Einmal Euro, immer Euro

Ein toter Schuldner ist ein schlechter Schuldner

Autor: U. Gellermann
Datum: 08. Januar 2015

Wie, Sie wollen aus Ihrem Taubenzüchter-Verein austreten? Geht nicht, es gibt keine Austrittsklausel! Was, Sie wollen Ihre Bank wechseln? Von Wechsel steht nichts im Vertrag. Haben Sie mal Ihre Heiratsurkunde gelesen? Steht da was von Scheidung drin? Also: Bis zum Tode, Sie Trottel! Mit dieser minderbemittelten Argumentation versucht die EU-Kommission zur Zeit prophylaktisch einen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone zu verhindern: In den EU- und Euro-Verträgen sei nirgendwo vom Austritt die Rede. Und wenn dazu nix drin stünde, dann gäbe es auch keinen Austritt.

Die EU-Kommission, ein klandestines Gremium aus 28 Ländervertretern, angeführt vom bei den Konzernen beliebten Steuervermeidungs-Gehilfen Jean-Claude Juncker, ist nie und nirgendwo gewählt worden. Man ist dorthin entsendet, es gibt für diese Funktionäre keine demokratische Legitimation. Also schwätzen sie haltlos daher und berufen sich in der Euro-Austrittsfrage auf ein erbärmliches juristisches Konstrukt: Zum einen auf den Artikel 140 des EU-Vertrages, in dem der Kurs des Euro zur Währung der Beitrittsländer "unwiderruflich" festgelegt sei. Und als einem der EU-Behelfsjuristen auffiel, dass der Währungs-Kurs noch nichts über eine "Unwiderruflichkeit" des Verbleibs im Euro-System besagt, kam dann die Steht-Ja-Nix-Zum-Austritt-Drin-Klausel" zum Zuge: Sie haben freiwillig die Anstalt betreten und bleiben jetzt solange im Irrenhaus wie Doktor Juncker das will! Ist das klar?

"Die Eurokrise ist beendet! Jetzt keine Eurokrise mehr. Eurokrise? Vorbei!" Schon damals, im letzten Jahr, wussten die Merkels, die Schäubles und die angeschlossenen Medien, dass sie Lügen erzählten. Jetzt erlebt ein zunehmend asthmatisches Publikum, wie die bunten Betrugs-Ballons einer nach dem anderen zerplatzen. Auch der mit "alternativlos" bemalte Ballon wird von der Kanzlerin runtergeholt: Über den SPIEGEL lässt sie zwischen zusammengekniffenen Lippen mitteilen, sie halte einen Austritt Griechenlands aus der EU für "verkraftbar". Der Austritt galt bisher als Verbrechen gegen die Marktwirtschaft, also als Todsünde und Merkel-Lästerung.

Die für die Völker Europas nur schwer verkraftbare Merkel pokert hoch: Immerhin ginge es beim Austritt Griechenlands aus dem Euro um 322 Milliarden Euro griechischer Schulden, das macht mehr als 175 Prozent der Wirtschaftsleistung Griechenlands aus. Und wenn die Griechen zurück zur Drachme wechselten, wäre die Rückzahlung in dieser Währung bei den Gläubigern einem Totalverlust gleichzusetzen. Das beträfe auch die Bundesrepublik Deutschland, bei der die Griechen 76 Milliarden Euro Schulden haben. Hatten die selben, die eine Fortführung der Euro-Krise rigoros verneint hatten nicht auch behauptet, der deutschen Steuerzahler würde nie und nimmer für Verluste aus der fatalen EU-Politik haften? Na klar haben sie das behauptet. Doppelt gelogen hält besser, das ist Berliner Regierungslogik.

