Mach mal, Russe!

EU-Händewaschen im Akkord

Autor: U. Gellermann
Datum: 07. Mai 2014

Golineh Atai, die Korrespondentin der ARD in der Ukraine ist ein Genie: Jüngst, nachdem in einem Gewerkschaftshaus in Odessa 40 Menschen verbrannten, wusste sie schnell wer die Brandstifter waren: "Prorussische Anhänger – Aktivisten – Demonstranten sind mit Bussen weitgehend in die Stadt (Odessa) gekommen und haben mit Waffen, mit Schlagstöcken, mit Molotow-Cocktails die Menge angegriffen.“ Die Schuldzuweisung für das Massaker ist damit klar: Die Pro-Russen, die haben angefangen. Und genial ist diese Feststellung, weil Atai zur Zeit ihres Kommentars 700 Kilometer von Odessa entfernt war, in Donezk, aber von dort aus alles im Auge hatte. Ukrainische Online-Medien vor Ort haben das ganz anders gesehen. Aber die waren ja vor Ort, das trübt die Objektivität. Und weil die ARD ein Hort der Objektivität ist, hat sie zu den Massaker-Ursachen auf "tagesschau.de" flugs die Kiewer Putschregierung zitiert: "Das Innenministerium in Kiew sprach von krimineller Brandstiftung". Na, wenn´s Kriminelle waren. . . Auf den Videos der lästigen Leute vor Ort sind Bewaffnete des "Rechten Sektor" zu erkennen, die das Gewerkschaftshaus stürmen. Macht nichts. Denn - so der Kriegsschäumer Stefan Kornelius in der "Süddeutschen Zeitung" - die Regierung in Kiew sei "durchaus respektabel". Die wird schon wissen was Wahrheit ist. So einer wie Kornelius würde offenkundig auch eine Bundesregierung mit NPD-Ministern als "durchaus respektabel" bezeichnen. Ein echter Demokrat der Mann. Doch den zynischen Höhepunkt lieferte die Website der "Deutschen Welle" zum Massaker mit der Schlagzeile: "Odessa: Brandherd am Schwarzen Meer". Schade eigentlich, dass denen nicht "Grillen an der Schwarzmeerküste" eingefallen ist. Das wäre noch origineller gewesen.

Keine westliche Kamera bei den Müttern, deren Kinder im Gewerkschaftshaus in Odessa verbrannt oder erstickt sind. Jede Menge Kameras und Mikrofone für jene Leute, die seit Tagen und Wochen fordern, die Russen sollten Einfluss auf die Oppositionellen in der Ost-Ukraine nehmen. Ob und wie viel Einfluss Russland auf die Aufständischen in der Ost- und der Süd-Ukraine hat ist unklar. Aber wenn der ehemalige russische Menschenrechtsbeauftragte Wladimir Lukin in Abstimmung mit dem Generalsekretär des Europarats, Thorbjörn Jagland, die Freilassung der Geiseln in Slawjansk erreicht, gröhlt die "Zeit" ihm hinterher "Putin kann sehr wohl eingreifen – wenn er will". Schade, dass der Mann vom Europarat nicht als Agent Moskaus entlarvt wurde. Die "durchaus respektable" Regierung in Kiew peitscht inzwischen im ukrainischen Parlament eine Entscheidung gegen ein Referendum zur Föderalisierung durch. Sicherheitshalber hat man die im Parlament vertretenen Kommunisten vorher ausgeschlossen. Die KPU wollte über die Morde an Zivilisten in Donezk, Luhansk und Odessa diskutieren. Über diese Verbrechen mochte die Timoschenko-Parlamentarier keinesfalls reden. Derweil fällt der Dame Merkel dies aus dem Mund: "Es ist wichtig, dass sich alle Mitgliedstaaten der EU mit der gleichen Botschaft an Russland wenden". Aber das tun sie doch seit Monaten: EU-Außenminister lungern auf dem Kiewer Maidan rum und feuern die oppositionelle Menge an. EU-Außenminister reichen bewaffneten Nazis die Hände. EU-Regierungen schweigen gleichzeitig, wenn ukrainische "Anti-Terror-Einheiten" die Menschen in der Ost-Ukraine terrorisieren. Die Botschaft an die Putschregierung ist klar und deutlich: Weiter so!

Manchmal rutscht dem ukrainischen Übergangspräsidenten Alexander Tutschinow, der sich als Vorsitzender des Komitees für Privatisierung die Taschen vollgestopft hatte, eine echte Wahrheit raus: "Sagen wir es doch mal ehrlich: Die Bürger dieser Regionen (Ost- und Süd-Ukraine) unterstützen die Separatisten, sie unterstützen die Terroristen, was die Durchführung der Anti-Terror-Operation erheblich erschwert." Hören wir einen Aufschrei der Steinmeiers und der Merkels? Da gibt der Putschisten-Präsident unumwunden zu, dass er zumindest in der Ost- und der Süd-Ukraine das Volk gegen sich hat. Und er beschwert sich, dass dieses blöde Volk sich seiner nagelneuen "Nationalgarde", rekrutiert aus den jetzt beschäftigungslosen Maidan-Truppen, entgegenstellt. Liest oder hört man in den deutschen Medien das Wort Menschenrechte? Nein. Zu lesen ist die hasserfüllte Überschrift auf der ersten Seite der "Süddeutschen Zeitung": "Kiew: Russland führt Krieg gegen uns". Bravo Kornelius, respektable Leistung. Nicht schlecht auch die ARD: Auf der Web-Site der Tagesschau, auf der das markige Merkel-Wort zur europäischen Geschlossenheit referiert wird, häuften sich die wütenden Kommentare der Zuschauer. Das ist der ARD zu viel. Deshalb liest man am 06. Mai 2014 um 16:46 Uhr auf der Seite: "Liebe User, meta.tagesschau.de ist derzeit überlastet. Deshalb kann diese Meldung im Moment nicht kommentiert werden. Mit freundlichen Grüßen, die Moderation." Der riesige und mächtige ARD-Apparat konnte zu der Zeit nicht mehr als neun Kommentare verkraften. Da irgendjemandem im Apparat auffiel wie lächerlich diese Begründung war, wurde die Kommentarfunktion kurzzeitig wieder geöffnet, um dann, nach 110 zumeist konträren Kommentaren, um 19.14 Uhr die Kommentar-Funktion erneut zu schließen. Mit folgender Begründung: "Liebe User, um Ihre Beiträge besser bündeln zu können, wird die Kommentierung dieser Meldung geschlossen. Gern können Sie das Thema hier weiter diskutieren:
http://meta.tagesschau.de/id/85042/europarat-moskau-signalisiert-gespraechsbereitschaft". Besucht man dann diese Adresse wird man weitergeleitet zu http://www.tagesschau.de/ausland/ukraine-konflikt194.html Und dort liest man dann: "Die Kommentierung der Meldung ist beendet." Die wollen uns besser bündeln, um uns besser zu bescheissen.

