Ein Tunnel zur US-Botschaft

Geheime TTIP-Akten für den Bundestag

Autor: U. Gellermann
Datum: 23. Juli 2015

Es muss ein Tunnel her. Vom Reichstag zur US-Botschaft. Der Tunnel darf nicht allzu hoch sein: Die Abgeordneten sollten schon angemessen kriechen müssen. Laut wird "The Star-Spangled Banner" durch die Röhre schallen, wenn die Abgeordneten einen Zugang zu den TTIP-Akten haben wollen, die, so erfuhr die deutsche Öffentlichkeit jüngst vom Bundestagspräsidenten Lammert, in der US-Botschaft am Brandenburger Tor unter Verschluss gehalten werden. Bisher sind es 139 Beamte aller Art, deren Namen keiner kennt, die in den Akten kramen dürfen. Aber bald dürfen die "Vertreter des ganzen Volkes" auch mal reinschauen. Vielleicht.

Denn noch ist der Brief des kühnen Bundestagspräsidenten von der göttlichen US-Regierung, die Norbert Lammert untertänigst um Akteneinsicht gebeten hatte, nicht beantwortet. Auch in anderen unterworfenen Ländern Europas hat die Macht "Leseräume" eingerichtet, in denen anonyme Beamte geheime Verhandlungsprotokolle lesen dürfen. Natürlich nur dann, wenn sie vorher ihre Handys, Tablets, oder Kameras abgegeben haben. Ihren Amtseid erhalten sie beim Rauskriechen unbenutzt wieder zurück. Während der Beamte in kniender Haltung lesen kann, wer an der Verschwörung gegen Europa beteiligt war, achtet das US-Sicherheitspersonal darauf, dass keine Notizen gemacht werden. Dass ihm am Ende das Gehirn gebügelt wird, ist nur ein Gerücht: Beamte, die nicht schon vorher grundgebügelt wurden, haben keinen Zutritt.

Wer einmal zu Fuß vom Reichstag über die Ebertstraße zum Pariser Platz 2, der US-Botschafts-Zwingburg, gegangen ist, der weiß was dem Abgeordneten auf seinem Pilgerpfad alles geschehen kann: Er könnte sich unbeobachtet wähnen und unvermittelt den aufrechten Gang proben. Bei Regen könnte ihm sein Gewissen, dem er grundgesetzlich verpflichtet ist, nass werden und Rostflecken bekommen. Wähler könnten irgendeine alberne Rechenschaft von ihm fordern. Und gegenüber der Botschaft lockt der Tiergarten, in dem Vögel in Freiheit auf die USA pfeifen und so ein schlechtes Beispiel geben. Hebt der Volksvertreter den Blick, statt ihn demütig zu senken, geraten ihm die Abhör-Antennen auf dem Dach der Botschaft ins Auge, und Fragen geraten ihm vielleicht ins Gehirn: Was wissen die alles von mir: Von den Pornos, die ich runterlade, oder den Essen, zu denen ich eingeladen wurde?

Allwissenheit ist das wesentliche Kennzeichen der Allmacht. Zugleich braucht die Macht Millionen von Nichtwissern: Nur Nichtwissen macht das Wissen wirklich wertvoll. Wenn alle alles wüssten, könnte der Gedanke von Selbstermächtigung aufkommen, jenem gefährlichen Wunsch nach Autonomie, der Verhältnisse ändern würde. So sind die TTIP-Akten eine Art Abstandshalter. Das weiß Lammert. Er könnte ja auch eine Auslagerung der Akten in ein allgemein zugängliches, öffentliches Gebäude fordern, oder auch einen Auftritt des Geheimen im allen erreichbaren Internet. Nein. Lammert ist ein Vertreter der Vertreter, ein Reisender ohne Handlungsvollmacht. Ihm ist das Symbol der Wallfahrt zum Heiligtum wichtig. Einfach so Akten einsehen: Das darf nicht sein.

