Die Irren in Washington

Atomkrieg ist machbar, Herr Nachbar

Autor: U. Gellermann
Datum: 27. Juli 2015

Es war der gute alte, kalte Krieg, der das "Gleichgewicht des Schreckens" hervorgebracht hatte. Die USA und die Sowjetunion hatten so viele Atomwaffen in ihren Arsenalen, dass jede Macht die andere mehrfach zerstören konnte. Wer zuerst schießt, stirbt als Zweiter, war die Erkenntnis, der eine gewisse, makabre Vernunft zugrunde lag. Schon seit geraumer Zeit scheint die Logik, nach der Kriege geführt werden, um sie zu gewinnen, in den USA ausgesetzt zu sein. Kriege wie der im Irak oder in Libyen kennen keine klassischen Gewinner. Kein Landgewinn ist zu erkennen, kaum Rohstoffgewinne sind zu verzeichnen, kaputte Staaten sind die einzig messbaren Ergebnisse. Immerhin wurden diese Kaputtmach-Kriege bisher ohne Atomwaffen geführt. Das soll sich ändern. Das "Center for Strategic and International Studies (CSIS)" in Washington hält in seinem Report PROJECT ATOM kleine Atomkriege "kontrollierte nukleare Angriffe" für möglich.

Die CSIS-Denkfabrik liegt an der Rhode Island Avenue Washington. Das National Geographic Museum mit seinen wissenschaftlichen Beständen ist nicht weit entfernt. Und wer das Kramerbooks & Afterwords Café auf der nahegelegenen Connecticut Avenue mit ihren zweistöckigen Häusern besucht, der könnte glauben er sei in Europa: Gute Bücher, gutes Essen, gute Leute prägen das Bild. So möchte man in Deutschland die USA sehen: Zivilisiert und berechenbar. Doch wer sich die Namen der Aufsichtsräte des CSIS anschaut - Henry Kissinger, Zbigniew Brzeziński, James R. Schlesinger sind darunter - der erkennt nicht nur den bedeutenden Einfluss der Institution auf die amerikanische Regierungspolitik. Der kann an den Namen auch die Kriege der USA ablesen: Von Vietnam über Afghanistan bis zur Ukraine. Die Aufsichtsräte waren, als Planer oder Administratoren, immer und gern dabei.

Natürlich kommt auch die verrückteste Theorie nicht ohne den Anschein von Logik aus: "Die amerikanische Heimat wäre von einer Reaktion der USA auf einen atomaren Angriff auf einen regionalen Verbündeten nicht betroffen“, schreibt der CSIS-Report der US-Regierung ins Hirn. Man kann, so ist die Denke der wahnsinnigen Strategen, nette kleine Atomkriege führen, ohne das Leben der US-Bürger zu gefährden. Durch die „Stationierung robuster, zielgenauer nuklearer Reaktionsoptionen“ könnten die USA taktische Atomschläge „auf allen Stufen der nuklearen Eskalationsleiter führen“ will der Report glauben machen. Und senkt so die Schwelle für den atomar geführten Krieg: Wer zuerst schießt, so hoffen die Irren an der Rhode Island Avenue, könnte überleben.

Wer diese "robusten" und "zielgenauen" Atomschläge außerhalb der US-Grenzen führen möchte, der braucht Partner im Ausland. Es müssen Frauen und Männer sein, denen das eigene Land ziemlich gleichgültig ist. Oder auch solche, die auf eine schnelle, sichere Flucht hoffen. Denn nach den bisherigen Erfahrungen mit den USA und ihren räumlich begrenzten Kriegen, ist das jeweilige Land nach dem kleinen Krieg ganz großartig kaputt. Auf der Suche nach den ultimativen Verrückten sind die USA in der Ukraine fündig geworden. Man braucht keine klinischen Untersuchungen, um den Grad der Hirndeformation ukrainischer Machthaber festzustellen: Wer bereits vor Eintreffen von US-Truppen Teile seines Landes in Trümmer legt, um es von vermeintlichem Terror zu befreien, der ist schon eine Gefahr für sich und erst recht für andere.

Weil aber gerade der Verrückte dringend den Anstrich der Normalität braucht, gießt er, wenn er denn über ein ganzes Land zum Spielen verfügt, seine Wahn-Ideen gern in Gesetze. So kam es denn am 4. Juni 2015 in der Werchowna Rada, dem ukrainischen Parlament, zur Annahme des Gesetzes 2953. Die ukrainische Nachrichtenagentur UNIAN teilt ihren schaudernden Kunden mit, dass es jetzt eine rechtliche Grundlage für den Aufenthalt ausländischer Truppen in der Ukraine gibt, wenn zum Beispiel die Europäische Union dies beschlossen habe. Und auch die "schnelle Stationierung von Atom- und anderen Massenvernichtungswaffen" sein nun gesetzlich verankert. Zwar ist die Ukraine nicht Mitglied der EU, aber das bißchen Souveränität gibt man augenscheinlich gern auf, wenn der kleine Atomkrieg möglich ist. Zudem haben Oligarchen genug Geld, um eine schnelle Flucht jederzeit zu ermöglichen.

Während die deutsche Öffentlichkeit - bis in die Massenmedien hinein - langsam den Glauben an den Verstand ukrainischer Politiker verloren hat, vertraut sie immer noch den Köpfen in der eigenen Regierung. Doch obwohl Geisteskrankheiten nicht ansteckend sein sollen: Auch deutsche Politiker sind von der amerikanischen Krankheit befallen. Wie sonst könnte man eine Regierung als befreundet bezeichnen, deren Außenpolitik in den letzten Jahren weitgehend von Kriegen bestimmt war und ist. Auch die Teilnahme von Bundeswehrsoldaten an einem NATO-Manöver (Rapid Trident) in der Ukraine unter Führung der USA, weist nicht auf eine stabile geistige Gesundheit hin: In einem Land, das von Verrückten beherrscht wird, unter Führung eines Landes Krieg zu spielen, das begrenzte Atomkriege erwägt, ist kein Beweis für Vernunft. Welches Land die atomar kontaminierten Merkel, von der Leyen oder Steinmeier im Konfliktfall aufnehmen wollte ist unsicher. Sicher ist nur: Das Gleichgewicht des Schreckens ist durch eine neue US-Denkweise abgelöst worden: Atomkrieg ist machbar, Herr Nachbar.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 02. August 2015 schrieb Brigitte Klara Mensah-Attoh:

Wenn man realisiert,
daß eigentlich alles, was auf Erden geschieht, nicht zufällig geschieht -

daß vielfach die Ursachen für Hunger, Not, Elend, Konflikte + Kriege + Vertreibung schlicht an der Wallstreet liegen und an Großkonzernen wie NESTLÈ, Monsantos, Heckler&Koch.... die den Rachen einfach nicht vollbekommen können - (für jene cleveren "Ordner der Welt" soll der Status Quo ja möglichst dauerhaft erhalten bleiben, das Geschachere um ihre Pfründe nimmt augenfällig ständig zu).

