Der Netanjahu-Terror

Merkels Staatsräson für einen Unrechts-Staat

Autor: U. Gellermann
Datum: 20. November 2014

Im Wettbewerb um den scheinheiligsten Satz der Woche hat sich Frank-Walter Steinmeier ganz nach vorne gearbeitet. Nach dem Anschlag auf eine Synagoge in Jerusalem kommt er uns so: "Dass Gotteshäuser zum Schauplatz von tödlichen Angriffen auf unschuldige Gläubige werden, ist eine schreckliche Grenzüberschreitung in einer ohnehin extrem angespannten Lage". Steinmeier redet nicht von der Grenzüberschreitung des israelischen Siedlungsbaus in Ost-Jerusalem. Hatte ihm doch noch jüngst der israelische Außenminister Avigdor Lieberman erklärt: "Wir werden keinerlei Begrenzung unserer Bautätigkeit in den jüdischen Stadtvierteln von Jerusalem akzeptieren". Er meint die Viertel Ramot, Gilo und Ost-Talpiot, die natürlich im palästinensichen Ost-Jerusalem liegen. Dazu fiel dem deutschen Außenminister nichts ein. So deutet der Außenmeier die Lage in und um Jerusalem lieber als "Religionskonflikt" statt die Menschenrechtsglocke zu läuten, die er in andern Fällen gern aus der Akten-Tasche holt, die aber im Fall Israel grundsätzlich nie bewegt wird.

Schnell hatten israelische Funktionäre nach dem Mordanschlag auf die vier Rabbiner die Holocaust-Karte gezogen: "Ähnliches haben wir zuletzt während des Holocaust gesehen." Dieser fast rituelle Einsatz der Erinnerung des deutschen Massenmordes an den europäischen Juden kann die Ähnlichkeit israelischen Regierungshandelns mit dem Agieren der Nazis kaum verdecken. Beispiel "Sippenhaftung": Die Häuser, in denen die Familien der palästinensischen Attentäter wohnen, werden zerstört, die Familien werden für Taten bestraft, die sie nicht begangen haben. Das hat der israelische Ministerpräsident als erste Maßnahme angeordnet. Nach Angaben des "Israelischen Komitees gegen Hauszerstörung“ hat Israel seit Beginn der Besatzung 1967 etwa 12.000 palästinensische Häuser in Ost-Jerusalem und den palästinensischen Gebieten zerstört. Als Rechtsgrundlage ziehen die israelischen Behörden eine britische Verordnung aus dem Jahr 1945 - noch vor der Gründung Israels - an dünnen juristischen Haaren herbei.

Wenn das internationale Recht den Wünschen der israelischen Politik widerspricht - wie der Teilungsvorschlag der Vereinten Nationen von 1947, der auf dem Gebiet des heutigen Israel einen vorwiegend jüdischen und einen palästinensischen Staat schaffen und Jerusalem unter internationale Verwaltung stellen wollte - dann wird es schlicht ignoriert. Na und, fragte bereits 1949 Premierminister David Ben Gurion, und ließ vom Parlament "Jerusalem zum untrennbaren Teil Israels und seiner ewigen Hauptstadt" erklären. Etwa seit dieser Zeit wurde das israelische Baurecht zum Bestandteil einer Apartheits-Politik, die auf eine Ent-Arabisierung Jerusalems abzielt: Von 1967 bis 2003 wurden kaum Baugenehmigungen für die palästinensischen Einwohner erteilt, während im gleichen Zeitraum 90.000 Wohneinheiten für jüdische Siedler geschaffen wurden. Zum unterschiedlichen Recht für Juden und Palästinenser gehört auch die Familienzusammenführung: Juden aus Brooklyn oder Moskau können jederzeit ihre Verwandten in Jerusalem besuchen und sich problemlos in den neuen Siedlungsgebieten niederlassen. In Jerusalem geborene Palästinenser riskieren ihre Staatsbürgerschaft, wenn sie sich längere Zeit im Ausland aufhalten. Besucher und Ehegatten aus den Palästinenser-Gebieten müssen, wenn sie ihre Verwandten in Jerusalem besuchen wollen, beim israelischen Innenministerium um Erlaubnis ersuchen. Seit der Zweiten Intifada werden solche Genehmigungen kaum noch ausgestellt. Dass hingegen die israelische Herrenrasse über eine unbegrenzte Bewegungsfreiheit verfügt versteht sich.

So erzeugt der Terror israelischer Herrschafts-Ausübung neuen Terror. Diese Form des Widerstandes trifft Schuldige wie Unschuldige. Sie ist Ausdruck von Hilflosigkeit und schafft nur neue Repression durch das israelische Unrechts-System. - Fraglos ist der Staat Israel auch ein Ergebnis der deutschen Nazi-Verbrechen. Es gäbe also deshalb eine besondere deutsche Verantwortung auch und gerade gegenüber den Palästinensern. Doch deutsche Regierungen sehen diese Verantwortung nur gegenüber dem "Existenzrecht" Israels und erklären dies sogar, wie Angela Merkel, zur "Staatsräson". Auf die Frage welches Israel denn gemeint sei, das in den Grenzen von 1967 oder das heutige Okkupations-Israel, hat der jüdische Staat eine schlichte Antwort: Er definiert seine Grenzen einfach nicht. So macht sich Deutschland zum Komplizen eines Unrechts-Staates, der eine ständige Bedrohung seiner Nachbarn ist und dessen Rassismus gegenüber den Palästinensern in der deutschen Öffentlichkeit kaum zum Thema gemacht wird.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 23. November 2014 schrieb Paul-Wilhelm Hermsen:

Ganz hervorragender Artikel von Aleksander von Korty!

Zu Ralf Thielken
Eine steile These gegen den christlichen Glauben. Es ist auch nicht an mir, sie zu bewerten.
Und natürlich steht es denkenden Individuen frei, sich von biblischer Konformität zu verabschieden.
Ich schrieb bereits, dass ich ein sehr gläubiger Mensch bin. Sie sind es offenbar nicht, was für mich nun wahrhaftig kein Problem ist.
Für Gott sicherlich auch nicht.
Wenn Sie damit ein glückliches Leben schaffen - Hut ab!


Am 21. November 2014 schrieb tPat Hall:

Vielen dank an Aleksander von Korty für die lehrreiche Geschichtsstudie was das Judentum angeht.
Es hilft so manchem Juden & Nichtjuden zu verstehen was das überhaupt für ein Volk in Israel ist, das seine Nachbarn in Angst & Schrecken versetzt.
Habe mich selber vor einiger Zeit mit der Geschichte,der Thora und auch dem Alten Testament beschäftigt um diesem Glauben etwas abgewinnen zu können.
Es dauerte nicht lange,da musste ich leider angewidert feststellen,das ich ja für das Judentum lediglich ein Gojim (Abschaum) auf Ewig bleibe und das Weib fast immer als Unrein gilt, usw..
Ich möchte mich des Kommentars von Herr Ralf Thielken anschließen.
Ich brauche zum Überleben den Gott dieser auserwählten Rasse nicht.
Den einzigen Gott den ich für mich persönlich akzeptiere ist die Natur und habe ihn als Seemann zu respektieren gelernt, ganz gewiss !


