Der Kleister des Terrors

Gauck: Wir alle sind Deutschland!

Autor: U. Gellermann
Datum: 15. Januar 2015

Einige Tausend Menschen waren dem Aufruf des "Zentralrats der Muslime in Deutschland" und der "Türkischen Gemeinde zu Berlin" zur Mahnwache für ein „Weltoffenes und tolerantes Deutschland und für Meinungs- und Religionsfreiheit" zum Brandenburger Tor gefolgt. Diese Reaktion auf die Terroranschläge in Paris war auch eine Antwort auf die dumpfen Demonstrationen für Fremdenfeindlichkeit in Dresden und anderen deutschen Städten. Dass man in dieser Situation von den Vertretern der Muslime kein Wort der Klage über die Lage der Migranten in Deutschland hören konnte, ist verständlich: Das Menetekel von Paris sieht die Muslime in Europa mit dem Rücken an der Wand. Nur zu gern hörten sie deshalb den Phrasendrescher der Nation, Joachim Gauck, diese schlichte Lüge sagen: "Wir alle sind Deutschland!"

Wenn Du Hakan heisst und einen Job suchst, kannst Du schnell erfahren, dass Du nicht Deutschland bist. Denn den Job hat bereits Tim: Das erzählt eine Studie des "Sachverständigenrates für Integration und Migration". Denn wer einen "rein" deutschen Namen hat wird bei der Job-Vergabe bevorzugt. Mehr als ein Drittel der Arbeitslosen in Deutschland hat ausländische Wurzeln, drei Viertel davon erhalten Hartz IV. Der Anteil der Menschen mit Wurzeln im Ausland liegt aber nur bei 20 Prozent. Zwei Drittel von ihnen haben keinen formalen Berufsabschluss. Wer angesichts der sozialen Diskriminierung nur über Religion und Freiheit schwätzt, der nutzt die Anschläge in Paris als Kleister für eine Gesellschaft, die natürlich Unten und Oben kennt. Und unten sind mehrheitlich die Zugewanderten und ihre Kinder.

"Hunderte junger Männer aus Deutschland haben sich sogar dazu verleiten lassen, in einem fremden Land gegen unschuldige Menschen in den Krieg zu ziehen", fällt dem Gauck ein und keiner wagt öffentlich in ein bitteres Gelächter auszubrechen. Wie viele junge deutsche Soldaten waren und sind in Afghanistan? Wer hat sie verleitet in einem fremden Land Krieg zu führen? Solche, die von der "gewachsenen deutschen Verantwortung" faseln und Auslandseinsätze meinen. Wie viele französische Soldaten haben am Himmel über Libyen einen gnadenlosen Bombenkrieg geführt und jede Menge unschuldige Menschen vom Leben zum Tod befördert? Dem französischen Präsidenten, Nicolas Sarkozy lagen damals, nicht lange vor den nächsten französischen Präsidentschaftswahlen, schlechte Umfragewerte vor. Und erfolgreiche Kriege bessern traditionell die Werte der Amtsinhaber. Doch außer 50.000 Toten und einem kaputten Land konnte der Krieg keine "Erfolge" vorweisen.

"Die offene Gesellschaft", erzählte der Bundespräsident am Brandenburger Tor, "bezieht ihre Stärke gerade auch aus ihren Unterschieden." Die Brüder Chérif und Saïd Kouachi, die Attentäter gegen "Charlie Hebdo", waren Kinder algerischer Migranten. Chérif Kouachi wurde 2005 verhaftet. Die Fahnder, die ihn im Verdacht hatten zur Terrorszene zu gehören, fanden damals auch die Gebrauchsanweisung für eine Kalaschnikow bei ihm. 2008 wurde Chérif Kouachi deshalb zu drei Jahren Haft verurteilt. Die Brüder wuchsen in einem verkommenen Pariser Arrondissements auf. Cherif Kouachi lebte eine Zeit lang im Pariser Vorort Gennevilliers. Einer jener brutalen Orte der Pariser Banlieue, mit grauen, gesichtslosen Beton-Gebirgen, in denen die Armen in Wohnkäfigen gehalten werden. Diese Gesellschaft ist nicht offen. Nicht in Paris und nicht in Berlin. Im Jahr 2005 zeigten die Krawalle in den französischen Vorstädten wie stark die sozialen Unterschiede das Leben bestimmen: In mehr als 300 Kommunen gingen Hunderte Autos in Flammen auf, unzählige Schaufensterscheiben gingen zu Bruch, ganze Geschäftszeilen wurden geplündert. Mit den Krawallen wurde uns die Wahrheit über den "Unterschied" erzählt: Die kapitalistische Gesellschaft ist nach oben geschlossen, nach unten offen ist die Skala der Armut und jener Ohnmacht, die Gewalt erzeugt.

