Der Verfall deutscher Redaktionen

Husch, husch ins Maulkörbchen, Heribert Prantl!

Autor: U. Gellermann
Datum: 25. Juli 2016

Deutsche Medienkonsumenten sind hart im Nehmen: Sie leben mit konsturierten Feindbildern, die der Wirklichkeit im Wege stehen, sie kennen von ihren Journalisten schwere Wahrnehmungsverluste, sie leben auch mit Nachrichtenverweigerungen wenn die jeweiligen Neuigkeiten in den Redaktionen nicht erwünscht sind. Doch in diesen Tagen erlebt man, rund um die jüngste türkische Diktatur, eine tragische Medien-Krankheit: Die schwere NATO-Blindheit. Das neueste traurige Beispiel ist der einst geschätzte Heribert Prantl von der SÜDDEUTSCHEN. Der schafft es in zwei langen Kommentarspalten über die türkische Despotie weder das Wort NATO noch den Namen Merkel ein einziges Mal zu erwähnen. Obwohl die Türkei als ein bewährterr Partner des westlichen Militärbündnisses gilt und Frau Merkel nicht nur Chefin des NATO-Partners Deutschland ist, sondern auch noch einen schmutzigen Deal mit dem Diktator Erdogan zu laufen hat.

„Sein besonderes Augenmerk“, schreibt ein wohlmeinender Autor über Heribert Prantl bei WIKIPEDIA, „richtet sich auf die Schnittlinien von Recht, Moral und Politik.“ Und tatsächlich kannte der ehemalige Richter Prantl, als er noch hautsächlich über Innenpolitik schrieb, mitten in der atlantisch formierten SÜDDEUTSCHEN die Kategorien Recht und Moral. Was mag das jetzt für eine Moral sein, die gründlich und detailliert die frische Diktatur in der Türkei beschreibt, aber diesen Satz aus der Präambel des NATO-Vertrages nicht zu kennen scheint: „Sie (die NATO-Partner) sind entschlossen, die Freiheit, das gemeinsame Kulturerbe ihrer Völker, gegründet auf die Prinzipien der Demokratie, auf die Freiheit des einzelnen und die Grundsätze des Rechts, sicherzustellen.“ Welches Prinzip der Demokratie wird mit den türkischen Massenverhaftungen gerade durchgesetzt werden? Welcher Rechtsgrundsatz wird mit der Ausschaltung der mißliebigen Justiz in der Türkei wohl zur Zeit sichergestellt? Wie erklärt sich die Abschaffung der Pressfreiheit in der Türkei mit der vorgeblichen Entschlossenheit der NATO für die Freiheit zu kämpfen?

"Die Türkei ist Teil einer Wertegemeinschaft", erklärt NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg ohne zu lachen. "Es ist entscheidend, dass die Türkei - wie alle Alliierten - den vollen Respekt vor der Demokratie und ihren Institutionen sicherstellt. Den Respekt vor der Verfassung, dem Rechtsstaat und den Grundfreiheiten." Brav geben deutsche Medien dieses geheuchelte Glaubensbekenntnis wieder, keiner aus der Wertegemeinschaft qualifiziert den Generalsekretär als Lügner. Obwohl jeder weiß: Dieser Satz ist eine routinierte Verbeugung vor einer Schimäre. Außenminister Frank-Walter Steinmeier kommt der Sache schon näher: "Der Blick auf die Landkarte lehrt uns: Da ist nicht nur Syrien, da ist auch der Irak.“ Nahe dran, denn in den genannten Ländern regieren die US-Kriege, ein alter und ein neuer, die verwaltet werden müssen und vom türkischen Nato-Stützpunkt Incirlik aus sachkundig bestritten werden. Doch nicht nahe genug, da kommt die „Bundeszentrale für politische Bildung“ der strategischen Wahrheit deutlich näher wenn sie schreibt: „Die Türkei liegt an der Schnittstelle von Nahem Osten, Kaukasus und Südosteuropa.“ Von dort aus ist der Iran militärisch zu bedrohen. Von dort aus ist die Meerenge des Bosporus zu kontrollieren, das Schwarze Meer zu sperren und der russischen Konkurrenz das Mittelmeer zu verweigern.

