Deutsche Waffen machen Flüchtlinge

Saudi Arabien mit Bomben und Panzern im Jemen

Autor: U. Gellermann
Datum: 03. September 2015

Im Berliner Innenministerium haben sie auf die Land-Karte geschaut: Prima, der Jemen liegt nicht am Mittelmeer. Selbst wenn ein Boot voller Flüchtlinge durch das Rote Meer führe, spätestens im Suez-Kanal wäre Schluss mit Flucht. Auch der Landweg nach Europa ist ziemlich unmöglich. Aufatmen. Zwar sind dank einer von Saudi Arabien geführten Militärintervention im Jemen nach UN-Angaben im Land bereis 1,4 Millionen Menschen als Binnenflüchtlinge unterwegs. Wie lange es die im Land hält, ist ungewiss. Deshalb stellt sich die UN schon mal auf 100.000 Flüchtlinge in den nächsten sechs Monaten ein. Ordentliche Flüchtlinge, die außer Landes fliehen. Aber nach Deutschland werden sie es nicht schaffen.

Es sind alles lupenreine Demokratien, die von den Saudis angeführt seit dem 26. März 2015 im Jemen Krieg führen: Bahrain, Katar, Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate, Jordanien, Marokko und der Sudan. Gottseidank werden sie von noch reineren Demokratien, den Vereinigten Staaten von Amerika, Frankreich und Großbritannien logistisch unterstützt. Die USA zum Beispiel helfen freundlicherweise mit jeder Menge Streubomben aus. Schon lange exportieren die Vereinigten Staaten Drohnen in den Jemen, immer schön zielgenau. Als jüngst mal eine Hochzeitsgesellschaft dabei drauf ging, hat das jemenitische Parlament den Einsatz von Drohnen verboten. Das Gelächter in Washington war bis nach Berlin zu hören.

In Berlin wird nur vornehm geschmunzelt: Zwischen 2001 und 2014 billigte die deutsche Regierung Rüstungsverkäufe im Wert von fast 2,6 Milliarden an die saudische Diktatur. Das sichert Profite der deutschen Rüstungsindustrie. Auch die anderen Länder der Jemen-Überfall-Aktion sind in den Kundenbüchern der deutschen Industrie verzeichnet. Feuerleiteinrichtungen, Kriegsschiffe, Munition, Kleinwaffen sowie Fahrzeuge und Panzer sind die wesentlichen Exportgüter. Natürlich wurden Tornado-Panavia Kampfbomber auch schon geliefert. Das ist bei Saudi Arabien besonders pikant. Denn Hilfsgelder und Investitionen fließen vom saudischen Verteidigungsministerium nicht nur in den Syrien-Krieg, sondern auch in die pakistanische Rüstungsindustrie. Weitgehend gesichert ist eine Beteiligung Saudi-Arabiens am pakistanischen Atom-Programm. Macht nichts. Denn die Saudis sind FREUNDE der deutschen US-FREUNDE und außerdem gute Kunden.

Jetzt bereitet die Saudische Militärkoalition eine Großoffensive auf die jemenitische Hauptstadt Saana vor. Deutsche Panzer (mit Öl-Dollars bezahlt) rücken bereits in das östlich von Saana gelegene Gouvernement Ma´rib vor. Zwar sagt das UN-Welternährungsprogramm bereits jetzt, dass durch die saudische Blockade 6,5 von den 24 Millionen Jemeniten von einer Hungersnot bedroht sind. Aber die Jemeniten sind den Initiatoren und Freunden der Operation Decisive Storm „Sturm der Entschlossenheit“ einfach noch nicht schlank genug.

Auch in Deutschland herrscht Entschlossenheit vor: Entschlossen schweigt die Bundesregierung zu ihrem Anteil am neuesten Kriegsverbrechen ihrer Freunde. Entschlossen schweigen auch die Freunde der neuen deutschen Verantwortung in den Medien. Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG schafft es in diesen Tagen, einen ganzseitigen Artikel über die vom Krieg gefährdeten "märchenhaft schönen" Bauten in der jemenitischen Hauptstadt zu verbrechen, ohne mit einem einzigen Wort auf die wirkliche deutsche Verantwortung einzugehen: Die Ausrüstung der arabischen Kriegsparteien mit teuren und effektiven deutschen Waffen.

