt nicht! Nur (!) drei Attentäter wurden identifiziert. Der "Rest" kann dichterische Freiheit sein - oder Verschwörungstheorie. ;-)

Antwort von U. Gellermann:

Beweiskräftig ist im Fall 9/11. sehr wenig. Ginge man aber nach der "offiziellen" Meinung, dann hätten als "Rache" unbedingt Saudi Arabien oder Hamburg bombardiert werden müssen.


Am 11. November 2017 schrieb Klaus Bloemker:

@altes Fachbuch

Wenn Bob Dylan den Literaturnobelpreis bekommen hat, obwohl er ja gar kein Literat sondern ein Sänger ist.

Und wenn Hitler für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen wurde, obwohl er ja gar nicht für Frieden sondern für Krieg war ...

... warum sollte Angela Merkel dann nicht zur 'mächtigsten Frau des Jahre' gekührt werden, obwohl sie ja die letzten Wahlen verloren hat?

Nun werfen Sie mir jetzt nicht wieder falsche Vergleiche vor: Bob Dylan, Hitler. Merkel.

Antwort von U. Gellermann:

Die Merkel-Hitler-Debatte ist wg. mangelnder Produktvität beendet.


Am 11. November 2017 schrieb Ronny Walz:

Hilferuf

Die Scharm ist groß im "Osten", wenn es um Fr. Merkel geht - eine Uckermarkerin, aus der Geburtsstadt meiner Mutter.

Ich möchte den "Westen" des Landes bitten, diese Last mit uns gemeinsam zu tragen. Gewählt wurde Sie ja schließlich auch gesamtstaatlich, nicht von Ihnen persönlich natürlich und von mir auch nicht. Aber irgendeiner war es ganz sicher.

Vielleicht hilft es zu erwähnen,

Fr. Merkel wurde in Hamburg geboren!

Danke!


Am 11. November 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

@ Uli Gellermann
"Eines Tages wenn ich mal so klug.........."
Wir steuern auf einen Krieg zu, und alles, aber auch alles muss unternommen werden diesen zu verhindern. Danke, Uli
Es wird täglich normaler, und die Gesellschaft gewöhnt sich mehr und mehr an Aufrüstung, an die Erhöhung der Rüstungsausgaben, an die Wortwahl in den ÖR und im Blätterwald der Republik. Man spricht von "der Russe," der bekämpft werden muss, weil er der erklärte"Feind" ist. Aus den Fingern wird gesaugt, was es zu saugen gilt. In einer der billigen Talkshows heißt es von Herrn Kleber, der Spitzentransatlantiker des ÖR: "Russland ist, wie Obama richtig sagte, eine Regionalmacht." (Illner) Ob es den Sport angeht, die Geschichtsverfälschung an sich , momentan die Oktoberrevolution betreffend u.a., ob es die Sanktionen angeht, und vieles mehr erinnert an wirklich schlimme Zeiten. "Der Iwan," "der Untermensch," so klingt es, unausgesprochen, in der Berichterstattung wie bei Göbbels.
Subtil, schleichend, und einen Weg suchend und findend, um die Saat zu düngen, dass Russland bekämpft werden muss, endlich aufgeht.Es geht wie immer um Antikommunismus, völlig egal, wie die heutigen politischen Verhältnisse in Russland sind. Von kaltem Krieg wird wieder gesprochen, und Deutschland, dass eine große historische Verantwortung hat, gehört zu den Kriegstreibern, die irrationale Haltungen und Einstellungen Russland gegenüber befördern und unterstützen.
Nicht die Sowjetunion hat Deutschland überfallen. Es war Hitlerdeutschland, dass die grausamsten und widerlichsten Verbrechen, vor allem an den Völkern der Sowjetunion begangen hat. Und was unbegreiflich bleibt ist, dass Deutschland nicht auf ewig diese historische Verpflichtung und Verantwortung annimmt. Sie behandeln Russland wie "Untermenschen." Wenn man es nicht besser wüsste, müsste man annehmen, dass die Sowjetunion für den Krieg, den Deutschland angezettelt hat, verantwortlich ist.
Umso wichtiger ist im Lichte der Vergangenheit, des Schreckens, des Elends, der Not, der Verzweiflung, und den menschlichen Verlusten, die in jeder Generation wieder betrauert werden, für den Frieden aufzustehen, einzutreten, weiter zu machen, niemals aufzugeben, und die Feder zu nutzen mit all der Kraft, den Möglichkeiten, dem Wissen, immer wieder den Finger in die Wunden zu legen, und es dem Leser und Schreiber nahe zubringen, in welch gefährlichen Zeiten wir leben, wie es der GALERIST in einer bewundernswerten, mutigen, aufrichtigen Weise unermüdlich tut, dafür ist ihm zu danken, und wir können nun mal nur von dem ausgehen was ist, und wie die gesellschaftlichen Verhältnisse sind, und jede Bewegung u jeder Mensch, jedes Buch, jedes Gedicht (Lutz), jeder der hier und woanders schreibt und liest, und sich positioniert trägt dazu bei, dass wir wieder mehr werden.
Die Verantwortung ergibt sich insbesondere aus unserer Geschichte heraus, und im Gedenken an die Frauen und Männern , die alles gegeben haben, dass wir die Möglichkeit zum Frieden haben, doch er ist brüchig und fragil, und die Herrschenden verfolgen nicht unsere Lebens Interessen, dass kann man in Italien (Generalstreik), Katalonien (Unabhängigkeit), Frankreich (Ausnahmezustand und politische Unruhen, und Deutschland, wo jeder 5. von Armut betroffen ist u.a. leicht erkennen. Die Völker der Welt müssen sich zusammentun, und die Kriegstreiber, die die Menschheit in ihrer Existenz bedrohen gehören auf den Müllhaufen der Geschichte, denn ob sie jemals vor den Internationalen Strafgerichtshof gestellt werden ist zu bezweifeln, weil sie unter einer Decke stecken.


