Danke Donald!

Als Irrer gestartet, als Aufklärer gelandet

Autor: U. Gellermann
Datum: 31. Juli 2017

Wer hätte das gedacht. Donald der Zwitschermeister, Donald der Rausschmeisser, Donald der Rüpel, findet seine eigentliche Bestimmung: Er wächst zum Aufklärer heran. Nicht anders kann man seine jüngste Zustimmung für jene neuen Sanktionen des US-Senates verstehen, die Strafen für Unternehmen vorsehen, die Russland beim Bau von Pipelines unterstützen. Bestraft werden soll Russland, bestraft werden soll die Europäische Union, bestraft werden sollen all jene, die für ein halbwegs normales Verhältnis zu Russland eintreten. 

Erst neulich hat der große Komunikator Trump Klartext geredet: Es gehe ihm darum, den "globalen Energie-Markt zu dominieren“. Auch deshalb ermunterte er bei seinem Besuch in Warschau die Regierungschefs und Repräsentanten aus zwölf mittel- und osteuropäischen Ländern, die sich zur sogenannten "Drei-Meere-Initiative" zusammengeschlossen haben. Die Initiative soll den Bau von Flüssiggas-Terminals in Kroatien und Polen inklusive einer Pipeline für die US-Fracking-Förderung beschleunigen. Trumps Mann im Senat, der Senator Lindsey Olin Graham, der die Sanktionen durchpeitschen half, hatte schon vorher verkündet: „Wenn der Präsident das Gesetz zur Bestrafung Russlands nicht unterzeichnet, dann verrät er die  Demokratie.“

Brav unterschrieb Trump das Gesetz. Denn es geht um die total demokratische US-Fracking-Industrie. Und um den total demokratischen Kampf gegen die deutsch-russischen Nord Stream Pipelines. Das sind diese Projekte, die sowohl die deutsche als auch die westeuropäische Energieversorgung mit russischem Erdgas sichern. Zugleich sind sie allerdings ein störender Faktor beim Umsatz der US-Fracking-Produkte. So klärt uns Donald Trump auf: Keineswegs ist er der Hanswurst, als der er uns seit Monaten von deutschen Medien erzählt wird. Er ist, trotz seines skurrilen Auftritts, ein Vertreter der US-Kapital-Interessen wie sie in den Lehrbüchern stehen.

Das sind die Bücher, die Angela Merkel und Sigmar Gabriel nie gelesen haben. Auch wenn Gabriel plötzlich zu wissen glaubt, dass die Russland-Bestrafungs-Aktion dem „reinen“ Eigeninteresse der USA entspringt und die europäische Gasversorgung gefährdet. Auch wenn die Kanzlerin zu den Sanktionen zu sagen weiß: "Es ist, vorsichtig gesagt, ein eigenwilliges Vorgehen des US-Senats.“ Bleibt doch festzuhalten: Wer sich an die USA kettet, verliert nicht nur seine militärische Autonomie. Sondern auch die Freiheit ökonomisch so zu handeln wie es dem eigenen Interesse entspricht. 

Deshalb muss man Donald dem Aufklärer schon dankbar sein: Weder geht es um die Schimäre einer deutsch-amerikanischen Freundschaft, noch um die obskure westliche Wertegemeinschaft oder gar um irgendeine Freiheit. Außer der, so viel Profit als möglich zu erzielen. Donald Trump schenkt der deutschen Regierung die Möglichkeit mit ihrer eigenen proamerikanischen Ideologie zu brechen. Sogar ohne allzu große Gesichtsverluste. Sie müsste nur wollen und sich den durchsichtigen Wünschen aus Washington verweigern. Das würde jetzt sogar ihre über Jahrzehnte in Russo-Phobie und US-Philie erzogene Wählerschaft verstehen. Danke Donald.

Der Text der Startseite wurde von Angelika Kettelhack lektoriert.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 09. August 2017 schrieb Brigitte Klara Mensah-Attoh:

Als plausibelstes und einleutendest Argument in Sachen Clinton vs. Donald Trump kommt mir doch das Uli-Gellermann-Argument vor - gerichtet an Peter Andreas Schöbel (05. August 2017) - sich demnach zwischen Pest und Cholera entscheiden zu müssen.


Am 06. August 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

Es wird nicht verwunderlich sein, dass ich den Galeristen in seiner Argumentation, unterstütze.
Manchmal macht es Sinn in die inneren Zusammenhänge der Politik zu schauen, weil vieles , was sich im Äußeren dann wiederspiegelt, immer etwas mit dem zu tun hat, was im Land selber so los ist.
Die oberen 0,1 % aller amerikanischen Familien besitzen soviel Reichtum wie 90 % aller unteren Familien.
In einem Bericht von UNICEF ist zu lesen, dass die USA bei der Kinderarmut, der sogenannten "reichen Nationen," von 41, auf dem Platz 36 zu finden ist.
Im 2007 bekam jedes achte Kind Lebensmittelmarken, Heute ist es jedes fünfte.
Das statistische Bundesamt der USA spricht von annähernd 47 Millionen Amerikanern, die aktuell in Armut leben.
Jährlich gehen 46 Millionen zu den Suppenküchen.
Die Zahl der obdachlosen Kinder hat sich in den vergangenen Jahren um 60% erhöht.( Zahlen von 2015)
2014 haben nach Angaben 1,6 Millionen amerikanischer Kinder in Obdachlosenheimen oder einer anderen Notunterkunft geschlafen.
45 % Prozent aller afro amerikanischen Kinder lebt in "Konzentrierter Armut,"
(wahrscheinlich ein neoliberaler Begriff für die Armut, die gemeint ist: Keine Bildung, nicht genug auf dem Teller, also Persepektivlosigkeit mit Hoffnungslosigkeit gepaart, eine explosive Mischung.
Bewusst war mein Augenmerk auf die Situation der Kinder und Jugendlichen gerichtet, die die leidtragenden einer Politik sind, und deren Eltern und Angehörigen, natürlich auch.
Die Forderung von Trump nach den 2 % Erhöhung des Rüstungsetats ist eine Folge, die hohen, sehr hohen Rüstungsausgaben im Land, so auf Dauer nicht durchsetzen zu können, zumal Steuern senken auf seiner Liste steht., und die, von denen hier gesprochen wird, werden die Suppe auslöffeln müssen, und die Lebenssituation wird sich weiterhin verschlechtern.
Man wollte ihm glauben, dass er etwas im Land für die arbeitende Bevölkerung bewegen kann, so groß war die Hoffnungslosigkeit, anzunehmen, dass ein Vertreter der 1 % die Menschen in Brot und Arbeit bringt. Besonders die Kohle Arbeiter wollten ihm glauben.
Es mag sein, dass er für ein besseres Verhältnis zu Russland ist mit Worten und Gesten, doch die Taten sind eher mickrig zu nennen. Der Kongress wird ihn abservieren wollen, weil er nicht überschaubar ist. Aber warum ? Immer noch beleidigt, wie ein kleines Kind, was seinen Willen nicht bekommen hat? Trump ist zu kontrollieren, und er tut das, was man ihm sagt, auch wenn er ab und an mal rummuckelt.Die politische Erfahrung fehlt ihm, deswegen gut zu manipulieren, und das Politik nicht wie ein Unternehmen, nach Trumpscher Art gemacht werden kann, das wird er noch Lernen, mit freundlicher Unterstützung der korrupten, eigennützigen, dreckigen politischen Verbrechern, wo sicherlich so einige auf den Listen der Konzerne stehen. Sie verraten das Volk, die diesen unermesslichen Reichtum der sich in den Händen einiger Weniger befindet erwirtschaftet und erarbeitet hat, und sie sollen schmoren, in der Hölle, bis zum Sankt Nimmerleinstag.


Am 05. August 2017 schrieb Ernst Blutig:

Trumps Geschwafel von "america first" durch den deutschen Bourgeois kritisiert zu sehen ist schon ein Treppenwitz.
Als wäre es der deutschen Bürgerlichkeit, jemals um etwas anderes gegangen als um ihr eigenes "Deutschland zuerst" und ihr persönliches Zuerst - mit dem einsamen "Höhepunkt" von 1933-45, der dann Abermillionen von Menschen (der Großteil davon Slawen und Juden) das Leben gekostet hatte.

