Der Mogel-Schulz

Neue Große Koalition in der Mache

Autor: U. Gellermann
Datum: 06. März 2017

Mit Martin Schulz schien ein Frühlingswind das Arbeitslosenland Deutschland zu durchwehen. Der Mann aus der Eurokratie, dem Abstellplatz für verdiente Alt-Kader, versprach irgendwie April-Frische. Weil er drei, vier nebulöse Sätze von sich gegeben hatte. Zum Beispiel diesen: „Die Menschen, die mit harter Arbeit ihr Geld verdienen, dürfen nicht schlechter gestellt sein als die, die nur ihr Geld für sich arbeiten lassen." Das klang fast nach sozialer Revolution, das klang nach der Sozialdemokratie von August Bebel hab ihn selig. Und zur asozialen SPD-Agenda-Politik, jenem Instrument, das die Reichen immer reicher gemacht hat und die Zahl der Armen kräftig vermehrte, da wusste Martin, der Jesus aus dem SPD-Parteivorstand, zu sagen: „Wenn Fehler erkannt werden, müssen sie korrigiert werden.“ Mann! Sollte es doch noch zerschlagen werden, das Hartz-Vier-Gefängnis? Die Zuchtanstalt für Markt-Verlierer? Und schließlich sogar eine Wahrheit aus dem Mund des neuen Illusionskünstlers der Sozialdemokratie: "Millionen von Menschen fühlen, dass es in diesem Staat nicht gerecht zugeht“. Da wurde es den Entrechteten ganz war um´s Herz. Gefühlt.

Jetzt lässt uns Martin Schulz über die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG seiner sozialen Offenbarung teilhaftig werden: „Künftig sollen Arbeitslose ein Recht auf Weiterbildung haben“. Häh? Millionen Qualifizierungsmaßnahmen wurden von den Job-Centern im Verlaufe der Jahre angeordnet und wehe der Arbeitslose nahm nicht an der Maßnahme teil. Dann gab es aber ruck-zuck Sanktionen. Die Almosen wurden gekürzt. Auch dann, wenn beide wussten, der Arbeitslose wie der „Fallmanager“ vom Amt, dass es gar keinen Job gab, für den man sich hätte qualifizieren können.

„Für die Dauer der Qualifizierung,“ erfährt die Arbeitslosen-Welt aus der SÜDDEUTSCHEN, „soll der Teilnehmer ein neues "Arbeitslosengeld Q" in Höhe des richtigen Arbeitslosengeldes I bekommen.“ Wo ihm doch eigentlich nur das Hartz-Vier-Schweige-Geld zusteht. Sicher steht „Q“ für Quo vadis, wohin gehst Du?“ Denn ein Weg aus der Arbeitslosigkeit ist mit dieser Maßnahme nicht zu erkennen. Zwar gibt es, folgt man dem talentierten Täuscher Schulz, in der Zeit der Qualifizierung mehr Geld als bisher, aber es bleibt Placebo-Money, Beruhigungs-Geld, das am Übel der ungleich verteilten Arbeit oder gar dem Grundübel Kapitalismus nicht rühren mag.

Das „Schonvermögen“ der Arbeitslosen soll sich von bislang 150 auf 300 Euro pro Lebensjahr erhöhen. Ein "Vermögen" das ohnehin nur geschont wird, wenn der Arbeitslose es vor dem Hartz-Vier-Urteil hat sammeln können. Da wird der Arbeitslose aber nach Schulz bald in geschontem Geld baden. Sagen wir er ist 30 Jahre alt, dann bekommt er 150 Euro x 30 Lebensjahre = 4.500 Euro + 750 Euro einmalig Fixkosten = 5.250 Euro geschont. Meint Geld, dass nicht auf die staatlichen Alimente angerechnet wird. Das würde laut Schulz um die 10.000 Euro werden. Und schon könnte der Arbeitslose zum Beispiel ein Auto kaufen mit dem er dann zum Job Center fahren dürfte. Woher er allerdings das verschonte Geld nehmen soll wenn er nichts geerbt hat und seit Jahren arbeitslos ist, das wird uns der Wundertäter sicher nach dem Wahlkampf verraten.

Das deutsche Arbeitszeitgesetz aus dem Jahr 1994 schreibt acht Stunden als maximale tägliche Arbeitszeit vor. Das wäre die 40-Stunden-Woche. Selbst nach der oberflächlichen offiziellen Statistik arbeiten die Deutschen sogar 41,5 Stunden in der Woche. Ob Schulz je den Begriff „unbezahlte Mehrarbeit“ gehört hat? Nach einer Schätzungen der Bundesagentur für Arbeit wurden in 2015 fast eine Milliarde unbezahlter Überstunden geleistet. Und was nicht bezahlt wird, das wird auch nicht gezählt. Kommen noch die unbezahlten Praktika dazu und die Volontariate ehrenhalber, schon sind wir auf der Spur jener regulären Arbeit, die es zwar gibt, die aber dem Markt durch Betrug entzogen wird. Schon durch das Verbot unbezahlter Überstunden wären neue ordentliche Jobs möglich. Welche Fülle an Jobs wäre erst denkbar, wenn das alte Arbeitszeitgesetz, das eine maximale reguläre Wochenarbeitszeit von 48 Stunden vorsieht, zugunsten einer gesetzlichen Obergrenze von 35 Stunden verändert würde? Jobs! Jobs! Jobs!

Dass Arbeit auch mit Würde zu tun hat, mit Kollegen, mit Zufriedenheit nach getaner Arbeit das ist Almosen-Planern wie Schulz erst recht nicht klar. Dass es im Bildungs- und Gesundheits-Sektor zum Beispiel an arbeitenden Menschen mangelt, das wollen sie gar nicht wissen. Und wer nicht nur an die zu geringe Zahl von Lehrern pro Schüler denkt, sondern auch an Kollegen, die sich um die verdreckten und kaputten Klos an deutschen Schulen kümmern, der weiß, wieviel Arbeitsplätze da noch zu entdecken wären. Natürlich nicht solche, die den Fettaugen auf der gesellschaftlichen Suppe noch mehr Profite verschafften.

Auf der Website von Martin Schulz steht einer dieser Werbesprüche der Verdummungs-Klasse: „Zeit für mehr Gerechtigkeit. Zeit für Martin Schulz.“ Wer sich Zeit für Martin Schulz nimmt, der hat sie vergeudet. Denn der Rest seiner Sozial-Gestik wird spätestens dann beerdigt, wenn nach den Wahlen eine große Koalition ansteht. Die Schulz aus Verantwortung für Deutschland eingehen wird, versteht sich.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 09. März 2017 schrieb Peter Andreas Schöbel:

@altes Fachbuch
Vollkommen richtig: Nahles & Co. muss man in Rechnung stellen, wenn man vernünftige Ideen realisieren will. Sei es die von Uli Gellermann oder andere. Man tut das, in dem man Leute wie Weselsky unterstützt und Nahles & Co. nach Kräften in die Suppe spuckt.

Wie kann man das als Außenstehender tun?
Man kann zu den Streikenden hingehen, ihnen demonstrativ Kaffee und Kuchen hinstellen, man kann spenden, man kann sich mit Unterstützungsplakaten danebenstellen, auch Applaus und "Bravo"-Rufe können helfen. Wer bei einem Streik des ÖPNV mit dem Auto unterwegs ist kann sich ein Schild reinhängen: "Lieber CO2 in der Luft, als Streikbrechern im Zug! Will jemand mit?" Wer in einer Partei oder einem Verein ist, kann in seiner Gruppe für Unterstützung werben. Ich habe nichts gegen Leute, die ihre SPD, die Linke oder die Grünen wieder ehrlich machen wollen. Vernünftige und anständige Leute gibt es in fast allen Parteien, nicht bloß Trittbrettfahrer.
Und bei wem Geldsäckel, Mobilität oder Zeit nicht ausreichen, der kann wenigstens die Zeitungen und anderen Medien mit unterstützenden Zuschriften zukippen. Und vor allem kann man seine Verwandten und Freunde bitten, mitzumachen. An Ideen sollte es nicht mangeln.

Wäre das die (gegenwärtig) richtige Art von "Was tun"? Allerdings befürchte ich, dass man am Anfang nicht mit dem durchaus vernünftigen Vorschlag von Uli Gellermann oder gar mit möglichen Erweiterungen anfangen kann, sondern erst einmal kleinere Brötchen backen muss. Aber jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Nur Mut!

Abschließend einen Vorschlag für die Rationalgalerie: Wenn irgendwo für die Rechte der Arbeitenden (das ist mehr als die Arbeiterklasse) gekämpft wird, wäre eine Sonderseite schön: Wie kann man wann und wo helfen? Treffpunkte. Vorschläge. Ideen. Und hier mal ohne große Debatte, ohne Zerreden.


Am 09. März 2017 schrieb altes Fachbuch:

@ p.a.schöbel
Damit könnte "Was tun?" beginnen.

machen sie die rechnung nicht ohne die spd: nahles und kumpanen haben das tarifeinheitsgesetz erfunden!! kleine streitbare gewerkschaften aushöhlen, die fetten säcke bei verdi und dgb noch mehr hofieren, assimilieren von widerstand, pfründe für JETZIGE belegschaften sichern - scheiß auf die zukunft.
zur verantwortung ziehen geht dann nicht mehr, wenn sie sich in den leistungen der reste der sozialversicherungen sonnen!


Am 08. März 2017 schrieb Peter Andreas Schöbel:


Etwas zum Vorschlag von Uli Gellermann hinsichtlich der Überstunden sowie zu "Was tun?"

Auch das generelle Verbot von Überstunden könnte helfen und der Rückbau der "Arbeitsverdichtung" genannten Steigerung der Arbeitsintensität. Sie würde uns nahe an die Vollbeschäftigung bringen.

Wer aber könnte das erreichen und wie? Gute Absichten und kluge Worte allein zählen nicht.
Wir müssen aber nicht bloß spekulieren. Es gibt Länder in denen es anders ist. Z. B. Dänemark. Die Wochenarbeitszeit ist im Gesetz ähnlich wie in Deutschland geregelt. Trotz weniger Feiertagen arbeitet man aber nicht mehr. Überstunden werden sogar weniger gemacht und unbezahlte gleich gar nicht. Die Arbeitsintensität ist auch deutlich geringer, trotzdem sind Produktivität und Einkommen höher. Damit will ich nicht sagen, dass Dänemark ein Schlaraffenland ist.

Woran könnte der Unterschied liegen? M. E. u. a. daran, dass in Deutschland der gewerkschaftliche Organisationsgrad inzwischen unter 20% liegt und in Dänemark bei fast 70%. Den Dänen ist dieser Zustand durch den kalten Krieg und die damit verbundene System-Konkurrenz fast in den Schoß gefallen. Fast wie in Deutschland Anfang der 70er. Er wurde ihnen aber nicht unter Zuhilfenahme des Glaubens ab Sozialpartnerschaft, Gesetzgebung und Betriebsräte abgekauft. In Dänemark müssen sich Gewerkschaften noch immer auf sich selbst verlassen und bekommen kein Geld vom Unternehmen. Auch die freiwillige Arbeitslosenversicherung ist Sache der Gewerkschaften. Daher werben viele Gewerkschaften mit der Aufforderung: "Kommen Sie vor Abschluss eines Arbeitsvertrages zu uns, auch wenn sie kein Mitglied sind. Wir helfen ihnen, dass Sie der Unternehmer nicht um ihren Lohn betrügt." Und auch vor der Bereitschaftserklärung zu Überstunden, egal ob bezahlt oder im Lohn inbegriffen, müssen sie ihre Gewerkschaft fragen. Sonst gibt?s Ärger mit den Kollegen. Und die Geschäftsführungen achten darauf, dass jeder pünktlich Feierabend macht. Denn Überstunden haben einen höheren Tarif als Normalarbeitsstunden.

Zwischen Anbeten von Gott Gesetz, Heiligem Parlament und seinem Propheten Schultz einerseits und Revoluzzertum andererseits ist eine breite Spanne. Die Unternehmer helfen bei der Veränderung der Verhältnisse mehr mit, als sie selber ahnen. In dem sie arbeitnehmerfreundliche Gesetze kippen, setzen sie Gewerkschaften unter Druck: Entweder von der Bahre auf die Beine oder in den Sarg. Wolfgang Clemens, Superminister bei Schröder, erwiderte einmal auf die Unternehmerkritik an zu arbeitnehmerfreundlichen Gesetzen: "Ohne diese Gesetze wäre ihnen der Laden schon um die Ohren geflogen." Einige Gewerkschaften, wie GdL, haben das begriffen. Und die kollektive Krankmeldung bei einer Fluggesellschaft vor kurzem war erste Sahne. Damit könnte "Was tun?" beginnen. Und auch damit, diesen Leuten unter die Arme zu greifen. Und ob eine "Sturm aufs Winterpalais" notwendig oder etwas anderes gebraucht wird, wird sich zeigen.


Am 08. März 2017 schrieb Albrecht Storz:

@Heinz Schneider

Man kann ja an rationale, politische Meinungsbildungsprozesse, an das Gewinnen von Mehrheiten durch Argumente, an eine evolutionäre Umgestaltung der Gesellschaft glauben. Gerne. Nur denke ich, dass in einer Welt, in der die Macht der Meinungsbildung in der Hand von nur noch ganz Wenigen liegt, in einer Welt, in der sich neoliberale Weltsicht, Leistungs- und Wettbewerbsideologie mit unsäglich riesigen Finanzmitteln vereint haben und auf allen Ebene Einfluss nehmen, die Hoffnung auf gesunde und rationale, gesellschaftliche Bewusstseinsentwicklung begraben werden muss.
Mir bleibt nur der Stolz, wenigstens nicht selbstverdummt durch die Welt laufen zu müssen. Und die Hoffnung, dass durch Desillusionierung vielleicht doch eine andere Gesellschaft entstehen kann.
Verdummungskampagnen, wie etwa den Schulz-Hype, mitzutragen (oder etwas Gutes in einem lächerlichen ALG Q, also in der „Qualifizierung" von oft rein des Alters wegen aus dem Arbeitsmarkt ausgeschiedenen, zu suchen) wird ganz gewiss nichts verbessern. Höchstens vielleicht die Kuscheligkeit des eigenen Nestes aus Selbstlügen.