Ein Wort von den EU-Gewaltigen, die der Ukraine eine Assoziierung und eine NATO-Mitgliedschaft aufschwätzen wollten, an ihre Marionetten in Kiew, und die Antiterror-Truppen blieben in den Kasernen. Ein Wort von den Urhebern der Unruhen, und die Kiewer Untergangsregierung müsste den russischen Vorschlag zu einer gemeinsamen Konferenz mit den Oppositionellen aus der Ost- und Süd-Ukraine annehmen. Aber die Anerkennung der Wirklichkeit, das Eingeständnis, dass man zu hoch gepokert hat, das kommt den USA-Verstehern nicht über die Lippen. Das würde ja die Kriegsgefahr mindern. Deshalb waschen die EU-Funktionäre im Akkord ihre Hände in Unschuld und zeigen mit ihren nach wie vor dreckigen Fingern auf Russland und johlen: Mach mal, Russe!


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 12. Mai 2014 schrieb HMA Tornow:

Sehr geehrter Herr Carillo,

zuerst einmal ist der von Ihnen angeführte Adler in unseren Breiten ein sehr seltener Vogel und wir bezeichnen die unterstellte Sichtweise mehr als Vogelperspektive; aber das konnten Sie wohl nicht wissen, weil Sie, nach eigener Darstellung, solange noch nicht in Deutschland sind.

Ich verstehe überhaupt nicht, woher Sie glauben, dass ich die Demonstrationen auch nur erwähnt hätte und der Maidan erscheint mit keiner Silbe in meinen Ansichten. Mein einziges Bedauern richtete sich gegen die Bevölkerung der gesamten Ukraine, die zwischen diesen zwei Fronten steht.
Auch hatte ich lediglich eingeworfen, dass nach Regierungswechsel in Regionen die derzeitigen "schlechten" Pfründeinhaber, um mit Ihren Worten zu sprechen, gegen die "besseren, gerechteren" neuen Pfründeverwalter eingewechselt werden. Die Funktionäre, die aus der Revolution in Orange hervorgingen, sind beispielhaft dafür, einschließlich der Dame Tymoschenko.

Alle Amtsmißbräuche, nicht nur in der Ukraine, haben mit Geld zu tun und das wächst nun einmal nicht auf Bäumen (ausser bei Oliven).
Dass Putin ausreichend Zeit gehabt hatte, war lange vor den Winterspielen bereits bekannt und die Zeit zu reagieren war ausreichend. Putin jedoch wollte störungsfrei seine Spiele über die Bühne bringen und auch nicht auf die westlichen Länder und die USA verzichten.-

Es erscheint mir doch eher der Eindruck zu sein, dass ausschließlich die vorgebrachten Einwände von Herrn Gellermann als Vorlage dienten und der mir entgegengebrachte Kommentar eher ein Claqueurgehabe war.
Aber so ist es nun einmal mit der wortgewandten Didaktik, es lugt immer der erhobene Zeigefinger hervor.


Am 12. Mai 2014 schrieb Manfred Fenn:

Damit ist wohl geklärt, wer die Morde auf dem Maidan begangen hat.

http://www.welt.de/politik/ausland/article127862117/Hunderte-US-Soeldner-sollen-fuer-Kiew-im-Einsatz-sein.html
http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/4726726/us-soeldnertruppe-in-der-ukraine-im-einsatz.html
http://www.nachrichten.at/nachrichten/weltspiegel/400-US-Soeldner-sollen-ukrainische-Armee-unterstuetzen;art17,1383043


Am 11. Mai 2014 schrieb Reyes Carrillo:

Lieber HMA Tornow,

ich muss das, was Ihnen Herr Gellermann bereits geantwortet nicht wiederholen. Obschon eine Mehrfachunterstreichung seiner Argumente durchaus angebracht wäre.
Bei all Ihren zu weiten Strecken verblüffenden Betrachtungen aus der Adlerperspektive könnte es vielleicht ja helfen, für einen Moment die großen Zusammenhänge der Weltenläufte mal hintan zu stellen und sich nur an die nackte Chronologie der Ereignisse seit dem Eintreffen der ersten Demonstranten auf dem Kiever Maidan für eine bessere, gerechtere Ukraine zu halten. Einfach nur Fakten – noch fern jedes Subjektivismus, jeder Interpretation, Projektion, Desinformation und Propaganda. Sollten Sie dies tun und es innerlich ertragen, werden Sie zu dem klaren Ergebnis kommen müssen, dass dem gesamten Konflikt in erster und letzter Distanz eine (lang vorbereitete) NATO-Aggression zugrunde liegt und Russland einseitig in die Rolle des – sehr spät – Reagierenden und Handelnden gezwungen wurde. Das sind die Fakten. Leider. Manches ist eben doch den Intellekt beschämend einfach. Und da helfen dann auch keine gewundenen Adlerflüge weiter.