Und auch nach dem verlorenen Krieg ging es weiter mit "Deutschland zuerst", ganz vorne an der Front "Westdeutschland" und seine Ex-Nazis.

Die sprachlichen und inhaltlichen Verrenkungen der deutschen Bourgeoisie sind durch die Wahl Trumps tatsächlich noch grotesker geworden als ich es noch vor der US-Wahl 2016 vermutete.

Der Antiamerikanismusvorwuf z.B. gerne jederzeit gegen Linke eingesetzt als Stinkbombe, ist völlig aus den Diskursen verschwunden.


Am 05. August 2017 schrieb Klaus Bloemker:

@ Andreas Schöbel:
"Hitler wegen seiner Friedensreden auch mal für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen war."

Was man nicht alles auf der Rationalgalerie lernt. Davon hatte ich noch nie gehört. Ich habe es bei 'sverigesradio' gegoogelt und es stimmt.

""Im Herbst 1938 schlug ein Mitglied des schwedischen Reichstages
Adolf Hitler für den Friedensnobelpreis vor. ... Der Reichstagsabgeordnete
zog dann im Januar 1939 seinen Vorschlag wieder zurück."

Der Vorschlag kam nach dem 'friedenstiftenden' Münchner Abkommen. Es war also nicht nur wegen "Friedensreden". - Aber wer wusste 1938 was 1939 sein wird und dann 1942 ... - Wissen wir heute mehr, was sein wird?

Antwort von U. Gellermann:

Fraglos ließ Hitler allerlei Friedensgerede ab. Aber natürlich gab es damals schon Leute, die bereits zur Reichstagswahl 1932 was wußten: „Wer Hindenburg wählt, wählt Hitler. Wer Hitler wählt, wählt den Krieg.“ Das plakatierte die KPD ahnungsvoll.


Am 05. August 2017 schrieb Hella-Maria Schier:

Ich muss Herr Schöbel schon weitgehend recht geben. Trump hat verkündet America First. Zudem bin ich mir ziemlich sicher, dass der militärisch-industrielle Apparat in puncto Rüstungsausgaben bestimmte Dinge von ihm nachdrücklich (weißt du noch, der Kennedy?) erwartet. Da Trump aber America First versprochen hat, will er die USA von den entsprechenden Kosten weitgehend entlasten und sie den Nato-Staaten aufbürden. Trump hat meines Wissens auch verkündet, aus einer Position der Stärke heraus verhandeln zu wollen. Make America great again. Der militärische Druck soll bestimmt wirtschaftlichen Interessen einen gewissen Nachdruck verleihen, sowie andere Staaten zwingen, ihrerseits Geld für Rüstung auszugeben. Trotzdem habe ich nicht den Eindruck, dass Trump Krieg mit Russland will. Bei Clinton bin ich mir da weit weniger sicher. Killary ist eine Fanatikerin des New American Century, bei dem es um Weltherrschaft geht. Dieser Gruppe geht es nicht so sehr um die realen USA und deren Wohl, sie haben da so eine erweiterte Vorstellung und wollen die Welt von innen und außen amerikanisieren. Das ist vielen Amerikanern suspekt, undurchsichtig und erscheint ihnen zu Recht an ihren Interessen vorbei geplant. Trump propagiert "America First" als soz. populistische Abgrenzung von diesen Globalisierern, nicht so sehr an die Adresse der anderen Länder gerichtet.

Es gibt zwei Arten von "rechts", das sorgt immer wieder für Verwirrung, vor allem, da die eine, die Globalisierer, es erstaunlich gut schafft, sich als links zu verkaufen, obwohl Marx sich da sicher im Grabe umdreht. Schließlich fand er den Unterschied zwischen internationalem Kapital und sozialistischer Internationale nicht ganz unwesentlich. Die raffinierten Globalisierer rumpeln natürlich nicht in primitiver Fascho-Sprache herum. Sie tönen international, multikulturell und transgender, faseln von Westlicher Wertegemeinschaft, Toleranz und ab und zu gern von einer Welt ohne Grenzen. Würde ich wohl auch so machen, wenn ich die lästigen Linken propagandistisch ausmanövieren wollte und Grenzen sowieso nervig fände. Marx und Lenin haben auch vorraussgesagt, dass der Kapitalismus im Spätstadium alle Grenzen sprengen würde. Nun ist das fatalerweise (in dieser Situation) auch das Ideal der Linken, weshalb sie sich geradezu anbieten, um sie nicht nur als Gegner auszuschalten, sondern auch für die eigenen Zwecke zu instrumentalisieren.
Es sei denn, sie schauten in Richtung dieser Eliten kapitalismuskritisch genauer hin und dächten differenziert nach. Damit sie das möglichst wenig tun, zieht man ihr altes Feindbild Nationalismus frisch aufbereitet so in den Vordergrund, dass der andere und eigentlich ursächliche Gegner globaler Kapitalismus (imperialistischer Kapitalismus schafft Nationalismus direkt und als Gegenreaktion) daneben harmlos erscheint und sagen kann "Aber schaut her, ich bin ja i n t e r national, hier sind die Guten, ihr wollt doch keine Nazis sein."
Diese Drohung erschreckt zumal die deutschen Linken ´derartig, dass sie nicht mehr richtig denken können und vergessen, dass die Eliten, geistig weit aktiver, Schach spielen, wie gelegentlich einige von ihnen sogar offen verkünden .( Brzezinsky:"The Grand Chessboard".) und die psychologischen Schwächen und blinden Flecken ihrer Gegner seit Jahrzehnten in ihren thinktanks genau studiert haben. Warum sollten sie sich für ihre Ziele weniger ins Zeug legen, als jede Firma für ihre Produktwerbung? Sie können die neueste Wissenschaft kaufen.
"Es ist Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt und wir gewinnen." Warren Buffet.
Sie gewinnen, weil ihre Gegner schlafen, träumen, nicht wissen wollen und verdrängen. Weil sie sich durch jede Finte ablenken und austricksen lassen.
Von "Klassen" ist bei den Linken nicht mehr die Rede, umso mehr von Rassen. (man musste ja nur ein paar Buchstaben verändern...) da hat man einmal die Muslime und, gefördert dadurch, die "Wutbürger" auf der Straße und sich überfremdet fühlenden Dorfomas auf dem Land. Bis in all denen der latente Rassismus ausgemerzt ist, sind die Linken auf unabsehbare Zeit beschäftigt, den Blick nach rechts unten gerichtet und nicht nach oben. Endlich mal ein Gegner, mit dem man (vermeintlich) fertig werden kann ...nebenbei beseitigen sie dabei die den Eliten unangenehme Meinungsfreiheit - tatsächlich kommen diese Bemühungen bisher eher von "links" ("Nazikeule" und Heiko Maas) und sähen Misstrauen gegen direkte Demokratie ("völkisch").
Dann schaffen sie vielleicht die nationalen (pfui) Grenzen und Verfassungen ab - und wenn sie fertig sind, hat das Kapital endlich unbegrenzten Spielraum. Denn sie haben im Eifer vergessen, das es eine nennenswerte sozialistische Internationale gar nicht gibt.

Der Nationalstaat als altes Kontrollinstrument wird in Zukunft sehr wahrscheinlich durch fortgeschrittene Technik ersetzt werden.
"Nach der Plünderung der öffentlichen Sphäre wechseln die plutokratischen Eliten zunehmend in den Endspielmodus: abkassieren, alles versilbern,die Brücken hinter sich abfackeln und nichts zurücklassen als verbrannte Erde."
Wolfgang Streek
Viele Menschen spüren das zumindest, und da die mit grenzenlosen Open Society Idealen geblendeten Linken ihnen leider nicht helfen, sie eher noch beschimpfen, wenden sie sich an rechte Nationalisten wie Trump, die gegen solche Blendungen natürlich immun sind. Aber letztlich sind auch sie ein Teil des Systems, weil Kapitalismus im Wesen immer international ist.

