Dr. Oetker gegen Hillary Clinton

US-Wahlen zwischen Pest und Cholera

Autor: U. Gellermann
Datum: 13. April 2015

Keine Überraschung: Schon seit Monaten notieren deutsche Medien auf ihrem US-Kurszettel Hillary Clinton als Kandidatin für die Präsidentschaftswahlen 2016. Nun ist ihre Kandidatur öffentlich verkündet. Es handelt sich um die blutige Clinton, jene Außenministerin der Obama-Regierung, die den Libyen-Krieg als den ihren begriff - die "Washington" Post sprach von "Hillarys Krieg“ - und ihn mit groben Lügen international etablierte, indem sie unermüdlich behauptete, Gaddafi-Truppen hätten systematisch Zivilisten getötet. In Bengasi habe sogar ein Massaker gedroht, deshalb sei die Bombardierung Libyens dringend erforderlich. Brav beteten deutsche Medien diese Lügen nach. Später, natürlich wesentlich später, entlarvte die Washington Times (am 28.1.2015) unter Verweis auf jüngst erhaltene Gesprächsmitschnitte aus Tripolis sowie auf Aussagen hochrangiger damaliger Regierungsbeamter den Clinton-Betrug: Sogar Verteidigungsminister Robert M. Gates und Generalstabschef Mike Mullen wandten sich entschieden gegen Frau Clintons Forderung nach einem Kriegseinsatz.

Nachdem die mörderische Clinton erfolgreich in Libyen ein kaputtes Land und 50.000 Tote hergestellt hatte, kritisierte sie Präsident Obamas Syrien-Politik. Unter anderem warf sie ihm vor, die "gemäßigten" Rebellen nicht genügend unterstützt zu haben. Wer heute über ISIS redet, der darf an Clinton denken: Nicht wenige der "Rebellen" kämpfen heute auf der Seite der Terror-Miliz mit islamischem Anstrich. Clintons Aggressivität ist ebenso notorisch wie ihre Lügerei: Für ersteres zählt als weiterer Beweis, dass sie dem Iran mit der "Auslöschung“ drohte, falls dieser Atomwaffen gegen Israel einsetze. Die Lügerei belegt unter anderem ihre Wahlkampfbehauptung, sie sei 1996 während eines Besuches in Tuzla (Bosnien) in das Feuer von Scharfschützen geraten: Videoaufnahmen entlarvten ihr Schauermärchen.

Pünktlich zum Clinton-Wahlkampfstart meldete sich der Lautsprecher für´s Volk, die BILD-Zeitung: "Hillary Clinton plant Medien-Blitzkrieg." Mit dieser Hitler-Metapher schießt sich das Massenblatt schon mal warm. Allerdings mit Vorbehalt: Denn der US-Experte Josef Braml darf der BILD erzählen: "Ich wage die Prognose: Wenn bei den Republikanern Jeb Bush in den Vorwahlen siegen wird, dann gewinnt er auch die Präsidentschaftswahl.“ Braml ist einer dieser blondgescheitelten USA-Experten der "Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik - DGAP". Wenn so einer rund anderthalb Jahre vor dem Wahltermin - eine Zeit, in der eigentlich noch alles Mögliche denkbar ist - eine Prognose abgibt, dann ist das keine Voraussage sondern ein Wunsch. Und da solche wissenschaftlichen Wasserträger selten eine eigene Meinung haben, sondern nur mit den Wünschen der weiter oben Angesiedelten hausieren gehen, lohnt sich ein Blick auf Bramls Dienstheimat, die "Gesellschaft für Auswärtige Politik", die offenkundig John Ellis "Jeb“ Bush, den Bruder des Irak-Kriegspräsidenten George W. Bush, als nächsten Präsidenten favorisiert.

Gegründet wurde die DGAP 1955 von einer düsteren Einflussgruppe aus Finanzwesen, Industrie, Medien, Politik und Justiz nach dem Beispiel der US-amerikanischen Denkfabrik "Council on Foreign Relations". Mit dem Gründervater Hermann Josef Abs, dem damaligen Chef der Deutschen Bank, einem eifrigen Arisierer und späteren Finanzberater Konrad Adenauers, bewies die DGAP ihre Kontinuität: Vom Hitler-Regime in die junge Bundesrepublik. Ein anderer Gründer, Professor Wilhelm Grewe, machte sich ebenfalls in der Nazi-Zeit verdient, als er den Überfall auf die Sowjetunion im Jahr 1941 als "große weltgeschichtliche Mission“ einordnete. Da konnte es nicht ausbleiben, dass er später Botschafter der Bundespublik in Washington wurde.

