Keine Maulschelle für ARD-Gniffke

Spekulationsgewinne aus Kriegsberichterstattung

Autor: U. Gellermann
Datum: 09. Februar 2015

Ach, wie lustig: Der "ARD-aktuell"-Chefredakteur Kai Gniffke hat von der "Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte" die "Goldene Narrenschelle" umgehängt bekommen. Nicht der fatalen NATO-Parteinahme wegen in der "Tagesschau", nicht wegen seiner nassforschen Kommentare gegen jene Zuschauer, die das kritisieren. Auch nicht, weil jüngst einer seiner journalistischen Zutreiber, Udo Lielischkies, den ostukrainischen Separatisten zwei Tote zugeschrieben hatte, sich aber schnell ein ukrainisches Freiwilligen-Bataillon als Täter rausstelle. Nein, es gab einen "umstrittenen" Kameraschwenk über die Beine der FDP-Politikerin Katja Suding in der "TAGESSCHAU". Tatsächlich wären für die Ukraine-Berichterstattung der ARD auch eher Maulschellen fällig. Zum Beispiel sorgt sich der notorische Lielischkies zur Zeit sehr um Poroschenko: Der müsse sicher vom deutsch-französischen Friedensplan "Zumutungen" erdulden. - Sie lernen es nicht im Öffentlich-Rechtlichen: Journalisten sollten den Zuschauern keine Meinungen zumuten sondern berichten.

Aber man sorgt vor bei ARD und ZDF: Im kommenden Jahr wird mit einem Überschuss von 1,6 Milliarden an Rundfunkgebühren gerechnet. Nun könnte man vermuten, dass dieses Geld an den Gebührenzahler zurückfließt. Auch eine kräftige Investition in die journalistische Qualität der Sender wäre nützlich. Doch der Justitiar des SÜDWESTRUNDFUNKS hat eine viel interessantere Idee. Er will den Überschuss in Überfluss verwandeln, will mit dem Geld Zinsgewinne einfahren, also spekulieren. Das ist ein blendender Vorschlag. Nach ein paar erfolgreichen Spekulations-Jahren könnten sich die Sender von der Last des launischen Publikums gänzlich befreien. Tag und Nacht dürften die Gniffkes ihre eigene Meinung verbreiten und sich gegenseitig mit Journalisten-Preisen behängen, um der Öffentlichkeit ein glänzendes Programm zu bieten: Festakt könnte auf Festakt folgen, nur unterbrochen von Talk-Shows mit den Immergleichen oder Stichwortsendungen mit den immerselben Politikern unter dem Titel: "Devotes aus Berlin".

Gewinnbringend sollten sich die öffentlich-rechtlichen Spekulanten im amerikanischen Rüstungssektor umtun. Der hatte bereits im letzten Jahr einen Höhenflug zu verzeichnen: Dessen Aktienindex konnte um fast 40 Prozent zulegen. Lockheed Martin (Kursplus 40 Prozent), General Dynamics (45 Prozent) und Northrop Grumman (36 Prozent) bilden die Spitze der Kriegsgewinnler. Denn so tapfer, wie zum Beispiel der Ukrainekrieg an der Medienfront geführt wurde, so ungebremst stiegen die Geschäftsaussichten der Rüstungsindustrie. Falls die Gebührenspekulation zum festen Bestandteil der Sendeanstalten wird, kann im Programm das Marketing für die Kriegsfälle gesendet werden, während die Justitiare den Anlagebetrieb sichern.

So ist es denn nur logisch, dass die TAGESSCHAU dem Chef der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, ein Interview zu Füßen legt. Schon im Vorspann weiß die Redaktion "Warum Waffen für die Ukraine kein Tabu sein dürfen." Auch Fragen wie "Wie bewerten sie, dass es etwa in den USA namhafte Befürworter eines solchen Schrittes (Waffenlieferungen) gibt?" sind Steilvorlagen für den Mann, der dem wichtigsten Treffen der weltweiten Waffen-Lobby vorsteht. Eine Klartext-Frage wie jene: "Kann es sein, dass Senator McCain mit seiner Forderung nach Waffenlieferungen nur die von ihm geleistete Investition von fünf Milliarden Dollar für den ukrainischen Regime-Change absichern will?", käme dem ARD-Mann nie über die Lippen. Statt dessen darf Ischinger gebührenfinanziert verbreiten: "Ich halte es für ganz falsch, wenn viele in der deutschen politischen Landschaft die Frage nach möglichen westlichen Waffenlieferungen von vorneherein abwürgen wollen."

Fast verlegen kommentierte Kai Gniffke die Verleihung der Narrenschelle: "Diese Kamerafahrt war ein Irrweg, eine närrische Idee. Es wird nicht wieder vorkommen." - Der Irrweg der Poroschenko-Sympathie wird in der ARD wahrscheinlich so lange vorkommen, wie man sich als Staats-Sender begreift. Aber wenn man dem Kriegs-Wolf die Alarm-Schelle umhängen wollte, begönne diese notwendige Warnung vor einem Krieg in Europa damit, dass die Münchner Waffenschieber-Tagung konsequent als "Unsicherheits-Konferenz" betitelt würde. Auch wäre es dringend geboten, den Fragestellern des ARD-Deutschland-Trends ihre Frage "Sollte die NATO größere Verantwortung in der Ukraine übernehmen" in den Hals zu stopfen um sie neu und ehrlich zu formulieren: "Sollen deutsche Soldaten ihren Hals für die Interessen der USA riskieren und den Zünder an der Weltkriegsbombe schärfen?" Dann würden kaum jene 49 Prozent, die diese "Verantwortung" bejahen zustande kommen. Immer noch, trotz der unsäglich manipulativen Originalfrage, verneinen 46 Prozent die "Verantwortung". Dass ist nach einem langen ideologischen Trommelfeuer an der Ukraine-Medienfront ein Kompliment für einen großen Teil der Deutschen: Sie halten bisher durch.

Der Wettbewerb der BERLINALE hat begonnen.
Es kann deshalb zu Verzögerungen der Leserpost kommen.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 11. Februar 2015 schrieb curti curti:

Gestern gab es noch eine zielsichere Analyse Albrecht Müllers von den Nachdenkseiten:

http://www.nachdenkseiten.de/?p=24965#more-24965

Und aus Russland ein statement, das abschreckend aber nicht abwegig klingt:

https://www.youtube.com/watch?v=hbTt7gKoWbY


Am 11. Februar 2015 schrieb Vit Jasch:

Habe mit vergnügen bei Ulrich Gellermann gelesen.

Das ist der fehlende Part, den auch andere versuchen zu ergänzen. Sofern man gegen eine Million Schreier mit Verstärkern allein in der Wüste rufend ankommen kann. Aber für die Durstigen sind es immer Oasen für ihr durch Flüsse voller Giftlügen überstrapaziertes Nervenkostüm. Wenig Wasser, aber dafür klar und genießbar.

