Dritter Weltkrieg droht

Ein Mann erschießt einen anderen

Autor: U. Gellermann
Datum: 24. Oktober 2014

Sichert eine der US-Flotten schon die kanadische Küste? Haben US-Marines bereits das kanadische Parlament besetzt? Ist das "2e régiment értranger de parachutistes" der französischen Fremdenlegion inzwischen über Ottawa abgesprungen? Sind in den Gentlemen's Clubs der englischen Hauptstadt die ersten Freiwilligen für den Einsatz in Kanada rekrutiert? Wurden die deutschen Gebirgsjäger in Marsch gesetzt oder ist nur der deutsche Stammtisch mit einer TUI-Chartermaschine im Anflug auf Ontario? Denn 1 ganzer (in Worten: ein ganzer) geistig oder religiös Verwirrter, was häufig das selbe ist, hat im kanadischen Parlamentsviertel um sich geschossen und einen Menschen getötet. Und die Welt, glaubt man den Medien, hält den Atem an.

Andere geistig Verwirrte habe sich dem toten Täter angeschlossen. Der kanadische Premier dröhnt: "Angriffe auf unser Sicherheitspersonal und unsere Regierungsinstitutionen sind naturgemäß auch Angriffe auf unser Land, unsere Werte, unsere Gesellschaft und auf uns Kanadier als freies, demokratisches Volk". Da muss der amerikanische Präsident aber sofort ein klares und hartes "Solidarität!" hinterher werfen. Frankreichs Präsident François Hollande versicherte Kanada sogar die "gänzliche Solidarität". Eine halbe hätte es nie und nimmer getan. David Cameron ist total bestürzt. Der australische Regierungschef, Tony Abbott, solidarisierte sich mit Kanada und versicherte der eigenen Bevölkerung, die Regierung werde "alles tun", damit das Land sicher sei. Aber greift er auch zum Äußersten, wie die Kanadier? Dort haben die "Kadetten", eine Art Pfadfinder, den Befehl bekommen ihre Uniformen anzulegen. Jetzt werden schon die Zwölfjährigen mobilisiert und werfen sich mit blank geputztem Riemenzeug dem islamischen Terror entgegen.

Denn darum geht es natürlich: Um den "Kampf gegen den Terror". Der hatte, ISIS hin Al Qaida her, ein wenig nachgelassen in seiner Wirksamkeit. Mancher fand das Gürtel-im-Mund-Schuhe-in-der-Hand-Ballett an den Flughäfen lästig. Die kollektive Disziplin ließ nach. Immer wieder versuchten einzelne, wahrscheinlich Sympathisanten des internationalen Terrors, Flüssigkeiten wie Brause oder Bier in größeren Dosen in die Flugzeuge zu schmuggeln. Dieser oder jener hatte die tägliche Anschlagsangst verloren. Das Wort "Bombenstimmung" wurde zum Witz. Häufig kam es vor, dass echt weiße Menschen ohne Furcht an Moscheen vorbei gingen. Woran erkennt man den Terroristen, fragt die FRANKFURTER ALLGEMEINE und ruft zur Wachsamkeit auf. Schön, mancher soll den gelben Ersatz-Ausweis bekommen. Dann kann er sich gleich selbst ausweisen. Aber reicht das, um ganze Völker für den Kampf gegen den Terror zu formieren?

Das sind doch bisher alles Peanuts: Ein paar Haubitzen und andere Waffen in den Irak, die Hieh-und-Da-Bombardements sollen, befreit von allem Kollateral-Geschwafel, vermehrt werden. Das kann doch nicht alles sein. Noch ist das Wort BODENTRUPPEN nur in allen Chefredakteurs-Mündern, wann wird es final zum Geschrei der Straße? Die Bedrohung war offensichtlich für die Normalos zu weit weg. Jetzt ist sie endlich in einer Herzstadt des Westens! Morgen bist Du dran, brüllen die Nachrichten. "Morgen kommt der Islamist und holt Dich wenn Du nicht brav warst", soll zum Nachtgebet der kleinen Kinder werden. Macht kaputt was uns kaputt machen will! "Wir werden uns nicht von Terroristen einschüchtern lassen", so kommentiert Bundestagspräsident Lammers die Tat eines kranken Kanadiers. Nur kurz noch darf der Stahlhelm runter zum Gebet. Deutschland einig Anti-Terror-Land. Überall auf der Welt. Denn ein Mann hat in Kanada einen anderen erschossen. Wie war das damals in Sarajewo? Siehste!