Präsident der DGAP ist heute Dr. Arend Oetker, laut dem "Manager Magazin" einer der 50 Mächtigsten der deutschen Wirtschaft. Damit nicht genug ist Oetker auch Mitglied der "Trilateralen Kommission in Europa". Diese Kommission, die noch weniger öffentlich von sich reden macht als die DGAP, wurde 1973 auf Initiative von David Rockefeller bei einer "Bilderberg"-Konferenz gegründet. Sie ist eine Gesellschaft mit ca. 400 höchst einflussreichen Mitgliedern aus den drei großen internationalen Wirtschaftsblöcken Europa, Nordamerika und Japan sowie einigen ausgesuchten Vertretern außerhalb dieser Wirtschaftszonen. Wer jetzt `Verschwörung´ ruft, der irrt natürlich: Rein zufällig spielte und spielt der Perma-US-Präsidenten-Berater Zbigniew Brzeziński dort eine Dauer-Rolle. Geradezu versehentlich ist der Ex-Chef der "Europäischen Zentralbank EZB" Jean-Claude Trichet der aktuelle Vorsitzende der Kommission. So wie es sicher auch höhere Gewalt ist, dass der Ex-Goldmann-Sachs-Banker Mario Monti ebenfalls diesem netten Club ehrenwerter Männer angehört.

Dr. Oetker prefers nicht gefärbtes Blond, sondern eben Jeb Bush. Der Konzernchef zieht einen bewährten Mann aus der Bush-Dynastie vor. Da weiß man doch was man hat. Die Dame Clinton hat sich bisher nur für diesen oder jenen Krieg eingesetzt, die Familie aber Bush hat schon eine ganz Reihe geführt. Jeb Bush selbst hat zwar noch keinen Krieg kommandiert aber einen Wahlkampf gewonnen: Den seines Bruders George W. gegen Al Gore im November 2000. Als in Florida, dem Staat, in dem Jeb Bush damals Gouverneur war, die Stimmen-Auszählung länger als einen Monat dauerte, die Zählmaschinen irgendwie kaputt waren und Farbigen der Zugang zu den Wahlunterlagen erschwert wurde. Al Gore hatte eigentlich schon gewonnen, aber dank Jeb Bush kam alles ganz anders.

Der Oetker-Laufbursche Josef Braml weiß bei BILD zu sagen: „Hillary Clinton muss in ihrem Wahlkampf Mainstreet mit Wallstreet verbinden. Das wird ein riesiger Spagat. Sie muss das Thema soziale Ungleichheit aufgreifen, muss sich um die Menschen kümmern, denen es wirtschaftlich nicht so gut geht. Das ist die Kernwählerschaft der Demokraten. Wenn sie dabei aber zu weit nach links rückt, verprellt sie ihre Geldgeber.“ - Von der Nazi-Zeit bis heute leben die Oetkers auf dem Rittergut Hornoldendorf bei Detmold. Da hat man es lieber nach Gutsherren-Art: Spagat ist was für Gaukler und Akrobaten. Während die Wähler in den USA noch an eine Wahl zwischen Pest und Cholera glauben, hat man sich im Netzwerk von Dr. Oetker offenkundig längst entschieden.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 14. April 2015 schrieb Sven Heuser:

Mit der Nominierung dieser politischen Figur offenbart jetzt schon einmal die Demokraten-Partei der Terror-Folter-NSA-Nation USA der ganzen Welt, dass sie nicht nur mit ihren imperialen Ambitionen ganz am Ende angekommen ist. Eine fast 70 Jahre alte, persönlichkeitsgestörte Frau wird ins Schaufenster für das Präsidentenamt der selbsternannten, unersetzlichen Supermacht mit der größten Gefängnispopulation der Erde gestellt. Georges Clemenceau wird Recht behalten: »Amerika, das ist die Entwicklung von der Barbarei zur Dekadenz - ohne den Umweg über die Kultur«.


Am 14. April 2015 schrieb Manfred Ebel:

Herr Hermsen,
Dass Sie damit Mitstreiter und potenzielle Mitstreiter verprellen, ist Ihnen aber bewusst?