Mich beschäftigt die Frage, wofür macht es einer wie Poroschenko und Kolomojskij, und die noch ca. 50 (schüchterne) Oligarchen im Hintergrund? Genügt Ihnen deren Reichtum und Macht nicht? Sicher können sie im schlimmsten Fall sich in den Westen zurück ziehen, wie so viele Großdiebe aus Russland es taten - auf der Flucht vor Putins Richterspruch. Aber zuhause und nur dort haben sie ihre Fürsten- und Königreiche unbegrenzter Macht. Im Westen werden sie nur hinter Zäunen in der Fremde leben.

Und dann auch das Putin-Erschießungs-Telefonat der Timoschenko im März 2014. Es klang wie Fantasien einer Kranken und Boshaften, aber eigentlich unglaubhaft. Hatte man den Eindruck. „von Russland nicht einmal ein verbranntes Feld übrig bleibt...“ Diese Brutalität aus dem Munde einer kürzlich noch sowjetischen Pfurzionärin, deren Land Ukraine unermesslich durch gerade Russland beschenkt wurde: 1922 Noworossija und 1954 Krim. Und 1939 Galizien, wo auch A.Hitler seine Unterschrift unter der Schenkungsurkunde anfügte. In diesen durch unbegreifliche Wahnsinnstaten geschenkten Territorien passen Deutschland mit Polen zusammen rein.

Dankbarkeit zählt offenbar nicht gerade zu den stärksten Eigenschaften der ukrainischen Politiker. Das sollten sich einige eifrige europäische und deutsche Politlenker merken – und noch die USA nach dieser seltenen Eigenschaft historisch abfragen. „Ukraine“, wenn man diese Jazenjuk-Regierung mit dem Namen vorübergehend identifizieren sollte, erwartet gerade wieder unglaublich großzügige Geschenke. Im Austausch für Ukrainer- und Russenblut.

Doch inzwischen zeichnen sich merkwürdige Details ab: es scheint Timoschenko wusste einfach weit mehr Details aus den transatlantischen Plänen zu einer Zerstörung Russlands, ihre Zerstückelung war wohl ein Thema bei den zahlreichen geheimnisumwitterten „Konferenzen“. Sie hat sich nur nach Freud verplappert und etwas zu sadistisch fantasiert.

Da haben sich also noch vorgestern Parteimitglieder der KPSS, Kravchuk sogar ehemals Mitglied des Zentralkomitees, fast über Nacht zu Superreichen katapultieren können. Lehrer, Mathematiker, Ingenieure, Musiker, Direktoren und Kolchosevorsitzende aus einer 2 Zimmerwohnung, 36 qm, herrschen nun über Imperien aus Milliarden Dollar. Und reisen durch die glitzernden sicherheits-gepanzerten Welten, immer unter den reichsten und Mächtigsten, von ihnen umworben, ermuntert und umschmeichelt. Wie doll man doch einer ist, wie auserwählt. Wenn da in USA einem in schwindelnde Höhe aufgestiegenen arm geborenen Superreichen Perspektiven aufgemalt werden, wie die mächtigen USA das umneidete große Russland zerstören können – das kann beeindrucken. Dazu noch Wunderwaffen-Demonstrationen. Und diesem einstigen Nichts-Wicht fällt es anheim, dabei eine gewichtige (von Wicht) Rolle zu spielen. Geschichte zu schreiben. Treibt sie das an?

Es wäre doch wesentlich interessanter und detailreicher, sich um die Psyche dieser Akteure zu kümmern, statt ständig Fokus auf Putin zu lenken und damit weg vom wirklichen Geschehen. Und auf die eigentlichen US-Strippenzieher wie Bush, Rumsfield, Hilary Clinton, Obama, Allbright, McCain, Kerry, Biden, Kisinger, Soros usw.. Welchen psychopatischen Leiden waren diese Personen wann ausgesetzt? Wie sind sie zu den Monstern geworden, die heute in ihnen ohne Mühe erkennbar sind? Wie haben sie alle europäischen Regierenden und Medien unter Kontrolle gebracht?

Poroschenko ist nun was geworden - wie Putin ein Präsident. Trifft sich dauernd mit den mächtigen Amerikanern und ihnen dienenden Europäern. Dagegen wäre ein Leben nur eines Superreichen von Kaviarteller zum Goldklo wohl langweilig. Ist es das, Herr Poroschenko? Aus Langeweile wollte der es dem Putin gleich tun? Oder gar ihn vernichten? Jazenjuk dürfte auch auf Milliarden geil sein, da er erst „nur“ Millionär ist. Man liest, dass er seit Machtergreifung viel näher an dieses Ziel herangekommen sein soll, und es nicht immer fair mit Komplizen teilen will. Da muss er seinen Hals hüten. (übrigens, wird den USA bei Bedarf sehr leicht sein, ihn und jeden anderen fallen zu lassen, wird einfach zum Opfer der Mafia erklärt)

Und dazu noch die Sorte von Henkern mit Vorliebe zum Hakenkreuz – wie Jarosch und Semenchenko – die unbedingt mit eigenen Händen „Russenblut“ fließen lassen wollen, wie ihre Bandera-Großvätter. Sie sind aber auch für Geld dankbar und wollen inzwischen jedenfalls ihre wertvoller gewordene Leben nicht mehr selbst riskieren, sondern lieber als „Senatoren“ das Leben der Sieger genießen. Das Gesindel fürs Grobe des in USA ausgedachten Machtapparats.

Ich habe den Eindruck, dass die Oligarchen zwar sich verführen und locken ließen und Ziele verfolgen, die erkennbar sind – aber letztlich reiten sie eine wilde Bestie und sie können sie nicht vollständig beherrschen. Weder die Washingtoner noch weniger die aufgeputschten kiever Banderisten-Oligarchen.

Sicherlich haben die CIA-Psychologen genauestens angelegte Psychoprofile für ihre blutrünstigen, machtdurstigen und geldgeilen banderistischen Schützlinge – schließlich legen sie viel in deren Hände. Zum Beispiel das Schicksal des Weltfriedens, Europas und Russlands. Und wer weiss, ob USA dann noch sicher bleibt? Das ist doch wesentlich wichtiger für die Zukunft Europas zu erfahren, als Putins absolut offen liegendes ehrliches russisches Herz eines guten Präsidenten, der er sein will offenbar, der seinem multinationalen Volk und großen Land aus der Patsche helfen will. Zumal in diese Patsche gerade USA Russland hinterrücks mit dem angeblich so „demokratischen“ US-Freund Elzin gestoßen hatte.

