Besuche aus dem Kosovo-Krieg

Ruck-Zuck bomben, Ruck-Zuck ablehnen

Autor: U. Gellermann
Datum: 19. Februar 2015

ACHTUNG:
DAS NEUE AA-STEINMEIER-PAPIER FINDET SICH IN DER RUBRIK "GELESEN"

Das hätten die deutschen Piloten der Tornado-Kampfflugzeuge im März 1999 nicht gedacht, als sie am Himmel über Jugoslawien ihre Raketen gegen "feindliche Radarstellungen" eingesetzt hatten: Dass der vorgeblich humanitäre "Einsatz" langfristig zu jeder Menge Flüchtlingen führen würde: Bis Mitte Februar kamen jetzt bereits 18.000 Kosovaren nach Deutschland, mehr als im gesamten letzten Jahr. So wie damals die NATO Ruck-Zuck einen völkerrechtswidrigen Krieg vom jugoslawischen Zaun brach, so sollen heute die vielen Armutsflüchtlinge - geht es nach den Innenministern der Bundesländer - mit "Schnellverfahren" in ein Land zurückgeschickt werden, das bis heute mit seinen Kriegszerstörungen und der Vernichtung seiner traditionellen Wirtschaftsbeziehungen zu Jugoslawien nicht fertig wird.

Am Vorabend einer möglichen Internationalisierung des Krieges in der Ukraine ist es sinnvoll, sich an die propagandistische Vorbereitung des völkerrechtswidrige Kosovo-Krieges zu erinnern: Der damalige Außenminister Fischer warnte vor "Auschwitz" im Kosovo, der Verteidigungsminister Scharping behaupte haltungs- und beweislos schwangeren Frauen wären nach ihrer Ermordung die Bäuche aufgeschlitzt und die Föten gegrillt worden. Die Gräuel-Propaganda mündete im sogenannten "Hufeisenplan", nach dem die jugoslawischen Kräfte angeblich planten das Kosovo ethnisch zu säubern und die gesamte Zivilbevölkerung zu deportieren. Das alles wurde von den deutschen Medien brav gedruckt und gesendet. Das Oberverwaltungsgericht Münster urteilte später: "Für ein geheimes Programm oder einen auf serbischer Seite vorhandenen stillschweigenden Konsens, das albanische Volk zu vernichten, zu vertreiben oder sonst in der vorstehend beschriebenen extremen Weise zu verfolgen, liegen keine hinreichend sicheren Anhaltspunkte vor." Und ein Insider, der Bundeswehrgeneral Heinz Loquai wußte: "Ich kann nur sagen, dass der Verteidigungsminister bei dem, was er über den Hufeisenplan sagt, nicht die Wahrheit sagt." Von den Quadratlügnern Scharping und Fischer bis heute keine Entschuldigung. Auch die Redakteure der Mehrheitsmedien mochten sich zu ihrer Kriegs-Propaganda bisher nicht erklären.

Die Arbeitslosigkeit im "befreiten" Kosovo liegt bei 40 Prozent. Rund 50.000 Bürger von den 1,8 Millionen Einwohnern haben das Land in Richtung erhoffter Arbeit verlassen. Ganze Landstriche und Orte sind verödet. Zu den wenigen großen Arbeitgebern gehört das "Camp Bondsteel", der größte Militärstützpunkt der USA außerhalb der Vereinigten Staaten. Unter den dort etwa 5.000 stationierten Soldaten sind auch Folterspezialisten. Die internationalen Wirtschaftshilfen für die kosovarische Regierung - etwa vier Milliarden Euro hat die Staatengemeinschaft seit dem Kriegsende 1999 bis 2011 investiert - fließen gern in teure und völlig unnütze Autobahnen, die vom amerikanischen Baukonzern Bechtle errichtet wurden. Bis zu 40 % des in Europa verkauften Heroins kam nach dem Krieg nach Angaben von Interpol aus dem Kosovo. Wie die UNMIK (Mission der Vereinten Nationen zur Übergangsverwaltung des Kosovo) berichtet, betreiben organisierte kriminelle Albanergruppen mehr als 100 Bordelle im Kosovo, in denen Zwangsprostitution, Frauenhandel, Geldwäsche und Menschen-Schleusung die Hauptgeschäftsfelder sind. Steuern zahlen diese Unternehmen natürlich nicht.

