Ein Weltklasse-Heer unterwegs nach Osten

Der "Edle Sprung" der Bundeswehr in den Spannungszustand

Autor: U. Gellermann
Datum: 11. Juni 2015

Es ist kein Mensch, es ist kein Tier, es ist ein Panzergrenadier: So besingt die Bundeswehr in schöner Selbsterkenntnis ihre Panzergrenadiere. Und deren Schlachtruf: "Dran! Drauf! Drüber!" belegt diese Einschätzung. Dran an den Feind sollen die Grenadiere, dann sollen sie auf ihn drauf, um nur wenig später siegreich über ihn herzufallen. Das im sächsischen Marienberg stationierte Panzergrenadierbataillion 371 wird diesen Ansprüchen sicher gerecht geworden sein. Denn das "Marienberger Jäger" genannte Bataillon war schon im Kosovo auf Jagd, in Bosnien und auch in Afghanistan. Diesmal soll es in die Nähe von Sagan gehen, nach "Niederschlesien". Auch wenn man die Gegend seit fast 70 Jahren Woiwodschaft Lebus nennt, die Vorkriegsberichterstatter von der FAZ kümmert das nicht. Denn es geht in der angekündigten NATO-Übung "Noble Jump" gen Osten, da kann man nicht so kleinlich sein.

Der Kompaniefeldwebel der 2. Kompanie des Bataillons 371 war schon "überrascht wie schnell sich das Verhältnis zu Russland abgekühlt" hat. Aber jetzt muss er erstmal "zur Sicherung der NATO-Ostflanke" nach Polen. Wenn der unbefangene Betrachter sich fragt, ob denn der Feind schon an der NATO-Ostflanke steht, erteilt ihm Generalleutnant Bruno Kasdorf, Inspekteur des Heeres, eine klare Antwort: "Die sicherheitspolitische Lage hat sich hingegen – sehr schnell und nicht vorhersehbar – verändert." Aber ihm ist – trotzt der Lage in der Ost-Ukraine – nicht bange: Die Truppe sei nun mal ein "Weltklasseheer“, denn "im Einsatz hat sich das Heer herausragend bewährt – in allen Einsatzgebieten vom Balkan bis nach Afghanistan – und zwar mit modernster Ausrüstung." Offenkundig sieht die Heeresleitung eine schreckliche Feindlage. Denn die Hauptaufgabe der Panzergrenadiere ist der Kampf gegen feindliche Infanterie und Panzerverbände in offenem Gelände. Und da es sich rund um Sagan kaum um die polnische Armee handeln wird, die man niederkämpfen muss, wird der Russe wohl durchgebrochen sein: Erst im Gewaltmarsch durch die Ukraine, schließlich quer durch Polen, dann ist es nur noch ein Sprung über die Grenze nach Cottbus. Dort wo der Verfassungsauftrag zur Verteidigung des Landes eigentlich beendet wäre.

Manchmal fragt man sich, ob die Bundeswehr-Generalität ihren Kopf nur zum Haareschneiden benutzt, oder ob unter der Schirmmütze mit den gekreuzten Säbeln auch noch Platz für eigenes Denken ist. Mal wieder ist die Bundeswehr im NATO-Auftrag im Ausland. Zwar "nur" zur Übung, aber genau dieser Auftrag – mit einer "Speerspitze" die russische Armee an der Flanke zu kitzeln – erhöht die Spannungen in Ost-Europa: Zur Zeit sollen insgesamt 15.000 Soldaten der NATO – von der Ostsee über das Baltikum bis nach Polen – dem Russen mal zeigen, wie sich die USA einen Kampfeinsatz gegen Russland vorstellen: Deutsche und andere Europäer sollen die Hauptlast tragen, die Leitung allerdings liegt bei den US-Stäben. Man kann auch so lange den Ernstfall üben, bis der im Grundgesetz definierte "Spannungsfall" eingetreten ist: Jener Gleiwitz-Bedrohungs-Zustand, an dem mit willigen Medien seit Monaten gearbeitet wird. Dass eine Parlamentsarmee, so definiert das Grundgesetz die Bundeswehr, zu solchen Husaren-Ritten wie dem der "Marienberger Jäger" eigentlich eine Debatte und eine Entscheidung des Bundestages benötigt, weiß die Bundeswehr-Führung. Was sie nicht hindert, dem gefährlichen NATO-Manöver bisher ohne Frage und ohne Widerstand zu folgen.

