Die Schlächter Syriens

Blut und Hirn auf weißen Westen

Autor: U. Gellermann
Datum: 02. November 2015

Sie haben in Wien getagt, die Vereinten Nationen, die Europäische Union und weitere 17 Länder, um den Krieg in Syrien zu beenden. Neu ist, dass neben den notorischen USA auch Russland, Saudi Arabien, die Türkei und der Iran an dieser Konferenz teilgenommen haben. Und wenn man die Lage von allem Geschwätz deutscher Medien und allen überzuckerten politischen Lügen befreit, dann haben die Russen diese dringend notwendige Konferenz herbei gebombt. Denn erst seit russische Flugzeuge Angriffe auf Terroristen in Syrien fliegen, sind die anderen Kriegsteilnehmer überhaupt zu Verhandlungen bereit. Das ist bitter. Denn jeder weitere Bomber am Himmel über Syrien – nach den US-Kriegsflugzeugen, den britischen, den französischen und den türkischen – wird nicht nur aktive Kriegsteilnehmer treffen. Und doch ist die erste Begegnung der ausländischen Kriegsparteien ein erster, wesentlicher Schritt zu einem Ende des Krieges.

Bis zum Erbrechen haben deutsche Medien in Vorbereitung der Konferenz die Russen als neue Schuldige eines Krieges ausgemacht, den die nicht begonnen haben. Den armen, unendlich blöden deutschen Medienkonsumenten wird seit Beginn des Krieges das GUT-BÖSE-Schema dieses Schlachtens erzählt, um es weiter betreiben zu können. Zwei Fälle aus der jüngsten Zeit: In der letzten Woche, so konnte man vom dummstolzen türkischen Ministerpräsidenten Ahmet Davutoglu auf der Web-Site von Al Jazeera erfahren, bombte die türkische Luftwaffe kurdische Kräfte in Syrien, die sich gegen den "Islamischen Staat" verteidigen: "Wir haben die PYD (kurdische Miliz) zwei Mal bombardiert. (...) Die PYD wird den Euphrat-Fluss Richtung Westen nicht überqueren. Wir haben in der Vergangenheit angekündigt, dass wir sie bei dem Versuch bombardieren werden. Und nun haben wir sie zwei Mal bombardiert."

Sieht man vom verdienstvollen Onlinemagazin "Telepolis" ab, wurde diese mörderische Sensation in deutschen Medien eiskalt beschwiegen. Ein NATO-Partner bringt genau jene kurdischen Kämpfer um, die ganz kurz mal als die "Helden von Kobane" die deutschen Einheits-Redaktionen erreichten, um dann im Gut-Böse-Schema wieder zu verschwinden. – Aber sie wollen den Krieg der USA in Syrien gewinnen, die Damen und Herren in den deutschen Redaktionen. Da kann man den Kriegs-Partner Türkei, doch nicht als das bezeichnen was er ist: Ein Kriegsverbrecher. Aber Kriegsverbrecher, darauf ist die Redaktion festgelegt, können in deutschen Medien nur die Russen sein. Pünktlich nachdem die guten Amerikaner mal eben ein Krankenhaus im afghanischen Kundus bombardiert hatten – wahrscheinlich zur Rettung der Menschenrechte – hat der Russe angeblich auch ein Krankenhaus bombardiert, In Syrien versteht sich. Allerdings nur in den deutschen Medien. Denn seit der russische Vize-Verteidigungsminister Anatoli Antonow jüngst die Militärattachés sämtlicher NATO-Mitgliedsstaaten einbestellt hat und Beweise für diese Beschuldigung verlangte, ist die Bombardierung verschwunden. Dafür ist die russische Forderung nach Beweisen in ordentlichen deutschen Medien erst gar nicht aufgetaucht. Klar: Es gab keine Beweise.

Setzt man voraus, dass in den Redaktionen Leute mit normalen Gehirnen sitzen, kann es nur sein, dass ihnen jedes Gewissen, jede Ethik, jeder Wunsch nach Wahrheitsfindung abhanden gekommen ist. Denn wenn schon Baschar al-Assad, der syrische Staatspräsident, als mörderischer Bösewicht im bundesrepublikanischen Menschenrechts-Drama besetzt wird, was ist denn dann einer, der seit Jahr und Tag mehr als 3000 Menschen heimtückisch, ohne Recht und Gesetz hat umbringen lassen? Seit es Barack Obama und seine Drohnen gibt, wissen die Menschen in den missliebigen Ländern, was die deutsche Redewendung "aus heitererem Himmel" bedeutet. Aber der deutsche Redakteur wagt es, den einen für einen Verteidiger der Menschenrechte und den anderen für einen Schlächter zu halten. Der Redakteur kann einfach die Flecken von Blut und die Schlieren von Hirn auf der allzeit weissen Weste des US-Präsidenten nicht entdecken.

Nächst den USA, die im bundesrepublikanischen Schema nicht nur als FREUNDE sondern auch als "Die Guten" auftauchen, saßen am Wiener Verhandlungstisch auch Vertreter Saudi Arabiens. Wer die religiösen Wahnvorstellungen der Saudis mit denen des "Islamischen Staates" vergleicht, wird kaum Unterschiede finden. Die Saudis (von anderen Golfstaaten gern unterstützt) sponsern zur Zeit primär eine Gruppe, die sich „Liwa al-Islam“ (Armee des Islam) nennt und die von den USA – also auch entsprechend in den deutschen General-Redaktionen – als "moderat" bezeichnet wird. Dass diese "Moderaten" mit der mörderischen al-Nusra-Front zusammenarbeiten, die wiederum nicht von den ISIS-Leuten zu unterscheiden ist: Geschenkt. Da meldet sich der deutsche Redakteur lieber ins Wochen-Ende ab.

