Goodbye England!

Rein in die Kampfzone, raus aus der EU

Autor: U. Gellermann
Datum: 11. Mai 2015

Martin Schulz, das EU-Orakel aus Würselen, hat es über David Cameron gesagt: "Er hat sich damit eine Kampfzone eingehandelt, in der er nicht immer selbst Herr des Verfahrens ist." Gemeint war Camerons Verspechen an seine Wähler, er würde im Falle eines Wahlsieges ein Referendum über die Mitgliedschaft Großbritanniens in der EU abhalten lassen. Für Eurokraten wie Schulz ist es typisch, dass sie eine demokratische Abstimmung für eine Kampfzone halten. Die würden nur abstimmen lassen, wenn sie sicher wären, dass ein gewünschtes Ergebnis rauskommt. Nun haben Cameron und die Tories die britischen Wahlen gewonnen und sie werden wahrscheinlich ihr Wahlversprechen einlösen müssen. Und mit ein wenig Glück für die EU, wird das Referendum den Austritt Großbritanniens fordern.

"Special Relationship" ist das treffende Wort, mit dem die Sonderbeziehungen zwischen England und den USA bezeichnet werden. Spätestens seit den Tagen des Lend-Lease Act, jenes US-Gesetzes zur Unterstützung Großbritanniens im zweiten Weltkrieg, ist London der vorgeschobene Brückenkopf der USA in Europa. Erst im Jahr 2006 konnte die letzte Rate der Milliardenschulden aus den Kriegslieferungen zurückgezahlt werden. Längst gefällt sich England in der Rolle des 51. Staates der USA. Selbst wenn sich Deutschland in den letzten Jahrzehnten auch um diesen Rang bemüht: An Servilität gegenüber den USA lässt sich England nicht übertreffen.

Vor allem in den diversen, von den USA gewünschten Kriegen, stellte England immer bereitwillig große Truppen-Kontingente: Von Afghanistan über den Irak-Krieg bis zur Zerstörung Libyens. Wann immer die USA Hilfe bei ihren mörderischen Geschäften benötigten, war das Vereinigte Königreich zur Stelle. Außer den USA hat kein Staat mehr Soldaten im Ausland stationiert als Großbritannien. Zur Zeit sind etwa 60.000 britische Soldaten in anderen Ländern postiert. Doch ist es nicht nur die Kriegskumpanei mit den USA, die England zu einem besonders gefährlichen Partner in der Europäischen Union macht. Die alten kolonialen Interessen des Landes sind auch heute noch militärisch virulent. Als herausragendes Beispiel darf der "Falklandkrieg" gelten: Als England den Krieg um die vor Argentinien liegenden Falkland-Inseln (Malvinas) gewonnen hatte, konnte die damalige Premierministerin Margret Thatcher auch ihren nächsten Wahlkampf gewinnen. In Großbritannien gab es nicht wenige, die genau darin den Hauptkriegsgrund sahen.

Großbritannien wurde schon 1952 die dritte Atommacht der Welt. Jede Menge strategischer Kernwaffen sind auf U-Booten der Royal Navy stationiert. Gegenwärtig sind es Schiffe der Vanguard-Klasse mit Interkontinentalraketen des Typs Trident, der von den USA entwickelt wurde und dessen Atomsprengköpfe in gut 11.000 Kilometer ihre Ziele finden können. Diese atomare Partnerschaft hat Tradition: So genehmigte Dwight D. Eisenhower 1958 den fast unbegrenzten Austausch von Atomgeheimnissen zwischen Washington und London; und John F. Kennedy bewilligte den Briten 1962 amerikanische Polaris-Raketen für ihre Atom-U-Boot-Flotte. Wann immer die Eurokratie ihre Existenz mit der Wahrung des Friedens begründete, hat sie im Fall Großbritannien noch mehr gelogen als üblich.

Schon der von Margret Thatcher 1984 ausgehandelte "Britenrabatt“ weist England als finanziellen Trittbrett-Fahrer der EU aus. Mit dem Schlachtruf "We want our money back!“ holte die Dame bis zu 7,2 Milliarden jährlich aus dem europäischen Topf. Dieser Rabatt existiert bis heute. Und natürlich führte David Cameron, der Schnösel aus der britischen Oberschicht, seinen Wahlkampf mit anti-europäischen Slogans. Diese britische Sonderrolle fasste der FPD-Europa-Abgeordnete Graf Lambsdorf 2013 mit drei Worten zusammen: "Taktieren, spionieren, blockieren". Anlass waren die Enthüllungen zum Ausspähen von Daten europäischer Bürger, Wirtschaft und politischer Institutionen durch den britischen Geheimdienst GCHQ. Auch wenn der BND sich zur Zeit um ein ähnlich warmes Plätzchen neben der NSA bemüht: Die englischen Dienste sind denen der USA immer noch ein wenig dienstbarer.