"Was die Frage der ankommenden syrischen Flüchtlinge anbelangt, so sehe ich ehrlich gesagt keine Mitverantwortung Deutschlands" erbricht die Kanzlerin zum Flüchtlingsthema. Und natürlich kann man das Wort syrisch jederzeit gegen afghanisch oder irakisch austauschen. Immer hatte und hat die Bundesrepublik Deutschland ihre schmutzigen Finger in den Kriegen des nahen und mittleren Ostens. Ob Kanzlerin oder Medien: Die vorgetragene Empathie gegenüber den Flüchtlingen ist nichts anderes als miese Heuchelei, solange die deutsche Mitschuld nicht benannt wird. Aber vielleicht begrüßt ja die Merkel bald doch den ersten jemenitischen Flüchtling in Berlin mit den Worten: "Das hast Du doch prima gemacht." Und der junge Mann bekommt dann ganz sicher einen Ausbildungsplatz bei "Rheinmetall". Dort kann er dann lernen, wie man die guten deutschen Leopardpanzer zusammenschraubt, die dann ohne Umwege an Saudi Arabien geliefert werden.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 09. September 2015 schrieb Brigitte Klara Mensah-Attoh:

ECHT ZUM KOTZEN: diese heuchlerischen Mörderbanden
in Berlin - London - Paris -
Sie sitzen einfach da und vergießen - medienwirksam - allenfalls ein paar Krokodilstränen ob der vielen Menschenopfer im Mittelmeer, die wissentlich
in Kauf genommen werden - oder der rasant anwachsender Flüchtlingszahlen -
die sie aktiv durch Genehmigung von WAFFENLIEFERUNGEN,
unersättliche Profitgier und die politische Unterstützung anderer
Kriegs-Profiteure und -freunde und Waffenlobbyisten ja selber erst
verursacht haben.
PFUI TEUFEL Frau Merkel & Co - Sie sind alle so zum Kotzen!


Am 03. September 2015 schrieb Sven Heuser:

Es fehlt ein (kleines) Land in den Aufzählungen, das im Hintergrund mit seinen international omnipräsenten Generalvertretern die Fäden zieht und deren Beteiligungen u.a. auch die Panzerlieferungen der BRD an Saudi Arabien und so manches andere erklären. Im Juli interviewte das serbische Politikmagazin Geopolitika Thierry Meyssan über die Situation auf dem Balkan und im Nahen Osten. > Nach dem Iran/USA-Abkommen reorganisiert sich die Welt > http://www.voltairenet.org/article188484.html

Die Syrien-Korrespondentin Karin Leukefeld berichtet in diesem verlinkten Interview von einem Wirtschafts- und Stellvertreterkrieg, der zunehmend zum Exitus des syrischen Staates führe, die Bevölkerung in den Hungertod treibe und bereits 11 Mio. Syrer auf die Flucht getrieben hat. > Die Perfidie ist, dass diese Fluchtbewegungen politisch instrumentalisiert werden. > http://www.nachdenkseiten.de/?p=27340#more-27340

Lt. Eurostat liegt die Männerquote der syrischen Flüchtlinge ins Zielland BRD (45 Prozent aller syrischen Asylanträge wurden 2015 bisher in der BRD gestellt) für das erste Halbjahr 2015 bei 77,5 Prozent. Zieht man davon alle unter 14 ab, bleiben immer noch ca. 71 Prozent. Ungarn nimmt 2015 bisher, nach der BRD, die zweitmeisten Syrer auf. Dort ist die Männerquote sogar bei 85,5 Prozent, über 14 immer noch bei über 82 Prozent. Beim Bewerten dieser Zahlen und der Flüchtlingsfotos kann man sich des Eindruckes nicht erwehren, dass sie gezielt (mit frisch gedruckten USD ausgestattet) zur Ausreise angeworben wurden, um der Regierung in Syrien potentielle Kämpfer zu entziehen und einen beispiellosen brain-drain durchzuführen, nachdem das 2011 verhängte Embargo das Land bislang (noch) nicht in die Knie zwang.

Auf der Grundlage einer prophetischen Chaos-Theorie wird die durch die völkermordenden Kriege u.a. gegen den Irak, Libyen, Syrien und jetzt Jemen hervorgerufene chaotische Situation ausgebeutet, indem der tragische Exodus der Migranten infolge der Kriege instrumentalisiert und nach Italien und Griechenland kanalisiert wird ? in Länder, die nicht zu den starken der EU gehören. Dieser Exodus dient als psychologische Kriegswaffe und als wirtschaftliches Druckmittel, um die Notwendigkeit eines humanitären Friedenseinsatzes vorzuführen, der in Wahrheit die militärische Besetzung der strategisch und ökonomisch wichtigsten Zonen zum Ziel hat. Was seit 2003 in der Region geschieht, sind wahrhaft abscheuliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die von Nato-Regierungen des Westens begangen werden. Es sind unsägliche Verbrechen.