Auch über das Wochenende liefern die Saudis ihren Schützlingen in Syrien Panzerabwehrraketen, Kalaschnikow-Sturmgewehre, Maschinengewehre und Mörser. Das extrem moderate saudische Königreich hat zudem rund 1200 zum Tode verurteilten Insassen seiner Gefängnisse angeboten, ihre Strafe in einen Fronteinsatz in Syrien umzuwandeln. Die Familien der Todes-Kämpfer werden während des Einsatzes vom saudischen Staat alimentiert. Diese Kämpfer und ihre Waffen werden über die völlig moderate Türkei nach Syrien geschmuggelt. Und weil auch die Türkei bombige Interessen in Syrien hat, durfte der Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg bei einem Treffen der Nato-Verteidigungsminister in Brüssel jüngst sagen: "Die Türkei ist ein sehr starker Partner, aber die Nato ist natürlich immer bereit zu verstärken und zu unterstützen". Ohne Proteste aus Berlin durfte der Mann außerdem verbreiten, dass die "Schnelle Eingreiftruppe" der NATO darauf vorbereitet sei, in das südliche Bündnisgebiet und auch in die Türkei geschickt zu werden, wenn das nötig wäre.

Die Wiener Tagung war ein Fortschritt, weil es sie überhaupt gab und weil dort, auf Drängen Russlands, ausdrücklich festgehalten wurde, dass das syrische Volk selbst über die Zukunft des Landes entscheiden soll. Und doch sterben weiterhin jeden Tag Menschen in Syrien, ist ein Ende des Krieges nicht in Sicht. Auch und gerade weil die Schlächter aus Saudi Arabien, aus den USA und der Türkei auf einer Ablösung von Baschar al-Assad bestehen. Als seien sie die syrischen Völker. Für die hatte schon im Juli 2012 der Think Tank des deutschen Außenministeriums, die "Stiftung Wissenschaft und Politik", darüber beraten, was denn nach dem Sturz des syrischen Präsidenten in Syrien zu geschehen habe. Vom kaputten syrischen Kuchen wollten damals auch die Deutschen ein Stück abhaben. Mit einem Besuch der syrischen Bevölkerung in größeren Mengen, im Ergebnis eines jahrelangen Regime-Change-Krieges, hatte das Außenministerium offenkundig nicht gerechnet.

Dazu ergänzend in der Rubrik "Gelesen":
Tagesschau sendet Tendenz-Müll


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 03. November 2015 schrieb Michael Kohle:

Der Derwisch aus Ankara hat seine absolute Mehrheit wieder, die er dringlichst benötigt um sich demnächst auch noch - wie einst Bonaparte - selbst die neu geschmiedete Osmanenkrone aufs Haupt zu stülpen. In den wenigen Monaten seit der für ihn enttäuschenden letzten Wahl hat der "lupenreine Demokrat (NATO-Seite)" einiges vollbracht, was zu normalen Zeiten auch erlauchteren "Erwählten" nicht so leicht gelingen dürfte. Die Teilnahme an einer internationalen Konferenz - rechtzeitig angesetzt - über das Wohl und Wehe des danieder liegenden Nachbarlandes, nach dessen Filetstücken man seit dem Verfall des letzten Osmanenreiches immer noch giert. Das Erlebnis des Canossa-Besuches der Kaiserin von Europa - auch rechtzeitig vor der Wahl - nebst Empfang von ein paar Milliarden - die kurz vorher beim westlichen Nachbarn erfolgreich eingespart werden konnten. Nicht zu vergessen die rein zufällig erfolgenden Attentate mit über 100 gemeuchelten Jung-Kurden, die dem osmanischen Volk signalisiert haben, dass man die geschichtliche Verpflichtung aus dem Armenien-Genozid schon ernst zu nehmen bereit ist. Lobenswert auch die Logistik-Leistung, zum richten Zeitpunkt - à point im wahrsten Sinne der Worte - Hunderte von Tausenden von Syrern, Syrerinnen, Kinder und Kinderinnen von der Südgrenze an die Bootsländen im Westen zu transferieren. Wer mag wohl allein all die ganze Armada von Schlauchbooten großzügigerweise zur Verfügung gestellt haben, wahrscheinlich doch als verlorener Zuschuss abzubuchen? Dann die nicht zu zählenden Luftschläge - sprich Bombardements - gegen alles was sich auf der anderen Seite der südlichen Grenze bewegt und sich n i c h t IS schimpft. Anläßlich vorgenannter Anti-Terror-Maßnahmen konnte schon mal getestet werden, ob es möglich ist zwischen moderaten und weniger moderaten Terroristen zu
unterscheiden. Neben den widerlichen PKK-Kämpfern - eindeutig Terroristen - mussten schließlich auch die moderaten Kurden-Kämpfer - Peschmerga oder wie sie heißen - zur Kenntnis genommen werden. Letztere sollten - lt. Frau Merkel und vdL - ja dank der ausgemusterte G36 für den Kampf gegen den IS einsatzfähig werden. Dummerweise unterscheiden sich die beiden weder in Haartracht, Bartlänge oder Kleidung. Da könnte es dann auch schon mal vorgekommen sein, dass auch Moderate etwas abbekamen. Und das sogar auch mindestens einmal höchstwahrscheinlich im Beisein wohlwollender NATO-Unterstützer aus Deutschland. Letztere waren gerade dabei, bei den "Moderaten" im direkt am Nordatlantik gelegenen Nordirak die alten für eigene Zwecke nicht mehr als verwendungsfähig eingestuften Knarren ans heiße Herz der neuen Freunde zu drücken. Bei einer dieser friedenstiftenden NATO-Operationen muss es dann auch mal zu einem nicht gewünschten Vorfall gekommen sein Der Oberbefehlshaber der genau da im Nord-Irak ortsansässigen deutschen Schiess-Lehrer jedenfalls kam - kurz nach dem Besuch des US-Verteidigungsministers (was natürlich reiner Zufall war) - ums Leben. Eine nicht-moderate - und somit natürlich alles andere als glaubhafte Quelle (s.o.) - Quelle (gen.PKK) behauptete direkt anschließend etwas von einem türkischen Bombenangriff dem ein bisher äußerst verdienstvoller Oberst Spöttel erlegen sei. Was natürlich nicht sein kann, da nicht sein darf. Weswegen der Oberst auch an einem Herzkasper im stillen, einsamen Kämmerlein eines Hotels in Erbil (Nordirak) erlegen sein soll. Seit dieser Meldung des NATO-Sprechers vor Ort (Ende September) sind dann natürlich auch keine weiteren Informationen mehr erforderlich gewesen, selbst Dr. Google weiß nicht mehr bis einschließlich heute. Dann wird es wohl auch so gewesen sein. Die deutschen Qualitätsmedien bspw. halten seither auch verständlicherweise vollkommen stille. Von den hinterbliebenen Untergebenen vor Ort wie auch von den zwischenzeitlich wohl bestens ausgestatteten und ausgebildeten "Moderaten Kurden" selbst hat man auch schon länger nichts mehr gehört. Auch die Mutter der Kompanie hat sich ihrer - so meine ich - schon lange nicht mehr "cora publico" erinnert.

