Gorbatschow vor Ukraine-Einmarsch

NATO-Bataillone am Ostrand in Alarmbereitschaft

Autor: U. Gellermann
Datum: 30. Mai 2016

Dieser Gorbatschow. Der war doch mal der Liebling aller Deutschen, ein Darling des Westens, ein Heils- und Segensbringer aller Welt. Damals. Als einst die Gorbi-Manie die Medien bestimmte. Aber nun? Offenkundig will der Mann die Ukraine im Alleingang zurück nach Russland holen. So jedenfalls muss es der ukrainische Geheimdienst sehen, der "Im Interesse der Staatssicherheit" jüngst gegen den früheren sowjetischen Staatschef Michail Gorbatschow ein Einreiseverbot verhängte. Na klar, Gorbatschow ist nicht ungefährlich, hat er doch fast im Alleingang die einst mächtige Sowjetunion liquidiert. Aber als Chef einer militärischen Operation kann man sich den Mann, der für den Wehrdienst in der Sowjetunion untauglich war, nur schlecht vorstellen. Doch der „Sluschba bespeky Ukrajiny“, der „Sicherheitsdienst der Ukraine“ sieht das anders. Vielleicht weil Gorbatschow ganz, ganz früher als Mähdrescher­mechaniker gearbeitet hat. Und wer Mähdrescher fahren kann, sagt sich der Geheimdienst, der kann auch Panzer fahren, und wer Panzer fahren kann . . .

Auch die NATO und ihr Außenminister Steinmeier müssen das ähnlich sehen. Gerade war Frank-Middle-Initial-Steinmeier auf Beruhigungsreise im Baltikum. Das ZDF kommentiert diese Therapie-Fahrt mit der Überschrift „Berlin vergisst die Kleinen nicht“. Die armen Kleinen. Denn wenn Gorbatschow erst die Ukraine geschluckt hat, dann sind aber sofort die baltischen Länder dran. Deshalb wollen die großen Nato-Staaten jeweils ein Bataillon an den Ostrand des Atlantik-Paktes senden. Schließlich ist die Ostsee ein Randmeer des Atlantiks. Auch deshalb hat Deutschland sofort die Führung eines der Nato-Bataillone in Litauen übernommen. Denn der alte Mann aus Moskau hatte der britischen Zeitung "Sunday Times" erzählt: "Ich bin immer für den freien Willen des Volkes und die meisten auf der Krim wollten mit Russland vereinigt sein." Und damit die Sezession der Krim verteidigt. Und somit die Ukraine bedroht, und überhaupt! Und so das Einreiseverbot ausgelöst.

Die alarmierende Nachricht über den Gorbatschow-Plan zur subversiven Verbreitung des freien Willens und die entschlossene Reaktion der Ukraine hat in den deutschen Medien nur eine geringe Rolle gespielt. Denn etwa zeitgleich war Nadja Sewtschenko in die Ukraine zurück gekehrt. Nadja wer? Mann! Die Heroine der Woche, wenn nicht gar des Jahrzehnts. Die Desperada des Jahrhunderts, die ukrainische Pilotin, die beinahe eigenhändig den Putin erledigt hätte und dabei in einem russischen Gefängnis landete, sie bestimmte tagelang deutsches Schrift- und Bild-Gut: „Ukraine feiert freigelassene Pilotin“, jubelte die TAGESSCHAU, die DEUTSCHE WELLE wußte „Sawtschenko kehrt als Heldin zurück“, begeistert berichtete der West-Berliner TAGESSPIEGEL von den Visionen der Heldin: „Pilotin Sawtschenko kann sich Präsidentschaftskandidatur vorstellen“.

In all dem Jubel ist die bedrohliche Nachricht des neuen Gorbatschow-Imperialismus irgendwie untergegangen. Auch weil eine andere Heldin, die Merkel-Freundin Julia Timoschenko, der freigelassenen Pilotin zu sagen wußte: "Nicht Putin hat Zugeständnisse gemacht, du hast einfach das russische Imperium bezwungen“. Genau so wird es gewesen sein. Eine weitere Information sucht man im deutschen Medien-Rummel ebenfalls fast vergeblich: Die Helden-Pilotin hatte einst tapfer im Bataillon „Ajdar“ gekämpft. Diese hakenbekreuzte Freiwilligen-Einheit hatte die Aufständischen in der Ostukraine kühn mit Entführung, Raub, Misshandlung, Erpressung und vorgetäuschte Hinrichtungen bekämpft und humanitäre Hilfe für die Bevölkerung im Osten der Ukraine blockiert. Denn Hunger ist eine starke Waffe.

