Die Revolution droht

Aus dem radikalen Kaffeesatz der Freien Universität

Autor: U. Gellermann
Datum: 26. Februar 2015

Da haben sie ein hübsch geschnitztes Stöckchen auf die Medienwiese geworfen - die Monika Deutz-Schröder und der Professor Klaus Schröder, das Paar vom "Forschungsverbund SED-Staat" - und brav wurde es von den völlig verängstigten Redaktionen apportiert: "Jeder fünfte Deutsche will die Revolution" - dräut denn auch die Überschrift der WELT. Da kommt sie schon, die Revolution, aber vorläufig nur in der Studie der SED-Staat-Schröders von der Freien Universität Berlin: "Linksextremismus in Deutschland". Eine Studie, die empirisch daherkommt und uns leider die Originalfragen nicht zukommen lässt. Macht nix, sagt sich der deutsche Gesamt-Redakteur, denn nur bange machen gilt. Sollen sie doch zittern in den deutschen Krähwinkeln, denn der Abonnent ist ein Feind der Veränderung. Deshalb liest er ja die FAZ, die der Studie eine ganze Seite widmet. Da können auch die SÜDDEUTSCHE, der TAGESSPIEGEL und die ZEIT nicht widerstehen. Denn wenn der Leser zittert, so denkt die Verlagsleitung, liest er weiter jene Blätter mit viel Meinung und wenig Substanz.

Längst ist der "Linksextremismus" ein Polizei-Begriff, wie uns der Berliner "Staatsschutz" zuvorkommend mitteilt, wenn er auf seiner Website seine Daseinsbegründung aufschreibt: "Die Unzufriedenheit mit den gesellschaftlichen Verhältnissen in Deutschland, der Unmut über die persönliche soziale Situation oder einfach nur Anarchismus werden offen oder verdeckt und vielfach mit Gewalt zum Ausdruck gebracht." Da ist der "Staatsschutz" bei weitem ehrlicher und analytischer als die Schröders: Es ist die Unzufriedenheit mit den sozialen und gesellschaftlichen Verhältnissen, die mit polizeilichen Mitteln bekämpft werden muss, denkt man dort. Während man an der "Freien Universität" Steuermittel und Gelder der VW-Stiftung, der Deutschen Bank und der ARD ausgibt, um den vielen kleinen Bürgern die große Angst einzujagen: Dreh Dich nicht um, das Linksextrem geht um.

Denn "Linksextremismus" erzeugt Gewalt, erzählen die Schröders und sehen ihn als eine "antizivile" Einstellung. Während die Gewalt der Armut, die Gewalt der Kriegspropaganda und des Verdummungs-Aparates nicht erwähnt werden, sondern den Status der Gutbürgerlichkeit genießen. Damit die Verderblichkeit der "antizivilen" Gewalt auch moralisch eingeordnet werden kann, behauptet die Studie, dass die linke Einstellung "mit (verstecktem) Anti-Semitismus und (offenem) Anti-Zionismus und vor allem Anti-Israelismus" gepaart sei und führt damit einen neuen Straftat-Bestand in die universitäre Debatte ein: Den "Anti-Israelismus". Dem aufmerksamen Leser wird der "Anti-Amerikanismus" fehlen, er scheint wegen seiner wachsenden Popularität nicht mehr als Kampfbegriff tauglich zu sein.

Die Schrödersche Studie ist von Beginn an wegen ihrer Verfassungswidrigkeit schwer verdaulich. Liegt ihr doch eine Definition des Linksextremismus zugrunde, die "den Vorrang des Individuums im demokratischen Pluralismus zugunsten einer kollektiven Homogenitätsvorstellung ablehnt". Diese Interpretation des Extremismus kollidiert krachend mit dem Artikel 3 im Grundgesetz, nach dem alle vor dem Gesetzt gleich sind. Wenn alle gleich sind, denkt der FU-Professor, das ist doch Kommunismus. Und der ist extrem links. Doch die Schröders verschärfen ihre verfassungswidrige Haltung noch, wenn sie der "freiheitlich-demokratischen Gesellschaft" eine "positive Ungleichheit" unterstellen. Diese "positive Ungleichheit", nach der die einen fast alles die anderen wenig haben, ist zwar nur für die einen positiv und steht auch in keinem Gesetz der Bundesrepublik Deutschland. Also versuchen die Schröders die soziale Wirklichkeit des Landes mit dem unwissenschaftlichen Begriff der "freiheitlich-demokratischen Gesellschaft" zu beschreiben und ein eigenes Grundgesetz zu basteln, in dem eine extremistische, verfassungsfeindliche Elite-Ordnung aufschimmert. Wenn hier schon der "Verfassungs-Schutz" nicht Alarm schlägt, sollte man von einer Universitäts-Leitung, die sich als demokratisch verfasst bezeichnet, eigentlich unmittelbares Einschreiten erwarten.

Noch bedenklicher wird es, wenn die Schröders eine "Linksextremismus-Skala" entwickeln und ihr "Dimensionen" zuordnen, in denen auch Anti-Kapitalismus, Anti-Faschismus und Anti-Rassismus auftauchen. Nach diesen Kategorien ist zum Beispiel der aktuelle Papst unschwer als Linksextremist zu erkennen. Schlimmer noch ist die Schrödersche Linksextremismus-Einordnung der Anti-Repression, die sich brutal gegen die Menschenrechte wendet: Wird doch mit ihr der Kampf gegen Repression, der nichts anderes meint als die Verteidigung der Menschenrechte gegen Unterdrückung, als extremistisch denunziert. Auch wegen dieser undemokratischen Begriffs-Verwendung ist die Studie nur mit äußerster Vorsicht zu genießen.

Unter der Rubrik "Linksextremismus" wird die "Unzufriedenheit mit der praktizierten Demokratie" ebenso eingeordnet wie die Sorge um den zu großen "Einfluss der Wirtschaft". Der Anteil der Nicht-Wähler wächst, wer da wegbleibt, ist mit der aktuellen Demokratie "unzufrieden". Glaubt man den Schröders sind die Nichtwähler alles gefährliche Linksextremisten. Und dass die Wirtschaft mehr Einfluss hat als der Rest des Sozialgefüges, das leugnen nur noch die beamteten TTIP-Verteidiger. So muss die wachsende Zahl der TTIP-Gegner (40 Prozent) mit dem grusligen Etikett des "Linksextremismus" beklebt werden, obwohl sie am 1. Mai zu Hause bleiben und auch nicht in Kreuzberg wohnen. Irgendwie linksextrem nach der Methode Schröder ist auch jenes Drittel der Befragten, die davon ausgehen, dass "der Kapitalismus zwangsläufig zu Armut und Hunger" führe. Wer also die Wirklichkeit nicht leugnet, der ist extremistisch. Man muss sich erinnern, dass die Leute des "Forschungsverbund SED-Staat", zu denen die Schröders gehören, vom soliden Historiker Wolfgang Wipperman als "Hobbyhistoriker“ und "nekrophile Antikommunisten“ bewertet worden sind. Und schon drängt sich die Frage auf, ob die Finanzierung des Projektes unsicher geworden ist und der "Linksradikalismus" demnächst den "SED-Staat" ersetzen soll.

Zu schön wäre es, wenn die Linksextremismus-Studie der "Freien Universität" tatsächlich wissenschaftlich erarbeitet worden wäre. Denn dann würde der Satz "Unsere Demokratie ist keine echte Demokratie, da die Wirtschaft und nicht die Wähler das Sagen haben“ (dem 61 Prozent der Befragten zustimmen konnten) jene Möglichkeit der Veränderung in sich bergen, die dem Land unbedingt gut täte. Aber das wollen die Schröders nicht. Sie wollen abschrecken.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 01. März 2015 schrieb Pat Hall:

Diesen Satz,

"Ein neuer Versuch eines gesellschaftlichen Gegenentwurfs wird ohnehin nur aus einer Bewegung resultieren. Er wird nicht ohne internationale Solidarität existieren können." möchte ich voll unterstreichen. Denn nur so und nicht anders kann die Umgestaltung der Gesellschaften funktionieren.


Auch der verlorene "Einzelne" kann Botschaften in die Gesellschaften einbringen, in der Hoffnung dass wenigsten etwas bei den Uninformierten hängenbleiben mag.

Ich freue mich dass sich auch der AStA FU mit diesem Unmöglichen Thema beschäftigt,welch ein schöner Sonntag!

Vielen dank an allen Foristen und an U.G mit den Anmerkungen zu den Kommentaren.


Am 01. März 2015 schrieb Vera Albers:

Bravo und herzlichen Glückwunsch! Auch wenn der ASTA der FU nicht bei Ihnen abgeschrieben haben sollte ist seine Forderung doch eine wirklich gute Erweiterung Ihres Artikels zum "Forschungsverbund" und seiner unwissenschaftlichen "Umfrage".


Am 01. März 2015 schrieb Olaf Teßmann:

Welch schöne Fortsetzung der Rationalgalerie v. 26.02.´15:

ALLGEMEINER STUDIERENDENAUSSCHUSS DER FU BERLIN

AStA FU fordert Schließung des Forschungsverbunds SED-Staat und weist dessen Studie zu „Linksextremismus“ als unwissenschaftlich zurück

Der AStA FU erwägt angesichts der kürzlich veröffentlichten Studie mit dem Titel „Gegen Staat und Kapital – für die Revolution! Linksextremismus in Deutschland – eine empirische Studie“ die Schließung des „Forschungsverbunds SED-Staat“ der FU zu beantragen. Dort werden politisch motivierte Ergebnisse mit äußerst fragwürdigen Methoden abgeleitet. Gesellschaftskritik, Unzufriedenheit mit dem politischen System und ein undifferenzierter Begriff von Gewaltbereitschaft werden in einem konstruierten Linksextremismus vermengt, während der Vorwurf im Raum steht, die sonstige Wissenschaft verkenne diesen und fokussiere sich zu sehr auf Rechtsradikale. Der AStA FU weist die Studie als unwissenschaftlich zurück und fordert das Präsidium der FU dazu auf, sich vom Forschungsverbund zu distanzieren und den Weg frei zu machen für eine baldige Schließung. . . .

www.astafu.de/content/asta-fu-fordert-schließung-des-forschungsverbunds-sed-staat-und-weist-dessen-studie-zu-„link


Am 01. März 2015 schrieb Uli Gellermann:

An dem kleinen Galerie-Gespräch zur Möglichkeit der Revolution beteilige ich mit ein paar Anmerkungen:

@ Hella-Maria Schier . . .
. . . leitet das Gespräch mit der Frage ein:
"Aber wie will man eine Gesellschaft verändern, Durststrecken und Hindernisse überwinden, ohne geistig-seelische Energie, Schwung und eine etwaige Vorstellung von dem Ziel?"

