NATO-Krieg in der Türkei

Deutsche AWACS-Flieger gegen Russen und Kurden

Autor: U. Gellermann
Datum: 28. Dezember 2015

Die NATO ist doch immer für eine krachende Sylvester-Rakete gut: Jetzt sendet sie AWACS-Maschinen von ihrem deutschen Stützpunkt in den Krieg der Türkei. Vorbeugend teilt ein Sprecher des deutschen Kriegsministeriums, dem die AWACS-Flugzeuge unterstehen, auf die Schnelle mit: Dafür brauche man kein Bundestagsmandat. Denn die Militärmaschinen sollen nur zur Erstellung des Luftlagebildes beitragen. Außerdem sei derzeit kein Einsatz von Waffengewalt zu erwarten. Und um den verlogenen Unsinn zu komplettieren, wird noch betont: Der Islamische Staat habe keine eigenen Luftstreitkräfte - und das syrische Regime werde voraussichtlich keine eigenen Militärflugzeuge gegen die Türkei einsetzen.

Ein Bisschen Wahrheit muss sei: Natürlich gibt es weder IS-Kampfflugzeuge noch syrische Maschinen im türkischen Luftraum. Wenn es um die ginge, dann könnte die AWACS-Besatzung also zu Hause bleiben. Doch es geht um die Lage-Beobachtung des syrischen Luftraums, der bis zu einer Tiefe von 400 Kilometern von den AWACS-Systemen kontrolliert werden kann. Und da die NATO die Flugdaten ihrer eigenen Maschinen – die USA, Frankreich, England und Deutschland sind dort bereits im völkerrechtswidrigen Eisatz – genau kennt, geht es um die Spionage gegen syrische und russische Maschinen. Also um die Lieferung feindlicher Daten an die freundlichen NATO-Flugtruppen in diesem Raum.

Die kranken Hirne in den NATO-Stäben und den deutschen Ministerien verschärfen die brisante Lage in Syrien. Statt sich mit den Russen und Syrern im Kampf gegen den IS zu verständigen, versuchen sie die Kontrolle des Luftraums zu erreichen und produzieren so Daten, die jederzeit auch der gefährlichen Autokratie in Ankara dienlich sind. Exakte Daten über russische Flugbewegungen erleichtern es der Türkei, das nächste russische Flugzeug abzuschießen. Keine Frage, dass ein weiterer Abschuss einer russischen Maschine durch türkische Einheiten – die Mitglied der NATO sind und ihre Angriffsdaten demnächst von AWACS-Flugzeugen beziehen können – den Krieg im irakisch-türkisch-syrischen Raum nur weiter verschärfen würde. Es kann ganz schnell um einen Krieg NATO gegen Russland gehen. Viel näher könnte man einem Weltkrieg kaum kommen.

Die Türkei ist Bürgerkriegsgebiet. Seit Wochen schießen Soldaten des türkischen Staates auf Kurden. Manchmal treffen sie sogar einen bewaffneten Kämpfer der PKK. Am liebsten aber bringen die türkischen Truppen Zivilisten um und zerstören Häuser friedlicher Bürger. Weder in deutschen Medien noch in deutschen Regierungskreisen ist bisher der Vorwurf zu finden, dass Erdogan das eigene Volk umbringen lässt. Eine beliebte Anklage-Metapher gegen den syrischen Regierungs-Chef Assad. Im Gegenteil: Dem Auftraggeber der marodierenden türkischen Einheiten im Kurden-Gebiet werden jetzt auch noch Spionage-Flugzeuge zur Verfügung gestellt.

Steinernen Gesichts werden die deutschen Kriegsbeamten behaupten, dass die AWACS-Maschinen nur und ausschließlich der Kontrolle von Bewegungen in der Luft dienen: Sie könnten also gar nicht in den Bürgerkrieg einreifen. Doch platzend vor Stolz erzählen die Nato-Publikationen zum AWACS-Einsatz in Afghanistan tatsächlich: „Die Besatzungen des E-3A-Verbands (AWACS) führen Einsätze zur Unterstützung von Landstreitkräften und Spezialkräften durch, was bei der Aufstellung des Verbands im Jahr 1982 überhaupt nicht vorgesehen war.“ Prima, wie in Afghanistan, können die AWACS-Maschinen also auch Bodenoperationen unterstützen und die türkischen Streitkräften in ihrem Terror gegen Frauen und Kinder zu den anvisierte Zielen führen.

Dieser nächste Schritt der Bundesrepublik Deutschland in einen globalen Krieg und einen Bürgerkrieg zugleich, wird in der Neujahrsansprache der Bundeskanzlerin keine Rolle spielen, sie wird über Flüchtlinge sprechen, aber nicht darüber, dass die Bundeswehr an der Erzeugung der nächsten Flüchtlinge tapfer beteiligt ist. Und sie wird auch nicht erwähnen, dass ein Bundesverfassungsgerichts-Urteil schon den AWACS-Einsatz über der Türkei 2003 als verfassungswidrig einstufte. Geschweige, dass sie den Bundeswehr-Major Florian Pfaff erwähnen wird, der damals den Befehl verweigerte, weil er den AWACS-Einsatz im Irak-Krieg völlig korrekt als völkerrechtswidrig einstufte.

Wieder werden wir zum Neuen Jahr die schwer erträgliche Klein-Mädchenstimme einer Frau hören, der es seit Jahr und Tag gelingt, sich als Hausfrau mit reinem Herzen darzustellen. Wo sie doch nichts anders ist als jene kriegsbereite Puppe an den Fäden der USA, die schon dem Irak-Krieg freudig zustimmte, die der deutschen Waffenindustrie gern den Export in die weltweiten Kriege ermöglicht und die dem Syrien-Krieg in diesen Tagen das gibt, was ihm so dringend gefehlt hat: Deutsche Luftaufklärung um ihn weiter anzuheizen.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 06. Januar 2016 schrieb Werner Kämtner:

Beziehe mich auf den von Pragma Tikka geschriebenen Artikel.

Da schreibt ein Troll/In es lohnt nicht darauf zu antworten.

In Ihren Artikeln lese ich die Realität.
Da ich aus der Goebblischen / Stürmer Zeit komme verstehe ich Sie um so besser. Es freut mich immer wieder, Leute mit eigenen Verstand zu lesen.