Bis zu 115 Euro pro Person, errechneten Wirtschaftswissenschaftler des Ifo-Instituts jüngst für die Bertelsmann-Stiftung, würde der "Brexit", der Austritt der Briten aus der EU, die Deutschen kosten. Angesichts eines unwilligen und gefährlichen Partners der europäischen Kapitalgemeinschaft m. b. H. wäre das ein günstiger Preis für ein klein wenig mehr Abstand zu den USA. Und wenn in diesen Tagen der Chef-Volkswirt der Hamburger Berenberg Bank, Holger Schmieding, darum bittet, den Briten doch eine Brücke zu bauen, dann liefert er einen weiteren Grund, den Engländern ein fröhliches farewell hinterherzurufen. Denn die älteste Privatbank Deutschlands und aktive CDU-Spendierhose meint natürlich nicht die Cliffs of Dover oder den Leicester Square, wenn sie Brücken schlagen will. Der Bank geht es um die City of London, den größten Finanzhandelsplatz der Welt, an dem täglich 46 Milliarden US-Dollar umgesetzt werden und die internationale Finanzpiraterie einen sicheren Hafen hat. Für die Europäische Union wäre der Verlust Großbritanniens ein echter Gewinn.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 12. Mai 2015 schrieb Reyes Carrillo:

Dass mir die zugigen Inseln der Schafe und Pinguine, Las Islas Malvinas, einmal in der Rationalgalerie begegnen würden, hatte ich irgendwie nicht auf dem Zettel. Ganz wunderbar. Und ganz wunder Punkt. Als Argentinier/in ist man und frau eigentlich schon qua Geburt mit dem peinigenden Schmerz von 1833 konfrontiert, der Besetzung und der Gründung eines Flottenstützpunktes durch Großbritannien der damals von Argentinien „gehaltenen“ Inseln, das die Abwicklung der für Spanien nicht mehr interessanten Kolonie übernommen hatte.
Dazu und zu vielen anderen, ja, auch vielen Possen in und um die Malvinas, gäbe es Bände zu füllen. Das Gerangel um diese im 16. Jahrhundert von einem Engländer entdeckte, entsetzlich unwirtliche Inselgruppe ist wirklich Stoff für lange Winterabende. In Argentinien also schon sehr bald wieder.

Ich glaube übrigens, lieber Uli, es dürfte tatsächlich als gesichert gelten, dass Thatchers Wiederwahl 1983 ihrer bilderbuchartigen imperialistischen und natürlich triefend chauvinistischen Reaktion auf die Besetzung durch Argentinien im Jahr zuvor und deren erfolgreichem Ende für die Briten geschuldet war. Aber natürlich hat sich vor allem auch „mein Land“ schuldig gemacht: Es war die widerliche Diktatur des Mörders und Folterers General Leopoldo Galtieri, die diesen völlig idiotischen Konflikt entfacht hatte und u.a. gerne auch erst 17 Jahre alte Buben in diesem irren Krieg verheizte.

Argentinische „Staatsdoktrin“ blieb und bleibt natürlich der Anspruch auf diese rauen Inseln. Diesen Anspruch bestätigen übrigens in schöner Regelmäßigkeit die dreiunddreißg CELAC-Staaten (Mitgliedsländer der Lateinamerikanischen und Karibischen Staatengemeinschaft), darunter natürlich auch alle heutigen sozialistischen Länder. Ich finde das aus eigentlich nur einer, der friedenspolitischen Sicht, d.h. zur Überwindung imperialistischer Symbolik und Anachronismen (es liegen fast 14.000km zwischen GB und den Malvinas!) – eingeschränkt - richtig.
Aber: 2013 haben sich neben den Schafen und Pinguinen auch die etwas mehr als 1600 menschlichen Wesen der schroffen Inseln eindeutig (man streitet, ob zu 98,8% oder 99,8%!) für die Zugehörigkeit zu Großbritannien entschieden. Das sollte natürlich auch nicht wundern. Nun, ich weiß nicht so Recht, die Krim lässt grüßen, ob es Argentinien nach diesem satten Votum (das es freilich nicht anerkennt) wirklich gut zu Gesicht steht, seinen Anspruch auf die Inseln gebetsmühlenartig zu wiederholen – und dabei immer ein dauerhaftes spannungsgeladenes Knistern in der Luft zu generieren. Ob gewollt oder nicht.

