Fake Dich doch selbst!

Der Fakten-Finder findet die SPD nicht

Autor: U. Gellermann
Datum: 11. September 2017

Hilfe! schreien die etablierten Medien, Hilfe! schreit der Regierungssprecher, Hilfe! schreit auch die Europäische Union. Denn draußen, vor den gepolsterten Türen ihrer isolierten Büros, treiben sich angeblich düstere Fälschungen herum: Fake-News. Die Europäische Union hat deshalb die East StratCom Task Force eingerichtet und die EU findet die Fakes nicht darin, dass sie selbst keine Legitimation durch Volksabstimmungen hat sondern sie behauptet sie lieber bei den Russen. Die Bundesregierung will gar ein „Abwehrzentrum“ gegen Fake-News beim Bundes-Pressamt und doch darf Herr Seibert Woche für Woche unkontrolliert reden. Und die "Tagesschau", ein Hort des betrügerischen Wordings und der Zero-News, der galoppierenden Nachrichtenunterschlagung, hat gar ein eigenes Online-Portal mit dem Titel „Faktenfinder“ gegründet. Mit langen, spitzen Fingern wird gern auf das Internet, als Verursacher von Fälschungen aller Art gewiesen. Und sogar WIKIPEDIA, fraglos selbst ein „soziales Medium“ kennt angeblich die Verursacher aller Fälschungen dieser Erde: Es seien „die sozialen Medien ein wichtiger Grund dafür, dass sich Fake News durchsetzen können.“

Draußen, in der unkontrollierten Welt des Internet, sitzt angeblich der böse Feind der Wahrheit. Der „Tagesspiegel“, eine Zeitung, die im Irak-Krieg gelogen hat, dass sich die Balken bogen, klärt uns über den ARD-Faktenfinder auf: „Die Redaktion um Projektleiter Patrick Gensing geht dabei aktiv auf die Suche, untersucht auffällige Websites, Blogs und Foren und sammelt Informationen." Patrick Gensing? Das ist der Mann, der den Schriftsteller Günter Grass in seinem Buch „Terror von Rechts“ als „antisemitischen Nobelpreisträger" vorgestellt hat. Das war kein Fake? Nein, das war eine schlichte, plumpe Lüge. Der Fakten-Verdreher Gensing kritisierte gern die „Mahnwachen für den Frieden“, entdeckte antiamerikanische Züge in der Debatte um die NSA-Überwachung und hielt die dort verbreitete Vorstellung, dass die USA ihre Interessen „durchboxen“ und „ihre Geldgeilheit durch Menschlichkeit“ tarnen, für ein „Ressentiment“ obwohl es die blanke Wahrheit war und ist. Wer durch die ideologische Gensing-Brille guckt findet kein echtes Faktum, selbst wenn es ihm auf den Kopf fällt. So gelang denn auch der „Tagesschau“ das prämierte Fake des Monats, als sie mit dieser Überschrift „Waffen bei Linksextremen gefunden“ eine faustdicke Lüge des Innenministers rund um das Verbot der Plattform "linksunten.indymedia.org" verbreitete. Keine Nachfrage, kein Zweifel zierte die Tagesschau-Kolportage, obwohl auch ein Redaktions-Volontär hätte erkennen können, dass es sich bei de Maizières Verbot um einen Racheakt für den misslungenen G-20-Gipfel handelte. Nur wenige Tage später musste dann mit der Überschrift „Verwirrung um Waffenfunde“ zurückgerudert werden. Andrej Reisin, auch ein Mitglied der ARD-Fakten-Pfadfinderei, versuchte die Fake-News mit diesem Satz zu korrigieren: „Tagesschau ordnete Waffen nicht den Betreibern zu“. Man muss schon arg verwirrt sein wenn man den eindeutigen Tagesschausatz „Waffen bei Linksextremen gefunden“ nicht als kooperative Fälschung anerkennen kann: Herr de Maizière lieferte sie und die „Tagesschau“ veredelte sie zu einer echten Nachricht. Echt imitiert.

Noch jüngst, bei der Vorstellung des falschen Sozialdemokraten Martin Schulz, leistete die „Tagesschau“ einer der großen Fälschungen der letzten Jahre Vorschub: „Agenda 2010 - Die Reformen der Reform“ betitelte sie einen Schulz-Progaganda-Text. Natürlich war die SPD-Agenda weder zur Zeit ihrer Einführung rund um das Jahr 2003 eine Erneuerung das alten Kapitalismus noch war die von Martin Schulz angekündigte Kosmetik eine Reform. Das Wort Reform, so Wikipedia, bedeute „eine Umgestaltung und Erneuerung von vorhandenen gesellschaftlichen oder politischen Verhältnissen, um sie zu verbessern“. Um sie zu VERBESSERN. Das sagt auch das Synonym-Lexikon. Das sagt auch der Menschenverstand, der ein Reformhaus doch glatt für einen Laden zum Handel mit gesunden, bessernden Produkten hält. Statt dessen hatte der Schöder-Fischer-Laden ausschließlich die Verschlechterung der Lage von Arbeitslosen und Rentnern im Angebot. Doch die deutschen Medien machten damals kräftig Reklame für das Reform-Fake der SPD und verkauften es als echte Reformkost

Und wenn die Schröder-Erbin Merkel noch heute sagt "Der frühere Bundeskanzler hat sich mit der Agenda 2010 um Deutschland verdient gemacht“, dann listet die Tagesschau keinesfalls jene auf, die mit der Agenda viel Geld verdient haben und noch immer einstreichen: Vom Rentenbetrüger und Schröder-Freund Maschmeyer bis zu den vielen Unternehmern, die sich aus dem Angstschweiß der Minijobber und Leih-Arbeiter ihren Frühstücks-Champagner gären lassen. Doch immer mehr Wähler begriffen auch ohne Hilfe der Medien, dass das Wort „sozial“ im Namen der SPD ein mieser Täuschungsversuch ist. Der großen alten Partei liefen und laufen die Mitglieder und Wähler davon. Die Partei, die noch 1998 über 40 Prozent der Stimmen einstecken konnte, hat zur Zeit Mühe nicht unter die 20-Prozent-Grenze zu rutschen. Wenn es so weiter geht werden selbst die besten Fakten-Finder die SPD bald nicht finden. Immer mehr Wähler rufen der SPD zu „Fake Dich doch selbst“ und bleiben zu Hause. Und diese Wahlenthaltung zeigt nicht nur der SPD den Stinkefinger sondern auch all den Medien, die laut „Haltet das Internet“ schreien, aber ihren Konsumenten selbst Tag für Tag mit Fakes die Wahrheit stehlen.

KEIN FAKE, ALLES ECHT!
WER SIND SPRINGERS ERBEN?

Rund 50 Jahre nach der Kampagne gegen den Springer-Verlag wollen Arnulf Rating (Kabarettist), Albrecht von Lucke (Blätter für deutsche und internationale Politik) und Uli Gellermann (Rationalgalerie) die Frage nach den Erben des Springer-Verlags beantworten.