Der Schuldner Griechenland liegt in den letzten Zügen. Das verdankt er natürlich auch seinen korrupten Regierungen, auch den prima deutschen Waffenlieferungen zu Höchstpreisen. Doch den letzten Kick gab ihm die Würgepolitik einer von Merkel angeführten EU. Die Wirtschaftspolitik der Marke Merkel verordnete einem verhungernden Land noch mehr Hunger zur Gesundung. Historisch bewanderte Griechen sagen: Lass es uns doch so machen wie die Bundesrepublik Deutschland nach dem Krieg. Die hatte sich mit der Währungsreform 1948 alle Inlands-Schuldner vom Hals geschafft. Um dann auf der Londoner Schulden-Konferenz von 1953, die noch ausstehenden 30 Milliarden Mark (damals deutlich mehr als der Bundeshaushalt) zu halbieren und die Rück-Zahlungen auf die lange Bank zu schieben. Aber das wollten die West-Alliierten damals so , denn die Bundesrepublik sollte zum Bollwerk gegen die Sowjetunion ausgebaut werden. Für Griechenland ist keine Bollwerksfunktion in Sicht.

Ob der IQ der merkeligen EU-Bestimmer ausreicht zu erkennen, dass ein toter Schuldner ein schlechter Schuldner ist, weiß keiner. Doch es gibt noch einen Tipp aus der deutschen Geschichte: In den dreieinhalb deutschen Besatzungsjahren von 1941 - 44 wurden rund 130.000 griechische Zivilisten exekutiert, darunter Frauen, Kinder und Greise - meist als "Sühnemaßnahmen“ für Partisanenangriffe. 70 000 griechische Juden wurden in die Konzentrationsläger verschleppt. 300 000 Griechen erfroren und verhungerten, weil die Deutschen Lebensmittel und Brennstoffe konfisziert hatten. 500 000 Wohnungen, 50 Prozent der Industrie und 75 Prozent des Straßen- und Schienennetzes wurden zerstört. Hinzu kämen weitere 54 Milliarden für einen Zwangskredit bei der Bank von Griechenland, mit dem die Deutschen den Griechen auch noch die Kosten für die Verpflegung und den Sold der Besatzungssoldaten aufbürdeten. Alles in allem liegt die deutsche Schuld ohne Verzinsung in den inzwischen 70 Jahren deutscher Vergesslichkeit bei 300 Milliarden Euro. Mit dem verzinsten Geld könnten die Griechen nicht nur ihre Schulden bezahlen, sie hätten noch Geld für Investitionen.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 09. Januar 2015 schrieb Manfred Ebel:

Geschätzter Herr v. Korty,

Sie gehen hier von ein paar nicht wirklichen Prämissen aus. Mag sein, dass einige davon träumen, `die guten alten Zeiten´ wiederzubekommen wie auch sicher Steuerentlastung. Uni sono geht es aber um die Auflehnung gegen Entrechtung und den Entzug jeglicher Souveränität sowohl der europäischen Nationen als auch Staaten. Es geht um die Auflehnung gegen Willkür ungewählter westeuropäischer Polit- und Wirtschaftsoligarchen. Demokratie, wie sie noch mancher erträumt, ist mit der EU ad absurdum geführt. Ganz besonders trifft das z.B. das griechische Volk, aber nicht allein.
Übrigens geben andere Staatenbunde gute Beispiele, wie zum gegenseitigen Vorteil, ohne politische Zwänge mit tw. gemeinsamer Währung und zollfrei gehandelt werden kann - wie z.B. die von Ihnen erwähnte westafrikanische FCFA, BRICS oder die Eurasische Wirtschaftsunion. Die aber widerstreben grundsätzlich imperialen westeuropäischen und US- Interessen und müssen erstmal bekämpft und zerschlagen werden, nicht wahr! Währungen sind dabei tatsächlich nachgeordnet.
 