Daß das Desaster mit voller Absicht geschieht - unter Inkaufnahme namenlosen Flüchtlingselends, Sklaverei, Ausbeutung und der Zerstörung der Lebensgrundlagen vieler Menschen - entsetzlich.
Weltbevölkerungstechnisch gesehen handelt es sich ja nur um eine Handvoll cleverer profitgieriger Mächtiger - die sich der Beihilfe ihnen gewogener weil gekaufter, gewissenloser, verlogener speichelleckender, Kreide fressender, charakterloser Vasallen sicher sein können - ob es nun in Brüssel, Berlin, Tel Aviv, London, Warschau, Rom, oder in Paris ist . .. Wie sonst würde es funktionieren, dieses dreckige System!

. . . . daß das, was man täglich erfahren und miterleben muß, MENSCHEN-GEMACHT ist - es läßt einen nicht mehr ruhig schlafen, es könnte einem oft glatt den Boden unter den Füßen wegziehen!
Wo steht er, der Eiserne Besen?


Am 30. Juli 2015 schrieb Eard Wulf:

@Detlev Matthias Daniel

"Würden Sie mir zustimmen, daß Feindbilder eine relativ einfache - um nicht zu sagen primitive - Form der Welterklärung darstellen?"
Hebe ich den Apfel auf, oder nicht?


Am 30. Juli 2015 schrieb Detlev Matthias Daniel:

Geehrte Frau Carillo,

der Vorwurf der Besserwisserei fußt auf drei Fundamenten:
1. Der vorgetragenen Ansicht,
2. der eigenen, widersprechenden Ansicht und
3. der Überzeugung, daß nur jeweils eine Sicht wahr, zutreffend sein kann.

Würden Sie mir zustimmen, daß Feindbilder eine relativ einfache - um nicht zu sagen primitive - Form der Welterklärung darstellen? Wer sich sein Bewußtsein so eingerichtet hat, mag es verständlicherweise nicht, wenn das in Frage gestellt wird und noch dazu argumentativ begründet. Da müßte er sich ja mit auseinandersetzen, wenn er was entgegnen will. Er nüßte also quasi sein sicheres Haus verlassen, um es zu verteidigen. Das ist aber unfair!

Das paradoxe daran: Hätten Sie sich einmal probeweise auf meine Sicht eingelassen, so hätten Sie unschwer erkannt, daß der Absolutheitsanspruch, der Anspruch, es besser zu wissen, der Ablehnung von Macht diametral entgegensteht. Sie müßten Ihr Haus also gar nicht verteidigen. Kommen Sie heraus aus Ihrer Stube oder bleiben Sie drinnen - ganz wie es Ihnen beliebt.




Am 29. Juli 2015 schrieb Eard Wulf:

Man muss doch nicht gleich revolutionieren, es würde schon ausreichen die politische/ parlamentarische Immunität aufzuheben. Die Politiker müssen dazu gezwungen werden, für ihr handeln die Konsequenzen zu tragen - wie jeder andere Bürger in diesem Staat auch.


Am 29. Juli 2015 schrieb Hella-Maria Schier:

zu Detlev Matthias Daniel: und Uli Gellermanns Antwort:

Ich sehe die Ursachen für die gegenwärtige bedrohliche Situation auch hauptsächlich im Kapitalismus, kann mir aber schwer vorstellen wie man ihm gegenwärtig den Garaus machen sollte. Und davon abgesehen, dass es, wie hier auch schon zutreffend festgestellt, derzeit einfach um primitives Überleben geht, fehlt ja offensichtlich das erstrebenswerte und realisierbare Modell dafür, da wohl den wenigsten eine Neuauflage von Sowjetunion oder Maoismus vorschwebt. Für mich persönlich gab es da aber sogar so eine "Lieblingsrevolution". Die ist (nicht ohne Grund) kaum bekannt und leider zu früh von allen Seiten zerstört und dann verschwiegen worden, als dass man sie endgültig bewerten könnte, aber sie hatte vielversprechende Ansätze, die der menschlichen Natur eher gerecht zu werden schienen, als die klassich marxistische "Diktatur des Proletariats". Es war die anarchistische Spanische Revolution. Der Anarchismus erklärt, anders Marxismus, direkt die Frage von Macht und Herrschaft zum Hauptproblem, zu recht finde ich. In diesem Kontext lehnten sie logischerweise den Kapitalismus ab - sie schafften sogar das Geld ab - und sie hielten eine allgemeine humanistische Bildung für sehr wichtig, da die Menschen geistig erwachsen werden und selbst erkennen müssen, was ein freies, selbtbestimmtes Leben bedeutet und in der Lage sein müssen, die Politik aktiv und verantwortungsvoll gestalten zu wollen. Es braucht eigentlich kein völlig ausgefeiltes und ins Detail festgelegtes ideologisches Dogma, es geht einfach um das natürliche, lebendige Zusammenleben erwachsener Menschen, die kommunikations- und konflikt- und auch zu Selbstkritik fähig sind. In kleinen Einheiten, selbstverwalteten Betrieben z.B. gibt es solche Strukturen schon überall auf der Welt und gab es sogar bei Naturvölkern und z.B. auch in früheren spanischen Dörfern parallel zur Feudalgesellschaft. - Es ist der Mensch, der das Kapital anhäuft, immer mehr davon haben will und davon seelisch abhängig wird - warum? Und es ist der Mensch, der seine eigene Macht über sich selbst, die ihm zustünde, zu schnell ab- und aufgibt, sich unterordnet, mit dem Unterdrücker identifiziert, leicht manipulierbar ist und mit der Meute heult - warum?
Die Psychologie wird viel zu wenig einbezogen bei den positiven Gesellschaftskonzepten, dabei haben die gleichen Produktionsverhältnisse nicht nur Marx und Engels sondern auch Freud und Jung hervorgebracht. Die Gegner hingegen sind schlauer, sie nutzen psychologisches Wissen für ihre manipulativen Zwecke, gegen uns, schon lange. Eine psychologische Erkenntnis ist wohl, dass der Weg in die Freiheit auch schon dem Ziel möglichst nahekommen sollte, man die Freiheit schon lebt und übt, für die man kämpft und sich ein gewisses zuversichtliches Chaosmanagement aneignet, um chaotische Überganssituationen durchzustehen ohne gleich nach autoritären Ordnungskräften zu schreien, die nur zu gern herbeieilen. - Und viel zu wenig ist jedem Menschen bewusst, dass die "öffentliche Meinung eine Supermacht" (Daniele Ganser) ist,und seine Worte und sein Informationsstand für alle viel wichtiger, als er meint. Gerade auch zum Thema Krieg.