Am 21. November 2014 schrieb Ralf Thielken:

Erkenntnis eines Angehörigen des Bodenpersonals:
Kein einziger Mensch, der je auf dieser Erde das Licht der Sonne erblickte, war zu irgendetwas "auserwählt". Dieser Humbug entsprang und entspringt Menschenhirnen mit nur einem Zweck: Legitimation von HERRSCHAFT mit all ihren perversen "Kollateralschäden".
Eigentlich ganz simpel, wenn man zulässt....

Danke an den Galeristen!


Am 20. November 2014 schrieb Aleksander von Korty:

In Treblinka, Maidanek, Auschwitz und den anderen Vernichtungslagern der Nazis sind keine 6 Millionen JUDEN vergast worden!

In Treblinka, Maidanek, Auschwitz und allen anderen Konzentrationslagern der Nazis sind 6 Millionen Menschen ermordet worden, denen die Nazis in ihrer hirnlosen, unwissenschaftlichen, primitiven Rassenterminologie mittels eines Gelben Sternes an der Brust und eines "J" im Pass den Stempel "JUDE" aufgedrückt hatten. Darüber hinaus ermordeten sie weitere 1,5 Millionen Menschen, denen sie den Stempel "ZIGEUNER" verpasst hatten, und ungezählte andere Menschen, die ihnen politisch unliebsam waren und mit dem Stempel "VOLKSFEINDE" von ihnen versehen wurden: Zeugen Jehovas, fortschrittliche Christen wie  Katholiken, Evangelische und Protestanten, widerständige Sozialdemokraten und nicht zuletzt Kommunisten. Und im Krieg ermordeten sie weitere ungezählte Missliebe anderer Nationen, die von ihnen den Stempel "UNTERMENSCHEN" aufgedrückt bekamen, so. z.B. starben allein durch die  Genickschussanlage  im KZ Buchenwald  über 8.000 sowjetische Offiziere und Politkommissare der Roten Armee.
 
Von den 6 Millionen, die sie in ihrer Rassenideologie als Juden bezeichnet haben, waren Viele gar keine Angehörigen dieser Glaubensgemeinschaft. Sachlich haltbar und ausschließlich richtig, ist die Bezeichnung `JUDE´ aber nur für die Menschen , die dieser Religionsgemeinschaft angehören.  Jede andere Definition dieses Wortes ist blanker Unsinn. Selbstverständlich war der deutsche Atheist KARL HEINRICH MARX kein Jude und der deutsche evangelische Christ HEINRICH HEINE auch nicht. Auch dann nicht , wenn ihre Vorfahren einst mal diesem Glauben anhingen. Übrigens war ihre kulturelle und nationale Identität deutsch und nicht jüdisch.

Da bereits die Sprache selbst  in der Politik mit den von ihr  verwendeten Begriffen ein Mittel der ideologischen Einflussnahme, der Manipulation und Demagogie ist, verbietet es sich von selbst die inhaltlich falsch definierten Begriffe zu verwenden. Die Nazis waren  Meister auf diesem Gebiet und ihre Rassenideologie war der bisher größte Unsinn der diesbezüglich von Menschen in der Geschichte verzapft wurde. Deutlich machen läßt sich dies besonders an ihrem Arier-Begriff und Germanenkult. Selbstverständlich war und ist das deutsche Volk keine reinrassige,  arische oder germanische Nation. Mitten in Europa gelegen war es in den Jahrhunderten seiner Geschichte immer wieder Kriegen und Besetzungen fremder Nationen ausgesetzt und gab es immer wieder Zuwanderungen größerer Gruppen aus den verschiedensten Teilen  der Welt. Das war so und das ist auch heute noch so. Die Deutschen sind also ein Volk von Bastarden und das ist auch gut so, denn dass hat sie zu einer überaus erfolgreichen Nation gemacht. Soldaten haben nämlich den Vorteil, dass sie nach dem Kämpfen und Schiessen in den von ihnen besetzten Gebieten dazu neigen, mit der einheimischen Bevölkerung zu fraternisieren. Obwohl auch dieser Begriff irreführend ist, denn es findet genau genommen ja keine Verbrüderung statt, sondern eine Verschwesterlichung mit dem weiblichen Teil des besetzten Volkes.

Der Nazi-Rassenwahn trug dabei sogar extrem schizophrene Züge. Denn einerseits schufen sie zwar so idiotische Einrichtungen, wie den `Lebensborn´ zur Züchtung ihrer blauäugigen, hochgewachsenen, blonden Germanenrasse, akzeptierten aber andererseits völlig schmerzlos solche dicht besiedelte, national gemischten Gebiete wie den Ruhrpott ohne jegliche Probleme. Das wohl deshalb weil für ihre wahnwitzige Vorstellung von der Eroberung anderer Nationen und der Errichtung ihrer Weltherrschaft, die fleißigen Stahl- und Bergarbeiter der deutschen Schwer- und Rüstungsindustrie unentbehrlich waren. Deren reinrassiges Germanentum kann mensch noch heute deutlich an ihren Familiennamen ablesen: Da wimmelt es noch heute an jeder zweiten Hausklingel nur so von Cibulski, Koslowski, Kaminski, Mankiewicz, Pilsudski, Schimanski, Petrowicz, Stachowiak, Gajewski, Manschewski . . . usw. usf.
 
Und so falsch wie ihre Rassentheorie war auch ihre Rassenterminologie. Ein JUDE ist lediglich jemand der jüdischen Glaubens ist, so wie ein CHRIST lediglich jemand ist, der zu einer christlichen Religionsgemeinschaft gehört oder wie ein Muslim der dem Islam angehört. Daher gibt es auch kein Jüdisches Volk. Das Jüdische Volk hat in der Geschichte  lediglich ein gutes Jahrtausend existiert. Es entstand etwa um 1.000 vor unserer Zeitrechnung durch seine drei Gründerkönige Saul, David und Salomon durch deren Zusammenführung von einst zwölf nomadisierenden Stämmen in ein festes Wohngebiet und die dadurch entstehende Seßhaftigkeit der Stämme  und der daraus notwendigerweise erforderlichen Staatsgründung. Dieses so entstandene Volk definierte sich von da an über den nun gemeinsamen Lebensraum und die gemeinsame, kulturelle und sprachliche Identität. Erst im sechsten Jahrhundert v.u.Ztr., während der zweiten babylonischen Gefangenschaft seiner gesellschaftlichen Elite kam der gemeinsame, monotheistische Glaube an nur einen Gott dazu.