Am 11. November 2017 schrieb Krysztof Daletski:

Na sowas, wie kann sie als "machtigste Frau der Welt" bezeichnet werden, wenn sie noch nicht einmal die mächtigste Frau Deutschlands ist, sondern sich hierzulande hinter Liz Mohn und Friede Springer einreihen muss?

Das Kuriosum dieser, äh, "Wahl" hat der Galerist mit wieder einmal köstlichen Worten umrissen.


Am 10. November 2017 schrieb altes Fachbuch:

NUR BOMBEN UND ORDEN TREFFEN UNSCHULDIGE:)

angie hat sich ja nicht wirklich für dieses casting und ranking beworben. wie alles um sie herum, passiert es eben (mit) ihr.
bei einer waschmaschine machen das wasser, die tenside und ein bissel rotation das entscheidende aus. nicht der xyz-benutzer, der eigentlich nur den startknopf drücken muss. selbst die programmwahl wäre wurscht;) die erde hat als gesandte fürs all zuerst auch affen und hunde gewählt, und wundert sich, dass kein besuch kommt.

forbes und die stoffwechselerscheinung

definitiv ist angie hier besser aufgehoben denn im playboy. man sollte nicht unerwähnt lassen, dass zahlreiche ceo's bekannter firmen und foundatios ebenso konstant unter den top ten sind. und die meisten aus amiland kommen!
daher ist die forbes-liste nicht anders zu betrachten, wie die nobel-friedenspreis kandidatenauswahl, oder beim ESC oder im schützenverein.....
und für einen forbes/furz wird man sich bald nicht mehr entschuldigen müssen. nach den geschlechtern fallen auch bald die sitten (luthers zitat vom guten geschmack ist bekannt;)

xyz haben gemeinsam......
- alle haben einen appell unterschrieben
- meine stichprobe hat ergeben, dass xyz als multiplikatoren nicht funzen: keine stellungnahmen oder hinweise/verlinkung zum appell auf deren websites oder ein aufruf an deren fangemeinde, gleiches zu tun!
- ein splitterchen mehr in der friedensbewegung

Antwort von U. Gellermann:

Eines Tages, wenn ich mal so klug bin wie das gut abgelagerte Fachbuch, werde ich sofort Splitterchen von Balken unterscheiden, und dann schnitze ich mir aber mal ne richtige Friedensbewegung. Aber dann.


Am 10. November 2017 schrieb Klaus Bloemker:

@Ulrike Spurgat

Ich hatte Sie schon richtig verstanden. Nur der Uli und das alte Fachbuch haben die Sache dann in den falschen Hals bekommen.

Antwort von U. Gellermann:

Ich habe nur einen Hals. Und der ist immer der richtige.


Am 10. November 2017 schrieb Uschi Peter:

Wie leicht geht der Kanzlerin und ihrem AM das Wort Diktator und Menschenrechtsverletzer bei Russland und Präs. Putin von den Lippen. Wie verständnisvoll war der Westen bei der Annexion Nordzyperns und während der Militärdiktatur (siehe oben) mit dem "demokratischen" Staat Türkei.
Die BRD müsste nur konsequent ihre eigenen GG-Vorgaben verfolgen, dann hätte auch die Lichtgestalt Obama ihren glorreichen Wahlkampfauftritt nicht in Berlin haben dürfen. Wenn einer, dann alle. Dasgleiche trifft auch auf anderes zu wie die Religionsfreiheit. Aber das ist ein anderes Thema.
Immer dann, wenn die Zielperson nicht die herrschende Meinung teilt, wird sie ausgegrenzt . Wenn Meinungsfreiheit, dann für alle. Mit verschiedenen Meinungen muss man sich auseinander- setzen, nicht die Leute totbrüllen.


Am 10. November 2017 schrieb Klaus Bloemker:

@Uli - Münchner Abkommen

Klemperer schreibt doch ironisch über den "genialen Diplomaten" Hitler, wie er von der NS Presse gefeiert wird. - Aber er sagt auch, es sei "wirklich ein ungeheurer Erfolg".

Was ich meine ist, wir wissen ex-post, was daraus wurde. Aber wir sollten nicht ex-post so besserwisserisch sein.


Am 10. November 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

Hallo Klaus Blömker, sicherlich war es nicht ihre Absicht mich so ganz falsch verstehen zu wollen. Oder ?
ES versteht sich von selbst, dass es sich um keinen Vergleich, sondern um eine Verdeutlichung dessen handelt, wer so alles auf Magazinen sich tummelt oder getummelt hat. Natürlich wollten sie es so verstehen, um ein bisschen zu provozieren.