Am 29. Juli 2015 schrieb Hella-Maria Schier:

@Mephisto Pheles
"Erstens haben wir einen Krieg in mehreren Nachbarländern Europas und auf den Kriegsschauplätzen, auf denen die US - Luftwaffe eingriff, wurde u. a. "abgereicherte Munition" verwendet."
Urangeschosse sind zwar sehr hässlich und verseuchen die Umgebung, aber es sind keine Nuklarwaffen, da gibt es keine Kernspaltung/-verschmelzung....zum "Glück" sonst wäre hier schon längst die Hölle los gewesen...


Am 29. Juli 2015 schrieb Hella-Maria Schier:

Ist wirklich "nur" eine nukleare Reaktion auf einen nuklearen Angriff gemeint , oder vielleicht auch ein sog. präventiver Erstschlag im Verlauf einer militärisch konventionellen Konfrontation? Ein solches Konzept wurde unter George Bush entwickelt im Rahmen des Kampfes "gegen den Terror". Zwar bezog sich das damals auf die "islamistische Gefahr", aber es gab da auch Gedankenspiele in Bezug auf Russland, passend zur Aufstellung amerikanischer Raketenbasen in Polen. Putin wiederum hat deutlich gemacht, dass er sich bei jeglichem militärischen Angriff auf russisches Terrain (oder auch Staatsbürger?) auch nukleare Reaktionen offenhielte. Falls bei der neuen atomaren Logik derjenige die Überlebenschancen hat, der im Konfliktfall als erster zuschlägt, kann man verstehen, was Gorbatschow meint, wenn er warnt, dass jede militärische Konfrontation zwischen USA und Russland heute nahezu zwangsläufig atomar eskalieren müsse, und auch Günter Grass, der kurz vor seinem Tod gewarnt haben soll, dass wir ganz plötzlich und mental unvorbereitet in einem Atomkrieg landen könnten. Interessant wäre auch, welches Schicksal diese US-Strategen denn uns in Europa dabei zugedacht haben, da sie ja nur betonen, US-Territorium würde nicht betroffen. Und was ist mit der weltweiten radioaktiven Verseuchung, nuklearem Winter etc.? Das Ganze klingt so sehr nach Nonsense, dass ich mich frage wieviel davon einfach Krieg mit Worten ist, Poker im Sinne der Spieltheorie, die im Kalten Krieg entstand (Frank Schirrmacher: Ego, Das Spiel des Lebens). So wie jene Behauptung, die Amerikaner als Nation könnten die atomare Zerstörung ihrer Metropolen notfalls in Kauf nehmen, da 60% von ihnen gar nicht Metropolen lebten (s.o.). Diese Art Spiel mit dem Feuer, nach dem sie wohl ebenso süchtig sind wie die "Bankenzocker", meinen diese Irren im Größenwahn anscheinend unter Kontrolle zu haben und vergessen, dass es uns schon in den 80ern, als es die Routine der Abschreckung noch gab, mehrmals beinahe vernichtet hätte.


Am 28. Juli 2015 schrieb Regina Halberstadt:

@Uli Gellermann/Benny Thomas Olieni

In Ihrer Antwort auf Herrn Olieni behaupten Sie, die Vertreter der "Revolutionäre Radikalkur (RR)", womit sie wohl die ehemaligen sozialistischen Staate meinen, hätten ihrem System eine "Amputationen des Denkens" verordnet. Wie kommen Sie zu dieser durch nichts bewiesenen Behauptung?

Antwort von U. Gellermann:

Wer die Kritiker/Reformer aus den eigenen Reihen - z. B. in der DDR Wolfgang Harich, Rudolf Herrnstadt, Rudolf Bahro - mit Repressalien aller Art aus der gesellschaftlichen Debatte operierte, der amputierte sich selbst.


Am 28. Juli 2015 schrieb Reyes Carrillo:

Lieber Herr Detlev Matthias Daniel!

Sie haben mich gerettet. Wirklich. In mir wurde es schon ganz unruhig. Die Kommentare trudelten einer nach dem anderen in der Galerie ein – und immer noch niemand am Horizont zu erkennen, der hier endlich – den Galeriegesetzen folgend - Bescheid gegeben hätte, um was es wirklich geht, der es schlicht besser gewusst hätte als alle diese noch unerweckten, vor sich hin dösenden Politamateure. Aber dann kamen Sie – und es ertönte der ersehnte Weckruf an die so fern der Kernproblematik Siedelnden: Die Macht des Kapitalismus!, pfiff es durch die hohen Räume der Rationalgalerie und mir gellend in die verklebten Ohren – ich stand augenblicklich stramm. Doch dann die Erlösung: Tränen der Erkenntnis rannen über meine eingeschlafenen Wangen und erfüllten mich mit dem ambivalenten Gefühl der Trauer einerseits angesichts eines in Blauäugigkeit sinnlos gelebten politischen Lebens, andererseits aber auch der tiefen Dankbarkeit über diese, wenn auch späte Befreiung aus der dunklen, fröstelnden Haft des Unwissens. Danke!
Verzeihen Sie bitte meine unheibare, weil austherapierte Allergie gegenüber Genossen, die es im Duktus der Belehrung stets besser wissen.