Auch wundert mich, solche Bemerkungen ausgerechnet von einem Akademiker zu lesen. Ihre Webseite ist aber doch ganz schön akademisch, meinen Sie nicht auch?
Und letzten Endes negieren Sie damit doch auch die Notwendigkeit akademischer Bildung für Ihren Beruf?

1:0 für unsere gmeinsamen Widersacher


Am 14. April 2015 schrieb André Burguete:

@U.Gellermann

Das ist wahr. Beachten Sie jedoch, dass die Mehrzahl dieser Linken in der Wahl ihrer Verbündeten nicht minder konservativ und selbstbezogen ist, als die rechten Parteien. Ich habe hier schon an anderer Stelle die Ansicht geäussert, dass die Kraftlosigkeit der heutigen deutschen Linken wesentlich mit der Deklassierung des Nationalbewusstseins im Rahmen transatlantischer Umerziehungs-programme zusammenhängt. Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht sprachen noch zu Menschen, die - ob rechts oder links - sich in erster Linie als Deutsche verstanden und ihre wie auch immer gearteten patriotischen Empfindungen in die Parteinahme für die Linke einfliessen lassen konnten, ohne deswegen gleich der heimlichen Sehnsucht nach dem Kaiserreich verdächtigt zu werden.

Dass leider auch Andere - mit etwas mehr Erfolg - an dieses Nationalbewusstsein appellierten und es schliesslich zur Errichtung einer entsetzlichen Diktatur missbrauchten, rechtfertigt in meinen Augen keine patriotische Lobotomie, denn ein Sieg der Linken wäre nicht zuletzt auch diesem Vaterlandsgefühl zu danken gewesen. Französische, spanische oder russische Linke mögen sich in der Theorie zum Internationalismus bekennen, sind jedoch in erster Linie Patrioten, stehen zu ihrer Nation und scheinen - wie z.B. derzeit in Russland - selbst zum Schulterschluss mit Monarchisten und Klerikalen imstande, wenn es um die Abwehr auswärtiger Bedrohungen ihrer Heimat geht.

Wäre ich ein linker Parteiführer in Deutschland und an einer Wiederbelebung des alten, kämpferischen Geistes sowie an mehr Zuspruch interessiert, würde ich - neben meinen sozialpolitischen Zielsetzungen - nicht nur auf die schnellstmögliche Klärung des besatzungsrechtlichen Status dieses Landes drängen, sondern mich auch um dringend erforderliche Korrekturen in den allgemeinen Ansichten über die Ursachen der europäischen Katastrophen des 20.Jahrhunderts. bemühen, selbst wenn das für einige Anhänger der Vorstellung vom stets kriegslüsternen und alleinschuldigen Germanen. schmerzlich sein mag. Leider scheint die Linke in letzterem Punkt nicht ganz auf der Höhe der Zeit zu sein und muss - auch wenn sie es nicht wahrhaben will - darin als besonders vorzeigbares Ergebnis transatlantischer Umerziehung betrachtet werden.

Sollte einige ihrer Anführer sich dem Dialog mit unbequemen Fragestellern weiterhin durch Flucht auf die Toilette entziehen wollen, wird in absehbarer Zeit vermutlich etwas ganz Ähnliches wie der Front National auch in Deutschland entstehen. Die deutschen Linken könnten dann - sofern sie ängstlich in ihrem patriotischen Niemandsland verharren - wohl noch viel blasser wirken und um eine wieder mal verpasste Gelegenheit trauern.

Antwort von U. Gellermann:

Nun komme ich nicht um eine Anmerkung herum: Luxemburg und Liebknecht sprachen damals zu Menschen, die sich sowohl als Deutsche wie als Internationalisten verstanden: Nicht wenige von Ihnen hatten in einem blutigen Krieg gelernt, dass ihr Patriotismus zum Menschenschlachten missbraucht wurde. Bis heute gilt, dass ein gescheiter Patriot sich als Internationalist begreift: Wie anders sollte der Globalisierung und dem vorläufigen Sieg des internationalen Kapitals beizukommen sein, als durch einen die Völker ebenso er- wie übergreifenden Internationalismus? Dass man mit dem Widerstand und der Aufklärung bei sich zu Hause beginnen muss, versteht sich.

