Der Bündnisfall: Brände löschen mit Benzin

Eine Kriegserklärung an den Verstand

Autor: U. Gellermann
Datum: 18. November 2015

Als die USA, nach den Anschlägen am 11. September 2001, den NATO-Bündnisfall haben wollten, bekamen sie ihn: Die NATO beschloss am 4. Oktober zum ersten Mal in ihrer Geschichte eben diesen Fall. "Ein bewaffneter Angriff gegen einen Bündnispartner wird als Angriff gegen alle angesehen", so der damalige Generalsekretär George Robertson. – Jetzt fordert Frankreich, nach den Anschlägen in Paris, auch den Bündnisfall. Nicht nach dem NATO-Statut. Sondern dem Artikel 42 Absatz 7 des EU-Vertrages entsprechend: "Im Falle eines bewaffneten Angriffs auf das Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaats schulden die anderen Mitgliedstaaten ihm alle in ihrer Macht stehende Hilfe und Unterstützung."

Die USA traten damals schnellstens einen Krieg in Afghanistan los, obwohl die dort herrschenden Taliban keineswegs in den Anschlag vom 11. September verwickelt waren. Im Gegenteil waren die Taliban alte, ziemlich gute Freunde der CIA, die im Kampf gegen die Sowjetunion von den US-Freunden in Saudi Arabien und in Pakistan finanziert und munitioniert wurden. Hätte sich die wahllose Rache an der Herkunft der meisten Attentäter orientiert, wäre ein Krieg gegen Saudi Arabien fällig gewesen. Auch der Irak, der mit der Begründung überfallen wurde, er sei in die Anschläge verwickelt, hatte nachweislich mit den Terrorschlägen am 11. September 2001 nichts, aber auch gar nichts zu tun. Aber da die irakischen "Massenvernichtungswaffen" schon erlogen waren, kam es den USA auf weitere Lügen nicht an.

Nun also der EU-Bündnisfall. Der Lissabon-Vertrag, aus dem jetzt ein neuer Kriegs-Fall herausgelesen wird, war eine höchst undemokratische Verlegenheitslösung. Denn der EU-Verfassungsvertrag war 2005 in einem Referendum in Frankreich und in den Niederlanden abgelehnt worden. Da die Bevölkerung offenkundig nicht so wollte wie die EU-Obrigkeit, ließ man das mit den Volksabstimmungen schnellstens sein und fingerte den neuen Vertrag im Hinterzimmer der EU-Regierungs-Chefs: Das EU-Parlament durfte auch abstimmen, aber ohne jede bindende Wirkung. Tatsächlich muckten damals als einzige die Iren auf. Die setzten ein Referendum durch. Weil die irische Bevölkerung nicht sofort JA sagte, musste sie ein zweites Mal abstimmen. Auf den Fluren in Brüssel war man sich sicher, dass die EU-Staats-Chefs die Iren solange hätten wählen lassen, bis ein genehmes Ergebnis verkündet werden konnte.

Gab es damals, am 19. März 2011, als der französische Präsident Sarkozy als erster Staatschef der Anti-Gaddafi-Koalition acht Rafale und zwei Mirage Kampfflugzeug zu Luftschlägen nach Libyen schickte, einen bewaffneten Angriff auf Frankreich? Nein, der Angriff der französischen Luftwaffe sollte angeblich dem Schutz der libyschen Zivilbevölkerung dienen. Rund 50.000 Tote später konnte vom Schutz der Bevölkerung keine Rede mehr sein. Ein bewaffneter Angriff auf das Hoheitsgebiet Libyens war dieser Luftangriff zweifellos. Nicht wenige Kämpfer des IS kommen heute aus Libyen. Der IS hat dort gerade im August einen Aufstand niedergeschlagen. Staatliche Strukturen, die den IS verhindern könnten, haben die Anti-Gaddafi-Koalitionäre Frankreich, England und die USA gründlich zerstört.

Gab es jüngst, durch den Anschlag am 13. 11. 2015 einen bewaffneten Angriff auf Frankreich? Von wem? Aus dem Irak? Aus Syrien? Aus Libyen? Finanziert wird die IS-Terrorgruppe, die sich zum Anschlag in Paris bekannt hat, wesentlich von den Golf-Staaten: Von Kuwait, Bahrain, Saudi-Arabien, Katar, den Vereinigte Arabischen Emiraten und Oman. Wird Frankreich jetzt die Golfstaaten zerbomben? Nein, die französische Luftwaffe macht da weiter, wo sie schon seit einiger Zeit unterwegs ist, ohne dass ein Anschlag als Begründung angeführt werden könnte: Die Armée de l’air fliegt bereits seit September 2014 im Rahmen des US-geführten Bündnisses Luftangriffe auf Stellungen des "Islamischen Staates" im Irak. Seit etwa einem Monat bombt Frankreich auch in Syrien. Wenn man so erfolgreich sein sollte wie das Anti-Terror-Bündnis in Afghanistan, dann wird man es auch in den nächsten 14 Jahren noch mit dem Islamischen Staat zu tun haben.