Wer sind die Jazenjuks, Poroschenkos, Kolomojskijs, Klitschkos, Ljaschkos, Jaroschs und Timoschenkos? Und Obamas, Bidens, Kerrys, Bushs, Clintons? Was ist von diesen Leuten zu erwarten? Jemand der nur ein kleines Rädchen in der Kette zum roten Knopf ist, verdient schon eine gründliche Überprüfung seiner psychischen Eigenschaften. Diese Wahnsinnigen und ihre Strippenzieher aber wurden von keiner Sicherheit überprüft. Und sie lassen lieber mit dem medial angeordneten Tunnel-Blick auf ihr Opfer von ihren eigenen Taten und Verbrechen ablenken.

Also für den Anfang lege ich vor: diese Leute haben ohne mit der Wimper zu zucken, MH17 allein zum Zwecke der Propaganda abgeschossen. Odessa-Massaker planmäßig zum selben Zweck angeordnet. Und blutigen Bürgerkrieg entfesselt. Solchen Leuten legen wir momentan unsere Zukunft in die Hände. Jedesmal, wenn Merkel und die Mainstream-Medien wieder lügen, Verbrechen decken oder verschweigen und beim bereits hyper-dreisten Russland-Mobbing mitmachen.


Am 10. Februar 2015 schrieb André Burguete:

@Manfred Ebel

Lieber Herr Ebel, in der Hoffnung, dass Herr Gellermann nicht den Eindruck gewinnt, wir würden sein Forum als private Tischtennisplatte mißbrauchen, erlaube ich mir noch den Hinweis auf die folgende Pretiose aus den dunkelsten Kasematten der gründlich geschleiften Bastion des "Spiegel":

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/giannis-varoufakis-ist-griechenlands-
finanzminister-antisemit-a-1017402.html

Bitte fügen Sie dieses halluzinogene Gewächs
(belladonna Töpperii) Ihrem Herbarium hinzu und waschen Sie sich anschliessend gut die Hände.


Am 10. Februar 2015 schrieb Manfred Ebel:

Lieber Herr Bourguete,

erstens sind wir uns einig in der Hoffnung, dass in zwanzig Jahren jemand das nicht glauben wollte, denn das impliziert die Änderung der Verhältnisse.
Zweitens wäre es jedoch das kleinere Übel, glaubte das keiner .
Drittens: Also gut, im Sinne Tucholskys, "Die Glaubenssätze der Bourgeoisie" ab mit B. ins Herbarium. Aber bitte kräftig pressen!


Am 10. Februar 2015 schrieb André Burguete::

@Manfred Ebel

Lieber Herr Ebel, Sie sind zu streng. Wir müssen einige herausragende Exemplare der mit Morbus Blumencron infizierten Spezies für die Nachwelt aufbewahren, das glaubt uns in zwanzig Jahren sonst keiner.


Am 10. Februar 2015 schrieb curti curti:

Ergänzend zu Merkel und ihrer "Friedensmisson" - entweder ist ihr das Herz in allerletzter Minute in den Verstand gerutscht oder es ist die Krönung der Bigotterie. Persönlich gehe ich von Letzterem aus und sie versucht ihr Gewissen noch fix formal reinzuwaschen, nachdem auch sie tief in den Schuldmorast eingesackt ist. Bei ihr fängt die praktische Ukraine-Krise mit der KAS und ihrem hohlen Boxer an, bei ihren Massas weitaus früher mit dem ersten $ bis hin zur 5 Mrd-Investition, die letztlich zu den Marionetten in Kiewer Amt und Würden geführt hat. Heute stellen sie den scharf gemachten Zünder dar für das große "event ".

Vielleicht kommt es zu einem kurzen Intermezzo der Augenwischerei, die Würfel der Eskalation sind indes vor geraumer Zeit gefallen. Der historische Blick insbesondere auf die Zeit nach WW2 zeigt dies überdeutlich und jetzt ist es die Ukraine die an der deadline zappelt.

Wer weiterhin den Geist und die Tat von NWO oder PNAC mit all ihren facettenreichen think-tanks als Verschwörungstheorie abtut und statt dessen von demokratisch, freiheitlicher Wertegemeinschaft schwadroniert, ist entweder dumm oder eitel (ergänzt sich übrigens prima) oder schlicht Profiteur des Spektakels.

http://de.wikipedia.org/wiki/Project_for_the_New_American_Century

Damit noch als Anlehnung an Vorkommentare - Krone-Schmalz hat letzten Sonntag bei Jauch nur ein wenig die scharfen, weil wahren Messer gewetzt, mehr ging nicht in der Kürze der Zeit. Die perfiden Gestalten ihr gegenüber wirkten bereits davon ausgesprochen irritiert bis entwaffnet. Das Kornblum dann dickköpfig den Anti-Amerikanismus aus der Schublade zog gehört zur altbackenen Strategie. Noch widerwärtiger war Schulz, ein Opportunist wie aus dem Bilderbuch, der personifizierte Schlangenmensch. Seinen SPD-Übervatern aus der Wahltroika ist er allerdings -noch- nicht ebenbürtig.

Und bzgl. der typischen Eigenheiten aus dem TV-Eigendorf und der Offenbarung Blumencrons (ex SPON) in der FAZ. Erstere ist gerade erst letzte Woche beim perversen Frisieren von Nachrichten ertappt worden (s.a. Kommentar zu Artikel über die US-Orden) und die zur Realität erklärte und beschriebene Scheinwelt des Zweiten und der von ihm zitierten "Elitevertreter", die die Folgen eigener Defizite kurzerhand als "Psycho-Krieg" der Gegenseite umdeutet, "der mit teuflischem Geschick auf das Herz der offenen Gesellschaft zielt" und deshalb "das Suchen nach gemeinsamer Wahrheit und Gewissheit" zu zerstören trachtet, gehört zweifelsfrei in die Welt eines versierten Psychoanalytikers. Selbst der dann zu erwartende, schwerwiegende Krankheitsbefund dürfte aber nichts daran ändern, daß weiterhin das als maßgeblich dargestellt und verbindlich erklärt wird, was diesem Kreis dienlich ist.

Was für zutiefst armselige Gestalten!


Am 10. Februar 2015 schrieb Brigitte Mensah-Attoh:

Von mir aus auch gerne eine SCHALLENDE OHRFEIGE
an die Adresse all der Lügner, Tatsachenverschweiger, Faktenvernebler und Wahrheitenverdreher in der bundesdeutschen Berichterstattung!

Aus-ge-rech-net der A M E R I K A N E R M C C A I N
erdreistet sich, das Maul so weit aufzureißen - (sinngemäß):
es sei nicht hinzunehmen, daß Russland "ungerechtfertigterweise Menschen massakriere"!

Aus-ge-rech-net der Menschen-Massen-Massakrierer NETHANJAHU
fordert (sinngemäß): unverfrorener gehts nicht - daß dem Iran die Herstellung von Atomwaffen unter allen Umständen verunmöglicht werden müsse!