Am Dienstag, 19. September 2017, 20.30 Uhr
Berliner Buchhändlerkeller
Carmerstraße 1, 10623 Berlin

Es kann eng werden
Plätze reservieren:
info@buchhaendlerkeller-berlin.de


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 17. September 2017 schrieb marie becker:

"Jetzt gerate ich ins Grübeln: Sollte ich Schulz nun wählen oder Pfand für ihn verlangen?"

Lach* auf die Art und Weise umgeht man die immer noch verbotene Majestätsbeleidigung ...

Klasse !


Am 15. September 2017 schrieb altes Fachbuch:

WER SIND SPRINGERS ERBEN?

- gibt es heute noch oder wieder Manipulation in den Medien?
- gibt es eine Konzentration an Medienmacht?
- ist die Meinungsfreiheit in Gefahr?

ich sage mal 4 mal JA, und dann ist das thema durch?
der medienkrieg (besser die assimilierung der reste einer pseudo-pressefreiheit) ist im vollen gange.
da lese ich von wernike und mausfeld, dass medienkritik OHNE gesellschaftskritik nicht geht!! und die meinen damit tatsächlich das eigentum an medien!! die negieren zwar einen übergeordenten auftrag zur manipulation und indoktrination, aber definieren die "lügenpresse" über das filtern der informationen und der medienmitarbeiter als systemimmanent!!
im land der erfinder von freiheit gibt es seit 1938 ein gesetz, mit dem man medien zu agenten erklären kann: die amis machen es jetzt mit ihrem ehem. alliierten und rt!! dort heisst yücel eben feinberg.
die misere im ministerrang installiert VOR ende der wahlperiode die dt. nasa ZITIS!!
und keinen juckt es??
die merkel kommt im clinch mit einer putzfrau mit der lüge durch, riestern würde die grundsicherung im alter aufbessern!! die riesterrente wird gegengerechnet!! wen juckt es??

in allen fällen merkt man, dass die ("angemaßte") 4.gewalt nicht mehr existiert!!

das überbaukonstrukt STAAT wird just durch abbau jeglicher rechte zum demaskierten macht- und unterdrückungsinstrument der herrschenden klasse. und das muss man zunehmend genauso benennen, solange es noch geht!!
schon lawrow hat vor langer zeit in einer PK mit steinmeier gefrotzelt, dass rt und sputnik in germany bald verboten seien!!
der tag ist nah,
und keinen juckt es :(


Am 14. September 2017 schrieb Der vom Helmholtzplatz:

@Matthias Brendel
Sehr geehrter Herr Brendel, ohne schulmeisternd zu sein möchte ich darauf hinweisen, dass der Journalist der die von Ihnen genannte (Fake-)Nachricht vom Marktplatz Lügenscheids verbreitete bei dem Wahlkampfauftritt des Kanzlerkandidaten in der letzten Reihe stand und nur die Hälfte des Vortrags mitgehört hatte. Schulz soll nach bekunden der 5 Zuhörer der Veranstaltung nicht nur altersarme Rentner sondern auch Flüchtlinge, Asylbewerber, Hartz4-Geldempfänger (auch die, die zu 100% sanktioniert sind) u.a. in dem von Ihnen genannten Zusammenhang erwähnt haben.
?Mit dieser Reform, das darf ich wohl sagen, reicht dann das Flaschengeld für alle Bedürftigen. So sieht soziale Gerechtigkeit aus?, wird der Kandidat von einem der, nun sechs, Teilnehmer zitiert.
Nun sind uns allen ja die sozial gerechten „Reformen" der sPD bekannt; links blinken, rechts abbiegen.
Sehr geehrter Herr Brendel, ich muss, zu allem Überdruss, Wasser in den Wein schütten, denn der Kandidat hat, wie ich aus zuverlässiger Quelle erfahren habe, die o.g. "Reformvorschläge" konkretisiert. Das ist bei der sPD so üblich, gerade in Wahlkrampfzeiten.
O-Ton zuverlässiger Quelle:
!Auf dem zentralen Stadtplatz in Kalau machte der Kandidat deutlich das er mit der Verdopplung des Flaschenpfands eigentlich die Diäten der Bundestagsabgeordneten der sPD meinte".
Ist ja auch egal, ist eh das gleiche!


Am 14. September 2017 schrieb Matthias Brendel:

Hier eine wirklich sinnvolle, soziale und hilfreiche Fakenews:

Martin Schulz soll neulich auf dem Marktplatz von Lügenscheid gesagt haben:
"Ich bin Realist und verspreche hier und heute den Flaschenpfand zu verdoppeln, wenn ich Kanzler bin, das ist endlich einmal eine sinnvolle Aktion über die sich die vielen altersarmen Rentner diebisch freuen dürften.
Mit dieser grosszügigen, volksnahen sPD-Massnahme muss der unfassbar wichtige Rüstungsetat und die weitere atomare Erneuerung nicht unter der Erhöhung des Rentenniveaus leiden.
Dies ist eine Nachricht, die wir alle gut und gerne hören."

Antwort von U. Gellermann:

Jetzt gerate ich ins Grübeln: Sollte ich Schulz nun wählen oder Pfand für ihn verlangen?


Am 14. September 2017 schrieb Michael Kohle:

@ Uli Gellermann

Die Story mit den Fröschen im Milchfass kenne ich auch, aber anders. Der Eine ersäuft da alsbald kläglich, weil er vorzeitig das
Strampeln eingestellt hat. Der Ändere wacht nach nächtelangem Strampeln frühmorgens total überrascht auf Butter wieder auf.
Würde mal sagen wollen, Variante zwo ist eindeutig arbeitgeberfreundlicher. Was soll der Frosch auch mit einem Fass voll Butter
anfangen. Da stellt sich auch die Frage, ob der Eigner so begeistert ist über den Frosch auf der Butter, war ja nicht seine Milch.
Sowas könnte deshalb dann doch noch letal enden. Und die ganze Anstrengung wäre letztendlich umsonst gewesen.


Am 14. September 2017 schrieb Rolf Ehlers:

Bei den nun wirklich erlesenen Gesprächsteilnehmern wird das sicher eine tolle und wichtige Veranstaltung am 19.d.M.. Ich wünsche viel Spaß!
Die Verleger-Kaste, die in Europa heute das Sagen hat, auch gegenüber aller Politik, ist verzahnt mit der Atlantik-Brücke, den Bilderbergern und allen anderen, die uns in der Vassallenschaft zu den imperialistischen USA halten. Die gemeinsten - und blödesten - Fakenews kommen von Übersee. Ich erinnere nur an Kennedy-Mord, 9/11, Irak II, Tonking, Allende etc.., vielliecht muss man auch Pearl Harbor dazu rechnen.