Am 08. Januar 2015 schrieb Aleksander von Korty:

Sehr amüsant widerlegt  die Satire eingangs die unsinnig-kindlich-dümmlichen `Argumente´ aus Brüssel und Berlin, die einen möglichen Austritt einer möglichen neuen griechischen Regierung aus der Eurozone zu verhindern suchen. Das Recht zum Austritt, woraus auch immer, kann Niemandem, auch keiner Nation jemals streitig gemacht werden.

Diese gesamte Diskussion um einen denkbaren Austritt einzelner, oder auch gar mehrerer Länder hält nun schon seit vielen Monaten in allen möglichen Presseorganen an. Selbst in der wirtschaftlich starken Bananenrepublik gibt es noch immer, und/oder schon wieder, zahlreicher werdende Menschen und politische Organisationen, die von der Rückkehr der geliebten alten DM träumen. Eine Ursache dafür ist mit Sicherheit dass bei vielen Menschen zunehmende Gefühl, dass es Ihnen in der `guten alten DM-Zeit´ noch besser ging. Dabei durchblicken sie allerdings nicht, dass das zeitliche Zusammenfallen von Euro-Einführung und wirtschaftlichen Einbußen zwar nicht zufällig, aber auch nicht primär ursächlich ist. Natürlich hat sich der wirtschaftliche Druck auf ökonomisch-schwache Nationen und ökonomisch schwache Schichten von Bevölkerungen, seitdem massiv erhöht. Jedoch verantwortlich dafür ist kaum die Währung, oder genauer gesagt, das Zahlungsmittel zu machen mit dem die Waren ausgetauscht werden. Gesetzt den Fall die bananenrepublikanischen HARTZ IV.-EmpfängerInnen würden ab morgen ihre karge staatliche Unterstützung und die Mindestlohn-VerdienerInnen ihr spärliches Gehalt nicht mehr in Euro ausgezahlt bekommen, sondern wieder in DM, so hätten sie dennoch dadurch keinen Realgewinn in ihren Börsen und beim Einkauf im Aldi wäre auch nach Rückkehr zur DM nicht mehr im Einkaufswagen.

Und so sollte sich auch eine mögliche griechische LINKS-Regierung der Frage stellen, ob denn ein anderes mit bunten Zahlen bedrucktes Papier und andere geprägte Metallstückchen tatsächlich den Wirtschaftsproblemen ihres Landes Abhilfe schaffen würden. Wohl eher kaum, denn die währungspolitischen Einflussmöglichkeiten auf Wirtschaftsprozeße sind nur recht geringfügiger Natur und der einzige erkennbare Vorteil solch einer neuen Drachme wäre, dass dann der griechische Schuldenberg nicht mehr nur in Euro oder Dollar angegeben werden könnte, sondern auch in Drachmen. Und wenn dann wieder die nationalen Druckmaschinen auf Hochtouren liefen, hätte dies nur zur Folge, dass diese neuen bunten Scheinchen bald nicht mal mehr das Papier wert wären, auf dem sie gedruckt wurden. Was dann dazu führen würde,  dass sich die Gläubiger wohl kaum mit der Rückzahlung in solchem Monopoly-Geld zufrieden gäben.

