In Polen die Russen würgen

Deutschland will eine Führungsrolle in der NATO

Autor: U. Gellermann
Datum: 09. Juni 2016

Die größte Würgeschlange der Welt hört auf den schönen Namen „Anakonda“. So heißt auch das Manöver, mit dem die NATO in Polen gerade beinahe die Russen besiegt. Denn die, so geht das Drehbuch der militärischen Zusammenrottung, überfallen gerade Polen. Und der tolle neue polnische Präsident Andrzej Duda dekliniert schnell den Ernstfall: „Wir bereiten uns auf einen Überfall vor“. Und weil der Russe in dieser Inszenierung vor den Toren steht, haben sich die Polen militärische Verstärkung aus Georgien und der Ukraine geholt. Diese Länder gehören zwar nicht offiziell zur NATO, aber gegen den Russen ist dem Westen jede noch so dumme Provokation gerade Recht.

Die neue polnische Regierung würgt zur Zeit die polnische Demokratie. Da wird ihr historischer Verdauungsprozess von der NATO mit mehr als 30.000 Soldaten unterstützt. Deshalb fällt der polnischen Führung auch nicht auf, dass der Beginn des Zweiten Weltkrieges auch mit einer Überfall-Inszenierung begann: SS-Truppen attackierten in polnischer Uniform den Sender Gleiwitz und „spielten“ Angriff auf Deutschland, um selbst mit einem Überfall auf Polen das bekannte Inferno auszulösen.

Ähnlich geschichtsvergessen wie die polnische Regierung sind die deutschen Begleitmedien: Wohin man auch liest oder hört, flugs wird die Notwendigkeit der NATO-Vorbereitungen mit dem immer noch schwelenden Ukrainekrieg erklärt. Und der ukrainische Botschafter in Berlin, Andrij Melnyk, gießt noch Benzin ins Feuer wenn er in einem Interview die Lösung des „frozen conflict“ in seinem Land verlangt und von der EU fordert „Mut und Härte zu zeigen“. So läßt der Mann erkennen, dass die ukrainische Regierung immer noch weit von einer friedlichen Lösung des Konfliktes entfernt ist.

Während die NATO-Schlange noch tapfer versucht die Russen zu schlucken, hat das öffentlich-rechtliche Fernsehen der Ukraine jüngst seine Sendungen für eine Minute unterbrochen und strahlte während dieser Zeit die Aufnahme einer brennenden Kerze aus. War denn schon Weihnachten? Nein, feierlich erinnerte man an den ehemaligen Kriegsminister und Präsidenten der Ukraine Symon Wassyljowytsch Petljura. In dessen Amtszeit – 1919 bis 1920 – wurden in Pogromen ungefähr 50.000 ukrainische Juden umgebracht. Dass ein Staat, der sentimental an einen Judenschlächter erinnert, im Herzen der NATO einen Vorzugsplatz einnimmt, mag in deutschen Medien nicht berichtet werden.

In diesem schrillen NATO-Konzert möchte die deutsche Bundesregierung gern die erste Geige spielen. Auch wenn der Dirigent natürlich immer aus den USA kommen wird, steht doch im neuen „Weißbuch“ des Verteidigungsministeriums, dem Entwurf des Strategiedokumentes, dass Deutschland in der Verantwortung steht, "die globale Ordnung aktiv mitzugestalten". Bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr sei Deutschland deshalb bereit, innerhalb eines Bündnisses Führungsverantwortung zu übernehmen. Bundespräsident Gauck ist kaum weg, schon soll die von ihm erfundene neue „Deutsche Verantwortung“ in einem verbindlichen Dokument verankert werden.

Angesichts der Ukraine, die offenkundig in den NATO-Plänen eine feste Rolle spielt, ist die im „Weißbuch“ festgelegte „Bündnissolidarität als Teil deutscher Staatsräson“ eine Unvernunft der wilden Expansions-Lüste, wie sie seit langem von der NATO ausgelebt wird. So wird Staatsräson auf Staatsräson gestapelt: Die deutsche Räson der israelischen Sicherheit fügt sich, scheinbar nahtlos, zum Bündnis mit einem Land, in dem Judenmördern Feierstündchen eingerichtet werden.

Schlangen haben ein Problem: Sie können nicht kauen. Deshalb kommen Riesenschlangen manchmal durch zu große Beute um. Dieser gewaltige Appetit schadet dann der Schlange selbst. Wer versuchen möchte Russland zu schlucken, wird sich einem Erstickungsanfall aussetzen, dessen Zuckungen die ganze Welt erschüttern würden.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 13. Juni 2016 schrieb Simone Birgersson:

@ Menasche Kishon
Müsste das Manöver nicht Python heißen?