All das, was ich hier mal auf die Schnelle so alles andere als investigativ zusammen getragen habe, ist in den Qualitätsmedien in Transatlantika Ost fein unter dem Teppich oder hinter dem Sofa, da wo auch das ganze andere unbrauchbare Gerümpel aus der Ukraine, aus Griechenland etc. vergraben wurde. Würde alles auch nicht zu den schauerlichen Geschichten über die Despoten Putin und Assad passen, da würden wir doch ganz irre werden. Und das wollen wir nicht und das will man uns auch nicht zumuten.


Am 03. November 2015 schrieb Theaterkritiker:

Danke Uli, mal wieder für einen schönen Überblick und auch den Kommentatoren für die vielfältigen Ergänzungen.
Hier noch ein Hinweis zum Beitrag von Manfred Caesar betreffend "schnelle Einweisung":
DAS IST KEIN SCHERZ ! Eine Zwangspsychiatrisierung kann ganz fix gehen, auch ohne Gesetzesverstoß - z.B. reicht schon Denunziation von lieben Nachbarn mit der Behauptung einer Fremd- und Selbstgefährdung oder besonders energisches Auftreten gegenüber "Amtsträgern". Wenn man die psychiatrische Diagnose nicht akzeptiert und sich gar wehrt, gilt die Uneinsichtigkeit als Beweis der Richtigkeit, wenn nicht, als Einsicht und Zustimmung. Folgen können sein: geschlossene Abteilung, Zwangsbehandlungen, Festschnallen. Im psychiatrischen Gutachten steht dann, dass eben wegen der Erkrankung eine Hilfebedürftigkeit nicht erkannt werden kann und schon wird vom Gericht ein "Betreuer" bestellt, der über ALLES bestimmen kann (Finanzen, Aufenthaltsbestimmungsrecht, etc.) - also eine rechtliche Stellvertretung, was bisher "Entmündigung" hieß. Für diesen "Betreuer"-Job kann sich JEDER bei Gericht bewerben.

Die Lösung: eine spezielle Patientenverfügung (§ 1901 a BGB). 
Info- und Musterformular-Downloads auf www.patverfue.de , Schirmfrau ist Nina Hagen, Gustl Mollath ist auch dabei.
Es ist wichtig, die Info gerade bei Polit-Aktiven zu verbreiten.