Am 10. Mai 2014 schrieb Walter Bornholdt:

Walter Bornholdts Recherche bringt erstaunliches zu Tage
"Ukraine: “Gouverneur” des Putsch-Regimes nennt Hitler einen “Befreier” - "Wenn Ihr die Geschichtsbücher lest, wir haben eine Reihe von Dokumentationen darüber, dann sehen wir, dass er (Hitler) zuallererst eine Parole von der Befreiung vom kommunistischen Joch vorbrachte, und von der Befreiung vom Tyrannen Stalin.”

https://www.radio-utopie.de/2014/05/10/ukraine-gouverneur-des-putsch-regimes-nennt-hitler-einen-befreier/


Am 10. Mai 2014 schrieb HMA Tornow:

Mit den Aktivitäten des westlichen Mainstreams haben Sie natürlich recht. Ich bin deshalb auch nicht auf Einzelheiten der Berichterstattungen eingegangen. Ich wollte meine Sichtweise darlegen, die ja auch nur mehr oder weniger subjektiv sein kann, weil ich nicht am Orte des Geschehens bin.Mir ging es in erster Linie um den Eindruck, den ich vom Großteil der Bevölkerung der Ukraine habe.

Wir können dieses doch besser nachempfinden als andere Nationen, aufgrund unserer zweigeteilten Vergangenheit.- Das Expansionsgehabe der NATO ist dennoch in meinen Augen nur die eine Seite der Medaille; die andere ist der wirtschaftliche Einfluß unserer Oligarchie. Die Ukraine ist das Einfallstor nach Osten. Das hatten seinerzeit schon die Nazis erkannt und sich von Westen her mit den Ukrainern verbrüdert. Wie weit das damals ging, weiß jeder Historiker zu berichten.

Dass Putin seinen Hinterhof sauber halten möchte ist verständlich; hat er es doch von den USA gelernt. Nur sind seinen Mittel mehr "back to the roots" der stalinistischen Zeit, als die subtile Handhabe der Neuzeit, wo man soche Annektionen mit wirtschaftlichen Mitteln betreibt. Ich bin, nach wie vor, der Überzeugung, in dieses Dilemma hat uns die globale Finazwirtschaft gestürzt, die ja auch die Politik und ihre Protagonisten fernsteuert. Eine rein politische Lösung halte ich daher für unwahrscheinlich. Die Unfähigkeit treten die wehleidige Miene und die Statements des Steinm(eierns) an. Sie sind mehr zum Steinerweichen; die der Merkel sind dagegen reiner Opportunismus, nach dem Motto, "sie küsste und sie schlug ihn".

Ich hatte vor Sotschi schon geschrieben, wenn die Spiele vorbei sind, geht Putin zur Sache - und das hat sich bewahrheitet.

Antwort von U. Gellermann:

Mein Eindruck von der ukrainische Bevölkerung ist, dass sie tief gespalten ist. Und nicht Putin sondern Steinmeier hat auf dem Kiewer Maidan einen Pakt mit Faschisten abgeschlossen. In der Sezession der Krim kann ich nichts stalinistisches erkennen. Im Versuch der USA, gestützt auf die EU, die Ukraine unter Kontrolle zu bekommen, entdecke ich eine lange Blutspur, die sich von Vietnam über Lateinamerika, und den Irak bis zu Libyen zieht. Überall dort wurde - Neuzeit hin oder her - nicht mit "wirtschaftlichen" Mitteln gearbeitet, sondern mit brutal-militärischen. Last but not least: "die" Ukrainer gibt es und gab es nicht. Neben manchen kollaborierenden Ukrainer gab es auch den todesmutigen sowjetisch-ukrainischen Widerstand gegen die deutschen Nazis.


Am 10. Mai 2014 schrieb HMA Tornow:

So wie sich für mich die Lage in der Ukraine darstellt und wie ich von russischen, hier Lebenden (subjektiv) in Gesprächen erfahre, steht dort die Masse der Bevölkerung zwischen zwei Fronten und ist dem Treiben mehr oder weniger hilflos ausgeliefert. -
Was vielmehr Sorgen machen sollte, scheint die Tatsache zu sein, dass die augenblicklich herrschenden Funktionsträger ihre Pfründe gegen diejenigen verteidigen, die andererseits deren Privilegien nun übernehmen wollen. Soweit mein Eindruck aus vieler Munde, den ich hier, völlig wertfrei, wiedergebe.-
Mich persönlich frustriert jedoch die seinerzeitige politische Kurzsichtigkeit von Frau Merkel, die Putin noch bis vor kurzem hofierte, nun aber wohl inzwischen erkannt haben muß, dass sie von Putin bei den Abschlüssen der Gaslieferungen und der Finanzierungsbeteiligung zu der Pipeline, gründlich vorgeführt wurde. Schon mehrmals wurde der Strang zu Repressalien genutzt. Leider eben von der anderen Seite.
Nun aber droht eine neue Gefahr, wenn sich der östliche Teil der Ukraine abspaltet und eine eigene Regierung, oder mindestens eine autarke Verwaltung gründet. Dies wäre eine zusätzliche Kraft, welche die abhängigen europäischen Länder zu Zugeständnissen zwingen könnte, die diese sicher nicht wünschen würden, da es sich vermutlich in erster Linie um wirtschaftliche Zwänge handeln würde; nach dem Motto, "sei gut zu mir, dann drehe ich Dir auch nicht den Gashahn zu".
Ich denke nun das ist der Politik klar und veranlsst sie zu diesem hektischen Gehabe, dass bisher nichts als Worthülsen hervorgebracht hatte. Unsere Wirtschaft, die seit Jahren auch nur noch kurzfristig in Daxwerten denkt, hat diese Tasache überhaupt noch nicht ins Kalkül gezogen, weil das meist unfähige Management nur noch die eigene Nabelschau betreibt , oder allenfalls über den zu verschachtelnden Bonustransfer nachgrübelt.
Leid kann einem nur die sonst ehrliche und fleissige Bevölkerung tun, die nun hin- und hergerissen zwischen zwei Lagern aufgerieben wird.
. . und der kleine Napoleon, zwischen seinen Zwiebeltürmchen reibt sich das Fäustchen und blättert wieder in dem russischen Handbuch der Desinformation!