Über Schwung und Energie mag ich nicht rechten. Aber die Vorstellungen von einem Ziel sind, angesichts vieler Versuche die Gesellschaft grundsätzlich zu verändern und ihrem Scheitern so beschaffen, dass man heute kaum "ein" Ziel angeben kann.

@curti curti . . .
. . . kommt zu einem Schluss, der mir zu individuell erscheint:
"Bin mittlerweile soweit, davon überzeugt zu sein, daß Veränderung zuallererst eine höchst persönliche Sache ist und sich dort bereits genügen kann."

Der Mensch ist von Beginn seiner Existenz an ein gesellschaftliches Wesen. Gesellschaftliche Veränderungen brauchen zwar den Einzelnen, sind aber ohne eine Mehrheit in der Bevölkerung nicht zu erreichen.

@ Manfred Ebel. . .
.. . kommt zu einer Modell-Wiederholung:
"Und hinsichtlich etwaiger Weg- und Zielvorstellungen komme ich zu Ergebnissen, dass es hätte in der DDR gar nicht anders sein können bzw. dass es immer wieder ähnlich sein müsste, als und wie es war."

Die aus dem Exil, den Konzentrationslägern und Gefängnissen in die Sowjetisch Besetzte Zone zurückgekehrten Widerständler gegen die Nazis hatten keine andere Chance, als die Gründung der DDR. Das wird am deutlichsten an der sogenannten Stalin-Note von 1952. In der wurden den Westmächten Verhandlungen über die Wiedervereinigung und Neutralisierung Deutschlands angeboten. Spätestes nach der Ablehnung der Note war ein Weg zur Wiedervereinigung und einem eigenen Weg Deutschlands ausgeschlossen. Auch das Ende der DDR war alternativlos: Das "herrenlose" Eigentum führte zu einer im Vergleich geringeren Befriedigung der Bedürfnisse. Zunehmend wurde der Staat deshalb repressiver. Die DDR ist ein gescheiterter Versuch. Ihn zu wiederholen hieße nur alte Fehler erneut zu machen.

@ André Burguete . . .
. . . ist der Überzeugung:

"Merkwürdigerweise funktionierte die Wirtschaft immer dort besonders gut, wo Anarchosyndikalisten ans Ruder kamen."

Tatsächlich haben die Anarchisten während des spanischen Bürgerkrieges von 1936 bis 1937 in Katalonien die gesamte Agrarproduktion, die Schwerindustrie, das öffentliche Verkehrssystem und weite Teile des Dienstleistungssektors als ein Modell der Arbeiterselbstverwaltung mit wirtschaftlichem Erfolg umgesetzt. Allerdings kritisierte der CNT (Nationale Konföderation der Arbeit/er)-Aktivist José Peirats die schwierige Problemlage mit den Worten: "Generalstreik, Meuterei, Insurrektion können nicht ungestraft angewandt werden, sofern man nicht die entscheidende Kraft ist ... Wir waren eine große bestimmende Kraft, aber nicht eine entscheidende Kraft. Ernste Störungen der bestehenden Ordnung hervorzurufen, ohne imstande zu sein, die eigenen Ideen durchzusetzen, heißt für den Teufel arbeiten. Der Teufel ist die Diktatur."

FAZIT: Eine Vielfalt von Modellen ist an der Wirklichkeit gescheitert. Nicht zuletzt wegen der Gegenseite, die, weil deren Bevölkerung sich gegenüber den linken Versuchen nicht solidarisch zeigte, über entscheidende Ressourcen der Revolutions-Behinderung verfügte.

Ein neuer Versuch eines gesellschaftlichen Gegenentwurfs wird ohnehin nur aus einer Bewegung resultieren. Er wird nicht ohne internationale Solidarität existieren können. Und er wird seine eigenen, neuen Formen entwickeln. Zur Zeit kann ich, trotz einer Reihe von Versuchen in Lateinamerika, in den USA oder Europa keine erfolgversprechende Bewegung sehen. Bis dahin werde ich mich in Geduld und Aufklärung üben.


Am 28. Februar 2015 schrieb André Burguete::

Liebe Frau Schier,

das ist ein wunderbarer Essay und ich ich denke, die meisten Foristen dieses Blogs
werden Ihnen zustimmen.

Merkwürdigerweise funktionierte die Wirtschaft immer dort besonders gut, wo Anarchosyndikalisten ans Ruder kamen. Ich vermute, das hängt mit deren Abneigung gegen alle Zentralgewalt zusammen, an der die bisherigen Ausprägungen des Kapitalismus und Realsozialismus in gleicher Weise litten. Mir selbst - der ich keinem politischen Lager angehöre - sind Monopolkapitalismus und dirigistische, kommunistische Wirtschaft nie als die einzigen Alternativen sondern immer als Extreme erschienen, die sich hinsichtlich ihrer Wirkungen und Nebenwirkungen zueinander verhalten wie der Krebs zur Chemotherapie. Ich glaube nicht, dass eine Wahl nur unter diesen beiden Wirtschaftsmodellen getroffen werden kann, sondern dass es zwischen diesen Extremen eine Vielzahl moderaterer, praktikabler Systeme gibt, denen die Erde genügend Platz für ein friedliches Nebeneinander böte. Ob wir nun eher dem freien Markt oder einer Planwirtschaft den Vorzug geben - die größten Feinde beider Visionen sind der Korporatismus, der als Konzernmacht den Wettbewerb zerstört, die Gesellschaft verarmt und in Symbiose mit der Staatsmacht das demokratische Gefüge unterhöhlt und der Dirigismus, dessen lähmende Auswirkung auf planwirtschaftliche Systeme einem Teil der Deutschen noch sehr gut in Erinnerung ist.

Vermutlich taugt das alte links-rechts-Schema nur noch bedingt, um im informellen Zeitalter brauchbare Antworten auf die drängendsten Fragen einer immer enger zusammenrückenden Welt zu finden. Insofern mahnen Sie mit vollem Recht die Wahrnehmung von mehr Eigenverantwortlichkeit an. Mich hat das Schlusswort in Antony Suttons niederschmetterndem Buch "Wall Street und der Aufstieg Adolf Hitlers" sehr berührt, worin er zu diesem Thema schreibt:

"Wann wird das alles ein Ende nehmen? Es wird kein Ende nehmen, solange wir nicht nach dem einen einfachen Axiom handeln: dass das Machtsystem nur solange besteht, wie Einzelne das wollen, und das es nur so lange besteht, wie Einzelne den Versuch unternehmen, etwas umsonst zu bekommen. Der Tag, an dem eine Mehrheit von Einzelpersonen erklärt, sie wolle nichts von der Regierung beziehungsweise danach handelt; an dem sie erklärt, sie werde sich um ihr eigenes Wohl und ihre Interessen selbst kümmern - an diesem Tag sind die Machteliten zu ihrem Schicksal verurteilt. Die Verlockung, mit den Machteliten mitzuziehen, ist die Verlockung, etwas umsonst zu bekommen. Das ist der Köder! Das Establishment bietet immer etwas umsonst; durch dieses Etwas wird in Form von Steuern oder Beute von jemand anderem und anderswo als Belohnung für politische Unterstützung vergeben.

Die periodischen Krisen und Kriege werden dazu verwendet, Unterstützung für weitere Beute-Belohnungs-Zyklen herausgeschlagen, die in Wirklichkeit die Schlinge um unsere individuellen Freiheiten nur fester ziehen. Und natürlich haben wir Horden wissenschaftlicher Jammerlappen, amoralischer Unternehmer und einfache Herumhänger, die als nicht produktive Empfänger der Beute fungieren.
Wenn wir dem Kreislauf des Plünderns und den unmoralischen Belohnungen Einhalt gebieten, werden die Elite-Strukturen zusammenbrechen.

Doch erst wenn eine Mehrheit den moralischen Mut und die innere Standfestigkeit aufbringt, das betrügerische Spiel, etwas umsonst zu bekommen, abzulehnen und es durch freiwillige Gemeinschaften, beziehungsweise lokale Regierungen und dezentralisierte Gesellschaftsformen zu ersetzen, wird das Töten und Plündern aufhören."


Am 28. Februar 2015 schrieb Manfred Ebel:

Liebe Frau Schier, lieber Herr Burguete, geschätzte Foristi,
in weiten Teilen Ihrer Überlegungen bin ich ganz bei Ihnen. Die Suche nach Alternativen, also Zielvorstellungen, scheint allgemein zuzunehmen. Die Frage taucht immer öfter auf.
Immer wenn ich den Gedanken verfolge, komme ich zu Ergebnissen, die mich die Geschichtsschreibung bezüglich des Endes der DDR im Besonderen und des soz. Lagers allgemeiner - gelinde gesagt - bezweifeln lassen. Und hinsichtlich etwaiger Weg- und Zielvorstellungen komme ich zu Ergebnissen, dass es hätte in der DDR gar nicht anders sein können bzw. dass es immer wieder ähnlich sein müsste, als und wie es war.
So lange sich ernstzunehmende freiheitliche Bewegungen auf ihren Weg machen, wird es erbitterten Widerstand der Ausbeuterwelt geben, mit all den Lügen, Erpressungen, Morden. Dagegen müssen sich echt freiheitliche Bewegungen wehren. Wie denn, wenn nicht wie gehabt??