Man hätte wissen können, auf was man sich einließ, als man mit der UÇK ("Befreiungsarmee des Kosovo") paktierte, um das Kosovo von Jugoslawien zu trennen. Den westlichen Geheimdiensten war bekannt, dass sich die UÇK aus Geldwäsche, Drogenhandel und Prostitution finanzierte. Das hinderte aber niemanden daran diese "Befreiungsarmee" ab 1998 durch Ausbilder der privaten US-Firma "Military Professional Resources Incorporated" sowie Mitglieder britischer und deutscher privater Sicherheitsfirmen zu trainieren. Zwischen 1998 und 1999 wurden UÇK-Mitglieder in Italien, der Türkei, Deutschland und dem Kosovo unterstützt beziehungsweise ausgebildet. In den Trainingscamps für die UÇK in Albanien waren während des Kosovokrieges inoffiziell deutsche und britische Ausbilder tätig.

Es gibt in der Ukraine keine UÇK, es gibt den Rechten Sektor und die Nazi-Bataillone. Nicht der Drogenhandel bestimmt die ukrainische Wirtschaft, sondern die Oligarchen, die sich nach dem Ende der Sowjetunion die Staatsbetriebe unter den Nagel gerissen haben. Korruption steht auf der Tagesordnung der neuen Kiewer Regierung ebenso wie auf der kosovarischen Agenda. Zu Beginn des Jahres lebte jeder fünfte Ukrainer unter der absoluten Armutsgrenze. Die ukrainische Wirtschaft befindet sich im freien Fall. Im Dezember schrumpfte sie um 15 Prozent. Rund 400.000 Flüchtlinge sind aus der Ukraine nach Russland geflohen. Eine ähnliche Zahl ist im Westen der Ukraine flüchtend unterwegs. Etwa 50.000 haben es nach Weißrussland geschafft. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann eine größere Zahl von Flüchtlingen Deutschland erreichen wird. Auf sie wartet dann das heute schon erprobte Ruck-Zuck-Verfahren.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 21. Februar 2015 schrieb Pat Hall:

Hätte,hätte, Fahrradkette...


Es gab ja zu Hitler´s Zeiten den Herrn Graf Moltke und den Kreisauer Kreis . Da waren einige kluge Leute an den Hochschulen die das Beste für das Volk & Friedenspolitik in Augenschein hatten. Aus WIKI nur dieser kleine Text :



"Vom Individuum ausgehend, wollten die Kreisauer eine Gesellschaftsordnung schaffen, die den Einzelnen zu Selbstbestimmung und Übernahme (politischer) Verantwortung befähigen sollte. Die sozialpolitische Komponente der Kreisauer Pläne war stark sozialistisch geprägt, außenpolitisch strebten sie eine gesamteuropäische Integration an. Für Hans Mommsen stellte das Kreisauer Programm einen umfassenden Zukunftsentwurf dar, dessen Kühnheit und innere Stringenz von anderen politischen Reformkonzepten des deutschen Widerstandes gegen Hitler nicht übertroffen worden ist."


Wie heisst es doch? Von den Alten sollte man Lernen. - 
Und dann gab es noch einen Internet-Aktivisten der so manche Sauerei mit dem Internet aufdeckte und einzig und allein für die Freiheit unserer Netze kämpfte, Aaron Swartz. Er kämpfte für Freiheit & Gerechtigkeit und wurde statt dessen wie alle Whistleblower mit Repressalien in den USA überschüttet, bis zu seinem Freitod im Jahr 2013. 
Das zu wissen hilft uns Allen in der Rationalgalerie. Denn Wissen ist doch Macht. 
 


Am 20. Februar 2015 schrieb André Burguete:

Es ist ja nicht so, dass es diesem Lande an den erforderlichen demokratischen Strukturen mangelte, deren wirkliche Nutzung durch eine aufgeklärte und interessierte Bevölkerung vielen Mißständen ein rasches, gewaltfreies Ende bereiten könnte.
Voraussetzung dafür sind jedoch Medien, die ihrer Verpflichtung zur Information über die tatsächlichen Hintergründe solcher Mißstände auch nachkommen sowie ein zeitgemässeres Finanzsystem, dass eher auf der Vergütung von Leistungen als auf wie auch immer gearteten Preisen von Produkten materieller oder immaterieller Art basiert und Geld wieder auf seine ursprüngliche ökonomische Funktion reduziert. Letzteres würde es vielen Menschen überhaupt erst ermöglichen, an mehr, als die mühsame Erhaltung der eigenen Existenz zu denken und politische Entscheidungen nur innerhalb dieses sehrbegrenzten Gesichtsfeldes zu treffen.

