Grünes Ende ohne Schrecken

Der schleichende Tod der Jahre 68 und 89/90

Autor: U. Gellermann
Datum: 07. August 2017

Das waren sie mal: Die fundamentale Opposition, die Freunde des Friedens und der Umwelt, die mit den Turnschuhen. Die GRÜNEN. Sie schlugen heftige Wellen im bundesrepublikanischen Teich. Jetzt kräuselt sich der Medienspiegel nur noch ein wenig: Eine grüne Diplom-Finanzwirtin wechselt von der grünen Landtagsfraktion in Niedersachsen zur CDU. Huch. Ein sozialdemokratischer Ministerpräsident verliert seine Mehrheit im Landtag. Das ist der, der seine Regierungserklärung zum Umschreiben an den VW-Konzern geschickt hat. Unklar ist, ob sie ihm eine neue Software eingebaut haben. Oder ob die gebeugte Haltung der SPD-GÜNE-Koalitionäre gegenüber VW eine natürliche Erscheinung ist, die man nicht durch elektronische Manipulation erst herstellen musste.

In einem anderen Auto-Bundesland wäre der Wechsel eines GRÜNEN zur CDU nur konsequent: „Ein grün-schwarzes Bündnis ist für die CDU in Baden-Württemberg eine große Modernisierungschance“, sorgte sich der Grüne Winfried Kretschmann, nachdem die CDU ihm zum Job als Ministerpräsident verholfen hat. Kretschmann fährt Mercedes. Und in allergrößter Not fällt ihm auch schon mal solch ein Satz zu Angela Merkel ein: „Ich bete dafür, dass die Bundeskanzlerin gesund bleibt.“ Seine Gesundbeterei hat Pol Pot, dem Premierminister von Kambodscha wenig genützt: Der Massenmörder starb auf der Fluch vor dem eigenen Militär. Als er noch von Kretschmann angebetet wurde, war der Mitglied des KBW, einer studentischen Sektenpartei.

Die Grüne Partei auf den sehr katholischen Anpasser Kretschmann zu reduzieren, wäre historisch zu kurz gegriffen. Die GRÜNEN waren ein Kind der 1968er Bewegung. Und bevor sie sich um die Modernisierung der CDU kümmerten, waren sie heftig an der Entrümpelung der alten Bundesrepublik beteiligt: Mit den GRÜNEN stiegen die Frauen zu einem politikfähigen Geschlecht auf, der Parlamentarismus wurde zeitweilig zu einer spannenden Veranstaltung und die später angebetete Angela Merkel verordnete der AKW-Industrie im Ergebnis grüner Umfragewerte immerhin einen Zwischenstopp. „Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein Arschloch“, rief Joschka Fischer einst dem Bundestagsvizepräsidenten Richard Stücklen zu. Und nicht nur weil Fischer wirklich Recht hatte, verdient der Satz an die Tore des Reichstages genagelt zu werden. Dass Fischer später einen mörderisch guten Job erledigte als er die Deutschen in einen NATO-Einsatz gegen Jugoslawien verwickelte, zeigt dann die wirkliche Spannbreite grüner Politik: Vom erheiternden Wortradikalismus bis zur vulgären Kriegsmacherei.

„Wir wollten nur einen besseren Sozialismus“, sagte Bärbel Bohley, eine der Vorzeigefrauen der DDR-Opposition 1990 in die Kamera von Spiegel-TV. DDR-Oppositionelle wie Bohley fanden sich in der Bürgerbewegungen des Bündnis 90 ein, die wenig später den ostdeutsch geprägten Flügel der GRÜNEN bilden sollte. Von Sozialismus war dann nicht mehr die Rede. Statt dessen stimmte eine Mehrheit der Bündnis-Grünen dem Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan zu und beerdigte so das einstige Pazifismus-Element der GÜNEN, sodass die GRÜNEN als Teil der Friedensbewegung faktisch ausfielen. Es waren ehemaligen Oppositionelle, die in der DDR gegen Wehrerziehung mobil gemacht hatten und Teile der einst machtvollen, opositionellen westdeutschen Friedensbewegung, die den Weg der grünen Partei in die neue Bürgerlichkeit begleiteten.

"Ich sehe meine politische Zukunft in der CDU“, erklärt die Grünen-Abgeordnete Elke Twesten zu ihrem Parteiwechsel und hat Recht. Denn die Zukunft der Bundesrepublik liegt fraglos schon seit Jahren in den Händen einer übergroßen Koalition von CDU, SPD und GRÜNEN. Es ist an der Zeit eine Einheitspartei zu gründen, die dann auch formal mit der scheinbaren Opposition Schluss macht. Denn in diesen Tagen werden die oppositionellen Experimente von 1968 und 1990, die schon lange kränkelten, zu Grabe getragen. Der kurze Schrecken der Bürger ist dem langen Marsch mit den Institutionen in die Lähmung der öffentlichen Debatte gewichen. Man wird Elke Twesten eines Tages als historische Figur begreifen. Noch hatte die Bundesrepublik keinen weiblichen Bundespräsidenten. Trau Dich, Elke!

Der Text der Startseite wurde von Angelika Kettelhack lektoriert.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 18. August 2017 schrieb Hella-Maria Schier:

Etwas spät, ich weiß, aber ich schick das hier trotzdem noch mal. Es gibt so ein paar Zitate von Grünen- (und Linken) Politikern, die Fragen aufwerfen, wenn man so im Netz darauf stößt. Werden diese Fragen aber mal öffentlich diskutiert und zwar sachlich? Nein. Weil der Bürger sich zu manchem keine eigene Meinung bilden soll, und deshalb gibt es auch zu der Thematik folgender Zitate zu einem Thema, das jeden betrifft, nur Dogmatismus, vordergründige emotionale Reflexe und Diffamierungen von allen Seiten. Das ist das Ergebnis, wenn elementare Themen (auch aus falscher Konfliktangst) nicht öffentlich diskutiert werden.

Seltsame Grünen-Zitate, eine Auswahl:
"Deutschland muß von außen eingehegt, und innen durch Zustrom heterogenisiert, quasi verdünnt werden."
Joschka Fischer, Zitat aus "Risiko Deutschland" 2005

Sieglinde Frieß, Bündnis90/Die Grünen und Verdi-Fachbereicfries, sigglndeverdihsleiterin, sagte vor dem Parlament im Bundestag (Quelle: FAZ vom 06.09.1989): „Ich wollte, daß Frankreich bis zur Elbe reicht und Polen direkt an Frankreich grenzt.“

Joschka Fischer, Bündnis90/Die Grünen: „Deutschland ist ein Problem, weil die Deutschen fleißiger, disziplinierter und begabter als der Rest Europas (und der Welt) sind. Das wird immer wieder zu-Ungleichgewichten führen. Dem kann aber gegengesteuert werden, indem so viel Geld wie nur möglich aus Deutschland herausgeleitet wird. Es ist vollkommen egal wofür, es kann auch radikal verschwendet werden - Hauptsache, die Deutschen haben es nicht. Schon ist die Welt gerettet.“ - Nanu, warfen die Nazis nicht auch den Juden ihre Tüchtigkeit und Finesse vor?!