Am 14. September 2017 schrieb Michael Kohle:

Offen gesagt, es geht mir gehörig auf den Senkel, dieses ewige Rumkritteln an irgendwelchen Symptomen. Mag ja durchaus seine Berechtigung haben, dieses Gemähre z.B. wie hier an der SPD - auch von mir immer wieder gut&gerne als Sozen geherzt - befürchte aber, es hat alles wenig bis nichts Zielführendes inne. Mir kommt es gelegentlich vor, als verweile ich ich auf einem Symposium von Homöopathikern und Heilpraktikern, die sich über das erschreckliche Elend eines Krebskranken im Endstadium auslassen. Kein Organ mehr ohne Metastasen, jedes für sich in den Fokus genommen werden und das Lamentieren darüber ist groß. All die damit einhergehenden Wehwehchen, schlimm aber auch! Der eine Experte kommt mit Bachblüten, die unter Umständen womöglich helfen könnten, aber nur wenn der Patient tatkräftig beizutragen vermag, wenn er denn könnte und wollte.. Der Andere hofft auf die finale Wunderheilung, per Handauflegen eventuell?

Es ist Zeit, es mal wieder an den Mann bzw. die Frau zu bringen, jenes chinesische Gleichnis von den Fröschen im tiefen Ziehbrunnen. Von ganz unten bis ziemlich weit oben sitzen sie da, die Quaker und lassen sich über die Welt aus, dieses kreisrunde Loch ganz, ganz oben. Und jeder hält seine Sicht der Dinge für die richtige, evtl. noch ein, oder zwei von denen von weiter oben. Wahrscheinlich aus der Nähe, das Loch ist ja ähnlich groß. Dass die Welt eine Kugel ist in einem wahrscheinlich unendlichen Universum und keinesfalls eine Scheibe von ganz klein, weil von ganz unten aus dem Brunnen betrachtet oder doch etwas größer von weiter oben, kriegt keiner mit. Denn die, die es bis auf den Rand schaffen und hoffen, damit das Rätsel zu lösen, die etwas zur Aufklärung beitragen könnten, sind spätestens dann über alle Berge und werden nie mehr wiedergesehen.

Doch, doch! Das hat schon etwas mit dem Thema - im Speziellen genauso wie auch allgemein, besser wohl global - zu tun. Im aktuellen, im konkreten Fall steht da der 24. September 2017 zur allgemeinen Debatte. Zwar ist es völlig wurscht, wo wir unser krakeliges Kreuz so setzen, oder vielleicht doch besser nicht, das Ergebnis steht schließlich längst fest. Man hat es uns auch schon lange genug gesagt - auch die Frösche, sich irgendwo in der Mitte und deshalb im Besitz der Gnade wähnend, werden es gerne hören, ihre Scheibe wird ganz gewiss die richtige sein. Lange genug eingetrichtert wurde es ihnen ja, die Scheibe ist nicht rund, sie ist eine Raute, ein etwas arg verquer verschobenes Viereck. Toll!

Und doch haben wir eine Wahl, egal was wir wählen. Wie, wo, was? Doch, ich bin absolut davon überzeugt. Ein jeder von uns kann sich entscheiden. Für die wohlbekannte heimelige Wärme, die
uns gerade noch so - bis auf weiteres - zugestanden wird, wo man/frau sich gut&gerne verweilen kann um dem gewohnten Tagewerk nachzugehen - auf dem Mäusekino die Fussballergebnisse reinziehen (die Männer), Schuhe bestellen (die Frauen) oder Selfies verschicken (der Nachwuchs). Oder doch die Alternative, die es doch gar nicht geben darf: sich den ein oder anderen Gedanken darüber zu machen, was sich da hinter dem Brunnenrand so zusammenbraut bzw. zusammenbrauen könnte. Und die Letzteren, hier auf der Galerie in größerer Menge präsent (werden doch hoffentlich nicht die einzigen sein), glauben (!) jetzt ein Problem zu haben. So der ein oder andere eben, hirnt jetzt, was er mit seinem Kreuz überhaupt anfangen soll.

Dabei ist es doch so einfach, behaupte ich mal so locker. Wenn wir sowieso nichts bewirken können, so sollten wir doch wenigstens die Gelegenheit nutzen und dem ?System? zeigen, wo Bartel den Most holt.

Und wie tut man das? Gewiss nicht damit, indem wir hinter dieser blauen Karotte als Esel hinterher laufen, die uns ganz gezielt als Alternative vor die Nase gehalten wird und dort penetrant herumbaumelt, nur um jene abzulenken, die nicht gut&gerne leben wollen, leben können, leben dürfen, die, die nix begreifen und noch nie etwas begriffen haben. Auch wenn so manchem der Schierlingsbecher der SED-Nachfolgepartei zuwider sein möge, es wird uns wohl nichts anderes über bleiben, als dieser Partei unsere Gunst zu schenken. Selbst wenn die Genossen, jener klägliche Rest, nichts dazugelernt haben sollten, nach siebenundzwanzig Jahren sind sie allemal ?vernünftiger? als die Nachfolgeparteien Papens, Hugenbergs oder gar der NSDAP. Ist es denn - nur bspw. - so schwer zu begreifen, dass beim Vorantreiben der Aktion Barbarossa 2.0 schon mehr als die ersten Schritte in die bekannte Richtung hinter uns liegen? Auch dafür liegt der 22. Juni schon lange hinter uns, Uschis Leos und Tornados sind schon längst vor Ort. Und dieses Mal hilft sogar das Fünfeck aus Übersee dabei mt, den Endsieg anzugehen. Bei deren Größenwahn ja auch nicht so ganz unverständlich.

Ein Aufruf an alle: wir sollten die Gelegenheit nutzen, laut und deutlich vernehmen zu geben: Ein klares, eindeutiges NEIN zum Krieg. Für Frieden, für Freundschaft! Auch wenn jetzt dem einen oder anderen selbst hier die Soße hochhommt. Bleibt uns eine Alternative? Nein!!!

Ein Kreuz bei der Linken, ein Kreuz das getragen werden kann, notfalls muß! So oft bekommen wir die Gelegenheit nicht (mehr), unser Interesse am Leben zu erklären. Um gut&gerne leben zu können, muss man a) am Leben sein und b) reichen die Brotkrumen vom Tisch der Reichen nicht aus.

Antwort von U. Gellermann:

Der Philosoph Äsop erzählt von Fröschen die in ein Milchfass fielen, dem Ertrinken nahe. Sie strampelten so lange, bis sie aus der Milch Butter gemacht hatten. So befreiten sie sich. Bei uns wird eindeutig zu wenig gestrampelt.