"Entscheidend sind nicht Herkunft, Hautfarbe oder Glaube. Die Freiheit, das Recht auf Leben, die Menschenrechte, sie gehören jedem Menschen." Wie schwere Lügenknüppel schlugen die Worte des Bundespräsidenten auf die Köpfe der Menschen vor dem Brandenburger Tor. Von der Reisefreiheit bis zur Meinungsfreiheit: Wie frei ein Mensch ist, entscheidet sein Konto. Hat er Geld, kann er reisen. Hat er sehr viel Geld, kann er seine Meinung verbreiten lassen. Rund 60 Prozent der Insassen der französischen Gefängnisse sind muslimischen Glaubens. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung liegt unter 10 Prozent. Sieht so Menschenrecht aus? Die sozialen Verhältnisse entschuldigen keinen Mord. Aber sie erklären: Wie die Gewalt der Diskriminierung Gewalt erzeugt. Wer wie Gauck die Furcht vor dem Terror als Kleister benutzt, um die auseinanderdriftende Gesellschaft zusammenzuhalten, der verhindert, die Ursachen zu erkennen. Der macht sich mitschuldig. Und wenn der "Deutschland" ist, dann gnade Deutschland Gott.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 18. Januar 2015 schrieb Pat Hall:

@ Volker Rudolph
auch wenn Sie durch meine Satzwahl etwas irritiert sein mögen hätte ich dann doch besser von Gefühlen editiert.
Aber wie verhält es sich mit der Demokratie wenn diese Heuchler die Insassen von Guantanamo vergisst und verrotten lässt ?


Am 18. Januar 2015 schrieb curti curti:

@ Pat Hall

Da dieser Art der Meinungsfreiheit zweckdienlich ist, geniert man sich u.a. noch nicht einmal vor einer Heuchler-Parade wie letzten Sonntag in Paris.oder der in Berlin. Das ist ein Grund warum es weiter geht.

Der nächste, mindestens gleichrangige, besteht darin das aus dieser absehbaren Konfrontation prima Reibach zu machen ist. Die explodierte Auflage, die innert weniger Minuten weltweit ausverkauft war, spricht hier eindeutig für sich. Das analog weltweit die Fetzen fliegen, wiederum mit Toten wie den gestrigen Nachrichten zu entnehmen, interessiert die Macher und Heuchler nicht die Bohne, trotz aller Krokodilstränen!


Am 18. Januar 2015 schrieb Volker Rudolph:

@ Pat Hall

Ihr Beitrag bez. J.Rennert spricht mir aus der Seele!

Einzig `Respekt vor Religionen´ irritiert mich etwas.

Ich habe Respekt vor Menschen die religiös sind. Es ist menschenverachtend wenn man die Grundlagen ihres Glaubens beleidigt oder zerstört! Das dies nach dem Vorfall in Paris westliches Brauchtum wird, ist entsetzlich!

Aber ich kann den Respekt vor einer Religion, als Religion an sich, nicht teilen.

Für mich besteht da ein Unterschied.


Am 17. Januar 2015 schrieb Pat Hall:

Prima Beitrag Herr J.Rennert,

den Sie in "geschichtsvergessener Naivität" verfassten .
In meiner Naivität frage ich mich warum die Sticheleien der Satiriker weiter gehen wie bisher ?
Man hat doch mit dieser Meinugsfreiheit ab jetzt die Büchse der Pandora geöffnet und wird sich weiter steigern weil manch ein Muslim sich mit Recht beleidigt fühlt ?
Gibt es den Respekt vor Religionen nicht mehr ?
Wenn ich mir die "Meinungsfreiheit" erlaube,dann sage ich in meiner Naivität AMI GO HOME und der Frieden in Europa stellt sich ganz von allein ein, oder?