Anders als die traditionell obrigkeitsgläubige Bundeswehr verlässt sich das gemeine Volk offenkundig auf den eigenen Kopf: Das amerikanische Meinungsforschungsinstitut "Pew Research Center" stellt in diesen Tagen fest, dass bei den Deutschen die Zustimmung zur NATO deutlich nachlässt. Waren es im Jahr 2009 noch 73 Prozent der Befragten, die ein positives Bild von der NATO hatten, sind es 2015 nur noch 55 Prozent. In keinem anderen Nato-Land ist der Vertrauensverlust so gravierend. Auch die NATO-Mitgliedschaft der Ukraine schätzen die Deutsche nüchtern ein: Nur ein Drittel würde dieser Bündnis-Erweiterung zustimmen. Je weiter die Befragten von einem möglichen Krieg in Europa entfernt sind, um so dümmer sind die Zustimmungsraten: Kanadier (65 Prozent) und Amerikaner (62 Prozent) sähen die Ukraine ganz gern in der NATO.

Und während die deutsche Regierung und ihre Bundeswehr das gefährliche Spiel der USA ohne Widerspruch mitspielen, bleibt den Panzergrenadieren nur der "Lauterbacher Tropfen", ein Magenbitter, der im erzgebirgischen Lauterbach, einem Ortsteil von Marienberg, hergestellt und abgefüllt wird. Das Gesöff, das in Sachsen auch "Waldbenzin“ genannt wird, kann so zum Treibstoff einer Truppenbewegung werden, die als "Edler Sprung" ("Noble Jump") beginnt und als elender Sprung in der Schüssel der US-Militärpolitik enden kann.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 13. Juni 2015 schrieb Georg Friedrichsen :

@ Hella-Maria Schier

Du Sorgen von Frau Schier sind mit verständlich. Die Friedensbewegung - also letztlich wir - sollte endlich ihre Kräfte bündeln, um ihre reale Kraft zu demonstrieren. Alle Umfragen weisen darauf hin, dass die Mehrheit der Deutschen keine Lust auf Krieg haben. Das muss man Merkel & Co. mal klar machen.


Am 13. Juni 2015 schrieb Hella-Maria Schier:

@Hans-Jürgen Harter

Hochverrat ist es, das eigene Volk ins Verderben zu führen um einer anderen Macht zu gehorchen, würde ich mal sagen. Nämlich den USA, die ausschließlich ihre eigenen Interessen verfolgen und nur "helfen", wo es ihrer eigenen Strategie dient. Die deutschen Bürger wollen keinen Krieg mit Russland, weil sie trotz bedauerlicher politischer Lethargie, noch wach genug sind, um zu realisieren, dass das ihr Ende wäre.
Keine "Bündnistreue" kann beinhalten, dass man das Leben der eigenen Zivilbevölkerung opfert, damit ein anderes Volk keine Diktatur erleidet. Und wie viele h i e r wirklich den Atomtod (auf Generationen) einer Putin-Invasion, käme es denn zu sowas, vorziehen würden, möchte ich mal wissen. Würde der Russe tatsächlich in Europa kriegerisch einfallen, wofür es bisher keine Indizien gab, wären laut eigener Bekräftigung die USA sofort mit ihnen im Krieg, und der wäre, wenn man Gorbatschow folgt, sehr schnell atomar. Es ist manchmal von begrenzten Atomeinsätzen die Rede. Aber abgesehen davon, dass wir, anders als die USA, gut innerhalb dieses Grenzgebietes sein könnten, wie will der Angreifer dann einen Vergeltungsschlag ausschließen? Eher ist ihm das zu riskant. Er könnte auch anstreben durch einen vernichtenden Erstangriff, teils konventionell, teils nuklear direkt alle Gegenwehr auszuschalten, solche Konzepte ("Blitzkrieg") gibt es ja schon länger. Gleichzeitig könnte er fürchten, dass der Gegner das Gleiche erwägt, keiner weiß, an welchem Punkt des Konfliktes der Gegner zu Nuklearwaffen übergeht, eher schnell, wenn es sicherer ist, der Erste zu sein, demzufolge sollte man selbst im Interesse eigenen Überlebens nicht lange zögern. Zumindest stellt sich mir das logisch so dar, lasse mich gern belehren.
Das ist nicht mehr die alte Abschreckungslogik. Für uns sähe es auf jeden Fall besonders düster aus, weil es die USA selbst als Letzte erwischen würde.
Deshalb sind diejenigen, die hier Russland immer mehr zum Feind aufbauen nicht zu verstehen. Ist ihnen nicht klar, was das für uns alle bedeuten würde? Putin hat genug gewarnt, dass er bei einem Angriff des Westens vor atomarer Antwort nicht zurückschrecken würde. Die europäischen Basen sind ihm am nächsten. Die Polen scheinen wirklich lebensmüde zu sein. Ich verstehe das nicht. - Die Atommächte dürfen überhaupt nicht erst in einen direkten Konflikt geraten und da gibt es neben Absichten ein weites Feld für Missverständnisse, durch z.B. provokante Manöver wie 1983, und Manipulationen.
Wahrscheinlich ist es gut für unsere Sicherheit, dass Russland sich ausdrücklich mit China verbündet hat. Beide zusammen werden von den USA schon mal nicht so schnell angegriffen. Mich beunruhigt aber, dass immer noch fast die Hälfte der Bevölkerung anscheinend im "Verteidigungsfall" militärisch eingreifen würde. Sie müssten unbedingt über die damit verbundene Gefahr und die Art der heutigen Bedrohungslage aufgeklärt werden und keine militärische Bewegung dürfte ohne Zustimmung des Parlaments erfolgen, eigentlich der Bürger!