Am 28. Juli 2015 schrieb Herr Wurzelzwerg:

Gut, dass der andere Griechenlandartikel, der unselige Riemenschneider, nicht mehr lesbar ist. Der blieb im System der EU stecken, statt dass Sie Ihren Lesern etwas über den Charakter der EU als Institution des europäischen Kapitals im Kampf gegen die Völker der Welt erzählten, die es nur zu bekämpfen gilt und der sich kein Land unterordnen darf.

Aber zu diesem Beitrag: Sie haben fast recht, es hat den Anschein, als ob in den USA nur Psychopathen das Wort führen. Das aber sind sie nicht, der Begriff Irre, den Sie gebrauchen, verniedlicht das Ganze - sie sind die Täter und die Opfer zugleich des kapitalistischen Systems in der Welt. Und das sollten Sie auch aussprechen und nicht auf ein klinisches Krankheitsbild zurückgreifen. Dass es in der Natur des Imperialismus liegt, und in diesem Stadium befindet sich der Kapitalismus, Kriege führen zu müssen, muss nicht erklärt werden. Aber die Herren und Damen in Washington irren sich, in einem Atomkrieg werden auch die USA nicht verschont bleiben, da hat Russland vorgesorgt. Dass dann aber noch irgendein Mensch in dieser verseuchten Welt leben will, ist zu bezweifeln, sosehr der Mensch am Leben hängt. Man kann einer Merkel, einem Steinmeier oder einem Obama nur wünschen, in der Apokalypse, die sie sich anzurichten bemühen, selbst mit unterzugehen, mitsamt der Menschheit.
Wir haben heute nur zwei Alternativen: Sozialismus oder Barbarei. Und das wusste schon eine Rosa Luxemburg, und sie hatte keine Ahnung von der Fürchterlichkeiten der gegenwärtigen Waffentechnik.

Antwort von U. Gellermann:

Wie schön, dass ich fast Ihr Wohlgefallen finde.


Am 28. Juli 2015 schrieb Achim Kessel:

Man muss auch analysieren können. Genau da liegt der Hase im Pfeffer. Deshalb ist der Vergleicht mit einer Therapie wie man den Zustand von gesellschaftlichen Verhältnissen verändern kann richtig.
Nun kann man einen Therapieplan haben, auf einen alten Plan zurückgreifen und vor allem die Nebenwirkungen analysieren, die der Therapeut einfach außer Acht gelassen hat.
Die Folge waren kleinere Amputationen, das ließ der Therapeut wiederum außer Acht, die Nebenwirkungen vermehrten sich, Denker, die es zu Hauff gab, wurden beiseite geschoben, weil der Cheftherapeut hat immer Recht, usw, usf.
Das Ergebnis, der Patient starb und von diesem Therapeuten will erst einmal Niemand etwas wissen.
Uli´s GB- Leute haben ihren Plan schon lange aufgegeben und haben sich´s im Bett des Patienten gemütlich gemacht. Die einstigen Radikalkurer bemühen sich nach Kräften dem ohnehin schon maskenhaften Antlitz des Patienten mit einer Kosmetiktherapie neuen Glanz zu verpassen.
Sein Wesen wollen sie jedoch nicht verändern.
Theologen, die einst in ihrem Büroraum das pazifistische Plakat, Schwerter zu Pflugscharen hängen hatten, sehen heute die Notwendigkeit die Freiheit, wenn es sein muss auch mit Waffen zu verteidigen. Der Eine der Sieger, auch Theologe, er nannte sich Minister für Verteidigung und Abrüstung formte die vorhandenen Schwerter nicht etwa zu Pflugscharen, nein, er verkaufte sie gewinnbringend. Allerdings ist es unbekannt zu wessen Gewinn.
Nachdem hinter der schönen Maske wieder Heimtücke, Hinterhältigkeit, Raffgier und Besitzansprüche aus der Position des jetzt Stärkeren dominieren, wurde den ehemaligen Schwertträgern nicht etwa ritterlicher Pardon angeboten, nein man entzog ihnen alles, oft sogar die soziale Lebensgrundlage.
Wer ernsthaft darüber nachdenkt, - kleine Atomkriege, kontrollierte nukleare Angriffe - führen zu können ist krank und lebt charakterlich in einer anderen Welt.


Am 28. Juli 2015 schrieb Sven Heuser:

Welches Land die atomar kontaminierten Yankees dann im Konfliktfall aufnehmen wollten ist unsicher. Sicher ist nur: Sie müssen sich ein anderes Land suchen, so sie denn eines mit einer Willkommenskultur auf diesem Planeten finden. Wenn ich Nord-Amerikaner wäre, hätte ich mittlerweile große Angst vor der dystopischen Zukunft, die die eigenen Sozio- und Psychopathen in ihrem pathologischen Wahn skizzieren und gestalten. Bleibt abzuwarten, ob und wann sie ihre Widerstandsfähigkeit vernehmlich unter Beweis stellen. Und die atomar kontaminierte Merkel wird in den durch die USA uranverseuchten Teil des Iraks transportiert, da wollte sie doch schon 2003 hin.


Am 28. Juli 2015 schrieb Mephisto pheles:

Bedauerlicherweise wird in "unserer freien Presse" nicht abgebildet, daß Nuklearwaffen längst im Einsatz sind.
Erstens haben wir einen Krieg in mehreren Nachbarländern Europas und auf den Kriegsschauplätzen, auf denen die US - Luftwaffe eingriff, wurde u. a. "abgereicherte Munution" verwendet. Das sind Urangeschosse.
Die brechen zwar optimal Panzerungen, führen leider hinterher zu schlimmen Folgen für die Zivilbevölkerung, wie z. B. zu Mißbildungen bei Neugeborenen.


Am 27. Juli 2015 schrieb Manfred Ebel:

Lieber Uli, in Deiner Dir typischen PN-Antwort hattest Du Dich nur auf die spekulative Hoffnung auf eine sozialistische Revolution beogen. Deshalb möchte ich meine Antwort an Dich doch öffentlich machen:
... Insgesamt wollte ich sagen und meine es gesagt zu haben, dass auch diese Frage einer sozialen/sozialistischen Revolution derzeit nicht und vielleicht überhaupt nicht mehr steht. Die Situation ist auf "Alles oder Nichts" zugespitzt. Eine putschartige Aktion, von wem auch immer, halte ich derzeit für die einzige Möglichkeit, den "Kriegsmachbaren" in den Arm zu fallen.
Natürlich, um das Problem des atomaren, alles vernichtenden Kriegs grundsätzlich zu verhindern, muss die kapitalistische Ausbeutung abgeschafft werden. Aber, wie gesagt, diese Frage ist nicht mehr vorrangig. Jetzt geht es um Leben oder Tod.