Wir haben auf dem Blauen Planeten etwas über 200 verschiedene Staaten. Fast ein jeder dieser Staaten leistet sich sein eigenes bedrucktes Papier. Doch nur ungefähr 10 % dieser Zahlungsmittel sind auf dem Finanzmarkt von Bedeutung, angeführt von Dollar und Euro. Die meisten anderen Zahlungsmittel sind reine Binnenaustauschmittel, die außerhalb der jeweiligen Nation kaum noch jemand kennt. Wer weiß schon den Namen der Zahlungsmittel von Mali, Togo, Laos, Bhutan oder Vanuatu? All diese Zahlungsmittel haben im Aussenhandelsverkehr keinerlei Bedeutung oder Wert, sie sind lediglich Produkt kleinkarierter nationaler Egoismen. Eine seltene, positive Ausnahme bildet da nur El Salvador, dass zu Gunsten des US-Dollars seit Jahren auf ein eigenes nationales  Zahlungsmittel verzichtet. Hier in Nicaragua, wo ich lebe, hält die Regierung auch an ihren Cordobas fest, die bei ihrer  Einführung vor einem Vierteljahrhundert noch `Cordobara Oro´ genannt wurden und damals 1:1 zum US-Dollar standen. Inzwischen beträgt der Kurs 1:27 und überall, wo es um etwas teurere Produkte geht, werden diese inzwischen  sowieso in Dollars ausgezeichnet und gehandelt. 
Es bleibt also festzustellen, dass ein Wechsel des Zahlungsmittels in Griechernland zwar legitim wäre, aber keineswegs die Lösung der griechischen Wirtschaftsprobleme zur Folge hätte. Da sollten sich die zukünftig wirtschaftlich verantwortlichen LINKS-Politiker keinerlei Illusionen hingeben und sich statt dessen darüber hinaus weiterreichende wirtschaftspolitische Massnahmen überlegen. Und sie sollten dabei ebenfalls nicht aus den Augen verlieren, dass eine grundsätzlich andere, den Menschen dienende Wirtschaftspolitik, innerhalb dieses bestehenden Wirtschaftssystem nicht zu haben ist.

Besonders gut gefallen hat mir an diesem Galerie-Artikel der letzte Absatz. Die dort vom Galeristen aufgemachte Rechnung an den bananenpolitischen Rechtsnachfolger des `Tausendjährigen Reiches´, war eine sehr interessante, leider oft vergessene und/oder verdrängte historische Wahrheit. Denn eigentlich müßten Verursacher von Kriegen danach mindestens die materiellen Schulden der von ihnen verursachten Schäden ersetzen. Ja, auch die USA dem vietnamesischen Volk ! ! !
Allerdings bezweifele ich sehr stark, ob diese Rechnung in Brüssel, Berlin oder Frankfurt bei den entsprechenden Herrschaften Jean-Claude Juncker, Angela Merkel und Mario Draghi überhaupt zur Kenntnis genommen wird. Und hinzu kommt noch, dass vergleichbare Rechnungen in Europa noch eine ganze Reihe anderer Völker den Herrschaften des `Vierten Reiches´ präsentieren könnten.


Am 08. Januar 2015 schrieb Lutz Jahoda:

Klandestin heißt heimlich und nicht heimelig, auch wenn sich die Mitglieder der Euro-Kommission dort heimelig eingerichtet haben - gemütlich also, weil sich hinter dem Rücken der Völker für die Banken verstohlen besser holen lässt, was den Bürgern von Jahr zu Jahr immer mehr fehlen wird.
Das Übel liegt im Kübel bundesdeutscher Vergangenheit, als Helmut Kohl zum Siegerkranz deutscher Einheit auch noch die Goldflitter des Euro auf sich herabtaumeln sehen wollte und die voraussehbare Problematik ignorierte, die in der fehlenden politischen Einheit Europas bereits lauerte. 


Wie reimte ich schon vor Monaten hinkend:

Jean Claude Juncker in Erklärungsnot!

Ob vielleicht Gefängnis droht?

Das Fernsehen zeigte ihn schon schwitzend
und zu Recht vielleicht bald sitzend,

falls sich nicht die Richter scheuen.


Uli Hoeness tät es freuen.
Erhellendes gäb´s zu belauschen,

wenn zwei Steuerhinterzieher
ihre Trickmodelle tauschen.


Was lehrt uns das? War das Vergehen nicht das Gleiche? - Nein!
Jean Claudes Bubenstück war gesetzlich untermauert.

Frau Justitia bedauert.


Und so gibt es einiges gutzumachen. Freigang hat Herr Hoeness schon. Dem Vorbild Juncker folgend, sehe ich für Hoeness Aufstiegsmöglichkeiten. Blatters Thron wäre die übereinstimmend angemessene Position, und beide Herren wären wieder auf Augenhöhe.