Am 17. Januar 2015 schrieb Jürgen Rennert:

Bei Wikipedia liest sich unter dem Stichwort der 1923 bis 1945 von Julius Streicher in Nürnberg herausgegebenen antisemitischen Zeitung "Der Stürmer":

"Betroffenen jüdischen und nichtjüdischen Deutschen, die vom Stürmer beleidigt und angegriffen wurden, war allgemein jeder rechtliche Schutz dagegen verwehrt. Nach einem Urteil des Amtsgerichts Berlin, mit dem 1937 die Beleidigungsklage eines Rechtsanwalts zurückgewiesen wurde, hatte `Der Stürmer´ ,die Aufgabe, das Verständnis für den Rassegedanken im Volk zu wecken und zu vertiefen sowie die Bewegung im notwendigen Kampf gegen das Judentum zu unterstützen´. Es sei daher nicht als Verunglimpfung zu werten, wenn `an dem Verhalten einzelner Volksgenossen Kritik´ geübt werde."

Ich stelle mir - in geschichtsvergessener Naivität - nachträglich hoffnungsvoll vor, dass nach der Pogromnacht von 1938 ein mörderisches Attentat auf die Karikaturisten und Redakteure dieser Zeitung verübt worden wäre. Und weiß sogleich, wie die Goebbelsche Tageslosung  gelautet hätte "Ich bin der Stürmer!". Dass sich dieser Satz tags darauf auf unzähligen Transparenten und in der gesamten Tagespresse wiedergefunden hätte, steht ebenso wenig zu bezweifeln wie die brandaktuellen staatsmännischen Manifestationen, in denen sich die Begriffe von Freiheit und Pressefreiheit derart geschichtsvergessen beschränken und verdrehen lassen, dass sie in den Formeln "Je suis Charlie!" oder - um es direkt mit Gauck zu sagen - "Wir sind Charlie" aufgehen.


Am 16. Januar 2015 schrieb Manfred Ebel:

Frau Mensah-Attoh,

Sie haben sich zwar nicht ausdrücklich an mich gewandt, aber sich öffentlich erklärt. Ihr Wunsch ist mir sehr sympatisch. Auch Ihre Zustimmung zur Idee von Frau Möller. Nur ein paar Anmerkungen:
Es würde der eine der Wenigen durch einen anderen der Wenigen ersetzt. Seine oder ihre Aufgabe ist , uns zum Krieg anzustiften und ansonsten niederzuhalten.
Wulff wurde nicht etwa demokratisch, sondern auf Beschluss seiner Wenigen entfernt. Er hatte sich unbotmäßig verhalten. Suchen Sie ggf. Näheres im Netz.
Die Bildzeitung/Springerpresse wurde mit 7 Mio US-$ von der CIA gegründet. (Verweis auf A.v. Bülow).


Am 16. Januar 2015 schrieb JOB Brauerhoch:

Gauck--Gaukler--Phrasendrescher der Nation
Stimmt a punto! Leider. Sollte die bild mal als
Schlagzeile bringen......


Am 16. Januar 2015 schrieb curti curti:

Nachtrag:

Folgendem Artikel des KN ist ein youtube-Video enthalten, in dem mittels fortlaufender Bilder ab 2:00:00 aufgezeigt wird wie sich die `Pariser Verschwörung´ formatiert.

http://www.kritisches-netzwerk.de/forum/charlie-hebdo-pariser-gedenkkundgebung-wenn-politische-heuchler-sich-die-ehre-geben

Muß man nicht weiter kommentieren, kennzeichnet für sich selbst das Debakel unserer Zeit, auch am Brandenburger Tor festzustellen Anfang der Woche!