Antwort von U. Gellermann:

Viele Vermutungen ergeben auch dann kein Argument, wenn man sie addiert. Alles was von Trumps Tun bekannt ist ergibt ein anderes Bild als jene paar Wortfetzen, die er im Wahlkampf hat fliegen lassen und die von hoffnungsfrohen Beobachtern gern zitiert werden. Trump ist führend an der Rüstungsspirale der NATO beteiligt, Trump hat sich, angesichts des mörderischen Krieges gegen den Jemen, mit Saudi-Arabien auf Waffengeschäfte im Umfang von rund 100 Milliarden Dollar geeinigt, Trump hat einer Verschärfung von Sanktionen gegen Russland zugestimmt.


Am 05. August 2017 schrieb altes Fachbuch:

@p.a.schöbel
1.
behaupten sie, dass eine "sehr linke partei" gekauft wurde? dann fordere ich stellvertretend für den galeristen einfach mal ross und reiter zu benennen! das musste ich mir auch oft genug anhören:)
2.
würde mir missfallen, sie nähmen meinen post, um genau diese "botschaft" zu lancieren!!
3.
eine plausibilitätsprüfung!
wenn spd und nsdap schon in den 30igern den faschismus hofiert haben, um den "linksradikalismus" zu verhindern, dann kann jetzt um das wissen dessen konsequenzen bereichert die kpd-meinung schlecht radikal oder falsch gewesen sein!!
4.
der galerist behauptet wiederholt, dass trump und xyz der us-oligarchie EIN gesocks sind. wenn sie das differenzieren wollen, bitte:) und wenn sie beim haar spalten sind, dann ordnen sie bitte auch noch merkel und putin ein!
5.
bin ich ein freund des völker- und staatsrechts!! so was gibt es noch!!
ich muss es nicht gut heissen, wenn die gottgegebene nation meint, nationales "recht" auf exterritoriales gebiet auszudehnen. ich mag die präambel der uno, theoretisch. die jetzige wirklichkeit lässt mich etwas zweifeln, aber widerspruchs verschärfend auch bejubeln:)
ABER: ich bin einer der vom kommunismus befreiten, und kann mir nun genüsslich diese zerfallende welt anschauen! das ist gar grundgesetzlich geschützt;) und glauben sie mir, auch das zerfallen haben kommunisten schon 1989 kommen sehen;)
6.
befreit von all diesem ballast, kann ich als rationalist und freund des dialektisch historischem materialismus den grundwiderspruch in zwei richtungen sich (gedanklich) entwickeln lassen: warten bis sich was ändert (weiter so), oder den konflikt verschärfen.
als globalisierungsopfer und bildungsferner aussteiger kann ich mir nur die pleite der dt. industrie, fussballer, armee, schlagerfuzzi's und brennende autos egal wo wünschen:)


Am 05. August 2017 schrieb Peter Andreas Schöbel:

Lieber Uli Gellermann,

eigentlich hatte ich meinen ersten Satz deshalb im Konjunktiv formuliert, weil mir an Sachlichkeit, statt an Anfeindungen gelegen war. Darum hatte ich Ihnen meine Antwort auch nicht als Leserkommentar sondern an Ihre E-Mail-Adresse geschickt. Aber offensichtlich mögen Sie lieber die harte Tour. Sei es nun.

Sie schreiben, dass Sie bei Dr. Crome nichts Neues entdecken. Ich erlaube mir zu zitieren:
"Das Problem besteht darin, dass Trump innenpolitisch selbstverständlich ein Reaktionär ist“ . Aber er hatte schon im Wahlkampf erklärt, sein Ziel sei es, die sinnlosen, teuren und nichts Positives erreichenden Regime Change-Kriege, die die USA jahrzehntelang geführt haben, zu beenden. Diejenigen, die gegen ihn demonstrieren, tun das immer aus den innenpolitischen Gründen. Aber sie sind das Feigenblatt, hinter dem die Fraktion der Herrschenden der USA, die die alte Politik fortsetzen will, sich versteckt."

Und nun ganz deutlich: Dr. Corme bezeichnet alle jene, die "Trump schlimmer als Clinton" sagen oder auch gleich setzen als Feigenblatt der reaktionärsten Kreise, die ihren Kurs fortsetzen wollen. Der Unterschied zwischen Trump und Clinton ist die Haltung zu Russland und zu Kriegen überhaupt (obwohl auch dort Trump kein Weisenknabe ist). Das ist aber fundamental für die Frage Krieg - Frieden. Und wenn Sie das wirklich für marginal halten, na dann gute Nacht! Dann hab' ich wohl in der Webseite verirrt. Eigentlich hatte ich bisher nicht diesen Eindruck. Ich würde mich freuen, wenn dieser Eindruck erhalten bliebe.

Antwort von U. Gellermann:

Lieber Herr Schöbel,

tatsächlich hatte ich Ihre Mail als reguläre Zuschrift begriffen. Und meine Antwort empfinde ich auch nicht als "harte Tour“ sondern schlicht als argumentativ. Zum Zitat von Dr. Crome – dessen Grundhaltung ich durchweg schätze – fällt mir auf, dass er, wie andere, die Trump für einen Fortschritt im Vergleich zu Clinton halten, nur dessen Worte zitiert. Was mir zu Trump eingefallen ist sind dessen praktische Politik-Schritte: Beim erpresserischen Anfeuern der NATO-Aufrüstung und seinem gewünschten Rüstungsdeal von mehr als 100 Milliarden Dollar mit Saudi-Arabien. Beide Schritte halte ich fundamental für die Förderung von Krieg in Jemen, bzw. für die Vorbereitung von potentiellen Kriegen durch die NATO. Und auch sei klares JA zu den Sanktionen gegen Russland ist mehr als ein Wort. Zumindest hat Putin das ganz praktisch begriffen.

Trotzdem fiel und fällt mir nicht ein Trump für schlimmer zu halten als Clinton. Ich kann mich nur so schlecht zwischen Pest und Cholera unterscheiden.


Am 04. August 2017 schrieb Andreas Schöbel:

Lieber Uli Gellermann,

ich will nicht mit gleicher Münze kontern: „Bis jetzt ist mit rätselhaft wie halbwegs intelligente Menschen, den Unterschied nicht sehen können …“

Lieber sind mir da die Fakten gepaart mit geschichtlicher Erfahrung.
Natürlich ist Trump ein Reaktionär, natürlich ist er ein Oligarch – und trotzdem nicht gleich. Er ist eben kein Finanzoligarch! Zu dieser Klicke gehören die Clintons!
Der Unterschied ist: Die Clintons sind Shareholder und haben von wirtschaftlichen Zusammenhängen null Ahnung. Sie verdienen am Krieg und der atomaren Aufrüstung schon durch ihre Aktien in der Atomindustrie. Auch an Kriegen verdienen sie. Bei einem großen Krieg winken mehr als nur die bekannten 1000%.
Trump dagegen weiß auch von den inneren Abläufen der Wirtschaft und da er kein Bauunternehmen hat, sondern Immobilen vermietet, verliert er an kaputten Häusern.

Wie man überausdeutlich sehen kann, muss er zu russlandfeindlichen Schritten gezwungen werden. Und das macht den Unterschied. Und die ihn zwingen, das ist der Clinton-Clan. Aber genau diese Feindlichkeit kann die Welt vernichten. Wir stehen wirklich an einer Schwelle, so dicht wie noch nie.

Bitte tun Sie mir den kleinen Gefallen und hören Sie sich das Interview mit Dr. Corme an. Der bringt es auf den Punkt. Und wenn Sie noch Zeit haben, hören sie sich auch den Wimmer an.
https://de.sputniknews.com/videos/20170727316777868-trump-aus-der-deutschen-sicht/
https://soundcloud.com/sna-radio/willy-wimmer-zu-sanktionen-das-ist-eindeutig-auf-krieg-ausgerichtet

Die halbe Stunde sollte doch möglich sein!