Solange diese beiden Voraussetzungen nicht errungen sind, darf sich unsere durch eine korrumpierte, naive oder desinteressierte Majorität legitimierte Plutokratie auch fortan hinter ihrer demokratischen Fassade in Sicherheit wiegen.

Ein guter Anfang wäre aus meiner Sicht z.B. die Unterzeichnung des "Ramsteiner Appells". Wer meint, dass dies ein Kampf gegen Windmühlen sei, möge sich anhand der nachträglichen Anmerkung in folgendem, zornigem Aufruf an die Europäer verdeutlichen, dass es nur an uns liegt, diese Regierung zu veranlassen, von der mit den USA vertraglich vereinbarten, zweijährigen Kündigungsfrist für alle amerikanischen Militäreinrichtungen auf deutschem Boden Gebrauch zu machen und uns alle damit einem friedlicheren Nebeneinander auf diesem Planeten ein gutes Stück näher zu bringen:

http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_13/LP03815_180215.pdf

Anmerkung: Art. 7 des "Vertrages über die abschließende Regelung in bezug auf Deutschland" (des 2+4-Vertrages, s. http://www.bpb.de/geschichte/deutsche-einheit/deut- sche-teilung-deutsche-einheit/43784/2-plus-4-vertrag ) vom 12.09.1990 lautet:

(1) Die Französische Republik, die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland und die Vereinigten Staaten von Amerika beenden hiermit ihre Rechte und Verantwortlichkeiten in bezug auf Berlin und Deutschland als Ganzes. Als Ergebnis werden die entsprechenden, damit zusammenhängenden vierseitigen Vereinbarungen, Beschlüsse und Praktiken beendet und alle entsprechenden Einrichtungen der Vier Mächte aufgelöst.

(2) Das vereinte Deutschland hat demgemäß volle Souveränität über seine inneren und äußeren Angelegenheiten.

Die vier Siegermächte UdSSR, USA, Großbritannien und Frankreich haben dem vereinten Deutschland also die volle Souveränität über seine inneren und äußeren Angelegenheiten zurückgegeben. Es wird höchste Zeit, dass wir Deutschen und unsere Regierungen auch endlich vollen Gebrach davon machen.


Am 20. Februar 2015 schrieb Manfred Ebel:

Liebe/r curti curti,
Zustimmung!
"... Kriegs`zustimmung´ der Sozis vor 100 Jahren. " - jetzt rufen sie zum Krieg auf, siehe UG-Artikel.

Ihr einleitender Satz: "... Allerdings war `vorteilhaft´, bei ihm quasi unmittelbar zu erkennen woran man ist ..."
1. hatte das Volk trotzdem mehrheitlich mitgemacht.
2. kann man jetzt auch unmittelbar erkennen, woran man ist. Genau in diese Wunde bohre ich den Finger.


Am 20. Februar 2015 schrieb curti curti:

@ Manfred Ebel

Hitler war kein Waisenknabe. Allerdings war "vorteilhaft", bei ihm quasi unmittelbar zu erkennen woran man ist - von Macht- und Größenwahn zerfressen, ein skrupelloser Faschist durch und durch. Wer so jemandem vertraute oder folgte was entweder dto. veranlagt, Nutznießer oder schlicht ein Depp. Letzteres entbindet nicht von der Verantwortung für eigenes Tun.

Heute stellt sich die Struktur perfider dar - es ist in erster Linie von Demokratie und damit verbundenen Werten oder Freiheit die Rede. Entsprechend soll die Gewalt vom Volk ausgehen, quasi ist so jeder ein Führer soweit die Regierung stützend. Und in Krisenzeiten wird an den Gemeinsinn appelliert, s.a. Kriegszustimmung der Sozis vor 100 Jahren. Wer jetzt noch ausschert wird fix zum Kollaborateur erklärt.