Das Schiff Europa ist auf Kenterkurs. Die Lenzpumpen qualmen schon. Mal sehen, wer von den Hauptveantwortlichen zuerst von Bord geht.


Am 08. Januar 2015 schrieb Emmi und Helmut Menzel:

Lieber Uli,

verbunden mit den besten Wünschen für Dich persönlich im Neuen Jahr schließen wir uns gerne dem Lob von Friedemann Markhofer an; er hat es sehr gut, kurz und bündig auf den Punkt gebracht.


Am 08. Januar 2015 schrieb Gideon Rugai:

Zitat:
"Nach dem Anschlag auf Charlie Hebdo kann man bei Ihnen dazu nichts lesen. Statt dessen langweilen Sie mit einem Artikel über den Euro. Wahrscheinlich haben Sie tiefes Verständnis für den islamischen Terror. Schämen Sie sich!"

Nun erstmal heißt es islamistischer Terror obwohl ich mich im Neusprech-Sprachregelungs-Dschungel auch immer verirre und mich darüber hinaus wundere , dass es keine "Christianisten" gibt - wer redet schon vom "chistlichen" Terror ? Vom "christianistischen Terror" (alter Prägung mit Inquisition und so) redet allerdings auch niemand, schon seltsam....
Was Charlie Hebdo betrifft, das finde ich als insbesondere Satirikern und Humoristen Zugeneigter richtig Sch****, aber so richtig....

Nur mögen sie mir verzeihen, dass ich angesichts des gerade so passenden Anschlags (so passend zu europaweit hochflammender Islam-Schelte, wie weiland die "Sauerlandbomber" zum perfekten Zeitpunkt in D und nach 9/11 mit Sprengstoffattrappen herumdilletierten) zutiefst skeptisch bleibe - wie wahrscheinlich auch der Uli Gellermann, der seinerseits, gewissenhaft wie er arbeitet, ganz sicher erstmal mehr über die Hintergründe, insbesondere über das qui bono? (Wem nützt es?) in Erfahrung bringen möchte, als hier eilfertig Bildzeitungs-Yellowpress-Schmarn rauszuhauen...

Der einzige Grund warum D von solch extremistischen Anschlägen verschont bleibt ist meiner Einschätzung nach folgender:

Angela hat immer deutlich gemacht, dass sie sich anständig mit hochwertigem Bio-Öl einölt wenn sie den Westeliten in den A**** kriecht und darüber hinaus versprochen
immer schön vorher die Schuhe auszuziehen. Die Franzosen sind ja nun etwas renitenter als der dumm-tranige Michel . Und wer nicht hören will muss bekanntlich fühlen.
So wird auf heuer Eurolinie eingeschworen um böse (islamistische und sonstige), punktgenau aufgebauten Erzfeinde (wie "Der Russe") in Stellung zu bringen...nach 65 Jahren Zuckerbrot folgt nun die (immer hübsch politisch korrekte) Demokratie- Peitsche im kessen Brüsseler Soziopathen-Look.


Am 08. Januar 2015 schrieb Manfred Ebel:

Damit das griechische Volk eine Signalwirkung gegen diese vermaledeite EU und deren Möchtegern-Götter entfacht und vor allem sich vom Joch befreit hat es meine volle Solidarität.
Leider deutet sich auch hier an, dass die, die einen Ausweg zu haben angeben, wie andere zuvor bestechlich, erpressbar und wankelmütig sind. Dennoch! Im heiligen amerikanischen Reich deutscher Nation deutet sich erstmal gar nichts an - gelegentliche Parasomnie ausgenommen. (Ja, ich habe noch verheißungsvolle Träume.)