Schon hat sich Frau von der Leyen, die tapfere Bundesverteidigungsministerin, zur Stelle gemeldet: Mindestens will sie die französischen Truppen in Mali entlasten. Da ist zwar der IS (noch) nicht. Aber das kann ja nach weiteren westlichen Militäreinsätzen werden. Der schon lange währende "Krieg gegen Terror", der immer nur zu weiteren Kriegen und weiterem Terror geführt hat, soll verlängert werden. In seiner Bilanz war und ist der Krieg gegen den Terror eine Kriegserklärung an den Verstand. Das Löschen von Bränden mit Benzin wird offenkundig zum Dauersport der irren Führungs-Eliten.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 01. Dezember 2015 schrieb Torsten Küllig:

Anzeige gemäß § 80 StGB i.V. mit Artikel 26 Abs. 1 Grundgesetz gegen Bundesministerin der Verteidigung Frau Dr. von der Leyen wegen Vorbereitung eines Angriffskrieges

Hiermit erstatte ich Anzeige gegen Frau Ursula Gertrud von der Leyen (geb. Albrecht; * 8.10.1958) wegen Vorbereitung eines Angriffkrieges gegen Syrien.
Begründung.
Die Terroranschläge von Paris wurden mutmaßlich von IS-Terroristen mit französischen und belgischen Staatsbürgerschaften ausgeführt. Der französische Präsident hat daraufhin entschieden, IS-Stellungen in Syrien zu bombardieren. Eine UN-Resulotion dazu gibt es bisher nicht, der rechtmäßige Präsident Assad hat Frankreich nicht um militärische Hilfe gebeten. Im völkerrechtlichen Sinne handelt es sich daher unzweifelhaft um einen Angriffskrieg.
Die Bundesregierung plant die Unterstützung Frankreichs bei dieser Militäraktion. Die in der Vergangenheit ebenfalls völkerrechtswidrigen Angriffskriege (Kossovo mit deutscher Beteiligung, Irak-Krieg 2003 ohne deutsche Beteiligung) haben allerdings den islamistischen Terror eher noch befeuert als bekämpft.
Jetzt unter deutscher Beteiligung IS-Stellungen zu bombardieren wäre so, als würde man Brände mit Benzin löschen. Bomben lösen keine Konflikte, Bomben verschärfen Konflikte. Die Terrorgefahr wird durch die Beteiligung der Bundeswehr in Deutschland eher noch steigen, als sinken. Dies ist eine gefährliche Entwicklung insbesondere im Hinblick auf die hohe Anzahl von unregistrierten und illegalen Einwanderen, die sich in der Bundesrepublik befinden.
Gemäß Grundgesetz ist die Teilnahme an einem Angriffskrieg verboten und unter Strafe zu stellen. Relevante Gesetze und Verträge sind dabei:
Artikel 26 Abs. 1 GG: Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig. Sie sind unter Strafe zu stellen. Nach Art. 2 des Zwei-plus-Vier-Vertrages vom 12. September 1990 über die abschließende Regelung in Bezug auf Deutschland gilt mit Inkrafttreten am 15. März 1991: (Verbot des Angriffskrieges) Die Regierungen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik bekräftigen ihre Erklärungen, dass von deutschem Boden nur Frieden ausgehen wird. Nach der Verfassung des vereinten Deutschlands sind Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, verfassungswidrig und strafbar. Die Regierungen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik erklären, dass das vereinte Deutschland keine seiner Waffen jemals einsetzen wird, es sei denn in Übereinstimmung mit seiner Verfassung und der Charta der Vereinten Nationen. Der in Ausführung des Art. 26 GG erlassene § 80 StGB umfasst tatbestandsmäßig nur die Vorbereitung eines Angriffskriegs mit Deutschland als Teilnehmer, wenn die konkrete Gefahr eines solchen Krieges auch tatsächlich droht. Als einzige Ausnahme kann angesehen werden, wenn nach einer Resolution des UN-Sicherheitsrats gemäß Art. 42 oder Art. 53 der Charta der Vereinten Nationen, die eine Basis für das Völkerrecht ist, die Anwendung militärischer Gewalt unter deutscher Beteiligung beschlossen wird. In diesem Fall liegt zumindest kein Verstoß gegen den Zwei-plus-Vier-Vertrag vor. Dies ist bisher nicht erfolgt.