Weil mir in der 1. Reihe gerade Schoko-Poro ins Auge stach (das ist der dem der Gauckler und Madame nur allzu gern den Hof machen, Hände schütteln und Werte teilen), noch ein kurzes Video zu seinem konkreten `Werte-Verständnis´, hier z.B. gegenüber seinen Landsleuten in der Ostukraine:

https://www.youtube.com/watch?v=Y5oTtrYsd6w


Am 16. Januar 2015 schrieb Sven Heuser:

In der PR- und Mediengesellschaft kommt es darauf an, zitiert zu werden. Im Grunde geht es gar nicht um eine Erklärung, um die Erklärung, sondern um ihre Zitierfreundlichkeit. Auch der Journalist hat es eilig und ist für jedes medienwirksame Wort dankbar. So tritt an die Stelle des Programms das von unseren US-Besatzern für jeden Anlass und Auftritt vorgegebene Statement. Es prägt unauffällig die Rolle und das Image, in das der BRD-Politiker wie in eine Burka schlüpft, stets darauf bedacht, unerkannt zu bleiben. Er und sie verbergen ihr Innerstes, weil sie es für ungeschützt halten. In Wahrheit fürchten sie die Entblößung ihres Hirns.

Bundespräsident, Bundestagspräsident und die Kanzleramtschefin sowie etliche Minister müssen nach US-Vorgaben an Drähten navigiert in Schuhen laufen, die ihnen etliche Nummern zu groß sind. Die Agora ist zum Schmierentheater geworden. Jede Empörung darüber ist eine Attacke auf die eigene psychische Reinheit und Gesundheit, aber ändert gar nichts an den Gegebenheiten.


Am 16. Januar 2015 schrieb Brigitte Mensah-Attoh:

An RENATE MÖLLER:
Eine unerhörte Geschichte, die Sie da beschreiben... ich war sofort Feuer und Flamme !
Hoffentlich ist da jemand hellwach und greift die Idee zu unserem Nutzen auf!

Wenn sich die Story verifizieren ließe, dann ließe sich dem eitlen Pf/affengesicht GAUCK womöglich damit doch ein Bein stellen und ihn - so wie Wulff, mit Hilfe der BILDZEITUNG, damit aus dem Amt jagen? Korruption bleibt Korruption. Wulffs Tage waren nach den Korruptionsvorwürfen ja ebenso gezählt - wieso dann nicht auch hier.

Dies wäre vielen Menschen bestimmt eine Riesen Genugtuung - ihm quasi als kleines Gauck-Geburtstagspräsent einen kompletten Ortswechsel anzutragen, am besten weit weit fort, überm Großen Teich. (Bei seinen Freunden, den Amis/US-Streitkräften - würde sich ein Pfaffe wie Gauck sicher daheim und optimal aufgehoben fühlen - vielleicht sogar endlich am Ziel seiner geheimsten Wünsche angekommen! die notwendigen Voraussetzungen brächte er ja mit - ausreichend geübt im US-Ar.......Kriechen isser ja auch längst.


Am 15. Januar 2015 schrieb Volker Rudolph:

Ich bin mir nicht wirklich sicher, aber wenn die Worte des ersten Funktionärs dieses Staatswesens als Rede gewertet werden, dann wird dieser, oder besser diesem, durch ernsthafte Beachtung, zuviel Ehre erwiesen!

Wenn die Worte als Predigt verstanden werden, st anders darüber zu denken!
Wenn es ihm gelungen sein sollte, mit seiner Predigt Schäflein - und natürlich auch Schafe und Hammel - verschiedener Färbung hinter sich zu scharen, dann IST das, nach Expertenmeinung, eine epochale Predigt!


Am 15. Januar 2015 schrieb Ingrid Böhm-Duwe:

Warum rennt der Bundesclown nicht einmal auf einer Anti-Pegida Demo in seinen ehemaligen ostdeutschen Landen mit? Weil er zum einen dort nicht die ihm seiner Meinung nach gebührende Aufmerksamkeit erhält und zum anderen, weil man ihn dort gar nicht begrüßen würde? „Buh“-Rufe nicht ausgeschlossen? Für den Herrn Bürgerrechtler, der faktisch nie einer wirklich war?

Kaum werde ich dieses Typen ansichtig oder er gibt „Laut“, so habe ich zu kämpfen, damit mir nicht alles vorher Genossene aus dem Gesicht fällt.

Im Übrigen bin ich wieder hellauf begeistert von Ulis Artikel und die hervorragenden Kommentare.


Am 15. Januar 2015 schrieb Dagmar und Peter Prischmann :

Hallo, lieber Herr Gellermann,
recht vielen Dank für die tollen Gedanken, die Sie nun
schon jahrelang auf Ihrer Plattform äußern!