Das Fast-Verschweigen der Gorbatschow-Intervention mag aus militär-taktischen Gründen notwendig sein. Denn wenn Michail Gorbatschow die ukrainische Grenze überschreitet, soll er wohl von der Präsenz des Sicherheitsdienstes der Ukraine überrascht werden. Der ist immerhin bei Workshops und Lehrgängen des Bundeskriminalamtes und des Bundesnachrichtendienstes ausgebildet worden. Da wird er schon sehen, der Mähdrescherfahrer, wie eine deutsche Ausbildung wirkt! Das Beschweigen der Mitgliedschaft unserer Helden-Pilotin in einer faschistischen Truppe, erklärt sich kaum. Oder sollte das den Deutschen Medien etwa peinlich gewesen sein? Kaum vorstellbar. Hat man doch längst von der Gorbi-Manie zur Putin-Phobie umgeschaltet. Und die erlaubt nun mal jeden Medien-Schwachsinn.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 05. Juni 2016 schrieb egal egal:

Ihr Beitrag "Lieber Herr Lehrer, Sie haben das Thema verfehlt. Setzen, sechs."
Schmückt Sie nicht mit Ruhm.
Ich weiß sie können es besser.
Ich könnte es jedenfalls, Beispiel:
"Sehr geehrter Herr Jan Key, bitte lesen Sie sich die beiden Beiträge noch einmal genau durch. Ich bin mir Sicher, dass Ihr Kommentar am eigentlichen Thema vorbei geschrieben ist. Zudem kann ich nichts verwerfliches an der Aussage Sachartschenko erkennen.
Liebe Grüße …"


Am 01. Juni 2016 schrieb antares56:

Es ist keine Satire, es ist leider nur die Wahrheit! Auch wenn viele das nicht so sehen!


Am 31. Mai 2016 schrieb marie becker:

seltsam, die Kommentare zu diesem Artikel lassen mich zögern, meinen eigenen Eindruck zu schildern; aber seis drum:

Glückwunsch , Uli für diese gekonnt sarkastische Darstellung der Situationund der Atmosphäre im Westen.
Putin-Bashing wird wohl erst dann aufhören, wenn der Westen es erreicht hat, das Zündeln auf die Spitze zu treiben und man wird sich erst dann erinnern, dass man einen Bären nicht fortgesetzt reizen kann und wenn er zubeißt noch behauptet , der Bär ist schuld.

wer war denn in der Ukraine als erster zur stelle, um u.a. die besten Pöstchen einzunehmen? was sagt mir denn, was der Sohn eines Biden in der Führungsposition eines ukrainischen Großunternehmens zu suchen hat?
was ist mit dem Zusammenschluß eines relativ kleinen ukrainischen Rüstungsbetriebes mit einem der Größten US-amerikanischen dort?

wie interpretiert man die Sendung und Stationierung von Waffen jedweder Art von Seiten der Nato, vornweg der Deutschen an die Westgrenzen Russlands ...und was soll das verbale Zündeln in den Medien und von der Politik... ?

Mich schaudert die Nonchalance, mit der geschwätzt wird . wo es um das Überleben des gesamten Kontinents geht !


Am 31. Mai 2016 schrieb Jan Key:

"Diese hakenbekreuzte Freiwilligen-Einheit hatte die Aufständischen in der Ostukraine kühn mit Entführung, Raub, Misshandlung, Erpressung und vorgetäuschte Hinrichtungen bekämpft und humanitäre Hilfe für die Bevölkerung im Osten der Ukraine blockiert."

Der Unterschied von "Aidar" zu den pro russischen Bandenformationen ist, dass die letzteren Hinrichtungen praktizierten und solche wie "Motorola" alias Arsenij Pawlow damit noch vor der Presse prahlten!