Am 28. Februar 2015 schrieb curti curti:

@ Hella-Maria Schier

Zutreffende Ist-Beschreibung!

Wie kurz die Sprünge der vorgeblich Aufmüpfigen tatsächlich sind, läßt sich aktuell anhand der Syriza ableiten. Hat was vom letztjährigen "Gysi-Skandal", als ihm Verwicklung in völlig gegenläufige Interessen vorgehalten wurde. Und anstatt die Vorwürfe offen zu diskutieren, gab es fix faustdicke Hiebe mit der Juden-/Israelkeule. Steht analog zum koketten, selbstgefälligen Auftreten dieses Herrn.

http://www.kritisches-netzwerk.de/forum/zur-einigung-zwischen-der-syriza-regierung-und-der-euro-gruppe

Eine interessanter Diskurs wäre z.B. zur Definition von Kapitalismus und Faschismus, wie den Vorkommentaren teilweise zu entnehmen. So ist z.B. Faschismus weitaus mehr als durchgeknallte Nationalisten mit obskuren Symbolen. Die frühzeitig von Adorno formulierte Furcht vor dem möglichen Gewand der Demokraten war und ist überaus weise.

Nach meinem Verständnis ist es z.B. nicht so, daß der Kapitalismus zwangsläufig im Faschismus endet, sondern dieser von Beginn an grundsätzlich enthalten ist, da er permanent Inklusion und Exklusion bedingt, hochwertig und minderwertig bis unwert. Ein Paradebeispiel ist der Konsumismus und die Ökonomisierung, die zu Verdinglichung und Bewertung von alles und jedem führen. All die Reformen verdeutlichen diesen Zusammenhang und bestätigen damit das wahre Gesicht des Kapitalismus, wieder und wieder.

Bin mittlerweile soweit, davon überzeugt zu sein, daß Veränderung zuallererst eine höchst persönliche Sache ist und sich dort bereits genügen kann. Als Voraussetzung bedarf es geistiger Autonomie und nicht all dem was vorgegauckelt wird besitzen (Haben) zu müssen um überhaupt Jemand zu sein. Klar, es wird alles getan das diese Sicht möglicht erst gar nicht eintritt bzw. soweit auch nur in Ansätzen vorhanden, diese zu dezimieren. Weitere Folterinstrumente wie H4 verfehlen ihre Wirkung auch nicht, d.h. es werden nicht nur die Betroffenen sondern auch und vor allem die vorgelagerten Kreise versucht gefügig zu machen. Wohl dem der sich diesem -m.E.n. faschistischem- Kesseltreiben zu widersetzen vermag. Ideal ist natürlich der Austausch in einer Gruppe/Bewegung, Genossenschaften. Kurzum - mit gutem Beispiel voran. Das sollte aber nicht die Bedingung sein.

Zur Info eine Verlinkung zu einem Vortrag von Prof. Marianne Gronemeyer, gehalten vor der Fromm-Stiftung, Thema "Das Abseits als wirtlicher Ort". Darin wird u.a. der Irrwitz des Konsumismus beschrieben und nicht zuletzt die Sinnhaftigkeit der Desertation. Die Thematik kann durchaus ambivalent durchdacht und ausgelegt werden. Von besondere Güte sind die vier Abschlußthesen.

http://konsumpf.de/?p=14687


Am 28. Februar 2015 schrieb Hella-Maria Schier:

@André Burguete:

"Personal für eine Revolution"kann ich leider auch wenig erkennen, zumal in Deutschland. In den südeuropäischen Ländern sieht es aufgrund der deutlich fühlbaren existenziellen Krise und der immer noch größeren Neigung zu Geselligkeit anscheinend dafür noch etwas hoffnungsvoller aus.
Nach Erfahrungen mit früheren niedergeschlagenen Revolutionen und Bürgerkriegen (Spanien!) wird man sich aber so weit doch eher nicht aufraffen und das damit einhergehende Blutvergießen wünscht sich freilich auch niemand.

- Für eine revolutionäre Veränderung müssen große Gruppen der Gesellschaft sich zunächst mal zusammenfinden. Zersplitterung ist derzeit wirklich das Schlüsselwort. Auch, wie mir scheint, durch Feindbilder und Sündenböcke in den Medien bewusst gefördert. Man denke nur an die Diffamierung der aktuellen Friedensinitiativen gegen eine neue Ost-West-Spannung!
Einen großen Verbund wie bei der Friedensbewegung der frühen 80er gibt es heute nicht. Auch nicht wie beim Ende der DDR. In beiden Fällen ließ aus unterschiedlichen Gründen die damalige Politik Raum für die Entstehung einer solchen Bewegung.
Die Mauer, die man weder leugnen noch wegdiskutieren konnte betraf alle DDR-Bürger gleichermaßen und verband sie so sichtbar miteinander.
Der Friedensbewegung des Westens war ein langer Kalter Krieg vorausgegangen sowie eine systemkritische außerparlamentarische Opposition, deren Reste das Thema politischer Alternativen zumindest lebendig hielten.
Mit Mauerfall, Wiedervereinigung und der Auflösung der Sowjetunion galt ja das sozialistische Experiment als gescheitert: "Der 3. Weltkrieg (Kalter Krieg)ist vorbei und wir haben ihn gewonnen" so amerikanische Parlamentarier in den 90ern. Weltweit scheint sich, soweit bekannt, auch kein wirklich nachahmenswertes Modell zu finden.
Demzufolge wissen die meisten, die heute etwas ändern wollen, zwar wog e g e n sie kämpfen müssen, haben aber kein klar umrissenes Bild davon, wof ü r. Man hat gesehen, dass eine von oben diktierte Revolution und Gesellschaftsform mit straffer Ideologie nicht zu dem führt, was man sich unter einer gerechten und friedlichen Gesellschaft vorgestellt hat. Bleiben direkte Demokratie, "freiheitlicher Kommunismus". Dazu fehlen uns aber die Vorbilder.
Allerdings gab es auf kleiner, lokaler Ebene, auch innerhalb feudaler Strukturen, schon immer auch natürlich entstandene (weitgehend) unhierarchische Organisationsformen, soz. selbstverwaltete, freie Kollektive und es gibt sie ja auch heute. Sie sind von unserem System nicht gern gesehen, werden oft verschwiegen oder schlechtgeredet, zumal auch sie, wie alles, nicht vollkommen sind. Das Zusammenleben der Menschen ist eben ein Lernprozess.
Sehr interessant und bewegend in dem Zusammenhang ist diese Arte-Dokumentation: "Die Utopie leben" https://www.youtube.com/watch?v=zvF7PoB-438&feature=player_embedded
"Der Film behandelt die Spanische Revolution (auch als "einzige anarchistische Revolution" beschrieben) und wirft einen Blick auf die anarchistische Bewegung in Spanien. Der Film zeigt bislang wenig bekannte Seiten der radikalen gesellschaftlichen Veränderungen, die sich während des Bürgerkriegs von 1936 bis 1939 in jenen Gebieten zutrugen, die in der Hand der Republikaner waren. "
Bezeichnenderweise redet man meist nur vom Bürgerkrieg und hebt besonders das unstrittige schlimme Blutvergießen auf beiden Seiten hervor.
Mir war jedenfalls das revolutionäre Element, die Vorgänge in den Kollektiven, vorher nahezu unbekannt und ich verfolgte den Film fasziniert und überrascht.
Die kurze Zeitspanne, die diesem Experiment vergönnt war, bevor es quasi von alle Seiten, einschließlich des Sowjetkommunismus und auch aufgrund eigener Fehler zerschlagen wurde, lässt natürlich kein endgültiges Fazit zu.
Klar ist jedenfalls, dass keine Macht der Welt Interesse am Funktionieren einer Gesellschaft freier Menschen hat und sie nach Kräften auf allen Ebenen behindern wird.
Es war jedenfalls dieser Film, der mir etwas bewusst gemacht hat. Nämlich, dass ich wie fast alle nach dem "Ende des Sozialismus" bedauernd aber automatisch die Sichtweise übernommen hatte, dass der Mensch eben leider von Natur aus, "des Menschen Raubtier" ist und seine einzigen wahren Triebfedern Egoismus und Raffgier seien. In dieser Dokumentation, vielleicht in der damaligen Zeit, schien kurz eine andere Wahrheit durchzuscheinen, wie es leider nicht oft in der Geschichte passiert.
Glaubenssätze sind mächtig und bestimmen weitgehend das Verhalten und damit die Wirklichkeit.
Das sollte man nicht vergessen. Heute wird klar unterschieden zwischen Egoismus und Altruismus. Demnach ist, das Wohl anderer mit einzubeziehen, gleichbedeutend mit einem Verzicht auf eigenen Gewinn, der zwar manchmal notwendig ist, aber unangenehm und eine Schwäche im Sinne der neoliberalen Ellbogengesellschaft.

Wenn man aber davon ausgeht, dass Altruismus, Freude am Geben, geteilte Freude, und daran auch den anderen zufrieden zu sehen, ein T e i l v o n e i n e m s e l b s t ist (nicht nur bei Frauen), den derjenige geringschätzt und in sich selbst unterdrückt bis leugnet, der der Ideologie des reinen Egoismus anhängt, verschwindet der Widerspruch und die Sache sieht anders aus.
Wer anderen schadet, schadet dann sich selbst. Das hat auch eine spirituelle Dimension und ist wohl letztendlich die Botschaft aller großen Religionen.
Diese Einsicht erfordert Reife, aber man sollte darauf achten, ob und wann man sie evtl. schon kleinen Kindern wegkonditioniert!
Wer heute etwas Positives, Konstruktives nicht nur für sich selbst, sondern für benachteiligte Gruppen, für die ganze Gesellschaft, gar für die Welt, anstrebt, wird schnell als naiver "Gutmensch" (ich hasse dieses wahre Un-Wort!), und "die sind ja sowieso Looser", belächelt bis verhöhnt. Vor allem von den sogenannten abgeklärten erfolgreichen "Erwachsenen". Eine verdrehte Ethik.
So werden Menschen mit Visionen und Idealismus, oder auch nur Solidarität, verhöhnt und entmutigt, denn niemand will sich lächerlich machen und als "uncool" dastehen. Aber wie will man eine Gesellschaft verändern, Durststrecken und Hindernisse überwinden, ohne geistig-seelische Energie, Schwung und eine etwaige Vorstellung von dem Ziel? Besser und lebendiger als sich angepasst in einer Art fatalistischer, zynischer Depression einzurichten und allein von materiellen Ersatzbefriedigungen zu leben, erscheint mir allemal sich, wie ein Don Qijote um hier mal beim Beispiel Spanien s.o. zu bleiben, gelegentlich zu irren und lächerlich zu machen und als Spinner gesehen zu werden, aber den "lichteren" und hoffnungsvolleren Teil in sich selbst nicht zu verleugnen.