Dein Artikel ist eine Wohltat und ich stimme dir in jeder Letter innigst zu!


Am 12. Mai 2015 schrieb Jana Brücker:

Wenn kühle Fakten sich mit heißer Rhetorik verbinden, dann heißt der Autor Gellermann. Diese Verbindung ist erneut mit "Goodbye England!" gelungen. Das gilt ganz besondre für die Entlarvung des Schulz-Begriffes "Kampfzone".


Am 11. Mai 2015 schrieb Gideon Rugai:

"Vielleicht ist es nicht entscheidend: Ich las, dass The British Empire, im engeren Sinn die britische Upperclass gerade seine imperialen Ziele hegt und pflegt. Insofern verstehen sie sich auch als Mutterland der USA (...)"

Eben genau das wollte ich auch anmerken, dass GB seine imperiale Vormachtsstellung sozusagen nur zum Schein aufgegeben hat und die USA gern als Stars `n Stripes bekränzten Strohmann mit ordentlich Wirtschaftspower (jedenfalls früher mal) in ihren Büchern führt (während die City of London tonangebend bleibt)

Ähnlich wie der Vatikan, der es irgendwann auch nutzbringender fand sich als tatsächlich gottesfürchtig- nächstenliebende Institution zu geben, anstatt alles auf Scheiterhaufen zu schmeißen oder zumindest mit hübschen Daumenschrauben zu versehen, was nicht so glauben wollte wie die RKK.

Man vergißt dabei auch immer, dass da geschichtlich eine ungeheure Erfahrung in "Menschenführung" dahintersteckt (Vatikan rund 1500 Jahre, GB immerhin gut fünfhundert seit den ersten Anklängen eines Britischen Empires. Glaubt jemand wirklich, das solch umfassende Kenntnis irgendwo in Archiven verstaubt und heute nicht mehr zur Anwendung kommt,solch Wissen nicht eingesetzt wird um gewünschte Ergebnisse notfalls auch zu erpressen ??

Wer sich intensiver damit beschäftigt kommt schnell zu dem Schluss, dass selbst heutige so "modern" und globalistisch daherkommende "Gesprächsrunden" und "Round Tables" auf Jahrhunderte alten, geopolitischen Grundsätzen angeblich zerfallener Imperien beruhen....und die entsprechenden Drahtzieher sich eins ins Fäustchen lachen über alle Tapferen, die versuchen sich in diesem endlosen Kanninchenbau verzahnter Netzerke zu orientieren oder gar ein Quäntchen Wahrheit auszugraben....


Am 11. Mai 2015 schrieb CAROLINE BISCHOFF:

endlich wird dann sofort die finanztransaktionssteuer in der höhe von: 0,3 %
erhoben ! nicht nur EU - weit, sondern : weltweit, ohne schlupflöcher.


Am 11. Mai 2015 schrieb Lutz Jahoda:

God shave the Queen and her Empire too, liegt mir frech auf den Lippen. Streusand darüber und ein SORRY aus Edelkastanien darauf gesetzt, weil, anglophil erzogen, Vorlieben meiner Jugend mit Enttäuschungen im Clinch liegen, die zu benennen mir Uli Gellermann abgenommen hat. Es schmerzt halt, weil es auch eine Menge jenseits des Atlantiks gab und gibt, wofür zu schwärmen ich heute immer noch nicht abzubringen bin. So wird es vorerst weiterhin zu erdulden sein, Gutes zu mögen und grundlegend Schlechtes und Böses zu verabscheuen und anzuklagen. Dass Letzterem Vorrang einzuräumen ist, bestätige ich mit meiner schriftlich regelmäßigen Teilnahme an Gellermanns "Writers Corner".

Zum Abschluss spendiere ich noch gern dieses situationsgemäß passende Sprichwort für Frau Merkels Poesiealbum: "Two under an umbrella makes the third a wet fellow."


Am 11. Mai 2015 schrieb Hans Ion:

VÖLKER (Europas) hört die Signale! ... UK-USA riskiert das "LETZTE GEFECHT"!!!