Antwort von U. Gellermann:

Ein Brief dem sich viele anschließen sollten.


Am 23. November 2015 schrieb Pat Hall:

@Theaterkritiker,
vielen dank dass Sie meinen Namen erwähnten um auf den Linlkhin zu weisen..
Nur was soll die Frage nach den Grenzen und wer dort evtl. nicht mehr flüchten kann ?
Sie selbst könnten doch Ausreisen wann Sie wollen sofern Sie nicht in krimellen Angelegenheiten verwickelt sind ?
In dieser Hinsicht vertraue ich der Bundespolzei und der Gesetzgebung.
Und die Idee, es gäbe eine Organisation die "Eliten" außer Landes verschieben will,,die an die Rattenlinie nach WK.2 erinnert ,entstammt wohl von wirklich Außerirdischen.
Ansonsten fürchte ich mich nicht was die Zukunft in diesem Lande angeht..
Wenn MERKEL die Bevölkerung des Nahen Osten aufruft in´s Land der Wohlfahrt zu emigrieren und "WIR SCHAFFEN " das,dann bin & habe ich mich auf den Abflug aus diesem Land vorbereitet.
Von daher sollte man vorbreitet sein ob "Grenzen" geschlossen werden damit in Deutschland noch ein paar Deutsche bleiben und nicht flüchten können.


Am 21. November 2015 schrieb Stefan Westermann:

Ja, der "gute" Westen führt immer Krieg gegen verschiedenstes.

Krieg gegen die Drogen => ein blendendes Geschäft für Drogenkartelle und damit assoziierte Geheimdienste -zumindest westliche welche dann mit den Gewinnen andere kriminelle Aktivitäten finanzieren.

Krieg gegen die Armut => Das Ergebnis sieht man, die Armut wird nicht weniger, ist aber auch nicht beabsichtigt.

Krieg gegen den Terror => erstmalig vom damaligen drittklassigen Schauspieler Ronald Reagan ausgerufen, im Kampf gegen Nicaragua. Eine ähnliche Lüge

Wäre es den westlichen Staaten ernst mit diesen Kriegen könnten diese Krieg schnell und leicht beendet werden.

Drogen -- Rückführung der Geheimdienste auf ihre Ureigensten Tätigkeiten - der Sammlung von Informationen.

Armut -- ein anderes gerechteres Wirtschaftssystem

Terror -- noch leichter, wenn die USA (vorallem) einfach ihren Staatsterror einstellen würden gäbe es kaum noch Terror

letztlich wird aber nichts anderes übrig bleiben die verantwortlichen sogenannten "Eliten" zur Verantwortung zu ziehen. Sozusagen ein erweitertes Nürnberg / Tokio 2.0


Am 21. November 2015 schrieb Theaterkritiker:

Erst Mal wieder Danke, Uli - sowie den ergänzenden klugen Kommentaren!

@ Manfred Ebel: den Change.org-Newsletter hatte ich auch mal eine Weile, bald ein ungutes Gefühl dazu bekommen und wieder abbestellt. Auf der Homepage stellt es sich als Social Business dar (siehe Wikipedia), die Finanzierung ist unklar dargestellt. Beispiele für Spender hier gefunden: www.wsj.de/nachrichten/SB10319881725722884086804580326424210029984 . Vom Team sind ca. 150 Festangestellte, der riesige internationale Rest evtl. Provision?, habe nicht alles durchgescrollt. Ganz überwiegend in USA-Büros sitzend, der Firmensitz in GB. Für D ist z.B. Jeannette Gusko Communications Director, die zuvor in der Strategieberatung für Mercedes Benz in USA und das internationale Marketing-Unternehmen BBDO (Wiki) tätig war. Ich bin misstrauisch: Datensammlung und/oder Beschäftigungstherapie von kritischen Menschen (welche >Elite< hat sich schon je von Petitionen irritieren lassen)?

@Pat Hall: ja, voltairenet.org ist mir auch schon länger eine gute Quelle für Fakten und Hintergrund-Analysen.

Und wohin können wir flüchten, bevor die Grenzne zu sind? Frau Merkel bzw. ihr Ehemann soll ja schon ein größeres Anwesen in Paraguay erworben haben.

