Gauck treibt Bürgerkrieg

Tausende sind in der Ukraine auf der Flucht

Autor: U. Gellermann
Datum: 09. Juni 2014

Hat die westliche Staatengemeinschaft schon eine Flugverbotszone gefordert? Gab es schon den obligaten Aufschrei in den deutschen Medien über das Regime, das sein eigenes Volk bombt? Sind französische, englische und amerikanische Jagdbomber auf der Jagd nach Regimetruppen, um die Opposition vor Angriffen zu schützen? Liefert der Westen Waffen an die kämpfende Opposition? Fragen über Fragen, die in Libyen im Jahr 2011 alle mit einem klaren JA beantwortet wurden.

Tausende sind in der Ukraine auf der Flucht. Vor den Panzern und Bombern des Kiewer Regimes. Sogenannte Antiterror-Einheiten, die für ihre Brutalität bekannt sind, machen Jagd auf oppositionelle Kräfte, die man "Separatisten" nennt. Die OSZE-Beobachtermission meldet aus Lugansk einen Luftangriff auf Gebäude der staatlichen Verwaltung im Herzen der Stadt. Rücksicht auf Zivilisten wurde offenkundig nicht genommen. Das Kiewer Regime beschuldigt die Aufständischen, sie würden Zivilisten als "Schutzschilde" missbrauchen. In der Übersetzung aus der Kriegspropaganda bedeutet das nichts anderes, als dass die Schutzschilde eben weggeräumt werden müssen. In der Ukraine herrscht Bürgerkrieg. Und wer Vernunft hat, der rät in Bürgerkriegen beiden Seiten sie sollten vorbehaltlos miteinander reden, um den Frieden zu erreichen. Wer aber seine Interessen über die Rettung von Menschenleben stellt, der begünstigt eine der beiden Seiten. Solche Typen muss man Kriegsprofiteure nennen.

Der aufgeblasene Ochsenfrosch im Amt des deutschen Bundespräsidenten war zur Amtseinführung des neuen ukrainischen Staatsoberhauptes, Petro Poroschenko, in Kiew. Gern hat Gauck dem Milliardär, TV-Zar und Rüstungsproduzenten, der nebenher auch Schokolade herstellt, die blutige Hand gedrückt. Welchem der Nazi-Minister, die immer noch in der Kiewer Regierung ein warmes Plätzchen haben, der Bundespräsident auch die Hand gereicht hat, ist unbekannt. Bekannt ist, dass er bisher noch nie zu der Amtseinführung eines Präsidenten gefahren ist. Bekannt ist auch, dass Gauck in Kiew nicht gefordert hat, die Separatisten an den Runden Tisch zu holen. Über Freiheit hat er geschwafelt, über seine DDR-Erfahrungen. Aber er hat nicht darüber geredet, dass die DDR-Opposition selbstverständlich mit der SED an den Runden Tischen der Wende saß und dass auch deshalb der Übergang unblutig verlief. Gauck hat einfach "die gewachsene Verantwortung Deutschlands" für das neue Protektorat Ukraine wahrgenommen. Hat einseitig eine Partei im Bürgerkrieg unterstützt. Gauck treibt Bürgerkrieg.

Und während der Protektor aus dem Schloss Bellevue sich seine Hände am Feuer des Bürgerkrieges wärmt, stellt sich die kleine Dicke aus der Uckermark auf die Zehenspitzen und blökt das große Russland an: Putin müsse jetzt die Zeit nutzen "um eine Stabilisierung der Lage insbesondere in der Ostukraine zu erreichen". Wenn Merkel gleichzeitig sagt "Gewalt zur Lösung der eigenen Probleme darf nicht angewendet werden", aber keineswegs die Kiewer Regierung aufruft, ihre Terroreinsätze in der Ost-Ukraine zu stoppen, dann macht sie das selbe wie Gauck: Sie nimmt einseitig Partei in einem Bürgerkrieg, sie feuert ihn an statt ihn zu beenden. So geht "neue deutsche Verantwortung". Diese unverhohlene Unterstützung der Gruppe Timoschenko-Poroschenko-Klitschko bringt den amtierenden ukrainischen Ministerpräsidenten Arsenij Jazenjuk dazu, den OSZE-Plan für einen nationalen Dialog frech abzulehnen. Wer braucht schon die OSZE wenn man das neue, unverantwortliche Deutschland an seiner Seite weiß.