Anscheinend stört Sie dann nicht, dass die andere Seite Mord als legitime Waffe ansieht.
Lesen Sie bitte mal hier was, der Menschenfreund Sachartschenko von sich gibt: http://sptnkne.ws/bvMn

Hausaufgaben nicht gemacht Herr Gellermann?

Antwort von U. Gellermann:

Lieber Herr Lehrer, Sie haben das Thema verfehlt. Setzen, sechs.


Am 31. Mai 2016 schrieb Ulrike Spurgat:

Gorbatschow hat sich sowas von über den Tisch ziehen lassen, sicherlich nicht unwissend was die Öffnung zum Westen hin bedeutet..
Dem Kapitalismus Tor und Türen zu öffnen.....welche Optionen denn sonst ? Diese Öffnung hat für die ehemaligen Sowjetrepubliken fast den Ausverkauf bedeutet.
Politiker, die im Westen so hofiert und gefeiert wurden, wie Gorbatschow, haben mich sehr misstrauisch sein lassen. Natürlich sollte jede linke Politik, die nicht System immanent ist auf dem Müllhaufen der Geschichte verschwinden. Flauschige, weich gespülte Linke sollten es denn bitte schön sein, die dem System zwar kritisch gegenüber stehen, sich aber schlussendlich mit dem System arrangieren.Keine LINKE mit einer revolutionären Theorie, Marx ist nun aber nicht tot zu kriegen; und die Herrschenden wissen genau, wovon ich rede. Gorbatschow muss besoffen gewesen sein, am Zerfall der Sowjetunion mit Gesetzen, die ganze Wirtschaftszweige vernichteten, aktiv beteiligt gewesen zu sein. Und wer sich mit dem Westen gegen das eigene Volk verbündet, wird auch Jahrzehnte später, wenn die Realität sich darstellt ,und kein politisches Gesäusel von damals noch irgendeine Bedeutung haben kann, am Versagen derer, die das zu verantworten hatten nichts ändern können.
Sicher war Jelzin noch "schlimmer"--. Die DDR aufzugeben mit dem Abzug aller Truppen war zwar eine noble Geste, die in der Politik mit Haien aber nichts zu suchen hat.Der wirklich große Verdienst Gorbatschows war der friedliche Abzug aus der DDR. Und nun wird wieder künstlich Russland zum "Feind" erklärt, um die Gier der Rüstungskonzerne zufrieden zu stellen. Mit dem Westen in einer Angelegenheit so zu verhandeln, dass dem Westen die sogenannte Niederlage auf dem Silbertablett serviert wurde, war eine unterwürfige Geste und nicht erforderlich.
Die NATO-Osterweiterung wird mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln vorangetrieben, trotz eindeutiger Verhandlungsergebnissen unter Gorbatschow: Keine NATO-Osterweiterung.
Und das Verhalten der Ukraine ist lächerlich:
Gorbatschow die Einreise für Jahre zu verweigern; zeigt aber den desolaten Zustand der Ukraine: Einen Schokoladen Fabrikanten, übrigens auch in Russland mit seiner Schokolade als Präsidenten; Nationalisten am Start, dass einem anders werden kann. Und zum wiederholten Male sind Gelder der EU in dunklen Kanälen verschwunden, Wenn ich richtig informiert bin, hat der Sohn von Obamas Vizepräsidenten seine kapitalistischen Finger in der Regierungsarbeit, und das kann nichts gutes verheißen.
Und nun noch diese faschistische Pilotin, die Putin "bezwungen" hat,und deswegen freigelassen wurde: Wie Pipi Langstrumpf. -- Sicherlich haben Obama, Merkel, die NATO und all diese Schlaumeier es sich leichter vorgestellt, die Ukraine sich unter den Nagel zu reißen, und Russland mit den unsäglichen Sanktionen, die vor allem der deutschen Wirtschaft schaden, in die Knie zwingen zu wollen. Putin hat aus den Fehlern Gorbatschows gelernt, und sicherlich wird er diese nicht wiederholen. Russland wird nicht auf dem "Grabbeltisch" für sogenannte Investoren zum Schleuderpreis freigegeben, wo wieder einmal nur einige Wenige den Nutzen ziehen, und der große Teil der Bevölkerung sich die Nase wischen kann.
In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage wann denn endlich Sanktionen gegen die USA, gegen Deutschland und all denen, die an völkerrechtswidrigen Kriegseinsätzen beteiligt sind, verhängt werden ?