Es soll ja schon eine BW-Einheit trainieren, wie sie Politiker und sog. Eliten aus D raus schleusen, wenn´s knallt.


Am 20. November 2015 schrieb Michael Kohle:

Bündnisfall? Aha! Da war doch mal was? Nur, damals gingen die gleichen üblichen Verdächtigen wie jetzt auch wohl sortiert untereinander und aufeinander los, gnadenlos und über vier Jahre lang. Und alles angeblich nur wegen einem in Sarajevo gemeuchelten Kronprinzen aus „Habsburg". Einer rief sozusagen, und alle alle kamen. Alle waren gut vorbereitet und reichlich gesegnet mit Kriegsspielzeug von aller erster Sahne. Und am Ende hatten sie den am Zwickel, der doch nur dem ach so Gedemügtigen zu Hilfe eilen wollte. Wußte eigentlich - damals wie heute noch - überhaupt jemand genau, warum das große Schlachtfest erforderlich war? Vielleicht um Generationen von Geschichtsprofessoren und sonstigen Experten über Jahrzehnte hinaus zu beschäftigen?

Heute heißt also der Ort der Wahl Paris, auch noch - damit es auch jedem auffällt wie schlimm alles ist - an einem Freitag, den Dreizehnten. Ich wiederhole mich vielleicht, aber ich muss es noch einmal loswerden: die letzten Schüsse waren noch nicht gefallen, da blaffte der Verteidiger bzw. Rächer der "Grande Nation" (Zorro est arrivè) schon, er kenne die Scharlatane, benannte sie sogar mit dem nächsten Namen, den bis dato so gut wie niemand kannte und rief den Krieg aus, schickte die ersten auch noch „Fallwind" genannten Bomber los und ließ Gebaulichkeiten platt machen. Ob mit oder ohne Kollateralschäden, davon war keine Rede.

Seither vergeht kein Tag, keine Stunde, wo kein „Artilleriebeschuss" durch kriegsgeilste Medien auf das immer besser eingestimmte EU- Publikum nieder geht. Kostprobe gefällig? Liveticker aus Tante Liza´s Welt, der NTV-App von, heute eine Woche nach dem Ereignis und nur die Headlines:

9:53 Bombenalarm im belgischen Namur
9:43 Frankreichs Innenminister: ?EU hat viel Zeit verloren?
9:32 Strengerer Check von EU-Bürgern an EU-Außengrenzen
9:27 EU-Parlamentspräsident Schulz malt schwarzes Bild der EU
8:48 Besitzer von Päckchen im Zug meldet sich (einer der Gründe der Hannover-Hysterie)
8:24 Paris-Attentäter Abaaoud auf Metro-Video identifiziert
8:17 Gedenkfeier für die Opfer am 27. November
7:59 Belgien sucht angeblich Angehörigen der getöteten Terroristin
7:32 Republikanischer Präsidentschaftskandidat vergleicht syrische Flüchtlinge mit ?tollwütigen Hunden?
7:10 Umfrage: Bundesbürger für schärfere Sicherheitsmaßnahmen
6:55 Über 600 Hausdurchsuchungen in Frankreich
6:48 Führt eine Spur nach Arnsberg?
6:38 Sondertreffen zur Anti-Terror-Strategie
6:20 Wie bekommt man Terror-Angst in den Griff?

Gute Frage! Vielleicht in dem man sich derzeit von sämtlichen Quellen für Chaos-Propaganda fern hält? Denn ich höre ja nur aus Erschöpfung auf, weiter aufzuzählen. Das ging so weiter bis null Uhr und gestern war es in keiner Weise weniger schlimm, und die Tage davor und davor und davor. Und das ist ja das Futter, mit dem alle anderen „Lautsprecher" das Volk auch einstimmen.
Konkrete Belege dafür, dass Demokratie und Recht und Freiheit momentan nur stören würden. Würden! Also, weg damit.

Nein, zu den Ereignissen äußere ich mich hier nicht mehr. Möchte hierzu verweisen auf ein Interview mit Daniele Ganser auf Tele-Basel zum defragmentierten Thema, dort ist alles gesagt. Kann ich jedem empfehlen, der eine etwas andere Sicht der Dinge zu schätzen weiss. Nein, kein link. Interessierte werden es schon zu finden wissen. Und der Anti-Ganser-Kampfsporttruppe aus Witten/Westfalen - die mit dem rot-olivgrünen Bäpper am Revers - will ich es auch nicht zu leicht machen. Würden sowieso nur Bahnhof verstehen, Ganser redet feinstes Schwyzerdütsch.