Die Frage die sich nun stellt ist, wer denn nun wirklich herrscht in der Demokratie. Ginge sie tatsächlich vom Volk aus, wäre die Grundvoraussetzung ein umfassender, kostenfreier und wirklich chancengleicher Zugang zu Bildung und neutraler Information. Eingerahmt sein sollte dies in einen humanistischen Konsens, d.h. Vermittlung von WERTEN wie insbesondere sozialer Kompetenz mit all seinen positiven Signalen. Im Gesamtergebnis führt dies zu politischem Denken auf hohem Niveau, zur Möglichkeit wirklich differenzieren zu können und praktisch zu auch inhaltlicher Demokratie.

Was stellt sich nun z.B. konkret dar hier in D außer unzählig wiederholenden Worthülsen (und die müssen folgerichtig sein um die Illusion vorzugauckeln) - Bildung wird permanent beschnitten oder z.B. mittels BLÖD-TV bereits im Kein erstickt, die MSM liegen entweder in Privathand von einigen oder werden als ÖR von der abgehobenen Politik-Elite dirigiert und als herausragende "Sozialkompetenz" wird die "ICH-AG" gefördert , also Jeder gegen Jeden". Dem großen Vorbild hinken wir dabei noch hinterher, sind aber in letzter Zeit merklich fixer geworden in der negativen Umsetzung, de facto ein Musterschüler.

Zusammenfassend hat sich der wahre Führer (Elite) der Demokratie bemächtigt und nutzt sie geschickt zu seinem Vorteil aus. Und weil das so prima funktioniert, ist nicht verwunderlich, daß mit diesem Geschäftsmodell die ganze Welt beglückt werden soll, um jeden Preis. Es herrschen im Kern die Orwellschen Gesetze!


Am 20. Februar 2015 schrieb Manfred Ebel:

Lieber Herr v. Korty, Sie bringen es exakt auf den wesentlichen Punkt:
"Dauerhafter Friede ist in einer kapitalistischen Welt genauso wenig erreichbar, wie echte Demokratie und die Vermeidung faschistischer Herrschaftsformen."
Wer etwas anderes behauptet oder diesen Satz abschwächt, lügt.


Am 20. Februar 2015 schrieb Heinrich Triebstein:

Zu meinem Leserbrief vom 19.2. merke ich an: Das Zitat aus dem Artikel von Eduardo Galeano ist zu Ende mit dem Satz: "Und die Bomben werfen, um die Verträge zum Wiederaufbau hinterher zu schicken."
Dann folgt mein Text: "Was wird aud al-Quaida...


Am 20. Februar 2015 schrieb Manfred Ebel:

Mal rhetorisch und geradezu gefragt: Was unterscheidet heutige imperialistische Politik von der Hitlerdeutschlands?
Ich denke, wir werden noch sagen, dass Hitler ein Waisenknabe gegenüber denen war, die heute befehlen. Ist es nicht schon so?
Das Volk hätte es verhindern können und könnte es immernoch. Noch.
Heute muss man sich entscheiden zwischen der Gefahr der Auslöschung oder absoluter Sklaverei und ein paar fadenscheinigen Annehmlichkeiten.
Wir im goldenen Käfig verhindern weder, dass andere Völker noch gnadenloser ausgebeutet werden noch dass andere Völker gnadenlos ausgebombt werden.
Sozis marschieren mit an vorderster Front und die ersten LINKEn machen sich damit gemein.


Am 20. Februar 2015 schrieb curti curti:

Dem Artikel Uli Gelermanns ist inhaltlich ebenso zuzustimmen wie den Kommentaren. Es ist tatsächlich eine tiefgreifende Divergenz oder besser Perversion von Schein und Sein die sich zum Jugoslawien-Krieg aufgetan hat. Die weiterführende Frage ist deshalb, ob aus all den Erkenntnissen eine positive Schlußfolgerung gezogen wurde, in deren Folge eine Änderung der Politik eingetreten ist zwecks Besinnung auf all die "Werte", die sie vorgibt insbesondere hier im Westen zu vertreten. Wie sieht sie also aus die Zeit nach 1999?

Es ist nicht kühn festzustellen das sie sich deutlich negativ potenziert hat, daß die "Guten" tatsächlich vom Bösen beseelt sind und dies auch konsequent umsetzen mit weltweiter Destabilisierung und Kriegen mit Hunderttausenden Toten. All das ohne dafür in irgendeiner Form zur Konsequenz gezogen zu werden, trotz eindeutiger Faktenlage. Damit erübrigt sich auch eine Anmerkung zur ebenso viel beschworenen "Demokratie" oder "Freiheit", die sich zusehends als Farce entpuppt haben. Der intellektuelle Supergau ist die ergänzend mediale Verwurstung, die sich jeweils dort einklinkt, wo vorgelagertes Vergessen einsetzt und der Rest zurecht gelogen wird das sich nicht nur der Balkan biegt.