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 26. Oktober 2014 schrieb Manfred Ebel:

Danke, Uli, für den Artikel.
- erste Assoziation: Wieder kocht die Wut über heutige Rundfunkbeiträge zu den Wahlen in der Ukraine und zu Chinesen in Taiwan hoch.
- zweite Assoziation: Erinnerung an Kriegspropaganda wie "der ewige Jude" oder "Psst! Feind hört mit!"
- die dritte kam beim Lesen der Kommentare: 
Mein Entsetzen über allgemein sinkendes Bildungsniveau und Denkfähigkeit, das wohl besonders deutsche Mitläufertum, "Ich-bin-ja hier-nur-der Praktikant", ("Und Du bläst mit." - genau getroffen!), epidemische Ausbreitung des Lumpenproletariats, das für Silberlinge seine Nächsten verkauft ("nur um ja seinen Arbeitsplatz nicht zu riskieren.")



Bedauerlicherweise geht das bis in die Familien, die sich von "VT", "Putinverstehern", "Panikmachern", "Rechte-Ecke-Sympathisanten", "verkappten Antisemiten" distanzieren. Mithin schlägt die gesamte Propaganda wirksam zu. Es wird kaum noch über die im Artikel genannten wirklich wichtigen Dinge des Lebens gesprochen. "Ich kann ja doch nichts tun."
Wie gut, Deine Artikel und die Kommentare lesen zu können.


Am 25. Oktober 2014 schrieb Jens Kwiatkowski:

Die Terrormeldungen aus Kanada sind von den ersten Seiten der Zeitungen und aus den TV-Nachrichten verschwunden. Ob das russische U-Boot sie mitgenommen hat, das ja auch aus den schwedischen Gewässern so lautlos verschwand, als wäre es nie da gewesen. Einzig die Rationalgalerie hat sofort und unbeirrt den Propaganda-Charakter der Kanada-Terror-Nachrichten entlarvt. Einziger Fahler: Es fehlte eine Verknüpfung mit dem russischen U-Boot. Das hätte ganz auf der Dadaistischen Linie gelegen, die den deutschen Medien ihren besonderen Irrwitz verleihen.


Am 25. Oktober 2014 schrieb Johannes M. Becker:

Ich pflege mit Jean Ziegler zu sagen:
Die Nachrichten müßten in allen sog. "entwickelten" Staaten jeden Tag wie folgt beginnen:
"Heute sind erneut 25.000 Kinder verhungert.
Heute sind erneut 30.000 Erwachsene Verhungert.
Heute haben erneut 25.000 Menschen Ihr Augenlicht verloren, weil sie kein sauberes Trinkwasser haben."

DAS sind die strukturellen Probleme dieser Erde.


Am 25. Oktober 2014 schrieb Georg Moritz:

@Hatto Fischer

Es ist schon lange zu beobachten, daß Menschen, die prinzipiell dazu in der Lage sind, kritsich, analytisch und unvoreingenommen zu denken, sich den Schlußfolgerungen verweigern. So auch mein Vater, der ein Leben lang Biologie und Chemie unterrichtete: die Frage, ob Kerosinbrand Stahl schwächen könne, konterte er mit dem Vorwurf, ich sei Anhänger von Verschwörungstheorien (9/11).

Was hat das mit Ihrem Beitrag zu tun? Nun - genau da, wo es interessant wird, bleiben Sie stehen, wie ein Sprungpferd welches das Hindernis verweigert. Was ist das "alles", das Uli Gellermann hier über genau welchen Kamm schert?