Antwort von U. Gellermann:

Vor den subjektiven Wahrnehmungen liegen die objektiven: Was wir zur Zeit als Kriegsgefahr feststellen müssen, ist ausgelöst von der langen, beharrliche Ausdehnung der NATO und dem gelungen Versuch der EU sich in die inneren Verhältnisse der Ukraine einzumischen. Wer sich auch nur einem Moment vorstellen mag, wie die USA reagieren würden, wen Russland einen Stützpunkt in Mexiko oder Kanada installieren würde, der weiß was ich meine.

Was die Pipeline angeht: Die Russen nehmen den auf dem Markt üblichen Preis von uns und wollen ihnen jetzt auch von der Ukraine (nachdem die vorher rabattiertes Gas bekam dessen Rechnung sie nicht oder nur schleppend beglichen haben). Wenn es mal Drohungen mit dem Gashahn gab, dann bisher nur gegenüber dem säumigen ukrainischen Schuldner. Der dann allerdings damit drohte, die Durchleitung in den Westen zu stoppen.

Über Ihre Anmerkungen zur russischen Desinformation bin ich erstaunt. Es wird sie sicher geben, auch wenn ich im aktuellen Konflikt kein Beispiel weiß. Aber die heftigste Propagandashow zieht doch seit Monaten der deutsche Medienmainstream ab: Barrikaden und besetzte Dienststellen in Kiew waren immer gut, in der Ostukraine immer schlecht. Eine von der Bundeswehr geführte, militärische Spionagegruppe wird als OSZE-Mission deklariert, die OSZE bestreitet das. Zu sehen allerdings nur im österreichischen TV. In ARD und ZDF wird eine Fake-Video über einen "russischen Oberst" der in Donezk Milizen kommandiert, den es nie gab und Golineh Atai, die Korrespondentin der ARD in der Ukraine, erzählt gefährlich dummes Zeug über einen Brandanschlag, der 700 Kilometer von ihrem Standort entfernt geschehen ist, als wäre sie dabei gewesen. Das ist der pure Goebbels, hier in unserem Land, dessen Medien in extremer Gleichförmigkeit den selben Quatsch erzählen: USA gut, Russe böse.


Am 09. Mai 2014 schrieb Martin Lechky:

Lieber Dieter Tiroch,


der österreichische Sender ORF hatte zum Thema, "OSZE-Beobachter", ein Interview mit Herrn Claus Neukirch, Vizechef des OSZE-Krisenpräventionszentrums ausgestrahlt. 

Dieses Interview war auch auf der TVthek des ORF´s abrufbar. 

Vor kurzem Stand ich vor dem selben Dilemma, in einer Diskussion wollte ich, als Beweis, auf eben dieses Interview zugreifen, gespeichert hatte ich damals lediglich den Link zum Interview. Ich staunte nicht schlecht als mir ein "Seite wurde nicht gefunden" entgegen sprang. 

Es gibt mehrere Uploads des Interviews auf Youtube, einen Link möchte ich Ihnen nicht vorenthalten. https://www.youtube.com/watch?v=7sDxPfJh-t8

In den deutschen Medien wurde das Interview, soweit ich das beurteilen kann, nicht thematisiert von daher erzielt es einen gewissen AHA-Effekt bei Menschen die keine Zeit haben sich ständig im Internet, alternativ, zu informieren. Insbesondere weil die deutschen Medien immer von "OSZE-Beobachtern" fabuliert.


Am 09. Mai 2014 schrieb Dieter Tiroch:

Diese Woche waren meine Freunde zu Gast. Im Laufe des Abends kamen wir auf die sogenannten OSZE-Geiseln in der Ukraine. Und meine Wahrnehmung differierte wieder gewaltig. Zur Untermauerung meiner Wahrnehmung wollte ich meinen Freunden meine Links zu den Artikeln von T-Online schicken und dann passierte Folgendes:

Die Links verweisen jetzt auf andere Artikel.
Das heißt, die Originalartikel wurden zensiert bzw gelöscht.

Den ersten Link hab´ ich mir am 26.04. um 11:55 Uhr selbst geschickt, den zweiten um 18:03 Uhr.
    http://www.t-online.de/nachrichten/specials/id_69154210/berlin-in-der-pflicht-deutsche-gehoerten-nicht-zur-eigentlichen-osze-mission.html
    http://www.t-online.de/nachrichten/specials/id_69154210/separatisten-klagen-an-ohne-erlaubnis-auf-unserem-territorium-.html

Beide werden jetzt auf einen Artikel vom 27.04. 00:08 Uhr weitergeleitet:
    http://www.t-online.de/nachrichten/specials/id_69154210/steinmeier-kaempft-fuer-deutsche-geiseln-in-der-ost-ukraine.html

Den dritten Link hab´ ich mir am 27.04. um 20:30 Uhr geschickt:
    http://www.t-online.de/nachrichten/specials/id_69169750/geiseln-wie-trophaeen-vorgefuehrt-scharfe-kritik-von-steinmeier.html

Der wird jetzt auf einen Artikel vom 28.04. 14:36 weitergeleitet:
    http://www.t-online.de/nachrichten/specials/id_69169750/ost-ukraine-separatisten-fuehren-osze-geiseln-wie-trophaeen-vor.html

Die einzigen Links, die ich jetzt noch finden konnte, waren die Folgenden:

     http://de.wikipedia.org/wiki/Zentrum_f%C3%BCr_Verifikationsaufgaben_der_Bundeswehr

Dort steht:
Am 25. April 2014 wurden neben einigen Militärs anderer Länder drei Soldaten vom Zentrum für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr sowie ein ziviler Sprachmittler durch einen Separatistenführer in der ostukrainischen Stadt Slowjansk in Gewahrsam genommen. Wie die OSZE bereits am Abend des 25. April bekannt gab, waren die militärischen Beobachter nicht im Auftrag der OSZE sondern im Rahmen einer bilateralen Mission auf Grundlage des Wiener Dokuments[6] auf Einladung der Übergangsregierung in Kiew in der Ostukraine unterwegs.[7][8]

Ein Link auf Wikipedia ist `natürlich´ als Quelle `wertlos´.