In den vier Jahrhunderten davor, waren auch die Juden noch Anhänger einer polytheistischen Religion und sie verehrten verschiedene Götter. JHWH war ursprünglich nur der Lokalgott der späteren Residenz von König David und seinen Nachfolgern, der Stadt Jerusalem, die David von den Jebusitern eroberte und die damals Jebus hiess und von den Juden Jebusiterstadt (Stadt der Fremden) genannt wurde. Dieses Volk existierte dann bis zu seiner endgültigen Zerschlagung und Vertreibung im Jahre 70 nach unserer Zeitrechnung während der Herrschaft des römischen Imperator Vespasian durch seinen Sohn und späteren Imperator Titus. Das ehemalige jüdische Volk verteilte sich in viele Teile der Erde. Diese Menschen hielten oft Jahrhunderte später immer noch an ihren Glauben fest, aber ohne eine eigene staatliche Struktur, ohne gemeinsamen Lebensraum verloren sich im Laufe von knapp zweitausend Jahren auch die sprachlichen und kulturellen Gemeinsamkeiten. Meist nahmen sie die nationale und kulturelle Identität ihrer Gastländer an und sprachen auch deren Sprachen. In Osteuropa entwickelte sich sogar eine eigene jiddische Sprache für die Angehörigen dieser Religionsgemeinschaft. Und so war am Ende nur der gemeinsame Glaube vorhanden, der  aber im zwanzigsten Jahrhundert in Mitteleuropa auch immer rückläufiger wurde. Viele ehemalige Juden waren längst konvertiert  (wie der Düsseldorfer Heinrich Heine) oder gar Atheisten (wie der Trierer Karl Marx). Oder sie waren höchstens noch Juden in dem Sinne, wie viele heutige Christen, die nur noch vier mal im Leben in die Kirche kommen, bei ihrer Taufe, bei der Kommunion/Konfirmation, bei der Hochzeit und am Ende mit den Füssen voran und für die christliche Feste wie Ostern und Weihnachten auch nur noch zelebrierte jährliche Konsumhöhepunkte sind. 
 
Das Jüdische Volk hatte aufgehört in der Realität zu existieren, es lebte nur noch  in den Wahnvorstellungen der Nazis weiter und in denen anderer Antisemiten. Wobei angemerkt werden muss, dass auch der Begriff des Antisemitismus einer genauen, wissenschaftlich-korrekten Überprüfung nicht Stand hält. Semiten sind nämlich Angehörige unterschiedlicher Völker. Der Begriff bezeichnet historische Völker die Ihre Herkunft auf den biblischen Stammvater Abraham zurück führen, der sich als Sohn des Sem, des ältesten Sohnes Noachs sah und die eine semitische Sprache sprachen. Dazu gehörten: Äthiopier, Eritreer, Araber, Hyksos, Malteser, Minäer, Sabäer, Ostsemiten, Amoniter, Akkader, Babylonier, Assyrer, Aramäer, Hebräer, Kanaaniter, Maobiter. Nabatäer, Phönizier und Samariter. Heutige semitisch-sprachige Völker sind Araber, Hebräer, Aramäer und Malteser. Ein Antisemit wäre also logischer Weise ein Gegner nicht nur des fiktiven Jüdischen Volkes, sondern z.B. auch der Araber. Welch ein Unsinn!
 
Als dann, auch als eine Folge dieser Nazi-Wahnideen, im Jahre 1949 im Nahen Osten unter Bruch des Völkerrechtes ein neuer Staat mit Gewalt gegründet wurde, konnte dieser rechtlich korrekt keinen Anspruch darauf erheben in irgend einer Weise der Rechtsnachfolger oder Erbe des ehemaligen jüdischen Volkes zu sein. Dieser Israelische Staat konnte nur deshalb entstehen, weil er von Beginn an von den imperialistischen Nationen (Großbritannien und GRINGOland) protegieret wurde. Seine Staatsbürger setzen sich aus sehr vielen verschiedenen Menschen unterschiedlichster geographischer, kultureller, ethnischer, sprachlicher  und auch weltanschaulicher Herkunft zusammen. Da gibt es schwarzhäutige ehemals äthiopische Anhänger des jüdischen Glaubens, die sogenannten Beta Israel (Haus Israel), die auch als Falaschen bezeichnet werden und seit 1984 mehrheitlich nicht mehr in Äthiopien leben, sondern nun im Staate Israel, durch die Operationen Moses (1984), Joshua (1985), Salommon (1991) und Taubenflügel (2011).  Sie sind übrigens in diesem latent faschistoiden Staat, wegen ihrer Hautfarbe, die Juden dritter Klasse. Dann gibt es die ehemals auf der iberischen Halbinsel beheimateten Sepharden, die zweitklassigen Juden und dann die Aschkenasim aus Mittel- Nord- Osteuropa und GRINGOlandia eingewanderten jüdischen Gläubigen erster Klasse. Andere Israelische Staatsbürger sind dann darüber hinaus noch Christen der verschiedensten christlichen Religionsgemeinschaften, Evangeliche, Protestantische, Maronitsche, Katholische und Orthodoxe Christen, sowie Atheisten (z.B. die Mitglieder der KP Israels) und am untersten  Ende der Pyramide der Staatsbürger die palästinensisch-stämmigen israelischen Staatsbürger, die mehrheitlich Muslime sein dürften.
 
All dies belegt deutlich, das der Israelische Staat, bzw. seine rassistischen Regierungen den Mord an Millionen von Menschen während des Tausendjährigen Reiches der Nazis lediglich für seine eigenen verbrecherischen Ziele instrumentalisiert  um alle Kritiker seiner  Jahrzehnte währenden Politik der Vertreibung mundtot zu machen und  um weiterhin seine  aggressiven expansionistischen Ziele für ein Groß-Israel (Eretz-Israel) ungestört fortsetzen zu können. Mitschuldig daran machen sich auch jene bürgerlichen Politiker der heutigen Bananen Republik Deutschland die an dieser Tabuisierung jeglicher Kritik an Israels Politik mitarbeiten. 
 
Aber ich bestreite nicht nur, dass der Israelische Staat ein Staat in jüdischer Tradition ist, sondern ich bestreite auch sein generelles Existenzrecht! Staaten und Völker sind in der menschlichen Kulturgeschichte der vergangenen 10.000 Jahre immer wieder entstanden und untergegangen. Somit hat kein Staat auf Erden eine Garantie für seine dauerhafte Existenz und somit auch kein Recht darauf.  Gerade in der jüngsten Geschichte konnten wir den Untergang mehrerer europäischer Staaten beobachten, die durch geschichtliche Veränderungen untergingen. Ich nenne hier beispielhaft nur Drei: die Sowjetunion (UdSSR), die Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien (SFRJ) und die Tschechoslowakische Sozialistische Republik (CSSR), die in zwei Separatstaaten zerfallen ist.
 
