Der 3. Weltkrieg droht

NATO-Soldaten retten Osteuropa

Autor: U. Gellermann
Datum: 05. Januar 2017

Der US-Star-Autor David A. Andelman hatte es dem Sender CNN anvertraut und der hatte es schleunigst der NATO weitergegeben: Der 3. Weltkrieg beginnt in und um die Suwalki-Gap. Das ist jene unscheinbare Lücke, die zwischen zwei Dreiländerecken verläuft: Dem Dreiländereck Litauen-Polen-Belarus und dem Dreiländereck Litauen-Polen-Russland. Der Suwalki Gap liegt genau zwischen dem Nato-Partner Polen, dem Territorium der russischen Exklave Kaliningrad und Weißrussland. In den nächsten Tagen verlegt deshalb die US-Army eine komplette Panzerbrigade mit 4000 Soldatinnen und Soldaten und mehr als 2000 Panzern, Haubitzen, Jeeps und LKW dorthin. Die militärische Fracht wird in Bremerhaven ausgeladen, um dann mit Zügen, Fahrzeugkolonnen und weiteren Schiffen Richtung Osten, eben in die 3. Weltkriegs-Lücke nach Suwalki geworfen zu werden.

Etwa 900 Waggons mit militärischem Material werden per Eisenbahn von Bremerhaven nach Polen gebracht werden. Voller Stolz teilt das Landeskommando Mecklenburg-Vorpommern der Bundeswehr mit: „Bildlich gesprochen entspräche dies einer Gesamtzuglänge von zirka zehn Kilometern“. Hinzu kommen ungefähr 600 Frachtstücke, die vom Truppenübungsplatz Bergen-Hohne ebenfalls per Bahn nach Polen transportiert werden. Rund 40 Fahrzeuge sollen direkt über die Straße nach Polen bewegt werden. Räder aller Art sollen rollen für den Sieg im Kampf um die Suwalki-Lücke.

Der US-Befehlshaber für Europa, General Frederick Hodges, versucht alles, um nur ja nicht zum 3. Weltkrieg zu spät zu kommen: „Verhandeln kann man mit Russland nur, wenn man Stärke zeigt“, sagte der Mann vor der Verlegung seiner Truppen nach Polen und ins Baltikum. Der General versteht sein Handwerk. Schließlich war er als Kommandeur der 1. Brigade der 101st Airborne Division in der Führung der Operation „Iraqi Freedom“. In jenem Krieg, in dem die USA ordentlich Stärke zeigte und etwa eine halbe Million Iraker vom Leben zum Tod befreite. Die Airborne-Division ist jene tapfere Truppe, deren Mitglieder am 12. März 2006 in Mahmudija in ein Haus eingedrungen waren und ein 14-jähriges Mädchen vergewaltigten. Einer von ihnen brachte die sechsjährige Schwester und die Eltern des Opfers in einen Nebenraum und ermordete alle drei. Zusammen mit seinen Kameraden setzte er dann das Haus in Brand, um die Tat zu vertuschen. Hodges ist fraglos der Mann, dem man die Führung des 3. Weltkrieg anvertrauen kann.

Fast so tapfer wie der US-General ist die deutsche Kriegsministerin Ursula von der Leyen: "Wichtig ist, dass die Nato sich so stark aufstellt, dass klar ist, dass niemand sich einen Vorteil davon versprechen kann, dieses Militärbündnis anzugreifen." Zwar hat niemand das Militärbündnis bedroht, aber der gute alte Gleiwitz-Trick funktioniert doch immer noch: Ab heute wird zurück geschossen. Als damals, nach dem deutschen Überfall auf Polen, die Neuregelung der deutschen Ostgrenze ihren mörderischen Gang nahm, wurde Suwalki übrigens erst in Suwalken, später am 21. Mai 1941 in Sudauen umbenannt. Nicht mehr lange, denn schon im August 1944 musste die 170. Infanterie-Division der deutschen Wehrmacht westlich von Suwalki Verteidigungsstellungen beziehen, um der sowjetischen Armee den Weg nach Berlin zu verlegen. Schon im Ersten Weltkrieg erreichte die deutsche Frontschwester Maria (Tutti) Dickhäuser ein Brief ihres Liebsten aus einem Schützengraben westlich von Suwalki: „Liebe Tutti, das Bataillon hat noch 3 Offiziere . . . es ist furchtbar . . . wann wird es mich treffen?“ Eine Frage, die sich von der Leyen und ihre Vorhut in den Medien nie stellen müssen und deshalb auch nie stellen werden.

"Ich denke, es gab in den vergangenen Jahren kein Ereignis, das so wichtig war wie der heutige Nato-Gipfel, wie die Tatsache, dass in Polen dauerhaftes Nato-Militär stationiert wird. Das wird Aggressoren den Wunsch auf eine Aggression gegen Polen oder andere Staaten nehmen", erklärte der polnische Innenminister Mariusz Blaszczak im Vorfeld der Truppenverschiebungen nach Suwalki. So wenig wie die deutsche Regierung scheint auch die polnische aus der Geschichte und den Kriegen gelernt zu haben. Der Russe, den die beiden minderbegabten Minister ins 3. Weltkriegs-Visier nehmen wollen, war im Herbst 1944/Frühjahr 1945 schon mal in Suwalki/Sudauen: Als das Kreisgebiet durch die Rote Armee gegen die Deutschen erobert wurde. Danach erst war Polen befreit und das Gebiet wurde den Polen zurück gegeben. Hat man die Geduld der aktuellen chauvinistischen polnischen Regierung zu lauschen, dann war alles ganz anders: Die Polen haben sich von den Russen befreit und die Deutschen schauten wahrscheinlich dabei zu. Oder so.

Der nächste große Krieg kann vermieden werden. Ein Schritt ist der, mit seinen Nachbarn in Frieden zu leben. Ein nächster ist der, aus der NATO auszutreten. Und vorab, vor den großen Schritten, die kleineren: In Bremerhaven rufen die Friedensbewegten zur Demonstration gegen die Militärtransporte auf: Man trifft sich am 7. Januar 2017 um 12 Uhr an der Großen Kirche in Bremerhaven. In Berlin findet eine Mahnwache an der US-amerikanischen Botschaft am Pariser Platz statt: Am Samstag, dem 7. Januar 2017, um 12:00 Uhr. So ginge die Rettung Europas. Von unten.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 15. Februar 2017 schrieb Anneliese Borrmann:

Gier wird mit dem Feuer gespielt und dabei ist es so ernst.
Ich bin überzeugt der 3. Weltkrieg kommt und es gibt keinen Gewinner, nur Verlierer.
Die USA ist der Kriegstreiber Nr. 1, hat auf seinem Kontingent genug zutun , soll Europa und Asien zu frieden lassen. USA hat den ganzen Nahen Osten aufgemischt und nur Unfrieden gestiftet..Warum erkennt keiner den Charakter der USA


Am 10. Januar 2017 schrieb Chris Wit:

Sie verbreiten hier eine Menge Lügen. Ich konnte keine unabhängige Bestätigung ihrer Behauptung finden, dass Hodges eine 14-jährige vergewaltigt haben soll und sie führen keinen Beleg an. Auch der Bezug auf Suwalki scheint so an den Haaren herbeigezogen wie die offensive Wertung der NATO-Truppenverlegung. Allerdings akzeptiere ich RT nicht als Beleg, denn die werden direkt von der russischen Regierung bezahlt. Ich habe auch schon genügend Erfahrung mit diesen Tatsachenverdrehern gemacht. Mir felt hier jeder Hinweis auf den tückischen Angriff Putins auf die Ukraine. Wenn Sie diesen Kommentar nicht veröffentlichen, bleibt mir nichts über, als dies als Zeichen zu werten, dass Sie selbst eine bloße Propagandawebseite sind.

Antwort von U. Gellermann:

Huch, ich zittere vor Ihrer Drohung. Sie snd ja fast so gewalttätig wie die US-Armee.
Leider können Sie nicht lesen: In meinem Artikel stet nichts von einer Vergewaltigung durch Hodges. Sondern über die Mitglieder der Airborne-Division, die unter seinem Kommando im Irak stand: https://de.wikipedia.org/wiki/101st_Airborne_Division_(Vereinigte_Staaten). Auch sonst hapert es bei Ihnen mit den Zusammenhängen. Aber vielleicht lernen Sie es ja noch.


Am 10. Januar 2017 schrieb Heinz Schneider:

Das, was Uli hier beschreibt, ist nicht das Ergebnis unantastbarer amerikanischer Hegemonie, sondern es sind die Zeichen ihres herannahenden Endes.
Das Jahr 2016 wird eindeutig für Letzteres stehen. Russland zeigt der Welt, wie Diplomatie funktioniert und erzwingt die Zustimmung des UN-Sicherheitsrats zu seiner Resolutiom über die Waffenruhe in Syrien.
Die westliche Regime-Change-Manie ist für den Augenblick nackt. Bestenfalls nähert sie sich ihrem Ende.
Die von Uli beschriebenen Reaktionen im westlichen Imperiums sind eher Zeichen des Frustes über das erfolgreiche Aufbegehren Russlands gegen das bisher selbstverständliche Diktat der selbsternannten westlichen Wertegemeinschaft als gezielte Kriegsvorbereitung.
Eine multipolare Weltordnung nimmt Gestalt an. Automatisch friedlicher ist diese nicht. Die Zukunft bleibt kontingent.


Am 10. Januar 2017 schrieb Hans Rebell-Ion:

@ altes Fachbuch: Wie schlafend muß man sein um nicht zu erkennen, daß FRIEDENS-"KAMPF" gerade KRIEG(!) seit 10T.J. "ZIVILISATION" bedeutet, denn
a l l e wollten doch "nur" ihren(!) FRIEDEN KRIEGEN" - "schützen", "verteidigen" (z.B. PAX ROMANUM usw.)
Frieden (älterer Nominativ Friede, von althochdeutsch fridu ?Schonung?, ?Freundschaft?) ist allgemein definiert als ein heilsamer Zustand der Stille oder Ruhe, als die Abwesenheit von Störung oder Beunruhigung und besonders von Krieg. Frieden ist das Ergebnis der Tugend der ?Friedfertigkeit? und damit verbundener Friedensbemühungen.


Am 09. Januar 2017 schrieb marie becker:

Ein dritter Weltkrieg wäre unser aller Untergang; ich glaube nicht mehr ans Entrinnen, auch Demos haben noch nie geholfen, Uli. nötig wäre vor Zeiten schon gewesen unsre Kriegsgeilen Walküren der Regierung abzuwählen. Das aber wollten die bequemen und auf persönlichen Profit orientierten Landsleute nicht.
"wer zu spät kommt, den bestraft das Leben" und wie wenig in den USA Menschen- und Völkerrechte eine Rolle spielen , hat Japan ( Atombomben) Irak mit irrem Krieg, Vietnam bitter erfahren; auch Deutschland bei seiner angeblichen Befreiung erfahren müssen, Überall hinterließen die USA befreite 100-tausende Tote total zerstörte Länder und Kulturschätze...