Am 15. Januar 2015 schrieb Florence Garnier:

Lieber Uli, danke für die Frischluft!


Am 15. Januar 2015 schrieb Karin Grotenhove:

Das verstehe ich unter Aufklärung. Danke.


Am 15. Januar 2015 schrieb Tor Habita:

... w a h r e TATSACHEN über a l l e "GLÄUBIGEN" ... »???«

Der Mensch braucht Luft zum Leben, ist er jetzt Luftsüchtig? Ist Atmen eine Krankheit?
Der Mensch braucht Wasser um zu Leben, ist er Wassersüchtig? Ist Durst eine Krankheit?
Der Mensch braucht Glauben um [erfüllt] zu Leben! Ist Leben eine Krankheit?
Papst Franziskus sagt: »Spirituelles Alzheimer« führe zur Abhängigkeit von häufig selbst konstruierten Glaubensüberzeugungen. Somit ist es für die röm. kath. Kirche offiziell - es gibt »krankhaften Glauben«; aber nicht jeder Glaube ist eine Krankheit!

@ Hans Jon
Bleibe also bitte Konkret, nicht der Glaube ist die Krankheit, sondern es gibt krankhafte Glaubensüberzeugungen.

Ja, Glaube quillt - er geht auf - aber nicht aus der Sehnsucht [das ist eine krankhafte Glaubensüberzeugung].
Aus Jesu quillt mein Leben; heist es in einem evangelischem Kirchenlied. Quillt, kommt auch von der nicht endenden Quelle.

Johannes 4, 14
[Jesus antwortete der samaritischen Frau:] wer aber von dem [lebendigem] Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben; vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe, in ihm zur sprudelnden Quelle werden, deren Wasser ewiges Leben schenkt.


Am 15. Januar 2015 schrieb Derfnam Caesar:

Alte Bauernregel:
Das was am wenigsten vorhanden ist ,darüber wird am meisten geredet


Am 15. Januar 2015 schrieb Moyra Mangold:

Was will uns dieser Knitterjonny eigentlich sagen? Das er zu DDR-Zeiten zu dämlich war, einen ordentlichen Beruf zu lernen? Er, der sich nun gerne hinter einer Mauer von Sprech- und Blubberblasen versteckt, um seine Gemeinheiten unter das Volk zu verstreuen, lebt doch förmlich auf, im Gebräu seiner Ausdünstungen. Dieser eitle Wicht und in sich selbst verliebtes Hologram verkörpert jene Deutschen, die sich gern und ausschweifend als edle Helden in Tagträumereien ergehen. Ich würde diesen Sprachtroll gern in erster Reihe stehend sehen wenn es heißt, dass Abendland muß in Syrien oder im Urwald verteidigt werden.


Am 15. Januar 2015 schrieb Lutz Jahoda:

Was ist Chuzpe?
Wenn einer seine Eltern umbringt und Vollwaisenrente beantragt.
Ein gelungenes Beispiel für unverfrorene Dreistigkeit.
Ich bediene mich mit Absicht dieser Tautologie und rufe brandstiftend und gleichzeitig löschend: Krieg ist Krieg, Geschäft ist Geschäft, Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps - und wir alle sind Deutschland!


Am 15. Januar 2015 schrieb Hans Jon:

Die Sprache aller "gläubigen" GAUCKler ist seit "Apostel" PAULUS irre, heuchelnd, wahn-"witzig" ... aber einen solchen GAUCKler zum "Ersten aller Deutschen" zu machen, das ist aber-"witzig"! Ein Psychiater-"WITZ": In ruhigen Zeiten behandeln wir sie, in unruhigen Zeiten "behandeln" sie uns! ... die PSYCHOPATHEN!
"Entscheidend ... ist nicht der GLAUBE", sondern die w a h r e n TATSACHEN über a l l e "GLÄUBIGEN" ... denn der "GLAUBE" quillt aus der Sehn-SUCHT, und die Sehn-SUCHT ist - wie alle SÜCHTE - definitorisch eine KRANKHEIT, eine LEIDEN schaffende LEIDENschaft! "Unser" GAUCKler "glaubt" an "FREIHEIT" ... welche? - wo?