Am 30. Dezember 2015 schrieb Wilhelm Schneider:

Lieber Herr Gellermann, haben Sie wieder Dank für den vorzüglichen Artikel. Kaum, dass ich ausgelesen hatte und mir die Leserbriefe ansehen wollte, spring mir die Zuschrift von Herrn Pragma Tikka ins Auge. Ihrer Antwort auf diese etwas hinzuzufügen ist überflüssig, das Wesentliche haben Sie gesagt. Auch hierfür vielen Dank. Interessant, sogar sehr interessant ist der Leserbrief auch dadurch, Sie benennen es auch, da er ohne Katalysator ungeschönt offenlegt, welches gefälschte Weltbild ein Mensch verinnerlicht hat, der sich von den deutschen sogenannten Qualitätsmedien informieren lässt. Möchte der Einblick in dieses gefährlich einseitige oder oft auch vorgelogene Weltbild zur Abschreckung beitragen.


Am 30. Dezember 2015 schrieb Pragma Tikka:

Ich bin rein zufällig auf Ihren Artikel gestoßen und habe ihm einige Minuten meiner Zeit gewidmet, weil ich den Titel so erfrischend finde! Ich dachte mir: "der hat was von unterhaltsamer Boulevardpresse"... so ganz nach dem Motto "Pöser Ami, Pöse Osmanen, Pöser Kapitalismus" :) - Richtig gedacht!

Nichts anderes stellen Sie mit den von ihnen verfassten Zeilen klar! Es handelt sich um Nato- bzw. Türkeibashing in feinster Manier!
Woher stammen denn Ihre Infos, dass die Türkei bzw. deren Sicherheitskräfte gezielt gegen die "eigene Zivilbevölkerung" vorgehen. Korrekt, eigene Zivilbevölkerung müsste es nämlich heissen, denn in der Türkei existiert kein Kurdenproblem. Haben wir denn hier in der BRD ein Bayernproblem, weil sich der ein oder andere übermütige Politiker mal dazu äußert, dass man alleine besser dran wäre als ein Bundesstaat im föderalen Deutschland? Nein, die Türkei hat ein Terrorproblem... ein gewaltiges, ein militantes! Seit nunmehr 40 Jahren versuchen Separatisten, ähnlich wie in Spanien, auf extrem gewaltsame Art und Weise, die Einheit einer seit Ende des Ersten Weltkrieges existierenden Republik zu gefährden und das Land zu spalten. Man stelle sich nur mal vor, die Bayern oder die Schwaben würden zu den Waffen greifen und versuchen, sich von der BRD loszureissen... Selbstmordattentäter könnten sich in beliebten Ferienzielen der Deutschen, wie etwa an der Nordsee, in die Luft sprengen und hunderte von Zivilisten mit sich in den Tod reissen... die Polizei oder das Militär attackieren. Menschen dranglasieren, die eine andere Meinung als die eigene, totalitäre haben.
In der Türkei leben ca. 10 Millionen ethnische Kurden, nach Ihrer Darstellung sind diese anscheinend nicht integrationswillig und allesamt gegen den türkischen Staat. Seltsamerweise gibt es nur einige hundert bis tausend militante PKK Kämpfer, ergo sind nicht alle Kurden Feinde der Türke, im Gegenteil, der Großteil der ethnischen Kurden lebt friedlich in der Republik.
Ihr Artikel schäumt über vor Naivität und kindischer Einbildung, sie preisen die Russen als Heilsbringer an und schliessen die Augen vor den wahren Verbrechen, die nicht weit von der türkischen Grenze stattfinden. Der Despot Assad, kein vom Volke gewählter Mann, geht seit Jahrzehnten mir harter Hand gegen Regimekritiker vor, unterstützte seiner Zeit den PKK Terror und wird nun von Putin dabei unterstützt, seine Macht zu erhalten. Ein Schurkenstaat, wie er im Buche steht. Meinen Sie denn etwa, die Millionen Menschen, die sich auf der Flucht befinden, sind allesamt Assadfreunde... warum flüchten diese Menschen, wenn es Ihnen doch so gut ging? Würden sie nicht für Ihr Oberhaupt kämpfen? Ich habe mich mit sehr vielen syrischen Flüchtlingen zu diesem Thema unterhalten können, selbst mit kurdischen... in 9 von 10 Fällen hörte ich das selbe. Amis/Türkei gut, Assad/Russland schlecht... die Türken hätten sie bis zur Intervention der EU mit offenen Armen empfangen und sich als guten Rückzugspunkt vor dem Staatsterror Assads erwiesen. Man würde die selbe Lebenseinstellung wie "der Westen" teilen, wolle dazugehören... nicht länger verachtet oder zurückgeblieben leben wollen. Mir wurde sehr schnell klar, dass diese Menschen, getrieben von Ängsten und dem Willen nach einer besseren Zukunft vor dem Übel wegrennen, was Sie "den Türken" andichten wollen. Nichts anderes passiert nämlich im Osten der Türkei, die PKK möchte einen eigenen, totalitären Staat ausrufen. Wenn Sie auch nur den Hauch einer Ahnung von der Realität im Osten der Türkei hätten, würden Sie nicht so eine gequirlte Sch*** schreiben, die Sie in Ihrem Artikel verfasst haben. Ich empfehle Ihnen dringend, den folgenden Link zu beachten... nehmen Sie sich einige Minuten und lesen Sie den Artikel, welcher übrigens der einzige deutschsprachige Artikel ist, der das PKK Problem der Türkei auf rationale und reale Art und Weise beschreibt.

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/tuerkei/kurden-die-heimlichen-herrscher-von-diyarbakir-13885170.html

Antwort von U. Gellermann:

Es ist ein Jammer, wenn man keine Ahnung hat. Noch ärgerlicher ist es, wenn man auf diese mangelnde Ahnung auch noch stolz ist und sie veröffentlicht.

Seit Beginn der modernen Türkei weigert sich der türkische Staat die Kurden als nationale Minderheit anzuerkennen: Auf der Grundlage des Vertrags von Lausanne (24. Juli 1923) erkannte die neugegründete Türkei die Kurden – im Gegensatz zu den Armeniern und Griechen – nicht als ethnische Minderheit an. Obwohl die Kurden eine eigene Sprache, eine eigene Geschichte und eine eigene Kultur haben.

Bis heute diskriminiert die türkische Verfassung die Kurden. „Den türkischen Staatsbürgern darf in den Erziehungs- und Lehranstalten als Muttersprache keine andere Sprache beigebracht und gelehrt werden als Türkisch.“ Mit dem Tunceli-Gesetz wurden Kurden zwangsumgesiedelt. Es gab und gibt wieder Luftangriffe der türkischen Armee auf kurdische Dörfer. Kurden bevölkern überproportional die türkischen Gefängnisse, nicht selten sind Kinder unter ihnen.