Am 27. Juli 2015 schrieb Jürgen Heiducoff:

Die schrecklichen Wahrheiten, die Herr Gellermann ans Tageslicht bringt, sollten viel lauter in unsere schlafende Gesellschaft hinein gerufen, gebrüllt werden. Da, wo Optionen eines `begrenzbaren und beherrschbaren Kernwaffenkrieges´ gedacht und geäußert werden, da ist die Sphäre der Normalität längst verlassen. 
Und, einigen der Amerikaner ist es zuzutrauen, die Welt ins Verderben zu führen, denn sie haben es bereits zwei Mal getan. Sie und nicht die `Irren´ irgendwelcher Schurkenstaaten oder Terroristen, nein sie - einige verrückte, aber einflussreiche Amerikaner haben vor nunmehr 70 Jahren Hiroshima und Nagasaki bestialisch vernichtet. Und Dresden sowie koreanische Städte sollten folgen. 

Das politische System der USA, das diese Verbrechen ermöglichte, ist bis heute weitgehend unverändert. Wer garantiert, dass sich solche hirnrissigen Vernichtungsschläge nicht wiederholen? 
Fast schon verzweifelt kämpfen ein paar Friedensfreunde gegen das System des Wahnsinnes und fordern `Gedenken reicht nicht. Atomwaffenfrei jetzt !´
Auf dem Markt der Stadt Würselen bei Aachen, der Heimat des EU-Parlamentspräsidenten Schulz, werden Demonstranten am 7. August, ab 21.00 Uhr mit einer `
Nacht der 70 000 Kerzen´ der Verbrechen der US Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August 1945 gedenken und von unseren Politikern fordern, zu handeln und die wahnsinnigen Kernwaffenstrategen in den USA in die Schranken zu weisen.
Es reicht !!!


Am 27. Juli 2015 schrieb Detlev Matthias Daniel:

An einem Punkt, Uli, muß ich dir doch ganz deutlich widersprechen. Auf Nebenwirkungen kann man nicht verzichten. Das ist ja genau das, was sie ausmacht: Entweder man nimmt sie in Kauf oder man läßt es ganz bleiben.

Worum also geht es wirklich? Um die hier geschilderten intellektuellen und emotionalen Disfunktionen? Oder doch eigentlich um den Kapitalismus? Oder ist das hier der Kapitalismus, genau dies und nichts anderes? Kann man ihn erstechen oder zerschlagen mit dem Florett oder dem Säbel? Kann man ihn einsperren, in Sicherheitsverwahrung nehmen? Kann man ihn niederkämpfen und die Macht übernehmen, um eine andere, bessere Gesellschaft aufzubauen?

Was ist denn Kapitalismus? Zunächst nichts anderes als ein Begriff für eine eine Organisationsweise menschlicher Gesellschaft, ein Zusammenhang, den man meint verstanden zu haben. Hat man? Was ist Kapital anderes als eine spezielle Form von Macht, von Anspruch? Es ist nicht das Geld, es ist nicht das Eigentum, das sich so verheerend auswirkt. Es ist die Macht. Es ist die Art, wie sie sich ernährt (sie frißt Freiheit), wie sie wächst, wachsen muß, um sich zu erhalten. Es sind nicht die speziellen Merkmale des Kapitals, es sind die allgemeinen der Macht, die Unterdrückung, Ausbeutung und Zerstörung bewirken.

Wer sich dieser Einsicht öffnet, beginnt zu ahnen, daß das System der Macht nicht bekämpft und niedergerungen werden kann. Macht muß aufgelöst werden, damit Freiheit wieder Raum bekommt. Oder andersherum: Freiheit muß das Joch der Macht abwerfen, wir müssen ablegen, aufgeben, was uns erpreßbar macht. Vor allem aber alles, was damit verbunden ist, daß wir Macht für unverzichtbar oder gar erstrebenswert halten.

Antwort von U. Gellermann:

Da bin ich völlig altmodisch: Das Profitsystem muss beendet werden, zugunsten einer solidarischen Gesellschaft, die sich auf Gemeineigentum gründet. Das wird ohne Gewalt (die ja lt. GG ohnehin vom Volke ausgeht) nicht zu machen sein.


Am 27. Juli 2015 schrieb Manfred Caesar:

@Benny Thomas Olieni:
" Gibt es Heilungschancen?

- Ist eine Therapie bekannt?"

Ja,die Therapie ist bekannt : Kopf ab ! Nur diese wirkt sicher.


Am 27. Juli 2015 schrieb Eard Wulf:

Ich übernehme keine Garantie für die Echtheit des Videos, dass soll sich angeblich am 20.05.2015 in Saana, Jemen, zugetragen haben:
https://www.youtube.com/watch?v=OTE_Eshm2xw

Einen Artikel, der das Thema anschneidet, gibt es voltairenet.org:
http://www.voltairenet.org/article188202.html


Am 27. Juli 2015 schrieb Wolfgang Ringel:

Dazu ist zu sagen, wir können alles Essen, manches aber nur einmal. So ist es auch mit dem Atomkrieg. Er ist führbar, aber eben nur einmal.

Vor Jahren wurde die Neutronenbombe als der letzter Schrei präsentiert: Nur der Mensch wird vernichtet. Alles andere, einschließlich der Industrie, bleiben erhalten. Vielleicht verstanden gewisse politische Kreise das als die sauberste Form der feindlichen Übernahme von Industriebetrieben. Aber davon ist schon seit Jahren nichts mehr zu hören. Vielleicht auch seine Eier, wie mancher Landmann so sagt.

Die einzige, die von den atomaren Machenschaften profitieren wird, ist die Erde. Sie ist dann die Menschheit los und kann sich rasch naturgemäß erholen. Das ist ja der einzige Grund, warum sich Politiker und Militärs vor einem Atomkrieg (noch) fürchten. Denn wenn es um Profit geht, sind die Kapitalisten zu jeder Schandtat bereit. „..selbst auf die Gefahr des Galgens“, wusste von Karl Marx. – Noch scheuen die Leute vor dem Menschheitsuntergang zurück. Noch….