Eine Frage am Rande ist, ob die Arbeitsagentur ihren Empfehlungskatalog für die beste Berufswahl schon angepasst hat. Die Nachfrage nach Terrorismusexperten zieht nämlich an, ebenso wie die nach Brandstiftern, Trittbrettfahrern, Auftrags-Trollen und agents provocateurs und vielem anderen mehr. Aber lassen wir das, heißt es doch: versuche nicht zu ändern, was du nicht ändern kannst.

Ein Gedanke von heute Morgen sei mir noch erlaubt. Der Präsident des EU-Parlaments und Feldwebel His Honorable Mr. Martin Schulz hat mich mit seiner Rede (siehe oben 9:27) sehr nachdenklich werden lassen. Sagte er doch u.a.: Terroristen haben wahllos und heimtückisch 120 bis 130 unschuldiger Menschen abgeschlachtet - das "blame game" ist hinlänglich bekannt - es stellt sich die Frage nach unserer Glaubwürdigkeit. Und wo er recht hat, hat er recht. Spätestens mit dem Wissen von heute (inkl. zugrunde liegendem Filmmaterial) könnten diese Sätze auch komplett mit 80 bis 100 ausgesprochen werden. Was das total überneutrale Wikipedia als Euromaidan, als - ich zitiere - "rückblickend Revolution der Würde“zu verkaufen sucht, war letztendlich doch auch nichts anderes als ein ?wahlloses Abschlachten von unschuldigen Menschen, sogar Polizisten durch finstere Machte.

Nicht nur dank der Beantwortung der ewigen Frage cui bono? wissen wir heute, dass die dunkle Macht vom NS dahinter stand oder alles zumindest mehr als billigend in Kauf genommen hat. NS - nein, dass sind nicht die hirnlosen braunen Banden, die danach an die Macht gespült und in den Donbas gezogen sind zur Fortsetzung der würdigen Revolution inkl. Abschlachten und Wegbomben der widerspenstigen Bevölkerung. NS - das ist der global agierende NATO-Staat, das NWO-Papsttum, da ist das Kalifat Dreck dagegen. Parallelen zum IS können jedenfalls nicht geleugnet werden. Unterschiede sind allenfalls in der Ausprägung diverser Methoden und Maßnahmen festzustellen, rudimentär zwar jedoch offensichtlich.

Der größte Unterschied allerdings besteht darin, dass das Terrorziel keinen sofortigen Bündnisfall ausgerufen sondern die Beine unter die Arme genommen hat und umgehend über alle Berge war. Hätte Yanukowitsch mehr „Eier" gehabt, hätte vielleicht dem NS Einhalt geboten werden können Zumindest in der Ukraine, das in Syrien angezettelte nächste regime-change-Techtelmechtel war ja schon gestartet. Eine Datsche im Ural hat ihn dann doch mehr gereizt. Der Verdacht, dass Väterchen Vladimir aus Eigeninteresse - Arbeitstitel: wie sichere ich mir für ein und alle Zeiten meinen Kriegshafen in Sebastopol - für die Emigration von Y. statt Bündnisfall optierte - ob er so falsch ist?


Am 20. November 2015 schrieb Andreas Krödel:

Lügen, Verzerrungen, Verdrehung von Tatsachen, das ist heute leider "staatstragend", ebenso wie die bewusste Kriminalisierung unserer Proteste dagegen, das Spalten und Zersplittern der Vernunft hat sich für die "Mächtigen" gut bewährt!
Sehr gute Beiträge hier!


Am 19. November 2015 schrieb Georg Fredestein:

Inmitten des Medienterrors der Terror-Hysterie eine Stimme der Vernunft. Dafür bin ich dankbar. Ohne solche Artikel wäre der Chor der Idioten nicht auszuhalten.


Am 19. November 2015 schrieb Detlef Mitscherling:

Mit großem Interesse lese ich die Artikel und Berichte der Rationalgalerie, wie auch diesen über die Kriegstreiberei unserer Regierung etc., auch wenn ich dabei oft sprachlos bin und manchmal denke, ich sei in einem anderen Film.
Einerseits freue ich mich darüber, dass es Journalisten/innen gibt, die der Wahrheit nicht nur verpflichtet sind, sondern diese auch schreiben bzw. darüber berichten, und andererseits beschleicht mich langsam der Gedanke an einen (Bürger)Krieg. Denn ich frage mich, wie lange noch wird sich das Deutsche Volk all die Lügen der sogenannten Eliten und Intellektuellen, die an sich der Wahrheit verpflichtet wären, noch bieten lassen?
Ungeachtet meiner Sorge: Bitte macht weiter so, denn ihr schreibt nicht in den Wind.