Am 09. November 2017 schrieb Klaus Bloemker:

- Und noch etwas 'altes Fachbuch'

Man muss auch sehen, wie Zeitgenossen etwas gesehen haben - das Münchner Abkommen vom 30. Sep. 1938.
_____
Victor Klemperer schreibt dazu in seinem Tagebuch - 2. Oktober, Sonntag

"Für das Volk in der "Aufmachung" der deutschen Presse ist es natürlich der absolute Erfolg des Friedensfürsten und genialen Diplomaten Hitler. Und wirklich ist es ja auch ein unausdenkbar ungeheurer Erfolg. Kein Schuß fällt, und seit gestern marschieren die Truppen ein [ins Sudetenland]. Man wechselt Friedens- und Freundschaftswünsche mit England und Frankreich. Rußland ist geduckt und still. Eine Null. Hitler wird noch übermäßiger gefeiert als in der Österreichsache. Gestrige Schlagzeile in der "Dresdener NN": Das Volk der 80 Millionen grüßt seinen großen Führer."
______________________________
"Und wirklich ist es ja auch ein ungeheurer Erfolg", schreibt er. - Victor Klemperer hatte keine Nazi-Sympathien.

Antwort von U. Gellermann:

Das Klemperer-Zitat gibt nichts anderes wieder als den Trompeten-Ton der geichgeschalteten Nazi-Pesse und keineswegs die Meinung Klemperers. Schöne Zeitgenossenschaft.


Am 09. November 2017 schrieb Klaus Bloemker:


@altes Fachbuch
Ich habe einen Vergleich von der Ulrike Spurgat aufgegriffen, die geschrieben hat:

"Hitler stand 1938 im Time Magazin als 'Mann des Jahres'. Nun Merkel."

- Den Vergleich habe ich dann etwas ironisiert.


Am 09. November 2017 schrieb altes Fachbuch:

"Der Vergleich ist schlicht falsch."

der vergleich ist UNZULÄSSIG und in jedem punkt falsch!!
1.
fehlt für das angebliche hitler-zitat die quelle
2.
man muss merkel nicht mögen, und sicher muss sie aus ihre position gedrängt werden: ABER der vergleich mit adolf verbietet sich!!
3.
der triumphierende unterton der bloemker-botschaft (er hat es geschafft) gehört nicht in diese galerie!
4.
und dieser unterton ist nicht berechtigt, weil er hat es eben nicht geschafft. das sudetenland wurde ihm per münchener abkommen "geschenkt", weil sein plan mit henlein nicht funzte!! https://de.wikipedia.org/wiki/Sudetenland#Von_1919_bis_zum_M.C3.BCnchner_Abkommen
außerdem ist das sudetenland nun wieder tschechisch, nur ohne sudetendeutsche!
5.
allein der angebliche gleiche gebrauch einer gleichen phrase (wir schaffen das) macht doch die sache oder den kontext nicht gleich?!


Am 08. November 2017 schrieb Klaus Bloemker:

Hitler 1938 im Time Magazin "Mann des Jahres".

Tatsächlich, er war 'Man of the Year'. Was man hier nicht alles auf der Rationalgalerie erfährt.

Nun muss man sagen, Hitler hat damals gesagt: 'Wir schaffen das mit dem Sudetenland'. Und er hat es geschafft.

Kann man das von der Merkel sagen, als sie gesagt hat: "Wir schaffen das"?

Wird sie demnächst auch für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen, wie Hitler 1938?

Antwort von U. Gellermann:

Hitler hat damals gelogen und gesagt: "Wir wollen keine Tschechen“. Und bei aller Kritik an Frau Merkel: Sie hat bisher weder einen Weltkrieg begonnen noch ist eine solche Ansicht zur erkennen. Der Vergleich ist schlicht falsch.


Am 07. November 2017 schrieb Andreas Buntrock:

"Macht. Mächtig. Merkel.
Schon wieder die aus der Waschmaschine"
----------------------------------------
Wenn es um "Hirnwaschmaschinen" geht,

hat Deutschland, rein printmedientechnisch, nun wahrlich in "FORBES" keine ernsthafte Konkurrenz mehr zu fürchten!

Der Platz im Rektum der "mächtigsten Frau der Welt" hält nicht nur schön warm, er macht alles so wunderbar einfach erklärbar. (Tunnelblick)

Und seien wir ehrlich....genau wie ARBEITSPFERDE, lassen sich in unserer Gesellschaft allzu viele freiwillig ihre Scheuklappen aufsetzen.

Und SCHULD an ALLEM ist sowieso IMMER Putin. :-) Ehrlich wahr....


Am 07. November 2017 schrieb Otto Bismark:

Ein anderer Aspekt scheint mir fast noch wichtiger. Was heißt hier eigentlich "mächtigste Frau"? Wieso ist diese Frau mächtig? Wohlgemerkt, wir reden von und in einer (offiziellen) Demokratie! Wieso gibt es da Mächtige? Da gibt es doch nur Mandatsträger und Amtsträger, sonst nichts! Das jedenfalls, wenn man sich im Bereich der Politik befindet! Eigentlich ist doch jedem einigermaßen Gebildeten bekannt, daß diese Leute im Amt nicht geboren, sondern nur gekoren sind. Das war doch sogar so bei den deutschen Kaisern im ersten Reich, die waren auch lediglich und das weiß jeder nur gekoren, nämlich von den sieben Kurfürsten. Das mag in manchen Monarchien auch heute noch völlig anders sein, aber in Deutschland geht alle Staatsgewalt vom Volke aus, Artikel 20 Absatz 2 GG, wieso ist dann noch jemand daneben "mächtig"? Wir sind keine Untertanen, sondern im Ganzen der Souverän, der den Abgeordneten des Bundestags und den anderen entsprechenden Organen diese vorübergehend zur Ausübung verliehen, hat, ebenda. Wieso quatschen dann die Medien diesen Unfug von mächtiger Frau eigentlich nach? Jeder weiß, daß die Kraft Gesetz nur ein Amt und keine Macht hat, aber davon hört man nichts! Oder ist das vielleicht wirklich alles ganz anders?