Als 1980 der dritte Militärputsch in der modernen Türkei mit einer diktatorischen Regierung, geführt vom General Kenan Evren, faktisch bis ins Jahr 1989 andauerte, war weder aus der Bundesrepublik noch vom NATO-Partner USA ein Ton des Protestes zu hören. Im Gegenteil: Die Todesurteile, die Folterungen, die Massenverhaftungen wurden von der totalen NATO-Demokratie geheiligt: Ende 1981 wurde ein türkisch-amerikanischer Verteidigungsrat gegründet, mit dem die USA die Stationierung der „Spezialeinheit Schnelle Eingreiftruppe“ (Rapid Deployment Force) besonders in Ostanatolien vorantrieb. Oder wie es der damalige Berater des Nationalen Sicherheitsrates in den USA dem US-Präsidenten Carter unmittelbar nach dem Putsch brav meldete: „Our boys did it“. Ja, sie machten es, die türkischen Jungs. So wie es Erdogan heute macht. Oder, wie es Anthony Skinner, Experte für türkische Innenpolitik und Berater bei der privaten Sicherheitsfirma Verisk Maplecroft, jüngst strahlend der BILD-Zeitung erklärte: „In der türkischen Armee gibt es Tausende Individuen, die nicht an dem Putsch beteiligt waren, und qualifiziert sind, nachzurücken.“ Nur wer die westlichen Geheimdienste beliefert, kann die NATO-Qualität der türkischen Armee so kühl und siegesgewiss beurteilen.

Kaum einer der deutschen Redakteure mag für einen einzigen Moment erwägen, dass man über die fatale NATO-Gemeinschaft mal wieder zum Partner einer unverhüllten Diktatur geworden ist. Leute wie Heribert Prantl – er ist Dozent an den Journalistenschulen in Hamburg und München, Mitglied des Ethikrates der Hamburger Akademie für Publizistik und Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland – machen sich durch ihr Schweigen zum Feigenblatt des schmutzigen Merkel-Deals mit der Türkei. Dass jene die schweigend zustimmen, dass deren Geschreibe über Freiheit und Demokratie eben nur Lippenbekenntnisse sind, würden sie jederzeit empört zurückweisen. Husch, husch ins Maulkörbchen, ist die Devise der ach so freien Medien, wenn es um Krieg und Frieden geht.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 26. Juli 2016 schrieb Günter Lachmann:

Vom Prantl zum Pratt
Prantl hat den taeglichen Ereignissen die Realitaet entzogen.
Schon lange stolpert H. Prantl, überladen mit Laurels* der Anerkennungen und Akkolades, durch den deutschen Blätterwald. Seine selektierte Vergesslichkeit ist die Lobpreisung der Politik, wie sie von den Parteien im Bundestag unterstützt wird - die Farbe ist irrelevant.
Manch einer mag sogar glauben, Prantl verteidige die Demokratie, aber es ist nicht meine Demokratie die des Stillschweigens über die EU-USA-Kriegsverbrechen im Nahen und Mittleren Osten, über die Gründe der Fluchtursachen; es ist nicht meine Demokratie, das Verschweigen über die Hintergründe der Kollaboration der deutschen Regierung mit der Türkei. Nein, Heriberts Demokratie ist die der Bourgeoisie, ist die Demokratie der Banken die Griechenland richteten, und deren Richtspruch (aus dem deutschen Bundestag ) von Prantl hoch gelobt wurde. Prantls vergessene Worte sind nur ein Bestandteil des neoliberalen Neusprech, und seine Kritiken nichts anderes als systemrelevante Beiträge an den Buerger, über Ereignisse, welche das Volk nicht ändern will.
Prantels "Wertegemeinschaft" ist ein Vexier-Bildchen zwischen dem zerbrochenem Bleistift und einer linguistischen Synekdoche.
Für Demokratie hat Prantl nie geschrieben, (und wird es erst recht nicht unter dem neuen Besitzer tun) er richtet nur über die Nuancen des System.

*) der Laurel, (als auch das Rutenbuendel) ein Zeichen des Faschismus (siehe Caesar)


Am 26. Juli 2016 schrieb Andreas Buntrock:

"....er ist Dozent an den Journalistenschulen in Hamburg und München, Mitglied des Ethikrates der Hamburger Akademie für Publizistik und Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland -"
-------------------------------------------
Der werte Herr Prantl hat diese Positionen und Mitgliedschaften sicher nicht inne, weil er ein Verfechter der Lehre der reinen unmanipulierenden Wahrheit ist, sondern weil er ein Teil jener "demokratisch" -materiell orientierten Journaille ist, die stützt was ihr nützt und verhüllt, was das "Einspielergebnis" schmälern könnte.
Das ganze Elend dieser Art von Pseudojournalismus lässt sich übrigens brechreizerregend, hautnah und in schonungsloser Offenheit bei der Farce der Bundespressekonferenzen nachvollziehen.