Woher Sie Ihre Erkenntnisse über die Linke in anderen Ländern beziehen weiß ich nicht. Ich habe eine Zeitlang unter Russen gelebt und dort jene Spuren des Internationalismus finden können, die Stalin nicht hat beseitigen können. Von den Moskauer Intellektuellen, die mühelos unseren großen Nationaldichter Heinrich Heine zitieren konnten, bis hin zur Babuschka in der Metro, die heulend von der Zwangsarbeit in einer deutschen Fabrik erzählte und mir zugleich tröstend versicherte, ich sei dafür nicht verantwortlich. Heute bin ich häufig in Spanien. Nicht wenige hassen uns dort wegen der Merkel-Politik. Dafür habe ich einen Zauberspruch: „Soy un hombre de izquirda, y Señora Merkel esta mierda.“ (Ich bin ein Mann der Linken und Frau Merkel ist scheiße). Das trägt mir ein Lächeln ein, ein Schulterklopfen und ein „Ah, anticapitalista!“ So geht Internationalismus, durchaus begründet aus dem Wissen, dass ich deutsch bin. Und für mich beginnt Patriotismus damit, dass ich, wie die LINKE als einzige im Parlament, aus der NATO raus will, und setzt sich damit fort, dass ich als Internationalist keine deutschen Soldaten in anderen Ländern auf anderen Völkern rumtrampeln sehen will.


Am 14. April 2015 schrieb Paul-Wilhelm Hermsen:

Zu André Burguete:

Absolut richtig! Zu der hierfür erforderlichen Solidarisierung habe ich mich bereits an anderer Stelle geäußert.
http://serveident.bisskultur.de/?p=1150
http://serveident.bisskultur.de/?p=1535
Deshalb betrachte ich auch die mitunter im fruchtbaren Garten der Rationalgalerie verfassten Kommentare, in denen es um marxistisch-leninistische Grundsatzbemerkungen, Abgrenzungen oder gar Differenzen geht, als rein akademisch und ohne wirklichen Nutzen. Auch rechts und links sind mir zuwider. Wenn das Narrenschiff nämlich den Wasserfall runter rauscht, ist es egal, ob man sich Back- oder Steuerboard, auf der Luv- oder Leeseite befunden hat.

Antwort von U. Gellermann:

Wenn man ins Parlament schaut, wer dort die Position der Abkoppelung von der US-Außenpolitik und ein Raus aus der NATO vertritt ist links. Auch außerparlementarisch, bei den Demonstrationen für Abrüstung und gegen Auslandseinsätze, treffe ich primär Linke aller Couleur. Das sollte Dir zu denken geben. Und denken gehört ja zu Deinen Vergnügungen.


Am 14. April 2015 schrieb André Burguete::

@Paul-Wilhelm Hermsen

Ihre Zweifel, lieber Herr Harmsen, sind angesichts der unsinnigen Grabenkämpfe zwischen den potentiellen Dompteuren des globalistischen Ungeheuers mehr als angebracht. Solange wir uns nur weiter gegenseitig an den Haaren ziehen und es nicht gelingt, die Europäer (insbesondere die Deutschen) bei ihrer Würde zu packen und einen länderübergreifenden Zorn gegen die autistische Aussenpolitik der Vereinigten Staaten von Amerika zu erwecken, darf sich das Ungetüm auch weiterhin in Sicherheit wiegen:

Kommunisten, Anarchisten,
Friedensfreunde aus Prinzip,
ihr seid viele, ich bin einer
und ich hab´ euch alle lieb!

Mittelständler, Planwirtschaftler,
euer Zank weckt Appetit
hach - ich fühle meine Stärke,
wenn man Euch so raufen sieht!

Moslemfreunde, Zionisten,
schlagt Euch ruhig die Schädel ein!
Wenn die Kinderchen doch wüssten:
Ich bin groß und sie sind klein.

Alles ist schon vorbereitet
prall gefüllt das Fresspaket,
wo man grob und heftig streitet
muss kein Scheusal auf Diät!


Am 14. April 2015 schrieb Manfred Ebel:

Sehr geehrte Maria Gabriel,
"wo kommt es her"? Gut, dass Sie mit dem Finger drauf zeigen, denn das muss immer mal wieder deutlich werden: Werte haben immer und nur arbeitende Menschen geschaffen.

Geld lässt sich beliebig drucken.