Was nun diesen seit fast sieben Jahrzehnten furchtbaren und menschenfressenden Konflikt im Nahen Osten angeht, wird er wohl noch längere Zeit andauern, da er unter den jetzigen weltpolitisch-existierenden, imperialistischen Bedingungen nicht auflösbar ist. So lange das Imperium existiert, wird es auf seine geostrategischen Interessen im ölreichen, Nahen Osten niemals verzichten und so lange braucht es diesen willfährigen, faschistoiden Vasallen ISRAEL als Stachel im Fleisch der umliegenden arabischen Völker. Erst wenn die Völker selbst ihr Schicksal in die eigenen Hände nehmen, wird auch Frieden und Versöhnung zwischen ihren Menschen dauerhaft möglich werden. Dann aber wird die Frage danach, ob und in welchem Staat sie friedlich miteinander leben, keine Rolle mehr spielen.


Am 20. November 2014 schrieb Ingrid Böhm-Duwe:

Henning Burgmann schrieb:

"Statt die Opfer des terroristischen Anschlags in Jerusalem zu beklagen, klagen Sie den Staat Israel an. Diese unglaubliche Verdrehung der Tatsachen findet unter Ihren Lesern auch noch Beifall. Aber mit solchen Positionen sind Sie sehr einsam. Und das ist auch gut so."

Sie irren: Uli Gellermann ist durchaus nicht einsam! Offensichtlich verwechseln Sie wie so viele Israelkritik mit antisemitischen Äußerungen.

Eine Frage: Haben Sie jemals irgendwo ein Wort des Entsetzens und der Trauer verloren ob der unschuldigen Opfer, die auf die Kappe sraels gehen? Wie war das noch mit dem getöteten Kind im Gaza Streifen, das nur spielte und erschossen wurde. Ich denke an die großmütige Tat des Vaters, der die Organe seines Sohnes "dem Feind" spendete, damit das Kind eines Israeli leben konnte.

Uli Gellermann "verdreht" keine Tatsachen, Sie verstehen diese nur nicht.


Am 20. November 2014 schrieb Ingrid Böhm-Duwe:

Ausgesprochen ätzend finde ich die devote Haltung von Merkel und Co., sobald das Wort Israel fällt. Da stehen alle stramm, beugen das Haupt im „mea culpa“-Gebaren, um dann gleich die Frage zu stellen: Darf’s ein bisschen mehr sein (an Waffen…) Und ätzend ist auch die ewige Opferrolle, in der sich Israel der Welt präsentiert.

Wohlgemerkt: Es bleibt selbstverständlich das schreckliche Unrecht, die grauenhaften Verbrechen, die man den Juden durch den/die deutschen Psychopathen antat. Die Annalen der Geschichte werden diese nicht löschen können. „Gelöscht“ werden konnte allerdings durch einen beinahe genialen Streich einer Entnazifizierung die Schuld Einzelner. Ob die Einstellung damit ebenfalls unwiderbringlich „perdu“ ging kann nicht behauptet oder gar überliefert werden. „Der Schoß ist fruchtbar noch“. Die Nachsassen haben aufmerksam zugehört und verinnerlicht. Die haben jetzt ihr eigenes Feindbild: Die Muslime. Die Methoden sind ähnlich und vermutbar gleich, so man sie lassen würde. Konsequent.

Israel ist keinesfalls ein Opfer oder Unschuldslamm. Man bedenke, dass Israel als einer von lediglich vieren den Atomwaffensperrvertrag nicht unterschrieben hat. Bekannt ist, dass es Atomwaffen besitzt, was z.B. vom Iran nur vermutet wird. Aber Israel fühlte sich bedroht. Man denke an 2012 als der ZDF-Mann Klaus Kleber den damaligen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad interviewte, der energisch den Besitz von Atomwaffen oder deren Bau zurückwies. Das, was Ahmadinedschad sagte, wurde erwiesenermaßen anschließend auch falsch übersetzt! Tendenziös, damit Israel was zum Jammern hatte.

Wenn ich Israel kritisiere, dann meine ich die Politik/er und nicht das Volk. Diesem würde ein anderer als Netanjahu sicherlich besser tun.

Die so genannte Siedlungspolitik und wie man die Menschen im Gaza-Streifen behandelt ist menschenverachtend. Christliche Fundamentalisten sind mit Logik schwer erreichbar. So liest man auch hier wieder den aus einem Gesamtkontext herausgerissenen Begriff von einem „auserwählten Volk“. Dem schon entgegen steht, dass Jesus alle Menschen als gleichwertig betrachtet. „Wir Christen?“ Werter Herr Hermsen, ich bin zwar Agnostikerin, aber vom „Zweifelfundament“ her betrachtet christlich zu nennen. In einen solchen Verbund möchte ich nicht mit einbezogen werden, also seien Sie etwas vorsichtiger mit dem Gebrauch des Personalpronomens.


Am 20. November 2014 schrieb Heidrun Zuber:

@Henning Burgmann:

Herr Burgmann kritisiert, dass Herr Gellermann den Staat Israel anklagt anstatt die Opfer des terroristischen Anschlags in Jerusalem zu beklagen.
Beklagen oder anklagen - worauf es ankommt, das hat Herr Gellermann deutlich hervorgehoben, ohne jegliche " Verdrehung".. Was nuetzt es. Opfer zu beklagen, wenn nicht der Naehrboden fuer solche Taten benannt werden darf?
Keiner weiss es oder besser, niemand will es wissen.
Wer es wirklich wissen will, kann die ca. 150 Berichte von ehemaligen israelischen Soldaten lesen, die ihr Schweigen brechen.
"Wir haben dauernd Araber zusammengeschlagen, das wir nichts Besonderes."
"Wir haben "nur" vier Kinder getoetet". sind Zeugen einer grausamen Politik.
Dazu gab es weder ein "heute-spezial" noch einen ARD Brennpunkt.