Am 11. Mai 2015 schrieb Paul-Wilhelm Hermsen:

An Rainer Wittkowski:

Linke sind grundsätzlich keine Ismusversteher, sondern Menschen, die ein sehr feines Gespür für Krieg und Frieden entwickelt haben und recht viel über die zum Zwecke der Ausbeutung notwendigen Kriegsszenarien wissen, und das Leid und das Elend, welches durch fehlgeleitete Kapitalströme in der Welt hervor gerufen wird.
Sie können hier in diesem Forum noch eine Menge lernen!


Am 11. Mai 2015 schrieb Manfred Ebel:

Vielleicht ist es nicht entscheidend: Ich las, dass The British Empire, im engeren Sinn die britische Upperclass gerade seine imperialen Ziele hegt und pflegt. Insofern verstehen sie sich auch als Mutterland der USA, zumal besonders die familiären Bande britischer und nordamerikanischer Blutegel sehr eng sind?! Weiß jemand Besseres?

Was das Wahlverhalten angeht, bin ich skeptisch: Ein paar Versprechen und immerhin ist Wähler ja Angehöriger der imperialen Nation! Zuckerbrot und Peitsche wirken.

Schon witzig, wie abgrundtief idiotisch man Internationalismus verstehen kann. Als hätten irgendein gemeiner Mensch und Cameron irgendwas Gemeinsames. Marx meinte: "Proletarier aller Länder vereinigt euch!" Cameron und Schulz kriegen Würgereiz beim Wort `Prolet´.


Am 11. Mai 2015 schrieb Heinrich Triebstein:

Aus dem Vereinigten Königreich kam 1944 bei den Verhandlungen in Bretton Woods eine Anregung, die bis heute nichts von ihrer Sinnhaftigkeit eingebüßt hat: John Maynard Keynes schlug vor, eine Handelswährung zu gründen und einen Internationalen Ausgleichsfonds zu bilden, in den Länder mit Haushaltsüberschüssen einzahlen und aus dem Länder mit Handelsdefiziten Unterstüzung erfahren.


Dass dieser Vorschlag keine Chance hatte, weist darauf hin, dass das Britische Weltreich am Ende war. Und dass stattdessen der US-amerikanische Vorschlag Weltbank und IWF zu gründen, durchgesetzt wurde, zeigt, dass eine neue Weltmacht im Entstehen war. Sie (und seit den 1990er Jahren die Welthandelsorganisation WTO) wirken als weltweite Geldsauger der USA. Aus John Perkins´ Bekenntnissen eines Wirtschaftsattentäters wissen wir, dass es neben den offiziellen Geldsaugern noch weitere Aktivitäten der USA gibt: Kreditvergabe an Staaten mit der Absicht, Zinseinnahmen zu erzielen. Weigert sich ein Staatschef, solche Angebote anzunehmen, muss er gewärtig sein, in einem mysteriösen Flugzeugabsturz ums Leben zu kommen. Schafft es ein Staatschef - wie Saddam Hussein - durch eine ausreichende Anzahl von Doppelgängern unaufgreifbar zu bleiben, zündet die dritte Stufe: Krieg.


Nachdem aufstrebende Länder wie Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika begonnen haben, ein Gegengewicht zum Hegemon aufzubauen und nachdem Länder des globalen Südens - wie Ecuador - dazu übergegangen sind, die Zurückzahlung `illegitimer´ Schulden zu verweigern, ist die überaus lukrative Eurozone ins Visier der Geldsauger geraten. Griechenland (Goldman Sachs hat Griechenland bei der Verschleierung seiner wahren Haushaltlage beraten, Goldman Sachs hat kurz vor der Herabstufung der Kreditwürdigkeit des Landes einen Kredit von 300 Millionen Dollar gewährt) als Hebel zur Erzwingung von Tributzahlungen durch ganz Europa, TTIP als Knebel zur Einbindung der europäischen Wirtschaftskraft zur Bildung eines Gegengewichts zu der sich abzeichnenden Vormachtstellung Chinas - diese Lage schreit geradezu danach, dass sich die Kräfte in Europa besinnen, die einen weltweit gerechten Ausgleich anstreben und bewirken können: Organisationen der Zivilgesellschaft, Kirchen, Gewerkschaften und vor allem die Bürgerinnen und Bürger selbst sind gefordert. Letztere haben durch ihre starke Teilnahme an den Demos gegen die -gidas gezeigt, dass sie sich zu mehr befähigen können als nur GEGEN etwas aufzutreten. Zum Beispiel FÜR eine vierte Gewalt im Staat, die für die Finanzen zuständig ist, die die Geldschöpfung aus dem Nichts in die öffentliche Verantwortung nimmt und für die derzeit in der Schweiz eine Volksabstimmung vorbereitet wird: Die Monetative.