Es wird ohne Tunnel nicht gehen. Doch vor dem Gang in den Tempel der Macht sollte der Abgeordnete den Gebetsraum des Bundestages aufsuchen. Die von Günther Uecker gestaltete Kapelle wird der Gewissenserforschung dienen: Habe ich mich an der Macht versündigt, in Gedanken, Worten und Werken? Hunderte von Ueckers Nägeln durchbohren das Kreuz im Raum, so bohrend wie die Fragen, die sich der Delinquent vor dem Gang durch den Tunnel stellen soll. Doch dann, gereinigt und geläutert, darf er den Fahrstuhl nach unten benutzen, zum Stollen des geheimen Wissens. Wenn Lammert eine positive Antwort bekommt. Wenn Lammert überhaupt eine Antwort erhält. Wenn Lammert und seine Abgeordneten-Truppe des amerikanischen Herrschaftswissens würdig sind. Und der Tunnel wird sein ein Zeichen der Gnade, amen.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 26. Juli 2015 schrieb Brigitte Klara Mensah-Attoh:

Ganz hervorragend Maestro! Danke Uli, die Satire hat den nötigen Biß,
ist genau so zutreffend wie wahr. Bitte bitte mehr davon!

Bravissimo! voll den Nagel auf den Kopf getroffen finde ich auch die FORM Deiner
(roten) Antwort auf das törichte Geschwafel von Herrn Steinbach!
Skandalös zu nennen ist aber auch noch, nämlich
daß die Amis andere Menschen u n g e s t r a f t FOLTERN und ermorden,
mit Hilfe von Drohnen und unter Beihilfe der deutschen "Freunde"
(und trotzdem nicht von aller Welt als das bezeichnet werden was sie sind, nämlich "Terroristen" - das ist Herrn Steinbach wohl auch entgangen.

Themenwechsel:
Wie t o l l REYES, daß du wieder aufgetaucht bist!


Am 26. Juli 2015 schrieb Ulfert Kaufmann:

Zur ätzenden Kritik Uli Gellermanns zu ätzenden (politischen) Verhältnissen
wird von Mainstreamjournalisten und ihrer Leserschaft vorwurfsvoll seibernd gefragt: "Wo bleibt denn das Positive?!"
Etwas Positives gibt es nicht, worüber Uli Gellermann sich äußert. Gäbe es Positives,
brauchte darüber nicht großartig geschrieben oder gar applaudiert zu werden.

Die realen Verhältnisse erheitern zu oft nicht und bedürfen permanent objektiver Berichterstattung, Kommentierung. und Aufklärung, und zwar ohne dass in versteckter Propagandamanier Nebelkerzen geworfen werden.

Dass sich die deutsche und us-amerikanische Presse wie TV-Berichterstattung kaum davon leiten läßt - es gibt Ausnahmen - , macht sich m.E. in übler Weise anlässlich des Ukraine-Konflikts bemerkbar und soll offenbar im Sinne der "Newsmaker" die Bereitschaft der Menschen zu immer weiter gehenden Militarisierung (gg. Russland in persona von Putin sowie die bösen Buben in der Ostukraine) schüren.bzw.... schürt sie tatsächlich.

Es ist insowei täußerst positiv , w i e sich Uli Gellermann äußert, mich macht es froh, dass er derart schreibt.und sich offenbar unbeirrt von Lügen (aller Art) u.a. mutig mit programmiert blutigen todbringenden "Geschehnissen", genannt Krieg, auseinander setzt.
.
Ich halte mich für einen positiv orientierten lebensbejahenden musikliebenden (politischen) Menschen und höre mitunter gern "It`s A Wonderful World" in der Interpretation von Louis Armstrong, oder auch J.S. Bach interpretiert von Jaque Louissier. Die Besinnung auf Lebens- wie Liebenswertes und menschliche Vernunft sollte die Realität bestimmen. Frieden ist der Ernstfall. .

Gut fand ich übrigens , dass Altkanzler Schmidt zu den Sanktionen gg. Russland
äußerte: "Dummes Zeug!" Hier und diesmal hat er meine Zustimmung.