Am 13. September 2017 schrieb altes Fachbuch:

die fakes verlassen die medienwelt!!

wer den bösen kommunisten in der DDR indoktrination schon in schulzeiten (staatsbürgerkunde, ESP einführung in die soz. produktion, WPA wiss.prod.arbeit, wehrkunde - alles schulfächer) und andere "verbrechen" vorwarf/wirft, sollte jetzt hellwach sein: die demokratische bundesrepublik führt auf vorschlag der wirtschaft ein schulfach "wirtschaft/berufs-, studienorientierung" ein!!
https://www.jungewelt.de/artikel/318094.kapitallobby-macht-schule.html
"Laut zugehörigem Bildungsplan geht es bei dem neuen Fach unter anderem um die Rolle der Bürger als Konsumenten, Geldanleger oder Kredit- und Versicherungsnehmer. Ferner entnimmt man dem Leitfaden: »Wettbewerb dient dem Gemeinwohl«, »Ungleichheit induziert Leistungsstreben, Fortschritt und Wohlstand« und »Jeder ist sein eigener Unternehmer«.
sauf, friss, hab fun, am besten auf pump und werde unser sklave!!
schon jetzt beendet man humanistische gymnasien mit dem lebensmotto: besser man hat, als man bräuchte!

sollen jetzt jetzt die lehrer sich allein kümmern, oder connektiert sich die "bürgerschaft" und "schöngeistigen intellektuellen" im freien westen, um mal sowas wie am 04.09.1989 auf die beine zu stellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Alexanderplatz-Demonstration
wegbereiter natürlich wieder ein sozi, und die gewerkschaften haben weder ihr ziel erreicht, noch das andere verhindert;)
zufall??


Am 13. September 2017 schrieb Brigitte Klara Mensah-Attoh:

Wirklich wieder genial auf den Punkt gebracht hat dieses
LUTZ JAHODA in wenigen Zeilen und dazu gereimt.
Dies so zu schaffen wie dieser Mensch, - ehrlich -
das treibt mir gelegentlich schon die Tränen in die Augen!


Am 12. September 2017 schrieb Karola Schramm:

Es herrscht hysterische Angst in der Medienlandschaft. Das Monster heißt: Fake News. Zu finden im Internet. Dort tummelt es sich. Über Nick-Namen und falsche Identitäten. Und noch schlimmer: Nachrichten. Bisher ein Monopol von Zeitungen und TV. Nun mischen Internet-Plattformen mit, die von Fachleuten und Journalisten betrieben werden, die sich nicht den Vorgaben der Regierung unterwerfen und auch eine andere Sichtweise auf die jeweiligen Ereignisse haben. Sie sorgen für Vielfalt, die der "Mainstream" nicht will.
So sagt man locker: Mainstream. Dabei spiegelt dieser lediglich den kulturellen Geschmack einer großen Mehrheit wider, den Massengeschmack der Massenkultur, ist bei Wikipedia zu lesen.
Also geht es in Wahrheit um die Deutungshoheit politischer Ereignisse. Es geht um Manipulation und Indoktrination, DAMIT die Mehrheit der Bevölkerung die Meinung der Regierenden hat.
Die bekommt sie nicht, weil das Internet mit ihren diversen Aufklärungsseiten für Meinungspluraltität sorgt.

Nur Diktaturen lehnen derartiges ab.

Demokratien wissen seit Langem um die "pluralistische Gesellschaft" in der jedes Kind lernt, andere Meinungen auszuhalten und nach Kompromissen und Lösungen zu suchen.

Fakes sind Lügen, Imitate, Schwindel und Vortäuschung falscher Tatsachen und sollten auch so benannt werden.

Journalisten, die frei und unabhängig sein sollen und müssen, erliegen immer mehr dem Zauber der Storys, die zusammen gebastelt den Thrill beim Lesen auslösen und gelesen werden sollen, womit sie die Wahrheit nicht so genau nehmen. Wären sie Schriftsteller - dürften sie das. Als Jouralisten sollten sie es lassen.

Würde man statt Fake News "neue Fälschungen" in den Leitmedien in Sachen z.B. Kriegsberichterstattung sagen, würde die Bevölkerung aufhorchen und.... protestieren.

Die deutsche Sprache ist schön, sehr vielfältig und dadurch auch deutlich. Sie nennt das Kind beim Namen. Mit dem Wort Lügner verbinden sich Gefühle und Erfahrungen und greifen tief in das Bewusstsein ein. Das Wort Faker und alles, was damit zusammenhängt kann das nicht.

Danke, Uli Gellermann, für diesen Artikel. "Wer den Weg der Wahrheit geht, stolpert nicht" sagte Gandhi. Sie zeigen auf, wie unsere Medien und Politiker stolpernd und lügend durch das Leben hinken. Es ist gut, dabei nicht mitzumachen.


Am 12. September 2017 schrieb Otto Bismark:

Lieber Herr Gellermann
was mir Zuversicht gibt in dieser Zeit sind die Kommentare in Ihrem blog. Hier merkt man, es gibt noch Geist! Ich wünsche allen weiter viel Kraft und Stehvermögen, denn das werden wir brauchen!


Am 12. September 2017 schrieb Der vom Helmholtzplatz:

Die größte Fake News des heutigen Tages (11.9.2017) ist die, über die nicht bis gar nicht oder, wenn überhaupt, gaaanz sporadische Berichtet wurde. Es scheint wohl so zu sein, dass auch den Mächtigsten der Mächtigen um 8 ,mit der BILD vor dem inneren Auge, das Bild, mit den zwei Flugzeugen die in zwei Hochhäuser fliegen um dann drei Hochhäuser kontrolliert in sich zusammen fallen zu lassen, nicht mehr zu vermitteln ist.
Ach so, dann ist ja vermutlich der Grund für die Stationierung von Bundeswehrsoldaten in Afghanistan auch nicht zu vermitteln. Ich schreib´ gleich mal an die Tagesschau .... oder besser doch nicht. Nachher werde ich noch zum Verein erklärt und verboten.