Am 12. Juni 2015 schrieb Sven Heuser:

Lieber Herr Gellermann. Was fällt mir als Beigabe zu Ihrem formidablen Text ein?

In irgendeiner Gazette gibt es folgende Leserbeteiligung: Gezeigt wird ein Foto mit zwei Personen und leeren Sprechblasen; die Lesern dürfen Dialoge vorschlagen. Kürzlich zeigte ein Foto unsere redende Frisur, das adipöse G7-Rotjäckchen im Gespräch mit dem Terminator-Darsteller. Sie zu ihm »Wir hatten in unseren Reihen noch nie Schauspieler«, er zu ihr »aber jede Menge Komparsen«.

Das hyperaktive Kriegsgetrommel der NATO mit ihrer Besessenheit auf die Projektionsfläche Russland, angstgetrieben nach einer Aneinanderreihung von Kriegsniederlagen und schleichendem Bedeutungsverlust, muss das Proben von Szenen für einen martialischen Hollywood-Schinken sein. Die würden es doch nicht wagen, uns diesen brandgefährlichen, psychopathischen Irrsinn in der Realität anzudienen. Oder? Man würde sie allesamt für verrückt erklären und in die Psychiatrie einweisen müssen.


Am 12. Juni 2015 schrieb Reyes Carrillo:

Allein der herrliche Begriff „Waldbenzin“ für einen sächsischen Magenbitter hätte es gelohnt, diesen Artikel zu lesen! Na ja, zugestanden, es stand ja auch noch was anderes drin… Aber das ist nicht so lustig. Bäh.

Nein, es ist einfach trostlos, gefährlich, unverdaubar! Da zieht eine unweit der Waldbenzin-Destille stationierte Soldateska im US-Auftrag nach Polen, um dem bösen russischen Putin-Bär mal zu zeigen, was ihn erwartet, wenn er sich schon ganz bald das Baltikum und Polen einverleiben wird. Das hatte doch der Putin neulich dem „Corriere de la Sera“ genau so gesagt, wie ich in der „SZ“, „Zeit“, der „FAZ“, der ARD usw. las und hörte.
Entsetzlich und grausig komisch ist, dass dieser Streit-Haufen seine Meriten sich ausgerechnet an den Schauplätzen verdient hat, Kosovo, Bosnien, Afghanistan, die – genau wie heute die Ukraine – von den USA/NATO kaltblütig inszenierte geostrategische Schachbrettzüge oder wie Al-Quaida US-Züchtungen waren und sind. Das ist schon tragikomisch: Nichts weiter als objektiv manipuliertes, verblödetes Kanonenfutter, also Hampelmänner mit Hängeschwanz zum Ziehen dran für die globalen Interessen der USA/NATO zu sein, sich selbst aber subjektiv als zackig-strammen Schutzschild für die Menschenrechte wahrzunehmen. Hahaha, einfach köstlich! Und diese traurigen, zum x-ten Mal verarschten Marionetten im Tarnanzug ziehen jetzt nach Polen. Mein Gott.
Was macht eigentlich ein Generalleutnant von einem solchen waffenstarrenden Trachtenverein den ganzen, langen Tag? Er könnte doch beispielsweise dem Chef des privaten geopolitischen US-Denktanks Stratfor, dem netten Herrn George Friedman, zuhören, wenn der, wie im März, vor Kameras und völlig frei von irgendwelchen falschen Verlegenheiten, mitteilt, dass die USA schon seit mehr als 100 Jahren peinlich darauf achten, dass sich Russland und Europa(!)/Deutschland bloß nicht zu nahe kommen und unerwünschte Freundschaften schlössen. Es ist die ausdrückliche Aufgabe jeder US-Administration, dauerhaft einen Keil zwischen Russland und Deutschland zu treiben – und diesen bei Bedarf noch ein bisschen tiefer einzuschlagen. Und jetzt war und ist wieder Bedarf: Ukraine. Und die deutschen Regierungen, allen voran US-Schließmuskel-Schnüfflerin Merkel reagiert natürlich wie eine billige „Mache alles mit“-Bordsteinschwalbe.