Am 10. Februar 2015 schrieb unbekannt:

Manfred Ebel

Lieber Herr Burguete,
danke für die Empfehlungen. 
Neumann und Becker & Konsorten: Den ersten Artikel dreimal durchbuchstabieren!

Blumencron erregt bei mir schon mit seinem ersten hypothetischen Absatz Widerspruch: "Der Zweifel ist eine der Grundlagen der westlichen Gesellschaft." Das ist falsch. Zweifel ist eine der Grundlagen wissenschaftlichen Denkens und ein Kind der Aufklärung. Die heutige westliche Welt ist weit weg von Aufklärung, mithin vom Zweifel, von Fortschritt und von Demokratie. Mithin ist sie ein autokratisches Regime.
Mit wahrhaften Prämissen wäre Blumencron eher zu wahren Ableitungen gekommen. So ist die Aneinanderreihung rhetorisch-suggestiver Fragen à le Däniken neben der journalistischen Geschmacklosigkeit eine verdummende Farce. Wir können also hoffen, dass die Massen einen Rest von wissenschaftlichem Denken haben und also mit gesundem Misstrauen zweifeln. Dann ist die Antwort auf die Frage: "Wem, zum Teufel, darf man glauben, und wer verbreitet Unsinn?" gar nicht mehr so schwer zu finden.
Und ja: "Es gibt keine andere Möglichkeit, Verschwörungstheorien zu bekämpfen, als mit der Wahrheit."
Blumencron genießt meinen Schutz nicht. Er hat sich selbst zum Abschuss freigegeben.



Am 09. Februar 2015 schrieb André Burguete:

Auch wenn Herr Gellermann in gewohnter Präzision bereits alles auf den Punkt gebracht hat - hier noch eine besonders delikate Gegenüberstellung von kritischem Verstand und intellektuellem waterboarding:

http://vineyardsaker.de/analyse/frau-merkel-und-der-frieden/#more-2586

http://www.faz.net/aktuell/politik/sicherheitskonferenz-2015/der-ungleiche-kampf-um-die-deutungshoheit-13417093.html

Der Autor des letzteren Pamphlets wird dem Schutz des Publikums empfohlen.


Am 09. Februar 2015 schrieb Manfred Caesar:

Wie können Sie erwarten,daß Gniffke (der Name sagt schon alles) eine Maulschelle für seine "Berichterstattung"(=Unwort des Jahres) erhält?.Er macht doch alles richtig im Sinne seiner Auftraggeber.Die Zuschauer haben nichts zu melden,sie dürfen nur zahlen.Sie wurden durch das GEZ-Gesetz fachgerecht kastriert.
Und Ischinger ist ein seit Jahrzehnten geeichtes Werkzeug der weltverbessernden "Philantropen",die Waffenlobby sind nur Trittbrettfahrer.
Merkel wurde bereits von McCain,einem der größten Kriegstreiber und Friedensnobelpreis verdächtig ,gerügt ,da sie Rußland noch nicht den Krieg erklärt hat.Wenn sie so weiter macht ,wird ihr vermutlich etwas zustoßen.Das Leben ist gefährlich !


Am 09. Februar 2015 schrieb Wera Blanke:


@Lutz Jahoda:

Danke für diesen Hinweis auf den gestrigen "Polit-Talk" , bei Günther Jauch, der ausnahmsweise echt spannend war dank der brillanten GK-S. Ihre profunde Sachkenntnis , die in kürzesten Einwürfen deutlich wurde, war nur schwer zu überdecken von erstaunlich divergierenden Männermei-nungen. Ein hübsches Detail war allerdings die väterliche Inschutznahme des Draufgängers McCain durch Kornblum (er sei halt manchmal so, der Bursche). Die Erklärung gibt Gellermann:
"Kann es sein, dass Senator McCain mit seiner Forderung nach Waffenlieferungen nur die von ihm geleistete Investition von fünf Milliarden Dollar für den ukrainischen Regime-Change absichern will?" Einfach brillant!


Antwort von U. Gellermann:

Liebe Frau Blanke,

herzlichen Dank für Ihr Lob. - Ich gestatte mir Ihren Leserbrief zum Anlass zu nehmen einen aktuellen ZDF-Heute-Eindruck zu vermitteln, der doch nur für all die Wochen frivoler Propaganda steht: Katrin Eigendorf präsentierte soeben - im Rahmen der allgemeinen Ukraine-Berichterstattung - Bilder aus der Ost-Ukraine: Ein ziviles Haus wird gezeigt, noch brennend, und die Eigendorf kommentiert frivol, dass es Beschuss gegeben haben. Wer Verstand hat, der weiß, dass das nicht die Separatisten gewesen sein können. Und doch wird, ohne es deutlich zu behaupten, genau dieser Eindruck erweckt. Einfach durch die Einbettung und das Verschweigen, dass es die Kiewer Truppen waren. Es handelt sich hier um eine Frivolität, die ins Perverse drängt: Die Opfer, die Leute in der Ostukraine, werden zu Tätern erklärt, die Täter, die Regierung in Kiew, wird zum armen Opfer, das man doch zu seiner Verteidigung bewaffnen muss. Das wird den Deutschen Woche um Woche, Monat um Monat ins Gehirn geblasen. Es gibt Momente, in denen man vor Wut laut schreien möchte.


Am 09. Februar 2015 schrieb Volker Rudolph:

In diesem sehr guten Artikel werden viele Fakten zusammengefaßt.

Die beschriebene Realität ist für mich sehr beunruhigend:
Da hat die Person, die die Richtlinien der Politik bestimmen sollte - das aber nicht wirklich will und kann und die ich, nicht nur deswegen, verachte - ausnahmsweise einmal Recht - Keine Waffen an die Ukraine - und schon folgen ihr die `staatstragenden Medien´nicht mehr! Sind diese Schmierfinken schon viel weiter und anerkannte VSA-Bürger, falls der Krieg kommt?


Am 09. Februar 2015 schrieb Hans Jon:

ULI halte Dein VERNUNFT-"Fähnlein" aufrecht!
Die folgenden KOMMENTARE der "SIEBEN AUFRECHTEN" Deutschen lassen mich in heutiger besonders irriger Zeit hoffen, daß dereinst geschrieben steht: "Es gab eine handvoll AUFRECHTE!"... falls es in Zukunft überhaupt noch "Überlebende" geben wird bei dem KRIEGS-WAHN der "herrschenden" ZIVILISATION! Mutige Menschen wie z.B. ERNST THÄLMANN sind nötig, die es heute wagen zu sagen: "Wer USA wählt, der wählt den KRIEG!" (VIETNAM --> KOREA --> AFGHANISTAN --> IRAK --> UKRAINE!).