Am 27. Juli 2015 schrieb Peter Lind:

Ach Gellermann, Sie sollten aufhören den Teufel an die Wand zu malen. Schließlich gibt es da noch den LINKEN-Abgeordneten Stefan Liebich, der mit seiner engagierten Mitgliedschaft in der Atlantikbrücke ganz nah an die Brezinskis, Kissingers und Compagnon dran ist. Da wird er für uns alle ein gutes Wort einlegen, und alles wird gut werden.


Am 27. Juli 2015 schrieb nora schmitz-gharbi:

Vielleicht werden die Historiker(so es sie noch gibt) einmal auf dieses Land schauen und sich wundern wie still es in diesem Land war.

Dass es keinen Aufschrei gab, keine Demonstrationen, keine Brandreden von Politikern. Dass kaum jemand den Terror, der sich vor unserer aller Augen entwickelte, auch als Terror bezeichnete.

Anbei noch ein "Auszug aus der Policy Planning Study, Kapitel VII. Far East : Der Tag ist nicht mehr fern, an dem unser Handeln von nüchternem Machtdenken geleitet sein muss. Je weniger wir dann von idealistischen Parolen behindert werden, desto besser."


Am 27. Juli 2015 schrieb Hans Ion:

Die Erfindung, Herstellung, Lagerung, Planung, "Abschreckung", und Anwendung von ABC-WAFFEN sind VERBRECHEN gegen die MENSCHHEIT! Ca. 10.000 ATOM-WAFFEN "warten" real schon auf die Apokalypse, den Weltuntergang, auf Armageddon, auf Ragnarög!
"Völker hört die Signale! ... FRIEDEN SCHAFFEN OHNE WAFFEN!!!"


Am 27. Juli 2015 schrieb Karl Döll:

Spannende Schilderung, so dass es jeder verstehen kann, wenn man nur will. Das Denken und Planen der Akteure hat Kontinuität. Als Scharping bei einem Besuch im Pentagon den Gedanken äußerte nach mehr (militärischen) Einfluß im Bündnis, antwortete der US-Kriegsminister sinngemäß: "Die Nato sei an ihren Rändern brüchig. Hier zu agieren bedürfe der Kompetenz im Bereich von A,B, und C Waffen." Ziele wurden anderweitig auch genannt, die sogenannten "Verbrecherstaaten" Weißrussland, Ukraine, Jugoslawien.


Am 27. Juli 2015 schrieb Manfred Ebel:

Sehr geehrte Frau Bender und liebe Leser, zu unsrem gegenseitigen klaren Verständnis: Das Szenario entwickelt nicht Uli Gellermann. Das sind diejenigen, die sich Gewinne durch Krieg versprechen. Das angemahnte Verweigern ist völlig richtig, es ist existenziell für die Erde und die Menschen.
Alles Andere ist weniger gefährlich als das was solche Fantasien, nein Pläne und Realtitäten! hervorbringt - der Kapitalismus als Ganzes und personifiziert. Das ist keine Kapitalismusschelte. "Kapitalismusschelte" ist Realitätsverweigerung derer, die das Wort als Vorwurf benutzen.
Mindestens so irre wie die beschriebenen und genannten Irren ist anzunehmen, es fände sich keiner, der auf den Knopf drückt. Machen wir uns klar, dass selbst diese Frage zu erörtern gar nicht mehr steht. Denn ein Knopfdruck, ob gewollt, ungewollt, im Affekt, zufällig, kalkulierend, testend, negiert die Überlegung, ob sich einer fände.

Die Situation heute ist grundlegend geändert selbst im Verhältnis zu der der 80er Jahre oder auch zu der vom Jahr 2000. Sie entwickelt sich schneller, als das individuelle oder Gruppenbewusstsein es erfassen und verarbeiten kann.

Wir haben nicht mehr das Recht, nichts zu sagen und nichts zu tun. Auch Schicksalsergebenheit ist kein gültiges Argument mehr, denn das, was solche atomare Kriegslüsternheit hervorbringt, ist kein Schicksal, sondern in die Wiege gelegtes bourgeoises Irresein.
Die Ursachen müssen auf Gedeih und Verderb beseitigt werden - jetzt und sofort und endgültig. Der Weg dazu ist zweitrangig geworden. Die Auswahl potenzieller Verbündeter und deren Anzahl steht nicht mehr. Auch technische Machbarkeitsüberlegungen, ob zur Kriegstaktik oder Reformierbarkeit des Kapitalismus, sind endgültig hinfällig. Die Existenz von Massenvernichtungsmitteln, ob Viren, Medien oder Atombomben, ist unumkehrbar geworden.
Verweigern reicht nicht mehr.


Am 27. Juli 2015 schrieb dario vo:

Die Vorstellung Kriege dienten immer nur Landgewinn ist beinahe so altruistisch wie die Vorstellung, sie würden für Menschenrechte geführt. Bereits das römische Imperium wollte Karthago nur zerstören - und keinen Senat installieren.
Einen Sinn moderner Kriege beschreibt Jeremy Scahill in "Blackwater" (deutsch bei rororo). Wie bitte sollen Konzerne wie Blackwater oder Halliburton ohne Krieg und Zerstörung den Shareholdervalue mehren?
Nebenbei werden taktische Atomwaffen schon seit der Endphase des kalten Krieges forciert. Der Feind wird schon nicht den Planeten pulverisieren, nur weil ein Megatönnchen auf eine Panzerarmee trifft. Im Übrigen ist verbrannte Erde eben besser als ein lebendiger Konkurrent.


Am 27. Juli 2015 schrieb Ulrich Fiege:

Herr Hans-Werner Holtkamp was sind denn die Ursachen in einem ganz normalen Kapitalismus/Imperialismus? Es sind die im Artikel genannten, wie Kissinger oder Brzezinski die als Handlanger einer Handvoll reicher Leute solche Pläne aushecken, es sind die Leute die niemals Pleite gehen können und Praktisch und Faktisch den Staat stellen mit der Lizenz zum Geld drucken. Das unsere Regierungs hinter und Vorderbänkler ebenfalls nur korrupte Befehlsempfänger sind, die an jeder von den USA hingelegten Lunte das Zündholz halten und unsere Presse dabei den Jubelperser gibt. Das alles zeigt den Ernst der Situation.