Gut, dass es einen Uli Gellermann


Am 20. November 2014 schrieb Lutz Jahoda:

Der Orkus winkt, und wieder sind es deutsche Stimmen, die begeistert "Ja, wir kommen!" rufen.
So hat erneut das Totenreich uns fest im Griff und lenkt die blinde Königin, gefolgt vom Schleppenträger, Mann des Äußeren, nur leider auch geschichtlich sehbehindert, auf alten Pfaden zu neuen Ufern voller Unrat ins Verderben, hoffend, dass bewährtes Fußvolk folgen möge.
Die Erwartung wird sich nicht erfüllen, weil die befleckt Bewährten fußkrank sind inzwischen oder längst jenseits des Flusses Styx, und die geistig Frischen nicht geneigt sein werden, weder für blind noch blöd zu gelten.
Wer sichtlich entzückt nach 25 Jahren den "Brüdern und Schwestern" den Begriff "Unrechtsstaat" auf die Füße fallen lässt, muss damit leben, wenn diese Bezeichnung auch jenen zuteil wird, die ausgerechnet hundert Jahre nach Beginn des Ersten Weltkriegs tausendfach schlimmeres Leid über unschuldige Familien gebracht haben, sei es indirekt durch Handlungen, die den Umsturz bestehender staatlicher Ordnung herbeiführen, worin sich die USA schon immer ausgezeichnet haben oder im Fall der gegenwärtig Regierenden in Israel, die nicht begreifen wollen, dass Palästina auch ein Existenzrecht zusteht.
Zum Teufel mit dem Alten Testament und dieser Todesspirale Auge um Auge und Zahn um Zahn! Zum Teufel auch mit dieser einäugigen Staatsräson unserer Plappertasche Merkel, die Holocaust und Netanjahus Mordmaschine über Gaza in einen Topf wirft, Putin nicht verstehen will, sich allerdings selber nicht versteht, wenn sie zu Hause im Anblick ihrer Klebemarken im Heft zur Deutsch-Sowjetischen Freundschaft an sozialistische Moral erinnert wird, doch, von der freiwillig gewählten Flagellantenpeitsche Machtpolitik getrieben, mit Grauen an die neuen Dienststunden im Bundestag denkt.
Nun teure Angela, auch gegen Selbstbetrug weiß Volkes Stimme einen Rat: "Wer die Wahrheit nicht leiden kann, der muss sich mit der Lüge trösten!"


Am 20. November 2014 schrieb Jan Petruschkat:

Dieser Steinmeier gehört doch zu den Scheinheiligen: Immer nett, immer freundlich, aber nur an sich selbst interessiert. Kaum ein eigener Gedanke: Der neue windschnittige Sozialdemokrat.


Am 20. November 2014 schrieb Heidrun Zuber:

Zum Netanjahu - Terror ist noch keinem deutschen Politiker etwas eingefallen. Allen voran BP Gauck, der bei seinem Israel-Besuch mit seiner bekannt freundlich laechelnden Mine geflissentlich ueber Menschenrechtsverletzungen hinwegsah.
Niemanden, der ihn kennt, hat das sonderlich ueberrascht. Von Steinmeier dagegen haette man etwas mehr erwarten koennen als ein Schweigen zur Erklaerung seines Kollegen ueber die ungebremse Siedlungspolitik Israels.
Israel darf alles - so das elfte Gebot.. Mit Gott und Amerika und einer gigantischen Komplizin namens Merkel an seiner Seite - wer kann da Israel noch stoppen.?


Am 20. November 2014 schrieb Ulrich Fiege:

Henning Burgmann es ist doch so das wenn wir die ersten Opfer der Kriege ordentlich beklagt hätten, würden wir Heute vielleicht weniger Opfer beklagen? Die offizielle Politik und Sichtweise zum Thema “Israel“ ist ja bekannt, die Unbekannte und Inoffizielle und damit tatsächliche Politik dagegen sieht so aus, als Zitat:

“Es gibt eine klaffende Lücke zwischen uns, den Juden und unseren Feinden, den Arabern. Nicht nur bezüglich der Fähigkeiten, aber bezüglich Moralität, Kultur, Unantastbarkeit des Lebens und Gewissen. Sie sind unsere Nachbarn hier, doch scheint es, wie wenn wenige hundert Meter von hier Menschen lebten , welche nicht zu unserem Kontinent, nicht zu unserer Welt, nein, tatsächlich zu einer anderen Galaxie gehörten?!“

Israels Präsident, Moshe Katsav, The Jerusalem Post, 10.Mai 2001

“Die Palästinenser sind wie Krokodile, je mehr Fleisch man ihnen gibt, desto mehr wollen sie.“

Ehud Barak, Premierminister, 30 August 2000 Jerusalem Post

“Die Palästinenser sind Tiere die auf zwei Beinen gehen“

Menahim Begin in einer Rede an die Knesset, Zitiert aus Amnon Kapeliouk “Begin and the Beasts“, New Statesman, 25. Juni 1982

“Die Palästinenser werden verdrückt wie Heuschrecken, ihre Köpfe an Felsbrocken und Mauern zerschlagen“

Yitzhak Shamir, israelischer Ministerpräsident in einer Rede vor jüdischen Siedlern, NY-Times 1. April 1988

“Wie sollen wir die besetzten Gebiete zurückgeben?, es gibt niemanden dem man es zurückgeben könnte?“

Golda Meir, Israelische Premierministerin, 8.März 1966

“Die These, das im Juni 1972 die Gefahr eines Völkermords sehr nahe war und das Israel um seine physische Existenz kämpfte, war nur ein Bluff der nach dem Krieg entstand und erarbeitet wurde.“

Matityahu Peled israelischer General in Ha`aretz, 19.März 1972

“Wenn ich ein arabischer Führer wäre würde ich nie einen Vertrag mit Israel unterschreiben, es ist normal, wir haben ihr Land genommen. Es ist wahr das es uns von Gott versprochen wurde, aber wie sollte sie das interessieren? Unser Gott ist nicht ihr Gott. Es gab Anti-Semiten, die Nazis, Hitler, Auschwitz, aber war es ihre Schuld? Sie sehen nur eine Sache, wir kamen und haben ihr Land gestohlen, warum sollten sie das akzeptieren?“

David Ben Gurion, erster Israelischer Premierminister zitiert von Nahun Goldmann in Le Paradox Juif (the jewisch paradox) Seite 121

“Jedes mal wenn wir etwas tun wird gesagt, Amerika wird dieses und jenes tun,..ich möchte ihnen eines ganz klar sagen, macht euch keine sorgen um den amerikanischen Druck auf Israel, wir das jüdische Volk kontrollieren Amerika und die Amerikaner wissen das.“

Ariel Sharon zu Simon Peres am 3. Oktober 2001 gemäss Radio Kol Yisrael

“Wir erklären Öffentlich das die Aaraber kein Recht haben sich auch nur auf einen Zentimeter von Gross Israel nieder zu lassen. Stärke ist und wird die einzige Sprache sein die sie verstehen. Wir sollten äusserste Stärke anwenden, bis die Palästinenser auf allen Vieren zu uns gekrochen kommen.