Claudia Roth, Bundesvorsitzende Bündnis90/Die Grünen, und ihre jw-Claudia-Roth-DW-Bayern-BerlinWunschvision zum Tag der Deutschen Einheit, Artikel in der Welt am Sonntag vom 6. Februar 2005: „Am Nationalfeiertag der Deutschen ertrinken die Straßen in einem Meer aus roten Türkenflaggen und ein paar schwarzrotgoldenen Fahnen.“

Claudia Roth, Bündnis90/Die Grünen: ?Türkei ist zweite Heimat für mich, ich mach seit 20 Jahren Türkeipolitik? ?Deutsche sind Nichtmigranten, mehr nicht!Deutschland ist ein Problem, weil die Deutschen fleißiger, disziplinierter und begabter als der Rest Europas

Stelle man sich mal vor, jemand würde solcherlei über ein anderes Land sagen, Frankreich etwa, Italien, England. Wie fänden wir das? Und würden Linke anderer Länder sich auch so über ihr Herkunftsland äußern? Das Antideutsche ist natürlich ebenso rassistisch, wie jeder andere Rassismus. Die Herkunft und gesamte Kultur eines Landes, hier Deutschland, wird als Ursache des Übels gesehen. Auch hier schafft man ein einfaches Feindbild. Das ist Futter für rechte Bewegungen, die sich dann gegen so etwas zu recht wehren können.
Und es würde mich gar nicht wundern,
wenn CIA bzw. irgendwelche angloamerikanischen think-tanks hier mitmischen. Der Feind Deutschland ist halt viel greifbarer, als der komplizierte chamäleonartige Gegner Kapitalismus.


Am 17. August 2017 schrieb Krysztof Daletski:

@Tigertaler & Ische:
Was sollen die wilden Spekulationen, um Fischer zu diskreditiern? Das hat er doch durch die vom Galeristen erwähnten realen Handlungen selber getan.

Wobei das mit dem "Diskreditieren" natürlich eine Frage der Perspektive ist: aus Sicht der ehem. US-Außenministerin Albright war es vermutlich ein immenses Verdienst von Fischer, dass er die Grünen transatlantisch eingenordet und von einem Angriffskrieg überzeugt hat. So immens, dass sie ihm später ein trockenes Plätzchen unter dem Dach ihrer Firma bereitet hat*), von dem aus er den "elder Statesman" mimen kann.

*) Das Handelsblatt titelte dazu am 27.09.2008: "Joschka Fischer arbeitet künftig füt Madeleine Albright"


Am 15. August 2017 schrieb marie becker:

Man lacht und sieht ihren Bankrott mit Wonne,
Sie sind die größten Heuchler unt'r der Sonne.

www.fricke-th.de

Vorsicht mit Superlativen: wer heute die Kanzlerpressekonferenz auf Phoenix hörte, weiß, was ich meine....


Am 14. August 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

@ nix für ungut, Marie Becker, es bleibt bei meiner Bewertung, und vielleicht können sie ihre Frage selbst beantworten.


Am 14. August 2017 schrieb Thomas Fricke:

Von diesem interessanten Beitrag und anderen Artikeln inspiriert, hier ein kleines Gedicht aus meiner Feder:

Die GRÜNEN einst und jetzt

Sie waren einst mal Friedensaktivisten,
Sind jetzt Kriegstreiber und Militaristen,
Befeuern jeden Nato-Kriegseinsatz,
Mit ihren falschen Propheten und in der taz.

Sie waren für soziale Gerechtigkeit,
Sind jetzt zu deren Abbau stets bereit;
Als wendige Lobbyisten dienen sie
Der Konzern- und Finanz-Oligarchie.

Und nun, das ist der allergrößte Spaß,
Sie wollen US-Import-Fracking-Gas!
Man lacht und sieht ihren Bankrott mit Wonne,
Sie sind die größten Heuchler unt'r der Sonne.

www.fricke-th.de


Am 14. August 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

Danke @Fachbuch für den Brückenbau, der die Einordnung möglich macht.
Das "Bild" ist verständlich, und wie ich finde, sehr treffend


Am 13. August 2017 schrieb Helmut Ische:

@ Herr Boemker,
Sie schreiben - den Artikel von Tigertaler zugrunde legend - von einer Verschwörungstherorie in Bezug auf Joschka Fischer.
Zum Einen schreibt Tigertaler " es ist zu vermuten, dass...u.s.w. "
Zum Anderen möchte ich folgendes hinzufügen: Wer bei dem Werdegang dieses Herrn Fischer nicht auf die Idee kommt, diesen sog. Politiker als vom Kapital gekauft zu betrachten - und zwar von Beginn seiner zweifelhaften Karriere an - , tja, der glaubt sicherlich auch Wahlen würden im Parlamentarismus ala BRD etwas verändern.
Fischer ist das Paradebeispiel eines korrupten, geld-und machtgeilen Typens.
Noch weit vor Özdemir, Göring-E., Roth und all den anderen in dieser bürgerlichen Kriegspartei. Aber die arbeiten daran bald auf der gleichen Stufe wie dieser Steine schmeißende ehemalige Außenminister zu stehen. Fischer wäre nie, nie, nie Minister geworden, aber er wurde gebraucht und hat geliefert. Das vergisst das Kapital nie. Heute "verdient??" dieser Typ sein Geld als Berater der Autolobby (BMW) und schreibt hin und wieder in der FAZ, wenn es darum geht gegen die Russen zu hetzen.


Am 12. August 2017 schrieb marie becker:

@Ulrike Spurgat
erst jetzt sehe ich Ihre Antwort, kann aber leider nur sagen, dass meine frage bleibt. Uli Gellermann hat die Sachlage in Bezug auf die Grünen deutlich und klar dargestellt und damit fragte ich mich, ob Ihre Beschreibung des "grünen Charakters" neues ergäbe...
Daher meine Frage/Bemerkung zum Allgemeinzustand in deutscher Politriege.

nix für ungut
marie


Am 12. August 2017 schrieb Klaus Bloemker:

Hans Tigertaler schreibt:

"Joschka Fischer ... »Revolutionärer Kampf« ... als Beobachtungs- und Provokateurs-Organ ['Agent Provokateur der Geheimdienste'], schon damals das Versprechen auf eine große Karriere in den Diensten der Bourgeoisie gegeben wurde."

Was ist das denn für eine Verschwörungstheorie? - Die Bourgeoisie hat Fischer und den 'Revolutionären Kampf' als Agent Provocateur eingesetzt und ihnen schon damals eine große Karriere versprochen?

Es kommt hin und wieder vor, dass das liberale Bürgertum Revolutionäre unterstützt und finanziert - um tolerant auszusehen. Aber diese Tigertaler-Geschichte? Wer glaubt die?


Am 11. August 2017 schrieb altes Fachbuch:


@ liebe ulrike spurgat;)
was kollege tigertaler wortreich erklärt:
in einem tropfen spucke eines hai's definieren sich quer-, längs-, vertikal und diagonal gestreifte clownsfische über die frage, ob sie je süsswasser schmecken werden - und dann schluckte der hai!!

die ozeane werden dreckiger und seichter, die haie schlucken öfter und das beuteschema und jagdverhalten wird beliebiger, weil fressen notwendig und die alternative sterben ist!!
man muss auf den tag hoffen, dass die haie sich gegenseitig fressen. weder können die clownsfische sich auf den "zucker"gehalt einigen, noch die haie domestizieren:)
interessanter ist daher der verschwörerische ansatz, ob die fischer's & co eine 5. kolonne waren?? bei bohley und genossen bin ich mir sicher;)

150 jahre "das kapital", unesco-weltdokumentenerbe!! und rationale diskutieren über den wimpernschlag zeit"geschichte" von zwar kaschierten, aber ewigen überbauerscheinungen:)

der hai lacht sich kaputt, und schluckt:)


Am 11. August 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

@ H. Tigertaler
Was sie schreiben ist mir zu hoch, und ob ich es wirklich verstehe, und Einordnen kann lässt sich im Moment nicht erkennen. Ich habe gelernt, dass schwierige, komplizierte Zusammenhänge so dem Leser nahe zu bringen sind, dass es für mehr Menschen. als einem kleinen Teil verständlich ist.
Und wie sie die RAf analysieren und einordnen; da arbeite ich noch dran, allerdings ist absehbar, dass ich es nicht teilen werde.