Am 08. Januar 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

@ Für Flash
Ab und an kommen sie wie Kai aus der Kiste, mimem den Aufklärer von Welt, allerdings ohne Inhalt und tragenden Argumenten, dafür mit viel Oberfläche und nix..


Am 08. Januar 2017 schrieb Manfred Ebel:

Diesmal liegt Flash Flash wohl richtig. In letzer Zeit wird Luxemburgs "Sozialismus oder Barbarei" immer öfter zitiert. Und unsere Klassiker beweisen in den theoretischen Grundlagen unserer Weltanschauung, dass Kapitalismus immer wieder und unweigerlich zum Krieg führt.
Deshalb auch (hoffentlich nicht nur) meine Schlussfolgerung, dass, weil dieser Krieg als Weltbrand der letzte Krieg wäre, uns nichts anderes übrigbleibt, als den Kriegstreibern rechtzeitig mit bewaffneter Gewalt deren Waffen aus der Hand zu schlagen. Wegwählen oder -diskutieren lassen sich objektive Gesetze nicht.
Luxemburgs zwei Alternativen lassen keine weitere zu.
Stell Dir vor, wir alle hier treffen uns bei einer Lesung zur sozialistischen Gegenwartsdramatik. Das will ich.

Antwort von U. Gellermann:

Flash ist nichts anderes als ein Besserwisser der Binsenweisheiten für Originalität verkauft. Weder ist in meinem Artikel die Rede von Trump und den mit ihm verbundenen Illusionen, noch behaupte ich im selben Artikel es gäbe nie wieder Weltkriege. Aber Flash schwätzt haltlos über einen Artikel daher, den er offenkundig nicht versteht: Ich warne vor der Gefahr eines Weltkrieges. Wäre aber alles unvermeidlich, dann muss ja keiner mehr auf die Straße gehen Bündnisse suchen. Das ist die links drapiert aber rechts wirksam.


Am 08. Januar 2017 schrieb altes Fachbuch:

der letzte kommandeur der 170. infanteriedivision der wehrmacht gen.leutnant haß (wie sollte er auch sonst heißen) lebte unbehelligt bei gutem salär bis 1987 (?) in der brd. ab 1952 kümmerte er sich beim bund dt. soldaten um die rehabilitierung und integration von kriegsverbrechern.
welche sorgen sollten sich also heutige kriegsgeile militärs machen??
der artikel 26 des GG fordert: "Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig. Sie sind unter Strafe zu stellen."
nun wurde zum jahreswechsel der §80 STGB gestrichen und teilweise pflaumenweich ersetzt durch das gesetz zur änderung des völkerstrafgesetzbuches vom 26.12.2016. sinngemäß bedeutet das:
- wenn die uno nickt, gibt es keine angriffskriege
- wer ohne die uno krieg vorbereitet, wird nur bestraft, wenn der krieg auch stattfindet
- eine angriffshandlung ist nur, was sich gegen einen STAAT richtet
- und schuldig sind nur PERSONEN, die lenken und kontrollieren können
siehe §13 https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl116s3150.pdf%27%5D__1483870192788

so kann es also passieren, dass etwas verfassungswidrig sein kann und strafwürdig ist, aber das völkerstrafrecht lässt dies nicht zu:(

wie viele rotarmisten den weg von suwalki bis berlin überlebten, ist nicht überliefert!


Am 08. Januar 2017 schrieb Krysztof Daletski:

Hoppla, da hat mein Kommentar unbeabsichtigt eine Diskussion über den Artikeltitel angefacht. Dabei sollte doch eigentlich aus dem verlinkten Lied klar werden, dass es mir fern liegt, die Aktivitäten der NATO zu verharmlosen. Ich wollte lediglich auf des strategische Ziel hinweisen, das @Linksliberaler dankenswerterweise weiter ausgeführt hat.

Und dabei ist zu bedenken, dass über dieses Ziel bipartisane Einigkeit herrscht. Die Diskrepanz zwischen "Falken" wie McCain und "Tauben" wie Obama besteht lediglich in den zu wählenden taktischen Mitteln, um dieses Ziel zu erreichen. Wer sich übrigens mal richtig gruseln möchte, der kann mal danach suchen, wo McCain laut Angaben von Poroschenko (sic!) Silvester war.

@Linksliberaler: Der Raketenabwehrschirm mag vielleicht nur begrenzt wirksam sein unter der Annahme, dass er defensiven Zwecken dient. Laut "Foreign Affairs" (2006) dient er jedoch der Erstschlagsfähigkeit und damit offensiven Zwecken: "Wenn die USA einen Nuklearangriff gegen Russland (oder China) führten, bliebe dem angegriffenen Land nur ein kleines Arsenal übrig - wenn überhaupt. Dann wäre sogar ein relativ bescheidenes oder wenig wirksames Raketenabwehrsystem ausreichend" (zitiert nach Jens Wagner: "NATO Aufmarsch gegen Russland", 2016).

Danke an alle, die heute so kurzfristig gegen den aktuellen weiteren Eskalationsschritt demonstriert haben. Und hier noch ein paar banale Anregungen, was man tun kann:
- schauen, welche Veranstaltungen lokaler Friedensgruppen es gibt und diese besuchen
- die Informationsstelle Militarisierung (IMI) unterstützen
- weiterhin (oder: erstmals) Friedensdemonstrationen besuchen

Und: immer auf das mittlerweile aus dem Blick der Politik geratene hinweisen: dass es sehr wohl eine Alternative zum Griff nach dem weltweiten Gewaltmonopol gibt, nämlich friedliche Koexistenz und Handel zum beiderseitigen Nutzen.


Am 07. Januar 2017 schrieb Uschi Peter:

@ Klaus-Jürgen Bruder
Die USA sind feige! Schon im WkII haben sie erst eingegriffen, als die Sowjets schon kurz vor Berlin standen. Bis dahin haben sie aus der Luft deutsche Städte bombardiert und ausschließlich Zivilisten ermordet. Auch heute werden sie alles tun, damit ein Krieg nicht auf ihrem Boden stattfindet. Wie Lutz Jahoda richtig sagt "bis hin zu Deutschlands drittem Grab." Um ihren Überhang an Kriegsmaterial zu verwerten, werden sie Russland reizen bis aufs Blut, damit Putin die Nerven verliert. Dann hoffen sie, Zugriff auf Russlands Bodenschätze zu haben. Vor Trump wird noch einmal versucht , vollendete Tatsachen zu schaffen. die Trump nicht verändern kann. Ich wünsche Präsident Putin und seinen Leuten starke Nerven.


Am 07. Januar 2017 schrieb Flash Flash:

Naja, Herr Gellermann.
Eigentlich müßten Sie ein Trump-Fan sein.
Der verbreitet auch das Märchen, daß kapitalistische Staaten friedlich miteinander leben könnten.

Damit die Menschen nicht vollends verblöden, ein kleiner (wenn auch wahrscheinlich vergeblicher) Hinweis:

Solange es den Kapitalismus noch gibt, ist ein 3.Weltkrieg unvermeidlich,

Antwort von U. Gellermann:

Es ist doch immer schön wenn einer wirklich alles weiß.


Am 07. Januar 2017 schrieb altes Fachbuch:

seit 2 tagen steht hier unkommentiert folgendes: (05.01., thomas)
"Fairerweise sollte man erwähnen, daß die.... "polnische Angst vor dem russischen Landraub" einen ernsthaften Hintergrund hat."
wie jetzt, ist dem so?? wenn deren angst begründet ist, dann sollte man vielleicht 10.000 mann schicken? oder 100.000, damit das baltikum ruhig schläft;)
auch die ergänzende argumentationshilfe erscheint mir selektiv, historisch und/chronologisch falsch, auch die wortwahl tendenziell!
- kein wort vom zustande kommen und inhalt des brest-litowsker-raubfriedens mit territorialverlusten für russland
- kein wort vom "dekret über den frieden" als erste handlung nach der oktoberrevolution, nach dem kerenski das 6 monate verschleppt hat, frieden zu schaffen
- kein wort vom wegsehen und der unterstützung der entente für polen, oder der balten oder der ostpr. deutschen truppen bei ihren raubzügen gen sowjetrussland, die mit dem rigaer vertrag endeten, natürlich mit erheblichen gebietsverlusten bei den russen
- der begriff "bürgerkrieg" in dem zusammenhang sollten interessierte bei wiki nachschlagen. konterrevolution + intervention trifft es besser
- da wird aus einem nichtangriffsvertrag zwischen 2 staaten ein pakt zweier dikatatoren. kein wort davon, dass dieser nur wegen dem verweigerten system der kollektiven sicherheit durch die ehem. ententemächte notwendig wurde, weil die SU frieden für sich wollte
- polen wurde nicht geteilt: im geheimprotokoll des vertrages steht, dass die SU zur wahrung ihrer interessen bei NICHTEXISTENZ des poln. staates auf die alte grenzlinie zurück darf. und so wurde es dann!! hitler löschte polen aus, und beide seiten erfüllten den vertrag
- nach dem 2.WK fand keine "westverschiebung" statt, die heutige ängste begründen könnten. die ALLIIERTEN siegermächte legten einen gebietsaustausch im osten und westen polens fest, die SU hat sich also nichts genommen. wer diesen austausch in frage stellt, muss auch eine lösung für ostpreußen oder schlesien formulieren!!

polen müsste mehr angst vor den gaucks und den steinbachs haben, die die oder-neisse-grenze nicht oder nur widerwillig akzeptieren!


Am 07. Januar 2017 schrieb Manfred Ebel:

@ Herr Mann, eigentlich lohnt es nicht, da Sie wahrscheinlich ziemlich von sich und Ihrem Blödsinn eingenommen sind.
Wenn der nächste vermieden wird, kann es keinen übernächsten geben. Also Logik Note 5, setzen zur Nachhilfe.

Jetzt das Wichtige:
Die 150 bis 200 heute in Berlin haben etwas dafür getan und ich danke allen, die sich für dieses eine Ziel über alle Unterschiede hinweg für Frieden zusammengetan haben. Lasst uns das so oft nötig wiederholen. Und selbstverständlich grüße ich alle, die bei den anderen Friedensdemos in der Vergangenheit, heute und künftig aktiv wurden und werden.


Am 07. Januar 2017 schrieb Andreas Reich:

Hallo Herr Gellermann.