Während die Herren in Kiew hoffen den Bürgerkrieg zu gewinnen, ziehen sie die sozialen Daumenschrauben an: Subventionen für Grundnahrungsmittel, Treibstoff und Energie werden gestrichen, Beamtengehälter gekürzt und Tausende Staatsangestellte entlassen. Nur der Militärhaushalt ist bisher nicht von Kürzungen betroffen. Der Griwna wird abgewertet, die Inflation hat den zweistelligen Prozentbereich erreicht. Das freut den Internationalen Währungsfonds. Die immer zahlreicher werdenden ukrainischen Arbeitslosen eher nicht. - Der Maidan zu Beginn, als er noch nicht von Oligarchen, EU-Funktionären und dem Nazi-Gesindel übernommen worden war, war keineswegs eine Bewegung gegen die Russisch Sprechenden oder Russland. Die ukrainische Korruption sollte beendet werden, die soziale Lage der Menschen gebessert und die Oligarchen aus der Politik vertrieben werden. Die Obamas, Gaucks und Merkels haben eine soziale Bewegung zur Erweiterung ihres Machtbereichs genutzt. Wie viele Menschenleben das kosten mag ist ihnen gleichgültig.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 17. Juni 2014 schrieb Brigitte Mensah-Attoh:

An curti curti :

Ja - so kann man es vielleicht auch sehen - und vielleicht hast Du damit auch Recht:
daß es vielleicht nur eine "Konzession" ist - sozus. zur Besänftigung des miesen Sendergewissens...
Pelzig hält sich / Neues aus der Anstalt/Anstalt / Heute Show, MitternachtsSpitzen, Extra3, IntensivStation, Spätschicht.... (Curti Curti: "aber mit welchem Response"?)

Also ich verstehe es so, daß Politisches Kabarett e i n geeigneter Weg sein könnte, die Leute aus ihrer Lethargie aufzuwecken, sie zum Nachzudenken zu bringen, um
wachsam zu werden, um endlich aufzustehen. (Längst nicht allen ist die von einem einzelnen publizistischen Universalgenie initiierte "RationalGalerie" - die immer weitere Kreise zieht - bekannt. Ein weiterer tauglicher Weg)!

Speziell Schramm! Priol! Barwasser! Rogler! Schmickler! Pispers! usw. - sie sind doch wahre M e i s t e r ihres Fachs. - Manchem von ihnen ist es damit so ernst, was sie machen, daß es geradezu Gänsehaut macht. Ihre Verzweiflung ist authentisch. Die täglich aufgetischte offizielle Lügenkost, die resignieren läßt ("da kann man ja doch nichts machen") ist ihnen wichtig zu beleuchten - und den Dingen dadurch endlich eine andere Wendung zu geben:
Empört Euch! Engagiert Euch!


Am 17. Juni 2014 schrieb Alexandra Platz:

Da die Russen Panzer und Soldaten in die Ukraine bringen können, muss die Grenze recht weitmaschig sein. Die ukrainische Regierung
sollte von der Sowjetunion lernen, wie eine
Landesgrenze sei. (Was würden die Leute, die
hier die ukrainische Vorgehenweise tadeln,
sagen, wenn dasselbe in Deutschland passierte?) Wer hat denn den ukrainischen Krieg ausgelöst?

Antwort von U. Gellermann:

Den Krieg haben letztlich die USA und die EU verursacht.

Dafür, dass russische Soldaten und Panzer die Grenze zur Ukraine queren gibt es keinen Beweis, nur die Behauptung von NATO & Co.


Am 15. Juni 2014 schrieb curti curti:

Nachtrag zum gestrigen Kommentar:

Bzgl. Gauck und seiner Gesinnungsfreunde in Politik und Medien

Soeben lief auf ZDF-info die SPIEGEL-TV Doku zum Vernichtungsfeldzug Barbarossa, der im Kern die Aufhebung aller humanitären Grundsätze beinhaltete um Rußland zu vernichten.

Das sollte der Militärpfaffe aus Bellevue zur Auflage bekommen, sich nach dem Aufstehen und vor dem Bettgang anzusehen für wenigstens 1 Monat. Gleiches für Merkel, vdL, Gabriel und eine Reihe anderer dunkler Fürsten der unterschwelligen Propaganda. Auch div. SPIEGEL-Redakteure der "Neuzeit" wie z.B. Bidder wären eine geeignete Zielgruppe für diese Doku.