Zusammenfassend eine Misere, deren Prognose wahrlich nichts "Gutes" beinhaltet!


Am 20. Februar 2015 schrieb Aleksander von Korty:

Die Benutzung von kriminellen Mafiosis, wie der UCK im Kosovo, oder von Faschisten, wie des Rechten Sektors in der Ukraine, im Interesse der strategischen Ziele des Imperiums haben eine eine sehr lange Tradition.

Nach 1945 kamen mit der GRINGO-Besatzungsarmee auch eine ganze Reihe Mafia-Bosse nach Italien. Damals zum Zwecke der Verhinderung einer möglichen politischen Machtübernahme durch die italienischen Kommunisten, die sich durch ihren antifaschistischen Partisanenkampf in ihrem Volk großes Ansehen erworben hatten.

Und die neue, antikommunistische Bananen Republik Deutschland wurde ab 1949 ebenfalls mit freundlicher Zustimmung des Gringo-Imperiums mit tatkräftiger Hilfe alter Nazi-Fachleute aufgebaut.

Warum also sollte das Imperium nach so vielen, für seine Interessen erfolgreichen Erfahrungen, auf diese bewährten Helfershelfer ihrer verbrecherischen Kriegspolitik verzichten?

Und wenn Carl Philipp Gottfried von Clausewitz (1780 - 1831) recht hat, dass "der Krieg nur die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln ist", dann ist in diesem Menschen verachtenden, nur an den Profitinteressen orientiertem Wirtschaftssystem Krieg nur die logische Konsequenz daraus und gerade zu zwangsläufig. Er ist sozusagen zwanghaft notwendig für dessen Bestand und daher sind mögliche erreichbare "Friedens"lösungen immer nur eine kurze Zwischenetappe auf dem Weg zum nächsten kriegerischen Konflikt zwischen den Konkurrenten.

Dauerhafter Friede ist in einer kapitalistischen Welt genauso wenig erreichbar, wie echte Demokratie und die Vermeidung faschistischer Herrschaftsformen.

Wer also Faschismus und Krieg, diese eineiigen Zwillinge des Imperialismus, für immer von diesem blauen Planeten vertreiben will, wird nicht umhin können, sich darüber Gedanken zu machen, wie ein anderes Wirtschaftsmodell, das nicht auf der privaten Aneignung der Gewinne basiert und mit seiner enormen Produktivität endlich der Mehrheit der Menschen zu Gute kommen soll, zukünftig strukturiert sein muss.

Der vor einem Vierteljahrhundert untergegangene, sogenannte "Realsozialismus", ist trotz seines Scheiterns, trotz seiner Schwächen, Fehler und Mängel auch ein Beispiel dafür, dass alternative Modelle möglich sind, aus deren Erfahrungen (positiven wie negativen) gelernt werden kann und gelernt werden sollte.


Am 19. Februar 2015 schrieb Klaus Madersbacher:

"Für die Vereinigten Staaten von Amerika alias `NATO´ steigern die Planung und der Beginn dieses Kriegs durch den Präsidenten den Missbrauch und die Untergrabung der Befugnis zur Kriegsführung, wie sie die Verfassung vorsieht. (Es scheint akzeptiert zu werden, dass der Präsident seiner Privatarmee befehlen kann, jedes Land anzugreifen, das er will). Der Bombenkrieg verletzt und zerfetzt die grundlegenden Regelungen der Charta der Vereinten Nationen und anderer Verträge; der Angriff auf Jugoslawien ist die schamloseste internationale Aggression, seit die Nazis Polen angegriffen haben, um `polnische Gräueltaten´ gegen Deutsche zu verhindern." Das schrieb Walter Rockler, Ankläger beim Nürnberger Prozess gegen die Naziführer, am 21. Juni 1999 in der Chicago Tribune

(http://antikrieg.com/aktuell2014_02_14_usaggression.htm). 