Und sie faseln über Bayern. Legen Sie die FAZ weg, versuchen Sie mal dem Meinungsjournalismus zu entkommen und machen Sie in Ihrem armen Hirn Platz für Fakten. Dann trauen Sie sich vielleicht auch unter Ihrem Klarnahmen zu schreiben.


Am 29. Dezember 2015 schrieb Helmut Pirkl:

Erdogan ist ein Psychopath, der sich in seinem krankhaften Größenwahn zwischen alle Stühle gesetzt hat und außerdem noch auf einem Pulverfass sitzt, das jederzeit zu explodieren droht. Retten konnte ihn bis vor kurzem allein nur Putin. Von USA und Nato fallen gelassen steht er nun umringt von Feinden allein auf weiter Flur. Die Merkel steht vor einem entsprechenden Ende, derweil sie in die gleiche Falle tappt wie ihr Pendant.

Die Menschheit kann nur vor dem Untergang gerettet werden, wenn solche Typen wie die beiden rechtzeitig weggesperrt werden.


Am 29. Dezember 2015 schrieb Michael Kohle:

Es ist wie sonst auch immer, zum Thema hat Uli Gellermann alles gesagt und das in seiner gewohnten Art. Treffend eben, erschöpfend! Mir bleibt auch heute nur über, zum Thema noch einen Nebenaspekt anzuklicken, der bei den Premiumsmedien allen Grund hätte, bedacht zu werden. Im ganzen kriegsgeilen Getümmel hat man dort jedoch völlig vergessen, dass es so lange noch gar nicht her ist, dass die letztendlich erfolgreiche, in gleicher gemeinsamer Einträchtigkeit betriebene Treibjagd hauptsächtlich aus einem diametral entgegengesetzen Grund betrieben hat.

In der Vielzahl der 180°-Wenden fällt der diesmalige `eingesprungene Rittberger´ überhaupt nicht auf. Wie oft haben wir die Kanzlerin in ihrer ersten Dekade schwadronieren gehört von der `privilegierten Partnerschaft´, die sie der Türkei allenfalls zubilligen wollte. Oft klang es verdächtig nach `Basta´! Und sie wusste, sie erfreute sich dabei nicht nur der `herbeigefragten´ Meinungsführerschaft im deutschen Volk, nein, sogar die Hofschranzen ihrer Unionen standen voll hinter ihr, bis auf einen. Und jetzt das! Der Türke nicht nur vor Wien wie einst, nein, jetzt sogar vor Brüssel, mit deftigem Reisekostenvorschuss von vorerst drei Milliarden.

Und wie bei der letzten Kopfwende - besser bekannt als Fukishima-Erleuchtung - auch: ein Moratorium darf nicht fehlen. Die mit gebetsmühlenhafter Rethorik immer wieder eingeklagte `Verbesserung´ (nie Beachtung, nie Herstellung) von Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit muss jetzt erst einmal für eine gewisse Zeit (vielleicht bis zum Sanknimmerleinstag?) hintan gestellt werden. Ausgerechnet zum Zeitpunkt, wo deren Lage noch nie so schlecht war wie heute. Statt dessen gibt es noch einen Schlagobers dazu, Awacs-Luftüberwachung aus Geilenkirchen frisch auf den Tisch.

Wir konstatieren: die Kanzlerin macht sich mal wieder einen beliebten Spruch ihres Altvorderen Konrad A. zu eigen: Was geht mich mein saudummes Geschwätz von vorgestern an. Jetzt dürfen wir gespannt sein. Erfährt jetzt der, wegen dem wir vom `Regen in die Traufe´ gelangten, vielleicht gar Satisfaktion? Der Widerstand gegen seine Person basierte schließlich auf der Aversion bestimmter Kreise gegen seine `weisen Worte und Reden´ und seiner angeblichen, daraus abzuleitenden Islamo- und Osmanophilie. Da musste schnellstmöglich Einhalt geboten werden, was mittels beigestelltem Bobbycar, unterschobener Unterkunfterschleichung und belegter Telefonbelästigung bis hin zu einer de-facto-Amtsenthebung auch relativ zügig gelang.

Nachvollziehbar ist solcherlei `Behandlung´ aus heutiger Sicht wohl nicht. Hat der Arme - weil noch etwas zu früh auf der Bühne - nicht zur `Lage´ damals gepasst? Dass er gegen
auf Protektoratsebene besprochene, bevorstehende Transatlantikpläne opponiert haben könnte, wer weiß. Sein Nachfolger jedenfalls hat zu keiner Zeit irgendwelche Anstalten gemacht, gegen irgendetwas transatlantisch `Notwendige´ aufzubegehren. Wenn es den Begriff nicht schon gegeben hätte, für Herrn Gauck hätte `vorauseilender Gehorsam´ erfunden werden müssen.
Wenn vielleicht auch nicht gewollt, nach dem erfolgreichen Abschluss der causa Wulff konnte man sich sicher sein `Generalprobe geglückt´, jetzt konnten die geschlossenen Reihen der Transatlantikmedien so richtig loslegen. Sie beherrschten das Metier comme il faut! Gaddafi, Assad konnten kommen. Putin sowieso!


Am 29. Dezember 2015 schrieb Werner Rittersbach:

@ Hella-Maria Schier

Wenn Leserbriefe so lang sind wie die Artikel, zu denen sie geschrieben sind, bin ich immer misstrauisch. Und auch in diesem Fall stelle ich fest: Vieles von dem, was im Brief steht, hat mit dem Artikel nicht zu tun. In diesem Fall die lang und breit erwähnte Flüchtlingspolitik, ist im Artikel von Gellermann eine Randnotiz, gerät aber bei Ihnen zum Haupt-Thema. Da man das nicht vorher weiß, sondern erst, wenn man es gelesen hat, wird meine Zeit verschwendet. Das ist ärgerlich.


Am 29. Dezember 2015 schrieb Hella-Maria Schier:

@Klaus Madersbacher
Ja, die wirklich gefährlichen Nazis sitzen oben. Nicht lärmende, meist aus der Unterschicht kommende Skinheads machen mir am meisten Angst und auch nicht flüchtlingsskeptische "Wutbürger" aus dem sächsichen Hintertupfingen, mögen sie auch unangenehm sein können.
Sondern ein Steinmeier, der vor der Industrie über "Deutschlands neue Stärke und neue Rolle in der Welt" missioniert, um sie für eine antirussische Haltung zu gewinnen, eine deutsche Bundeskanzlerin, die Deutschland zum Zuchtmeister der EU macht und der die Menschen in Südeuropa egal sind. Da frage ich mich, wo will so ein "starkes Deutschland" hin und warum fragt es nicht seine Bewohner, ob die da auch hin wollen. Aber fragen ist ja ohnehin nicht mehr üblich, alternativlos und basta. Diese großdeutschen Visionen stören unsere eifrigen Nazi-Aufspürer aber anscheinend nicht, nein, das nennen sie dann "Verschwörungstheorie".
Sächsische Dorfbewohner sind halt ein etwas greifbarerer Gegner als die Großen da oben. .