Am 02. November 2015 schrieb Thomas M. Wandel:

Zur Nichtteilnahme syrischer Vertreter: Es erinnert natürlich heftig an koloniale Vorläufer wie die sog. Kongo-Konferenz 1884, in deren Ergebnis Afrika in Kolonien aufgeteilt wurde. Die Betroffenen säßen auch nicht mit am Tisch. Und die Spätfolgen der Grenzziehungen mit dem Lineal auf der Landkarte erleben wir ja jetzt noch.
Trotzdem hatte die Zusammensetzung der Konferenz in Wien ihre Logik: Es säßen die jeweiligen "Schutzmächte" (klingt schon wieder nach Kongo-Konferenz, sorry :)) sowohl der souveränen syrischen Regierung am Tisch als auch die der hoffnungslos zersplitterten Opposition am Tisch. Bei aller gebotenen Vorsicht gegenüber dem realen Handeln haben sich die Konferenzteilnehmer auf durchaus zu begrüßende Grundsätze geeinigt, die sie jetzt nicht nur selbst beachten, sondern vor allem gegenüber ihren jeweiligen "moderaten Oppositionsgruppen" durchsetzen müssen (zumindest muss man den Anschein erwecken). Russland hatte dabei den Vorteil, seine Positionen im Einklang mit der syrischen Regierung vortragen zu können.
Hätten in dieser Phase die zerstrittenen Bürgerkriegsparteien mit am Tisch gesessen, hätte es wohl gar kein Ergebnis beseitigt - denn dann hätten alle Beteiligten angesichts der Vereinbarung auf einen einheitlichen, souveränen und säkularen Staat Syrien noch am Konferenztisch Verhandlungen über einen Waffenstillstand beginnen müssen. Und ein solch großer Schritt wäre wohl nicht zu erwarten gewesen. Die "moderate Opposition" muss sich ja schon damit abfinden, dass ihre ständig wiedergekäute Vorbedingung "Assad muss weg" kein Verhandlungspunkt mehr ist.


Am 02. November 2015 schrieb V. Heinrich:

Es ist schon krass, wenn ausgerechnet die Brandstifter des Krieges in Syrien, USA, SA&Co, von den Propagandamedien, welche die sogenannte "Freie Presse" des Westens inzwischen darstellt, als Friedensbringer verherrlicht werden.
Ob da die Kopfabschneider aus Saudi Arabien, ein wenig Öl$$ gespendet haben? immerhin, ist es doch verwunderlich, wenn Salafistische, Wahabitische Kopfabschneider, sobald sie außerhalb Saudi Arabien Köpfe abschneiden, auf einmal nur noch Salafisten genannt werden, obwohl der Wahabitismus zum Salafismus gehört und in Saudi Arabien Staatskult ist!
Also schön gut geschmiert unsere Herren und Damen Analjournalisten.
Dabei gibt es hier den Rundfunkstaatsvertrag, aber anscheinend niemand der diesen auch einhalten will, weshalb keine Zahlungspflicht bestehen kann, bei diesem offensichtlichen Mißbrauch zur Propaganda wie zu Goebbels "besten" Zeiten.
Die Deutsche Medienjournalie kriecht ihren Besitzern so tief in den Arsch, es kann nur ein zunehmend totalitäres Regime sein, welches Deutschland für die USA verwaltet, ein "Parlament" welches alle Lobbyinteressen, gegen etwas Schmiergeld wahr werden läßt, der Alptraum eines jeden normalen Menschen verwirklicht, echte Enkel Adolf Hitlers, diese gleiche Selbsternannte "Politische Elite", hat diese Republik zerstört, genau wie Weimar.
Sturmreif geschossen für den nächsten Führer.


Am 02. November 2015 schrieb Uschi Peter:

Sehr geehrter Herr Jahoda,
es freut mich, von Ihnen bei Rationalgalerie zu lesen. Ich habe Sie früher sehr gemocht und wünsche Ihnen Gesundheit und weiter so aktive Teilhabe am Tagesgeschehen!


Am 02. November 2015 schrieb joe bildstein:

Be nice to the whites, they need you to re-discover their humanity

Desmond Tutu.


Am 02. November 2015 schrieb er Zivilist:

Weil hier Kriegsverbrecher angesprochen werden, möchte ich auf diese Verurteilung hinweisen:

http://www.scoop.co.nz/stories/WO1311/S00367/kuala-lumpur-war-crimes-commissionisrael-guilty-of-genocide.htm

vor allem die letzte Verurteilung Ende 2013 ist sehr schwer zu finden. Es könnte sein, daß Malaysia dafür abgestraft wurde.


Am 02. November 2015 schrieb der Zivilist:

Im multimedialen Zeitalter sollten wir und das von einem ehemaligen Nachrichtenmagazin und gegenwärtigen Kriegshetzer gebrachte Farbfoto nicht entgehen lassen, betrachten Sie es genau!

http

://www.spiegel.de/politik/ausland/krieg-in-syrien-russische-kampfjets-sollen-klinik-bombardiert-haben-a-1059010.html



Sie erwähnten bereits die Bombardierung der Kurden durch die Türken, kurz vor dem Erscheinen der Russen kriegten die Amis in Incirlik wieder freie Bahn, bis dahin hatte das nur die Nato und die Amis haben noch 50 Tonnen Munition abgeworfen, am Fallschirm, wohlgemerkt. Die Franzosen bombten auch noch schnell dazwischen, was mir sehr nach Spurenbeseitigung aussah. Einen guten Eindruck, wie die NATO und ihre Freunde ihr falsches Spiel all die Jahre gespielt haben, erhält man hier:



http://journal-neo.org/2015/10/23/america-s-coalition-of-treachery/



http://sputniknews.com/politics/20151025/1029090443/us-coalition-syria-ineffective-fishy.html



Nachdem man zur Haustür nicht reinkam, probiert man die Hintertür, betreibt einen Terroristen- Inkubator und ein Bombodrom und zerstört so das Land, die abschließende Zerstörung von Strom & Wasserversorgung von Aleppo kann nur den Sinn haben, weitere Flüchtlinge zu produzieren.