Möglicherweise könnte das geneigte kriegsfaule Publikum die Nato sonst für eine kafkaeske Komikertruppe halten und nach Monty verlangen. Schließlich hatte es die „Wüstenratte" General Montgomery durch sein störrisches Temperament 1944 fast geschafft, die britisch-amerikanische Waffenbrüderschaft zu spalten. So einen könnte man sich doch glatt wünschen heutzutage für die Schlangenfarm namens Nato.


Am 12. Juni 2016 schrieb Karl Heinz Bernhart:

Ich werde den Eindruck nicht los, dass hier ein globaler Masterplan im Hintergrund läuft, welcher auf der Tatsache beruht, dass die Geldmächtigen auf diesem Planeten die erwünschten Profite nicht mehr ohne einen neuen Krieg realisieren können. Gleichzeitig und nebenbei beendet so ein Krieg eine Unzahl menschlicher Existenzen, löst auf absehbare Zeit das Problem der "Überbevölkerung" und ermöglicht neue Eigentumsverhältnisse.

Anders kann ich es nicht "rational" nachvollziehen, dass weltweit Konflikte mehr oder weniger sinnloser Art begonnen und erhalten werden - denn auch Psychopathen, die mehrheitlich unsere Geschicke bestimmen, handeln in der Regel "rational".

Ich bin ratlos, wie wir jemals diese Bande von Schmarotzern los werden könnten, die sich über die Wirkungsgeflechte des Kapitalismus fest in allen menschlichen Gesellschaften verwurzelt hat.

Es sind trübe Aussichten, denke ich, denn wie soll Aufklärung wirken, wenn diejenigen, welche aufzurütteln wären, sich so gut es eben geht in dieser wahnsinnigen Welt eingerichtet haben, und aus Zeitmangel oder Desinteresse überhaupt nichts wissen wollen, was ihre Lebenswelt in Frage stellen würde.


Am 12. Juni 2016 schrieb Menasche Kishon:

Warum „Anakonda"? - Müsste das Manöver nicht Python heißen? Schließlich sagen bestimmte Männer: „Ich habe eine Python in der Hose."


Am 11. Juni 2016 schrieb Gideon Rugay:


Natürlich kann es immer wieder irgendeinen "Dr.Seltsam" geben, der einen nicht minder durchgeknallt-größenwahnsinnigen Politiker/Millitär (oder auch satanischen Logenbruder) dazu überreden mag, aufs berühmte "Knöpfchen" drücken zu lassen.

Aber das Hauptszenario um das es geht, ist die Generierung von Angst & Unsicherheit, ja sogar die Hervorbringung tief sitzender Todessehnsüchte ob einer völlig aus den Fugen geratenen Welt (vor allem im Kopf). Das hat schon im Kalten Krieg prima geklappt.

"Angst essen Seele auf" , beschneidet den Verstand auf die Funktion eines unbarmherzigen Torwächters und reduziert das Herz lediglich auf ein nervös pumpendes Organ welches höchstens noch Infarkte und Bluthochdruck beschert.

Alles zusammen führt dann zu Hysterie, Chaos und Hetze, man kann die Bevölkerung (und die vor allem sich selbst) in immer kleinere Fragmente von klug und doof, gut und böse, schwarz und weiß, ideologisch verkleistert und emotional überfrachtet, phlegmatisch und hyperaktiv und und und herunterbrechen und ganz nebenbei die Fäden ziehen und natürlich von einer derart zerissenen, fragmentierten Gesellschaft mehr oder weniger unbewusst ziehen lassen...
Um das zu implementieren was ohnehin schon lange angedacht ist - denn was störts die Eiche wenn die Sau sich an ihr schabet ?

Ein bisschen Kleinholz, ein paar tote Säue.... pfff, Klinkerlitzchen...

Antwort von U. Gellermann:

Ja, es ist auch Angstmache zu Herrschaftszwecken. Aber bei Betrachtung der Profite, die man mit Kriegen zu machen hofft, bei Beobachtung des Personals, das diese Profite repräsentiert – von Clinton bis Merkel, von Erdogan bis Poroschenko – ist der Kurzschluss leider nicht auszuschließen.