Die Anmerkungen von Frau Backhaus kann ich mit Erfahrungen aus BRB/TF vollinhaltlich und im Detail bestätigen. Sollte das Geschilderte systembedingt sein?! Es fallen mir sofort Schröder und Konsorten und die von Uli markierten "merkeligen EU-Bestimmer" ein. Die einen erhalten merkwürdigerweise Absolution und die anderen manifestieren ihre "teflon"artige Unangreifbarkeit. Schröder namentlich hat d e n Boom freier Arbeitsplätze schlechthin propagiert und mit entsprechenden Fesseln vorgebeugt, dass er wahr werden kann.
Man betrachte Gabriel als das atmende Beispiel für Kenntnis-, Ahnungs-, Maß-, Verantwortungslosigkeit und ebensolches Beispiel für das Klischee des Lehrers, der von allem nicht viel weis, das aber auf jeden Fall besser als Gott. Die Widersprüchlichkeit dessen unmittelbar aufeinanderfolgender Erklärungen lässt beispielgebend und berechtigt am erfragten IQ zweifeln.

zu Backhaus, 4.: Nein. Sich andauernd wundern ist ohnehin kindgemäß und für wirklich Erwachsene unakzeptabel.

@ Deutscher, Cordsen und Sympathisant(inn)en: Bleiben Sie `mal hier als Leser! Echtes Interesse vorausgesetzt wette ich, dass Ihnen noch die Schuppen von den Augen fallen werden. ... Ist jedenfalls gut für eine klare Sicht.

Ein HOCH auf das griechische Volk! Bleibt standhaft!


Am 08. Januar 2015 schrieb Ernst Grobschmied:

Verträge ohne Kündigungsrecht sind nichtig, dass hat mir gerade des LG und OLG bestätigt.

Also alles zurück auf Start, ziehen sie nicht Steuergelder ein um das Betrugsgeschäft der Banken zu decken und sich die Politikerprovisionen zu sichern.
Oder gehen sie direkt in das Gefängnis.


Am 08. Januar 2015 schrieb Hans Jon:

EURO -EURO-EURO ... ein sehr alter Name:

B E D E U T U N G E N :

"E U R O P A" = Phönizische Königs - Tochter

"E U R O P A" = Die Frau mit der W E I T - S I C H T ( alt-griech. ) bzw. :

"E U R O P A" = die V O L L M O N D - G E S I C H T I G E !

"E U R O P A" = Die v e r l a s s e n e Z E U S -"GELIEBTE" mit 3 Kinder von IHM ! (lt. griech. Sage )

"E U R O P A"= Kriegerischer Kontinent ! , "k r i e g t" ewig und gerade heute wieder um den EURO!


Am 08. Januar 2015 schrieb Martina Backhaus:

Fakt ist , dass die Probleme doch auch auf lokaler Ebene seit Jahren bekannt sind:

1.
Die Gemeinden sind durch die ALG II-Zahlungen derart pleite, dass es Firmen ein leichtes ist, unfähigen Lokalpolitikern Zinswetten bzw. PPP-Projekte schmackhaft zu machen (geschehen in Hagen, NRW).

2.
Die Wirtschaftsförderungen der Gemeinden sind meist unfähig, da die Führungspositionen nicht nach Fachkenntnis sondern nach Parteibuch vergeben werden. Die Landes-/Bundesregierung (die Politkasper in Land + Bund) tun ein übriges dazu, in dem sie durch Subventionen es geradezu fördern, dass in den Gemeinden ein Wettbewerb um ansiedlungs- bzw. umsiedlungswillige Unternehmen seit Jahren stattfindet.

3.
Ist Ihnen bekannt, dass die aktuelle "Ministerpräsidentin" in NRW (H. Kraft) an der Londoner Business School (Kings College) und darüberhinaus ein paar Semester in Schottland an der Gordonston-University studiert hat (genau, dort wo auch u.a. die sogen. englische "Elite" inkl. des Nachwuchses europ. Adelshäuser verortet sind) studiert hat?