PS: Informativ ist auch die Rede von Baschar Al-Assad an die Zivilgesellschaft > http://www.voltairenet.org/article188441.html


Am 03. September 2015 schrieb Reyes Carrillo:

Zunächst ist dir großen Dank zu sagen dafür, auch diesen Krieg (wie das schon klingt) und seine mittelbare Unterstützung durch deutsche Waffen im Blick zu behalten! Gerade habe ich noch einmal deinen Artikel vom 30. März d. J. zum selbigen Thema gelesen, der in der zweiten Überschrift noch fragt: „Deutsche Panzer bald im Jemen?“.
Diese verbrecherische, wahlweise klinisch glasklar schizophren zu nennende selektive Wahrnehmung des blutbefleckten Sauhaufens in Berlin, die wachsende Flut von Kriegsflüchtlingen chirurgisch sauber von der eigenen Mitverantwortung abzuschneiden ist unerträglich. Der von den USA mit Verzückung betrachteten Bewaffnung des Mittleren Ostens zur gewünschten, äußerst profitablen, also stabilen Dauerkrisenregion kommt der drittgrößte Waffenexporteur natürlich gerne nach. Als Waffenschmiedenfreund und als US-Rosetten-Lecker. Der längst schon legendäre Münchner Auftritt der „Dreckigen Drei“ im Januar 2014 auf der dortigen NATO-Konferenz mit seiner tödlichen „Neue Verantwortung“-Drohung hat jedenfalls gezeigt, dass diese Regierung nebst segnendem Bundes-Kriegs-Pfaffen nicht nur amorph daherlallen, sondern durchaus auch beim Wort genommen werden kann und muss. Die gefährliche, mörderische Liste der neuen deutschen Verantwortung in Krisengebieten oder zur Vorbereitung solcher wächst und wächst und wächst.


Am 03. September 2015 schrieb Karl Bergmann:

Einmal mehr muss die Berücksichtigung außenwirtschaftlicher Interessen und unser aller Sicherheit eingefordert werden. Wir liefern Waffen an die Saudis, also an den IS. Gleichzeitig geht Wehrtechnik an die Kurden, die den IS bekämpfen. Und natürlich beliefern wir unsere NATO-Verbündeten Türkei, der beide bekämpft - mehr oder weniger. Das bindet Terroristen an die Region, sichert fortgesetzten Materialverbrauch, ermöglicht Neueinstellungen bei vielen Unternehmen und stärkt den Technologiestandort Deutschland. Wenn wir es nicht täten, fände sich ein anderer Lieferant. Nur hätten wir dann keine Mittel mehr beispielsweise zur Finanzierung friedenserhaltender Maßnahmen - etwa der Mission vor der Küste Libanons: Seit 2006 jagen wir dort mit drei Schnellbooten Schmuggler, die die Hisbollah mit Waffen versorgen wollen; eindeutig Terrorbekämpfung also. Das Ergebnis von neun Jahren Einsatz: Null. Das darf als Beweis für die hohe Abschreckungswirkung und die Sinnhaftigkeit der dafür aktivierten Steuermittel gelten. Und das wollen Sie wirklich aufs Spiel setzen? Eher früher denn später kommen dann auch die Qaida-Terroristen aus dem Jemen zu uns. Sofern sie unser transatlantischer Hauptverbündeter nicht zuvor mit (eigenen) Waffen versorgt und gegen den IS in den Kampf schickt. Aber das ist ja bisher nur ein Planspiel.


Am 03. September 2015 schrieb Lutz Jahoda:

Die wiederentdeckte Menschlichkeit auf der Regierungsbank. Aus dem Notstand geboren. Very trendy just in time. Nun sonnen sich die verbalen Unterstützer des Krieges gegen Assad unter Obamas ungesundem Lob. Da musste ich noch einmal die Tasten bemühen. Schon allein, um Heide Genger zu danken, uns Oskar Lafontaines Sätze noch einmal in Erinnerung gebracht zu haben.
Auch Joe Bildstein sei für die Belebung des Ausspruchs von Desmond Tutu gedankt. Prächtig passend zur bekannten Scheinheiligkeit, die derzeit, frisch aufgedämpft, wieder durchs Kanzleramt weht.