Am 11. Juni 2016 schrieb Günther Lachmann:

Da ist noch eine Anaconda, jene welche gut sichtbar ist, und trotzdem kaum realisiert wird.
Diese Schlange drängt für die nächsten 24 Tage in Stadion und "open viewing spots", mingled in den Kneipen mit dem starräugigen Besucher, und zischelt xenophobe Töne mit dem Flucher.
Gewiss werden in dieser Zeit neue Gesetze und Direktiven (Sozial- und Sicherheitsgesetze) entwickelt und durchs Haus gebracht. Vielleicht findet sich sogar eine zweizeilige Notiz über das Manöver in Polen, in der einen oder anderen Zeitung wieder. Die Worte um die Geschehnisse aber, auf dem Schlachtfeld des "Kalten Krieges" die Folgen dieses Manövers im Osten Europas, die werden erstickt in den runden Kullertönen von dem Kleinkrieg in der Arena.
Niemand soll erfahren das die USA darüber „nachdenkt" doch moderne Waffen an die Ukraine zu senden, nicht wissen brauch der Bürger, das Israels Lieberman (Kriegsminister) die Terrorattacken und den Genozid an Palästina erhöhen will. Wen interessiert es schon, dass die NAMSA (NATO Maintenance and Supply Agency) mit neuen Waffen beliefert wird.
Diese Schlange erwürgt jeden Gedanken an jene Dinge, welche nicht mit Eintrittskarten erworben werden können.


Am 10. Juni 2016 schrieb Uschi Peter:

Sie können es nicht lassen! Nun haben schon mehrere Staatenlenker, um es vorsichtig auszudrücken,versucht, Russland zu vernichten. Die Mongolenstürme konnten die Russen nicht ausrotten. Russland wurde nur größer und mächtiger. Napoleon versank in Schnee und Schlamm, nachdem er das brennende Moskau verlassen hatte. Auch der Erste Wk. hat es nicht auf Dauer beschädigt. Die 21 Invasoren, die das kommunistische System angriffen, mussten unverrichteter Dinge wieder abziehen. Selbst der GröFaZ hat sich daran die Zähne ausgebissen. Jeder der Russland angegriffen hat, wurde selbst schwer beschädigt. Nur der Zusammenbruch aufgrund eigener Widersprüche brachte das sowjetische Russland zum Wanken. Aber es hat sich wieder erholt. Wieder ist es stark und wieder will eine Großmacht es erobern. Wie geht es diesmal aus?


Am 10. Juni 2016 schrieb Michael Kohle:

Hatte die Ehre, den DLF-Beitrag im O-Ton geniessen zu dürfen. Und so kann ich die Ausführungen von Grit Weiß noch ergänzen um den Lacher des Jahres. So lautete ungefähr die Frage zum Ende der Veranstaltung:: Welche Schuhgrösse sollte der nächste Amtsinhaber bei seinen Reden vorweisen können, um wenigstens halbwegs mit Gauck mithalten zu können.
Antwort - bitte festhalten: na, so 52 bis 60 sollte er schon mitbringen!


Am 10. Juni 2016 schrieb Günther Lachmann:

„Sie besorgen die Bilder, ich besorge den Krieg“
Hollywoods Errol Flynn in dem Kriegspropaganda-Film „Anaconda“ (1941?)
Aber es war nicht Errol Flynn, oder eine andere Hollywood Gestalt,
welche „Anaconda“ erfand, sondern der General Winfield Scott entwickelte
1861 in dem amerikanischen Sezessionskrieg, die Militär-Operation
„Anaconda.“
Der Plan war:
Die Südstaaten (der USA) in einer Naval-Blockade umschließen
Die Vereinigung der Südstaaten zu dividieren, und gegen die
verbleibenden Staaten aufzuhetzen, um den US-Krieg der Nordstaaten gegen
die Südstaaten fortzusetzen und zu unterstützen
Langsam das Leben und Land der vereinigten Südstaatler zu vernichten.
Klingt das dem einen oder anderem Leser vertraut? Natürlich, schließlich
haben wir in der Schule gelernt, das ein Subjekt durch ein anderes
(beliebiges) Subjekt ersetzt werden kann.
Der casus foederis: die eunectes murinus (die Riesen-Anakonda) ist also
schon ganz schön alt. Dass sie bei einigen Wirrköpfen immer noch im Kopf
herumspukt, mag daran liegen, dass der Denkprozess dieses Militärs sich
in einer Zeitschleife befindet, im status quo des erektilen Holzspeeres
aus der Vor-Steinzeit, mit Keule und Gegrunze statt der von Russland
angebotenen, und sicherlich intelligenteren Kommunikation.
Das beste Beispiel fürs Gegrunze der NATO ist doch dieses NATO-Manöver
„Anakonda“ in einem kriegsbegeistertem Polen, mit 31.000 aktiven
Soldaten aus 24 Ländern, vor den Außengrenzen Weißrusslands (und der
US-faschistoiden Ukraine, welche schon seit den Maidan-Tagen von einem
siegreichen „Dritten Weltkrieg“ gegen Russland phantasiert). Russlands
berechtigte Proteste werden vorsätzlich ignoriert, nicht nur von den
US-Washington, sondern begeisterte Ignorierung einer herauf kommenden
Gefahr, besonders bei Merkel. Die aber hat vergessen, dass es am 22.
Juni 1941 mit dem „Unternehmen Barbarossa“ ein Deutschland war, welches
auf der russischen Seite 27 Millionen Tote hinterließ. (22. Juni 1941;
der 75. Jahrestag des Überfalls Hitlerdeutschlands auf die Sowjetunion)
Während also die NATO-Staaten mit ihrem Truppenkontingent sich so nah
wie möglich an die Grenze zu Russland heran schlängeln, kommen aus dem
Kreml warnende Töne, dass die NATO-Kriegsspiele (die größten seit dem
„Kalten Krieg“) nicht dazu dienen, eine angespannte Situation zu entlasten.
Das die USA dabei auch noch die Feindschaft zwischen Europa und Russland
schürt, scheint dem Merkel nichts auszumachen, solange wie ein neues
Großdeutschland über den Rest des Europas hitlern darf. Merkels
Drohungen und Erpressungen andere Politiker im In- und Ausland ist
nichts anderes als der Verrat am eigenen Volk zugunsten von
Wirtschaftsinteressen und den Allmachtsfantasien der USA.