Am 08. März 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

@ Marc Britz
Das haben sie gut gemacht, und dafür vielen Dank.
Ich bin auch froh, dass es die Galerie mit dem unverwechselbarem Galeristen gibt, der mit seiner Geduld und seiner grundsätzlichen, menschlich, humanen, und sehr eindeutigen, politischen Haltung, auch mir immer wieder "auf die Sprünge" hilft, wenn die Verwirrung in der Vielfalt an Informationen, mich gedanklich durcheinander bringt, und die Galerie, alleine dadurch, dass es sie gibt, die Gedanken und Gefühle, nicht nur besser erkennen zu können, sondern sie auch einzuordnen.Das bevor, dieses geschieht: Nachdenken, reflektieren, hin und her schmeissen, verwerfen; wieder neu, usw. bestätigt immer und wieder: "Alles ist immer in ständiger Bewegung."
Auch einigen Mitschreibern ist an dieser Stelle zu danken, denn ich habe hier sehr, sehr viel Lernen dürfen, und Lücken im Wissen haben sich schließen können, und das ist eben Qualität, die allerdings nur möglich ist, weil die Galerie uns konstant 2 mal wöchentlich mit den aktuellen, politischen Themen, herausfordert, und mein Interesse ist und bleibt geweckt.


Am 08. März 2017 schrieb Heinz Schneider:

@Albrecht Storz

Vor 25 Jahren schrieb Peter Glotz: "Es besteht eine stille Übereinkunft, die Lasten ökonomischer Anpassungsprozesse im digitalen Kapitalismus auf dem unteren Drittel der Gesellschaft abzuladen"

Seitdem hat sich die Zahl der Gewerkschaftsmitglieder in Deutschland halbiert, das untere Drittel steht an der Tafel an und fährt Pakete und Pizzen aus. Andere bestellen Pakete und Pizzen, das Gewicht Ihrer Autos hat sich verdoppelt, gegen den Stress gibt es Wellness. Ihr gefühlter Wohlstand ist gestiegen, der relative Rückgang des eigenen Lohn fällt nicht weiter auf.

Oskar Lafontaine hat seinerzeit mal "Sozialismus in einer Klasse" angemahnt. Geerntet hat er Empörung in den Gewerkschaften, weiter links hieß es Verrat an der Arbeiterklasse.

Ich stand irgendwie dazwischen, Peter Glotz hatte ich gar nicht gelesen, er galt ja als rechter Sozialdemokrat.

Als ich Glotz "Die Linke nach dem Sieg des Westens" gelesen habe, war die Agenda 2010 schon beschlossen. Die strategische Weitsicht des Buches war mir erst aufgefallen, als die "stille Übereinkunft" schon feste Mehrheiten hatte. Also zu spät.

Ich hoffe, daraus zu lernen.

Glotz hat übrigens eine Folge der Übereinkunft klar benannt: den Aufstieg des Rechtspopulismus.

Antwort von U. Gellermann:

Peter Glotz war für die Agenda 2010 („Die Einführung der Riester-Rente ist eine Schwalbe der Erkenntnis“, z. B. )


Am 08. März 2017 schrieb Andreas Schell:

Lieber Herr Gellermann,

Sie beschweren sich etwas weiter unten zu Recht, keiner würde auf Ihren Vorschlag eingehen. Der ist zunächst einmal nicht neu. Prof. Bontrup (nach ihm zu recherchieren lohnt sich stets) stellte die Frage: "wer erhält eigentlich die Beute aus dem Produktivitätsgewinn?". Klare Antwort heute: das Kapital. Das Kapital nimmt nicht das Wirtschaftswachstum (das klein bis nicht vorhanden ist) mit, sondern vor allem den Produktivitätsgewinn. Und der handelt unter anderem vom Abbau teurer Arbeitskraft. Gelänge es also, den Produktivitätsgewinn der Industrie zu sozialisieren und denen zu geben, die ihn erwirkt haben (das sind alle - die Leistung beginnt beim kleinen Verbesserungsvorschlag und endet noch nicht beim Bau einer Roboter-Montagestraße), dann wären wir im Arbeitszeit-Paradies. Der Gedankengang beginnt beim Blick in den Spiegel: mache ich heute etwas Sinnvolles? Arbeite ich? Oder bin ich nur beschäftigt? Falls letzteres: wieso eigentlich so lang? Bin ich gar ein abhängig-beschäftigter-Verbraucher? Wieso lassen sich eigentlich so viele mit dieser fragwürdigen Bezeichnung vom Kapital dreifach beleidigen?

Leider handeln die kühnsten Träume der meisten Arbeitnehmer nur von weniger-arbeiten-mehr verdienen. Was ist die Arbeit? Was verdient man eigentlich? Einen Thailand-Urlaub oder eine Tracht Prügel? Oder sie handeln vom Aufstieg auf der wackeligen Karriereleiter. Um dann was-genau davon zu haben? Die allgemeine Unzufriedenheit hört selbst dann nicht auf, wenn man stellvertretender Prokurist bei einem mittelständischen Gardinenhersteller geworden ist und einen dicken Dienstwagen fährt. Unzufriedenheit überall, weil der Sinn fehlt.

Ich plädiere dafür, sinnlose Arbeitszeit radikal zu reduzieren und Arbeitsplätze dort zu schaffen, wo es nötig ist. Energiewende, Abrüstung, Erhalt der Umwelt, Bildung. Heute arbeiten (und schreien) alle nur nach Geld. Aber das mit dem Geld ist 'rum. Weil Geld schon von der Entstehung her keinen Wert (!) hat. Aus dem grundsätzlichen Dilemma kommen wir nur heraus, wenn Geld wieder einen Wert repräsentiert. Wer die 35-Stunden-Woche fordert, liegt nicht ganz verkehrt. Man fülle diesen Anspruch (und die Arbeit) mit tieferen Sinn.

Und was hat das jetzt mit Schulz zu tun? Antwort: nichts.

Antwort von U. Gellermann:

Bei allem Respekt vor Professor Bontrup: Lange bevor ich von ihm hörte, bin ich der Marxschen Merhwehrt-Theorie begegnet (geschrieben 1862/1863). Insofern ist mein Vorschlag tatsächlich nicht neu. - Ihr Urteil über DIE Arbeitnehmer halte ich für überheblich. Es gibt mehr als 31 Millionen Menschen die sich in Deutschland ehrenamtlich engagieren. Das sind 43,6 Prozent der Bevölkerung über 14 Jahren. - Unsere Debatte hat natürlich viel mit Schulz zu tun: Seine wolkigen Bemerkungen haben messbare Hoffnungen ausgelöst. Hoffnungen auf ein menschenwürdigeres Leben.


Am 08. März 2017 schrieb Marc Britz:

An alle die ihre wie auch immer geartete persönliche Unzufriedenheit mit den hier verbreiteten Inhalten zum Vorwand nehmen der Rationalgalerie Wirkungslosigkeit im Konkreten vorzuwerfen und die so lauthals nach der Art Taten schreien welche schon 1917 nur durch eine militärisch-revolutionäre Avantgarde durchzusetzen waren: Haben Sie schon mal probiert deutsche Normalbürger auch nur davon zu überzeugen dass die sie regierenden Menschen Verbrecher sind? War ganz schön schwer oder? Jetzt versuchen Sie mal den gleichen Leuten die Dringlichkeit des Aufstandes nahezubringen. Das ist aufgrund der anhaltenden medialen Tiefenindoktrination von Seiten des Establishments nahezu unmöglich. Sie werden für übergeschnappt gehalten, da helfen noch so lange Listen der im Namen des Volkes begangenen Verbrechen nichts. Die Rationalgalerie ist in dieser Situation ein notwendiges Gegengift - eine rational befreite Zone - und allein deswegen wirkmächtig genug. Und sie hilft tatsächlich - zumindest mir - dem einen oder der anderen Normalo auf die richtige Fährte zu bringen. Dafür an dieser Stelle auch einmal Dank an Herrn Gellermann und an jene die sich hier regelmässig positiv einbringen. Freundliche Grüße!


Am 08. März 2017 schrieb Roman Gärtner:

Zur allgemeinen Kommentar-Diskussion "Was tun?":

Es gibt doch im Prinzip nur zwei Möglichkeiten:

1. Kapitulieren und nicht mehr wählen gehen/oder einfach immer weiter die gleiche Partei wählen (Scheißegal-Variante)

2. Die üblichen Verdächtigen (CDU/CSU, SPD, FDP und GRÜNE) gnadenlos abwählen (Konsequenz-/Grundsatz-Variante)

Zu 1.
Selbst wenn die Wahlbeteiligung unter 50% sinkt wird es den Muster-Demokraten egal sein (siehe EU-Wahlen).
Diese Variante würde sie also nur entlarven, was die Clique nicht mehr wirklich stört.

Zu 2.
Da so nur noch zwei Parteien übrig bleiben, die laut Umfragen relevant sind, wird die "Wahl" zu einer Grundsatzentscheidung.
Da ich nur ungern anderen sagen möchte wen oder was sie wählen sollen, mache ich es anders:
Wer (aus Protest) die AfD wählt, bei dem ist Hopfen und Malz verloren.

Und warum es mit der SPD, mit oder ohne Schulz, nicht wirklich besser werden wird, kann man ja u.a. hier nachlesen.

Die SPD hat schon lange kapituliert, ihre Werte/Ideale verhökert und ihre Wähler "verraten".

Ich tippe ebenfalls auf eine weitere GROKO-Runde...die Gründe dafür wird man dann auch relativ schnell aus dem Hut zaubern...ist ja auch immer der gleiche Dünnpfiff den man dann serviert bekommt.

Das meinte ich mit: "Die Clique kann ohne Konsequenzen machen was sie will und muss sich nicht fürchten"...solange noch zu viele naive Menschen die entsprechenden Parteien wählen, läuft für die alles nach Plan.

@ Ralph Höpfner:
Ja das ist mir auch aufgefallen und Herr Gniffke hat das so erklärt:
"Wenn sich Politiker vor die Kamera stellen ist es immer eine Inszenierung."

Hier soll nur zusätzlich eine neue Wählergruppe angefixt werden...und nach außen soll die SPD wohl frisch und jung wirken...alles Suggestion.

Bezahlung?
Vielleicht reicht es das man sich damit bei den Spitzenverführern einschleimen kann?
Auch in den Durchlauferhitzern (Jugendorganisationen) gibt es einen Konkurrenzkampf...da kommen nur die "Besten" nach oben.


Am 07. März 2017 schrieb Rüdiger Rauls:

Sehr, sehr gut Herr Schöbel. Sie sprechen mir aus dem Herzen, und Ihren Worten ist aus meiner Sicht nichts hinzu zu fügen.
Auch ich wundere mich immer über diese emsigen Vorschlagsmacher und Ideengeber, besonders bei der Linkspartei, die anscheinend immer noch nicht gemerkt haben, dass all Ihre Bemühungen vertane Zeit sind. Selbst wenn sie dasselbe vorschlügen, was SPD oder CDU in ihren Programmen niedergelegt haben, man würde es ablehnen, weil es gerade von der Linken kommt. Und ebenso wird es mit Schulzens SPD sein, auch wenn ich für mich nicht in Anspruch nehme, die Zukunft zu kennen. Aber man kennt die Vergangenheit. Und aus dieser lässt sich vermuten, dass es dieses Mal nicht anders sein wird. Man gibt sich vor der Wahl als himmelstürmende Radikalstrevoluzzer, um dann danach wieder kleinlaut den "Sachzwängen" in den Hintern zu kriechen. Als hätte man diese Sachzwänge vorher nicht gekannt oder sie wären über Nacht vom Himmel gefallen. Die Bedingungen, unter denen Politik gemacht wird und gemacht werden kann, ändern sich nicht nach der Wahl. Der Rahmen der gesellschaftlichen Ordnung ist immer noch derselbe, vor und nach der Wahl. Nur, vor der Wahl sagt dem Wahlvolk nicht, was man unter den bestehenden Umständen erreichen kann. Und wenn die Schulzens wie einst Obama auch die Bedingungen für Politik nicht kennen, dann sind sie einfach nur Traumwandler.


Am 07. März 2017 schrieb Peter Andreas Schöbel:

@Ulrike Spurgat

Liebe Frau Spurgat,

ich möchte mir mit ihnen jetzt nicht unsere Herkunft um die Ohren hauen (sie würden da sicher sehr stauen, was es da so alles gibt). Das ist ja auch keine Beweis dafür, das man unbedingt richtig liegt. Sonst wäre die Arbeiterklasse per se immer ein bewusster Revolutionär. Wie wir aber alle, und sicher zu unserem Bedauern, feststellen müssen, ist sie das nur potentiell und nicht aktuell.