Am 11. August 2017 schrieb Michael Kohle:

Auch wenn dem werten Mitkommentator Tigertaler gegen Ende so ein bisschen die Luft auszugehen scheint, er legt ein paar gute Ansätze auf den Tisch der Diskussion. Nur leider, auch er fällt auf den Hütchenspielertrick des „Systems“ rein und nimmt einzelne Symptome unter die Lupe, das komplexe System des Neo-Irgendetwas bleibt wie immer außen vor. Grüne Nasen haben darin auch ihre Funktion finden dürfen, unterliegen aber zwangsläufig auch den herrschenden Bedingungen des Systems. Klar, komplexe Systeme haben nun mal die Eigenschaft einfach nur so gut wie undurchschaubar zu sein. Und so wie aus dem Komplex Weltherrschaft die bonfortionöse Diskussion „rechts/links“ als Köter dem Pöbel vorgeworfen wird, damit er einen Knochen zum Abnagen hat, um tunlichst größeren Schaden zu verhindern, könnten dann wohl auch die komplexen Systeme, die in der wissenschaftlichen Physik weltweit längst Gegenstand umfassender Forschung sind, auf ein ähnliches Begriffspaar eingedampft werden.

Geschieht aber nicht, warum auch. Was ist fest, was ist flüssig? Der Stoff in der Sanduhr, ist er denn nun fest oder doch flüssig, weil er von oben nach unten zu fließen vermag oder weil ihm gar nichts anderes übrig bleibt? Diese Frage ist doch längst gelöst, die Antwort könnte man bestimmt sogar bei Frau Dr. phys. einholen. Übrigens: was der Sand in der Physik ist die Brotkrume in der Gesellschafts- und Wirtschaftstheorie, da lebt „Unten“ auch von der Schwerkraft. Und wo es kein „Oben“ gibt, kann auch nichts nach unten durchrutschen. So heißt es! Jedenfalls bei denen, die behaupten, dafür Sorge zu tragen, dass genügend vorgehalten werden kann, um es durchreichen zu können. Die Klärung, ob bestimmte „Meinungen“, „Umtriebe“ oder auch nur „Ideen“ rechts oder links anzusiedeln sind ist so überflüssig wie ein Kropf, pure Beschäftigungstherapie. Die alles entscheidende Frage ist doch nur die: ist das herrschende, überaus komplexe „System“ veränderbar oder nicht. Ist - nur z.B. - die Pferdeäpfel-Theorie, wie man das Märchen von der wundersamen Wanderung der Brotkrume auch nennt, sakrosankt oder nicht Und wenn ja, warum? Und wenn nicht, was dann? In der Physik ist es die Materie, auf die die komplexen Strukturen des Universums untersucht werden, wenn möglich Nützliches erklärt, erkannt wird. Selbst da geschieht nichts zum Selbstzweck, oh nein! Letztendlich steht auch da der mögliche Profit-Erzielungs- und -maximierungsgedanke irgendwo vornehm im Hintergrund, voller Hoffnung auf den nächsten scoop. Ich kenne meine Oppenheimer und deren Sponsoren. Beim komplexen System der globalen Gesellschaft ist das auch nicht anders, allerdings dürfte da bei allen Anstrengungen zur Erkenntnisgewinnung im Vordergrund stehen, wie die Aufrechterhaltung des "status quo" - insbesondere hinsichtlich der Besitz- und der Gewinnverteilung - sichergestellt, wenn nicht optimiert werden kann. Verbessern immer. verschlechtern nimmer!

Und wo stehen wir heute! Würde sagen: Es ist vollbracht! Das bestehende, das herrschende System ist zur einzig zulässigen Monokultur namens „Wertegemeinschaft“ geronnen und ist mit Zähnen und Klauen zu verteidigen. Denn es ist nur lebensfähig, wenn ihm stetig äußere und auch innere Feinde zum Fraß vorgeworfen werden. Ob wir die Wertegemeinschaft jetzt als systemische Krankheit erkennen oder nicht, ist völlig ohne Bedeutung. Das System frisst sich seinen Weg schon selbst bis zum Ende, bis es sich nämlich zwangsläufig nur noch selbst fressen kann. Einfach mal den Onkologen fragen, wie das üblicherweise so vonstatten geht. Und da hilfts es absolut nichts - jedenfalls - an irgendwelchen Symptomen oder Metastasen rumzudoktern. Das kranke System sitzt überall. Sicherlich, es macht schon Spass, auf eine angeblich linke Bazille wie die eines Joseph F. - zugegeben, mit voller Berechtigung - verbal einzuschlagen . Und was bei Tigertaler da so gemutmaßt wird, heissa, da könnte ich gut und gerne noch was draufsetzen. Aber zu welchem Behufe? Zu was dient es denn, außer zu unserem Zeitvertreib und Ablenkung, unser Geschimpfe und Gezetere? Kann da nur F.K. Wächter zitieren: Wahrscheinlich guckt wieder kein Schwein! Gewiß, vergnüglich den Gellermann zu lesen, wie er dem grünen Gesocks reichlich Zunder gibt. Um sich hinterher wieder genauso vergnüglich im Sessel zurückzulehnen und selbstzufrieden zu denken, denen habe ich es jetzt wieder gegeben, mit oder ohne Kommentar in der Galerie.

Sagte doch, es ist vollbracht! Da gibt es kein Entrinnen mehr, das System ist in sich abgeschlossen, eingekapselt. Ob die Pseudochristen, die Pseudo-Sozen, die Grünen, die Gelben, die Blauen, egal - alles nur Nasen zu unserer Verlustifizierung, damit wir in unseren hellen Stunden nicht mal zu ernsthaften Gedanken durchdringen. Und selbst dann, wozu? Ehrlich gesagt, ich bin es leid. Können wir denn jemals gegen den ganzen schnöden Mammon anstinken? Der kann sich doch Alles und Jeden und Jede kaufen, da reicht meist schon die Portokasse. Und so wie bei Waldbränden kleine Gegenfeuer gegen die anrennende - potentiell oder echte - Feuerwalze gelegt werden, so hat „unser“ Wertesystem längst erkannt, wie mit gekauften „Revolutionen“ Gefahren oder Fehlentwicklungen Einhalt geboten werden kann. Der Pöbel ist dumm, und Dummheit wurde schon immer ausgenutzt. Da kann erforderlichenfalls auch nachgeholfen werden bei der Dummheit. Was sagte vor zweitausend Jahren der, der auch das vom Vollbrachten von sich gab? Mein Gott, warum hast du mich verlassen! Schaut man sich den Wahnsinn an, der derzeit an tausend Orten rund um die Welt so abgeht, kann man diesen Spruch auch auf „uns“ ausdehnen.

Antwort von U. Gellermann:

"Der Pöbel ist dumm“, fraglos ein Satz aus dem Arsenal derer von Herrsch. Manchmal durften sie ihn gar vom Gestell der Guillotine aus in die Menge rufen. Das hat dann erheblich zur Erheiterung beigetragen.