Am 10. Juni 2016 schrieb Grit Weiß:

Ich weiß nicht wie man ohne Webseiten wie Rational Galerie geistig halbwegs gesund bleiben könnte, angesichts der fast völligen Ungenießbarkeit der staatlichen und kommerziellen medialen Angebote dieser Zeit.
Der Abgrund zwischen öffentlicher und veröffentlichter Meinung wird immer wieder so unglaublich drastisch deutlich, sei es angesichts der unkritischen Berichterstattung über die NATO- Kriegsspiele vor der Haustür Russlands oder die unerträgliche Lobhudelei über Gauck, der "dem Amt die Würde zurückgegeben hat" und der "beliebteste BP seit langem ist", etc. etc.
Die übelste Formulierung im Zusammenhang mit Gauck fiel im Deutschlandradio wo in der Diskussionsrunde um die `Verdienste´ des BP allen Ernstes gesagt wurde, er habe Deutschland mit seiner Rede auf der Münchener Sicherheitskonferenz 2014 "vom friedenspolitischen Mehltau befreit" und das Thema deutsche Außenpolitik in die Realität geführt.
Es könne "nicht unsere Rolle für die Zukunft sein, immer nur den Frieden zu bewahren".
Aufmerksam wurde ich auf dieses unglaubliche Statement durch die Nachdenkseiten.
Wo mir angesichts der Dreistigkeit und Offenheit solch Menschen- und Friedensverachtender Äußerungen die Luft wegbleibt und nichts mehr einfällt sind Ihre Texte jedes mal eine beruhigende als auch beunruhigende Wohltat.
Vielen Dank dafür.


Am 10. Juni 2016 schrieb Reinhard Gronau:

Chapeau , Herr Gellermann !
Seit einiger Zeit verfolge ich Ihre Beiträge mit größtem Interesse - und bin überwiegend wirklich entzückt bzgl Ihrer Fähigkeit , des Pudels Kern punktgenau zu treffen !
Seien Sie versichert : Ich brauche regelmäßig Ihre Kommentare in einer Welt , die vom Mainstream und seiner Propaganda übelst beherrscht respektive verarscht wird .

U.a. Sie , aber auch diverse andere IT-Seiten wie Nachdenkseiten , Fassadenkratzer , Ad Sinistram etc pp -eisten einen ungeheuer wichtigen Beitrag , um den "hungrigen" Bürger mit Ansichten / Fakten der anderen Art zu "füttern"!

Zu meiner Person : *1949 ,pensionierter Lehrer , SPD-Mitglied in den 1970er u.a. wegen Brandts Ostpolitik , seit der AGENDA 2010 entschiedener SPD_Verachter .
Mein größter Wunsch : die Granden der SPD mögen bei der BT_Wahl in 2017 grandios untergehen - diese SPD braucht keiner , der arbeitnehmerfreundliche - also linke Politik - unterstützt


Am 10. Juni 2016 schrieb Sven Heuser:

Den Hollywald-Drehbuchschreibern gehen die Ideen aus. Der in diversen Kommunikationszentren orchestrierte Informationskrieg mit der ausgelutschten Phrase der russischen Aggression funzt bei den EU-Bevölkerungen so gar nicht, deshalb veranstaltet die NATO jetzt einen kreativen Nachwuchs-Wettbewerb, als neu angelegte Image-Pflege für den Krieg sozusagen.