4.
Folgen in Hagen, NRW, z.B.: Steigende Abgaben und Gebühren; Unfähigkeit der örtlichen Arbeitsagentur
(Zitat eines Mitarbeiters: "Wir haben keine Arbeitsplätze, in denen wir Arbeitsuchende vermitteln können.
Sie könnten ja ein Praktikum machen oder potentielle Arbeitgeber auf die Möglichkeit des Lohnkosten-
zuschusses hinweisen." Empfängerin dieses Zitates war ich selbst - arbeitsuchende Verwaltungsfach-
angestellte mit über 30jähriger Berufspraxis, die Arbeitsanweisungen und Gesetzesänderung meist kritisch hinterfragt hat...

4. Wundert Sie da noch irgendetwas???

5.
Ich habe vor ca. 1 Jahr eine Ratssitzung in Hagen, NRW, besucht, da ich eine baurechtliche Frage, die ich mit dem Baudezernenten bzw. mit der örtlichen Bauaufsichtsbehörde nicht klären konnte, in einer öffentlichen Einwohnerfragestunde gestellt.
Ergebnis: Hohn und Spott wurde über mich verschüttet, durch den damaligen OB (und Freund von Hannelore Kraft, Jörg Dehm aus Mühlheim). Ich kam mir vor wie einer schlechten Loriot-Satire, als ich meine Frage öffentlich dort stellte. Vollkommen frustriert habe ich mir die Ratssitzung dann doch noch bis zum Ende, d.h. bis zum Ende des öffentlichen Teils angetan. Die wirklich wichtigen Entscheidungen des Stadtrates, z.B. Grundstücksgeschäfte, Personal...sind nichtöffentlich. Warum wohl? Das steht so in der Gemeindeordnung (da stehen so aufschlussreiche Dinge wie Bürgerbeteiligung (ja- aber..), Planungshoheit der Gemeindee etc..)!

6.
Mein Fazit: Korruption und Unfähigkeit, gepaart mit Machtstreben und Fraktionszwängen auch in den Stadträten. Versuchen Sie mal, als parteilose Einwohnerin in den Stadtrat zu kommen. Die Hürden sind sehr hoch und falls Sie es dennoch schaffen sollten, werden sie von den sogen. "etablierten" Parteien in den Rats- bzw. Ausschuss-Sitzungen niedergemacht... so sieht es leider aus.

Viele Grüße aus der Pleitestadt Nr. 1 in NRW
Martina Backhaus


Am 08. Januar 2015 schrieb Friedemann Markhofer:

Das zeichnet die RATIONALGALERIE aus: Eine Fülle sachlicher Informationen, verpackt in eine Sprache, die zum Lesen anregt. Und der Begriff des "Steuervermeidungs-Gehilfen" für Jean-Claude Junker ist ein Höhepunkt des kritischen Vergnügens.


Am 08. Januar 2015 schrieb Moyra Mangold:

Einen Herrn Deutscher (cooler Name) langweilt also die Armut Griechenlands und bei Herrn Cordsen heilt die Zeit alle Wunden. Schön, dann kann die westliche Wertlosgesellschaft getrost zum nächsten Ereignis wechseln. Euro-Ausstieg? Bäh, langweilt. Odessa-Massaker? Bäh, langweilt,da die falschen Opfer! Korruptionsaffären? Bäh, gibt´s überall. Putsch-Regime? Nö, zu blöd. Anschläge? Ja, aber nur wenn es Islamisten waren. Gibt´s da abgerissene Beine zu sehen? Dann her damit.


Am 08. Januar 2015 schrieb Olaf Teßmann:

Nun ist ja nicht überliefert, was die Herren Deutscher und Cordsen so rauchen. Gesundes kann es nicht sein: Dem einen entgeht, daß nahezu wöchentlich bundesweit Stadtgebiete wegen irgendwelcher Bombenräumungen evakuiert werden müssen. Erst gestern wieder geschehen in Potsdam. Und der andere hat offenbar nicht verstanden, daß die Rationalgalerie keine Tageszeitung gibt. Herr - gib Ratio. Dazu noch Herrn Gellermann ein gutes neues Jahr mit Gesundheit und Frohsinn.