Ein Beispiel will ich gerne abgeben wie es um den Gesunden oder nennt man es normalen Menschenverstand bestellt ist in diesem Land, deren Hirne vom TV durch ein erhöhtes Aufkommen an Islamistenflaggen wie in diesem Artikel zu lesen ist, aus "Bundesregierung will eine EU Terror-Quote" http://faceyeu.eu/ und nach den ersten beiden Absätzen werden Sie fündig und zwar an der Stelle in der die N24 Netzreporterin Antje Lorenz auf YouTube den "islamistischen Terroranschlag" von Lyon als Berichterstattung "darstellen" sollte, wie ich gerade gesehen habe wurde der betreffende Kommentar, der Gestern und insgesamt 4 Wochen dort stand, gelöscht aber ich will ihn gerne einstellen, bin mir nicht Sicher ob das ok ist Herr Gellermann?

Ein "Phenne 8" schrieb vor 4 Wochen, Zitat: So jetzt reicht es endgültig! Mir ist scheiß egal ob ihr mich für nen nazi haltet aber die Muslime müssen vernichtet werden und zwar die ganze Religion dafür werden wir sorgen ihr seid die neuen Juden ab jetzt herrscht ein anderes Klima wir werden eure Moscheen abfackeln und eure Frauen und Kinder Öffentlichkeit hängen! Nächste Woche geht es los pegida, hogesa, afd und Front national waren erst der Anfang ich erkläre den Muslimen den Krieg und wir werden euch jetzt jagen und töten! 88 so Hitler will! In Europa hättet ihr euch das nicht trauen sollen denn jetzt ist eure ganze Rasse in Gefahr! Muslim bastards! Ab jetzt kommt der Countdown!"

Was gibt es da noch zu analysieren wenn dieses Geschriebene 4 Wochen dort verweilen darf, jeder sieht wie Imperialismus und Kapitalismus funktioniert. Wie viele Kriege führen wir seit den Anschlägen von NY und wie viele Staaten wurden mit Bürgerkriegen überschüttet, jetzt muss man nur noch den Bundesbürger auf Linie bringen, denn der soziale Zusammenhalt und wie dieser zu erreichen ist beschreibt die "Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik" der Bürger hat zwischen seinen 2 oder 3 Jobs aber gar keine Zeit mehr sich ein genaues Bild von einem Bild zu machen, so funktioniert der Kapitalismus.


Am 27. Juli 2015 schrieb Reyes Carrillo:

Diesmal hat der Galerist das Florett zurück an die Wand gehängt, den Säbel des bitteren Sarkasmus genommen und mit diesem das Standardwerk der Forensischen Psychiatrie durchblättert: „Wahnsinnige“, „Irre“, „Hirndeformation“, „Wahn-Ideen“, „Geisteskrankheiten“. Ein so hilflos wie faktisch korrektes Vokabular für das Nicht-Beschreibbare, für das eigentlich stumm Machende, Erstickende, Lähmende wie Implodierende, die Fassung Verlierende. Und wenn die Sprache, deine Sprache im Behelfs-Psychiatrischen Wege aus solcher Fassungslosigkeit heraus und in die Realitäten hinein sucht – dann, ja dann können und dürfen die Vereinigten Staaten von Nordamerika, alternativ auch „Diese drecks Nordkoreaner“ (Hagen Rether) nicht weit sein.
Ich bin, was den Hauptprotagonisten und die weiteren genannten Vasallen im Artikel angeht, geradezu süchtig nach dieser Sprache, in der das Florett nichts zu suchen hat, wo jede feine Ironie nur eine Attacke auf und eine Verbrämung der Wirklichkeit bedeuten könnte. Ich habe dich jedenfalls selten so erwürgt-beredt schreiben „sehen“.
Es darf einfach ums Verrecken keinen Zweifel daran bestehen, dass die USA im Verbund mit ihren jeweiligen wie aus der Psychiatrie entwichenen Helfern die mit Abstand größte Bedrohung für diesen Globus sind und Alles und Jedes vernichten wollen und werden, was sich ihrer perversen, imperialistischen Gewaltlogik entgegenstellt. Dieses Land und mit ihm aktuell die Ukraine gehörten in verschärfte Sicherungsverwahrung. Das ohnmächtige Wissen andererseits, dass das natürlich fromm-atheistische Wünsche sind, verlangt zusätzlich nach einordnenden Diagnosen aus der Klapsmühle – will man nicht wahnsinnig werden.


Am 27. Juli 2015 schrieb Lutz Jahoda:

Die Wettertiefs aus Richtung West,
sollten uns eigentlich reichen.
Ich brauch keinen kontaminierten Wind
von jenen, die geldgeil bescheuert sind.
Regieren uns geistige Leichen?


Am 27. Juli 2015 schrieb Benny Thomas Olieni:

Danke für die trefflich-schauderbare Info.

Mir stellen sich folgende Fragen:

- Was ist die Genese des Irrsinns von Bush, Cheney, Rice, Kiss of Deathinger...? Gibt es eine Erklärung ohne Rückgriff auf satanische Widersacher-Wesen?

- Ist es eine vergleichbare Erkrankung, die Merkel, Steinmeier und "Drei-Weltkrieg-Taft" Fan der Laien, aber auch Gestalten wie Gabriel oder Lammert oder viele der im Reichstag ab und zu sonst Anwesenden weiter mit solch´ offensichtlichen Verbrechern wie den US-Drahtziehern kooperieren läßt?

- Gibt es Heilungschancen?

- Ist eine Therapie bekannt?

Antwort von U. Gellermann:

Die Gesellschaftswissenschaften kennen bisher zwei Therapien: a) das sozialdemokratische Gesundbeten (GB). Das GB wird seid Jahrzehnten in den unterschiedlichsten Ländern ohne Erfolg versucht. In Deutschland haben die Gesundbeter ihre Versuche ganz aufgegeben und erklären die Krankheit inzwischen als schön und nützlich. b) die Revolutionäre Radikalkur (RR). Die RR ist in unterschiedlichen Ländern mit unterschiedlichem Erfolg versucht worden. Nicht selten war sie von Amputationen des Denkens begleitet. Wenn die Verfechter der RR auf die schwerwiegenden Nebenwirkungen verzichten könnten, ist ein Heilungserfolg möglich.