Es ist doch alles vollkommen klar, alles öffentlich, alles ohne jeden Euphemismus, ohne jede Verbrämung: Belletristiker wie Zbigniew Kazimierz Brzeziński oder Strategielyriker wie George Friedman schreiben und sagen seit Jahrzehnten, wie der us-amerikanische Masterplan der Weltherrschaft aussieht – nur keiner der transatlantischen Luden und Bordsteinschwalben ist des Lesens und des Hörens mächtig. Der Handel der USA mit Russland erfährt zurzeit eine neue Blüte, während Europa/Deutschland mit seinen Sanktionen selbst sein erzkonservatives Unternehmertum in entsetztes Kinnladenfallen bringt. Die USA haben unter keinen, aber auch gar keinen der Auswirkungen der Ukraine-Krise zu leiden, die Europa und vor allem das pathologisch servil buckelnde Deutschland stellvertretend im Auftrag entzünden. Und auch das Undenkbare, ein Krieg, würde die USA wohl völlig unangetastet lassen, Deutschland und Teile Europas aber ins Verderben reißen.

Und auch das streift dieser Artikel: Bekanntlich soll ja die herausragende deutsche Einrichtung des Parlamentsvorbehalts für die Aktivitäten der Bundeswehr geschliffen werden. Was wir hier sehen, ist deshalb sozusagen schon mal das Warmlaufen für das, was diese Regierung den USA/NATO zum Fraß vorwerfen will: Die mit Abstand edelste, weil demokratisch-souveränste Aufgabe des deutschen Parlaments – über Krieg und Frieden selbst zu entscheiden. Morgen schon wird nämlich ein US-General darüber entscheiden.

Und jetzt: Waldbenzin saufen bis zur internen Dämmerung!


Am 12. Juni 2015 schrieb Brigitte Mensah-Attoh:

"Der organisierte Wahnsinn ist die größte Macht der Welt."
(Gerhart Hauptmann)

Ansonsten Zustimmung zum Beitrag von Gideon Rugai (an Harter): w ü r g !


Am 12. Juni 2015 schrieb Mephisto:

Die euphemistische Berichterstattung unterschlägt, daß, selbst im deutschen Medienwald, bekannt ist, wie mangelhaft und unzureichend die Bundeswehr "gerüstet" ist.
Dies gilt nicht nur für Waffen und Munition sondern auch fürs sonstige Zubehör.
Der Artukel beschreibt im Grunde, was er soll, nämlich Stimmung.
Es ist als Provokation gedacht und wird so kommuniziert.
Sowohl die "Karawane" der Miltärfahrzeuge der NATO durch die EU wie auch die Verlegung einiger Verbände sind zu klein und zu schwach um irgend etwas schwerwiegendes anzustellen. Die Aufklärung der Russen ist übrigens auch nicht schlecht.
Schließlich ist die Bundeswehr aufgrund ihrer Reststärke gar nicht mehr im Sinne des Grundgesetzes einsetzbar!
Die Verteidigung Deutschlands mit diesem faktischen 100.000 Mann Heer ist nicht einmal mehr theoretisch vorstellbar!
Wesentlich wichtiger ist die Frage, wofür diese "Parlamentsarmee" in Wirklichkeit unterhalten wird!?