Übrigens Rassismus: Es war Bill Clinton, der anfing, die Mauer zu Mexico zu bauen, es war Obama, bei dem die Gefängnisindustrie auf Kosten der Afroamerikaner erblühte und weiterhin Polizeimorde an Afroamerikanern straflos blieben.
Trump hat rassistische Reden gehalten, da waren die Leute von Clinton und Obama feiner. Sie haben schön geredet aber tief rassistisch gehandelt. Was ist gefährlicher? Blöde Reden oder gebügelte Reden gepaart mit infamen Handeln.
Ich jedenfalls bevorzuge, den Leuten nicht nur aufs Maul zu schauen, sondern vor allem auf die Finger.
Man sollte nie vergessen, dass Hitler wegen seiner Friedensreden auch mal für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen war.
Die gemeinsten Hunde haben sich nie so produziert, dass man sie am Reden erkennen konnte. So doof sind die nicht.

Tut mir leid, Sie da zu beknien. Aber mir ist es wichtig.

Antwort von U. Gellermann:

Aber der halbwegs intelligente Gellermann hat nie geschrieben es gäbe gar keine Unterschiede zwischen den unterschiedlichen Fraktionen der US-Oligarchie. Was er schrieb und schreibt, dass die Unterschiede marginal sind. Die Interviews von Crome und Wimmer sind mit bekannt. Leider hab ich nichts Neues entdecken können. Bleiben wir einen Moment beim vielfach beschworenen Militärisch-Industriellen Komplex: Nach der von Trump mehrfach nachdrücklich angemahnten Erhöhung der Rüstungsetats der NATO-Staaten ist dieser Komplex vor lauter Hurra-Schreierei heiser geworden aber nicht verstummt. Das sind die Fakten.


Am 04. August 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

Beim Lesen einiger Kommentare, die sich irgendwie ähnlich sind, deswegen keine konkrete Ansprache, aber folgende Bemerkungen:
Gehe ich vom Ist Stand, also von den jetzigen Macht- und Kräfteverhältnissen aus, gibt es zum einen noch Nationalstaaten, und folgerichtig wird der jeweilige Staat seine Interessen sein Überleben sichern.
Das dem Kapital, der Nationalstaat eher hinderlich ist liegt in dessen Natur, weil es eine Begrenzung seiner Möglichkeiten beinhalten kann, doch es gibt die Nationalstaaten, und das ist der Ist Stand: Konkurrenz, Wettbewerb, Marktanteile, Arbeitskräfte, natürlich billige, und der Klau an Bodenschätzen, und Unterstützung reaktionärer Regierungen, aber vor allem der rücksichtslose und gnadenlose Kampf gegen all die, die menschlichen und gesellschaftlichen Fortschritt befördern,
Und das amerikanische Konzerne alles schlucken und haben wollen, was in ihren Rachen passt, auch das liegt in der Natur von Kapital. Folgerichtig geht es der Automobilindustrie Deutschlands an den Kragen, um die Marktanteile zu erweitern, und dann hat man wieder, denn Kapital agiert grenzenlos.
Zum linken Radikalismus der KPD will ich mich mal besser nicht äußern,


Am 04. August 2017 schrieb Peter Andreas Schöbel:

Ergänzung:
@Altes Fachbuch:
Sie wiederholden den Fehler des linken Radikalismus der KPD vor Hilters Intronisation: SPD = Sozialfaschismus, also egal, ob SPD oder NSDAP, alles gleich. Beide waren da schon Vertreter des Großkapitals und trotzdem nicht gleich. Genauso wenig sind Clinton (MIK) und Trump gleich und ist das nur ein Problem der Amerikaner. Das hat sich längst zum globalen Problem gemausert. Und der MIK zieht seine Fäden schon ganz offensichtlich bis nach Deutschland und in linke Gruppen hinein. Es gibt da zum Beispiel eine sehr linke Partei, die kürzlich ganz unverhofft durch eine anonyme Spende zu einem Millionenvermögen kam. Und die natürlich rein zufällig in genau dieses Horn bläst und natürlich gegen Russland und China wettert. Komisch, nicht? Ein Schelm, wer arges dabei denkt. Aber das sind ja alles nur Verschwörungstheorien, denn die meisten derer Mitglieder sind ja auch wirklich arglos wie die Kinder.


Am 04. August 2017 schrieb marie becker:

noch ein Fundstück zum Thema vom 01.08.

Wolfgang Schäuble :
"Abschottung würde uns in Inzucht degenerieren lassen"
Der Finanzminister ist gegen eine Abschottung. Muslime seien eine Bereicherung für Deutschland. Besonders türkische Frauen besäßen ein "enormes innovatives Potenzial".

oh ja, wie viele Kinderchen setzen sie in die Welt, die vom deutschen Staat unterhalten werden dürfen, während Kinder - Armut in Deutschland offensichtlich kein Problem ist.

Antwort von U. Gellermann:

Den Schäuble muss man schon komplett zitieren: „Eines ist doch klar für die Zukunft: Wir werden mehr im Irak investieren müssen, in Syrien und in Libyen, und dann werden wir in der Subsahara mehr für deren Entwicklung bezahlen müssen. Dann machen wir vielleicht endlich ein paar Marktöffnungen“. An selber Stelle formuliert. Und dann übersetzen. Macht man das nicht, bleibt man im Sarrazynismus stecken. Das Gegenteil von Inzucht ist für Schäuble nicht „lasset die Flüchtlinge zu mir kommen“ sondern Marktimperialismus.


Am 04. August 2017 schrieb Peter Andreas Schöbel:

https://soundcloud.com/sna-radio/willy-wimmer-zu-sanktionen-das-ist-eindeutig-auf-krieg-ausgerichtet

Man höre sich bitte dieses Interview an (10 min.). Man muss Wimmers Richtung nicht mögen, aber mir scheint, er hat sehr recht. Inzwischen geht es da wirklich um sein oder nicht sein für die Menschheit. Und große Teile der deutschen Politik spielen dem amerikanischen MIK in die Hände, ja sogar eine Menge linke Gruppen kollaborieren wissentlich oder unwissentlich. Und zwar nicht erst seit der G20-Proteste, die in erster Linie dem amerikanischen Imperialismus und ihren deutschen Vasallen in die Hände spielte. Merkel bekam genau die Bilder, die sie bestellt hatte. Nein, das ging schon 2015 los mit der unseligen Querfrontdebatte, mit der die Friedensbewegung im Interesse des Obama-Klüngels gespalten wurde.

Der amerikanische MIK, das ist die parteiübergreifende Klicke Clinton-Obama-McCain-Soros, betreiben schon seit langem einen auf Krieg getrimmten äußerst faschistoiden Staat. Ja, faschistoid: Herrenmenschentum ("exklusive Nation"), äußerste Gewalt nach innen und außen, Rassismus (unter Obama ist die Gefängnisindustrie auf Kosten der afroamerikanischen Bevölkerung geradezu explodiert), eine Justizsystem das der reinste Hohn ist, umfassendstes Weltherrschaftsstreben, auch die amerikanischen Gerichtsbarkeit wird auf alle Staaten ausgedehnt. Und vor allem: riesige: Leichenberge in aller Welt. Zum deutschen Faschismus, gemeinhin Nationalsozialismus genannt, fehlt eigentlich nur noch das militärische Tsching-Tarrasas-Bum.

Es war ein schlechter Treppenwitz der Geschichte, dass der erste farbige Präsident der USA ein brauner war! Ein roter oder grüner wäre mir lieber gewesen, oder, wenn's gar nicht anders gegangen wäre, auch ein schwarzer oder blau-weißer.

Zurück zu Trump: ich denke, ich lag mit der früheren Einschätzung, dass er günstiger als Clinton wäre, so schief nicht. Überschätzt habe ich nur seine Möglichkeiten und unterschätzt die Macht des MIK (man kann von mir aus auch tiefer Staat dazu sagen). Man vergesse auch nicht: Trump betrieb eine Familienunternehmen, einen Mischkonzern. Er stand als Immobilienhai und Medienmogul der Realwirtschaft wesentlich näher als die Clintons, die als reine Aktionäre mit erheblichen Anteilen in der Atomindustrie rein dem Finanzkapital zuzurechnen sind. Gerade aber letztere Gruppe ist die, die in der Geschichte schon immer für Krieg und Faschismus verantwortlich war.