Am 27. Juli 2015 schrieb Hans-Werner Holtkamp:

Was Sie hier als psychische Deformation verkaufen ist ganz normaler Kapitalismus/Imperialismus. Das von Ihnen gewählte Bild der geistigen Erkrankung vernebelt nur die eigentlichen Ursachen. Schön schreiben allein genügt nicht, man muss auch analysieren können!


Am 27. Juli 2015 schrieb curti curti:

Absicht/Ziel US-amerikanischen "Engagements" ist die Destabilisierung als kostengünstigere Kriegsform. Der Sieg ist gegenwärtig noch enthalten. Motto "Wenn zwei sich streiten freut sich der Dritte".

Es sollen sich außerhalb keine Einheiten mehr bilden, weder in noch unter den Ländern. Mittels einer perfide ausgetüftelten Strategie halten sie so die Welt in Schach und wie gut sie sind zeigt sich insbesondere daran, daß selbst Europa den Rattenfängern untertänigst auf dem Fuße folgt. Nicht anders ist zu erklären, daß sich auch "Freunde" mittels allerlei irrer Incentives wie exzessives Abhören bei Laune halten lassen.

Dem Gesamtensemble ein psychisches Krankheitsbild zu attestieren, das zwischen den Polen Narzismus und Paranoia manövriert, dürfte die Faktenlage nachhaltig begründen. Einweisung in die geschlossenen Abteilungen jeweils zuständiger Kliniken ist sinnvoll, um die Allgemeinheit zu schützen. Die wiederum hält jedoch mehrheitlich u.a. Dank Hollywood und all seiner weltweit debilen Nachahmer das für normal und richtig, was diese vorgauckeln.

So schließt sich der Kreis des Verderbens, der vor allem mittels Angst und Schrecken im Zaum gehalten wird. So erfüllt dann auch der "Terrorist" absehbar seinen Zweck.

Und da für alle aktiv Beteiligten die Dosis wie bei einem Abhängigen kontinuierlich erhöht werden muß, ist es nur allzu "logisch" bzw. "normal", in Zukunft das eine oder andere Atombömbchen zu zünden. Derart Irre sind zu allem fähig!


Am 27. Juli 2015 schrieb Gert Flegelskamp:

Wir haben den 27.07.2015. Das Datum ist deshalb wichtig, weil Ungeheuerliches passiert.
Gestern Abend brachte das Erste, aus meiner Sicht eigentlich ein US-treuer Sender in TTT (Titel, Thesen, Temperamente) einen Bericht über den Abwurf der beiden Atombomben auf Japan nach dem 1. Weltkrieg und stellte dabei die Frage, ob die bisher geltende Sicht, erst dieser Abwurf habe den Krieg gegen die Japaner endgültig beendet, überhaupt noch haltbar sei. Ich denke, man kann den Bericht in der Mediathek des Ersten bald abrufen.
Heute Abend kommt dann im Zweiten um 22:15 Uhr kommt dann ein Spielfilm: Good Kill - Tod aus der Luft und im Anschluss eine Dokumentation - Drohnenkrieg - Tod aus der Luft. In einer Presseankündigung zu diesem Beitrag hat das ZDF dazu mit http://webstory.zdf.de/drohnen/ eine recht umfangreiche Dokumentation zu diesem Thema veröffentlicht, die "unsere Freunde" in einem Licht erscheinen lassen, das ansonsten von den öffentlich rechtlichen Sendeanstalten eher vermieden wird.
Der http://derstandard.at/2000019745336/Bilder-aus-der-Machtzentrale-George-W-Bush-und-die-911?ref=rec meldet, dass das Nationalarchiv der USA 350 bisher unbekannte Fotos zu den Terrorattacken vom 11. September 2001 aus dem Zentrum der Macht um den damaligen Präsidenten George W. Bush veröffentlicht hat. Zu lesen dazu ist u. a.: - Zu sehen ist zum Beispiel, wie Bush, sein Vize Dick Cheney und Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice mit ungläubigen und entsetzten Gesichtern am Tag des Anschlags beieinanderstehen. -
Für mich stellt sich die Frage, ob so amerikanisches Entsetzen aussieht. Auf mich wirkt es eher wie eine gespannte Erwartungshaltung. Außerdem widerspricht die Aussage über das unmittelbare Zusammentreffen nach dem Anschlag früheren Meldungen, nach den Bush zur Zeit des Anschlags in einem Kindergarten war und den Kindern aus einem Kinderbuch vorgelesen hat und dadurch erst wesentlich später von dem Anschlag erfahren habe.

Nun frage ich mich natürlich, sind die Beiträge in den öffentlich Rechtlichen bloße Ausrutscher, oder kommt selbst dort allmählich ein wenig Nachdenklichkeit auf, ob "unsere Freunde" wirklich unsere Freunde sind.
Die nun freigegebenen Fotos hingegen könnte vor allem dazu dienen, die US-Bevölkerung wieder ein wenig aufzuheizen, um "dem Kampf gegen den Terror" neue Nahrung zu geben.


Am 27. Juli 2015 schrieb Eva Bender:

Das von Herrn Gellermann entwickelte Szenario ist beängstigend. Es ist an der Zeit, dass die Deutschen sich dem US-Druck verweigern. Damit wir nicht in die Kriege der USA hineingezogen werden.


Am 27. Juli 2015 schrieb Hannes Stütz:

Der "Weltpolizist" verliert ökonomisch und geldpolitisch seine Rolle. Da hilft nur Krieg, wenn man sich nicht arrangieren will. Die Mörder-Drohnen sind schon jetzt sein "Elektro-Schlagstock" - und den noch mit A-Waffen light und das alles vom heimischen Herd aus, ohne den Mittelstand zu verunsichern -das ist unwiderstehlich für die Freiheit-für unser Geld-Bande. Und Berlin mit der Scheinmutter wird wohl wieder mal ziemlich dabei sein - gegen fast alle deutschen Interessen. Und wir Germanen auch ???


Am 27. Juli 2015 schrieb Andreas Wagner:

Eine perfekt destillierte Beschreibung des status quo. Sollte den Regierenden aller "westlichen" Laender zur Pflichtlektuere auferlegt werden! (Ausnahme Australien, der ist zu bescheuert)

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