Anders als so manche Linke, halte ich auch in der Flüchtlingsfrage nichts von "Halt den Mund und pariere" gegenüber der eigenen Bevölkerung. Aus einem brachialen Durchsetzen der Flüchtlingspolitik gegen den Willen großer Teile der Bevölkerung kann kein gutes Integrationsklima entstehen und zudem schadet es der Demokratie.
Dass wir aufeinander losgehen, ist doch genau, was die da oben wollen.
Aus Zwang entsteht nur zu leicht Bitterkeit und unterdrückte Wut, die sich wieder gegen die Flüchtlinge richten kann und außerdem ein allgemeines Gefühl der Ohnmacht der Bürger gegenüber der Regierung erzeugt, das wir gerade jetzt überhaupt nicht brauchen können.
Insofern helfen manche linken Eiferer gegen "besorgte Bürger" leider dem Demokratieabbau, ganz im Sinne des mainstream. In der Regel sind es die Gleichen, die überall Antisemiten und Verschwörungstheoretiker sehen.
Dazu sagte Ken Jebsen kürzlich, unser Hauptproblem sei nicht der Antisemitismus, sondern der Antihumanismus, was es genau trifft, wie ich finde.
Vernünftige Worte zum Themenbereich Integration und Verhältnis zum eigenen Land höre ich selten, aber hier zu meiner Freude von Oscar Lafontaine:

https://www.youtube.com/watch?v=eAehjt_bZbE

und auch interessant Gregor Gysi.
https://www.youtube.com/watch?v=2u0XZUTWb8w

Ich glaube überhaupt nicht, dass eine negative Haltung zum eigenen Land der Toleranz und der Integration von Ausländern förderlich ist, ganz im Gegenteil. Diese verstehen so eine Haltung überhaupt nicht und letzten Endes ist es schwer für sie, uns zu mögen und zu achten, wenn wir uns selbst nicht mögen und achten. Dabei darf man auch ruhig mal individuelle Grenzen setzen, wie bei individuellem Kennenlernen ja auch, und den Zuwanderern heimische Standards zeigen. Wie soll man sich denn sonst kennen lernen?
Die deutschen Bürger sind ihrerseits auch eher tolerant, wenn sie das Gefühl haben, dass sie sich nicht von allem Vertrauten lösen müssen.
Wenn w i r in ein Land auswandern, finden wir es doch auch selbstverständlich dort herrschende Sitten zu respektieren und kämen nicht auf die Idee, entsprechende Erwartungen unseres Gastlandes als "rechts" zu bezeichnen .
Wenn Leute in einem Dorf das hier von Zuwanderern erwarten, wieso ist d a s dann aber rechts? Das habe ich noch nie kapiert. Nur weil es Deutschland ist?
Auf die Art und Weise kommt es natürlich an.
Gegen rechte G e w a l t und offene Ausländerhetze muss man zügig, konsequent und polizeilich vorgehen. Aber eine euphorische, bedingungslose und dazu noch "unbegrenzte" Aufnahmebereitschaft der Bevölkerung kann man nach meinem Demokratieverständnis nicht von oben erzwingen, ohne sowohl der Integration als auch der Demokratie zu schaden.
Eine antideutsche Haltung wäre völlig kontraproduktiv und gefährlich. Wo durch eine gute Integrationspolitik Zuwanderer sich wohl fühlen, nehmen sie gern die Kultur des Gastlandes an, ohne ihre eigene aufzugeben. Hier gibt es ja z.B. inzwischen eine Menge kölsche Türken, die bei lokalpatriotischen Events gern mitmachen.
Die meisten Ausländer mögen selbstbewusste, prägnante Kulturen und sie können sie befruchten, damit sie nicht erstarren. Aber nur, wenn die Kulturen sich nicht selbst verleugnen. Den Finanzeliten sind lebendige Kulturen aber zu unberechenbar im Sinne ihres Profits. Sie brauchen individuelle, konkurrierende Einzelkämpfer, ohne Rückhalt und Bindung. Sie wollen keine Götter neben sich, sondern die Anpassung aller Normen, nihct nur bei TTIP.. Gewachsene und lebendige Kulturen sind auf jeden Fall eine Kraft gegen die Versklavung durch eine Diktatur der Eliten.
Aber diese Vorstellung gilt bei uns als rechts und rückständig bzw. "völkisch".Darüber sollte man besser nachdenken. Das kann nämlich nur passieren, wenn man zwischen natürlich gewachsener Kultur, die ein Reichtum ist, und der perversen Unkultur nationalsozialistischer und faschistischer Staaten überhaupt nicht unterscheidet.


Am 29. Dezember 2015 schrieb Tayyip Erdogan:

Sie wissen sicher das kurden in der Türkei vor Erdo?an unterdrückt waren , Erdogan ist der einzige politiker der den kurden die hand gereicht hat, heute haben sie eigene Fernsehkanäle, sitzen im Parlament usw. Was würden ihre deutschen Politiker machen wenn plötzlich die RAF wiedergeboren wird und Schulen , Krankenhäuser niederbrennt auf Polizisten und Soldaten schießt? Sie Heuchler.

Antwort von U. Gellermann:

Wer sich hinter dem besudelten Namen von Erdogan verstecken muss, der weiß was er tut. Zwar hat Erdogan die dumme Haltung der Mehrheits-Türkei gegenüber der kurdischen Minderheit gemildert. Aber sobald ihn die Kurden nicht mehr gewählt haben, wurde die feige Politik des Terrors gegen die Kurden fortgesetzt.


Am 29. Dezember 2015 schrieb Karola Schramm:

Danke Herr Gellermann für die deutlichen Worte. Mir fällt schon nichts mehr ein zu diesen bodenlosen Unverschämtheiten einer Frau Merkel oder v.d.Leyen und all ihren Helfern, wo immer sie auch sind.

Haben Sie, Herr Gellermann trotzdem eine gute Zeit und lassen Sie sich die Freude am Leben nicht nehmen, die wir brauchen, um Widerstand leisten zu können und auch selber gesund zu bleiben.

So wünsche ich Ihnen einen guten Rutsch ins neue Jahr, bleiben Sie gesund und seien Sie für mich und uns, weiter so kritisch und schreibfreudig. Danke.