Interessant sind die Links [7] und [8].

Link [7] bezieht sich auf einen Artikel in der Süddeutschen vom 27.04. 18:27 Uhr:
    http://www.sueddeutsche.de/politik/festgesetzte-osze-beobachter-vorgefuehrt-in-einem-unwuerdigen-schauspiel-1.1945127-2

Dort steht sehr versteckt:
Die Verschleppten sind keine Mitarbeiter der OSZE. Das hatte die Organisation selbst bereits am Freitag (dem 25.04.) mitgeteilt.
Die Süddeutsche ist wohl die einzige `zitierfähige´ Quelle, also ein `Qualitätsmedium´.


Link [8] wurde in der Zwischenzeit gelöscht (falsch, ich verwende nur den falschen Browser), man findet den Link aber bei `You Tube´:
    http://www.youtube.com/watch?v=mWeU_4UEAq8
Es handelt sich um einen Fernsehbeitrag des ORF. Auf einer Diskussionsseite der Wikipedia habe ich mal die Frage entdeckt, ob denn ORF,  ARTE und 3SAT `zitierfähige´ Quellen seien.

Es macht dort auch richtig Spaß, die ganzen Links in der rechten Spalte anzuklicken.

Jetzt noch ein kleines `Highlight´, das ich auch eher zufällig entdeckt habe. Es ist ein `Produkt´ von Reiner Kröhnert, von dem ich seit vielen Jahren nichts mehr im Fernsehen entdeckt habe.
     http://www.youtube.com/watch?v=fnIDkc4DNng
Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie das Ihren Lesern nicht vorenthalten würden.

Was ich jetzt auch noch erklären möchte:
Ich wurde nicht von Ihnen (oder von Egon W. Kreutzer) manipuliert, sondern ich habe Sie entdeckt als Brüder (oder vielleicht doch Gender-Schwestern) im Geiste.


Am 09. Mai 2014 schrieb Jürgen Heiducoff:

Zu "Mach mal, Russe" und dem mächtigen deutschen Medienimperium: 
Diagnose: Unheilbar
Therapie: Offener öffentlicher Widerstand - der DRUCK DER STRASSE !!! 
Meine Herren Fuchs und Gellermann - bitte lassen Sie sich nicht provozieren von irgendwelchen gleich geschalteten "öffentlich-rechtlichen?" Medien. Diese sind, wie Sie wissen, weder öffentlich, noch rechtlich. Regen Sie sich bitte nicht auf! Ihre Gesundheit ist so wichtig, weil sie die Voraussetzung ist, dass die Rationalgalerie noch lange betrieben wird. Denn wir brauchen unsere Rationalgalerie. 
Dass Kommentarfunktionen geschlossen werden, hat auch, aber nicht nur mit Überlastung oder Bequemlichkeit zu tun. Die Redaktionen wissen, dass der durch sie belogene Bürger per Gesetz zur Zwangsfinanzierung der öffentlich-rechtlichen Lügenkanäle verdonnert ist.
Wahrscheinlich hilft nur Boykott der Mainstreammedien. Stellen Sie sich vor, kein Mensch würde mehr von deren Kommentarangeboten und Foren Gebrauch machen. 
Die Foren dienen doch nur dem Berauschen der Kommentierenden. Sie gehören zum modernen "Opium für das Volk". Bei den Foristen soll der Eindruck erweckt werden, sie würden mitreden können. Können sie ja auch - nur wird ihre Meinung nichts bewirken. 
Moderne Foren und Kommentar-Angebote, gesiebte Leserbriefe etc. sind nichts anderes als "Ventile zum Abbau des Bürgerfrustes". Sie bewirken sonst nichts! 
Solange die Helden Foristen sich hinter Pseudonymen verstecken statt mit offenem Visier zu agieren, werden sie, außer etwas Selbstbefriedigung, nichts erreichen. 
Die modernen Protestformen, die das Internet hervor brachte, sind vielleicht eine notwendige, jedoch nicht die hinreichende Bedingung für echte Mitbestimmung in der Politik. Erst, wenn die Möglichkeiten des Internets dazu genutzt werden, dass wir Belogenen, Betrogenen und Verarschten uns die Maske vom Gesicht reißen und in die reale Öffentlichkeit gehen, auf den Potsdamer Platz, vor das Brandenburger Tor und dort offen unseren Protest zeigen und unsere Auffassungen artikulieren ? erst dann wird, wenn wir in ausreichender Zahl auftreten ? uns vielleicht zugehört. 
Die Politik und die Mächtigen hinter ihr VERSTEHEN NUR DEN DRUCK DER STRASSE !!!

Antwort von U. Gellermann:

In vielem kann ich Ihnen zustimmen. Allerding sehe ich die Kommentarfunktionen bei ARD, ZDF oder auch Spiegel-Online nicht nur als Ventilfunktion. Insbesondere wenn die die Zahl der empörten Mails so hoch ist, dass Kommentarfunktion geschlossen werden muss. Das ist für die Foristen lehrreich.