Am 26. Juli 2015 schrieb Pat Hall:

U.Gellermann´s Beiträge sind für Vor & Nachdenker beispielhaft und finden sich sogar auf den Nachdenkseiten wieder.
Diese Seiten setzen sich für klare und objektive Analysen & Berichte über Hintergründe und Wahrheiten ein.
Wenn sich nun ein Herr Klaus Steinbach lieber schützend vor einem Metalldekorierten US-Kriegsgeneral stellen möchte um seinem Wohlgefühl zu fröhnen,möge er sich seinen Gefühlen keinen Zwang an tun.
Doch möchte ich diesem Freund des US-Liberalismus darauf hinweisen, dass man in Amerika wegen Falschblinken in Strassenverkehr im Gefängnis sein Lebensende finden kann,entweder stranguliert oder Tot mit gebrochenem Genick !
Und weil die Rechten Arschbacken den USA am besten für den Krieg in Ukraine geeignet sind setze ich lieber auf die Linken,die Helfen wollen Kriege zu vermeiden.
Mit freundlich Grüßen an den Kampfschreiber @Klaus Steinbach


Am 25. Juli 2015 schrieb Eckart Kreitlow:

Die Beiträge auf Rationalgalerie.de von Ulrich Gellermann sind alle klasse und lesenswert.

Deshalb habe ich auch auf der Navigationsseite von Ostsee-Rundschau.de www.rationalgalerie.de verlinkt


Ulrich Gellermann ist ein ausgezeichneter Journalist, der immer "ins Schwarze" trifft, zumindest in den Beiträgen von ihm, die ich in letzter Zeit von ihm las.


Besonders traurig ist allerdings, dass die Beiträge zumeist die gefährliche Realität aufzeigen bzw. widerspiegeln, in der wir gegenwärtig leben.


Die US-Administration scheint offenbar nicht einmal dafür zurückzuschrecken, einen Atomkrieg vom Zaum zu brechen und glauben wahrscheinlich sogar ernsthaft, dass im Kriegsfalle ihr Territorium verschont bliebe.


Wenn Millionen Menschen in einem inzwischen möglich gewordenen Dritten Weltkrieg umkämen, scheint den Pentagon-Strategen offenbar egal zu sein.


So in etwa kommt es jedenfalls in dem jüngsten aktuellen strategischen Studien, die in einem Strategiepapier der USA veröffentlicht wurden, zum Ausdruck.


Am 24. Juli 2015 schrieb Klaus Steinbach:

Sehr geehrter Herr Gellermann!

Es ist erschreckend, wie sich ein "linker" (oder auch "rechter", wer weiß das heute noch?) deutscher Nationalist outet und sich zum "nützlichen Idioten" der russischen Propaganda macht.

Oder meinen Sie allen Ernstes, daß es ohne die amerikanische Vorherrschaft in Deutschland bzw. Europa besser wäre?
(Ich erinnere nur an die Zeiten Kaiser Wilhelms bzw. Adolf Hitlers, als die USA noch eine weitaus geringere Rolle spielten.)

Und herrschen in Russland inzwischen nicht ähnlich elende kapitalistische Verhältnisse wie z.B. in den USA bzw. hierzulande?

Was ist daran sympathisch, wenn sich mehrere Mächte um Einflußsphären bis hin zu einem .3.Weltkrieg streiten?

Letztlich ist das wie die linke und rechte Arschbacke (bzw. wie Pest und Cholera), wobei keine der Parteien besser bzw. schlechter als die andere ist.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Steinbach

Übrigens:
Daß z.B. Russland derzeit etwas friedlicher erscheint, liegt im wesentlichen an den geringeren wirtschaftlichen und militärischen Mitteln.
Ich möchte gar nicht wissen, wie sich die derzeitige russische Regierung in der heutigen Stellung der USA verhalten würde.