Rafael Eitan, isr. Generalstabschef, NY-Times 14.April 1983

Israel und seine Kriege in Chronologischer Reihenfolge:

1948–1949 Unabhängigkeitskrieg
1951–1953 Scharmützel an der Grenze
1956 Suezkrise
1967 Sechstagekrieg
1968 Krieg gegen Jordanien
1969-1970 Krieg gegen Ägypten
1972-1973 Vergeltung in Beirut wegen Olympia 1972
1973 Jom-Kippur-Krieg
1978 Krieg und Besetzung des Süden Libanons
1981 Zerstörung des irakischen Atomreaktors
1982 Libanon Krieg
1985 Bombardierung Tunis
1987-1991 die erste Intifada
1993, Operation “Rechenschaft“ Krieg gegen Libanon
1996, Operation “Früchte des Zorns“ Krieg gegen Libanon
2000-2005 Intifada die zweite
2002 Operation “Schutzschild“ Krieg in Jordanien
2004 Operation “Regenbogen“ Bomben auf Gaza
2005 Israels einseitiger Abkopplungsplan, Gaza
2006 Operation “Sommerregen“, Krieg gegen Gaza
2006 Operation “Richtungswechsel“, 2. Libanonkrieg
2006 Operation “Herbstwolke“, Krieg gegen Gaza
2008 Operation „“gegossenes Blei“ Krieg gegen Gaza
2010, Ship to Gaza
2012 Operation „“Wolkensäule“ Krieg gegen Gaza
2014 Operation “Protective Edge“ Krieg gegen Gaza

Wie viele Opfer in Zukunft noch zu beklagen sind liegt an der Sichtweise, denn nur wenn das Unrecht beim Namen genannt wird besteht die Möglichkeit es zu verhindern. Ein sehr guter und wichtiger Artikel Herr Gellermann, für meine Antwort auf die offizielle Sichtweise wie am Beitrag von Henning Burgmann zu sehen ist, reicht das Papier wieder nicht aus, mit freundlichen Grüßen, Ulrich Fiege!


Am 20. November 2014 schrieb Paul-Wilhelm Hermsen:

Zu Hans Jon

Um etwaigen Missverständnissen einmal grundlegend vorzubeugen, verweise ich ausnahmsweise einmal auf eine kleine Abhandlung innerhalb meiner eigenen WP.
http://serveident.bisskultur.de/?p=1521
Für mich, obwohl keiner Kirche zugehörig, ist Gott existent und mein diesbezügliches Wissen und mein Glaube nicht zu erschüttern. Um Gott zu erkennen, bedarf es allerdings einer Öffnung des Bewußtseins und einer ständigen Überprüfung des Gewissens.
Das Bodenpersonal allerdings ist zum Verzweifeln.


Am 20. November 2014 schrieb Hans Jon:

Dass es weder "GÖTTER" noch "den einen GOTT" gibt, das sollte eine "aufgeklärte" Menschheit nach 10 T.J. "KULTUR" eigentlich längst wissen! Demnach gibt es auch kein "auserwähltes GOTTES-VOLK ISRAEL"!
Was alles "im Namen GOTTES" in den Jahrtausenden an KRIEGEN und anderem BÖSEN von PRIESTERN und POLITIKERN
verbrochen wurde und w i r d , das allein berechtigt schon "GOTT zum TEUFEL" zu jagen! Die Forschung hat gefunden, dass auch ISRAELIS und PALÄSTINENSER genetisch "BRÜDER" sind und dieser BRUDER-KRIEG soll gottgewollt sein seit KAIN & ABEL - Mensch MENSCHHEIT ERWACHE!!!


Am 20. November 2014 schrieb Pat Hall:

Bei allem Respekt vor den unschuldigen & betenden Menschen....es gibt auch noch schlimmere Massaker die keine so Breite Beachtung finden.


Am 20. November 2014 schrieb Volker LieberDochNochNichtNamentlich:

Danke für diesen Artikel.

Ich persönliche bevorzuge die Beschreibung "Die späte Rache der Täter", denn der israelische Staat und die in seinem Namen Handelnden machen sich doch in frappierend vielfacher Weise die Logik der NS-Täter zu Eigen (Auserwählte sein, Nicht-Säkularität, Überhöhung des Bodens (u.d. Blutes), Militarisierung der Gesellschaft, "völkische" Begründung der Abwertung des Anderen, demografische Politik, Sippenbestrafung, u a.). Und wer damit die Singularität Ausschwitz´ verletzt sieht, kann es ja als Faschistoisierung staatlicher Tyranneien übersetzen. Selbst wenn fairerweise nicht übersehen werden darf, dass ausgerechnet israelische Justiz und Militär auf die Illegalität bzw. "Kontraproduktivität" der Häuserzerstörung hinweisen, was für eine bestehdne Zivilgesellschaft und eine gewissen Rechtsstaalichkeit spricht. Und dass eine Justiz den Präsidenten eines Landes anklagt, findet, außer in revolutioänern Umbrüchen karikiert, in der Region kaum Parallelen. Und ja es gibt eine israelische Opposition und eine kritische Presse und etwas was auch den Namen freien Wahlen verdient. Da endet die NS-Analogie dann doch.

Mit dem Auserwählt sein der sogenannten ?Kinder Israels? (allein der genalogische Terminus macht mir Bauchschmerzen) ist es aber so eine Sache. Denn soweit ich mich meiner katholischen Bildung erinnere, war es gerade Jesus der diesen Anspruch auf Erlösung auf alle Menschen ausgedehnt hat. Oder besser das Vertrauen auf Erbarmen, die Liebe, die Verzeihung, usw. eben auf Erlösung, nicht mehr abhängig gemacht hat auf das eingeboren sein in eine ganz spezifische Zugehörigkeit zu einem ?Volk? (was immer das sein mag) oder das sklavische Festhalten an überlieferten kleinlichen Regeln (z.B -die Spitze sic! sei mir erlaubt- das Rumschnippeln an Kinderpimmeln) sondern auf die Universalie Mensch und den Sinn derlei Regeln. Modern gelesen würde ich sagen ein jesuanisches Plädoyer für die Gleichheit der Menschen und das Selberdenken. Aber vielleicht geht mir da dann doch der Optimismus meiner katholische Jugendpägung mit mir durch.
Ich wünsche einen schönen Tag.