Bei dem Anti-Nato-Protest in Berlin kamen geschätzt 150 Leute zusammen. Ich habe Sie nicht gesehen, sonst hätte ich Sie gerne gefragt, ob die Anti-Russland-Demo vor drei Wochen, bei der Ken Jebsen Sie interviewt hatte, eine ähnliche Größenordnung hatte.

Natürlich sind 150 Leute bei weitem nicht genug. Andererseits ist es auch nicht schlecht, wenn man berücksichtigt, dass dies lediglich durch einen Hinweis hier auf der Seite oder bei einigen Leuten bei Facebook zustande gekommen sein sollte. Wenn die Größenordnung dann noch in etwa der durch die staatstreuen Medien massiv beworbene Anti-Putin-Demo entspräche, keine ganz schlechte Bilanz.

Antwort von U. Gellermann:

Sie haben Recht: Vor der russischen Botschaft waren kaum mehr. Obwohl die nahezu komplette russophobe Medienfront kräftig ins Horn geblasen hatte und eine Reihe grüner, opportunistischer oder schlichtweg dummer Intellektueller der Aktion ein falsches Menschenrecht-Etikett aufgeklebt hatten.


Am 07. Januar 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

So schwer ist es doch nicht zu verstehen, aus welchem Grund der Galerist den Artikel so benannt hat, und nicht anders.
Aufzuwecken, wachsam sein und bleiben, und ohne diese seltsamen Befindlichkeiten, ob man es denn gut oder nicht gut findet. Nachdenken soll angeregt werden, über das, was los ist, und mit welcher Unverfrorenheit es wieder einmal in Richtung Russland geht. Befindlichkeiten und Moralin haben an dieser Stelle nichts zu suchen, weil sie nicht weiter bringen. Die Diskussion hat genau deshalb stattfinden können, weil die Überschrift so ist, wie sie ist, und mich hat sie wieder neugierig auf den Inhalt gemacht.


Am 07. Januar 2017 schrieb jürgen Heiducoff:

Die US- und NATO-Aktivitäten der letzten Monate in und um Europa sind eine konzertierte Aktion gegen Russland und seine Verbündeten. Eine militärische Konfrontation auf UNSEREM Kontinent scheint einkalkuliert zu sein. Dies würde dem Ende unserer abendländisch-europäischen Kultur gleich kommen. Offensichtlich gibt es Kräfte in Übersee, die an einer Zerstörung Europas interessiert sind. Und diese Kräfte ordnen die Interessen europäischer NATO ? Partner, auch Deutschlands, ihren eigenen unter. Die NATO unter der US Hegemonie ? ein Instrument, das die Zerstörung Europas riskiert und einkalkuliert.
Die aktuellen, noch unbewiesenen Vorwürfe gegen Russland hinsichtlich von Cyberangriffen gegen die USA dienen passgerecht der Zuspitzung der Lage. Das ist der hybride Krieg ? Made in USA !!!
Die Regierung der Russischen Föderation und die Völker Russlands müssen die derzeitigen Truppenverlegungen nach Osteuropa als AUFMARSCH zu einem Angriffskrieg deuten.
Heute finden in vielen Städten unseres Landes, darunter Aachen und Bremerhaven Demonstrationen gegen die Truppenverlegungen der USA und NATO nach Osten statt. Werden diese von den Medien und von der Politik wahr genommen?


Am 07. Januar 2017 schrieb Joachim Mierwald:

Das Spiel der NATO mit dem Feuer an den Grenzen Russlands darf man der derzeitigen Bundesregierung nicht durchgehen lassen. Sie ist Akteur und kann sich nicht herausreden, schuldlos zu sein. Wenn es jetzt nicht zum Flächenbrand und zum totalen Exitus in Mitteleuropa führt, haben wir vielleicht Dank russischer Besonnenheit Glück und kommen noch einmal mit einem blauen Auge davon. Die Hoffnung auf Frieden stirbt wohl zuletzt.
Aber dann muss spätestens im Herbst die Abstrafung der Merkel-Gabriel-Clique an der Wahlurne erfolgen und zwar derartig, dass die schwarz-roten Protagonisten des Dritten Weltkrieges ein für allemal genug aufs Maul bekommen, so sehr, dass sie sich davon nicht mehr erholen.


Am 07. Januar 2017 schrieb Günther Mann:

Hallo Herr Gellermann: Der nächste große Krieg kann vermieden werden.

Wäre nett, aber ich fürchte dieser Satz ist eine logische Endlosschleife.

Und sehr viel Hoffnung ist auch nicht drin, sterben wir halt beim übernächsten Krie, der ja im Falle eines erfolgreichen Vermeidung des nächsten Krieges, dann eben der nächste Krieg wäre.

Ich fürchte, der nächste Krieg ist der nächste Krieg, unvermeidbar. Interessant dass die menschliche Sprache keine Möglichkeit bietet, die Hoffnung des Menschen auf Frieden auszudrücken.


Am 07. Januar 2017 schrieb Klaus Zack:


Die Idee an einen Aufmarsch zur Eroberung Russlands ist abwegig.

Aber:

Aus der Sicht Russlands / Weissrusslands kann in dem Truppenaufmarsch als Bildung einer Interventionsarmee angesehen werden ? ähnlich wie die 2 Landungsschiffe mit 500 Marines, die während der olympischen Spiele in Sotschi im schwarzen Meer kreuzten, um gegen mögliche Terroranschläge zu helfen, sicher eine hilfreiche Verstärkung bei der Übernahme des Hafens in Sewastopol durch die Kiewer Umsturzregierung gewesen wäre.
Nach einem Maidan in Minsk, oder Moskau, nach einem Attentat auf die Führung Russlands, nach einem Machtkampf der Regierung im Schwitzkasten zwischen den Hardlinern einerseits und den pro-westlichen Gegnern andererseits; in der Folge auf eine Nicht-Reaktion auf einen schwerwiegenden (der Eskalation dienenden) Terroranschlag, stünden jetzt direkt an der Grenze Russlands mehrere tausend Panzerfahrzeuge der Nato, Luftwaffen-Einheiten und die Ausrüstung für 50.000 Elitesoldaten (gelagert in Norwegen) zur Verfügung.
Das müsste genügen, um das Heft des Handelns effektiv zu übernehmen.

Es genügt also nur ein kleiner Funke, um das ganze in Bewegung zu setzen.

Antwort von U. Gellermann:

Der Artikel sagt natürlich nicht, dass die USA morgen einen 3. Weltkrieg beginnen. Er weist allerdings auf die leichtfertige Kaltblütigkeit hin, mit der sie ihn riskieren und so sogar schon mal den Ort markieren, an dem er beginnen könnte.


Am 07. Januar 2017 schrieb altes Fachbuch:

gesundes neues herr @matejka,
der mann, der das GG in ketten legte und es in der werkhalle aufhing. nun hat die bundesregierung es auch noch begraben, es hat es wohl nicht besser verdient:)
schade, dass rebell-ion sein bild nicht erklärt, so kann man weiter spekulieren:(
es ist gerade der gesamttext, der mich zur erlaubten (?) stellungnahme verleitete. dabei ignoriere ich mal meine mimosität, ob er frau spurgat zur einleitung gleichmal incl. reuterimitat veräppelte. er darf fortfahren mit einer weiterhin unbewiesenen behauptung, die er in ein alternativloses und fatalistisches finale gipfeln lässt. und mit seiner formulierten moral seiner geschichte bin ich nicht einverstanden: frieden muss man GEBIETEN!! man kann ihn nicht bekommen, man muss ihn sich nehmen. man kann ihn nicht halten, wenn man ihn nicht verteidigt!!
so verstehe ich die aufrufe der foristen zu den mahnwachen oder demonstrationen!
zur unterstützung meiner worte eine hörbuchversion von ernst busch zum bewaffneten frieden: https://www.youtube.com/watch?v=4yt4pM5bqSk
alles klar bei ihnen, ich wundere mich, was sie sich für sachen antun wollen?


Am 07. Januar 2017 schrieb Hans Tigertaler:

@Jörg Friedrich: »Stellt euch vor, es ist Krieg und keiner geht hin!« (Brecht)

Keineswegs Brecht!
Der sagt nämlich in seiner Kantate über Koloman-Wallisch ganz umgekehrt:

»Wer zu Hause bleibt, wenn der Kampf beginnt
Und läßt andere kämpfen für seine Sache
Der muß sich vorsehen; denn
Wer den Kampf nicht geteilt hat
Der wird teilen die Niederlage.«

Die naive Flower-Power-Phrase »Stellt euch vor, es ist Krieg und keiner geht hin!« geht auf den US-amerikanischen Schriftsteller Carl August Sandburg zurück.

Dort heißt es in seinem Gedicht »The People, Yes:« »Sometime they'll give a war and nobody will come.«


Am 07. Januar 2017 schrieb Rüdiger Rauls:

WARUM SIND WIR NICHT HUNDERTTAUSENDE, DIE AUF DIE STRASSE GEHEN UND GEGEN DIESE ERBÄRMLICHE KRIEGSPOLITIK DEMONSTRIEREN?