Am 09. Februar 2015 schrieb Detlev Matthias Daniel:

@ die Herren Becker und Neumann:

Was hat Uli Gellermann Ihnen gezahlt, damit Sie hier allen anderen beweisen sollen, wie recht er hat, und Sie sich dabei auch noch bereitwillig lächerlich machen?


Die überschüssigen Rundfunkbeiträge in Finanzanlagen investieren!
Das ist mal wieder ein Lehrstück, wie Herrschaft funktioniert. Jeder Millimeter, jeder Cent, den wir an Ansprüchen, Rechten, Freiheit an die Mächtigeren abtreten, wird zugleich genutzt, um deren Macht noch weiter zu vermehren, uns noch mehr abzunehmen. Denn auch die so erhofften Gewinne müssen natürlich zuletzt die kleinen Leute bezahlen. Gleichzeitig werden diese Mächtigen immer unabhängiger von den Möglichkeiten unserer Einflußnahme.


Am 09. Februar 2015 schrieb Irene Wagner:

Zu Herrn Becker: Dümmer geht´s nimmer!


Am 09. Februar 2015 schrieb Kay Macke:

Grossartiger Artkel, Uli! Sehr scharfsinnig und entlarvend! Den Zusammenhang zwischen dem militärisch-idutriellen Komplex und den weltweiten US-Kriegseinsätzen wird meiner Meinung nach immer noch als Tabu-Thema behandelt. Dabei leuchtet das doch jedem ein, der eins und eins zusamenzählen kann. Die meisten mendienschaffenden sind jedoch handzahme (Hof)berichtersatter, wie wir wissen, die ihren Job behalten wollen (was ja irgendwie nachvollziehbar ist). Aber manche schiessen mit ihrer Stiefelleckerein echt den Bock ab, wie die beiden folgenden Beipiele demonstrieren: der eine läßt die Kanzlerin als besorgte MutterDurchblickerin ermahnen nicht mehr so viel russischen Wodka zu konsumieren und, der andere läßt sie als besorgte MutterWeltpolitikerin helfen "das Elend der Bevölkerung in der Ostukraine zu lindern".

ICH weiß nicht ob ich darüber nun Lachen oder Weinen soll...

1. Mathias Müller von Blumencron, WELT

[...] Mit Ratlosigkeit brachten die führenden Sicherheitspolitiker der westlichen Welt ein ums andere Mal ins Gespräch, wie rasch die russische Seite im Informationskrieg Geländegewinne erzielt, bevor ein richtiger Konflikt zwischen West und Ost überhaupt in Gang gekommen ist.

Angela Merkel brachte als erste vor, was hinter den Kulissen viele sorgt: Mehr als eine etwaige Aufrüstung der Ukraine beschäftige sie derzeit die hybride Kriegsführung Russlands. ?Wir müssen uns damit auseinandersetzen, mit Misinformation, Infiltrierung und Verunsicherung?, sagte die Kanzlerin. Sie sei zutiefst besorgt über die ?Verunsicherbarkeit unserer Gesellschaften.? [...]

2. Ernst Trost, Kronenzeitung

[...] Sie hält nichts von einer militärischen Lösung, aber viel vom persönlichen Einsatz, um das Elend der Bevölkerung in der Ostukraine zu lindern und um eine europäische Katastrophe zu verhindern. Darum scheut Angela Merkel keine Strapazen und unternimmt trotz der vielen Enttäuschungen, die ihr Wladimir Putin bereitet hat, ohne irgendwelche Erfolgsgarantien gemeinsam mit Frankreichs Präsident Hollande diese Friedensmission. Die sonst eher vorsichtige Kanzlerin arbeitet hier ohne Netz.

Nach fünf Stunden mit Poroschenko in Kiew und fünf Stunden harten Gesprächs mit Putin im Kreml stand sie am Samstag morgen in München am Rednerpult der Sicherheitskonferenz und beantwortete dann noch locker die Fragen aus dem hochkarätigen Publikum. Am Tag danach konferiert sie nochmals telefonisch mit Putin, und am Montag sitzt diese imponierend starke Frau in Washington Barack Obama gegenüber. Da erweckt allein schon die physische Leistung Bewunderung.[...]

Disclaimer: ich bin WEDER Leser der WELT noch der Kronenzeitung (jedenfalls nicht, wenn ich es vermeiden kann).

* Heißt es nicht korrekterweise »DESINFORMATION«? Aber ich hab mir sagen lassen Fr. Merkel spräche dafür ausgezeichnet russisch.


Am 09. Februar 2015 schrieb Lutz Jahoda:

Wer unter niedrigem Blutdruck leidet, dem sei die TAGESSCHAU, aber auch Herr Kleber vom ZDF ans Herz gelegt. Allerdings bedarf es eines unverklebten Verstandes und einer klaren Sicht auf die Quellen allen Übels, wenn diese Empfehlung hilfreich sein soll.

Die Journalistin Gabriele Krone-Schmalz sorgte am gestrigen Sonntag, dem 8. Februar 2015, bei Günther Jauch für frischen Wind und einen unverstellten Blick auf die von den Öffentlich Rechtlichen politisch gern eingenebelte Lage. Unterstützt wurden ihre Klarstellungen vom ehemaligen NATO-General Harald Kujat,
so dass Europapräsident Martin Schulz (SPD) und John Kornblum (US-Diplomat im Ruhestand) mit ihren Meinungen schnell ins Hintertreffen gerieten.
Jauch paddelte bemüht ausgleichend zwischen den Kontrahenten, fragte einerseits, ob nicht der Preis für Putin erhöht werden müsse, erkundigte sich allerdings andererseits auch nach den westlichen Werten und hakte nach, ob diese nicht eher nur wirtschaftliche Werte seien.

Als Frau Krone-Schmalz aufzuzählen begann, wie oft schon das westliche Bündnis entgegenkommende Angebote Putins ignoriert oder hintertrieben hatte, war zu betrachten, wie Martin Schulz in Nöte geriet und nach dem Schwimmmeister Jauch rief - das bereits bekannte Procedere bei Anne Will oder Maybrit Illner, die jeweils ebenfalls schnell dazwischenredend, Rettungsringe werfen -, was Jauch nicht so recht gelingen wollte, Schulz mehrfach nach der in sich ruhenden Boje Kornblum griff, ihn betatschte, was Herrn Kornblum sichtlich auch nicht gerade angenehm war, wie diese für Jauch, Schulz und Kornblum missglückte Gesprächsrunde überhaupt,
die von den Anti-Russland-Argumenten am Schluss lediglich Krümel hinterließ: im Gasometer-Rund nur noch zum Wegfegen geeignet, so dass Herr Gniffke an dieser Präsentation wenig Freude gehabt haben wird.