Am 20. November 2014 schrieb Paul-Wilhelm Hermsen:

Zu Herrn Triebstein und für uns Christen:


Dass die Kinder Israels das Volk Gottes sind lehrt uns die Bibel, und die stammt nicht von mir.
Sie lehrt nicht, was das Volk Israel praktiziert. Dass sich das Volk Gottes nicht verhält, wie Gottes Sohn es für richtig hielt, lesen wir in diesem Artikel. Das war zur Zeit Jesus´ nicht so, das ist heute nicht so.
Von dererlei Gebrechen ist fast die gesamte Menschheit betroffen
Denken Sie noch einmal über meinen Artikel nach. Vielleicht geht Ihnen ja ein kleines Lämpchen auf, wie er zu verstehen ist.
Was Sie und wir bereit sind zu akzeptieren oder gar zu glauben, entzieht sich, wie wir wissen, seit Adam und Eva :-) der göttlichen Einflussnahme.
Eigentlich ganz simpel, wenn man zuläßt, es zu verstehen


Am 20. November 2014 schrieb Heinrich Triebstein:

Dass Herr Hermsen uns Christen rät, die "Kinder Israels als Volk Gottes" zu akzeptieren, halte ich für einen grundlegenden Fehler. Wie es der Zufall will, habe ich einige Gedanken dazu unserer regionalen Tageszeitung übermittelt:


"Dass die christlichen Kirchen immer noch an dem Begriff `Gott´ festhalten, belegt, dass sie den Juden Jesus nie wirklich begriffen haben. Er war es, der dem jüdischen Liebesgebot in 3. Mose 19,18 das `Liebet eure Feinde´ hinzugefügt hat. Er war es, der durch seinen Umgang mit den Getretenen und Ausgegrenzten seiner Zeit gezeigt hat, dass alle Menschen gleich wertvoll sind. Er war es allerdings auch, der nach dem Jahr 325 von der Institution Kirche missbraucht wurde als Teil der geistlichen Herrschaft, die über Jahrhunderte als Zweigespann von Thron und Altar weltliche Herrschaft ausübte bzw. rechtfertigte.


Spätestens seit Reformation und Aufklärung ,
spätestens seit sich die Staatsgewalt von Willen des Volkes herleitet, wäre es an der Zeit gewesen, den Begriff `Gott´ neu zu bestimmen. Was die Juden des Alten Testaments als allmächtige Person begriffen, ist vielleicht etwas viel Einleuchtenderes: Thomas Mann beschreibt in seinem Josefsroman einen Disput zwischen Josef und dem Pharao. Dieser will auch eine Ein-Gott-Religion stiften. Sein höchstes Wesen soll die Sonne sein. Darauf Josef: Unser Gott, der Gott Abrahams (Ibrahims) ist viel größer. Er ist so groß, dass er auch die Sonne geschaffen hat.


Leuchtet uns Heutigen nicht ein, dass in diesem Satz die Einsicht enthalten ist, dass `Gott´ für das steht, was wir seit Renaissance und Aufklärung Naturgesetze nennen und dass schöpferische Kraft in jedem Menschen steckt, der sich im Sinne Jesu seinem Nächsten und seinem Feind zuwendet, in denen er seinen Mitmenschen achtet? Er müsste jedoch erst einmal sich selbst lieben, ehe er seinen Nächsten lieben und "Entfeindung" (Reinhard Marx) üben kann."



Am 20. November 2014 schrieb Henning Burgmann:

Statt die Opfer des terroristischen Anschlags in Jerusalem zu beklagen, klagen Sie den Staat Israel an. Diese unglaubliche Verdrehung der Tatsachen findet unter Ihren Lesern auch noch Beifall. Aber mit solchen Positionen sind Sie sehr einsam. Und das ist auch gut so.


Am 20. November 2014 schrieb Moyra Mangold:

Kritik an Israel! Nein,welch schamlose Formulierungen und antisemitische Begriffe hier in diesem Text herumschwirren. Ich falle vom Stuhl. Lieber Uli Gellermann, Sie erkennen wohl das Existenzrecht?bla,bla usw. usf.
Ich frage mich auch immer: Israel-okey, aber in welchen Grenzen? Schon alleine diese Frage bringt den gelernten Israelfreund auf die Palme. Jedoch eine Antwort erhalte ich selten. Es kommt dann immer das Totschlagargument: Antisemit. Mir egal, dann bin ich halt einer. Es wäre auch mal schön, Nethanjahu mit A. H. zu vergleichen immerhin haben etliche Staatsmänner diesen Vergleich über sich ergehen lassen müssen. Der letzte mir bekannte Träger dieser fragwürdigen Titulierung ist Putin. Die Aussagen der Bundesstiefmutter und des Steinbeißers kann niemand mehr für voll nehmen und ich empfehle den zwei Zwangsneurotikern mal einen CD-Wechsel.


Am 20. November 2014 schrieb Eckhard Schmidt:

Ja, so klar muß das (immer wieder) gesagt werden!
Eine kleine Ergänzung, was die wahrlich scheinheilige Äußerung dieses ehemaligen Geheimdienst-Kapos betrifft ("Grenzüberschreitung" oder "neue Qualität" wie es anderswo tönt)...
Diese Grenze hat die "andere seite" längst überschritten, bzw. die entsprechenden "Qualitäts"-Standards gesetzt:

- 11. Juli 1948 Massaker im palästinensischen Dorf Lydda in der dortigen lokalen Moschee !!!! mit über 80 ermordeten, ausgeführt vom 89. israelischen Kommandobataillon unter Moshe Dayan

-25. Februar 1994 Massaker des zionistischen Siedlers Baruch Goldstein in der Abraham-Moschee !!!! in Hebron mit 29 Ermordeten!

Aber das braucht/soll/darf (!) hier natürlich keiner wissen/erfahren.! 
(Quelle: jw, 19.11. 14 Mit zweierlei Maß)


Am 20. November 2014 schrieb Paul-Wilhelm Hermsen:

Der Begriff der Herrenrasse ist natürlich sehr gewagt. Wir sollten, ganz besonders die Christen unter uns, aber akzeptieren, dass die Kinder Israels das Volk Gottes sind. Insofern sind sie auserwählt. Betrachtet man die unterschiedlichsten Facetten des menschlichen Miteinanders in der westlichen Welt, kommt man nicht umhin zu erkennen, dass dies eine ganz enorme Bürde, verbunden mit einer ganz enormen Verantwortung ist. Die Kinder Israels kommen weltweit nicht zur Ruhe. Ihr seelischer Umtrieb ist erkennbar verbunden mit den Wunden, welche sich die Menschheit insgesamt zufügt. Am Beispiel Israels wird nur zu deutlich, wie erbärmlich unvollkommen wir alle miteinander sind, wenn es uns nicht gelingt, die gewaltige Macht des Friedens erfahren zu dürfen. Wie Jesus, ein für die Menschheit stellvertretendes Geschenk Gottes an die Kinder Israels, durch die Kinder Israels behandelt wurde, so wird Israel durch die Weltgemeinschaft behandelt. Es ist ein seismographisches Vermächtnis, das ihnen mit auf ihren Weg gegeben worden ist. In diesem Vermächtnis spiegelt sich die bittere Realität menschlicher Existenz. Und Israel kommt erst dann zur Ruhe, wenn die Menschheit insgesamt die Schattenwelt ihrer Verbrechen verlassen hat. So muss man sich sogar eingestehen, dass wir kein Recht haben, Israel zu mäßigen, nicht aber als Deutsche, sondern solange wir es nicht selber schaffen, uns zu mäßigen.
Das sollten wir m.E. während der Reflexionen über diesen Artikel berücksichtigen.