Das ist eine gute Frage. Ist sie ehrlich gemeint, also getragen von dem Wunsch, sich selbst auch zu engagieren, oder ist sie eher nur rhetorisch?
Wir sind mit Sicherheit Hunderttausende, die diese Konfrontation mit Russland leid sind. Nur, wer bringt diese Hunderttausende auf die Straße? Wem würden diese Hunderttausenden auf die Straße folgen? Die Linkspartei, deren eigentliche Aufgabe es wäre, solchen Widerstand zu organisieren, sitzt lieber im Parlament, wettert gegen die Kriegspolitik, macht tolle Vorschläge, die den politischen Gegner nicht interessieren, und verplempert damit ihre Energie. Sie glauben, dass allein die guten Vorschläge ausreichen. Vermutlich ist sie auch nicht mehr dazu in Lage aufgrund des desaströsen Zustands der Parteigliederungen vorort. Nein, gute Vorschläge gibt es zu uzuhauf, aber die gab es auch vor dem 1. WK. Sie konnten jedoch den Krieg nicht verhindern, weil es nämlich nur Vorschläge und Ideen waren, nichts Handfestes.
Ich halte es auch für falsch, diese Drohgebärden gegen Russland als eine gezielte Vorbereitung auf einen 3. WK. zu bezeichnen. Eine Überzeichnung der Gefahr führt nicht zu mehr Widerstand. Wie an anderer Stelle erwähnt wurde, will man in erster Linie Druck auf Russland machen. Die meisten Regierungen wollen keinen Krieg, auch die westlichen nicht, und schon gar nicht auf dem eigenen Staatsgebiet. Es besteht aber die Gefahr, dass dieses Säbelrasseln irgend wann außer Kontrolle gerät, dass die Logik des Druckausübens gegenüber Russland immer mehr übergeht in Militärisches.
Dem muss entgegen gewirkt werden. Diejenigen, die diese Gefahr sehen, müssen sich organisieren, nicht nur appellieren. Denn nur in organisierter Form, das heißt in aufeinander und miteinander abgestimmtem Handeln kann diesem Treiben eine Kraft entgegen gesetzt werden, die dem Säbelrasseln in den Arm fällt und eventuell die Säbel aus der Hand schlägt. Darum müssen sich die Diskussionen drehen auf Seiten wie der hiesigen. Das muss ein eigener Themenschwerpunkt werden. Denn wenn es uns nicht gelingt, die Kriegsgefahr zu bannen, haben sich alle Diskussionen um z.B. alternative Energien oder vegane Ernährung erübrigt. Krieg zu vermeiden, ist die vornehmste Aufgabe, der alles andere untergeordnet werden muss.
Mein Vorschlag: Schaffung eines Internet-Forums unter dem Titel: Frieden mit Russland. (Ich kann es nicht, weil mir die notwendigen IT-Kenntnisse fehlen und die Kontakte. Ich bin aber gerne bereit zu einer Zusammenarbeit mit den Leuten, die etwas davon verstehen: Kontakt unter rueruerue@web.de). In diesem Forum werden alle wesentlichen Informationen zu diesem Thema und besonders Diskussionsbeiträge online gestellt, die zur Erhellung der Lage beitragen, die Organisierung der Kriegsgegner fördern und die Möglichkeiten von Aktionen beraten, die der Ausbreitung der Kriegsgefahr entgegen wirken.
Im Moment gibt es vielleicht Hunderttausende von Kriegsgegner, die aber vereinzelt sind. Diese Vereinzelung muss aufgehoben werden. Unsere Vereinzelung ist die Stärke derer, die mit den Säbeln rasseln.


Am 07. Januar 2017 schrieb Klaus-Jürgen Bruder:

Zum „3. Weltkrieg“: ich denke eher, davor schreckten die Amis noch zurück. Aber dass sie Druck aufbauen, der Rußland in „Zugzwang“ bringen soll (seine ressourcen in die sinnlose Kriegsgeräte- und – Militärs- Produktion zu stecken, wenn sie nicht unvorbereitet sein wollen) denke ich schon.
Und dass diese ganze Kriegsmaschinen und -Menschenmobilisierung fatale Folgen für das Bewusstsein der Bevölkerungen hat, bis hin zu extrem rechten „Auswüchsen“ denke ich auch.

Antwort von U. Gellermann:

Der Artikel sagt natürlich nicht, dass die USA morgen einen 3. Weltkrieg beginnen. Er weist allerdings auf die leichtfertige Kaltblütigkeit hin, mit der sie ihn riskieren und so sogar schon mal den Ort markieren, an dem er beginnen könnte.


Am 06. Januar 2017 schrieb Lutz Jahoda:

DEUTSCH-AMERIKANISCHE
FREUNDSCHAFT

Zweitausendfünfhundert Landungsstücke
der US-Army beglücken Europa,
nach altem Finanzhyänen-Rezept,
im Stil von Adenauer-Opa
und dessen deutschem Erstarkungskonzept
per Hallstein-Doktrin und Atlantikbrücke,
die es damals gedanklich schon gab.
Fein durchdacht mit List und Tücke
bis hin zu Deutschlands drittem Grab.


Am 06. Januar 2017 schrieb Manfred Ebel:

Den HUNDERTTAUSENDEn scheint selbst der 'gesunde Menschenverstand' mit rasender Geschwindigkeit abhanden zu kommen. Die UZ meldet gestern mit Bezug auf das Meinungsforschungsinsitut "YouGov", 53 % der Deutschen sprechen sich inzwischen für stärkere(!) Kriegsbeteiligung ("stärkeres Engagement" genannt) der BuWe aus. Nur 30 % sind dagegen.
33% meinen jetzt sogar, die Buwe sollte selbst in Syrien und Irak bombardieren. Dagegen sind 48% .

Jeder Zweite in D bezeichnet sich ja als selbstdenkender Querdenker. Es ist geradezu neue Staatskultur. Bei organisiertem Verbrechen Made by german Bourgeoisie klickt beim Möchtegern-Bildungsbürger-Selbst-und-Querdenker erst nach mehrfachem Nachfragen etwas. Bei einem Amri sagt 'Selbstquerdenk' sofort: Alle Flüchtlinge sind Verbrecher. Und dann geht Selbstquerdenk los und malt an die Wohnungstüren ihm bekannter Linker oder gar Kommunisten "rote Drecksau" oder sowas. (so geschehend in z.B. Neukölln) System kann das ja nicht sein, denn es ist quer gedacht. Querdenken ist das Unmögliche denken. Vielleicht mal ein Blitzkrieg gen Russenland? Gerippe im letzten Aufglühen sind auch modern und das neue Schöne.

So quer denken kan ich einfach nicht. Ich unbelehrbarer Stinknormalo werde morgen erstmal zu um 12 zur Mahnwache stiefeln.

Antwort von U. Gellermann:

YouGov ist ein börsennotiertes britisches Markt- und Meinungsforschungsinstitut und startete seine Umfrage in Reaktion auf den Berliner Terroranschlag. Da die von YouGov ermittelte Kriegsbegeisterung gegen den langlaufenden Trend spricht (seit Jahren sehen alle Umfragen mehr als 60 Prozent der Deutschen gegen Auslandseinsätze), würde ich gern die Fragestellung sehen. Mit dieser Frage z. B. „Sollte der Terror auf deutschem von der Bundeswehr beantwortet werden?“ lässt sich der Prozentwert erklären, den die „dpa“, der Auftraggeber der Studie, sicher gern hergestellt hat.


Am 06. Januar 2017 schrieb Alfred Matejka:

@altes Fachbuch,als lesender Arbeiter habe ich den letzten Satz von rebell-ion anders verstanden. Das geht doch aus seinem Gesamttext hervor. „Frieden kann man nicht kriegen,will heißen, durch Kriege bekommen. Den Frieden muß man lassen, will heißen, Frieden muß man einfach bestehen lassen. Nicht soviel geistig abheben, wenn es .“Ich nehme mir heute das Leben“, kann man auch so oder so verstehen. Ich hänge mich am nächsten Baum auf (bei derzeit -10 Grad ist mir das zu kalt,da hole ich mir einen Schnupfen), oder ich gehe ins Schwimmbad und mache mir einen schönen Tag in Marburg. Alles klar, oder wie?


Am 06. Januar 2017 schrieb Jörg Friedrich:

"Stellt euch vor, es ist Krieg und keiner geht hin!" (Brecht)
Herr Genscher und damit die Bundesregierung hatte im Rahmen der deutschen Einheit versprochen, dass es keine Osterweiterung der NATO gibt!
So kann man sich irren! Die Provokationen dieser Welt gehen nicht von Putin aus, sondern von den sogenannten westlichen Demokratien. Man kann Putin nur beglückwünschen bzw. vor ihm den Hut ziehen, das er so cool bleibt - um Glück. Wenn er wollte - zieht man diese bekloppten Sanktionen - er bräuchte uns nur den Gas- und den Ölhahn zudrehen, dann wären wir am Ar... (sorry). Und keiner könnte uns dann mit diesen Rohstoffen, in der Menge versorgen - das Chaos wäre vorprogrammiert! Nein, er ist schlauer und fähige, als alle unsere tollen Politiker zusammen.
Aber, wir machen weiter. Wir haben unser Versprechen auch gegenüber der Regierung in der Ukraine (also vor diesem fetten Schokoladenheini) auch mal wieder gebrochen (diesmal war es der Steinmeier) - muss wohl am Job liegen...;-))), und nun rollen die Panzer wieder Richtung Osten, und die deutsche "Wehrmacht" (Bundeswehr) ist noch stolz darauf.
"Denke ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht!" - da hatte der olle Heine damals schon recht!


Am 06. Januar 2017 schrieb Der Linksliberale:

Ja, @ Krysztof Daletski, das ist wohl das Körnchen Wahrheit für den bereits gerupften linken Protestbroiler. Strategisch geht es mit dieser Panzerlieferaktion der westlichen Wertegemeinschaft um das Aufrüsten der „konventionellen" Armee, mit dem Ziel des wirtschaftlichen Totrüstens des Gegners, der da Russland und China heißt. Denn unsere westlichen Militärpolitiker haben ein Problem: Raketenabwehrschirme werden bereits heute sehr zuverlässig durch hyperschallschnelle Raketen überwunden und diese sauschnellen Atomraketen hat der böse Russe (Putin sagt, die Entwicklung dieser Raketen war deutlich billiger als jeder Raketenschirm). Also Berlin, Paris, London und Washington sind bei einem Erstschlag der NATO nicht mehr sicher und werden auch zerbombt. Einsatzkräfte flexibel weltweit gegen den „Terrorismus" einsetzen? Das kann der Russe auch und hat es in Syrien effektiv vorgeführt. Was bleibt den Strategen der militärischen Demokratie im Westen um an den russischen Honigtopf zu kommen? Es bleibt die Schwächung der russischen Volkswirtschaft, durch Sanktionen und durch konventionelles Wettrüsten. Deshalb rollen wieder Panzer für den Endsieg gen Osten. Wenn es gelingt, dann mault das russische Volk, weil es die Mieten und das Brot nicht mehr bezahlen kann. Jetzt kommen die Erlöser, diese Bidens, Nulands und die Westerwelles (medienwirksam für ARD, ZDF und Spiegel embeddet) und man verteilt Kekse auf dem „Roten Maidanplatz". Dann kommt Folter Steineyer und macht 22.47 Uhr noch einen Vertrag mit Putin und der Roten Maidanplatz-Opposition im Kreml - und am nächsten Morgen muss Putin „mit Bergen von Gold und Geld“ (laut Bildzeitung) nach China flüchten, natürlich vor der Wut des Volkes geflüchtet“ so schreibt der Spiegel und schwummelt die Tschornalistin Frau G. Atai in die Kameras- und hinter fließt die kalte neblige Moskwa und dann das Unfassbare: im letzten Moment entkommt sie einem russischen Bären, der sie mitten auf dem Roten Platz zerfetzen wollte. Es waren ukrainische Bandera-Verehrer und faschistische Demokraten (sagt Kai Gniffke), die ihr durch einen gezielten Bärenfangschuss das Leben gerettet haben- und sie war und ist diesen Männern mit Ihren kräftigen Lenden so unendlich dankbar. Jetzt kommen die ÄXPÄRTEN von der Weltbank und der Schwarze-Null-Chefberater im Rollstuhl nach Moskau und für den deutschen Michel ins ARD-Studio, ruckzuck werden die Reichtümer Russlands marktwirtschaftlich gerecht aufgeteilt, also den Reichen alles und den Armen nichts. Dann findet zur Installation der Demokratie eine erste echte Wahl / Volksbefragung in Russland statt. Es wird gewählt: Die Farbe des Hosenanzugs der deutschen Kanzlerin beim nächsten Presseball. Nun endlich ist auch Russland in der westlichen Wertegemeinschaft angekommen. Syriens Assad wird (sofort nach dem Sieg der westlich-militärischen Wertedemokratie in Russland) von den demokratischen Rebellen, Aktivisten und Aufständischen nach seiner ordnungsgemäßen Kreuzigung (White Helms haben es selbst gemacht) der Kopf abgeschnitten und die AfD wird in Ihrer Regierungsverantwortung für die damals 2015/2016 nach Deutschland geflüchteten Syrer den Mindestlohn auf 1,87 ?/Stunde anheben (abzüglich Unterkunft). Das Jobcenter bekommt alleinige Vollmacht zu entscheiden welcher Arbeitslose oder Hartz IVler noch Syrier ist.