Am 07. November 2017 schrieb Marie Merker:

Gellermann guckt mal wieder hinter die Kulissen. Man hört "Forbes" und denkt sich nichts dabei. Endlich weiß ich wer dahinter steckt. Danke.


Am 07. November 2017 schrieb Benny Thomas Olieni:

Forbes: Gehinwaschmaschine.

Um zu verschleiern, wer die wirklich Mächtigen sind,
werden uns armselige Milliardärlein
und noch armseligere "Polit-Marionetten" in den Waschgang gestreut.

Heißt es "der Waschgang",
oder "die Waschgang"?


Am 07. November 2017 schrieb Marc Britz:

Mal spasseshalber angenommen dass alle Macht wirklich vom Volk ausgeht (Prust!) und dass Merkel wirklich die mächtigste Frau der Welt ist (und nicht Melania Trump). Dann können wir folgende Milchbubenrechnung aufmachen: 76,2 % der Deutschen haben gewählt. Davon haben 33 % Merkel gewählt. Das heisst dass 25 % der Deutschen Merkel zur mächtigsten Frau der Welt gemacht haben. Da müsste sich die Restbevölkerung der "demokratischen" Welt doch eigentlich ganz schön verarscht vorkommen. Sie konnten Merkel ja schliesslich nicht wählen. Dass sie - die Restwelt - es nicht tut, verdanken wir Forbes. Daran kann man ganz unspassig sehen, dass von ihm und seinesgleichen die wirkliche Macht ausgeht.


Am 07. November 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

Wichtige Informationen, die zur politischen Meinungsbildung dienen sollen, werden uns in Regelmäßigkeit vorenthalten. Mit anderen Worten, es wird manipuliert, gelogen, verdreht, erfunden, natürlich immer im Interesse der Bundesregierung, des Kapitals, der Verleger, der Auflagen und nicht zuletzt der Einschaltquoten wegen.
Da spielt es keine Rolle, ob Zivilisten durch die NATO ermordet werden, und wenn, dann müssen es, wie der GALERIST schreibt, die richtigen sein, wenn sie denn in ihrer Bedeutung bei den ÖR vorkommen dürfen, um eine Erwähnung, also eine Meldung wert sind.
Seit 2001 wird in Afghanistan ein gewissenloser Krieg, auch gegen die Bevölkerung geführt.
Lange ist erwiesen, dass die Attentäter des 11. September aus Saudi Arabien und dem Vereinigten Arabischen Emiraten Staaten kommen. Das sind die "guten Diktatoren," weil sie Beziehungen zu den USA halten.
Ein weiterer blutiger Krieg in der dreissigjährigen Geschichte Afghanistans, die Fremdbestimmung, egal von wem, nicht akzeptieren.
Die NATO, gegründet vor dem Warschauer Pakt ist und bleibt das kriegerischste Bündnis, seit Kriegsende. (1945) Afghanistan hat weder die USA, noch Europa überfallen. Die USA als Kriegsverbrecher der übelsten Sorte müssen vor den INternationalen Strafgerichtshof, angeklagt und verurteilt werden.
Die Sicherheitslage Afghanistans verschlechtert sich seit Jahren. "Nichts ist besser" geworden, (Frau Käsmann), und die USA wollten nach eigenen Angaben schrittweise raus aus dem Land, so war es festgelegt worden.
Der Öffentlichkeit sollte verbraten werden, dass es trotz der Niederlage und der ungeheuren Kosten, und nicht wieder gut zu machenden Verlusten von Menschenleben, es von Erfolg gekrönt ist.
Zivile Opfer des NATO Terrors werden nicht gezählt.
Über 3400 Koalitionssoldaten, darunter 54 Soldaten der Bundeswehr, und drei Polizisten aus Deutschland
(2014/2015)
Das DIW Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung errechnete die direkten und indirekten Kriegskosten, die von Deutschland zu bezahlen sind, auf 17 Milliarden in zehn Jahren. Dreimal so hoch, wie die Bundesregierung berechnet hat.Milliarden kommen dazu, wenn der Einsatz nun doch verlängert werden wird.Die USA können nicht "verlieren." Der Anspruch, dass sich die Welt unterzuorden hat, ist mit Trump nur klarer geworden, und das kleine Afghanistan gehört zu den korruptesten Ländern, neben dem Sudan und Somalia.
Bundeswehr verschweigt zivile Opfer bei Afghanistan -Offensive
" Bei der größten Militäroffensive der Bundeswehr in Afghanistan hat es entgegen offiziellen Verlautbarungen offenbar zahlreiche tote und verletzte Zivilisten gegeben. Danach kamen bei einem Gefecht im Herbst 2010 bis zu 27 Zivilisten ums Leben.
Die Bundeswehr hatte bislang stets beteuert, dass es bei der viertägigen Operation, mit dem Namen "Halmazag," "keine Erkenntnisse über zivile Opfer gegeben habe." Quelle: Monitor