Am 11. August 2017 schrieb Helmut Ische:

......@ Hans Tigertaler
danke für diese messerscharfe, tiefgründige Analyse.
Die Grünen waren von Anfang an eine vom Kapital protegierte Bande und daran hat sich bis heute nichts geändert. Warum auch? Ob Bastian, Kelly, Ebermann, Trampert, die unsägliche Ditfurth, alle samt Pseudolinke. Und die heutige Truppe? Widerliche, korrupte "Gutmenschen", die für jeden Krieg zu haben sind. Damit ist eigentlich alles gesagt.

SPD und Grüne sind das üblere Kleine.
Nochmals Danke an Hans Tigertal. ( Schade, aber ich kann mich leider nicht so geschliffen ausdrücken wie Sie.)


Am 10. August 2017 schrieb Hans Tigertaler:

Die Darstellungen der ergrauten, vorgeblich früher zur Studentenbewegung gehörigen, die TV-Features beherrschenden immer gleichen sülzenden Saftsäcke haben leider eine bisher unterschätzte geschichtsfälschende Wirkung.

In Nuce und zur Korrektur:

Das im Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS) organisierte Zentrum der historischen Studentenbewegung der sechziger Jahre bestand neben kleineren Verzweigungen letztlich aus zwei wesentlichen Fraktionen:

1. Dem antiautoritären Flügel der neomarxistischen Kritischen Theorie um die Frankfurter Schule

2. Dem orthodoxen Flügel der marxistischen Richtung

Die anderen SDS-Ortgruppen der Universitätsstädte, auch jene der Berliner, bildeten mehr oder weniger daraus gewürfelte Mischformen oder auch nur deren modisch-bürgerliche Boudoirs.

Die Führung der mordenden RAF dagegen bestand hauptsächlich aus nicht-studentischen, vor allem durchgängig SDS-fremden, vulgär-voluntaristischen, aber groß-rauskommen-wollenden Enragés der Bourgeoisie, hatten mit den Theorien und Protagonisten der Studentenbewegung programmatisch nichts zu tun und wurden im SDS dem unternehmenden Abenteurertum der Lumpen-Bourgeoisie zugerechnet.

Die Grünen wiederum haben mit der Studentenbewegung niemals etwas zu tun gehabt, sondern waren eine eigenständige, auf Karriere gebürstete Zerfallserscheinung aus dem Protoplasma der im wesentlichen mit dem SDS unverbundenen, aber scheinkritisch angekränkelten bürgerlichen Öffentlichkeit.

Insbesondere hatte der damals in den aktiven Jahren der studentischen außerparlamentarischen Opposition völlig unbekannte spätere Grüne Joschka Fischer mit der Studentenbewegung bis zuletzt rein gar nichts zu tun, sondern war ein erst nach der Selbstauflösung des SDS in Frankfurt auftrumpfender Vorstadtschläger, der, Wissen durch substanzlose Militanz ersetzend und des endlosen leutselig-leeren Gequatsches fähig, eine psychotische Gruppe »Revolutionärer Kampf« ausrief und ihr durch telefonische Belästigung linker Studenten Mitglieder zuzuführen versuchte - ein schon damals von manchen als Agent Provokateur der Geheimdienste verdächtigter, höchst zweifelhafter Gschaftlhuber. Aus dem kometenhaften Aufstieg dieser Gruppe auf Seiten des Bürgertums trotz linken Gefuchtels lässt sich vermuten, dass dem »Revolutionären Kampf«, als Beobachtungs- und Provokateurs-Organ, schon damals das Versprechen auf eine große Karriere in den Diensten der Bourgeoisie gegeben wurde.

Das damalige Lob mancher Scheinlinker wie Kretschmann selbst für Pol Pot verwundert nicht: Die rasenden Spießer, solange sie rasen, haben noch nie rechts und links unterscheiden können, und gerade ihre aufgeblasene, künstliche Militanz war, wie es sich gehört, in den Ohren der Bourgeoisie - kille, kille - nur das Krähen ihrer Kinder, sicherheitshalber auch auf der möglichen Gegenseite frech die Führung beanspruchend.

Die den Kommunisten in die Schuhe geschobenen Roten Khmer waren, anders als ihr Name suggeriert, die späten und bisher einzigen Erfüller des Blut- und Boden-Programms (»BluBo«) der Nazis: Schleifung der Städte, Vertreibung aufs Land, Ermordung der Intelligenz und Neubeginn in der Idiotie des Landlebens - die Dialektik der Bourgeoisie hatte schon immer ihre eigenen Extreme, doch nie etwas Kommunistisches.

Und schließlich, könnte Kretschmann sich entschuldigen, haben selbst die Nazis die Heimchen am Herd am Ende doch emanzipieren müssen. Und sei es in der Rüstungsproduktion oder als Florence Nightingales.


Am 09. August 2017 schrieb Marc Britz:

Joschka Fischer wurde 1976 bei einer Demonstration für die RAF-Terroristin Ulrike Meinhof vorläufig festgenommen. Er stand unter Verdacht einen Molotowcocktail auf ein Polizeifahrzeug geworfen zu haben. Gegen Fischer wurde deshalb wegen Landfriedensbruchs, versuchten Mordes und der Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt. Er beteuerte allerdings, niemals Molotowcocktails geworfen zu haben und wurde aus der Haft entlassen, weil sich der Verdacht gegen ihn nicht erhärten ließ.
Heute "engagiert" sich Fischer für die Terroristen von der NATO und sollte eigentlich vor einem internationalen Gerichtshof wegen Friedensbruch, Völkermord und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung angeklagt und völkerrechtsgerecht verurteilt werden. Allerdings wurde Fischer hier gar nicht erst festgenommen, weil man einen Verdacht gegen ihn gar nicht erst aufkommen lassen wollte.
Fischer ist für mich ein typisches Beispiel jener 68er-Macker für welche die Emanzipation der Frauen nur ein willkommener Vorwand für mehr Sex mit mehr Frauen und politisches Engagement nur ein Vorwand für mehr Gewalt mit mehr Mackern war. In diesem Sinn ist die Erscheinung Fischer symptomatisch für eine Bewegung, die jetzt - nicht unzufällig durch eine frustrierte Frau - endlich den logischen Schluss zieht: Die Grünen suchen end-lich (sic!) auch den sichtbaren Verbund mit jenen nur noch vermeindlich politischen Gegnern, deren althergebrachte Gewaltbereitschaft trotz aller mittlerweile ohnehin zum gesellschaftlichen Konsens gewordenden ehemaligen Differenzen von Parteibonzen wie Fischer zumindest strukturell schon immer geteilt wurde.


Am 09. August 2017 schrieb Ronald Wolf:

Meine Frau war ein begeisterter Fan der Grünen. Natürlich hatte sie Recht mit ihrer Sorge um die Umwelt und den Verweis auf die pazifistischen Grundideen der Turnschuhpartei. Das System hat aber die Ideen dieser am Anfang symphatischen Partei gefressen. Die ehrlichen Streiter und Kämpfer wurden heraus intrigiert. Geblieben ist eine Kriegs- und Konzernpartei ohne ehrliches Profil. Der Vorschlag mit der Einheitspartei ist spitze.
Danke für den tollen Beitrag.
Grüße aus dem Vogtland


Am 09. August 2017 schrieb Klaus Bloemker:

Viele Kommentatoren beklagen, dass die Grünen nicht mehr pazifistisch sind. Aber sind sie denn wenigstens ökologisch?