Das sind nun `Wir´ mit unseren westlichen Werten, wir Deutschen erweisen uns stets als verlässliche Bündnispartner....

Mir fällt dazu nur noch ein



Raus aus der NATO !



Und als Zivilist muß ich leider sagen, daß es im Moment in Syrien nichts besseres zu tun gibt, als das Bomben der Russen und den Vormarsch der Syrischen Armee und sollte ich einen echten Syrischen Flüchtling im wehrfähigen Alter kennenlernen, werde ich ihn fragen, warum er nicht in der Armee ist.

Was die Nachbarn und Nicht- Nachbarn betrifft, muß man sich auch klar machen, daß alle diese Subjekte nicht homogen sind, nicht EINEN Willen haben, In Rußland hat jedenfalls der Regierungschef Militär und Geheimdienste weitgehend unter Kontrolle, Assad hätte sich nie solange halten können, wenn er sich nicht großer Loyalität erfreute und die Wahl 2014 wurde ja nie wirklich in Frage gestellt. USA ist sehr inhomogen, über Qatar, Türkei weiß ich nichts Gutes zu sagen, über Israel sehr wenig, Irak ist für mich völlig verblüffend, frisch befreit und einen eigenen Willen! In Ägypten und Saudiarabien sollte das Auftreten Russlands die Kräfte stärken, die an Frieden und Stabilität interessiert sind. Bisher gab es nur Anreize für die Kräfte, die auf irgendeine Beute spekulierten.



Irak hat von Russland die modernsten Kampflugzeuge erhalten, was für großes Vertrauen von der Seite Rußlands spricht, jetzt drohen die USA die Hilfe einzustellen, falls Irak um Russlands militärisches Eingreifen bittet. Auf Druck Polens hat Rußland nicht die Mistral-Träger erhalten, es gab ein ganz sonderbares Treffen Hollande- Putin auf dem Moskauer Flughafen, Ägypten hat die Flugzeugträger gekriegt, obwohl sie für nordische Gewässer gebaut

Antwort von U. Gellermann:

Das Äußerste an Journalismus ist inzwischen der Konjunktiv und sie kommen sich geradezu objektiv vor, wenn sie ihn verwenden.


Am 02. November 2015 schrieb Heinz Schneider:

Der Schriftsteller Upton Sinclair meinte einst, es sei schwierig, einen Menschen dazu zu bringen, etwas zu verstehen, wenn sein Gehalt davon abhängt, dass er es nicht versteht. Journalisten sind da wohl keine Ausnahme.
Dafür dürfen wir uns bei den aus Syrien flüchtenden Menschen dafür bedanken, dass nun auch die USA und ihre Verbündeten zu erkennen scheinen, dass ihre Politik des zerstörerischen regime-change gescheitert ist. Paradoxerweise muss Russland die westlichen Musterdemokratien darauf hinweisen, dass die Menschen in Syrien darüber entscheiden sollen, wer sie künftig regiert. Und auch darauf, wer in Syrien völkerrechtskonform eingreift, und wer nicht.
Das Ende der Geschichte neigt sich dem Ende zu.


Am 02. November 2015 schrieb Jochen Arweiler:

Dies ist die Sprache, in der heute berichtet und kommentiert werden muß. Auf den anderen Blogs hab ich so etwas immer vergeblich gesucht, gerade auch auf denen, wo doch die allseits bekannten Aufklärer erscheinen und schreiben: dort ist alles viel zu weich gespült. Ich will keine Namen nennen, weil man jenen Leuten ja auch Dank schuldet; aber entweder haben sie den Ernst der Lage noch nicht wirklich begriffen, oder sie nehmen Valium, bevor sie mit dem Schreiben oder Kommentieren im YT beginnen.


Am 02. November 2015 schrieb Eckart Kreitlow:

Lieber Ulrich Gellermann,

gut, dass es Rationalgalerie.de mit Ihren stets ausgezeichneten und zutreffenden Beiträgen gibt.

Wo zumeist andere Medien leider nur lügen, erfährt man in Ihrem Medium immer die Wahrheit!

Ich wünsche Ihnen, dass Sie möglichst noch sehr lange Ihre ausgezeichnetenBeiträge veröffentlichen können und dürfen!


Am 02. November 2015 schrieb Hans Rebell-Ion:

KRIEGSVERBRECHER wähnen sich allmächtig!
KRIEGSVERBRECHER leben wohl und prächtig!
KRIEGSVERBRECHER fühlen sich unverdächtig!
KRIEGSVERBRECHER leben aber mächtig unbedächtig!


Am 02. November 2015 schrieb Michael Kohle:

"... heute Nervenheilanstalt. Immerhin werden jedes Jahr allein in Bayern 11 000 Menschen dort eingewiesen. "

Aha, verstehe! Man hat dort reichlich Erfahrung mit Transitzonen. Was mich überrascht: sind da wirklich noch Plätze frei?


Am 02. November 2015 schrieb Peter Lind:

Haben Sie die Teilnahme Syriens in Ihrem Beitrag vergessen, oder "vergaßen" die genannten Teilnehmer die Hauptpersonen, nämlich die Syrer?!

Antwort von U. Gellermann:

Da die USA die Regierung Syriens los werden will, durfte die natürlich nicht teilnehmen.