Am 29. Dezember 2015 schrieb Manfred Caesar:

Die NATO-Hirne sind nicht krank sondern von der GRÖVAZ der größten Verbrecherorganisation aller Zeiten wie IM Erika und andere Marionetten fremdgesteuert.
Die Schlinge wird zugezogen und Europa in einen Krieg gegen Rußland gezwungen wie geplant.


Am 28. Dezember 2015 schrieb Jörg Martin Schimmelpfennig::

Danke Herr Gellermann!
Natürlich wird sich der Einsatz gegen die Zivilbevölkerung auswirken, ?. , was denn sonst! Der Rest sind, wie sollte es anders sein, nur Aktionen gegen Russland. Es gibt mittlerweile so viele militärische Hotspots zwischen der NATO und Russland, derartig große und heftig aufgerüstete Aufmarschgebiete, Propaganda, ?? , man kann fast schon getrost abwarten wann, nicht mehr ob es knallt!
www.urbexmerlin.de


Am 28. Dezember 2015 schrieb Der Linksliberale:

Es wurden die Waffen nur getauscht...
Die "Patriot" Boden - Luft Raketen der Bundeswehr wurden abgezogen, weil sinnlos geworden...denn Syrien und die russischen Verbündeten greifen nicht die Türkei an, sondern die mit der Türkei verbündeten Terroristen auf syrischem Territorium. Eine Flugverbotszone für fremde Staaten und Ihre Bomber hat nun faktisch Syrien mit den Russen durch das Aufstellen der S400 Raketen Komplexe geschaffen. Die NATO hat geglaubt mit Tornados Aufklärung betreiben zu können...aber da müssen die vorher die Russen fragen..der.Russe ist aber nach Meinung der US-und NATO-Generäle ganz böse, das geht also nicht. Jetzt geht das taktische Spielchen weiter und die "Mutti" und auch "Panzer-Uschi" dürfen nicht abseits stehen. AWACS- Flieger mit 400 Km Aufklärungsradius nach Syrien hinein sind nun die Lösung für die hirnrissigen Militärs. Das Aufklärungsziel muss logischerweise das Geschehen auf dem Land sein...in der Luft gibt es nichts aufzuklären...da sind die Syrer mit den verbündeten Russen. Die deutsche Bundesregierung marschiert nach den Vorgaben der Militärs in den nächsten Angriffskrieg. Frau Merkel und Ihre alternativlosen Krieger helfen dabei.
Wer Frau Merkels Begründungen für den AWACS Einsatz glaubt, hilft dem nächsten und letzten Weltkrieg auf die Bühne!
...und 2017 wenn wir die Bundestagswahl noch ohne Krieg schaffen, heißt es dann:
Wer Frau Merkel wählt, wählt den Krieg!


Am 28. Dezember 2015 schrieb Jürgen Heiducoff:

Ich wünschte mir auch bei Rationalgalerie mehr kontroverse Diskussion zwischen den Kommentierenden.
Wer meinen heute Morgen geschalteten Kommentar liest, könnte meinen, ich sei ein unkritischer Freund russischer Politik. Falsch, denn ich betrachte die Moskauer Politik durchaus differenziert. Aber ich bin wohl ein Freund der Russen. Habe da viele Jahre gelebt, studiert und gearbeitet.
Guter Russe? böser Türke? das wäre zu einfach. Und es passte überhaupt nicht in eine dialektische objektive Weltbetrachtung. Nun mögen sich derzeit die Regierenden in Moskau und Ankara überhaupt nicht leiden. Aber der Russe ist unter bestimmten Aspekten dem Türken ähnlich. Vor allem wenn es um die Unterdrückung aufmüpfiger und eigenwilliger Minderheiten geht. Da stehen die Türken beim Kampf gegen die „Bergtürken“, wie gelegentlich die Kurden genannt werden, den Russen nicht nach. Der Bürgerkrieg in der Osttürkei heute nimmt Formen des Tschetschenienkrieges Moskaus in den 1990er Jahren an. Da wurde demonstriert, wie man den Widerstand von Separatisten bricht, indem man sie erst in ihren Dörfern und Städten bombardiert und anschließend vertreibt. Ich weiß, wovon ich spreche, denn ich war 1995/96 acht Monate lang als OSZE-Beobachter in Tschetschenien. Ich habe die Zerstörung Grosnys gesehen und auch die Folgen des Massakers von Samaschki, um nur eines der heimgesuchten Dörfer zu nennen. Demütigung, Diffamierung, Ausbeutung,Vertreibung und Verfolgung der „Schwarzgesichter“ (wörtlich „Schwarzfressen“) russlandweit ist nicht nur ein Hobby der aufkommenden großrussischen Nationalisten. Man kann mir vorwerfen, ich verallgemeinere unzulässig, weil mir eben nur die aktuellen Berichte einiger tschetschenischer Freunde, die in Russland leben, als Grundlage meiner Bewertungen dienen.
Wenn Moskaus Tschetschenien-Erfahrungen mit Blick auf Kadyrow bei der Gestellung einer künftigen Regierung in Damaskus zu Rate gezogen werden sollten, dann müsste ein künftiger Regierungschef ein erfolgreicher Rebellenführer sein. Und die waren alle an Kriegsverbrechen beteiligt.
Wer also der Meinung ist, das militärische Engagement Russlands im Nahen Osten sei gut oder gar deeskalierend, dem möchte ich entschieden widersprechen. Russland verfolgt seine eigenen Interessen und will an der Beute nach einem Waffenstillstand teilhaben und zurück auf die Bühne der Weltpolitik. Dies nutzt den Syrern der verschiedensten Ethnien und Religionen ebenso wenig wie der Luftkrieg westlicher Staaten. Auf ihrem Rücken werden die Reibereien der externen Mächte ausgetragen.
 


Am 28. Dezember 2015 schrieb Lutz Jahoda:

LIED DER GEHEIMNISTRÄGER

Vers:
Die Vorwände liegen zwar klar auf der Hand,
gelten jedoch als strenges Tabu.
Die Macht braucht den Terror,
möglichst konstant.
Kräftig im Ausland,
bei uns nur am Rand,
gut inszeniert gegen friedliche Ruh.

Refrain:
Zündeln, zündeln
in brenzligen Zonen!
Risiken bündeln!
Es wird sich schon lohnen!
Üben, üben
in wehrhaften Schüben!
Stillstand führt zu Rost!
Wir fliegen
und siegen
AWACS-stark gen Ost!
Auf Brechen und auf Biegen
wolln wir diesmal siegen,
vorerst nur im Tiefblick Richtung Ost!