Am 28. Februar 2015 schrieb André Burguete:

@Pat Hall

In diesem Fall dürften zwei defätistische Bemerkungen des "Rembrandt-Deutschen" Julius Langbehn Ihr Herz erwärmen: Er schlug vor, die deutschen Universitäten in "Spezialitäten" umzubenennen, da dort nichts Universelles mehr gelehrt würde und bezeichnete den allseits hoch geschätzten "Professor" als die "deutsche Nationalkrankheit".


Am 28. Februar 2015 schrieb Klaus Madersbacher:

"Linksextrem" klingt bedrohlich, gefährlich - wer getraut sich das schon zu sein? Ein Neidhammel, der den Reichen ihren Reichtum neidet, der alle enteignen und diejenigen nach Sibirien schicken will, die sich nicht in eine natürlich terroristische sozialistische Ordnung, mit Stasi, Foltergefängnissen und Gulag fügen wollen, na wir wissen schon, wir haben es ja schon tausende Male gelesen und gehört und irgendetwas wird schon dran sein.
Wie links ist eigentlich linksextrem? so links wie die Polizei befindet? Oder diese Schröders, die "wissenschaftlich" an die Problemstellung herangehen? Oder Bild, Welt, Spiegel, Zeit, Krone usw.?
Gibt es da Abstufungen, wie etwa ein bisschen schwanger, ziemlich schwanger, sehr schwanger usw.?
Solange nicht klar ist, was links ist, ist jede "Linksextremismus-Skala" eine reine Hirnwixerei, die wohl ganz gut auf irgendwelche Unis passen mag, aber in der realen Politik nix zu suchen hat.
"Mit der roten Fahne gegen die Revolution kämpfen" hat einer gesagt, dessen Stellenwert in der Geschichte größer sein dürfte als der von Professoren, die mit ihren Kreationen nichts als heiße Luft und müßiges Gerede produzieren ...


Am 28. Februar 2015 schrieb Aleksander von Korty:

Sehr geehrter Herr Burguete,

GLAUBEN tue ich gar nichts!!! Dass überlasse ich religiösen Menschen.
Aber selbstverständlich denke ich nicht, dass "radikale Einsichten" bereits die Mehrheit der Bevölkerung durchdrungen haben.

Da der Drang nach dem Maximal-Profit systemimanent ist, also zwangsläufig notwendig im Kapitalismus, denke ich auch nicht dass solch ein gesellschaftlicher Druck, wenn er denn entwickelt würde, dazu führen könnte innerhalb der bestehenden politischen und wirtschaftlichen Strukturen zur Aufsicht und Kontrolle des militärisch-industriellen Komplexes und der Geldschöpfung führen könnte. Das sprengt zwangsläufig den gesellschaftlichen Rahmen und macht alternative Wirtschaftsmodelle erforderlich. Dann wedelt auch der Hund wieder mit dem Schwanz!

Radikale Schritte müssen nicht zwangsläufig gewalttätig sein. Allerdings sind schon einige gewaltfreie (friedliche) Versuche gewaltsam beendet wurden ,z.B. Chile 11. September 1973.
Und wer weiß wie lange noch Venezuela den Anschlägen Stand hält.


Am 27. Februar 2015 schrieb Pat Hall:

In mir tun sich Welten auf wenn ich über Pathokraten und die Kommentare der Galeristen in mir aufnehme, vielen dank.

Nach dieser "Studie" wäre ich nicht nur ein Linksradikaler, sonder auch ein Neonazi, Rassist, als auch ein Antisemit & Systemgegner der sich den US-Interessen widersetzt?!

Mir sind diese Uni-Profs. schon seit längerem ziemlich suspekt, denn eine freie Universität gibt es schon lange nicht mehr.


Am 27. Februar 2015 schrieb André Burguete::

Sehr geehrter Herr von Korty,

glauben Sie, dass diese Einsicht bereits zur Mehrheit der Bevölkerung durchgedrungen ist? Was sollte Ihrer Meinung nach geschehen, damit "der Hund mit dem Schwanz wedelt"?
Die beiden genannten Ziele liessen sich - sofern genügend Druck ausgeübt würde -zumindest zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch
im Rahmen der bestehenden politischen und wirtschaftlichen Strukturen verwirklichen. Dies setzt allerdings einen gewissen Konsens voraus, der m.E. zunächst nur durch beharrliches Informieren geschaffen werden
kann. Radikale Schritte sind jederzeit möglich,
Chancen zu friedlichem Wandel hingegen wurden schon viel zu oft verpasst.


Am 27. Februar 2015 schrieb Aleksander von Korty:

Sehr geehrter Herr André Burguete,

Ihre Bemerkung: "Erst wenn der militärisch-industrielle Komplex und das System der Geldschöpfung in allen Ländern unter wirklicher gesellschaftlicher Aufsicht stehen, kann sinnvoll über bestmögliche, alternative Wirtschaftsmodelle diskutiert werden." , klingt so, als solle der SCHWANZ mit dem HUND wedeln.
Abgesehen davon ist das Problem NICHT, dass es so sein sollte, sondern die Frage, wie dieser Zustand gesellschaftlicher Kontrolle erreicht werden kann.


Am 27. Februar 2015 schrieb Eard Wulf:

Ich bin der festen Überzeugung, dass es keine erhöhte Radikalisierung von linken politischen Strömungen in Deutschland gibt. Warum? Wenn ein Großteil der Politiker anfängt, genau wie unsere Medien, im Kern, eine Kuschelrunde der "Mitte" zu gründen, denn dort ist es schön Warm, dann bleiben an den ursprünglichen Positionen die übrig, die sich der falschen Wärme entziehen. Das sind dann die Extremisten oder Radikalen, die am äusseren Rand des politischen Spektrums argumentieren, indem sie sich nicht von der Gravitationskraft, des Kerns, anziehen lassen.
Das Neues Deutscheland schrieb, am 10.09.2014, dass sich die Antifaschistische Linke Berlins(ALB) im Monat 08/2014 aufgelöst hat. Grund, der Mangel an Aktivisten.
So sieht Radikalismus der Linken in Deutscheland aus.
Wenn jetzt eine Studie, mit dem Titel "Linksextreme Einstellungen sind weit verbreitet", dessen Ergebnisse im Buch "Gegen Staat und Kapital – für die Revolution!", selbsterverständlich - zum Kaufen - für 29,90.-, offengelegt sind, von Wissenschaftlern(?) der FU-Berlin - in der es nicht um Extremismus, sondern vielmehr um das subjektive Empfinden der Befragten zu kapitalischen Themen, geht - erscheint. Dann ist das ein Versuch, die, verbliebenen, "freien Radikalen" in den Kern zu ziehen.
Ich habe das Buch nicht gelesen, werde es nicht lesen und werde einen Teufel tun, 29,90.-, in dieses Machwerk, des neoliberalen Populismus, zu investieren.
Wie komme ich auf die These, dass es sich nicht um Extremismus, sondern um subjektive Meinungen, handelt?
Es gibt, öffentlichte, Einzelergebnisse, die in der PR, getarnt als Pressemitteilung, zu dem Buch veröffentlicht worden sind, siehe: http://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2015/fup_15_044-studie-linksextremismus/index.html
• Ebenfalls weit verbreitet ist den Wissenschaftlern zufolge eine fundamentale Kritik an der Wirtschaftsordnung in Deutschland. Jeder Dritte stimmte der Auffassung zu, der Kapitalismus führe zwangsläufig zu Armut und Hunger. Mehr als ein Drittel (37 Prozent) assoziierte Kapitalismus mit kriegerischen Auseinandersetzungen.
Der Kapitalismus führt zwangsläufig zu Armut, Hunger und wird mit Krieg assoziiert! Ist dem nicht so? Wer führte, mit welchem Ziel, in den letzten Jahren Angriffskriege? Wer verteilt Essensmarken an seine Ärmsten, statt ihnen durch - vernünftige - Zahlungen ein Leben in der Gesellschaft und damit einhergehend eine bessere Position zur Arbeitssuche zu ermöglichen?
• Die von Linksextremisten aufgestellte Behauptung, „Kapitalismus führt letztlich zu Faschismus“, bejahte etwa ein Sechstel (16 Prozent) der Bevölkerung; ein ähnlich großer Anteil der Befragten (18 Prozent) sah die Gefahr eines neuen Faschismus‘ in Deutschland. Knapp 30 Prozent (Ostdeutschland 35 Prozent; Westdeutschland: 28 Prozent) gaben an, sie könnten sich eine wirkliche Demokratie nur ohne Kapitalismus vorstellen.
Der zweite Weltkrieg, die Nachgeburt des Faschismus in Deutscheland, ist im Zuge einer weltweiten kapitalistischen Wirtschaftskrise ausgebrochen, die Grenzen des Wachstums waren erreicht worden. Den zweiten Teil, "(...)sie könnten sich eine wirkliche Demokratie nur ohne Kapitalismus vorstellen" beantworte ich mit einem Zitat "Es geht im Prinzip darum, demokratische Institutionen zu befähigen, das Kapital, den Kapitalismus, das Eigentumsrecht, in den Dienst des öffentlichen Interesses zu stellen. Und die zentrale Frage lautet, ob dieses Versprechen heute gehalten wird." Thomas Piketty: https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2014/dezember/das-ende-des-kapitalismus-im-21.-jahrhundert
• Ein Fünftel der Bevölkerung (Ostdeutschland: 24 Prozent; Westdeutschland: 19 Prozent) hielt eine Verbesserung der Lebensbedingungen durch Reformen nicht für möglich und plädierte für eine Revolution.
Die Wirtschafts- und Sozial-Reformen die in der BRD seit 1990 eingeführt und umgesetzt worden sind, haben zu einem sozialen Ungleichgewicht geführt, die einer Minderheit mehr Vorteile brachte als der breiten Masse an Arbeitern. Diesen Fakt kann man heute, im Jahr 2015, nicht mehr schön reden. Wenn also bewiesenermaßen keine Verbesserung der Lebenssituation, eines Großteils, der Bevölkerung durch Reformen eingetretten ist, dann - so erscheint es - ist eine Änderung des Systems unvermeitlich.
• Knapp 60 Prozent der Ostdeutschen und 37 Prozent der Westdeutschen hielten den Sozialismus/Kommunismus für eine gute Idee, die bisher nur schlecht ausgeführt worden sei, und 42 Prozent gaben an, dass für sie soziale Gleichheit aller Menschen wichtiger sei als die Freiheit des Einzelnen.
Die Frage lasse ich so stehen, denn sie impliziert das Sozialismus/Kommunismus einhergeht mit, dem Vorurteil, der Beschneidung der Freiheit des Individuums.
Fazit: Diese Studie passt in das neoliberale Glaubensmuster der, derzeitigen "demokratischen", Politik der BRD, in der die soziale Marktwirtschaft durch die marktkonforme Demokratie ersetzt wurde.
ps: Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: «Ich bin der Faschismus» Nein, er wird sagen: «Ich bin der Antifaschismus». Ignazio Silone: http://de.wikipedia.org/wiki/Ignazio_Silone#Antifaschismus-Zitat