Am 31. Mai 2016 schrieb Günther Lachmann:

Schon immer haben völkerfeindliche Systeme – besonders Jene, welche
gegen die eigene Bevölkerung Krieg führten – in hypersensitiv Reaktionen
auf neue Situationen, auf unbekannte Gegebenheiten reagiert. Es gehört
zu den Bestandsmassnahmen, zum Repertoire, dieser Systeme, Alles zu
pruegeln, was aus der „Systemspur“ läuft. Kiev macht da keine Ausnahme
in der zur Schaustellung von politisch-nationalistischem Chauvinismus,
#2) der doch sehr an die US-Washington-School (und deren Direktiven)
erinnert.
Gorbachev, der in den 80ern oft als „Kartoffeldieb“ (böse Zungen sagten
damals, dass es wegen der Alkohol-Zensur geschah)#1) und
„Revolutionsverräter“ von der Moskauer Bevölkerung genannt wurde, ist
ein Ungewollter im Land seiner Mutter (Vater Russe).
Dass er nun etwas von freiem Willen postuliert, hört sich an wie
Lippenbekenntnisse von einem alten Mann, der zwar den Zerfall der UdSSR
bedauert, aber sonst nichts dazu zu sagen hat.
Kiev wiederum, bekommt den Rücken von Goldman-Sachs gestärkt, genauer
gesagt: von dem ewigen Kriegstreiber und ehemaligen
NATO-Generalsekretär, Anders Fogh Rasmussen (ich erinnere nur an seine
Senfgaslüge über den Irak, seine Schmutzige-Bomben-Lüge in Libyen), der
bei Poroshenko als „Sonderberater“ nun weiterhin auf Aggressionen gegen
Russland, und gegen die Feinde einer mafiösen Kiever Regierung hetzen darf.
So bleibt natürlich nicht aus, dass Gorbachev als Staatsfeind, als
persona-non-grata betrachtet wird. „In solchen Fällen verbietet der
Sicherheitsdienst der Ukraine den Personen, die die Verletzung der
territorialen Integrität der Ukraine unterstützen, die Einreise (…) Die
Ukraine will die Europäische Union darum bitten, Michail Gorbatschow die
Einreise nach Europa zu verbieten.“ Waren die Worte von Anton
Geraschtschenko, im Gespräch mit dem Radiosender „Goworit Moskwa“. Anton
Gerashchenko, ist Berater zu Ukraines Innenministers Alexandr
Maksimenko, und hat enge Verbindungen zum Sicherheits-Apparat „Sluschba
bespeky Ukrajiny“.
In diesen reaktionären Zeit-Geist von Kiev passt der Jubel um eine
verurteilte Nadja Sewtschenko, die im Zuge eines Gefangenenaustausches
mit zwei russischen Staatsbürgern begnadigt wurde, und so in die Ukraine
zurückkehren konnte. Poroshenko schreibt den Austausch der Gefangenen
sich alleine zu, ohne dass Russland etwas damit zu tun hätte. Für mich
wird er mit solchen egozentrischen Ansprüchen mehr zum infantilen
Zauberer, zum Narren einer westlichen NATO-Struktur, als zu einem
Staatsmann, auf den er Anspruch erhebt.
Bleibt nur noch die Frage, welches Land/Territorium von den NATO-Mächten
als nächstes überfallen wird, und die heroische Hilfe der Sewtschenko
dabei für einen Sieg der Ukraine verantwortlich ist.