Am 15. Januar 2015 schrieb Tor Habita:

Gegen Ausgrenzung für Toleranz und Inklusion - die gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen ...
wenn er Bundespräsident, das damit meinen würde wenn er sagt: Wir alle sind Deutschland! - tut er aber nicht.
Danke Uli, auch für die treffenden Zeilen - Die kapitalistische Gesellschaft ist nach oben geschlossen, nach unten offen ist die Skala der Armut und jener Ohnmacht, die Gewalt erzeugt. - und die Erkenntnis, das wir Gottes Gnade bedürfen :) ... `Glaube - Hoffnung - Liebe´ Gottes-Kit! wünsche ich allen Menschen.

Mich würde interessieren wie unser Bundespräsident folgende Zeilen aus der Bibel darlegen würde?


1. Johannes 3:6-18
*6 Jeder, der in ihm [anm. JESU] bleibt, sündigt nicht. Jeder, der sündigt, hat ihn nicht gesehen und ihn nicht erkannt.
*7 Meine Kinder, lasst euch von niemand in die Irre führen! Wer die Gerechtigkeit tut, ist gerecht, wie Er gerecht ist.
*8 Wer die Sünde tut, stammt vom Teufel; denn der Teufel sündigt von Anfang an. Der Sohn Gottes aber ist erschienen, um die Werke des Teufels zu zerstören. 
*9 Jeder, der von Gott stammt, tut keine Sünde, weil Gottes Same in ihm bleibt. Er kann nicht sündigen, weil er von Gott stammt.
[anm. »Gottes Same« ist der Heilige Geist - als göttliches Lebensprinzip]
*10 Daran kann man die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels erkennen: Jeder, der die Gerechtigkeit nicht tut und seinen Bruder nicht liebt, ist nicht aus Gott.
*11 Denn das ist die Botschaft, die ihr von Anfang an gehört habt: Wir sollen einander lieben
*12 und nicht wie Kain handeln, der von dem Bösen stammte und seinen Bruder erschlug. ...
[anm. Verweis auf 1. Moses 4:7-8 (hier *7 ... wenn du recht tust, darfst du aufblicken; wenn du nicht recht tust, lauert an der Tür die Sünde als Dämon. Auf dich hat er es abgesehen, doch du werde Herr über ihn!) in *8 erschlägt Kain Abel, er wurde nicht Herr über seinen Dämon]
*13 Wundert euch nicht, meine Brüder, wenn die Welt euch hasst.
*14 Wir wissen, dass wir aus dem Tod in das Leben hinübergegangen sind, weil wir die Brüder lieben. Wer nicht liebt, bleibt im Tod.
*15 Jeder, der seinen Bruder hasst, ist ein Mörder und ihr wisst: Kein Mörder hat ewiges Leben, das in ihm bleibt.
*16 Daran haben wir die Liebe erkannt, dass Er sein Leben für uns hingegeben hat. So müssen auch wir für die Brüder das Leben hingeben.
*17 Wenn jemand Vermögen hat und sein Herz vor dem Bruder verschließt, den er in Not sieht, wie kann die Gottesliebe in ihm bleiben?
*18 Meine Kinder, wir wollen nicht mit Wort und Zunge lieben, sondern in Tat und Wahrheit.



Nicht jeder mit Geld ist religiös, jedoch sollte der Staat, wenn er sich auf christliche Werte bezieht, doch sehr wohl die finanziellen Mittel bereitstellen die zur Bekämpfung der Not [z.B. Armut und Ohnmacht] nötig sind. Da kann eine Steuererhöhung ebenso helfen wir eine Verhinderung der Steuervermeidung; was nicht hilft ist eine Kürzung der Gelder, die sowieso nicht reichen ... und lasst euch nicht erzählen es ist kein Geld da!!! Oder, das eine schwarze Null vorteilhafter ist - wo liegen da die Prioritäten? "Wir alle sind Deutschland"


Am 15. Januar 2015 schrieb Herr Wurzelzwerg:

Gauck, dessen Namen man nur noch mit Verachtung aussprechen sollte, ist zwar für seine Hetzereien allgemein bekannt, hat aber ziemliche Konkurrenz. Zum Beispiel gelang es Lammert heute im Bundestag vor der Debatte zu den Pariser Anschlägen, völlig auszulassen, dass der Westen selbst mit seinen Kriegen und sonsten Verbrechen die Ursache für den Terror ist. Großer Beifall, übrigens auch von der Linken: Schön hat er gesprochen, der Lammert!