Antwort von U. Gellermann:

Sehr geehrter Herr Steinbach,

wenn ich Sie recht verstehe, fühlen Sie sich unter US-amerikanischer Vorherrschaft wohl. Dann werden Sie sicher auch die US-Kriege in der arabischen Welt begrüssen, vom Rohstoffraub bis zur Hungersklaverei unter US-Vorherrschaft ganz zu schweigen. Auch die Möglichkeit, dass die USA in der Ukraine einen Atomkrieg riskieren, kann Sie sicher nicht schrecken. Sie sind sehr, sehr tapfer. Es stimmt: Für völlig stumpfe Menschen kann der amerikanische Arsch ein schöner Wohnort sein. Sie befinden sich in guter Gesellschaft, treffen jeden Tag Frau Merkel und andere Mitglieder der US-Administration in Deutschland und dürfen sich einen Freund der Freunde nennen. Herzlichen Glückwunsch.


Am 23. Juli 2015 schrieb nora schmitz-gharbi:

Wunderbarer Artikel! Aber leider kann Satire gar nicht so tief schießen um diese Leute noch zu treffen.Politik kann man in diesem Lande definieren als die Durchsetzung wirtschaftlicher Zwecke mit Hilfe der Gesetzgebung


Am 23. Juli 2015 schrieb Ernst Grobschmied:

Bitte den Leuten auf den Sack gehen

http://geldhahn-zu.de/aktuelles/t-t-i-p-oder-die-entsorgung-von-sondermuell-durch-die-bio-abfalltonne


Am 23. Juli 2015 schrieb Silke Hauptkorn:

Kleiner Zusatz:
Auch wenn die meisten, die sich hier "rumtummeln", bestimmt schon teilgenommen haben... für alle, die es noch getan haben, bitte unterzeichnen:

https://stop-ttip.org/de/?noredirect=de_DE


Am 23. Juli 2015 schrieb Hans Ion:

Politiker sind wie Maulwürfe (!), sie graben im Dunklen und ihr Tagewerk sind Grab-Hügel!


Am 23. Juli 2015 schrieb Lutz Jahoda:

TOP-SECRET-PAPIER
EINER CIA-UMFORMATIERTEN,
SICHER GELAGERT IM GEHEIMKELLER
DER US-BOTSCHAFT BERLIN
PARISER PLATZ 2

"Ich gestehe ungezügelt:
Ja, mir wurde ausgeklügelt
schmerzfrei mein Gehirn gebügelt.
Seitdem bin ich, wie ich bin:
ferngelenkte Herrscherin."


Am 23. Juli 2015 schrieb Silke Hauptkorn:

Mal wieder ein super Artikel - danke!

Wird höchste Zeit für den Literaturnobelpreis - vor allem um den Bekanntheitsgrad zu erhöhen und dadurch möglichst viele von dem Mainstream-Gesabbel zu erlösen.


Am 23. Juli 2015 schrieb Reyes Carrillo:

Was für eine schöne Satire! Förmlich sieht man, wie der Autor kriechbucklige Beamtenlehmfigürchen im Knetkasten seiner Phantasie in Stop-Motion-Manier durch seinen Tunnel in den US-TTIP-Tempel schickt, und man sieht amüsiert zu, wie diese dann „ihren Amtseid beim Rauskriechen wieder unbenutzt zurückerhalten“ (mein Favorit).

Ein wunderbares Szenario animierter Demokratie unter künstlicher Beatmung. TTIP ist eine Katastrophe, natürlich! Für die Demokratie, für die erschlagende Mehrheit der Menschen in diesem Raum, für die Natur. Und doch – noch – hat diese „Partnerschaft“ der Konzerne und Eliten etwas Amorphes, weil eben Geheimes, Verschlossenes, Unsichtbares – aufschreiend Undemokratisches. Gleichzeitig aber ermöglicht das Amorphe die Satire, gibt ihr einen kleinen, kreativen Raum, erlaubt ihr ein zwar bitteres, aber nicht ersticktes Lachen.