Die NATO sucht: Unter 28, Student, oder mit jüngst abgeschlossenem Studium, jung, dynamisch, aus einem NATO-Mitgliedsland stammend und voller Tatendrang für künftige Konflikte: Young Voices on the Warsaw Summit (Junge Stimmen auf dem Warschau-Gipfel). Gefragt sind Anregungen für originelle Bedrohungsszenarien, Angebote zu Optimierung und inklusive Planungsprozesse. Der Inhalt sollte die aktuellen Themen der NATO widerspiegeln, welche als: the most pressing issues (die dringendsten Themen), beschrieben werden.
> https://deutsch.rt.com/gesellschaft/38714-schreiben-fur-krieg-nato-veranstaltet/

Den Gewinnern winkt eine Reise in die Kolonialhauptstadt Berlin und die Präsentation ihrer NATO-Verbesserungsideen (vermutlich eine Art Strategiefindungsprozess) vor transatlantischen Entscheidungsträgern, sprich einem Fachpublikum der selbsternannten Kriegs-Elite. Die Gewinner werden zudem Ehrenmitglieder der Atlantic Community. Die Einreichfrist dauert vom 19. Juni bis zum 10. Juli 2016.
> http://www.atlantic-community.org/-/shaping-our-nato-young-voices-on-the-warsaw-summit-2016

PS: Schlangenbeschwörer sind Alleinunterhalter, die vorgeben, Schlangen dressieren zu können. Sie nutzen einige Tricks, um den Anschein zu erwecken, die Schlange tanze zu den Tönen ihres Musikinstruments.


Am 09. Juni 2016 schrieb Ulrike Spurgat:

Der Uli hat es wieder gemacht: Komplizierte, politische Zusammenhänge so gestaltet, dass punktgenau mitgelandet werden kann.--
Immerhin wurde im Vorfeld dieses mal nicht von einem Raketenschild zum Schutz Europas vor dem Iran bemüht. Hat ja eh keiner so richtig geglaubt, bis auf die, die diesen unbelegten Quatsch verbreiten, und es dann unreflektiert in die Welt hinausposaunen.
Die Bundesregierung ist in hohem Maße kriminell, weil der Eid auf das Grundgesetz und Schaden vom deutschen Volke abzuwenden wohl keine Bedeutung mehr hat.
Wo sind denn die massenhaften Kläger, die doch sonst mit Klagen dahergekommen.
Eigentlich könnte doch der Rechtsanwalt Gregor Gysi solch eine Klage anstreben.
Würde vielleicht den Linken noch nützlich sein.
Die US-Strategie um Europa unter Kontrolle ist die Verstärkung der NATO Staaten, die militärische Aufrüstung, die der Rüstungsindustrie exorbitante Gewinne bringt, aber vor allem Russland zu isolieren.
Wir müssen gute Nachbarn sein, besonders was Russland betrifft. Russland kann und wird mit dem unermesslichem Verlust und dem Leid derer, die Generationen übergreifend jährlich am 9. Mai derer gedenken, deren Tod Deutschland bis ans Ende der Welt zu ehren hat.
Die USA hat Kriege als wirkliche, reale und echte Kriegstreiber immer wieder geführt, und übt wieder den "Ernstfall."
Dass muss doch jedem auffallen, wer die Kriege der Welt verursacht, wer den Nutzen davon hat, und wessen Konzerne die Nummer eins zu sein haben: Unsere "Freunde" in den USA, wo Obama schon seit längerer Zeit den hohen Rüstungsetat nicht mehr vermitteln kann, und die NATO Staaten zur Kasse gebeten werden sollen.
Russland wird sich zu wehren wissen.
1989 wird sich nicht wiederholen. Präsident Putin hat aus den gemachten Fehlern gelernt.
Und Frau von der Leyen wird auch bei den "Bilderbergern" zu finden sein. So ein Zufall.
Russland muss weg, und zwar nur deswegen, weil es da ist. Die USA dulden keine "anderen Götter" neben sich. Sie dulden keine anderen Sichtweisen der Welt, sie dulden keine anderen Gesellschaftssysteme, außer sie können diese kontrollieren und ausbeuten.
Und Russland hat viel zu bieten in dieser Hinsicht, wie man weiß.
Seit wann haben den Befindlichkeiten einiger Länder im Osten eine politische Bedeutung ?
"Sie fühlen sich von Russland" bedroht. Ja, nur entbehrt das jeglicher realen Grundlage.
Deutschlands Ziel muss sein mit allen Völkern der Welt friedlich zu leben, aber in einer besonderen Art und Weise mit Russland, die uns immer wieder die Hand reichen. Was mögen die Menschen in Russland denken, die nun wieder mit Hass und Ausgrenzung konfrontiert sind ?
Wann kapieren die deutschen Politiker endlich, dass die USA weit weg sind, und Russland ist unser Nachbar. Wir sollten freundschaftliche Beziehungen mit unseren Nachbarn pflegen, und die USA da belassen wo sie sind, oder sie dahin schicken, wo der Pfeffer wächst.
Ne Blindschleiche hätte es doch auch getan.
Wenn es gegen Russland geht spielt es doch keine Rolle, wer denn nun offiziell NATO ist oder nicht; sie wollen der Steigbügelhalter für die USA sein. Möglicherweise gibt es , weil der vorauseilende Gehorsam mal wieder im Stechschritte funktioniert, ein besonders dickes Stück vom Kuchen. Allerdings ist aufzupassen, dass er nicht im neoliberalen Hals stecken bleibt.