Man muss sagen: bei aller notwenigen Kritik an Trump: wer dem Mainstream in dieser Frage zustimmt, kollaboriert mit den aggressivsten Kreisen. Ich verweise dazu nochmals auf das Interview mit Dr. Erhard Crome.
Waren die Positionen der verschieden Gruppen und Medien in der Vergangenheit oft verwirrend, so klärt und polarisiert sich jetzt das Bild.

Antwort von U. Gellermann:

Trump ist Teil der US-Oligarchie. Sein Schatten ist mehrere Milliarden hoch, darüber kann er nicht springen. Bis bis heute ist rätselhaft, wie intelligente Menschen ihn weniger schlecht als die Clinton-Obama-Clique empfunden haben. Sein Wahlkampf hatte ein rassistisches Grundmotiv: Weiße Absteiger gegen ihre mexikanischen Arbeitsplatz-Konkurrenten zu mobilisieren. Und von Beginn an war er eine guter Freund des saudischen Islamo-Faschismus. Dass er mal was halbwegs Gescheites zu Russland gesagt hat: Was gilt das bei einem aus der Glücksspielbranche?


Am 03. August 2017 schrieb altes Fachbuch:

kapital kennt keine grenzen und nationen!!
es ist nonsens von den usa und europa oder der brd und deren überbau-instrumente zu sprechen. die dann vielleicht auch noch im zwist miteinander seien:) diese argumentationslinie ist idealistisch und realitätsfern!!
der markt sortiert sich neu - so einfach ist das!!
und das schenkelklopfen über den narzisten trump, hilft das weiter? soll ich merkel wählen, weil die ausser ihrer raute keine marotten hat?
dieses pack wird sich einigen, und seine opfer finden! kriegsopfer, firmen, eigene werte, sozialgesellschaften, das wetter und die zukunft, alles keine dax-werte, ich weiß;)
es scheint auch der einzige weg zur veränderung zu sein: wenn widersprüche sich nicht lösen lassen, und/oder dies nicht gewollt ist, dann muss man sie halt befeuern.
erst wenn es einen menschen unmittelbar betrifft, fängt er an zu denken.
wenn dann die fähigkeiten noch existieren, woran die zweifel sich mehren!!
lasst den trump dem ami sein problem sein: uns wird demokratie im eigenen land durch die automobilindustrie vorgeführt (supported by ig metall:)

ob es 5 vor 12 ist?? eher 5:45 uhr!


Am 03. August 2017 schrieb marie becker:

kein Beweis , aber ein Hinweis...zu meinem beitrag vom 01.08.

"Einen nicht unbekannten, aber selten thematisierten Aspekt der Flüchtlingsthematik brachte EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos am Donnerstag wieder auf die Tagesordnung:

"Europa vergreist", erinnerte Avramopoulos vor dem EU-Ausschuss der Regionen (AdR) an die demografische Tendenz des Kontinents. "In den nächsten zwei Jahrzehnten werden mehr als 70 Millionen Migranten nötig sein."

Salzburger Nachrichten vom 03.08.17


Am 02. August 2017 schrieb randy andy:

Man kann es auch kurz zusammenfassen: "Wir leben in einem ökologischem Totalitarismus " und das mit politisch stark faschistischen Tendenzen.

p.s.: ich hab es versucht "nett zu umschrieben", denn zu unserem tatsächlichen Ist-Zustand fallen mir noch ganz andere Worte ein :-(


Am 02. August 2017 schrieb Marc Britz:

Sehr schön dargestellt, Herr Gellermann, vielen herzlichen Dank! Trumps Fresse und die Fratze des US - Imperialismus sind ein und dieselbe. Das haben nicht mal Reagan und George W. so gut hingekriegt. Amerikanische Interessen zuerst - wie immer schon - allerdings dank Trump formuliert ohne die liberal-rhetorischen Feigenblätter Freiheit, Menschenrecht und Globalisierung.
Zynismus hin, Kriegstreiberei her, so schön die Vorstellung auch sein mag, von einem Sinneswandel bei deutschen Transatlantikern kann nicht im Entferntesten geträumt werden. Soviel wahlkampfbedingten Opportunismus ist leider nicht mal den routinemässig populistischen Antäuschern von der Merkel-Gabriel-Bande zuzutrauen. So richtig gepeilt, dass der blonde Bartel nun auch bei ihnen selbst den Most holen will, haben diese Bündnistreuen scheinbar längst noch nicht. Oder sie leisten wirklich gute Verdrängungsarbeit. Nein, diese treu-deutschen Pflichtbewussten handeln trotz des ihnen zunächst mal nur aus PR-Gründen unangenehmen Wechsels in der US-Führung nun vielmehr nach dem Motto: "Die Garde stirbt, aber sie ergibt sich nicht!" Dumm, dass unserer selbsternannten Führung anscheinend erst jenes nukleare Licht aufgehen muss, nach dem ein Umdenken unmöglich wird. Dumm, dass in diesem Licht auch wir Deserteure und Saboteure mit ins Gras beissen werden müssen. Dumm, dass Putins Geduld und die der Chinesen - wie sich langsam abzeichnet - leider auch nicht unendlich ist. Dumm Dumm Dumm. Die Trommel der kriegsgeilen Trottel. Es ist wirklich höchste Zeit dass WIR DENEN mal die Musik machen!


Am 01. August 2017 schrieb Klaus Bloemker:

Das mit der zunehmenden Irrelevanz Amerikas in der Welt ist mehr so ein Eindruck, den viele Journalisten haben.

Es scheint keine temporäre Amerikafeindlichkeit zu sein. Auch Europa und Merkel denken wohl zunehmend, wir müssen nun unser Ding ohne Amerika machen.

So eine 'Koalition der Willigen', wie es sie 2003 für den Irakkrieg gab, wird Amerika nun nicht mehr hinbekommen. Zu dieser Koalition gehörten ja auch viele europäische Staaten. Merkel war damals auch Unterstützerin der US Invasion. (Das leugnet sie heute allerdings.)

Antwort von U. Gellermann:

Allerdings gibt es eine andauernde Koalition der Willigen in den deutschen Medien, die den saudischen, von den USA unterstützten Krieg im Jemen billigen und/oder verschweigen.


Am 01. August 2017 schrieb marie becker:

"Wer sich an die USA kettet, verliert nicht nur seine militärische Autonomie. Sondern auch die Freiheit ökonomisch so zu handeln wie es dem eigenen Interesse entspricht."

das wurde ebenfalls klar als in den USA der VW- Skandal "entdeckt" wurde, der aktuell Ausmaße annimmt, die die deutsche Wirtschaft völlig ins Stottern bringt , ferner als in den USA beschlossen wurde, dass Deutschland wegen seines demographischen Niedergangs frisches Blut aus arabischen und afrikanischen Ländern "brauche" und daher die grenzen für Flüchtlingsströme öffnen müsse, ein Auftrag , dem Madame Merkel voll entsprach. meine diesbezüglichen Gedanken wurden damals abgetan als Verschwörungstheorie. aktuell sickert durch, dass es wohl um eine "Verschwörung" US -merikanischer Wirtschaftseliten geht, denen deutsche Wirtschaft zu stark erscheint, die weil die eigene schwächelt.

Antwort von U. Gellermann:

Für einen „Verschwörung“ rund um die Flüchtlinge fehlt jeder Beweis. Das einzig für mich sichtbare "frische Blut“ ist jenes, das die USA in diversen Ländern in ihren geopolitisch motivierten Kriegen vergossen haben. Das allerdings war/ist eine andauernde Verschwörung gegen die Menschlichkeit,


Am 01. August 2017 schrieb Klaus Bloemker:

- "die Schimäre einer deutsch-amerikanischen Freundschaft"
- "die obskure westliche Wertegemeinschaft"
- "oder gar irgendeine Freiheit."

War das alles eine Schimäre und obskur? (Uli war doch früher selbst großer Freund Amerikas. Und die 68er waren es bei allem anti-Vietnam Protest im Grunde auch. Sie haben die amerikanische Protestkultur, 'sit-in', teach-in' etc. kopiert.)

Aber davon mal abgesehen, Amerika wird zunehmend irrelevanter in der Welt. Da fällt es nicht so schwer, sich zu trennen.