Am 12. September 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

Lieber Gideon Rugai,

etwas schwierig den Bogen dahingehend zu spannen, weil es irgendwie abgehakt war, so lese ich den Beginn ihres Beitrages.
Um ehrlich zu sein, eine der schwierigsten Fragen, die sich die Töchter und Söhne von Widerstandskämpern, von Kommunisten, von Sozialdemokraten und Andersdenkenden sich immer wieder, machmal quälend stellen. Die Folgen und Auswirkungen von Faschismus, von Verfolgung, vom Lager, von Folter, von Demütigung, von Erniedrigung, von Hunger und Durst, hat sich tief eingegraben bei denen, die es überlebt haben, und die nach der Entmenschlichung den Kampf aufnehmen mussten, mit diesem Trauma aus Schmerz, Wut und innerer und äußerer Not, einen Platz in der jungen Bundesrepublik zu finden, obwohl die Verfolgung, in allererster Linie, wie immer die Kommunisten betroffen hat,nur ohne die Todesstrafe. Es wurde vererbt, an die folgende Generation ist in Gesprächen immer wieder gesagt worden, und wird so empfunden, irgendwie Teil dessen zu sein, was die Frauen und Männer erlebt haben. Ganz unterschiedlich wurde mit dem, was unerträglich gewesen ist umgegangen. Einige waren sprachlos, Jahre ihres Lebens, haben sich zurückgezogen, waren verzweifelt, weil sie überlebt haben, und Genossen und Freunde von Hitlers Schergen ermordet. Traumatisiert würde man Heute sagen. Schlaflose Nächte, Alpträume, und immer wieder Rückzug in die Welt, die ihnen vertraut war, und sie selber als Isolation bezeichnet haben. Sie haben in Angst und Schrecken, nicht nur gelebt, sondern auch überlebt, doch aufgegeben haben sie niemals. Sie waren ständig auf der Flucht vor den Nazis, mussten immer damit rechnen, gefangen, verraten, und weggesperrt zu werden. Die, denen die Flucht aus dem Lager gelungen ist, wurden zum "Freiwild" erklärt, und ohne die Solidarität, von Kommunisten, von Sozialdemokraten, von Anarchisten hätten noch weniger überlebt. Es war eine schreckliche Zeit, die den Menschen entmenschlicht hat, und Millionen haben mitgemacht. Immer noch unerträglich, wenn eine Frau, die über den Pflegedienst, wo ich tätig bin, 95 Jahre alt fest davon überzeugt ist, dass bei Hitler nicht alles falsch gewesen ist, was so einigermaßen sprachlos macht. Es kommt immer darauf an, wer gefragt wird, und wer antwortet, kommt ihrer Frage vielleicht etwas näher.


Am 11. September 2017 schrieb Heinrich Triebstein:

Die zweite sozialdemokratische Partei ist die Partei Die Linke. Vor den Auswirkungen der rotgrünen Politik gab es in der SPD noch Flügel. Sie zankten sich intern, arbeiteten aus, was in der Wählerschaft Zustimmung fand und waren regierungsfähig. Brandt und Schmidt stehen für diese Phase. Vor 1998 lief das auch noch einmal so. Nur: Nach der Wahl bog der Genosse der Bosse rechts ab und der eine Flügel war weg. Und ein Adler mit einem Flügel ist noch nie in der Luft gesehen worden. Wenn der verbleibende Rest seinen Verstand zusammenraffen würde und wirklich die Macht anstrebte, hätte er 2008 gesehen, wohin ihn die Eichelschen Zugeständnisse gebracht haben. Schröders Verdienste um die Minderung der Arbeitslosigkeit loben, den Einschnitt 2008 aber nutzen, um das zu tun, was Hans Eichel im November 2011 kundtat: Den privaten Banken das Recht auf Geldschöpfung aus dem Nichts entziehen und es europaweit einem System von Sparkassen und Genossenschaftsbanken übertragen. Deren Erträge flössen der Öffentlichen Hand zu und nicht zum Zocken an die Börse. Schrittweise - echt sozialdemokratisch - löste sich Hans Eichel von seiner kühnen Idee, je näher der Wahltermin 2013 rückte. Der damalige Kandidat hatte schon 2009 in der FAS vom 15.11. verkündet: "Wenn eine solche Funktionselite wie das Bankmanagement nicht von selber zu der Erkenntnis kommt, dass tiefe Mentalitätsveränderungen notwendig sind, dann ist uns nicht zu helfen."

Dass ich aus dieser SPD nicht austrete, hat auch damit zu tun, dass wir als Attac-Gruppe Region Kassel die Unterstützung von Holger Börner (1931 - 2006) bekamen, als der Kasseler Magistrat drauf und dran war, die Kasseler Wasserversorgung und -entsorgung zu privatisieren. Der 2005 mit Unterstützung der Bertelsmann-Stiftung gewählte OB musste die Segel streichen in dieser Frage. In vielen anderen folgten er und sein Magistrat dem Grundsatz: Wir machen Politik für diejenigen, die zur Wahl gehen. 2006 hatte der damalige Präsident des DIHK, Ludwig Georg Braun, bei einer Zukunftskonferenz zum Thema Demografischer Wandel der Stadt den Rat gegeben, bei ihren Entscheidungen das Wohl der Aktionäre, den shareholder value, nie aus dem Auge zu verlieren. Und unsere Pragmatiker haben immer noch nicht begriffen, dass genau auf diesem Mist die -gidas und die AfD gewachsen sind. Aber dem Einen Prozent können die Jungs und Mädels auf der rechten Seite nur recht sein. Eine entwurzelte Linke hat immer noch keine Idee, WOFÜR sie werbend argumentieren könnte. Und so bleibt es an einem in der Wolle gefärbten Volksparteimitglied hängen, seinen Wurzeln treu zu bleiben und weiter zu wachsen.

Aus meinem Fenster sehe ich auf einen Sechszeiler von Samuel Beckett auf der Wand des REWE-Gebäudes:
Immer versucht / Immer gescheitert / Macht nichts /
Wieder versuchen / Wieder scheitern / Besser scheitern

Zur Gründung unseres Attac-Projekts 2004 wählten wir Sisyphos als unsere Symbolfigur: In einer Karikatur von Ludvik Feller (CSSR vor 1989) ist der Held des Mythos zu sehen, dem, seinen Stein aufwärts wälzend, eine zweite Figur einen zweiten Stein entgegenrollt.

Und Albert Camus beendet seinen Essay über den Mythos mit dem Satz: "Man muss sich Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen."

Wir sind Teil einer Entwicklung, die zum Ende des Patriarchats führt.

Der Schweizer Befreiungstheologe Kurt Marti (1921-2017), wie Berrigan und der niederländische Pazifist im Anhang, drückt seine Zuversicht und seine Gewissheit so aus: "Der Großen Mutter folgte der Große Vater, diesem der Große Bruder. Dabei sehnen wir uns nach kleinen Schwestern."

Antwort von U. Gellermann:

Der Beitrag ist zwar ein wenig lang, aber nicht langweilig.


Am 11. September 2017 schrieb Gideon Rugai:

Vor einer ganzen Weile habe ich mich und die Leser der RG mal gefragt wie es sich in D und Europa während der dreissiger Jahre angefühlt haben muss - die Antwort kuschelte sich über die letzte Legislatorperiode noch weiter gemütlich ein. Danke, ich weiß jetzt wie sich das damals schon anfühlen musste u. Ghandis Ausspruch hat sich einmal mehr bewahrheitet, denn das Einzige was aus der Vergangenheit zu lernen ist, ist, dass es tatsächlich nix zu lernen gibt (und doch eigentlich gäbe).

Von George Carlin, DEM US-Standup- Comedian den man hierzulande wohl eher als Kabaretisten bezeichnen würde, las ich kürzlich folgende Zitate (sinngemäß übersetzt) :

1. (...) Die Besitzenden in diesem Land kennen die Wahrheit : Sie nennen es "Der Amerikanischen Traum" weil man im Tiefschlaf sein muss um daran zu glauben."