Am 14. April 2015 schrieb Paul-Wilhelm Hermsen:

Nirgendwo, außer in unserem USSchoßhündchenStaat, wird ein demokratischer Volkeswille erkennbarer verbogen. Es zeigt doch eindeutig, dass der ganze Wahlmarathon absolut nichts anderes ist als heiße Luft. Die fetten Milliardäre machen den Deal ganz unter sich aus, ganz ohne das Volk. Das taugt lediglich als Schlachtvieh.
Diese sogenannte Demokratie ist eine Farce, eine Maske, hinter welcher sich eine teuflische Fratze versteckt.

Um so wichtiger ist es für Europa, sich von diesem Schurkenverbund zu lösen.
Ich habe da allerdings so meine Zweifel. Die transatlantischen Beischläfer jedenfalls pissen sich vor Freude bereits in ihre gelben Unterhosen.


Am 14. April 2015 schrieb Maria Gabriel:

Und unterstützt wird Frau Clinton von sage und schreibe 2. 300. 000. 000 $ Wahlkampfbudget (bis jetzt) 2,3 MILLIARDEN.

Reicht das Geld - und wo kommt es her - um eine Präsidentschaft zu erkaufen?


Am 13. April 2015 schrieb André Burguete:

Besten Dank, Herr Gellermann, für dieses entzückende Schlaglicht auf die transozeanische Liebe zwischen Pudding und Öl. Weitere, schöne Früchte der Arbeit einschlägiger Kontaktbörsen wie der Trilateralen Kommission oder des Council on Foreign Relations werden in Stefan Scheil´s Buch "Transatlantische Wechselwirkungen" (Duncker & Humblot 2012) beschrieben.


Wie Carl Schmitt so schön sagte: "Elite sind diejenigen, deren Soziologie keiner zu schreiben wagt". Dieses kann jeder leicht selbst überprüfen, indem man z.B. einen Blick auf den Umfang der deutschen Wikipedia-Einträge zur "Group of Thirty" oder dem "European Round Table" (ERT) wirft. Ganz und gar unangreifbare gewordene, personifizierte Macht hingegen muss sich selbst dort nicht mehr verstecken. Sie greift im alten Europa vielleicht nicht ganz so vulgär in vermeintlich "demokratische" Entscheidungsprozesse ein, wie das Sheldon Adelson in den Vereinigten Staaten und in Israel tut, agiert dafür jedoch um so nachhaltiger hinter dem Vorhang, wenn es drum geht, das Zentralkomitee in Brüssel mit dienstbaren Schatten wie Herrn von Rompuy zu bestücken.

Ehe Sie das nächste Mal ihr Kreuz auf einem gefalteten Waschzettel für unseren Marionettenstadl machen, halten Sie kurz inne und schauen sie: So sehen wirkliche Macht und ein wirklicher Königsmacher aus:



http://de.wikipedia.org/wiki/Étienne_Davignon



Den haben Sie bestimmt nicht gewählt und daher können Sie ihn leider auch nicht abwählen.


Am 13. April 2015 schrieb lars schall:

Geht auch einfacher:

"`Die USA wird von 200 Familien regiert und zu denen wollen wir gute Kontakte haben´, sagt der Vorstands-Chef der Atlantik-Brücke, Arndt Oetker."

Zu finden in Berliner Zeitung vom 17. April 2002 unter: http://www.berliner-zeitung.de/archiv/ein-whos-who-der-politik-und-wirtschaft,10810590,9990036.html


Am 13. April 2015 schrieb Ingrid Böhm-Duwe:

Hinter jedem berühmten Mann steckt eine starke Frau, so heißt es. Gut, wenn sie ihn zu Gutem anregt, schlecht, wenn sie eine böse Frau ist.

So sagte sie einmal, als es um den Krieg im Kosovo ging, wie sie ihren Mann beeinflusste: "Ich habe ihn dazu gedrängt, zu bomben. Man kann so etwas nicht geschehen lassen in einem Jahrhundert, das den größten Holocaust unserer Zeit gesehen hat. Wozu haben wir die Nato, wenn nicht dafür, unsere Art zu leben zu verteidigen?"