Gute Nacht sagt der linksliberale Nostradamus


Am 06. Januar 2017 schrieb Michael Kohle:

Matthias Brendel stellt in seinem Kommentar zum Schluss die gute und insbesondere berechtigte Frage:

WARUM SIND WIR NICHT HUNDERTTAUSENDE, DIE AUF DIE STRASSE GEHEN UND GEGEN DIESE ERBÄRMLICHE KRIEGSPOLITIK DEMONSTRIEREN?

Wo es bei diesem Grund doch eigentlich Millionen sein müssten! Jedes Mal wenn jedoch irgendwo in der Glotze oder sonstwo von Zusammenrottungen größeren Stils zu berichten ist, sind es allerdings erstaunlicherweise nur freiwillige Zahler von horrenden Beträgen zur eigenen Verlustigung. Egal ob es eine Helena Fischerowa - mit oder ohne Flori - auf der Bühne, ob Westernhagen oder Grönemeyer, auf dem Wacken oder beim Rock am Ring, keiner der mal seine Präsenz auf der Bühne dazu nutzt, seine Geschäftsidee auf Nachhaltigkeit zu trimmen und die Auftritte auch in fortgeschrittenem Alter zu gewährleisten. Vom Brandenburger Tor (nicht weit vom Mahnwachenplatz am Pariser Platz) bis zum Siegesdenkmal sammeln sich fast regelmäßig sechs- bis siebenstellige Menschenmengen und warum? Um Party zu feiern, um heimgekommene Weltmeister in den Olymp zu heben und was weiß ich sonst noch. Toll!

Nicht ein einziger von denen vorne auf der Bühne, der mal über den Schatten des eigenen Bankkontos zu springen vermag. Würde er es tun, klar seine Halbwertszeit hielte sich ab diesem Zeitpunkt näherungsweise knapp oberhalb der Abszisse, der Output von der Muffe vor dem shitstorm würde hosenfüllende Ausmaße annehmen. Doch, einmal, als es darum ging, einen von den üblichen verdächtigen Diensten bis dahin als Terrorist gescholtener über Jahrzehnte weggeschlossenen SAFRI im Wembley-Stadion zu feiern und tatsächlich frei zu singen und zu trommeln, da ging es plötzlich. Aber heute, aus Angst vor der eigenen Courage und der Güllekanone auf Twitter und Facebook, da spielen alle nur noch die drei Affen.

Nein, ich habe Xavier Naidoo nicht vergessen. Ist er doch der einzige Widerborst, die Ausnahme von der Mainstream-Regel. Und was nur hatte er Schlimmes getan? Die Souveränität der Republik angezweifelt hatte er! Als Sohn Mannheims in Sichtweite Generalkommando Heidelberg war das bei seinen jahrzehntelangen Erlebnissen vor Ort alles andere als unverständlich sondern einfach nur zwangsläufig.

Womit wir beim eigentlichen Thema angelangt werden. Beim WORLDWAR THREE! Dem nächsten, dem bevorstehenden Weltkrieg! Ach was, ist doch Unsinn, bekommt man postwendend übergebraten, wagt man unaufgefordert auf die dunklen Wolken am Horizont hinzuweisen. Ausgerechnet von denen, die ihn durch ihr bescheuertes Wahlverhalten erst möglich machen, als wenn sie - die Pseudo-Intelligentia, die Wertegemeinschafts-Elite und doch nur Propagandaopfer - per Drachenblut von jeglicher Unbill geschützt wären.

Jetzt also rollen wieder Panzer zu Tausenden, zum Schutze von Frieden und Freiheit und hehren Werten wieder einmal gen Osten, unter heftigster Inanspruchnahme ziviler und militärischer Infrastruktur des doch ach so souveränen Deutschlands. Das transatlantische Imperium sieht sich wieder einmal bemüßigt, Flagge zu zeigen, Nägel mit Köpfen zu machen um die eigene Habgier doch endlich zu befriedigen. Wohl wissend, dass der selbsterkorene Bösewicht und unfreiwillige Kriegsgegner dieses Mal wirklich im Besitz von Massenvernichtungswaffen ist, werden dümmlichste, selbst erfundene Unterstellungen vorgeschoben, um die waffenstarrende Präsenz vor den Mauern Mütterchen Russlands zu rechtfertigen.
Um den angeblichen Zerberus im Kreml zum Druck auf den roten Knopf zu provozieren?

Und wir? Was können wir tun? Nichts, rein gar nichts. Denn für jeden möglichen Ansatz sind die Gegenmittel bereits ausbaldowert von der fünften Kolonne der Experten. Denn neben dem outgesourcten, privatisierten Propagandaministerium wird bald auch das Reichssicherheitshauptamt wieder fröhliche Urständ feiern. Alle unter einem Dach: vom agent provocateur zum Profiler und Fahnder und Häscher,, zum Chefankläger und Richter, bis zum Henker. Alle schon da, auch der Scharfrichter? Na klar, letzterer darf sogar heute schon unter Umgehung des üblichen Prozederes verfahrensverkürzend und wohl auch kostensenkend einschreiten. Aber das ist eine andere Baustelle!

Wir sind in der Situation eines Tucholsky, zu Zeiten als er glaubte,Zeilen wie diese von sich geben zu müssen:

"Möge das Gas in die Spielstuben eurer Kinder schleichen. Mögen sie langsam umsinken, die Püppchen. Ich wünsche der Frau des Kirchenrats und des Chefredakteurs und der Mutter des Bildhauers und der Schwester des Bankiers, dass sie einen bittern qualvollen Tod finden, alle zusammen. Weil sie es so wollen, ohne es zu wollen. Weil sie faul sind. Weil sie nicht hören und nicht sehen und nicht fühlen.

Fast ohnmächtig vor Zorn, und er hatte alle Veranlassung dazu. So oder so ähnlich ist es dann ja auch gekommen, seinerzeit und ganz ohne sein Zutun. Das nächste Mal dann mit einem Unterschied zu damals: man wird es kaum merken, schon gar nicht riechen. Verdient haben sie diese palliative Behandlung jedenfalls nicht.

Antwort von U. Gellermann:

Was können wir tun? Das ist die Frage nach dem Widerstand. Sie kann nur mit „widerstehen!“ beantwortet werden: Sich selbst dem Propagandabetrieb verweigern (dafür ist Michael Kohle ein sprachlich herausragendes Beispiel), nicht aufhören Wahrheiten auszusprechen, daran arbeiten, dass die Tropfen zum Strom werden.


Am 05. Januar 2017 schrieb altes Fachbuch:

der suwalki gap hat ja auch schon historische vorbilder mit den gleichen beteiligten: fulda gap!! da waren die letzten kriegsgefangenen begnadigt gerade heeme, als die brd die pariser verträge unterschrieb und 7 jahre später mit der NATO im hessisch-thüringischen das einfallstor für die bösen russen nach hessen und seinen goldschatz, die bundesbank, schlossen - mit einem beobachtungsturm:) der russe kam vor angst nie, aber das gold liegt seit dem sicher im amiland:)
https://de.wikipedia.org/wiki/Point_Alpha
dass da auch spioniert und auf den nachbarstaat geschossen wurde, wird verschwiegen.
der galerist erwähnte die geschichtsschreibung!
nun für point alpha gibt es gedenkstätten und preise und medaillen, der tote grenzer rudi arnstadt wird getilgt! das passiert im osten übrigens flächendeckend. das krankenhaus bei uns sucht parkflächen, der russenfriedhof nervt einfach:(
polen wurde von ukrainern befreit, das wissen wir von dem auschwitz-zeremoniell.
und in 10 jahren wird es suwalki-gedenkstätten geben, medaillen und preise - und viele werden jahrzehnte eintritt zahlen, um der "wahrheit" zu lauschen.
"1984" lässt grüßen


Am 05. Januar 2017 schrieb Jurgen Berg:

Auf einer von zwei Weltmeeren umgebenen Insel fühlt man sich sicher, das zeigt die Geschichte seit Hiroshima und Nagasaki - und wurde der Welt durch diese monströsen Taten demonstriert!
Ich fürchte, das kann nur ein Ende nehmen, wenn Yellowstone zuschlägt.
Man ist versucht, sich das zu wünschen.


Am 05. Januar 2017 schrieb altes Fachbuch:

@Paulo H. Bruder
sie bemühen §20 gg abs. 2??
wieso nicht den abs. 4??
"(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.
(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist."

über abs. 2 schmunzeln alle, und auf abs. 4 beziehen sich nur wenige!!??

oder mit brecht: "wenn unrecht zu recht wird, dann wird widerstand zur pflicht"

wenn kein unrecht passiert, dann wieder brecht: "und sie sägten an den ästen, auf denen sie saßen und schrien sich ihre erfahrungen zu, wie man besser sägen könnte. und fuhren mit krachen in die tiefe. und die ihnen zusahen beim sägen schüttelten die köpfe und sägten kräftig weiter."

was gilt die wette, die abgestürzten suchen sich einen anderen baum, statt über der erde einen horizontalschnitt anzusetzen!!


Am 05. Januar 2017 schrieb Krysztof Daletski:

Passend zu diesem Artikel erlaube ich mir, auf einen musikalischen Friedensappell hinzuweisen:
https://www.youtube.com/watch?v=PAtUVi_qTnA

Übrigens schrieb "Die Welt", eine nach eigenen Angaben NATO-nahe Zeitung, 11/2015, dass die Bundeswehr die Aufgabe einer "Speerspitze" gegen Russland übernehme. Das ist auch insofern bemerkenswert, als die Euphemismen ("Auslandseinsatz, Brunnenbohren) mittlerweile nicht mehr für nötig gehalten werden und wieder ein kerniges Wehrmachtsdeutsch gepflegt wird.