Zu ihrem Satz: Ich kenne ihn hinlänglich, da ich mich viel Jahre ernsthaft durch Marx, Engels und Lenin gelesen haben, und nicht nur - wie die Mehrheit meiner Mitstudenten - nur mal schnelle in der Sekundärliteratur nachgelesen habe, was Marx, Engels und Lenin gesagt und gemeint haben sollen.
Und ich halte diesen Satz auch noch für vollkommen richtig (siehe: Handeln ohne zu Denken ist geistloses Handeln). Nur ist dieser Satz bloß die halbe Wahrheit. Genau so gilt umgekehrt: Ohne revolutionäre Bewegung gibt es keine revolutionäre Theorie. Ja mehr noch: die revolutionäre Theorie ist das Ergebnis der revolutionären Handelns. Beides entwickelt sich also in dialektischer Einheit. Um es mal philosophisch-gnoseologisch auszudrücken.

Nun schein es mir so, dass zu der Zeit, als Lenin seinen berühmten Satz schrieb, die Existenz eine revolutionären Arbeiterbewegung weniger das Problem gewesen zu sein, sondern vielmehr die Richtung in die diese gelenkt wurde. Heute ist das sehr viel anders. Die "Philosophen" sind schon wieder tausendfach dabei, die Welt neu zu interpretieren und kein Ass mach sich die Mühe sie zu ändern. Sie verstehen sicher, auf welchen marxschen Satz ich anspiele. Damit aber rückt wieder in andere Seite der dialektischen Einheit von Sein und Bewusstsein, die primäre Seite dieser Einheit in den Vordergrund.

@Uli Gellermann

Lieber Herr Gellermann,

ich muss gestehen, dass ich in Ihrem Vorschlag nur eine sehr gute und geschickte Argumentation gesehen habe. Mehr nicht. Vielleicht ist es ja einigen anderen auch so gegangen. Ich jedenfalls habe eine Erfahrung gemacht, die etwas metaphorisch ausgedrückt so aussieht: der Geldsack und sein Bordpersonal lässt sich von klugen Vorschlägen und Ideen nicht beeindrucken. Die Erfahrung durften vor etwas über einen Jahrhundert auch die Petersburger Arbeiter machen. Und als sie mit ihrer Bittschrift dem Zaren zu aufdringlich wurden, ernteten sie Blei. Geben Sie sich nicht der Illusion hin dass der ?zivilisierte? europäische Geldsack da sehr viel anders ist. Nur klüger und subtiler. Dass wir hier ungestört debattieren dürfen, hat mit unserer geringen Wirkung zu tun. Wir sind den Herren einfach zu bedeutungslos. Ameisen am Wegesrand. Lassen Sie das mal anderes werden. Sicher werden es nicht gleich am Anfang Kugeln werden. Erst kommen Cyberspace-Attacken und Trolle, dann eventuelle Anwälte und auch Staatsanwälte. Und dann gibt es auch die netten Herren mit Baseball-Schläger, die per Zufall ihre Adresse erfahren. Damit will ich nicht sagen, dass hinter allem staatliches Personal stecken wird. Manches macht auch das restliche Bordpersonal des Geldsacks selber. Diese Erfahrung durfte mancher linke Abgeordnete, der zu aufdringlich wurde in seinem Büro schon machen. Manchmal langt es ja auch, wie neulich in Berlin, dass man ernstmeinenden Leuten einfach kündigt. Für eine gutes Salär kriegt man da auch eventuell die Zustimmung seiner Genossen: Da wird dann mit bedenkenschwerer Miene vorgetragen, dass man schlimmeres Verhüten wolle. Jemand nannte das mal euphemistisch ?Aufrechter Gang auf allen Vieren? bzw. ?Umfallen im Liegen?

@alle

Hat eigentlich schon mal einer erlebt, dass Bundestagentscheidungen auf Grund kluger Vorschläge (und zu dem noch von links) geändert wurden? Das würde mich schon mal interessieren. Übrigens scheinen mir alle Entscheidungen des Bundestages wenig Ergebnis der stattfindenden Debatten zu sein. Meist sind die Abgeordneten inklusive ihres Beraterstabes physisch gar nicht in der Lage, die Sachen, die sie da entscheiden, zu überblicken. Sie müssten schon das Personal einer ganzen Universität hinter sich haben. Man bedenke, dass z. B. der Vertrag mit toll-collect zur LKW-Maut, über den damals der Bundestag abstimmte, 70.000 Seiten lang war. Allein das Durchlesen, vom Verstehen und Überprüfen abgesehen, hätte mindestens 750 ATM (Arbeitstage-Mann), also mehr 3 Arbeitsjahre gedauert. Man sollte also nicht glauben, dass sachgerecht Entscheiden Aufgabe der Abgeordneten sei. Ihrem Gewissen sind sie verpflichten und sonst gar nichts. Gute Vorschläge kann man sich da sonst wohin stecken. Wenn ich mir früher solche Vorschläge ausgedacht und vorgebracht habe (und auf den mit den Überstunden war ich schon vor Jahren gekommen), lächelte einer meiner Kumpel immer und sage: "Das ist gut, Dich wähle ich nächstes mal als Kanzler. Sage mir, wo ich das Kreutz machen soll.“ Und mein Familie fragte mich: „Und wer meinst Du, wird bereit sein, das zu beschließen"?

Ich halte es auch für ein Gerücht, dass sich Staatspersonal grundsätzlich an Gesetze gebunden fühlt. Daran hält man sich, solange es probat oder notwendig erscheint. Wenn es opportun ist, umgeht man sie auch gern. Davon zeugen hinlänglich viele erfolgreiche Klagen gegen Hartz-IV-Sanktionen. Sagen mir keiner, die Herrn und Damen Entscheider wüssten alle nicht, was sie täten. Und die, die wirklich dumm sind, würden man versuchen auszubilden, um sowas zu verhindern. Es handelt sich hier nicht um individuelle, sondern um systematische, systemimmanente Probleme. Ihr menschenfreundliches Weltbild zu Rolle der Gesetze in allen Ehren und allen Respekt dafür, aber es geht am Leben vorbei und ist religiöser Natur, eine Sache des Glaubens und nicht des Wissens.

Und wenn Sie mich jetzt fragen: „Ja, was sollen wir denn dann tun“? - Kann ich nur antworten: Ich bin nicht der liebe Gott und allwissend. Genau deshalb sollte die alte Frage: „Was tun"? wieder neu aufgeworfen und wieder neu und prinzipiell geklärt werden. „Philosophieren", Vorschläge an die Obrigkeit machen und Bittschriften schicken, scheint mir jedenfalls nicht die richtige Antwort zu sein.

Und nun ist der Kreis vollendet, und wir sind so klug wie zuvor.

Tut mir leid, das es so lang geworden ist. Ich hatte keine Zeit mich kurz zu fassen (Ich weiß, das ist jetzt ein bisschen großspurig - Entschuldigung!).

Antwort von U. Gellermann:

Vor allem den letzten Satz bitte dringend als selbstkritische Verpflichtung begreifen.


Am 07. März 2017 schrieb Klaus Bloemker:

Martin Schulz hat 2014 vor der Knesset auf die sehr ungleiche Wasserversorgung zwischen den Palästinensern und den Israelis hingewiesen. Dafür hat er böse Reaktionen bekommen. - Wie kann er als Deutscher den jüdischen Staat so kritisieren?

Es ist für mich aber ein Kriterium für Aufrichtigkeit und Mut, Israel zu kritisieren. - Da hat er bei mir einen Pluspunkt.

Außerdem hat er eine Buchhändlerlehre gemacht und nicht von Anfang an in einer Behörde gearbeitet. Da müsste er eigentlich ein bißchen was von Marktwirtschaft verstehen.

Antwort von U. Gellermann:

Ganz sicher versteht er was von der Selbstvermarktung.


Am 07. März 2017 schrieb altes Fachbuch:

@ rebell-ion
die härteste strafe für provokateure ist, dass man sie enttarnt und sie dann mit diesem erlebnis allein lässt!!

hole dein stöckchen allein wieder:(


Am 07. März 2017 schrieb Ralph Höpfner:

Ein Blick auf die Verpackung:
Was mich schon bei der Antrittsrede von Martin Schulz im Willy-Brandt-Haus in Berlin nachdenklich machte, war die Kulisse, vor der er auftrat: Nickende junge Köpfe und Gesichter.
Und jetzt auf dem Foto in der SZ v.06.03.17, S. 5 wieder all diese jungen Leute mit ihren wie selbstgemachten Postern für 'Mega-Schulz': "Martin, ich will eine Regierung von Dir!"; "Schulz is on fire"; "Der Schulz-Zug rollt (...) nächster Halt: Kanzleramt".
Mal abgesehen von der Blässe dieser Gedanken kommt mir selber dieser:
Wer bezahlte diese smarten Jungschen?
Murdochs Fox-News? RTL? Die Schlaumeier von der SPD-Campa?
Und als wär' das nicht schon lange geplant.
Politik wie Karneval.


Am 07. März 2017 schrieb altes Fachbuch:

"Keiner der Diskutanten, auch nicht jene, die meine Kritik zu kritisch finden, lässt sich auf meine Vorschläge ein. Merkwürdig."

merkwürdig?? die antwort stand doch zuvor im eigenen post: "Weit entfernt von der sozialen Revolution, geradezu sozialdemokratisch":)

in vielen beiträgen der mitforisten lässt sich doch das kopfschütteln über neuerliche "reformier"bestrebungen, über das justieren von stellschrauben, über das erträglich-machen der täglichen eigenen prostitution herauslesen!
ARBEIT IST ZUR SCHAU GESTELLTE LIEBE!!
würde, anerkennung, zufriedenheit erreiche ich durch BETEILIGUNG in der gesellschaft! der broterwerb ist dabei der geringste part!
illusion oder spinnerei?? wenn man privatkapitalistische marktwirtschaft konservieren will schon.
nicht aber wenn man sich den entwicklungsstand der produktivkräfte und -mittel ansieht, den grad und die rasante entwicklung der arbeitsproduktivität betrachtet, und wenn man sich eine gesamtgesellschaftliche verwertung des gesellschaftlich erwirtschafteten reichtums zumindest vorstellen kann!!

herr matejka verwies auf das übel: das privateigentum an produktionsmittel! um dann am leuchtturm-prinzip tarifbetrieb kleben zu bleiben. ich arbeite seit 25 jahren marktwirtschaftlich als lohnabhängiger, eine gewerkschaft oder ein betriebsrat ist mir nie begegnet!
wie auch, können sie doch das eigene aussterben schlecht verhindern;)
sehe ich matejkas feststellung irgend wo als forderung, als politisches ziel?? die hatz gegen die bösen kommunisten wäre (auch in diesem forum) sofort eröffnet!!

verstopfte klos in schulen??
- 2 bis 3 schulen zusammenlegen, das verringert schon mal jegliche kosten. das schulsystem braucht dann aber bald mehr busfahrer als lehrer. auch egal, brain drain und green cards erhalten made in germany:)
- einen studierten haustechniker auf 450 euro-basis beschäftigen, genannt DER facility manager, wegen der würde:)


Am 07. März 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

@Heinz Schneider
....das hat Brecht in mein Öhrchen geflüstert. Kleiner Scherz am Rande.
Sie bleiben im System, und hoffen und harren auf Veränderungen, die bei genauerer Betrachtung nur Murksereien sein können, denn was zum Beispiel die so hoch gelobte Veränderung im ALG 1 sein soll, erschließt sich nicht. Was die Einen bekommen sollen, wird denen, die am Rande leben, vergessen werden, ausgegrenzt bleiben, weggenommen. Also ist es einer der Taschenspielertricks, die immer mal klappen können, deswegen werden sie besonders in Wahlkampfzeiten gerne aus dem Ärmel gezaubert..Die Armen werden diese Rechnung zu bezahlen haben. Wer denn sonst ? Schulz und Co. sicherlich nicht.
Natürlich wird die sPD an diesem sogenannten Instrument der Hartz Unterdrückungs Gesetze festhalten. Dann gibt es eben für einige in diesem Hartz System kleine Veränderungen, damit Ruhe im Karton ist, doch was ist, wenn denn keine Arbeit da ist, und munter vor sich hin qualifiziert wird. Sicherlich haben die dann was, was sie in irgendwelchen Talk Runden als Errungenschaft zum Besten geben können, doch an den wirklichen Macht- und Kräfteverhältnissen im Land wird das nix ändern können, und an der sozialen Frage, schon gar nicht. Dann ist es wieder; wie immer: Mehr Schein, als Sein. Und das Volk fällt auch wie immer, mal wieder darauf rein.
Lieber Uli, sollten deine praktischen Vorschläge aufgegriffen werden was ich sehr begrüßen würde, würden wir der Gerechtigkeit im Lande wohl etwas näher kommen. Schulz müsste sich mit Begeisterung auf diese sinnvollen Vorschläge stürzen, wenn er es denn ernst meinen würde,


Am 07. März 2017 schrieb altes Fachbuch:

@herrn schneider

sehen wir uns den vorschlag doch mal an:
- nahles spricht schon nicht mehr von umschulungen, sondern von einem rechtsanspruch für jeden algI-bezieher nach 3 monaten leistungsbezug
- die verdoppelung des schonvermögens beurteilte der galerist schon richtig

in der praxis sähe das so aus:
- die kürzlich entlassenen kümmern sich eh schon, ihren kreditierten lebensplan fortzusetzen, und schlucken dafür jede kröte. "qualifizierungen" rauben nur zeit und einkommen
- auch die haben eingliederungsvereinbarungen, und ohne eigenbemühungen kein rechtsanspruch - jede wette
- bei der arbeitsagentur arbeiten keine profis!!! da sind keine pädagogen oder psychologen, da sind keine arbeitsmarktforscher etc. beschäftigt, die sich mit vermittlungshemmnissen oder stellenbeschreibungen bzw. profilanforderungen auskennen. nahles redet von miss-matching, und weiß nicht, was das im leben bedeutet!! die arbeitsvermittler stecken leute quotenmäßig in fortbildung, ohne den maßnahmeinhalt oder die künftigen arbeitsanforderungen überhaupt einschätzen zu können
- die maßnahmen selbst können einen betrieblichen qualifizierungsbedarf NICHT abdecken. die unternehmen suchen für eine bestimmte aufgabe, eine bestimmte technik oder software, bestimmte fremdsprachenkenntnisse..... dermaßen differenziert flexible leute, dass das kein träger abdecken kann
- in den qualifizierungen wird auch gegeizt. in einer cad-fortbildung habe ich die hälfte der ausbildungszeit online-tage genießen dürfen. dh. sie sitzen allein mit lehrvideos und pillepalle übungsaufgaben im unterricht! als ausbilder braucht man heute lediglich eine dürftige kammerprüfung, die mit einem pädagogischen abschluss nichts gemein hat
- es wird also auf praktika hinaus laufen, die natürlich keiner bezahlt bekommt
- ihr ingenieur ist nach 5 jahren nicht mehr vermittelbar. alles quatscht von industrie 4.0 und sie wollen eine feile gegen eine cnc-maschine antreten lassen??
- bei den agenturen gibt es den arbeitgeberservice! wieso "vermarkten" die nicht ihre kunden??