Ganz anders bei den vorherigen bleiernen Themen über Griechenland, über den Ukraine-Konflikt: Zu Recht nur geizig verteilte Ironie wurde zur kleinen Überlebenshilfe, das faktisch Monströse des erbarmungslosen politischen Chronisten zu ertragen. Dies heute wirkt wie ein kurzes Aufatmen-Können – zu (Un-)Recht. Denn das freundliche Wiedergutmach-Angebot, das uns der Galerist heute mit diesen launischen Zeilen nach bleierner Zeit macht – ist freilich vergiftet. Es gibt natürlich nix zu Lachen. Trotzdem.


Am 23. Juli 2015 schrieb Ulrich Fiege:

Ja Politiker kriechen oder neigen ihr Haupt wie Sie in "Ein Tunnel in die US Botschaft" wunderbar belegen Herr Gellermann. Ein kleiner Vorgeschmack was uns erwartet, Zitat aus den: "Leitlinien für die Verhandlungen über die transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten von Amerika"

"Geltungsbereich: Das Investitionsschutzkapitel des Abkommens sollte, unter Einschluss der Rechte des geistigen Eigentums, ein breites Spektrum von Investoren und ihre Investitionen abdecken, und zwar unabhängig davon, ob die Investitionen vor oder nach dem Inkrafttreten des Abkommens getätigt werden.
Behandlungsstandards: In den Verhandlungen sollte angestrebt werden, insbesondere ? aber nicht ausschließlich ? die folgenden Behandlungsstandards und Regeln in das Abkommen einzubeziehen:
a) gerechte und billige Behandlung einschließlich eines Verbots unverhältnismäßiger, willkürlicher oder diskriminierender Maßnahmen,
b) Inländerbehandlung,
c) Meistbegünstigung,
d) Schutz vor direkter und indirekter Enteignung, einschließlich des Rechts auf unverzügliche, angemessene und effektive Entschädigung,
e) voller Schutz und umfassende Sicherheit der Investoren und Investitionen,
f) andere wirksame Schutzbestimmungen, zum Beispiel eine "Schirmklausel"
("umbrella clause"),
g) ungehinderter Transfer von Kapital und Zahlungen durch die Investoren,
h) Regeln über den Forderungsübergang.
Durchsetzung: Das Abkommen sollte einen wirksamen Mechanismus für die Beilegung von Streitigkeiten zwischen Investor und Staat vorsehen, der auf dem neuesten Stand ist und Transparenz, Unabhängigkeit der Schiedsrichter und die Berechenbarkeit des Abkommens gewährleistet.."
http://www.ttip-leak.eu/media/download/e2ff8f5879aeaf5a40360628db9a0c84.pdf

ich kürze das mal ab denn was es Bedeutet den Meisterbrief zur Makulatur zu erklären, können wir nicht nur erahnen aber auch dieses Fundstück hat es in sich: EU Richtlinie des EU-Rates und Parlaments unter: "(5) Die Gesundheit und Sicherheit der Arbeitnehmer am Arbeitsplatz sollte nicht aufgrund der Arbeit in einem bestimmten Sektor oder Tätigkeitsbereich geschützt werden, sondern aufgrund ihrer Stellung als Arbeitnehmer." Das sogenannte Humankapital gilt es zu schützen und davon haben wir ja eine ganze Menge. Wenn TTIP kommt ist Ende im Gelände, es sei denn und nachdem England aus der EU ausgetreten ist, das wir uns in einem Krieg wieder finden.




Am 23. Juli 2015 schrieb Gebhard Reitz:

Guten Tag Herr Gellermann,
man muß ja auch den Nachrückern der Politikscene auf die Zehen treten, deshalb habe ich mir heute erlaubt, Ihren Volltreffer von Artikel dem MdB Roderich Kiesewetter als kleine Nachtlektüre zu empfehlen.
Der Herr ist auch so ein "schneidiges CDU-Mitglied" ( Generalstabsoffizier a.d.) und TTIP- Beführworter, der seit längerer Zeit für größere Parteiaufgaben gezielt aufgebaut wird.