Am 02. November 2015 schrieb Manfred Caesar:

"Setzt man voraus, dass in den Redaktionen Leute mit normalen Gehirnen sitzen....".Das kann man nicht voraussetzen.Menschen mit normalen Gehirnen haben weder in Politik noch in den Medien eine Überlebenschance.Dort sind Sprech- und Schreibpuppen beschäftigt.
Wir sind im Jahre 31 n. Orwell.Die orwell´sche Diktatur ist bereits weitgehend verwirklicht.Die Nachrichten kommen aus dem Wahrheitsministerium. Abweichler kommen ins Liebesministerium, ehemals Gulag ,heute Nervenheilanstalt. Immerhin werden jedes Jahr allein in Bayern 11 000 Menschen dort eingewiesen. Was mit denen geschieht erfahren wir nicht.Die Menschen verlieren dort alle bürgerlichen Rechte. Sie können dort mit beliebigen Giften zwangsbehandelt werden ohne jede Möglichkeit der Gegenwehr. Die Menschen verschwinden einfach,wie bei Orwell.
Warum also nach Syrien schweifen ,liegt das "Gute" doch so nah ?!
Das wäre doch mal ein Thema für Uli ? Oder haben Sie etwa Angst ? So eine "Einweisung" ist eine ganz einfache Prozedur.


Am 02. November 2015 schrieb Lutz Jahoda:

Wie Politik
sich gar wundersam wandelt:
aus Feind wird Freund,
aus Freund wird Feind.
Was hat die EU sich da eingehandelt
mit Erdogan, der die Werte verschandelt,
die Deutschland so stolz mit der NATO eint?

Vor hundert Jahren gab es den türkischen Völkermord an den Armeniern, gegenwärtig läuft das türkische Morden gegen die Kurden.
Während Erdogan die Behauptung des türkischen Genozids an den Armeniern unter Strafe gestellt hat, brüstet sich der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu mit den türkischen Bomben, die auf die mutigen Kurden fallen, die sich tapfer gegen den Islamischen Staat zur Wehr setzen.
Zweimal belagerten einst die Türken die Stadt meiner mütterlichen Vorfahren. Wien spielte als "Goldener Apfel" in den Sehnsuchtsträumen der Osmanen eine große Rolle. Zweimal holten sich Türken und Jannitscharen mehr als nur eine blutige Nase. Zum ersten Mal im Herbst 1529, dann 154 Jahre später zum zweiten Mal, als Polenkönig Jan Sobiesky der Stadt zu Hilfe kam und den Türken das Davonlaufen beibrachte, die unter Führung des Großvesirs Kara Mustafa Pascha, neben der Fahne des Propheten Mohammed noch viele Säcke Kaffee zurückließen, deren grüne Bohnen die Wiener für Kamelfutter hielten.
Johannes Diodato - Oberhaupt der armenischen Kolonie in Wien - Organisator der Sabotage gegen das osmanische Reich - verzichtete auf Kaiserlichen Dank in Form von Gold und Silber, erbat lediglich die Säcke und begründete die erste Wiener Kaffeehauskultur.
Der Verlierer der zweiten Türkenattacke auf Wien, am 12. September 1683, Großvesir Kara Mustafa Pascha, erfuhr folgende historische Einschätzung: "Ein Gernegroß, dessen Prahlsucht und Gier seiner Unfähigkeit entsprachen."
Wie Erdogan beurteilt werden wird, schwebt noch. Als tödlich nachtragend beurteile ich ihn heute schon.


Am 02. November 2015 schrieb Michael Kohle:

Jetzt auch noch die - wohl vorgeschützte - Kopfwende eines Flash Flash. Ist das überhaupt noch auszuhalten?
Um wieder halbwegs Hirnschmalzhaltiges gegenzusetzen, verweise ich auf ein Interview auf CNN zum Thema Syrien. Eine Diskussion mit dem CNN-Anchorman Blitzer und einer demokratischen Kongressabgeordneten. Nein, nix Hillary, im Gegenteil: man staunt und raunt, dass es so etwas überhaupt noch gibt.

Als Videomitschnitt und als Transscript dem alsbaldigen "Genuss" zuzuführen, alles was sie über Syrien wissen müssen in nur 8 Minuten:

http://www.counterpunch.org/2015/10/30/everything-you-needed-to-know-about-syria-in-8-minutes/


Am 02. November 2015 schrieb Paul Stier:

Danke für Ihren Artikel, er hat die Sachlage voll auf den Punkt gebracht.
Habe mir erlaubt, ihn in einem Informations/Diskussionsforum unter nachfolgendem Link
http://www.hese-project.org/Forum/forum3/index.php?id=4933 einzustellen.
Werde den Artikel zusätzlich noch in weiteren Netzwerken veröffentlichen bezw. auf ihn verlinken.


Am 02. November 2015 schrieb Thomas Nippe:

Ja, genauso ist es. Gut, daß Du wieder mal daran erinnerst. Wenn ich an das Leid der Menschen dort denke, wird mir der Mund trocken.


Am 02. November 2015 schrieb Flash Flash:

Solche Konferenzen spiegeln nur die derzeitigen militärischen Kräfteverhältnisse wieder und haben allenfalls eine aufschiebende Wirkung auf dem Weg in die endgültige globale Barbarei.