Am 15. Januar 2015 schrieb Dario Vo:

Wie bei Sarazin muss man den Bundespfaffen nur zitieren, um Satire zu schaffen. Vielleicht war auch die Frage im Kommentar von Henry Verding ("Was ist dagegen zu sagen, ... dass wir alle Deutsche sind") reine Satire. Beantworten will ich sie trotzdem.

Mit 18 wollte ich die deutsche Staatsbürgerschaft mal kündigen. Die Einberufung zur Bundeswehr hatte mich dazu veranlasst. Ging leider nicht. Der Staat betrachtet mich als sein Eigentum und aus seiner Bürgerschaft werde ich nicht entlassen ohne eine andere zu haben. Wunschgemäß staatenlos geht nicht. Dafür sind etliche Australier, Kanadier, Kasachen, usw wegen einer urdeutschen Großmutter berechtigt, bei Bundestagswahlen die Statthalter der Deutschen Bank zu wählen. Deutsch bin ich deshalb nicht. Ich bin lohnabhängig.


Am 15. Januar 2015 schrieb curti curti:

Zu seiner Charakterlosigkeit würde dies passen, wobei es bereits deutliche Zusammenhänge gibt, die sich in brenzligen Hemisphären abspielen. Denke da z.B. an Gaucks Rede vor der letzten Münchener Sicherheitskonferenz, die allzu konform mit dem steht was der GMF zu sagen hat.

https://www.versoehnungsbund.de/node/570

Ein Opportunist durch und durch, in der DDR zunächst beruflich, dann mit der politischen Führung lavierend. in quasi letzter Sekunde noch fix gewechselt zum Super-Bürgerrechtler und nach Fall der Mauer als "Exorzist" über diesen (auch seinen) Staat tätig. Gegenwärtig als Krönung von allem das Amt des Bundespräsidenten besuhlend.

Eigentlich logisch das er fortwährend soviel von Werten und Freiheit faselt, zudem eine Einheit beteuert von der auch er nur zu gut weiß das es sie de facto nicht gibt und auch nicht angestrebt wird. Er kann gar nicht anders. Feiner Christenmensch.!


Am 15. Januar 2015 schrieb Manfred Ebel:

Offene und Geschlossene Gesellschaften, die Vielen und die Wenigen
Hier einmal aufs neue Hand aufs Herz! Wer träumte oder träumt nicht davon, von den Vielen zu den Wenigen zu wechseln? Zu wechseln? Sich hoch zu arbeiten? Zu emi-/immigrieren? Gnadenreich aufgenommen zu werden? Sich korrumpieren, kaufen, niederträchtig machen zu lassen? An den lebenden Gaucklern sehen wir die Verruchtheit derer, die den Pakt eingehen und ihre Seele verkaufen.
Selbst der, der frei seinen Beruf wählte, nächsten Menschen der Vielen Trost und Orientierung mit der christlichen Weltanschauung zu geben - selbst bei dem sehen wir, wie er seine Seele verkauft für ganz und gar abgebettelte gnädige irdische Segnungen. ... und dafür seine Nächsten in der wirklich einzigen offenen Gesellschaft verrät. Absolution erjault er sich von der geschlossenen Gesellschaft und wird zum reißenden Wehrwolf gegenüber den ganz Vielen der offenen Gesellschaft.
Wahrhaft offen ist z.B. die Gesellschaft der Alis, Brigittes, Svens, Volkers, Harkans, die sich am 13ten abends um Uli versammelte. Auch wenn es manchmal weh tat und tut - man spricht, hört, streitet, erörtert, lernt, wägt ab, teilt aus, steckt ein. Leben und leben lassen.
Wahrhaft geschlossen ist die Gesellschaft der Gauckler.
Vom Werte-Theater der Wenigen bleibt nichts als nackte Lüge: "Der ist ja nackt!"


Am 15. Januar 2015 schrieb Benny Thomas Olieni:

Lieber Uli Gellermann,

danke für diesen Kommentar!