Am 09. Februar 2015 schrieb Moyra Mangold:

Wird nun auch schon die Rationalgalerie betrollt? Die Herren Neumann/Becker : Stülpen Sie Ihre kruden Ansichten nicht über die Köpfe der Mitdenkenden. Durch solche Mitläufer und Jagröhler ist schon mal eine Welt in der Katastrophe versunken. Schalten Sie Ihr Resthirn ein und recherchieren Sie, dann werden Sie zu erstaunlichen Erkenntnissen gelangen. Nehmen Sie die Nasen aus der Blöd und machen Sie sich ein komplexeres BILD, anstatt in fremden Gefilden denken zu lassen.


Am 09. Februar 2015 schrieb Manfred Ebel:

@ Becker, Neumann & Konsorten

Also ehrlich mal! So naiv kann man doch wohl nicht mehr sein! Es steht Ihnen wie allen anderen Menschen frei, sich zu informieren und nicht, wie Uli Gellermann es treffend formuliert, eine Meinung zumuten zu lassen. Sagen Sie mal, kann man Ihnen wirklich alles zumuten? Sind Sie sich wirklich nicht zu schade, einen solchen horrenden Unsinn zu verbreiten? Versuchen Sie doch, sich selbst Ihre Behauptungen zu beweisen!
Zur Einstimmung können Sie über das geschwundene Vertrauen der Bürger in "ihre" Medien grübeln. (ähm - wessen Medien?)
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/inffratest100.pdf
Und dann passen Sie auf, dass Sie nicht die letzten sind, die merken, wer hier was spielt.
Ich wäre Ihnen ernsthaft dankbar, wenn Sie auch nur einen wirklichen Beweis für Ihre Behauptungen liefern. Aber auch, wenn Sie im Ergebnis Ihrer Recherche-Bemühungen hier genau so öffentlich eingestehen, dass Sie Unsinn verbreitet haben.
Wenn Sie beides nicht können: Schnautze halten!


Am 09. Februar 2015 schrieb Jürgen Heiducoff:

Herr Becker, die Lösung eines vielschichtigen Konfliktes dieser Dimension, Komplexität und Dauer wie der in der Ukraine könnte niemals und nirgends durch eine einzelne Person (Putin) verhindert werden. Hätte Putin eine solche Macht, könnte er das Problem in seinem Sinne lösen.
Die deutschen Leitmedien haben in den letzten Monaten zu oft bewertet, nicht allseitig berichtet, haben einseitig Stellung genommen und Partei ergriffen. Leider sind viele Menschen in Deutschland unbewusst dieser Propaganda auf den Leim gegangen.
Die Problematik sollte nicht trivialisiert werden.
Mich überzeugen die Argumente des Herrn Gellermann durchaus.


Am 09. Februar 2015 schrieb Markus Kienzle:

@Erik Becker
Jeder weiß (oder sollte wissen), dass es der Westen war, der den Konflikt überhaupt erst heraufbeschworen hat und weiterhin zuspitzt durch wirtschafliche Sanktionen gegen Russland und finanzielle Unterstützung und (höchstwahrscheinlich) bereits erfolgende Waffenlieferungen für das ukrainische Putschregime, das, wie auch jeder wissen sollte, in der Tradition eines Stepan Bandera (Nazi-Kollaborateur) gegen die eigene Bevölkerung zu Felde zieht.

@Günther Neumann
Sie zollen wohl auch der Feuerwehr Respekt und klatschen Beifall, wenn sie kommt, den Brand zu löschen, den sie vorher selbst gelegt hat...?!?

@Uli Gellermann
Herzlichen Dank für Ihre in der Regel zutreffenden, klaren Worte und die damit bei mir einhergehenden Schmunzler. Nicht selten bleiben mir diese jedoch, ob der Tristesse und Verachtungswürdigkeit der behandelten Themen und Personen im Halse stecken.
Mehr davon!


Am 09. Februar 2015 schrieb Markus Schmitz:

@Erik Becker
Sie hören sich ja schon an wie Kai Kniffke und unterstellen unbewiesen, dass "jeder weiß", dass Putin der Böse ist. Ich weiß, dass die Verursacher und Auslöser der Ukraine Krise in den USA, in der EUDSSR und im Kanzleramt sitzen. Ich weiß, dass die Russen seit 1989 zurückstecken und immer wieder vom Westen verarscht wurden. Es ist gut und richtig, dass Russland nun dem Westen seine Grenzen aufzeigt. Langsam müssten doch sogar Sie begreifen, dass der Westen zurückstecken muss.

@ Günther Neumann
Frau Merkel hat sich nun, nachdem Sie vermutlich erkannt hat, dass die bedingungslose Unterstützung des ukrainischen Naziregimes nicht zum Erfolg führt und die deutsche Bevölkerung sich nicht mehrheitlich vor den Kriegskarren spannen lässt, dazu entschlossen, der Diplomatie wieder den Vorrang einzuräumen. Das ist in der Tat zu bemerken. Dass sie in diesem Konflikt alles richtig macht, das muss Sie erst noch beweisen.

Die Lösung des Konfliktes besteht darin, dass der Westen endlich begreift, andere Gesellschaftsmodelle neben dem seinen, gleichberechtigt zuzulassen. Egal wie gut oder schlecht uns das andere Gesellschaftsmodell erscheint. Der Westen hat eben keine Legitimation in die Gesellschaftsmodelle anderer souveräner Staaten einzugreifen, weder ökonomisch, noch militärisch. Das ist ausschließlich Sache der Bevölkerung jener Staaten!Hegemonie, Einheitsbrei und Gleichmacherei sind reine Mittel zu einer krankhaften Rundumkontrolle bis hin zur Unterdrückung. Das Hegemoniebestreben der USA hat in den vergangenen 40 Jahren zu nichts anderem geführt, als zu mehr Krieg und noch mehr Zerstörung. Stellen Sie sich die Frage, wer profitiert davon? Es ist ausschließlich der Industriel-Militärische Komplex. Eine kleine aber mächtige Elite. Stellen Sie sich die Frage, wieso die USA mehr für Rüstung ausgibt, als alle anderen westlichen Staaten zusammen und damit um ein Vielfaches mehr, als Russland oder China? Der Industriel- Militärische Komplex bewahrt als einziges den US Dollar und die USA vor dem endgültigen Kollaps. Wer diesem das Wort redet, redet dem Krieg, der Vernichtung und dem Tod das Wort, zugunsten einer korrupten und verschwörerischen Elite. Unsere westlichen Werte, mit denen die ständige Einmischung in Angelegenheiten anderer, fremder Kulturen gerne Gerechtfertigt wird, sind das Papier nicht wert, auf dem diese Werte niedergeschrieben sind. Solange wir selbst mit zweierlei Maß messen, verbietet sich der ausgestreckte Zeigefinger auf die anderen!