Am 09. Juni 2016 schrieb Ralph Knauf:

Die gleiche, allseits beschworene deutsche Staatsraison gegenüber Israel ist allemal auch gegenüber Russland und Weißrussland angebracht. Unser einzig richtiges Verhalten wäre es deshalb, nicht Kriegsspiele an deren Grenzen durchzuführen, sondern den Willy Brandt zu machen: Niederzuknien, der 27 Millionen zu gedenken, die wir ermordet haben und uns dann schweigend in die letzte Reihe zurückziehen. Auf die Idee, deutsche Truppen zusammen mit eine NATO-?Anakonda? an die Grenzen nach Israel zu entsenden, um Israel wegen der fortgesetzten und weiter fortschreitenden Annexion palästinensischer Gebiete einzuschüchtern, ist ja schließlich auch noch niemand gekommen. "Moral hält eben immer besser, wenn sie doppelt ist." (Volker Pispers)


Am 09. Juni 2016 schrieb Lutz Jahoda:

ANACONDA-WARNUNG

Offenbar lieben - man staune und höre -
Vokalreiche Laute nicht nur Tenöre:
So sehr "Anaconda" gesanglich entzückt;
Ich kannte einen, der ist dran erstickt.


Am 09. Juni 2016 schrieb Alles nur Satire:

Das neue "Weißbuch 2016" gibt die Richtung der nächsten Jahre vor, in die das deutsche Volk durch die MIC.Kreise der USA und die neoliberale Politik deutscher Parteien gehetzt wird.
Jeder einzelne, der dort ausformulierten "Sicherheitsprobleme" ist auf KRIEG ausgerichtet.
Nichts gelernt aus der Vergangenheit, bzw. alles nur zu gerne vergessen und verklärt.


Am 09. Juni 2016 schrieb Wera Blanke:

Wieder mal sehr schön auf den Punkt gebracht! Danke!!


Am 09. Juni 2016 schrieb Hans Rebell-Ion:

Die US-NATO-Strategen wissen doch ganz genau, dass ein III. RUSSLAND-KRIEG ein ATOM-KRIEG wird, der auch das sichere Ende der Atlantischen Front und ihrer Völker wäre!
Das(!) sind die gefährlichsten globalen "SELBSTMORD-ATTENTÄTER"!!!
Hallo DEUTSCHE(!), nichts gelernt aus dem letzten "GROSSEN MANÖVER" in POLEN vor 77 Jahren!? Man muss sich schämen für dieses "VATERLAND"!!!


Am 09. Juni 2016 schrieb Michael Kohle:

@ Gellermann

"In der Schule muß ich geschlafen haben: Wann hat Putin Königsberg annektiert?"

Das ist wahrlich nicht auf meinem Mist gewachsen. Bin bei einem Flug nach Athen Anfang Mai auf diese Preziöse transatlantischen Ausmaßes gestossen. Germanische Printmedien seit längerem strikt meidend begnüg(t)e ich mich mit Material direkt aus der Quelle.
Ich hatte die New York Times International - natürlich kostenfrei - in den Händen. Im Kommentar Seite 2 ging es - aus gegebenem Anlass - um die Situation in Osteuropa, um NATO, um alles Mögliche. Unter anderem war da die Rede von der Enklave Kaliningrad, sie sei - so der O-Ton - in annektiertem Zustand oder genauer: Annexe. Nein, Putin war es natürlich nicht. Stand auch nichts dabei, wann das genau war und wer der
Bösewicht gewesen sein soll. Vom Tenor des restlichen Kommentars zu schließen … na, Sie wissen schon. Da auch nicht dabei stand, wer wohl der Geschädigte gewesen sein könnte, muss der gewöhnlich unbedarfte Leser schliessen, dass es wohl einer der üblichen, im oberen Teil des Kommentars genannten Verdächtigen von den Anrainern aus Polen oder dem Baltikum gewesen sein muss. Stand auch nichts davon dabei, dass Polen sich beim „annektieren“ auch nicht gerade zurückgehalten hat.