Am 23. Juli 2015 schrieb Karl Müller:

Interessant ist auch warum die Commerzbank und die DGZ Bank direkt am Brandenburger Tor sind.Wem gehören diese Banken?


Am 23. Juli 2015 schrieb Benny Thomas Olieni:

Poetisch-realistisch, elegant-drastisch, bildhaft-aufklärerisch, unterhaltsam-erschütternd und das alles sprachlich in hohem Maße geschliffen: Goldmedaille am Bande des Tucholsky-Instituts Berlin!
Bei allem tragischem Inhalt gibt mir dieser kurze Text mehr geopolitische, sozialpolitische Analyse als mancher wortreiche und gedankenarme Artikel anderenorts.
Die Mischung aus verstehendem Lächeln und schauderndem Erschrecken, die der Text hervorruft, macht ihn in meinen Augen zu einem Kunstwerk der Aufklärung.
.
- Ein Schlüsselwort des Textes aus meiner Sicht, angesichts der beschriebenen Misere:
"Selbstermächtigung".
Zitat: "(es) könnte der Gedanke der Selbstermächtigung aufkommen, jenem gefährlichen Wunsch nach Autonomie, der Verhältnisse ändern würde."
Die "Selbstermächtigung", der Weg zur "Autonomie" beginnt mit dem Denken (das die Feinde der menschlichen Entwicklung verhindern wollen, durch die beschriebene Geheimhaltung von "Wissen".) Aus der geistigen "Selbstermächtigung" würde und wird schrittweise ein "autonomes" sachgemäßes (und hoffentlich konstruktives und liebevolles) Handeln im sozialen Alltag folgen. Aus dem Gespräch auf Augenhöhe aller Beteiligten, im Idealfall - so weit wie möglich ohne schädliches Herrschafts-Gewese. So in Kürze eine Skizze eines Teils meiner sich an den Text anschließenden Hoffnung.
.
Danke für diesen Transparentmachungs - Text in Perfektion! (TTIP)


Am 23. Juli 2015 schrieb Manfred Ebel:

Ist das nur unheilige dreifache Einfalt der Geheimabkommen zwischen den von wahren Demokraten gewählten demokratischen Repräsentanten?
Tatsächlich höre ich doch oft, dass ich nicht meckern dürfe, da ich ja doch nicht wähle. Auch in diesem Fall. Wer nicht wählt, hat ja auch keine Meinung, meint der echte Demokrat.
Fakt eins: 30-50 Prozent erklären 50-70 Prozent für unmündig. Das ist praktisch rechtes demokratisches Grundverständnis.
Dass auch bei TTIP es um Verdrängung bei Rohstoffen, Arbeitskräften und Markt geht und somit TTIP unmittelbar und ausschließlich die Kapitalinteressen der Bourgeoisie umsetzt, pfeifen die Spatzen längst vom Dach und nur hirnlose Spatzen könnten das noch leugnen.
Fakt zwei: TTIP ist ausschließlich, direkt und brutal Kapitalinteresse.
Wenn die demokratisch gewählten Volksvertreter bei dieser elenden Verschwörung mit der Bourgeoisie mitmachen und dies vor sich selbst und ihren Wählern verheimlichen, gilt
Fakt drei: Diese Demokratie ist eine Farce. Keine Wahl und keine Reform ändert das.
Es gilt also der Umkehrschluss: Wer diese Demokratie mitmacht - ob mit dieser oder jener Stimme - macht sich mitschuldig und darf nicht meckern.
Zum weiteren Beweis gibt es hinreichend historische Parallelen. Auch für alle weiteren Folgen.