Am 28. Dezember 2015 schrieb Gideon Rugai:

So ganz weit hergeholt könnte die angestebte AWACS "Luftraumkontrolle" u.Umständen nicht sein, glaubt man jenen Meldungen nach denen die NATO dank modernster russischer Störtechnologie flächendeckend zum Erblinden gebracht werden kann - allerdings sollen demzufolge auch die tollen AWACS-Flieger blind sein, was natürlich den Aspekt blosser Provokation (aber auch hilfloser Gesichtswahrung - wir sind schliesslich die Verteidiger der Freiheit) hervorheben mag.
Eine andere Unart der Darstellung von politischer Wirklichkeit die mir auffällt ist, dass man deutsche Entscheidungsträger und Befehlsempfänger gerne zu hilflosen Marionetten degradiert die tun was "Der Ami" sagt. Dazu mal dieser Kommentar eines aufgeweckten Amerikaners der öffentlich Tacheles redet :

https://www.youtube.com/watch?v=bg1JBSAGTk8

Der bezieht sich zwar auf US-amerikanische Machtverhältnisse aber niemand sollte sich darüber über eingebettete deutsche Strippenzieherei täuschen lassen : Soziopathie ist kein rein amerikanisches Phänomen - von daher klebt der Dreck nicht nur meterdick am US- Stecken. Allein das beharrliche Mauern (im Namen nationaler Sicherheit etc. blahblah) deutscher Politik um die Offenlegung von allem was mehr Transparenz schaffen könnte (z.B. welche Lobbyverbände im Reichstag ein und ausgehen) ist ein deutliches Indiz dafür wie groß die Angst ist, dass der Durchschnittsdeutsche erkennen möge wie schmutzig und verlogen das politische Tagesgeschäft tatsächlich ist - mutmaßlich schmutziger und verwegener als selbst die abenteuerlichste Verschwörungstheorie. Dem stellt man gern die "dumm aber ehrlich" Strategie entgegen (eine Disziplin in der die Uckermärkerin eine gewisse Meisterschaft erreicht hat) : Man bedauert Fehler und Fehlentwicklungen - selbst die peinlichsten ("alles ganz normal, war schon immer so")- aber man konnte halt nicht anders wg. Sachzwängen, unglücklichen Verkettungen von noch unglücklicheren Umständen etc. blahblah (mit Raute) während z.B. die Schäubles dieser Welt im Hintergrund weiter kräftig an besagten Strippen ziehen...aber auch dazu weiß Mr. O´Keefe in obigem YT Interview einiges zu sagen...


Am 28. Dezember 2015 schrieb Hans Rebell-Ion:

Die Situation war schon mal ganz ähnlich:
Die "Quatschbude" im Reichstag führte 1933 zur "Ermächtigung" des "Führers!
Der "Bürgerkrieg" 1937 in Spanien führte deutsche Kriegsflugzeuge über Guernica!
Der deutsche "Führer" und Kanzler (ver-) führte die deutsche "Hammelherde" 1939 in den II.Weltkrieg!
Aus der Geschichte lernen? - aber nicht im Kanzleramt ... und das im ABC-Waffen-Zeitalter!


Am 28. Dezember 2015 schrieb Guenther Lachmann:

Das epische Theater der politischen Inzucht verlangt ein dialektisch-wissenschaftliches Konzept. Folglich macht sich der Buerger Ich, Gedanken über den völkerrechtswidrigen Einsatz einer Bundeswehr, und die Ausweitung dieses Strafbestandes, ohne UN-Mandat, gegen eine fremde Kultur und fremdes Land.
Die Marionette Merkel, welche in Berlin an den Strängen aus Washington zappelt, will nun einem debilen Führer des Terrorstaates Türkei mit weiterer Waffenhilfe beistehen. Angriffskriege, ein frühneuzeitliches Systemwerkzeug, geben den Gruppen der Aggressoren das vermeintliche Recht, über die Köpfe, des eigenen Volkes hinweg, Entscheidungen zu treffen, welche auch das eigene Volk zum Feind deklariert. Beispiele sind wohl jedem Buerger bekannt. Oft sind die Gründe concealed und kaum erkennbar (last end; it burns down to power, the craving `n´ greed character). Die AWACS-Hilfe, und die Diminution der Situation, mit der Luege, dass die in den türkischen Luftraum fliegenden Militärmaschinen nur zur Erstellung des Luftlagebildes beitragen sollen, dient genau diesem verbergen der Wahrheit.
Die Tuerkei muss mindestens schon ein eigenes AWACS haben, sonst waere die Stationierung der Patriot-Raketen nichts weiter als eine Selbstverarschung. Waere nichts weiter als eine subtile Hetze gegen den Feind Syrien, in den westlichen Leid-Medien. Die AWACS sind, von U. Gellermann richtig erkannt, eine Eskalation der Geschehnisse. Ginge es um Aufklaerung im Krieg gegen die Terroristen, koennten wohl die Aufnahmen der russischen Flieger sicherlich alle Fragen beantworten, wie es die Bilder der Tanklastwagen, die Bilder vom April 2014 vor der Küste der Halbinsel Krim, der >USS Donald Cook< einem Zerstörer, dessen Ortungssystem von den Russen lahmgelegt wurden, die Bilder türkischen Horden gegen die kurdische Zivilbevölkerung, beweisen.
In Geilenkirchen (NRW), dem Stuetzpunkt der AWACS, sterben keine Menschen aus der Zivilbevölkerung an den abgeworfenen Bomben. Anders ist es in der Tuerkei, wo die AWACS dem kopfkranken Erdogan behilflich sein möchten. (Ob es zu einem Groß-Osmanischen-Reich kommt, ist äußerst zweifelhaft.) Dass dieses Verhalten einem erneuten Genozid gleich kommt, ist den beteiligten Politikern schon bewusst. - Lasst euch nicht durch einfältige Reden täuschen, auch dann nicht, wenn ihr entdeckt, dass die eingeübte Herzchenform oft eine Raute ist, und ganz andere Wünsche ausdrückt.
Nun, diese altersbedingte Raute, wird nicht über die Möglichkeit reden, dass die Syrier das Recht haben, jedes eindringende Flugzeug vom Himmel zu holen!
Die Folgen wären disastrous. Und werde koennte diese fatale Spirale stoppen?


Am 28. Dezember 2015 schrieb Karl Düll:

"Nicht jeder freut sich, wenn man ihm die Freiheit schenkt.", so letzte Nacht irgendwo im TV. Mit der Wahrheit verhält es sich ähnlich. In Münchens Neuer Pinakothek ein kleines Gemälde "Don Quichote". Da sitzt Herr Gellermann mit Schwert auf Pferd vor Windflügeln. Egal. Weitermachen, mich freut´s und manchem kann es helfen.