Am 27. Februar 2015 schrieb André Burguete:

@Hella-Maria Schier



Sie beschreiben sehr treffend den bestehenden, lähmende Zustand allgemeiner Orientierungslosigkeit und Zersplitterung, den der Satiriker Roda-Roda in die Formel fasste: 
"Die Menschheit zerfällt in zwei Hälften: die eine drückt sich falsch aus und die andere missversteht es".

Woraus sollte sich - nach Ihrer Ansicht - in einer solchen Situation das Personal für eine 
Revolution rekrutieren?



Das aufziehende Unheil kann meines Erachtens nur abgewendet werden, wenn sich im allgemeinen Bewusstsein die Erkenntnis durchsetzt, dass wir so rasch als möglich Verhältnisse herbeiführen müssen, in denen sich "Krieg nicht mehr lohnt". Erst wenn der militärisch-industrielle Komplex und das System der Geldschöpfung in allen Ländern unter wirklicher gesellschaftlicher Aufsicht
stehen, kann sinnvoll über bestmögliche alternative Wirtschaftskonzepte diskutiert werden. Griechenlands Eingebundensein in die Nato und die damit verbundene "Alternativlosigkeit" seines Verbleibs in der Eurozone sind ein aktuelles Beispiel für die wahnsinnigen Folgen einer weiteren Fütterung dieses Monsters.



Die Aussagen von Generalmajor Smedley
Butler, der 1933 in den USA durch seine Offenbarungen vor dem Kongress praktisch in letzter Minute einen geplanten, faschistischen Staatsstreich verhinderte, haben bis heute ungebrochen Gültigkeit:

"Wie alle Angehörigen des Militärs hatte ich nie einen eigenen Gedanken, bis ich außer Dienst war. Meine geistigen Fähigkeiten blieben in Tiefschlaf, während ich den Befehlen von Höhergestellten gehorchte. Das ist typisch für jeden im Militärdienst."



"Ich war 33 Jahre und vier Monate im aktiven Militärdienst und während dieser Periode verbrachte ich einen Großteil meiner Zeit als Edelkraftprotz für die großen Konzerne, für die Wall Street und die Banker. Kurzum, ich war ein Halsabschneider, ein Gangster des Kapitalismus. Ich habe dazu beigetragen Mexiko und vor allem Tampico für die amerikanischen Erdölinteressen zu sichern, im Jahre 1914. Ich half Haiti und Kuba zu einem feinen Platz für die Jungs von der National City Bank zu machen, um Einnahmen zu sammeln. Ich habe bei der Vergewaltigung von einem halben Dutzend zentralamerikanischer Republiken geholfen, zum Wohle der Wall Street. Während der Jahre 1902-1912 half ich Nicaragua für das Internationale Bankhaus Brown Brothers zu reinigen. Für die amerikanischen Zuckerinteressen brachte ich 1916 Licht in die Dominikanische Republik. 1903 half ich Honduras für die amerikanischen Obstkonzerne in Ordnung zu bringen. In China, im Jahre 1927, sah ich zu, dass die Standard Oil (Anm. Rockefeller, heute u.a. Exxon, J.P. Morgan Chase Bank) auf ihrem Weg unbehelligt blieb. Rückblickend könnte ich Al Capone ein paar Tipps geben. Das Beste was er hinbekommen hat, war seine Verbrechen in drei Bezirken zu verüben. Ich verübte sie auf drei Kontinenten."



"Es gibt 40 Millionen Mann unter Waffen in der Welt von heute, und unsere Staatsmänner und Diplomaten haben die Dreistigkeit zu behaupten, dass kein Krieg in der Mache sei. Herrjemine! Sind diese 40.000.000 Männer etwa ausgebildet worden, um Tänzer zu sein?"



Ein paar profitieren - und die Vielen bezahlen. Aber es gibt einen Weg es zu stoppen. Man kann es nicht durch Abrüstungskonferenzen beenden. Man kann es nicht durch Friedensverhandlungen in Genf beseitigen. Gut gemeinte, aber unpraktikable Gruppen können es nicht durch Resolutionen hinwegwischen. Es kann tatsächlich nur zerschlagen werden, indem Krieg keinen Profit mehr bringt.?

Volltext unter:
http://www.siper.ch/assets/uploads/files/studies/Smedley%20Butler%20(1935)%20-%20Krieg%20ist%20ein%20Verbrechen.pdf

siehe auch:
https://denkbonus.wordpress.com/2013/10/06/der-wahre-feind-amerikas/



Am 27. Februar 2015 schrieb Hella-Maria Schier:

Ich finde es erschreckend, dass es keine wirklich erkennbare Opposition zur gegenwärtigen Politik unserer Regierung gibt. Nicht bei der SPD, kaum bei (beim Ukrainethema) den Grünen. Bliebe die Linke - und die ist dann wohl bald "linksradikal" und damit nicht mehr salonfähig. Einige Mitglieder scheinen das wohl zu spüren und schicken sich auch an, in die "Mitte" nachzurücken um nicht weg vom Fenster zu sein. In der Bevölkerung gibt es vor allem das Thema Ukraine betreffend, viele Zweifel am und Dissens mit dem Regierungskurs, den keine politische Partei wirklich aufgreift und entschieden vertritt. Ausgerchnet bei einem Thema, bei dem es um nichts weniger als unser Überleben geht! Da müssten die Diskusssionen eigentlich heiß laufen! Mir kommt das immer mehr unwirklich vor, als ob die Bürger irgendwann unauffällig im Schlaf ein Narkotikum verabreicht bekommen hätten, was sie daran hindert die Bedeutung dessen zu begreifen, was da vorgeht und ihnen suggeriert Merkel, Gauck und Steinmeier als eine Art "gute Eltern" wahrzunehmen, die es schon alles zum besten richten werden. Es muss wirklich ein starker Zauber sein, denn es ist einfach kaum zu glauben. Da nehmen Politiker die Möglichkeit eines Atomkriegs in Deutschland in Kauf, die ja sicher nicht geringer würde, wäre Putin tatsächlich der Dämon, als der er gezeichnet wird, und rechtfertigen das mit einem Völkerechtsbruch (von denen wir den USA schon viele durchgehen ließen) weit weg...und können einem Großteil der Bürger Bürgern verkaufen, dass sie dafür die Zerstörung Deutschlands riskieren sollten. Scheinbar ohne Sympathieverlust. Da gibt es in Deutschland immer mehr Armut und nur wenige profitieren vom Wachstum - und immer noch wird Angela Merkel verehrt, wie eine "gute Mutter". Gegenüber Südeuropa, zumal Griechenland, zeigt sie sich schon lange eher als "böse Hexe", die ich dann schon viel eher in ihr sehe....aber das macht anscheinend wenig aus und man will es auch nicht so genau wissen, solange sie die Deutschen, Deutschland immer lobt. Anscheinend brauchen sie das. ...wann hört diese Verklärung auf? Wann regt sich hier endlich Widerstand gegen diese Politik? Sonst hilft bald wirklich nur noch eine Revolution...
Durch dieses Verdrängen aus der Mitte begegnen sich ironischerweise links und rechtsaußen dann plötzlich auf der Straße, unfreiwillig vereinigt durch ihre Opposition gegen die Brutalität der sog. "Mitte". Im wahrsten Sinn des Wortes "verrückte" Zeiten.


Am 27. Februar 2015 schrieb Klaus Madersbacher:

Der "Kultursender" des Landes, in dem Hitler geboren wurde und aufgewachsen ist, hat kürzlich seine Hörer mit einem "Politikwissenschaftler" und gar "Friedensforscher" Egbert Jahn belästigt, der den dummen Ösis beibringen sollte, dass Putin einen aggressiven Krieg gegen die Ukraine vom Zaun gebrochen hat und böserweise immer noch führt. (nachzuhören bis 3.3. hier > http://oe1.orf.at/konsole?show=ondemand&track_id=397898&load_day=/programm/konsole/tag/20150225) Seine Hörer so zum Narren zu halten wird sich auch dieser sogenannte "Kultursender" auf Dauer nicht leisten können - wie heißt´s doch so schön: "Und ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich´s gänzlich ungeniert." 
Mit Linksextremismus hat das ja nicht viel zu tun, aber mit Professoren, die den ohnehin schon versauten Ruf als käufliche Plapperer noch weiter ruinieren. 
"Kultursender" und "Professoren" - ruiniert und ungeniert - ein teurer Spaß, den wir uns nur ungerne leisten:-(( 
Politikwissenschaft in Propagandawissenschaft umzubenennen, wäre vielleicht ein erster Schritt in Richtung Ehrlichkeit? Damit man´s nicht mehr velwechsert?
 