- Was Gauck meint, wenn er sagt, "Wir alle sind Deutschland." ist natürlich eigentlich: "Wir alle unterwerfen uns dem anglo-amerikanischen Terror, dem neuen Faschismus."
Das ist jedenfalls meine Übersetzung seines Gesülzes.
"Paris" ist eine gigantische Propaganda-Operation, weil die Machthaber, die nicht nur Gaucks "Geburtstagsfeier" finanzieren sollen, wie Frau Renate Möller schreibt, sondern die Gauck und Merkel und das ganze System "im Sack" haben, ihr Lügensystem nur noch mit der durch solche Terror-False-Flags / Propaganda-Aktionen erzeugten Ängste aufrecht erhalten können. Also durch Lügen, Terror, Propaganda, Überwachung und Angst.
Und diesmal haben sie als geeigneten Sündenbock die armen Muslime ausgemacht.
Frau Merkel richtete die Geburtstagsfeier für das Ackermann-Würstchen von der Deutschen Bank (wer sind die Machthaber hinter dieser Bank?) im Bundeskanzleramt aus. Die Machthaber der USA haben die europäischen Polit-Marionetten weitgehend "gekauft" (Paul Craig Roberts), was im Bild der US-finanzierte Gauck-Geburtstagsfeier auftaucht.
Diese Situation, in der wir uns jetzt in Deutschland / der EU-Organisation befinden, hätte Mussolini vermutlich "Faschismus" genannt.


Am 15. Januar 2015 schrieb Marie Tersteegen:

Der präsidiale Quark quillt ohne Pause aus dem Mann. Aber er ist gefährlich. Er kennt keine Parteien (Religionen, soziale Unterschiede) mehr sondern nur noch "Deutsche". Ähnlichen gefährlichen Unsinn verkündete Kaiser Wilhelm zu Beginn des Ersten Weltkrieges.


Am 15. Januar 2015 schrieb Henry Werding:

Ihr Liebling-Feind Gauck erfüllt Sie doch nur mit blindem Hass. Was ist dagegen zu sagen, wenn der Präsident in diesen Zeiten davon spricht, dass wir alle Deutsche sind? Anscheinend zählen Sie sich nicht dazu.


Am 15. Januar 2015 schrieb curti curti:

Phrasendrescherei ist das was bereits unmittelbar nach den Verbrechen in Paris einsetzte durch den politischen und medialen mainstream. Menschen sind dabei nur Mittel zum Zweck und deren Rechte beliebig auslegbar!

Und wer ergänzend die absurden Bildmontagen und deren mediale Verwertung gesehen hat, die letzten Sonntag mittels versammelter Politclique initiiert worden sind, ist der Frage nach konkreter "Werthaltigkeit" und "Qui bono" ein erhebliches Stück näher gekommen. Hilfreich auch die absehbar nächste Stufe, die jetzt gezündet werden wird, konkret die der Verschärfung allerhand Gesetze.

Vorbeschriebene Verhaltensweise reiht sich nahtlos ein in die Perversion des angezettelten Ukraine-Konflikts, den vielen Kriegen des für den NATO-Westen "erlösenden Terror-Zeitalters", die offensichtlichst von völlig anderen Motiven herrühren als den "edlen" Entritt für Menschenrechte und Freiheit, diesem obskuren Aspik der allenthalben vorgegauckelt wird. Die Affäre um Edward Snowden ist ebenso ein kristallklarer Spiegel purer Heuchelei. Es bedarf zunehmender Überwindung derartiges Gebaren zu kommentieren. Was sich festigt ist die Verachtung!

Zu Gauck fiel gestern sein u.a. wiederholter Spruch auf "Euer Hass ist unser Ansporn". Erneut werden mit Hass bereits Fakten geschaffen, die dann "folgerichtig" den Ansporn entfachen und somit die Reaktion als angemessen erscheinen lassen soll. Sollte nicht vielmehr gerade ein Pfaffe bzw. "Christ" dem Grunde nach nicht exakt gegensätzlich handeln?!

Eine opportunistische Perfektionist sondergleichen, für den bereits jeder Gedanke an sein hohles Gesülze eigentlich reine Zeitverschwendung ist.

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