Am 28. Dezember 2015 schrieb Jürgen Heiducoff, ܜbach-Palenberg bei Geilenkirchen:

Eine treffende Analyse von Ulrich Gellermann. Es gelang Herrn Gellermann vorzüglich, Licht und Klarheit in die bewusst verworrenen Informationen um die neuen Auslandseinsätze der überforderten Bundeswehr im Nahen Osten zu bringen.
Natürlich geht es wieder Mal gegen den Russen. Ließ er sich durch Sanktionen und die "NATO - Speerspitze" im Baltikum nicht provozieren, versucht man es nun im Nahen Osten.
Zweifellos zeichnet sich der Russe in seinem Syrienengagement als besonders listig aus. Der listige Russe lag auf der Lauer und wartete ab, bis der Deutsche nach fast drei Jahren das Ende seines sinnlosen operativen Einsatzes "Active Fenne Turkey" im türkischen Kahramanmaras beschloss, die Rückverlegung der deutschen Patriot-Flugabwehrraketenkräfte einleitete und im Osten der Türkei eine offene Wunde der Luftabwehr hinterlassen würde. Dies nutzte der Russe heimtückisch aus und verlegte Flieger- und Luftabwehrkräfte nach Syrien. Dies geschah in Absprache mit der Regierung in Damaskus. Die NATO wurde allerdings nicht um vorherige Erlaubnis gebeten. Brüssel zeigte sich überrascht über das zügige und listige Verhalten Moskaus. Ein Mangel an Aufklärung wurde festgestellt. Deutsche Tornado - Auklärungsflugzeuge sollen helfen, diesen Mangel künftig zu kompensieren. Doch nicht genug - nun soll auch noch die AWACS für die Vervollkommnung des Feindlagebildes sorgen. Aber wer ist der Feind der NATO in Nahost? War da nicht mal die Rede vom IS? Doch der verfügt über keine eigenen Luftstreitkräfte, deren Handlungen aufzuklären wären. Wieder einmal steht die NATO vor dem Dilemma zu erklären, wer denn der Feind sei.
Der Russe erweist sich als die unberechenbare Größe an den Grenzen der Türkei. Im Südosten versuchte er mit der Armada eines einzelnen Kampfflugzeuges ohne Jagdschutz türkisches Territorium zu bedrohen und im Nordosten bringt er im Grenzgebiet zur Türkei auf armenischem Gebiet eine Kampfhubschrauber - Angriffsgruppierung in Stellung. Dieser Klammergriff des Russen erforderten die Gegenmaßnahmen der NATO zum Schutz kurdischer Erde unter türkischer Verwaltung. Die Osttürkei soll geschützt sein, damit der Bürgerkrieg gegen die „Bergtürken", wie die Kurden auch genannt werden, ungestört fortgeführt werden kann.
Dass der Russe in seiner militärischen Präsenz im Nahen Osten und in seinen Handlungen sich nicht nach dem Plan der NATO richtet, nimmt man ihm in Brüssel übel. Man nimmt ihm auch übel, dass er nicht zwischen guten und bösen Rebellen unterscheidet. Und man verzeiht dem Russen nicht, dass er seine Aktivitäten mit der Regierung in Damaskus abstimmt.
Aber die NATO-Pläne haben auch ein Fünkchen Positives.
Also trösten wir uns damit, dass die Verlegung von E - 3A AWACS Flugzeugen aus dem nordrhein-westfälischen Geilenkirchen dort für eine geringere Kerosinbelastung der Luft sorgen wird. Seit Jahren werden in den umliegenden Dörfern der dortigen NATO-Airbase vermehrt chronische Atemwegserkrankungen und Leukämie festgestellt. Diese Tatsache und der Zusammenhang mit den kerosinhaltigen Abgasen der überalterten Triebwerke der AWACS-Flugzeuge wurden stets professionell verschleiert. Ich selbst habe viele Jahre diese Atemluft aufgesogen. Auch die Kinder im Westen Geilenkirchens und im Dorf Teveren brauchen sich künftig ein paar Mal weniger vor dem ohrenbetäubenden Dröhnen der AWACS-Maschinen zu erschrecken.


Am 28. Dezember 2015 schrieb Frank Scholz:

Welch geniale Analyse der Sachlage.

Leider lieber Uli, werden Deine Forderungen, die zwar berechtigt sind,
kaum bei den Herren Abgeordneten im Bundestag ihr im Schlafmodus
befindliches Gewissen wecken. Selbst wenn man sie fragen würde, bis auf
paar Ausnahmen bei den Linken, wäre das Ergebnis sicher identisch mit
dem der kriegslüsternen Klicke.

Offensichtlich sind die genetischen Mutationen an den Zombis im
Kanzleramt zu Kakerlaken, schon soweit fortgeschritten, dass die dort
krabbelnden Viecher der Meinung sind, eine atomare Katastrophe
unbeschadet zu überstehen.

Auffällig auch mal wieder, wie die Hofberichterstatter sich ins Zeug
legen, uns die frohe Botschaft zu verkünden. Offensichtlich hat die
Verbreitung und Dosierung von SOMA ( Huxley), die Gehirne des deutschen
Michel schon dermaßen erleuchtet, dass es auch dieses Mal keine
Reaktionen nach Artikel 20 des GG geben wird.

Wir haben zwar keine Fußball WM zur Zeit, aber die Gelegenheit für diese
Aktion ist ja wieder schön gewählt. Während des großen Fressens und
Saufens zum Jahresende, sind die Schafe sowieso im Blindekuhmodus.
Wenn man an den alten Le Bon denkt, dann hat er das ja schon vor über
100 Jahren erklärt, wie man es machen muss, damit es auch funktioniert.

Ist es nicht ein Trauerspiel, wenn unsere kurdischen Mitbewohner in
Deutschland es wenigsten schaffen, laut und öffentlich auf den
Straßen zu demonstrieren, während die Mehrheit der "Volksdeutschen" sich
den vollgefressenen Wanst begutachtet.

Eigentlich dürfte es nicht heißen "Flüchtlinge willkommen", sondern
unsere NATO-Marionetten müssten sich bei jedem einzelnen Flüchtling
entschuldigen, für das Elend was ihnen durch Deutschland angetan wurde.

Ein großer Trost in dieser beängstigenden geopolitischen Lage ist,
dass es die Rationalgalerie gibt und wie man an den engagierten
Kommentaren sieht, auch der Umstand, dass wir trotzdem nicht alleine
sind und wenigstens noch Hoffnung besteht.