Am 27. Februar 2015 schrieb Volker Rudolph:

Ich verstehe die Aufmerksamkeit, die die Schröders erfahren nicht!

Ist doch nur Marketing:
http://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2015/fup_15_044-studie-linksextremismus/index.htm

"Die Ergebnisse des Projektes erscheinen am 23. Februar 2015 als Buch:

Klaus Schroeder/Monika Deutz-Schroeder: Gegen Staat und Kapital ? für die Revolution! Linksextremismus in Deutschland ? eine empirische Studie, Verlag Peter Lang, Frankfurt/Main, 653 Seiten, 29,90 Euro."

Das Buch kaufe ich mir sowieso nicht. Und zu dem, was auf dieser Website noch so steht, sage ich nur, das die Schröders noch viel von Uli Gellermann lernen müssen, damit sie eine lesbare Satire schreiben können!


Am 27. Februar 2015 schrieb Aleksander von Korty:

Schon immer hatten in Krisenzeiten Kaffeesatz- Karten- , Handleser, Glaskugelgucker, Hellseher, Wahrsager und an Universitäten auch Alchemisten Hochkonjunktur! Früher versuchten diese Scharlatane für ihre Herren Gold zu machen. Dabei gelang dem Böttcher immerhin die Neuerfindung des Porzellans, was seinen Herrn reich machte.

Heute bemühen sich diese Universitäts-Scharlatane darum die Macht und den Reichtum ihrer Herren zu mehren durch solch dubiose Erfindungen wie den Linksextremismus, bzw. sein angeblich strammes Anwachsen. So gelingt es ihnen mittels ihrer Kaffeesatzleserei aus bürgerlichen, biederen, spießigen bananendeutschen Michels eine ganze Armee von Linksextremisten zu formen. Dabei konnten sie sich, anders als der Böttcher, bereits vor Beginn ihrer "Studie" sicher sein, dass ihnen Erfolg beschieden sein würde, denn der Beifall der höfischen Main-Stream-Medien war ihnen quasi garantiert.

Sehr geschätzter Herr Ernst Grobschmidt,
Ihr Kommentar ruft mir das Zitat von Theodor Adorno ins Gedächtnis: "Ich fürchte mich nicht vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Faschisten, sondern vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Demokraten!"
Da Adorno bereits am 6. August 1969 verstarb, muss dieses Zitat mindestens fast 50 Jahre alt sein. So könnte mensch meinen, der Mann wäre ein Visionär gewesen. Mitnichten er war nur ein kluger Kopf, der die zwangsläufigen Gesetzmäßigkeiten der kapitalistischen Klassengesellschaft verstanden hatte.
Denn auch Brecht hatte Recht: "Der Schoss ist fruchtbar noch, aus dem das kroch!"
So wird die stete Wiederkehr faschistischer Herrschaftsmethoden nur dann verhinderbar sein, wenn der Schoss (Kapitalismus) endgültig vernichtet worden ist!!!

Denn auch damit hatte Brecht RECHT: "Wer den Privatbesitz an Produktionsmitteln nicht preisgeben will, wird den Faschismus nicht loswerden, sondern ihn brauchen!"

Und zu Ihnen Herr Reiner Hartung:
Der Begriff EXTREMISMUS ist nicht von Wissenschaftlern, von Politologen oder anderen Universitätsprofessoren, und nicht einmal von Scharlatanen wie diesen Schröders in den politischen Sprachgebrauch eingeführt worden, sondern schlichtweg eine Erfindung des Verfassungsschutzes. Nachzulesen unter Eingabe des Begriffes "Extremismus" bei wikipedia.de.

Übrigens ich bin ein LINKSRADIKALER, denn ich würde liebend gern die WURZELN dieses Verbrechersystems ausrotten wollen.


Am 27. Februar 2015 schrieb Manfred Ebel:

Zum Nebenthema Psychopaten, weil es aber doch genau in dieses Thema Scheinwissenschftlichkeit passt:
Seit geraumer Zeit kursieren "wissenschaftliche Abhandlungen" zum Thema Psychopatie. Nach einer Empfehlung hier hatte ich einen solchen Beitrag gesehen und kommentiert und erlaube mir, hier diesen Kommentar zu wiederholen. Damit bezweifle ich nicht die Überlegungen in den Kommentaren hier - keineswegs! Aber es muss auch hier gelingen, Maßstäbe und Beurteilungsktriterien wissenschaflich zu versachlichen.
Kommentar:
SF:
1. hat danach jeder Mensch psychopatisches Potenzial, das unter bestimmten Bedingungen wirkt
2. Es genügt, jemanden als Psychopaten zu denunzieren. Dieser Mensch hat keine Chance, das zu entkräften. Das betrifft de facto nahezu alle Führungskräfte ("Elite"), die immer von hierarchisch tiefer stehenden angegriffen werden. Diese Erkenntnisse im "Video" sind effizientes Werkzeug des Mobs. Wer dem nicht zustimmt: Wie soll das verhindert werden?
3. Wer den Darlegungen im "Video" widerspricht, ist automatisch Psychopat.
4. Wer Psychopaten offensiv angreift, ist selbst Psychopat, weil er ja nur den anderen austrixen will.
5. Welche Eigenschaften muss ein Mensch haben, der führen muss?
6. Normalität zu negieren, widerspricht gaußscher Normalverteilung. Danach bestimmt die große Konzentration in der Glocke das Normale, unabhängig von gut oder böse.
7. Da scheint noch sehr viel Denk- und Forschungsarbeit nötig zu sein.?


Am 26. Februar 2015 schrieb André Burguete:

@Gideon Rugay

Keine Ursache.

Ein echter soziopathischer Defekt hat übrigens biologischen Hintergrund und ist medizinisch zweifelsfrei diagnostizierbar.
Es wäre - wie bei Speichelproben zwecks Feststellung einer Täterschaft - interessant, was bei nachträglicher Verordnung eines flächendeckenden Tests auf soziopathische Veranlagung bei unseren Regierungsmitgliedern und einigen Bankvorständen an Verweigerern zusammenkäme. Zumindest könnte diese Gruppe dann geschlossen einer weiteren gesellschaftlichen Betreuung zugeführt werden.


Am 26. Februar 2015 schrieb Wolfgang Ringel:

Sie haben völlig  Recht, der  Begriff „Linksextremismus“, ist ein politisches  Windei.  Und dieses faule Ei ist einzig und allein  eine Kreation,  mit der  der Rechtsextremismus,   durch die  Erfindung „Linksextremismus“  relativiert bzw. abgeschwächt werden soll.   Diese  Methode   ist nicht neu. In Erinnerung ist uns ja noch, dass versucht wurde, die DDR  mit dem  Faschismus auf eine Stufe zu stellen.

 
Und dieser Begriff  ist ja auch dazu erfunden, um Andersdenkende   und politische Gegner zu diskreditieren  und zu kriminalisieren.  Das geschieht   aber nicht nur durch Staatsbeamte, wie durch die Mitarbeiter der Arbeitsämter (auch Jobcenter genannt) und durch die Polizei. Nein, auch einige Leserbriefschreiber  der „Braunschweiger Zeitung“ haben sich diese  Denk- und  Darstellungsweise der Mainstreampresse  zu eigen gemacht.  Für diese Menschen ist  diese Zeitung eine Bibel, der sie blind glauben und vertrauen. Das erlebe ich tagtäglich, wenn ich mir die Lokalpresse ansehe.  Und es ist doch ein Eingeständnis vonseiten der Staatspresse, das an ihrer Darstellung etwas faul ist,  wenn  sie sich  gezwungen sieht,  Artikel zu veröffentlichen, in denen Augenzeugen  sich verbeten, als „Links-Autonome“ bezeichnet zu werden, wie in dem folgendem Leserbrief:

„Die meisten waren nicht Links-Autonome
 
Ich finde es vom Polizeisprecher ziemlich frech zu behaupten, „Dort warteten rund 200 Links­-Autonome". Ich war auch mit da­bei und habe sehr viele gesehen, die nicht zur „linksautonomen1 Szene" gehören. Es waren die al­lermeisten. Also bitte bei der Wahrheit bleiben. Ich behaupte ja auch nicht, alle Polizisten prügeln. Das stimmt genauso wenig, sondern sie machen ei­nen wichtigen Job. Ich möchte ein weltoffenes Deutschland, ein Europa, haben.
/* XXXXXXXXX,  Braunschweiger Zeitung vom 0602-2015 */“
 
Zum Glück steigt aber die Zahl der Menschen, die selbstständig denken und dies auch in Leserbriefen zum Ausdruck bringen. 
 
Und- wieso droht(??) uns die Revolution? Eine Revolution, die  dieses kapitalistische System samt die von ihm verursachten Missstände für immer abschafft, ist doch keine Drohung.  Nein, sie ist wünschenswert und erstrebenswert!


Am 26. Februar 2015 schrieb Manfred Caesar:

Man kann für jeden Unsinn einen Professor kaufen.Es gibt so viele überflüssige Professoren.