Am 07. März 2017 schrieb Hans Rebell-Ion:

Wer kann mir ein "System" nennen, das seit 10 T. J. "Kultur" nicht nur mit dem grossen Maul, sondern in der Tat(!) wirklich "für das Wohl der arbeitenden Klasse" im Sinne von allgemeiner(!) Gerechtigkeit eingetreten ist!?
Selbst alle Parteien und Ideologien die das Wort "SOZIAL/SOZIALISTISCH" im Namen hatten haben die "Arbeiterklasse" verführt, verraten, missbraucht: SPD, NSDAP, SED ... sogar das schöne Wort "KOMMUNE/GEMEINSCHAFT" wurde missbraucht in der KPDSU. In der Realität "herrscht" die "Losung": Alles für's Wohl der Bonzen!


Am 07. März 2017 schrieb Heinz Greiner:

Klasse, geht nicht besser.


Am 07. März 2017 schrieb Alfred Matejka:

Auf deinen Vorschlag zum Arbeitszeitgesetz bin ich nicht eingegangen, weil das Thema zu komplex ist und nicht mit wenigen Sätzen zu behandeln ist. Nur folgendes dazu: “….eine Milliarde unbezahlter Überstunden wurden 2015 geleistet.....".Schon durch das Verbot unbezahlter Überstunden wären neue ordentliche Jobs möglich.“ Wo steht bitte geschrieben, dass unbezahlte Überstunden erlaubt sind??? Sie werden einfach gemacht, freiwillig???? oder auf Grund von Druck??? aus Angst Nein zu sagen????? Unbezahlte Überstunden, die gemacht werden, ist ein Ergebnis des Klassenkampfes zwischen Kapital und Arbeit. Das Kapital gewinnt. Besonders wenn der einzelne Arbeiter dem Kapitalisten gegenübersteht. Gesetzliche Obergrenze auf 35 Stunden festlegen. Prima.Mit wem bitte??? In der Metallindustrie ist sie im Tarifvertrag festgelegt.Und wie sieht die Praxis aus. Dort,wo es keine Betriebsräte gibt, wird auch dagegen verstoßen. Dort,wo der Betriebsrat seine Mitbestimmungsmöglichkeiten nicht durchsetzt, wird auch dagegen verstoßen. Der Betriebsrat hat ein Initiativrecht Betriebsvereinbarungen einzubringen, in denen die Arbeitszeiten, die Pausenzeiten und das benötigte Personal für die einzelnen Schichten und, und,und, zu verhandeln sind. Und wenn es keine Einigung zwischen BR und den hochbezahlten Angestellten des Kapitals gibt, geht man in die Einigungsstelle. Wir haben das zu genüge gemacht. Jede Mehrarbeitsstunde bedarf der Zustimmung des BR. Es kommt immer darauf an, welche Qualität ein Betriebsrat hat. Das ist genauso wie bei Journalisten. Uli,du hast eine Spitzenqualität und setzt sie in die Tat um, kein Vergleich zu Dr.Gniffke und Konsorten. Aber leider sind wir zu schwach, dass du die Funktion von ihm einnehmen kannst. Genauso ist es mit den Betriebsräten. Die Belegschaften wählen sich ihre Betriebsräte. Uns wie die sind ,ja, das müssen sich die Kollegen selbst fragen?

Antwort von U. Gellermann:

Natürlich kann die Einhaltung von Tarifverträgen nur von den Kollegen vor Ort durchgesetzt werden. Aber, bei allem Respekt vor Tarifverträgen, ein Gesetz hat eine andere Durchsetzungs-Kraft.


Am 07. März 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

@ Peter Andreas Schöbel
Als "Kind" der Arbeiterklasse, und eines von den Nazis verfolgten kommunistischen Vaters, habe ich folgendes gelernt:
"Ohne revolutionäre Theorie kann es auch keine revolutionäre Bewegung geben." Was tun ? W.I. Lenin
Daran hat sich bis Heute, in der Erkenntnis, nichts geändert.


Am 07. März 2017 schrieb Wolfgang Blaschka:

SCHULZ-IV

Sollte das "Q" für "Qualifikation" stehen, ist das bestimmt kein "Quatsch", wenn Schulz es doch sagt: Vielleicht kann man sich umschulen lassen auf "Oberarbeitsloser" oder "Hauptarbeitsloser", vielleicht sogar weiterbilden auf "Generalarbeitsloser". Als "Erwerbslosen-Bachelor" ist man natürlich nur halb so angesehen wie ein ALG-Master, aber mit einem Top-Arbeitslos wird man vielleicht sogar Agenda-Papst. Nie aufhören an sich zu glauben! Wer kompetent arbeitslos ist, kommt allemal weiter als jemand, der einfach nur keine Arbeit hat und gedankenlos Hartz IV bezieht. Das müsste gerade den gebildeten Galeristen doch einleuchten: Arbeitslose sind letztlich Staatsangestellte; Aufstocker sind zumindest Teilstaatsbedienstete! Die müssen auf höchstem Niveau ohne Job sein, am besten als "Dr. d. Res.". Das klingt allemal besser als "Hilfssachbearbeiter auf Probe", der das Ganze verwaltet, ohne jemals in den Genuss eines Aufbau-"Schulz-IV" zu kommen, nur weil ihm seine arge Arbeit nie ausgeht: ARG, ÄRGER, ARGE!


Am 07. März 2017 schrieb Albrecht Storz:

@Peter Meiser:
Vielen Dank für den Link

https://www.fabio-de-masi.de/de/article/1409.was-erlauben-schulz.html

De Masi bringt das, was ich und viele andere mehr als Bauchgefühl wahrnehmen auf den Punkt: Schulz stand nie für soziale und arbeitnehmerfreundliche und Mehr-Demokratie-wagende Politik. Wer soll ihm diese angetäuschte Kehrtwende denn ernsthaft abnehmen?

Es ist wirklich erschreckend wie wahrscheinlich selbst wohlmeinende Menschen auf den Schulz-Hype aufspringen - wohl weil sie etwas Hoffnung brauchen.

Und wegen diesem leider allzumenschlichen "Defekt" kann vielleicht bald wieder eine sPD einen sozialen Kahlschlag exekutieren, den eine CDU/CSU nie durchsetzen könnte?

Denn bei der sPD steht ja "sozial" drauf - egal was die treiben.

Ist der Wähler in der Mehrheit wirklich immer noch so behämmert? Ist die Verpackung immer weiter wichtiger als der Inhalt?

Schulz ist ein Polit-Funktionär wie er im Buche steht. Er weiß ganz genau, dass sein Gerede vor der Wahl mit seinem Verhalten nach der Wahl nichts, aber auch gar nichts, zu tun haben muss - und in 90% der Fälle auch nichts zu tun haben wird. Zumindest in 90% der Fälle, bei denen es um soziale Aspekte und Gerechtigkeit geht.

Wer etwas anderes glaubt wird wahrscheinlich später die Augen fest zukneifen müssen um nicht die zigste Enttäuschung durch eine streng neoliberal durchgefärbte sPD wahrnehmen zu müssen. (Aber natürlich sind dann alle notwendigen asozialen Schandtaten der Globalisierung und den Kompromissen mit den Mitregierenden geschuldet und alternativlos. Wer hat eigentlich immer noch nicht mitbekommen, dass die sPD sich schon lange von ihrer Ausrichtung auf das Arbeitnehmerwohl verabschiedet hat, vielmehr eine "Volkspartei" ist? Wer hat eigentlich immer noch nicht mitbekommen, dass die sPD in Deutschland "einen der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut [hat], den es in Europa gibt" [Schröder, Davos 2005]). Ist das etwa eine soziale Errungenschaft oder was denkt etwa ein Herr Heinz Schneider darüber?)


Am 07. März 2017 schrieb Heinz Schneider:

@Ulrike Spurgat

Worauf stützen Sie Ihre Vermutung, Brecht hätte mir den Gebrauch seines Gedichts in diesem Forum untersagt?

Ich halte das ALG Q für eine sinnvolle Sache. Ihre Kritik am gegenwärtigen Massnahmenzirkus teile ich voll und ganz, verstehe aber nicht, warum das gegen ALG Q sprechen soll. Das aktuelle System entfaltet einen Zwang zur Dequalifizierung, weil es Alibi"bildungs"Maßnahmen mit dem Zwang zur Annahme von solchen Arbeitsstellen kombiniert, die dem Betroffenen alsbald jede Chance Ausbildungsberuf- und Erfahrungsadäquate Beschäftigung raubt.
Praktisch ausgedrückt: Unternehmen suchen Ingenieure. Wer aber stellt einen seit 5 Jahren arbeitslosen Ingenieur ein, der inzwischen 5 Bewerbungstrainigs durchlaufen und Pakete ausgefahren hat?

Für den Betroffenen wäre es jedenfalls kein Krümel aus der Kiste, hätte er 4 Jahre Qualifizierung statt 5 Jahre Dequalifizierung erfahren. Bedenken Sie die Auswirkungen auf seinen weiteren Lebensweg.
Anschließend erschließt sich vielleicht das Brecht-Zitat im Kontext dieses Forums.


Am 07. März 2017 schrieb Ernst Blutig:

Und wie bestellt geht das Geprügel der Neoliberalen, ich zähle dazu auch die bürgerliche Wählermitte, auf die Vorschläge Schulzens los, während die Hinweise aus den Reihen der Linken, daß es darum gehe, was Schulz und seine sPD NICHT sagen, nicht beachtet werden, sei es wegen bornierten Nichtwissens oder eiskalten Kalküls. Es lässt sich in allen Foren und in allen Medien verfolgen.

Es gab schon einmal eine Zeit, als die deutsche Sozialdemokratie endgültig hätte liefern sollen und müssen, aber es nicht tat, während unterdessen eine gewissen junge Partei unten mit den Hufen scharrte und oben die Hand aufhielt.
Die deutsche Sozialdemokratie ist seit Schröder/Clement/Müntefering nicht nur asozial und borniert, sondcrn auch vollkommen Geschichtsvergessen.
Nach Schulz käme, wenn er es überhaupt schafft Kanzler zu werden mit diesem Notdurftprogrämmchen an Gerechtigkeit, nicht nur die sprichwörtliche Sintflut, sondern auch die politische.

Drum singt jetzt alle:

Gerechtischkeit kennt keine Grenzen,
Gerechtischkeit kennt kein Pardon.
Und wer gereschter is, der hat gut lachen
und darum gehts in diesem SONG!

Is dein Job 'n Hexenkessel,
macht das Volk dir hinnern Sessel,
is dein IQ bei minus zehn
musst du net gleich an´n Tresen gehn.
Ich sage dir, es gibt ein Mittel,
da brauchste keinen Kanzlertittel,
denn jeder braucht in dieser Zeit
e kleines bisssche Gerechtischkeit.

Gerechtischkeit kennt keine Grenzen,
Gerechtischkeit kennt kein Pardon.
Und wer gereschter is, der hat gut lachen
und darum gehts in diesem SONG!
usw...blabla


Am 07. März 2017 schrieb Peter Andreas Schöbel:

Lieber Uli Gellermann,

ich lese diese Seiten gern und immer mit einem Gewinn für mich. Auch wenn ich manchmal eine etwas abweichende Meinung habe. In der Grundrichtung und den grundlegenden Zielen dürfte der Unterschied zu vernachlässigen sein ? hoffe ich jedenfalls.
Auch diese Analyse zum Rosstäuscher Schultz trifft.

Nun muss ich aber dringend vor etwa warnen. Sie schreiben in einer Erwiderung: ?die inhaltliche Diskussion ist die Voraussetzung für Veränderungen.? Das halte ich für eine schlimme Krankheit deutscher Linker und Sozialisten. Erst alles ganz genau klären wollen und dann können wir ja mal handeln. Meist geht es dann aber über das ?Klären? nicht hinaus. Es sollte hier aber kein Nacheinander geben: Handeln ohne denken ist geistloses Handeln und Denken ohne Handeln ist sinnloses Denken. Auch der schärfste Verstand kann nicht alles vorab klären und begreifen. Oft muss man es bei Vermutungen belassen. Praxis ist und beleibt damit Kriterium der Wahrheit sowie Ausgangspunkt und Ziel der Erkenntnis. Es geht um bewusstes Handeln und nicht um Bewusstsein an sich noch um Praktizismus.