Am 19. November 2015 schrieb Pat Hall:

An unsere Leser,
Seit fünf Jahren hören die Franzosen von fernen Kriegen,ohne zu verstehen worum es geht,
doch plötzlich taucht die geleugnete Wahrheit auf....,
dieser Text stammt nicht von mir,aber wer weitere Informationen sucht findet so manches Neue unter diesem Link von Thierry Meyssan,
http://www.voltairenet.org/article189298.html


Am 19. November 2015 schrieb Torsten Küllig:

Vielen Dank für Ihren Beitrag "Löschen mit Benzin". Ich wünschte mir in den sogenannten Leitmedien würde so etwas auch stehen, stattdessen reihen sie sich mit ein, in diejenigen, die die Gewaltspirale anschieben.
Ich bin mittlerweile überzeugt, dass das von den Eliten sogar gewollt ist oder zumindest billigend in Kauf genommen wird. Ich würde mir wünschen, dass alle kriegsbegeisterten Schreiberlinge sich das Buch von Michael Lüders " Wer den Wind säht" durchlesen würden.
Ja ich weiß, man ist hier schnell in der Schublade eines Verschwörungsthoeretikers.
Aber wer die Rede von George Friedman von Stratfor kennt, kann zumindest mutmaßen, das alles nicht zufällig passiert.

Das beigefügte Schreiben habe ich einigen bedeutsamen Chefredaktionen zugesandt. Bisher gab es nur wenig Resonanz und die, die antworteten, kannten Friedman nicht, oder fanden diese Rede nicht nachrichtenrelevant...
Vielleicht haben Sie noch eine Idee oder Möglichkeit, wie man diese Rede einem breiten Publikum vermitteln kann. Oder haben Interesse an der Auswertung der Antworten? Der Botschafter hat übrigens bis heute nicht geantwortet. (erwartungsgemäß)


Sehr geehrter Herr Botschafter Emerson,

ich habe mir kürzlich die Rede von George Friedman vom 16. März 2015 angesehen
(https://www.youtube.com/watch?v=QeLu_yyz3tc ab Minute 4:35). Aufmerksam darauf
bin ich nur durch einen Redebeitrag von Frau Wagenknecht im Deutschen Bundestag
geworden. In unserem Leitmedien habe ich bisher dazu leider nichts lesen können.
Der Inhalt dieser Rede besorgt mich als mehrfacher Familienvater sehr.
Bisher waren für mich die Vereinigten Staaten die Schutzmacht der Freiheit und des
Friedens der westlichen Welt.

Nach dieser Rede habe ich aber Zweifel, ob das wirklich so uneingeschränkt stimmt.
Mich würde daher interessieren, wie weit der Einfluss des thinktanks Stratfor innerhalb der Amerikanischen Administration ist? Handelt es sich hier nur um die Einzelmeinung von
Herrn Friedman oder ist es eine präzise Einschätzung der geopolitischen Marschroute der Vereinigten Staaten für die kommenden Jahre?

Haben Sie eine Erklärung, warum diese bedrohlichen Worte von Herrn Friedman nicht in
unserer Medienlandschaft veröffentlicht werden? Es kann doch nicht im transatlantischem Interesse sein, dass diese Informationen nur bei Russia Today oder anderen alternativen Medien erhältlich sind.

Ich bin ebenfalls wie Sie Vater und mache mir nach dieser Rede ernsthafte Sorgen, wie friedlich es weiterhin in Europa bleiben wird und würde mich sehr über eine Antwort von Ihnen freuen.


Am 19. November 2015 schrieb Manfred Ebel:

Farbe bekennen:
https://www.change.org/p/das-deutsche-volk-das-russische-volk-die-russische-f%C3%B6deration-die-un-wir-fordern-ein-referendum-zur-eingliederung-deutschlands-in-die-russische-f%C3%B6deration


Am 19. November 2015 schrieb Burkhard Ohligs:

Ich frage mich, wessen Verstand für eine Kriegserklärung (an ihn) überhaupt noch empfänglich ist...