Hillary Clinton erinnert an Thatcher. Denn diese befreite ihre Zuhörer – ähnlich im Übrigen wie Hitler – von der lästigen Art eines Mitgefühls, was ursächlich als Basis eines gemeinschaftlichen Lebens gilt und zu gelten hat. „Die Kennzeichen des christlichen Lebens entstammen nicht dem sozialen sondern dem geistigen Bereich unseres Lebens“ sprach die „eiserne Lady“. Eine Spaltung durch Leugnen der Einheit von Gefühl und (sozialem) Denken, was sie hierdurch indoktrinieren wollte. Der „Feind“ sind immer nur die anderen, man selbst ist „Opfer“. Genau solch eine Pervertierung der Werte wie bei Hitler. Das „Mitgefühl“ soll das eigentlich „Zersetzende“ sein und nicht die Kälte und das Ignorieren menschlichen Leids. Moderne "Adolfine". PS: AH hatte da allerdings Nietzsche nicht richtig verstanden und missbraucht.

Hillary Clinton wird sich dem Wahlpublikum präsentieren in einer Rolle, die ihr seitens ihrer Wahlhelfer auf den Leib geschneidert wird. Sozial, loyal, verständig, gütig… Die harte Frau hinter der „Tünche“ wird es nicht zu Gesicht bekommen.

Gut nur, dass Obama sich beim Ukraine-„Konflikt“ zurückhaltend gab/gibt. Hillary Clinton hätte voll reingeballert.


Am 13. April 2015 schrieb Marionett Slomka:

Herr Jahoda vom Wunschbriefkasten? Sie sind es wirklich?


Am 13. April 2015 schrieb Moyra Mangold:

Pudding in der Schüssel, Pudding im Hirn, Pudding am Stil, Pudding hier oder Pudding da. Je öfter ich das Wort Pudding wiederhole, desto blöder klingt es. Und genauso ergeht es mir bei den Namen Bush, Clinton oder Obama; alles Puddingpulver. Auch Brzezinski dieser Puddingstratege arbeitet weiter an der Puddingisierung dieser Welt. Man sollte diesen Herrschaften ihr morgendliches Puddingsüppchen mit etwas Succinylcholin versüßen.


Am 13. April 2015 schrieb Hans Jon:

Egal wer die Präsidenten-"WAHLEN" in den USA "gewinnen" wird ... keiner wird "siegen"!!! Denkt an die "Letzten Tage des Untergang´s von ROM"!


Am 13. April 2015 schrieb Lutz Jahoda:

DEUTSCHLAND IN DER PUDDINGFALLE.

Ich war erst fünf, sechs oder vielleicht schon sieben, als mich Oetker verführte.
In Brünn (Brno), der Hauptstadt Mährens, startete damals in der Tschechoslowakei die Firma eine Präsentationstour, der ich sofort verfiel.
Es war, veredelt mit Himbeersaft, eine Vanille-Puddingprobe, die mich süchtig machte.
Dass ich mich heute - achtzig Jahre danach - dennoch gegen Dr. Arend Oetker stelle, bitte ich, mir besonders hoch anzurechnen.


Am 13. April 2015 schrieb Ulrich Fiege:

Da muss ich mich Herrn Ravensburger anschließen, eine ausgezeichnete Recherche in einem wunderbaren Artikel der für mehr Durchblick im Dickicht sorgt. Anmerken könnte ich noch das die Bombardierung Libyens schon Monate vorher in Italien durch US-Kampfjets geprobt wurde! "Medien-Blitzkrieg"? Die Bild schießt schon wieder scharf und unseren Medien gehört die Lizenz zum Schießen bzw. Drucken verboten, ebenso und wegen schüren eines Bürgerkriegs, Angriffskriege und völkerrechtswidrigen Kriegen gehört die komplette Polit-Bande hinter Gitter, siehe dazu die passende Gesetze im GG, für diese morgendliche Lektüre meinen Dank Herr Gellermann, mit freundlichen Grüßen, Ulrich Fiege


Am 13. April 2015 schrieb Christoph Pauli:

Tja die Hillary hat da noch dieses emailgate Problem und man munkelt dass die Clinton Foundation massiv die Ihr anvertrauten Hilfsmillionen für die Erdbebenhilfe Haitis "zweckentfremdet" hat.

Mr. Rodham ( we came we saw he died Killarys Bruder) soll eine Lizenz für eine Goldmine auf Haiti ergattert haben, obwohl dies seit über 50 Jahren für keinen ausländischen "Investor" möglich war.

Clinton oder ein Bush? Mir wirds ganz anders...
Vielleicht klappts ja vorher mal mit Weltuntergang. Dann blieben wir Menschen von diesen Zombies verschont...