Und um gleich mehrfach auf den guten alten Marx zurück zugreifen: der wusste glaube ich genau, warum der das Manifest mit dem Satz ?Proletarier aller Länder, vereinigt Euch? enden ließ und nicht mit ?Proletarier aller Länder, agitiert Euch!? und warum er einen praktischen Schritt nützlicher fand, als tausend Programme. Auch bei dem Satz (der ja nicht nur auf Kommunisten, sondern auch auf Sozialisten und echte Sozialdemokraten bezogen werden darf): ?Die Kommunisten sind also praktisch der entschiedenste, immer weitertreibende Teil der Arbeiterparteien aller Länder; sie haben theoretisch vor der übrigen Masse des Proletariats die Einsicht in die Bedingungen, den Gang und die allgemeinen Resultate der proletarischen Bewegung voraus.? lässt man gern den ersten Teil weg und glaubt die ?Einsicht? allein reiche aus. Es geht aber um bewusste Macher.

Die heutige Linke will viel zu oft „inspirieren", warten dann auf Beifall und auf eine spontane Bewegung, statt etwas weniger zu reden und dafür organisatorisch zu agieren.

Als aus der Arbeiterklasse stammender Intellektueller werde ich bestimmt die Bedeutung von Theorie nicht kleinreden. Aber Theorie allein ist etwas Akademisches und nichts wirklich Politisches. Und meine Arbeiterkarriere hat mich gelehrt, dass Veränderung immer mit praktischen Arbeiten verbunden ist.

Antwort von U. Gellermann:

Schulz macht einen Vorschlag. Der wird geprüft: Will er das was er vorhat wirklich umsetzen? Taugt das was er vorschlägt? Mir scheinen diese Fragen immer noch vernünftig. Da Schulz aber nichts Verwerfliches vorgeschlagen hat, wird ihm noch Rat zuteil: Ganz praktisch rechne ich die Überstunden-Lage vor. Und - immer noch praktisch - mache ich einen Vorschlag zur Veränderung der Arbeitszeitordnung. Weit entfernt von der sozialen Revolution, geradezu sozialdemokratisch. Keiner der Diskutanten, auch nicht jene, die meine Kritik zu kritisch finden, lässt sich auf meine Vorschläge ein. Merkwürdig.


Am 07. März 2017 schrieb Feinhard Lerche:

Diese Form der Innovation kommt doch von AUDI:
Q1, Q2, Q3 ... Q8, Q9 Suff
This is a Brand -
Martin Schulz ist bei Q"0"
Heiße Luft - kalter Kaffee
150Jahre Kampf um Nichts
Selbst ein kleines "s" ist bei der Seeheimerpartei gestrunzt.


Am 07. März 2017 schrieb Klaus Bloemker:

Wieso macht das Arbeitsamt eigentlich nicht mehr selbst die Arbeitsvermittlung? Sie haben das weitgehend privat outgesourced.
__________________

Ich kenne jemanden in Frankfurt, der so eine private Arbeitsvermittlung - für das Arbeitsamt - betreibt. Er bekommt 2.000 Euro pro in eine Arbeit (mindestens für ein halbes Jahr) vermittelten Arbeitslosen. Er sagt mir, seine Vermittlungsrate sei höher als die des Arbeitsamtes und anderer privater Arbeitsvermittler. Daher bekäme er Aufträge. Er ist Millionär damit geworden - sagt er mit ganz offen.

Er hat mir auch gesagt, wie sie arbeiten. Zu ihnen kann jemand auch noch abends um acht kommen - anders als bei einer Behörde - wenn er/sie sonst keine Zeit hat. Sie finanzieren jemandem auch einen Gapelstaplerkurs, um ihn dann vermitteln zu können. Lohnt sich immer noch. Sie machen schöne Bewerbungsphotos und schreiben den Leuten einen vernünftigen Lebenslauf etc.

Kapitalismus auf dem Arbeitslosenmarkt funktioniert halt auch besser als der Staat. - Wen wundert das?

Antwort von U. Gellermann:

Herr Bloemker kennt einen: Das hebt ihn weit über jene hinaus, die keinen kennen. Was aber, wenn andere zwei kennen, oder drei? - Bloemker ist der festen Überzeugung, dass Staat Staat ist und Privat Privat. Weil er nur einen kennt, kann er sich nicht erklären, warum der Staat im Zweifelsfall immer den Banken gehört, obwohl er schon während der Finanzkrise dabei war. Auch dass die Auslandseinsätze was mit der Rüstungsindustrie zu tun haben, ist ihm nicht aufgefallen, obwohl er seit Jahren den unglaublich erfolgreichen Krieg in Afghanistan hätte beobachten können. Vielleicht sollte Bloemker mal ein oder zwei weitere kennen lernen. Aber besser nicht von seiner Sorte.


Am 06. März 2017 schrieb Peter Meiser:

Zu:Der Mogel-Shulz
"...Zeit für Martin Schulz.? Wer sich Zeit für Martin Schulz nimmt, der hat sie vergeudet... Dieser Aussage entgegne ich mit Ironie. Ich habe mir die Zeit genommen und bin fündig geworden.( s. d.azu) :https://www.fabio-de-masi.de/de/article/1409.was-erlauben-schulz.html


Am 06. März 2017 schrieb Josef Wassoc:

Die Target 2 Salden sind bereits auf über 800 Milliarden aufgelaufen. Diese werden niemals von den Hauptschuldnern, Italien, Spanien, Portugal und Griechenland bezahlt werden können. .Der kleine Steuerzahler wird dafür gerade stehen müssen, mal wieder. Systemkonforme Manager, die müssen ein Teil ihrer Einkommen an Parteien oder parteinahen Organisationen abdrücken, kassierten unverdient eine Million pro Monat. Die Belegschaft bekommt überwiegend nicht einmal Trinkgeld. Trinkgeld ist üblicherweise 10%, zumeist 0,2% von den Managergehältern. Wo bleibt das das Grundgesetz? Es wird wohl - zum Nutzen des Deutschen Volkes -von dem Gabriel, Schulz, Merkel Bundestag vor der Bevölkerung versteck


Am 06. März 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

Korrektur. Heines Wintermärchen.
"Ich kenne die Weise, ich kenne den Text, ich kenn auch die Herren Verfasser.........
@ Heinz Schneider
Ist ihnen denn in der Ereiferung für die sPD entgangen, dass seit Jahren die Gelder für Fortbildung, für Weiterbildung usw an anderen Stellen ausgegeben wurden ? Die. die einen Anspruch darauf haben, haben am wenigsten davon, weil mit den fadenscheinigsten Begründungen auf den doch recht gut gefüllten Geldsäcken sitzen geblieben wurde, als wenn es das Privatgeld der Sachbearbeiter ist, oder aber Goldklümpchen verteilt werden, und die sind natürlich nur für die, die es sich auch "Verdient" haben.Wer nicht arbeitet, soll eben nur soviel bekommen, dass er nicht verhungert, denn das würde ein schlechtes Licht auf die werfen, die den ganzen Schlamassel mit verursacht haben: Die Arbeiterverräter Partei, die sPD. Und Herr Schneider, nun benutzen sie mal nicht den Bertolt in einem Kontext, den er sich sicherlich verbieten würde. Und das Schulz das aus der Krümelkiste just in Wahlkampfzeiten wieder herausholt, zeit doch die Verlogenheit und Heuchelei derer, die an ihren Stühlen, wie Pattex kleben, und den Honigtopf weiterhin belagern wollen, der von denen gefüllt wird, wo es einigen Vielen nicht mal über den Monat reicht. Schulz hat die Möglichkeit, den Honigtopf an die zurück zu geben, denen er geklaut wurde, um ihm neben vielen Anderen ein fürstliches Leben zu bescheren während Millionen von Menschen in Hartz gezwungen wurden zu überleben.
Diese Krumen, die nun wieder im Gespräch sind, sind ein alter Hut, und wirklich nichts neues.Und die Warnungen, die Frage muss sein, von wem sie denn kommen, sind auch nicht neu. Mir ist die Debatte über die Einführung eines Mindestlohnes noch lebhaft in Erinnerung, und die Erhöhung ist der Witz des Jahres, zumal sehr viele, die hochherschaftlich die Arbeit, verteilen, sich die übelsten Möglichkeiten ausgedacht haben, ein ganz niedriges Lohnniveau aufrecht zu erhalten.Warum das gehen kann ? Die Hartz Gesetze lassen es zu, und da ist und bleibt die sPD der Hauptverursacher, und sie werden als das, was sie wieder bewiesen haben, wessen Interessen, sie denn nun wirklich vertreten, in die Geschichte, eingehen.
Die Interessen der Arbeiterklasse sind es wohl eher, nicht.


Am 06. März 2017 schrieb Heinz Schneider:

Lieber Uli Gellermann!

Wenn es keinen heißen Kaffee gibt, ist mir eine Tasse Kalter lieber als gar kein Kaffee.

Deshalb wäre Ich im September 2017 mit einer rot-rot-grünen Mehrheit zufrieden. Sehen Sie was Besseres in Reichweite?

Eine soziale Alternative wäre das noch lange nicht, diese muss erkämpft werden.

Dafür wären die Voraussetzungen etwas besser. Mehr ändern Wahlen nämlich nicht. Ich überschätze die Auswirkung eines zum guten Teil zufälligen, stimmungsabhängigen Wahlergebnisses auf die Hegemonie im Landes gewiss nicht.
Allerdings finde ich in diesem Forum kaum Ideen dafür, wie wir die erschütterte, aber andauernde neoliberale Hegemonie den überwinden könnten und die vorherrschende Passivität in einen Aufbruch umwandeln könnten, der Bedingungen für systemüberwindende Transformationsschritte schafft.

An radikaler, aber wirkungsloser Kritik hat es in diesem Lande, soweit ich mich erinnere, zu meinen Lebzeiten nicht gemangelt. Ich finde diese auch notwendig, manchmal anregend, oft auch phantasielos und ermüdend.

Trotzdem könnten die Neoliberalen die Hegemonie erlangen und sie nach dem offenkundigen Scheitern ihrer Theorie bis heute verteidigen.

Die Linken haben ihren Anteil daran. Ich empfehle Didier Eribon.

Antwort von U. Gellermann:

Mein Artikel handelt nicht von Wahl-Alternativen. Er erzählt von inhaltlichen Alternativen. Und - ob es denn gelingt oder nicht - die inhaltliche Diskussion ist die Voraussetzung für Veränderungen.


Am 06. März 2017 schrieb Heinz Schneider:


Das Netz ist voll von empörten Warnungen vor dem Arbeitslosengeld Q. Kein gutes Haar lassen Arbeitgeberverbände, CDU, CSU, FDP und die Rationalgaleristen an diesem Vorschlag.

Also mal Butter bei die Fische, liebe Galeristen. Was konkret ist denn so schlimm an einem Recht auf Weiterbildung, verbunden mit bis zu 4 Jahren ALG 1 ? Dass es bisher dieses Recht nicht gibt und die ARGE ihre "Kunden" noch in die sinnloseste Maßnahme zwingen kann,spricht dagegen? Wo bleibt die Logik?

Innerhalb weniger Wochen können sich 6 Millionen Menschen vorstellen, wieder SPD zu wählen, schreibt Manfred Caesar. Es klingt, als sei das eine Katastrophe. Dabei ist es eine Chance. Für alle Linken.

Die Foristen sehen es anders. Schulz wollen sie nicht, rot-rot-grün schon gar nicht, Merkel aber auch nicht.

Was denn dann, im September 2017???

Den Kapitalismus beenden? Die DKP steht seit 1968 zu Wahl!
Sofortige Abschaffung der Agenda 2010? Die LINKE stand nach deren Einführung stets zur Wahl.

Da fällt mir nur noch der gute Brecht ein. Viele der Rationalgaleristen brauchen dringend ein anderes Volk.

Antwort von U. Gellermann:

Endlich: Er meldet sich, der echte Schulz-Wähler. Er glaubt nicht nur das was Schulz verspricht. Er hält es auch für einen Ausbund an sozialer Alternative. Glückwunsch, diese SPD-Kaffeemaschine gehört Ihnen. Sie ist ganz prima, hat aber einen kleinen Fehler: Kann nur kalten Kaffee.


Am 06. März 2017 schrieb Hans Tigertaler:

Da wußte schon vor über hundert Jahren einer: »Wenn mich meine Feinde loben, kann ich sicher sein, einen Fehler gemacht zu haben.« (August Bebel)
Heute gilt das auch umgekehrt.


Am 06. März 2017 schrieb Albrecht Storz:

Schulz ist genau diese Art "Schweinepolitiker" die exakt wissen, was sie zu sagen haben um für sich Stimmung zu machen, und die exakt wissen, dass sie nachher nie beim Wort genommen werden können ("Politik heißt ja Kompromisse eingehen zu müssen, liebe Lämmer!"), und die exakt wissen, was sie dann zu tun haben, um schließlich ihr eigenes, privates Schäfchen ins Trockene zu bringen.

Wer ernsthaft glaubt, Sankt Schulz wäre die Wende nach Mami Merkel, dem ist nicht mehr zu helfen.

Wer hat denn die sozialen Sauereien der letzten Jahre, die die CDU nie durchgebracht hätte, an das Volk gebracht? Schulzes SPD!


Am 06. März 2017 schrieb Andreas Buntrock:

Ach ja, der Martin von der SPD -

"Parturient montes, nascetur ridiculus mus."

"Kreißen werden die Berge, und geboren wird werden eine lächerliche Maus."
Mit diesen Worten kritisiert Horaz Dichter, die viel versprechen, aber nur wenig halten.
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_griechischer_Phrasen/Omega

Wer heut immer noch auf die verlogenen Schwätzer von cdU/csU und sPD hereinfällt und deren angeblich soziales Engagement als Realität begreifen will, kann ihn ja wählen, den Schwätzer von der sPD.