Am 25. Oktober 2014 schrieb Aleksander von Korty:

Wieder einmal ist dem Autor der Rationalgalerie ein köstlich-satirischer Kommentar zu der heuchlerisch-verlogenen Hysterie politischer Führer der sogenannten westlichen Welt gelungen. Gewürzt mit bissigem, schwarzen Humor. Ein kleines literarisches Kunst- und Meisterwerk, hart am Rande zum Sarkasmus . Es traf exakt meinen Geschmack, denn diese völlig kaputte, kapitalistisch-kriminelle Welt ist bei soviel verlogener Heuchelei ihren politischen Führungsmarionetten nur noch mit schwarzem Humor und Zynismus zu ertragen. Es hat mich sehr amüsiert!
Doch nicht weniger amüsiert haben mich die dazu verfassten Leserbriefe des Herrn Hatto Fischer. Es ist für mich immer wieder eine (Schaden) Freude und ein Genuss feststellen zu können, wie manche Menschen das Thema einer Abhandlung nicht erfassen.
Sicherlich Herr Fischer ist der gewaltsame Tod eines Menschen immer etwas Schreckliches. Wenn auch nur für diejenigen seiner Mitmenschen, die ihn kannten, schätzten oder vielleicht sogar liebten.
Und selbst wenn dies nun in aller Öffentlichkeit an einem geschichtsträchtigen Ort geschah, bleibt es dennoch nur ein einfacher Mord eines offenbar geistig kranken Menschen. Kein Grund also daraus in der Weltpresse hysterische Schlagzeilen zu basteln und ebenso wenig ein Grund für die von mir erwähnten Marionetten in hysterisches Anti-Terror-Kampf-Geschrei zu verfallen.
Und genau dieses völlig überzogene, irrsinnige Kriegsgebrüll unterzog der Autor seiner messerscharfen, satirischen Kritik. Nicht die Tat selbst, sondern das unverhältnismäßige Geschrei dazu, war Gegenstand der Betrachtung.
Ich bin nun schon ein alter Mann , fast so alt wie Methusalem. Dennoch erinnere ich mich immer noch recht gut an einiges aus meiner Schulzeit. Ich hatte einen recht gestrengen aber auch sehr korrekten Deutschlehrer. Wenn ich dem jemals einen Aufsatz vorgelegt hätte in der Art ihrer Leserbriefe, hätte ich mit absoluter Sicherheit von ihm zu hören bekommen: "Setzen. Sechs. Thema verfehlt!"


Am 24. Oktober 2014 schrieb Klaus Madersbacher:

@ Hatto Fischer

Kanada hat sich schon lange von seiner Rolle des friedlichen Landes verabschiedet, wie etwa Robin Philpot in Ruanda 1994 (Link auf www.antikrieg.com) aufzeigt. Was damals noch hinter einer verlogenen Kulisse betrieben wurde, findet heute in aller Offenheit statt. Natürlich so, dass die guten Kanadier nicht bei ihren Jogaübungen vor dem Parlament gestört werden.
Die von Regierung und Medien hochgepeitschte "Betroffenheit" - in Wirklichkeit ein reines Propagandatheater - soll davon ablenken, dass das ehedem friedliche Land selbst eine terroristische Politik betreibt.
Kein Wunder, dass der eine oder andere sich denkt, dass er etwas unternehmen muss, wenn seine Glaubensbrüder usw. in Grund und Boden bombardiert werden, und möglicherweise auch zu Gewalt greift.
In Ländern, die andere Länder in Ruhe lassen und nicht terrorisieren, kommt so etwas nicht vor.
Also Kanadier - bleibt im Lande und nähret euch redlich und lasst die anderen in Ruhe! Vielleicht kannst du das auch den freundlichen Leuten im Parlament sagen? (die werden ja die Rationalgalerie nicht lesen ...)