Deutschland sollte in der Tat eine aktive Rolle übernehmen - in allem was dazu beiträgt, lüsterne Krieger und deren wahre Hintergründe zu entlarven und nicht zuletzt ein äußerst differenziertes Vorgehen gegenüber Rußland zu wahren, anstatt in stumpsinniger Propaganda und Hetze entweder mitzulaufen oder diese gar aktiv entfachen.

Was die letzten Wochen hier von D ausgegangen ist bzw. mitgetragen wurde durch den politischen und medialen mainstream, incl. dem militanten Bundesgauckler, ist zutiefst verachtenswert!


Am 14. Juni 2014 schrieb curti curti:


c/o Brigitte Mensah-Attoh

Stichwort "Ey - D A S macht "Muckis"! ! !"

Dachte auch mal so, Schmickler, Psipers, Anstalt oder heute show, mittlerweile z.T. messerscharf offensiv unterwegs, aber mit welchem response?

Eben, zunehmend beschleicht mich das Gefühl ob es teilweise eine "Verlade" ist, eine Art Ventil um das Publikum bei Laune zu halten. Ist schon komisch wenn das ZDF weit überwiegend hetzt und Propaganda macht, um dann ein wenig gegenläufiges Ablassen in der heute-show zuzulassen. Hat was vom Gegenpol Augstein jun. auf SPON, der dann BILD-Blome mit einstielt beim SPIEGEL, etc., etc.....

Es ist so furchtbar stille unter den Leuten im Land. Alle Achtung ist geboten!

Zum Bundesgauckler ist übrigens gerade bei SPON eingestellt worden, daß er davor warnt, gegen Militäreinsätze zu sein.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/aussenpolitik-gauck-warnt-vor-tabuisierung-von-militaer-einsaetzen-a-975165.html

Nun, endlich kann er vollumfänglich entfalten, weshalb er in dieses Amt gehievt worden ist. Seine Rede in München oder vor der Bundeswehrakademie ging bereits klar in diese Richtung. Deutschland muß wieder aktiv mitschwingen im Kriegsgeschehen, die mannigfache Lieferung von Ausrüstung auch in Spannungsgebiete reicht den finster schauenden "Herren" dieser Welt nicht mehr. Auf zur Front aber ein Moment Leute, seid nicht feige, laßt mich, euren Bundesprediger hintern Baum!

Ein Pfarrer, der für Militäreinsätze eintritt, der Menschenleben hierzu billigend in Kauf nimmt. Das passt zu ihm, diesem "redlichen" last-second Widerstandskämpfer, einer neoliberalen Wetterfahne durch und durch, mit Ehefrau in MacPom und Geliebter im Schloß Bellevue. Die mieseste Besetzung die diesem Amt je widerfahren ist, prima Vorbild gerade für die Jugend!


Am 14. Juni 2014 schrieb Brigitte Mensah-Attoh:

Es scheinten doch gerade die PFAFFEN - Chamäleons wie GAUCK hin oder her - die allerschlimmsten Seelenverkäufer - Kriegsverharmloser, Kriegstreiber zu sein .....
So zB auch die Tochter des niedersächsischen "Dauer-Grinse-Christen" Ernst Albrecht, "die Ursula" ! permanent + ganz ganz dolle damit beschäftigt mit ihrer Selbstvermarktung! - Die würde doch wohl A L L E S dafür tun: "die Mutti"
eines Tages zu beerben - ( incl. womöglich den einen oder anderen Sohn "investieren" - kl. Scherz -. Doch solchen Seelenverkäufern ist wirklich a l l e s zuzutrauen!)

Zum Ausgleich - sooft es geht - die "Heute-Show" - Winfried Schmickler ("Ich weiß es doch auch nicht!")- "Pelzig hält sich" usw. unbedingt gucken!, - UND vor allen Dingen die RationalGalerie lesen!! -
Ey - D A S macht "Muckis"! ! !