Das Verbrechen gegen den Frieden, der Beginn eines Aggressionskriegs, ist das schwerste internationale Verbrechen, "das alle daraus resultierenden Verbrechen in sich einschließt", so der Nürnberger Gerichtshof. Natürlich sind auch die meisten der derzeitigen Probleme im Kosovo auf diesen Aggressionskrieg zurückzuführen, an dem scheinbar niemand Schuld ist bzw. die Schuldigen im Gegensatz zu den damaligen Naziführern frei herumlaufen. Betätigung statt Wiederbetätigung, auch in Afghanistan, Libyen, in der Ukraine usw. usf.


Wird schon sein - wen interessiert´s?


Am 19. Februar 2015 schrieb Herbert Rubisch:

In einem früheren Leben war ich für mein VE- Kombinat bei unserem Partner in der Volksrepublik Jugoslawien.

Mich hatte beeindruckt wie in diesem "Vielvölkerstaat" die Menschen miteinander
lebten, arbeiteten. Bei 2 Einladungen in Familien konnte ich miterleben wie Menschen, der verschiedenen Ethien in einer Ehe, harmonisch lebten. Serben, Kroaten, Slowaken, Kosovaren. Sie Direktor, Serbin, er Kroate, Werkstattleiter im selben Betrieb.
In der anderen Familie eine ähnliche ethnische Struktur. In den Fertigungs-bereichen Vielvölkerschaft. Nicht erkennbar, für meine Genossen und mich. Hätte uns darauf nicht einer unserer Gastgeber, während der Führung, aufmerksam gemacht.

Dann wurde die Demokratie hinein gebombt. Auch von uns, den Deutschen. Seither werden die Völker, ihre Staaten, selektiert. Tschechoslowakei. Paßgerecht für die Verwertung. Wird uns der Demokratie unterworfen. Nichs anderes wird in der Ukraine verfolgt.


Am 19. Februar 2015 schrieb Lutz Jahoda:

Wenn an den Kosovo-Konflikt erinnert wird, fällt mir sofort Peter Handke ein, den die deutsche Presse als Serbienfreund gewaltig zu beuteln wusste, als er sagte, dass die Welt allgemein und die Medienmaschine im Besonderen über ein wehrloses Serbien hergefallen sei und es vorverurteilt habe. Besonders Handkes Satz über gewisse Journalisten war den Druckmedien übel aufgestoßen. Sie seien ein Rädchen in einem bösen Getriebe, das alle Wahrhaftigkeit unter sich begräbt.
Klar, dass Handke zum "Abschuss" freigegeben wurde. "Österreichischer Märchenonkel" wurde er genannt, "manirierter Dummkopf", auch "hauptberuflicher Langweiler - schlampig und peinlich" kam vor.


Als ihn die "Süddeutsche Zeitung" fragte: "Wie ist es mit Titos Jugoslawien? Wie weit reichen da Ihre Sympathien?", erinnerte Handke an die Tötung von tausenden Zivilisten im Oktober 1941 durch die deutsche Wehrmacht im serbischen Kragujevac, darunter mehrere hundert Schüler.
Derlei Erinnerungen passten nicht ins Presseschema damals und heute erst recht nicht. Handke sagte: "Auf der Suche nach einem höheren Maß an Wahrhaftigkeit, über die Schuldzuweisungen hinaus, und das schließt die Politiker ein und all die Experten, die über das zerfallene Jugoslawien reden, kann ich diese Wahrhaftigkeit nicht finden. Schon im Wort `Balkanexperte´ rieche ich die Tendenz und die Ideologie."


Womit wir in der Gegenwart angelangt sind, bei den "Ost.Experten", die uns die abendlichen Nachrichten der Öffentlich Rechtlichen Fernsehanstalten zu einer schwer verdaulichen Kost machen.
Belebend hingegen die Gellermann-Lektüre und der Heidukoff-Nachschlag vom heutigen Tag. - Danke!


Am 19. Februar 2015 schrieb Hans Jon:

Ja! ... es dauert wohl noch lange bis auch der letzte DEUTSCHE erkennt, dass die US-geführte NATO nicht "dem deutschen Volke dient"! KOSEVO- & UKRAINE-KRIEGE "dienen" der USA!


Am 19. Februar 2015 schrieb Christian Harde:

Sie haben es wieder auf den Punkt gebracht!