Alle die bei klarem Verstand sind und eine wirkliche, POSITIVE Veränderung in der Sozialpolitik anstreben,
sollten um diese drei Parteien und deren verlogene Apologeten einen weiten Bogen schlagen und ihr Kreuz möglichst bei der Partei Die Linke machen.

Das wird zwar die nächste GroKo nicht verhindern, aber wenigstens wäre es ein Zeichen dafür, dass sich nicht alle Wähler in Deutschland weiter so VERARSCHEN lassen wollen, wie es die sPD sich gerade wieder auf die Fahnen geschrieben hat.


Am 06. März 2017 schrieb Michael Kohle:

Nachtrag zu @Helmut Ische

Wie nur konnte es geschehen, dass er meines zuerst verfassten und dann verworfenen Kommentars habhaft werden konnte?

Spaß beiseite: So schlecht ist er nicht, im Gegenteil. Da ist ein Chapeau! fällig!


Am 06. März 2017 schrieb Aleksander Korty:

Liebe Frau Ulrike Spurgat ich danke Ihnen sehr für ihre Unterstützung!
Und Herr Engelbert Volks ich frage zurück:
Der Kotau der Sozialdemokratie im August 1914 vor der Monarchie mit der Zustimmung zu den Kriegskrediten und damit die Mitverantwortung für 7 Millionen Tote des Ersten Weltkrieges: ROT?
Der Verrat in der November-Revolution 1918: ROT?
Der Mord an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht im Auftrag von Gustav Noske: ROT?
Der Panzerkreuzerbau 1928 durch die Regierung Hermann Müller: ROT?
Der Blutmai 1929 durch das Demonstrationsverbot zum 1. Mai auf Veranlassung des sozialdemokratischen Polizeipräsidenten Zörgiebel: ROT?
Die gemeinsamen 1. Mai-Feierlichkeiten des ADGB mit den Nazis am 1. Mai 1933: ROT? Einen Tag später wurde er verboten!
Der Verrat von Kurt Schumacher nach 1945 an den Kommunisten, obwohl sie ihm im KZ dass Leben gerettet hatten: ROT?
Die Zustimmung der Sozialdemokraten im Parlamentarischen Rat zum Grundgesetz, obwohl damit die Teilung Deutschlands vollzogen wurde: ROT?
Die Zustimmung von Weinbrandt-Willy als Vizekanzler zu den Notstandsgesetzen: ROT?
Der Ministerpräsidentenerlass (Radikalenerlass) gegen Linke unter der Kanzlerschaft des gleichen Heuchlers: ROT? (Da hat er wirklich mehr Demokratie gewagt!)
Die Mitverantwortung für die Auslandseinsätze (inzwischen weltweit) der Bundeswehr, obwohl das Grundgesetz ihre Aufgabe auf die reine Vereidigung der Landesgrenzen festlegt: ROT ?
In dem Zusammmenhang die völlig hirnrissige Aussage des Verteidigungsministers Peter Struck, das unsere Sicherheit auch am Hindusch verteidigt werden müsse: ROT ?
Die Zerschlagung und der Krieg in Jugoslawien: ROT ?
Die Mitverantwortung für die Morde auf dem Maidan und den "Bürger"Krieg in der Ukraine und die politische Unterstützung der dortigen Faschisten durch Frank-Walter Steinmeier: ROT?
Die Befürwortung des TIPP-Abkommens durch den dicken Erzengel Gabriel: ROT?
Ja und zum dem GAZPROM-Ganoven Schröder haben Sie sich ja selbst richtig geäußert!
Diese lange Fragen-Reihe ist nur eine Auswahl, kurz aus dem Kopf und bei weitem NICHT vollständig!
Zugegeben: Es gab und gibt immer noch einige wenige Linke in der sPD. Aber erstens haben die in diesem verkommenen Verein nichts zu melden und zweitens müssen sie diesen Widerspruch mit ihrem eigen politischen Gewissen ausmachen!


Am 06. März 2017 schrieb Michael Kohle:

Ist Martin Schulz wirklich ein Problem für uns? Nun, Uli Gellermann hat mir und wohl uns allen aus der Seele gesprochen, die Kommentare dazu künden von weiteren offenen Türen, eingerannt. Und dann saß ich da und brütete stumpf vor mich hin. Dann fiel mir jener Spruch ein, den die Elsässer - meine Nachbarn - des Öfteren rezitieren in ähnlichen Situationen. De Hans im Schnoogeloch. Was er hed, des will er nit und was er will, des weiß er nit.

Es ist eindeutig, den Martin Schulz wollen wir nicht. Mutter Merkel haben wir seit mindestens siebzehn Jahren über, aber hallo. Sind empört, wenn wir bei Gniffkes Bilder von ihr aus den Neunzigern ertragen müssen. So etwas haben die Herrschaften von den Unionschristen sich getraut uns vorzusetzen, eine bodenlose Unverschämtheit. Nun gut, die Sozen haben dazu auch kräftig mitgeholfen, nach eigener suboptimaler Performance. Wir hatten sogar Verständnis dafür und entzogen ihnen ohne Widerruf unser geneigtes Wohlwollen.

Und jetzt also - wie Phönix aus der Asche - die Lazarenen von der Sozialdemokratie wollen es wieder wissen. Gellermann hat sowas von recht, da soll nur wieder mit dem Kasperle-Theater das gute alte Grokodil reanimiert werden. Während rundum am Horizont aus schwarzen Gewitterwolken schon helle Blitze zucken und von weitem erstes Donnergrollen zu vernehmen ist, versucht uns unser Martin mit seinen wohlfeilen Ankündigungen in verzückten wohligen Schlaf zu pendeln. Eigentlich nichts Neues. Das letzte Mal haben sie und besonders Frau Banales uns mit der Aussicht auf den Mindestlohn total kirre gemacht, den brauchten wir undbedingt, her mit der Kohle. Jetzt also Martin mit seinem ALG Q. Und höret, Er spricht: Kommet alle her zu mir, ich will auch erquicken.

Als ob wir nichts Wichtigeres zu tun hätten. Der Türke steht vor Gaggenau und kein Türkenlouis steht - wie einst in Wien - bereit, ihn in die Schranken zu verweisen und Europa zu retten, obwohl doch der von einst just aus dieser Landesecke - von gerade nebenan sogar - stammte. Viel schlimmer noch, unser aller wohlbehüteten Werte , insbesonderen die der Meinungs- und Pressefreiheit (stimmts, Herr Dr. Gniffke?), werden auch noch geschändet, dort im Land der Osmanen. Unser aller Bruder im Geiste und Friedes Kurier schmachtet im Turm tiefunten. Ein Friedensengel geradezu, der da zu leiden hat, wo er doch den Grundsatz ?Liebet eure Feinde? umzusetzen gedachte und - warum auch immer - der PKK Gutes angedeihen lassen wollte, jene Ausgeburt terroristischen Tuns seit Menschengedenken. Was die wenigsten von uns wissen, unser Freund und Landsmann Yüzel hat gelegentlich auch schon mal bei uns das Recht auf Pressefreiheit arg strapaziert. Okay, vom Saulus zum Paulus, das ist ja nichts Neues!

Noch schlimmer - es ist nicht zu fassen - die Gefährdung der europäischen Integrität, unser wichtigstes Gut, unser wichtigster Wert. Der Russe steht vor der Tür, zwar nicht in Gaggenau, auch nicht in Berlin. Aber der Höllenhund und Schweinepriester weigert sich doch beharrlich, sich in das transatlantische Haus umsiedeln zu lassen. Da rückt man ihm gehörig auf den Pelz und redet Tacheles, und zeigt sich erbost darüber, dass der Bär nicht aus der Höhle will.
Kinderträume dürfen sogar wahr werden. Fuchs, du hast die Gans gestohlen, gibt sie wieder her, sonst muß ich den Jäger holen, mit dem Schiessgewehr. Nur zu Kenntnisnahme: ein Fuchs ist kein Bär, die Krim keine Gans und mit einem Schiessgewehr wird es eh nichts. Auch wenn unsere Biathlon-Frauen da Vielversprechendes anzubieten hätten. Aber in dem Falle, na ja.

Überhaupt, da ist die uns selbst auferlegte bzw. eingeredete Pflicht, mehr Verantwortung tragen zu wollen bzw. sollen, so zu Kopfe gestiegen, dass wir zwischenzeitlich auf der halben Welt wieder unsere Freiheit verteidigen. Und es ist immer noch nicht genug. Längst dürfen wir zur Kenntnis nehmen, dass eine gedeihliche Zukunft ohne eigene Atomwaffen kaum hergestellt werden kann. Auch soll unser Kronschatz - die schwarze Null - dringlichst zu Gunsten der darbenden Kriegskasse geplündert werden.

Wahrlich, ich sage euch: Der Martin hätte reichlich Gelegenheit für Versprechungen, die für uns verlockend genug wären, ihm unser Kreuzchen zu schenken. Bevor er mit dem Nutzen mehren für unser Volk beginnt, sollte er erstmal dafür sorgen, drohenden Schaden von uns zu wenden. Dazu braucht es nicht einmal einen Kanzlereid - der hilft ja sowieso nichts, wie wir seit fast zwölf Jahren erfahren durften. Einfach nur mal tun! Und? Warum tut er es nicht? Weil solcherlei sündige Gedanken einfach dem transatlantischen Gedanken nicht konvenieren. Darauf stünde das umgehende Teeren und Federn durch unsere allgegenwärtigen Medien, Dr. Gniffke mit der Kriegsflagge zuvorderst.

Und selbst wenn er sich trauen würde, so wäre doch weit und breit kein Beistand zu erwarten. Selbst eine Sahra W. wagt es nicht, sich solch widerborstiges Verhalten zu genehmigen. Und die Partei, der sie vorzustehen glaubt, tut das erst recht nicht. Die ist gut konditioniert und will bestimmt nicht ihre Präsenz - beispielsweise beim Nockherberg Starkbieranstich - aufs Spiel setzen. Gleiches gilt ja auch für die angeblich Grünen, wo denn nur könnte sich beispielsweise eine Claudia R. besser verlustifizieren als neben Heiner B.. Rot-rot-grün - eine einzige Schimäre. Doch doch, der Begriff passt scho. Wenn ich an den blauweißen Scheuer denke erst recht. Wenn er davon spricht, dann ist das feuerspeiende Ungeheuer - wofür das Wort ja steht - nicht mehr weit. Keiner kann dieses Ungeheuer besser an die Wand malen wie er. Die Münchner haben da so ihre Erfahrungen, von wegen Revolution und Eisner und so. Da wurde nicht lange gefackelt, rumpeldipump, weg war der Lump. War ja auch ein Unding, den Bayern ihren Kinni Ludwig wegzunehmen. Würde deswegen auch nicht mit der ewigen Kanzlerin hinhauen.

Deswegen sei die Frage erlaubt: was wollen wir dann stattdessen? Die Galeristen vor der Reichstagskuppel: ratlos?


Am 06. März 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

Die Folgen der verbrecherischen Hartz Gesetzte, von denen verabschiedet, die sich, wie Heinrich Heine in seinem Wintermärchen geschrieben: "Ich kenne die Herren, ich kenne den Text, ich kenn auch die Herren Verfasser; ich weiß sie tranken heimlich Wein, und predigten öffentlich Wasser, die Plautze voll schlagen, und sich anschließend den Magen verkleinern lassen. Nein, das war jetzt nicht nett. Nett ist aber auch nicht, dass die Altersarmut, einer der wirklich schwerwiegenden Folgen grausame Züge hat, dass mir in der Stadt, wo ich wohne, Frauen und Männer, alle älter, auffallen, wie sie in den Mülltonnen wühlen, wenn sie sich unbeobachtet fühlen, oder in den Büschen nach leeren Pfandflaschen suchen, und dass eine befreundetet, alleinerziehende Frau, bis zu drei Jobs hat, und immer noch vom Jobcenter tyrannisiert wird, weil bei keiner der Stellen, eine Festanstellung in Aussicht steht. Die Wochendzeitungen, mit einem Berg an Werbung wird von einem kranken Mann mit seiner selbstgebastelten Holzkiste auf Rädern allwöchentlich in die Briefkästen gesteckt; bei Wind und Wetter, und wie schwer und mühsam dieses ist, ist dem Mann anzusehen, zumal die Bürgersteige mittlerweile so abschüssig sind, dass er immer dagegen steuern muss, um nicht auf der Straße mit seiner Holzkarre zu landen. Ich könnte fortfahren: Der mickrig bestückte Kühlschrank, die Scham, die Angst den anderen auf der Tasche zu liegen ein nicht wieder gut zu machender Schaden an unseren Alten und Kranken. In der Altenarbeit häufen sich die Überstunden, und einige meiner Kollegen gehen auf dem Zahnfleisch. Da sie selber Eltern haben, die auf Hilfe oftmals angewiesen, stehen sie unter einem ungeheuerem Druck, die "Alten nicht im Stich zu lassen." genau dieses wird natürlich bewusst oder unbewusst ausgenutzt, und so arbeiten sie oft, über ihre Grenzen. Die Folgen sind: Knochen kaputt, Schlafstörungen, permanentes schlechtes Gewissen, weil sie sich völlig zerrissen fühlen, und es auch sind. Depressionen, Herzprobleme, verursacht durch ständigen Stress, Bluthochdruck usw.
Und dieser lächerliche Schulz der an den Schrauben dreht, und mit den selben dummen Sätzen; wie: "Wer lange arbeitet, bla, bla, bla, wie vor ihm gefühlte 100 sPD Klugscheißer von sich gegeben haben., und das wirklich irre ist; dass Teile des Volkes es, wie immer glauben wollen, weil ein Stohhalm mehr ist als nix. Der Galerist nennt den Dummschwätzer, was er in Wirklichkeit ist. Eine Mogel Packung der übelsten Sorte, ein Schaumschläger, ein Lügendbold, aber vor allem Teil des unmenschlichem System: Kapitalismus.
Danke für den Artikel, der uns auf das aufmerksam macht, was uns wieder blühen kann; in diesem unserem Lande.