Als Empfehlung:
http://www.jungundnaiv.de/

Parole: "Husch, husch ins Maulkörbchen, ist die Devise der ach so freien Medien, wenn es um Krieg und Frieden geht."

Immer wieder grauenerregend sehenswert!


Am 26. Juli 2016 schrieb do rengba:

die sich anbahnenden verschiebungen mit dem türkischen nicht-putsch könnten leicht viel gewaltiger sein, als dass sie unter den titel diktatorische nachbarn passen.

bitte hierzu begleitend ein stück von f.w. engdahl vorschlagen zu dürfen, englischsprachig, zur dimension des gegners, den erdogan für dieses mal hat abwilmmeln können, in der gestalt gülens, zu verstehen als ein multinationales unternehmen zur unterwanderung von staaten, von der yankee-zentralen intelligenenz (der cia) förderlich gestützt.

austritt aus der nato ist hierbei eine offene möglichkeit, die hinwendung zum eurasischen vertragssystem als option schon in erwägung.

http://journal-neo.org/2016/07/25/what-is-fethullah-gulen/ ("What is Fethullah Gülen?" im Journal for Eastern Outlook).

gut, der geschmack, der beim blick über den westlich-bürgerlich massenmedialen blätterwald hinterbleibt, ist innerhalb des tellerrands des unentwegtem ausblicks auf variationen von immer nur stark ähnlichem.

wenn solche verschiebungen greifen, dann ist das vergleichsweise auf einem anderen planeten, da reicht der zirkel um den tellerrand nicht mehr hin.


Am 26. Juli 2016 schrieb Pat Hall:

Ein abgekauter Satz von mir wäre :
Der Westen und seine Wertegemeinschaft ist bis ins Unterste Verlogen .
Man erträgt das ständige Geseiere ihrer Selbst prosphrienden Güte nicht mehr.
Schlimm ist ,dass solche Menschen in der Öffentlichkeit auftreten dürfen.


Am 25. Juli 2016 schrieb Flash Flash:

Sehr geehrter Herr Gellermann, langsam.

Noch ein paar solche Artikel könnten Sie Ihre Veröffentlichungsmöglichkeit bei der staatlichen russischen Nachrichtenagentur kosten.

Bekanntlich sind Putin und Erdogan inzwischen wieder auf "Schmusekurs", weshalb die meisten russischen Medien nunmehr plötzlich die Türkei mit völlig anderen Augen sehen als noch vor einigen Monaten nach dem Abschuß des russischen Bombers.

Letztlich verlangen alle staatlichen Medien (egal ob nun im sog. Westen oder "Osten) Linientreue. (Auch wenn es JournalistInnen manchmal schwerfällt, die Drehungen und Wendungen der Regierenden nachzuvollziehen.)

Antwort von U. Gellermann:

Was auch immer so sagen wollen: Dieser Artikel wurde heute bei Sputnik-News veröffentlicht.


Am 25. Juli 2016 schrieb Marie Merker:

Aber der Herr Prantl und der Mainstream liegen ganz auf der Linie der Bundesregierung, die zur Zeit den Ausnahmezustand in der Türkei in einen "Notstand" umzudeuten versucht. Auch wenn alle wirklichen Experten, vor allem solche die Türkisch können, klar sagen, dass die Regierung in Ankara den Ausnahmezustand ausgerufen hat. Aber Notstand klingst so zivil nach Hochwasser oder Erdbeben. Und wegen Hochwasser aus keiner die Nato-Mitgliedschaft der Türkei infrage stelle.


Am 25. Juli 2016 schrieb Hans Tigertaler:


Vorsicht, Marktwirtschaft!

Es ist die religiöse Tradition islamischer Länder, mit allen untereinander gegnerischen Seiten sich wiedersprechende Abmachungen zu treffen. Eingehalten werden jene, die zum je beliebigen Zeitpunkt am vorteilhaftesten sind. Und so ist Merkels Deal mit Erdogan als scheinbar schmutziges Surrogat eigener Entschlußkraft »nur eine der Phasen der orientalischen Frage [...], die sich unaufhörlich erneuert, die stets vertuscht, aber nie gelöst wird» (Karl Marx).

Doch unsere Herren versuchen es zur Zeit erneut. Heribert Prantl und die NATO prüfen gerade die Eignung dieser orientalischen Haltung für die Sicherung kapitalistischer Verhältnisse; immerhin läßt sich wenigstens in der von Prantl erträumten »sozialen Marktwirtschaft« eine typisch islamische Variante des Kapitalismus sehen, denn ihr »Kompromiß, das ist die Kunst, einen Kuchen so zu teilen, daß jeder meint, er habe das größte Stück bekommen.« (Ludwig Erhard).