Am 24. Oktober 2014 schrieb Vera Kapusta:

Das möchte ich auch mal können: Mit wenigen Strichen ein Bild von der ungeschminkten Realität zeichnen und all die Idioten-Medien und Blöd-Politker in jenem fahlen Licht zeigen, das sie selbst erzeugen. Aber dafür gibt es ja Gellermann und seine Galerie.


Am 24. Oktober 2014 schrieb Markus Schmitz:

Die Geschichte lehrt uns: Imperien brauchen äussere Feinde um sich im Inneren zu legitimieren. Dies gilt um so mehr, je größer das Imperium ist. Nordamerika mit GB und EU und den restlichen Randstaaten ist schon ein ziemlich riesiges Imperium. Mit Demokratie und einem Freiheitsgedanken, die das Papier nicht wert sind auf dem Sie stehen, ist ein solches Imperium nicht mehr zusammen zu halten. Das Volk muß auf Linie gebracht werden, koste es was es wolle. Ein Imperium, dessen Volk nicht "mitspielt" wird zusammenbrechen. Angst ist also das geeignete Mittel der Wahl! Angst vor Terror, Angst vorm Türken, Angst vorm Muslim, Angst vorm Islam, Angst vor Arbeitsplatzverlust, Angst vorm Russen, Angst vorm Mongolen (Chinesen)....Angst, ja Angst sie wird uns täglich eingepeitscht medienwirksam und rund um die Uhr, bis auch der letzte vernünftig denkende erschlafft aufgibt. Auf die Angst folgt der Verlust der persönlichen Freiheit und die Staatssicherheit! Aus Recht wird Unrecht! Da bleibt nur noch zu hoffen, dass Martin Luther recht behalten möge mit seiner Aussage:"Eine allzu grosse Macht stürzt durch ihre eigene Masse." Auch hier ist es die Geschichte die uns einen letzten Hoffnungsschimmer aufzeigt, nämlich dass auch Imperien vergänglich sind.


Am 24. Oktober 2014 schrieb Hans-Günther Dicks:

Ich habe Dich lange nicht mehr gelobt. Aber dieser Text macht es mir unmöglich, diese Zurückhaltung weiter fortzusetzen. Einfach brillant!


Am 24. Oktober 2014 schrieb Dirk Krüger:

So begann bekanntlich auch der Erste Weltkrieg.


Am 24. Oktober 2014 schrieb Hatto Fischer:

Etwas möchte noch zum Ausdruck bringen, weil allein der Titel `ein Mann erschießt einen anderen´ nicht nur mehrdeutig, sondern hinterfragt werden soll, ob er nicht Anstoss zu einer falschen Reaktion gibt.
Was war geschehen: ein 37 jähriger Mann erschiesst einen Soldaten der Ehrenwache nicht irgendwo hält, sondern vor dem wichtigsten Denkmal in Ottawa: das `Memorial´ Denkmal, das sowohl an den Ersten als an den Zweiten Weltkrieg erinnert. Oft wird in den Zeitungen nur von irgend einem Denkmal gesprochen. Doch vor diesem Denkmal versammelten sich die Kanadier jedes Jahr um an die Gefallenen insbesondere von Vimy Ridge im Ersten Weltkrieg zu erinnern. Sie verteilen dabei als Symbol eine Klatschmohn-Blume für jeden gefallenen Soldaten. Kanada wurde zwei Mal durch England in diese Kriege hinein gezogen. Wer die Geschichte Kanadas kennt, weiss wie das auch zur Spaltung zwischen den Französisch und dem Englisch sprechenen Teil kam, weil jene in Quebec sich kaum gegenüber den Krone in England verpflichtet fühlten und darum wurde ihnen vor 1914 im Wahlkampf versprochen, es wird keine Zwangsverpflichtigung für den Kriegsdienst geben. Und doch kam es anders. Noch mehr, in meiner Schule die länger besteht als Kanada selber, gab es im vierten Stock ein Schießübungsplatz wo die Kadeten für den Ersten Weltkrieg trainiert wurden. Diese Etage wurde nicht mehr benutzt und was sozusagen ein Art geheimnisvolles Museum geworden. Doch noch wichtiger war unser Physiklehrer der im Ersten Weltkrieg teilgenommen hatte, und der uns davon erzählte wie zu Weihnachten sämtliche Soldaten aus ihren Gräben kamen, um gemeinsam Weihnachten zu feiern. Das hinterliess in mir den stärksten Eindruck wie absurd der Krieg ist. Denn wie können zwei Menschen die zuerst gemeinsam an der Sorbonne studierten, dann doch in den Krieg ziehen und sich gegenseitig beschiessen - so der Film `Jules und Jim´. Zurück also zum Memorial Monument und dem erschossenen Soldaten. Dem muss noch hinzu gefügt werden, er war unbewaffnet. Auch das muss erstmals wahrgenommen werden, weil es dann nicht mehr so belanglos ist, was Uli als Titel auswählte. Das sagt sehr viel mehr aus als was es der bloße Anschein eines unschuldigen Kommentars auf ersten Blick her gibt. Ich bedauere es also sehr wenn Mangels Kenntnisse über Ort und Geschehen auch nicht die zutiefst symbolische Bedeutung dieses Vorganges begriffen wird.