Am 19. Februar 2015 schrieb André Burguete:

Nach den Wölfen die Schakale:

https://www.radio-utopie.de/2015/02/17/iwf-kredite-an-die-ukraine-ziel-ist-die-vollstaendige-destabilisierung-des-landes/


Am 19. Februar 2015 schrieb Ulrich Fiege:

Der US-Konzern Bechtle ist sehr Vielseitig aufgestellt und war im Jahr 1999 für die Privatisierung der Wasserversorgung in Bolivien zuständig, als Bedingung des Landes für einen Kredit von der Weltbank mussten sie ihr Wasser privatisieren. Am Tag als der Vertrag in Kraft trat wurde das Wasser 300% Teurer und nicht mal das Regenwasser auf der eigenen Haut gehörte dem Träger, Bechtle verbot das Sammeln von Regenwasser usw. usf. wie die Bedingungen sind um Bechtles Straßen zu benutzen werden wir auch noch erfahren. "Guerra del Aqua - als der Regen privatisiert wurde"

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=B2v6Ad-Vuug

Die Kredite der EZB für Griechenland und Co, sind an Bedingungen geknüpft, die Privatisierung der Wasserversorgung! Ein zukunftsträchtiger Artikel gegen das Vergessen, Danke Herr Gellermann!



Am 19. Februar 2015 schrieb Johannes Maria Becker:

Glänzend!
Ja, was hat der Westen, was haben die kapitalistischen Staaten des Westens und Nordens den KosovarInnen seinerzeit nicht alles versprochen!
Hört oder liest mensch irgendeine selbstkritische Stimme bei den Kriegstreibern von Hellrot-Grün?

Liest mensch, den Blick ein wenig erweitert, irgendeine selbstkritische Betrachtung der Folgen der Destabilisierung Syriens, des Krieges in Afghanistan (gut, hier ab und an...), des Krieges in Irak, des Krieges in Libyen mit all´ seinen Folgen (Destabilisierung Malis etc. pp.).
Der "Islamische Staat" und all die Gangsterbanden sind noch nicht vom Himmel gefallen! Der Westen hat sie genährt.

Vor Gericht gehören sie!
Die Links-Fraktion ist unbedingt zu unterstützen bei den Versuchen, die Kriegstreiber vor internationale Gerichte zu stellen.


Am 19. Februar 2015 schrieb Heinrich Triebstein:

Zitat aus dem `Freitag´ 30 vom 29.07.2005:

Eduardo Galeano: " Wird die Welt zum Schlachthof? - Terror der Kriege und Krieg des Terrors - Ein perverser Kreislauf" (letzter Absatz)



"Waffen sind Teufelszeug - noch so eine dieser Redensarten. Gott kann die Verantwortung dafür nicht tragen, folglich muss es der Teufel sein, der die Waffen bringt. Zumindest die Massenvernichtungswaffen, die der Irak nicht hatte und die unsere Welt zum Bersten bringen - durch die chemischen Keulen der Konsumgesellschaft, die das Klima und die Umwelt zerstören. Durch die Giftgase der Angstfabriken, die uns zwingen, das Unzumutbare zu akzeptieren und die Demütigung als Schicksalsschlag hinzunehmen. Durch die verderbliche Straffreiheit der Massenmörder, die zu Staatschefs gemacht werden. Durch die zweischneidigen Schwerter der Großmächte, die gleichzeitig Tretminen und orthopädische Gehhilfen verkaufen. Und die Bomben werfen, um die Verträge zum Wiederaufbau gleich hinterher zu schicken."
 Was wird auf al-Quaida und IS herumgehackt, weil sie sich zu einer `Kultur des Todes´ bekennen! Und der stern vom 25.09.2014 lässt Arundhati Roy sozusagen prophylaktisch mit dem `Mythos Gandhi´ abrechnen, einer weiteren Figur des Orients, die die Bergpredigt verinnerlicht hatte und erfolgreich gegen das Vorgängerimperium der heutigen Weltmacht aufgestanden ist. Wir Heutigen haben das Grundgesetz und die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948, um unserer westlichen Kultur des Todes ein Ende zu bereiten.
 


Am 19. Februar 2015 schrieb Ernst Grobschmied:

Ja, man hat schon viel zu tun als eingebildete MITTELMACHT.
Muss man sich doch um das Wohlergehen und die Demokratien in anderen Ländern kümmern und im Gefolge des sich Kümmerns die wirtschaftlichen Interessen deutscher Konzerne einer Marktgerechten Demokratie nicht ganz ausser acht lassen und ausbauen.