Erschreckend ist weiterhin, daß kaum noch jemand fragt, warum sich zunehmend mehr Menschen radikalisieren.
Mit Bomben und Raketen ist die weltweit zunehmende Armut, Not und Elend vieler Menschen (die wiederum die Ursache für deren Radikalisierung ist) jedenfalls nicht zu besiegen.
Das macht alles nur noch Schlimmer.

PS: Um wirklich etwas zu verändern, bräuchte es ein völlig anderes Wirtschaftssystem.
Innerhalb der bestehenden kapitalistischen Verhältnisse und der daraus resultierenden Politik gibt es keinen Ausweg aus der Misere.


Am 02. November 2015 schrieb Michael Kunczak:

Wie war das mit dem Pawlowschen Reflex? Wenn ein Glöckchen läutete, gab´s Futter, nach einer Weile floss der Speichel auch ohne Pedigree ... ich beobachte den bedingten Reflex (Sabbern, Bellen, Beißen) auch bei Menschen inzwischen recht häufig. Wann immer die NATO-Friedenengel irgendwo im Namen von Recht und Freiheit Blutbäder anrichten und jemand dies kritisch anmerkt, wird er angebellt: Der Putin hat doch!!!! Und die Fassbomben!! Das Imperium hält, falls Sie´s noch nicht wissen, möderische Diktakturen am Leben!

Abgesehen von der Tatsache, dass dies nun keine sinnvolle Antwort auf die oben angemerkte Kritik ist (Okay, ich hab dir deine Stullen geklaut, aber deine Oma ist ja auch sowas von blöde!), besteht auch dieser Gegen-Vorwurf nur aus widergekäuten Floskeln. Man kann darüber reden, man kann "das russische Imperium" kritisieren, auch zu Recht, aber sich selbst in den Sandkasten zu setzen und wie ein Vorschulkind mit Sand zu werfen, weil einem keine fundierte Antwort auf die Gellermannsche Kritik am gescheiterten (und blutigen!) Regime-Change in Syrien einfällt, ist erbärmlich. Beifall, Herr Jansen!

Weitermachen und weiterstreiten, Herr Gellermann!


Am 02. November 2015 schrieb Michael Kohle:

Wollte schon immer mal Einstein zitieren, habe lange auf die passende Gelegenheit gewartet. Jetzt ist sie da, dank dem Beitrag hier von einem gewissen Frieder J.
Die Meisten hier dürften das Zitat bereits kennen, bin mir aber absolut sicher der Vorgenannte keineswegs.
Also, hier Albert Einstein: "Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."
Ansonsten gibt es zu den Gellermann´schen Ausführungen nichts anzufügen. Unsere Ex-Mitbürger aus den demnächst "Vereinigten Transitzonen" würden sagen: Passt scho! Wenn ich mir nur die ganze Konstellation, das Zustandekommen und die Teilnehmerländer dieser "Friedenskonferenz" bewusst mache und dagegen das ganze Gemähre aus unseren steuernden Medien (ich will mal ganz neutral bleiben) und der allwissenden Experten dagegen setze, bleibt mir schlussendlich nur ein einziger Gedanke dazu über: Alle in einen Sack, zubinden und dann kräftig draufhauen. Es trifft immer den Richtigen.


Am 02. November 2015 schrieb S. Hauptkorn:

@Frieder Jansen:
Und jetzt wollen Sie uns bestimmt noch sagen, dass Saudi Arabien - der Freund des Westens - eine Demokratie ist, nicht wahr?


Am 02. November 2015 schrieb Frieder Jansen:

Was Sie hier betrieben, ist die Weißwäsche des russischen Imperiums, das Sie uns als Friedensengel verkaufen möchten. Die Russen wollen einen brutalen Diktator mit Waffengewalt an der Macht halten. Diesem Akt klatschen sie Beifall.


Am 02. November 2015 schrieb klaus schubert:

Bevor ich diesen hervorragenden Beitrag genoss, las ich im halblinken "Neues Deutschland" einen Artikel unter der Rubrik Medien und Demokratie "Rückzug in die Wagenburg" von einem Jürgen Amendt.
Lesenswert. Der Autor wollte diesen Beitrag sicherlich in der "Welt" veröffentlichen, wo er hingehört.


Am 02. November 2015 schrieb Rudolph Bauer:

Danke, Herr Gellermann! Ich wünsche mir allerdings mehr Fakten, Quellenangaben. Weniger die kommentarhafte Wertung. Das machen die aus den anderen Verblödungs- und Redaktionsstuben schon zur Genüge. Weil sie meinen, die Leser/innen merken nicht, wie sie über den Tisch gezogen werden. (Oft merken sie es dann wirklich nicht, wg. des Gewöhnungseffekts ...) Und weil sie den Lesenden absprechen, sich eine eigene Meinung zu bilden.


Am 02. November 2015 schrieb Mailman:

... eine sehr gute, realistische Einschätzung, die man leider nicht in den Leitmedien findet. Dabei wäre es so bitter nötig, die Leute aufzuklären. Ich erlebe es immer wieder, wie Kollegen unsere allgemeinen "seriösen" Nachrichten als eigene Meinung übernehmen, selbst wenn sie keinen Sinn ergeben. Von daher leisten die Qualitätsmedien ganze Arbeit.