Nein, dass sind sie auch nicht besonders. Sie sind es zwar von ihrer Einstellung und kaufen öfter in Bioläden, aber ihr 'ökologischer Fußabdruck' ist größer als der von Leuten, mit geringerem ökologischen Bewußtsein.

Das liegt daran, dass sie wohlhabender sind, öfter Eigenheime mit hohen Energiekosten besitzen, häufiger Flugreisen machen etc. Leute der 'Unterschicht' und Rentner, haben zwar ein geringeres ökologisches Bewußtsen, da sie aber nicht so viel Geld haben, leben sie de facto ökologischer als viele Grünen Wähler.

Was ist die Moral von der Geschichte? Wer reicher wird, wird 1. politisch konservativer, 2. lebt er weniger ökologisch.


Am 09. August 2017 schrieb Brigitte Klara Mensah-Attoh:

Am Beispiel der GRÜNEN läßt sich wirklich leicht ablesen, wie rasant das mit dem Abstieg oft gehen kann.
Mir als ehemaligem GRÜNEN-Mitglied haben seinerzeit Leute wie Petra Kelly ob ihrer Seriosität arg imponiert, desgl. auch Rezzo Schlauch - Stuttgarter "Anwalt der kleinen Leute" - er war damals die Bescheidenheit in persona, kam zu Gerichtterminen via Fahrrad angeradelt - im Besonderen Jutta Dithfurt ... bin ihr regelrecht nachgereist, um ihre flammenden Reden LIVE zu hören.
Als dann die Ära Joschka Fischer begann, er schließlich aktiv und mit Engagement im Jugoslawienkrieg mitmischte, mit der kriegslüsternen Madame Albright klüngelte - und mit seiner Person das Wesen der GRÜNEN vollends verwässert war, ey! Da bekam er vollkommen zu Recht - und auch in meinem Namen - etwas prägnant Farbiges auf die FRESSE (aufs Ohr!)
Kretschmann ist heute der GIPFEL und von allen/m wohl das Peinlichste der GRÜNEN-Chamäleo-Partei.

Mein Austritt war logische Folge zumal zu Beginn des Juguslawienkrieges - und er war mehr als überfällig.

Weichgespülte Platzhalter (bis auf ganz ganz wenige Personen) sind nur noch übrig.. Sowohl hier als auch in anderen Fraktionen.
Es fehlt ALLEN an wirklicher Überzeugungskraft, an Glaubwürdigkeit. Wahrhaftige Politiker muß man mit der Lupe suchen.


Am 08. August 2017 schrieb Ulrike Spugat:

@ Marie, mir war bei diesem Artikel,des von mir hoch geschätztem Galeristen und seiner GALERIE wichtig, die Prioritäten so zu setzen, wie ich es getan habe, und daran
habe ich wohl keinen Zweifel gelassen,wie ich ihrer Frage entnehmen kann.
Sicherlich ist ihre Frage berechtigt, doch ich wollte den Grünen die Buxe (Hosen) runterziehen, und auf gar keinen Fall sollte irgendetwas relativiert werden, und in einigen meiner Leserbriefe, und nicht nur in denen, finden sich immer und wieder , die mit Namen genannten Kriegsverbrecher und deren Gehilfen. Sicher bin ich, dass wir weiterhin die besten Artikel bekommen werden, und das wir Leser den reichgedeckten Tisch mit den Artikeln unseres GALERISTEN gedeckt bekommen, um das Schreiben zu können, was einem nicht nur auf der Seele brennt, sondern einen herausfordert, Positionen z.B. zu Überdenken. Vielleicht habe ich die Frage beantworten können.


Am 08. August 2017 schrieb marie becker:

"GRÜNEN, als das zu erkennen, was sie sind: Kleinbürgerlich, kriegerisch, Russlandfeindlich und saugend am Honigtopf der Republik. Unerträglich die grünen kriegstreibenden Tarnkappenträger. Selbstbezogen, kleinkariert und blind, wenn es um die Kriegsverbrechen der USA geht. Die Becks, die Harms, die Görings, und wie sie alle heißen."

Warum beziehen Sie, Ulrike, das nicht auch auf die Schwarzen??
die den USA von jeher devot in den Allerwertesten krochen? und deren Kriege brav unterstützen, auch aktuell noch?


Am 08. August 2017 schrieb Gerhard Runge:

@ Lena Becher
Dass der Autor wortmächtig ist lässt, lässt sich auch am aktuellen Streik in der Charité beobachten. Wenn man weiß, dass sein Artikel (über die Rationalisierung in der Klinik) "Erblinden schadet der Gesundheit" im Krankenhaus kursierte, darf man durchaus einen Zusammenhang vermuten.


Am 08. August 2017 schrieb Lena Becher:

Mich begeistert immer wieder die Sprache des Autors. Er kann komplizierte politische und historische Zusammenhänge so vermitteln, dass es eine Lust ist sie zu lesen. Danke!


Am 08. August 2017 schrieb Karola Schramm:

Mir kommt der Artikel ein wenig traurig und hoffnungslos vor bei der Aufzählung von dem, was die Grünen einst waren und was sie jetzt sind.

Diese alten Grünen wie Fischer, Künast, Trittin, Claudia Roth, Özdemir, waren nie echte Friedensbewegte, sondern setzten eher auf gesellschaftliche Veränderung in Richtung Ökologie und Soziologie, wie z.B. Erziehung /Bildung oder Psychiatriereformen und anderes. Vieles hat sich durchgesetzt, Vieles ist untergegangen im Streit mit den anderen Parteien und erst recht in der Regierung, die Anpassung an den sog. Zeitgeist erzwang, wie einige Führungspersonen meinten. Das zeigt jedoch nur, dass es leichter ist, auf der Straße Krawall zu machen und gegen die oben zu wettern, als gegen die, zu denen man dann selber gehörte. Charakterstark war das nicht, was sich die Grünen geleistet haben. Auch bei der SPD ließ die charakerliche Eigenschaft des Widerstandes gegen Gleich- oder höher Gestellte zu wünschen übrig. Sie hatten Angst vor der Wirtschaft und der CDU als Wirtschaftspartei.

Auch die DDR Grünen, aus der Friedensbewegung - war der Protest wirklich echt ? waren sie wirklich von der christlichen Botschaft "Schwerter zu Pflugscharen machen" überzeugt ? oder war es nur eine Stimmung, der sie aufgesessen sind um im Strudel des Wohlstand und politischer Macht alles zu vergessen ? Nein, ist meine Antwort. Wäre es anders gewesen, hätten wir heute dieses Desaster nicht, weil die Botschaft:"Schwerter zu Pflugscharen" immer Gültigkeit hat.

Auch die ev. Kirche, die ja mal kräftig mitgemischt hat in der Friedensbewegung und bei den Grünen und der SPD, haben sich eher ins Private zurückgezogen und huldigten, wie am letzten Kirchentag, noch dem großen Drohnenmörder Obama und der Kriegskanzlerin.

Sie alle sind sich irgendwie auch treu geblieben. Radikal in ihrer Meinung. Erst gegen Krieg und Ausbeutung, jetzt ebenso radikal für diese neoliberale Kriegs- Ausbeutungs- und Unterwerfungspolitik.

Kirchenleute wissen, was der Volksmund sagt:"Not lehrt beten." Endlich werden die Kirchen dann wieder voll. Warum also für Veränderungen sorgen und sich mit dem Staat herum streiten ? Es könnten dann ja auch Privilegien genommen werden. Also lieber passiv bleiben.