Am 26. Februar 2015 schrieb Gideon Rugay:

An dieser Stelle bedanke ich mich bei dem Foristen, der kürzlich per Link auf das Buch "Politische Ponerologie" aufmerksam gemacht hat. Ich bin schon einmal drüber gestolpert und habe es dann am Wegesrand liegenlassen (ob da die in uns beständig hinein konditionierten Sicherungen der kognitiven Dissonanz eine Rolle beim Vergessen gespielt haben ? Gut möglich !)
Jedenfalls legt dieses Buch, ein Projekt ursprünglich unter abenteuerlichen Bedingungen von Wissenschaftlern des damaligen "Ostblock" initiert, (u. eine von vielen Quellen die ich zum
Thema studiert habe) äusserst nüchtern und erschreckend dar, dass die Maske "freiheitlich-demokratischen Grundordnung" (respektive eines menschenfreundlichen Kommunismus im damaligen Kontext)eine hübsch gesponnene Illusion ist, hinter der sich die eigentliche, real existierende "Pathokratie" (ein menschenverachtendes System von Psychopathen ersonnen, dass deswegen so viele Schlupflöcher und Hintertürchen, egal in welchem Bereich aufweist, weil eben von Menschen mit horrenden anti-sozialen Persönlichkeitsstörung ersonnen, die nur auf ihren pers. Vorteil bedacht sind ) verbirgt. Oder anders gesagt : die menschliche Entwicklung der vergangenen Jahrhunderte ist keine "natürliche" die dummerweise etwas chaotisch vonstatten ging - nein sie ist das Ergebnis extremer (psychopathisch motivierter) Manipulation.
Das ist für mich nichts Neues, es jedoch in diesem Umfang aus wissenschaftlicher Sicht vorgelegt zu bekommen schon.
Es beschreibt auch wie dieses "psychopathische Gift" sich auf Menschen überträgt, die ansonsten über ein (soweit man das in dieser verdrehten Gesellschaft überhaupt sagen kann) normales Gefühlsleben und über soziale Verantwortung verfügen. Da wiederum wird einem klar warum z.B. Angestellte von "multinationalen Entitäten" (Monsanto & Co) selbst zu Erfüllungsgehilfen von menschenverachtenden (Geschäfts-)Ideologien werden obwohl doch sie selbst und ihre Kinder von solcherlei "Praktiken" direkt betroffen sind...bis hin zu hasserfüllten Marktschreiern , die gegen alles wettern was die soziopathisch-unfreiheitliche Grundordnung zu stören vermag. Oft wahrscheinlich aus Angst schmerzhaft in eine Wirklichkeit erwachen zu müssen, die nix mit den bonbonbunten Bildern aus der Medienmaschine zu tun hat und all der hineingeblasene Zucker bereits den Darmausgang verklebt hat.Ein kluger Schachzug in diesem Zusammenhang den "Goldenen Westen" 60 Jahre lang zu mästen, einzuschläfern und in einem Zustand saturierter Selbstgefälligkeit zu halten, eine hübsche Illusion von Frieden & Wohlstand (auf Kosten des Rests der Welt)zu generieren, der seine Bürger zu zu narzißtischen, un-empathischen Ignoranten macht...("Uns gehts ja noch Gold")
Da ein stark ausgeprägter Narzißmus Teil dieses Psychograms ist und zu völliger Fehlwahrnehmung der eigenen Bedeutung, Kompetenz also des Selbst-Bildes allgemein führt (und wir von daher sukzessive zu quasi Lebenskraft saugenden narzißtischen Parasiten mit soziopathischem Persönlichkeitsprofil umerzogen werden sollen, weil für eine derart psychopathisch-narzißtisch verbogene Persönlichkeit das eigene Tun immer als überlegen und gerechtfertigt zurechtmanipuliert wird ) werden wir also alle am besten zu "funktionierenden Psychopathen" umerzogen und gut ist .
"Funktionierende Psychopathen/Soziopathen" , ein Begriff, den ich insbesondere in diversen TV- Serien (Dexter, Sherlock) seit neuestem propagiert sehe...Zufall ?
Der rücksichtslose aber irgendwie verdienstvolle Psychopath, den man irgendwie sogar mögen darf....
Ich will hier nicht zur Hexenjagd gegen diese etwa 6% der Weltbevölkerung aufrufen, die sich als Mittelsmänner, "Berater" , Hehler, Dealer aller Art, Makler aller Art (Carsten Maschmeyer ist ein gutes Beispiel) die Sahne abschöpfen und sich die Arbeitsleistung(und Lebensenergie) des normalen Durchschnittsbürgers rüchsichtslos einverleiben.
Das wäre ja sowas von PEGIDA , also nein, wirklich...
Nein, wir (auch Pegida & Co, besonders in den eigenen Reihen)müssen endlich anfangen diese Klientel als das zu sehen was ist : Ein aufgeblähter Pool abscheulicher Parasiten die wir auch noch als clevere Kerle und Kerlinnen bewundern.
Zu denen wir huldvoll "Herr Professor Doktor Doktor" oder "Frau Bundeskanzlerin" oder "Herr Minister" sagen...
Der Supergau für diese Leute wäre, dass das geflegte Selbstbild zersplittert, die bösartige Scharade dahinter zum Vorschein kommt, das "Große Spiel" durchschaut wird und jegliche Kontrolle über die Spielregeln entfällt...dort sehe ich allerdings auch die Gefahr, dass dem verwundeten Raubtier mit dem Rücken zur Wand durchaus in den Sinn kommen könnte würde alles und jeden gleich mit in den Untergang zu reißen (undankbares Pack ! ).Hatten wir das nicht Anfang 45 schonmal ?
Wer übrigens mehr über den Irrsinn an deutschen Universitäten lesen möchte, dem empfehle ich die "Science Files" . Dort wird mindestens ebenso eloquent aus jener Sparte(vom Standpunkt des seriösen Sozialwissenschaftlers aus ) berichtet wie hier von der Rationalgalerie im politisch/gesellschaftspolitischen Bereich.


Am 26. Februar 2015 schrieb Brigitte Mensah-Attoh:

Bloßstellen ihre "Kampfbegriffe" - am besten ausräuchern - die gutbezahlten Maischbergers & Co, die Klofrauen" (Georg Schramm), die Meinung machen, deren Brot es ist, die Leute zu manipulieren. Sie nach Kräften bekämpfen - so gut es eben geht - GRAZIE RationalGalerie - bitte werde nie müde!


Am 26. Februar 2015 schrieb Lutz Jahoda:

Die "Studie" LINKSEXTREMISMUS IN DEUTSCHLAND führt schon zu mehr als nur zum Satz "man merkt die Absicht und man ist verstimmt", was mein erste Unmutsgedanke war, aber wahrlich nicht ausreicht, wie die vielen dankenswerten Zuschriften zeigen.
Ich fühlte mich von der professoral verbrämten Schrift schnurstracks hingeführt ins Reich der Ergüsse des Hugenberg-Presse-Konzerns zwischen dem Ende des Ersten Weltkriegs und der Zeit des aufdämmernden braunen Unheils. -

So ist in Deutschland der Ruf nach Widerstand gegen die aufmüpfigen Russlandhörigen nichts Neues. - Ja, es gibt sie bereits wieder, die Schreibtischtäter, und auch den blindwütigen Exekutor gibt es auch schon. Frau Maischberger hat ihn uns - mehr unfreiwillig als gewollt - präsentiert. Da spritzte bereits imaginäres Blut, so dass ich mich jetzt neben dem Weckruf der RATIONALGALERIE nur noch der zusammenfassenden Zuschrift von Ernst Grobschmied anzuschließen brauche. Er sagt das Wesentliche zur gegenwärtigen Problematik.

Übrigens hörte ich gestern, am Mittwoch, dem 25. Februar 2015 um 22 Uhr; über ARTE den Feingeist Friedrich Dürrenmatt fragen: "Ist eine Demokratie unter Gangstern möglich?" - Keine Bange! Der Dramatiker und Schriftsteller hat nichts zu fürchten: er ist schon lange tot.


Am 26. Februar 2015 schrieb Paul-Wilhelm Hermsen:

Die Zeiten ändern sich. Sieh´ einmal einer an!
Da schrieb doch ein Martin Klingst in ZEIT ONLINE in 2001. folgendes.
http://www.zeit.de/2001/46/McCarthy_laesst_gruessen

Ob der Joffe wohl wegen dieses dezent kritischen Artikels endlich mal in seinen Laptop kotzt, falls er ihn noch einmal lesen sollte?

Jetzt kann man sich natürlich fragen, was hat Otto Schily mit Mc Carthy zu tun?
Ich glaube, diese beiden von Uli hinterfragten Schlussfolgerungsakrobaten von der FREIEN Universität haben mehr mit Mc Carthy gemein, als Otto Schily je hatte..
Nun - Ihr Mächtigen, transatlantischen Beischläfer! So läuft das hier in Good Old Germany sicherlich nicht. Da wird noch so einigen von Euch beim Safer Sex der Pariser platzen.


Am 26. Februar 2015 schrieb Hans Jon:

Für j e d e n UNSINN findet sich ein PROFESSOR! Aber eines wird immer klarer: Es ist was faul im Staate ... "KAPITAL"!


Am 26. Februar 2015 schrieb Ulrich Fiege:

Und im Gleichschritt huldigen die Absolventen und Studierenden der Bundeswehr-Universität in Hamburg und München den militärischen Leistungen der NS-Generalität, die Forderung auf Rückbesinnung der sogenannten Zeitlosen soldatischen Tugenden, folgt im Stechschritt, so ungefähr beschreibt es german-foreign-policy.com unter "Mentale Revolution"!