"Wenn es in den Nachrichten fast keine Bilder der vielen, zivilen Opfer mehr gibt, dann ist seit dem Vietnam Krieg die Zensur besser, und die Demokratie schlechter geworden." Kleinanzeige gegen den Krieg

Unbedingt den Aufruf für Frieden, für Abrüstung auf Ulis Startseite unterschreiben.
Vielen Dank, und die wichtigste Frage der Menschheit bleibt, die nach Krieg und Frieden.
Erinnern möchte ich an C.v. Ossietzky, der ermordet wurde im Konzentrationslager Esterwegen, und in der Weltbühne immer und wieder gegen Krieg, gegen den aufkommenden Faschismus angeschrieben hat, und die Warnungen wurden mit kräftiger Feder geschrieben, wie beim Galeristen.
Kurz vor seinem Tod sagte er: "Ich wollte den Frieden." Gestorben 1938 in Berlin, wo die Gestapo vor seiner Krankenhaus Türe ihn bewachte, diesen abgemagerten, schwer kranken Menschen, der in die Geschichte für Frieden, für Demokratie und Menschenrechte eingegangen ist; doch der Antimilitarismus war die Triebfeder, und der brennende Wunsch nach Frieden.


Am 06. November 2017 schrieb Uschi Peter:

Der Kanzlerin geht es nur um ihre Aussenwirkung und den Gehorsam gegenüber dem Großen Bruder. MeinVorschlag zum Zeichen von mehr Menschlichkeit, was ich schon dem großen Menschenrechtler Gauck vorschlagen wollte, gebt das Protzschloss Bellevue für Obdachlose und Flüchtlinge frei. Platz genug ist für einige Hundert.


Am 06. November 2017 schrieb Michael Kohle:

Unstrittig für Gellermann zu spät! Deshalb konnte er auch diesen Sonntag wieder der allseits beliebten Mausfeld’schen Fraktionierung nachspüren und sich an drei üblichen Gegebenheiten delektieren, die im Grunde doch nur unappetitliche Symptome ein und derselben pansystemischen Krankheit, gemeinhin als Krebs bekannt, abgeben. Dass das Rumkurieren an Symptomen keinerlei kurative Prognose zulässt und nur - wenn überhaupt - palliative Wirkung erzielt, dürfte auch dem Galeristen bekannt sein. Und so sollten wir ihm wieder einmal dankbar dafür sein, dass er uns die auferlegte Last, egal ob die Mühsal und Nachtmar des ewigen Rezidivs aus der Uckermarck oder die Nicklichkeiten diverser rektaler Wucherungen zumindest kurzzeitig für die Dauer der Lektüre etwas erträglicher gestalten konnte.

Eine Art virtueller Jakobsweg, den sich Gellermann und seine Jünger zu begehen auferlegen. Längst ist allerdings aus einem Kreuzgang überschaubarer ungeniesbarer Sachverhalte, Tatbestände, Tat- und Terrororte ein weltumspannender Reigen menschheitsbedrohender Bedrangsalungen geworden. Wie ich das meinen könnte, kann in einem beeindruckenden Artikel auf dem Counterpunch vom Wochenende (https://www.counterpunch.org/2017/11/03/the-third-world-war/) nachvollzogen werden, vermutlich gilt aber auch hierzu F.K. Wächters „Wahrscheinlich guckt wieder kein Schwein!“

Was da zwischenzeitlich so zu unserer allgemeinen Verunsicherung abgezogen wird, konnte gestern Abend beispielhaft verfolgt werden. Zur besten Propagandazeit, nämlich direkt nach der Hochmesse namens „Tatort“, musste der Großinquisitor des Staatsfernsehens mal wieder ran, der Herr Lütgert. Wer erinnert sich denn noch an die „panama-papers“. Gell, da war doch was? Anscheinend hat das ganze Ablenkungsgemähre (Ablenken von was?) mit #metoo-Weinstein noch nicht ausgereicht. Unser hochgeschätzter Investigativverbund aus allerlei Premiumsmedien durfte mal wieder ran. Ein schäbiger Leistungsnachweis zwar - wohl mit der Funktion „Suche und ersetze“ wurde aus panama-papers eben mal auf die Schnelle „paradise-papers“ - aus Panama-City wurde Isle of Man, aus Mossack-Fonseca Appleby. Ansonsten das identische Strickmuster, bis hin zum Patenonkel bzw. dieses Mal mutmaßlichen Schwiegersohn vom Erzzerberus Putin. Lachhaft!

Der etwas in die Materie eingeweihte Zuschauer, geneigt oder nicht, kam aus dem Stutzen nicht mehr heraus. „Paradise-papers: Neues Datenleck lässt Superreiche zittern!“ Donnerweitter, so was auf der ARD? Während Whistleblower Snowden längst wg. Hochverrat als reif für die death-row eingestuft wird bei den Gniffkes, gibt es da jetzt einen Robin Hood aus dem Sherwood Forest, der - so wird mit vollen Backen verkündet - seine wie auch immer eingeholten Erkenntnisse zum zweiten Male der Süddeutschen Zeitung völlig ohne Eigeninteresse zur Verfügung stellt. Das ganze Machwerk strotzt nur so vor Widersprüchlichkeiten, Verlogenem, Verschwiegenem. So richtig verstehen kann man es nicht, zu welchem Behufe datjanze. Ob es gar ein Versuch sein sollte, das Wenige an „budder bei fiche“ bei den panama-papers aus dem Verkehr zu ziehen? Von dem dortigen „Material“ - dass doch so wahnsinnig ergiebig gewesen sein soll - hat man auch schon lange nichts mehr vernommen. Klar doch, der Mascolo(n) und die Seinen waren schon zeitig mit der nächsten Folge des allseits beliebten Balladen-Zyklus beschäftigt.