Am 02. November 2015 schrieb Benny Thomas Olieni:

Lieber Uli Gellermann,

eine herausragende Darstellung des aberwitzigen Geschehens, des Krieges und der Zerstörung im Mittleren Osten, die ich im Freundes- und Bekanntenkreis weiterempfehlen werde.
- Ich mag in den meisten Fällen die "Personifizierung", die uns so nahe liegt und so nahegelegt wird, von Politik nicht, sind doch Menschen wie Frau Merkel-Quisling oder Herr Kerry-Ketchup oder dergleichen traurige Menschen-Ruinen letztlich zumeist nur so etwas wie "Spitzen von Eisbergen", die sich uns über trüben Wassern zeigen. Und bekanntlich ist der wesentliche Anteil des Eisberges, der dessen Kurs bestimmt, nicht die sichtbare Spitze, sondern der Teil, der für die Augen unsichtbar im Trüben wirkt.
Trotzdem möchte ich Ihre augenzwinkernd verwendete Formulierung "der Russe" aufgreifen und sie sogar personifizieren: Tatsächlich scheint mir in der Politik Rußlands sowohl in der Ukraine-Angelegenheit wie auch in der Syrien-Angelegenheit eine Überlegenheit zum Ausdruck zu kommen, menschlich, moralisch und strategisch, die mich verwundert. Und die ich bis in die Sprache, auch die Körpersprache und Mimik zum Beispiel von Vladimir Putin wie "greifbar" und "anschaulich" empfinde.
Diese Überlegenheit äußerte sich in beiden genannten Fällen darin, die mit Riesenaufwand gewobenen westlichen Lügen-Gespinste mit wenigen klaren Worten und Taten zu entlarven vor aller Augen, die sehen wollen.
Meine beginnende Liebe zur russischen Volksseele (wenn mir der Ausdruck gestattet ist) wächst!


Am 02. November 2015 schrieb Anke Zimmermann:

Danke für Ihren Blog, ein Stück Wahrheit. Wahrheit, Fakten suchen, ein zeitraubender Job, für was zahlen wir GEZ?

http://diewirklichewirklichkeit.com/2015/08/03/baschar-al-assad-vom-freundlichen-augenarzt-zum-schlaechter-von-damaskus-in-nur-zwei-monaten/

Was ist die Wahrheit? Das ist die Wahrheit und jetzt? Ehrlich ich kann anpacken und habe keine Furcht, was können - müssen wir tun?


Am 02. November 2015 schrieb Klaus Madersbacher:

Verbrechen gegen den Frieden heißt das schwerste Kriegsverbrechen, die Entfesselung eines Angriffskriegs. Das ist das Verbrechen, das alle in diesem Krieg begangenen Verbrechen einschließt - wer einen Krieg beginnt, der ist für alle Folgen verantwortlich und zur Rechenschaft zu ziehen.
Für Walter Rockler, US-Ankläger im Nürnberger Prozess, fällt der Überfall der NATO auf Jugoslawien bereits eindeutig unter diese Kategorie (siehe im Archiv von www.antikrieg.com). Die Angriffskriege und aggressiven Einmischungen gegen Afghanistan, Irak, Libyen, Jemen und Syrien sind nebst anderen ebenfalls eindeutig als Verbrechen gegen den Frieden einzustufen.
Besonders abscheulich ist die systematische Zerstörung zivilisatorischer Infrastruktur durch die angloamerikanisch geführte "westliche" oder "internationale Staatengemeinschaft". Hochentwickelte Länder wie der Irak, Libyen und Syrien wurden und werden systematisch völlig zerstört und so gut wie unbewohnbar gemacht - "in die Steinzeit zurück gebombt."
Das "Verbrechen gegen den Frieden" wurde beim Nürnberger Prozess als neuer Tatbestand in das Internationale Recht eingeführt und die maßgeblichen Naziführer wurden aufgehängt, weil sie wegen dieses Verbrechens schuldig gesprochen wurden.
Die neuen Betätiger, die schon längst in die Fußstapfen der Nazis getreten sind, können eine ähnliche Behandlung erwarten, nachdem sie nach einem Stalingrad 2.0 ebenfalls zur Verliererseite gehören werden. (Wir hatten dieses Thema ja kürzlich:-))
Daran denken heute wohl nur wenige, während die Bevölkerung mit einer Propaganda zugemüllt wird, die einen Joseph Goebbels vor Neid erblassen lassen hätte.
Offensichtlich gibt es noch genügend Leute, die glauben, dass die Vereinigten Staaten von Amerika eine "ungeschickte" Politik betreiben, obwohl sie es ja eigentlich gut meinen. Nach Ansicht dieser Leute - von Rechts- und Politik"wissenschaftlern" über alle möglichen "Experten" bis zu den professionellen Volksverdummern in den Medien - stehen die an sich gutmütigen und wohlmeinenden westlichen Führer verblüfft vor den von ihnen neu geschaffenen Wüsten und wundern sich, wie es nur passieren konnte, dass alles kaputt ist.
Und was da los ist, dass auf einmal so viele Flüchtlinge zu uns kommen wollen?
Je mehr das Verbrechen gegen den Frieden um sich greifen kann - mit voller Mitwirkung der führenden Medien und unter Beteiligung der politischen Führer des Westens, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass wir in absehbarer Zeit am eigenen Leib verspüren werden, wie es sich in der Steinzeit lebt, die diese Verbrecher uns einbrocken.

Dran bleiben...

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