Am 20. November 2014 schrieb Marionetta Slomka:

"So macht sich Deutschland zum Komplizen eines Unrechts-Staates, der eine ständige Bedrohung seiner Nachbarn ist ..."

Nicht nur SO, sondern auch durch AKTIVES Mitwirken zur Verteidigung dieses Unrechts durch Quasi-Schenkung von atomar bestückbaren deutschen U-Booten, bezahlt durch den deutschen Steuerzahler.

Wir werden wohl für Jahr und Tag auf Gedeih und Verderb mit diesem Staat verbunden sein müssen.

Danke für die klaren Worte, Herr Gellermann.


Am 20. November 2014 schrieb Reyes Carrillo:

Vielen Dank für diesen wichtigen Artikel, lieber Uli! Nicht oft genug kann man, muss man auf all die Kontexte verweisen, die diese unerträgliche Rizinusöl-Rhetorik gegenüber Israel so extrem abführend macht.

Tote - gegeneinander - aufzurechnen ist immer mit einem ambivalenten Gefühl verbunden, denn jeder Ermordete ist einer zuviel. Das gilt selbstverständlich auch für die Opfer dieses Anschlags auf die Synagoge in Jerusalem. Aber es ändert nichts daran, zwingend auf das Ursache-Wirkungs-Prinzip zu sehen – und ebenso zwingend dann doch die Leichenberge auf beiden Seiten zu zählen. Einfacherhalber nur die der letzten zehn Jahre. Und diese beiden Betrachtungen führen zu einem Ergebnis, das in seiner derart monströsen, katastrophalen Dimension und zeitlicher Dauer singulär in den letzten Jahrzehnten Weltgeschichte ist: Mehr Unrecht, mehr staatsterroristische Menschenrechtsverletzungen, mehr Völkerrechtsbrüche, mehr Allgemeingefährlichkeit als Daueraggressor einer ganzen Weltregion, mehr numerisch krassestes Missverhältnis zwischen den Ermordeten auf den jeweiligen Seiten, mehr Kriegsverbrechen auf nur einer Seite und vor allem mehr, ja selbstverständlich auch nazistische Psychopathologie (mit Bibi Netanjahu als Patientensprecher) auf ebenso nur einer Seite gibt es nirgendwo. Die USA, Europa, Deutschland machen’s möglich. Und natürlich hast du Recht: Gerade Deutschland müsste an vorderster Front der Kritiker dieser verbrecherischen Politik stehen! Das sollte dieses Land den Opfern des Holocausts schuldig sein. Aber es geht ja eh um völlig Anderes.

Und die Linke verwickelt sich im „Toilettengate“! Pfui Deibel! Natürlich sollte man einen Fraktionschef nicht nötigen und durch die Gänge des ehrenwerten Bundeshauses treiben – hm, andererseits, warum eigentlich nicht? Rhetorisch gefragt. Wenn der eine Position gegenüber der verbrecherischen Politik Israels einnimmt, die nicht zu rechtfertigen ist? Die zionistische Propaganda hat es wirklich meisterhaft geschafft, das muss man anerkennen, selbst in kluge Köpfe einzudringen und die „Antizionist=Antisemit“-Formel zu implementieren. (Obwohl das speziell bei Gregor Gysi denn doch mehr mit seinem Traum vom Vizekanzler zusammenhängen mag.) Ich habe es hier schon öfter gesagt: Unter diesen Umständen ist es mir immer wieder eine große Ehre, als Antisemitin zu gelten!


Am 20. November 2014 schrieb Hannes Stütz:

Mein lieber Herr Gesangsverein- hallo Herr Gellermann -
mit Israel als Unrechtstaat sind Sie aber schwer auf vermintem Gelände.
Umso wichtiger jedes Wort und Wörtchen.
Sie schreiben "die Ähnlichkeit...mit dem Agieren d e r Nazis" (der israelischen Regierung). Stünde da "die Ähnlichkeit...mit dem Agieren v o n Nazis" wäre mir wohler.
Denn Apartheit stimmt, Rassismus stimmt, Mißachtung jedes nicht genehmen Rechtes stimmt. Für mich das Bitterste daran - diese Regierungen haben ein Ticket der UN bekommen nach dem Weltkrieg II, sie wollten ihr Volk zusammenholen und verraten es, in dem sie es für Ziele instrumentalisieren, die mit ihrem Volk nichts, aber auch gar nichts mehr zu tun haben.


Am 20. November 2014 schrieb Klaus Madersbacher:

Die entsetzlichen Verbrechen, die Deutschland unter der Nazidiktatur an den Juden begangen hat, sind eine historische Tatsache. Es ist zwar ein Unsinn, den Nachfahren der Täter die Schuld daran zuzuweisen, von der Verantwortung, dafür zu sorgen, dass sie derartiges nie wieder zulassen werden, kann man sie jedoch nicht entbinden.
Unterseeboote für ein Israel, das die Rolle des "größten amerikanischen Flugzeugträgers" erfüllt, von einem Deutschland, das willfähriger "Partner" der terroristischen Supermacht ist, und die politische Unterstützung einer terroristischen Politik gegenüber den Bewohnern des besetzten Landes haben allerdings mit Deutschlands historischer Verpflichtung gar nichts zu tun.

Über den Daumen gepeilt würde ich die Rolle/Funktion der Israelis mit der der Sudetendeutschen in den 1930er Jahren vergleichen - eine unter der Führung von außen gesteuerten und voll unterstützten Unruhestiftern stehende Manövriermasse, die wahrscheinlich auch irgendwann einmal so enden wird wie ihre historischen Vorbilder, nachdem sie den Mitbewohnern der Region ausreichend bewiesen hat, dass man mit solchen Leuten nicht in friedlicher Nachbarschaft leben kann.

Der Staat Israel ist übrigens ein Ergebnis der britischen Kolonialpolitik und deren Komplizen, wie John Kozy in seinem Artikel "Israel - nur eine weitere unglückselige britische Kolonie " (auf antikrieg.com) sehr schlüssig nachweist. Auch er sieht wenig Hoffnung für das "Experiment Israel".


Am 20. November 2014 schrieb Markus Schmitz:

Wenn das Jüdische Volk das von Gott Auserwählte Volk ist, dann kann Gott nur der Teufel sein! Ein gerechter Gott würde das an den Tag gelegte Verhalten seines auserwählten Volkes wohl kaum dulden.
Aber wer weis, vielleicht steht das Auserwählte Volk ja bereits an der Schwelle der neuerlichen Vertreibung aus dem gelobten Land......wenn Jahwe ein gerechter Gott ist und nicht der Teufel höchst selbst, dann hat er die Büchse der Pandora für sein Auserwähltes Volk bereits geöffnet.

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