Ich schätze, dass die Politiker in allen Parteien und die Pastoren in den Kirchen zuviel Angst haben, sich aktiv für Frieden, Freiheit und Gerichtigkeit in der ganzen Welt einzusetzen. Sie fürchten zu viel.
Und das ist das, was die 68-iger und 90-iger nicht getan hatten. Sie fürchteten sich nicht und hatten Erfolg.

Hoffen wir also, dass zur kommenden BT-Wahl die Wählerinnen und Wähler sich nicht fürchten, die Partei zu wählen, die in ihrem Programm die Beendigung von Kriegen und die Abschaffung der zermürbenden Agenda-Politik der Schröder/Fischer und Merkel Ära ein kräftiges Ende bescheren.
Alles ist möglich, lieber Herr Gellermann. Es gibt ja noch mehr Parteien zu wählen als die genannten.


Am 07. August 2017 schrieb Klaus Bloemker:

Kretschmann und der KBW.

Ist es nicht ein erfreuliches Zeichen für die Bundesrepublik, dass Winfried Kretschmann von einem Mitglied des 'Kommunistischen Bundes Deutschland' (sie waren Maoisten) Ministerpräsident von Baden Württemberg geworden ist?

In den 1970ern hat er noch das KBW Parteiorgan 'Kommunistische Volkszeitung' gelesen. - Ich kenne diese Leute nur ZU gut. Ich sollte noch dazu sagen, dass ich ein Jahr in Hong Kong war (damals noch britisch und so ziemlich die kapitalistische Gesellschaft der Welt).

Ich weiß, was die Leute da von Maos Sozialismus gehalten haben.

Insgesamt bin ich froh über den "schleichenden Tod der Jahre 68", wie Uli das nennt. Ob nun KBW, KPD/ML (Marxisten, Leninisten) etc.

Antwort von U. Gellermann:

Wie schön, dass Sie uns über Ihre Reise informieren.


Am 07. August 2017 schrieb Michael Kohle:

Mit Verlaub, mir erscheint das Thema „Grünes Ende ohne Schrecken“ in Zeiten dieses Nerven zerfetzenden Wahlkampfes - nicht mal sieben Wochen vor dem Tag der Tage - irgendwie dann doch, wenn auch nicht daneben, sekundär. Sei mir eine etwas erweiterte Sicht der Lage erlaubt.

Wahltagabend 2017, wenn der nicht sowieso zur Nacht der reitenden Leichen wird? Bei dem einen müden Klepper mit der aufsitzenden, dahinsiechenden wenn nicht völlig dahingerafften Gestalt im selbstgestrickten grünen Wams wird es kaum bleiben. Auch der abgeschlaffte Zossen mit dem Heiligen im blässlichen roten Mantel, längst nur noch ein Schatten dessen was er sowieso nie war, wird auch gut ins Bild passen. Und der sich bestimmt als Wahlgewinner wähnende, noch im Leichentuch des Lazarus sich Gerierende wird so begeistert auch nicht in die Arena einreiten. Was nützen ihm da die zehn, zwölf, gar 15 Punkte aus dem Nichts, wenn ihn niemand braucht. Nix Vizekanzler auch er, nicht mal Oppositionsführer, wenn er Pech und Martin - wider Erwarten - Restperformance aufzubieten hat. Dann gäbe es noch die lahmende Stute, deren ursprüngliche Reiterin noch vor dem Start vom eigenen Tross aus dem Sattel gezerrt worden war und zügig durch noch durchsichtigere Leichtmatrosen ersetzt wurde. Was wohl zuviel für den armen Gaul gewesen sein dürfte. Außerdem: wer wählt schon jemanden, den er nicht sehen kann, ein Ross ohne Reiter? Zu guter letzt noch jenes Maultier, das immer glaubt ein Pferd zu sein und trotzdem immer nur außerhalb der Konkurrenz mitlaufen darf, als vermeintlich kläglicher Rest.

Alternativlos ist diese Erwartungshaltung allerdings nicht. Schließlich hat die mit Alternativlosigkeit Gesegnete jetzt mehrmals einen gehörigen Schrecken eingejagt bekommen. Auch wenn ihr in keinster Weise Gefahren à la Donald oder gar wie der Theresa May-Day drohen dürften - ein Schulz ist kein Corbyn, die größere, die größte Gefahr droht ihr doch wohl aus der absoluten Mehrheit. Schwarz-schwarz die Flagge, so wie die von ISIS und wahrscheinlich auch nicht weniger gefährlich: Hoooorst ante portas. Und genau bei diesem Gedanken schrillten bei mir sämtliche Alarmsirenen. Nie im Leben, eine Merkel geht nicht sehenden Auges ins Unheil. Und da fällt mir dann so einiges dazu ein. Das selbst auf Fotos vom neuerdings doch wieder trauten Pärchen Angela&Horst zu hörende zufriedene Brummen vom Ober-Christsozialen seit dem letzten Strategietreffen, zu aller Erst. Seit Franz-Josefs oder auch Edmunds Zeiten wurde da schon immer was ausbaldowert, a Hund worns scho immer. Als ich dann - rein zufällig - auf eine Meldung der HuffPost prallte, gingen mir die Augen über. Doch, zuzutrauen wäre es ihnen! Was? Alles!

Welche Frage liegt denn näher für die ewige Kanzlerin, als - genau - diese Frage: wer wird denn dann Vizekanzler unter mir und fällt mir zwangsläufig auf die Nerven? Zweite Frage: Und was wenn ich mitten im Strom dem Gaul einen neuen Reiter verpassen will? Da braucht es schon eine Lösung, die nicht mit See beginnt und mit hofer endet und auch noch einen guten Mann, der nicht so endet und mit Herr beginnt. Na, wer fällt einem denn da noch so ein, sonst? Und was las ich dann am 2.7. diesen Wahljahres? Machen wir es spannend! Es sollte einer sein, der es sich (vorläufig) abgewöhnt hat, am Zaun zu rütteln und von sich zu geben „Ich will da rein!“. Besser noch, der sich - nur weil mal so dumm dahergefragt worden war - vehement davon distanziert haben soll, überhaupt noch jemals irgendwo rein zu wollen. Und dann das: Ich bin ein kurzzeitig auftretender Ackergaul! Was sogar - so das es alle auch mitbekommen - zur Überschrift werden sollte - in der Uff, wo sonst.

Und was gibt es direkt darunter dann aufzuschnappen? Dass der CSU-Chef i h n allzu gerne wieder in der Politik sehen würde. Blöd nur, auch HuffPost weiß von abschlägigem Bescheid: er will einfach nicht! Hat da nicht auch mal ein Franz Josef mal von sich gegeben, es sei ja nicht so, dass er keine Nacht schlafen könne, um ja den Ruf aus Bonn (das waren noch Zeiten) nicht zu verpassen? Ach ja, der Ackergaul, der tritt dann doch am 4. September beim politischen Gillamoos - was auch immer das sein möge - im gewohnten Bierzelt-Ambiente kurzzeitig auf. Was blos wird er uns da zu eröffnen haben? Ich weiß es nicht, mir schwant da nur was. War doch neulich schon das Bierzelt der bestgeeignete Ort für Regierungserklärungen aller Art, durch ihro Eminenz der Kaiserin höchstselbst. Aber da gab es noch etwas zu berichten bei HuffPost, was wunderbar in die Kampagne passt. Rechtzeitig für die Veröffentlichung in der Huff und wohl auch zur Beruhigung der verschnupften Kanzlerin aus gegebem Anlass gab dann der „Business Insider“ auch noch vom totalen Verriss der Vereinigten Staaten in Amerika kund. Wer das war? Karl-Theodor von Guttenberg! Passt scho!