Am 23. Juli 2015 schrieb Ingrid Böhm-Duwe:

Das ist die ganz besondere von den Bürger geforderte „Transparenzmachung“ durch das gehorsame Lamm(ert) mit der Eselsprokura „i.A.“

Ob denn die Auserwählten, die Leser der Dokumente anschließend noch ruhig schlafen können? Ob ihres Geheimwissens? Oder baden sie in ihren Träumen in einem öffentlichem Schwimmbad voll von Hühnchen? Um nur einmal das Stichwort zu bringen, wovon alle schon etwas gehört haben. Na ja, der „gemeine Bürger“ hat zwischenzeitlich einen Geflügelhändler seines Vertrauens ausgemacht und das Thema TTIP zur Seite gelegt. Die Anfangsbuchstaben des Abkommens richtig mit „Totaler Terror“ zu übersetzen kommt ihnen nicht in den Sinn. „Die werden es schon richten“…. die Damen und Herren Entscheidungsträger unseres Vasallenstaates….


Am 23. Juli 2015 schrieb curti curti:

Die "demokratischen" Perversionen zwischen Macht und "Volksvertreter" gegenüber dem als Untertanen eingeordneten Volk sind zwischenzeitlich dermaßen offensichtlich und nachhaltig, daß für Verschwörungstheoretiker zumindest die Theorie entfällt. Wohin man auch blickt und analysiert - allenthalben destruktive Fakten, Fakten, Fakten, glasklar. Die wiederum werden von den geneigten MSM möglichst ins glatte Gegenteil verkehrt oder fallen kurzerhand unter den Tisch, mag sein hier und da auf die Füße der Kriecher im Tunnel, besser noch als zerbrechende Last auf deren Rücken. Schad aber nix, bleibt einer liegen stehen zig andere parat die Lücke zu füllen mit 100% marktkonform.

Hagen Rether meinte mal zur "Talkshow-Version" dieser Spezies, er vermute die hätten Rollen unter den Sesseln und werden von einer Bühne auf die andere geschoben.

Im Ergebnis ist es nicht verwunderlich, daß das Volk rundum zugedröhnt wird mit "Werten" der "Wertegemeinschaft", die bei näherer Betrachtung mehr oder weniger wertlos sind. Aber wer außer ein paar "Verirrten" guckt schon genauer hin. Genau das wissen die Verkünder nur zu gut und handeln entsprechend. Es herrscht Narrenfreiheit!


Am 23. Juli 2015 schrieb Karen Mittelstedt:

Das nenne ich die eleganten Art des Ko-Schlages. Danke!


Am 23. Juli 2015 schrieb Wolf Gauer:

Tunnel zwischen US-Botschaft und Reichstag ? Es geht doch viel einfacher, zum Beispiel in anderen Bananenrepubliken: Als Evo Morales die Präsidentschaft Boliviens übernahm und seinen Amtssitz inspizierte, stutzte er angesichts der verschlossenen Türen einer ganzen Büroflucht. Ein Schlosser musste öffnen. Es war die Niederlassung von CIA & Co. Morales schrieb jedoch keine Briefe, er schmiss schlicht raus.


Am 23. Juli 2015 schrieb Doris Pumphrey:

. . . spitzenmäßig, Uli!!! Man sollte eine Karikatur malen können, von kriechenden Abgeordneten auf dem Weg durchs Tunnel...die Zungen, die der Kriechgang herausstrecken lässt und wie sie am Ziel dankbar die Stiefel lecken. . .


Am 23. Juli 2015 schrieb Jochen Scholz:

Lieber Herr Gellermann, so geht das nicht. Wie Sie mit unseren amerikanischen Freunden umspringen! In Berlin, dessen (Westteils) Freiheit heldenhaft von unseren Freunden in Vietnam verteidigt wurde, deren einzige Sorge die Ausbreitung von Demokratie und Menschenrechten in der Welt ist und war. Von Chile, Panama, Nicaragua, Guatemala bis Irak, Syrien, Afghanistan, Libyen,Saudi-Arabien und mithilfe von AFRICOM auf einem ganzen Kontinent. Und noch etwas: wollen Sie etwa den alten Frontstädtern das deutsch-amerikanische Volksfest mit seinen "24 Tagen amerikanischen Feelings verderben? "

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