Am 09. Februar 2015 schrieb Ingrid Böhm-Duwe:

Am 09. Februar 2015 schrieb Erik Becker:

Jeder weiß, dass es Putin ist, der eine Lösung des Ukraine-Konflktes verhindert. Nur Sie nicht. Langsam müssten doch sogar Sie begreifen, dass die Russen zurückstecken müssen.

Seien Sie ganz tapfer, wenn ich Ihnen sage, dass das, was Sie da mit dem Brustton der Überzeugung und verborgener Schelte im Hinblick auf in Ihren Augen eines “Unwissenden” da von sich geben, schlicht und einfach falsch ist und von genau der Indoktrination – sprich: Verdummung – zeugt, die seitens medialer Berichterstattung auch bei Ihnen greift.

Putin ist weder der Aggressor noch der Verhinderer. Da wischen Sie sich mal die offenbar Schoko-verklebten Augen. Schon vergessen, dass man sich seitens der Kiewer Kriegstreiber zwecks Friedensgesprächen mit Putin nicht an einen Tisch setzen wollte? Ach ja, und die Krim- Sache übrigens, das war eine Sezession und keine Annexion. Das sollten Sie auch noch einmal überdenken, Herr „Jedermann“.


Am 09. Februar 2015 schrieb Hans Jon:

"Im KRIEG stirbt die WAHRHEIT zuerst!"
Wer z.B. die WAHRHEIT nicht erkennt, dass es sich beim UKRAINE-"KONFLIKT" um einen von der US-EU-NATO "von langer Hand" gegen RUSSLAND vorbereiteten KRIEG handelt, der hat seinen "STANDPUNKT" auf der Seite LÜGE:
Überfall auf den Sender Gleiwitz läßt grüßen!
Wer als "JUNGE GEMEINDE"-Christ zum stalinistischen "FDJ-Sekretär für Agitation & Propaganda", dann zum ""gewendeten Anhänger eines demokratischen DDR-Sozialismus", dann zum Führer der einstigen kapitalistischen Feindpartei CDU chameleonisieren kann, der "macht alles richtig" ... um seine "Fahne in den Wind" der MACHT zu hängen!


Am 09. Februar 2015 schrieb Hans Heppe:

@Günther Neumann

Nun, Herr Neumann, vielleicht hat Frau Merkel in diesem Konflikt auch dann alles richtig gemacht, wenn Sie sich - mitsamt ihrer "Hütte" - eine unfreiwillige Luftreise gönnen, deren Preis von der Druckwelle einer thermonuklearen Explosion "bezahlt " wurde.


Am 09. Februar 2015 schrieb @ Maik Hamburger:

Das ist eine gewagte Behauptung, Herr Becker! Trotz des erschreckenden Unisonos, mit dem unsere Medien die Anti-Putin Linie verbreiten, gibt es sehr wohl noch ausgewogeneren Sichten auf das Problem. Es wird niemand die Russen völlig freisprechen wollen, aber wir sollten den Mut haben, uns an unserer eigenen EU- und NATO-Nase zu fassen!




Am 09. Februar 2015 schrieb Julie Engel:

@Herr Neumann: Hätte sich Frau Merkel wirklich ernsthaft für den Frieden eingesetzt, wäre es von Herrn Gellermann erwähnt worden. Da können Sie sicher sein.

@Herr Becker: Aus Ihren Worten spricht sehr viel Überheblichkeit. Was soll denn dieses "[...]müssten doch sogar Sie begreifen[...]" bedeuten?

Als weitere Leseempfehlung hier ein Artikel von Pepe Escobar. Vielleicht sehen Sie ja danach etwas klarer.

http://vineyardsaker.de/analyse/escobar-russian-aggression-2015-02/


Am 09. Februar 2015 schrieb Rudolf Steinmetz:

Mit ihrem Taktieren und Lavieren hat Merkel die gesamte Sicherheitsarchitektur in Europa nachhaltig beschädigt. Aus Willfährtigkeit gegenüber den USA/NATO bezieht sie keine kritische Position und riskiert einen Konflikt mit Russland. Jetzt noch rasch die Notbremse ziehen ist ziemlich schlechte Politik, übrigens auch in Sachen Euro. Es ist ein Aberwitz, dass mit dem Stasi-begünstigten Gauck und mit Merkel zwei der DDR-Eliten an der Spitze der BRD gerate sind: wie und mit wessen Dazutun? Mussten deshalb Wulff und Köhler gehen? Jedenfalls: in der DDR sozialisiert, von Kohl dressiert und von Washington goutiert. Egon Bahr brachte es auf den Punkt: Deutschland ist so souverän (oder eben nicht) wie seine Politiker.


Am 09. Februar 2015 schrieb Gerhard Wirth:

Als die DDR 1990 durch Gorbatschow mit der BRD vereint wurde und der Warschauer Pakt aufgelöst, wurde Russland zugesichert die NATO nicht nach Osten zu erweitern. Doch was taten die USA mit ihren Verbündeten, sie suchten Willige und die waren in den ehem. Sowjetrepubliken oder nur Warschauer Pakt Staaten bei deren Politikern schnell zu finden. Also was sollen Verträge, her mit der NATO Osterweiterung und den Aufbau einer neuen Bedrohung gegen Russland.

Aber das reichte den USA immer noch nicht und somit musste die Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Ukraine folgen. Erst die Orange Revolution anzetteln und als diese nicht den gewünschten amerikanischen Erfolg einbrachte den Maidan Aufstand inszenieren und finanziell unterstützen. Dazu USA geschulte Personen in die ukrainische Regierung setzen und dann behaupten Russland ist der Aggressor. Der Bürgerkrieg in der Ukraine ist das von den USA gewünschte Ergebnis mit der Zielsetzung einer Konfrontation mit Russland unter Einbeziehung aller europäischen Staaten. Europa soll das Schlachtfeld für die amerikanischen Politiker und ihren Lobbyisten werden. Europa ist zu opfern für die erweiterte Weltmachtstellung der USA.



Die deutsche Verteidigungsministerin schwafelte auf der Sicherheitskonferenz mal wieder von `deutscher Verantwortung´. Was nichts anderes bedeutet, dass Deutschland sich in von den USA gewünschten Kriegen einzumischen hat. Zwar sind ihre Ansichten schizophren, aber eigentlich passend zu Politikern. So möchte sie mit einer 41 Stundenwoche die Soldaten den üblichen Beamten anpassen, Soldatenteilzeit einführen, Babyurlaub und Kinderbetreuung, aber nach soviel Wohltaten anschließend die Soldaten für die USA und NATO in den Tod schicken. Nach dem Grundgesetz werden Soldaten allerdings nur zur deutschen Landesverteidigung benötigt, aber innerhalb der EU und NATO gehen für Politiker wahrscheinlich die deutschen Landesgrenzen bis zum Baltikum, Polen oder gar zur Ukraine. Am Hindukusch haben die Politiker bereits gezeigt, bis wohin die deutschen Landesgrenzen wandern können. Schade dass Geografie für Politiker kein Pflichtfach ist und das Grundgesetz für die NATO, EU und USA Treue keiner Bedeutung bedarf. Zum Glück ist die Wehrpflicht in Deutschland abgeschafft und wer freiwillig Politikern dienen möchte, wäre gut beraten mal etwas über Politiker nachzudenken.