Am 07. August 2017 schrieb marie becker:

Twester als umgedrehte Grüne, macht sie im schwarzen Gewand kaum sympathischer, eher fragt man sich wie mag die Belohnung aussehen?
vielleicht darf sie ja auch mal ins Verteidigungsministerium reinschaun, wenn die dortige Hausherrin "erschöpft" ob ihres Marschierens zusammenbricht


Am 07. August 2017 schrieb Uschi Peter:

"Es waren ehemaligen Oppositionelle, die in der DDR gegen Wehrerziehung mobil gemacht hatten"
Die Aktion "Schwerter zu Pflugschaaren" rüttelte an den Grundfesten der DDR. Kaum waren die Grünen in der so friedliebenden BRD angelangt,strömten sie der Bundeswehr zu, und es regte sich kein friedensbewegter Grüner über den Kriegseintritt in Jugoslawien auf, schon gar nicht "Arschloch" Fischer. Da sieht man , was das Geschwafel von Emporkömmlingen wert ist. Sind sie an der Macht, sind sie Verfechter der herrschende Politik. Traue nie einem Politiker!
@Gebhard Reitz und @ Ulrike Spurgat Stimme Ihnen vollum


Am 07. August 2017 schrieb Lutz Jahoda:


LITANEI IN GIFTGRÜN
MIT STICH INS GELBE
oder
SEE YOU LATER, ALLIGATOR;
DIE BITTERE RECHNUNG
KOMMT GARANTIERT SPÄTER.

Ein dreifaches Pfui der Bequemlichkeit.
Sie hat was vom Muff des Biedermeier.
Sie driftet in schaler Bürgerlichkeit
Zum Mühlrad beschaulicher Alltagsleier.

Klippklapp, klippklapp
Im Auf und Ab
Grün bemooster Gemütlichkeit.
Schwipp-schwapp, schwipp-schwapp,
Und nie zu knapp,
In geschichtlich sträflicher Unbedarftheit.

Das Fischen mit Fischer war kurz nur zu loben.
Eigentlich gar nicht, genau betrachtet.
Seine Bomben pflügten von unten nach oben,
Weshalb ihn Serbien heut noch verachtet.

Klippklapp, klippklapp
Im Auf und Ab
Grünbemooster Gemütlichkeit
Schwipp-schwapp, schwipp-schwapp,
Und nie zu knapp,
In geschichtlich sträflicher Unbedarftheit.

Mit Göring-Eckardt, gedanklich treckhart,
Mit Blick gen Ost, wie ihr Reden beweist.
Mit Kretschmann gegrätscht nach Gabriel-Art,
Führt höchstens dazu, dass die Hosennaht reißt.

Klippklapp, klippklapp
Im Auf und Ab
Grünbemooster Gemütlichkeit.
Schwipp-schwapp., schwipp-schwapp,
Und nie zu knapp,
In geschichtlich sträflicher Unbedarftheit.

Mein Rat: Macht euch frei von Zukunftssorgen!
Sie kommen gewiss. Wenn nicht schon morgen,
So doch bestimmt in belastender Qual,
Über kurz oder lang nach der Bundestagswahl!


Am 07. August 2017 schrieb Michael Kohle:

Gestern Abend im Sommerinterview vom Feldherrnhügel im Schwobeländle alias Kretschmannia gab sich schon mal der Vizekanzler in spe, s'Tschemmle. Noch vor dem sofortigen Weiterzappen, weg vom Ödetmir, der Gedanke: da ertrage ich eher noch den Christian von der Lazarus-Partei.

Besser noch: Wahlergebnis 37% für die CDU, 9% für die CSU - eine de-facto absolute Mehrheit. Dann hätten wir es nur mit einer Unperson zu tun, mit der nämlich, die uns sowieso nicht erspart bleibt bis zum jüngsten Tage.


Am 07. August 2017 schrieb Ulli Stang:

Die Wiederholung ist die Mutter der Agitation.
Ich möchte nicht (nur ein wenig) agitieren, aber wiederholen, was ich schon beim Antritt der Grünen in Hessen und Marburg 1978 gesagt habe:
"Grün ist die Hoffnung" aber "Hoffen und Harren macht manchen zum Narren".
Wenn der Volksmund das immer wiederholt, agitiert er schließlich. Und das könnte dann dazu führen zu erkennen: "ROT ist mehr als eine Farbe!"
Danke lieber Uli für deinen wahren Kommentar.




Am 07. August 2017 schrieb Sonja Schmid:

Schöner Beitrag zu den Grünen. Man möchte ja manchmal lieber heftiger formulieren!!


Am 07. August 2017 schrieb Gebhard Reitz:

"Grünes Ende"
und am meisten graut es mir wenn ich den Namen Joschka Fischer höre. Einen derart üblen Wendehals habe ich in meinem ganzen Leben nicht erlebt. Und der läuft immer noch frei rum und schwadroniert als gehirngewaschener Transatlantiker über die unabdingbare Treue zum Mörderstaat USA. Dafür gibts dann auch noch Honorar von den beifallklatschenden Eliten.
Nicht mal die eigene Partei hatte das Rückgrat diesen Kriegsverbrecher jemals öffentlich zur Verantwortung zu ziehen und ihn aus der Partei zu werfen, ausser der eine, der im den Farbbeutel aufs Ohr gedonnert hat, hat aber auch nichts mehr geholfen, die Rübe war eh schon leer. Es ist zum Kot.......miterleben zu müssen was für Figuren in diesem Staat das große Wort führen. Schröder hatte wenigstens noch den Mut, einzugestehen, dass es ein illegaler Krieg war.


Am 07. August 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

Danke für Deinen Artikel, der so hoffe ich dazu beiträgt, die GRÜNEN, als das zu erkennen, was sie sind: Kleinbürgerlich, kriegerisch, Russlandfeindlich und saugend am Honigtopf der Republik. Unerträglich die grünen kriegstreibenden Tarnkappenträger. Selbstbezogen, kleinkariert und blind, wenn es um die Kriegsverbrechen der USA geht. Die Becks, die Harms, die Görings, und wie sie alle heißen. Von Göbbels, was Propaganda angeht, so richtig was gelernt, wenn es darum geht, Russland zum Feind zu erklären. Die haben es gerade nötig, sich als Saubermänner, von mir aus auch Frauen darzustellen. Mit Jugoslawien, alles verraten, wofür sie angetreten waren: Als Partei mit pazifistischer Ausrichtung.
Die "Freiheitskämpfer" der DDR haben dort ein warmes Plätzchen finden können.
"Wir wollten einen besseren Sozialismus." (Bohley)
Da ist doch interessant zu erfahren, wer denn die selbsternannten "Bürgerrechtler" sind:
Im biografischen Lexikon sind einige namentlich aufgeführt, u.a. Bohley, Gauck, die im Durchschnitt 43 Jahre alt waren, und mit dem Kapitalismus keine Erfahrungen hatten. "Die Eltern waren meist dem Kleinbürgertum zuzuordnen. 26 Prozent waren Pfarrer, 23 Selbstständige, 16 Prozent Angestellte der technischen und humanen Intelligenz, 11 Prozent waren bürgerliche Sattatsdiener bei den Nazis, Beamte und Wehrmachtsoffiziere, und nur sieben Prozent der Eltern waren Arbeiter. Keiner war Mitglied der SED. 70 "Bürgerrechtler" sind dort aufgeführt."
Wer wirklich etwas verändern will, wird es an Ort und Stelle tun, und sich dort auseiandersetzen.
Und jetzt werde ich ganz bewusst etwas gemein:
Frau Poppe, in den kapitalistischen Himmel gehoben spielt sich doch tatsächlich als "Expertin" über das Bildungswesen der DDR auf, obwohl zu einer Minderheit gehörend von Frauen, die keinen Berufsabschluß haben, aber Heute mit Thierse eine Konzeption für die Bundesregierung erarbeiten, mit dem Ziel der anwachsender DDR-Nostalgie Einhalt zu gebieten. Da wird der Bock zum grünen Gärtner gemacht.
Die GRÜNEN sind lange angekommen, wo sie angeblich nie hinwollten, und das zeigen sie mit denen sie koalieren, wo sie sich buckeln, aus Eigennutz, aus Selbstherrlichkeit, aber was sie mit denen gemeinsam haben, außer die eigenen Pfründe ihrer Klientel und natürlich ihrer Kuscheldecke, aus Bio Schafwolle, versteht sich von selbt. Wer die Schafe versorgt, wer sich kümmert, wer sie schert, und was diese Menschen verdienen, und ob sie davon leben können, dami beschäftigen sich doch die GRÜNEN eher am Rande.
Deine Artikel bieten Zündstoff, Selbständiges Denken und Hinterfragen ist gewollt, allerdings ist der rote Faden, den du im besten Sinne in deinen Artikeln bietest sehr wichtig, denn so manchesmal funktioniert eben die bewusste Verwirrung, die die Medien so abliefern.