Antwort von U. Gellermann:

Harper, Cameron, Hollande, Lammert: Sie blasen laut SPIEGEL-Online einen armen Drogensüchtigen zur Terror-Bedrohung auf: "Zum zweiten Mal innerhalb von drei Wochen tauchte Z.-B. (der Ottawa-Täter, auf Crack) mit einem vermeintlichen Geständnis bei der Polizei auf. "Ich warnte sie: Wenn ihr mich nicht ins Gefängnis werft, werde ich was tun, damit ich im Gefängnis lande", sagte der Mann später vor Gericht." Und Du bläst mit.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/ottawa-attentaeter-war-drogensuechtig-und-ueberfiel-mcdonald-s-a-999088.html


Am 24. Oktober 2014 schrieb Wolfgang Blaschka:

Ruhig Blut, Uli, ruhig Blut! So schnell schießen die Preußen nicht! Hast Du meinen Artikel nicht gelesen? "Weltkrieg verschoben", die deutsche Rüstung muss erst angeleyert werden. Ohne Deutschland kein Weltkrieg! Schon vergessen? Bis wir soweit sind, schicken wir mal die europäischen Motorradclubs nach Syrien. "White Shroud" (Weißes Leichentuch) und "No Surrender" (Keine Kapitulation, aus Holland) sind schon vor Ort. Der Anführer der Kölner Biker-Gang "Median Empire" kommt anscheinend aus der christlichen Volksgruppe der Assyrer.

Vielleicht helfen auch noch ein paar Sniper aus Sarajewo mit, gemäßigte, versteht sich. Die Guerilla-Trupps, die gegen IS kämpfen, tragen furchterregende Namen wie "Phantom Brigade" oder "The Brigade of the Angel Death". Rebellen der Freien Syrischen Armee (FSA) haben beschlossen, sich auf die Seite der Kurden zu schlagen. Die Peschmerga aus dem Nordirak wird sich auch schon bald durchgeschlagen haben nach Kobane. Dann gibt es ein Gemetzel, wenn die überlagerten Handgranaten aus Bundeswehrbeständen, die die USA versehentlich an den IS geliefert haben, schon in der Hand explodieren. Bis alles im Blut schwimmt, sind dann auch die Reparaturen am fliegenden Gerät der Bundswehr erledigt.

Irgendwie sieht das alles noch nach Vorgeplänkel, nach "Spanischem Bürgerkrieg" aus. Nur dass die Internationalen Brigaden damals nicht für nationalistische oder religiöse Ziele gefochten haben, sondern gegen den Faschismus, für Republik und Demokratie. Nun, dafür wurden sie ja auch weitgehend allein gelassen und besiegt. Ein Trauerspiel steht vor seiner zynischen Wiederaufführung!