Am 11. Mai 2015 schrieb Rainer Wittkowski:

Eigentlich sollten doch Linke wie sie den Internationalismus vertreten. Das verträgt sich doch kaum mit Ihrem Wunsch die Briten aus der EU zu entfernen.


Am 11. Mai 2015 schrieb Benny Thomas Olieni:

Der Austritt des UK (not OK!) aus der EU wäre gut, wäre ein Anfang.
Die Gründe sind trefflich beschrieben.
Die mit gespaltener Zunge sprechenden Häuptlinge vom Stamme der UKUSA mit ihren Finanzbetrugs- und Geldwäsche-Zentren "Washing-ton" und "Laundres" sind die größte Gefahr für den Weltfrieden - unermüdlich in ihrem Bemühen, den Dritten Weltkrieg herzbeizuführen, möglichst auf Kontinental-europäischem Schlachtfeld zur finalen Zerstörung Mitteleuropas und Rußlands.
Aber der Austritt des UK dürfte nur ein Anfang sein der Auflösung der zentralistischen, antidemokratisch-neofeudalen Brüsseler Strukturen, die von einem Geist inspiriert sind, der die Uhr der Bewußtseins-Entwicklung zurückdrehen möchte in mittelalterliche Zustände der Leibeigenschaft. Natürlich mit ganz moderner Überwachungs-Technik, und mit Finessen wie TTIP. Hauptsache schön schwarzbraun totalitär, wie es sich in dem "vorbildlichen" Bundesstaat USA abzeichnet.


Am 11. Mai 2015 schrieb curti curt:

Insbesondere seit Thatcher hat sich England neben der bereits vorliegend militärischen Vasallentreue, rundum zum "Vorhof der Hölle, gemausert, indem es der neoliberal globalisierten Doktrin der USA zu weiterem Vorschub verholfen hat. "There is no such thing as society" pflegete die wandelnde Handtasche mit der strengen Frisur zu trällern und legte ihr Werk auf Kiel, das auch durch das Pendant zur hiesigen SPD triumphal weitergeführt wurde. Da die das bis heute nicht kapiert haben, ist der Sieg des "Oberschnösel" Cameron (Volltreffer für Uli Gellermann!) keine wirkliche Überraschung. Heute steht für all das Deindustralisierung und Dienstleistungssklaverei, grassierende Verarmung in der Bevölkerung und über allem thront der Finanzplatz London. God save the queen an most of all our momey. Es ist angerichtet bzw. vollendet Mr. President!

Übrigens, auch hierzulande werden die Sozen entweder nicht klug oder wollen vorsätzlich solche Verhältnisse. Aufgrund der Fülle an Missetaten ist von Vorsatz auszugehen. Das gestrige Wahlergebnis in Bremen dürfte deshalb weiterhin nicht als Wink mit dem Zaunpfahl verstanden werden.


Am 11. Mai 2015 schrieb Gisela Pietrzak:

Schnösel Cameron…ist gut, ich nenn ihn immer typischer Oberschichten-Bubi, der die ganze Zeit mit den Augen blinkert..
Aber eigentlich mag ich die Briten, ohne sie wäre es langweilig z.B. in der Rockmusik, bei guten Filmen, Reise- und Kunstdokus von der BBC.. Ich könnte auch nicht mal eine Minute lang small talk führen, was eine Kunst ist, ja es wäre richtig schade, wenn sie so wären wie wir..
Und Nigel Farage habe ich gern gehört, der konnte reden! Hab mich immer halb totgelacht. Was für ein Gegenspieler für M. Schulz, den drögen Plapperer..
Sie sind interessant, die Reibereien und die Interessenkonflikte.
Immerhin: die Briten haben hundert tausende aus Osteuropa aufgenommen, egal aus welchen Gründen (Profit?) und haben jungen Leuten, die z.B. in Polen jetzt arbeitslos wären, eine neue Grundlage aufbauen lassen. Habe nie kapiert, wie die Briten das machen. Dazu kommt der nicht abklingende Strom von Einwanderern
aus den ehemaligen Kolonien…Kein Ausweis notwendig im Alltag und irgendwie funktioniert das alles, kaum zu glauben. - Ist schon mal eine Analyse wert.

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