Am 08. Mai 2014 schrieb Ferdinand Fuchs:

Gerade packte mich der Ehrgeiz, einem soeben eröffentlichten Kommentar auf tagesschau.de zu kommentieren. Der Titel des Kommentars lautet "Und alles läuft nach Putins Plan" und ist verfasst von Bernd Großheim, ARD-Studio Moskau.

Aus meinem Ehrgeiz, mich zu äußern, entstand recht rasch eine gewisse Hilflosigkeit, denn, wie auch bei Ihrem Beispiel wurde mir die Kommentierung schlichtweg verwehrt, aufgrund

"Am 08. Mai 2014 um 19:02 von Moderation
Schließung der Kommentarfunktion

Sehr geehrte User,
um Ihre Kommentare zum Thema "Ukraine-Krise" besser bündeln zu können, haben wir uns entschlossen, die Kommentarfunktion in diesem Artikel zu schließen.
Die Meldung "http://meta.tagesschau.de/id/85107/putin-will-trotz-ukraine-krise-zur-d-day-feier-kommen" bleibt für Sie weiterhin kommentierbar.

Die Moderation".

Na gut, dachte ich, nutze ich eben jene andere Meldung, auch wenn der Kontext ein gänzlich anderer ist. "Pustekuchen" dachte sich jedoch tagesschau.de und konfrontiert mich beim nächsten Klick mit

"Am 08. Mai 2014 um 19:05 von Moderation
Schließung der Kommentarfunktion

Liebe User ,

meta.tagesschau.de ist derzeit überlastet. Deshalb kann diese Meldung im Moment nicht kommentiert werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen Die Moderation".

Vielen Dank!

Antwort von U. Gellermann:

Mich packt die Wut bei solchen Erlebnissen: Wir Zuschauer bezahlen den Apparat und die (Chefredakteure, Intendanten, USA-Versteher) machen was sie lustig sind. Ich wiederhole mich: Die verarschen uns. Das muss sich ändern.


Am 08. Mai 2014 schrieb Peter Lind :

Bemerkenswert scheint zu all dem schon Gesagten die Zurückhaltung der Deutschen Gewerkschaften. insbesondere auch des Dachverbandes zu den Ereignissen in der Ukraine. Noch im vergangenen Jahr haben die Gewerkschaften dankenswerter Weise an den 80. Jahrtestag der Zerschlagung der Gewerkschaften in Deutschland (2. Mai 1933) erinnert, gemahnt derartiges nie wieder zuzulassen und zugleich an die Solidarität apelliert. Nun brennen in der Ukraine Gewerkschaftshäuser, wiederum, wie am 2.Mai 1993 von Nazis hier, dort von Rechtsradikalen der Ukraine angezündet. Aber unsere hiesigen Gewerkschaften schweigen. Aber vielleicht wird es eine Äußerung auf dem DGB-Bundeskongreß am kommenden Wochenende geben. Die Hoffnung stirbt.....
Noch bemerkenswerter ist aber das Schweigen solcher deutschen Politiker, die über Jahre hinweg an dieser Entwicklung in der Ukraine mitgezündelt haben. Die Frau Harms, der Herr Cohn-Bendit, die Dame Marieluise Beck, nicht zu vergessen deren Kolleginnen und Kollegen, wie Cem Ö. und Claudia R., die ihre einstige Friedensgesinnung gegen einen orangen Schal einwechselten und auf dem Maidan kräftig mitputschten. Sollte ihr derzeitiges Schweigen etwa bedeuten, daß ihnen da etwas aus der Kontrolle geraten und jetzt arg peinlich ist? Das wäre ja schon was. Aber nach all dem was sie in den letzten eineinhalb Jahrzehnten so mitverbrochen haben (Krieg gegen Jugoslawien, Hartz IV etc.) kann ich das nicht glauben.


Am 08. Mai 2014 schrieb Herr Wurzelzwerg:

Hab mir gestern die Aktuelle Stunde zur Ukraine im Bundestag angesehen. Es ist erschreckend - das sind unsere Volksvertreter! Die Linke versucht ja wenigstens, da eine gewisse Rationalität hineinzubringen, bei diesen Mehrheitsverhältnissen aber hat sie keine Chance, zumal die Grünen als Oppositionspartei sich selbst unglaubwürdig machen, im Grunde ja inoffiziell mitregieren.

Die von Ihnen beklagte Medienpropaganda ist ja nur die Folge der deutschen Politik, die im US-Schlepptau hängt - die eben diese Art von Propaganda nötig hat. Das wird meines Erachtens von den Medienkritikern ein bisschen zu oft übersehen. Bei all den Protesten gegen die deutsche Anti-Putin-Propaganda habe ich bisher kaum ernst zu nehmenden Protest gegen die deutsche Ukraine-Politik gelesen, bis auf Ausnahmen. Was Golineh Atai angeht, so hat die Tagesschau sie als ernst zu nehmende Journalistin gründlich delegitimiert, indem sie eben genau solche Berichte von ihr verlangte. Wobei selbstverständlich nicht zu übersehen ist, dass G. A. selbst hinter ihren "Verlautbarungen" steht. Sie weiß es nicht anders, und sie kann es nicht anders .

Die Beobachtungen, die Sie in diesem Beitrag mitteilen, sprechen mir aus dem Herzen.