Am 12. Juni 2014 schrieb Moyra Mangold:

Danke mal wieder für den hervorragenden Artikel. Besonders die Wortwahl ist treffend. Wenn es um faschistische, gemeingefährliche "Politiker", wie die ins Quadrat geschobene Murksel und den sabbernden Ochsenfrosch geht, ist auch eine drastische und bildhafte Sprache nötig und sogar unumgänglich. Ich finde Ihre Ausdrucksweise sogar noch sehr zurückhaltend. Mir hingegen fällt mittlerweile stündlich der Kaffee aus dem Gesicht und mit gesundem Verstand ist das alles eh nicht mehr zu erklären. Weltweit kommt die braune Soße zurück und wird überall wieder hoffähig gemacht. Das ist kein Zufall! Und solche Schleimschleudern wie Mr. Ochsenfrosch ebnen diesem Gesindel den Weg. Ich komme mir immer mehr vor, wie in einer geschlossenen Abteilung in der die Soziopathen die Wärter sind


Am 11. Juni 2014 schrieb Hartmut C. Hoffer:

Nach dem korrupten Wülffchen kamen wir vom Regen in die Güllegrube!
Konnte mensch das wissen? Eigentlich schon: Nach der prozessualen Auseinandersetzung von P. M. Diestel mit Gauck darf man letzteren einen "Stasibegünstigten" nennen. Bürgerrechtler wie H.J.Tschiche stellen fest, "Er hat niemals zur DDR-Opposition gehört, deren Akteure man im heutigen Sprachgebrauch Bürgerrechtler nennt. Er verließ erst Ende 1989 die schützenden Mauern der Kirche und kam über das Neue Forum in die Volkskammer." Im selben Text heißt es über Gauck:"
Er ließ sich in München bei einer Preisverleihung mit den Geschwistern Scholl vergleichen und wurde noch nicht einmal schamrot." ... 

Genug der Worte über diesen aus der Zeit gefallenen Mann:
1914 hätte er als Pfaffe in der ersten Reihe gestanden und die Waffen gesegnet - allerdings ist er heute ja auch gut dabei, wenn auch etwas leiser -Münchner Sicherheitskonferenz usw. - als vor 100 Jahren. 

`Wenn et bedde funktioniere däät", dann würd ich´s tun, jeden Tag, dreimal, um von diesem kriegsgeilen Pfaffen be´FreiHeitet zu werden. 



Am 11. Juni 2014 schrieb Wolfgang Blaschka:

Im Deutschlandfunk war in den Nachrichten die Rede von einem "humanitären Fluchtkorridor“ für Zivilisten, um dem Terror in den russisch-sprachigen Gebieten zu entkommen. Dass es der Bombenterror der ukrainischen Regierung ist, den sie fliehen, wurde nicht erwähnt. So werden selbst reine Tatsachen-Meldungen zu schmutzigen Propagandalügen. Als müssten EU-orientierte Ukrainer nach Westen ziehen, um den grausamen Pro-Russen im Osten zu entwischen. Dabei sind es westliche Blackwater-Söldner und die Typen vom Rechten Sektor, die dort Angst und Schrecken verbreiten, und die Poroschenko-Bomben: Leider keine leckeren Schokoladen-Granatsplitter.


Am 10. Juni 2014 schrieb Jürgen Heiducoff:

Die Ukraine - Politik der Bundesregierung ist einfach ekelerregend!!!!
Sehr demokratisch: erst lässt Poroschenko seine Streitkräfte mit Mehrfachraketenwerfern gegen bewohnte Gebiete vorgehen und nun ist er so gnädig, ?Fluchtkorridore? anzuweisen. Dass er keine Ahnung von der Trägheit militärischer Strukturen hat ist offenkundig. Bevor seine Anweisung durchgesetzt werden kann, sterben weiter Hunderte Zivilisten. Die große Schande ist, dass dieser Tyrann, der, obwohl erst wenige Tage im Amt, seinen eigenen Landsleuten mit seinem Militär in unverhältnismäßiger Weise Tod und Leid zufügt, von unserem Bundespräsidenten und von der Bundesregierung hofiert wird. Da empfinde ich nur Ekel und Abscheu!!!
Putin ist allerdings auch nicht in der Lage, zu vermitteln. Er setzte selbst seine Streitkräfte gegen ?Terroristen? und die Zivilbevölkerung während des Tschetschenienkrieges ein.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-poroschenko-will-fluchtkorridor-fuer-donezk-und-luhansk-a-974283.html

http://facesofukraine.blogspot.de/


Am 10. Juni 2014 schrieb Brigitte Mensah-Attoh:

Um wieviel wäre mir wohler - würden all diese Ochsenfrösche u.a. Protagonisten - ähm ferngesteuerten Marionetten wie die machtgeile Merkel e b e n f a l l s die Rationalgalerie lesen, um dann zu begreifen, daß das Volk nicht bloß aus hirnlosen Claqueuren besteht, sondern auch noch ganz andere Facetten hat!