Der Kapitalismus der progressiven Bildungsbourgeoisie, aber auch der NATO, könnte sein - ein Islam in actu. Sein Vorhemd müsste nur europäisch gestärkt und juristisch versteift werden. Unsere Fortschrittler, welche die Moslems, sie schützend, zur Rasse erniedrigt hatten, arbeiten reumütig vielleicht daran - denn ihr Cherub steht vor Gott.

Kapitalismuskritik würde endlich wieder auch Religionskritik. Gott sei dank!


Am 25. Juli 2016 schrieb Ulrike Spurgat:

.....der Heribert Prantl, der die Presse- und Meinungsfreiheit, zumindest in Ansätzen einmal vertreten hat, ist nun Opfer des Neoliberalismus geworden.
So ein Pech, aber auch.
Hat er sich doch einst mutig dem Zeitgeist an der einen oder anderen Stelle entgegengestellt.
Nicht zu laut, nicht zu radikal, doch im heutigen Blätterwald, ist er wenigstens mal aufgefallen, was ihn ja von Jörges, dem Redakteur vom "Sternchen" (den Stern gibt es lange nicht mehr), unterschieden hat..Der Neoliberalismus ist eine Ideologie, die weit über die Ökonomie hinausgeht. Sie wirkt in die Lebensverhältnisse der Menschen mit ein, oder bestimmen sie, und es werden Abhängigkeiten erzeugt, die bei Heribert Prantl sichtbar werden.
Was Uli kann und darf, darf und kann Prantl nicht. Ist es das wert ? Dass wofür man steht über Bord zu werfen ? Oder steht man nicht dafür ein ? Ein erbärmliches Bild, das der Journalismus in Deutschland seit längerem in einer Art und Weise zum Besten gibt. Wir werden für blöd verkauft; und die es verkaufen glauben, dass wir es nicht merken.
Da wird die Intelligenz des einen oder anderen, beleidigt.
Tja, Herr Prantl, nichts passt an dieser Stelle besser als: "Wes Brot ich ess, des Lied ich sing." (Brecht)
Vorsichtig, dass nichts im Hals stecken bleibt.


Am 25. Juli 2016 schrieb Ernst Blutig:

"Die Türkei ist Teil einer Wertegemeinschaft", erklärt NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg ohne zu lachen."

Das Besondere an diesem Satz Stoltenbergs ist ja, daß er mehrere Ebenen hat. Zunächst einmal, daß die Charaktermaske wieder mal ein Warenangebot in die Auslage für Meinungen rumd um den Begriff Wert legt. Denn Stoltenberg ist ein ehrenwerter Mann

Ob und was da nun in dieser Verpackung drin ist, bleibt wie immer in jedem Falle offen, im deutschen bleibts mal wieder "Jedem das Seine", nur diesmal auf türkischem Blut und Boden.

Schäuble nennt diesen türkischen Wert "löblich" und meinte damit Erdogans Versprecher, daß nach den drei Monaten Machtergreifung alles wieder heil werde.
Denn Schäuble ist ein ehrenwerter Mann.

Was ficht einen da so Kleinkram wie die realen Verhältnisse in der Türkei an, wenn man über ehrenwerte Gemeinschaften und hehre Ziele parlieren kann, z.B:
90 taktische Atomwaffen in Incirlik (klingt auch schön wie der Titel eines Landser-Groschenromans),
Bollwerke gegen Flüchtlingswellen oder, mal wieder,
deutscher Mehrwert durch Waffen- und sonstigem Handel mit Erdogan.
Denn Erdogan ist ein ehrenwerter Mann.

Die Türkei liegt an der Schnittstelle von Wert und Mehrwert.


Am 25. Juli 2016 schrieb Ulrich Fiege:

Eine gelungene Zusammenfassung der kommenden Katastrophe, Clinton wurde von Monika L. Praktisch und Faktisch weggeblasen, die Politik von Friedensnobelpreisträger Bush Senior samt Sprößling wirken in negativer Form bis Heute und für die Zukunft nach. Friedensnobelpreisträger und US-Präsident Richard Nixon brachte in den 70ger Jahren das internationale Handels und Währungsabkommen (Bretton-Woods-System) zu Fall. England samt Pfund sind aus der EU ausgetreten und ich darf in Deutschland nicht mehr Allauh Akbar sagen sonst bin ich Verdächtigt ein Terrorist zu sein, das schreiben oder sagen die Medien und das ist Unglaublich!