2. (...) Wir haben keine Wahl : Wir haben die Wahl zwischen zwei Parteien auf der einen und Softdrinks mit Hunderten von Geschmacksrichtungen auf der anderen Seite. In den entscheidenden Dingen gibt es für uns keine Wahl.

Tauscht man den "American Dream" mit "Wirtschaftswunder-Deutschland" und das US-Parteisystem mit dem unseren, dass vielleicht ein paar Popelpartei (-leichen)mehr zuläßt, die aber seltsamerweise & irgendwie auch alle im Gleichtakt dahinstrampeln, kann man letztlich nur zu dem Schluss kommen, dass wir über die letzten 70 Jahre schön fett angefüttert und gemästet und an die Qual der Wahl (zw. Tausend Geschacksrichtungen aller Art )gewöhnt wurden.Derartig verwirrt , fragmentiert, entsolidarisiert, bleibt uns gar nichts anderes mehr übrig, können wir uns nichts anderes mehr vorstellen , als uns innerhalb der Konsummatrix (mit angeblich ewig gefüllten Freßtrögen) um die besten Plätze zu balgen, in sinnlosen ideologischen, religiösen und sonstigen Scharmützeln zu verlieren (die eben Produkt dieser Matrix aus Alice Wunderland sind), wir unfähig geworden sind unsere grundlegenden Bedüfnisse nur zu erkennen, geschweige denn diese einzufordern.
Und nun wird offensichtlich der langgehegte Beschluss durchgesetzt, die Angst vor dem Verlust imaginärer Geschmacksrichtung auf einen vorläufigen Höhepunkt und uns darin endgültig in die Arme unserer selbstgewählten (-ernannten) Sklavenhalter zu treiben.

Auf den Schädeln der nazideutschen Emporkömmlinge in ihren Gräbern dürfte sich mittlerweile ein befriedigtes Grinsen breitmachen, jetzt wo all die Ratten wieder aus ihren Löchern hervorgekochen kommen - die Trittbrettfahrer, Volksverhetzer, Denunzianten, Misanthropen , Schleimscheisser und Schreibtischtäter aller Couleur.

Ich persönlich tendiere immer mehr zu Sonneborns "Partei'" - was hab ich schon gelacht, wie der Mann es schafft unsere Politikerdarsteller plus System zu entlarven und der verdienten Lächerlichkleit preiszugeben...stellt euch mal vor die ziehen mit 30'% ein - herrlich !


Am 11. September 2017 schrieb Ulrike Surgat:

Im Oktober 1891 beschließt die sPD imtraditionsreichen Kaisersaal in Erfurt, mit Teilnahme von 235 Delegierten, fast alle 35 Mitglieder der Reichsfraktion, die Gewerkschaftsverbände, sowie die neugewählten sPD Landtagsabgeordneten aus Baden und Sachsen, und August Bebel und Wilhelm Liebknecht. Rote Fahnen, Büsten von Karl Marx und Ferdinand Lassalle, und ein Banner mit der Aufschrift "Proletarier aller Länder vereinigt euch schmücken den Saal. Sieben Tage werden eingeplant, um festzulegen, wo denn die Reise hingehen soll. Zwischen Reformen und Revolution und Marxismus oder Realpolitik. (Der Marxismus orientiert sich immer an der Wirklichkeit). Vier Programmentwürfe werden eingereicht, auch der des Parteivorstandes. Unter der Leitung von W.Liebknecht prüft die 21köpfige Programmkommission, dass die Entwürfe Kautsky und Bernstein den grundsätzlichen Zielen der Partei entsprechen. Mit kleinen Änderungen wird es 21.10.1891 mit großer Mehrheit vom Parteitag angenommen.
In Kautskys theoretischem Teil folgt er Marx, und geht von der Zuspitzung des Klassenkampfes aus, und der Forderung der Vergesellschaftung der Produktionsmittel. In Bernstein Entwurf sind die Forderungen nach dem Ach Stundentag, Arbeitsschutz, Religionsfreiheit, Verbot von Kinderarbeit,und das direkte Wahlrecht. Der heftige Konflikt, hält bei genauerer Betrachtung bis Heute an, und ob sich die Partei erst mit dem Godesberger Programm von wirklich linker Politik verabschiedet hat, lässt den Zweifel zu. Die Festlegung, dass der Staat der "Gott" ist hat sie unbeweglich, festgelegt, und korrupt werden lassen, weil keine Positionierung. Rot angeschmierte Verräter und Feiglinge wurden sie von Frauen und Männern in meiner Kindheit genannt. - Die Geschichte ist unbarmherzig, wenn es um Fehler geht, die unverzeihlich sind, weil die Folgen einer Politik, die das Proletariat den Herrschenden, unter dem roten Deckmäntelchen zum Fraß vorgeworfen, aus Eigennutz, Feigheit und Staatshörigkeit hat sie zum Verräter der Arbeiterklasse werden lassen. Kriegskredite, Aufhebung der brüningschen Notverordnungen, die das Volk plagten. Nicht dagegen gestimmt.Erbärmlich für eine sozialdemokratische Partei. Zumal zu lesen ist, dass der Widerspruch nie ausreichend diskutiert worden ist, ob man mehr ist, als der Kapitalismus einem zugesteht ? Sie ist Teil des Systems geblieben, und passt sich an die Verhältnisse mehr und mehr an, übler noch, sie hat mit der AGENDA 2010 die Axt an das angelegt, was von ihr 1891 ins Grundsatzprogramm geschrieben wurde, und wofür Tausende gekämpft haben, dass sich die Arbeits- und Lebensverhältnisse des Volkes verändern, um dann in Folge wieder, zum wiederholten Mal verraten zu werden.
"......und die Schande der sPD" "Zörgiebel ist Schuld" schrieb Carl von Ossietzky in der "Weltbühne" 1929 am 1.Mai war es anders, als gewöhnlich.
Die KPD hatte große Erfolge bei den Betriebsratswahlen errungen, und Politiker der sPD befürchteten, dass die Veranstaltung der sPD ein Reinfall werden könnte. Zörgiebel, so schrieb Ossietzky "als Sachverwalter des sozialdemokratischen Parteivorstandes, "den Maiumzug verboten, sachliche Motive hatte er nicht dafür." Wie man Heute weiß rief die KPD zur gewohnten Mai Demonstration auf, und die Polizei ging mit Maschinengewehren auf die eigene Bevölkerung los, mit der Folge: 29 tote Arbeiter und Hunderte Verletzte. Die Barrikaden, die im Wedding und in Neukölln von Arbeitern errichtet wurden , nutzte Zörgiebel und die sozial demokratische Parteiführung, dass am 1. Mai ein kommunistischer Putsch geplant war. Im Februar 1933, nachdem Göring und seine Handlanger den Reichstag angezündet hatten, wurde es auch den Kommunisten in die Schuhe geschoben.
Danke für den Artikel, der den Weg in die Geschichte wieder möglich gemacht, um herauszufinden, wo sich denn die sPD am 11.9.2017 positioniert hat, soweit es überhaupt möglich ist, noch etwas zu finden, was den Unterschied zur CDU klären könnte. Nein, sie haben sich vom Volk getrennt, und kämpfen um Machterhalt, und der weiteren Ausbauung des Staates, denn dort läßt es sich gut leben, und der nächste Bundestag, wird noch aufgeblähter werden, als bisher.