Übrigens hat die Welt mehr Vertrauen zu Merkel-Deutschland als zum Trump Amerika. Sogar in Amerika selbst, finden die Leute Merkel vertrauenswürdiger als ihren eigenen Präsidenten.

Antwort von U. Gellermann:

Die Kurve zum Thema ist sehr umwegig. Und die Behauptung, Amerika würde immer relevanter in der Welt bedarf dringend der Argumente: Weil es dabei ist einen Krieg mit China auszulösen? Weil es mehr Schulden hat als der Hund Flöhe? Weil sich selbst seine engen Bündnispartner angesichts des aktuellen Präsidenten schämen?


Am 01. August 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

Vor nicht allzulanger Zeit war es fast nicht möglich, auch hier eine klare Position einzunehmen, die Donald Trump als das erkannt hat, was er ist: Ein verzogenes, kleines, rücksichtsloses, narzißtisches Gör, dass nicht kapiert, dass er genau das tut, was man von ihm will, nämlich die Interessen der amerikanischen Konzerne, nicht nur zu schützen, sondern sie auszubauen. Der Galerist hat es differenziert, aber vor allem analytisch in seiner eigenen Art und Weise getan.
Wir sind politisch betrachtet von Idioten umzingelt, und es gibt keinen Kapitalismus, dessen Gesetzmässigkeiten außer Kraft gesetzt werden können. Die lachen sich tot, in den USA, über soviel Dummheit, was sich die deutsche Autoindustrie geleistet hat, und sicher wird man versuchen den Deutschen Unternehmen ans Bein zu pinkeln, und ihnen zu schaden. Amerika zuerst, und gegen den Rest der Welt.Wo sind denn unsere GRÜNEN Heilsbringer ? Die müssten lange auf Deutschlands Straßen sein, denn gegen Fracking haben sie sich doch positioniert.
Ein Wirtschaftskrieg ist es, und die gierigen Finger greifen seit langem, besonders nach Russland, welches reich, sehr reich an Bodenschätzen ist.
Trump sagt offen, was die Anderen nur denken, und es ist ein Kampf in der Klasse der Kapitalisten, und Trump ist ihnen irgendwie peinlich, mit so einem will man nix zu tun haben, weil er das spiegelt, was man auf gar keinen Fall sein will: Das rüpelhafte Schmuddelkind.
Ob er Trump heißt, Clinton, Obama, völlig wurst; sie sind die Vertreter, derer, die sich die Welt aufteilen wollen, und besonders wollen sie Russland in die Knie zwingen. Präsident Putin ist ein umsichtiger, nachdenklicher, auf Kooperation, und dem Völkerrecht verpflichtender Präsident. Zu hoffen ist, dass er sich von diesen wildgewordenen Handfegern in den USA nicht in eine Falle treiben lässt, denn das ist, was sie wollen. Sie brauchen einen Grund: ich erinnere an Vietnam, an Chile, an Guatemala, an Nicaragua, um nur einige Länder zu nennen, in denen die USA das Völkerrecht verletzt hat; und keiner tut was. Alle denken an den großen, amerikanischen Kuchen, nur ist dieser Kuchen ein Billionen Schuldenpaket, deswegen auch die 2% für die dreckige Aufrüstung. Wo ist Merkel abgeblieben; wie immer, wenns um was geht ist sie verschwunden. Seltsam, vor einigen Monaten hat man uns noch erzählt, dass das Freihandelsabkommen so wichtig ist, dass unser aller Seelenheil davon abhängt, und wir in der Globalisierung, abgehängt und traurig am Ende der Nahrungskette zu finden sind. Und nun wird laut darüber nachgedacht, dass Deutschland eventuell eigene Interessen haben könnte, und das Verhältnis vielleicht eine reelle Überprüfung braucht.
Die deutsche Politik hat stillschweigend Völkermord, die Bestrebungen der Völker auf Selbstbestimmung, die kriegerischen Handlungen, nicht nur unterstützt, sondern mit gemacht und ohne je irgendetwas in Frage gestellt zu haben, sich an Kriegen beteiligt, und an der Unterdrückung fortschrittlicher, politischer Bewegungen in der Welt.
Es mag sein, dass der Fortschritt nur mühsam, langsam, mit Rückschlägen zu bewerten ist, doch nach 1945 hatten die Völker die Nase voll von Faschismus und Krieg, und die historische Chance war da demokratische/sozialistische Gesellschaften aufzubauen.
Und ob die Völker den Kapitalismus brauchen, oder ob es nicht vielmehr so ist, dass der Kapitalismus die Völker braucht will ich mal so stehen lassen.
"Das Bedürfnis nach einem stets ausgedehnteren Absatz für ihre Produkte jagt die Bourgeoisie über die ganze Erdkugel. Überall muss sie sich einnisten,....... überall Verbindungen herstellen." K.Marx, Kommunistisches Manifest, MEW 4, 465


Am 31. Juli 2017 schrieb Peter Andreas Schöbel:

Neben der hier vollkommen richtigen Darstellung liefert zu der ganzen Sache auch folgen Seite eine Beitrag zum Verständnis: https://de.sputniknews.com/videos/20170727316777868-trump-aus-der-deutschen-sicht/
Am besten selbst ansehen und urteilen.
Dauert etwa 28 min.
Dr. Erhard Crome ist hat dazu auch ein Buch verfasst (das in dem Interview besprochen wird) und ist mit Lesungen dazu unterwegs.
(Keine Sorge, ich bekomme keine Prozente, ich fand es nur sehr interessant und tiefgehend und schließe mich weitestgehend dem dort Gesagtem an)


Am 31. Juli 2017 schrieb Manfred Caesar:

Herr Trump ist genauso wie seine Vorgänger und tausende andere Politiker nichts weiter als ein Hampelmann an dessen Schnüren andere ziehen.


Am 31. Juli 2017 schrieb Karola Schramm:

Bei dem Wort "Bestrafung" gehen mir schon die Haare hoch und es erschüttert mich bis ins Mark, dass erwachsene Menschen, Politiker und Politikerinnen, Wählerinnen und Wähler, denen man wenigstens etwas Verstand zutrauen muss, sich auf eine derartige Kommunikation überhaupt einlassen können, in dem sie diese auch noch als Staatsoberhaupt wählen.

Bestrafen und drohen ist nicht das Mittel der Wahl, um mit Menschen, auch mit Kindern und Alten, auf Augenhöhe eine gute Beziehung haben zu können. Gleiches gilt auch für die Beziehung zu anderen Ländern. Tanzt jemand nicht nach der Pfeife von Merkel oder dem großen Bruder USA, hagelt es Sanktionen, die sich gewaschen haben. Kaltblütig werden sie verhängt, wie einstmals die Todesstrafe bei unwilligen Sklaven.
Heute werden Bomben geworfen oder Völker geradezu ausgehungert auf Verlangen der USA, dem IWF, der Weltbank und EU mit der Waffe der Austeritätspolitik.
Alles haben EU und unter der erschlichenen Vormachtstellung DE bisher mitgemacht. Jeder völkerrechtswidrige Krieg fand deutsche Bejahung und Beteiligung.

Der Raubtierkapitalismus der USA ist kein Raubtier, denn das "tötet" nur, was es zum Fressen braucht, sondern ein nimmersatter Moloch, der alles zerstört, auch das, was er nicht fressen kann, sobald ihm widerstanden wird.

Diese Offenlegung der Tatsachen, wie sie wie so oft U.G. treffend beschrieben werden könnten sich jetzt alle oppositionellen Parteien zur BT-Wahl zu nutze wachen. Von den USA gefressen werden, indem man zustimmt mit dem Risiko, niemals mehr in diesem Land eine eigengeständige, menschliche Politik machen zu können oder sich geschickt gemeinsam mit der EU und Wirtschaft aus dieser tödlichen Umarmung befreien.
Da Merkel sich den USA mehr verpflichtet fühlt als Deutschland und der EU, kann nur ein Politikwechsel die beste Lösung für Deutschland und die EU sein.