Am 13. April 2015 schrieb Benny Thomas Olieni:

Hitlary Clinton, der Blitzkrieg und die BLÖD.
.
Was fehlt da noch:
Richtig: Eine braune Abs-alami-Pizza von Dr. Oetker´s bräunlich backender Firmengruppe.
.
Lieber Uli Gellermann,
herzlichen Dank für diesen Bericht!
Jetzt weiß ich endlich, warum ich, einem rätselhaften Instinkt folgend, die oft überteuerten Produkte von Dr. Oetker schon immer gemieden habe. - Bei Nestlé wußte ich warum. Jetzt weiß ich es auch, was den braunen Pizzabäcker betrifft.
.
Was die Wahlen im Schurkenstaat USA betrifft: Wer da Warlord wird, scheint angesichts der sich im Verborgenen haltenden wirklichen Machthaber kaum noch etwas Wesentliches auszumachen.


Am 13. April 2015 schrieb Albrecht Ravensburger:

Die lange Kurve von Hillary Clinton zu Arend Oetker zeigt erneut die ausgezeichnete Recherche der Rationalgalerie. Während der Mainstream den üblichen Schaum schlägt verschafft uns Herr Gellermann Durchblick. Danke!


Am 13. April 2015 schrieb Marionetta Slomka:

Killery Hinton vergleicht Putin mit Hitler und machte all die anderen bösen Sachen, die Uli Gellermann fein aufgezählt hatte.

Wer auch immer im Nabel des Abendlands Präsident wird - mir ist es egal! Meine Hoffnung, daß sich was ändern könnte, starb am 19.03.2011, als ein Friedensnobelpreisträger in den Krieg gegen Lybien zog. Oder sollte ich sagen, von seiner potentiellen Nachfolgerin geschoben wurde?

Nunja, man weiß es nicht. Vielleicht hat sie ja auch nur die Lewinsky gespielt, um den Präsidenten seine Entscheidung relaxter treffen zu lassen.

Arme, irre Welt


Am 13. April 2015 schrieb Aleksander von Korty:

Es lohnt nicht wirklich, sich in den Kampf der Marionetten um den Gringorianischen Thron einzumischen. Die Alternative lautet tatsächlich nur TEUFEL oder BELZEBUB! Nichts ist nebensächlicher, als die Frage, ob der nächste formale Imperator des GRINGO-Imperiums "der Dritte aus dem Bush" sein wird, der seinen Arsch darauf plattdrückt, oder ob es erstmalig ein weibliches Hinterteil sein darf ?
 
Beide Protagonisten hatten ja schon ausführlich Zeit genug, das so begehrte Marionettenthrönchen von Nahem in Augenschein nehmen zu können. Hillery als "First Lady" und Gattin jenes musikaliscxhen Präsidenten, der sich auch gern schon mal einem außerehelichen Blaskonzert hingibt. Und Jeb als der Lieblingsbruder von George W. hatte sicherlich öfter Gelegenheit zu Gast im White House weilen zu dürfen. Zumal er ja dem Brüderchen faktisch den schon verloren geglaubten Thron dann doch noch organisieren konnte.
 
Und Beide werden bei diesen vielzähligen Gelegenheiten mit ihren Ärschen sicherlich auch schon Sitzproben vorgenommen und festgestellt haben: Er paßt (und zwar Ihnen Beiden) ! ! ! So weit, so schlecht.
 
So lohnt sich im Zusammenhang dieses gesamten Affentheaters eigenlich nur noch der ergänzende Hinweis, dass dieser Doktor aus der Pudding-Pulver-Dynastie zu jener Familie zählt, die nicht nur mit Pudding-Pulver viel Pulver angehäuft hat, sondern dieses Pulver schon mal vor einigen Jahrzehnten dafür einsetzte die bananendeutsche Braune Partei des `Zweiten ADOLF´ (von Thadden) zu finanzieren.  Da aber trotz mehrer Millionen ihres Pulvers der `Zweite ADOLF´  bei Wahlen nicht so erfolgreich war, wie das Orginal; er verfehlte 1969 mit 4.5% das Ziel und scheiterte an der Fünf-Prozent-Hürde, hat sich die Pulver-Familie nun höheren Zielen zugewandt. Und diesmal stehen die Chancen erheblich besser, dass die Investitionen nicht umsonst verpulvert werden.

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