Oft ist es ja so, dass das Verschwiegene, das Unterschlagene die Fährte zur Intention dahinter offenlegt. Kann es aber einfach nicht glauben, dass nur wegen diesem „Gauselmann" die ganze story gescriptet wurde. Interessant ist nämlich auch immer, wer in diesen Investigativ-Balladen namentlich als Täter mit angeführt wird, neben der Standardbesetzung Putin natürlich. Der Gauselmann, doch, der war gestern Abend beim TV-Reichsgerichtshof einer der obersten Haderlumpen. Wem schwant denn, dass sich hinter dieser Nase wohl die wichtigeste Einzelperson aus dem Sponsorenteam der Auferstehungspartei verbirgt? Sollte da das Schweigegeld nicht pünktlich entrichtet worden sein, oder brauchts für die Sonderungen zu Jamaika pikanter tangentialer Anstöße? Letzteres auf jeden Fall, auch das mehr als verhuschte Auftreten der Schwarzen Null (ehem.) gab sehr zum Grübeln Anlass. Warum nur lässt der arme alte Mann sich so am Nasenring durch die Manage des Herrn Lüttgert zerren?

Womit wir wieder am Anfang wären, bei der Waschmaschine nämlich, und bei der fadenziehenden und netzbauenden Kankra, die dort hausen soll. Selbst Ungoliants Background und auch deren Handeln ist noch verständlicher, als das, was da im Dunkeln der Waschtrommel lauert, was da wabert und rautet. Mit Verlaub, irgendwann wird es langweilig mit ihr. Einfach nicht mehr zur Kenntnis nehmen, ist das Beste. Obwohl, die nächsten Wochen und Monate, möglicherweise auch Jahre könnten spannend werden. Es rührt sich dann doch etwas bei den mehr als uneinigen Unionisten. Sogar Klein-Söder rief gestern schon zum Sturm der Bastille auf. Was bleibt uns den über, als das ganze Geschehen - hier zu Lande und vor allem auch im großen Erdenrund, vom Imperator sowieso als Dreizweieins-Meins beansprucht - nicht als 24/7-Vergnügungsveranstaltung aufzufassen.

P.S.
Fast hätte ich es vergessen! Derzeit kündigt sich ja im „home of the brave and land of the free“ etwas an, zurückhaltend formuliert ein allgemeines fröhliches „pussy crabbing“, Ringelpiez mit Anfassen, sogar der Hillary scheint es bald an den Zwickel zu gehen. Counterpunch stimmt einen hoffnungsfroh. Da ist doch wohl hoffentlicht bald eine neue Ballade vom ICIJ fällig. Nach panama-papers, und den paradise-papers wird es dann wohl pavian-papers setzen. Der Pavian mit seinem sexuell hocherregten roten Hinterteil als Namensgeber, doch das würde passen, der Einfallsreichtum vom Investigativverbund gäbe das bestimmt her. Wir dürfen gespannt sein, wie sie da wieder den Vladimir Vladimirowitsch in seiner angestammten Gastrolle unterbringen werden.

P.P.S.
Den wenigsten dürfte es am Sonntagabend aufgefallen sein. Wie das Leben so spielt, es kann alles getoppt werden. Musste doch die Eilsendung zu den paradise-papers fast durchgängig mit dem Textlaufband „Eilmeldung aus Texas“ auskommen.
20 ad-hoc gemeuchelte Tote, mal so mir nichts dir nichts und warum auch immer. Ist das schlimm. Da kann man doch nicht von NATO-Terror sprechen, Herr Gellermann.

Antwort von U. Gellermann:

An dem Tag, an dem die „Investigativen“ die Delaware-Papers veröffentlichen sollten . . aber das machen sie natürlich nicht, denn dann kommen die US-Eingreif-Kräfte und greifen durch.