Ihr Artikel, Herr Gellermann, hat mir sehr gefallen. In knappen und treffenden Worten zusammengefasst, was für ein Irrsinn seit Jahrzehnten auf unserem Planeten tobt.
Was mich immer wieder zu erschüttern vermag, ist die Tatsache, wie leicht diese irren Führungseliten ein Heer von geistig degradierten Vasallen finden, welche ihnen bewusstlos, mit blindem Gehorsam folgen.


Am 19. November 2015 schrieb Ernst Grobschmied:

Der Flugzeugträger Charle-De-Gaulle sollte Kurs auf die Bannmeilen-Architektur rund um Paris und die 2-Klassen-Stadtplaner nehmen. Hier beginnt der NATO-Bündnisfall, denn Menschen dürfen nich sozial ausgegrenzt werden durch Ghetto-Architektur.
Zur Finanzierung des Wiederaufbaus in Nah-Ost sollten den bekannten Terror-Paten Saudi-Arabien, Katar, VAE, Oman, Kuwait, Bahrain die Aktienanteile an europäischen Unternehmen entzogen und der gebeutelten Bevölkerung in Nah-Ost übertragen werden.

Nur eine Energiewende (z.B. desertec) wird die Macht dieser Öl-und Geldgierigen Typen stoppen und für Frieden sorgen. Energie zum Nulltarif für alle, der Super-Gau der Elite.


Am 19. November 2015 schrieb Hella-Maria Schier:

Dazu fällt mir ein, gehört oder gelesen zu haben, dass in den USA, bzw. bei ihren Bürgern, die vielen ausländischen Kriegseinsätze nicht mehr gut zu verkaufen sind, dass viele meinem, Geld und Engagement wäre an anderer Stelle nötiger und Blut von jungen Amerikanern sei genug geflossen, mit zweifelhaftem Ergebnis.

Da der "Krieg gegen den Terror"aber weitergehen soll, müssen künftig vermehrt andere ran und ihr Geld und Leben einsetzen für Amerikas Ambitionen: wir, die treuen Freunde.
Ob Stationierung von modernen Atomwaffen, die uns im Ernstfall zum Angriffsziel machen, oder Kriegsbeteiligung in Nahost, wodurch wir uns als Terrorziel anbieten- jedenfalls soll Europa seine Haut hinhalten und sich engagieren. Gauck, Merkel und von der Leyen können es kaum erwarten.

Ein Bekannter hat in den türkischen Nachrichten von einem gerade geglückten lukrativen Waffengeschäft mit mehreren Nahost-Ländern gehört, eines davon Saudi-Arabien.

Frankreich ist jetzt hochmotiviert, Charlie Hebdo hatte vielleicht noch nicht ganz genügt...oh, jetzt werde ich verschwörungstheoretisch.
Wen bombardiert Frankreich jetzt genau? Eigentlich tun sie das doch sowieso schon die ganze Zeit.

Es führte laut Erklärung zu diesem Rache-Anschlag in Paris und dafür wird jetzt wiederum Rache geübt. Besonders logisch erscheint das Ganze nicht.
Währenddessen und demnächst vermehrt sitzen die jungen tapferen Amerikaner
ganz sicher zuhause an ihrem Joy-Stick und lenken Killerdrohnen auf "den Feind".
Das zivilisierte Gegenteil von einem "perversen", primitiven Selbstmordanschlag.
Und wir sind so nett, von Ramstein aus zu helfen.


Am 19. November 2015 schrieb Brigitte Klara Mensah-Attoh:

An LUTZ JAHODA :
wenn Du kannst, gib mir doch bitte ein bißchen Hoffnung ab! Deine Reim-Kunst geht übrigens direkt unter die Haut !!
An RENATE VETTER:
Wirklich herzlichen Glückwunsch - ebenso ging es mir vor 2, 3 Jahren !

PS: "Das Löschen mit Benzin wird zum Dauersport der irren Eliten ....!"
Was ist eigentlich los? besteht eigentlich keine Aussicht auf
Disqualifizierung von uns´ Ursula - wegen der jüngsten PLAGIATSENTHÜLLUNGEN - so wie von und zu Guttenberg (abgehauen in die USA) oder Annette Schawan (abgehauen in den Vatikan) - um evtl. größeren Schaden zu vermeiden????
Weiß jemand was ? Oder geht das jetzt etwa unter unter dem Eindruck der sich überschlagenden Ereignisse?


Am 18. November 2015 schrieb Renate Vetter:

Ich bin durch einen Link auf den NachDenkSeiten auf Ihre Seite gestoßen und habe ein bisschen "gestöbert". Bravo! kann ich nur sagen. Ich bin froh, dass ich Sie gefunden habe. Ich habe schon befürchtet, mein Mann und ich sind ganz allein auf weiter Flur mit unserer Meinung zu den Geschehnissen auf diesem Planeten.