Am 03. September 2015 schrieb Gideon Rugai:

Lutz, das war Dein Bester,
so stilvolles nicht-nur Geläster,
und mit dem Valentin zu kommen -
bin ich vor Lachen noch benommen...

Beste Grüße :)


Am 03. September 2015 schrieb Lutz Jahoda:

Wenn Kanzlerin Merkel im Fernsehen
"ehrlich gesagt" sagt, stellt sich bei mir
ein unerklärliches Unterhaltungsgefühl
ein, das mich an Karl Valentin erinnert
("Mögen hätt ich schon wollen, aber dürfen habe ich mich nicht getraut.")

Und so drängt es mich erneut, die Gute
ins freundlichere Licht zu schieben.
Obschon bis über die Knöchel im Blute,
bedroht von Heiliger-Nikolaus-Rute,
die schwer zu lösende Frage steht,
wieso es in misslicher Lage wohl geht,
dass Wähler sie immer noch lieben.

Hier die Meinung eines verdrehten
rechtsorientierten Parteipoeten. Wahrscheinlich war er -
ich will da nicht unken,
als er dies schrieb, bereits betrunken:

Markfundamentalistin Angela M.,
von der viele behaupten, sie sei plemplem,
ist keineswegs von beschränktem Verstande,
sonst wäre sie nicht First Lady im Lande.
Die Dame trägt schließlich, bei aller Kritik,
auf ihren Schultern die Republik.


Am 03. September 2015 schrieb Gideon Rugai:

"Was die Frage der ankommenden syrischen Flüchtlinge anbelangt, so sehe ich ehrlich gesagt keine Mitverantwortung Deutschlands" woraufhin "Präsident Obama(...)Kanzlerin Merkel gelobt (hat), weil Deutschland so viele Flüchtlinge aus Syrien aufnimmt."

Bei Merkels Erbrochenem wünschte ich mir wieder einen schönen Pranger mitten auf dem Alex und das Obomba sich freut, dass D die durch "Entschlossene Stürme" (nein, nicht nur die Kanzlerette hat nicht mehr alle Tassen im Schrank) enstandenen "Kollateralschäden" eilfertig zu, wie soll man sagen, "assimilieren" bereit ist, ist ja auch absolut nachvollziehbar.(Als hätte man in den US of A nicht schon genug Ärger).
Richtig lustig wird es aber erst jetzt, wo der Herr der Misère, seines Zeichens Innenminister, über den völkischen Beobachtungs-Spiegel verkünden ließ, dass man angesichts des Flüchtlingsdramas (für das man gemeinhin nichts kann) man doch wieder ein bisschen am Grundgesetz herumspielen dürfte um (sinngemäß) "verkrustete Strukturen" aufzubrechen, Spielräume zu schaffen (oder so)...Na , das ist aber nett von den Flüchtlingen mit Spitzentiming hier hereinzuströmen, um uns dabei zu helfen altbacken-überkommenes [G]edanken[G]ut aus verkrustet-demokratischen Zeiten über Bord zu werfen, nicht wahr ?
So wie auch die bereits angekündigte Abschaffung des Bargelds einfach nur schick, hipp, praktisch & modern ist...
Merkt hier eigentlich noch jemand was oder müssen wir uns endgültig an dumpf-verstrahlte Konsumenten oder dumm-paranoide Abendländer gewöhnen, die Flüchtlingsbaracken samt Insassen zusammenkloppen wollen, weil sich ausser bedingten Reflexen nicht mehr viel in Herz & Hirnschale tut ?