Am 11. Juni 2015 schrieb Tim Kleinel:

Sage hinterher keiner, man habe es nicht kommen sehen.


Am 11. Juni 2015 schrieb Martin Schneidemüller:

Das ist die besondere Qualität dieser Site: Sie liest sich süffig, fast heiter und plötzlich merkt man, dass die Lage bedrohlich ist.


Am 11. Juni 2015 schrieb Vera Antonow:

Trotz der heiteren Magen-Bitter-Pointe: Diese deutsche Armee fährt im ideologischen Schlafwagen nach Osteuropa und merkt nicht, dass der Lok-Führer längst abgesprungen ist.


Am 11. Juni 2015 schrieb Bernd Schulze:

Angesichts des Auseinanderklaffens von Anspruch und Wirklichkeit bei unserer Bundeswehr fällt mir hier nur eins ein:
Als Tiger gesprungen und als Bettvorleger gelandet.


Am 11. Juni 2015 schrieb Paul-Wilhelm Hermsen:

Zu Lutz Jahoda:

Ich fass es nicht, dass Kurzgedicht,
zum Schmunzeln viel zu schade.
Des Lutzes treffliches Gericht
ist mehr als nur Scharade!

Einfach genial!


Am 11. Juni 2015 schrieb Lutz Jahoda:

MARIENBERGER ABGESANG

"Es ist kein Mensch, es ist kein Tier,
es ist ein Panzergrenadier!"
Der Satz allein spricht Bände.
Marienberger Poesie;
mit "Arzjebirg, wie bist du schie";
damit hat´s wohl ein Ende.

Vergesst den Tannennadelduft,
die würzig atembare Luft
der heimatlichen Berge.
Ihr seid jetzt "Spitze eines Speers",
Vertreter eines Worldwide-Heers.
Vergesst die "Sieben Zwerge"!

Statt dessen habt ihr nun die sieben
vom Elmau-Gipfel, die euch lieben
und auch Vertrauen schenken,
euch sagen, wen ihr schützen müsst
vorm Russenbär, der euch sonst frisst.
Den Rest könnt ihr euch denken.


Am 11. Juni 2015 schrieb Ulrich Fiege:

Hallo curti curti,
"Die sicherheitspolitische Lage hat sich hingegen - sehr schnell und nicht vorhersehbar - verändert".

Ein Zitat aus dem Weltspiegel, Außenminister Genscher: "Wir waren uns einig das nicht die Absicht besteht das Nato Verteidigungsgebiet auszudehnen nach Osten, das gilt übrigens nicht nur in Bezug auf die DDR die wir gar nicht einverleiben wollen, sondern das gilt ganz Generell."

"Ein Versprechen von kurzer Lebensdauer, die ersten Osteuropäischen Länder werden in die Nato aufgenommen, Außenministerin Albright strahlt als sie ihre Kollegen aus Polen, Tschechien und Ungarn im Arm hält, ein bedrohlicher Griff aus Sicht Moskaus doch man ist zu Schwach um zu reagieren, die nächste Erweiterungsrunde, 2004, G.W.Bush für den Russland zur Achse des Bösen gehört, lädt gleich 7 Länder des ehemaligen Ostblocks nach Washington um sie in der Nato Willkommen zu heißen, das Gefühl der Umzingelung wächst, die Nato steht vor der Haustür und hat bereits neue Länder im Visier. 2008, Vehement fordert Bush auf dem NATO-Gipfel in Bukarest, die Aufnahme von Georgien und der Ukraine, zuvor war er nach Kiew gereist wo ihn Ministerpräsidentin Julia Tymoschenko angefleht hat, ohne den Nato Beitritt gäbe es eine Katastrophe, Zitat Bush: "Die Marschrichtung meines Landes ist klar, die Nato muss Georgien und die Ukraine aufnehmen." Google, Eingabe: "Ukraine, Saakaschwilli wird Gouverneur von Odessa".