Am 09. Juni 2016 schrieb Michael Kohle:


"Die deutsche Räson der israelischen Sicherheit fügt sich, scheinbar nahtlos, zum Bündnis mit einem Land, in dem Judenmördern Feierstündchen eingerichtet werden."

Die kleinen Sünden bestraft der Herr sofort!
Musste doch der deutsche Staatsfunk von etwas Unfasslichem berichten. Der treueste, engste Freund von Angela, der sakrosankte Bibi traf sich mit Wladimir Putin. Das dritte Mal in neun Monaten auch noch.Was geht da ab? Bestimmt haben sie sich - mal wieder über ihre erfolgreichen Annexionen unterhalten, über Palästina, die Westbank, die Krim, Königsberg. Putin soll sich sogar mehr als positiv über die Annäherung zwischen Israel und der Türkei geäußert haben. Was geht da vor?

Vor Kriegsausbrüchen soll die Diplomatie ja meist besonders reisefreudig sein. Denke man nur an die Molotows und Ribbentropps, von Chamberlain und Daladier in den Führer bau nach München ganz zu schweigen. Jetzt , mit dem wadenbeissenden Oberfalken Liebermann als Kriegsminister, ergibt das wohl noch mehr Brisanz. Soll Wladimir versichert werden, dass er die Israel-Flanke vernachlässigen kann, beim kurz bevorstehenden Waffengang, wo auch immer er stattfinden wird?

Nun, wir dürfen gespannt sein. Allein, wir sollten davon ausgehen dürfen, dass derzeit mehr geplant ist und ansteht als nur die paar, schön getrennten Sandeleien in Sandkästen, und Scheitelnachziehen mit Eimerchen wie beispielsweise von Gniffke&Co immer wieder gerne angeführt. Wo sich doch gerade das "Kaffeekränzchen" der Bilderberger - mit beeindruckender Teilnehmerliste - auf dem Feldherrnhügel in Dresden zusammenfinden und mit guter Aussicht gen Osten positionieren. Man sollte den Herrschaften mitteilen, dass im Osten - vor dem Ural - die Uhr ein, zwei Stunden vorgeht. Nicht dass sie zu spät aufstehen.

Antwort von U. Gellermann:

In der Schule muß ich geschlafen haben: Wann hat Putin Königsberg annektiert?


Am 09. Juni 2016 schrieb Paulo H. Bruder:

Wie läßt es sich einrichten, dass der Beitrag ins Polnische und Ukrainische übersetzt wird und die Menschen in diesen Ländern ihn zu lesen bekommen? In der Presse Polens, so habe ich vernommen, wird sehr bedauert, dass Gauck nicht wieder antritt. Das passt doch!


Am 09. Juni 2016 schrieb Hella-Maria Schier:

Ich begreife es nicht, die Polen und anderen Osteuropäer haben ja wohl auch Geheimdienste. Sie müssten wissen, dass sie sich mit dieser Konfrontationspolitik erst richtig in Gefahr bringen. Unsere Presse und unsere Politiker müssten es auch wissen, aber, so groß auch die Angst vor Terrorismus sein mag, dem wahrscheinlicher werdenden großen Krieg sieht man unbekümmert entgegen. Wie geht das? Wissen die etwas, das wir nicht wissen?
Ja, Deutschland hat Großmacht-Träume, neben den USA, versteht sich. oder? Jedenfalls als Führungsmacht der EU.
Da fällt mir auch Gabriels Großmacht-Rede vor der Industrie von 2014 ein, wo er die Konzerne für die Sanktionen gegen Russland gewinnen wollte.
Nationale Größenwahnphantasien, auch ganz ohne die AfD? Dieses Element der braunen Zeit konnte ich nämlich in deren Programm nicht finden, vielleicht habe ich es ja übersehen. Laut Aussage wollen sie jedenfalls die Sanktionen gegen Russland beenden.
Es ist nicht mehr alles Böse und Gute so säuberlich und traditionell zuteilbar.
Hier ist es jedenfalls der mainstream, der eine gefährliche Politik verfolgt, die mich an früheren deutschen Wahn erinnert.
Aber das wird öffentlich fatalerweise nicht in dieser Bedeutung wahrgenommen, weil die Rolle der Rechten in der öffentlichen Meinung allein von der AfD besetzt wird.. .
Vermutlich nicht von ungefähr
.Aber Gefahr von Rechts betrifft ja nicht nur Innenpolitik und den Umgang mit Zuwanderern!
Schon Schröder, Fischer und Scharping wollten Deutschlands außenpolitische Rolle und Macht wieder ausbauen, und benutzten dazu ganz bewusst Lügen. Fischer sitzt jetzt körperlich dort, wo er wahrscheinlich geistig auch schon damals zuhause war. Nah an den Neocons und ihren thinktanks, deren Geist er u.a. über Ditfurth in die deutsche Linke einflößt, wie ich einfach mal vermute, und deren Wahrnehmung dahingehend trübt, das sie beginnen, den internationalen Kapitalismus mit der sozialistischen Internationale zu verwechseln. Hauptsache "inter"..