Am 24. Oktober 2014 schrieb Hatto Fischer:

@Klaus Madersbacher:

Es gibt verschiedene Methoden Mißverständnisse zu kultivieren. Ironie ist eine Art etwas wichtiges zuzudecken, noch ehe das verstanden wurde. Um es klar zu machen. Ich teile nicht die Politik von Harper aber ich kenne das Parlament in Ottawa persönlich, eben weil ich dort oft zur Mittagspause von meiner Schule dorthin ging, um mir politische Debatten anzuhören. So verstehe ich den Schock von vielen aus einer persönlichen Sicht. Damit möchte ich nur eines sagen: wer nicht die Betroffenheit dieser Menschen verstehen will, der urteilt meines Erachtens zu schnell was jetzt als Reaktion kommen wird. Immer wieder betonen viele Kanadier sie wollen ihren Sinn für Demokratie nicht der Sicherheit opfern. Ähnliches war übrigsten der Fall in Norwegen nach dem schrecklichen Vorfall als sehr viele junge Menschen von einem erschossen wurde. Ihm wurde der Prozess gemacht aber die Besonnenheit bewahrt. Ich frage also Dich wie würdest als Person und falls in irgend einer verantwortlichen Position selber reagieren? Um noch etwas hinzufügen, es gibt viele in Kanada die den Einsatz kanadischer Truppen in Afghanistan seit langem kritisieren. Allerdings gelingt es Harper eine Politik durchzuziehen die einen doch stauen lässt weil solch ein großer Widerspruch zu was ansonsten Kanada als Ruf inne hatte, nämlich als Vermittler der eben nicht blind auf der Seite von Amerika steht. Das hat sich gewaltig unter Harper geändert. Zu leiden hat darunter vor allem die Zivilgesellschaft in Kanada. Es ist also nicht so dass dies nicht wahrgenommen wird.


Am 24. Oktober 2014 schrieb Brigitte Mensah-Attoh:

Ich verstehe es so, daß wir vor der Übermacht aus Übersee zu Kreuze kriechen uns deren Gelüsten nach den Ressourcen beugen, koste es was es wolle.

Am Gleichklang der Medien ist dies bereits seit langem abzulesen. Die meisten von ihnen ticken regierungskonform, Uli Gellermann berichtet ja auch laufend darüber.
Ein "ethisch ausgerichteter, f r e i e r Journalismus" existiert kaum mehr.
Vielleicht gerade noch eine Handvoll von den freien, gewissenhaften Berichterstattern mit Charakter und Rückgrad, die dem Mainstream widerstehen, gibt es noch. Mir scheint es, daß, wer n i c h t ins gleiche Horn stößt so wie politisch vorgegeben, der wird rausgekickt, -gemobbt und rausgeekelt und hat überhaupt keine Chance mehr auf dem umkämpften Markt der dt. Medien- und Presselandschaft. (Einer Freundin, freie Journalistin, ist es präzise so ergangen. Jahre hatte sie für einen Süddeutschen Radiosender gearbeitet). So mancher von ihnen geht dann wohl den Weg des des ringsten Widerstandes, des Mainstream,
nur um ja seinen Arbeitsplatz nicht zu riskieren.

Das bedeutet, daß man -(Rainald Becker/ARD ist so ein Beispiel / Rationalgalerie-Schmock) - anfängt zu sticheln, zu generalisieren und zu spalten, mit dem Ziel, diffuse Angst zu verbreiten unter der Bevölkerung. Motto: allüberall könnte er dich erwischen, der Terror. So wirst du mißtrauisch gemacht gegenüber deinen Mitmenschen, überall witterst du Gefahren - und so weichgekocht bist du stets auf der Hut und letztlich mit allem einverstanden, was sie vorgeben für dich zu deinem Schutze tun zu müssen, - auch daß du überwacht wirst.