Am 06. März 2017 schrieb Helmut Ische:

ist es sinnvoll sich mit diesem herrn martin schulz zu befassen? scheint so. na, dann versuche ich es auch.
dieser herr schulz ist kein phoenix aus der asche, sondern seine aufstellung als kandidat der spd ist ein von langer hand vorbereiteter coup der abgehalfterten spd-führungsclique. keine einzige figur der spd hätte auch nur den hauch einer chance gegen merkel - und die wollen, so sagen umfragen, mehr als 65% der deutschen nicht mehr sehen - gehabt. so an 20% hätte einer dieser arbeiterverräter eingefahren. schauen wir sie und doch an: gabriel, steinmeier, nahles, steinbrück, oppermann, kraft, maas, u.s.w.. und die, die schon zu haus sitzen und vor lachen nicht in den schlaf kommen....riester, eichel, clement, müntefering. so, und nun haben diese figuren, nach langer durchzechter nacht sich einen ausgeguckt, der sich in brüssel den hintern plattgesessen hat. das könnte gehen haben die sich gesagt, der typ iss so blöd, der macht auch diesen job. die agenda 2020/30 steht als nächstes an, die gewerkschaften müssen wir mit ins boot holen - aber mit uns figuren hier in berlin wirds schwer - also was liegt näher als martin schulz? ausgetrunken und beschlossen. gabriel verzichtet und wird steinmeier, steinmeier wird gauck, und zypries kann wirtschaft. grandios. kaum iss schulz vor ort, talkshow hier, zeitungen da, kameras überall. er sondert sprüche und vorstellungen ab, die keinem der kapitalklasse wehtun, die gewerkschaftsführer signalisieren schon große freude und die umfragewerte - so stehts überall geschrieben - schießen nach oben. nächster kanzler - natürlich schulz in der groko, mit zustimmung der hier mächtigen und herrschenden. sollte er bis zum sog. wahltag nicht noch großen mist bauen - wie z.b. abschaffung hartzIV fordern, rüstungsetat runterfahren, keine auslandseinsätze mehr, waffenexporte verhindern, 35 std. woche und einiges andere mehr verlangen, dann wird der herr aus würselen der nächste merkel. macht er aber fehler, dann, ja dann kramen halt die herrschenden in der kiste und frau springer/mohn und all die anderen werden etwas finden. jeder dieser brüder hat leichen im keller die zu gegebener zeit rausgeholt werden. und das deutsche volk? eines ist sicher: wenn etwas vor der tür steht, dann ist es der russe und keine revolutionäre stimmung. das weiß das kapital, das weiß herr schulz und der seeheimer kreis. also, warum nicht mal wieder einen von der spd? hat seit 1914 noch nie geschadet.


Am 06. März 2017 schrieb Manfred Caesar:

Nach den Pressemeldungen hat sich die Neigung der Bevölkerung SPD zu wählen durch den Schurkeleffekt glatt von 20 auf über 30% erhöht. D.h. 10% der Bevölkerung -das sind immerhin mind. 6 Mio !- hat innerhalb von ein paar Tagen völlig neue Erkenntnisse gewonnen,obwohl sie den neuen Messias bestenfalls in der Zeitung oder im TV bestaunen konnten.
Jeder 10 te Erwachsene ,der Ihnen auf der Straße begegnet ,gehört zu dieser Gruppe.
Ich hätte gerne mal wenigstens mit einer dieser bekehrten Seelen gesprochen. Hier im Blog ist das wohl nicht möglich.Auch in anderen Foren finden sich diese Seelen nicht.Wo bleiben diese bloß ?
In meiner Jugend gab es den Begriff "Ersatzchristus" ,den könnte man jetzt wieder aufwärmen.


Am 06. März 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

@Engelbert Volk.
Aleksander Korty ist in seinem Beitrag doch differenziert genug, denke ich. Sie zählen nur das auf, was allgemein bekannt sein dürfte, und hier sehr oft geschrieben wurde.
@ Aleksander Korty
Klare und deutliche Worte, und sehr gut zu verstehen und einzuordnen.


Am 06. März 2017 schrieb Heinrich Triebstein:

Seit sich meine Partei hat schrödern und fischern lassen, hat sie einen ihrer Flügel eingebüßt. Sie kann keine Höhenflüge mehr. Solange sie noch nicht wieder fliegen kann und sich in Muttis Schoß miträkelt, könnten all die Kritikerinnen und Kritiker anfangen, mit über Abhilfe nachzudenken.
Ich nenne aus der innerparteilichen Diskussion nur den Titel eines Antrags der nordhessischen SPD aus dem Juli 2016: "Für eine globale soziale ökologische Marktwirtschaft". Zwei Seiten Text sind zunächst nichts als Papier. Geduldig obendrein. Sie entfalten ihre Wirkung dann, wenn sie als Prüfstein in Form von Forderungen bei Kundgebungen im Wahlkampf zugespitzt werden und all diejenigen ansprechen, die unter den gegebenen Umständen nicht oder nicht mehr zu sich selbst kommen: Die Verschuldeten,
die Vernetzten, die Verwahrten und die Vertretenen. Gerade die letzteren haben über die vergangenen Jahre immer deutlicher die Krise der repräsentativen
Demokratie aufgezeigt, indem sie sich der Wahl enthielten oder schließlich in einem Akt der wütenden Ungeduld als Pegidisten auf die Straße gingen.
Das Problem der -gidas ist nur, dass sie sich in der Rolle des Rennradfahrers eingerichtet haben, der nach oben buckelt und nach unten tritt. Eben das macht das Eine Prozent stärker. Die Mehrheit, die gegen die -gidas und zuletzt auch gegen die AfD auf der Straße stand, könnte anfangen zu sagen, WOFÜR sie ist. Zum Beispiel Demokratie als "Regierung des Volkes, für das Volk, durch das Volk" (Abraham Lincoln) einfordern und den bisherigen drei Gewalten der demokratischen Verfassung eine Vierte, eine beratende Gewalt, hinzufügen. Sie hätte die Aufgabe, Zukunftsfragen zu diskutieren, Ergebnisse ihrer Arbeit der Exekutive und/oder der Legislative zuzuleiten. Diese können akzeptieren oder ablehnen. Im letzteren Fall sind sie zu ausführlichen und überzeugenden Begründungen verpflichtet. Ein Losverfahren ermittelt die Mitglieder im Alter von 14 bis silbergrau. So jedenfalls kann bei Patrizia Nanz und Claus Leggewie in "Die Konsultative. Mehr Demokratie durch Bürgerbeteiligung" nachgelesen werden.
Für mich ist das eine Mindestvoraussetzung für eine weitere große Koalition, falls R2G nicht zustande kommt.
Hermann Hesse hat 1957 bei der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels zu diesen Worten gefunden: "Die politische Vernunft liegt nicht dort, wo die politische Macht liegt. Es bedarf des Zustroms von Intelligenz und Intuition aus nicht offiziellen Kreisen, um Katastrophen abzuwenden."


Am 06. März 2017 schrieb joe bildstein:

20 Jahre radikalste SPD initierte Umverteilung von Unten nach Oben, eine nie gesehene Vearmung der Gesellschaft, exponentielle Zunahme von 'Tafeln" u Suppenkuechen..... und die potilitschen Vollschmarotzer erhoehen den Minestelohn um 0.35 Cent...... nachdem man den Banken Milliarden rektal eingefuehrt hat.....
Das Ganze grenzt an einen makabren Scherz.
Nochmal, wir sind eine Schande das wir das mit uns machen lassen.
Das Pack von der SPD ist einfach Pack. Nahles, Nietan, Annen, Muente, St. Martin..... das ist gesellschaftlicher Muell der sich in Berlin tummelt uns sich unserer bedient.


Am 06. März 2017 schrieb Lutz Jahoda:

EMPFEHLUNG

Wer leicht glaubt, ist leicht zu täuschen.
Seid vernünftig! Stellt euch taub!
Folgt nicht diesen Schulz-Geräuschen,
nehmt sie hin wie trocknes Laub!


Am 06. März 2017 schrieb Engelbert Volks:

@Aleksander Korty
Ja, alles ist zu kritisieren. Die Große Koalition sowieso und Rot-Rot-Grün genauso, denn die Grünen, siehe Özdemir, sind olivgrün und die Linke birgt zu viele Opportunisten, die auch mal einen Dienstwagen mit Chauffeur haben möchten, und dann natürlich die "Sozial"demokraten, die seit 1914 nicht mehr richtig rot, sondern bestenfalls "orange" oder gar kackbraun sind.
Die Rede von Otto Wels 1933 vor dem Reichstag - kackbraun?
Der Widerstand zahlreicher Sozialdemokraten gegen die Nazis, z.B. Kurt Schumacher - kackbraun?
Das Godesberger Programm der SPD - kackbraun?
Der Ausbau des Sozialstaates in den 70er Jahren - kackbraun?
Die Entspannungspolitik mit den Ostblockstaaten ("Wandel durch Annäherung") - kackbraun?
Ich verstehe scharfe Kritik am neoliberalen Kurs der SPD seit Gerhard Schröder, aber etwas mehr Geschichtsbewusstsein und Differenzierung können nicht schaden, es sei denn, man sich hat das Heil bei den diversen K-Gruppen!
Glück auf!


Am 06. März 2017 schrieb Marc Britz:

Der Schulz. Ein Messias ist er nicht. Haben wir schon rausgefunden. Ein Heiliger auch nicht. Auch das ist hinlänglich geklärt. Bleibt die Frage nach der Menschlichkeit.
Schulz die Menschlichkeit nach dem eben gelesenen abzusprechen liegt nahe. Aber hier wird es gefährlich, denn wenn jemand die Menschlichkeit abgesprochen wird, begibt man sich schnell in die unappetitliche Gesellschaft jener, die Andere - besonders politische Gegner - als Unmenschen, Untermenschen oder gar als Tiere (die in so einem Fall zusätzlich beleidigten) oder Ähnliches bezeichnen. Schulz ist daher unbedingt "Mensch" zu nennen, die Frage ist nur was genau für einer er ist.
Nach meiner Interpretation des Römischen Statuts des Internationalen Strafgerichtshofs, Absatz 1, (k) ist der Mensch Schulz ein Verbrecher gegen die Menschlichkeit, da er in Kenntnis der Folgen einen systematischen Angriff gegen die Zivilbevölkerung unterstützt. Schulz ist sich des Hartz-IV-Systems und seiner Konsequenzen voll bewusst. Schulz nimmt Behandlungen, die vorsätzlich großes Leid oder schwere körperliche oder mentale Verletzungen verursachen, wissentlich in Kauf. Was anderes sind die Aussetzung von ohnehin schon minimalen Sozialleistungen als Druckmittel als vorsätzliche Verursachung von schweren körperlichen oder mentalen Verletzungen? Vor diesem Hintergrund sind die von ihm ohnehin nur zu Wahlkampfzwecken vorgeschlagenen Änderungen der Hartz-IV-Gesetze bereits jetzt Makulatur.
Als Verbrecher gegen die Menschlichkeit ist er ein Humanist wie er ein Liberaler ist, nämlich einer der seine Freiheit und Menschlichkeit feiert und feiern lässt, während er die gewaltsame Unterbindung der Freiheit und Menschlichkeit Schwächerer billigt und unterstützt.


Am 06. März 2017 schrieb Matthias Brendel:

"O, sing uns ein Märchen. o sing es uns oft, dass ich und der Bruder es lerne", dieser Satz aus einer Ballade unseres grossen Dichterfürsten fällt mir zu Schulz ein.
Ja, jeder denkende Mensch ist sich sicher: Es wird wieder mit einer schönen GROKO enden.
Ja, wir bleiben ein Teil der Schurkenstaatenwelt, die andere wegen Bodenschätzen mit Krieg überzieht.
Ja, unsere dann wieder gewählten Blockparteipolitiker werden sich weiter ihre Diäten erhöhen.
Ja, Polizisten werden noch schwerer bewaffnet an den öffentlichen Plätzen und Bahnhöfen stehen.
Vielleicht werden dann Leute, wie wir, die für ein friedliches, nachbarschaftliches Zusammenleben von Menschen und Völkern plädieren mit Swat Teams im Morgengrauen überfallen, damit hier weiter diese cloroformierte Ruhe herrscht, die seit dem Beginn der Merkel Regentschaft über das Land gefallen ist.
Vielleicht bekommen die vielen Alten, die schon länger hier leben, dann das staatlich verordnete Recht sich ärztlich verordnet einschläfern zu lassen, es wäre gut für die Rente und somit für die gerechte Verteilung an die vielen neuen Armen, die weiter aus der Mittelschicht fallen werden.
(Obwohl es dann immer noch nicht reichen wird, um den unersättlichen Moloch der Banken und des Rüstungswahns zufrieden zu stellen. Blondi wird weiter Waffen fordern.)
Vielleicht entsteht aber auch aus dem neuen Konflikt zwischen den bisher weltsteuernden Eliten und dem sich windenden Zyklopen Amiland unter Trump ein Konflikt unter den Superreichen, der für die Masse der Menschen ein am Ende positives Ergebnis zeitigt.
Hier geht es mir, wie dem Zuschauer, bei einer wüsten Schägerei, zwischen hirnlosen Gewalttätern, ich gönne Beiden, dass sie ordentlich was abkriegen.
Alles ist vielleicht möglich!
Ich frage mich nur: Was können wir tun, wir kleinen Würmchen, um aus dieser ewigen Matrix heraus selbst etwas zu verändern?
Das einzig Sinnvolle, was mir dazu einfällt, sind Demonstrationen, regelmässige Mahnwachen vor dem Kanzleramt, konsequente Meidung von Konsum durch Oligarchen hergestellter Erzeugnisse (Monsanto und Co) und die Ächtung von jeglicher Form von Gewalt wegen Gier.
Das ist wirklich das Einzige was wirksam sein kann, diese Abstimmung mit den Füssen, wir müssen alles vermeiden, was den grossen Spielern im Hintergrund ihre Pfründe noch fetter macht, nur so ist ein gemeinsames Umdenken möglich, ansonsten können nur noch die Ausserirdischen diesen Planeten retten und das erscheint mir eher unwahrscheinlich.