Und wenn Klagen der Bürger gegen die marktkonforme Demokratie der Angela Merkel vor dem Bundesverfassungsgericht abgewiesen werden, "mangels öffentlichem Interesse" als Begründung, sind die Entscheidungen des BVerfG zum Bundeswehr Einsatz im Innern nicht nur Bedenklich, sondern um im Gesamtbild zu bleiben haben diese katastrophale Auswirkungen für jede angebliche Demokratie, Google, Eingabe: BVerfG, 03.07.2012 - 2 PBvU 1/11 Herr Gellermann der "Lauterbacher Tropfen" als Gesöff scheint auch im Reichstag zu wirken, ihr Artikel dagegen bewirkt hoffentlich Wunder, freundlichst, Ulrich Fiege


Am 11. Juni 2015 schrieb Hans Ion:

Bekanntlich wurde "unsere" VERFASSUNG (GG) "unter Anleitung und Kontrolle" der West-Alliierten der BRD diktiert! Diese "Diktatoren" werden nicht ihre(!) deutsche "SPERRSPITZE" anklagen, wenn diese der westalliierten US-NATO "die Kastanien aus dem Feuer holen"! ... solange die "BUNDESWEHR" nicht anfängt eigen-mächtig zu "denken" und danach zu handeln kann sie also auch gegen die VERFASSUNG (GG) verstoßen bzw. vorstoßen --- gen OSTEN ... "Dran! Drauf! Drüber!"


Am 11. Juni 2015 schrieb Benny Thomas Olieni:

Übersetzung des von joe bildstein eingebrachten Satzes von "Kiss of Deathinger":

"Militärs sind nur dumpfe, dumme Tiere, die als "Bauern" (Schachfiguren) in der Außenpolitik zu benutzen sind."


Am 11. Juni 2015 schrieb curti curti:

Mit dem Schritt zur Berufsarmee wurde zunächst das mögliche "Wenn und Aber" des Bürgers in Uniform gekappt. Entsprechend implementiert ist nun, daß der Kopf nur noch zum Haarschnitt oder willfährigen Umsetzen zu verwenden ist. Der Generalleutnant bezeugt es in seiner Aussage unmißverständlich sogar an höchster Stelle, denn ""Die sicherheitspolitische Lage hat sich hingegen - sehr schnell und nicht vorhersehbar - verändert". Ein Kurzschluß der Synapsen dürfte nicht Verursacher gewesen sein, die Realität derart explosiv mißachten zu können.. Kurzum - Befehl ist Befehl, Wegtreten, Ausführen!

Es bedarf mittlerweile nicht mehr viel Sensibilität um festzustellen, welcher Wind durch´s Lande weht, gefolgt von deutlich spürbarem Verwesungsgeruch all dessen was als Werte verkündet und gleichzeitig massakriert wird. Ausgelöst von politischen Knallchargen und potenziert durch jornalistische Mailhuren, für die allesamt Lug und Trug zum edelsten Handwerkszeug gehört. Der Rest erledigt die Drecksarbeit, nachdem ein Schreckesbild projeziert wurde, zu dessen Erlösung es neben patriotischer Folklore u.a. der Eigenschaften im Lied der Panzergrenadiere bedarf.

Wenn dann nach der Tat nicht die erhoffte Erlösung sondern bittere Erkenntnis einsetzt, hat man zuvor weder etwas geahnt noch gewußt und im Zweifelsfall gilt halt Befehlsnotstand.


Am 11. Juni 2015 schrieb Paul-Wilhelm Hermsen:

Zu Hans-Jürgen Harter:


Aha, da ist es wieder, dieses von den Militaristen gefürchtete Wort "Hochverrat"!

Man muss nur lang genug warten, und dann kommen die DumpfbackenKriegsZombies wieder aus ihren Löchern, zunächst auf allen Vieren und dann immer aufrechter.
Nun - lieber Herr Harter, wenn Sie sich hier dieser Sprache, sich dieses "Denkens" bedienen, dann kennen Sie doch sicherlich konkret auch den Befehlserteiler und können ihn NAMENTLICH benennen, hoffe ich einmal? Und zwar nicht irgendeinen dahergelaufenen General, sondern den da drüber?

Nur zu!
 Ich höre? 
Das Deutsche Volk war es bestimmt nicht, denn das ist bereits erheblich höher entwickelt als ehedem.