Am 06. November 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

Hitler stand 1938 im Time Magazin als "Mann des Jahres". Nun Merkel. Kann die denn nicht endlich weg ?
Merkel, der Pudding der Nation.
Die Befürchtung, dass Merkel "unsterblich" ist, ist groß, und möglich ist,dass es nicht das letzte Mal sein wird, wo Frau Mächtig von diesem Blatt grinst.
"Dass die Menschen vor allen Dingen zuerst essen und trinken, wohnen und sich kleiden müssen......" spricht Friedrich Engels am 17.3.1883 am Grab von Karl Marx. Veröffentlicht am 22.3.1883 im "Sozialdemokrat."
Hunderttausende Obdachlose, die Wohnungslosen sind natürlich auch obdachlos, fallen jedoch in der jährlichen Berechnung durchs Netz, und so werden die wirklichen Zahlen verwischt. 2017 werden es annähernd 900 000 obdachlose Menschen in Deutschland sein. Jede Zahl ist ein Mensch, mit dem Recht auf ein menschenwürdiges Leben, und Almosen können nicht die Lösung sein. Eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist es, verbunden mit der existenziellen Frage: In was für einem Land wollen wir leben ? Wieviele Obdachlose sollen in diesem Winter wieder erfrieren ? Sie werden ignoriert, sie werden übersehen. Man will nichts mit ihnen zu tuen haben, obwohl sie dazugehören. Sie leiden still, mit ihren Ängsten, ihren Nöten, ihrer Verzweiflung. Sie sind ausgegrenzt und eine Gesellschaft, die das zulässt hat auf der ganzen Linie versagt.
Schwerstarbeit ist es, um Almosen betteln zu müssen. Man weiß nie ob es reicht. Die Lieblosigkeit und die eisige Kälte, die ihnen entgegen schlägt, wenn sie in den Städten, in den Hauseingängen, unter den Brücken sich aufhalten, und die Hüter der Ordnung sie wegjagen aus den Innenstädten, weil sie den Ladenbesitzern ein Dorn im Auge sind spricht Bände.
Sie werden geschlagen und getreten, wie in der Stadt geschehen, in der ich lebe. Beschämend.
Die Not und die Verzweiflung unserer obdachlosen Mitmenschen ist oft für die, die täglich mit ihnen zu tuen haben, schwer auszuhalten, und die mangelnde politische Unterstützung macht es nicht einfacher. Geflüchtete Menschen, die nicht zurückkönnen, hier aber keine Aufenthaltsgenehmigung bekommen finden sich dort wieder, und so hat der Angst, der wenig hat, dass es noch weniger wird, wenn es immer mehr Obdachlose gibt, und so entsteht ein "Verteilungskampf," und die Mittel werden eher weniger, und das macht die Lebenssituation dieser Menschen oftmals so unerträglich schwerer.
Frau Merkel und Co, die warm, trocken und gut gepolstert auf ihren Ärschen sitzen, in eine gesicherte Zukunft glotzen, vollgefressen, den Honigtopf in unverschämter Art und Weise belagern, der mit von denen gefüllt wird, über die hier gesprochen wird, und wo Einige, sicherlich nicht Wenige ihre gepuderte Nase rümpfen, und die unangenehmen Themen doch besser dem Ehrenamt überlassen.
Die Flüchtlingshilfe steht vor fast unlösbaren Aufgaben, und viele meiner Kollegen aus der sozialen Arbeit setzen alle Hebel in Bewegung, um dem Tod durch erfrieren ein Schnippchen zu schlagen, und warme Aufenthaltsräume zur Verfügung zu stellen. Der Kältebus, der nachts die Stellen aufsucht, wo Obdachlose sich aufhalten bringt Tee, Kaffee, warme Kleidung, sowie Schlafsäcke, als auch Essen und Medikamente hin, um etwas vorzubeugen, und ihnen zu zeigen, dass sie nicht vergessen werden.
Diese elenden Schmarotzer, die beteiligt sind am Auseinanderbrechen der Gesellschaft, die mit für den Egismus verantwortlich sind, für Ellenbogen, für Arroganz, und für Dummheit sollen in die Suppenküchen, unter die Brücken, in die Innere Mission, in die Kältebusse, in die Hospize, in die Altenheime, in die Krankenhäuser und in die Firmen, die ihre Mitarbeiter ausbeuten, aussaugen, und ihnen einen Hungerlohn zahlen.
Anerkennung, in den Medien müssen der GALERIST, der den Mut und die Standhaftigkeit behält, obwohl es lausig und eisekalt ist im Land, die vielen Frauen und Männer, die mit kämpfen, um unseren Mitmenschen ein Stück menschenwürdiges Leben zu ermöglichen, und die daran beteiligt sind, Raum für Hoffnung, Mitgefühl und Anteilnahme zu geben, und zu zeigen, was den Menschen zum Menschen macht.
"Wer ist Dein Feind ?"
Den Hungernden, der dir das letzte Brot wegnimmt, siehst Du als Feind an. Aber dem Dieb, der nie gehungert hat Springst Du nicht an die Gurgel."
Bertolt Brecht
Gedichte 1933-1938


Am 06. November 2017 schrieb Karola Schramm:

Mann oh Mann, was für ein Artikel ! Ich lache vor mich hin und denke: "Man kennt sie doch, diese Madame Merkel und alle, die ihr die Füße küssen und in den After kriechen. Merkel ist der ganz gewöhnliche Abklatscht von ganz gewöhnlichen, dumm-dusseligen Tratschtanten und das Idealbild von Männern mit Mutterkomplex. Dass die Tagesschau sich sofort diesen dumm-dusseligen und angeknacksten Zeigenossen anbiedert zeigt, wie ähnlich sie sich sind und den Unterschied nicht kennen.

Interessant finde ich, dass Merkel im Pluralis Majestatis von sich spricht: "Angst war noch nie ein guter Ratgeber, weder in UNSEREM Privatleben noch in der Gesellschaft." Da liegt Madam mit Trump auf einer Wellenlänge. Dem hat man das Gewissen und Mitgefühl in seiner Kindheit in der Militärschule ausgetrieben. Und Merkel ? man glaubt gar nicht, was früher evangelische Pfarrhäuser alles so machen konnten. Die Taten lassen es sehen. Atombomben sind gut. Kriege sind wichtig. Und willst du nicht mein Bruder sein, dann schlag ich dir den Schädel ein. So viel zur Toleranz. Jetzt kann sie all ihren alten Peinigern zeigen, wer sie wirklich ist.