Dass die Akteure hier aber einen Nuklearkrieg anstreben, halte ich für keine realistische Einschätzung. Es geht m.E. darum, Russland zu provozieren und für Russland eine mitlitärische Bedrohungssituation zu schaffen, die zu Rüstungsanstrengungen verleiten soll. Diese sind teuer und fehlen im Staatshaushalt für nützlichere Dinge, so dass dadurch die wirtschaftliche Situation der Bevölkerung verschlechtert wird.


Am 05. Januar 2017 schrieb altes Fachbuch:


@h. rebell-ion
die liebe frau spurgat und ich hatten einen schweren start:) mittlerweile liebe ich ihre teils elegischen beiträge, weil sie wirklichkeit widerspiegeln und mich ihre ehrlichkeit überzeugen!
zweifel mehren sich, wenn ein liberaler sich rebell-ion nennt und "frieden muss man sein lassen" propagiert!!??
übrigens nehme ich diese aussage wörtlich, dann höre ich: finger weg vom frieden?
übrigens: frieden kriegt man, wenn man krieg befriedet. idealer weise prophylaktisch!!
übrigens, wer hat eigentlich den warschauer vertrag zerschlagen, wenn auflösen nicht geht?


Am 05. Januar 2017 schrieb Karl Heinz Bernhart:

@Hans Rebell-Ion
>>Wie irre muss man heute sein an einen militärischen "ENDSIEG" zu glauben, denn wer daran glaubt, auch der(!) wird "dran glauben müssen?!<<

Wie diese Leute ticken?

Die glauben vermutlich wirklich, dass sie nach einem nuklearen Krieg wieder aus ihren komfortablen Löchern kriechen werden, und so weitermachen können wie davor.

Solche Pläne wie die von Teilen der Amerikanischen Geldelite können nur Psychopathen haben, und ich halte es tatsächlich für sehr wahrscheinlich, dass nicht alle reichen US-Familien hinter solchen Plänen stehen.

Schaut man sich andererseits an, was für ein bewusstseinsprägendes "Kulturgut" die Verherrlichung von Menschenverachtung und mörderischer Gewalt in den USA mittlerweile geworden ist, dann kann man es mit der Angst bekommen. Offenbar sind die humanistisch denkenden Intellektuellen in den USA eine kleine und - buchstäblich - aussterbende Minderheit, die für die meisten US-Bürger unhörbar ist, weil sie sich gegen den Lärm der religiösen und kriegshetzerischen Krakeeler nicht durchsetzen können.

In dem 1957 erschienenen Buch "Atlas shrugged" von Ayn Rand kann man lesen, wie sich die "Leistungsträger" aus der sozialistischen dystopischen Gesellschaft zurückziehen, die ihnen das Verfügungsrecht über die "Früchte ihrer Arbeit" nehmen will. Dieses dickleibige, öde und ekelhafte Buch mit seinen trivialen Handlungsmustern gilt als eine philosophische Grundlage (Objektivismus) der neoliberalen Gesellschaftsleere. (Beabsichtigte Schreibweise!) In dieser Dystopie wird auf dem Stand der damaligen industriellen technischen Entwicklung erzählt, dass die "Leistungsträger" den Rest der Menschheit (Schmarotzer, das kann weg) garnicht brauchen, und zudem ist es gut, zu wissen, dass diese Scharteke unter Republikanern als sowas wie eine Offenbarung rezipiert wird.

Ich erwähne das nur als Hinweis auf das Niveau dieser Leute, auf ihr Menschenbild und wie sie ethisch ticken. Vielleicht erscheint manchen dieser Eliten eine Welt mit einer um mehrere Milliarden dezimierten Menschheit sogar als ein erstrebenswerter Ort im Hinblick auf die verfügbaren Ressourcen? Wer weiß?

Empfehlenswerter Artikel in der ZEIT (2012, 2015):

http://www.zeit.de/kultur/literatur/2012-08/ayn-rand-der-streik/komplettansicht


Am 05. Januar 2017 schrieb Paulo H. Bruder:

Ein weiterer Weltkrieg auf europäischem Boden kann nur "von unten" aufgehalten werden. Siehe Artikel 20 Abs. 2 Grundgesetz.


Am 05. Januar 2017 schrieb Matthias Brendel:

Danke Herr Gellermann, aber es ist wahrhaftig nicht neu:
Wir befinden uns seit geraumer Zeit in der Vorbereitung des dritten Weltkrieges auf europäischem Boden. Irgendwer muss schuld sein, am Zusammenbruch des herrschenden Oligopol Kapitalismus, der nur die Banken rettet und die Menschen mit Drohnen und Trojanern jagt und das geht am besten mit Krieg. Der Sender Gleiwitz lässt grüssen: "Seit 5 Uhr 45 wird zurückgeschossen", so tönte es schon einmal aus den Volks Empfängern. Irgend einen Grund zum Krieg wird man immer finden, Tongking Zwischenfall, Brutkasten Lüge, Saddams Massenvernichtungs Waffen, es geht immer noch ein wenig blöder.
Der seit Ende des kalten Krieges beispiellose Aufmarsch an der russischen Grenze wird durchgezogen, egal, wir Deutschen machen da mit.
Ich war gestern im Treptower Park am Denkmal für die 27 Millionen Russen, die der zweite Weltkrieg getötet hat, wenn man da steht, ist man fertig von der unglaublichen Anzahl an sinnlosen Toten, und nun rollen auf unseren Autobahnen die Werkzeuge für den dritten, wahrscheinlich entgültigen Waffengang mit der ausdrücklichen Einladung derer, die uns regieren.
Ist denn die weitere Expansion unserer Export Wirtschaft wirklich wichtiger, als das Leben so vieler Menschen?
Die Masse derer "die schon länger hier leben", will doch einfach nur in Frieden da sein und eine gute Nachbarschaft mit Russland haben, was zur Zeit durch Einsatz aller medialer Kräfte zu verhindern versucht wird.
Ich möchte endlich wieder jemand wählen dürfen, der dem Frieden dient und nicht der weltweiten Aggression!
Was bekommen die uns Regierenden dafür, dass sie uns in einen Krieg gegen Russland hetzen? Wo ist der grosse Nutzen für die Bilderberger, wenn hier alles verstrahlt ist?
Wie kann man dem rüstungsindustriellen Konstrukt in den Arm fallen? Das müsste doch quer durch alle politischen Lager, die Menschen interessieren.
WARUM SIND WIR NICHT HUNDERTTAUSENDE, DIE AUF DIE STRASSE GEHEN UND GEGEN DIESE ERBÄRMLICHE KRIEGSPOLITIK DEMONSTRIEREN?


Am 05. Januar 2017 schrieb Ernst Grobschmied:

alternative medizinische Diagnose:
klarer Fall von Serotonin-Mangel in den Gehirnen Weniger.

Statt diese Kriegstreiber zwangs-zu-psychatrisieren, - wie es in Hessen per Erlass bisher üblich war um frankfurter Steuerfahnder an der Überprüfung der Banken zu hindern -, wäre wahrscheinlich ein Erlass einer Serotonin-Medikamentengabe an diese Menschenfeinde günstiger für eine Volkswirtschaft, anstatt Mordwerkzeuge von 10 km Länge sinnlos von friedliebenden Bürgern produzieren zu lassen und auf Militärzügen gen Russland zu befördern.

Und bloß, um eure Paranoia auszuleben - und mit unseren Steuergeldern gegen-zu-finanzieren.
Denn wenn man sich aufplustern muss um Stärke zeigen zu müssen - ist man schwach und Angstbesetzt.
Da hilft kurzfristig nur der Neurologe oder Psychiater.
http://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/psychiatrie-psychosomatik-psychotherapie/stoerungen-erkrankungen/angsterkrankungen/ursachen/


Am 05. Januar 2017 schrieb Hans Rebell-Ion:

Ich würde ULRIKE SPURGAT mit ihrem "flammenden" Kommentar für den FRIEDEN - gleich der BERTHA von SUTTNER - den "FRIEDENS-NOBELPREIS" verleihen!
Hört auf diese Frau!!! ... und die übrigen Kommentatoren!
Leider lehrt aber die Historie, dass man einen "MILITÄR-PAKT" nicht "auflösen" kann, sondern in der Regel muss dieser "zerschlagen" werden! Aber heute ist das anders, denn "in seiner Not" wird bei der "Zerschlagung" auf den ROTEN ATOM-KNOPF gedrückt ... das nennt man die militärische "ENDLÖSUNG"! Wie irre muss man heute sein an einen militärischen "ENDSIEG" zu glauben, denn wer daran glaubt, auch der(!) wird "dran glauben müssen"!
Wann wird man je versteh'n?, FRIEDEN kann man nicht "KRIEGEN", man muss FRIEDEN SEIN LASSEN!


Am 05. Januar 2017 schrieb Thomas:

Fairerweise sollte man erwähnen, daß die unterschwellig immer mittransportierte "polnische Angst vor dem russischen Landraub" einen ernsthaften Hintergrund hat. Auf den sollte man argumentativ vorbereitet sein, weswegen ich ihn hier ergänzend erwähnen möchte.

Es geht um die "Westverschiebung" der polnischen Ostgrenze im/nach dem 2. Weltkrieg. Das hatte zwar keine Auswirkungen auf die "Suwalki-Lücke", aber weiter südlich hat Polen damals definitiv Gebiete verloren (und ehemals deutsche Gebiete im Westen als Ersatz zugeschlagen bekommen).

Allerdings ist das, wie so oft, nur die halbe Wahrheit. Historisch war Polen oft Streitobjekt, als Wahl-Monarchie von Fremden beherscht (den sächsischen Kurfürsten zB.), hin und wieder auch ganz von der Karte getilgt. Etwa nach den Napoleonischen Kriegen, als Polen defacto an Rußland fiel, also vom Zaren beherrscht wurde. Es existierte zwar auf dem Gebiet des unter Napoleon gegründeten "Herzogtums Warschau" weiter, war aber russisches Protektorat. Beschlossen auf dem "Wiener Kongress" wird dieses Land daher bis heute "Kongresspolen" genannt.