Am 10. Juni 2014 schrieb Malou Steinhaus:

Ihr Artikel hat mir die Augen geöffnet. Erstmals ist mit klar geworden, dass ich in einem Land lebe, das mit dem Krieg spielt. Es macht mir Angst. Und doch bin ich froh, dass es Leute wie Sie gibt, die sich von den Autoritäten nicht einschüchtern lassen. Danke.


Am 10. Juni 2014 schrieb Rüdiger Kober:

Ich wußte schon immer, daß Du ein kluger Kopf mit Durchblick bist.Deine Artikel in der Rationalgalerie sind angesichts der geifernden Medienmeute eine Labsal. Die Verleihung der Titel des "aufgeblasenen Ochsenfroschs" und "der kleinen Dicken aus der Uckermark" sind angesichts der lebensgefährlichen Politik dieser Herrschaften im Sinne der aggressivsten Kräfte des Imperialismus zumindest angemessen, vielleicht aber sogar zu harmlos.


Am 09. Juni 2014 schrieb Katharina Langenfeld:

Zu den Leserbriefen von Wolfgang Frommann und Fritz Nirgendwo

Beide Leser machen sich Sorgen um die "Wortwahl" im Artikel "Gauck treibt Bürgerkrieg". Das sehe ich anders. Man muss die sogenannten Respektspersonen als das bezeichnen was sie sind, nicht als das, was sie gerne wären: Wichtig, bedeutend, unantastbar. Sieht Gauck in seiner unangenehmen Selbstzufriedenheit nicht aus wie ein Ochsenfrosch? Doch. Und ist die Merkel nicht in Wirklichkeit die "kleine Dicke aus der Uckermark"? Eben doch. Also müssen sie auch so genannt werden, der Erkenntnis wegen.


Am 09. Juni 2014 schrieb Herr Carlo:

Wie wahr, wie wahr, Herr Gellermann!

Es ist hochnotpeinlich so jemanden zum Bundespräsidenten zu haben. Ein Heuchler sondergleichen. Just in diesem Moment spricht er in Köln gegen Faschismus, zuvor applaudierte er kräftig als dessen Auswüchse beschrieben wurden. Und zur Amtseinführung von Schoko-Poro präsentiert Gauck vor wenigen Stunden seine wahre Schokoladenseite, mucksmäuschenstill bzgl. all dem, in "feiner" Gesellschaft, dieser Wendehals durch und durch.

Ebenso abstrus das Merkel, wie sie dem Klepto-Oligarchen die volle Unterstützung Deutschlands versichert hat, anstatt zu differenzieren was da in der Ukraine konkret vor sich geht. Indes - ist ja schließlich ein Ergebnis auch der von ihr unterstützten Stiftung Conny Adenauers. Einfach widerlich, total abstoßend!.


Am 09. Juni 2014 schrieb Fritz Nirgendwo:

Bezüglich der Wortwahl teile ich die Meinung von Herrn Frommann . Ich hätte diesen ansonsten hervorragenden Artikel gern weitergegeben. Die Mainstream-"verwöhnten" und völlig arglosen (leider) Mitglieder meiner Familie und so manche im Bekanntenkreis würde ich mit den Beschreibungen unserer Buka und unseres hochverehrten Herrn Buprä aber nur abschrecken, so dass sie sich dem Rest der Botschaft verschließen würden.

So bleibt der Artikel in Insiderkreisen (die es doch eh schon wissen) und gelangt nicht zu denen, die eigentlich aufgeklärt werden sollten. Ein unschätzbarer Verlust!

Beste Grüße und ein (vorläufig letztes?) friedliches Rest-Pfingsten.