#1) Mehrere große Städte wie Leningrad und Moskau hatten unter dem
Zusammenbruch, der Wirtschaft und der Sabotage korrupter Nutznießer, der
desaströsen wirtschaftlichen Konditionen, zu leiden. (Ich war zu dieser
Zeit auch mehrmals in Moskau)
#2) Sie verseuchten die Proletarier ihrer Länder mit dem Gift des
Chauvinismus und Nationalismus, damit sich diese für die Kriegsgewinnler
gegenseitig abschlachten. Daran hat sich heute prinzipiell nichts
geändert, nur das nicht mehr das Vaterland, sondern die Verteidigung der
gesamten „zivilisierten„ (sprich: imperialistischen) Welt gepredigt
wird.(Lenin gegen den Revisionismus)


Am 31. Mai 2016 schrieb Michael Meyer:

Dazu fällt mir die Prohezeiung ein, die es über (angeblich) Gorbatschow gibt. Sie lautet sinngemäß, dass der Mann mit dem Feuermal auf der Stirn durch einen Putsch wieder an die Macht kommen soll.
Ob es so wird? Wir werden es sehen.
Und zu seiner freundlichen Politik: Mir wurde erzählt, dass er damals die Wiederaufrüstung Russlands mit einem großen Panzerbauprojekt vorantrieb.
Würde auch zu der Prophezeiung passen, von sehr vielen anderen Sehern, dass Russland angeblich eines Tages mit einer großen Panzerarmee einen Blitzkrieg gegen Deutschland und andere Länder führen wird.
Ich hoffe nur, die Prophezeiungen sind falsch und die Seher haben sich getäuscht.
Denn eine dauerhafte Veränderung kann nur durch Frieden und eigene Einsicht geschehen.


Am 30. Mai 2016 schrieb Uschi Peter:

"Wir waren uns einig das nicht die Absicht besteht das Nato Verteidigungsgebiet nach Osten auszudehnen, das gilt übrigens nicht nur in Bezug auf die DDR die wir gar nicht einverleiben wollen, sondern das gilt ganz Generell."
Wenn der Satan etwas sagt, dann muss man das Gegenteil annehmen. Oder er hat einen wiligen Vollstrecker, der nicht merkt wie er benutzt wir.
Ich frage mich immer wieder, wieso Gorbi so schnell in die USA auswanderte? Und nun spricht er für seine ehemalige Heimat. Hat er endlich begriffen wie die Amis ticken oder bezahlen sie nicht mehr genügend?


Am 30. Mai 2016 schrieb Ria Ameland:

Ihre Satiren zur Wahrheitsfindung sind immer wieder ein Genuß. Danke.


Am 30. Mai 2016 schrieb Ulrich Fiege:

Hallo Herr Gellermann, wunderbare Beschreibung des Zustands und deren Helden/Innen als Pilot/Innen in den Hauptrollen, erinnerte mich an die Landung auf dem roten Platz!
Eine kleine Zeitreise "Im Gegenzug zur Deutschen Einigung verspricht der Westen die NATO nicht weiter nach Osten auszudehnen! Zitat von Genscher bei seinem Amtskollegen J. Baker in den USA:

"Wir waren uns einig das nicht die Absicht besteht das Nato Verteidigungsgebiet nach Osten auszudehnen, das gilt übrigens nicht nur in Bezug auf die DDR die wir gar nicht einverleiben wollen, sondern das gilt ganz Generell."
Die Außenminister wechselten nur der Job des US-Präsidenten blieb innerhalb der Familie von und zu Bush. Außenministerin Albright mit ihren Amtskollegen aus Polen, Tschechien und Ungarn nach der Aufnahme der Länder in die NATO. Die Orden an Madeleine Albright als Auszeichnungen in chronologischer Reihenfolge: Das Großkreuz des Tschechischen Ordens des weißen Löwen. Das Komturkreuz mit Stern des Verdienstordens der Republik Ungarn. Das Großkreuz des Verdienstordens der Republik Polen. Den großen Orden der Königin Jelena (Kroatien) usw. usf. In der Fernsehshow 60 Minutes wurde Albright am 12. Mai 1996 von Moderator Lesley Stahl gefragt: "Wir haben gehört, daß eine halbe Million Kinder wegen der Sanktionen gegen den Irak gestorben sind. Ich meine, das sind mehr Kinder, als in Hiroshima umkamen. Und - sagen Sie: ist es den Preis wert?": Zitat Albright: "Ich glaube, das ist eine sehr schwierige Entscheidung, aber der Preis - wir glauben, es ist den Preis Wert."