Grüß Gott bleibt erlaubt?!

Nicht Verdächtigt aber Gültig sind TTIP und CETA als Abkommen und das Außerparlamentarisch und am Formellen vorbei, - aber jetzt Vertragsdetail.


Am 25. Juli 2016 schrieb Detlef Mitscherling:

Das Verschweigen oder das Verleugnen der Wahrheit ist eine wichtige Ursache dafür, dass die meisten unserer Medien für die beinah allgemein und landläufig richtig festgestellte Eigenschaft "Lügenpresse" in Frage kommen.
Doch merke: "Die Verdrängung, die Unehrlichkeit gegen sich selbst, ist verhängnisvoller als die Anerkennung des Bösen, aus der heraus stets eine Umkehr möglich ist."


Am 25. Juli 2016 schrieb Manfred Caesar:

Heribert und Recht und Moral !? Der weiß nicht mal wie man das schreibt.Einer der übelsten Zeitgenossen. Wir sind im Jahre 32 n.Orwell .Unrecht ist Recht, Lüge ist Wahrheit, Krieg ist Frieden etc.


Am 25. Juli 2016 schrieb Elke Zwinge-Makamizile:

Es ist ZU gut, dass Uli Gellermann den Zeichen der Zeit immer ganz schnell auf die Spur kommt und mit vielen Fakten das erhärtet, was ich z.B. wie im Falle von Prantl am Rande nur mitkriege. Da habe ich "Magengegrummel" bekommen als ich Prantl in einer Talk-Show erlebte, eben genauso mit dem ehemaligen positiven Image behaftet. Wirklich schade. Aber es kommen andere Intellektuelle in die Gänge! Angenehm überrascht war ich über Rolf Hochhuth und seinem Ausstieg aus der Nato.
Ich könnte mir vorstellen, dass die Rationalgalerie in dieser Hinsicht Mut machen kann und Mut zu Positionierungen mit auf den Weg bringt.


Am 25. Juli 2016 schrieb Lutz Jahoda:

WIE SAGE ICH ES NUR MEINEM KINDE?
WO GELD GEZÄHLT WIRD; SEHEN AUCH BLINDE.
DOCH WAS ICH NOCH VIEL SCHLIMMER FINDE:
DIE ALTE ERKENNTNIS AUS MEINER KINDHEIT:
NICHT SEHEN WOLLEN, IST DIE ÜBELSTE BLINDHEIT.


Am 25. Juli 2016 schrieb M. Hamburger:

Stimmt leider. Ich habe (immer noch) große Wertschätzung für Heribert Prantl, aber hier ist er wohl eingeknickt.
Man stelle sich den Aufschrei vor, wenn es sich um Putin statt um Erdogan handelte!


Am 25. Juli 2016 schrieb Jasper Schultes:

Was soll die Aufregung? Das Atlantikerblatt SZ hat doch schon immer die NATO für einen demokratischen Gesangsverein gehalten. Ich kann hier nichts Neues entdecken.

Antwort von U. Gellermann:

Die SZ steht in diesem Fall für die nahezu komplett Medienlandschaft, der es selbstverständlich erscheint, dass man mit einer Diktatur im selben Verein ist. Und Prantels Abstieg ist schon mehr als nur die Fortsetzung der bisherigen SZ-Linie. Der Mann galt lange Zeit als relativ integer.


Am 25. Juli 2016 schrieb Aleksander von Korty:

Sehr geschätzter Herr Galerist,
irre ich mich, oder sind Maulkörbe nicht eigentlich für bissige Hunde vorgesehen, damit die Menschen vor ihnen sicher sind ?
Wieso gibt es nun auch Maulkörbe für zahnlose Papiertiger der schreibenden Zunft. Die beißen doch schon sehr lange nicht, sie bellen ja nicht einmal mehr!
Außerdem wären sie auch ausgesprochen dämliche Hunde, wenn sie die Hand beißen würden, die sie füttert! So gesehen unterschätzen Sie deren Intelligenz.
Der Unterschied zu früheren Zeiten besteht nur darin, dass ihre zahnlosen Mäuler immer deutlicher zu erkennen sind. Allerdings auch das nur für jene Menschen, die sich ihre Erkenntnisfähigkeit bewahrt haben im Dschungel der verkommenen bürgerlichen Medien.


Am 25. Juli 2016 schrieb Brigitte Klara Mensah-Attoh:

Der Seelenverkäufer! - ich hoffe er LIEST das!

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