Ein Handy-Dialog

Von A(ngie) nach B(arack) und zurück

Autor: U. Gellermann
Datum: 24. Oktober 2013

Handy A:
Hier ist Merkel.

Handy B:
Oh, Angie, schön dass Du mich anrufst.

Handy A:
Aber ich habe Dich nicht angerufen, Du hast mich angerufen.

Handy B:
Das wüsste ich, Sweetie, es gibt gerade keinen Militäreinsatz, an dem Deine Germans teilnehmen sollen, kein Handelsabkommen, keine UN-Resolution gegen Terrorismus, also warum sollte ich Dich anrufen?

Handy A:
Aber es hat doch bei mir geklingelt . . .

Handy B:
Ich will ja nicht unhöflich sein, Angie, aber im Alter hat man schon mal so ein Klingeln im Ohr, man nennt es bei uns Tinnitus.

Handy A:
Nun werd mal nicht unverschämt. Auf meinem Display steht Deine Nummer.

Handy B:
Na, dann hast Du doch einen prima Anschluss, wann immer Du auf Empfang drückst, immer hast Du mich dran.

Handy A:
Was soll denn die Europäische Union sagen, die denken, ich suche ständig Deine Nähe.

Handy B:
Wer sich mir anschließt, der kann mit dem Rest der Welt abschließen (lacht).

Handy A:
Kann denn Deine Sicherheitsagentur nicht ein bisschen unauffälliger zuhören? Ich gelte doch sonst als hörig, wenn jeder davon erfährt.

Handy B:
Angie, reg Dich nicht auf, jeder weiß doch, dass Du wild auf mich bist. Auf meine power, mein militärisches Charisma . . .

Handy A:
. . . auf Deine Schulden bin ich nicht so wild . . .

Handy B:
. . . hörig bleibt hörig. Und auch beim Telefonverkehr braucht man eine gewisse Sicherheit, wenn Du verstehst was ich meine.

Handy A:
Hältst Du die NSA für ein Polit-Kondom? Seit Snowdon sind die doch eher eine Agentur für Unsicherheit.

Handy B:
Komm mir nicht so Angie, sonst machen wir es französisch. . .

Handy A:
Du meinst, bei denen hörst du 70 Millionen Mal ab, bei mir ist es exklusiv?

Handy B:
Ich bin nun mal kein Mann nur für eine Nummer.

Handy A:
Na schön, dann geh jetzt mal aus der Leitung.

Handy B:
Ich kann nicht aus der Leitung gehen, ich bin die Leitung. - Tuut, tuut, tuut.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 29. Oktober 2013 schrieb Klaus-Detlef Haas:

Abhörigkeit von den USA: Danke erneut. Und ich schenke Dir meinen neuesten Brechtismus (Galileismus):

Unglücklich das Land, das Handys nötig hat.


Am 25. Oktober 2013 schrieb Marie Schulte-Kotten:

Die Dame Merkel soll doch froh sein abgehört zu werden. Das bedeutet doch, dass sie ernst genommen wird.


Am 25. Oktober 2013 schrieb Hans Dampf:

Merkel sagte, dass sie seit den Berichten über Abhöraktionen ihr Kommunikationsverhalten nicht geändert habe.

"Ich habe eine (...) konsistente Logik meiner Gespräche. Deshalb glaube ich, dass jeder, der mit mir redet, im Grundsatz immer das Gleiche hört."

Antwort von U. Gellermann:

Genial. Aber unabsichtlich.


Am 24. Oktober 2013 schrieb Markus Bunse:

Das Merkel-Handy bringt die Politprominenz in Aufruhr. Wenn der Bürger überwacht wird, ist das aber nicht der Rede wert ...

Gut gemacht, Obama! Überwachung für alle!


Am 24. Oktober 2013 schrieb Dirk Müller:

NSA, CIA, FBI, MI6, Mossad, ob brauchen oder nicht.
Ein guter Krieg, ein guter Deal, zwingt alle Erdlinge auf den Strich!
Solange das Fernsehen und die Utopie der freien Wahl, die gut situierten Menschen im Wachkoma hält und die einfachen Frustrierten auch schön dem finanzierten vermeintlichen Freidenken verfallen, anstatt noch durch die nächste Instanz weiterer Falschinformationsnetze und doppelter Böden der monetären Infiltration, jeglicher Denkanstöße durchzubrechen und die Wahrheit in ihrer vollen zukünftigen Konsequenz im Geist abzubilden, wo ja kaum noch einer über einen wachen Geist verfügt oder die Zeit hat sein Leben, mit allen Schieflagen mal richtig zu hinterfragen, kann man getrost noch im Hintergrund der Neuverdummung straffrei agieren und man arbeitet mit Hochdruck daran, das die Fessel der Stagnation, durch Manipulation, auch fest sitzt, wenn der Wind rauer wird denn wenn man keine sauberen Methoden gegen Rebellen hat, dann braucht man schon die Geheimdienste, die sich dann ihren programmierten Ordnungshütern bedienen: getarnt als Gärtner, Pizzabäcker, Polizisten und Opposition, je nachdem in welche Richtung die Schafe durch den Zaun brechen wollen und man ihnen ne Schuld für die Eskalation anhängen muß, was ja schnell im Kerne, in Echtzeit erkannt werden will, im Facebook, Google, Whatsapp Frühwarnsystem. Der Mensch bildet sich halt ein über allem zu stehen und alles zu begreifen, ein Tier hat wenigstens noch Angst und nen Instinkt für Fremdes, aber der Mensch läuft freudestrahlend mit dem Gesicht in den Rasenmäher, wenn es stylisch danach ist, einen Kick mitbringt, oder weil es einfach jeder macht, man muß nicht mal mehr gewaltätige Propaganda verbreiten, der Mensch äschert sich auch für seine entarteten Triebe selber ein!
Das Konzept der Manipulation ist uralt und mittlerweise perfektioniert wie fast kein anderes Gebiet und er sieht die Welt durch das Panzerglas nicht mal verschwommen, sein Gehirn hat die Tatsache der schmerzhaften Einengung schon aus dem Bewußtsein heraus gerechnet!
Dann kommt der Pizzabote mit dem Schalldämpfer, oder dein Auto überschlägt sich beim Einparken, Häuser schmilzen, Züge entgleisen, überall schmieden Psychopathen die Eisen.
Wer sich die Bundetrojaner "Facebook" "Whatsapp" und auch andere Fremdfirmen der immer gleichen Leute und Masche auf seine Devices installiert hat, wer seine GPS Daten nutzt für einen Flirt, zum peilen in den Hühnerstall, der hat selber ein Fadenkreuz auf der Stirn, so ist es nun mal in der NEW World, alle jammerten als es um den Trojaner ging, aber in einer lebensechten Gummipuppe wird ihn keiner verschmähen. Der Mensch ist eben geistig so weit runter gehungert, das die NEW WORLD mitten in jedem zweiten Wohnzimmer steht. Wordsearch Algorythmen, Beastcomputer Cluster und elektronische Psychiater, knacken schon deinen humanen Code, ob Querdenker, Nulldenker, Triebdenker = Dein Helm ist schon gepresst und wer zu kompliziert denkt bekommt keinen.


Am 24. Oktober 2013 schrieb Manfred Meyer:

Die Süddeutsche Zeitung hat im Juli schon geschrieben, dass alles rechtens ist. Die Kanzlerin hätte nur einmal Foschepoths „Überwachtes Deutschland“ lesen müssen. Dann hätte sie gewusst, dass es ein „Zusatzabkommen zum NATO-Truppenstatut“ gibt und eine Ausnahmeregelung für ihr Handy darin nicht auftaucht.

Antwort von U. Gellermann:

Und in der RATIONALGALERIE hätte sie es auch lesen können:

http://www.rationalgalerie.de/home/kolonie-deutschland.html


Am 24. Oktober 2013 schrieb Rainald Irmscher:

Danke Uli ! Die Satire hat was!

Hans Bemmann hat in "Stein und Flöte" das Modell beschrieben, die Härscher durch Lachen zu vertreiben.

Es bleibt ein bitteres Lachen, solange die Gewählten nur Regierungsdarsteller sind und sich nichts ändert, wenn diese ausgetauscht werden.

Die Eiterbeule NSA ist so unnütz wie ein Kropf. Vermutlich sind die tatsächlichen Betreiber und ihre Hintermänner entsetzlich krank. Ich weiß nicht, wie man denen vermitteln kann, dass wir sie gar nicht brauchen.


New Era, Greenland

The time has come for consciousness and unity.
The time has come for the awakening of humanity.

We all want respect between humans.
We all want respect for the planet that gave us life.

We are more powerful than any government.
We are more powerful than any fear.

We understand unity as the only force.
And love as the only way.

We are the new era.

Antwort von U. Gellermann:

Die sind nicht krank, die wollen herrschen. Die miss-brauchen uns.


Am 24. Oktober 2013 schrieb Veruschka Sobolewski:

Schnell, schneller, Gellermann: Ich wundere mich immer wie Sie die aktuellsten Sachen über Nacht verarbeiten. Und dann auch noch gekonnt! Danke.


Am 24. Oktober 2013 schrieb Hanne Mittendorf:

Damals in der DDR nannten wir die Sowjets "Freunde". Das scheint Frau Merkel auf die Amerikaner übertragen zu haben. Da kann man nur sagen: Wer solche Freunde hat, der braucht keine Feinde mehr.


Am 24. Oktober 2013 schrieb Rainer Wegener:

Ich lach´ mich schlapp: Der Freund und Partner hört mit! Da ist Ihre Art diese "Freundschaft" bloßzustellen genau richtig.


Am 24. Oktober 2013 schrieb Werner Mertesheimer:

Auch wenn der Handy-Lauschangriff ein Skandal ist: Man muss nicht so schlüpfrig darauf reagieren.

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