Das gruselige Etikett des "Linksextremismus" wird durch das US-Verteidigungsministerium noch getoppt, 95% der italienischen Bürger in Vicenza sind gegen einen zweiten US-Stützpunkt in ihrer Stadt, Zitat Edward Luttward, Berater im US-Verteidigungsministerium: "Vicenza schert mich überhaupt nicht, in Vicenza leben 4 Leute, drei davon älter als 90, Vicenza ist keine Militärbasis, sie produziert weder Rauch noch Lärm und Flugzeuge landen da auch nicht, wer sich über Vicenza beschwert ist meiner Meinung nach ein dreckiger Kommunist, warum?, weil die italienischen Behörden, die Regierung sich dafür entschieden haben, die regen sich da Künstlich auf das ist alles völlig Harmlos, unsere Soldaten sind wie Touristen - es ist pure Ideologie und Verweigerungshaltung von einem Haufen wertloser Nichtstuer.." das Zitat entsprang einer filmischen Dokumentation "Standing Army- Die geheime Strategie der US Militärbasen"



Dieser Logik folgend wäre die Einstufung der Partei DIE LINKE als Extremistisch, nur noch eine Frage der Zeit und der Behörde in der politischen Vergangenheit war Gladio das Mittel ihrer Wahl, die heutigen geschaffenen Möglichkeiten im Kleingedruckten der Verträge von Lissabon, sind erheblich Effektiver! Auch die Begriffe werden "Innovativer", neben Al-Qaida, dem Rechts, Linksextremismus, Anarchismus, dem Separatismus gibt es auch den streitfragenspezifischen Terrorismus, auf Seite 7!
http://ec.europa.eu/transparency/regdoc/rep/1/2013/DE/1-2013-179-DE-F1-1.Pdf
 


Am 26. Februar 2015 schrieb Rudolf Steinmetz:

Wenn`s brodelt und kocht, kommt Sorros und sponsert jeden gegen jeden, dann hernach, wenn`s Chaos wütet, kommt der Sherif mit dem Colt und schiesst den Geschäftemachern den Weg frei, so wie in Libyen, oder jetzt in der Ukraine: - die meisten Ackerflächen gehören bereits den Amis: http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.landgrabbing-die-gier-nach-ackerland-page1.efde30f1-8c6b-407d-92ca-3d9619ac0fb1.html
UND DEUTSCHLAND? EIN Blick auf die Karte zeigt: das Zentrum Europas. Wenn die Deutschen das nur begreifen würden. Stattdessen liessen sich die ach so tüchtigen deutschen Generäle von den Angelsachsen gegen Russland treiben - und rissen ihr Land in den Abgrund. SO WIE HEUTE? 
SIND DEUTSCHE BUNDESWEHRGENERÄLE nur noch die Büttel der USA/NATO: können sie nicht mehr denken oder dürfen sie nicht mehr?


DIE EU JEDENFALLS will dem einen Riegel vorzuschieben- ihre Gedankenpolizei soll jeden einsperren dürfen, notfalls töten, der abweichende Meinungen äussert, siehe "EUdSSR: Umerziehung für Andersdenkende": http://www.politaia.org/terror/eudssr-umerziehung-fuer-andersdenkende/


REVOLUTION in Deutschland? Da war doch was:
"Dem Ritter fuhr ein Schlag ins Gesicht,
Ein Spaten ihm zwischen die Rippen,
Er brachte das Schwert aus der Scheide nicht
Und nicht den Fluch von den Lippen.
Aufrauschte die Flamme mit aller Kraft
Brach Balken, Bogen und Bande,
Ja, gnade dir Gott, du Ritterschaft:
Der Bauer stund auf im Lande! ": http://www.volksliederarchiv.de/text1179.html


Am 26. Februar 2015 schrieb Ernst Grobschmied:

Nicht ganz korrekt beobachtet, liebe Mainstream-`Schröders´.
Denn zum "Gutbürgerlichen Mainstream" gehört es mittlerweile, dass Demokraten Putsche veranlassen, Kriege anzetteln, Banken auf Kosten der Steuerzahler retten, Steuerhinterziehung fördern, Banker und Lobbyisten ermächtigen Gesetze zu schreiben, internationalen privaten Wirtschafts-Rechtsanwaltskanzleien erlauben in Hinterzimmern Recht zu sprechen, Flüchtlinge im Mittelmeer absaufen zu lassen, Arbeitslose mit Hartz IV von der Teilnahme in der Gesellschaft auszugrenzen, ...
Nicht "linksextrem" ist die Scheibe geworden, auf der ihr euch um die Eurorettung dreht.
Sondern ihr seit es, die sich von der Demokratie abgewendet habt. Und warum? Na, "Neo-Liberale" sind in allen Bereichen de

Ihr korrumpiert euch, einzig nur aus dem Grund, damit ihr eure beschissenen Jobs behaltet. Wie erbärmlich.
http://geldhahn-zu.de/Members/geld/aktuell/widerstandsrecht-in-der-praxis


Am 26. Februar 2015 schrieb Manfred Ebel:

Der positive Aspekt ist, dass Unmut und Unwille wachsen. Insofern wirkt auch antikapitalistische Aufklärung und ich nehme es als Bestätigung.
Der negative ist das wissenschaftlich verbrämte Stigma, mit dem nun alle kritischen Geister gebrandmarkt sind. Das gleiche Ergebnis hätten die Machtorgane der Bourgeoisie auch mittels Rasterfahndung erbringen können, was ja nicht ausgeschlossen ist.
Die Schröders hingegen sind aufgrund der Besitzverhältnisse an PM klar dem Proletariat zuzuordnen, wenn auch mittelschichtige. Mittelschichtigkeit schützt nicht davor, Brosamen zuzujubeln. Da haben wir also Beispiele von intellektuellem Lumpenproletariat.
"Freiheitlich-demokratische Gesellschaft" oder "freiheitlich-demokratischer Rechtsstaat" hatten wir ja hier schon desöfteren.
Aber, Uli, ob Schröders damit die soziale Wirklichkeit des Landes beschreiben? Eher mutet es wie ein beliebig verwendbares Maß an, Fragensteller als Linksradikale - zu stigmatisieren.
Das alles erinnert doch augenfällig an das Wahrheitsministerium und "Komitee für unamerikanische Umtriebe". Sozusagen als Befragungsvorlage in D. Dass solcherart Steilvorlagen fürderhin als wissenschaftliche Grundlage für praktizierte Selektion benutzt wird, dürfte außer Frage stehen.
Man kann auch die Haarfarbe auf blond/nichtblond prüfen. Wir erleben die Gesetzmäßigkeit, `Kapitalismus führt letztlich zu Faschismus´*.

*) Presse-Langfassung, S. 7, 11 u.a.; kann bei FU, Cornelia.Bronder@fu-berlin.de angefordert werden


Am 26. Februar 2015 schrieb Paul-Wilhelm Hermsen:

Zu curti curi:

Werner Schulz, solche Leute bereiten mir Freude. Den Herrn habe ich gerade per email zu einem Tischgespräch unter www.bisskultur.de eingeladen. Mal schauen, ob er SICH DAZU HERAB LÄSST. Ich bin voller Vorfreude auf diese Begegnung, habe jedoch so meine Zweifel, dass er anbeißt. Mir würde schon reichen, wenn er beim Studium meiner Blogbeiträge ans Würgen käme. Besser wäre jedoch, ich könnte ihm seine faulen Zähne ziehen.


Am 26. Februar 2015 schrieb Rita Wegner:

Die Studie mag als Schreckgespenst gemeint sein. Aber ihre Ergebnisse sollten eher ihre Urheber und Auftraggeber erschrecken.


Am 26. Februar 2015 schrieb curti curti:

Die Studie bekräftigt insbesondere, daß der Zweck die Mittel heiligt und insoweit vor keiner Verdrehung der Tatsachen zurückgeschreckt wird um das Land vollends zum Absurdistan zu wandeln. Stramm unterwegs im eingleisigen Tunnel der Degeneration ist bereits das Ende absehbar, an dem derjenige von verdächtig über extrem bis reif für die Klapse sein wird, der eine abweichende Meinung vertritt. In dieser Zwickmühle dann zu betonen, daß man doch lediglich einen Teil dessen in Anspruch nimmt, was lt. vollmundigen Sprechblasen zum gesellschaftlichen Wertekanon gehören soll, wird als verwirrte Wahrnehmung ausgelegt mit Folgen wie vorbeschrieben.

Neben der irrwitzigen Studie zeigt sich diese Entwicklung auch an zwei anderen Glanzlichtern aus dieser Woche. Zum einen den sehr wenigen noch verbliebenen Sterndstunden des Journalismus, glänzend recherchiert und dargestellt von Harald Schumann, präsentiert auf arte zur Thematik Troika (90 Minuten die sich jeder nehmen sollte der es verpasst hat). Die nächste Offenbarung dann am Folgetag, als G. Krone-Schmalz inbsondere an die unsäglich grünbraune Haselnuss Schulz geraten ist, einer der jetzt auch gerne Waffenlieferant für Panzer-Poro und seine Horden sein will. Der Fau wurde anschließend auch in den MSM mehr oder weniger Realitätstverlust attestiert und dies, obwohl sie mittendrin in selbiger steht und allen Ernstes auch analog so argumentiert. Und genau das ist mittlerweile extrem bis irre!

http://www.arte.tv/guide/de/051622-000/macht-ohne-kontrolle-die-troika?autoplay=1

https://www.youtube.com/watch?v=YXPU8RHFFSw

http://www.focus.de/politik/ausland/ukraine-krise/gruenen-politiker-gegen-russland-versteherin-schulz-nach-talkshow-zoff-krone-schmalz-ist-fuer-putin-eine-nuetzliche-idiotin_id_4501303.html


Am 26. Februar 2015 schrieb Sarah Steinkopff:

@ Paul-Wilhelm Hermsen:

Schön gestelzt formuliert, aber den Uni-Jargon voll ironisierend, der nichts mehr zustandebringt als des Kaisers neue Kleider


Am 26. Februar 2015 schrieb Reiner Hartung:

Sie behaupten, die Studie zum Linksextremismus sei nicht wissenschaftlich. Haben Sie dafür irgendeinen Beleg?

Antwort von U. Gellermann:

Auf meine Nachfrage zur Methode wollte/konnte INFRATEST nichts zum sozialen Abgleich (Schichten/Geographie/Alter) sagen. Zudem ist der Begriff "Linksextremismus" keine juristische oder wissenschaftliche Kategorie sondern ein politische Kampfbegriff, bzw. ein sonderbares Verfolgungsraster der Polizei.


Am 26. Februar 2015 schrieb Paul-Wilhelm Hermsen:

Wenn die Stimme der über die Handlungen der bis ins Mark verlogenen Politikdarsteller entrüsteten Bürger endlich in den Universitäten ankommt, scheint es tatsächlich zu brodeln. Hoffen wir also auf den StreisandEffekt, auf das die beiden Schlussfolgerungsakrobaten von der FREIEN Universität durch ihre Deutungskunst das Gegenteil von dem bewirken, was sie zu erkennen glauben beauftragt wurden.

Dran bleiben...

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