Am 08. Januar 2015 schrieb Tim Cordsen:

Wenn man jetzt rechnet was die Verluste der Griechen im zweiten Weltkrieg waren, dann muss man auch andere Kriege rechnen. Wie weit will man in der Geschichte zurück gehen? Warum sollte ein Krieg betrachtet werden und ein anderer nicht?
USA - Vietnam?
Griechenland - Troja?
Warum wird immer und immer wieder der zweite Weltkrieg herangezogen? Mensch! Der ist seit fast 70!!! Jahren vorbei.

Antwort von U. Gellermann:

Die Vietnamesen für den mörderischen Krieg der USA gegen Vietnam zu entschädigen halte ich für einen guten Vorschlag.


Am 08. Januar 2015 schrieb Pat Hall:

@ Hans Deutscher
Sensationsmeldungen finden Sie auf anderen Plattformen.
Beiträge des Herrn U. Gellermann sind speziell nur Hier zu finden.


Am 08. Januar 2015 schrieb Hans Deutscher:

Nach dem Anschlag auf Charlie Hebdo kann man bei Ihnen dazu nichts lesen. Statt dessen langweilen Sie mit einem Artikel über den Euro. Wahrscheinlich haben Sie tiefes Verständnis für den islamischen Terror. Schämen Sie sich!

Antwort von U. Gellermann:

Ich habe weder Verständnis für den Anschlag auf das Satire-Magazin, noch habe ich Verständnis für den westlichen Terror gegen islamisch geprägte Länder wie Afghanistan, Irak oder Libyen. Ich schäme mich für eine Medienlandschaft, die den einen Terror erkennen kann, den anderen verschweigt oder rechtfertigt.

Dran bleiben...

Schlagzeilen

Wenn Sie sich für die Artikel der Rationalgalerie interessieren und immer erfahren wollen, wenn es Neuigkeiten gibt, können Sie unseren RSS-Feed abonnieren:
RSS-Feed abonnieren

Kürzlich...

25. August 2016

Gegen CETA auf die Straßen

Nur wer den Widerstand übt, wird den Aufstand wagen
Artikel lesen

25. August 2016

ARD missbraucht Kinder

Kriegs-Pädophilie steht nicht unter Strafe
Artikel lesen

25. August 2016

Amnesie im Nahen Osten

Das neue Syrien kommt aus Wilmersdorf
Artikel lesen

22. August 2016

Hier kann jeder senden was er will

Im Rahmen der freiheitlich-demokratischen Grundordnung
Artikel lesen

22. August 2016

Erstmals seit dem Kalten Krieg

Bürger sollen Vorräte für zehn Tage anlegen
Artikel lesen

PDF dieses Artikels

Diesen Artikel herunterladen

Wenn Sie möchten, können Sie sich diesen Artikel auch als PDF-Datei herunterladen:
PDF-Datei laden

Artikel kommentieren

Brillant? Schwachsinn? Mehr davon?

Sagen Sie uns Ihre Meinung! Wir überprüfen Leserbriefe, bevor wir sie online stellen – nicht um sie zu zensieren, sondern um unsere Leser vor SPAM und Werbung zu bewahren. Über Kritik freuen wir uns!
Kommentar verfassen

DIE WAFFEN NIEDER!

Kooperation statt NATO-Konfrontation - Abrüstung statt Sozialabbau

DEMONSTRATION IN BERLIN

8. Oktober 2016
Auftakt: 12.00 Uhr

Alexanderplatz/Ecke Otto-Braun-Straße


www.friedensdemo.org
Bundesausschuss Friedensratschlag | Kooperation für den Frieden | ViSdP: Laura von Wimmersperg, Friedenskoordination Berlin