Am 18. November 2015 schrieb Lutz Jahoda:

Kluge Beiträge der RATIONALGALERIE gebären kluge Leserzuschriften. Auch heute genieße ich wieder tief befriedigt die Beiträge der Vernunftgemeinschaft Ratio und schöpfe Hoffnung.


Am 18. November 2015 schrieb Thomas Nippe:

Der Westen hat es schon immer verstanden zwischen Menschen und Menschen und Menschen usw.usf. fein säuberlich zu unterscheiden. Oben die weiße Herrenrasse, und unten der Dreck, Müll und Abschaum.
Das hat eine lange Tradition im sich "christlich" verstehenden Abendland, pardon d.h. ja heute die "Glaubnes- und Wertegemeinschaft". Gauck ist da nur eune Fußnote, wenn auch eine besonders widerliche.


Am 18. November 2015 schrieb Alexander B.:

Danke für die Bemühung um Klarstellung!
Auch alle anderen Berichte und Artikel auf dieser Seite möchte ich ausdrücklich loben und mich bedanken, dass diese Arbeit von Ihnen gemacht wird. Ich bin froh, diese Seite gefunden zu haben und werde sie auf jedenfall verbreiten!

Grüße und weiterhin viel Erfolg!


Am 18. November 2015 schrieb Pat Hall:

Ist der Islamischer Staat nun ein legitimer Staat oder habe ich da etwas übersehen ?
Der Kriegs-Gauk mit dem Hang zum transatlantischem Pakt sagt doch es seien Mörderbanden die es zu bekämpfen gilt während Andere sie auch als Menschen- Schlächter bezeichnen ?
England und Nord-Irland litten damals unter den Bombenanschlägen der Freiheitskämpfer IRA (Terroristen?) die für die Einheit Irland´s ihr Unheil anrichteten?
England rief keinen Bündnisfall aus um die Republik Irland zu bestrafen ,denn es waren doch "nur" Freischärler,oder ?

Vielen dank an U.G. für die detailierte Meinung.


Am 18. November 2015 schrieb Ingrid Böhm-Duwe:

Was mal wieder zeigt: Was nicht passt, das wird passend gemacht. Irgendwo findet sich ein Gesetz, das sich dann trefflich nach Gutdünken auslegen oder interpretieren lässt. Zwecks Rechtfertigung „unguten“ Tuns. So geschehen bereits immer, wenn man an die Waffenlieferungen denkt. Wo dann Gebiete einfach mal als „bedenkenlos“ eingestuft wurden wie z.B. Saudi Arabien. Was auch den „gar nicht“ Aufschrei empörter Regierenden aus Deutschland erklärt, so es um Verbrechen und Menschenrechtsverletzungen dort geht.

Eine „Kriegserklärung“ an die Dummheit, den Zynismus und durchscheinende Heuchelei in Bezug auf Legitimierungen von kriegerischen Handlungen, die Unmengen von unschuldigen Menschen das Leben kosten, wäre angebracht. Und das alles geschieht im Namen der „Demokratie“. Ist nichts anderes als die perfiden und verlogenen Kreuzzüge der Christen gegen die Andersgläubigen. Da hieß es „im Namen Gottes“. Heute hat der Gott einen anderen Namen: „Mammon“. Ist aber immer noch der gleiche, nur kein wirklicher "Gott" der Güte der Menschlichkeit und der Vernunft. Soll aber, so man den „berittenen Truppen“ ´gen Feindesland, dem Oberpfaffen und der grauslichen „Laien“-Tante u.a. Glauben schenken würde, ein „Guter“ sein. Nicht etwa „ölig“ oder mit einer Art von „Onkel Dagobert“-Attitüde ausgestattet…

Heuchelei: materia prima des Teufels.


Am 18. November 2015 schrieb Lea Reuther:

Nirgendwo sonst so klar, deutlich und verständlich aufgelistet: Die Linie des Terrors. Wenn die sogenannten Eliten nur lesen könnten!


Am 18. November 2015 schrieb Benny Thomas Olienii:


"Kriegserklärung an den Verstand" - wie wahr!

Krieg gegen den Terror?

Wie mal jemand sagte:

Man kann keinen Krieg gegen ein Substantiv
führen.

Und wie mal jemand fragte:

Was kommt, wenn der Krieg gegen den Terror gewonnen ist?

Der Krieg gegen den Horror?

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