Am 06. März 2017 schrieb Alfred Matejka:

Guten Morgen Uli,danke dafür,dass du dir für Schulz Zeit genommen und sie nicht vergeudet hast.Das muss ich leider auch tun,um ihn bei Kolleginnen und Kollegen zu entzaubern.Das Schulz mit seinen Sprüchen so einen Zuspruch bekam,liegt wohl eher daran,dass Gabriel und Merkel auf gut deutsch zum Kotzen sind.Heute steht wieder in der bundesdeutschen Propaganda-Presse,dass die Rentner zufrieden sind.Von Untertanen im Merkel-Reich ist nicht anderes zu erwarten.Aber es sind sicher die falschen Fragen gestellt worden.Würden Sie lieber 800? mehr im Monat bekommen wie in Österreich?Wer sagt da nein.In Österreich bekommt ein langjährig beschäftigter Neueintreter(2013) im Durchschnitt 1820? (Männer)in Deutschland 1050?.Bei Frauen im Durchschnitt 1220? in Österreich,590? in Deutschland.Im Nachbarland gibt es eine Mindestsicherung von 890?,bei 30 Jahren Einzahlung von 1000?.Das Rentenalter ist 65 Jahre.Früher in Rente gehen ist möglich bei mindestens 40 Jahren Einzahlung,ab 62 Jahren,mit 5,1% Abschlag pro Jahr.Fast alle Erwerbstätigen zahlen in die Rentenkasse ein.Der Beitrag beträgt 22,8% und ist seit 1988 weitgehend stabil.
12,55% zahlt der sogenannte Arbeitgeber.
10,25%zahlen die Beschäftigten.In Deutschland liegt der Beitrag bei 18,7%.Nimmt man den Riestereffekt von 4%dazu ist er annähernd gleich.
Die Riesterrente macht den Rentner nicht wohlhabender,nur den Riester und in erster Linie die Allianz -Versicherung.Privatversicherung-Privat kommt von Privare und das bedeutet übersetzt:Berauben.Die Privatversicherungen sind Beraubungs-Versicherungen.Und das ist das Grundübel im Kapitalismus,das Privateigentum an Produktionsmittel.
Millionen Rentnerinnen und Rentner werden wieder bei Merkel und Schulz ihre Stimme abgeben.Die Linken werden nicht gewählt werden,weil die ihnen ja alles wegnehmen wollen.
Ihr Linken im Bundestag,macht endlich euer Maul auf und schreit es heraus:Wer Rentner quält-wird nicht gewählt.Das ist eure Chance,Millionen Stimmen bei den Rentnern zu gewinnen.Habt ihr die Signale noch nicht gehört ,oder geht es bei euch nur um die Absicherung guter Listenplätze zur Bundestagswahl,um die eigene Rente abzusichern?


Am 06. März 2017 schrieb altes Fachbuch:

schulz'sche mogelpackung und/oder neue groko??

ich bekomme auch das gefühl, dass schulz anstelle von wahlkampf schon die pflöcke für den künftigen koalitionsvertrag einschlägt!
dem schulz und damit der spd und ihren tarifpolitischen gefolge geht es nicht um korrekturen, die man reumütig "eingesteht" und fürsorglich dem wähler zukommen lässt, sondern um eine selbstinszenierung, als hätten die vom richtigen leben ahnung und hätten ein ohr für den wähler!
die gesamtgesellschaftliche relevanz entspräche etwa dem, ob die kirsche von einer torte am südhang um 12:00 oder 15:00 uhr gepflückt worden wäre:)

das ist kein mogeln mehr, das ist offensichtliche verlogenheit! da es um betroffene menschliche schicksale geht, ist es zutiefst zynisch, asozial und menschen verachtend!

schulz vorschlag scheint klientelpolitik zu sein, ein plan zur schmerzfreien frühverrentung der autobauer und kohlekumpel. es lohnt die fakten und ausgewählten propagierten einzelfälle auseinander zunehmen!
die spd schließt mit diesem vorschlag die hartzer (algII) weiterhin von der effektiveren und lukrativeren arbeitsvermittlung aus, das ist zweierlei maß und statistisch nonsens: in 2016 gab es durchschntl. 775.000 algI-empfänger, aber 3,25 MIO bedarfsgemeinschaften, in denen 6,3 MIO menschen lebten.
die bezugsdauer beim algI war ca. 120 tage bei den jüngeren, deren bezugshöhe bei ca. 600? lagen. die ab 55 jährigen hatten schon bezugszeiten von über 175 tagen bei einer höhe von mehr als 900?!!
davon träumen die hartzer!!
wenn also was in der förderung geändert werden muss, dann beim algII.
aber dieses "disziplinierungsmaterial", dieses "erpressungspotenzial" (von menschen sprechen schulz und co nicht) braucht man, für den weiteren sozialabbau, der passieren wird, wird man für die integration doch solidarisch teilen müssen:)


Am 06. März 2017 schrieb Andreas Schell:

Trennen wir doch mal die Ereignisse von den beleuchteten Personen, dann wird es klarer. Schulz also eine Marionette? Das war doch schon abgehakt! Schulz wird entweder einen "erdrutschartigen Wahlsieg" oder einen "Achtungserfolg" auf Kosten der Linken und der Rechten holen. Sensationell - und von vorne bis hinten inszeniert! Die GroKo ist und bleibt derweil in der nicht näher definierten Mitte und gehört dem Großkapital. Kleines Geheimnis noch: für jedes andere denkbare Bündnis gilt exakt das Gleiche.

Wieso also noch über Personen aufregen? Erdogan ein Diktator, Trump ein Irrer? Schon klar. Die beiden sind nur dummerweise die Oberbefehlshaber der mit Abstand größten und der zweitgrößten Armee innerhalb der NATO, die alle, auch Schulz, gar so dringend brauchen. Täglich wird das NATO-Glaubensbekenntnis gemurmelt, bei der Sekte, die eine Kanone als ihren Gott erkannt hat! Für die NATO-Sicherheit werden wir ganz viel Geld ausgeben, und zwar alle: Trump-Erdogan-Merkel-Schulz. Und die zweite Reihe auch, z.B. der olivgrüne Özdemir. Wer glaubt, dass die sich um unseren Frieden sorgen? Mehr als für Hartz werden wir für "Despoten-beschützen-sicher-keine-Idioten" ausgeben. Das Geld für die Rüstung und die Kriegsbeute wandern ohne Umwege in sehr gut beschützte Großvermögen. Das gilt für Hartz nicht, da wird bloß kleines Geld diffus verteilt, z.B. an Immobilieneigentümer oder an Aldi. An Weihnachten bekommt ganz vielleicht der MediaMarkt Bissl was ab. Ein schlechtes Geschäft, das man halt nebenbei mitnimmt.

Und weiter so. Die Goldene Kamera für die Nachrichtenredaktionen von ARD, ZDF und RTL Aktuell? Wahnsinn! Caren Miosga sagt im Abendkleid was über Deniz Yücel, ein Thema, das die Deutschen eint. Hey Wahnsinn, alles auf Empörung! Da wird immerhin ein einzelner Mensch von einem Diktator ungerecht behandelt! Bis zum Happy End dieses wenig spannenden Films sind alle beschäftigt. In den nächsten Nachrichten wird wieder brav der Propaganda-Teleprompter abgelesen. Noch immer keine Krankenhäuser und keine Fassbomben in Mossul, nur viele arme Flüchtlinge, die dann vielleicht der Erdogan verwalten darf. Der IS ist schuld, nicht die CIA, nicht die Saudis und auch nicht die NATO. Eher die Russen, lasst uns Gründe finden! Der Teleprompter-Text nützt ... wem? Genau. Und wenn der Yücel wieder da ist, hat die "Welt" 'nen Auflagerekord. Dafür die goldene Kamera!

Fragen wir also nicht mehr, wer gerade auf der Bühne steht, sondern was tatsächlich passiert. Mit Schulz oder der nächsten Bundestagswahl hat das nämlich nichts zu tun. Mit Trump oder Erdogan auch nicht. Das Ziel ist Stillstand und Chaos, in dem ganz Wenige ganz prima leben und die anderen gerne verrecken können. In Afrika läuft das Zukunfts-Programm vor unseren sehenden Augen: Schnellfeuergewehre und Munition sind stets im Überfluss da, Traktoren und Bewässerungsanlagen im Zweifelsfall eher nicht.

Die Reichen freuen sich und Schulz ist, wie seine Vorgängerin und deren Vorgänger, nur ihr ergebener Butler.


Am 06. März 2017 schrieb Elke Bergmann:

Wieder voll auf dem Punkt! Bei Scholz keine Rede von Arbeitsplätzen, nur von Alimenten! Nicht an das Problem rangehen, nur die Symptome kurieren. Patient tot, aber die Beerdigungskosten übernimmt der Staat!


Am 06. März 2017 schrieb Heinz Schneider:

Das ist aber ein Schreck in der Morgenstunde. Horst Seehofers Aschermittwochsrede in der Rationalgalerie?

Das nicht, nur Teile davon.

Aber auch Bayerns Arbeitministerin Emilia Müller ( CSU,, wie ihr Hörst) schimpfte, die SPD will mit dem Arbeitslosengeld Q den Anreiz geben, bis zu vier Jahre in der Arbeitlosigkeit zu verharren!"

So was aber auch. Da lässt sich der Arbeitlose fürs Weiterbilden, für einen Schul- oder Berufsabschluss fürtlich mit ALG 1 entlohnen. Soll er doch weiter Pakete ausfahren!!

Eine Mogelpackimg, das alles.


Am 06. März 2017 schrieb Hans-Werner Maier:

Sie schreiben von "Zufriedenheit nach getaner Arbeit", das ist doch völlig romantisch. Fragen sie mal die Leute von der Müllabfuhr, oder von Fließband. Da ist jeder froh, wenn er nicht mehr arbeiten muss.


Am 06. März 2017 schrieb paulo h. bruder:

Leider sehr zutreffend. Kapitalismus? Das Unwort der Sozialdemokraten. Und ihrer Berater.


Am 06. März 2017 schrieb Aleksander Korty:

Geschätzter Herr Galerist, bei ihrem, wie immer fundierten und gut recherchierten, sowie sehr informativen Artikel zu der Mogelpackung Schulz vielen mir am laufenden Band immer wieder neue Volksweisheiten ein und kluge Zitate anderer kluger Menschen. Sie werden mir sicherlich verzeihen, wenn ich hier davon einige los werden möchte!
Doch zunächst einmal eine Anmerkung zu ihrer Weissagung der politischen Zukunft der Bananen Republik Deutschland:Ich bin schon lange Zeit davon überzeugt. dass es höchst wahrscheinlich ist, dass nach dem Wahltag die Neuauflage einer GROKA ansteht, denn eine sogenannte "ROT"-ROT-GRÜNE-Koalition halte ich schon deshalb für unwahrscheinlich, weil dies zur Zerreißprobe für DIE LINKE werden würde, trotz der Ambitionen ihrer Opportunisten. An dieser Stelle eine Frage an den klugen Fachmann. Wenn einer diese Frage beantworten kann, dann Sie: Wer hat eigentlich diesen völlig irreführenden und schwachsinnigen Begriff von der "ROT"-ROT-GRÜNEN-KOALITION erfunden? ? ? Was bitte ist an dieser 'alten und längst politisch verkommenen Tante sPD' seit August 1914 noch rot ? Es ist doch eher ein schmutziges Orange mit Tendenzen zum Kack-Braun, wenn ich an solche Mitglieder wie Thilo Sarrazin denke, Mitglied der sPD seit 44 Jahren !
Doch zurück zum eigentlichen Thema, diesem SPRÜCHE-KLOPFER:
Der weise deutsche Volksmund sagt: "An ihren Taten sollt ihr sie messen, nicht an ihren Worten" und weiter: "Papier ist geduldig" Das gilt auch für das was dieser Mulz oder SCHmerkel so schreibt und sagt! Der Wahltag wird es zeigen. Und der ansonsten nicht von mir politisch geschätzte, aber kluge 'Eiserne Kanzler' hat mal geäußert: " Nirgendwo wird soviel gelogen, wie auf Beerdigungen, vor WAHLEN und nach Jagdgesellschaften." Auch einem Reaktionär kann mensch NICHT immer widersprechen. Denn er wusste wovon er sprach als bedeutender Politiker und passionierter Jäger. Übrigens zwei Eigenschaften, die er mit Erich Honecker gemeinsam hatte.


Am 06. März 2017 schrieb Ingo Schubert :

Die schwer erträgliche deutsche Jubel-Presse redet heute vom "Q-Effekt" hals habe Schulz was Neues erfunden. Danke für die coole Korrektur.

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