Die Mainstreammedien scheuen keine Meldung, ob richtig oder falsch ist egal, den Deutschen einzureden das Russland der böse Feind ist und die USA der gute Beschützer. Das Volk soll medial, langsam aber sicher, auf einen Krieg vorbereitet sein. Genau so egal wie es den Journalisten ist ob sie falsch oder richtig berichten, Hauptsache USA und NATO getreu, ist es ob man im Krieg von dem Freund oder Feind erschossen wird. Krieg ist immer grausam und diese Tatsache wird von den Medien nicht klar genug dargestellt. Friede mit dem angeblichen Feind ist immer die bessere Lösung als eine Verwicklung in einem Krieg mit dem angeblichen Freund, der sich sowieso nie als Freund herausstellen wird. Das Feind- und Freundbild wird lediglich von Politikern und ihren Lobbyisten erstellt. Die Medien stellen es dann gemäß ihren vorgesetzten Politikern, oder auch Lobbyisten, zur Einstimmung oder Verblödung dem Volk in entsprechender Form zur Verfügung. Das Volk will in der Mehrzahl keinen Krieg und auch die Medien können es dem Volk nicht beibringen. Krieg oder Frieden wird von Politikern und den Milliardären dieser Welt entschieden. Sollte es dann wirklich zu einem Krieg kommen, wird dieser von den Politikern als alternativlos angesehen. Wenn Politiker die Diplomatie erst einmal vor die Wand gefahren haben, ist für diese Menschenart immer alles alternativlos und wird von den Medien auch so verbreitet. Ganz nebenbei lenkt eine Kriegspolitik von der katastrophalen Schulden- und Pleitepolitik ab, denn Europa und die USA gehören schon längst den Billionären und Milliardären dieser Welt. Auch entspricht es der Tatsache, dass Politiker und Lobbyisten den Krieg überleben. Für ihre Sicherheit wird gesorgt und die Lobbyisten, Milliardäre und sonstigen Brandstifter steigen nach einem Krieg schnell wieder auf, meistens reicher als vorher. Sie sind die Kriegsgewinner, wie einst Krupp, Dr. Oetker und alle anderen Reichen die nach dem zweiten Weltkrieg ihr Imperium noch größer aufbauten. Das Volk ist immer der Verlierer, egal ob es von dem Feind oder dem sogenannten Freund abgeschlachtet wird.

 


Am 09. Februar 2015 schrieb curti curti:

Uli Gellermann skizziert die Abgründe zutreffend. Das er dabei noch weiter in deren Tiefe sticht und dort Freiraum schafft wo andere um Verdunkelung bemüht sind, hebt auch diesen Artikel aus dem üblichen Einerlei hervor!

Was bleibt da noch zu kommentieren, auch unter Berücksichtigung eigener Recherchen und Auswertungen - offen gesagt, es fühlt sich an wie Hirnriß sich mit dieser überaus stimmigen Thematik/Misere auseinanderzusetzen und gleichsam zu realisieren, daß fortwährend negative Entwicklungen Kult feiern und die Aussicht auf positive Veränderung analog abnimmt. Regelmäßig stellt sich die Frage ob der gesunde Verstand planmäßig planiert worden ist. Für D zeigt sich mittlerweile eine bedrohliche Einöde, zu der auch die Medien erheblich beigetragen haben bzw. dies weiterhin ausgiebig tun!


Am 09. Februar 2015 schrieb Ernst Grobschmied:

Krieg führen - ein typischer Fall für vernünftiges Wirtschaften der Wertegemeinschaft.
Der Fremdkapital-Zins für ein Krieg in der Ukraine ist niedriger, - vor allem wenn die FED selbst `kreditiert´ - als der Gewinn des Gesamtprojekts `privatisierte Ukraine´ und Einfallstor für Genmüll in die EU (Art 404).


So lassen sich bequem gigantische Eigenkapitalrenditen erzielen.

 Arbeiten gehen? Frieden? Verhandeln? Lohnt nicht, lass Fremdkapital arbeiten - beziehungsweise töten.



Das ist der Motor der Wertegemeinschaft. Voraussetzt die Rendite des Gesamtprojekts ist größer als der Fremdkapitalzins. Das ist der Grund des Wachstumszwangs.



Kein Wunder, dass Hedgefonds mit dabei sind. Finanzierung mit 95% Fremdkapital, am besten mit eigener (Schatten)bank, und dann noch den Schuldendienst an das zerschlagene Unternehmen (Ukraine) übertragen und dauerhaft damit knebeln.



Ganz genauso arbeiten Geschäftsbanken. Das notwendige Eigenkapital ist für eine Vergabe eines Konsumenten-Kredits dermaßen unsichtbar (Mindestreserve 1% _ EZB-Zins 015%) dass man sich schon wundern muss, warum Herr Ackermann nur auf 25% Eigenkapitalrendite für seine Aktionäre kommt.


Den Rest von >1000% kassieren die Banker selbst.

Unser Werte-Credo.

http://www.wirtschaftslexikon24.com/d/leverage-effekt/leverage-effekt.htm

Da stellt sich mir langsam die Frage, ob nicht "unsere" Mainstream-Medien ebenso eine "Finanzspritze" erfahren haben, -ähnlich dem 5 Milliarden US-Dollar "Investitionsprogramm des Putsches in der Ukraine"?

Die Kreditierung von 5 Mrd. USD durch die FED macht nur Sinn, wenn das Umfeld des "Gesamtprojekts" sicher ist.
Dann ist das eine runde Sache.

Politikern scheint es zu dämmern, es zu ändern wird schwierig.
http://geldhahn-zu.de/aktuelles/kollektive-kurruption-oekonomische-abhaengigkeit-macht-die-mehrheit-zu-komplizen


Am 09. Februar 2015 schrieb Erik Becker:

Jeder weiß, dass es Putin ist, der eine Lösung des Ukraine-Konflktes verhindert. Nur Sie nicht. Langsam müssten doch sogar Sie begreifen, dass die Russen zurückstecken müssen.


Am 09. Februar 2015 schrieb Günther Neumann:

Sie lassen völlig außer Acht, dass Frau Merkel sich für eine friedliche Lösung eingeschaltet hat. Man kann ja alles mögliche von Ihr sagen, aber in diesem Konflikt macht sie alles richtig.

Dran bleiben...

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