Am 31. Juli 2017 schrieb Krysztof Daletski:

Was jetzt beschlossen wurde hat Condoleezza Rice schon vor Jahren ganz offen gefordert, die Bush-Einflüsterin und ehemalige Außenministerin deren Vorname mir angesichts der von Ihr zu verantwortenden Außenpolitik geradezu zynisch erscheint (condolere heißt im Kirchenlatein "Mitleid haben"). Das Interview war auf N24, aber ich habe nur noch dieses Video von antikriegtv gefunden, dem man das Interviewdatum nicht genau entnehmen kann, aber es wird wohl von 2014 sein:
https://www.youtube.com/watch?v=aF0uYIjaTNE
Erstaunlich, dass das so lange geauert hat, bis der US-Präsident unter bipartisanem Beifall Vollzug melden konnte.


Am 31. Juli 2017 schrieb Petra Bender:

Danke, Uli! So klar, so knapp, so brillant formuliert. Gellermann widerlegt die Erfahrung, dass Linke nicht schreiben können, nur abschreiben: Bei Marx.


Am 31. Juli 2017 schrieb Matthias Brendel:

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
Die Hoffnung, dass an irgendeinem Tag X unsere Kanzlerin einmal anfängt die Interessen des hiesigen Wahlvolks zu vertreten und nicht die des grossen Hegemons, sie stirbt jeden Tag aufs Neue.
Deutsche Schlüsselindustrien, wie der Automobilbau werden seit Jahren wie Verbrecher durch die weltweiten Einheitsmedien gejagt, amerikanische Autos haben anscheinend keinen Schadstoffausstoss, die müssen keine Milliarden zahlen.
Diese Fracking Nummer, mit der Amerika sein eigenes Grundwasser verseucht, findet mittlerweile auch hier in Europa statt und jetzt will man uns zwingen dieses teure Gas zwangsweise zu erwerben.
Irgendwann, wenn Frau Merkel zum Xten Male durch bis dahin erfolgte weitere Grundgesetzänderungen wiedergewählt, eines natürlichen Todes stirbt, wird eine andere willfährige Transatlatikerin die Reste dieses Landes weiter in den Grund bohren helfen.
Was sonst ist von einer Bevölkerung zu halten, die immer wieder die Leute wählt, die unser Land zum Hauptkriegsschauplatz einer Auseinandersetzung mit Russland machen, mit den grössten Raketenabschussrampen ausserhalb von Amiland auf unserem Territorium und die auch durch die Politik eines Donald Trump nicht zur Besinnung kommen.
Die Russophobie ist im deutschen Unterbewusstsein so fest verankert, da kann der Ami mit uns anstellen, was er will.
Natürlich gibt es Hoffnung, wenn Frau Zypries, immerhin unsere Bundeswirtschaftsministerin, die neuen Sanktionen gegen europäische Konzerne völkerrechtswidrig nennt, aber Frau Merkel schweigt sich aus, wie immer.
Vermutlich wird Frau Zypries schon bald zurückgepfiffen und mit einer schönen Amerikareise versöhnt.
Ich habe die Hoffung, dass hier irgendwann einmal wieder wahrhaftige Politik für die eigene Bevölkerung gemacht wird schon lange aufgegeben, steht doch das Weiterwursteln von Frau Merkel nach der Wahl heute schon fest, wie in Stein gemeisselt.
Weit weniger mächtige Staaten wie Österreich oder die Niederlande zeigen uns, wie man Politik für und nicht gegen die eigene Bevölkerung macht, siehe Rente und bedingungsloses Grundeinkommen, hier wird immer nur scheibchenweise das Grundgesetz bis zur Unkenntlichkeit an Konzerne verschachert, bis schlussendlich auch die Luft und das Wasser irgendwelchen Oligarchen ganz gehören.
Ich glaube die USA müssten Deutschland schon direkt militärisch angreifen, damit die hiesigen transatlantischen Blockparteien nicht mehr gewählt würden.
Wie ich in diesem Forum schon des Öfteren mal geschrieben habe, der punischen Kriege waren es auch drei und nach dem dritten römischen Feldzug war Karthago nicht mehr auffindbar.

Ist sich denn hierzulande kein Mensch darüber im Klaren, dass Russland noch niemals in der Geschichte Deutschland angegriffen hat?
Wir aber stehen schon wieder mit deutschen Panzern 160 Kilometer vor St.Petersburg, anstatt uns zu freuen, dass die vorhandene Synergie, Rostoffe mit know how, die unsere beiden Völker auch praktisch verbindet, abgesehen von den kulturellen Verbindungslinien dem ganzen Kriegsgeschrei schnell ein Ende bereiten könnte.
Es kann nur eine multipolare Welt geben, alles andere ist die Weiterführung einer Politik der menschenverachtenden Sklaverei unter dem Land, das mehr für Vernichtungswaffen und Geheimdienste ausgibt, als der gesamte Rest der Welt.


Am 31. Juli 2017 schrieb Michael Kohle:

Wer diese Berichte aus dem Capitol gesehen hat, wie ein hysterischer Mob - mit Ausnahme von zwei, drei Hanseln, die auch gar nichts begriffen zu haben scheinen - glaubt, mit Schaum um den Mund und Rambo-Messer zwischen den Lippen, sich sein Daseins-Recht erkämpfen zu müssen, weiß, dass es längst nicht mehr um Energieversorgung, nicht mehr um einen harmlose Versuch der Wettbewerbsverdrändung geht (wie man uns wohl bald sedierend einflöten und einflösen wird). Wer diesen keifenden Giftzwerg gesehen mit der Naht auf der linken Stirn, aus der wohl vor Tagen noch der letzte Rest von Hirnmasse entsorgt werden konnte, der kann nur auf einen Schluss kommen: Friedenspfeifen sehen anders aus.

Wer diese Berichte einer Atai u.a. gestern Abend gesehen hat, aus St. Petersburg bzw. vom Wasser davor, mit allem was Putin so an Erschröcklichem aufzubieten hat, kam schon nochmals ins Grübeln. "er direkt hinterher - immer noch bei unserem geschätzten Gniffke - sehen konnte, wie selbst der angeblich neue Florida-Freund von Donald, der mit Schlitzaugen in Tarnuniform nebst martialischem Käppi, der den vor ihm angetretenen Abertausenden in gleicher Montur mal vorsichtshalber erzählt hat, was denn alsbald so anstehen könnte, der ahnt, um was es da langsam so geht, keinesfalls mehr gehen könnte. Früher waren das so die Momente kurz bevor zurückgeschossen wurde.

Wer die Berichte einer Xenia Böttcher verfolgt aus dem ARD-Studio in Mexiko-City, in denen sie seit Jahren von ihren Trips nach Caracas berichtet, wo jetzt gute Oppositionelle unter dem fürchterlichen Ungleichgewicht der Waffen gegenüber der Regierung leiden, haben sie doch nur ein paar wenige Molotow-Cocktails bei der Hand, dem ist schnell eingängig, da wird gerade der nächste Maidan herbei gezündelt. Gut zu wissen, dass so etwas hier nicht nötig und vor allem auch nicht möglich ist, Hamburg und das Klassentreffen hat schließlich gezeigt, von solch einem Ungleichgewicht kann hier nicht gesprochen werden. Gott sei's gelobt!

Wer Berichte zu Nordkorea dieser Tage zur Kenntnis nimmt, der weiß auch wer den Klabautermann für die Ouvertüre spielen wird. Prächtig ausgewählt, Sympathien welcher Art auch immer besitzt der ja nicht. Da reichen Kai G. auch ein paar Vorführungen von diesem hirnrissigen Gnom vor einem Himmel mit davon stiebenden Raketen. Ach ja, auch gestern: US-Bomber kreisen schon in Warteschleife. Wann endlich ?

An uns in Großdeutschland hat man erfreulicherweise auch gedacht. Unsere Verteidigungsministerin für Kitas und Gemischtes Ursula von der Leyen hat gerade ihre ersten Opfer zu beklagen, so Gniffke. Direkt vor Ort - zwar im nicht ganz so nahen Mali, das soll mutmaßlich n Westafrika liegen - ist ein Tiger vom Himmel geplotzt, sogar angeblich ohne jegliche Feindeinwirkung. Mit einer solchen? Das hätte einfach nur blöde ausgesehen. Kaum ein Satz bei der Macht um Acht und sonstigen Regierungströten, bei der nicht mit Nachdruck darauf hingewiesen wurde, man sei - mutmaßlich, angeblich, möglicherweise - auf dringende Bitten der UN dort unterwegs. Um Verteidigung deutscher Interessen kann es auch kaum gegangen sein. Bis neulich hieß diese UN allerdings noch Frankreich, genau eigentlich Macron und vorher Hollande.