Am 09. Juni 2014 schrieb Peter Lind:

Ich denke auch eher, daß das, was Sie als ursprünglich soziale Bewegung interpretieren mehr ein Kampf zwischen den westukrainischen Oligarchen gegen die östlichen Oligarchen war, der schon fast Shakespeare-"würdige" Züge annahm. Allein schon die Tatsache, daß auf dem Maidan sofort (und nicht erst später) jene S turm-A bteilungen der Herren Tjagnjbok und Jazenjuk zur Stelle waren spricht dafür. Man schaue sich nur das Foto jenes Herrn Jazenjuk an, wie dieser vor seinen Getreuen den rechten Arm hochriß. So streckt man nicht den Arm hoch, wenn man nur prüfen will, ob es regnet. Das sind die Protagonisten jener westukrainischen Eliten, jener brauner Nachgeburten, die schon 1941 bis 1944 mit Begeisterung den Nazi-Einmarsch bejubelten, kollaborierten und während der Pogrome zu den brutalsten Verfolgern und Mördern ihrer jüdischen Mitbürger, wie sie auch zu den furchtbarsten Bewachern ihrer eigenen Landsleute in den deutschen Kriegsgefangenenlagern zählten.
Und was die deutsche Politik im gegenwärtigen Konflikt in der Ukraine, ihre Mitschuld angeht: natürlich schürt der Herr Gauck, die Frau Merkel und deren Gleichen kräftig mit. Aber wir sollten dabei auch nicht übersehen, wie auch Repräsentanten der Grünen kräftig mitzündeln. Jene Grünen, die spätestens 1998 ihre Unschuld als Friedens- und Bürgerpartei verloren, als sie zur Hartz IV-Partei, zur Kriegspartei, als zur Anti-Lüchow-Danneberg-Partei, zur neu-neoliberalen Partei mutierten, und wie sie nun zu einer geradezu rassistischen Partei wurden, als sie alle möglichen "blumigen" Revolutionen (z. B. Rosen-, Orange-Revolutionen) förderten. Hauptsache es ging gegen die Russen; das nenne ich rassistisch. Wer das nicht glauben kann, der sollte sich die gestammelten Reden und Aufsätze der grünen Europa-Abgeordneten Rebecca Harms anhören. Es ist genau diese erbärmliche Schlichtheit die es braucht derartige menschenverachtende Ideologien zu propagieren.


Am 09. Juni 2014 schrieb Pat Hall:

Warum heißt es (hieß) :
Von deutschem Boden solle nie wieder Krieg ausgehen,sondern Frieden und Wohlwollen !?!?
Ich schäme mich des Bundespfaffen wegen der trotz der Kriegsgeschen diese blutigen Hände von Oligarchen schüttelt.
Ich habe nichts gegen Milliardäre,obwohl dieser Teile des Volksvermögen klaute,aber Geld regiert die Welt und damit auch Söldner & Militär,je nach seinem Gusto .
Der Gipfel ist,dass ein ehemaliger BND-Kommissar heute als Außenminister MIT in diesem grausigen Krieg sich mit den Faschisten ablichten lässt und seine Widersacher vom Pult aus noch anpöbelt ?
Der selbe Mann hat schon damals versagt in dem er einen deutschen Staatsbürger (Kurnatz) 5Jahre in Guantanamo schmoren ließ und ihm der US-Folter aussetzte,auch Merkel wusste es ! Hätte es wissen müssen !
Es gibt nur noch Einen Politiker der noch Glaubhaft erscheinen mag,denn er ist schon längstens in Pension und braucht sich seiner Aussagen nicht zu Scheuen & zu Ducken.
Willy Wimmer .
Mit verlaub hier ein Link zum Nachlesen:

«Merkel und Hollande sollten sich nicht daran beteiligen, Putin in eine Ecke zu stellen» von Willy Wimmer, ehemaliger Staatssekretär im deutschen Bundesministerium der Verteidigung

Anzeigen auf www.zeit-fragen.ch


Am 09. Juni 2014 schrieb Christoph Pauli:

Diese Ferngesteuerten Frontaltransatlantiker Merkel und Gauck konkurrieren sich in vorauseilendem Gehorsam gegenseitig nieder.
Gauck scheint es Merkel beweisen zu wollen, dass er doch der "richtige" Kandidat fürs Oberschwurbelamt war.
Der Mann bekommt doch was in den Tee, und das hochdosiert.
Mich würde brennend interessieren wer die Einflüsterer beider sind, bzw. wer diese auswählt und platziert.