Am 11. September 2017 schrieb Manfred Caesar:

Mein lieber Uli ,
ich wiederhole mich : Wir sind im Jahre 32 n.orwell ,die Wahrheit kommt aus dem Wahrheitsministerium !
Postfaktisch heißt in Zeiten nach den Fakten.Fakten gibt es nicht mehr.


Am 11. September 2017 schrieb Andreas Buntrock:

Wo wir doch gerade über FAKES reden....

CDU - Christlich(!) Demokratische(!) Union
CSU - Christlich(!) Soziale(!) Union
SPD - Sozialdemokratische(!!!) Partei
GRÜNE - Kretschmann, Göring Eckhardt,
Özdemir
FDP - Liberale(!)

AfD - Alternative(!)


Am 11. September 2017 schrieb Marc Britz:

Feststellen welche Nachrichten von den durch das Council of Foreign Relations kontrollierten Agenturen stammen und dann alle anderen Berichte als Fake-News qualifizieren: So in etwa sieht die Arbeitsbeschreibung eines Faktenfinders bei den oeffentlichen und privaten Mainstreammedien aus. Diese einfache Taetigkeit - frueher mal als Journalismus bekannt - ist nicht ohne Grund ein atraktives Berufsfeld fuer alle, die in den 90ern "was mit Medien" machen wollten. Denn kaum ein anderes Berufsfeld verspricht so viele Aufstiegsmoeglichkeiten, Geld und oeffentliches Ansehen fuer so wenig moralischen, intellektuellen und koerperlichen Aufwand. Der Faktenfinder ist in unserer so genannten "Leistungsgesellschaft" das Pendant zum auf Derivate spezialisierter Boersenhaendler: Ein von der die wirklichen Werte schaffenden Masse geduldeter Parasit. Wie lange diese Duldung noch anhaelt, ist noch nicht ersichtlich, aber erste vielversprechende Zeichen deuten auf eine wachsende Ungedult der Massen hin. Das stimmt mich grundsaetzlich zuversichtlich!


Am 11. September 2017 schrieb Anke Zimmermann:

Die Bemühungen den großen Fake vom Land in dem wir alle gut und gerne leben, aufrecht zu erhalten, werden immer bizarrer.. Die Akteure auch, Mikich macht aus einem Fünfkampf einen Sechskampf und verteidigt das deutsche Rentensystem. Leider kann ich die weder abwählen, noch mit Tomaten bewerfen. Ich habs verstanden, Demokratieabgabe bedeutet Demokratie abgeben.


Am 11. September 2017 schrieb altes achbuch:

"Wenn wir Pech haben, senden die Menschen ein Signal der Unzufriedenheit"

spricht gabriel heute bei t-online und offenbart damit seine völlige entrücktheit vom realen leben. das sind nicht nur wahrnehmungs- und interpretationsfehler - die leben alle in einem zauberwald!
per erlasse meinen sie, dass volk zu beglücken, und schmollen bzw. sind verärgert, wie undankbar das pack reagiert. und wer tomaten und flaschen gen ihre hoheiten schleudert, bekommt zuviel staatliche hilfen:)
dass die Nomenklatura (ich mag sie nicht eliten nennen und die histor. rache ist süß;) völlig entzaubert und nackt sind, ihre führungsleinen zur wirtschaft offensichtlich sind, der unwille zur selbstkritik nicht vorhanden ist, weil jegliche fähigkeit dazu fehlt, interessiert und beschämt diese sorte nicht!
da helfen keine reförmchen;)

wenn gabriel und konsorten glück haben, dann ebbt die gewalt nach diesem wahlkampf ab. wobei ich nicht ausschließe, dass diese ein gewolltes ziel ist. die militarisierung der polizei hat doch einen grund!
und man spricht und handelt doch lieber über terror oder irma, als gesell. spaltung und armut als perspektive!! jede 3. aufnahme und entlassung im strafvollzug der BRD entsteht wegen schulden beim staat oder sozialkassen!!! (junge welt, 11.09.2017)

eigentlich kann man sich den fakes nur ergeben: ist schöner im zauberwald denn in der realität!


Am 11. September 2017 schrieb Lutz Jahoda:

WAHLHINWEIS SEPTEMBER 2017

Lobbyistenbesuche, Bestechungsversuche:
Alltag im Dienste der Geldvermehrung.
Belügen, Betrügen, wie im Buche,
zählen zur Kunst der Verdummungsbescherung.

Machtgelüste von Küste zu Küste,
Atlantikbrücke der Feindschaft in Freundschaft.
Getan wird nichts, was getan werden müsste,
zur Gesundung dieser Unrechtsgesellschaft.

Wer jene wählt, die an Waffen verdienen,
wählt Wespen anstatt der nützlichen Bienen.


Am 11. September 2017 schrieb Heinrich Triebstein:

Unsere regionale Einzig(artig)e hat im August 2005 dieses Wort von A. C. Springer als Zitat des Tages gebracht: "Ich war mir Kriegsende darüber klar, dass der deutsche Leser eines auf keinen Fall wollte, nämlich nachdenken. Darauf habe ich meine Zeitungen eingerichtet."
Am 8.1.2017 habe ich bei demselben Blatt (einzigartig artig gegenüber seinen Anzeigengebern) diesen Leserbrief eingereicht:
"Das in Mode gekommene Wort 'postfaktisch' tut so, als ob vorher mit den Fakten sorgsam umgegangen worden sei. Wäre das der Fall, wüssten Anhängerinnen und Anhänger von Pegida und AfD, dass es nicht nur Bomben sind, die Menschen aus ihren Heimatländern vertreiben. Es gibt auch eine Handelspolitik, die tötet. Und diese Art von Politik gilt es grundlegend zu verändern. Den Pegidisten und der AfD ist zugute zu halten, dass sie ihrem 'Bauchgefühl' folgen, das ihnen sagt: So kann das nicht weitergehen. Irgendwann müssen sie aber dazu übergehen, ihr Bauchgefühl zu veredeln und ihm den kleinen Umweg über ihr Großhirn zuzumuten. Sie, die sich als Opfer sehen, stehen vor der Erkenntnis, dass sie sich gegen Menschen empören, denen der Tod droht. Ob Bomben oder Hunger - tot ist tot.
Und gemeinsam sollten wir uns um die Frage kümmern, wer die eigentlichen Verursacher der Katastrophe sind. 'Jeder, der etwas besitzt, hat Angst vor jenen, die weniger oder nichts besitzen', sagt Margarethe Mitscherlich. Demnach hat die größte Angst derjenige, der am meisten hat. Und einer von denen ist nun Präsident geworden."
Ich brauche nicht zu sagen, dass auch diese Eingabe nicht veröffentlicht wurde.
Ich habe angefangen, all die 'kleinen' Kandidat/inn/en anzusprechen, um in den vier Jahren nach der Wahl all die Themen in die Öffentlichkeit zu tragen, die in diesem Wahl'kampf' wieder einmal keine Rolle gespielt haben. Und der Sozialdemokrat in mir schämt sich zutiefst für den Genossen Olaf Scholz, der sich bei Anne Will in seiner ganzen Denkfaulheit präsentiert hat, als er Frau Wagenknecht als VT verunglimpfte, nachdem sie nichts anderes getan hatte, als die Lage der SPD zutreffend zu beschreiben. Meine Zweitstimme geht jedenfalls an die zweite sozialdemokratische Partei. Meine Erststimme muss sich unser Kandidat noch verdienen.