Am 08. Mai 2014 schrieb Reyes Carrillo:

Lieber Herr Gellermann, was noch, was wieder, was nicht schon längst Gesagtes antworten? Dieser Artikel war eine solche Wohltat, wie ich es kaum beschreiben kann! Obschon der Begriff „Wohltat“ etwas befremdend innerhalb dieser Kontexte wirkt. Innigen Dank. Dass das (negativ) Unfassbare immer wieder steigerbar ist, das ist eine durch Lebenserfahrung gespeiste Binse. Emotional dagegen ist jeder neuen Begegnung mit dieser Binse nichts Linderndes entgegenzusetzen. Mir geht es jedenfalls so – und sicher auch vielen, vielen anderen. Was da in Odessa passierte ist diese neue Steigerung des Unfassbaren. Jeder emotionale Millimeter hinein in die nicht zu beschreibende Grausamkeit dieses Massakers ist schier unerträglich. Und wenn dann alles nach zumindest einem kleinen Stück Gerechtigkeit schreit wie wenigstens einer objektiven, empörten Berichterstattung, und wir miterleben müssen, wie dagegen das unvorstellbar Unmenschliche in diesem Land totgeschwiegen, verdreht und damit letztlich gerechtfertigt wird, dann – ja dann? Ich weiß persönlich nicht, wie ich damit umgehe. Ich kenne eine solche gleichgeschaltete, jede Menschlichkeit verachtende Staatspropaganda eigentlich nur aus der faschistischen Diktatur.
Deshalb sehe ich, schizoid das Unmenschliche in Gut und Böse aufspaltende und abstrahierende Schreibtischüberzeugungstäter wie Stefan Kornelius in bester faschistischer Tradition. Aber auch an dieser Stelle wiederhole ich mich wohl, glaube ich.

Ganz unerträglich sind vor allem ja diese Worte in Ihrem Artikel, Herr Gellermann: „Ein Wort von den EU-Gewaltigen, die der Ukraine eine Assoziierung und eine NATO-Mitgliedschaft aufschwätzen wollten, an ihre Marionetten in Kiew, und die Antiterror-Truppen blieben in den Kasernen. Ein Wort von den Urhebern der Unruhen, und die Kiewer Untergangsregierung müsste den russischen Vorschlag zu einer gemeinsamen Konferenz mit den Oppositionellen aus der Ost- und Süd-Ukraine annehmen.“
Genau so ist es – wie ja eigentlich immer vor oder während kriegerischer Auseinandersetzungen. Und genau deshalb sind es die Genannten, die jeden einzelnen Toten mitzuverantworten haben!

Nun, Golineh Atai hat gerade eben den 1995 ins Leben gerufenen Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis bekommen, der jährlich vor allem an sich um eine einseitige neoliberale, US-hörige und NATO-afine Berichterstattung verdient gemachte Fernsehjournalisten verliehen wird. So ist die gebürtige Iranerin nun in bester Gesellschaft mit dem ZDF-Chef-Inquisitor Claus Kleber (2010) oder mit Jörg Armbruster (2013), der sicher vielen für seine einseitige pro-westliche, unerträglich bellizistische Syrien-Berichterstattung noch in Erinnerung geblieben ist.


Am 07. Mai 2014 schrieb Brigtte Mensah-Attoh :

Es ist in meinen Augen so sonnenklar, wie diese antirussische Propaganda abläuft:

Alles Aufgetischte, Russland betreffend, ist stets und immer auf den Namen "Putin" focussiert! Das ist ja so bequem - personifizierte Urangst "vor DEM Russen"!

Wenn aber Amerika gemeint ist, redet man ja auch nicht von "Obama" - und ist von Frankreich die Rede, ist es auch nicht automatisch "Hollande" - usw..
Die westlichen Interessen sind in diesem Fall der-ma-ßen evident, daß es einem schlecht wird. Indessen zündeln (die Marionetten ihrer Hintermänner - Merkel - Obama - munter weiter.
MAN MERKT DIE ABSICHT UND IST VERSTIMMT!

Immerhin - die sog. "Putinversteher" - (siehe "DIE ANSTALT") - und, wie mir scheint, kommen immer noch weitere "besonnene" Aufklärer dazu, die dagegen halten - hier im Besonderen zu erwähnen Frau Krone-Schmalz, die wirklich Ahnung hat von dem, wovon sie spricht, sie reden nämlich eine viel weniger brandstifterische Sprache!


Am 07. Mai 2014 schrieb Björn Hagers:

Der Kurs der polnischen Regierung, aus eigennützigen Interessen den Konflikt zwischen NATO und Russland möglichst zuzuspitzen, verstärkt meine ausgeprägte Aversion gegenüber der Regierung unseres Nachbarstaats. Gleichwohl finde ich den Begriff "US-Schoßhund-Polacke" in vorstehendem Leserbrief befremdlich. Das weckt unangenehme Assoziationen. Vor Beifall aus der falschen Ecke sollte die Galerie sich hüten. Und schützen.


Am 07. Mai 2014 schrieb Pat Hall:

Über den US-Schoßhund-Polacken strömt der West-Imperialismus ungehindert in die Ukraine hinein. Es sind die selben Strukturen wie in aderen Ländern auch! Zerstören...alles Platt machen....und dann als "Gönner " hervorteten ,!
Mein Gott, wie Doof ist das ?

Antwort von U. Gellermann:

Der Ausdruck "Polacken" ist diskriminierend. Unsere polnischen Nachbarn sind Polen. Auch wenn ihre Regierung schoßhündlich gegenüber den USA agiert, ähnelt sie doch einfach nur der deutschen.


Am 07. Mai 2014 schrieb Christoph Pauli:

Ich hab ja schon einiges gesehen mit meinen 46 Jahren. Aber die ukrainischen youtube-Videos vom Progrom in Odessa, das ist nichts für Leute mit Reizmagen.
Die Nichtberichterstattung darüber ist so ekelig wie unsere hörigen Volkszertreter, die den Mist den Sie verzapfen sogar selbst glauben.
Was jetzt kommt hat nichts mehr mit polittristesse zu tun. Wir bekommen den heißen Herbst vorgezogen auf den Sommer.
Die massiven Truppenverlegungen für das im Juni in der Ukraine stattfindende NATO Manöver läßt einen größeren Zwischenfall während der Übungen vermuten. Halt ganz 9/11 like. Bloß blöd das da ausgerechnet die Turn,äh Fußball WM in Brasil stattfindet.
Ja und bei Onkel Sam läufts auch nicht gerade rund. Uns so oft stehen die Fenster nicht offen...
Aber die Oberspiesser sind momentan unsere Gleitmedien. Die zensieren was das Zeug hält.
Wenn ich gut drauf bin teste ich immer ein bischen rum was so geht. Ich halt mich da schon an die Spielregeln (nettiquette ist ein selten blöder Begriff) aber zu tief schürfen geht gar nicht.
Aber jetzt mal im Ernst: Uns wird bald allen das Lachen im Hals stecken bleiben. Und ich bin eigentlich kein Pessimist...