Dass Angst auch ein guter Ratgeber sein kann, das begreifen Menschen wie Merkel nicht. Sie sind wie der sprichtwörtliche Esel, der aufs Eis geht, wenn es ihm zu gut geht. Madam hat Langeweile, ihr fehlt der Thrill. Da ist "teilen und herrschen", "täuschen und tarnen" angesagt. Eine Disziplin, die sie hervorragend beherrscht. Merkel ist in der EU überhaupt nicht beliebt. Dort wird ihre Raffinesse bei gleichzeitiger politischer Inkompetenz und ihre Gefährlichkeit deutlich gesehen. Politiker ohne Angst sind Zeitbomben.

Solange Merkel von der Wirtschaft, den Medien und denen in unserer Gesellschaft gehalten wird, die den letzten verloreren Krieg nur mit anderen Mitteln fortsetzen und gewinnen wollen, wird es keinen Frieden weder hier, noch in der EU und der Welt geben. Sie alle sind schreckliche Täter.

Die Steigerung von Macht.Mächtig.Merkel hätte ich nicht als Überschrift genommen. Menschen wie Merkel und die Medien sind am Ende auch noch stolz darauf.


Am 06. November 2017 schrieb Lutz Jahoda:

FORMEL M ZUR DREIFALTIGKEIT

M hoch drei, zur dritten Potenz,
Und dies alles der Mehrheit zu Lasten,
Fördert mächtig die Flatulenz
Und ergibt letztlich diese Essenz:
Die Reichen fressen, die Armen fasten!

Antwort von U. Gellermann:

Wenn schon Dreifaltigkeit, dann sollte schon bald die jungfräuliche Geburt folgen, aber wer ist die Taube?


Am 06. November 2017 schrieb Hanne Wedemeyer:

Das ist die bisher beste Merkel-Positionierung: "Die aus der Waschmaschine". Großartig!


Am 06. November 2017 schrieb Rainer Wildung:

Ich habe es getestet und in einem Aufzug fas Wort "Forbes" korrekt ausgesprochen. Man sah mich strafend an und manche schnüffelten sogar auffällig.


Am 06. November 2017 schrieb Andreas Schell:

Wie bombig das Merkel-System installiert ist, war schon klar und spiegelt sich in in der Aktion "Abrüsten statt Aufrüsten" wider. Die Bundestagswahl haben nun einmal Neoliberale und transatlantische Arschkriecher dank massivster medialer Manipulation gewonnen. Abrüstung war, obwohl das 2%-vom-BIP-Ziel klar war, überhaupt kein Thema. Das deusche Stimmvieh hat die Story von der Sicherheit durch mehr Waffen, mehr Polizei und mehr Überwachung gewählt. Ob meine einhunderterste Unterschrift unter diese sinnvollste politische Initiative der letzten Jahre was nützt? Ob das überhaupt Tausend werden? Ich glaube nicht an den Erfolg. Das ist doch nur Beschäftigungstherapie. Wider bessere Einsicht bin ich dabei. Im Bundestag sitzt derweil die NATO und setzt weiter die Osterweiterung durch. Mit 90% der Sitze. Und Jamaika ist der Staub, der dem Volk die Sinne vernebelt.


Am 06. November 2017 schrieb Matthias Brendel:

Die ewige Kanzlerin als mächtigste Frau der Welt zu bezeichnen ist natürlich ein Witz.
Die deutsche Aussenpolitik wird, seit sie Schröder im Kanzleramt abgelöst hat zu 100% in Washington gemacht.
Kurz bevor sie Kanzlerin wurde, war sie nach USA gereist und zu bekunden, dass sie bereit sei, dem Imperium rückhaltlos zu dienen.
Danach wurde sie Kanzlerin.

Es ist schon sehr schade, dass dieses, in zwei Weltkriegen geschundene Land sich selbst unter dem neuen Popanz des Imperiums nicht zu einer selbstbestimmten, friedensorientierten Politik bekennen darf, denn dagegen steht Frau Merkel, wie ein Klops in der Sauce. (Fels in der Brandung hätte hier nicht gepasst)
Wir, die wir schon länger hier leben, sind, seit sie da ist, ein eher störender Faktor.
Hofiert werden die Kräfte, die im Krieg und in den daraus entstehenden Flüchtlingswellen investiert sind.
Hier sind glänzende Geschäftsfelder zu verzeichnen und diese werden Tag für Tag lukrativer.
Es sind zum grossen Teil die gleichen Konzerne, die Deutschland schon einmal hochgerüstet haben, die es auch heute wieder tun.
Während täglich Waffen weiter in grossem Stil an die russischen Grenzen verbracht werden, wird hier über Toiletten für das dritte Geschlecht diskutiert.
Die NATO, die sich angeblich nur verteidigen will, gibt das Zehnfache für Rüstung aus, wie Russland.
Die USA sind aus fast allen Atomwaffenbegrenzungsverträgen ausgetreten.

Pazifismus ist hierzulande ungefähr so angesehen, wie Flatulenzen in einem überfüllten Fahrstuhl.
Die Kriegspropaganda beginnt nun langsam aber stetig, vermehrt zu wirken.
Neulich erklärte mir eine junge Sprechstundenhilfe beim Arzt, dass Krieg absolut notwendig sei, wer dagegen sei, sei ein Träumer.
Ich weiss, dass was ich hier schreibe, jedem, der nur ein Wenig nachdenkt bekannt ist, aber das wird uns vermutlich nichts nützen, denn es interessiert hier Niemanden von den politisch Verantwortlichen.
Solange die Wölfe die Schafe regieren, wird es immer so sein, dass am Ende die Schafe zur Schlachtbank geführt werden, da dürfen sich die Schafe nicht wundern.

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