Am 28. Dezember 2015 schrieb Klaus Madersbacher:

Vergesst die Nazirabauken, die besoffen herumlärmen! Die wirklichen Nazitäter unserer Zeit sitzen an den Schalthebeln und versuchen aufs Neue, die hochgesteckten Ziele zu erreichen, die ihr Vorbild, der große Führer Adolf Hitler nicht erreichen konnte. Diesmal wird das deutsche Volk wohl nicht mitmachen, und diese erbärmlichen Wichtigmacher werden sich höchstens als HiWis der terroristischen Supermacht Vereinigte Staaten von Amerika der Lächerlichkeit preisgeben, zu mehr wird´s nicht reichen ...
Verbrechen gegen den Frieden heißt das, was sie betreiben, und ihre Vorgänger wurden dafür 1946 in Nürnberg aufgehängt.


Am 28. Dezember 2015 schrieb Hella-Maria Schier:

Es müsste doch endlich gelingen mehr Gruppen gegen den Krieg zu mobilisieren. Was ist mit all den Leuten, die in Berlin gegen TTIP demonstrierten? Was mit denen, die mit blockupy gegen die EZB in Frankfurt waren?
Warum ruft blockupy nicht auch gegen diesen kriegerischen Irrsinn in Syrien auf? Haben die jetzt auch ideologische Verwirrungszustände, von wegen, dass es "rechts" sei, gegen Krieg zu protestieren?
Es sieht allgemein nicht gut aus. Im Innern scheinen wir langsam in eine Diktatur abzudriften, Rajoi hat in Spanien mit dem Knebelgesetz schon vorgemacht, was bald auch uns blühen kann. Trotzdem protestierten dort mehr Menschen gegen den Krieg als bei uns und Podémos macht immer noch gute Basisarbeit. Unsere Linke hingegen sieht in weiten Teilen anscheinend nichts Dringlicheres zu tun, als überall Nazis auszumachen, wo immer auch Leute auf die Straße gehen oder zu irgend etwas, das die Regierung will, Nein sagen. So hält man sie beschäftigt.
In Zeiten, in denen der Demokratie-Abbau vorangetrieben wird und die Kriegsgefahr steigt, agieren frühere Protestler in erster Linie nicht gegen die Herrschenden, die diese verhängnisvolle Entwicklung vorantreiben, sondern gegen die Bevölkerung, ihre Mitbürger. Das "teile und herrsche" klappt ganz wunderbar. Alle Rädchen greifen ineinander. Der Syrienkrieg (in Verbindung mit den Folgen vorheriger) produziert Flüchtlingsströme, diese provozieren in ganz Europa - nein, das ist kein deutsches Phänomen - Bürgerproteste, wie ja absehbar war. Diese heizen ausgerechnet Linke noch ein bisschen an, indem sie jede Differenzierung ablehnend alle pauschal in die Nazi-Ecke schieben, um dann entsetzt festzustellen wie viele sich dort angeblich ansammeln. Währendessen sorgen (vermeintlich) islamistische Attentate für mehr Angst vor den Zuwandern.. Die Regisseure spielen auf der ganzen Klaviatur, befeuern hier die Angst vor dem Islam und den Flüchtlingen und da , unter Instrumentalisierung der Linken, vor der rechten Gefahr. Warum erwägt man nicht die Möglichkeit, dass auch rechte Gewalt von oben inszeniert sein kann, zumindest gefördert? Genug V-Leute scheint es ja zu geben. Die strategy of tension wird die Taktik wählen, die am ehesten funktioniert, um die Bürger nach mehr Schutz durch den Staat rufen zu lassen. Weltweit beobachten wir die systematische Destabilisierung von Staaten aber bilden uns anscheinend ein, dass das mit uns nicht genauso gemacht werden könnte, aber die Muster kennen wir ja. Sobald Deutschland in Brüssel den Vorsitz hat, soll die EU-Armee ausgebaut werden und mehr Rechte bekommen. Heftige nationalistische sollen ebenso wie linke Aufstände damit niedergehalten werden. Aber ist das dann jetzt die multikulturelle Freiheit, die wir uns wünschten? Europa unter der totalen Kontrolle von Troika und EZB? Seltsame Linke, die zugunsten der Diktatur der Großfinanz gegen alles Nationale demonstrieren. . Wenn nicht alle so verwirrt wären, käme man vielleicht zu dem Schluss, dass mancher Rückzug auf den Nationalstaat gegenwärtig mehr links sein kann, als die Bekämpfung von "populistischen" Bürgerprotesten. Links kann nicht sein, wer ein Mitspracherecht oder auch nur einen Dialog mit den Bürgern ablehnt! Und ich kann mir auch nicht vorstellen, wie aus so einem undemokratischen Umgang mit den eigenen Bürgern mehr Offenheit für Zuwanderer erwachsen soll! Dann noch die ganze Schizophrenie: während wir syrische Flüchtlinge mit viel Zartgefühl willkommen heißen sollen, hat es uns kalt zu lassen, wenn mit Hilfe unserer Awacs-Aufklärer deren Freunde und Familien in Syrien zerbombt werden! Das zeigt , dass es Merkel nicht menschlich um die Flüchtlinge geht, wie ja auch zuvor nicht um die Griechen.

Dran bleiben...

Schlagzeilen

Wenn Sie sich für die Artikel der Rationalgalerie interessieren und immer erfahren wollen, wenn es Neuigkeiten gibt, können Sie unseren RSS-Feed abonnieren:
RSS-Feed abonnieren

Kürzlich...

26. Mai 2016

Ein Deutschland-Bild mit DDR

Christoph Hein schreibt zur Besserung der Verhältnisse
Artikel lesen

26. Mai 2016

NDR-Rundfunk-Rat: Völlig befasst

Eine unendliche Geschichte aus dem Land Bürokratien
Artikel lesen

26. Mai 2016

Die LINKE und die Religionen

Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom
Artikel lesen

23. Mai 2016

Merkel zum Kotau nach Ankara

Appeasement-Politik gegenüber Erdoğan
Artikel lesen

19. Mai 2016

Steinmeier macht den Fischer

Noch mehr Waffen in den Libyen-Krieg
Artikel lesen

PDF dieses Artikels

Diesen Artikel herunterladen

Wenn Sie möchten, können Sie sich diesen Artikel auch als PDF-Datei herunterladen:
PDF-Datei laden

Artikel kommentieren

Brillant? Schwachsinn? Mehr davon?

Sagen Sie uns Ihre Meinung! Wir überprüfen Leserbriefe, bevor wir sie online stellen – nicht um sie zu zensieren, sondern um unsere Leser vor SPAM und Werbung zu bewahren. Über Kritik freuen wir uns!
Kommentar verfassen