Am 07. Mai 2014 schrieb Detlev Matthias Daniel:

Es gibt ein ungeschriebenes Gesetz - nicht nur in Deutschland, sondern wohl in allen Staaten dieser Welt. Es fordert, daß in Situationen außenpolitischer Bedrohung Burgfriede zu gelten habe. Wer immer sich selbst für staatstragend hält, wird dieses Gesetz befolgen und sich auf die Seite der eigenen Regierung schlagen, welchen Unsinn dieselbe auch immer von sich gibt. Da das Bild "des Russen", der "kommt", so tief in die Köpfe und Herzen der alten Männer eingebrannt ist, die bei uns wie überall diese staatstragenden Bedeutungen überwiegend wahrnehmen, ist die Stimmungslage einer solchen Bedrohung sehr schnell und leicht erzeugt.

Rußland hat einfach schlechte Karten. Will es das tun, was der Westen von ihm verlangt (die prorussischen Kräfte zurückpfeifen), muß es genau das tun, was der Westen ihm die ganze Zeit vorwirft, nämlich sich massiv in die inneren Angelegenheiten der Ukraine einmischen, möglicherweise sogar militärisch eingreifen. Was auch immer es als nächstes tut, die passende Keule für die Antwort liegt bereit.

Derweil verfestigen sich die unheiligen Allianzen, verstricken sich die Akteure immer mehr in Schuld. Ausländische Mächte, Revolutionäre, Krisengewinnler, Faschisten, Separatisten instrumentieren sich wechselseitig für ihre Interessen. Gewinnen wird letztlich der, der sich an die wenigsten Regeln hält - beste Bedingungen für offene Gewalt. Für die Menschen, die Bürger eine klassische Loose-Loose-Situation, zur Wahl stehen Krieg, Bürgerkrieg oder Faschismus.


Am 07. Mai 2014 schrieb Joe Bildstein:

Ich sprach gerade mit meiner Mutter (Jahrgang 35) am Telefon.
Sie meinte das ganze sei nur noch im Vollrausch zu ertragen.
Ich selber denke das Michelle Mueterfering uns retten wird. Bin froh das wir im Zeitalter des Konkubinats richtige Volksbetreter in Berlin an den Futtertroegen der Macht haben.


Am 07. Mai 2014 schrieb Olaf Schliebe:

Ich hoffe, Werner Brückner hat sich auf das eigene Hemd gekotzt. Dann hat er den richtigen getroffen.
Oder ist er nur blind und taub und kann gar nichts dafür?
Das neue Unwort "USA-Versteher" gefällt mir. Mir ist nämlich schon lange unklar, wieso einer, der nur die Wahrheit in unseren Medien hören will, damit gleich Putin versteht?!!


Am 07. Mai 2014 schrieb Lisa Wegener:

Während ich Ihren Artikel lese höre ich im Radio (rbb), dass in der Ostukraine "Anti-Terror-Truppen im Einsatz" sind. Die können nicht mal "so genannt" sagen, diese unerträglichen NATO-Sender. Ekelhaft.


Am 07. Mai 2014 schrieb Werner Brückner:

Ihr russophiler Artikel ist zum Kotzen. Erst annektieren die Russen die Krim, dann destabilisieren sie die Ostukraine und Sie erwarten, dass die ukrainische Regierung ihre Truppen zurückzieht. Anders als Sie sind die nicht blöd.


Am 07. Mai 2014 schrieb Marc Berger:

Ein prima Artikel und gar nicht schlecht für nen Wessi!
Die haben ja normalerweise weitgehend die Russophobie schon mit der Schluckimpfung im Kindergarten verabreicht bekommen. Und diese ARD-Tante ist ja wirklich an Ahnungslosigkeit gepaart mit Linientreue nicht zu überbieten. Früher haben solche Geistesgrößen maximal das Wetter oder die Lottozahlen angesagt. Selbst die Aktuelle Kamera war differenzierteres Staatsfernsehen - im Nachhinein betrachtet. Aber wenn man 24 Millionen in einen neuen Tisch anlegt, dann bleibt halt kein Geld für gute Journalisten. Und man will sie ja auch nicht - Frau Krone-Schmalz als vermutlich Letzte mit Ahnung von Rußland in diesem Haufen wird von den angeblichen Qualitätsmedien ja weitestgehend boykottiert. Dafür kann man jetzt in den Tagesthemen manchmal die Beine der Moderatorin sehen ... Naja, wers braucht.


Am 07. Mai 2014 schrieb Hans Dampf:

Ich muss Sie leider auf zwei Schwächen Ihres Artikels hinweisen: Sie bemäkeln zwar die Äußerung von Frau Merkel zur Geschlossenheit der EU gegenüber Russland, bemerken aber nicht, dass die ARD dieser Geschlossenheit unmittelbar gefolgt ist: Sie hat schon die Kommentarfunktion geschlossen. Auch die von Ihnen formulierte Umwandlung des Namens der Kiewer "Übergangsregierung" in "Untergangsregierung" ist kontraproduktiv. Die Übergangsregierung heißt Übergangsregierung, weil sie die Interessen der ukrainischen Bevölkerungsmehrheit übergeht. Insofern trägt sie ihren Namen völlig zu Recht.

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