Denn es ist schon wichtig, dass die Truppe konkret weiß, für wen man hier unterwegs ist und wem gegenüber die hohe Kunst der Kriegsverweigerung gegebenenfalls zu rechtfertigen ist. 
Ansonsten empfehle ich Ihnen mal folgenden Atikel aus den Berlinischen Monatsschriften des Jahres 1784:

http://serveident.bisskultur.de/?page_id=1635

Mit kopfschüttelnden Grüßen über eine offenbar ernst gemeinte Frage! 
Erst war ich der Meinung, ich sitze einem Volltrottelposting auf, doch bei näherem Nachdenken bin ich sogar dankbar, dass es einer gewagt hat, diesen Begriff hier einmal in die Diskussionsrunde zu werfen.


Am 11. Juni 2015 schrieb Rudolf Steinmetz:

Tatsächlich aber dienen sie nicht dem deutschen Volke, sondern der NATO, und damit der USA. Würden sie sich streng an ihren Diensteid halten, dann wäre der brandgefährliche Ukraine-Spuk längst vorbei und "Deutschland als Herzland Europas" wäre ein Scharnier des Friedens und nicht das der City of London.
Die Deutsche Wirtschaft zahlt den Preis der Russland-Sanktionen, während die Amis ihre Geschäfte ausweiten - für dieses heuchlerische Pack sollen wir bluten? Deutsche Generäle haben sich bereits zweimal von den Angelsachsen gegen Russland treiben lassen, und jedes mal eine Katastrophe ausgelöst - soll sich diese notorische Unbelehrsamkeit jetzt erneut wiederholen, und mit einem Atomschlag enden? Haben deutsche Bundeswehrgeneräle kein Ehrgefühl, keine Frauen, keine Kinder?
Sie mögen das nachfolgende Video gründlich studieren, und dann daraus die richtigen Erkenntnisse gewinnen, die ihrem Vaterland dienlich sind - möge der Himmel ihnen beistehen! Siehe
KenFM Positionen #1/ Krieg oder Frieden in Europa - Wer bestimmt auf dem Kontinent? Mit Willy Wimmer, Mathias Bröckers, Dirk Pohlmann, Daniele Ganser und Ken Jebesen (Gesprächsleitung)?: http://kenfm.de/blog/2015/06/03/positionen1/

Antwort von U. Gellermann:

Deutsche Generäle waren höchst freiwillig in den beiden von den Deutschen ausgelösten Weltkriegen. Und es waren sicher auch Sachsen dabei, von Angelsachsen war weit und breit nichts zu sehen.


Am 11. Juni 2015 schrieb joe bildstein:

Der weltweit gesuchte Kriegsverbrecher Henry Kissinger, hat es schoen in Worte gefasst: "Military men are just dumb, stupid animals to be used as pawns in foreign policy."

[http://www.goodreads.com/quotes/218473-military-men-are-just-dumb-stupid-animals-to-be-used]

Dafuer hat Ihm das Kriegsministerium einen Lehrstuhl an der Unit Bonn verpasst. Ist doch irre oder, wenn ich nicht gekifft haette wuerde ich es nicht glauben.


Am 11. Juni 2015 schrieb Gideon Rugai:

Schulligung wenn ich mal kurz aus der Haut fahre, angesichts solch minderbemittelt- dumpfbackiger-Kommißköppe wie Herrn Harter.
Ich hab sie gesehen, die wehrpflichtigen Knallköpfe meines Jahrgangs, als es die Wehrpflicht noch gab. Zu dumm, zu faul, zu einfältig, zu wenig Rückgrat, oder einfach schon mit Achtzehn zu angepasst um über Sinn und Unsinn einer Armee ernsthaft reflektieren zu können. Besoffen am Wochenende zur Heimfahrt durch die Fernzüge marodiert sind sie, während ich als Zivi (nach "Gewissensprüfung"), ebenfalls im Fernzug sitzend, mir diesen menschlichen Sondermüll reinziehen musste, der sich dann ein paar Jahre später weiterhin die Hucke am Ballermann aus Sangria-Eimern zusoff. "Der Bund" als erste Instanz staatlicher Gehirnwäsche. Kritisiert man die hirnlosen Erfüllungsgehilfen wird mit Schwachfug und Chorpsgeist gekontert - und so sinnreichen Bemerkungen wie " man hätte da ja nix auszustehen gehabt" , "konnte sich einen faulen Lenz machen" , "hat echte Kameradschaft erlebt"...und jetzt schickt man diese Truppe der devot-Debilen nach Polen. Guckt man sich die polnische Russophobie an, kann man nur statuieren, dass die staatlichen Betriebsdümpel mit Waffe im Anschlag da auch in bester Gesellschaft sind....Mannoman, der Herr wird niemals Hirn vom Himmel schmeißen, das muss man sich schon selbst erarbeiten....nur, wie soll das gehen, mit einer Tarnfleck-Erbse in der Hirnschale, die meist mit ordentlich Lametta an der Paradeuniform kompensiert wird ? Und das Gesindel von damals steht heute womöglich im Rang eines Offiziers oder Unteroffiziers an sich neu abzeichnenden Fronten ? Ohjeh....
Ich bitte nochmals um Entschuldigung: Ich kann grad nicht anders....sonst müsste ich meinen Schreibtisch vollkotzen....