Am 03. September 2015 schrieb Heide Genger:

"Präsident Obama hat Kanzlerin Merkel gelobt, weil Deutschland so viele Flüchtlinge aus Syrien aufnimmt. „Kohls Mädchen“ wird sich gefreut haben. Welch eine Heuchelei. Die USA haben den Vorderen Orient in Brand gesetzt. Sie haben Saddam Hussein aufgerüstet, sie haben die Taliban und Al-Kaida mit Waffen versorgt, sie haben im Verein mit Saudi Arabien und den Golfstaaten den Islamischen Staat aufgebaut. Es ist Zynismus und Heuchelei wenn der Drohnenmörder Obama Deutschland für die Aufnahme von Flüchtlingen aus Syrien dankt. Wie lange müssen wir warten, bis wir in Deutschland eine Regierung haben, die den USA den blinden Gehorsam verweigert, keinerlei Unterstützung für Ölkriege gewährt und fordert, dass die USA die Kosten für die Unterbringung der Kriegsflüchtlinge zu tragen haben? "
Oskar Lafontaine


Am 03. September 2015 schrieb joe bildstein:

Darf man die Mitglieder des Sicherheitrates (die Bande, die geheim die Waffenexporte foerdert und genehmigt) als Parlamentsterroristen bezeichnen?

Antwort von U. Gellermann:

Was so ist, muss so bezeichnet werden.


Am 03. September 2015 schrieb joe bildstein:

Es tut einfach nur weh zu sehen was abgeht in Teutonien. Wie sich das Land in der Tat abschafft.

Lese gerade ein Buch von Desmond Tutu, daraus ein Zitat das mir im Kopf haengengeblieben ist:

---------------------------------------------------
Be nice to the whites, they need you to
re-discover their humanity
Desmond Tutu.


Am 03. September 2015 schrieb curti curti:

Letze Nacht gab es auf ARD einen Bericht zu "Industrie 4.0, nach der aufgrund technischer Neuerungen/Rationalisierungen innert der nächsten Jahre in D knapp die Hälfte aller Arbeitsplätze wegfallen dürften. Dto. in anderen Industrienationen. Gibt dann als Ausgleich ein paar neue, aber deren Minderqualität kennt man ja mittlerweile zu Genüge!

Danach zeigte man auf einem ZDF-Nebenkanal eine Serie von Reportagen zu "Humanoiden", das sind menschliche Roboter die kurz vor der Serienreife stehen und vielfältig einsetzbar sind. Dazu fabulierten gebildet wirkende Wissenschaftler und Hersteller, die aber nüchtern bewertet wirkten wie Primitive denen nicht mehr ein Dorn/Brett im Auge ist als sie selbst. Gleiches gilt für die gezeigten Reaktionen des Publikums, eigentlich analog zu den Glasbausteinen die sie in Händen (mittlerweile angewachsen) führen.

In Verbindung mit der von Uli Gellermann sehr zutreffend zugespitzten (aus dem Hinterhalt ins Licht gestellten) Politmisere und nachfolgend humanitärer Katastrophe, bleibt als Zukunftsmodell nur noch autarker "Ackerbau und Viehzucht" um das zu bleiben was man eigentlich ist. Denke aber daß einem noch nicht einmal das vergönnt sein wird.

Mad Max winkt bereits in der Ferne, vermutlich mit deutschen Waffen, der todsicheren Gründlichkeit wegen!


Am 03. September 2015 schrieb Silke Hauptkorn:

Es ist so unfassbar traurig und macht einen extrem wütend.
Bis vor kurzem war meine Welt noch "in Ordnung", weil ich einfach blind war, verblendet wurde bzw. mich hab von den Blendern hinters Licht hab führen lassen. Dummerweise - für meine "heile Welt" und meinen Blutdruck - bin ich aufgewacht.

Ich verstehe nicht, wie viele "Menschen" so skrupel- und gewissenlos, einfach nur unmenschlich sein können nur der Macht und des Geldes wegen.
Ist ihnen ein Menschenleben weniger Wert als die Euros und Dollars auf ihren Konten?

Ist ein Leben in Frieden - weltweitem Frieden - nicht l(i)ebenswert?


Am 02. September 2015 schrieb Benny Thomas Olieni:

Lieber Uli Gellermann,

eine ausgezeichnete Beobachtung, daß Dr. Merkele ihre Sätze (v)erbricht. Ist das nicht auch die Etymologie von "(V)erbrecherin"?

Über Ihren weltberühmten historischen Diagnose-Satz "Merkele ist klinisch irre." muß ich auch unter diesem Gesichtspunkt nochmal gründlich nachdenken.

Wer mit Tumorschenko, Pornoschenko und den Vereinigten Drohnen-Staaten von Goldman-Sucks gemeinsame Sache macht, gegen die deutsche Bevölkerung, bei dem (der) stellt sich schon die diagnostische Frage, ob da noch eine Tasse im Schrank sei.

Vielen Dank für Ihre unermüdliche Tätigkeit in der Anstalt!

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