Nach dem 1. Weltkrieg beschlossen die Siegermächte dann, Polen als eigenständigen Staat wiederentstehen zu lassen. Wie so oft war natürlich die Grenzziehung das Problem, da in vielen Regionen verschiedene Völker lebten. Was Polen betriff, so einigte man sich auf eine Grenzziehung, die vom damaligen britischen Außenminister George Curzon vorgeschlagen wurde, und die sich an den jeweiligen Bevölkerungsmehrheiten orientierte. Das gefiel wiederum den polnischen Nationalisten nicht, die das Chaos, in das Russland durch den Bürgerkrieg in Folge der Oktoberrevolution geriet, ausnutzten, und unter Jozef Piludski den Polnisch-sowjetischen Krieg vom Zaune brachen, mit dem erklärten Ziel, das ganze alte "Polen-Litauen" vom Baltikum bis zum Schwarzen Meer wieder unter polnische Kontrolle zu bringen. Das gelang zwar nicht, jedoch entstand in Folge dieses Krieges dann die weit nach Osten verschobene Ostgrenze Polens, die bis zum Zweiten Weltkrieg bestand.

Der begann am 1. September 1945 mit dem Überfall Deutschlands auf Polen.Die Wehrmacht rückte jedoch nur so weit vor, wie im geheimen Zusatzprotokoll zum "Hitler-Stalin-Pakt" vereinbart. Das Gebiet östlich davon nahm Tage später die Sowjetunion in Besitz. WIEDER in Besitz, muß man sagen. Die dabei entstandene Grenze wurde schließlich von den Siegermächten des 2.WKs bestätigt, und bildet seitdem die Ostgrenze Polens. Legt man die von Minister Curzon nach dem 1.WK vorgeschlagene "Curzon-Linie" einer polnischen Ostgrenze über diese, heutige Ostgrenze, so ergibt sich eine fast vollständige Deckung der beiden!

Unter dem Strich war also die heute beklagte "Westverschiebung" der Ostgrenze Polens nichts weiter, als das Wiederherstellen des Status quo der Neugründung Polens nach dem 1.WK. Es war und ist die legitime Ostgrenze Polens - nur durch Krieg ("Annexion") zeitweise nach Osten verschoben.

Übrigens sollten sich auch die ukrainischen Nationalisten gelegentlich daran erinnern, daß durch diese Westverschiebung im Zuge des "Hitler-Stalin-Paktes" die Ukraine als Land/Staat überhaupt erst entstanden ist. Ohne diese, läge der heutige Westen der Ukraine in Polen, und der Osten in Rußland....


Am 05. Januar 2017 schrieb altes Fachbuch:

zu den vorgeblichen militärischen absichten und aktionen auch hier mehr details:
https://www.jungewelt.de/2017/01-05/012.php

in bremerhaven, in garlstedt, in baumholder wird man ob der vielen arbeitsplätze glücklich sein.
was sagen die eisenbahner incl. gewerkschaften eigentlich dazu?
und wieso nennen wir die bahn nicht wieder REICHSbahn, wo doch die masuren ostpreussisch waren/sind???




Am 05. Januar 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

Der Zorn und die Wut ist grenzenlos auf die Schmierlappen und Lappinnen.
Sie sitzen warm und trocken, verherrlichen den Krieg, weil sie und ihresgleichen direkt nicht betroffen sein werden. Sie wissen, dass sie gegen jedes Recht verstoßen. Keine NATO Osterweiterung. Nun, dann wurde in rasender Geschwindigkeit das Rotationsprinzip "erfunden," und somit ist es möglich Russland immer näher auf die Pelle zu rücken. Was soll denn bitte schön das russische Volk annehmen ? Deutschland wieder ganz vorne dabei, untergeordnet, befehlshörig, ängstlich, unselbständig, und nichts aus der blutigen Geschichte, die mit dem Blut von 27 Millionen Sowjetbürgern mit geschrieben wurde, gelernt. Die NATO, die vor langer Zeit hätte aufgelöst werden müssen; spätestens nach 1989 muss nun eine weitere Legitimation erfinden, und nichts ist treffender und passender als Russland, die ewige Bedrohung. Die wirkliche Bedrohung, nämlich die USA, Kriegstreiber Nr. 1 in der Welt sind besonders fürsorglich, was die Interessen der Rüstungsindustrie angeht, und kriegerische Auseinandersetzungen finden selbstverständlich in Europa statt, denn die USA werden mal wieder nicht betroffen sein. Sie "gehen irgendwo, wo es ihnen passt, und wo es was "zu holen gibt, rein, um den Völkern die Werte amerikanischer Politik zu bringen, die da sind: Unterdrückung, Krieg, Zerstörung der Infrastruktur, und Mc Donalds, den Kaugummi und die Zuckercola. Diese Entwicklung kann und wird Russland nicht akzeptieren können, und es bleibt zu hoffen, dass Präsident Putin weiterhin besonnen und wach bleibt, und in keine der Fallen stolpert, die die Kriegstreiber versuchen ihm zu stellen. Russland wird alles tun, um eine Eskalation zu vermeiden. An dieser Stelle spricht die Geschichte Russland mit lauter Stimme, und mit dem Schmerz,dem Verlust und den geweinten und ungeweinten Tränen der russischen Völker NIE WIEDER KRIEG -
Keiner, der Lesen kann, darf irgendwann einmal sagen, er oder sie hätten mal wieder nichts gewusst.- Wieder einer der Artikel, die unsere Sinne schärfen sollen, und auf die drohende Kriegsgefahr hinweisen, und alle demokratischen und fortschrittlichen Kräfte in der Gesellschaft auffordern, zusammen zu gehen, denn ohne dieses erwarten uns gesellschaftliche Verhältnisse, die denen ähnlich sein werden, was wir aus unserer Geschichte kennen, weil es um ähnliche Strukturen und Interessen geht, Machterhalt, Schutz des Kapitals des Staates , vor allem aber geht es um Unterdrückung fortschrittlicher Bewegungen, die den Völkern nach 1945, unter dem Eindruck von Faschismus und Kriegen, die Verfassungen, bei uns das Grundgesetz gesellschaftlicher Fortschritt, möglich wurde.Das sind und waren die Gründe, die Verfassungen, besonders die in Frankreich, Spanien und Italien so zu verändern, dass der Neoliberalismus sich ausbreiten kann, um den Völkern die Möglichkeit der Selbstbestimmung zu nehmen ein anderes System wählen zu können.Frieden mit den Völkern, besonders mit unseren russischen Nachbarn, denn kein Volk der Welt will Krieg mit seinesgleichen, die Völker werden die Verluste erleiden müssen, und nicht von der Leyen; die ewige Pickelhaube, und deren Elite Gören; die werden, wie schon mal gesagt, an einer der Elite Universitäten rum studieren, sollten diese nicht in Schutt und Asche liegen. Auf so eine Frau, die sich Mutter nennt, kann man doch gut und gerne verzichten.
Vom Hof sollten sie gejagt werden, diese menschlich unterentwickelte Bande von Kriegstreibern.
Danke Uli, nicht nur für den Artikel, der nachdenklich stimmt, sondern auch für den Aufruf zur Teilnahme an den Demonstrationen in Bremerhaven und Berlin.


Am 05. Januar 2017 schrieb S. Hauptkorn:

Bitte auch schon mal vormerken:

18. Februar in München
http://sicherheitskonferenz.de/


Am 05. Januar 2017 schrieb Manfred Ebel:

Mit Hinweis auf https://www.wsws.org/de/articles/2016/12/31/mili-d31.html ein Zitat: Generalleutnant Peter Bohrer, stellvertretender Inspekteur der Streitkräftebasis: ?Früher war Deutschland ein Frontstaat, heute sind wir Transitzone und eine unserer zentralen Aufgaben ist es, gemeinsame Unterstützungsaufgaben zu leisten.?
Hier kann man sich die Marschrouten ansehen:
http://www.lr-online.de/nachrichten/Tagesthemen-Ab-8-Januar-rollen-US-Panzer-durch-die-Lausitz;art307853,5747586
Bemerkenswert auch hier die endlich deutliche Sprache und die Analogie zu den Blitzkriegstrategieplänen.
Die Parole und Herkunft von "Räder rollen für den Sieg" war hier im Kreis der Diskutierenden schon kaum noch bekannt.
Falls übrigens jemand immernoch meint, die hervorragenden deutschen Straßen seien gerade für seinen Benz - nichts da! Es sind die hervorragenden logistischen Bedingungen, die Deutschland absichtsvoll für den NATO-Blitzkrieg geschaffen hat. Das war auch schon mal so, nur noch nicht NATO, aber gen Russland.
Ein Hinweis auf den Brandenburger Appell, den Kriegsbrand zu verhindern: http://truppenverlegung-stoppen.de/
Der Brandenburger wirkt zusammen mit dem Bremerhavener Appell.


Am 05. Januar 2017 schrieb Andreas Schell:


Nicht nur dieser Krieg wird von Verbrechern angeordnet und von Idioten ausgeführt. Danke für die Info - die war mir neu, gehört aber zu einer größeren Reihe gleichartiger Ereignisse, u.a. dem Manöver Anakonda 2016 (ich empfehle dazu eine kurze Internetrecherche, die sofort auf "seriöse" Quellen führt). Mir kommt da eine Ungereimtheit in den Sinn. Der Terror, der uns so sehr bedroht, ist doch eigentlich islamistisch motiviert? Die Truppen werden aber gar nicht mehr in islamisch geprägte Regionen wie z.B. auf die arabische Halbinsel verlegt. Wahrscheinlich weil das schon zu den erwünschten Resultaten geführt hat: Millionen von Toten, Failed States, erhebliche Fluchtbewegung, Destabilisierung der EU wegen unüberwindbaren Meinungsverschiedenheiten über das weitere Vorgehen. Und: Zugriff gewisser Konzerne auf wertvolle Bodenschätze.
Nu muss das ganze Waffen- und Munitionszeuch, das weiterhin zünftig produziert und verkauft wird, ja irgendwo hin und in der Folge auch verschlissen werden, weil wo soll dann sonst das Wachstum her kommen? Die Truppen schicken wir also immer da hin wo's am meisten brennt. Wo uns so was absolut Lebensbedrohliches wie Hackerangriffe drohen! Ich bitte Sie! Hackerangriffe! Das ist schon einen Einmarsch wert. Die Hackerangriffe sind so schlimm, da helfen nur Panzer. Die Panzer direkt an die Ukrainische West-Regierung zu liefern geht auch irgendwie nicht, weil zu offensichtlich ... das würde glatt zu Zuschauerfragen in unseren Staatsmedien führen. Da verkauft sich die Mär von den Hackerangriffen doch viel besser. Von Computern und Netzwerken verstehen die Rezipienten nämlich dank Microsoft, Apple, Google und den mitgelieferten Flachbildschirm-Verblödungegeräten nichts. Wer glaubt denn bitte, dass von Russland bedrohliche Aggressionen ausgehen? Wer glaubt, dass von Russland aus im Internet Schaden angerichtet werden kann? Das Internet ist eine amerikanische Erfindung und wird von großen, reichen amerikanischen Konzernen dominiert! Die Russen haben doch nicht etwa auch die Schadsoftware bei VW eingebaut?
Die Russen verhalten sich indes angesichts der westlichen Aggressionen gegen Ihren Frieden so erwachsen, gelassen, umsichtig, weise, dass sie aufrichtige Bewunderung verdienen. Der infantil-aggressive Obama-Merkel-Kriegsclub wird sicher auch noch die Grenze der russischen Föderation verletzen. Die Uhr läuft: Obama ist Geschichte - also gibt's vollendete Tatsachen in den nächsten zwei Wochen? Wenn's dann eine Tracht Prügel setzt, sind "wir" die Opfer und eine "robuste Antwort" der NATO, die laut den 2+4 Verträgen als Bedingung für die Deutsche Wiedervereinigung in ganz Osteuropa *NICHTS* verloren hat, wird voraussichtlich von Politikern fast aller deutschen Parteien befürwortet. Es fehlt jegliche Ratio. Es fehlt jeglicher Respekt vor der eigenen Geschichte. Die Deutsche Wiedervereinigung war ein Akt der Befriedung Europas. Was Obama, Merkel, v.d.Leyen und andere daraus machen, ist unglaublich.
Ich sag's noch mal: Krieg wird von Verbrechern angeordnet und von Idioten ausgeführt. Deutsche Wähler entscheiden 2017 ... leider nur zwischen diesen beiden Möglichkeiten.