Danke für Ihre Aufmerksamkeit Herr Harter.
Noch Fragen ?


Am 11. Juni 2015 schrieb Benny Thomas Olieni:

@ Hans-Jürgen Harter

Denken, Fragen stellen und gegebenenfalls, z.B. bei völkerrechtswidrigen / verfassungswidrigen Einsatzbefehlen, Widerstand leisten und diese nicht zu befolgen, ist das Recht eines jeden "Bürgers in Uniform" und einer jeden "Bürgerin in Uniform". Dazu gibt es bei manchen Menschen das Denkvermögen und das Gewissen. Ist das nicht so?
- Wo kämen wir denn sonst am Ende schon wieder hin?


Am 11. Juni 2015 schrieb Klaus Madersbacher:

Schön wär´s, wenn dieser General Breedlove und sein Boss Obama mehr vorzuweisen hätten als nur einen Friedensnobelpreis und pseudozackiges Auftreten. Ohne richtigen Führer wird sich am Ende nicht viel abspielen ...
Und wo steckt der? Ist´s eine Führerin? Fragen über Fragen ...


Am 11. Juni 2015 schrieb Hartmut Bartos:

Wunderbar, wunderbar,...
da verblasst die Agentur für Arbeit aber, wenn sie sieht, wie einige Industriezweige aus eigener Kraft, über den Umweg der Lobbyarbeit versteht sich, um ihre Angestellten- und Mitarbeiterschaft und die Sicherheit derer Arbeitsplätze bemüht, derart kreativ einerseits das Staatssäckl schont, um andererseits dem Steuerzahler die Cent aus der Tasche zu ziehen, die dieser grad beim scheinbar günstigen Ölpreis "spart".
Der staunenden offene Mund bleibt dabei nur aus Langeweile zu, weil es eben LANGE dauert, bis genügend sehen können, was da passiert.

Selbstredend ist das nur EINE Facette eines, wie soll ich es nennen, da es ja nun kein Spiel ist, eines mit grandioser Abwesenheit von Menschlichkeit stumpfendem (ggü glänzendem) Ernstes, der Gott sei Dank, nicht seines Gleichen sucht, sonder seiner Aufklärung.
Und dafür danke ich Ihnen.
Hochachtungsvoll
Der Mut.
Verliert ihn nicht


Am 11. Juni 2015 schrieb Klaus Vennekamp:

Wie kommen Sie denn auf die wahnwitzige Idee, die erwähnte NATO-Übung der "Speerspitze" könnte den "Spannungszustand" auslösen? Dazu müsste ja wohl deutlich mehr passieren.

Antwort von U. Gellermann:

Wenn die russische Armee - als Antwort auf die umfassenden NATO-Manöver in Ost-Europa - ihrerseits Luftlandemanöver über Kaliningrad, das an die NATO-Staaten Estland und Lettland grenzt, durchführen würde, wäre der "Spannungszustand" schnell erklärt.


Am 11. Juni 2015 schrieb Michael Meier von Rouden:

Keine Bange mit Serienreife dieser Erfindung lassen sich evt. Probleme in Truppe und Bevölkerung lösen.
http://www.heise.de/tp/artikel/45/45147/1.html


Am 11. Juni 2015 schrieb Hans-Jürgen Harter:

"Was sie nicht hindert, dem gefährlichen NATO-Manöver bisher ohne Frage und ohne Widerstand zu folgen" schreiben Sie und rufen damit die Bundeswehr-Führung faktisch zu Befehlsverweigerung auf. Das kann man getrost Hochverrat nennen!

Antwort von U. Gellermann:

Wenn eigenes Denken bereits "Hochverrat" sein sollte, was ist dann die Verletzung der Verfassung durch Auslandseinsätze?

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