Am 07. August 2017 schrieb Matthias Brendel:

Vielleicht hilft ja in der Zukunft eine vom jeweiligen, die Politikerkarriere anstrebenden Menschen, getragene Moralfessel, die demjenigen, der gegen seine innere Stimme handelt einen kleinen Schmerzimpuls zufügt.
Ich bin übrigens überzeugt davon, dass 99% aller Menschen genau wissen, wann sie ihrem Karma Schaden zufügen, die würden dann, mit dieser Moralfessel, eben mal kurz zucken.
(Man kann das auch an kleinen Kindern festmachen, sie verändern sich in der Regel erst zum Negativen, wenn sie in unser System eingeschult werden, werden also erst mal als moralisch gute Wesen geboren.)
Zurück zum Thema:
Ein kleiner eingebauter Schmerzimpuls bei asozialem, gesellschaftsfeindlichem Handeln oder Reden würde zunächst einmal dazu führen, dass Politik für die grosse Anzahl der systemverändernden Intensivtäter, die heute die bequemen Stühle in den Parlamenten bevölkern,
(wenn sie nicht gerade woanders von der Industrie zum Essen eingeladen worden sind und deshalb dem Parlament fernbleiben), nicht mehr so anziehend wirken würde.
Darüber hinaus würde es Freude bereiten, wenn diese Menschen beim Lügen in Talk Shows leicht schmerzverzerrt zucken würden.
Es wäre ein ständiges Zucken, anstatt einem ständigen Dazwischen und Durcheinanderreden, so hätten diese unsäglichen Talk Shows endlich auch einen unterhaltenden Aspekt.
Desweiteren müsste eine Grenze von mindestens 10 Jahren zeitlichem Abstand eingeführt werden, wenn es um das eigentliche Ziel der Politikerkarriere, nämlich der nach der Politikerkarriere angestrebten Beratertätigkeit in den üblichen Konzernen geht.
Damit wäre schon viel gewonnen.
Darüber hinaus müsste eine mögliche Erpressbarkeit des zukünftigen Politikers von Anfang an durchleuchtet werden, genau so, wie die Zugehörigkeit zu Sekten, Logen , NGOs und sonstigen Geheimbünden.
Leider erfolgt die Auswahl zukünftiger politischer Systemveränderer in der Regel genau umgekehrt.
In unsäglich langen und langweiligen Jahren des Hinterbänklerdaseins innerhalb der Parteiorganisationen werden die Aspiranten für höhere Aufgaben solange in Taktik und Stromlinienförmigkeit geschult, bis nur noch der zynische Rest übrig bleibt, aus dem dann unsere Spitzenpolitiker entstehen.
Wer hingegen zu den seltenen Exemplaren der Politikergattung gehört, die ihrem Gewissen folgt, wird schon bald verteufelt und ausgegrenzt, deshalb sterben die Guten einfach aus.
Der einzige Politiker, der sich beispielsweise vehement für das Asyl des Edward Snowden eingesetzt hat, Herr Ströbele, für mich einer der letzten Guten unter den Grünen, verlässt jetzt den Bundestag aus Altersgründen, er war für mich neben Frau Wagenknecht und einigen wenigen Anderen immer die grosse Ausnahme im Dschungel der zwischenrufenden Selbstbereicherer.

Natürlich ist das Alles nur ein schöner Traum, aber vielleicht wird es ja mal irgendwann ganz anders enden, wenn die Welt überraschenderweise beim Sturm in den Abgrund innehält, nur dann wird es möglicherweise richtig ungemütlich für die Damen und Herren in den heutigen Blockparteien.


Am 07. August 2017 schrieb Michael Kohle:

Einfach vortrefflich!

"Wie wollen Sie nur dieses Zitat beweisen!"

"Durch mich! Ich stand auf der anderen Seite der Kamera!"

Treffer! Versenkt!

Das hat Format wie wenn es von F.K. Wächter gezeichnet worden wäre!

Zum Thema zurück? Da ist alles gesagt!
Wähle grün bis du schwarz wirst!


Am 07. August 2017 schrieb Otto Bismark:

Ich glaube nicht, daß die Bundesrepublik noch einen weiblichen Bundespräsidenten (die Betonung liegt auf Bundespräsident!) braucht. Die braucht einen ganzen Menschen. Und da sehe ich im Moment nur Dieter Hallervorden.


Am 07. August 2017 schrieb joe bildstein:

wenn ich den noch zufuegen darf:

An dem Tag als das Rotationsprinzip geschasst wurde (von Joschka u seinen Freunden) begann der Tod von der Idee Gruen


Am 07. August 2017 schrieb Vera Ophofen:

Den Satz um Sozialismus hat die Bohley nie gesagt. Wie wollen sie denn dieses Zitat beweisen?

Antwort von U. Gellermann:

Durch mich: Ich stand auf der anderen Seite der Kamera.


Am 07. August 2017 schrieb Inge Kampmann:

Der Artikel liest sich wie eine Theaterkritik. Und tatsächlich wird in Niedersachsen zur Zeit ein grausames Stück gespielt. Aber es hat bundesweite Geltung.


Am 07. August 2017 schrieb joe bildstein:

"Wir wollten eine Welt ohne Atomkraftwerke, ohne Unterdrückung, ohne Hunger.
Eine Welt ohne Angst. Wir hatten einen Traum! Und wir hatten Erfolg.
Zehntausende kamen zu uns, wählten uns. Aber dann kamen die Karrieristen, die Opportunisten, die Spontis - Josef "Joschka" Fischer, Daniel Cohn-Bendit...
Barbara Köster, seine Ex-Freundin, sagte schon damals: Sie machen bei den
Grünen, was sie immer gemacht haben: Fuß reinkriegen, übernehmen,
kaputtmachen!"

sehr lesenswert, und ich bin bestimmt kein Fan von der Jutta.

http://brd-schwindel.org/download/BUECHER/Jutta%20Ditfurth%20-%20Zahltag%20-%20Junker%20Joschka!.pdf

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