Am 09. Juni 2016 schrieb Aleksander von Korty:


Schlangen sind ganz besondere Tiere! Manchmal sind sie für uns Menschen ganz besonders gefährlich! Das begann schon zu Beginn unserer Geschichte im Paradies. Da war es die von GOTT gesandte Schlange, die uns dazu verführte von der von GOTT verbotenen Frucht zu naschen. Die Folge war, dass wir den Platz im Paradies verloren.

Letztendlich allerdings hat uns das dann doch zum Vorteil gereicht, denn auf der Erde mussten wir uns durchkämpfen und haben in den ca. drei Millionen Jahren unserer Existenz inzwischen eine ganze Reihe Erkenntnisse gewonnen und dadurch eine dynamische Entwicklung durchgemacht.

Aber trotz dieser Erfolge gibt es auch heute noch sehr gefährliche Schlangen für uns Menschen. Die derzeit Gefährlichste ist die NATO-Anaconda. In ihrer unermesslichen Gier möchte sie das riesige Russland verschlucken. Dabei haben sich an diesem Land und seinen zähen, die Heimat liebenden Menschen, schon ganz andere Bestien verschluckt. Das reicht von diesem kleinen Franzosen NAPOLEON bis hin zum GröFaz in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts. Beide sind an diese Gier gescheitert und untergegangen! Und nun versucht es diese NATO-Anaconda ein drittes Mal.

Der Unterschied zu den vergangenen Zeiten ist allerdings gewaltig und diesmal sehr gefährlich für die gesamte Menschheit. Denn dieser Schluckversuch wird mit Sicherheit nicht nur Millionen Menschenleben kosten, sondern den gesamten Erdball betreffen, da ein solcher Schluckversuch der Anaconda nicht nur scheitern wird, sondern in einem Desaster für die gesamte Menschheit endet, da er mit atomaren Waffen ausgetragen werden wird. Wer denkt ein solcher Konflikt sei begrenzt führbar und würde rein konventionell erfolgen können, ist nicht einfach nur dumm, sondern vielmehr psychisch krank und gehört in eine geschlossene Station einer psychiatrischen Klinik.

Deshalb ist es dringend erforderlich, dass die vernunftbegabten Menschen diese NATO-Bestie endlich erschlagen und sie heuten.


Am 09. Juni 2016 schrieb Karin Brettschneider:

Die militärischen Akte sind die offensichtlich gefährlichen. Aber die begleitende antirussische Propaganda in den deutschen Medien soll das Land auf einen möglichen Krieg vorbereiten. Sie scheint mir nicht weniger gefährlich. Beispiel gestern: Die allseits anerkannte Sendung "Kulturzeit" auf 3Sat erklärt mal wieder warum Putin ein böser Mann ist und der russische Journalismus verderblich. Kaum Fakten aber viel Meinung präsentiert die Moderatorin. Und dann kommt der "oppositionelle" Kronzeuge Alexander Nawalny. Der hat schon mal Kaukasier mit Kakerlaken verglichen, die anders als die Schabe nicht mit einer Fliegenklatsche oder einem Pantoffel, sondern nur mit einer Pistole zu bekämpfen seien. Zudem schlug Nawalny die Deportation der „zersetzenden Elemente“ vor. Davon weiß die Moderatorin nichts, will sie nichts wissen. Im Medienkrieg ist auch der "Kulturzeit" jeder dreckige Nationalist als Partner Recht. Weil der "Feind" bekämpft werden muss. Mit allen Mitteln.

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