Antwort von U. Gellermann:

Wer ist denn die zweite sozialdemokratische Partei?


Am 11. September 2017 schrieb Gert Flegelskamp:

Zu diesem Thema gibt es einen recht informativen Artikel bei der NRhZ

http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=24103


Am 11. September 2017 schrieb marie becker:

@ Georg Hansen

"Ich warte auf einen Artikel, der sich mal mit den vielen russischen Fakes befasst."

da wartet also einer auf ein fake über fakes???


Am 11. September 2017 schrieb Susanne Hofmann:

Die Fakultät für Medien und Kommunikation der Bournemouth University hat im britischen House of Commons Stellung genommen zu dessen Untersuchung des Phänomens „Fake news“. Die Empfehlung der Wissenschaftler: Zuallererst müsse eingeräumt werden, dass das Phänomen der „fake news“ ihren Ursprung in Versäumnissen der Mainstream Medien habe - Voreingenommenheit und Einseitigkeit, nicht eingehaltene Standards journalistischer Ethik und die ungesunden Eigentümer-Konzentration hätten dazu geführt, das Vertrauen der Menschen in nie dagewesenem Maße zu zerrütten. Es obliege daher den Nachrichtenredaktionen, ihre Standards zu erhöhen.
http://eprints.bournemouth.ac.uk/28610/3/Evidence%20Submission%20-%20Fake%20News%20FINAL.pdf

Von einem derartigen Eingeständnis und Selbstkritik ist die Tagesschau mit ihren Faktenfindern leider meilenweit entfernt.


Am 11. September 2017 schrieb joe bildstein:

Wer mit ein wenig Resthirn ausgestattet ist findet es mehr und mehr schmerzvoll in diesem Land leben zu muessen.


Am 11. September 2017 schrieb Günther Mann:

Es ist immer wieder erstaunlich, wie die Manipulation der Massen funtioniert.
Das Wahlvolk macht alles mit, egal ob Mode, Ernährung, Religion, Sport, Beruf, Politik oder Auto: FPV (Frei Programmierbares Volk)
Wo ist das Waldsterben geblieben?
Wo die Ralleystreifen am Opel Manta?
Wo die Tamagochis?
Geblieben ist nur die Sauferei und Kotzerei und Vergewaltigung rund ums Oktoberfest. Man sieht mal wieder, das ist gestandene Tradition.
Dank Merkelscher Flüchtlingspolitik dürfen Inhaber deutscher Pässe bald nicht mehr nach Polen und Ungarn einreisen, besonders wenn sie etwas sonnengebräunt sind. Aber ein Gutes hat die Sache: Man kann die rechtlosen und Ausgebeuteten schon von Weitem an der Hautfarbe erkennen: wie USA vor 1864


Am 11. September 2017 schrieb Georg Hansen:

Ich warte auf einen Artikel, der sich mal mit den vielen russischen Fakes befasst. Als beliebter Keih-Autor von "Sputnik" sollte Ihnen doch dazu was einfallen.


Am 11. September 2017 schrieb Werner Tibulski:

Meinen Respekt! Mal wider haben Sie ein kompliziertes Thema bestens verarbeitet. Heiter und voller echter Fakten. Wen dass doch auch die Öffentlichrechtlichen könnten.


Am 11. September 2017 schrieb Andreas Schell:

Es ist vorstellbar, dass der Wahnsinn, der gerade im Lande tobt, nach der Bundestagswahl wieder ein wenig abebbt. Ich empfehle also folgende Maßnahme, die ich bereits vollzogen habe. Zum frühest möglichen Zeitpunkt zur Briefwahl und den Wahlbrief sofort abschicken. Dann Medienurlaub bis ca. drei Tage nach der Wahl. Diese Ruhe! Herrlich! Einfach alles ausschalten: Fernseher, Radio, FAZ, Süddeutsche und Spiegel, die ganzen fiesen System-Tröten. Bei Mangelerscheinungen gibt es etwas Rationalgalerie und ein Paar andere alternative Medien, die sich nicht an dem Verstand-beleidigenden Geblöke des Mainstreams beteiligen.

Die Partei, die so einer wie ich wählt, wird nichts ausrichten. Der Club, der die Mehrheit für sich beansprucht, wird sich drei Tage nach der Wahl für vier Jahre nicht mehr an die Wähler erinnern, wie immer. In der Schleimspur der Finanziers wird "man" Themen bearbeiten, von denen im Wahlkampf nicht die Rede war. Die Entscheidungsgremien tagen geheim und geschliffene Lobbyisten, deren Entlohnung vom Erfolg ihrer Arbeit abhängt, sitzen am Tisch oder im Büro nebenan. Unter Berücksichtigung von Wahlberechtigung und -Beteiligung wird es nur jeder fünfte Mitbürger sein, der das will, und an dessen Mündigkeit massiv gezweifelt werden darf - gläubig-passive Konsumenten der Massenmedien, die Putin doof finden und mit Schmerkel-Lullz prima klar kommen. Weil sie blind sind und blind bleiben wollen.

"Man" geht dann danach wieder zur Tagesordnung über. Und die lautet: aller Besitz steuerfrei den Reichen, Arbeit als immer knapperes, steuerpflichtiges Glück den Günstlingen. Deren Lohn wird wiederum per Zins abgeschöpft - Kreditwürdigkeit als Unterdrückungswerkzeug. Waffen und Soldaten ab in den Krieg um die Rohstoffe, die es hier und bei den Amerikanern nicht gibt. Die Natur dort ausgeplündert, wo wir den Anblick des Elends nicht sofort sehen.

Passt doch, oder? Weiter so!


Am 11. September 2017 schrieb Marie Bender:

Da inszeniert der Innenminister ein kriminelles Fake rund um "Gefundene" Waffen und die ARD stellt ihm ein Millionenpublikum zur Verfügung. Und der Rest der Medien klatscht Beifall. Göttlich!

Dran bleiben...

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