http://faceyeu.eu/2015/06/ukraine-saakaschwilli-wird-gouverneur-von-odessa/

Millionen Tote später ist die Welt nun fast ein besserer Ort geworden, die auf Frieden und Verständigung ausgelegte Politik der USA und der ihrer Verbündeten zeigt Wirkung. Falludscha als Ort, ist die letzte Bastion des Feindes und der wurde von irakischen Truppen umzingelt und wird aktuell beschossen bzw. gerade Zerstört wie die Medien vermelden. Die US-Politik und deren Ziele wurden ja von George Friedman beschrieben, das durch die Umsetzung der Ziele als Ziel überhaupt, auch mal über das Ziel hinaus geschossen wird, das ist normal, - aber wenn die Rechnung aufgeht in "Krieg in Europa, Deutschland und Russland das Ziel." Daran mag ich gar nicht erst denken und das gelingt mir immer weniger.


Am 30. Mai 2016 schrieb Lutz Jahoda:

AM THEMA VORBEI
UND DOCH HAARSCHARF DRAN

Und wieder so ein Haar in der Suppe:
Aufgekauft von der Oetker-Gruppe:
Des Wodka-Gorbatschows reine Seele.
Ich kann euch sagen, wann das war:
Im neunzehnsechsundachtzger Jahr.
Auch wenn ich euch jetzt damit quäle,
So dass ihr euch die Haare rauft:
Bald war der Staatsmann hinzugekauft!

Nun grübelt die Welt: War der Mann Kommunist?
Die Frage passt heut nicht stringent zur Sache.
Aber irgendwie doch, Verzeiht, wenn ich lache,
Auch wenn mir eher zum Heulen ist.


Am 30. Mai 2016 schrieb Alexander Kocks:

Eins bleibt mir in der Sache mit der Helden-Pilotin schleierhaft.
Normalerweise werden ja von Putin begnadigte Gefangene von (ehemaligen) deutschen Außenministern in Moskau unter riesiger Anteilnahme der Medien abgeholt und in die Freiheit entlassen. Leider sind Herr Genscher und auch Herr Westerwelle zwischenzeitlich verstorben, aber bei der Nähe die unser Herr Steinmeier zur Ukraine und deren Elite hat, wäre es doch das Mindeste gewesen, wenn er die Helden-Pilotin persönlich mit einem Privatjet in Moskau abgeholt und in die Arme von Frau Timoschenko gelegt hätte. Noch ein Paar negative Kommentare zu Putin bei der begleitenden Medienkampagne hätten sicherlich einige Prozentpunkte für die SPD bei der nächsten Umfrage oder zumindest eine positive Berichterstattung über die SPD gebracht.


Am 30. Mai 2016 schrieb Hanne Horten:

"Von der Gorbi-Manie zur Putin-Phobie", dieser Schwenk lässt sich einfach erklären: Der erste verschenkte weite Teile der sowjetischen Postionen, der andere hat den Ausverkauf gestoppt. Das mag der Westen nicht.


Am 30. Mai 2016 schrieb Aleksander von Korty:

Ich halte das Einreiseverbot der ukrainischen Machthaber für politisch äußerst dumm, und gefährlich. Weiß mensch doch aus der Geschichte, dass Aggressoren niemals mit einer Einladung des überfallenen Volkes kommen.

Hätten zum Beispiel die Polen vor dem 1. September 1939 den GröFaZ und seine Wehrmacht zu einem Freundschaftsbesuch nach Warschau eingeladen, wären sie sicher gerne zu einer Touristen-Reise gekommen, hätten sich das schöne Land angesehen und wären nach einem erlebnisreichen Urlaub wieder erholt und gerne in die Heimat zurück gekehrt, Schließlich weiß jeder deutsche Urlauber, auch nach einem noch so schönen Auslandsurlaub, zu berichten:

In der Heimat ist es doch immer noch am schönsten!


Am 30. Mai 2016 schrieb Sven Martens :

Mit ihr angeblichen Satire versuchen Sie doch dem großen Staatsmann Gorbatschow zu schaden. Das ist billig.

Antwort von U. Gellermann:

Während der Perestroika war ich ein paar Monate in Moskau. Gorbatschow habe ich wegen seiner Glasnost-Politik sehr bewundert. Aber weder damals noch rückblickend konnte, kann ich bei ihm eine politisch-ökonomische Perspektive erkennen.

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