Nett verpackter Sprengstoff ist das Mittel der Wahl der Demokratievorsorge, damit sich mühsame Verhandlungen erübrigen.

Heimische Waffenschmieden bieten sich deshalb besonders an, sich vollumfänglich am Wiederaufbau und Entschädigung der zerstörten Länder zu verpflichten.
Mit jedem GPS-überwachten Abschuss einer deutschen Waffe, könnte automatisch eine SONDERSTEUER fällig werden, die Krauss Maffey & Co bereitwillig abführen.
Zu gern würden Politiker sich mit ihren Gehältern und Pensionen für diese Sondersteuer verbürgen, ähnlich wie es auch schon Bürger gegenüber IHREN Banken tun. In freudiger Erwartung der Abstimmung im DBT:

http://www.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fwww.bundestag.de%2Fimage%2F234900%2FQuerformat__16x9%2F475%2F267%2Fe533bf43f2801f746e9bbf6e7848db76%2FNx%2Feuro_gross.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fwww.bundestag.de%2Fdokumente%2Ftextarchiv%2F2012%2F39684652_kw26_de_fiskalvertrag_esm%2F208972&h=267&w=475&tbnid=KdgkT8SuABzIJM%3A&zoom=1&docid=HtrFFqteJLRVJM&ei=v5blVLDuEMf7ygPMyoLgBg&tbm=isch&iact=rc&uact=3&dur=1317&page=1&start=0&ndsp=24&ved=0CCsQrQMwAw

.


Am 19. Februar 2015 schrieb Miriam Robertson:

So wie sie damals gelogen haben, so lügen sie heute: Als ginge es in der Ukraine um die Freiheit der Ukrainer! Es geht um die Freiheit der NATO ihre Basen bis dort hin zuschieben, um die Freiheit der EU den Gashahn in die Hand zu bekommen und um die Freiheit der "westlichen Werkgemeinschaft" den Russen das Messer an den Hals zu setzten. Das Kosovo ist ein mahnendes Beispiel für die Sorte Freiheit, die das Leben der Menschen kostet: "Das wichtigste Exportgut des Kosovo, dessen Landwirtschaft einst florierte, ist jetzt Altmetall. Fast jeder zweite Kosovare lebt in Armut, ungefähr jeder Siebte hat weniger als einen Euro am Tag. Der Kosovo ist kein Land, er ist ein Desaster." (Franziska Augstein, SZ, v. 11. Mai 2010)


Am 19. Februar 2015 schrieb Jürgen Heiducoff::

Wie gewohnt wieder ein sachkundiger Beitrag. Danke U. Gellermann.
Einige Worte zu dem erwähnten deutschen Brigadegeneral a.D. Heinz Loquai: ich habe während meines über zwanzigjährigen Dienstes in der Bundeswehr einige Generale persönlich kennen gelernt. Heinz Loquai betrachtet das Militär als Instrument der Friedenssicherung. Er war zwei Mal mein Vorgesetzter: als Kommandeur des Zentrums für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr nach 1991, als die Rüstungskontrolle, Abrüstung sowie erste vertrauens- und sicherheitsbildende Maßnahmen viel Hoffnung auf eine dauerhafte Entspannung in Europa erzeugten und als militärischer Berater bei der deutschen OSZE-Vertretung in Wien.

Er war zurecht davon überzeugt, dass der Krieg gegen Jugoslawien vermeidbar war. Der General versuchte, das Lügengeflecht, das zu diesem Krieg führte, offen zu legen. Damit bewies er viel Mut.

Ihm sei gedankt, dass er konsequent seinem Gewissen und dem geleisteten Eid, das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes zu verteidigen, folgte. Denn dieser erste Angriffskrieg mit Beteiligung der Bundeswehr entsprach nicht dem Willen des deutschen Volkes. Er diente ausschließlich amerikanischen Interessen. Die US Militärbasis Camp Bondsteel (nach dem Vietnamkriegsveteranen James Leroy Bondsteel benannt) und die Infrastruktur - Baumaßnahmen wie die erwähnte Autobahn legen davon Zeugnis ab.

Hier noch eine Buchempfehlung: Heinz Loquai: Der Kosovo-Konflikt. Wege in einen vermeidbaren Krieg. Die Zeit von Ende November 1997 bis März 1999. Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2000, ISBN 3789066818.

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