Am 05. Januar 2017 schrieb Jörg Friedrich:

Das neue Jahr beginnt, wie das alte geendet hat. Gestern ist der erste Transport der Amis eingetroffen. Unsere Qualitätsmedien (Lückenpresse oder auch - sorry Lügenpresse - ein u. a. Ausdruck von Herrn Dr. Ulfkotte) wird darüber wohl kaum berichten, da gibt es viele Ablenkungsmöglichkeiten durch unsere so tollen Politiker - "Füllt die Bäuche und leert die Köpfe" . Unsere so tolle Drohnen Uschi hetzt ja schon lange gegen die so bösen Russen - die ja an allem Schuld sind. Ihre Kinder selbst - so in einem Interview im letzten Jahr, würde sie nie zum Militär schicken - können ja sie anderen Deppen machen. Was ich persönlich schlimm finde ist, dass leider die meisten Menschen sanft ruhen, sich keine Gedanken machen und jeder, der anders denkt (geht mir häufig so) wird zum Verschwörungstheoretiker, im schlimmsten Fall zum Nazi. Demokratie ist nur noch eine Worthülse, freie Meinungsäußerung wird mit Psychiatrie bestraft....
Einen dritten Weltkrieg würden wir Europäer nicht überleben und an Russland hat sich Napoleon die Zähne zum Glück ausgebissen, die Deutschen haben ja auch schon zweimal geübt und zum Glück zwei schwere Niederlagen bekommen. Haben wir nicht gelernt aus der Geschichte? Sieht keiner, dass es die westliche Welt ist, die seit dem 2. WK schon hunderte kriege ausgelöst hat, besonders unsere so tollen amerikanischen Freunde!!!! Es geht nie um Demokratie, es geht um Land, es geht um Bodenschätze....
Die neuen Kolonialisten, der Militär-Industrie-Komplex treiben alles an, Merkel und ihre CDU (Christlich Demente Union) haben sich schon lange vor den Karren spannen lassen, unser Vorzeige Pastor, der Gauckler hat ja selbst schon zum Krieg aufgerufen....fehlt noch was? Wir können nur alles tun, um diesen Schwachsinn, um diese Schwachsinnigen zu stoppen.
Friedliche Grüße aus Thüringen - ein Querdenker....


Am 05. Januar 2017 schrieb altes Fachbuch:

zur komplettierung des artikels:
- die wolfsschanze von rastenburg liegt vielleicht 80 km weiter westlich.
entweder, das lag der NATO zu weit westlich also militärisch zu defensiv oder zu nahe und damit zu offensiv an der geschichte:)
- in der ecke hat der kaiser am 28.09.1912 seinen 2000. ROThirsch geschossen, einen KAPITALen 14 ender, "wochen" zuvor haben die römer dort schon viadukte hinterlassen
- suwalki liegt zwischen 2 nationalparks in den masuren. für ablenkung gegen bunkerkoller ist also gesorgt. ob der tourismus das verträgt?
- vom gelände her (masuren=moore, wälder, tiefe täler/niederungen, kurvenreiche kleinststraße, brücken geringer tragkraft, elche, wisente und wölfe, gewässer aller art, keine ost-west-straßen.....) wäre es einfacher, warschau einzunehmen, als sich nach kaliningrad durchzukämpfen
- weit und breit keine russische grenze: also unterstellt man eigentlich einen angriff durch und über weißrussland oder einen entsatz aus kaliningrad (dann sicher mit der baltischen flotte:)
- ich befürchte, dass es um eine einkesselung und belagerung von kaliningrad geht. plötzlich gibt es keinen grenzverkehr mehr, schienenverkehr wird unterbrochen, energieversorgung, nachschub aller art, die ostsee und der luftraum dicht, eine stadt als geisel und dealmasse..... man will, dass niemand sich in der frontstadt wohlfühlt und ein exodus beginnt. wenn russ. ehefrauen anfangen unzufrieden zu werden, dann will auch niemand dort mehr dienen;) übrigens eine überlegung für die demonstrationskultur hierzulande: das transparent nicht vor ramstein-air basis, sondern vor den häusern der mitarbeiter "hier wohnen kriegstreiber" (friedens"stalking")

so oder so, die terrordebatte wird eh alles übertünchen


Am 05. Januar 2017 schrieb Marie Gerster:

Dieses Spiel mit de realen Weltkriegsgefahr und der US-Drohgebärde ist großartig formuliert. Ein Kriegspanorama bis hin zum Privaten, zu einem Schützengraben-Brief des 1. Weltkriegs. Das macht Gellermann keiner nach.


Am 05. Januar 2017 schrieb Andreas Buntrock:

Solange wir Deutschen es zulassen, dass wir von "Christdemokraten", "Christsozialen" und "Sozialdemokraten" sowie Teilen der Grünen(Kretschmann, Göring-Eckhardt und Co) außenpolitisch wie das "dumme Vieh" im Kreis über die Weide geführt werden, wird sich an der Situation nichts ändern.
Dass "unsere" Vierte Gewalt", vertreten durch, ALLZEIT VORAN, die Luthers und Bittners und die von Altenbockums dieser Entwicklung in den Mainstreamgazetten dieses Landes die Notwendigkeit attestieren...nur ein weiterer Tropfen notgeiler Kriegslust auf das geradezu kriminelle Verhalten der verantwortlichen Kriegstreiber welche "unsere" politische Führungskaste repräsentieren.
Dass diese „Herrschaften" dann auch noch mit freudigem Augenaufschlag dem geschichtsklitterndem Urteil eines rechtskonservativen Kaczynski folgen, und Russland geradezu euphorisch als neue/alte/ewige Wiege des Bösen zu erkennen glauben...

gegen akute Kriegsgeilheit dieser Herrschaften hilft leider kein journalistisch vorgetragenes sachliches Argument, sondern nur...!


Am 05. Januar 2017 schrieb Hella-Maria Schier:

Ich meine vor einiger Zeit mal gelesen haben, dass selbst das Führungspersonal der Nato auf direkte Nachfrage nicht bestätigen wollte, dass es von irgendwelchen Plänen Putins wüsste, das Baltikum oder Polen zu überfallen. Nein, eigentlich nicht, da ginge es mehr darum die Ängste der Balten und Polen zu beruhigen, das sei die Hauptaufgabe der Nato-Truppen in der Gegend, wurde gesagt. Eine seltsame Art von Psychotherapie. Soviel Aufwand um (angeblich) reine Befindlichkeiten ist ja wirklich rührend, aber erschreckend für die weniger Verwirrten. Ich würde diese Osteuropäer, auf die ich derzeit von daher gar nicht gut zu sprechen bin, lieber mal richtig durchschütteln und an sie apellieren, sich erst mal umfassend zu informieren, ehe sie hysterisch werden, sich in traumatisierte Gefühlswelten hineinsteigern und möglicherwiese die ganze Welt in Gefahr bringen, einschließlich sich selbst.
Aber wahrscheinlich profitiert jemand in den Ländern wirtschaftlich von den Spannungen mit Russland, hörte sowas mal in Bezug auf das Baltikum und es hatte irgendwie mit der EU zu tun.
.Leider sind die Details in den täglichen Nachrichtenfluten untergegangen.


Am 05. Januar 2017 schrieb Jochen Scholz:

Lieber Uli,

der tapfere General Hodges und die noch tapferere Ministerin von der Leyen haben einfach begriffen, was Du nicht wahrhaben willst: der Russe braucht ab und zu einen vor den Latz.
Und hier habe ich noch ein eigenes Werkchen zur Kenntnis:

http://www.zeit-fragen.ch/de/ausgaben/2017/nr-1-3-januar-2017/feindbild-russland-geschichte-einer-daemonisierung.html


Am 05. Januar 2017 schrieb Aleks Korty:

Ein weltbekannter Physiker hat schon vor Jahrzehnten mal den Ausspruch getan: "Ich weiß nicht welche Waffen im nächsten Krieg zur Anwendung kommen werden. Aber welche im Übernächsten: Pfeil und Bogen!"
Nun gebe ich gerne zu, dass ich in meiner Kindheit sehr gerne mit Pfeil und Bogen gespielt habe. Ich wollte schon immer der ROTE sein und nicht der Law-and-order-Sheriff.
Allerdings wäre es mir heute nicht recht, wenn ich als betagter, alter Mann zukünftig meine tägliche Nahrung nicht im Supermarkt erjagen könnte, sondern wieder mit Pfeil und Bogen in der weiten Tundra rumlatschen müsste um nach Auerochsen auszuschauen, wie unsere Vorfahren in der Steinzeit.
Unsere heutige Gesellschaft hat viele Fehler und Schwächen und ist noch weit davon entfernt eine zivilisierte. menschenwürdige Gesellschaft zu sein. Aber sie ist mir dennoch sehr viel lieber (weil bequemer), als alle Epochen und Perioden zuvor in der menschlichen Geschichte, denn früher war keineswegs alles besser.
Deswegen finde ich es besonders lobenswert an diesem Artikel des rationalen Galeristen, dass er im letzten Absatz auf die Termine hinweist, die es jedem vernünftigen Menschen ermöglicht sein kleines Scherflein dazu beizutragen, dass wir alle zukünftig nicht wieder im Bärenfell rumlaufen müssen.

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