Am 09. Juni 2014 schrieb Paul:

Viele der Wahlmänner/Frauen die für ihn als Bundespräsident gestimmt haben
werden sich jetzt über diesen Fehler ärgern....
Das ist kein Bundespräsident, nein das ist ein Dummschwätzer.........
Siehe auch hier
http://www.hese-project.org/Forum/forum3/index.php?id=1502
und hier
http://www.hese-project.org/Forum/forum3/index.php?id=512


Am 09. Juni 2014 schrieb Inge Lang:

Unsere Politiker sind doch völlig abgedreht. Sagt doch Außenminister Steimeier gegenüber dem "Tagesspiegel" `in der angespannten Lage sei es „klug, beim Einsatz militärischer Mittel vorsichtig und mit Augenmaß vorzugehen“. Was soll "Augenmaß" heißen? Mehr Panzer weniger Bomber? Und weiter Steinmeier: "Das Ergebnis militärischer Operationen in der Ost-Ukraine darf nicht sein, dass die Separatisten noch mehr Zulauf bekommen“. Ist der Mann verrückt? Der redet nicht über die Toten und Verletzten, der redet nicht von der immer noch nicht gebannten Gefahr des Weltbrandes, der sorgt sich um den Zulauf zu den Separatisten! Wegsperren, schnell!

.http://www.tagesspiegel.de/10006736.html

Antwort von U. Gellermann:

Dem stimme ich zu.


Am 09. Juni 2014 schrieb Herr Wurzelzwerg:

Sie bringen die Sache immer auf den Punkt. Wobei ich die "soziale Bewegung" doch etwas kritischer als Sie sehe. Ich denke nämlich, dass sie nicht wirklich sozial war, sondern einfach eine Protestbewegung der Westukraine gegen Janukowitschs Absage an die EU. Die Westukraine mit ihrer Geschichte fühlte sich einfach zum Westen "zugehörig", das scheint mir der Hintergrund der Anfänge des Maidan zu sein, wo sicher auch Überlegungen eine Rolle gespielt hatten, das korrupte System durch ein "zivilisierteres" korruptes System zu ersetzen. Die Menschen wurden von Merkel und Co. einfach getäuscht. Jetzt werden sie erleben, was es heißt, "zum Westen zu gehören". Meiner Ansicht nach aber war der Maidan von Anfang an nicht nur eine antirussische Bewegung, sondern hatte durchaus seine reaktionären Komponenten.


Am 09. Juni 2014 schrieb Joe Bildstein:

19 Millionen (19.000.000) Russens starben durch deutsch&oesterreischiche Heande - allein in WWII.... der irre Gauck und "die kleine Dicke aus der Uckermark scheinen im Geschichtsunterricht geschlafen zu haben.
Lebe zum Glueck nicht mehr im Vaterland, die Aussenansicht auf das Reich macht einfach nur Angst.


Am 09. Juni 2014 schrieb Wolfgang Frommann:

Ein guter Artikel, der jedoch um ihn an Meinungsträger weiter geben zu können, etwas in der Wortwahl sachlicher sein könnte. Zudem wären Hinweise zum Beispiel die Verknüpfung von H. Poroschenko mit der Rüstungsindustrie mit Fakten zu untermauern. Das heißt ich habe selbst bereits versucht den Hinweis Rüstungsindustrie zu prüfen, habe jedoch nichts entscheidenes gefunden. Leider.

Antwort von U. Gellermann:

Hier ein paar Belege für die Rüstungsinteressen des Herrn Poroshenko:

DER STANDARD, ÖSTERREICH:
"Der Oligarch, der die Unternehmensgruppe Ukrprominvest leitet und auch mit Schiffsbau, Medien und Rüstung sein Geld verdient, hat geschickt seinen Sender TV5 dazu eingesetzt, Ukrainer über die Maidan-Proteste zu informieren.

BADISCHE ZEITUNG:
Wie bei anderen Oligarchen zählen zu seinem Imperium außerdem Industriebetriebe: In seinem Fall sind es Produktionsstätten im Bereich Rüstung und Schiffbau sowie eine Mediengruppe.

WIKIPEDIA:
Er war stellvertretender Direktor in der Vereinigung kleiner Unternehmer und Unternehmen „Respublika“; seit 1991 Generaldirektor der Aktiengesellschaft Börsenhaus „Ukraina“ sowie ab 1993 der Geschlossenen Aktiengesellschaft Ukrprominvest (ukr. Група «Укрпромінвест»), einem Investment- und Mischkonzern, zu dem unter anderem das Schiffbau- und Rüstungsunternehmen[6]

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