Nein, werter Herr Gellermann. Sie irren und zwar gewaltig. Das ist keine Chance für unsere Jeanne d´Uckerm-Arck, da wird nichts von Donald auf dem Silbertablett dargereicht. Und selbst wenn, es würde ihr am verlängerten Oberschenkel total vorbeigehen. Selbst wenn uns die von mir vermuteten anstehenden Scharmützel - z.B. in den Gräben vor Königsberg - erspart blieben demnächst in diesem Theater, die Freiheit für irgendetwas - auch die zum ökonomischen Handeln - ist uns schon lange abhanden gekommen. Und Donald haben wir überhaupt nichts zu verdanken. Der ist doch längst selbst schon mit einem Nasenring versehen. Gibt es in seinem Dunstkreis überhaupt noch was anderes als Generäle?

Ich vertraue da eher Werner Enke. Wie sagte er in Zur Sache Schätzchen immer wieder? Wird böse enden! Und für unsere Gniffkes hatte er auch schon etwas parat: Eindeutig gefummelt.


Am 31. Juli 2017 schrieb Alexander Kocks:

Mit Angela Merkel wird es keine Verweigerung von US Wünschen geben.
Andererseits wird Merkel die deutsche Wirtschaft gegen die Wand fahren wenn sie auf amerikanisches Fracking Gas setzen sollte, denn dieses ist im Preis ca 30 % teurer als das Russengas. Weiterhin gibt es nicht genügend frei verfügbare Gastanker auf der Welt um Europa mit US-Gas zu versorgen und ebenso gibt's dafür nicht ausreichend Gasterminals in Europa und den USA. Ganz abgesehen davon, dass die USA auch nicht die Menge an Gas liefern können. Der Bau von Gastankern und Gasterminals ist extrem teuer und um eine solche Infrastruktur aufzubauen gehen min 10 bis 20 Jahre ins Land. Gastanker zu bauen ist ungeheuer teuer wegen der Sicherheitsauflagen und deshalb werden diese von den Reedereien nur Projektbezogen mit langfristigen Verträgen gebaut.. Dann soll Frau Merkel sich mal entscheiden und ggfls sofort den Bau der Infrastruktur in Auftrag geben und den Reedereien langfristige Verträge für den Gastransport von den USA geben, dann bauen die auch Gastanker.
Warum dieser Zauber veranstaltet wird liegt im
Dunkeln Es geht wohl wieder ums Abkassieren der Europäer durch die USA. Bei den Römern nannte man das Tributzahlungen. Erinnert mich stark an den 1. Irak Krieg, als Kohl 17 Milliarden Mark an die USA zahlte um sich nicht am Krieg zu beteiligen. So wird's wohl auch hier enden.
Ich vermute mal die US Energiekonzerne werden bald auf jedes CBM geliefertes Russengas von Frau Merkel eine Kommission
erhalten und dann ist Ruhe, bis die Gier in den USA wieder zuschlägt.
Ökonomisch gesehen ist die Versorgung Europas mit US Fracking Gas eine Schnapsidee.


Am 31. Juli 2017 schrieb Lutz Jahoda:

WASHINGTONS SÄGEBLATT
AN EUROPAS EDELFURNIER

Am letzten Tag des Monats Julei,
Zweitausendsiebzehn um sieben Uhr früh,
Beglückt mich die Rationalgalerie
Mit aufklärend neuem Trump-Allerlei.

Somit empfehle ich, gründlich zu lesen,
Was uns der blonde Zauberbesen
Über den Großen Teich gefegt.
Da kann ich nur sagen: Gut überlegt!

Danke, Donald, das war´s wohl gewesen!
Fahr weiter fort, Berlin zu beschenken!
Reichlich Auguststoff zum falsch Überdenken!
Wer hätte gedacht, dass Trump so gut sägt.


Am 31. Juli 2017 schrieb Der Linksliberale:

Lieber Uli Gellermann da gibt´s noch was. Das Merkel und Ihre Parteikameraden, auch die merkelschen SPD- Vasallen schweigen, hier und da mal ein Antisanktions-Protestblubberbläschen der deutschen Regierungseliten und Ihrer Medien, aber sonst? Stille im Wald. Diese Typen sitzen in der Falle und egal was sie tun, es gibt entweder eine transatlantische Klatsche vom US-Hegemon oder der deutsche Michel muss die Fracking-Industrie des Hegemons mit am Laufen halten und einen höheren Gaspreis bezahlen. Das mit dem teuren Gas ist im Wahljahr schwer zu verkaufen. Dieser Trump ist entweder Alles oder Nichts, ein bisschen schwanger geht nicht. Wer genau hinsieht, die Russische Föderation wirft nunmehr über 700 amerikanische Diplomaten aus dem Land, die Gangart der Russen wird gegen die Amerikaner härter. Russland kann dank neuer Pipelines zig Milliarden Kubikmeter Erdgas ab 2019 zusätzlich nach Asien fördern, übrigens fast genau die Menge die Europa abnimmt. Die bisherige scheinbare Geduld der Russen gegen Sanktionen und Erniedrigung des Westens ist wohl zu Ende und diese Geduld diente offensichtlich auch dem Zeitgewinn zur Abgrenzung gegen diese „Sanktionsexperten" der westlichen Welt. China und Russland machen nach dem NATO Flottenmanöver im Schwarzen Meer nun Flottenmanöver in der Ostsee und versprechen sich militärische Treue. Demnächst will China die größte Seemacht sein und Russland verspricht und hat schon nukleare Hyperwaffen, welche den amerikanischen Raketenschirm überwinden. Ich glaube wir werden Zeugen der Entstehung einer imperialistischen multipolaren Welt, der Hegemon USA (USA-Führer der westlichen Welt) und seine europäischen Vasallen haben nicht nur ein Problem miteinander (Handelsüberschuss, Fracking, Kriegsbeteiligungen), sondern auch noch mit dem "Rest der Welt". Wir sollten hoffen und dafür arbeiten, dass es friedlich bleibt oder zumindest nicht kriegerischer wird. Den nächsten Krieg in Europa oder auf dem Boden der USA überlebt die Welt nicht.


Am 31. Juli 2017 schrieb Andreas Schell:

Den Energiemarkt können die USA nur dann dominieren, wenn sie sich die nötige Ware, also Primärenergie, durch kriegerische Landnahme beschaffen. Sie hätten sonst ja gar nichts zu verkaufen! Fracking ist eine amerikanische Erfindung: man verbraucht mehr als einen Liter Öl, um einen Liter Öl zu gewinnen, bemerkt das aber nicht. Das eigentliche Geschäft dabei sind die Kredite, die für das umweltvernichtende Vorgehen vergeben werden. Das frisch erzeugte Geld wandert von der seit Jahrzehnten ausgelutschten Ex-Ölquelle, der kaum noch mehr als etwas Asphalt und ein Paar Teerbrocken abzugewinnen sind, ohne Umwege in Privatvermögen und Kapitalsammelstellen. Das ist der Antrieb für alle Umtriebe - technische Gründe gibt es keine. Der Krieg mit Russland muss sein, sonst verliert auch noch die Energiewirtschaft ihre Kreditwürdigkeit, und das wäre eine furchtbare Katastrophe für das Großkapital.


Am 31. Juli 2017 schrieb Aleksander von Korty:

Dem Dank des rationalen Galeristen an den "Aufklärer Trump" kann ich mich nur ausdrücklich anschließen. Tatsächlich ist die aggressive, imperialistische Wirtschaftspolitik der neuen GRINGO-Regierung gegen über den eigenen europäischen Partnern an Dreistigkeit, Klarheit und Deutlichkeit nicht mehr zu überbieten.
Ich fürchte allerdings dennoch, dass dies noch von der blinden und alle Realitäten ignorierenden Vasallentreue der Bundesregierung überboten wird.

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