Die da oben werden es schon richtig machen, denkt sich der Bürger, indem sie mit schweren Geschützen auffahren - "GEGEN DEN TERROR" - Verbalattacken gegen Andersgläubige und ihre Gebetshäuser, gegen anders Aussehende - gegen den Feind mitten unter uns!
Vor allen aber FÜR die Waffenindustrie und FÜR ihre Lobbyisten und Protegeés und Stiefelleckern, Seelenverkäufern unter unseren Volksvertretern.


Am 24. Oktober 2014 schrieb Klaus Madersbacher:

@ Hatto Fischer

Ja der Schock sitzt tief - wenn es einen einmal selbst erwischt! O Schreck, Terror in Kanada!
Dass das Harperregime eifrig beim angloamerikanischen Terrorkreuzzug mitmacht und mitschuldig ist an Kriegsverbrechen, ist ja nicht der Rede wert. Jetzt werden sie wahrscheinlich sagen, dass sie sich "wehren" müssen, nachdem sie in so schändlicher Weise attackiert worden sind. Harpers Regime kann jetzt endlich auch "zurückschießen".


Am 24. Oktober 2014 schrieb Hatto Fischer:

Uli, Du scheinst nie zu lernen, dass Deine Überspitzung auch oftmals ganz (geschrieben: ganz) daneben liegt. Ja, Du kannst Harper und andere Politiker wegen ihrer Erklärung an Stärke kritisieren, aber Du verfehlst völlig die Betroffenheit der Kanadier. Wenn Yoga auf dem Rasen vor dem Parlament jeden Mittwoch statt findet, dann ist damit eine Offenheit und Vertrauen in Menschen gemeint.. Folglich sitzt der Schock tief wenn das verletzt wird. Selbst der Sicherheitsberater sagt im BBC, es gilt eine Balanze zwischen Sicherheit und Demokratie auch jetzt zu bewahren. Er spricht außerdem von der Angst derjenigen Kanadier die der Muslimischen Religion angehören, und meint wir dürfen das nicht mit Terror gleich setzen. Du kannst also besonnene Worte hören, aber nichts davon wird von Dir wahrgenommen, weil Du typischer Weise wieder mal alles über einen Kamm ziehst.

Dran bleiben...

Schlagzeilen

Wenn Sie sich für die Artikel der Rationalgalerie interessieren und immer erfahren wollen, wenn es Neuigkeiten gibt, können Sie unseren RSS-Feed abonnieren:
RSS-Feed abonnieren

Kürzlich...

29. August 2016

Der Aufstand als Tatsache

Wie die TAGESSCHAU Sprache regelt
Artikel lesen

29. August 2016

Die Helden von Kobane im türkischen Krieg

Volker Kauder an der Seite von Recep Tayyip Erdoğan
Artikel lesen

25. August 2016

Gegen CETA auf die Straßen

Nur wer den Widerstand übt, wird den Aufstand wagen
Artikel lesen

25. August 2016

ARD missbraucht Kinder

Kriegs-Pädophilie steht nicht unter Strafe
Artikel lesen

25. August 2016

Amnesie im Nahen Osten

Das neue Syrien kommt aus Wilmersdorf
Artikel lesen

PDF dieses Artikels

Diesen Artikel herunterladen

Wenn Sie möchten, können Sie sich diesen Artikel auch als PDF-Datei herunterladen:
PDF-Datei laden

Artikel kommentieren

Brillant? Schwachsinn? Mehr davon?

Sagen Sie uns Ihre Meinung! Wir überprüfen Leserbriefe, bevor wir sie online stellen – nicht um sie zu zensieren, sondern um unsere Leser vor SPAM und Werbung zu bewahren. Über Kritik freuen wir uns!
Kommentar verfassen

DIE WAFFEN NIEDER!

Kooperation statt NATO-Konfrontation - Abrüstung statt Sozialabbau

DEMONSTRATION IN BERLIN

8. Oktober 2016
Auftakt: 12.00 Uhr

Alexanderplatz/Ecke Otto-Braun-Straße


www.friedensdemo.org
Bundesausschuss Friedensratschlag | Kooperation für den Frieden | ViSdP: Laura von Wimmersperg, Friedenskoordination Berlin